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Helmut Schmidt: Wieder einmal Geschichte umschreiben

Über all die Phrasen hinaus, die beim Tod eines Staatsmannes routinemäßig abgesondert werden, ragen aus dem Leben des Helmut Schmidt zwei von manchen gern heruntergespielte Taten als riesige ehrfurchtgebietende Felsen hervor. Schmidts mutiges, weises Verhalten in zwei historischen Herausforderungen macht ihn zu einem der größten Staatsmänner des 20. Jahrhunderts. Sie unterscheiden ihn total von den meisten der heutigen Sozialdemokraten. Sie heben ihn auch weit über all seine Nachfolger hinaus.

Dennoch verschweigen fast alle Nachrufe: Die größten Feinde Schmidts waren fast immer die Linken in und außerhalb seiner eigenen SPD. In diesen beiden großen Herausforderungen, aber auch in seiner gesamten Wirtschafts- und Verteidigungspolitik (er war vor seiner Kanzlerzeit Verteidigungs- und Finanzminister!). Fast immer stand Schmidt in massiver Konfrontation mit Teilen der eigenen Partei, und später erst recht mit den Grünen. Er war ein rechter Hamburger Sozialdemokrat, rechts von dem, wo heute CDU oder ÖVP stehen.

Aber das wird schon in den ersten Stunden nach seinem Tod von den Geschichts-Umschreibern total verdrängt. Denn sie spüren: Schmidt ist und war populär, da verschweigt man taktisch besser man all seine schweren parteiinternen Auseinandersetzungen, die ihn dann letztlich auch die Kanzlerschaft gekostet haben, weil mit dem linken SPD-Flügel ein Regieren nicht mehr möglich war.

Diese Konfrontation war insbesondere auch in den beiden allerwichtigsten und dramatischsten Abschnitten in Schmidts Leben dominierend.

Hart gegen den Terrorismus

Die eine war seine harte Haltung gegenüber dem linken und palästinensischen Terrorismus. Er hat Erpressungen der linksradikalen Baader-Meinhof-Bande und der mit ihr verbündeten palästinensischen Flugzeugentführer nicht nachgegeben. Obwohl sein Verhalten (das Nichtnachgeben gegenüber den Entführer-Forderungen und der Befehl zum Sturm auf eine in Ostafrika entführt stehende Lufthansa-Maschine) das Leben des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer gekostet und das von vielen Flugzeugpassagieren gefährdet hat.

Aber Schmidt wusste, so schwer ihm menschlich diese Entscheidungen auch gefallen waren, so sehr er damit auch den Verlust des eigenen Amtes riskiert hat: Ein Staat darf niemals Erpressungen nachgeben. Ein Staat muss notfalls den Rechtstaat auch mit Gewalt durchsetzen. Er wusste: Jedes andere Verhalten würde noch viel mehr Erpressungen auslösen und Opfer fordern. Es wäre geradezu eine Anstiftung zu neuen Terror-Taten.

Nur durch seine damalige Konsequenz kam es dann bald zu einem Ende des linksextremen Baader-Meinhof-Terrors und der palästinensischen Flugzeugentführungen. Dafür sollte ihm Europa ewig dankbar sein.

Welch Unterschied zu den heutigen Weicheiern in Europas Regierungen! Oder gar zum Mainstream in der heutigen Sozialdemokratie und damit den meisten Medien!

Wenn man an die damaligen Vorgänge denkt, befällt einen im Vergleich doppeltes Entsetzen darüber, dass Deutschlands heutige Regierung (samt der österreichischen als Beitragstäterin) lieber Afrikaner und Asiaten in Millionen-Dimensionen ungehindert einmarschieren lässt, statt auch nur zu versuchen, so wie Ungarn den eigenen Staat zu schützen. Was zwar wahrscheinlich auch mit Gewaltanwendung verbunden sein könnte. Was aber mit Sicherheit die Völkerwanderung binnen kurzem zum Erliegen brächte.

Aber auch viele andere Staaten haben später bei Geiselnahmen das Beispiel Schmidts nicht befolgt. In vielen Fällen wurde Lösegeld an die Entführer und Piraten (fast alle aus dem islamischen Raum) bezahlt. Das hat – natürlich – viele weitere Entführungen ausgelöst und die militärische Aufrüstung von Terrorbanden finanziert. Erst nach Jahren hat man sich angesichts der Bedrohung durch Piraten vor Ostafrika wieder an das Vorbild Schmidts erinnert und diese Bedrohung endlich militärisch gestoppt.

Der Erfolg der Nachrüstung

Auch die zweite große historische Leistung Schmidts steht diametral der Haltung der damaligen wie heutigen Linken gegenüber. Er hat den Nato-Doppelbeschluss durchgesetzt, der eine Antwort auf die massive Steigerung der Bedrohung Europas durch neue sowjetische SS-20-Atomraketen gewesen ist. Und als die Sowjets – im Vertrauen auf die Schützenhilfe durch die sogenannte „Friedensbewegung“, die vor allem Deutschland damals schwer erschüttert hat, – ihre Raketen nicht abgezogen haben, hat Schmidt dann die Nato-Nachrüstung durchgesetzt.

