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FN 547: Das Hypo-Gutachten, das Liebscher nicht kennen will

Man muss es wirklich drei Mal lesen, so unglaublich ist die Antwort von Klaus Liebscher, der als „Fimbag“-Chef eigentlich die Interessen der Steuerzahler rund um die in Trümmer gegangene Kärntner Landesbank Hypo Alpe-Adria zu vertreten hätte.

Es geht um das in vielen Medien ausführlich berichtete Oliver-Wyman-Gutachten. Es hatte nochmals eindeutig klargemacht, was das Tagebuch bereits 2009 verlangt hatte: Eine Insolvenz der Hypo wäre für den Steuerzahler die weitaus günstigste Variante. Schon deshalb, weil dann die Kredite Bayerns an die Hypo nicht mehr zu zahlen wären. Allein dabei geht es um immerhin annähernd drei Milliarden Euro. Aber Liebscher behauptet im „Presse“-Gespräch, dass er das Gutachten nicht kenne. „Es hat mir nie jemand zur Verfügung gestellt. Ich lege auch keinen Wert mehr darauf.“ Augen zu, Ohren zu. Wir wollen von gar nichts wissen. Der Steuerzahler zahlt eh. Punkt. Aus. Man stelle sich einmal vor, jemand in der Privatwirtschaft würde so agieren: Wie viele Jahre wegen Untreue und Insolvenzverschleppung bekäme der?

PS: Ob ein solches Verhalten auch ein Motiv hat? Ein einziges: Das ist die Angst der Politik vor den negativen Schlagzeilen nach einer Insolvenz.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Januar 2014 20:54

    Lieber Herr Unterberger Sie meinen nicht zufällig Herrn Liebscher, den ehemaligen OENBler?
    Also jenen Nomenklaturamenschen, der, als seine Tochter das Konto überzog und die Bank, wie es halt im Gesetz steht eine entsprechende Kontosperre verfügte, dem Generaldirektor jener Bank mit 'Maßnahmen' drohte?
    Dieser völlig moralfreie Vertreter unserer uns beherrschenden Klasse, für den (inklusive Familie), nach Eigendefinition ja Recht und Gesetz nicht gelten, soll jetzt im Sinne der Bürger handeln?

    p.s. Sollte dieser moralisch völlig verkommene Wurm meine Daten, zwecks Klage haben wollen, bitte einfach weitergeben – ich freue mich, denn ich habe Akten dazu.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Januar 2014 16:36

    Wie wäre es den Spuren des Geldes zu folgen. Wer schnell hat Teile der Bank, ohne haften zu müssen, gekauft?

  3. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Januar 2014 23:36

    Leute wie Klaus Liebscher erhielten ein Gehalt, von dem sogar österreichische Bundespräsidenten träumen könnten. Es tragen zwar beide keine persönliche Verantwortung (bei ihnen gilt - im Unterschied zu Normalsterblichen - Unkenntnis immer als schuldausschließend), aber eine platte Neujahrsansprache eines BP tut niemandem im Börsel weh - so daneben sie auch liegen mag! - , die Fehlentscheidungen eines Nationalbanksters sehr wohl.
    Solange jedoch IQ-Spitzen a la Faymann über staatliche Toppositionen entscheiden, solange kann's nicht besser werden. Aber egal wie intelligent, egal wie einfältig - jeder Politiker wurde vorher von der Bevölkerung gewählt. Also bitte an den Urnen mehr nachdenken! Post festum schimpfen hilft erfahrungsgemäß wenig.

  4. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Januar 2014 17:46

    Wozu die Aufregung?

    Genau für dieses Verhalten wurde Herr Liebscher von den Politikern engagiert und trotzdem werden sie alle immer wieder gewählt!

    http://www.soziologie-etc.com/philo/wahrheiten/wahrheiten-d/004-3-affen-bestochen-u-m-geld-gestopft.jpg

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Januar 2014 15:52

    Den Politikern und politiknahen Angestellten ist lediglich das eigene Durchkommen wichtig und nicht wie es dem Steuerzahler ergeht. Daß dabei gelogen wird bis sich die Balken biegen, durften wir bereits von höchster Ebene hören.

    Die Staatslenker und ihre Erfüllungsgehilfen sind selbst bestimmt finanziell gut ausgestattet und haben keine Skrupel tief in die Taschen der Restbevölkerung zu greifen und diese frech zu bestehlen. Der Rest des benötigten Geldes wird eben gedruckt und auf dem Schuldenhaufen des Staates gelagert, als gäbe es kein Morgen.

