Die erfundenen und instruierten Geschichten der Asyl-NGOs

Lesezeit: 5:30

Hundertschaften von so genannten "Asylexperten" aus diversen NGOs schaffen es, immer neue Strategien zu finden, mit denen jedermann in Österreich Asyl oder einen sonstigen Aufenthaltstitel ergaunern kann. Vollkommen gleichgültig, ob das zumindest ansatzweise berechtigt ist oder nicht.

Im Gegensatz zur teils naiven und augenscheinlich äußerst laschen Vorgehensweise unserer staatlichen Organe legt die (tatsächlich real vorhandene) Asylindustrie höchste Professionalität an den Tag und verfolgt ihre Ziele konsequent ohne jegliche Skrupel.

In nahezu sämtlichen Fällen wird gegen einen abweisend ergangenen Asylantrag Beschwerde erhoben, womit es letztendlich auf den jeweiligen Richter am zuständigen Bundesverwaltungsgericht (BVwG) ankommt, ob der begehrte Status gewährt wird oder nicht. Dabei überlassen die als Flüchtlingshelfer agierenden NGOs nichts dem Zufall. Jeder Richter wird genau gescreent, es bestehen für jeden einzelnen Richter umfangreich angelegte Akten, seine Spruchpraxis wird genau durchleuchtet und dokumentiert. Festgehalten wird, was beim jeweiligen Richter zu Wohlwollen führt, womit er zu überzeugen ist und was ihn andererseits verärgert oder skeptisch stimmt.

Der Asylwerber, beziehungsweise die hinter ihm stehende Flüchtlingsberatung, weiß daher bereits vor der jeweils angesetzten mündlichen Gerichtsverhandlung sehr genau, was zu erwarten sein wird. Wurde das Verfahren einem Richter mit einer einschlägig ideologischen Prägung zugeteilt und bedarf es daher keinen großen Mühen, oder aber ist der verfahrensleitende Richter eine Persönlichkeit, die den Beruf und die damit verbundene Verantwortung auch ernst nimmt und müssen somit größere Geschütze aufgefahren werden?

Professionell wird eine gute Durchmischung der vorgegebenen Asylgründe geplant. Denn selbst der noch so asylfreundliche Richter hat bald ein Argumentationsproblem, wenn er zwanzigmal in der Folge die Sachverhaltsfeststellung treffen soll, dass der jeweilige Asylwerber homosexuell sei. Genauestens werden schließlich Änderungen in der Spruchpraxis des BVwG allgemein und des jeweiligen Richters im Speziellen beobachtet. Was noch vor ein wenigen Monaten mit hoher Sicherheit zur Zuerkennung des Status des Asylberechtigten führte, kann mittlerweile keinen Asylgrund mehr darstellen. Auch werden veröffentlichte Länderberichte, auf denen Asylentscheidungen des BVwG basieren, exakt analysiert und dienen als Grundlage für die erfundenen und den Asylwerbern instruierten Geschichten.

Auf Basis dieser von den NGOs akribisch geführten Dokumentationen erfolgt nahezu auf jede anstehende Verhandlung eine perfekte Vorbereitung. Der Asylwerber und die beantragten Zeugen werden genau "eingeschult", Empfehlungsschreiben von Pfarrern und Asylbetreuern werden eingeholt und vorgelegt, alles wird passgenau auf den jeweiligen Richter zugeschnitten.

Bei afghanischen Männern ist derzeit etwa folgende Vorgehensweise sehr en vogue: Der Asylwerber behauptet, den Glauben an Allah verloren zu haben, Atheist oder Agnostiker geworden zu sein, womit er bei Rückkehr in sein Heimatland Verfolgung beziehungsweise psychischer und/oder physischer Gewalt ausgesetzt sein könnte. Bei zahlreichen Richtern reicht dies bereits für eine stattgebende Entscheidung.

Weiß der jeweilige Asylwerber, dass ihn ein "schwierigerer" Richter erwartet, fährt man mit gröberen Geschützen auf: Der afghanische Asylwerber konvertiert zum Christentum, besucht ein paar Wochen Taufunterricht und lässt sich taufen. Asyl wird dann jedenfalls gewährt und nebenbei freut sich die Kirche noch über viele neu gewonnene Mitglieder, spielt das böse Spiel munter mit.