Es waren genau diese Nachrüstung, dieser Mut und diese Konsequenz Schmidts, die dann letztlich zum Nachgeben der Sowjets, zu mehreren Abrüstungsverträgen und schließlich zu einem deutlichen Rückgang der Kriegsgefahr geführt haben. Vielen ist kaum mehr bewusst, wie sehr Schmidt bei diesem historisch goldrichtigen Schritt damals dem Druck der eigenen Parteilinken und der (wie man heute weiß, auch von osteuropäischen Geheimdiensten finanzierten) Straße widerstehen musste.

Neben diesen beiden monumentalen Leistungen verblasst alles andere ins Unbedeutende. Wie etwa die oberlehrerhaft wirkende Art Schmidts oder sein nicht gerade vorbildliches Kettenrauchen selbst an streng verbotenen Orten.

Schmidt war noch einer jener Sozialdemokraten, die imstande gewesen sind, einen Staat zu regieren, wozu eben leider auch Härte und Konsequenz nötig ist. Und er war keiner der heute so zahlreichen Linken, die glauben, dass ihr oberster und einziger Auftrag wäre, ständig noch mehr auf Pump finanzierte Wohlfühlleistungen unters Volk und unter die Immigranten zu bringen.

PS: Nur weil es mit Garantie in keinem der geölten Nachrufe in Politik und Medien erwähnt werden wird, sei auch das erwähnt: Schmidt hat in einem seiner Bücher geschrieben, dass er im Krieg seine „Pflicht als deutscher Soldat erfüllt“ hat. Diese Formulierung hat nirgendwo ein besonderes Echo hervorgerufen. Ganz im Gegensatz zur absolut gleichlautenden Formulierung Kurt Waldheims, die von der linken Jagdgesellschaft in ihren Empörungsritualen jahrelang als finaler Beweis einer neonazistischen Gesinnung und moralischen Verkommenheit Waldheims gewertet worden ist.

PPS: Kleine Ergänzung zum Vergleich Schmidts mit seinen Nachfolgern als deutscher Bundeskanzler: Auch Helmut Kohls goldrichtige Strategie bei der Wiedervereinigung war eine epochale Leistung (die jedoch primär Verdienst der Ostdeutschen gewesen ist). Ebenso gilt das für Gerhard Schröders Deutschland sanierende „Agenda 2010“ (die jedoch von der damals oppositionellen CDU/CSU mitgestaltet und mitgetragen worden ist). Aber nichts davon ist mit den beiden großen Verdiensten Helmut Schmidts zu vergleichen. Denn beide Male ist der deutsche Bundeskanzler letztlich ganz alleine gegen einen enormen Druck gestanden, nur mit seinem eigenen Gewissen, Wissen und Charakter.

PPS: Typisch für den ORF: Nur rote und grüne Politiker wurden zum Ableben Schmidts interviewt. Die natürlich dann auch gleich die Geschichtsumschreibung voranschrieben. Nicht einmal bei Joschka Fischer wurde klar, dass er einst einer der erbittertsten Gegner Schmidts gewesen ist. Aber woher soll auch ein ihn interviewender Armin Wolf das wissen? das wäre ja zeitgeschichtliche Bildung.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 05:29

    Eine wesentliche Stellungnahme des großen Staatsmannes wurde nicht deutlich genug erwähnt:

    Die Warnung vor weiterer Zuwanderung.

    „Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden“, sagte Helmut Schmidt in dem Interview. Als Mittel gegen die Überalterung komme Zuwanderung nicht in Frage. „Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht, schaffte nur ein zusätzliches dickes Problem.“

    http://www.focus.de/politik/deutschland/helmut-schmidt-ii_aid_95473.html

  2. Ausgezeichneter KommentatorLügenpresse-Watch
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 01:52

    In allen Kanälen von ARD und ZDF berieseln uns die SED-Propagandisten mit Schmidt-Äußerungen für Nachrüstung und gegen Strauß. Jedoch verhehlen die Lügenmedien lauthals seine strikte Ablehnung von Multikulti-Fanatismus und Islamisten-Hörigkeit.
    .

  3. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 00:57

    Ich habe ihn schon seinerzeit bewundert, weil er konsequent war. Und in so fern bewerte ich auch sein Kettenrauchen positiv, er ist dazu gestanden. (UND IST 95 GEWORDEN!)
    Dass es keine adäquaten Nachfolger in seiner Partei und in der österreichischen Partei gegeben hat, ist eben auf den Niedergang der Werte unserer Kultur zurückzuführen. Konsequenz, eigene Meinung, Ausblick, Unbeirrbarkeit u.v.a. sind bei Politikern aller Parteien heute weitgehend passé. Speziell unsere ergehen sich in Lächerlichkeiten wie einen Grenzzaun-Streit.

