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FN 626: U-Bahn nur für Blasenakrobaten

Ab 1. Juli dürfen die Wiener wieder mehr für ihre Fahrscheine zahlen. Aber bald wird die Nutzung der Öffis ohnehin sprunghaft zurückgehen, denn die U-Bahnen werden nur mehr von Blasenakrobaten zu benützen sein.

Die Wiener Linien, die uns allen auf der Tasche liegen, sehen sich nämlich außerstande, die 71 Toilette-Anlagen, die sie in 61 Stationsgebäuden betreiben, allesamt weiter offen zu halten. Also wird man eine noch unbekannte Anzahl schließen. Das nennt man: sparen. Diesmal nicht nur am falschen Platz, sondern am stillen Örtchen. Aber man braucht ja auch viel Geld für die neue U 5 mit der grandios weltstädtischen Linienführung – vom Rathaus zum alten AKH. Dafür beherrschen wir doch alle gerne unsere Blasen! 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2014 06:24

    Ich bin dafuer, ueberall kostenguenstige Pissoirs einzurichten. Frauen koennen es sich ja jederzeit aussuchen, MaennerInnen zu werden. Ausserdem gibt es die Unterschiede nicht, werden alle nur von der Umwelt oktruiert. Wird schon an der Uni gelehrt, muss also stimmen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2014 04:05

    De oidn Leit soin in'd Hosn brunzn, oba vian Liveboi 800.000 € oasse hoan ?

    Wos büds eich den ei es grinan und rodn Scheissa ?

    So ähnlich würde es tönen, wenn diese das nicht selbst verantworten müssten!

  3. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2014 01:17

    Da werden die Übergriffe gegen das Personal der Wiener Linien gleich sprunghaft ansteigen, wenn die Not mit der Notdurft in Zukunft so manchen Fahrgast in Rage bringt.

    Ein klarer Fall für eine Gewerkschaftsversammlung, oder?

  4. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2014 09:18

    Sicher hängt die Entscheidung der Wiener Linien auf Reduktion der WC-Anlagen mit den damit verbundenen Kosten zusammen. Denn die laufende Reinigung und Instandhaltung kostet wegen der vielen "Schweinderln" eben auch viel Geld. Angeblich verbringen dort sogar Obdachlose und Fixer viel ihrer Zeit.

    Es gebe aber auch Alternativen:
    Privatisierung oder Auslagerung an die MA 48, welche schon viele andere öffentliche Toilettemanlagen betreut.

    P.S.: wer kann sich noch an die Einrichtungen früherer Zeiten erinnern, wo eine Klofrau für Ordnung (und Inkasso!) sorgte? Im Ausland findet man solche "Respektpersonen" - auch männlich - noch vielfach, welche im englischsprachigen Raum sogar als "Manager" bezeichnet werden. :-)

  5. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2014 06:29

    Blogfreund @ Pumuckl ist heute sicher nicht zu toppen:
    er hat - mit viel Humor - alles gesagt, was zu sagen ist!
    Gratulation!!
    Als bekennender Spargelesser (mit anschließend entwässerungsbedingtem Druck auf der Blase) würde ich mich derzeit bzw. künftig kaum in die Wiener U-Bahn wagen!

    Das sind wahrlich keine Menschenfreunde, die Wiener Roten!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2014 10:56

    Wien 10:

    Kinder müssen mal, Mütter lassen sie auf den Gehsteig machen, statt wenigstens ein Kanalgitter auszusuchen.

    Betrunkene 'brunzen, scheißen und speiben' in Hauseingänge und auf die Gehsteige. Wien ist anders.

    Toiletten der Stadtwerke: Verdreckt, verschmutzt, bevölkert von Strichbuben, die dort onanieren, ..., ohne WC-Aufsicht geht das nicht bei diesem Publikum, das Wien in den letzten 40 Jahren herangezüchtet hat, in diesem Vorschriftendschungel, den die Stadtregierungen aufgebaut haben. So was war vor 40 Jahren noch undenkbar.

    Am Graben gibt es eine Anlage, die ernährt eine Klofrau. Wäre auch bei den Stadtwerken zu prüfen. Doch die wollen vermutlich das nicht auslagern sondern Gewerkschaftsgehälter zahlen und das geht sich nicht aus, oder Horrormieten für den 'guten Platz' verlangen von den Klofrauen, beim Ausnützen stehen die Wiener Magistrate ganz vorne und sind nicht zu übertreffen in ihrer Originalität.