Ziemlich skurril wird es schließlich, wenn gewisse Richter Geschichten aus der Bibel erfragen oder sich Gebete vorsagen lassen. Natürlich wissen NGOs bereits vorweg, bei welchen Richtern sie mit derartigen Fragen rechnen müssen und bereiten ihre Klientel genauestens darauf vor. In den mündlichen Verhandlungen schaffen es Asylwerber dann, die Geschichte vom Verlorenen Sohn zum Besten zu geben, Zitate aus der Bibel wiederzugeben, das Vaterunser oder das Glaubensbekenntnis fehlerlos aufzusagen, die Namen der Evangelisten zu nennen – und das Asyl ist gesichert. Alles hat geklappt, die Mühe hat sich bezahlt gemacht.

Häufig werden Pfarrer geladen oder kommen ungeladen zur Verhandlung mit. Sie berichten dann rührig davon, wie fromm und gotteszugewandt der Asylwerber dem Gottesdienst beiwohnen und sich am Kirchengemeindeleben beteiligen würde. Natürlich gibt der Asylwerber dann immer zu Protokoll, dass er bei einer Rückkehr in sein Heimatland nicht zum Islam zurückkehren würde, sondern Christ bleiben wolle. Natürlich geht der Fall somit für ihn positiv aus.

Bei afghanischen Frauen findet man hingegen keine religiösen Konversionen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Bei Frauen gibt es viel einfachere Wege, um Asyl zu erschwindeln. Es reicht aus, den Richter davon zu überzeugen, dass man über eine westliche Orientierung verfügt. Also wird die Verschleierung vor der Verhandlung rasch abgenommen, oft erst direkt im Gerichtsgebäude oder unmittelbar vor Betreten des Verhandlungszimmers.

Richter stellen dann fest, dass sich die Asylwerberin nach westlicher Mode kleidet, frisiert und schminkt. In der Verhandlung berichtet die Asylwerberin dann, dass sie über einen selbständigen Bewegungsradius verfüge, sie sich mit österreichischen Freundinnen treffe, um gemeinsame Aktivitäten zu bestreiten und auch alleine Ausflüge mache. Auch wenn kein Wort davon stimmt, reicht es fast immer aus, dass der Beschwerde stattgegeben und Asyl gewährt wird.

Vorgebracht wird auch oft, dass die eigenen Töchter beim Turnunterricht teilnehmen dürften, dass die Asylwerberin einer Erwerbsbeschäftigung nachgehen wolle und – im Extremfall, um sogar "schwierigste" Richter zu überzeugen –, dass man sogar über österreichische männliche Bekannte verfüge. Ausgesagt wird, man könne sich nicht vorstellen, nach dem konservativen Wertebild des Heimatlandes zu leben. Dass ein Blick auf die große Anzahl von Verwandten, die zu Gericht mitgekommen sind, augenscheinlich genau von einem ultrakonservativen Weltbild zeugen, tut dabei meist nichts zur Sache. Asyl oder ein anderer Aufenthaltsstatus wird sofort gewährt.

Kritischere Richter am BVwG wagten folgenden Versuch: Sie legten Verhandlungspausen ein und beobachteten dann, wie die Asylwerberinnen in der Pause sofort ihr Kopftuch wieder aufsetzten. Die vorgetäuschte "westliche Orientierung" wurde daraufhin nicht anerkannt. Diese Vorgehensweise blieb nicht folgenlos, sondern führte am BVwG zu einer – von gewissen Richtern mit einschlägiger ideologischer Prägung hervorgerufenen – enormen Empörung. Eine solche Vorgehensweise sei zutiefst verwerflich.

Auch holen gewisse Richter vor dem Verhandlungszimmer wartende Kinder in die Verhandlung und befragen sie, ob sie etwa tatsächlich am Turnunterricht teilnehmen dürfen, was freilich so gut wie nie der Fall war. Auch diese Vorgehensweise ist mittlerweile verpönt und um sicher zu gehen, instruieren die NGOs mittlerweile ohnehin auch alle Familienangehörigen entsprechend.

Der Kreativität dieser NGOs sind kaum Grenzen gesetzt. Sie erfinden die buntesten Geschichten, schmücken diese blumig und detailreich aus und bringen diese Geschichten dann den Asylwerbern bei. Dabei gehen sie ohne Schuldbewusstsein und ohne schlechtes Gewissen vor. Das Ziel, für ihre Klientel Asyl zu ergaunern, heiligt offenbar alle Mittel. Es sei dabei bemerkt, dass gerade auch kirchliche Stellen wie Caritas oder Diakonie besonders dreist vorgehen.

