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Evo Morales erleichtert Kinderarbeit

Erstaunlich, wie die Linke sofort auf Kritik verzichtet, wenn diese eigentlich eines ihrer Liebkinder treffen müsste. Man vergleiche dieses Schweigen etwa mit ihrem auf Knopfdruck jedes Mal kommenden Aufschrei, wenn Ungarn irgendein – noch so mit Österreich vergleichbares – Gesetz macht; da gibt der ORF im Sinne der SPÖ gleich ein Buch zur Beschimpfung Ungarns heraus.

Dass seit einigen Tagen in Bolivien Hunderttausende Kinder ab dem zehnten Lebensjahr völlig legal arbeiten dürfen/müssen, hat jedenfalls bisher keinen einzigen linken oder kirchlichen Kritiker von Kinderarbeit zu irgendeinem Protest veranlasst. Seltsam. Freilich ist der Grund klar: Dieses Gesetz kommt ja von Evo Morales, dem Liebling der Linken. Da vergisst man doch sofort sein fortschrittliches „Gewissen“. Dieses verwendet das Wort „Da steckt ja Kinderarbeit drinnen“ sonst immer sofort, wenn es ein Unternehmen trifft, das keine Tributzahlungen an die grünen NGOs leistet.

Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Wenn die Alternativen zur Kinderarbeit Prostitution, Tod oder Verhungern heißen, ist Kinderarbeit moralisch durchaus die bessere Wahl. Daher gibt es diese auch seit Jahrtausenden, seit Beginn der Menschheit. Und es gibt Kinderarbeit auch heute noch in etlichen Ländern, selbst wenn die Marktwirtschaft in den letzten Jahrzehnten vielerorts eine dramatische Besserung gebracht hat.

So einfach ist die Dritte Welt eben nicht, wie es unsere Schulbücher meinen. Übrigens sind auch in Österreich bis heute die Schulferien so terminisiert, dass Kinder in der Landwirtschaft mithelfen, also arbeiten können. Was zornig macht, ist nur die Heuchelei, das plötzliche Schweigen der korrekten Menschen, die in allen anderen Fällen lautstark protestieren.

Um es noch deutlicher zu sagen: Auch Bolivien – egal ob es nun von einem Linken oder einem Rechten regiert wird – hilft man, wenn man seine Produkte kauft. Egal wer sie herstellt. Und nicht wenn man das Land oder seine Produkte scheinheilig boykottiert. Und noch mehr hilft man jenem Land, würde man ihm und der Dritten Welt helfen, wenn alle Kinder für ihre Eltern zu einem positiven Faktor werden (wenn man also beispielsweise allen Eltern Geld oder Lebensmittel gibt, die ihre Kinder wirklich zur Schule schicken).

Aber das ist in Summe extrem teuer. Solange es dafür nirgendwo auch nur annähernd das Geld gibt, ist es allemal besser, wenn man die Produkte von Kinderarbeit kauft, wenn man auch dem neuen Gesetz von Morales zustimmt. Bei Heuchlern aber wird mir übel.

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alle Kommentare

  1. Caden (kein Partner)
  2. Pritam (kein Partner)

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  3. Danilo (kein Partner)

    That really caruptes the spirit of it. Thanks for posting.



  4. Der Zweifler

    O.T. Deutscher Doppelspion spioniert für die CIA, Deutschland virtuell besetzt von den USA oder mehr?
    MAN VERMISST EINEN KOMMENTAR DES AUTORS ZU DIESEM BRISANTEN THEMA! -.-'
    Oder gibt es da ein Problem?



  5. Martin W. (kein Partner)

    Kinderarbeit in Kolumbien ist keine Alternative zu Prostitution, Tod oder Verhungern, sondern eine Begleiterscheinung und Folge dieser Gegebenheiten.
    Wenn wir kolumbianische Produkte kaufen, dann landet das Geld bei den Großgrundbesitzern, nicht bei den Armen. Das heißt, wir machen Geschäfte mit denen, die konkurrenzlos billig verschiedene Produkte liefern, sodass sich bei uns die Tische förmlich biegen, während die Menschen dort nicht einmal mehr die Anbauflächen zur Verfügung haben, die sie bräuchten, um sich selbst zu versorgen.



