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War das jetzt ein Putsch?

Lesezeit: 4:30

Waren die Vorgänge in der Ukraine ein Putsch oder verfassungskonform? Und wenn es ein Putsch war, war der eventuell legitim, weil die Stimme des Volkes überhaupt nicht mehr zu Gehör kam? Darüber können jetzt nicht nur Juristen lange streiten. Sehr spannend ist auch die Kontroverse, ob sich die EU jetzt zu Recht den Erfolg an den Hut stecken kann. Nur eines kann man jetzt schon eindeutig sagen: Jeder, der glaubt, dass in der Ukraine jetzt alles wieder seinen ordentlichen Weg gehen wird, gibt sich einer Illusion hin.

Dazu ist das Land viel zu tief gespalten. Das, was im Westen des Landes gilt, hat im Osten und Süden so gut wie keine Gültigkeit. Weder die dortigen Menschen noch die Machthaber in Moskau werden Krim&Co einer neuen antirussischen Regierung überantworten. Und mit Sicherheit dreht Moskau jetzt bald wieder an den Gashebeln der Leitungen für und durch die Ukraine. Das wird bald neuerlich zu einer Knappheit führen – die allerdings am Ende des Winters nicht mehr so hart spürbar sein wird. Aber die Auswirkungen wird man auch weiter im Westen merken.

Und vor allem muss sich jeder Bürger der Ukraine klar werden: Das Land ist total bankrott. Alle notwendigen Reformen wurden ein Vierteljahrhundert versäumt. Das ist zwar wie in Russland. Nur hat Russland gewaltige Energie- und Bodenschätze, die es in der Ukraine kaum gibt. Die Zeiten, wo die fruchtbaren Böden der Ukraine alleine schon eine so große Attraktion waren, dass sie ganze Kriege auslösen konnten, sind vorbei. Aber begreifen das die Menschen, dass jetzt sehr harte Jahre vor ihnen liegen, dass die Westorientierung noch keineswegs kurzfristig Dividenden bringen kann, dass der Wechsel von einer Korruptions- zu einer Marktwirtschaft ein extrem mühsamer Prozess ist?

Viel Diskussion löst jetzt schon in- und außerhalb des Landes die Frage aus, ob in der Ukraine ein Putsch stattgefunden hat. Eigentlich nicht, muss die Antwort wohl lauten. Denn verfassungsrechtlich ist das Parlament nach wie vor korrekt gewählt und im Amt. Zwar haben sehr viele Abgeordnete die Seiten gewechselt und solcherart die Absetzung von Präsident Janukowitsch befördert. Aber das Seitenwechseln gehört ja zu den Rechten von gewählten Abgeordneten und ist auch in Österreich bekannt.

Die Motive der wechselnden Abgeordneten selbst sind freilich verworren. Haben sie aus tiefer Überzeugung gehandelt, weil ein Wechsel spätestens dann notwendig geworden ist, als Ex-Präsident Janukowitsch gezielt auf Demonstranten schießen hat lassen? Oder haben sie nur deshalb die Fronten gewechselt, weil sie sonst in Kiew nicht mehr ihres Lebens sicher wären? Oder war entscheidend, dass die Oligarchen um ihre Villen, Konten und Geschäfte im Westen gebangt haben, die nun durch Sanktionsdrohungen in Gefahr waren?

Vermutlich haben alle diese Motive mitgespielt. Das Erfreulichste an der Ukraine 2014 ist sicher, dass es bei den Demonstranten selbst eindeutig eine Erhebung war, die Werte als primäres Ziel hatte und nicht eine Füllung der leeren Mägen. Denn dazu und vor allem zur Beheizung von Wohnungen hätte derzeit ein Bündnis mit Russland zweifellos besser genutzt.

Bei denen, die auf die Straße gegangen waren, stand ein Wort im Mittelpunkt: Europa. Das wird in der derzeit maroden EU mit Freude gesehen. Jedoch hat die ukrainische Wende selber – so wie jene von 1989 – mit der EU nur recht wenig zu tun. Denn an den entscheidenden Tagen haben in Kiew der deutsche, der französische, der polnische Außenminister verhandelt und Druck gemacht. Es war Angela Merkel, welche die entscheidenden Telefonate geführt hat. Es war hingegen absolut nichts von den diversen EU-Präsidenten zu sehen oder hören oder von der EU-Außenministerin oder vom griechischen Außenminister, der jetzt eigentlich den Vorsitz in der EU führt.

Wir sehen in der Ukraine ein perfektes Beispiel der europäischen Großmachtpolitik, wie wir sie seit Jahrhunderten mit allen guten und schlechten Seiten kennen. Dennoch sollte man ehrlicherweise hinzufügen. Komplett irrelevant war auch die EU nicht: Anlass der ukrainischen Erhebung war die Zurückweisung eines Abkommens mit der EU durch Janukowitsch, was die westlich gesinnten Teile der Ukraine zutiefst empört hat; und auch die Sanktionsdrohung durch die EU, die USA und andere Länder war eine sehr wichtige „Waffe“ der drei Unterhändler.

Noch einmal zurück zu den europäischen Werten, für die auf dem Maidan gekämpft worden ist. Man bekommt in Mitteleuropa erst langsam mit, wie wenig tief in der Ukraine die Wende von 1989 gegangen ist. Wenn bis vor wenigen Tagen alleine der Westen des Landes von 40 Lenin-Statuen übersät war, zeigt das, dass der alte koloniale Geist der Sowjetunion noch immer nicht eliminiert ist.

Die entscheidenden Akteure waren jedenfalls die Ukrainer selber. Das waren einerseits die wochenlang auch in bitterer Kälte durchhaltenden Demonstranten. Und das war andererseits die totale Spaltung in Armee und Polizei. Diese haben ziemlich genau entlang der Linien der sprachlichen Herkunft – Ukrainisch oder Russisch – ganz unterschiedliche Haltungen eingenommen. Womit sie praktisch als Akteure ausgefallen sind.

In beiden Teilen der tief gespaltenen Ukraine wird weiterhin an einer längst unhaltbaren Fiktion festgehalten: der von der untrennbaren Landeseinheit. Zugleich aber wenden sich beide Teile immer mehr voneinander ab. Das zu akzeptieren, wird vielen schwer fallen. Es wäre aber für die Bürger zweifellos besser. Und schon gar nichts wird es helfen, wenn die europäische Linke jene Ukrainer als faschistoid bezeichnet, die die westlichen Werte als besser für die Ukraine ansehen denn die russische Kolonialattitüde.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Februar 2014 10:36

    Timoschenko, juedische Freimaurerin, ist frei und kommt an die Macht. Daher weht also der Wind. Der ORF hat sie sofort frenetisch gefeiert.
    Die Freimaurer an der Macht haben dem Volk immer dramatisch geschadet, Jeltsin, Gorbatschow, DDR, Franzoesische Revolution........... Die Demokratie wird abgeschafft, Gerichte braucht die Macht nicht. Die Ostkueste feiert, die Ukraine friert. Investitionen werden versprochen, aber "kriagst scho" ist eine schlechte Waehrung.

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Februar 2014 01:22

    Tatsächlich eine interessante Frage, ob es ein Putsch oder doch nur ein Befreiungsschlag war, nachdem das Parlament ja noch in Amt und Würden ist.
    Neuwahlen bringen zumindest eine Atempause und stoppen das gegenseitige Abschlachten, aber ob sie auf Dauer die enormen Probleme der Ukraine lösen können, wird sich erst in Zukunft weisen.

    In Österreich sollten wir jedenfalls darauf achten, daß die EU-Spitzenkandidatin der NEOS Mlinar mit dem entsprechenden Wahlergebnis davon abgehalten wird, ihre Visionen von einer "EU bis Wladiwostok" zu realisieren. Denn die würde uns diese Ukraine mit all ihren Problemen (Bürgerkrieg, kulturelle Inhomogenität, Tschernobyl, Bankrottstaat) glatt so rasch wie möglich in die Union holen als Belohnung, sollte sich das Land für die "europäischen Werte" entscheiden.

    Daran erkennt man, welche Geisteskinder sich in der "rosaroten Zukunftshoffnung" herumtreiben!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Februar 2014 08:02

    Organisierte Kriminalität soll 80 % der ukrainischen Wirtschaft beherrschen. Daraus folgt, dass schmutzige Deals der Politik zur Befriedung herangezogen werden. Der Großteil der Bevölkerung ist arm und damit leichter verführbar.
    Eine gefährliche Mischung. Das wird ein Tanz auf dem Vulkan.