Erkenntnisse und Beschlüsse des BVwG können übrigens unter https://ris.bka.gv.at/Bvwg/ nachgelesen werden, Interessenten sei dies empfohlen. Von zahlreichen weiteren, oftmals aufgetischten Geschichten, etwa der gerne vorgebrachten Homosexualität (Medien berichteten in den letzten Tagen umfassend darüber), wird in einem folgenden Beitrag berichtet werden.

Von einer Mitarbeiterin des Bundesverwaltungsgerichts

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. August 2018 18:50

    Zuerst einmal ein Dank an „anonymous“, wer immer diesen Mut aufgebracht hat und Herrn AU, weil er sich ebenfalls diesen mächtigen Kreisen in den Weg stellt und so etwas, sicherlich persönlich geprüft, in das Netz stellt.

    Nahtlos schließt sich eine Aufforderung an unsere Regierung an! Entzieht dem Gesindel das Geld! Besteuert die christlichen Kirchen! Keine staatlichen Mittel für NGOs, welche ja ohnehin meist christlich sind. Und beendet die kostenlosen Orchideenstudien, denn da kommen die Gutmenschen her.

    Und sollte es der, hier eigentlich nicht zuständige Herr Justizminister nicht wissen, Rechtsstaat heißt auch, daß, was heute Recht ist, bleibt auch morgen Recht! Es kann nicht sein, daß wegen völlig vertrottelter Beamten bzw. ideologisierenden Idioten (wie gut das altgriechische Wort hier passt) heute eine Spruchpraxis existiert und morgen eine andere, einfach weil man die eigene(!) Schwachsinnigkeit erkannt hat.

    Jedenfalls verliere ich zunehmend jede Hoffnung, daß die aktuelle Regierung auch nur irgend eine ernstere Maßnahme gegen die Zuwanderungsproblematik setzen will. Denn die Statistik im Bundesverwaltungsgericht war schon mehrfach Thema bei den Mitbloggern, ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, daß unsere Regierung so viel blinder wäre – und wenn dem so sein sollte, so tretet bitte sofort zurück, denn im Reich der Blinden sollte bekanntlich der Einäugige König sein, aber nicht jene, bei welchen sogar die Hühneraugen noch kalt sind.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    26. August 2018 22:02

    Danke für den Artikel, Aber wir leben tatsächlich in einer autoritären Gesellschaft. Nur so ist es zu erklären, dass die Autorin anonym auftreten muss.

  3. Ausgezeichneter KommentatorO5
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2018 13:04

    Ich habe mir als Geldanlage eine Eigentumswohnung gekauft. Im Zuge des Baues habe ich irgendwann mitgekriegt, dass im selben Haus auch Türken als Wohnungseigentümer einziehen werden. Ich dachte mir, warum nicht. Bei der Wohnungsübergabe (2015) habe ich sie gesehen. Es waren drei junge Frauen/Mädchen dabei. High Heels, enge Hosen, sexy aufgemacht. Nach einem Jahr, bei der ersten Hausversammlung waren die Frauen/Mädchen bis auf Augen und Mund verhüllt. Eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJohn
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    26. August 2018 17:51

    Wenn einmal ein Lehrlingsstatus vor einer Abschiebung schützt, wieviele Lehrlinge werden dann bestimmte NGO und ihnen nahestehende Organisationen plötzlich anstellen?

alle Kommentare

  1. Freak77
    29. August 2018 17:35

    Hervorragend aufgedeckt von Anonymus!

    Vielen herzlichen Dank dieser Whistleblowerin!

  2. O5
    27. August 2018 13:04

    Ich habe mir als Geldanlage eine Eigentumswohnung gekauft. Im Zuge des Baues habe ich irgendwann mitgekriegt, dass im selben Haus auch Türken als Wohnungseigentümer einziehen werden. Ich dachte mir, warum nicht. Bei der Wohnungsübergabe (2015) habe ich sie gesehen. Es waren drei junge Frauen/Mädchen dabei. High Heels, enge Hosen, sexy aufgemacht. Nach einem Jahr, bei der ersten Hausversammlung waren die Frauen/Mädchen bis auf Augen und Mund verhüllt. Eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde.

  3. pressburger
    26. August 2018 22:02

    Danke für den Artikel, Aber wir leben tatsächlich in einer autoritären Gesellschaft. Nur so ist es zu erklären, dass die Autorin anonym auftreten muss.

