Österreich hat gewählt

Lesezeit: 3:00

Wie in Deutschland vor einer Woche kam es auch in Österreich zu einem Linksruck. Die Sozialdemokraten behaupten ihre relative Mehrheit, die zweite Volkspartei des Landes, die einst bürgerliche ÖVP, fällt – wohlverdient – deutlich zurück und belegt Rang zwei. Beide Parteien markieren damit historische Tiefststände, schaffen aber trotzdem die für eine Fortsetzung der bestehenden Koalition erforderliche Mandatsmehrheit.

Die Genossen leiden offensichtlich darunter, ihren historischen Auftrag erfüllt zu haben. Alle ihre zentralen Anliegen sind längst erfüllt. Forderungen nach noch mehr Urlaub bringen heute einfach keine Stimmen mehr. Die ÖVP wieder verstand es – wie die FDP in Deutschland – ihre Klientel in einer Weise zu verprellen, die ihresgleichen sucht. Die Schwarzen stehen heute gesellschafts- und verteilungspolitisch links von jenen Positionen, die in den 1970er-Jahren von den Sozialisten eingenommen wurden. Für ihr politisches Angebot schwindet naturgemäß die Nachfrage. Der Verlust von zusammen mehr als vier Prozent der rotschwarzen Wählerstimmen kann daher nicht überraschen.

Die EU-kritische FPÖ platziert sich hinter der ÖVP auf dem dritten Rang und kann die Grünen auf deutlichem Abstand halten. Diese schaffen es – leicht gestärkt, aber nur halb so stark wie die Freiheitlichen – auf Platz vier. Das BZÖ („Bündnis Zukunft Österreich“) scheitert knapp an der Vier-Prozent-Hürde und scheidet aus dem Parlament aus. Das „Team Stronach“, das sich erstmals einer Wahl stellt, kommt, eher enttäuschend, auf knapp sechs und die ebenfalls zum ersten Mal antretenden „Neos“, ein Aufguss des selig entschlafenen, linken „Liberalen Forums“, bringen es auf respektable fünf Prozent der Stimmen.

Beruhigendes Faktum aus Sicht der Nettosteuerzahler: Keine Mehrheit links der Mitte. Für die bürgerlichen Leistungsträger deprimierend: Der Rückstand der vereinigten Linken ist kleiner geworden. Symptomatisch dafür ist der Ersatz des zwar farblosen, immerhin aber rechts der Mitte stehenden BZÖ durch die von einem alternden Straßenbautycoon gesponserten Neos, die für hundertprozentige politische Korrektheit und einen Spitzensteuersatz von 95 Prozent (!!) stehen.

Da die windelweiche Truppe des an Farblosigkeit nicht zu überbietenden ÖVP-Kapos Spindelegger kaum die Courage aufbringen wird, mit der FPÖ und dem Team Stronach (eine Dreierkoalition, die über eine komfortable parlamentarische Mandatsmehrheit verfügen würde), gemeinsam eine Regierung gegen die Opposition einer linken Volksfront zu bilden, wird leider alles beim Alten bleiben: Zum letzten Mal, so steht zu erwarten, wird eine große Koalition der im wahrsten Sinn des Wortes „Altparteien“ SPÖ & ÖVP gebildet werden. Viel schlimmer – so viel ist jedem gelernten Österreicher und jahrzehntelangen Kenner der heimischen Nomenklatura jetzt schon klar – hätte es nicht kommen können.

Die beiden großkoalitionären Wahlverlierer werden sich weitere fünf Jahre aneinanderklammern und die seit geraumer Zeit bestehende Obstruktionspolitik fortführen. Die dringend notwendige Steuerreform, die diesen Namen auch verdient, ist damit gestorben. Eine seit Jahren debattierte Verwaltungsreform kann man getrost vergessen. Das marode Pensionssystem wird weiter auf den Kollaps zutreiben und die Geldverbrennung im staatlichen Gesundheitswesen wird weitergehen wie gewohnt.

In spätestens fünf Jahren wird dann aber abgerechnet. Dann wird die absolute rotschwarze Mehrheit auf Bundesebene endgültig Geschichte sein. Dann endlich werden die Karten neu gemischt werden. Paul Watzlawick stellte einst fest: „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst!“ Ein Seher! Er hatte Österreich nach den Nationalratswahlen im Herbst 2013 im Blick…

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorplusminus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2013 13:52

    Bestens kommentiert, Herr Tögel.
    Nur ist mir die Prognose, es könnte sich in 5 Jahren etwas ändern, beim amtlichen Wahlergebnis abhanden gekommen.