  4. Ausgezeichneter KommentatorNestor 1937
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Februar 2014 13:07

    DAS IST NEU:

    AU schreibt erstmals von den sogenannten "europäischen Werten",
    in deren Namen bekanntlich Österreich im Jahr 2000 von der EU gedemütigt wurde.

    Diese europäischen Werte gibt es gar nicht. Jeder kann darunter verstehen, was er will. Die Jakobiner, Freimaurer, Atlantiker, Liberale und Zentralstaatler in Brüssel genauso wie Konservative, Christen, Bürgerliche, Patrioten und Anhänger eines Europas der Vaterländer.

  5. Ausgezeichneter KommentatorPeter R Dietl
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Februar 2014 12:36

    Nun, jetzt ist ja alles bestens! Der böse Janukowitsch ist weg und an seiner Statt kann das einnehmende Unschuldsengerl Timoschenko seine Israel-Konten bedienen (der EU-Steuerzahler zahlt's eh). Die Menschen bleiben arm, dürfen aber jetzt A und D Sozialhilfe und Mindestsicherung abkassieren.

    Auch rücken die US-Raketen wieder ein Stückl weiter Richtung Rußland. Und wem das alles nicht paßt, der bedient dumpfe Vorurteile.

  6. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Februar 2014 00:56

    Relativ am Schluß des Beitrages fand ich des Pudels Kern: "Die entscheidenden Akteure ... haben ziemlich genau entlang der Linien der sprachlichen Herkunft – Ukrainisch oder Russisch – ganz unterschiedliche Haltungen eingenommen."
    Was hier vereinfachend als "sprachlich" angesprochen wird, sind in Wahrheit der unterschiedliche kulturelle Hintergrund, das völlig gegensätzliche geschichtliche Selbstverständnis sowie [und dies steht weiter oben] der Irrglaube, Europa und EU wären ident. Die Ukrainer werden sich noch wundern - so wie viele Ex-DDRler bis heute.

  7. Ausgezeichneter KommentatorHDW
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2014 11:39

    Interessant ist, dass zwar von den orangenen Sorosen in den internationalen Zeitungen deutlich zwar auf die Bandera Leute gezeigt und Nationalisten und Nazi-Kollaborateure in einen Topf geworfen werden, nicht aber der gezielte Hungertod von 7 Millionen ukrainischen Bauern samt ihrer Familien durch die sowjetische Kollektivierung in den 30er Jahren. Dieser wurde gezielt von den marxistisch-sozialistischen Tschekisten des NKWD betrieben. Diese gehörten mehrheitlich den Vorläufern von Soros und Beresovskijs an. Es erhebt sich die bange Frage ob solch "oranger Frühling" von diesen Leute nicht auch für Europa geplant wird: den "Islamismus" dazu verwenden hieße dann zwei Fliegen mit einem Schlag zu erledigen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2014 05:27

    Es wurde eine auf demokratischem Weg zustandegekommene Regierung aus dem Amt geputscht. Und das mit unverhohlener Unsterstützung aus dem Ausland. EU-Vertreter sind offen unter den Demonstranten aufgetaucht und haben dort quasi gegen die dortige Regierung demonstriert. Das Völkerrecht verbietet die Einmischung in innere Angelegenheiten eines Staates.

    Ich verstehe nicht, was es da groß zu diskutierten gibt. Hier wurde Krieg gegen die Ukraine geführt und die EU hat vorläufig gewonnen, weil nun ihre Freunde an der Macht sind, die aber das Volk vorher nicht mehrheitlich gewählt hat.

    Es wurde jetzt dort eine Regierung eingesetzt, die das Volk nicht gewählt hat. Das hat mit Demokratie nicht im entferntesten eine Ähnlichkeit.

    Dass Janukowitsch nun wegen Massenmordes verfolgt wird, weil auf die bewaffneten und gewalttätigen "Demonstranten" geschossen wurde ist geradezu absurd. Die gewählte Regierung hat wohl die Pflicht, sich gegen einen Umsturz zu verteidigen.

    In einer Demokratie gibt es die Möglichkeit, vorzeitig Neuwahlen zu machen oder die nächste Wahl abzuwarten. Eine "Revolution" wird mit dem Wahlergebnis gemacht und nciht mit Waffengewalt.

    Mir ist weder der Janukowitsch noch die Timoschenko sympathisch. Aber das entscheidet eben eine demokratische Wahl und deren Ergebnis ist zu akzeptieren.

    Mit der Unterzeichnung des ESM-Vertrags und der schamlosen "Rettung" von Banken gäbe es bei uns noch eher Anlass für blutige Aufstände als in der Ukraine.


alle Kommentare

  1. Aron Sperber (kein Partner)
    25. Februar 2014 22:43

    Selbst hat Putin jedoch keine Hemmungen, sich mit antisemitischen Regimen zu verbünden und man unterscheidet sich auch sonst kaum von herkömmlichen Faschisten (weswegen er bei vielen hier gut ankommt).

    Gegen die Ukrainer versucht man hingegen wieder, die Antifaschismus-Karte auszuspielen:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2014/02/25/sorge-uber-ultranationalisten/

    Stalin hatte Millionen von Polen und Ukrainern ermordet, denen er unterstellt hatte, “Verbündete des Faschismus” zu sein.

    Nachher hatte er dann selbst mit Hitler einen Pakt geschossen, um sich Europa brüderlich unter Diktatoren aufzuteilen.

    Auch nach Stalin war die Sowjetunion, deren Zusammenbruch Putin als “die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts” bezeichnete, eine wahre Meisterin der antinationalistischen Doppelmoral:

    Innerhalb des Ostblocks wurde jeder nationale Separatismus mit eiserner Faust unterdrückt.

    Außerhalb des Ostblocks wurden nationale Freiheitsbewegungen von den Sowjets zu höchst effektiven Terrororganisationen hochgerüstet: ETA, IRA, PKK, PFLP waren allesamt Kreaturen des KGB.

    Wären die Südtiroler nicht durch die Nähe zur DDR und dem Schicksal der Sudetendeutschen immun gegen die sowjetische Unterwanderung gewesen, wäre Südtirol der ideale Schauplatz für einen vom KGB inszenierten nationalen Befreiungskrieg gewesen.

    • Boris (kein Partner)
      26. Februar 2014 13:55

      Aron Sperber
      Sie vergessen: Stalin war jüdischer (eigentl. Khasare und kein gläubiger Jude) Herkunft und kein Russe! Seine Handlungen waren immer mit der Westküste und England abgesprochen.
      Putin hat ebenfalls jüdische Wurzeln (wie Hitler auch, er war ein Urenkel von Solomon Rothschild), das nur zur Hintergrund-Info!
      Ist nicht Russland ein Verbündeter der Westmächte? Haben nicht die 3 anderen Westmächte (England, Frankreich und USA) gemeinsame Sache gemacht, als es gegen Deutschland und Österreich ging. Warum also jetzt die Hetze gegen Russland? Kann es sein, dass die alte Führung der UdSSR aus dem Amt gewählt wurde und die neue Regierung nicht mehr nach der Pfeife der USA tanzen?
      Wussten sie, dass die alte Regierung der UdSSR Großteils aus Oligarchen (jüdische Internationale von 19 Regierungsmitglieder waren 17 jüd.) bestand und alle Beschlüsse (Aneigung der Rohstoffe und alleinige Profitöre) damals von den USA ausgehandelt bzw. mitgetragen wurden und somit das russische Volk ausgebeutet und ausgehungert wurde, trotz rießiger Rohstoffe. Jetzt die Verantwortung der neuen Regierung in die Schuhe zu schieben ist typisch. Sie plappern nur die Lügen derer wieder, die dafür verantwortlich sind. Bravo - sie lassen denken!
      Shakespeare hat diese seinen Landsleuten geläufige Denkart in seinem Richard III. so wunderbar treffend geschildert: “Ich tu’ das Bös’ und schreie selbst zuerst. Das Unheil, das ich heimlich angestiftet, Leg’ ich den andern dann zur schweren Last… Und so bekleid’ ich meine nackte Bosheit Mit alten Fetzen aus der Schrift gestohlen Und schein’ ein Heil’ger, wo ich Teufel bin.”