    • Martin W. aus D. (kein Partner)

      Lieber Namensvetter aus Ö., dass "die Menschen dort nicht einmal mehr die Anbauflächen zur Verfügung haben, die sie bräuchten, um sich selbst zu versorgen", das liegt mitnichten an den bösen Großgrundbesitzern, sondern an dem misslichen Umstand, das die Bevölkerung in diesen Ländern stark anwächst und die vorhandenen Agrarflächen solange immer und immer wieder unter den Nachkommen aufgeteilt werden, bis am Ende die Äcker viel zu klein sind, damit ihre Nutzer sich SELBST VERSORGEN können(Substituitionswirtschaft). Diese stark agraisch geprägten 3. Weltstaaten können daher ihre sozialen und demograpischen Probleme nur mittels einer Industrialisierung lösen. Stellen sie sich mal vor alle 80 Millionen Deutsche müssten nur auschließlich vom Ackerbau und der Viehzucht existieren. Was dann wohl bei Ihrem nördlichen Nachbarn so alles los wäre, dass können Sie sich ja wohl selber ausmalen.

  6. cmh (kein Partner)

    Der Seitenhieb auf die Kirche (gemeint hat Unterberger offensichtlich die Caritas) ist überflüssig.

    Diese kleinen Nadelstiche sind verderblich. Einerseits für Unterberger, weil er hier nicht mehr ganz Herr seiner Gedanken sein dürfte und andererseits auch für uns als Kirche. Denn uns wird damit das moralischer Fundament jeglichen Handelns madig gemacht. In das so entstandene moralische Vakuum stoßen dann andere hinein.



  7. Gerald M. (kein Partner)

    Fischer für Vermögenssteuern ... Gerald für die sofortige Ausweisung von arbeitlosen und/oder kriminellen Auländern ...



  8. Homo Faber (kein Partner)

    "Dass seit einigen Tagen in Bolivien Hunderttausende Kinder ab dem zehnten Lebensjahr völlig legal arbeiten dürfen/müssen"...

    Im sozialistischen Europa kommen die Kinder gar nicht in die Verlegenheit, arbeiten zu müssen. Millionen Kinder wurden bereits vor ihrer Geburt getötet.



  9. logiker2

    dieses Schema haben sie doch in den marxistischen Genen. zB.: Kindesmissbrauch ist durch Kirchenvertreter Verbrechen (zu Recht), durch Linke jedoch sexuelle Befreiung und Fortschritt. Schamhafte Gehälter von Manager Verbrechen, von linken Bonzen erworbene Rechte. Hitlers Morde das grösste Verbrechen (zu Recht), Stalins Morde hingegen eine gute Tat usw. Übrigens: Linke könnten ihre Gutmenschlichkeit damit dokumentieren, wenn sie in diesen Staaten einfach die Kinderarbeit um Kost und Quartier übernehmen, anstatt aus dem geschützten fürstlich alimentierten Bereich heraus die Welt zu verbessern.



  10. machmuss verschiebnix

    schon wieder Off Topic :

    Aber, aber, Hr. Pilz - Sie werden doch nicht KHG entlasten wollen [pft]

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/3833349/Eurofighter_Verdacht-auf-Betriebsspionage?_vl_backlink=/home/index.do

    Anscheinend durften die Linken dabei nichts mitschneiden,
    jahrelang wurde in Sachen Eurofighter-Deal KHG & Co gequält :