    Also entweder mehr Geld oder auflassen, auslagern wollten sie das nicht.

    Die Wiener Lösung, Wien ist eben anders, mehr Geld und WCs schließen.

    Weit haben wir es gebracht bei uns in Wien, in der Kloake.

  7. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2014 11:05

    Das Thema "Toiletten-Anlagen" - vor allem der Mangel an solchen - in Wien, ist nicht nur auf U-Bahnstationen beschränkt. Historische Toiletten, z.B. beim Wiener Stadtpark stammen aus der Zeit vor dem - gegenwärtig wegen 1914 2014 besonders bedachten - ersten Weltkrieg, wo im Straßenbild viele Militärpersonen vorkamen. Primär wurden deren Bedürfnisse in den öffentlichen Toiletten gestillt, damit nicht Randsteine und Gebüsche in Parks dafür benutzt werden mußten. Die menschlichen Bedürfnisse sind auch 2014 gleich geblieben, der Haus-Verstand von Entscheidungsträgern der Stadtverwaltung dürfte eher abgenommen haben. Jedenfalls haben Randsteine und Gebüsche wieder mehr Bedeutung erlangt.


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  1. Le Monde
    12. Mai 2014 22:55

    Wiener Linien!

    Mit der MS Mozart aus Budapest via Bratislava in Wien-Handelskai ankommend und in die U-Bahn-Station U1 Vorgartenstraße ein paar Stationen um 10.30 h am Dienstag letzter Woche zum Stephansplatz fahrend, ersehne ich die Ausstieg am Stephansplatz.

    Man sah die Mindestsicherungsbezieher und Bereicherer unserer Städte randvoll vormittags gestikulierend in der U-Bahn. Ich meide diese Stadt und deren öffentlichen Verkehr wie die Pest!

    P.S.: 1 1/2 Tage in Budapest: Keine Bettler, keine Kopftücher - aber Polizei hoch zu Roß in der Innenstadt!

  2. Reinhard Bimashofer (kein Partner)
    08. Mai 2014 09:12

    Ich habe von einem Freund erfahren, dass auch viele Garagen ihre WCs in Wien einfach aus Arbeitserleichterung geschlossen halten.
    Deshalb hat er mich ersucht die Facebook-Gruppe „NOTDURFT IN WIEN - Wien ist anders“ zu gründen: https://www.facebook.com/groups/234422516750319/
    Wir können uns doch nicht alles gefallen lassen!
    Vielleicht bedarf es eines Shitstorms - nie war er fälliger als in dieser Angelegenheit - um wieder an stark frequentierten Orten zu dürfen, was einfach menschlich sein muss?

    • Peter (kein Partner)
      08. Mai 2014 11:16

      Shitstorm! Der Name ist Programm. Wird jetzt erweitert um einen Pissstorm. Wie in den meisten europäischen Städten ist die Toilettenbenutzung in Wien ein Luxusbedürfnis. Selbst in Kaffeehäusern wie dem Café Mozart oder Landmann wird man als zahlender Gast bei der Erleichterung von umhersitzendenen Bettlern pardon "Reinigungspersonal" belästigt. Bei den Garagen merkt man längst die Einsparungen. In Stiegenhäusern und anderen verschwiegenen Ecken stinkt's wie in einem Großraumpissoir. Jetzt werden die U-Bahn Stationen in Wien folgen und bald so stinken wie die der Pariser Metro. Da lob ich mir die Amis. Die sind offenbar von den menschlichen Naturdüften nicht so begeistert und stellen überall großzügige Toiletten zur Verfügung. Das wäre einmal was, das wir Europäer kopieren könnten.

  3. Randolf (kein Partner)
    07. Mai 2014 19:21

    Ich kenne jemanden, der wirklich unter der Häuselsperre leiden wird. Er trinkt gerne, das ist allgemein bekannt, übel gesinnte behaupten ja sogar, es würde ihm der Veltliner aus den Tränensäcken rinnen. Er ist ausserdem auch schon älter. Was wird der jetzt machen? Was??

    Da kommt mir die Erleuchtung: der wird einen Dienstwagen haben! Das ist die Lösung! Das wird der Grund sein, dass ihm ganz wurscht ist, ob wir Bürger uns in höchster Not anbrunzen oder vielleicht doch irgendwo ein öffentliches Häusel finden. So einfach ist das!