    Ähnlich frech wie Liebscher verhält sich der griech. Finanzminister, der da behauptet, daß die Staatshilfen für GR niemand belasten. Wer zahlt wohl die Zinsen?

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1513089/Griechenland-fordert-weitere-finanzielle-Erleichterungen-?_vl_backlink=/home/index.do

  6. Ausgezeichneter KommentatorStefan Graf
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Januar 2014 20:02

    Die Angst der Politik vor diesen Schlagzeilen ist leider permanent vorhanden und führt zu massiven Wettbewerbsverzerrungen - Alpine lässt grüßen.

    Neben dem Schaden für den Steuerzahler werden so auch noch die Gesetze einer funktionierenden Marktwirtschaft verletzt - somit verursacht die Politik einen doppelten und dreifachen Schaden...

  7. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Januar 2014 16:44

    Hier das in der Presse abgedruckte - sicher aber wie immer gekürzte - Interview:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1512811/Liebscher_Eine-Insolvenz-der-Hypo-war-nie-ein-Thema?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

    Unverständlich ist, dass der zur schwarzen Reichshälfte zugerechnete und im Österreichischen (katholischen) Cartellverband beheimatete Dr. Klaus Liebscher als erfahrener Banker sich nun u.a. als „Weiser“ dieser kranken HAA-Bank annimmt und trotzdem nicht Tacheles, also Klartext redet.

    Das vom Finanzministerium in Auftrag gegebene Gutachten von Oliver Wyman ist negativ ausgefallen, daher von Fekter und nun auch von Spindelegger unter Verschluss gehalten. Liebscher, als treuer Gesinnungsgehilfe der Regierenden kennt nach eigener Aussage dessen Inhalt nicht und will ihn auch nicht wissen. Statt einer schmerzhaften, aber erfolgreichen Radikalmaßnahme will er eine „österreichische“ Lösung des Weiterwursteln. Dabei werden weitere Steuermilliarden benötigt, was er gar nicht abstreitet.

    Obwohl Liebscher durch seine beruflichen Tätigkeiten über ein außerordentlich hohes Ruhestandseinkommen verfügt, ist er weiterhin noch verlängerter Arm sowie ausführendes Organ der Regierenden für die maroden Banken Hypo-Alpe-Adria, Kommunalkredit, KA-Finanz, ÖVAG sowie für die FIMBAG, welche die Staatsinteressen der Bankbeteiligungen vertritt. Auch nach Ablauf seines jetzigen Vertrages (Herbst 2014) steht er –laut Interview - der Regierung bei Bedarf weiterhin zur Verfügung.

    Bitte schickt doch Klaus Liebscher endlich in den vollzeitigen Ruhestand, er soll noch die paar ihm zustehenden Jahre genießen und täglich die ihm überreichten Auszeichnungen (2 goldene Ehrenzeichen des Bundes, Gold aus der Stmk, Silber aus NÖ sowie Verdienstkreuz aus D) bestaunen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorheartofstone
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Januar 2014 16:08

    Zum PS von AU ...

    Ein weiteres Motiv könnte wie folgt ausgesehen haben ... die Hypo geht den Bach runter ... zieht den kompletten Bankensektor und auch die Republik über verminderte Ratings mit in den Abgrund ... die Zinsen für die in den letzten Jahrzehnten angehäuften Schulden für Wahlzuckerln steigen und steigen ... Österreich fällt als "Geberland" für die EU und den ESM aus und muss noch dazu unter den sog. Rettungsschirm schlüpfen ...

    Persönlich glaube ich ja, die ganzen Bonzen in den Banken und der großen Koalition saugen die Luft von wo anders an ...


alle Kommentare

  1. SHG Mobbing Graz (kein Partner)
    07. Januar 2014 08:40

    Die österr. BürgerInnen auf Jahrzehnte schwerst verschuldet.
    U-Ausschuss wird natürlich abgelehnt.
    Was Verantwortung heißt, weiß von der Bundesregierung wohl keiner (mehr?).
    Wuascht - net woahr?
    Aber... die Ösis lassen´s sich gefallen... Bissl Leserbrief schreiben, bissl abreagieren am Wirtshaustisch... Und passt scho wieda..