    Wenn nicht eine Katastrophe von außen eintritt, werden die Sozis mit Hilfe der ÖVP und sämtlichen linkspopulistischen Parteien wie Grüne und/oder NEOS noch lange weiterwurschteln können.

    Und diese Erkenntnis ist das eigentlich Deprimierende am gestrigen Wahltag!

  2. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2013 14:32

    Vorläufige Mandatsverteilung:

    SPÖ 52
    ÖVP 47
    GRÜ 23 ergibt zusammen 122 Mandate!

    Danke. Das genügt. Damit kann man jederzeit, mit 2/3 Mehrheit, jegliches landesverräterische Gesetz in Verfassungsrang heben... Es wird doch niemand daran zweifeln, daß die GRÜNEN sich dem Landesverrat verweigern?

  3. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2013 18:35

    Einige ÖVP Landesgranden sprechen sich bereits gegen eine "gr." Koalition aus, womit die Chance auf eine bürgerl. Koalition doch theoretisch bestehen bleibt.
    Eine Regierung ohne Rote, ja das wäre wunderschöööön.

  4. Ausgezeichneter KommentatorM.S.
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2013 13:43

    Wenn auch der pessimistischste Beitrag zum Wahlergebnis, so doch der wahrscheinlichste!

  5. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Oktober 2013 15:15

    Sg Herr Tögel,

    Manche cleveren Politiker haben ihre Sale und Lease-back-Verträge auf 99 Jahre abgeschlossen. Als ob man für so lange Zeiträume abschätzen könnte, wie sich die Welt verändert. Die fünf Jahre bis zur nächsten regulären Wahl scheinen mir – angesichts der gegenwärtigen apokalyptischen Zustände – auch wie eine Zeitspanne, wie vorhin erwähnt, weil ... der Crash ist zu jeden Zeitpunkt eigentlich schon fällig.

    Kein denkender Mensch, der auch nur ein bißchen die weltpolitische Lage beobachtet, kann ernsthaft glauben, daß die Schuldenspirale so weitergedreht werden kann. Die Rezepte: mit bedrucktem Papier – Dollar - kauft man bedrucktes Papier – T-Bonds.

    Die Realwirtschaft leidet unter den Betrügereien der Banken und der politischen Bevorzugung der „virtual enterprises“, einem unsinnigen Freihandels-Diktat, das mit Billigstprodukten unsere Volkswirtschaft zerstört, deren Preisvorteil einerseits an den manipulierten Währungskursen, andrerseits den gänzlich anderen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen liegt, an die anzupassen für Europa Zustände wie in Dritte-Welt-Ländern bedeutete.

    Die uns von der Anonyma aufgezwungene Immigration von zig Millionen fremdkultureller, bildungsresistenter Massen, der Asylbetrug, die mobile Kriminalität, ... wirken wie Gift – langsam, aber absolut sicher – mit dem Ergebnis, daß wir zuerst bürgerkriegsartige Zustände haben werden und am Ende den Selbstmord als abendländische Völker.

    Die immer noch wachsende (Welt-)Bevölkerung bewirkt schon heute, daß das Problem ihrer Ernährung NICHT mehr gelöst werden kann. Dafür sind einerseits die zunehmend arid werdenden Ackerböden, die chemische Vergiftung von Umwelt, Planzen und für die Befruchtung nötiger Insekten, die übermäßige Entnahme von Grundwasser und die Beschneidung von Agrarflächen zugunsten von immer größeren Städten die Ursache.

    Die knapper werdenden Ressourcen – vor allem Öl und Gas – sind bisher schon Ursache für Kriege gewesen, sie werden es nun noch mehr.

