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Kurz lernt sein Amt

Der Außenminister hat klare Worte an den türkischen Regierungschef formuliert. Gratulation.

Nachdem Sebastian Kurz in seinen Anfangsmonaten einige Male arg daneben gegriffen hat (in Sachen Berater ebenso wie in Sachen Ukraine) ist es jetzt jedenfalls gerecht und richtig, ihn zu loben für seine klaren Worte in Sachen Erdogan. Der Außenminister warnt den türkischen Regierungschef mit sehr klaren – und nach Erdogans argem Auftritt in Köln auch notwendigen – Worten vor neuerlichen Exzessen in Wien.

Wer Rauhbein Erdogan kennt, muss dem jungen Minister zu seinem Mut doppelt gratulieren. Wenn er Erdogan warnt, das Klima zu vergiften. Wenn er Erdogan auffordert, nicht die österreichische Gesellschaft zu spalten. Wenn er Erdogan rät, hier nicht die falsche Rede zu halten, die letztlich nur den türkischen Einwohnern schadet.

Die Kurz-Worte sind damit unausgesprochen auch eine Warnung an die hier lebenden Türken. Wer sich als Türke in Österreich integrieren will, der sollte nicht vom türkischen Premier scharf gemacht werden, sondern sich hier eben wirklich integrieren. So wenig jemand seinen Geburtsort und den Stolz auf diesen vergessen braucht und sollte, aber Türken, die auf Dauer in Österreich leben, müssen sich hier integrieren, müssen dieses Land zu ihrer ersten Heimat machen (und dazu gehört etwas mehr, als die SPÖ zu wählen). So wie ja auch Hunderttausende Österreicher, die des Jobs wegen einst nach Australien, Kanada oder die USA emigriert sind, binnen weniger Jahre stolze Australier usw. wurden. Ohne die Freude an Dirndl und Schweinsbraten zu verlieren.

Man wird in nächster Zeit aber auch sehr genau Michael Häupl zuhören müssen: Sieht der Wiener Bürgermeister wieder nur Wählerstimmen, oder erwähnt er endlich auch Pflichten eines Neoösterreichers? Die man eben auch deutlich artikulieren muss.

Die Schlüsselfrage ist aber an den türkischen Premier selber zu richten. Begreift Erdogan: Wer das Türkentum über die anderen Völker stellt, der ist kein Nationalist, sondern ein übler Chauvinist. Ob er nun dafür Unterstützung bei manchen bekommt oder nicht. Macht Erdogan auch in Wien auf Paranoia? Gießt er anstachelnd neuerlich Öl ins Feuer – oder beruhigend auf die Wogen?

PS: Man sollte Herrn Erdogan aber auch noch zu einem anderen, sehr aktuellen Thema fragen: Kennt er ein anderes Land außer seinem eigenen, über das der Nachschub zu den sunnitischen Fundamentalisten läuft, die den halben Irak bedrohen? Auch wenn diese Fundamentalisten ein türkisches Konsulat in Mossul besetzt haben - sich also anscheinend auch gegen die Türkei wenden -, so ist doch die Türkei jenes sunnitische Land, über das die Fundamentalisten einen Gutteil ihrer Waffen bekommen. Erst mit deren Hilfe konnten sie ja dann ihre Raubzüge beginnen. Und die Türkei ist jenes Land, das am heftigsten gegen Syriens Regierung kämpft. Weder die Saudis noch die Scheichs aus Katar, die offensichtlichen Financiers der Radikalen, sind nämlich in der Nähe des jetzigen Kampfgebiets. Es sind übrigens auch jene aus Österreich gekommenen jungen Menschen über die Türkei angereist, die dem Fundamentalismus helfen.

PPS: Und noch eine Frage an Erdogan: Warum finanziert die türkische Regierung eigentlich Moscheen in Österreich? Wird dort wirklich Integration gepredigt oder Scharfmacherei? Glauben Rotgrün - um aber auch noch die heimische Politik anzusprechen - wirklich, dass sie den Nationalismus und Fundamentalismus nutzen können? Haben sie nie Sorgen, dass sie den türkischen Gruppierungen in Europa wie einst Goethes Zauberlehrling gegenüberstehen?

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSchani
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2014 01:27

    Frage an Erdogan: "Was sagen Sie zu 1683?". Zweite Frage an Erdogan:"Warum ist es in der Türkei nur möglich, in einer europäischen Botschaft eine Sonntagsmesse zu besuchen, und nicht in einem der zahllosen christlichen Kirchengebäude auf nunmehr türkischem Boden?
    Ich wünsche mir einen aktuellen Prinzen Eugen!!
    P.s.: Bin ich jetzt ein Hasser?

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2014 07:06

    Hurra, hurra, endlich einmal hat die einzige Groko-Nachwuchshoffnung was Richtiges gesagt!

    Aber, wie AU andeutet, wann richtet Kurz diese Worte an RotGrün? Erdogan kann er nicht zu Verantwortung ziehen, dazu fehlt ihm das Genie von Prinz Eugen sowie die Reichstruppen. Aber Österreichintern könnte er einmal seinen Mut beweisen und das Richtige zum falschen Partner sagen.

    Das Problem (oder der Feind?) sitzt längst im Inneren.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2014 08:28

    Auch Erdogan hat sein Gutes: er zeigt uns die Nachteile des Privatisierens!
    Die Ratschläge von Kurz für die Ukraine waren allemal besser als das, was dort jetzt passiert: Poroschenko und seine früheren kommunistischen Gauleiter, alles jüdische Freimaurer, jetzt Oligarchen und Minister, führen Krieg gegen das Volk. Das war bei Revolutionen, die von solchen Leuten geleitet werden, wie die französische und die russische Revolution, üblich und was klar vorauszusehen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2014 07:43

    Die Botschaft hör ich wohl......