    Das Volk hat gewählt... - und jetzt müssens schauen, wies damit leben...
    www.selbsthilfegruppe-mobbing-graz.at

  2. Jewgeni Gorowikow
    06. Januar 2014 19:08

    Nicht ganz OT:

    Weil es auch ein Finanz-Thema ist: Wo sind die deutschen Goldreserven?

    Link: http://www.focus.de/finanzen/news/wo-sind-die-deutschen-goldreserven-gold-kriecht-im-schneckentempo-zurueck-nach-deutschland_id_3519983.html

    Möglicherweise sind die Goldreserven der Deuschen teilweise futsch.

    Und die österreichischen Goldreserven? - Die sind meiner Meinung nach auch verschwunden.

    Noch eine Preisfrage: Normalerweise springen alle österr. Medien auf die Themen die in den deutschen Medien vorgegeben werden auf und übernehmen diese Themen eins zu eins, diesmal wird das Thema in Ö. ignoriert, warum?

    Warum findet man in keinem österr. Medium die Frage: "Wo sind die österreichischen Goldreserven?"

  3. no na (kein Partner)
    06. Januar 2014 18:36

    Er weiß von nix. Er will auch nix wissen von dem, was er - verdammt noch mal - wissen sollte, müßte, und (man muß kein Prophet sein, um das zu erkennen:) was er in Wirklichkeit eh weiß. Zahlt ja eh nur der blöde Staatsbürger, also der, der auch mein Gehalt zahlt, aber das muß er, des is sei Pflicht, und ich bin zu nix verpflichtet, alles klar?

    Eine richtige Zumutung, dieses Verhalten. In Zukunft werde ich wissen, was ich von so jemandem zu halten habe. Und das Pissoir aufsuchen, wenn das Foto einer solchen Person im Fernsehen erscheint. Aus reinem Zufall natürlich.

  4. heartofstone (kein Partner)
    06. Januar 2014 16:08

    Zum PS von AU ...

    Ein weiteres Motiv könnte wie folgt ausgesehen haben ... die Hypo geht den Bach runter ... zieht den kompletten Bankensektor und auch die Republik über verminderte Ratings mit in den Abgrund ... die Zinsen für die in den letzten Jahrzehnten angehäuften Schulden für Wahlzuckerln steigen und steigen ... Österreich fällt als "Geberland" für die EU und den ESM aus und muss noch dazu unter den sog. Rettungsschirm schlüpfen ...

    Persönlich glaube ich ja, die ganzen Bonzen in den Banken und der großen Koalition saugen die Luft von wo anders an ...

  5. mike1
  6. Wertkonservativer
    06. Januar 2014 10:25

    Da sieht man wieder einmal, wie man sich irren kann!

    Da meine ich seit Jahrzehnten, Herr Dr. Liebscher wärei ein total seriöser und hochdekorierter Spitzenbanker unseres Landes, und dann höre ich hier im A.U-Forum, dass er nichts anderes als ein Hampelmann unserer unfähigen rot/schwarzen Regierungsriege ist.
    Nun, ich geb's ja zu, ein ziemlich gutgläubiger und (wie mir ja auch von der netten Blog-Kollegenschaft immer wieder attestiert wird) ein oft an den Realitäten der Zeit "vorbeigehender" Zeitgenosse zu sein; doch dass ich hinsichtlich des Dr. Liebscher derart danebenliege, wundert mich schon ein wenig!
    Man lernt halt nie aus!!!!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      06. Januar 2014 12:31

      Ich denke, Sie werden noch öfter enttäuscht werden. Es sind zu viele in Posten, die sich das "Drei-Affen"-Motto zum eigenen Vorteil verinnerlicht haben.

    • f.m.
      06. Januar 2014 12:36

      Konrad Adenauer sagte einmal: "Es kann mich niemand daran hindern, über Nacht klüger zu werden".

      Genau dieses scheint Ihnen von Sonntag auf Montag passiert zu sein. Bravo, weiter so!