      Und wieviele Stützpunkte in allen Herren Länder hat Russland und wieviele die USA? Was hat die USA in all diesen Ländern verloren? Frieden stiften? Das ich nicht lache. In Afghanistan wird jetzt 36% mehr Opium angebaut, als vor dem Überfall der USA (9/11 sei dank). Was ist mit Libyen, Agypten, Syrien, Irak?

  2. kritischer Gast (kein Partner)
  3. Waldkauz (kein Partner)
    25. Februar 2014 19:47

    Heute titelt die Bild, dass der “Diktator” der Ukraine “auf der Flucht” vor seinem Volk sei. Gesucht werde er angeblich wegen “Massenmord.”

    Es ist so unfassbar dreist, das muss doch mittlerweile jeder Sonderschüler durchschauen!

    Merke: Vom Volk gewählter Politiker, der für nationale Souveränität steht = massenmordender Diktator.

    Die Bild serviert uns “aktuelle” Bilder seines “Palastes” und seiner “goldenen Golfschläger” (woher die Bild wohl diese Bilder hat?”) und belehrt uns, er habe sein “bettelarmes” Volk dreist bestohlen. Er hat sein Volk bestohlen, er hat sich bereichert. Er hat auf Kosten der Armen gelebt.

    Er war ein egoistisches, luxuriöses Schwein.

    Merke: Wenn ein “Diktator” auf Kosten seines Volkes im Luxus lebt ist das böse.
    Aber wenn
    • 600 Bundestagsabgeordnete (mit jeweils eigenen Beratern, Mitarbeitern und Sekretären),
    • 14 Bundesministerien mit Ministern, Ministerialräten bis Oberamtsgehilfen, insgesamt knapp 10.000 Mitarbeiter in Berlin und mehr als 8000 immer noch in Bonn (Stand 2010),
    • 16 Landesregierungen mit je Dutzenden bis Hunderten Abgeordneten ,eigenen Ministerien und Mitarbeitern,
    • Über 2000 kommunalen Verwaltungen mit Abgeordneten der Stadträte, Verwaltungsämtern und “Arbeitsgemeinschaften” (ARGE – Hartz IV Verteilerstelle),
    • 99 nach Brüssel ausgelagerte Versager, die sich jetzt “EU Abgeordnete” nennen dürfen, mit eigenen Büros, Mitarbeitern und Sekretären,
    insgesamt ÜBER VIEREINHALB MILLIONEN Beschäftigte im öffentlichen Dienst, davon knapp ZWEI MILLIONEN BEAMTE,
    wenn also diese unfassbare Anzahl von parasitär lebenden Bürokratenkraken auf Kosten des Volkes seinen Wohlstand genießt, dann ist das nicht “Diebstahl”, nein, dann ist das…

    Demokratie!

  4. Boris (kein Partner)
    25. Februar 2014 18:28

    Einfach köstlich!
    Ich liebe diesen Mann - hat er doch recht!
    (Wer hat diese Bagage jemals gewählt? Die europäischen Völker jedenfalls nicht! Dieser Schulz ist ein besonderes A..... upps! Diese Bagage macht sich selbst zu Adeligen und uns zu Sklaven)
    Nigel Farage am 24.02.2010 beleidigt Van Rompuy und bekommt eine Geldstrafe (deutsch)
    http://www.youtube.com/watch?v=hRUNl-sU4bM

  5. fxs (kein Partner)
    25. Februar 2014 17:34

    Immerhin muss man in Brüssel nicht fürchten, dass die Ukraine Putin in seiner Politik gegenüber Homosexuellen folgt. Uganda macht ja schon Probleme genug, EU-Staaten müssen doch glatt ihre Entwicklungshilfe überdenken.
    (ORF link: http://news.orf.at/#/stories/2219865 )

  6. Julia (kein Partner)
    25. Februar 2014 11:56

    Man handelte bisher in Europa nach dem Motto: „Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht.“ Was soll da besser werden?

    Mark Twain – ‘Der geheimnisvolle Fremde’
    “Als nächstes wird der Staatsmann billige Lügen erfinden, die die Schuld der angegriffenen Nation zuschieben, und jeder Mensch wird glücklich sein über diese Täuschungen, die das Gewissen beruhigen. Er wird sie eingehend studieren und sich weigern, Argumente der anderen Seite zu prüfen. So wird er sich Schritt für Schritt selbst davon überzeugen, dass der Krieg gerecht ist und Gott dafür danken, dass er nach diesem Prozess grotesker Selbsttäuschung besser schlafen kann.”

    Ayn Rand (amerikanische Philosophin 1905 – 1982)
    Wenn du merkst, dass ein Handel nicht durch Zustimmung sondern durch Zwang zustande kommt wenn du erkennen musst, dass du, um zu produzieren, eine Erlaubnis von Menschen bekommen musst, die nichts produzieren wenn Du siehst, dass Geld zu denen fließt, die nicht mit Waren handeln, sondern diese nur für sich ausnutzen wenn du feststellst, dass manche Menschen durch Gaunereien und bezogene Vergünstigungen viel reicher werden als durch ehrliche Arbeit und deine Gesetze dich nicht vor ihren Machenschaften schützen, die Gesetze sie aber vor dir schützen wenn du siehst, dass Korruption belohnt wird und Ehrlichkeit nur zu Selbstaufopferung führt, dann merkst du vielleicht, dass deine Gesellschaft zum Scheitern verurteilt ist.

    • Undine
      25. Februar 2014 15:46

      @Julia

      *****************!
      Danke fürs "Ausgraben" dieser Worte!

      Bei Mark Twain mußte ich erst "googeln", um zu erfahren, WANN er starb: 1910!

      Ein Mann mit prophetischer Gabe, denn genau das, was er da beschreibt, trifft Wort für Wort für unsere Nachkriegsgeschichte zu!

      Und von wem stammt der tolle Satz : „Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht.“ ?

    • Julia (kein Partner)
      25. Februar 2014 16:43

      Liebe Undine
      Dieser Satz sollte nur als Einführung dienen! (ist aber nicht von mir, ich weiß leider nicht von welchem Blog ich mir diese Zeilen kopiert habe, ist schon etwas länger her, aber heute passt das Zitat von Mark Twain sehr gut) Ich sichere mir sehr gerne solche Zitate, welche mich persönlich ansprechen, auf meinem PC ab.

  7. HDW
    25. Februar 2014 11:39

    Interessant ist, dass zwar von den orangenen Sorosen in den internationalen Zeitungen deutlich zwar auf die Bandera Leute gezeigt und Nationalisten und Nazi-Kollaborateure in einen Topf geworfen werden, nicht aber der gezielte Hungertod von 7 Millionen ukrainischen Bauern samt ihrer Familien durch die sowjetische Kollektivierung in den 30er Jahren. Dieser wurde gezielt von den marxistisch-sozialistischen Tschekisten des NKWD betrieben. Diese gehörten mehrheitlich den Vorläufern von Soros und Beresovskijs an. Es erhebt sich die bange Frage ob solch "oranger Frühling" von diesen Leute nicht auch für Europa geplant wird: den "Islamismus" dazu verwenden hieße dann zwei Fliegen mit einem Schlag zu erledigen!

    • Boris (kein Partner)
      25. Februar 2014 11:43

      HDW
      Scharfsinnige Analyse! *********!

    • ProConsul
    • Elisabeth Mudra
      25. Februar 2014 14:35

      @ HDW

      Danke! Mein Großvater (nur nebenbei: Ein CVer) war als Wehrmachtsbeamter im ukrainischen Dnjepropetrowsk beim Reichswetterdienst stationiert. Gottlob mußte er nicht an die Front und konnte 1945 halbwegs gesund wieder heimkehren.

      Seine Berichte aus dieser Zeit (heute politisch unkorrekt im "freiesten Land der deutschen Geschichte"): Die deutschen Soldaten wurden 1941 besonders in der Ukraine als Befreier vom bolschewistischen Joch bejubelt. Die Massenmorde des NKWD lagen erst wenige Jahre zurück und so hatten dessen Schergen nun wenig zu lachen. Doch mählich verwandelte sich die Zuneigung der ukrainischen Menschen angesichts des antislawischen NS-Rassenwahns.

