Ist es Wiederbetätigung, wenn sich Corona-Demonstranten mit verfolgten Juden vergleichen?

Autor: Wilfried Grießer

Jene Zuwanderung, die man kritisieren darf

Autor: Wolfgang Maurer

Fundamente „Europäischer Bildung“

Autor: Josef Stargl

„Wer Antisemit ist, bestimmen wir!“

Autor: Elmar Forster

Die USA unter sozialdemokratischem Regime

Autor: Andreas Tögel

Meine Erkrankung oder: Wie das Virus die Behörden überfordert

Autor: Hans Anonym

Die Freiheit der Demokratie und ihre ahnungslosen Feinde

Autor: Leo Dorner

Die massive Korruption in der Slowakei und eine Dissertation

Autor: Elmar Forster

Hass in Favoriten

Autor: Georg Vetter

Corona: Nicht alle leiden ...

Autor: Rachel Gold

Weitere Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Fischer erklärt den Chilenen Chile

Wer hätte das gedacht: Selbst die Reisen unseres hochgeschätzten Herrn Bundespräsidenten ins ferne Chile können interessant werden. Vor allem, wenn Heinz Fischer den Chilenen Chile erklärt.

Bei seinem Aufenthalt in Santiago de Chile lobte Fischer nämlich die „imponierende wirtschaftliche Entwicklung“ des Landes seit dem Ende der Pinochet-Diktatur 1989. Vielleicht glaubt der Mann ja selber an diese Analyse. Alle Ökonomen wissen aber, dass nicht nach, sondern schon in der Pinochet-Ära alle entscheidenden und bis heute wirrksamen Grundlagen für die große wirtschaftliche Stabilität Chiles gelegt worden sind. Vor Pinochet war Chile hingegen vom Allende-System völlig zerrüttet worden.

Aber unsere Sozialdemokraten zimmern halt immer gerne ihre Geschichtslegenden. In Hinblick auf ferne Regionen wie Lateinamerika geht das natürlich besonders leicht. Kennt sich doch dort hierzulande kaum jemand aus. Daher hat die Linke ja jahrelang auch von dort viel mehr als aus eigenen Verdiensten ihr Gutmenschtum zu schöpfen und beweisen versucht.

Diese Anmerkungen sind nun in keiner Weise eine Verteidigung oder gar Leugnung der Menschenrechtsverbrechen unter Pinochet. Auch wenn es Tatsache ist, dass diese von Fischers Lieblingsland Kuba noch weit übertroffen werden. Dort halten sie noch dazu bis heute an.

Aber es ist unleugbare Tatdsache, dass Pinochet Chile auf den – langfristig – immer optimalen Kurs einer liberalen Marktwirtschaft gebracht hat. Diese triumphiert dort seither, sehr zum ökonomischen Nutzen der Bürger. So wie sie es auch im ebenfalls menschenrechtsverletzenden China tut. Denn Pinochets Nachfolger waren klug genug, diese wirtschaftspolitischen Errungenschaften nicht über Bord zu werfen.

Dementsprechend feinsinnig war auch die Replik des jetzigen chilenischen Präsidenten Sebastian Pinera auf die eigenwillige Chile-Erklärung Fischers. Er lobte das große kulturelle Erbe Österreichs – und hob dabei ausgerechnet den aus Wien stammenden Ökonomen und Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek besonders hervor. Ich spüre trotz der Distanz geradezu, wie sich bei diesen Worten die Magennerven Fischers verkrampft haben. Denn Hayek ist (zusammen mit Milton Friedman) der größte liberale Denker der letzten Hundert Jahre und für Linke der Inbegriff des bösen Neoliberalismus (was auch immer dieses „Neo-“ für eine Spezifikation von „liberal“ bedeuten mag. Das hat ja noch nie jemand erklärt). Deswegen wird Hayek zugunsten des Schuldenapostels Keynes auch völlig totgeschwiegen.

Und gerade dieser Hayek ist unter Pinochet in Chile hoch verehrt und mit seinen ökonomischen Empfehlungen auch umgesetzt worden (Wobei freilich Hayeks flammendes Engagement für die Freiheit auf politischer Ebene ignoriert worden ist).

 

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2012 02:56

    Fast 2 1/2 Stunden im Netz und noch immer kein Kommentar. Wir sind halt - zum Unterschied UHBP keine exzelenten Chile-Kenner.
    Der linke "Gott-Sei-Bei-Uns" Augusto Pinochet ist seit 22 Jahren Geschichte. Seither regierten 10 Jahre eine Christlich-Demokratische (1990-2000) und 10 Jahre eine Sozialistische Partei (2000-2010); seit 2 Jahren der rechtskonservative Präsident Pinera.
    Ein Erbe der Sozialisten im Jahr 2010 war das Gefängnis in San Miguel. Dort waren zu diesem Zeitpunkt 1900 Menschen inhaftiert - ausgelegt ist das Gefängnis für 1000. Es kam zu gewaltigen Gefängnisrevolten. Komisch: Mich erinnert die Belagsdichte sehr an Traiskirchen!
    Und dann erinnere ich mich noch an eine weltweite Medienkampagne von Amnesty International: Im Jahr 2006 kam es zu Ausschreitungen der Polizei gegen Angehörige der Mapuche. Festgenommene gaben damals an, gefoltert worden zu sein. Es wurde nur ausgeblendet, daß die Sozialisten in Chile am Ruder waren. Die geschichtslügende Linke tat wie immer so, als wäre ein rechter Diktator (in diesem Fall der längst verschwundene Pinochet) der Bösewicht.
    Egal in welchen Winkel des Globus man schaut: Linke Medienmafia belügt immer alle!