  4. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 10:11

    Der tüchtigste - das war er unbestritten - deutsche Kanzler, hat seine Pflicht als deutscher Soldat - nein, mehr - als deutscher Offizier im Krieg erfüllt. Man konnte in der Wehrmacht Offizier werden und hatte die Freiheit, sich in Kreisen zu bewegen, die den Nationalsozialismus und seinen gesellschaftspolitischen Zwänge vollkommen ablehnten. Als der rote Terror in den 80er Jahren in die Knie gezwungen wurde, da saßen zusammen die Flakhelfer Dietrich Genscher, der Oberleutnant dRes Helmut Schmidt, der Oberleutnant dRes Franz-Josef Strauss - uvam. - alle kriegsgedient.
    Ich merke an, daß, wie nun lange bekannt ist, der Angriff auf die Sowjetunion von 1941 bei Schmidt keinen Diskurs ausgelöst hat - das Grauen des Krieges naturgemäß sehr wohl. Schmidts Rolle wird im Übrigen gerne verbal abgemildert mit dem Hinweis - er hätte bei der Fliegerabwehr gedient. Das ist der andere Teil: es war eine einer Hamburger Panzerdivision planmäßig eingegliederten Heeres- (nicht Heimatflak) - Abteilung.
    Selbstverständlich hatte Schmidt, wie zehntausende anderer Offiziere und Soldaten auch, verstanden was es heißt, wenn die zum 'Schutz der friedliebenden Sowjetunion' an den Grenzen aufmarschierte, 8-fach und mehr an Zahlen überlegene Rote Armee zwar keine nennenswerten Sperranlagen vor sich gebaut hatte, dafür aber in den Stäben ihrer Verbände Kartenmaterial ab der Grenze für Polen, Deutschland bis Berlin und Königsberg sowie Ungarn, die Slowakei und Rumänien mit sich führte. Und sechs Millionen Rotarmisten einen kleinen deutzschen Sprchführer im Stiefelschaft stecken hatten, mit Fragen wie 'Wer ist hier der Bürgermeister'. Das sei nur am Rande angemerkt, da nun einer der letzten Zeitzeugen seinen letzten Einrückungsbefehl erhalten hat. Ehre sei Helmut Schmidt.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 07:58

    Ja, es gab auch ordentlich regierende Sozialdemokraten, die das eigene Land vor die Ideologie gestellt haben.

    Der Vergleich mit der Dürftigkeit unserer heutigen Repräsentanten unserer Sozialdemokraten ist niederschmetternd, im Regierungsfall rücktrittsreif.

    Ja, Herr Schmidt war ein verlässlicher Stabilitätsfaktor und seine hier beschriebenen Taten wird die Lügenpressen nicht ungeschehen machen können, maximal verschweigen.

    Es zeigt aber auch, wie sehr die Sozialdemokratie ideologisch innerlich verhetzt ist und nicht unterscheiden kann zwischen Partei und Regierung. Partei sollte eine Gesinnungsgemeinschaft sein, Regierung ein Gremium für alle Menschen des Landes. Das ist aber alles einer brutalen, gierigen Selbstbedienungsmentalität, Erpressungsmentalität der Sozialdemokraten gegenüber allen anderen gewichen, die keinerlei Regieren für alle mehr zulässt, die ideologische Verbohrtheit überwiegt die Vernunft bei weitem. In Österreich haben wir einen Kanzler der Sozialdemokraten als deren Marionette und einen Bundespräsidenten der Sozialdemokraten, der sogar die Beziehungen zu befreundeten Ländern abbricht, weil dort keine Linken regieren.

    Also ein Herr Schmidt wäre heute unmöglich, der würde die Partei nicht mehr überleben.

    Seit der Zeit von Herrn Schmidt hat sich einiges geändert, es regieren fast nur mehr Gutmenschen und Staatsfeinde, die alles tun, um Schaden anzurichten.

  6. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 00:38

    Helmut Schmidt war alles andere als ein Gutmensch - er war ein guter Mensch und vor allem ein vorbildhafter Politiker. Ich fürchte, er war auf absehbare Zeit der letzte dieser Kategorie.
    Es könnte einem den Magen umdrehen, wer sich heute aller als "trauernder Hinterbliebener" darstellt.

  7. Ausgezeichneter KommentatorLe Monde
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2015 10:27

    Die große Verlogenheit manifestiert sich vor allem in der Migrations- und Zuwandererfrage. Hier bitte zum Nachlesen einige Zitate von Helmut Schmidt:

    https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2015/die-zehn-besten-sprueche-von-helmut-schmidt/

    Und hier die Geschichtsfälschung vom 1.000.000 Schilling-Telefonberater:

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4863838/Vranitzky_Schmidt-wurde-Zaunbauer-verdammen?_vl_backlink=/home/index.do

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDr. Knölge
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    13. November 2015 17:12

    Mit Helmut Schmidt ist der letzte aufrichtige, integre, intelligente, pragmatische, unbestechliche, charakterfeste, klare Worte redende, sein Land liebende Politiker von uns gegangen.
    In der gesamten politischen Klasse heute gibt es niemanden mehr, der diese Werte glaubhaft vertreten könnte.
    Deshalb klingen viele Nachrufe in meinen Ohren heuchlerisch.


alle Kommentare

  1. Dr. Knölge (kein Partner)
    13. November 2015 17:12

    Mit Helmut Schmidt ist der letzte aufrichtige, integre, intelligente, pragmatische, unbestechliche, charakterfeste, klare Worte redende, sein Land liebende Politiker von uns gegangen.
    In der gesamten politischen Klasse heute gibt es niemanden mehr, der diese Werte glaubhaft vertreten könnte.
    Deshalb klingen viele Nachrufe in meinen Ohren heuchlerisch.