    So wie man Erdogan kennt, wird er sich keinen Deut um die mahnenden Worte des Außenministers scheren. Schließlich betrachtet er die türkischen Auswanderer als seine Exklave, als einen wertvoller Devisenbringer, Verbreiter der islamischen Religion und schließlich steht er unter innenpolitischem Druck und braucht die Türken als Wähler!
    Aber, schauen wir einmal!

  5. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2014 01:42

    Das sind endlich einmal klare und mutige Worte (überraschenderweise aus der ÖVP), die Anlaß zur Hoffnung geben, daß Sebastian Kurz doch noch in seine Rolle als Außenminister hineinwächst und die man von seinem Vorgänger in dieser Form kaum vernommen hat. Wobei ich auch seine Ansagen bezüglich Ukraine schon lobenswert fand! Wenn er so weitermacht und jetzt noch die Reihen seiner Berater lichtet, empfiehlt er sich vielleicht doch noch für höhere Weihen in seiner Partei!

    Ad PPS.: In Wien ist es gar nicht notwendig, daß die Türkei Moscheen finanziert, da erblödet sich die Stadt unter ROT-GRÜN nicht, die Fundamentalisten mit eigenen Mitteln zu fördern - kaum zu glauben, aber unfaßbare Realität:

    http://www.unzensuriert.at/content/0015569-Bekommt-Wien-die-n-chste-Moschee

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2014 15:14

    Die dauerempörten türkischen Despoten verlangen eine Entschuldigung von Kurz. Na soweit kommt´s noch. Vielmehr sollte sich der türkische Querulant entschuldigen, daß er in Mitteleuropa Wahlkampf betreibt und Islamisten unterstützt. Im Übrigen kann Österreich auf diesen Besuch verzichten.
    Hoffentlich rudert Kurz nicht zurück. Dann hätte er wohl jegliche Sympathien im Volk verspielt.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3820978/Erdogans-AKP-verlangt-von-Kurz-Entschuldigung?_vl_backlink=/home/index.do

  7. Ausgezeichneter Kommentatorhamburger zimmermann
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2014 11:24

    "Kennt er ein anderes Land außer seinem eigenen, über das der Nachschub zu den sunnitischen Fundamentalisten läuft, die den halben Irak bedrohen?"

    Linksfortschrittliche Hetzer bejubeln sunnitische Mörderbanden, wenn diese in Syrien wüteten, weil Assad die dortigen Christen beschützt. Verblendete/dümmliche/bezahlte (Zutreffendes bitte ankreuzen!) Lohnschreiber hatten nichts eiligeres zu tun, als Rußlands Putin, der sich mutig diesem US-Ostküste-gesteuerten Wahnsinn entgegengestellt hatte, niederzumachen.

    Die gleichen ISIS-Aktivisten (so lautet wohl die politkorrekte Bezeichnung) treiben jetzt die Irak-Armee vor sich her und sind - kehr um die Hand - nicht mehr so lieb und brav. Erfreulicherweise auch nicht mehr für die Türken, die beflissen islamistische Verbrecher nach Syrien geschleust hatten (unter albern-schläfrigem Grinsen auch österreichischer Minister).

    Linke Gutmenschen erzählen uns, Europa müsse alle Menschen, die der Nahost-Schlächterei entfliehen wollen, aufnehmen. Die aus Syrien, jetzt die aus dem Irak. Fazit: Auch der Austausch der europäischen Völker (besonders der Deutschen) auftrags der Hintermänner von Goldman-Sachs und Neuer Welt-Ordnung geht artig weiter.
    .

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorbürgerIn
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Juni 2014 08:16

    Erdogan sei Dank! Die AKP-TürkInnen kriechen aus ihren Schützengräben und outen sich. Endlich. Man höre nur das heutige oe1-Morgenjournal nach! Dass SPÖ und GrünInnen auf das faschistische, türkische WählerInnenpotential nicht verzichten können ist mittlerweile auch klar, der Veltliner-Häupl will damit auch seine letzte Wahl gewinnen. Da kennen die LInken alle mitsammen ihre "Werte" nicht mehr, wurscht, gilt es doch ihrer Partei die Macht ,und damit den Futtertrog zu retten. Die AKP-TürkInnen sind mittlerweile sicher auch ein innnpolitisches Problem, da sich sich zwar in unser Sozialsystem integrieren, aber dann ist Schluss. Und unsere Faschismus-ForscherInnen sollen sich einmal mit diesem Gegenwartsfaschismus beschäftigen, da gedeiht ihre neue Klientel, gehegt und gepflegt von Rot-Grün und soooo weit "innerhalb des Verfassungsbogens!".


alle Kommentare

  1. Eloise (kein Partner)
    18. März 2015 05:43

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  2. Chassidy (kein Partner)
  3. Mid (kein Partner)
    21. Januar 2015 19:45

    Morgenthau updated the USA goemevnnt almost daily, the NYT and other big newspapers carried frontpage headlines such as Thousands of Armenians Killed! The Armenian genocide lasted all through WW1 and into 1923. Most of the human damage was done in the years up to 1917, the year Wilson went to war for his moralcause. Ironic, no? Our newspapers carry no similar front page banner headlines, say during Israel's war on Lebanon, or during the Gaza Turkey Shoot; Shrub too told the American people we were going to war for a moral cause (especially a bit later, after no WMD were found). http://kacxie.com [url=http://saawhhzgkt.com]saawhhzgkt[/url ] [link=http://aemnycv.com]aemnycv[/link ]