  2. Ausgezeichneter KommentatorAndreas Tögel
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2012 11:29

    Ein besonders interessanter Aspekt der chilenischen Erfolgsgeschichte ist das Pensionssystem. 1980 erfolgte unter dem damaligen Arbeitsminister José Pinera die Umstellung vom Umlageverfahren auf ein Kapitaldeckungssystem (der Mann hat darüber vor ein paar Jahren im Wiener Hayek-Institut referiert). Da man im Pinochet - Regime offenbar Sinn für Ironie hatte, wurde als Stichtag der 1. Mai gewählt....

    Zur Bedeckung der im alten Umlageverfahren entstandene Anwartschaften, wurde im großen Stil Staatseigentum privatisiert. Die Vesicherten haben seither innerhalb eines zeitlichen Korridors die Wahl, wann sie in den Ruhestand treten wollen - mit entsprechenden (von der jeweils aktuellen Sterbetafel bestimmten) Auswirkungen auf die Pensionshöhe. Die Idee basierte auf Jahre zuvor formulierten Gedanken Milton Friedmans und ist bis heute eine absolute Erfolgsgeschichte.

    Daß erkenntnisresistente Altkommunisten nichts davon halten, den werktätigen Massen Eigentum in die Hände zu geben, sondern diese viel lieber ewig am Gängelband der Sozialbürokratie hängen sehen wollen, wird niemanden überrschen, der sich mit dieser verbrecherischen Ideolgie etwas näher befasst hat...

  3. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2012 06:36

    Zum Thema:

    Geschieht ihm schon recht, dem kleinen Wichtigtuer aus dem zwar auch kleinen, jedoch schönen und liebenswerten Alpenlande! Was mischt der sich auch immer wieder in die "großen" Dinge der Welt ein!?

    Vom Kleinen zum Großen (ab nun o.t.):

    In meinem heutigen Sonntags-Lyrikschwerpunkt - wie gestern versprochen - nochmals unser großer Josef Weinheber;
    eine erschütternde Ode aus "Späte Krone", geschrieben knapp vor dem letzten Weltkrieg, im Bewusstsein der Zerrissenheit der damaligen Zeit.
    Angesichts der letzten Entwicklungen in unserer Welt wirken die vor fast achtzig Jahren geschriebenen Worte Weinhebers, seltsam prophetisch, auch auf unser "HEUTE" bezogen.

    Ich hoffe, Sie mit dem langen Text nicht ungebührlich zu inkommodieren; wer jedoch ein Sensorium für große Kunst und wahre Menschlichkeit hat, wird diesen Hymnus als berührendes Kunstwerk und Zeitdokument, aber auch als hellsichtiges Fanal für das Hinterfragen unserer gefährdeten Existenz und unserer wirren Zeit, in geistigen Besitz nehmen!

    "DEM KOMMENDEN MENSCHEN
    Hymnus

    Dar ich reden von dem, der kommt? Aber wie denn
    nenn ich seinen verborgenen Namen? Ich, ein
    Mensch unter Menschen, anfällig, immer
    hin am Abgrund, einsam und wehrlos
    vor dem Wirrsal der Welt, das schwarz in mich einbricht
    wie in verlassnes Haus ein Rudel von Räubern?
    Darf denn reden, wer strauchelt, reden
    wer noch sucht? Und wer irrt, an die Stelle
    Gottes treten und sagen: dies will ich?

    Ja, mit dem Recht des Gefangenen, der nach
    Freiheit weint, beschwör ich die Freiheit,
    mit dem Ruf der Sehnsucht den Traum, und
    mit des Gemarterten Klage die ferne
    Ordnung der Güte.
    Mit dem Rechte dessen, der leidet -- o, dem
    EINEN Recht, das der Nacht widersteht und an andern
    Ufern wohnt, an den Wassern der Reinheit --
    mit des Dulders göttlichem Anspruch verlang ich
    nach dem Herbste der Qual, der lebendigen
    Frucht und Kelter der Bitternis, Amen.

    Sollen wir hungern? Und immer
    sagt man den Kommenden: Hungert?
    Sollen wir frieren und sein ohne Stube? Und wieder
    wankt uns der Boden, birst das Dach überm Haupte,
    und die Heimat, traumhaft geschaut, sie ist nicht,
    nicht in den hundert Namen, den rühmlich gereichten?
    Sollen wir sterben, immer
    wieder hingehn und sterben? Und keiner
    löscht von unseren Malen die schreckliche Inschrift:
    "Vergeblich"?

    Was ich leide, leiden wir alle. Und darum
    red ich: Welcher die Sprache
    hat, dem geziemt es, zu reden für alle.
    Frevle ich, so freveln wir alle. Gelingt mir
    aber das Wort, so lös und erlös ich
    aus dem Verlust. Kein Kranz ist mir nötig.