    • Hol den Klaust (kein Partner)
      13. November 2015 19:22

      Ihr Beitrag ist Satire, nicht wahr?
      Oder Sie beschreiben gerade einen Schmidt, der in Ihrer Ecke wohnte?
      Ansonsten müßte man sich sorgen, das Sie unter schweren Wahrnehmungsstörungen leiden - allerdings wären Sie ja in "guter Gesellschaft" - scheint dies doch selbst die Mehrheit der ach so aufgeklärten und noch gut gebildeten Unterberger-Gemeinde zu betreffen?
      :o)

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      15. November 2015 12:09

      Sie haben recht. Was ist schon ein Helmut Schmidt gegen eine Merkel, einen Gabriel, einen Hofreiter, einen Ramelow oder gar einen Martin Schulz?
      Ein tumber Niemand!

      Wie gut, daß Sie das durchschaut haben.

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      15. November 2015 12:35

      Keine Mißverständnisse: Der zweite Beitrag ist Satire. Meine Frau hat mir geraten, darauf hinzuweisen, da sie glaubt, daß Sie nicht fähig sind, das zu erkennen.

    • F.V. (kein Partner)
      15. November 2015 13:49

      Wenn sie die geistige, politische oder charakterliche „Überlegenheit“ einer Person an der Minderwertigkeit und dem landesverräterischen Agieren des gegenwärtigen Politgesindels verdeutlichen oder beweisen wollen, dann haben sie ihrem casus einen Bärendienst erwiesen. Sie stellen den von ihnen hochgelobten H.Sch. nämlich damit nur auf dieselbe Stufe wie dieses Pack mit dem sie ihn vergleichen.

      Auf anderem Gebiet weiß man, daß solche Argumentation nicht geht: nur weil dieser oder jener auch gestohlen, betrogen oder vergewaltigt hat, gibt das keine Rechtfertigung für einen ab, solches auch zu tun.

      Die Kritik Hol des Klausts ist aber durchaus begründet: der Nato-Doppelbeschluß hätte als Konsequenz einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen USA und UdSSR Deutschland zum atomaren Schlachtfeld gemacht – und der völligen Vernichtung ausgeliefert. Allein diese Ungeheuerlichkeit wiegt sämtliche sonstigen – allfälligen – Verdienste völlig auf. Als Mitglied der Atlantik-Brücke und anderer US-kontrollierter Seilschaften ist auch fraglich wie sehr Schmidt tatsächlich dem Amtseid entsprechend agierte.

      Die mangelnde Fähigkeit Zusammenhänge zu erkennen sollten sie vielleicht auch bei ihnen und ihrer Gattin einmal suchen.

  2. F.V. (kein Partner)
    13. November 2015 09:58

    Was Unterberger hier als zweite „historische“ Leistung Schmidts hervorhebt, den NATO-Doppelbeschluß, mutet recht merkwürdig an. (Ist natürlich aus der Perspektive des CIA-Agenten und Propagandisten nachvollziehbar.)

    Die Stationierung von Mittelstrecken-Raketen in Europa/Deutschland hatte doch zur Folge, daß im Falle eines wirklichen Konfliktes/Krieges zwischen den USA und der SU Deutschland zum atomaren Schlachtfeld gemacht worden wäre. Die Rücknahme der Langstrecken-Raketen schützte nur die beiden Großmächte davor den Krieg ins eigene Land getragen zu bekommen.

    Eine wirklich „staatsmännische“ Leistung einen solchen Scheinfrieden mit dem Risiko der eigenen totalen Vernichtung zu erkaufen.

    • Hol den Klaust (kein Partner)
      13. November 2015 15:02

      Erschreckend, diese ganze Ansammlung an vollkommen hirnlosen Unterberger-Kommentatoren - da betrauern Sie schluchzend einen Atlantikbrücke-VasallenPOlitiker (bester Freund u.a. H. Kissinger!), dessen einziges wirkliches Verdienst sein Handeln während der Sturmflut 1962 war - beschämend, aber es paßt ins Gesamtbild.
      Denn auch sonst glänzt die Mehrheit hier mit geschichtlich-politischer Dummheit bis zur Selbstvernichtung - einzigste Hoffnung - die nächste "Wahl" und das Kreuzerl an der "richtigen Stelle".
      Dazu:
      "...nur ein Wahnsinniger kann hoffen, daß die Kräfte, die erst den Verfall herbeiführten, nunmehr die Wiederauferstehung bringen könnten."