  4. Schnitzelklpfer-Fan (kein Partner)
    07. Mai 2014 19:12

    Es wäre schön, wenn die Fahrer mit Instrumenten a la "Fleischklopfer-Phantom" ausgerüstet wären - sie könnten dann depperten "Fahrgästen" und depperten PosterInnen eine über den Scheitel ziehen....

  5. Knut (kein Partner)
    07. Mai 2014 11:55

    Vielleicht entsteht aus dieser Not(durft) an Toiletten eine Protestbewegung. Das "Protestkacken" ... und was würde sich da für eine braune Performance besser offerieren als die unmittelbare Umgebung vom Wiener Rathaus (das mit braun war jetzt aber nicht politisch gemeint).

    Wenn es denen dann so richtig stinkt, werden die sich schon was einfallen lassen.

  6. Erich_47 (kein Partner)
    07. Mai 2014 11:20

    Vor langer Zeit gab es an vielen Stellen Wiens für Männer einen öffentlichen Pissoir. Ich kann mich aus meiner Kindheit noch gut an die grünen Rondeaus erinnern. Die haben natürlich ein bisserl gestunken, waren aber sehr praktisch. Wahrscheinlich sind sie aus Hygienegründen verschwunden. Pissrinnen mit dem schwarzen, geruchsintensiven Öl(?)belag, gab es übrigens noch lange sogar in Schulen und heute noch - in hygienischerer, verkachelter Form - in Wirtshäusern und Veranstaltungshallen.

    Frauen hatten es immer schwerer - aber seitdem ich höre, dass es zwischen Männern und Frauen nur einen konstruierten (und keinen von Natur und Biologie vorgegebenen) Unterschied gibt, dürfte dieses Wo-kann-ich-mal-Problem auch nicht mehr existieren.
    Wenn man öffentliche Toilettenanlagen mit schwierig zu überwindenden (!) Eingangssperren ausrüstet und für den Eintritt 50 Cent verlangt, dann werden die Sauereien dort weniger werden. Da braucht es dann gar keine Klofrau mehr - und eine Überwachungskamera am Eingang bei der Sperre würde mich auch nicht stören.

    Am Eingang zum Wurstelprater ist beispielsweise so eine WC-Anlage. Dort hat aber auch immer irgendwer von den offenbar daran beteiligten Geschäften ein wachsames Auge. Auch die Autobahnraststätten verlangen inzwischen Geld. Da die Schweinderln, obwohl eigentlich von Allah verboten, leider nicht aussterben, müssen solche Methoden angewendet werden.

    Aber hier stoßen halt Linke und Gutmenschen und Apparatschiks auf die von ihnen selbst errichteten mentalen Hürden: freie WC-Benützung für alle! Die Anlagen werden zu dreckig? Na, bevor wir unserer Ideologie untreu werden sperren wir einfach zu. Es gibt eh Hauseingänge und Passagen.

    Nur leider kaum mehr echte "Hausmasta".

    • fewe (kein Partner)
      07. Mai 2014 15:58

      Urin stinkt, selbstverständlich. Aber Urin ist keimfrei. Hygienischer geht es also nicht.

  7. cmh (kein Partner)
    07. Mai 2014 09:42

    Bei dieser Gelegenheit sei auf die kulturelle Errungenschaft des Patentölurinoirs am Graben im Vergleich zur dieser Musikbrunzanstalt unter der Oper hingewiesen.

    Mit sicherem Griff wird in Wien alles, was auch nur irgendeinen historischen, kulturellen oder auch nur zufälligen Wert hat entsorgt, und durch nichtssagende aber dafür hochpreisige Dinge ersetzt.

    Sowas, wie es sich die Wiener Proleten halt als "Touristenmagnet" vorstellen.