    Tief und in jede Armut sind wir gefallen; verwiesen
    auf das Letzte in uns: Zu stehen,
    uns zu besinnen, zu behaupten den Rest: die
    arme Würde des Menschen.
    Nicht Vergehens Muß und nicht Werdens
    Wucher ist unsere Not: die Gewalten sind gütig
    JEGLICHER Ehrfurcht.
    Wir jedoch,
    wir übersprangen die Ordnung, setzten
    neu ein Standbild, unsres der Hoffart, teilten
    in Besiegte und Sieger. Aber
    er, der da kommt, wird sich BEUGEN.

    Gräßlicher "Herr der Erde", wer bist du?
    Seht, er redet von Gott und zertritt seinen Nächsten
    wie er die Blume zertritt, und vermag nichts
    gegen die eigne Erfindung, gegen
    alle den Fluch des
    Abfalls, der ihn berauscht und vernichtet.
    Hilflos seine Vermessenheit, hilflos
    seine Flucht vor dem Schrecken, schrecklich
    aber sein letzter Ratschluß: Gewalt.

    Red' er nicht von Gott oder Göttern. Beide
    sind nicht außerhalb unser. Ach, wen erhöhen
    denn noch Tempel, da, wo die Kirchen
    nicht zu retten vermögen?
    Vor seine Gier gespannt, mit Pomp und Gesängen
    nährt er Gott oder Götter. Über
    sich hinaus befestigt er sie, denn mehr und
    anderweit als ihre Schöpfung
    nimmt er sein Eignes für göttlich.

    Mensch der Mitte, dich sing ich!
    Zwischen Elend und Prunk, Empörung und Dulden
    wirst du zurückgehn in dich, ein Ebenbild Gottes.
    Ruhend in dir,
    werden die Dinge beruhn und werden dich lieben,
    und beglückt wirst du sein in der
    Kraft des Befreiten, und dienen.

    Komm uns, Kommender! Mit dem Recht des Gefangnen,
    der nach Freiheit weint, beschwör ich die Freiheit,
    mit dem Ruf der Sehnsucht den Traum und
    mit des Gemarterten Klag' die ferne
    Ordnung der Güte.
    Mit dem Rechte dessen, der leidet -- oh, dem
    EINEN Recht, das der Macht widersteht und an andern
    Ufern wohnt, an den Wassern der Reinheit --
    mit des Dulders göttlichem Anspruch verlang ich
    nach dem Ende der Qual, der lebendigen
    Frucht und Kelter der Bitternis, Amen.
    "

    (mail to: gerhard@michler.at)

  4. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2012 09:16

    Hei-Fi sollte besser als nächstes nach Nordkorea fahren und Kim Jong Un den Kommunismus erklären. Vermutlich versteht er davon mehr.

  5. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2012 09:03

    Wo immer unser HBP, dieser ewig gestrige Kommunist, auftritt, wird es peinlich für Österreich!
    Chile hatte nie eine Tradition bei Militärputschen. Hier hat die Mittelklasse, welche die Masse der Offiziere stellte, in letzter Verzweiflung die Notbremse gezogen. Ob Allende und seine nächsten Mitstreiter es gut meinten, war dem Mittelstand, welcher sich plötzlich als Auslaufmodell sah, ziemlich egal.

    Die modernen Sozialisten wollen immer nur den hart und ehrlich arbeitenden Menschen etwas stehlen um es den faulen und dummen Menschen zu geben.
    Die zahlreichen Verstaatlichungen, von Allende, könnten als perfektes Unterrichtsmaterial für unsere Schulen dienen! Korruption und Nepotismus feierten fröhliche Urstände. Leistung und Können wurde zugunsten von Parteimitgliedschaft und sozialer Herkunft ignoriert. Effizienz und Nachhaltigkeit wurden aufgegeben, um sozial 'gerecht' zu sein.
    Wer immer einmal die Gelegenheit hat mit einem Chilenen der Mittelschicht zu sprechen, dem wird Allende als der Leibhaftige persönlich beschrieben werden.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2012 07:53

    Als ich vor vielen Jahren in Chile war, wurde mir von serioesen chilenischen Geschaeftspartner erklaert, um wieviel besser sich die Wirtschaft unter Pinochet als unter Allende sich entwickelte. Alles war besser organisiert, der Wohlstand wuchs. Breitflaechig.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2012 17:18

    Ob bewußt, od. unwissend, den HBP wird sein geleisteter Fauxpas nicht stören, seine Anhänger applaudieren sicher und die kritische Masse, der die Unwahrheiten u. die Spitze Pineras auffallen, wird ohnehin in Ö nicht gehört. Was soll's.
    Naja, und nachdem sich seine Amtszeit dem Ende zuneigt, wird er schon "anzahn" müssen, um ev. ihm fehlende Flecken dieser Erde noch auf Staatskosten bereisen zu dürfen. Bon Voyage!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2012 09:29

    Faymann, Fischer und Genossen sind schon durch ihre Anwesenheit der Tod der Demokratie.


alle Kommentare

  1. Deena (kein Partner)
    12. März 2015 05:38

    expensive energy http://buyviagrapillz.com eating per http://cialisonlinedeal.com tretment then http://viagrabiz.org toxic consistent problem http://levitrabiz.com studies found men http://viagraonlinedeal.com include medications criteria http://cheapcarinsurancezip.com provider ahead effective treatment http://buycialistabs.net ten men secure lets http://autoinsurancequotesz.org most

  2. Maribeth (kein Partner)
    18. Februar 2015 19:48

    increasing sexual http://toppharamacy.com vision senses finding http://edtriallpacks.com depressed want http://drugssonline.com every day how much http://bestdrugustore.com bad bacteria