  8. Der Durchblicker (kein Partner)
    25. Februar 2014 10:02

    http://www.pi-news.net/2014/02/deutscher-dschihadist-mit-abgehackten-koepfen/

    Für Neue ganz simpel gefragt: "Ist das jetzt eine Friedensreligion ?"

    Und dazu noch: "Wie weit gefaßt definieren europäische und US und viele Politiker mehr auch in Österreich: Friede ?"

    Und dazu ein geistiges "Vergleichen": "Nationalsozialisten verfolgen und einsperren. Auch die noch existenten "Überbleibsel". Völlig klar. Völlig richtig.
    Uuuuuund wieso nicht auch aktive islamkonform tätige Muslime per internationalem Haftbefehl suchen ? " (Notiz: Der Islam ist Hitlers präferierter Kult gewesen.)

    Wer meint, das, was dort in Syrien etwa Mustafa K. machte, wäre nicht islamkonform hat die islame Abrogation als Realität nicht akzeptiert, wonach alle Widersprüche zwischen frühislamer Phase und der endgültigen Islamausprägung in Richtung der Endausprägungen aufzulösen sind.

    Dieses im Koran und auf der Sunna basierende Prinzip fassten und fassen Muslime seit Umbruch zum "Kriegsislam" mit etwa 622 beginnend durch die bisher knapp an 1400 Jahre bis in diese Zeit genau so auf. Genau so, wie dies in den schriftlichen islamen Überlieferungen aufgeschrieben ist. Das machte den Islam mit mindestens 270 Millionen Gemordeten (direkt oder indirekt gemordet) - sehr vermutbar VIELE MEHR ! da etwa der zentralasiatische Raum über lange Zeiten darin nicht berücksichtigt ist - zum weltgrößten Mörderkult.

    Welche Politiker und Politikerinnen können denkerisch überhaupt in die Nähe zu Aussagen kommen, wie "Islam sei Friede" oder wie der Muslim Obama meinte, der Islam sei "Teil der Lösung" ?

    Welcher "Friede", welche "Lösung"?

    Und wer uralte Nationale Sozialisten die als Verbrecher definitiv erkannt werden richtigerweise haften machen will und verurteilen, DOCH ins Ausland zum Morden reisende Staatsbürger für deren Morden nicht haften machen will was sind das für welche monströse heuchlerisch unheimliche verlogene Seelen ?

    Oder, wie seelisch affin sind solche gar mit den Mördern ?

    • Der Durchblicker (kein Partner)
      25. Februar 2014 10:10

      Der Schwierigkeiten wirklich beheben will muß schon genau nachsehen wollen .......

      Mit wirklich klarsinnigem Denken sind auch die Wege aus den "großen Überhitzungen" in den menschlichen Bereich durchaus sehr einfach zu machen ......

      Das wollen bedauerlicherweise solche nicht wahrhaben die selbst in IHREN persönlichen großen "Überhitzungen" steckengeblieben sind.

      Genau solche blockieren das einfache lösungsbringende Wissen zum WIRKLICHEN FRIEDEN am meisten .......

      Und das hat SEHR VIEL mit insbesondere einem Schriftwerk zu tun: Mit dem Johanaanschriftwerk.

      Und der Erkenntnis WAS DER URSPRUNG DES MATTHÄUSEVANGELIUMS IST und WIE DICHT DER ISLAM UMS MATTHÄUSEVANGELIUM BEGONNEN WORDEN IST und von dort weg "INTERPOLIERT" wurde hinaus in das welches auch so vielen Römisch Katholen "unterlaufen" ist an mörderischen Agendas .......

      PS.: Damit sind NICHT die Kreuzzüge als solche von der Uridee gemeint !

    • fewe (kein Partner)
      25. Februar 2014 10:34

      Man braucht garnicht so weit schweifen. Wir hatten erst in Wien eine Kristallnacht, ein Pogrom. Wenngleich (noch) in kleinem Rahmen, es gab die selben Idioten, die das richtig fanden. Nichts Neues, nur eine andere Farbe. Links waren die Nazis sowieso selbst auch. Die Leute erkennen es wieder nicht, lediglich dank der Umdefinition der Nazis auf "rechts". Die waren also genauso gegen die Rechten. Und ja, Hitler hatte große Sympathien für den Islam.

    • Boris (kein Partner)
      25. Februar 2014 19:08

      fewe
      Und ja, Hitler hatte große Sympathien für den Islam.

      Stimmt, nur dass der Islam damals noch friedlich war, bevor er vom Westen mit Radikalen infiltriert wurde. Das begann mit der Kolonialisierung der Briten in Afrika und dem int. Judentum in Palästina.
      Siehe Israel-Karte 1946 - 2000
      http://terragermania.files.wordpress.com/2012/03/israel1946-2000.jpg
      Fotos lügen nicht! Bevor das auserwählte Volk sich dort niederlies! So geht es jedem Volk und das nicht zum 1. Mal!
      http://de.scribd.com/doc/69812622/Palastina-ein-bluhender-Garten

      Die musl. Bruderschaft ist ein Ableger der Freimaurer! Finanziert von den Oligarchen, die zum größten Teil dem int. Judentum angehören. Die Araber (Saudis etc.) sind ein Brudervolk (Beschneidung und Schächten), deshalb werden sie von Amerika beschützt und von allen mit Waffen versorgt. Öl gegen Waffen!
      Das int. Judentum ist der fundamentale Teil des Judentums. Die gläubigen Juden haben genauso wenig mit diesen Internationalen zu tun, wie das normale musl. Volk mit der von der CIA gegründeten und finanzierten Alkaida.
      Aber wir werden das alle noch zu spüren bekommen und dann werden wir erkennen, wer unsere wahren Feinde sind. Nämlich unsere eigenen Staatsmänner, die selbst zu den Oligarchen gehören, deren Wurzeln nicht aus Österreich sind. Diese wurzellosen Personen sind wie die Nomaden - überall lassen sie sich nieder und zerstören dort die Kultur der Völker. Die Amerikaner, Engländer, Franzosen und Russen werden noch erkennen, dass sie mit der Zerstörung Deutschlands ihren eigenen Untergang damit besiegelten. Zeitverzögert, aber dennoch ....

  9. Julia (kein Partner)
    25. Februar 2014 09:13

    Ukraine: ARD verharmlost die braune „Revolution“
    Im Farbspektrum der CIA-Umstürze sind wir über Dunkel-Orange jetzt bei Braun angekommen. In der Ukraine wird geputscht. Die Menschen leben in Angst. Es regiert die Gewalt. Menschenwerden gejagt und verschwinden spurlos. Der braune Mob marschiert. Faschistische Bandera-Banden besetzten öffentliche Gebäude, Sender, Behörden, "Minister"-Posten. Nazi-Symbole allerorts. Unterbelichtete Heiopeis machen sich wichtig und pumpen sich zu Herrenmenschen auf.

    Politiker und Medien des imperialistischen Einflussbereiches – besonders in Deutschland - spielen die braune Gefahr herunter;
    Hitlergruß und Klitschko (rechts)
    http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/02/ukraine-ard-verharmlost-die-braune.html

  10. Boris (kein Partner)
    25. Februar 2014 08:55

    Anmerkung: Finanziell ist die Ukraine am Ende. Die ökonomische Stabilisierung soll durch ein Hilfsgeld von 35 Milliarden Dollar bewerkstelligt werden. Wirtschafts-Motor “Deutschland” (auch Österreich?) soll und wird sicher für einen größten Teil des Betrages aufkommen. Denn geostrategisch, kann Deutschland seinen neuen Steinmeier hypen (präsentieren) als ach so tolles Vermittlungs-Genie (haha). Dann werden Forderungen gestellt. (Investment)
    http://www.youtube.com/watch?v=XzKjYsdALFg

    Putin-Bush vs Obama: Wer ist REAL der “Verbrecher”?
    Have a look in the mirror America.
    The REAL “thugs” are you and your EU
    Liste:
    http://terragermania.com/2014/02/24/putin-bush-vs-obama-wer-ist-real-derverbrecher/#more-31041

    Die Flugzeugträgergruppe “USS George H.W. Bush” ist unterwegs ins Mittelmeer und in den Mittleren Osten
    Mit mehr als 6.000 Matrosen an Bord ist am Samstag die Flugzeugträgergruppe “USS George H.W. Bush” vom Hafen Norfolk in Virginia Richtung Mittelmeer und Mittlerer Osten ausgelaufen.
    http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP03314_230214.pdf