    • Einspruch! (kein Partner)
      07. Mai 2014 19:41

      Der Vergleich des stilvollen Pissoirs am Graben mit dem optisch widerlichen, kitschigen, aufdringlichen und absurd teuren privaten Musikhäusels bei der Oper macht einen sicher: hier Weltstadt - und dort abstoßende Geschäftemacherei, die besser heute abgeschafft und durch ein öffentliches Klosett ersetzt werden sollte. Wäre sicher auch kein wirkliches Problem . . . aber die seriöse Verwaltung einer großen Stadt setzt Können und vor allem Willen voraus, die unsere Stadtverwaltung beide offenbar nicht besitzt. Wozu auch? Man kann nämlich damit kein Stimmvieh kaufen, das einen bei der nächsten Wahl hirn- und anspruchslos wählen wird. Da schiebt man das Geld viel lieber irgendeinem Gratisblättchen hinten hinein, das Steuergeld (!), um genau zu sein, irgendeinem Schweinsblatt, das einen dann himmelhoch preist . . . so weit sind wir schon in Wien, einer Stadt, in der die Roten seit fast hundert Jahren an der Macht sind und meistens machen, was sie wollen.

  8. schlechter GEschmack (kein Partner)
    07. Mai 2014 09:32

    Halten wir es doch beim U-Bahnfahren zusammen.

    Scheißen wir aber dann dem Häupel vor die Tür und brunzen der Vasilakuh auf den Tisch.

    Das muss für uns doch endlich als "kulturellbedingt" nachgesehen werden.

    • noch schlechterer geschmack (kein Partner)
      07. Mai 2014 19:48

      Bitte dem Heupel auch auf den Tisch und der Vasilakuh auch vor die Tür. Dass es dampft. Doppelt hält besser. Liegt in unserer Natur, ist sozioethnisch-sozialcorrect gerechtfertigt, mir können nix dafür, schließlich werden wir ja auch dauernd von den beiden bes . . . . en !

  9. Undine
    06. Mai 2014 13:53

    In der Stadt Salzburg werden---sehr zum Ärger aller---die öffentlichen WC-Anlagen von den Zigeunern als Umkleideräume benützt, da diese ja für ihr Gewerbe eine entsprechende "Berufskleidung" benützen. Wo ziehen sich eigentlich die Wiener Bettler um, bevor sie ihrer einträglichen Profession nachgehen? Und wo entleeren sie ihre Blasen/ihren Darm?

    • kakadu
      06. Mai 2014 14:06

      Im "schönen" Stadtpark.

    • mitzi
      06. Mai 2014 21:15

      Die österreichischen Obdachlosen, die ich betreute, haben genau dort geschlafen, in Wien. Eine, mir sehr Liebe, ist auch dort verstorben.

    • Undine
      06. Mai 2014 22:09

      @kakadu

      Ach, du liebe Zeit!

      Wie es der Zufall will, ging ich heute beim Spaziergang durch unseren Stadtpark bei einer Gruppe junger Leute vorbei---und einer der Burschen "begoß" ganz ungeniert einen Kastanienbaum.
      In meiner Kindheit sah man so etwas noch gelegentlich, mittlerweile gehört diese Unsitte in Ö der Vergangenheit an. Umso erstaunter war ich auf einer Indienreise---dort gehörte das zum Alltag: Am Straßenrand urinierende Männer.

      In einer Stadt nahe Linz hatten vor einigen Jahren die Ausländer abends die sehr schön und teuer gestalteten Kinder-Spielplätze bis über Mitternacht hinaus eifrig ---gegen die Erlaubnis der Stadtgemeinde (im Wohngebiet!) für ihre lautstarken Treffen genützt; da mußte regelmäßig die Hecke rundherum als "KLO" herhalten. Alle Bemühungen, die Ausländer an der widerrechtlichen Spielplatzbenützung zu hindern scheiterten.

    • cmh (kein Partner)
      07. Mai 2014 09:37

      @mitzi

      Wenn ich es mir aussuchen könnte würde ich auch viel lieber im Stadtpark unter gleichgesinnten Genossen meinen von allen betrauerten Abgang machen, als alleingelassen von allen Erben in einem steuersubventionierten Hospitz (aka Sterbendeverräumzimmer).

      Lieber erfriere ich alleine am Berg, als in der Kälte unserer hochtechnisierten Gesellschaft!

  10. Obrist
    06. Mai 2014 13:06

    Da diese (meistens ungepflegten) Toiletten zwar bisher ohnehin vorwiegend in den Abendstunden von Sandlern, Giftlern und Strichern, sowie ihren Kunden belegt wurden, waren sie dennoch ein Asyl für die vollen Blasen von Touristen mit schmalem Budget, die sich für die Erleichterung nicht 5 Euro für einen kleinen Braunen aus der Tasche ziehen lassen wollten. Jetzt wird es halt überall brunzeln und andere Wohlgerüche verströmen, sobald man sich in unerer Stadt unter Tag begibt. Aber für jeden populistischen Sch... hat diese besch... Stadtregierung Geld.