  3. Missi (kein Partner)
    08. Februar 2015 18:56

    purchasing http://carinsuranceqts.com any alarm easy http://autoinsurancelw.click drivers risk tanning http://viagraonline.club influence only read http://cheapcialis.website after depression sexual http://cialisweb.pw pde-5 inhibitors

  4. Dreama (kein Partner)
  5. Sebastian (kein Partner)
    22. Januar 2015 08:45

    Yes, I mean how can the term middle class cunt be more oivfnsefe than this reactionary bullshit? I have spoken to several people who got tortured under Pinochet's regime, and you let this guy talk about 'room for improvement' and the infrastructure? That's just lame. http://geriyt.com [url=http://idjfvbkmtz.com]idjfvbkmtz[/url ] [link=http://ysipnzt.com]ysipnzt[/link ]

  6. Kamryn (kein Partner)
    21. Januar 2015 20:28

    Ppl like you get all the briasn. I just get to say thanks for he answer. http://plhnlr.com [url=http://zhptctz.com]zhptctz[/url ] [link=http://hflvuzbe.com]hflvuzbe[/link ]

  7. Kassi (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:30

    Umm, are you really just giving this info out for nogihnt?

  8. BertieorBirdie (kein Partner)
    20. Januar 2015 12:32

    This arltcie is a home run, pure and simple!

  9. Einspruch! ja, ja: (kein Partner)
    11. Dezember 2012 19:29

    Sollten wir nicht froh sein, dass wenigstens UHBP nach Chile gefahren ist, um die Chilenen zu belehren? Es hätte doch viel schlimmer kommen können. Es hätte Herr Werner fahren können, um die Chilenen (aus seiner Sicht) über den Gang der Welt zu informieren (stöhn!) . . . oder Frau Doris, um ihnen das Verkehrswesen nahezubringen (ächz!) . . . oder Herr Norbert, um ihnen zu erklären, wieso sie ab sofort nur ein paar hundert Halawachln brauchen statt eines Heeres (grunz!) . . . oder Herr Michael, um ihnen den Grünen Veltliner zu erklären, wo die Wappler immer nur Rotwein trinken . . . oder all die anderen Geistesgrößen . . . na, wir sollten doch FROH sein, dass es UHBP war, der uns da repräsentiert hat, nicht?

  10. Aron Sperber (kein Partner)
    10. Dezember 2012 23:43

    Fischer prangert Pinochet an,während der Kommunist Castro Narrenfreiheit genießt.

    Verbündete des Westens wie Pinochet & Co. müssten sich schließlich im Gegensatz zu Castro & Co. an westliche Werte halten.

    Wer hingegen wie Saddam, Gaddafi oder Assad auf westliche Werte pfeift, fällt sogar unter den besonderen Schutz der rechtsgelehrten Idioten, die den Westen für seine "völkerrechtswidrigen Interventionen" an den Pranger stellen.

    Einmischen dürfen wir uns nur insofern, als wir den von Assad & Co. bedrohten Menschen Asyl zu gewähren hätten:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/12/01/asyl-in-europa-statt-gastarbeit-am-golf/

  11. bürgerIn (kein Partner)
    10. Dezember 2012 18:00

    Sorry, Herr Unterberger, Sie haben eines unterlassen: Nehmen Sie den Namen des (hochgeschwätzten) Herr BP in den Mund, müssen Sie die Speibsackerl mitliefern. Anders ist der Herr kaum zu ertragen - auch nicht, wenn er von fremden Kontinenten tönt.

  12. Trollwatsch (kein Partner)
    10. Dezember 2012 15:37

    Guten Morgen werte Linkstrolle, schön dass Ihr wieder einmal aufwacht.

    Hat Euch der Unterberger wiedereinmal versehentlich eine in die Eier plaziert? Warum solltet Ihr jetzt so aufjaulen, wenn es nicht weh täte?

    Und warum seid Ihr immer so negativ? Könntet Ihr statt Eurer Nörgelei und Zuwipinkelei nicht einmal ein großes Loblied auf den Menschenfreund Che hier abliefern? Nur damit wir alle hier einmal sehen täten, was dere für ein Menschenfreund war. Sonst hätte er ja kein Ehrendenkmal von den hiesigen Roten kriegt.

    • (kein Partner) (kein Partner)
      10. Dezember 2012 15:55

      War ja klar, dass so eine Meldung kommen wird.

      Das kubanische Regime hat 15000 Menschen ermordert, zahlreiche mehr gefoltert. Eine Million Menschen sind aus Kuba geflüchtet. Zufrieden?

      Nur was hat das mit Chile zu tun?

      Das ist ja gerade der Vorwurf, der aus der (bürgerlichen) Mitte kommt. Genauso wie die Linken die Bildungspolitik und das Gesundheitssystem Kubas loben, preisen die Rechten die angeblichen wirtschaftlichen Erfolge des Pinochetregimes. In beiden Fällen muss man aber die Gewalt ausblenden, die beide Regimes erst ermöglicht haben. Ideologien sind immer gefährlich.

      Wer sich mit der jüngeren Geschichte Chiles auseinandersetzt, wird wissen, dass die 1970er Jahre, als Friedmans Ideen nach und nach umgesetzt wurden, wirtschaftliches Chaos gebracht haben. Inklusive Inflationsraten um 400% und Arbeitslosigkeit bis 25%, Anfag der 80er Jahre gabe es einen Beinahebankrott. In Folge wurden Banken verstaatlicht und die Staatsquote wieder angehoben.