    http://www.format.at/channels/950/main.shtml



  11. Ambra

    Ja, das Schlimme ist die Heuchelei und auch die Tatsache, daß in diesen Fragen oft oder sogar meistens Menschen sich scheinheilig alterieren, die noch nie in ihrem Leben zB in Südamerika in einem dieser Länder waren ! Zum Unterschied von diesen kenne ich einen Teil dieser Länder sehr gut (wenn auch nicht Bolivien, aber die Probleme sind ja in allen Andenländern ziemlich die gleichen). Ja, es gibt Kinderarbeit - es hängt allerdings sehr davon ab, welche Arbeit und für wen. Ich kenne in Ecuador eine Reihe von heute schon erwachsenen jungen Menschen, die ich als Kinder als Haushaltshilfen kennenlernte: sie hatten das erste Mal in ihrem Leben ein eigenes Zimmer mit eigenem Bett, drei warme Mahlzeiten am Tag und bei einigen Familien zusätzlich die Möglichkeit zu einer Ausbildung. Alles Dinge, die sie zu Hause nicht hatten.
    Aber natürlich gibt es auch die Fälle, wo Kinder schamlos ausgenützt werden. Ich habe solche zum Glück nicht gesehen.
    Wenn ich allen, die helfen wollen einen Tipp geben darf : es ist unglaublich, was die Salesianer Don Bosco Stiftung in diesen Ländern leistet -. Kinder von der Straße holt, ihnen eine Ausbildung und Erziehung gibt und sie unterstützt bis sie in ein eigenständiges Leben entlassen werden können oder im allerbesten Fall die Familiensituation sich bessert und sie unter Kontrolle von Don Bosco wieder zu ihren Familien kommen. Bitte unterstützen Sie Don Bosco ! Ich selbst tue es seit vielen Jahren für ein ganz bestimmtes Campus in Ecuador . Wir haben dort sogar einige junge Männer, die als Kinder dorthin kamen und nun studieren !



    • dssm

      Lesen Sie das Buch: Marktwirtschaft von Unten. Von Herrn DeSoto.
      Denn man soll nicht helfen damit die korrupten Eliten weiter machen können! Etwas anderes ist Don Bosco nicht; Gutmenschentum löst keine Probleme. Die nehmen die Luft raus, damit die herrschende Klasse weiter gut leben kann.

    • Brigitte Imb

      Nun, ich kenne zwar die Situation der Don Boscos im Ausland nicht, kann aber über eine deren Schulen in Ö nur das Allerbeste sagen.
      Meine älteste Tochter besuchte ein Don Bosco Gymnasium (leider zu kurz, da wir aus berufl. Gründen übersiedelt sind). Ich konnte noch keiner der zahlreichen Schulen, die unsere Familienmitglieder besucht haben, ein besseres Zeugnis ausstellen als der der Don Boscos. Die Tochter legte letztendlich die Matura in einem Benediktiner Gymnasium ab, das zwar als einigermaßen elitär gilt, aber m.M. den Don Boscos nicht die Hand reichen kann.

    • Ambra

      dssm: Sie haben offensichtlich nicht die geringste Ahnung von der Arbeit der Don Bosco Institutionen ! Ich wiederhole: in den mir bekannten Institutionen in Ecuador werden Kinder, die auf der Straße von Bettelei leben, in geordnete Verhältnisse gebracht und erhalten dort Schulunterricht, berufliche Ausbildung und die Möglichkeit zu einem normalen erfolreichen Leben. Die "korrupten Eltern" sind meist bitterarme Indios, oft Alkoholiker oder völlig zerrüttete Familien, vor denen die Kinder auf die Straße flüchten.
      Mit Marktwirtschaft und Korruption hat dies alles nicht das Geringste zu tun und ich verwahre mich gegen solche Behauptungen. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

    • Ambra

      Brigitte Imb: danke für Ihre positive Stellungnahme. Ich kenne die Don Bosco Schulen hier leider nicht, aber was die Stiftung in armen Ländern leistet, ist großartig und beispielgebend.

  12. Rau

    Kindheit und Jugend sind eine ziemlich junge Erfindung. Erstere endete auch bei uns einmal früher und mündete direkt ins Erwachsenenalter. Jetzt haben wir Länder in denen es zwar eine Kindheit gibt, aber immer weniger Kinder und solche in denen es so gut wie keine gibt, dafür aber jede Menge Kinder.



  13. socrates

    O. T. Ein Elter hat in Albi waehrend des Unterrichts reine LehrerIN erstochen. Es war die Mutter peines Schuelers.



  14. machmuss verschiebnix
  15. machmuss verschiebnix

    Daß manche Linke in Europa von Evo Morales begeistert sind, wird wohl eher auf
    einem Mißverständnis der bolivianischen Gesamt-Situation im Allgemeinen und
    des Werdeganges von E.Morales im Besonderen beruhen.

    Obwohl E.Morales buchstäblich im "Sindicato" groß geworden ist, so hat doch nur
    der Begriff Sindicato mit Gewerkschaft zu tun, aber all die Probleme, die dort
    gewälzt und bewältigt wurden, haben ABSOLUT NICHTS mit dem ideologisch verseuchten
    Denken und Handeln europäischer Gewerkschaften zu tun. Ganz im Gegenteil, ging
    es in Bolivien oftmals um blanken Überlebenskampf auf einem Niveau, das sich unsereiner
    nichtmal vorstellen kann (obwohl ich von 1983 - 1985 dort gelebt hatte ).