  11. A.K.
    06. Mai 2014 11:05

    Das Thema "Toiletten-Anlagen" - vor allem der Mangel an solchen - in Wien, ist nicht nur auf U-Bahnstationen beschränkt. Historische Toiletten, z.B. beim Wiener Stadtpark stammen aus der Zeit vor dem - gegenwärtig wegen 1914 2014 besonders bedachten - ersten Weltkrieg, wo im Straßenbild viele Militärpersonen vorkamen. Primär wurden deren Bedürfnisse in den öffentlichen Toiletten gestillt, damit nicht Randsteine und Gebüsche in Parks dafür benutzt werden mußten. Die menschlichen Bedürfnisse sind auch 2014 gleich geblieben, der Haus-Verstand von Entscheidungsträgern der Stadtverwaltung dürfte eher abgenommen haben. Jedenfalls haben Randsteine und Gebüsche wieder mehr Bedeutung erlangt.

  12. Josef Maierhofer
    06. Mai 2014 10:56

    Wien 10:

    Kinder müssen mal, Mütter lassen sie auf den Gehsteig machen, statt wenigstens ein Kanalgitter auszusuchen.

    Betrunkene 'brunzen, scheißen und speiben' in Hauseingänge und auf die Gehsteige. Wien ist anders.

    Toiletten der Stadtwerke: Verdreckt, verschmutzt, bevölkert von Strichbuben, die dort onanieren, ..., ohne WC-Aufsicht geht das nicht bei diesem Publikum, das Wien in den letzten 40 Jahren herangezüchtet hat, in diesem Vorschriftendschungel, den die Stadtregierungen aufgebaut haben. So was war vor 40 Jahren noch undenkbar.

    Am Graben gibt es eine Anlage, die ernährt eine Klofrau. Wäre auch bei den Stadtwerken zu prüfen. Doch die wollen vermutlich das nicht auslagern sondern Gewerkschaftsgehälter zahlen und das geht sich nicht aus, oder Horrormieten für den 'guten Platz' verlangen von den Klofrauen, beim Ausnützen stehen die Wiener Magistrate ganz vorne und sind nicht zu übertreffen in ihrer Originalität.

    Also entweder mehr Geld oder auflassen, auslagern wollten sie das nicht.

    Die Wiener Lösung, Wien ist eben anders, mehr Geld und WCs schließen.

    Weit haben wir es gebracht bei uns in Wien, in der Kloake.

    • fenstergucker
      06. Mai 2014 13:36

      Am Hohen Markt in der Innenstadt hat man die historische WC-Anlage gleich einmal vorsorglich dem Erdboden gleich gemacht.
      Keine Instandhaltung, keine Kosten, keine Belästigungen - so einfach löst man das im rot-grünen Wien.

  13. Das Pingerle
    06. Mai 2014 09:58

    Mal ehrlich: Diese WCs waren nie wirklich eine Option zur Blasenentleerung. Was sich dort so herumgetrieben hat, war kein Lärcherl nicht. Wenn diese Orte reduziert werden, kann es kein Nachteil für die Verkehrsbetriebe sein.

  14. Nestor 1937
    06. Mai 2014 09:47

    U-Bahn, Endstation Aspern, sauberes hochhochmodernes Stationsgebäude mit Aufsichtsbeamten.

    Zwei kleine Enkel mit mir, "Opapa ich muß Aa!". Kein Klosett vorhanden!

    Ich hätte den selbstverliebten Bürgermeister, die feiste defizit-trächtige Vizebürgermeisterin und das unfähige Managemeint der Wiener Linien auf den Mond schießen können!

    • cmh (kein Partner)
      07. Mai 2014 09:46

      "defizit-trächtige" Vizebürgermeisterin ist mein Wort des Tages.

      Jetzt frage ich mich nur, wie kann es Judith Butler gelingen?

  15. simplicissimus
    06. Mai 2014 09:38

    Hmm. Eigentlich, warum nicht?