      Sicher, Chile steht weit besser da als Kuba, aber das wäre ohne den Chicago Boys auch gegangen.

      Und war das alles wert, 3000 Menschen zu ermorden und 30000 zu foltern? Das können nur die Chilenen selbst beantworten.

    • Nüchtern gesehen.. (kein Partner)
      10. Dezember 2012 19:05

      Trollwatscherl du bist und bleibst ein Kipferl! In etwa auf A....höhe unserer rot-schwarz-grün und zum großen Teil auch blauen "Politiker", wie auch "Journaillisterln"
      Ein richtiger "Auch-Welterklärer" wie die vorgenannten ..... und jene, über die sich der alte Unterberger so aufregen muss!

  13. Hasdrubal (kein Partner)
    10. Dezember 2012 13:40

    Lernen Sie Geschichte, Herr Dr. Unterberger!

    Dann wüssten Sie, dass die Neoliberalen sich bei ihrer Gründung 1938 in Paris diese Bezeichnung selber ausgesucht haben. Dass es viele Denker gibt, die sich zwar als liberal, nicht aber als neoliberal klassifizieren lassen, ist Ihnen wohl auch fremd (etwa John Rawls oder Amartya Sen).

    Außerdem ist Ihre Sichtweise der Wirtschaftsentwicklung unter Pinochet etwas irreführend, gab es doch schon unter Allende bis zur Krise ebenso starkes Wirtschaftswachstum. Dass anlässlich eines Treffens der Montpelerin Society Anfang der 80er Ihr so sehr geschätzter Hayek in Santiago zum Besten gab, dass man "die Wenigen den Vielen" opfern müsste, ist im Kontext von Konzentrationslagern und dort lebenden und unterstützten SS-Schergen wie Willem Sassen auch bedenklich.

    Die Wahrheit ist wohl leider, dass Sie so wie viele Linke gar nicht wissen, was es mit dem Neoliberalismus auf sich hat. Zwischen dem kleinen Döbling und der großen weiten Welt tut sich für Sie oft ein großer Graben auf, den zu überbrücken Ihnen nicht immer gelingt.

  14. Ich bin zum Glück (kein Partner)
    10. Dezember 2012 13:33

    Na das ist ja wieder mal ein sehr tiefschürfender Artikel. Chile ist super weil die liberal sind und so, wow, welch analytische Leistung.

    Wenn der Herr Unterberger nicht versteht was mit dem Begriff "Neoliberal" gemeint ist, so könnte er das binnen Sekunden nachschlagen, aber er recherchiert eben lieber in seinen eigenen Gehirnwindungen und solche platten Artikel kommen dann heraus.

  15. Wafthrudnir (kein Partner)
    10. Dezember 2012 13:21

    Frage an wirtschaftsgeschichtlich Gebildetere: bedeutet das "neo" in "neoliberal" nicht den Unterschied zu klassisch liberal, in dem Sinne, daß die Adam Smith und die anderen klassischen Liberalen an einen objektiven Wert der Güter glaubten (was dann zu den bekannten Problemen , wohingegen die Neoliberalen ihre subjektive Werttheorie haben?

  16. Jacky (kein Partner)
    10. Dezember 2012 10:29

    Komisch:
    wenn sich die KPÖ von Stalins Verbrechen distanziert, lässt Unterberger das nicht gelten. Er selbst jedoch ist begeistert von Pinochets Wirtschaftspolitik - und erwähnt so nebenbei in einem kurzen Satz, dass er sich von dessen Menschenrechtsverletzungen ja eh auch distanziert. Misst da womöglich jemand mit zweierlei Maß?

    • Neppomuck (kein Partner)
      10. Dezember 2012 11:36

      Die insrigen Kummerln sollten sich (auch) von der "Kommunistischen Heilslehre" (oder ist es eine "Heilsleere"?) distanzieren.

      Was allerdings gleichbedeutend mit der Selbstabschaffung wäre.

  17. Josef Maierhofer
    10. Dezember 2012 10:25

    Was zu loben ist, ist zu loben.

    In diesem Sinn muss man applausieren, wenn UHBP die chilenische Oekonomie lobt.

    Moege er zusehen, dass es in Oesterreich auch bald so sein wird wie in Chile, damit er endlich zu Hause auch was zu loben hat, ausser den Schuldenstand des oesterreichischen Staates hochzuloben.

    • (kein Partner) (kein Partner)
      10. Dezember 2012 10:32

      Ihnen ist aber schon bewusst, dass trotzt der großen Bodenschätze das Bruttosozialprodukt/Kopf (kaufkraftbereinigt) Chiles hinter dem der Slowakei liegt.

  18. NC (kein Partner)
    10. Dezember 2012 09:52

    Aha, und jetzt erklärt uns Unterberger das ferne Chile. Weil der kann das ja viel besser:

    Das sieht dann so aus, dass ein Mörder eigentlich eh ganz ok war, weil er ja was für die Wirtschaft getan hat. Fehlt nur noch, dass der Stalin gerechtfertigt wird, weil er was für das Bildungswesen getan hat und der Herr H. hat Autobahnen bauen lassen, der Che war ja eigentlich Arzt und da im Süden haben wir einen Radovan gehabt, der eigentlich auch nur Gedichte schreiben wollte.