  4. Yeni (kein Partner)
    21. Januar 2015 14:07

    What you really have with this is the cesnosfion that Israel and the US operate with absolute impunity for any of their activities. They believe they can both still keep their course US waging war where is pleases with no external recourse, and Israel continuing its slow genocide on the Palestinians. So the naming of the genocide in Turkey no longer is a threat to them Israel nor Zionism in general does not think doing this will dim their Holocaust hegemony nor that they world will call them to account (they will make movie 100,456,000 movie on the Holocaust), and the US has circumvented every law which calls it to account. There is a phrase for this, it was coined by Eduardo Galleano Impunity is the daughter of oblivion. http://hjrzvokz.com [url=http://hlsserc.com]hlsserc[/url ] [link=http://vdtdvcc.com]vdtdvcc[/link ]

  5. Dinesh (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:45

    And from Leonard Fein in the The Forward, August 2007:On the surface, it sluhod be an easy call. Here, for example, is the text of a cable that Henry Morgenthau, Sr., then America’s ambassador to Turkey, sent to the State Department on July 10, 1915: “Persecution of Armenians assuming unprecedented proportions. Reports from widely scattered districts indicate systematic attempt to uproot peaceful Armenian population and through arbitrary arrests, terrible tortures, whole-sale expulsions, and deportations from one end of the Empire to the other accompanied by frequent instances of rape, pillage and murder, turning into massacre, to bring destruction and destitution on them. These measures are not in response to popular or fanatical demand but are purely arbitrary and directed from Constantinople in the name of military necessity, often in districts where no military operations are likely to take place.” And then, on August 11, his cable back home referred to “this effort to exterminate a race.”Morgenthau couldn’t use the word “genocide”; it wasn’t invented until 1944. But today, the overwhelming majority of scholars around the world are in agreement: The first genocide of the 20th century was committed by Turkey, and the Armenians were its victims.Then Fein asks:Why do they shy away from using the word “genocide” to describe the tragedy of the Armenians at the hands of Ottoman Turkey?The answer is unsettling. It has nothing to do with history or truth; it has everything to do with the strategic interests of Israel, as also, to a lesser degree, of the United States.Guess that's all changed. Read Fein's article here:

  6. Morris (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:55

    Lieberman and Sara-Tara should be sent on NASA's next probe to anetohr planet, the farther the better!PS: Where does Sara-Tara think she is, Saudi Arabia?!

  7. Ant (kein Partner)
    19. Januar 2015 12:22

    Can we offer Meridor to the Turks as a human sacrifice, to atone for our sin of dndfeeing ourselves? I'm sure he would enjoy being shafted. The guy is so whipped, I'm surprised he hasn't turned into butter by now.

  8. Juan (kein Partner)
    19. Januar 2015 09:00

    We should back the Kurds for their own ntiaon. After all their claim is 10 times better than those of the Arabs.And condemn the Turks for the first genocide of the 20th Century. Demanding they pay reparations to the Armenians for the crime they did.

  9. M Unterberger (kein Partner)
  10. Frustikus (kein Partner)
    15. Juni 2014 18:05

    Ich persönlich halte die Kurz'sche Aussage keineswegs für sachgerecht, sondern vielmehr für einen Versuch des Appeasements; ein Theaterstück der gekünstelten gegenseitigen Entrüstung.

  11. usos (kein Partner)
    14. Juni 2014 12:51

    Erdogan, drah di ham!!!!!

  12. ashanyan (kein Partner)
    14. Juni 2014 10:34

    So lange die österreichische Politik nicht kommuniziert ob sie Integration oder Assimilation anstrebt, so lange hat ein Erdoan eine Bühne in Österreich

    • Franzxaver Bladinger (kein Partner)
      14. Juni 2014 11:49

      Die österreichische Politik strebt einen Austausch des Staatsvolkes an.

  13. heartofstone (kein Partner)
    14. Juni 2014 10:34

    Schade, dass Jan Sobieski nicht den flüchtenden Türken nachgesetzt und sie komplett aufgerieben hat. Vielleicht wäre uns und der Türkei der Erdowahn erspart geblieben ...

  14. Tik Tak (kein Partner)
    14. Juni 2014 10:25

    Kurz und bündig aber dem Erdogan sicher wurscht.

    Der Erdogan hat sich noch nie von einem anderen etwas sagen lassen und schon gar nicht von dem blassen Burli aus dem noch zu überrennenden Land der Ungläubigen.
    Erdogan hat schon früher die zweifache Niederlage der Türken vor Wien als "Schande die es noch auszumerzen gilt" bezeichnet, warum also sollte er auf die Worte von Kurz etwas geben wenn es doch einen Eroberungszug in Europa zu gewinnen gilt.

    Kurz ist nett und adrett aber leider nicht mehr.
    Auch wenn er damit ein kleiner Lichtblick in der Regierung ist.
    Der ist ein paar Jahre und einen fehlenden Studienabschluß zu früh in seinem Job und wird bestenfalls verheizt.

    BTW, wieder einmal falsche Angaben vom Unterberger. Es gehen nur relativ wenige Waffen und kämpfende Muslime über die türkische Grenze in den Iraq und in den Syrien Konflikt, die wesentlich meisten Waffen, Geld und Kämpfer gehen über die Saudisch-Irakische Grenze.
    Die werden von dort und aus Qatar aus finanziert, ausgebildet und über die Grenze geschickt.
    Über die türkische Grenze gehen in erster Linie die europäischen Kämpfer und deren Ausrüstung.
    Die sind aber nur ein ganz kleiner Teil der ISIS/ISIL Truppe.
    Die Türkei muß tatsächlich Angst haben, daß der Krieg südlich des Landes auch die Türkei erfaßt und den Traum von einem türkischen Großreich zugunsten eines arabischen Reichs beendet.