    • oberösi
      27. August 2018 00:01

      Autoritär? Sagen Sie doch gleich totalitär, Sie Hetzer! Leben wir doch in der besten aller Zeiten mit der besten aller Regierungsformen! In der wir Gott sei Dank regelmäßig im Hochamt der Demokratie die großartige Chance haben, unfähige Politiker abzuwählen und für wirklich gute, ehrliche, integre Leute zu stimmen, die nur eines antreibt: das Wohl derer, die für ihre obszön feudalen Privilegien aufzukommen haben mittels eines der höchsten Einkommenssteuersätze weltweit...

    • pressburger
      27. August 2018 21:19

      @Oberösi
      Danke für den Hetzer ! Wollte doch nur etwas Optimismus, mit meiner Wortwahl aufkommen lassen. Leider, misslungen.

  4. dssm
    26. August 2018 18:50

    Zuerst einmal ein Dank an „anonymous“, wer immer diesen Mut aufgebracht hat und Herrn AU, weil er sich ebenfalls diesen mächtigen Kreisen in den Weg stellt und so etwas, sicherlich persönlich geprüft, in das Netz stellt.

    Nahtlos schließt sich eine Aufforderung an unsere Regierung an! Entzieht dem Gesindel das Geld! Besteuert die christlichen Kirchen! Keine staatlichen Mittel für NGOs, welche ja ohnehin meist christlich sind. Und beendet die kostenlosen Orchideenstudien, denn da kommen die Gutmenschen her.

    Und sollte es der, hier eigentlich nicht zuständige Herr Justizminister nicht wissen, Rechtsstaat heißt auch, daß, was heute Recht ist, bleibt auch morgen Recht! Es kann nicht sein, daß wegen völlig vertrottelter Beamten bzw. ideologisierenden Idioten (wie gut das altgriechische Wort hier passt) heute eine Spruchpraxis existiert und morgen eine andere, einfach weil man die eigene(!) Schwachsinnigkeit erkannt hat.

    Jedenfalls verliere ich zunehmend jede Hoffnung, daß die aktuelle Regierung auch nur irgend eine ernstere Maßnahme gegen die Zuwanderungsproblematik setzen will. Denn die Statistik im Bundesverwaltungsgericht war schon mehrfach Thema bei den Mitbloggern, ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, daß unsere Regierung so viel blinder wäre – und wenn dem so sein sollte, so tretet bitte sofort zurück, denn im Reich der Blinden sollte bekanntlich der Einäugige König sein, aber nicht jene, bei welchen sogar die Hühneraugen noch kalt sind.

    • Specht
      28. August 2018 11:18

      Soviel ich weiß kommt Idiot von i diota =aus dem Volk diota ahd Volk deutsch , Ideologie griechisch.

    • Franziska Malatesta (kein Partner)
      28. August 2018 22:06

      Idiot kommt von altgriechisch idios, idia, idion: eigen. Idios und idiotes haben mehrere Bedeutungen: eigen, auch im Sinn von schrullig, ungewöhnlich, eigentümlich, seltsam; aber auch: privat, Privatmann, einer, der nicht am öffentlichen und politischen Leben teilnimmt, gewöhnlicher, niedriger Mann, Laie, Arbeiter, Stümper, Pfuscher.
      Dazu das Adjektiv idiotikos: unwissend, ungebildet, albern, läppisch.
      Die Ideologie kommt von gr. idea = Idee, Begriff, von eidos: Äußeres, Gestalt, Urbild. Dazu auch das üerfekt (v)oida = ich weiß, und das Mediopassiv eidomai = erscheinen, gleichen, sowie eidolon = Trugbild, Götzenbild.

  5. John
    26. August 2018 17:51

    Wenn einmal ein Lehrlingsstatus vor einer Abschiebung schützt, wieviele Lehrlinge werden dann bestimmte NGO und ihnen nahestehende Organisationen plötzlich anstellen?

    • Brigitte Imb
      26. August 2018 21:40

      Zum Glück will die Regierung hier gegensteuern.

      https://www.krone.at/1761230

      Aber warten wir ab. Es bleibt uns ohnehin kaum eine andere Möglichkeit.

    • Ausgebeuteter
      27. August 2018 10:39

      @Brigitte Imb:
      Zwischen Ankündigung und Durchführung gibt es einen gewaltigen Unterschied. Kurz & Strache müssen erst beweisen, dass sie vernünftige - wenn auch immer vor anderen Seiten kritisierte - Projekte ohne Kompromisse durchziehen. Bisher sieht es dazu noch sehr schwach aus. Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf.





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