    Wer es immer noch nicht verstanden hat: der 11. September 2001 war kein Ereignis aus dem „blauen Himmel“, sondern jene false flag-Operation, ein „inside job“, mit der die USA den Krieg gegen den Terror ausrufen konnten: d. h. gegen einen nicht definierten Feind, also gegen jedermann, jeden Staat, jedes Volk auf der ganzen Welt, und gleichzeitig – mit diesem Vorwand – alle verfassungsmäßigen Bürgerrechte. In den 12 Jahren seit diesem Ereignis wurden polizeistaatliche Strukturen, eine faktische Militär-Diktatur geschaffen und Vorkehrungen für die millionenfache Internierung einer – wie man zurecht erwartet – aufständischen Bevölkerung getroffen.

    All das ist die tatsächliche Weltlage. Ein einziges fatales Ereignis aus diesem Potpourri das schlagend wird, setzt die Welt in Flammen. Zwar haben darauf die österreichischen politischen Schausteller keinen Einfluß, insofern ist es schon fast wieder gleichgültig, wer „regiert“ – und ich denke, daß sie die nächste Wahl aus diesen Gründen nicht mehr erreichen werden.

  6. Ausgezeichneter KommentatorTullius Augustus
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2013 22:58

    @ Herr Tögel

    In 5 Jahren, also im Herbst 2018 könnte es gut möglich sein, dass das Welt-Finanzsystem bereits längst zusammengebrochen ist.

    Wie wird es 2018 dem US-Dollar gehen & dem Euro??

    Wer weiß wie die Welt in 5 Jahren aussehen wird, nicht einmal die beste Kristallkugel kann es zeigen.

    Natürlich kann diese Ungewißheit keine Entschuldigung für Versäumnisse sein: alle politischen Funktionäre & Amtsträger haben die Pflicht die notwendigen Reformen zu beschließen und umzusetzen - das MUSS sein, lieber heute als morgen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2013 13:32

    Sehr geehrter Herr Tögel,
    danke für Ihre Analyse aber glauben Sie im Ernst, dass sich die Schuldenspirale noch 5 weitere Jahre (oder sogar 10) so weiterdrehen wird wie bisher?
    Ich meine, die Karten werden schon viel früher neu gemischt werden (müssen)!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Oktober 2013 15:15

    Sg Herr Tögel,

    Manche cleveren Politiker haben ihre Sale und Lease-back-Verträge auf 99 Jahre abgeschlossen. Als ob man für so lange Zeiträume abschätzen könnte, wie sich die Welt verändert. Die fünf Jahre bis zur nächsten regulären Wahl scheinen mir – angesichts der gegenwärtigen apokalyptischen Zustände – auch wie eine Zeitspanne, wie vorhin erwähnt, weil ... der Crash ist zu jeden Zeitpunkt eigentlich schon fällig.

    Kein denkender Mensch, der auch nur ein bißchen die weltpolitische Lage beobachtet, kann ernsthaft glauben, daß die Schuldenspirale so weitergedreht werden kann. Die Rezepte: mit bedrucktem Papier – Dollar - kauft man bedrucktes Papier – T-Bonds.

    Die Realwirtschaft leidet unter den Betrügereien der Banken und der politischen Bevorzugung der „virtual enterprises“, einem unsinnigen Freihandels-Diktat, das mit Billigstprodukten unsere Volkswirtschaft zerstört, deren Preisvorteil einerseits an den manipulierten Währungskursen, andrerseits den gänzlich anderen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen liegt, an die anzupassen für Europa Zustände wie in Dritte-Welt-Ländern bedeutete.

    Die uns von der Anonyma aufgezwungene Immigration von zig Millionen fremdkultureller, bildungsresistenter Massen, der Asylbetrug, die mobile Kriminalität, ... wirken wie Gift – langsam, aber absolut sicher – mit dem Ergebnis, daß wir zuerst bürgerkriegsartige Zustände haben werden und am Ende den Selbstmord als abendländische Völker.

    Die immer noch wachsende (Welt-)Bevölkerung bewirkt schon heute, daß das Problem ihrer Ernährung NICHT mehr gelöst werden kann. Dafür sind einerseits die zunehmend arid werdenden Ackerböden, die chemische Vergiftung von Umwelt, Planzen und für die Befruchtung nötiger Insekten, die übermäßige Entnahme von Grundwasser und die Beschneidung von Agrarflächen zugunsten von immer größeren Städten die Ursache.

    Die knapper werdenden Ressourcen – vor allem Öl und Gas – sind bisher schon Ursache für Kriege gewesen, sie werden es nun noch mehr.