    • F.V. (kein Partner)
      13. November 2015 16:24

      Helmut Schmidt
      Auch ein Gott kann uns nicht retten

      FAZ.net, 12.11.2015 – Religion, Politik und der ewige Friede: Als Elder Statesman nahm er auch nach seiner Kanzlerzeit Einfluss auf das Weltgeschehen und war ein scharfsinniger Beobachter. Ein Gespräch mit Helmut Schmidt über die letzten Dinge – geführt 2011.
      Jeder kann sich den ganzen Artikel googeln.

      Was in diesem Interview sichtbar wird, ist eigentlich niederschmetternd. Von den eigenen Wurzeln (nicht nur Deutschlands, sondern Europas) hatte Schmidt offenbar wenig Ahnung. Der Freund, der mir den Artikel und Anmerkungen zusandte, merkte u.a. an: So spricht jemand, der die Taufgnade des Glaubens verloren hat. Nach meinem Wissensstand war Schmidt Freimaurer.

      Ja, so kommt man zu Lebzeiten und nach dem Tod zur „Ehre der Altäre“ – der Logen.

  3. Bob
    11. November 2015 21:02

    Helmut Schmidt gegen Feymann, den Unterschied möchte ich Klavierspielen können.

  4. WFL
    11. November 2015 13:32

    Top-Artikel!
    Kleiner Nachtrag:
    Schmidt hatte bei der "Nachrüstung" auch seinen Amtsvorgänger Willy Brandt gegen sich, der damals schon eine halben Heiligenstatus genoss und hinter den Kulissen gegen Schmidt intrigierte.
    (sich dann aber später bei der Wiedervereinigung vorbildhaft verhielt...)

  5. Undine
    11. November 2015 13:11

    Auch "Unzensuriert" findet die richtigen Worte zum Tod des großen deutschen Staatsmannes Helmut SCHMIED:

    "Helmut Schmidt: Deutschlands letzter großer Kanzler ist tot"

    https://www.unzensuriert.at/content/0019201-Helmut-Schmidt-Deutschlands-letzter-grosser-Kanzler-ist-tot?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

  6. Rosi
    11. November 2015 12:26

    Ja genau, der Unterschied zwischen Sozialdemokrat und Sozialist.
    Die SPÖ ist eine Partei von Sozialisten. Deswegen schreien die SPÖler jedesmal auf, wenn sie nicht das Sagen haben, denn Demokratieverständnis ist dort keins vorhanden. Eher das Gegenteil.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  7. Le Monde
    11. November 2015 10:27

    Die große Verlogenheit manifestiert sich vor allem in der Migrations- und Zuwandererfrage. Hier bitte zum Nachlesen einige Zitate von Helmut Schmidt:

    https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2015/die-zehn-besten-sprueche-von-helmut-schmidt/

    Und hier die Geschichtsfälschung vom 1.000.000 Schilling-Telefonberater:

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4863838/Vranitzky_Schmidt-wurde-Zaunbauer-verdammen?_vl_backlink=/home/index.do

    • Undine
      11. November 2015 17:41

      @Le Monde

      *************!

      Eine Geschichtslüge in statu nascendi!

      Wieder einmal werden wir Zeugen, wie "Geschichtslügen" entstehen---und immer wachsen und gedeihen sie auf SOZI-Mist!

      Hätte Vranitzky wenigstens Schmidts Zitate (danke für den Link!)gelesen, könnte er nicht solchen Schwachsinn von sich geben!

  8. Riese35
    11. November 2015 10:22

    Ich glaube, es wäre wieder Zeit für einen ORF Faktencheck. Ein solcher Faktencheck ist die direkte Antwort auf Pilati Frage "Quid est veritas?", und vor allem ist so ein ORF Faktencheck nie selbst Gegenstand eines ORF Faktenchecks, also die absolute Wahrheit, die ein objektives Medium, das über jeder Volksvertretung und Regierung steht, verkündet!

    Wenn das nicht reichen sollte, könnte man ja die Experten Oliver Rathkolb und/oder Andreas Pfeiffer zur Untermauerung des Faktenchecks hinzuziehen. Die sprechen immer die Wahrheit.

  9. Undine
    11. November 2015 10:20

    A.U. schreibt:

    "PS: Nur weil es mit Garantie in keinem der geölten Nachrufe in Politik und Medien erwähnt werden wird, sei auch das erwähnt: Schmidt hat in einem seiner Bücher geschrieben, dass er im Krieg seine „Pflicht als deutscher Soldat erfüllt“ hat."

    Und etwas weiter unten schreibt @kritikos:

    "Dass es keine adäquaten Nachfolger in seiner Partei und in der österreichischen Partei gegeben hat, ist eben auf den Niedergang der Werte unserer Kultur zurückzuführen. Konsequenz, eigene Meinung, Ausblick, Unbeirrbarkeit u.v.a. sind bei Politikern aller Parteien heute weitgehend passé."

    Beiden Aussagen liegt etwas Gemeinsames zugrunde: Die Erfüllung einer PFLICHT!