  7. Haider
    05. Januar 2014 23:36

    Leute wie Klaus Liebscher erhielten ein Gehalt, von dem sogar österreichische Bundespräsidenten träumen könnten. Es tragen zwar beide keine persönliche Verantwortung (bei ihnen gilt - im Unterschied zu Normalsterblichen - Unkenntnis immer als schuldausschließend), aber eine platte Neujahrsansprache eines BP tut niemandem im Börsel weh - so daneben sie auch liegen mag! - , die Fehlentscheidungen eines Nationalbanksters sehr wohl.
    Solange jedoch IQ-Spitzen a la Faymann über staatliche Toppositionen entscheiden, solange kann's nicht besser werden. Aber egal wie intelligent, egal wie einfältig - jeder Politiker wurde vorher von der Bevölkerung gewählt. Also bitte an den Urnen mehr nachdenken! Post festum schimpfen hilft erfahrungsgemäß wenig.

  8. dssm
    05. Januar 2014 20:54

    Lieber Herr Unterberger Sie meinen nicht zufällig Herrn Liebscher, den ehemaligen OENBler?
    Also jenen Nomenklaturamenschen, der, als seine Tochter das Konto überzog und die Bank, wie es halt im Gesetz steht eine entsprechende Kontosperre verfügte, dem Generaldirektor jener Bank mit 'Maßnahmen' drohte?
    Dieser völlig moralfreie Vertreter unserer uns beherrschenden Klasse, für den (inklusive Familie), nach Eigendefinition ja Recht und Gesetz nicht gelten, soll jetzt im Sinne der Bürger handeln?

    p.s. Sollte dieser moralisch völlig verkommene Wurm meine Daten, zwecks Klage haben wollen, bitte einfach weitergeben – ich freue mich, denn ich habe Akten dazu.

    • socrates
      05. Januar 2014 21:06

      ************************************

    • La Rochefoucauld
      05. Januar 2014 22:19

      Das Unterberger-Tagebuch ist immer wieder spannend.

      Wir dürfen endlos gespannt auf die sicher bald kommende Gegendarstellung von Herrn Liebscher warten.

    • Undine
      05. Januar 2014 23:06

      @dssm

      BRAVO!*****+!

    • Haider
      05. Januar 2014 23:44

      Ich lernte noch Klaus Liebschers Vater kennen. Wie so oft: Welten zwischen Vater und Sohn. Bei unserem ORF-Guru Wrabetz ist's ähnlich. Aber sicher bei tausenden Mitleidenden ebenfalls. Söhne schlagen halt fallweise aus der Art - so ist das Leben!

    • hmos (kein Partner)
      07. Januar 2014 06:47

      Ich bin kein Jurist. Aber muss in diesem Fall nicht die Justiz von sich aus tätig werden?
      Klingt doch nach Nötigung und Amtsmissbrauch.

  9. Stefan Graf
    05. Januar 2014 20:02

    Die Angst der Politik vor diesen Schlagzeilen ist leider permanent vorhanden und führt zu massiven Wettbewerbsverzerrungen - Alpine lässt grüßen.

    Neben dem Schaden für den Steuerzahler werden so auch noch die Gesetze einer funktionierenden Marktwirtschaft verletzt - somit verursacht die Politik einen doppelten und dreifachen Schaden...

    • Haider
      05. Januar 2014 23:55

      Dies wäre sicher ein interessantes Thema für unseren Tagebuchschreiber. Als Insider kennt er wohl Äonen von Beispielen.
      Gerüchte laufen, daß z.B. Fellner (ÖSTERREICH) immer wieder die Bezahlung von längst fälligen Rechnungen mit dem Hinweis ablehnt, er würde den Gläubiger medial hinrichten. Oh Schande, es funktioniert!
      Von der Politik will ich gar nicht sprechen. Jeder kennt allmächtige Bürgermeister, selbstherrliche Landeshauptleute oder schleimige Parteifunktionäre. Bagdad ist viel näher, als viele glauben!

  10. Tullius Augustus
    05. Januar 2014 19:58

    Apropos: „Das ist die Angst der Politik vor den negativen Schlagzeilen nach einer Insolvenz.“

    Angst ist ein schlechter Ratgeber! Bei so einem „Ratgeber“ geht mittel- bis langfristig selten etwas gut.

    Weiters:

    § Die Angst: wie steht der jetzige Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) da wenn plötzlich das Land Kärnten und die kärntner Landesregierung in Zugzwang kommen und einen strikten Sparkurs in Kärnten fahren müssten? Der Haider-Brauch in Kärnten war ja so nett: Die bedürftigen Landesbürger wurden in das Büro des gütigen Landesvaters Haider gerufen, der öffnete seine am Tisch stehende Landeskasse und drückte dem erstaunten Kärntner einen Hundert-Euro-Schein in die Hand. Solche Spassettln müssten in Kärnten eingestellt werden und das ist für etliche Parteien dort unangenehm.