    Wer es immer noch nicht verstanden hat: der 11. September 2001 war kein Ereignis aus dem „blauen Himmel“, sondern jene false flag-Operation, ein „inside job“, mit der die USA den Krieg gegen den Terror ausrufen konnten: d. h. gegen einen nicht definierten Feind, also gegen jedermann, jeden Staat, jedes Volk auf der ganzen Welt, und gleichzeitig – mit diesem Vorwand – alle verfassungsmäßigen Bürgerrechte. In den 12 Jahren seit diesem Ereignis wurden polizeistaatliche Strukturen, eine faktische Militär-Diktatur geschaffen und Vorkehrungen für die millionenfache Internierung einer – wie man zurecht erwartet – aufständischen Bevölkerung getroffen.

    All das ist die tatsächliche Weltlage. Ein einziges fatales Ereignis aus diesem Potpourri das schlagend wird, setzt die Welt in Flammen. Zwar haben darauf die österreichischen politischen Schausteller keinen Einfluß, insofern ist es schon fast wieder gleichgültig, wer „regiert“ – und ich denke, daß sie die nächste Wahl aus diesen Gründen nicht mehr erreichen werden.


alle Kommentare

  1. Jaylon (kein Partner)
    04. Februar 2015 08:53

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    04. Oktober 2013 10:20

    Wahlen können kaum noch etwas ändern. Aber im nächsten Jahr gibt es in Katalonien eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit. Dies wird zum Zerfall der Eurozone beitragen. Es wird eine nicht-grüne Ökopolitik etabliert.

  9. Waltraut Kupf (kein Partner)
    01. Oktober 2013 23:50

    Man redet ständig von irgendwelchen Reformen, sollte aber zuvor analysieren, welche bei den Parteien die grundsätzliche wirtschaftspolitische und sozialpolitische Einstellung ist und, vor allem, wer mit wem überhaupt in der Lage wäre, einen Konsens zu erzielen, ohne das Mittel des faulen Kompromisses oder den Aufschub bis zum St. Nimmerleinstag zu wählen. Dazu kommt die Meinung der Bevölkerung, die man zwar zu ignorieren bereit ist, an der man aber, wie sich in der Steiermark gezeigt hat, nicht völlig vorbeikommt. Vereinfachend kann man sagen, daß „rechts“ oder „links“ sich vor allem an der Gesellschaftspolitik, der Wirtschaftspolitik und der Sozialpolitik festmacht. So betrachtet ist es Rot und Schwarz eigentlich unmöglich, zu koalieren, obgleich man sich in der Wirtschaftspolitik mit EU-Vorgaben noch am ehesten trifft, die aber spießt sich mit der Sozialpolitik, weshalb Rot seine originären Ziele eigentlich über Bord geworfen hat und das anscheinend nicht einmal kapiert hat. Ein bißchen Vermögenssteuer wird am Wesentlichen nichts ändern. Die FPÖ ist gesellschaftspolitisch rechts, sozialpolitisch links, wirtschaftspolitisch unklar, aber wahrscheinlich eher rechts. Sie könnte eher mit Rot oder Schwarz koalieren als die beiden es miteinander konnten. Der Knackpunkt ist aber die Positionierung gegenüber der EU, über die man sich leider nicht einig ist. Der Anteil der EU-Kritiker in der Bevölkerung beträgt wahrscheinlich ein Drittel, die Leute getrauen sich aber nicht, etwas zu fordern, was keine Partei, auch nicht die FPÖ, wirklich vertritt. In diesem Wust widersprüchlicher Elemente wird wohl alles den Bach hinuntergehen.

  10. Francois Villon (kein Partner)
    01. Oktober 2013 15:15

    Sg Herr Tögel,

    Manche cleveren Politiker haben ihre Sale und Lease-back-Verträge auf 99 Jahre abgeschlossen. Als ob man für so lange Zeiträume abschätzen könnte, wie sich die Welt verändert. Die fünf Jahre bis zur nächsten regulären Wahl scheinen mir – angesichts der gegenwärtigen apokalyptischen Zustände – auch wie eine Zeitspanne, wie vorhin erwähnt, weil ... der Crash ist zu jeden Zeitpunkt eigentlich schon fällig.