    Ich bewerbe mich um Betreibung der WC-Anlagen!
    Ich mach es dann wie die Fluglinien:
    Preise nach Angebot und Nachfrage.
    Dem WC-UnisexbenutzungskandidatIn wird zuerst der Bludruck gemessen.
    Dementsprechend gibt es Preise zwischen einem und 5 Euro.
    Einzelne Marketingtests werden wir mit Gebuehren bis 10 Euro fahren und die Preiselastizitaet feststellen, die ja blasendruckabhaengig ist.

    Staatliche Pension brauch ich dann nicht mehr, ich pinkle darauf, wie laecherlich!

  16. ProConsul
    06. Mai 2014 09:31

    So dreckig geht's den Sozialisten schon, dass sie sich nicht amal mehr die Häusl in der Ubahn leisten können.

  17. Gerhard Pascher
    06. Mai 2014 09:18

    Sicher hängt die Entscheidung der Wiener Linien auf Reduktion der WC-Anlagen mit den damit verbundenen Kosten zusammen. Denn die laufende Reinigung und Instandhaltung kostet wegen der vielen "Schweinderln" eben auch viel Geld. Angeblich verbringen dort sogar Obdachlose und Fixer viel ihrer Zeit.

    Es gebe aber auch Alternativen:
    Privatisierung oder Auslagerung an die MA 48, welche schon viele andere öffentliche Toilettemanlagen betreut.

    P.S.: wer kann sich noch an die Einrichtungen früherer Zeiten erinnern, wo eine Klofrau für Ordnung (und Inkasso!) sorgte? Im Ausland findet man solche "Respektpersonen" - auch männlich - noch vielfach, welche im englischsprachigen Raum sogar als "Manager" bezeichnet werden. :-)

    • Politicus1
      06. Mai 2014 09:30

      für diesen Job wäre aber heute zumindest der Erwerb des Titels einer Mag. mit hochgestelltem "a" und dreijähriger Berufsausbildung als Praktikantin in erstklassigen Restaurants erforderlich ...

    • A.K.
      06. Mai 2014 10:52

      @Politicus1 :
      *************************************+

  18. Yoshinori Sakai
    06. Mai 2014 09:17

    Ein Tipp für die Praxis: Leicht in jeder Jacke oder Handtasche unterzubringen:

    Wenn einmal ein Notfall eintritt, vielleicht bei Benützung der Wiener Linien früher als man denken würde:

    Notfall Toilette für Sie und Ihn (falls die Not zu groß wird etwa bei langen Straßenbahnfahrten in Wien):

    http://www.amazon.de/Notfall-Toilette-f%C3%BCr-Sie-Pack/dp/B005GJ654K

    ;)

  19. terbuan
    06. Mai 2014 09:15

    Ich kann in diesem Falle die Wiener Linien verstehen. Die öffentlichen (Gratis-)Toiletten sind zumeist in einem verheerenden Zustand. Das Personal kommt gar nicht nach, die ekeligen Verschmutzungen und Vandalenakte zu beseitigen. Außerdem sind es beliebte Treffpunkte für Fixer und Voyeure, ich meide sie wo ich kann!

  20. Politicus1
    06. Mai 2014 09:10

    Die Wiener Linien weren aber den Fahrgästinnen- und Fahrgästen bei den Stationsansagen ein erweitertes Kundenservice bieten:

    "Nächste Station Stadtpark mit offener Damen- und Herrentoilette. Bitte beachten Sie, dass Ihnen diese Serviceeinrichtung Ihrer Wiener Linien erst wieder in der Station Spittelau zur Verfügung steht"

  21. brechstange
    06. Mai 2014 07:45

    Hier werden eben WC-Benutzungen privatisiert. Es werden wohl die Gasthäuser und andere Betriebe mit den geplagten U-Bahnfahrern Erbarmen haben.

    • Riese35
      06. Mai 2014 07:54

      Oder man wird diverse Verbindungsgänge beim Umsteigen von einer zur anderen U-Bahn nur mehr mit ABC-Schutzmasken zurücklegen können. Oder lieber gleich mit der Straßenbahn statt der U-Bahn fahren.

    • brechstange
      06. Mai 2014 09:47

      Riese35

      Diese Gefahr besteht natürlich, daher empfehle ich an jedem Eck Überwachungskameras und Security-Personal. Es wäre doch gelacht, würden die privaten Gasthäuser von ihrer Menschenfreundlichkeit enthoben.