    Evo Morales ist durch und durch lösungsorientierter Pragmatiker, keinesfalls ein
    Sozialromantiker - wenn er auch aus wahltaktischen Gründen zuweilen "etwas"
    populistisch agiert, aber selbst dann sind es echt notwendige Maßnahmen. Da es
    auch im heutigen Bolivien noch allzuviel echte Armut gibt, richtet aber diese Art von
    Populismus dort noch keinen Schaden an .

    Der große Unterschied zu österreichischen Gewerkschaftern ist, daß E.Morales von
    klein auf gelernt hat, Probleme zu erkennen und sie anzupacken !



  16. Sandwalk

    Wer mit offenen Augen durch Südamerika reist, kann seit ewigen Zeiten Kinderarbeit beobachten. Sie arbeiten auf Farmen, als Schuhputzer und als Dienstboten und zwar schon als Volksschulkinder.

    Klar, wer daran Schuld ist: Die USA, die ja auch die Ebola-Epidemie, Aids, die Hurricanes, die Tsunamis, den Hunger in Afrika und alle Grippeepidemien zu verantworten haben. Die USA sind der Hellboy der Geschichte, wie praktisch!

    Die Wahrheit sieht anders aus. Venezuela und Ecuador sind Öl exportierende Staaten, Ecuador hat sogar keine eigene Währung. Dort ist der US-Dollar die gültige Währung.

    In den "linken" Staaten Südamerikas wird das Investieren enorm erschwert, am schlimmsten ist es in Venezuela. Die Armut in diesen Ländern ist eine direkte Folge der hohen Steuern und der Behinderung - fast schon Verhinderung - von Investitionen, denn die kommen ja von bösen Finanzhaien.
    In Ecuador herrscht inzwischen ein bescheidener Wohlstand, weil der (linke) Staatspräsident Rafael Correa erkannt hat, dass das Land ohne Auslandsinvestitionen finanziell ausblutet. Daher wurden die Investitionen etwas erleichtert, sind aber immer noch relativ restriktiv.

    Nein, am Elend der Welt sind nicht die "bösen Kapitalisten" schuld, sondern die verrückten Gleichmacher mit ihren dämlichen Ideologien. Auch Österreich ist diesbezüglich auf einem "guten" Weg.



    • Rau

      Beides, der in seiner Regelungswut alles erstickende Sozialismus, sowie der ungezügelte Kapitalismus führen ins Elend. Es wird kein goldener Mittelweg gefunden, der die beiden Ansätzen innewohnenden positiven Kräfte zusammenführt, würde ich meinen.

    • Ambra

      Sandwalk: ****** !

    • machmuss verschiebnix

      @Rau,

      wenn man unter Kapitalismus die Beutezüge der borsatilen "Finanz-Industrie" versteht,
      dann muß völlig klar sein, daß genau diese Praktiken schnurstraks in Fiasko führen,
      weil sie die Real-Wirtschaft ausbluten !

      Leider sind aber Sozis nicht fähig, den Unterschied zum (sehr viele) Steuern zahlenden
      Unternehmertum zu erkennen, daher werden in Bausch und Bogen auch jene verteufelt,
      die in Wahrheit Jobs schaffen (tut nicht die Gewerkschaft) und das gsamte gesellschaftliche
      Gefüge aufrecht erhalten .

  17. Doppeladler

    Wieder einmal der unglaublichen Heuchlerei und Doppelmoral der Linken. Mehr ist dazu nicht zu sagen.



  18. brechstange

    Kinder, die frühzeitig in den Arbeitsprozess einbezogen werden, sind meist geschickter, innovativer und neugieriger. Sie werden zu Menschen mit Hausverstand erzogen.
    Unter der Voraussetzung, sie werden nicht über Gebühr eingesetzt, sprich ausgebeutet.