    Dummerweise ist die Türkei aktuell das letzte Bollwerk Europas gegen die muslimischen Kämpfer der ISIS Truppen.

    Schlimm für den Westen der nunmehr plötzlich auf den Iran hoffen muß.
    Der Iran hat aktuell die besten Chancen den Sunniten das Licht abzudrehen und die Region wieder halbwegs zu stabilisieren.
    Fraglich ist blos, ob der Iran diesen Drecksjob machen wird ohne dafür wieder voll in die Staatengemeinschaft aufgenommen zu werden und ein unkonditionales Ende der Sanktionen zu erleben?
    Es war ein Riesenfehler Saddam Hussein zu stürzen und gegen Assad vorzugehen.

    • AGLT (kein Partner)
    • bécsi megfigyelö
      15. Juni 2014 02:44

      Jeder ist eingeladen, folgendes in seinem Bekanntenkreis zu testen. Neun von zehn Maturanten sind nicht fähig, die Frage "wieviel ist 8 mal 9?" umgehend zu beantworten. Das handy wird gezückt und eifrig wird getippt. Dank emsigen Übens (siehe 50% der U-Bahn-Passagiere) wird dieses Problem wahrscheinlich doch gelöst.

      Ebenso bin ich sicher: Wird dem Herrn Jungaußenminister ein Globus ohne jede Beschriftung gezeigt und er gebeten, auf Irak zu zeigen, dann tippt er selbstsicher auf Kamtschatka. Vielleicht weil diese Gegend seinem Geilomobil ähnelt. Soviel zu "adrettem Lichtblick".

  15. peter789 (kein Partner)
    14. Juni 2014 10:05

    Hr. Unterberger hat Sebastian Kurz erstaunlich oft kritisiert, wie ich meine meist zu unrecht.
    Kurz ist der einzige(!) Politiker im hohen Haus, den ich wirklich schätze.

    • Inger
      14. Juni 2014 11:59

      Peter 789
      Sehr interessant Ihre persönliche Einschätzung bzw. Wertschätzung! Gibt es auch eine Begründung dafür??? Was hat er geleistet, wofür man ihn wertschätzen könnte?? Vielleicht hab ich was übersehen oder überlesen, daher wäre ich für eine Erklärung direkt dankbar.
      Mir persönlich ist nur aufgefallen, dass der junge Mann keine Ahnung davon hat, was Neutralität ist und ich muss gestehen, das stört mich sehr. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich schon älter bin und daher noch allzu gut in Erinnerung habe, welche Freude die Neutralität nach den Kriegsereignissen gemacht hat. Dass die Jugend das nicht mehr wertschätzt, ist ein anderes Kapitel. Wobei ich sehr dafür bin, dass man die Jugend in die Führungsriege holt, aber ein gewisses Mass an Bildung und Ausbildung würde ich schon voraussetzen. das hat der Herr Aussenminister beides nicht aufzuweisen und ich würde meinen, es genügt ein Kanzler ohne Beruf.
      Ausserdem finde ich es von den Parteien ganz allgemein gesprochen, ziemlich unfair, junge Leute herauszufischen, die mitten im Studium oder der Ausbildung stehen, dass sie ganz der Partei dienen, damit züchtet man die Berufspolitiker, die man dann ewig durchfüttern muss, weil sie haben ja nichts anderes gelernt, daher kann man sie dann nicht ins allgemeine Berufsleben zurückschicken.

  16. Huber (kein Partner)
    14. Juni 2014 08:53

    Es ist zwar gut und richtig, was Herr Kurz gesagt hat. Besonderen Mut oder Genialität kann ich aber in den Aussagen des Herrn Kurz, welche mit Sicherheit von seinen Beratern formuliert wurde, nicht erkennen.

    Denn: Wie mutig ist es, jemanden zurecht zu weisen, der gerade vom Westen abserviert worden ist. Wo die mächtige Bildzeitung schon viel weiter geht und wie Strache sagt: Herr Erdogan Sie sind hier nicht willkommen.

    http://www.bild.de/politik/inland/recep-tayyip-erdoan/offener-brief-sie-sind-hier-nicht-willkommen-36105460.bild.html

    (Interessant ist, dass in der Anklageschrift der Bildzeitung im Sündenregister des Herrn Erdogan auch angeführt wird, dass sich Erdogan gewünscht hat, dass jede türkische Frau 3 Kinder bekommt und das ja so gar nicht dem weltweiten Gender Mainstreaming Geburtenrückgansziel des Westens entspricht.)

    Nein, das was Kurz gesagt hat, war risikoloses systemkonformes Verhalten.

    Viel mutiger wäre es gewesen, wenn er endlich klare Worte zu dem Treiben einiger vom Ausland gesteuerten islamischen Verbänden in Österreich finden würde ...

    • Huber (kein Partner)
      14. Juni 2014 09:38

      OT

      Hier noch ein Link zur Dreikindpolitik Erdogans.

      http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/01/465228/erdogan-kanns-nicht-lassen-nur-ein-oder-zwei-kinder-bedeuten-den-bankrott/

      Auch wenn man Erdogan und seine Politik ablehnt. Dass ihm die Bild die Dreikindpolitik genauso vorwirft, wie den massiven Verstoß gegen Menschenrechte, ist schon ein starkes Stück. Ist es doch gleichzeitig eine Warnung an jeden westlichen Politiker, nur nichts gegen den demographischen Niedergang zu unternehmen.

    • peter789 (kein Partner)
      14. Juni 2014 10:06

      Wenn man ihn mit allen anderen rot/schwarzen Politikern vergleicht, ist Hr. Kurz richtig verwegen!