    Kann Washington zu gleicher Zeit drei Regierungen stürzen?
    von Thierry Meyssan
    Die Macht eines Staates bemisst sich sowohl nach seiner Fähigkeit, sich selbst zu verteidigen, als auch auf einer oder mehreren Fronten angreifen zu können. Mit diesem Hintergrund versucht Washington zum ersten Mal zu zeigen, dass es zur gleichen Zeit drei Regierungen, in Syrien, in der Ukraine und in Venezuela stürzen kann. Wenn es ihm gelingen sollte, wird keine Regierung mehr in der Lage sein ihm zu widerstehen.
    http://www.voltairenet.org/article182296.html
    Wem dienen unsere Politiker, denn nicht nur das Merkl ......
    Netanjahu: Merkel ist die treue Freundin Israels
    http://german.ruvr.ru/news/2014_02_24/Netanjahu-Merkel-ist-die-treue-Freundin-Israels-7691/

    • Boris (kein Partner)
      25. Februar 2014 09:06

      Immer nach Schema "F"
      Haftbefehl gegen Janukowitsch wegen Massenmord (der eine darf legal Millionen Menschen ermorden (das nennt man Verteidigung auf fremden Gebiet) und der andere darf sich nicht wehren und wird sogleich zum Massenmörder degradiert - ach wie einfach die Welt doch scheint)

      http://www.welt.de/politik/ausland/article125141176/Haftbefehl-gegen-Janukowitsch-wegen-Massenmord.html

      Wie wäre es wenn unsere demokratisch gewählte Regierung (knapp über 50%) durch Putschisten (wie Votivkirchenbesetzer, Balldemonstranten etc.) aus dem Amt gejagt würde??? Wäre das dann auch legal?

  11. fewe (kein Partner)
    25. Februar 2014 05:27

    Es wurde eine auf demokratischem Weg zustandegekommene Regierung aus dem Amt geputscht. Und das mit unverhohlener Unsterstützung aus dem Ausland. EU-Vertreter sind offen unter den Demonstranten aufgetaucht und haben dort quasi gegen die dortige Regierung demonstriert. Das Völkerrecht verbietet die Einmischung in innere Angelegenheiten eines Staates.

    Ich verstehe nicht, was es da groß zu diskutierten gibt. Hier wurde Krieg gegen die Ukraine geführt und die EU hat vorläufig gewonnen, weil nun ihre Freunde an der Macht sind, die aber das Volk vorher nicht mehrheitlich gewählt hat.

    Es wurde jetzt dort eine Regierung eingesetzt, die das Volk nicht gewählt hat. Das hat mit Demokratie nicht im entferntesten eine Ähnlichkeit.

    Dass Janukowitsch nun wegen Massenmordes verfolgt wird, weil auf die bewaffneten und gewalttätigen "Demonstranten" geschossen wurde ist geradezu absurd. Die gewählte Regierung hat wohl die Pflicht, sich gegen einen Umsturz zu verteidigen.

    In einer Demokratie gibt es die Möglichkeit, vorzeitig Neuwahlen zu machen oder die nächste Wahl abzuwarten. Eine "Revolution" wird mit dem Wahlergebnis gemacht und nciht mit Waffengewalt.

    Mir ist weder der Janukowitsch noch die Timoschenko sympathisch. Aber das entscheidet eben eine demokratische Wahl und deren Ergebnis ist zu akzeptieren.

    Mit der Unterzeichnung des ESM-Vertrags und der schamlosen "Rettung" von Banken gäbe es bei uns noch eher Anlass für blutige Aufstände als in der Ukraine.

    • kaffka(keine Partnerin) (kein Partner)
      25. Februar 2014 11:32

      ewe (kein Partner)
      25. Februar 2014 05:27

      Unter aufgeregter Billigung haben die herrschenden Westmächte den arabischen Frühling in die Wege geleitet. Nun ist dieser auch in der Ukraine ausgebrochen.

      Die bisherigen legitimen Mächte wurden aus der Politik geputscht und wo es ging ermordet und durch revoltierenden Plebs ersetzt. Dass sich in den Westmächten die Ostküste durchgesetzt hätte ist falsch. Sie war immer schon ausschlaggebend.
      Nur Verantwortung für ihr Tun hat sie nie gezeigt!

    • fewe (kein Partner)
      25. Februar 2014 13:49

      @kaffka: Ja, das schlimmste Verbrechen dabei war die Zerstörung Libyens. Wohl eines der wenigen Länder in denen die Bevölkerung vom Reichtum des Landes direkt partizipiert hatte. Und das Wasserprojekt hätte Nordafrika in eine blühende Landschaft verwandelt. Das musste zerstört werden. Man raubt lieber die Länder aus für private Gewinne und schickt dann Steuergelder als Entwicklungshilfe.

      Bei Libyen war es sogar federführend das Friedensprojekt EU. Eine Flugverbotszone zu errichten um dann ein Land ungestört niederbomben zu können ist nicht einmal den Nazis eingefallen.

    • BHBlog (kein Partner)
      26. Februar 2014 23:21

      Man kann ja nur froh sein, dass wir um 1999 nur die EU-Sanktionen erdulden mussten.
      Sonst hätte diese auch gegen Schwarz-Blau geputscht (und die Staatsschulden wären heute viel höher).

      Bin ja nur froh, dass es in Österreich halbwegs pro-russische Parteien gibt wie FPÖ, und Rekos.
      Denn die Pro-NATO Parteien SPÖ, Stronach, NEOS sowie pro EU ; Grüne und ÖVP sind wirklich keine geistigen Hochflieger.

  12. Undine
    24. Februar 2014 23:01

    USA: Massive Finanzhilfen für westliche Politik in der Ukraine

    http://www.unzensuriert.at/content/0014915-USA-Massive-Finanzhilfen-f-r-westliche-Politik-der-Ukraine

    "Die USA erhoffen neue Militärstützpunkte in der Ukraine"

  13. Undine
    24. Februar 2014 21:15

    A.U. schreibt:

    "Jeder, der glaubt, dass in der Ukraine jetzt alles wieder seinen ordentlichen Weg gehen wird, gibt sich einer Illusion hin."

    Dieser Satz ist wohl der einzige, der bei dem ganzen Chaos, das in der Ukraine herrscht, der Wahrheit am nächsten kommt. Es werden weitere harte, bittere Jahre auf die Menschen zukommen, denn die Korruption ist Teil des Systems und wird es auch bleiben.

    Könnte man das gesamte Vermögen der Oligarchen, die alle nach Macht gieren, beschlagnahmen, hätte die Ukraine vermutlich ihre Geldsorgen auf einen Schlag los. Aber diese ungeheuren Vermögen, die sich diese korrupten Leute, genau wie in Rußland, unter den Nagel gerissen haben, liegen längst unantastbar außer Landes und wachsen ständig weiter, während das Volk immer noch ärmer wird.

    Sollte es darauf hinauslaufen, daß wir EU-Bürger nach einer etwaigen Teilung der Ukraine auch dieses Land aufpäppeln und durchfüttern müssen, dann gnade uns Gott! Das "derpacken" wir nämlich nicht mehr!

    • Undine
      24. Februar 2014 21:26

      Was man übrigens bei den Interviews an idealen Vorstellungen über die EU zu hören bekam---Freiheit, Wohlstand etc---stimmte mich nachdenklich. Diese Leute haben ja keine Ahnung von der EU!

  14. Undine
    24. Februar 2014 16:24

    OT---aber neue Besen kehren gut! Bravo, Dänemark! In D oder Ö ein Ding der Unmöglichkeit! Leider!

    °° DÄNEMARK beschließt VERBOT von SCHÄCHTEN ohne Betäubung

    "„Tierschutz kommt vor Religion“, argumentiert Jørgensen, der gerade einmal zwei Wochen im Amt ist. Das Leid der Tiere zu vermeiden, sei wichtiger als religiöse Bräuche.
    Das dänische Landwirtschaftsministerium in Kopenhagen vertrete die Ansicht, dass die betäubungslose Schächtung nach islamischem und jüdischem Ritus unethisch sei und die Religionsfreiheit grundsätzlich nicht über den Tierrechten stehe. Außerdem habe man sich durch ein Gutachten abgesichert, dass keine religiösen Vorschriften verletzt würden."

    http://www.unzensuriert.at/content/0014916-D-nemark-beschlie-t-Verbot-von-Sch-chten-ohne-Bet-ubung

    • kaffka(keine Partnerin) (kein Partner)
      25. Februar 2014 11:55

      Undine
      24. Februar 2014 16:24

      Bravon Undine und den Dänen!