    • Brigitte Imb

      Exakt! Außerdem fällt den Kindern wesentlich weniger Blödsinn ein, wenn sie ein wenig körperlich ausgelastet werden.
      Nicht nur bei uns zuhause war es eine Selbstverständlichkeit, daß jeder - auch die Kinder - im Bedarfsfall sein Bestes gibt. Na und meine Kinder suchten sich ab 15 (neben der Schule) eine Arbeitsgelegenheit um das Taschengeld aufzubessern. Keinem hat´s geschadet, im Gegenteil, sie sind sehr fleißige Menschen geworden.

  19. dssm

    Danke Herr Unterberger, aber wenn Sie so weitermachen steige ich aus.

    Zitat: „wenn man also beispielsweise allen Eltern Geld oder Lebensmittel gibt, die ihre Kinder wirklich zur Schule schicken“.

    Einen Beitrag davor sich über die sozialistischen Wohnungsphantasien beschweren, vielleicht weil man selber betroffen ist? Und hier nun das absolut gleich fordern.

    Wenn man den Leuten Lebensmittel gibt, dann wird der freie Markt mit lokalen landwirtschaftlichen Produkten zusammenbrechen. Dann passieren zwei Dinge. Einmal ist Grund und Boden für kleinere Bauern, ohne internationalen Vertrieb und einem Team zum Einhalten von internationalen Standards, nichts mehr wert. Da Grund und Boden keinen Wert mehr haben, ist die Kapitalbasis eines Entwicklungslandes zerstört. Es kann keine besicherte Kredite geben, Skalenerträge bleiben aus. Die Wirtschaft wird auf immer und ewig in 'Entwicklung' bleiben. Eine Nomenklatura wird die Transferleistungen abgreifen und damit reich und mächtig werden.
    Dann ist da noch zweitens. Nun kommen unsere Großkonzerne und kaufen das wertlose Land. Produzieren dort für den internationalen Markt, die ehemaligen Bauern sind nur schlecht bezahlte Landarbeiter.

    Ist denn das Gutmenschentum nicht auszurotten?



    • Normalsterblicher

      In unserer politischen Ordnung wird immer ausbalanciert. "Do ut des" - anders kommt man in unserer ständestaatlichen Ordnung, die sich repräsentative Demokratie nennt, nicht weiter.

      Unser Herr Unterberger ist halt ein bisserl milieugeschädigt, das sollte doch verständlich sein.

  20. Anton Volpini

    NGOs sind Linke!

    Aber nicht unbedingt von Natur aus, es sind viele durchaus vernünftige Menschen darunter.

    Ich habe viel mit der Führungsspitze des kärntner Alpenvereins zu tun. Die besteht aus aufrichtigen Leuten. Aber wenn die sich zu einem Gespräch mit uns Grundbesitzervertreter hinsetzen, dann murmeln sie die Zauberformel: "Wir sind NGO!" Ab diesem Moment bekommen sie so einen seltsam verklärten Gesichtsausdruck und glasigen Blick. Als hätte sich in deren Hirn ein Schalter umgelegt, der ihnen sagt, sie sind die Guten.
    Damit ist ihnen klar gemacht, daß die Gegenseite nur die Bösen sein können.

    Und so spielen sie jedes Thema, ob das nun Eingriff in fremdes Eigentum ist, oder Kinderarbeit in Bolivien.



    • brechstange

      Diese Wandlungen beobachtete ich auch. Doch mit Transparenz und Aufklärung kommt bei diesen grundvernünftigen Menschen auch der Verstand wieder zum Vorschein. Viele Menschen, va in Gruppen, sind irrsinnig leicht, zu beeinflussen. Das ist fast beängstigend, nämlich in dem Fall, wo Transparenz, Aufklärung nicht möglich bzw. nicht möglich gemacht wird. Hier spielen die Medien häufig eine extrem negative Rolle, weil sie nicht differenzieren und den mit unserem Geld "Mächtigen" aufs Maul schauen.

    • machmuss verschiebnix

      Anton Volpini, Sie sprechen damit punktgenau eine zumeist verkannte Problematik an.
      Nicht nur bei Vögeln und Fischen gibt es ein Schwarm-Verhalten, bei denen ist es nur
      für uns viel klarer ersichtlich, wenn so ein Vogel-Schwarm seltsame Figuren zeigt, als
      wäre es ein einizger Organismus, der sich Rochen-artig durch die Luft windet.