    • Huber (kein Partner)
      14. Juni 2014 10:50

      Mag sein, aber es ist nicht ein einzelner Besuch von Erdogan, der die Integration verhindert, sondern es sind in Österreich tagtäglich arbeitende und vom Ausland finanzierte Verbände, die die Integration erschweren und verhindern ... Wenn es bloß bei der Kritik von Kurz an Erdogan bleibt und nichts weiter unternommen wird, dann ist das eine reine Alibihandlung um sich selbst zu profilieren, sonst nichts.

    • Inger
      14. Juni 2014 12:00

      Peter 789
      Kurz verwegen?? Wohl eher doch nicht, Erdogan hat ihn ja schon wieder zurechtgestutzt.

  17. bürgerIn (kein Partner)
    14. Juni 2014 08:16

    Erdogan sei Dank! Die AKP-TürkInnen kriechen aus ihren Schützengräben und outen sich. Endlich. Man höre nur das heutige oe1-Morgenjournal nach! Dass SPÖ und GrünInnen auf das faschistische, türkische WählerInnenpotential nicht verzichten können ist mittlerweile auch klar, der Veltliner-Häupl will damit auch seine letzte Wahl gewinnen. Da kennen die LInken alle mitsammen ihre "Werte" nicht mehr, wurscht, gilt es doch ihrer Partei die Macht ,und damit den Futtertrog zu retten. Die AKP-TürkInnen sind mittlerweile sicher auch ein innnpolitisches Problem, da sich sich zwar in unser Sozialsystem integrieren, aber dann ist Schluss. Und unsere Faschismus-ForscherInnen sollen sich einmal mit diesem Gegenwartsfaschismus beschäftigen, da gedeiht ihre neue Klientel, gehegt und gepflegt von Rot-Grün und soooo weit "innerhalb des Verfassungsbogens!".

  18. Rosi
    13. Juni 2014 22:13

    ad.PPS:
    Ja, das ist wahr. Es war mir immer ein Rätsel, weshalb die Rotgrünen meinen, daß die Türkischen Neuzugänge bei den Bürgern in ihrer Wählerschicht liegen, denn es gibt aus meiner Sicht nix als Widersprüche:
    Emanzen, die der Meinung sind, daß Männer und Frauen in allem gleich (viel wert?) sind versus Frau hat keine Seele, Lesben und Schwule, mit welchen man im Islam meines Wissens nach nix am Hut hat, versus tiefem Familiensinn und traditionellen Werten, Atheismus versus teils tiefer Religiosität - wobei das Ziel, Andersgläubige zu töten für mich nicht unbedingt zu den nachvollziehbaren erstrebenswerten Charakteristiken einer Religion zählt, aber die Rotgrünen negieren ja das Thema als Ganzes, und bekommen auch meiner Meinung nach daher die wesentlichen Punkte gar nicht mit, - Nationalismus und Stolz aufs Vaterland hier und dort gerade das Gegenteil (da habe ich zuerst mit der Neubürgersicht begonnen).
    Heute habe ich, glaube ich, das erste Mal eine Sache gefunden, die scheint - noch - gemeinsam zu sein, nämlich die Abneigung, demokratische Bestrebungen und Sichtweisen anzuerkennen.
    Es ist eh wurscht: Sobald genug 'Türken' in den Gremien sitzen, werden sie ihre eigenen Parteien wählen, und dann sind die Rotgrünen eh weg vom Fenster - das ist nur eine Frage der Zeit.
    Wer so dumm ist, den Ast abzusägen, auf dem er sitzt, meint man, muß erst noch geboren werden - weit gefehlt, wir können diesen Vorgang hier in Ruhe beobachten ...

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  19. Ambra
    13. Juni 2014 18:43

    Eine weitere Frage: warum gibt man Erdogan überhaupt die Möglichkeit, in Österreich seinen Wahlkampf zu führen ? Denn etwas anderes ist es wohl nicht, was ihn hierher führt ...
    Werden andere Regierungschefs diesem Beispiel folgen ? Wir haben ja nicht nur Türken im Land ...

    • Inger
      14. Juni 2014 12:04

      Ambra der Meinung bin ich auch. Ich frag mich auch schon die ganze Zeit, wo dann die anderen Nationalitäten ihre Wahlveranstaltungen abhalten.
      Und vor allen Dingen würde mich im Gegenzug interessieren - auch wenn es natürlich zahlenmässig bei weitem nicht so viele sind - wie es denn in den Ländern wäre, wenn österreichische Parteipolitiker durch die div Staaten zögen, um dort ihre Wahlreden zu halten. Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen - ein Parteichef aus Österreich auf Wahlreise z. B. durch die Schweiz, hahaha, das wäre doch eher ein Faschingsscherz.

  20. Brigitte Imb
    13. Juni 2014 15:14

    Die dauerempörten türkischen Despoten verlangen eine Entschuldigung von Kurz. Na soweit kommt´s noch. Vielmehr sollte sich der türkische Querulant entschuldigen, daß er in Mitteleuropa Wahlkampf betreibt und Islamisten unterstützt. Im Übrigen kann Österreich auf diesen Besuch verzichten.
    Hoffentlich rudert Kurz nicht zurück. Dann hätte er wohl jegliche Sympathien im Volk verspielt.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3820978/Erdogans-AKP-verlangt-von-Kurz-Entschuldigung?_vl_backlink=/home/index.do

    • Inger
      14. Juni 2014 12:07

      Liebe Brigitte Imb, glauben Sie wirklich, die Österreicher halten durch, was sie sagen.
      Da kommt dann sicher irgend so eine Rede von na ja, es war ja nicht so gemeint oder man legt das falsch aus... Man kann es sich doch mit der Türkei nicht verscherzen, also schnell das Schwänzchen eingezogen, damit's nicht kracht.
      Einen österreichischen Regierungspolitiker mit Rückgrat, wo ist der bitte????