    § Die Angst der Bundes-SPÖ wenn eine ihrer ganz wenigen Personalhoffnungen wie der unverbrauchte Peter Kaiser aus Kärnten in schlechte Schlagzeilen kommen würde.

    § Die Angst der Bundes-ÖVP, wenn ihre ehemaligen Top-Leute Josef Pröll und Maria Fekter plötzlich in einem schiefen Hypo-Licht gezeigt werden würden.

    Und last but not least, und das ist etwas was politisch UND wirtschaftlich ist:

    § Die Angst vieler Politiker und Banken vor den weltweiten Finanzmärkten und Ratingagenturen: Wie macht sich das wenn ein - bisher als stabil angesehenes Land in Mitteleuropa: Österreich - jetzt plötzlich eine Bank in die Insolvenz schickt? Bisher war es ja Usus dass die österr. Steuerzahler brav zahlen - und jetzt eine Insolvenz?

    Ja wie werden denn (die heimlichen Welt-Beherrscher) die "internationalen Finanzmärkte" reagieren? Werden sie den Daumen nach unten senken? Und Österreich mit hohen Kreditzinsen bestrafen? Oder werden sie die Ratings der anderen österr. Banken nach unten drücken? Auf CCC- vielleicht sogar? Oder werden sie das Rating unserer ganzen Republik auf CCC- herabstufen?


    Da ist die Angst riesengroß, so wie sich ein Kaninchen vor der Schlange fürchtet. Angst ist aber ein schlechter Ratgeber!

    Die Steuerzahler sind geduldig und mucken nicht auf. Die Steuerzahler können nur alle 5 Jahre einmal den Nationalrat wählen. Die Steuerzahler zahlen „gerne und brav“ wenn sie bei guter Laune gehalten werden.

    Ganz wurscht was in irgendwelchen Gesetzen steht wegen ‚Insolvenzverschleppung‘ oder so:

    Die Angst vor den „Finanzmärkten“ gepaart mit dem Vertrauen auf die Leidensfähigkeit, Uninformiertheit und Geduld der Steuerzahler führt zu diesen absurden politischen Situationen wie wir sie jetzt bei der Hypo-A.A. haben und zu solch peinlichen Interview-Auftritten wie von Klaus Liebscher.

    Und eines sollte auch nicht unerwähnt bleiben: Mit den „internationalen Finanzmärkten“ will es sich keiner verscherzen noch weniger als mit dem Wahlvolk:

    Der Zorn der „internationalen Finanzmärkte“ kann furchtbar sein, man hat es bei der Maria Fekter gesehen wie schnell sie weg war.

    Und andererseits können die „internationalen Finanzmärkte“ aber auch etwas bieten:

    Wer weiß ob man einmal einen schönen Posten irgendwo bei der EU bekommt? Oder beim ESM im Luxemburg? Oder bei der Weltbank? Oder bei irgendeinem Think-Tank oder bei irgendeiner der zahllosen internationalen polit-wirtschaftlichen Institutionen? ….

    Gute, informative Artikel in ‚Die Presse‘ zum Thema:

    3.12.2013: Die neu-alte Regierung mauert sich in Betonpatscherl ein und schließt eine Insolvenz bei der Hypo kategorisch aus:
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1493608/Hypo-Alpe-Adria_Regierung-schliesst-Insolvenz-aus

    6.12.2013: Der mutige Beamte Wolfgang Peschorn, der gegen den Mainstream bei der Hypo-A.A. schwimmt:
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/kordiconomy/1501478/Angriff-auf-den-Berater-der-Republik

    12.12.2013 Christian Höller (Die Presse): „ … Gutachten … demnach wäre ein Pleiteszenario für den Bund die günstigste Lösung:
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1503800/Bund-wurde-bei-HypoPleite-53-Mrd-Euro-sparen

    13.12.2013: Ein ganz ähnlicher Artikel im FORMAT:
    http://www.format.at/articles/1350/525/370601/wyman-bericht-hypo-insolvenz-loesung

  11. Josef Maierhofer
    05. Januar 2014 19:22

    Die Angst der Politik vor negativen Schlagzeilen im Inland ist unbegründet, hat man ja hierzulande die Medien fest im Griff.