    Kein denkender Mensch, der auch nur ein bißchen die weltpolitische Lage beobachtet, kann ernsthaft glauben, daß die Schuldenspirale so weitergedreht werden kann. Die Rezepte: mit bedrucktem Papier – Dollar - kauft man bedrucktes Papier – T-Bonds.

    Die Realwirtschaft leidet unter den Betrügereien der Banken und der politischen Bevorzugung der „virtual enterprises“, einem unsinnigen Freihandels-Diktat, das mit Billigstprodukten unsere Volkswirtschaft zerstört, deren Preisvorteil einerseits an den manipulierten Währungskursen, andrerseits den gänzlich anderen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen liegt, an die anzupassen für Europa Zustände wie in Dritte-Welt-Ländern bedeutete.

    Die uns von der Anonyma aufgezwungene Immigration von zig Millionen fremdkultureller, bildungsresistenter Massen, der Asylbetrug, die mobile Kriminalität, ... wirken wie Gift – langsam, aber absolut sicher – mit dem Ergebnis, daß wir zuerst bürgerkriegsartige Zustände haben werden und am Ende den Selbstmord als abendländische Völker.

    Die immer noch wachsende (Welt-)Bevölkerung bewirkt schon heute, daß das Problem ihrer Ernährung NICHT mehr gelöst werden kann. Dafür sind einerseits die zunehmend arid werdenden Ackerböden, die chemische Vergiftung von Umwelt, Planzen und für die Befruchtung nötiger Insekten, die übermäßige Entnahme von Grundwasser und die Beschneidung von Agrarflächen zugunsten von immer größeren Städten die Ursache.

    Die knapper werdenden Ressourcen – vor allem Öl und Gas – sind bisher schon Ursache für Kriege gewesen, sie werden es nun noch mehr.

    Wer es immer noch nicht verstanden hat: der 11. September 2001 war kein Ereignis aus dem „blauen Himmel“, sondern jene false flag-Operation, ein „inside job“, mit der die USA den Krieg gegen den Terror ausrufen konnten: d. h. gegen einen nicht definierten Feind, also gegen jedermann, jeden Staat, jedes Volk auf der ganzen Welt, und gleichzeitig – mit diesem Vorwand – alle verfassungsmäßigen Bürgerrechte. In den 12 Jahren seit diesem Ereignis wurden polizeistaatliche Strukturen, eine faktische Militär-Diktatur geschaffen und Vorkehrungen für die millionenfache Internierung einer – wie man zurecht erwartet – aufständischen Bevölkerung getroffen.

    All das ist die tatsächliche Weltlage. Ein einziges fatales Ereignis aus diesem Potpourri das schlagend wird, setzt die Welt in Flammen. Zwar haben darauf die österreichischen politischen Schausteller keinen Einfluß, insofern ist es schon fast wieder gleichgültig, wer „regiert“ – und ich denke, daß sie die nächste Wahl aus diesen Gründen nicht mehr erreichen werden.

  11. Tullius Augustus
    30. September 2013 22:58

    @ Herr Tögel

    In 5 Jahren, also im Herbst 2018 könnte es gut möglich sein, dass das Welt-Finanzsystem bereits längst zusammengebrochen ist.

    Wie wird es 2018 dem US-Dollar gehen & dem Euro??

    Wer weiß wie die Welt in 5 Jahren aussehen wird, nicht einmal die beste Kristallkugel kann es zeigen.

    Natürlich kann diese Ungewißheit keine Entschuldigung für Versäumnisse sein: alle politischen Funktionäre & Amtsträger haben die Pflicht die notwendigen Reformen zu beschließen und umzusetzen - das MUSS sein, lieber heute als morgen.

  12. Brigitte Imb
    30. September 2013 18:35

    Einige ÖVP Landesgranden sprechen sich bereits gegen eine "gr." Koalition aus, womit die Chance auf eine bürgerl. Koalition doch theoretisch bestehen bleibt.
    Eine Regierung ohne Rote, ja das wäre wunderschöööön.

    • Cotopaxi
      01. Oktober 2013 13:51

      Das sind nur Scheingeplänkel der Schwarzen, Rot-Schwarz ist fix, wetten?

    • Brigitte Imb
      01. Oktober 2013 16:01

      Wahrscheinlich werden Sie damit rechthaben, leider.
      Spindi soll nach Norwegen schauen und sich ein Beispiel nehmen.