    Die Begriffe PFLICHT, bzw. PFLICHTERFÜLLUNG sind heute aus unserem Wortschatz GETILGT---man kennt im LINKEN politischen Spektrum nur noch RECHTE, was sich bei den AUSLÄNDERMASSEN, die uns überfluten, ganz besonders krass auswirkt: Diese pochen, bestärkt und angefeuert durch die (linken) Gutmenschen, überhaupt nur noch auf "ihre Rechte"---PFLICHTEN sind kein Thema.

    Menschen wie Helmut SCHMIDT waren die "Werte unserer Kultur", wie @kritikos schreibt, noch eine Selbstverständlichkeit. Und diese "Werte unserer Kultur" waren es auch, die die Menschen nach der totalen Zerstörung durch WKII die Ärmel hochkrempeln ließ, um D und Ö wieder aufzubauen. Nach "Rechten" fragte damals keiner.
    Erst die 68er warfen die "Pflichten" mit allen anderen "Werten unserer Kultur" über Bord und ersetzten alle bisherigen Werte durch das RECHT auf alles und jedes, was einem angenehm ist und "Spaß macht".

    Die Äußerungen etwa von Faymann oder von UHBP nach der Todesnachricht waren peinlich zum Quadrat, denn beide Herren haben außer der Partei-Zugehörigkeit nicht die geringsten Gemeinsamkeiten mit dem verstorbenen STAATSMANN---im Gegenteil!

    Daß also Helmut SCHMIDT im Krieg seine „Pflicht als deutscher Soldat erfüllt“ hat und dies auch nicht verheimlichte, spricht für ihn und machte ihn erst zu dem, der er war---und nicht nur das! Er hatte eben FORMAT!

    Die Schande liegt mMn darin, daß jemand heute gut daran tut, seine Pflichterfüllung als deutscher Soldat zu VERSCHWEIGEN! Heute ist die große Stunde der DESERTEURE, der egoistischen Fahnenflüchtigen und Saboteure, die die eigenen Kameraden ans Messer geliefert hatten!

    Nein, Helmut SCHMIDT war KEIN DESERTEUR, auch wenn das die Linken sicher sehr gerne sähen.

    Nicht unerwähnt sei auch sein hervorragendes "Krisenmanagement" während der STURMFLUT, die 1962 über HAMBURG hereingebrochen war.

    Ja, mit Helmut Schmidt ging der letzte Politiker von Format---resquiescat in pace!

    Ergoogeltes:

    "Einen anfänglichen Überblick über das Ausmaß der Katastrophe bekamen die Zuständigen erst in den Vormittagsstunden des 17. Februars. Nach den bis dahin eingegangenen Meldungen war zu befürchten, dass die Sturmflut allein in Hamburg mehrere tausend Tote gefordert habe bzw. fordern würde, wenn nicht schnellstmöglich auch militärische Hilfe in Anspruch genommen werde. Da Helmut SCHMIDT zuvor als Abgeordneter des Bundestages mit Verteidigungsangelegenheiten[71] befasst war und die meisten Kommandierenden der NATO persönlich kannte, konnte er noch am Morgen des 17. Februar, obwohl verfassungsrechtlich nicht dazu befugt, NATO-Streitkräfte und hier insbesondere Pioniertruppen mit Sturmbooten sowie 100 Hubschrauber der Bundeswehr und der Royal Air Force anfordern, welche die ca. 25.000 zivilen Helfer u. a. des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerkes und der schon seit Beginn der Katastrophe im Dauereinsatz befindlichen Feuerwehren unterstützten."

    PS: Ein empfehlenswertes Buch zum Thema "Pflichterfüllung": Erich MENDE, "Das verdammte Gewissen"

  10. Helmut Oswald
    11. November 2015 10:11

    Der tüchtigste - das war er unbestritten - deutsche Kanzler, hat seine Pflicht als deutscher Soldat - nein, mehr - als deutscher Offizier im Krieg erfüllt. Man konnte in der Wehrmacht Offizier werden und hatte die Freiheit, sich in Kreisen zu bewegen, die den Nationalsozialismus und seinen gesellschaftspolitischen Zwänge vollkommen ablehnten. Als der rote Terror in den 80er Jahren in die Knie gezwungen wurde, da saßen zusammen die Flakhelfer Dietrich Genscher, der Oberleutnant dRes Helmut Schmidt, der Oberleutnant dRes Franz-Josef Strauss - uvam. - alle kriegsgedient.
    Ich merke an, daß, wie nun lange bekannt ist, der Angriff auf die Sowjetunion von 1941 bei Schmidt keinen Diskurs ausgelöst hat - das Grauen des Krieges naturgemäß sehr wohl. Schmidts Rolle wird im Übrigen gerne verbal abgemildert mit dem Hinweis - er hätte bei der Fliegerabwehr gedient. Das ist der andere Teil: es war eine einer Hamburger Panzerdivision planmäßig eingegliederten Heeres- (nicht Heimatflak) - Abteilung.
    Selbstverständlich hatte Schmidt, wie zehntausende anderer Offiziere und Soldaten auch, verstanden was es heißt, wenn die zum 'Schutz der friedliebenden Sowjetunion' an den Grenzen aufmarschierte, 8-fach und mehr an Zahlen überlegene Rote Armee zwar keine nennenswerten Sperranlagen vor sich gebaut hatte, dafür aber in den Stäben ihrer Verbände Kartenmaterial ab der Grenze für Polen, Deutschland bis Berlin und Königsberg sowie Ungarn, die Slowakei und Rumänien mit sich führte. Und sechs Millionen Rotarmisten einen kleinen deutzschen Sprchführer im Stiefelschaft stecken hatten, mit Fragen wie 'Wer ist hier der Bürgermeister'. Das sei nur am Rande angemerkt, da nun einer der letzten Zeitzeugen seinen letzten Einrückungsbefehl erhalten hat. Ehre sei Helmut Schmidt.