    Lediglich das Ausland wäre zum Fürchten für unsere Politiker.

    Es ist dies ein Skandal ersten Ranges, was Herr Liebscher da alles nicht wissen will.

    Aber dieser Skandal ist unseren Skandalmedien, der 'offiziellen' Medienwelt keine Erwähnung wert, beschämend.

    • Brigitte Imb
      05. Januar 2014 19:56

      Daß Zuständige (angeblich) nicht Bescheid wissen in ihren eigenen Belangen, haben doch die Politiker auch mit dem Budgetloch aufgezeigt.
      Wozu füttern, bzw. halten wir uns diese Nichtwisser?

    • dssm
      05. Januar 2014 20:59

      @Josef Maierhofer
      Verurteilen Sie nicht die Medien, denn wenn mir jemand das pure Überleben ermöglicht, dann schweige ich auch zu manchem (ich glaube nicht ein Übermensch zu sein). Verurteilen Sie denjenigen, welcher dieses perverse und demokratiefeindliche System ersonnen hat!

    • Josef Maierhofer
      06. Januar 2014 09:36

      @ dssm

      Sie meinen die 'Spin'-Doktoren und Ideologen (= ...) der Parteien ?

      Zum puren Überleben: Ist es in der Natur nicht so, dass Schwaches nicht überlebt, nur Starkes überlebt ? Das Schwache wird in den Kreislauf zurückgeführt.

      Also ich würde präzisieren zum 'bequemen Überleben', ja da kann man das Unnötige, Schulden Treibende brauchen, wahrlich willkommen diese Selbstbedienung, den auf die Politik ist da schon Verlass, schließlich sind sie ja meistens Meister der Selbstbedienung auf Schulden.

  12. perseus
    05. Januar 2014 18:41

    Liebscher war lang genug in der "Gummistiefler"-Privatwirtschaft also bei Raiffeisen tätig. Das ist eine ganz besondere Wirtschaft diese Raiffeisen-Wirtschaft. Ob er dort das gelernt hat, was er jetzt dringend brauchen würde, nämlich Rückgrat ist fraglich. Oder sitz er nur dort , um die Raiffeisen-Interessen zu vertreten?

    • dssm
      05. Januar 2014 21:01

      Bitte unterscheiden Sie zwischen den Wiener Zentristen (also der sozialistischen ÖVP nahen Gruppe) und den Kassen am Land; da war nämlich dieser Herr Liebscher beliebt wie Fußpilz.
      Raiffeisen ist nicht Raiffeisen, auch dort gibt es staatsnahe und anständige Leute.

  13. mischu
    05. Januar 2014 17:46

    Wozu die Aufregung?

    Genau für dieses Verhalten wurde Herr Liebscher von den Politikern engagiert und trotzdem werden sie alle immer wieder gewählt!

    http://www.soziologie-etc.com/philo/wahrheiten/wahrheiten-d/004-3-affen-bestochen-u-m-geld-gestopft.jpg

  14. oberösi
    05. Januar 2014 17:32

    Wer sich dies alles vor Augen führt, versteht, daß es den Mächtigen, gleich ob rot, grün oder schwarz, gar nicht schnell genug gehen kann mit der Entwaffnung der Zivilbevölkerung. Die EU erhöht permanent den Druck, Österreichs Regierungen fungieren seit Jahren als treuer Erfüllungsgehilfe.
    Warum wohl?
    Und warum wohl sehen die Schweizer das Thema Waffen in privater Hand völlig anders?

  15. Gerhard Pascher
    05. Januar 2014 16:44

    Hier das in der Presse abgedruckte - sicher aber wie immer gekürzte - Interview:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1512811/Liebscher_Eine-Insolvenz-der-Hypo-war-nie-ein-Thema?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

    Unverständlich ist, dass der zur schwarzen Reichshälfte zugerechnete und im Österreichischen (katholischen) Cartellverband beheimatete Dr. Klaus Liebscher als erfahrener Banker sich nun u.a. als „Weiser“ dieser kranken HAA-Bank annimmt und trotzdem nicht Tacheles, also Klartext redet.