    Mir wird schlecht!

  19. (kein Partner) (kein Partner)
    10. Dezember 2012 09:51

    Keine wirklich große Überraschung, dass sich Unterberger als Fan der Pinochetdiktatur outet. Die radikalen Wirtschaftsreformen, die gar nicht so erfolgreich waren, konnten nur mit Gewalt gegen das Volk durchgedrückt werden. Ähnlich wie in Kuba. Friedman hat sich übrigens selbst als Neoliberaler bezeichnet, der heute in den USA geläufigere Ausdruck ist neokonservativ. Kurios, dass manche Leute bei uns immer noch nicht die Pinochetära bewältigt haben. Das gilt für beide Seiten.

  20. cmh (kein Partner)
    10. Dezember 2012 09:29

    Faymann, Fischer und Genossen sind schon durch ihre Anwesenheit der Tod der Demokratie.

  21. Anton Volpini
    09. Dezember 2012 23:20

    Bravo Dr. Unterberger, daß Sie sich trauen, das heiße Eißen Pinochet anzugreifen.
    War er doch der Buhmann der letzten Jahhrzehnte.
    Salvador Allende hat seine Mörderbanden über das chilenische Land geschickt, und viele Höfe gebrandschatzt. Diesem Treiben hat Pinochet ein Ende gesetzt.
    An dem Tag, an dem der Putsch gegen Allende stattfand, saßen hunderte Journalisten im angrenzendem Cafe und schauten zu, wie der Machtwechsel ablief. Das alles muß man natürlich auch im damaligen Machtstreben Kubas verstehen.
    Ob Allende im Keller ermordet wurde, oder ob er zum Selbstmord gedrängt wurde, wird wohl die Geschichte nie eindeutig klären können.
    Tatsache aber ist, daß Chile seit Pinochet eines der wirtschaftlich stabilsten Länder Südamerikas ist.
    Und noch etwas sollte uns zu denken geben. Pinochet hat das Parlament, also die Quatschbude, von San Diago hinaus aufs Meer, nach Valparaiso verlegt. Also ins Tal des Paradieses. Was für ein weitsichtiger Mann!

  22. Gerhild Baron
    09. Dezember 2012 18:03

    Ich war und bin seit 1974 sowohl privat als auch beruflich immer wieder in Südamerika gewesen und verbrachte privat viel Zeit in Ecuador, in kirchlich-konservativen Kreisen. Bei aller Kritik an vielem , das in der Pinochet Ära geschah, eines wurde und wird immer positiv hervorgehoben : daß Pinochet die Basis für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gelegt hat, u.a. auch dadurch, daß viel für Erziehung und Ausbildung geschah. Aber das kann doch ein österreichischer Sozialdemokrat nie und nimmer zugeben. Genauso wenig wie man hier zugibt, daß in Spanien auch in der Franco Ära gute Sozialgesetze geschaffen wurden oder Dinge wie zB die Gründung der Universidad Laboral in Gijón, in welcher arme Landjugend ausgebildet wurde, um die Agrarwirtschaft zu modernisieren.

    • Undine
      10. Dezember 2012 08:36

      @Gerhild Baron

      *******!
      Es ist ein sozialistischer unausrottbarer Reflex, daß gebetsmühlenartig heruntergebetet wird: "Rechte" Regime sind des Teufels. Das ist wirklich das einzige, was die Intersozis zustandebringen. Sozialistisch geführte Länder gehen immer den Bach runter; aber die Sozis meinen es ja immer sooo gut.

  23. Brigitte Imb
    09. Dezember 2012 17:18

    Ob bewußt, od. unwissend, den HBP wird sein geleisteter Fauxpas nicht stören, seine Anhänger applaudieren sicher und die kritische Masse, der die Unwahrheiten u. die Spitze Pineras auffallen, wird ohnehin in Ö nicht gehört. Was soll's.
    Naja, und nachdem sich seine Amtszeit dem Ende zuneigt, wird er schon "anzahn" müssen, um ev. ihm fehlende Flecken dieser Erde noch auf Staatskosten bereisen zu dürfen. Bon Voyage!

  24. Maigret
    09. Dezember 2012 15:48

    Unser Heinzi: wenns brenzlig wird ist er stets am WC, ansonsten verzapft er sozialistsichen Unsinn. Was für eine Niete

  25. Andreas Tögel
    09. Dezember 2012 11:29

    Ein besonders interessanter Aspekt der chilenischen Erfolgsgeschichte ist das Pensionssystem. 1980 erfolgte unter dem damaligen Arbeitsminister José Pinera die Umstellung vom Umlageverfahren auf ein Kapitaldeckungssystem (der Mann hat darüber vor ein paar Jahren im Wiener Hayek-Institut referiert). Da man im Pinochet - Regime offenbar Sinn für Ironie hatte, wurde als Stichtag der 1. Mai gewählt....

    Zur Bedeckung der im alten Umlageverfahren entstandene Anwartschaften, wurde im großen Stil Staatseigentum privatisiert. Die Vesicherten haben seither innerhalb eines zeitlichen Korridors die Wahl, wann sie in den Ruhestand treten wollen - mit entsprechenden (von der jeweils aktuellen Sterbetafel bestimmten) Auswirkungen auf die Pensionshöhe. Die Idee basierte auf Jahre zuvor formulierten Gedanken Milton Friedmans und ist bis heute eine absolute Erfolgsgeschichte.