  13. Erich Bauer
    30. September 2013 14:32

    Vorläufige Mandatsverteilung:

    SPÖ 52
    ÖVP 47
    GRÜ 23 ergibt zusammen 122 Mandate!

    Danke. Das genügt. Damit kann man jederzeit, mit 2/3 Mehrheit, jegliches landesverräterische Gesetz in Verfassungsrang heben... Es wird doch niemand daran zweifeln, daß die GRÜNEN sich dem Landesverrat verweigern?

    • zauberlehrling
      30. September 2013 16:04

      Die GrünInnen sicher nicht und wenn es irgendwo spießt springen auch noch die NEOS ein, wetten?

    • BHB (kein Partner)
      05. Oktober 2013 19:58

      Nach dem Wahlergebnis vom 29.09 hatte ich schon befürchtet das Duell Briefwahl das 122.Mandat bringt.

  14. plusminus
    30. September 2013 13:52

    Bestens kommentiert, Herr Tögel.
    Nur ist mir die Prognose, es könnte sich in 5 Jahren etwas ändern, beim amtlichen Wahlergebnis abhanden gekommen.

    Wenn nicht eine Katastrophe von außen eintritt, werden die Sozis mit Hilfe der ÖVP und sämtlichen linkspopulistischen Parteien wie Grüne und/oder NEOS noch lange weiterwurschteln können.

    Und diese Erkenntnis ist das eigentlich Deprimierende am gestrigen Wahltag!

  15. M.S.
    30. September 2013 13:43

    Wenn auch der pessimistischste Beitrag zum Wahlergebnis, so doch der wahrscheinlichste!

  16. terbuan
    30. September 2013 13:32

    Sehr geehrter Herr Tögel,
    danke für Ihre Analyse aber glauben Sie im Ernst, dass sich die Schuldenspirale noch 5 weitere Jahre (oder sogar 10) so weiterdrehen wird wie bisher?
    Ich meine, die Karten werden schon viel früher neu gemischt werden (müssen)!

  17. La Rochefoucauld
    30. September 2013 12:53

    "Dann [Anm: in 5 Jahren bei der nächsten Wahl] endlich werden die Karten neu gemischt werden."

    Wieso? In 5 Jahren verlieren Pröll und Häupl zwar die Mandatsmehrheit, regieren aber dann noch einmal weitere 5 Jahre mit den willigen Grünen.

    Eine Zäsur kommt erst in 10 Jahren :-(

    • Inger
      30. September 2013 18:29

      Na ja, fünf Jahre sind einerseits eine kurze Zeit, andererseits beim "Veltlinermichl" könnte sich schneller was ändern als man glaubt, die Leber spürt man nicht, aber wenn, dann ist es meistens doch zu spät.
      Und die "Sieger" - so gebärden sie sich, nämlich die NEOS, was ist das für ein Haufen? Faseln dauernd von einer jungen Partei/Bewegung und meinen die Österreicher sind alle dumm und dämlich und vor allen Dingen vergesslich.
      Immerhin, ein Teil dieser "siegreichen" Truppe sind die Restbestände des LIF. Seinerzeit von Heide Schmid unter dem Schutzmantel des nachmaligen Bundespräsidenten entstanden, sprich abgespalten von der FPÖ - nachdem Heide Schmid jahrzehntelang das Parteiprogramm wesentlich mitgetragen hat, tja und dann stand ihr halt plötzlich der Heinz Fischer näher als der Jörg Haider. Mit der Loyalität hat's die ja nicht so. Und jetzt basteln die Altbestände vom LiF und die Neuen von den NEOS, die ja politisch auch nicht gerade unbeschriebene Blätter sind unter dem Schutzmantel von Haselsteiner eine neue Partei. Ob das auf Dauer gutgehen kann/wird??? ICh bezweifle das. Haselsteiner ist ja auch für alle offen, das hat er ja schon mehrfach bewiesen.

    • La Rochefoucauld
      02. Oktober 2013 10:44

      Macht ja nichts. Die NEOS sind aber super, da sie massiv den Grünen Stimmen weg nehmen und auch der ÖVP und diese daher unter Zugzwang bringen. Ob die ÖVP das aber versteht, wage ich zu bezweifeln ;-)





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