    • Normalsterblicher
      11. November 2015 11:54

      Weiterführender Hinweis:

      "Der Tag M" - geschrieben vom Militärhistoriker Viktor Suworow.

      In unseren ach so aufgeklärten Zeiten eine verpönte Lektüre, gegen die hierorts mit dem Druck der Straße agitiert wurde. So läuft es eben mit der Dialektik gewisser Kreise ...

    • Helmut Oswald
      12. November 2015 10:37

      @ Normalsterblicher

      Umso wichtiger der Hinweis auf Schmidt als Zeitzeuge im und zum großen Krieg, denn man kann dem ehemaligen Kanzler im Umgang mit ethischen Fragen ja gewiß nicht Schlamperei nachsagen - wie etwa gerade auch in seiner Befassung mit Grundfragen moralischen Handelns in der Situation der Geiselnahmen zum Ausdruck kommt. Bestimmt wurde Schmidt mehrfach zur Frage des Krieges mit Stalins Sowjetunion befragt ('Überfall'), der Linken dürfte aber die Antwort die er darauf gegeben hatte nicht gepasst haben, wie auch schon seine Haltung zum NATO Doppelbeschluß nicht. Darum dröhnt das Schweigen zu dieser historischen und dennoch sehr bedeutenden Frage und der Nachhall ihrer Stille klingt uns laut und deutlich in den Ohren.

      Das gesamte Werk Suworows, naturgemäß der 'Eisbrecher', wie auch sein Werk über 'Schukow', nicht zuletzt auch die historisch wissenschaftlichen Arbeiten der jüngeren russischen Generalstabsoffiziere aus den neunziger Jahren, Danilow et al die in der ÖMZ publiziert wurden. Bezeichnenderweise musste in Österreich darum ja prozessiert werden.

  11. El Capitan
    11. November 2015 09:32

    Schmidt war einer der Letzten der Großen. Er hat nicht nur den Terror in die Knie gezwungen. Er hat gemeinsam mit Ronald Reagan dem Kommunismus den Todesstoß versetzt.

    Nachdem der Westen durch den sowjetischen Doppelagenten Farewell die Schwäche des Kommunismus durchschaut hatte, kam das Ende durch den NATO -Doppelbeschluss.

    Schmidt war einer der ganz Großen. Keiner der heutigen Politiker kommt an Bedeutung auch nur in seine Nähe.

  12. Bob
    11. November 2015 08:36

    Die Einteilung der Menschen in linke, rechte, populistische etc. geht einem mit der Zeit schwer auf die Nerven. Als ob es dazwischen nichts gäbe, oder einzelne Entscheidungen mehr in die eine oder andere Richtung gehen.

    • Riese35
      11. November 2015 12:31

      Weitere Einteilungskriterien und Begriffe, die - im heute sehr oft gebrauchten Kontext - der sozialistischen Kampfrhetorik entspringen und auf die Nerven gehen:
      - Experten
      - Aktivisten
      - Faschisten und faschistisch (im heute sehr oft gebräuchlichen, generalisierten Kontext)
      - Regime
      - sozial und asozial
      - solidarisch
      - demokratisch
      - gerecht
      - rückwärtsgewandt
      - reaktionär
      - fortschrittlich.

      95% des linken Geschätzes setzt sich zu 95% aus bloßen Wortkombinationen aus dem zitierten Vokabular zusammen. Erinnert mich sehr an Radio Albanien aus den 70er Jahren.

  13. Josef Maierhofer
    11. November 2015 07:58

    Ja, es gab auch ordentlich regierende Sozialdemokraten, die das eigene Land vor die Ideologie gestellt haben.

    Der Vergleich mit der Dürftigkeit unserer heutigen Repräsentanten unserer Sozialdemokraten ist niederschmetternd, im Regierungsfall rücktrittsreif.

    Ja, Herr Schmidt war ein verlässlicher Stabilitätsfaktor und seine hier beschriebenen Taten wird die Lügenpressen nicht ungeschehen machen können, maximal verschweigen.