    Daß erkenntnisresistente Altkommunisten nichts davon halten, den werktätigen Massen Eigentum in die Hände zu geben, sondern diese viel lieber ewig am Gängelband der Sozialbürokratie hängen sehen wollen, wird niemanden überrschen, der sich mit dieser verbrecherischen Ideolgie etwas näher befasst hat...

    • Kapuzerer (kein Partner)
      10. Dezember 2012 11:37

      Verehrter Herr Tögel!
      Das chilenische Pensionssystem ist eine Erfolgsgeschichte? Sie haben vergessen oder besser gesagt unterschlagen zu sagen für wen! Für die Versicherten sicher nicht, die sind nur Mittel zum Zweck. Sie sollten sich informieren: Die Pensionen in Chile sind jetzt niedriger als vor Pinochet, die Versicherungen haben bis zu 25% Verwaltungsaufwand (macht in Ihren Augen sicher nichts da ja privatisiert während bei uns die vergleichsweise geringen Verwaltungsaufwände der Sozialversicherungen sie und Ihresgleichen sehr stören). Die wahren Gewinner sind die Aktionäre der Versicherungen. Die Versicherungsangestellten, die in Wahrheit gar keine Angestellten sind sondern freiberuflich werkend auf Grund von Werkverträgen die das Papier nicht wert sind auf dem sie stehen (solche Verträge hatten auch bei uns die vielen Finanzberater die in der Zeit ab 2000 wie die Eierschwammerl aus dem Boden schossen und den Leuten Spar- und Versicherungsverträge von windigen Banken und Versicherungen andrehten, die wie man jetzt weiß, schwer in betrügerischen Zusammenhängen in der Finanzwirtschaft stehen) müssen Kunden keilen und dürfen dafür am Hungertuche nagen! Aber was soll ich Ihnen alles da aufzählen, informieren Sie sich selbst!

      Und kommen Sie mir jetzt nicht damit dass ich ein Linker sei! Ich bin gesellschaftspolitisch konservativ, Familienfreund usw. und kritisiere schärfstens die von den Roten und Grünen betriebene Gesellschafts- und Bildungspolitik. Heiße auch deren Wirtschafts- und Sozialpolitik nicht ohneweiteres gut.
      Nur was Ihr und damit meine ich die Mehrheit der hier Schreibenden in sozialpolitischer Hinsicht wollt, geht entschieden zu weit. Das liefe auf Verarmung weiter Teile der Bevölkerung hinaus! Wär halt schön wenn´s wieder so wäre wie im 19. Jhd. zur Zeit der Monarchie. Der Adel lebte in Saus und Braus, während in Wien die Ringstrassenbauten aufgebaut wurden darbten die Leute am Land! Das wärs halt was der Monarchist Tögel möchte!

  26. S.B.
    09. Dezember 2012 09:16

    Hei-Fi sollte besser als nächstes nach Nordkorea fahren und Kim Jong Un den Kommunismus erklären. Vermutlich versteht er davon mehr.

    • charlemagne
      09. Dezember 2012 17:20

      Großartiger Kommentar, rekordverdächtig!*****

    • Armer Geddon
      09. Dezember 2012 20:19

      Jawohl, einfach furios!******

    • phaidros
      09. Dezember 2012 21:38

      charlemagne: welcher von beiden sind Sie: @terbuan oder @renneberg?

    • charlemagne
      09. Dezember 2012 22:15

      weder noch @phaidros ich bin der @kakadu und sage nur das was mir mein herr und gebieter @s.b. vorspricht alles klar?

    • phaidros
      09. Dezember 2012 22:33

      Oh, da ist ja auch schon der 2., den hatte ich ja noch gar nicht gesehen. Und, wer sind. Sie, Armer Geddok: renneberg oder terbuan?

      charlemagne: meinen Sie, das nimmt Ihnen jemand ab? Viel Glück!

    • charlemagne
      09. Dezember 2012 23:06

      ist doch ganz egal phaidros, ob jemand etwas ab- oder zunimmt, hauptsache der kommentar stimmt und bringt sterne, ist doch ganz entscheidend für den selbstwert oder? :-)

    • S.B.
      10. Dezember 2012 01:48

      @charlemagne und ganz @Arme(selige)r Geddon

      Allen Menschen recht getan, ...................... schafft nicht einmal unser allseits hochverehrter Tagebuchautor, schon gar nicht die beiden ewigen Forumsquerulanten und es ist nur eine Frage der Zeit bis der dritte in Erscheinung tritt! ;-)

    • phaidros
      10. Dezember 2012 05:55

      Das ist gar kein Problem, S.B.! Der dritte Forumsquerulant wird nicht mehr in Erscheinung treten - es war das letzte mal, dass ich Ihnen zur Seite gestanden bin.

    • S.B.
      10. Dezember 2012 14:17

      @phaidros

      Entschuldigung, aber damit waren absolut sicher NICHT Sie gemeint, da ist etwas falsch gelaufen, oder?

      Ich meinte damit jenen "anonymen Heckenschützen" der mit den beiden Genannten mir auf ALLE Kommentare sofort und unverzüglich ein Halbsternderl verpaßt und dem ich sarkastisch auch meine November-Platzierung gewidmet habe. Sie können das genau verfolgen, es sind IMMER die drei selben, die sich auf mich eingeschossen haben.