      Auch wenn ich es nicht beweisen kann, ich bin überzeugt, daß auch bei Gruppen
      junger Leute, die sich innigst mit ihrer gemeinsamen Aufgabe identifizieren
      (Sendungs-Bewußtsein), dasselbe Phänomen wirksam wird, was wir staunend
      bei Vögeln oder Fischen beobachten können.

    • Anton Volpini

      brechstange und machmuss verschiebnix, dann haben wir mit der Wandlung und dem Schwarmverhalten von NGOs Spezien eine bahnbrechende Beobachtung gemacht.
      Ich schlage vor, daß wir das gemeinsam bei der Royal Akademy of Science registrieren lassen, wo schon Isaak Newton und Charles Darwin ihre Erkenntnisse angemeldet haben. :-))))

    • machmuss verschiebnix

      Muaahaha - is sho recht, Anton Volpini - wir gehen dort hin zum Regiertrieren, natürlich
      treten wir gleich als Schwarm auf, einheitliche Dress und Sticker am Revert, dann singen
      wir UNSERE Hymne - [ Schenkel klopf ] - und danach - [pffft ] Gips-Abruck auf der Veranda
      vom Hilton [jaul] ...

    • machmuss verschiebnix

      So, Anton Volpini - bin wieder zurück vom Lachkrampf - jetzt aber ganz im Ernst,
      es gibt zu dem Thema auch schon einige wissenschaftliche Erkenntnisse :

      http://www.welt.de/wissenschaft/article5057937/Menschen-verhalten-sich-in-Gruppen-wie-Fische.html

      Aber was ich zuvor meinte, ist die immer wieder zu beobachtende seltsame Dynamik
      von Gruppen, die zu einer Art kollektiven Verhaltensweise führt, an der keine Ursache
      oder Begründbarkeit festzumachen ist.

    • Brigitte Imb

      @machmuss verschiebnix,

      diese jungen Leute, die oft ein seltsames dynamisches Gruppenverhalten an den Tag legen, "leiden" zumeist an einer gewissen Dekadenz, weil sie sich in der Regel keine Gedanken um ihren Unterhalt machen müssen.

    • machmuss verschiebnix

      So gesehen haben Sie wohl recht, Brigitte Imb .

    • Anton Volpini

      machmus verschiebnix, Northcote Parkinson (Parkinson Law, Das Gesetz über das Wachstum der Bürokratie) hat in diesem sehr witzigen Buch beschrieben, wie er sich in einem Luster versteckt hat, um von oben die menschlichen Bewegungen während einer Cocktail Party zu studieren.
      Demnach kommen die unwichtigen Leute zu früh oder pünktlich zur Party. Die wichtigen aber kommen um mindestens eine viertel Stunde zu spät, bewegen sich vom Eingang her links entlang der Wand im Uhrzeigersinn, um dann in der Mitte des Raumes zu enden, wo sie ihren Platz eisern verteidigen. Von dort geben sie die Themen vor, die die Party beherrschen.
      Vielleicht könnte das den Fischforschern helfen, das menschliche Schwarmverhalten zu verstehen.

  21. Wyatt

    ........da gibt der ORF im Sinne der SPÖ gleich ein Buch zur Beschimpfung Ungarns heraus. .........

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/ungarn-orban-erhebt-sondersteuer-fuer-medien-a-979340.html

    (das Schlimmste an Orban ist wohl, dass er die Interessen der Ungarn zuvorderst wahr nimmt und nicht jene der, welche z.B. hierzulande das Sagen haben.)



    • bécsi megfigyelö

      Selten wird das Herumlügen linker Auftragskläffer so deutlich wie in dieser "Spiegel"-Anti-Ungarn-Hetze =>

      "Vor der Krise hatten sich viele Ungarn vermeintlich günstige Kredite in Schweizer Franken besorgt. Diese konnten sie aber wegen des Verfalls der Landeswährung Forint nicht mehr zurückbezahlen".

      Richtig ist der erste Satz. Doch nicht der Forint ist "verfallen", sondern der Schweizer Franken ist gestiegen.

      Schriebe Gutmensch-"Spiegel" mit gleicher linker Logik über österreichische CHF-Kreditnehmer "Diese konnten aber wegen des Verfalls des Euro nicht mehr zurückbezahlen", würden die EUdSSR-Volkskommissare ihre Bestechungsgelder für Volksaufklärung gleich minimieren. Jahwe soll abhiiten.
      .





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