    Es zeigt aber auch, wie sehr die Sozialdemokratie ideologisch innerlich verhetzt ist und nicht unterscheiden kann zwischen Partei und Regierung. Partei sollte eine Gesinnungsgemeinschaft sein, Regierung ein Gremium für alle Menschen des Landes. Das ist aber alles einer brutalen, gierigen Selbstbedienungsmentalität, Erpressungsmentalität der Sozialdemokraten gegenüber allen anderen gewichen, die keinerlei Regieren für alle mehr zulässt, die ideologische Verbohrtheit überwiegt die Vernunft bei weitem. In Österreich haben wir einen Kanzler der Sozialdemokraten als deren Marionette und einen Bundespräsidenten der Sozialdemokraten, der sogar die Beziehungen zu befreundeten Ländern abbricht, weil dort keine Linken regieren.

    Also ein Herr Schmidt wäre heute unmöglich, der würde die Partei nicht mehr überleben.

    Seit der Zeit von Herrn Schmidt hat sich einiges geändert, es regieren fast nur mehr Gutmenschen und Staatsfeinde, die alles tun, um Schaden anzurichten.

  14. Franz77
    11. November 2015 06:45

    Er war ein Sir. Der letzte dieser Spezies.

  15. Cotopaxi
    11. November 2015 05:29

    Eine wesentliche Stellungnahme des großen Staatsmannes wurde nicht deutlich genug erwähnt:

    Die Warnung vor weiterer Zuwanderung.

    „Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden“, sagte Helmut Schmidt in dem Interview. Als Mittel gegen die Überalterung komme Zuwanderung nicht in Frage. „Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht, schaffte nur ein zusätzliches dickes Problem.“

    http://www.focus.de/politik/deutschland/helmut-schmidt-ii_aid_95473.html

    • Riese35
      11. November 2015 10:13

      *********************************!

      Vielen herzlichen Dank für die Mühe, solche Zitate ausgegraben und parat zu haben. Das ist der wichtigste Beitrag, den wir heute leisten können: der Wahrheit zu dienen und das zu sagen, was andere systematisch verschweigen.

      Unsere Gesellschaft ist heute darauf abgerichtet, ständig zu schauen, was jemand sagt und was er "falsch" sagt. Viel wichtiger und bedeutungsvoller wäre es zu schauen, was jemand ***nicht*** sagt.

    • Undine
      11. November 2015 11:10

      @Cotopaxi
      @Riese35

      *********************!

      Solches zu verschweigen ist mindestens so schlimm und folgenreich wie die Lüge---beides, VERSCHWEIGEN und LÜGE (siehe permanente Geschichtsfälschung!), sind Teil der ständigen MANIPULATION und Gehirnwäsche durch die MEDIEN und in den Schulen/Universitäten, forciert und unterstützt durch die Political Correctness.

    • Torres (kein Partner)
      13. November 2015 12:23

      Die Antwort der heutigen Regierungen (vor allem aus Deutschland, Österreich, Schweden) und sonstigen linken Gutmenschen darauf: "Was wir jetzt erleben, ist keine Zuwanderung, sondern Flucht vor Krieg und Elend, und die Schutzsuchneden haben laut Genfer Flüchtlingskonvention ein Recht auf Asyl" - was natürlich objektiv und juristisch absolut nicht stimmt, aber ein (allerdings immer kleiner werdender) Teil der Bevölkerung immer noch glaubt.

  16. Lügenpresse-Watch
    11. November 2015 01:52

    In allen Kanälen von ARD und ZDF berieseln uns die SED-Propagandisten mit Schmidt-Äußerungen für Nachrüstung und gegen Strauß. Jedoch verhehlen die Lügenmedien lauthals seine strikte Ablehnung von Multikulti-Fanatismus und Islamisten-Hörigkeit.
    .

  17. kritikos
    11. November 2015 01:11

    Nachsatz:
    "Welch Unterschied zu den heutigen Weicheiern in Europas Regierungen!" - Ich muss widersprechen: Ich liebe weiche Eier als bearbeitete Hühnerprodukte überaus, freilich nicht bearbeitete Produkte der Parteien. Man sollte für diese einen anderen Ausdruck erfinden zwecks Ehrenrettung der Hühner-Weicheier.

  18. kritikos
    11. November 2015 00:57

    Ich habe ihn schon seinerzeit bewundert, weil er konsequent war. Und in so fern bewerte ich auch sein Kettenrauchen positiv, er ist dazu gestanden. (UND IST 95 GEWORDEN!)
    Dass es keine adäquaten Nachfolger in seiner Partei und in der österreichischen Partei gegeben hat, ist eben auf den Niedergang der Werte unserer Kultur zurückzuführen. Konsequenz, eigene Meinung, Ausblick, Unbeirrbarkeit u.v.a. sind bei Politikern aller Parteien heute weitgehend passé. Speziell unsere ergehen sich in Lächerlichkeiten wie einen Grenzzaun-Streit.

  19. Haider
    11. November 2015 00:38

    Helmut Schmidt war alles andere als ein Gutmensch - er war ein guter Mensch und vor allem ein vorbildhafter Politiker. Ich fürchte, er war auf absehbare Zeit der letzte dieser Kategorie.
    Es könnte einem den Magen umdrehen, wer sich heute aller als "trauernder Hinterbliebener" darstellt.





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