    Das vom Finanzministerium in Auftrag gegebene Gutachten von Oliver Wyman ist negativ ausgefallen, daher von Fekter und nun auch von Spindelegger unter Verschluss gehalten. Liebscher, als treuer Gesinnungsgehilfe der Regierenden kennt nach eigener Aussage dessen Inhalt nicht und will ihn auch nicht wissen. Statt einer schmerzhaften, aber erfolgreichen Radikalmaßnahme will er eine „österreichische“ Lösung des Weiterwursteln. Dabei werden weitere Steuermilliarden benötigt, was er gar nicht abstreitet.

    Obwohl Liebscher durch seine beruflichen Tätigkeiten über ein außerordentlich hohes Ruhestandseinkommen verfügt, ist er weiterhin noch verlängerter Arm sowie ausführendes Organ der Regierenden für die maroden Banken Hypo-Alpe-Adria, Kommunalkredit, KA-Finanz, ÖVAG sowie für die FIMBAG, welche die Staatsinteressen der Bankbeteiligungen vertritt. Auch nach Ablauf seines jetzigen Vertrages (Herbst 2014) steht er –laut Interview - der Regierung bei Bedarf weiterhin zur Verfügung.

    Bitte schickt doch Klaus Liebscher endlich in den vollzeitigen Ruhestand, er soll noch die paar ihm zustehenden Jahre genießen und täglich die ihm überreichten Auszeichnungen (2 goldene Ehrenzeichen des Bundes, Gold aus der Stmk, Silber aus NÖ sowie Verdienstkreuz aus D) bestaunen.

    • Inger
      05. Januar 2014 21:03

      Sehr richtig, die alten Herren mögen das ihre geleistet haben, aber um dieses Schlamassel aufzulösen, genügt es nicht, alt zu sein. Ich bin selber alt und daher weiss ich, wovon ich rede, man mag ja noch das eine oder andere leisten können und wollen, aber dieses Bankdesaster ist doch eine Nummer zu gross für so einen alten Herrn. Und nötig hat er es sicher auch nicht, dass er zu seiner sicher üppigen Pension noch was dazuverdient. Wobei das wort "verdienen" sicher nicht das richtige ist, weil wenn man sich was verdient, dann hat man was geleistet. aber wenn man nichteinmal alles kennt, was zur Klärung der Angelegenheit dienen könnte, dann kann man sich nichts verdient haben.
      Dieser ganze Sauhaufen gehört aufgedröselt und der ewige Standardsatz "der Haider...." - den kann ich nicht mehr hören, denn mir ist nicht bekannt, dass die Kärntner Abgeordneten oder Landesräte des Lesens und Schreibens unkundig gewesen wären oder vielleicht taub und stumm. Warum haben immer alle anderen mitgestimmt?? Und was mich eigentlich schon seit längerer Zeit brennend interessieren würde: warum lehen rot und schwarz jeden Untersuchungsausschuss ab, der diesbezüglich von einer Oppositionspartei beantragt wurde? Bis jetzt hat jede Oppositionspartei einen diebszüglichen Antrag gestellt und immer wurde von rot/schwarz abgelehnt - das kann doch nur heissen, dass man gar nicht will, dass die politische Verantwortung ans Tageslicht kommt, sonst müssten die rot/schwarzen Parlamentarier doch mit Begeisterung ihre Zustimmung zu so einem Ausschuss gegeben haben.
      Da wird weiter vertuscht und gelogen und alles auf einen Toten geschoben, der kann sich ja nicht wehren, der kann aber keinesfalls Alleinschuldiger sein., denn die FPÖ/FPK oder BZÖ waren ja nie alleinherrschende Partei in Kärnten. Also was ist da wirklich gelaufen??? Rückt endlich heraus mit der Wahrheit!!!

    • Undine
      05. Januar 2014 23:14

      @Inger

      ************!

  16. brechstange
    05. Januar 2014 16:36

    Wie wäre es den Spuren des Geldes zu folgen. Wer schnell hat Teile der Bank, ohne haften zu müssen, gekauft?

    • Anonymus
      05. Januar 2014 16:47

      Fragen Sie Josef Pröll, welcher damals sein okay gegeben hat. Warum wird er eigentlich für den missglückten Teilverkauf nach Bayern nicht persönlich verantwortlich gemacht?

    • brechstange
      05. Januar 2014 18:31

      Anonymus
      Investigativer Journalismus, wo ist der? Keiner will mehr ein Risiko eingehen, wie es scheint. Man lässt es zu, dass "Wirtschaft ohne Gesicht" kahlfressen darf.