  21. terbuan
    13. Juni 2014 12:11

    Nicht ganz O.T.
    "Die nächste "Verschwörungstheorie" wird Mainstream:
    US Außenpolitik: Sieben Staaten in fünf Jahren"

    "Ist das, was derzeit im Irak passiert, Folge eines amerikanischen Masterplans, der gründlich daneben gegangen ist? Vieles spricht dafür – und ein Ende ist nicht abzusehen".......
    Mehr hier im "Handelsblatt:
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/us-aussenpolitik-sieben-staaten-in-fuenf-jahren/10036758.html

    • Erich Bauer
      13. Juni 2014 12:55

      Was für elendige Kreaturen, Obama, Kerry, Insane-McCain, Steinmeier (brüllender Kriegstreiber), Merkel (was weiß man über sie, womit wird sie erpresst?), Hollande, Fergusson... alle Desinformierer, Mainpulierer, West-Schönschreiber... und die von Blindheit geschlagenen, unzähligen, unseligen Obama-Cheer-Leader!

      Die armen Menschen dort... Syrien, Irak, Ukraine... Es bedarf eines Nürnberg 2.0

    • Freak77
      13. Juni 2014 13:50

      Ich habe mir den Artikel im Handelsblatt und kann da keine Verschwörungstheorie erkennen. Es wird versucht die Ereignisse seit dem Irak-Krieg von G. W. Bush aufzurollen. Die Bilanz ist verheerend. Besonders wie einseitig da das Geld vor allem in Richtung Halliburton floss und auch sonst jede Menge Korruption im Irak im Spiel war.

      Der heutige Irak ist leider Gottes ein zwischen den Ethnien zerrissener Staat: Schiiten, Sunniten, Kurden.

      Werden sich die drei Gruppierungen jemals als Iraker fühlen? Vielleicht wäre es das Beste wenn es wieder einen irakischen König geben würde (wie bis 1958)?

      Oder sollte der Staat jetzt in drei Teile aufgeteilt werden? Dann gibt es aber erst recht einen Krieg.

      Heute scheint es sich sehr spät zu rächen dass nach dem 1. Weltkrieg der Irak unter britischem Haupteinfluss als Kunststaat geschaffen wurde. Die Briten hatten vor allem ihre Ölinteressen im Auge und ihnen war egal welches unhomogenes Kunstgebilde sie da erschufen:

      "Der heutige Irak entstand 1920 aus den drei osmanischen Provinzen Bagdad, Mossul und Basra"

      und:

      " .... 1920 löste Großbritannien aus dem ehemaligen osmanischen Reich die Vilayets Bagdad, Mossul und Basra heraus und verschmolz sie zum heutigen Irak. Der Völkerbund übertrug Großbritannien das Mandat über den Irak.

      So wurde das Britische Mandat Mesopotamien eingerichtet. Am 23. August 1921 wurde Faisal, Sohn des Scherifen Hussein von Mekka, zum König proklamiert.

      Die wesentlichen Ölaktivitäten im Land waren in der 1929 aus der Turkish Petroleum Company hervorgegangenen Iraq Petroleum Company zusammengefasst, die nur geringe Konzessionsgebühren zahlte und vollständig ausländischen Unternehmen gehörte. ... "
      (aus Wikipedia)

    • Erich Bauer
      13. Juni 2014 13:53

      Das ist KEINE Verschwörung! Das ist ein kriminelles KOMPLOTT! Irak, Syrien, Ukraine...

    • Erich Bauer
      13. Juni 2014 14:19

      Großmächte werden vom Allmachtswahn erfasst, dabei kommt es zu fatalen Fehlern... und dann werden sie wieder "Kleinmächte" :-) Naja... und danach wird das Ganze gerichtsanhängig. :-)

    • terbuan
      13. Juni 2014 14:27

      Erich
      Ich war zu Pfingsten in Berlin und habe wieder einmal das "Neue Museum" mit der Nofretete besucht, da kam mir das auch in den Sinn, was war das alte Ägypten doch für ein mächtiges Reich und was haben sie uns alles überlassen!
      Die heutigen Reiche werden so gut wie nichts überlassen, außer Schrott!

    • simplicissimus
      13. Juni 2014 14:40

      Teilung der USA in Nord und Sued (wird dort auf Gefallen stossen), Reparationszahlungen in Multimilliardenhoehe, Besatzungstruppen an Ost- und Westkueste, internationale Aechtung usw.
      :-)

    • Erich Bauer
      13. Juni 2014 14:59

      @terbuan,

      Gib Dir die ersten 12 min. dieses Links.

      Webster Tarpley studierte an der Princeton University Englisch und Italienisch und schloss 1966 mit summa cum laude ab. Danach lehrte er an der Universität Turin im Rahmen des amerikanischen FULBRIGHT-Programms. Die WIKI Beurteilung macht ihn mir völlig unverdächtig...

      http://www.youtube.com/watch?v=lflw82nKbOo

    • terbuan
      13. Juni 2014 16:14

      Danke Erich,
      ich höre mir den Vortrag gerade an und lade ihn mir auch herunter!
      Divide et impera, von der Depression zum Krieg!

  22. schreyvogel
    13. Juni 2014 12:11

    Da hat Erdogan also etwas dazugelernt in Österreich! Und unsere Austro-Türken gleichfalls! Und das verdanken sie unserem ebenso klugen wie mutigen Sebastian Kurz.

    Kurz hat damit einen wichtigen Schritt getan auf dem Weg zum Vizekanzler.