      Ein Wermutstropfen ist aber sowohl bei den Dänen als auch bei Undine festzustellen:

      Wenn schon der Berstoss gegen das Tierrecht bei den Juden und Moslems beanstandet wird, warum nicht auch bei dem Verstoss gegen das Menschenrecht?

      Sowohl die Juden als auch die Moslems huldigen der Genitalverstümmelung, bei Ersteren nur beim männlichem Geschlecht, bei Letzteren auch beim weiblichen.

      Diese Verstümmelungen werden bei vollem Bewusstsein vorgenommen und sind nicht nur deswegen trotzdem ein Verbrechen, das nicht geahndet wird.

      (In Deutschland hat sogar das Parlament eine Ausnahmegenehmigung für dieses Verbrechergesindel beschlossen!Pfui Teufel!)

    • Günther (kein Partner)
      26. Februar 2014 16:24

      Sehr richtig " kaffka". Es betrübt mich, dass die Diskussion über die betäubungslose Beschneidung von hilflosen Neugeborenen schon wieder entschlafen ist. Unvorstellbar, dass dies in unserer Mitte stattfindet, und nicht etwa nur in fernen Ländern.

  15. terbuan
    24. Februar 2014 15:12

    O.T. Die "Agenda Austria" veranstaltet kommende Woche einen Diskussionsabend zum Thema:

    Braindrain "Europas neue Migration?"

    Hier die Einladung:

    "Agenda Austria und die Schweizerische Botschaft in Österreich laden Sie zu einem anregenden Diskussionsabend ein:

    „Braindrain, Europas neue Migration?“

    Die Migration von hoch ausgebildeten Fachkräften
    stellt Politik und Wirtschaft vor neue Herausforderungen: Trotz Steigerung der Nachfrage von hoch qualifizierten Arbeitsplätzen, nimmt die Arbeitslosigkeit nicht ab, im Gegenteil. Trends in Österreich und in der Schweiz zeigen ferner, dass migrierende Arbeitskräfte nicht ausreichen um die heimische Nachfrage zu befriedigen. Handelt es sich hier um einen zeitlich begrenzten Trend oder um eine neue sozio-ökonomische Gegebenheit?

    Welche Antworten werden von der Politik erwartet?

    Am Podium diskutieren:

    Dr.h.c. Beat Kappeler, Kommentator NZZ, Buchautor (Keynote speech)
    Dr. Franz Schellhorn, Direktor Agenda Austria
    Prof. Dr. Gerd Folkers, Präsident des Collegium Heveticum ETHZ
    Prof. Dr. Christian Keuschnigg, Universität St. Gallen & Leiter des Instituts für Höhere Studien-IHS Wien

    Begrüssung: S.E. Dr. Urs Breiter, Schweizerischer Botschafter in Österreich
    Moderation: Dr. Martina Salomon, Kurier

    Am: Donnerstag, 6. März 2014, 18.00 - 20.00 Uhr

    Ort : OeKB - Österreichische Kontrollbank, Reitersaal, 1010 Wien, Strauchgasse 3

    Anmeldung erforderlich unter: katharina.albrecht@agenda-austria.at

    • Haider
      24. Februar 2014 23:55

      Danke für die Info. Werde sofort versuchen mich anzumelden.
      Hoffentlich taucht mein ehemaliger Minister (Scholten) nicht jetzt als Banker auf!

  16. Nestor 1937
    24. Februar 2014 13:07

    DAS IST NEU:

    AU schreibt erstmals von den sogenannten "europäischen Werten",
    in deren Namen bekanntlich Österreich im Jahr 2000 von der EU gedemütigt wurde.

    Diese europäischen Werte gibt es gar nicht. Jeder kann darunter verstehen, was er will. Die Jakobiner, Freimaurer, Atlantiker, Liberale und Zentralstaatler in Brüssel genauso wie Konservative, Christen, Bürgerliche, Patrioten und Anhänger eines Europas der Vaterländer.

  17. Peter R Dietl
    24. Februar 2014 12:36

    Nun, jetzt ist ja alles bestens! Der böse Janukowitsch ist weg und an seiner Statt kann das einnehmende Unschuldsengerl Timoschenko seine Israel-Konten bedienen (der EU-Steuerzahler zahlt's eh). Die Menschen bleiben arm, dürfen aber jetzt A und D Sozialhilfe und Mindestsicherung abkassieren.

    Auch rücken die US-Raketen wieder ein Stückl weiter Richtung Rußland. Und wem das alles nicht paßt, der bedient dumpfe Vorurteile.

  18. Wertkonservativer
    24. Februar 2014 12:02

    Darf ich alter Knabe heute noch etwas sagen? Es liegt mir am Herzen!

    In letztere Zeit finde ich, dass antisemitisch zumindest angehauchte bis effektive (Herbert Richter z.B.) Statements hier Platz greifen! Ich bin mir ganz sicher, dass Dr. Unterberger hier zwar die "Diskussionen" fairerweise "laufen lässt", doch wahrscheinlich darüber nicht ganz glücklich ist!
    Aus meinem Lleben: meine liebe Mutter (1899 - 1977) war auch eine - wenn auch zivilisierte - Antisemitin: Ich, als vierzehn bis siebzehnjähriger Nachkriegsknabe, habe sie in den Fünfzigern des vergangenen Jahrhunderts mittels edlerMusik, von jüdischstämmigen Künstlern (Mendelsohn, Mahler, Menuhin und etlichen anderen) geschaffen oder wiedergegeben, von ihrem Vorurteil nachhaltig befreit!
    Eine reife Leistung, oder?

    Hier gibt es einige unter uns, die anscheinend noch nicht so weit sind!

    Ein Vorschlag: in einem anspruchsvollen Blog-Medium, wie es das "Tagebuch" nun wahrlich ist, sollten derlei Töne nicht in der zuletzt bemerkbaren Häufung "erklingen"!

    Warum ich diesbezüglich derart heikel bin?
    ich habe, als Elfjähriger, vor unserem Wohnzimmerfenster, 1944 meine Mutter gefragt, wer die vielen Menschen seien, die mit Leiterwagerln, und Kindern an ihrer Hand, in müdem Schritt in Mährisch Östrau zum Bahnhof geleitet wurden!
    Sie konnte (oder wollte) mir damals keine Antwort geben.
    Wir wissen. wohin sie gingen!

    Dies nur zum Nachdenken!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      24. Februar 2014 12:04

      Mährisch-Ostrau natürlich!

    • Wertkonservativer
      24. Februar 2014 12:24

      ..In letztereR Zeit ...
      ich war emotional zu erregt!
      Mi scusi!

    • Wertkonservativer
      24. Februar 2014 12:30

      Nun, nochmals:
      "in letzter Zeit" ist richtig!
      Jetzt hau' ich bald den Hut drauf!

    • Anton Volpini
      24. Februar 2014 12:40

      Diesen Wunsch, verehrter Wertkonservativer, unterstütze ich vom ganzen Herzen.

      Meine Mutter hat als 12 jähriges Mädel in Mauthausen vom Fenster auf die Bahnhofstraße hinunter geschaut und die Menschenkolonnen gesehen, die vom Bahnhof her kommend, Richtung KZ getrieben wurden. Viele kleine Kinder waren dabei...so alt und jünger als meine Mutter.

    • Wertkonservativer
      24. Februar 2014 12:54

      Darf ich mich als Ihr Freund fühlen, lieber Anton Volpini?
      Sie sind hier meinem Herzen und Fühlen am nächsten!

      DANKE!

      Herzlich

      Gerhard Michler

    • Waldkauz (kein Partner)
      27. Februar 2014 20:30

      Der versuchte Völkermord am Deutschen Volk zerstörte „80 Prozent aller deutschen Städte mit jeweils mehr als 100.000 Einwohnern.“ Die alliierten Kriegsverbrecher (Briten und Amerikaner) luden „40.000 Tonnen Bomben im Jahre 1942, 120.000 Tonnen Bomben im Jahre 1943, 650.000 Tonnen Bomben im Jahre 1944 und in den vier letzten Kriegsmonaten des Jahres 1945 nochmals 500.000 Tonnen Bomben“ auf die schutzlose Zivilbevölkerung in den verteidigungsunfähigen deutschen Städten ab. (DIE WELT, 11. Februar 1995)

      Hauptplaner dieser Verbrechen war der Jude Frederick A. Lindemann.