    • machmuss verschiebnix
      05. Januar 2014 18:58

      @Brechstange,

      » ...ohne haften zu müssen ... « - bingo - genau das ist der springende Punkt !

      Die Politiker sind die einzige Kaste, die Untersuchungs-Ausschüsse - zu DEREN
      untersuchung - einfach abdrehen darf, wenn's brenzlig wird !

      Schon allein die Optik - so ein horrendes Vermögen kann nicht spurlos verschwinden - verrät,
      daß sich Politik und Bankster gegenseitig "geholfen" haben . Und die Sauerei dabei ist,
      daß sie dafür nicht belangt werden können ! ! !

      .

    • Anton Volpini
      05. Januar 2014 19:06

      Ja, man sollte wirklich den Spuren des Geldes folgen!
      Die Hypo befand sich zum Zeitpunkt der Verstaatlichung mehrheitlich in bayrischem Eigentum. Das Land Kärnten hielt nur mehr eine Minorität, haftete allerdings für die größten Sicherstellungen.
      Die Bayrische Landesbank hat in ihrer Zeit der Eigentümerrolle die Bilanzsumme mehr als verdoppelt.
      Warum hat eigentlich Bayern diese Bank nicht in ihre Verantwortung übernommen?
      Das Land Bayern ist volkswirtschaftlich mehr als dreimal größer als Österreich.
      Warum hat in dieser ominösen Nacht der Entscheidung Trichet persönlich bei Josef Pröll angerufen, was dieser als Entscheidungsgrund am nächsten Tag vor laufender Kammera als Begründung angab, gleich, wie er auch hyperventilierend am 13. Mai 2010 die Entscheidung zur Griechenlandrettung bekanntgab.
      Dieser Mann war sowas wie eine Fehlbesetzung!

      Ich will mich als Kärntner jetzt nicht aus der Verantwortung stehlen.
      Wir alle schauten zu, wie das Duo Haider und Kulterer diese Bank zu einem Luftschloß aufpauschten. Wir fragten uns schon vor der Übernahme der Bayern, wie lange das noch gutgehen wird.

      Der Punkt ist trotzdem die Verantwortung des Eigentums, und die liegt eindeutig bei den Bayern. Blöd nur, dass wir so einfältige Landespolitiker haben, die es nicht verstanden haben, die Landeshaftungen beim Verkauf an den neuen Eigentümer zu übertragen.

      Hätiwari, jetzt sollten wir wirklich schauen, wohin das Geld geflossen ist, brechstange.

  17. Brigitte Imb
    05. Januar 2014 15:52

    Den Politikern und politiknahen Angestellten ist lediglich das eigene Durchkommen wichtig und nicht wie es dem Steuerzahler ergeht. Daß dabei gelogen wird bis sich die Balken biegen, durften wir bereits von höchster Ebene hören.

    Die Staatslenker und ihre Erfüllungsgehilfen sind selbst bestimmt finanziell gut ausgestattet und haben keine Skrupel tief in die Taschen der Restbevölkerung zu greifen und diese frech zu bestehlen. Der Rest des benötigten Geldes wird eben gedruckt und auf dem Schuldenhaufen des Staates gelagert, als gäbe es kein Morgen.

    Ähnlich frech wie Liebscher verhält sich der griech. Finanzminister, der da behauptet, daß die Staatshilfen für GR niemand belasten. Wer zahlt wohl die Zinsen?

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1513089/Griechenland-fordert-weitere-finanzielle-Erleichterungen-?_vl_backlink=/home/index.do

  18. socrates
    05. Januar 2014 15:52

    In den USA wuerde er sofort entlassen und angeklagt, in Island eingesperrt. Bei uns in Bagdad: Jeden Aerger zu vertreiben kann nur zu Komplexen fuehren, darum ist es aeusserst wichtig, sich schnell abzureagieren! Darum geht's halt in den Prater, watschn'ts durt den Watschenmann.....

    • socrates
      05. Januar 2014 16:00

      Jeden Aerger zu verdraengen
      kann nur zu Komplexen fuehren,
      darum ist es aeusserst wichtig
      sich schnell abzureagieren.
      Es ist meistens nur die Frage
      wie man dieses tuen kann,
      na dann gehts halt in den Prater,
      watschetnets dort den Watschenmann!

    • cmh (kein Partner)
      06. Januar 2014 16:55

      Damals gab es noch Sendungen, von denen man ein Leben lang zehren konnte und kann.





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