  23. hamburger zimmermann
    13. Juni 2014 11:24

    "Kennt er ein anderes Land außer seinem eigenen, über das der Nachschub zu den sunnitischen Fundamentalisten läuft, die den halben Irak bedrohen?"

    Linksfortschrittliche Hetzer bejubeln sunnitische Mörderbanden, wenn diese in Syrien wüteten, weil Assad die dortigen Christen beschützt. Verblendete/dümmliche/bezahlte (Zutreffendes bitte ankreuzen!) Lohnschreiber hatten nichts eiligeres zu tun, als Rußlands Putin, der sich mutig diesem US-Ostküste-gesteuerten Wahnsinn entgegengestellt hatte, niederzumachen.

    Die gleichen ISIS-Aktivisten (so lautet wohl die politkorrekte Bezeichnung) treiben jetzt die Irak-Armee vor sich her und sind - kehr um die Hand - nicht mehr so lieb und brav. Erfreulicherweise auch nicht mehr für die Türken, die beflissen islamistische Verbrecher nach Syrien geschleust hatten (unter albern-schläfrigem Grinsen auch österreichischer Minister).

    Linke Gutmenschen erzählen uns, Europa müsse alle Menschen, die der Nahost-Schlächterei entfliehen wollen, aufnehmen. Die aus Syrien, jetzt die aus dem Irak. Fazit: Auch der Austausch der europäischen Völker (besonders der Deutschen) auftrags der Hintermänner von Goldman-Sachs und Neuer Welt-Ordnung geht artig weiter.
    .

  24. Sandwalk
    13. Juni 2014 10:36

    Der Krieg im Nahen Osten, den die Linken in ihrer Naivität und ideologischen Verblendung gerne den Amerikanern oder generell dem "Westen" in die Schuhe schieben, ist nichts anderes als ein Religionskrieg zwischen Schiiten und Sunniten, in dem es natürlich (ja was denn sonst?) primär um Macht geht.

    Dieser Krieg ist daher eine Art Kopie unseres dreißigjährigen Kriegs - transplantiert aus dem europäischen 17. Jahrhundert in den Nahen Osten. Auch damals ging es zuerst um Glaubensbekenntnisse, dann um Machtverteilung. Übrig blieb nichts als eine Wahnsinnszerstörung und flächendeckende Verzweiflung. Der Islam ist - so gesehen - 400 Jahre im Rückstand.

    Dieser Krieg kann schneller vor unserer Haustüre sein als uns lieb ist. Was die Grünroten betrifft, so halte ich diese für nicht lernfähig. Türken wählen rotgrün, das zählt, alles andere ist Conchita.

    Wetten, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis einer der Grünroten unserem Außenminister Hass und Intoleranz vorwirft?

  25. WFL
    13. Juni 2014 10:28

    Danke für den Hinweis auf MICHAEL HÄUPL!
    Man darf gespannt sein, ob der Wiener Bürgermeister doch noch Worte zum
    Erdogan-Besuch finden wird - oder ob er stumm bleibt wie ein Fisch.

    (Man stelle sich nur die Reaktionen vor, hätte sich Hr. Orban angesagt, um
    radikale Wahlreden vor hier lebenden Ungarn zu halten...)

  26. dssm
    13. Juni 2014 09:27

    Na wenigstens haben wir einen guten Minister! Ist ja schon ein Fortschritt.

    Und Herr Erdogan erntet nun die Früchte seiner Politik. Gleich in zwei Nachbarländern hat er, als Handlanger der USA, zuerst die Destabilisierung vorangetrieben und dann die Islamisten ausgerüstet und ausgebildet. Zu glauben, daß solche Fanatiker brav wie Hündchen das Herrl nicht beißen war, ist und wird auch immer kindisch bleiben.

  27. Politicus1
    13. Juni 2014 09:12

    wer zahlt den voraussichtlich nicht allzu billig werdenden Polizeieinsatz?
    Es werden ja nicht nur Erdoganfans zum Veranstaltungsort pilgern ...

  28. Erich Bauer
    13. Juni 2014 08:36

    Seufz... @"...so ist doch die Türkei jenes sunnitische Land, über das die Fundamentalisten einen Gutteil ihrer Waffen bekommen..."

    Die Türkei ist "strategischer Partner" der USA (Einkreisung Russlands). Die sunnitischen "Freiheitskämpfer" wurde ausgebildet, besoldet und bewaffnet durch die USA (Syrien). Diese Mordbrenner scheinen ja jetzt militärisch recht "fit" zu sein.

    Gestern konnte man den "Friedensengel" Obama im TV-Statement betrachten. Er machte vage Andeutungen, dass die USA der irakischen Regierung gegen die Mordbrenner-ISIS ev. beistehen wird...??? Sind die AMIS vom Irak schon abgezogen?

    Immerhin wurde USA-Personal von Bagdad aus Sicherheitsgründen abberufen. Bin neugierig ob Obama SEINE sunnitischen "Freiheitskämpfer bombardieren wird... A blede G´schicht. Oder doch im Plan?

  29. socrates
    13. Juni 2014 08:28

    Auch Erdogan hat sein Gutes: er zeigt uns die Nachteile des Privatisierens!
    Die Ratschläge von Kurz für die Ukraine waren allemal besser als das, was dort jetzt passiert: Poroschenko und seine früheren kommunistischen Gauleiter, alles jüdische Freimaurer, jetzt Oligarchen und Minister, führen Krieg gegen das Volk. Das war bei Revolutionen, die von solchen Leuten geleitet werden, wie die französische und die russische Revolution, üblich und was klar vorauszusehen.

    • dssm
      13. Juni 2014 09:29

      Was hat Herr Erdogan denn so katastrophal privatisiert. Ich höre nur immer von Korruption, Vettern- und Mißwirtschaft rund um den staatsnahen Sektor.