      Mein Lieblingsjude bleibt jedoch Theodor W. Adorno:

      "...Also: möchten die Horst Güntherchen in ihrem Blut sich wälzen und die Inges den polnischen Bordellen überwiesen werden, mit Vorzugsscheinen für Juden."...

      ...Schließlich, am 1. Mai 1945: "Alles ist eingetreten, was man sich jahrelang gewünscht hat, das Land vermüllt, Millionen von Hansjürgens und Utes tot."...

      Die Anzahl der Toten z.B. in Auschwitz wurde stillschweigend von vier Millionen
      erst auf 1,5 Millionen reduziert, nach dem Auftauchen der Sterbebücher aus Moskauer Archiven auf etwas über 300.000. Haupttodesursache: Fleckfieber.

    • Waldkauz (kein Partner)
      27. Februar 2014 21:02

      Der Holocaust-Überlebende und Berufszeuge Simon Wiesenthal erklärte, er habe dem auf dem Sterbebett liegenden Kommandanten von Mauthausen, Franz Ziereis, das Geständnis „entlockt“, es seien dort vier Millionen Menschen ermordet worden:

      „Zusammen mit den wirklich Geisteskranken wurden durch die anderthalb Jahre nach meiner Schätzung (in Hartheim/Mauthausen), da ich die Aktenstapel im Keller gesehen habe, ungefähr vier Millionen durch Kohlenoxyd vergast.“

      Das Nürnberger Tribunal „ermittelte“ dann 1,5 Millionen[2] bzw. zwischen 1,5 und 2 Millionen „vergaste“ Menschen für Mauthausen. So hieß es denn auch vor dem Nürnberger Tribunal klar und zweifelsfrei:

      „Im KZ-Lager Mauthausen wurde auf Anordnung des ehemaligen Standortarztes Dr. Krebsbach eine Vergasungsanstalt gebaut unter der Tarnung eines Baderaumes. In diesem getarnten Baderaum wurden Häftlinge vergast.“

      Später kam man schließlich auf zwei Millionen Gaskammertote in Mauthausen.

      Bei einem Gerichtsprozeß im Jahre 1987 hieß es dann wiederum von offizieller Seite:

      „Es ist gerichtsbekannt, daß es in Mauthausen keine Gaskammern gab.“

      In einer wissenschaftlichen Untersuchung der Freien Universität Berlin, die 1990 veröffentlicht wurde, stellt die Autorin Gudrun Schwarz klar, daß die Behauptung, es habe im KL Mauthausen eine Gaskammer gegeben, als eine auf „Nichtwissen beruhende Legende“ einzustufen sei.

      Zur Entstehung der Legende heißt es an anderer Stelle:

      „Am 7. Mai 1945 wird das Lager Mauthausen zunächst von den Amerikanern besetzt. In der Zeit vom 21. bis 28. Mai 1945 lassen die diensthabenden US-Militärs Captain Lewy und Major Eugene Cohen (beides Juden) von 400 deutschen Kriegsgefangenen aus dem Gefangenenlager Jahnschule/Urfahr im Keller der Krankenstation eine als Duschraum getarnte ‚Gaskammer‘ mit einem Doppelkrematoriumsofen errichten.“

  19. zweiblum
    24. Februar 2014 11:39

    Dieselben Medien, die eine Teilung der Ukraine forderten, sind jetzt dagegen. Sie nennen sich charakterfest, unabhaengig, frei, objektiv. Auch die Presse ist nicht besser. Aber ueber die Zeitungskriese jammern!

  20. Nemo
    24. Februar 2014 10:52

    Kenne nur wenige hier lebende Ukrainer, die alle für "Europa" sind. Hauptmotive ist, dass monatliche Gehälter in der Ukraine unter 300 € sind und von "Europa" eine wesentliche Verbesserung erwartet wird.
    Ich glaube, die EU erweckt falsche Hoffnungen für ein Land der Grösse von Deutschland und versteht nicht die Probleme dieses riesigen Landes. Wen würde das nicht wundern?

    • Anonymus
      24. Februar 2014 11:01

      Bitte nicht jetzt eine nochmalige EU-Erweiterung!
      Wir haben noch nicht einmal Rumänien, Bulgarien und Kroation "verdaut". Andere Balkanländer warten auch schon auf die Vorteile (= Gelder der reichen Länder) aus der EU.

    • Undine
      24. Februar 2014 21:22

      @Anonymus

      Und nicht zu vergessen: Obwohl nur mit der kleinen linken Zehe auf europäischem Boden sollte ja auch noch die Türkei in den illustren Kreis der EU-Länder eingeschleust werden ---es gibt tatsächlich solche Narren und Närrinnen, die sich das sehnlichst wünschen!---und von Israel hörte ich auch schon, es sollte der EU angehören.....

  21. socrates
    24. Februar 2014 10:36

    Timoschenko, juedische Freimaurerin, ist frei und kommt an die Macht. Daher weht also der Wind. Der ORF hat sie sofort frenetisch gefeiert.
    Die Freimaurer an der Macht haben dem Volk immer dramatisch geschadet, Jeltsin, Gorbatschow, DDR, Franzoesische Revolution........... Die Demokratie wird abgeschafft, Gerichte braucht die Macht nicht. Die Ostkueste feiert, die Ukraine friert. Investitionen werden versprochen, aber "kriagst scho" ist eine schlechte Waehrung.

  22. Gerhard Pascher
    24. Februar 2014 10:22

    Wie richtig erwähnt wurde, ist die politische Lage in der Ukraine derzeit noch völlig instabil. Daher ist es viel zu früh, in Jubelstimmung auszubrechen.

    Die Frage ist aber berechtigt, ob in einer Demokratie ein Aufbegehren des Volkes gegen die herrschenden Leute legal ist? Demokratie bedeutet ja "Volksherrschaft", d.h. nur die Mehrheit der Bevölkerung entscheidet. Daher gibt es Wahlen der politischen Vertretungen, welche leider in viel zu großen Zeitabständen stattfinden. Manche Demokratien haben zusätzliche Volksabstimmungen zu wichtigen Entscheidungen.
    Wenn also hinter Demonstrationen und Putsch die Mehrheit (was nicht immer leicht festzustellen ist) steht, dann ist diesem Wünschen Folge zu leisten. Oft mischen sich aber bei solchen berechtigten Forderungen auch Extremisten darunter, daher ist es gut, wenn ein "über den Dingen" stehende Person oder Körperschaft (z.B. Staatspräsident, König in einer konstitutionellen Monarchie) als Vermittler fungiert.

    Nun auf Österreich bezogen:
    * Die jeweiligen Nationalratsabgeordneten vertreten nicht die Interessen der Mehrheit "ihres Wahlkreises", sondern stimmen im Klubzwang immer mit ihrer eigenen Partei ab.
    * Unsere Regierung wird nicht vom Parlament kontrolliert, eher umgekehrt.
    * UHBP ist nicht die "unabhängige" Instanz, welche auf Fehlentwicklungen aufmerksam macht und ggfs. auch aktiv einschreitet.
    * Es gibt kaum direkt-demokratische Instrumente, wo wichtige Entscheidungen einzeln dem Souverän vorgelegt werden.

    Fazit: Die österreichische Bundesverfassung von 1920 (plus diverse Novellen des BVG) passt einfach nicht mehr in unsere heutige Zeit und sollte dringend überarbeitet werden. Wann kapieren dies unsere Parteien endlich oder wollen sie lieber weiterhin nur ihre Pfründen genießen?

  23. Doppeladler
    24. Februar 2014 10:06

    Das Ende des autoritären und jenseits rechtsstaatlicher Grundsätze agierenden Präsidenten Janukowitisch ist höchster freulich. Doch die EU steht nun wie der Zauberlehrling da, denn man hat wohl nicht damit kalkuliert, daß seine Macht doch nur mehr ein fragiles Kartenhaus war, welches innerhalb weniger Stunden zusammenbrach.

    Daß Putin nun auf den wirtschaftlichen Zusammenbruch setzt ist logisch, denn damit steht EU-Europa vor dem großen Dillemma den maroden ukrainischen Karren aus dem Sumpf ziehen zu müssen.

