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Kindergärten: Karmasin hat mehrfach recht – bis auf die Kernfrage

Hat sich die Familienministerin nun in wichtige Fragen rund um Familie und Kinder eingearbeitet? Ihre Antwort auf Aussagen des neuen Staatssekretärs aus der gleichen Partei klingt erfreulich und lässt hoffen.

Harald Mahrer hatte nämlich davor die typischen Mainstream-Phrasen einiger Lobbies geäußert, hinter denen niemand steht, schon gar nicht die Lebenserfahrung. Mahrer hatte so wie diese eine Akademisierung der Kindergärtner-Ausbildung gefordert.

Sophie Karmasin antwortete darauf nach ihren vielen bisherigen Hoppalas erstaunlich klug: Eine solche Akademisierung sei nur auf der Managementebene und zur Vertiefung vorstellbar; Kindergärtner selbst würden jedoch jetzt schon in den bestehenden Schulen „sehr kompetent und gut“ ausgebildet.

Absolut richtig. Das sehen nur jene – freilich lautstarken – Menschen anders, die sich bei einer „Akademisierung“ selbst gut bezahlte Professoren-Jobs an Universitäten erhoffen. Freilich zu Lasten der Kinder: Denn würden sie sich mit Hilfe der diversen Mahrers durchsetzen, würden nicht nur einige (Übergangs-)Jahre lang überhaupt keine Kindergärtner fertig werden. Es würden auch danach viele junge Menschen trotz exzellenter Begabung und Empathie-Fähigkeit von diesem Beruf abgehalten werden, weil sie sich die Dauer, Kosten, Fadesse und Weltfremdheit eines Studiums nicht antun wollen.

Noch schlimmer sind die Konsequenzen für kleine Kinder samt deren Eltern: Dann würden blutleere Theoretiker auf sie losgelassen, deren Kopf nur mit den gerade modischen pädagogischen Theorien (die ja fast immer eine kurze Halbwertszeit haben) vollgestopft ist. Aber nicht mit Erfahrung und Liebe zu den Kindern.

Zurück zu Karmasin und ihrer erfreulichen Lernfähigkeit. Noch in einem zweiten Punkt hat Karmasin (die ja gerade im Tagebuch anfangs auch oft gescholten worden ist) nämlich recht: mit der Ablehnung der von Mahrer geforderten Bundeskompetenz für Kindergärten, die jetzt ja primär Gemeinde- und Landessache sind: „Nur weil‘s zentral ist, ist es noch nicht gut.“ Präziser kann man es nicht formulieren.

Um eines drückt sich freilich auch sie herum: um den Ruf nach der dringenden Notwendigkeit der gesetzlichen Pflicht, dass Kinder fremder Muttersprache unbedingt in einen deutschsprachigen Kindergarten gehen müssten. Denn in (aus Steuergeldern geförderten!) islamischen Kindergärten ist alles zu hören, nur kein deutsches Wort. Dabei waren genau die Deutschdefizite dieser Kinder der Grund für die Einführung der Kindergartenpflicht gewesen!

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