  22. Wertkonservativer
    06. Mai 2014 06:29

    Blogfreund @ Pumuckl ist heute sicher nicht zu toppen:
    er hat - mit viel Humor - alles gesagt, was zu sagen ist!
    Gratulation!!
    Als bekennender Spargelesser (mit anschließend entwässerungsbedingtem Druck auf der Blase) würde ich mich derzeit bzw. künftig kaum in die Wiener U-Bahn wagen!

    Das sind wahrlich keine Menschenfreunde, die Wiener Roten!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  23. simplicissimus
    06. Mai 2014 06:24

    Ich bin dafuer, ueberall kostenguenstige Pissoirs einzurichten. Frauen koennen es sich ja jederzeit aussuchen, MaennerInnen zu werden. Ausserdem gibt es die Unterschiede nicht, werden alle nur von der Umwelt oktruiert. Wird schon an der Uni gelehrt, muss also stimmen.

    • Riese35
      06. Mai 2014 07:51

      **************************!

      Im Zeitalter der Gleichberechtigung und Gender sicher kein Problem: Ich fordere die Öffnung der Pissoire für Frauen!!!! Machen wir eine Petition!

    • Anonymus
      06. Mai 2014 09:06

      Da wurde doch auf dem Parteitag der Junggrünen in Deutschland kürzlich die Forderung erhoben, künftig nur mehr öffentliche sog. "Unisex-WCs" zu installieren. Wohlgemerkt, damit will man nicht nur die Männer und Frauen gleichstellen, sondern gleichzeitig auch die künftig offiziell anerkannten weiteren Geschlechter (Homos, Lesben, Trans usw.) aufwerten.

    • Undine
      06. Mai 2014 09:12

      @simplicissimus

      Wissenswertes zum Thema Öffentliches WC findet man im Video "Unter Linken" von Jan Fleischhauer. Da wird von der Grünen Franza Drechsel die Errichtung einer vereinfachten WC-Anlage und deren Vorteile eindrucksvoll erläutert: das UNISEX-WC! Ab der 15. Minute spricht die beherzte junge Dame über den aktuellen Stand des Genderns, ab der 17. Min. geht's ums praktische, kostengünstige (wie alle grünen Vorschläge!) Unisex-WC! Viel Vergnügen!

      http://www.spiegel.tv/filme/unter-linken-jan-fleischhauer/

    • simplicissimus
      06. Mai 2014 09:31

      Die Frauen unter uns moegen mir meinen aus dem Antipece-Untergrundkampf kommenden Machistenwitz verzeihen!

    • Scheherazade
      06. Mai 2014 16:45

      Kein Problem, simplicissimus ;-)
      Ein Problem werden nur die Kopftücher haben...

    • D. Uden (kein Partner)
      07. Mai 2014 08:46

      corr: oktroyiert

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      07. Mai 2014 10:41

      Werte Undine, beim Ansehen des Videos habe sogar ich, der ich glaube ein eher unängstlicher Mann zu sein, Angst vor der Zukunft bekommen. So etwas von politisch-geistiger Deformation der hier zum Wort kommenden Personen, insbesondere der jüngeren und des aggressiven Gewerkschafters, hatte ich in dieser Deutlichkeit noch nicht wahrgenommen...

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      07. Mai 2014 10:51

      Kann mir irgenwer sagen, wo sich der für Wien so verantwortlich fühlende ("is ma wuascht") SPÖ-Bürgermeister Dr. Michael Häupl und die Grüne Amtsführende Verkehrs-Stadträtin Vizebürgermeisterin und Landeshauptmann-Stv. Maria Vassilakou aufhält bzw. was sie zu den verschwindenden Häusln in den U-Bahnstationen sagen?

  24. Pumuckl
    06. Mai 2014 04:05

    De oidn Leit soin in'd Hosn brunzn, oba vian Liveboi 800.000 € oasse hoan ?

    Wos büds eich den ei es grinan und rodn Scheissa ?

    So ähnlich würde es tönen, wenn diese das nicht selbst verantworten müssten!

  25. mischu
    06. Mai 2014 01:17

    Da werden die Übergriffe gegen das Personal der Wiener Linien gleich sprunghaft ansteigen, wenn die Not mit der Notdurft in Zukunft so manchen Fahrgast in Rage bringt.

    Ein klarer Fall für eine Gewerkschaftsversammlung, oder?





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