  24. haro
    24. Februar 2014 09:59

    EU : Friedensprojekt oder immer mehr Spaltpilz der Konflikte verschärft?

  25. dssm
    24. Februar 2014 08:35

    Sehen wir es 'positiv', endlich ist das Wort 'Krieg' in Europa wieder einmal gefallen und Kriege schweißen ja bekanntlich zusammen (die EU auch?). Und diesmal von russischer Seite. Da hat der 'Westen' vielleicht ein bisschen übertrieben, muss das sein?

    So sehr ich emotional auf Seiten der Westukrainer bin, so sehr ich deren langen Kampf gegen Tataren, Osmanen, Polen, Russen und Kommunisten schätze, aber diese Gruppe stellt vielleicht ein Drittel der Bevölkerung. Die russischen Teile der Bevölkerung (also Osten und Krim) werden jetzt ganz laut Hilfe rufen und wer immer in Moskau regieren möchte, der muss dann etwas unternehmen, sonst setzt ihn die eigene Bevölkerung ab.

    Es wäre gut, wenn man dem Ratschlag von Herrn AU folgt und jetzt ganz schnell mit den Russen verhandelt und das Land teilt, wobei das Gebiet um Lemberg sofort Beitrittskandidat werden soll. Ich würde mich freuen die wieder im Westen begrüßen zu dürfen, so wie sich wahrscheinlich die Russen in der Ukraine über eine Heimkehr nach Russland freuen werden und der verbleibende Rest wird der neue arme Mann Europas.

    Und die Zeit drängt. Nächsten Monat gibt es dann keine Pensionen mehr und die Beamtengehälter können auch nicht mehr bezahlt werden, danach sehen wir ja wie sich die erfolgreichen Umstürzler verhalten.

  26. Wertkonservativer
    24. Februar 2014 08:03

    Ob es ein Putsch war oder nicht?

    Nichts Genaues weiß man nicht!!!

    Eines ist aus den Annalen der Geschichte herauszulesen:;
    Viele zunächst "nichtverfassungskonforme" Putsche, Umstürze bzw. revolutionäre Volkserhebungen führten nach Kampf und Krampf dann doch zu besseren Entwicklungen als vorher!

    Was jetzt auch immer in der Ukraine weiter geschieht: es sollte ohne weiteres Blutvergießen geschehen!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  27. brechstange
    24. Februar 2014 08:02

    Organisierte Kriminalität soll 80 % der ukrainischen Wirtschaft beherrschen. Daraus folgt, dass schmutzige Deals der Politik zur Befriedung herangezogen werden. Der Großteil der Bevölkerung ist arm und damit leichter verführbar.
    Eine gefährliche Mischung. Das wird ein Tanz auf dem Vulkan.

    • dssm
      24. Februar 2014 08:40

      Es waren leider unsere westlichen Wirtschafts'experten' die denen bei der Umstellung vom Kommunismus geholfen haben.
      Während unsere akademischen 'Eliten' jammerten, daß der schöne Kommunismus wieder einmal nicht funktioniert hat und keine Ahnung hatten wie Marktwirtschaft nun einmal funktioniert, haben die Juden aus Israel und dem Osten der USA sofort geholfen, und den 'eigenen' Leuten gezeigt wie Wirtschaft geht. Kein Wunder, daß heute jeder zweite Oligarch ein Jude ist.

  28. Freak77
    24. Februar 2014 01:29

    Ja, die Lenin-Statuen, die haben mich bei den diversen Fernsehberichten auch überrascht. Diese Lenin-Statuen stehen ja bis heute immer noch. Hätte ich nicht gedacht, ich war mir eigentlich sicher dass die alle schon lange weg waren.

    Vielleicht gibt es doch eine realistische Chance dass das die Ukraine auch längerfristig geeint bleibt, auch die verschiedenen Landesteile mit ihren Sprachen.

    Man sollte eine Teilung der Ukraine nicht herbeischreiben bzw. herbeiwünschen.


    Gerade die jetzt aus dem Gefängnis entlassene Julia Timoschenko hätte in Bezug auf die Einheit der Ukraine eine Mission:

    Sie selber kommt aus dem Osten des Landes, ist aber auf Seiten der bisherigen Oppositionsparteien. Also sie, die die Mentalität in der Ost-Ukraine kennt, könnte da eine Einigungs-Aufgabe wahrnehmen. Und natürlich auch die Partei, deren Vorsitzende Julia Timoschenko ist, die Vaterlandspartei:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Batkiwschtschyna

    Ganz wichtig ist jetzt, dass ALLE politische Gruppen: Von den national-ukrainischen Gruppen, die in Lemberg eine Hochburg haben bis zu den Vertretern der "Verlierer des Umsturzes" also die 'Partei der Regionen'

    http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_der_Regionen

    - Alle sollten in den jetzt kommenden Transformations- und Reformprozeß mit eingebunden werden.

    Keine Partei auch die bisher korrupte Partei der Regionen sollte vom Dialog ausgeschlossen werden! Das Falscheste wäre jetzt ein nationaler Überschwang bzw. Übermut, so nach dem Motto: "Wir Ukrainer sind jetzt die absoluten Beherrscher des Landes und wir unterdrücken jetzt die Russisch-Sprechenden".


    In den Berichten aus der Ukraine ist nichts von so einer Herren-Mentalität, bzw. Revanche-Stimmung zu bemerken. Die Leute haben sehr zivilisiert den Präsidentenpalast nahe Kiew besichtigt und da kamen keine unguten Emotionen hoch.

    Man sollte bei der Ukraine auch eines bedenken: Dieses Volk ist sehr leidensfähig - das ist sprichwörtlich für die Ukrainer wie auch für die Russen. Die halten mehr Leiden durch und die können mehr wegstecken als die relativ verwöhnten Westeuropäer.

    Diese Leidensfähigkeit kann an sich schon als eine wichtige Ressource des Landes betrachtet werden.

  29. mischu
    24. Februar 2014 01:22

    Tatsächlich eine interessante Frage, ob es ein Putsch oder doch nur ein Befreiungsschlag war, nachdem das Parlament ja noch in Amt und Würden ist.
    Neuwahlen bringen zumindest eine Atempause und stoppen das gegenseitige Abschlachten, aber ob sie auf Dauer die enormen Probleme der Ukraine lösen können, wird sich erst in Zukunft weisen.

    In Österreich sollten wir jedenfalls darauf achten, daß die EU-Spitzenkandidatin der NEOS Mlinar mit dem entsprechenden Wahlergebnis davon abgehalten wird, ihre Visionen von einer "EU bis Wladiwostok" zu realisieren. Denn die würde uns diese Ukraine mit all ihren Problemen (Bürgerkrieg, kulturelle Inhomogenität, Tschernobyl, Bankrottstaat) glatt so rasch wie möglich in die Union holen als Belohnung, sollte sich das Land für die "europäischen Werte" entscheiden.

    Daran erkennt man, welche Geisteskinder sich in der "rosaroten Zukunftshoffnung" herumtreiben!

  30. Haider
    24. Februar 2014 00:56

    Relativ am Schluß des Beitrages fand ich des Pudels Kern: "Die entscheidenden Akteure ... haben ziemlich genau entlang der Linien der sprachlichen Herkunft – Ukrainisch oder Russisch – ganz unterschiedliche Haltungen eingenommen."
    Was hier vereinfachend als "sprachlich" angesprochen wird, sind in Wahrheit der unterschiedliche kulturelle Hintergrund, das völlig gegensätzliche geschichtliche Selbstverständnis sowie [und dies steht weiter oben] der Irrglaube, Europa und EU wären ident. Die Ukrainer werden sich noch wundern - so wie viele Ex-DDRler bis heute.

    • dssm
      24. Februar 2014 08:45

      Spätestens wenn man die mit der Glühbirnenverordnung und dem Staubsaugerverbot konfrontiert, werden die sich die guten Kommunisten wieder herbeiwünschen...

    • fewe (kein Partner)
      25. Februar 2014 05:42

      Die Ex-DDRler finden sich heute am leichtesten zurecht. Für die hat sich nicht viel geändert abgesehen davon, dass sie heute zwar reisen dürfen aber kein Geld mehr dafür verdienen können. So wie nicht überall hinreisen wie jetzt und nicht alles kaufen können wie jetzt, konnten sie in der DDR nicht.





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