    • socrates
      13. Juni 2014 11:06

      dssm
      Genau das meine ich! Vetternwirtschaft ist auch privatisieren von Staatseigentum.
      Ein Bergwerk ohne Notgenerator ist Mord. Wir haben einen Notgenerator im Haus.

  30. terbuan
    13. Juni 2014 07:43

    Die Botschaft hör ich wohl......

    So wie man Erdogan kennt, wird er sich keinen Deut um die mahnenden Worte des Außenministers scheren. Schließlich betrachtet er die türkischen Auswanderer als seine Exklave, als einen wertvoller Devisenbringer, Verbreiter der islamischen Religion und schließlich steht er unter innenpolitischem Druck und braucht die Türken als Wähler!
    Aber, schauen wir einmal!

    • Haider
      13. Juni 2014 23:06

      Erdogan schert sich weder um den Österreichischen Außenminister noch um den Deutschlands (siehe Köln). Er schert sich ausschließlich um sich und sein familiär-mafioses Umfeld. Dafür streut ihm die EU tiefrote Rosen! Und zahlt und zahlt und zahlt und ...

  31. simplicissimus
    13. Juni 2014 07:06

    Hurra, hurra, endlich einmal hat die einzige Groko-Nachwuchshoffnung was Richtiges gesagt!

    Aber, wie AU andeutet, wann richtet Kurz diese Worte an RotGrün? Erdogan kann er nicht zu Verantwortung ziehen, dazu fehlt ihm das Genie von Prinz Eugen sowie die Reichstruppen. Aber Österreichintern könnte er einmal seinen Mut beweisen und das Richtige zum falschen Partner sagen.

    Das Problem (oder der Feind?) sitzt längst im Inneren.

    • dssm
      13. Juni 2014 09:31

      @simplicissimus
      Wenn alles nur so SIMPEL wäre. Tut Herr Kurz dies, dann fällt morgen die vereinigte Veröffentlichte Meinung über ihn her und er kann gleich neben Herrn KHG seinen Meldezettel bei Finanzfahndung und Staatsanwaltschaft abgeben.

    • simplicissimus
      13. Juni 2014 12:13

      dssm, ja die welt ist so kompliziert und ungerecht. deshalb passen wir uns seit jeher brav an, hoeren auf die obrigkeit und reagieren unseren frust hier oder am stammtisch ab.

  32. mischu
    13. Juni 2014 01:42

    Das sind endlich einmal klare und mutige Worte (überraschenderweise aus der ÖVP), die Anlaß zur Hoffnung geben, daß Sebastian Kurz doch noch in seine Rolle als Außenminister hineinwächst und die man von seinem Vorgänger in dieser Form kaum vernommen hat. Wobei ich auch seine Ansagen bezüglich Ukraine schon lobenswert fand! Wenn er so weitermacht und jetzt noch die Reihen seiner Berater lichtet, empfiehlt er sich vielleicht doch noch für höhere Weihen in seiner Partei!

    Ad PPS.: In Wien ist es gar nicht notwendig, daß die Türkei Moscheen finanziert, da erblödet sich die Stadt unter ROT-GRÜN nicht, die Fundamentalisten mit eigenen Mitteln zu fördern - kaum zu glauben, aber unfaßbare Realität:

    http://www.unzensuriert.at/content/0015569-Bekommt-Wien-die-n-chste-Moschee

    • Brockhaus
      13. Juni 2014 08:00

      Bei einem derartigen "Campus der Religionen" hätten wir dann das gleiche Schlamassel wie am Tempelberg in Jerusalem.

      Aber wir wollen ja unsere eigenen Probleme und geben dafür auch noch viel Geld aus.

    • mischu
      13. Juni 2014 20:07

      @Brockhaus

      *****

  33. Schani
    13. Juni 2014 01:27

    Frage an Erdogan: "Was sagen Sie zu 1683?". Zweite Frage an Erdogan:"Warum ist es in der Türkei nur möglich, in einer europäischen Botschaft eine Sonntagsmesse zu besuchen, und nicht in einem der zahllosen christlichen Kirchengebäude auf nunmehr türkischem Boden?
    Ich wünsche mir einen aktuellen Prinzen Eugen!!
    P.s.: Bin ich jetzt ein Hasser?

    • simplicissimus
      13. Juni 2014 07:14

      Aber natürlich sind Sie ein Hasser.
      Wird bald strafbar sein, sowas zu sagen.
      Nur hasserfüllte Aussagen, die gegen das eigene Land gerichtet sind, werden erlaubt sein.
      Vergessen Sie nicht: PC misst dasselbe unterschiedlich, um "Gleichheit" zu erreichen. Aber sie übersieht dabei, dass das unterschiedliche Maß mit steigendem Gleichheitsgrad standing neu angepaßt gehörte. Deshalb auch diese ständigen schwachsinnigen Übertreibungen wie in der Homomania oder das Wegsehen gegenüber immigrantischen Übeltaten. Bis schließlich das ganze System kippt. Es ist schon im Kippen.
      Hab ich jetzt auch haßgepredigt oder konstruktiv kritisiert? Nach der unausgewogenen PC sicher nicht.

    • dssm
      13. Juni 2014 09:32

      @simplicissimus
      *****

    • Martin W. (kein Partner)
      14. Juni 2014 13:16

      In Istanbul in der frei zugänglichen Antonius-Kathedrale, ebenso im St. Georgs Kolleg.

      Besuchen Sie regelmäßig Gottesdienste?

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      14. Juni 2014 15:20

      Wir waren seinerzeit nur interessiert, die Invasoren abzuwehren. Wozu aber dorthin gehen?





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