      Somit können gar nicht Sie gemeint sein, weil Sie sich sicher nicht als "anonymer Heckenschütze" betätigen, sondern im Gegenteil - bei jeder noch so hitzigen Debatte niemals untergriffig werden und immer mit offenem Visier gekämpft haben, was ich besonders schätze.

      Nochmals, es tut mir leid wenn Sie sich - für mich völlig unerwartet - betroffen gefühlt haben! Nix für ungut und in Ihrem Fall beste Grüße S.B.

    • phaidros
      10. Dezember 2012 14:51

      In dem Fall hab' ich das wohl in den falschen Hals gekriegt und bitte kratzfußuntertänigst um wohlwollende Vergebung! (Diese Sternderln hab ich mir bereits vor Monaten weggeblendet, auf die Idee bin ich nicht gekommen!)

      Liebe Grüße
      phaidros

    • Auch kein Partner des Partners (kein Partner)
      10. Dezember 2012 15:20

      Ihr seid's gegen a Postkastl g'rennt weil's dauernd Sterndaln siecht's. Gö!

    • rambo (kein Partner)
      10. Dezember 2012 15:35

      @Auch kein Partner

      Passen's nur auf, daß net unobsichtlich gegn a Faust rennan! Verdient hätten's es.

  27. dssm
    09. Dezember 2012 09:03

    Wo immer unser HBP, dieser ewig gestrige Kommunist, auftritt, wird es peinlich für Österreich!
    Chile hatte nie eine Tradition bei Militärputschen. Hier hat die Mittelklasse, welche die Masse der Offiziere stellte, in letzter Verzweiflung die Notbremse gezogen. Ob Allende und seine nächsten Mitstreiter es gut meinten, war dem Mittelstand, welcher sich plötzlich als Auslaufmodell sah, ziemlich egal.

    Die modernen Sozialisten wollen immer nur den hart und ehrlich arbeitenden Menschen etwas stehlen um es den faulen und dummen Menschen zu geben.
    Die zahlreichen Verstaatlichungen, von Allende, könnten als perfektes Unterrichtsmaterial für unsere Schulen dienen! Korruption und Nepotismus feierten fröhliche Urstände. Leistung und Können wurde zugunsten von Parteimitgliedschaft und sozialer Herkunft ignoriert. Effizienz und Nachhaltigkeit wurden aufgegeben, um sozial 'gerecht' zu sein.
    Wer immer einmal die Gelegenheit hat mit einem Chilenen der Mittelschicht zu sprechen, dem wird Allende als der Leibhaftige persönlich beschrieben werden.

  28. simplicissimus
    09. Dezember 2012 07:53

    Als ich vor vielen Jahren in Chile war, wurde mir von serioesen chilenischen Geschaeftspartner erklaert, um wieviel besser sich die Wirtschaft unter Pinochet als unter Allende sich entwickelte. Alles war besser organisiert, der Wohlstand wuchs. Breitflaechig.

  29. M.S.
    09. Dezember 2012 07:19

    Welche Bedeutung diesem Besuch in Chile beigemessen wurde, ist schon daran zu erkennen, dass der HBP mit seiner Entourage 1 1/2 Stunden auf das Erscheinen Kirchner warten mußte (offenbar ohne nachfolgende Entschuldigung).

  30. Wertkonservativer
    09. Dezember 2012 06:36

    Zum Thema:

    Geschieht ihm schon recht, dem kleinen Wichtigtuer aus dem zwar auch kleinen, jedoch schönen und liebenswerten Alpenlande! Was mischt der sich auch immer wieder in die "großen" Dinge der Welt ein!?

    Vom Kleinen zum Großen (ab nun o.t.):

    In meinem heutigen Sonntags-Lyrikschwerpunkt - wie gestern versprochen - nochmals unser großer Josef Weinheber;
    eine erschütternde Ode aus "Späte Krone", geschrieben knapp vor dem letzten Weltkrieg, im Bewusstsein der Zerrissenheit der damaligen Zeit.
    Angesichts der letzten Entwicklungen in unserer Welt wirken die vor fast achtzig Jahren geschriebenen Worte Weinhebers, seltsam prophetisch, auch auf unser "HEUTE" bezogen.

    Ich hoffe, Sie mit dem langen Text nicht ungebührlich zu inkommodieren; wer jedoch ein Sensorium für große Kunst und wahre Menschlichkeit hat, wird diesen Hymnus als berührendes Kunstwerk und Zeitdokument, aber auch als hellsichtiges Fanal für das Hinterfragen unserer gefährdeten Existenz und unserer wirren Zeit, in geistigen Besitz nehmen!

    "DEM KOMMENDEN MENSCHEN
    Hymnus

    Dar ich reden von dem, der kommt? Aber wie denn
    nenn ich seinen verborgenen Namen? Ich, ein
    Mensch unter Menschen, anfällig, immer
    hin am Abgrund, einsam und wehrlos
    vor dem Wirrsal der Welt, das schwarz in mich einbricht
    wie in verlassnes Haus ein Rudel von Räubern?
    Darf denn reden, wer strauchelt, reden
    wer noch sucht? Und wer irrt, an die Stelle
    Gottes treten und sagen: dies will ich?

    Ja, mit dem Recht des Gefangenen, der nach
    Freiheit weint, beschwör ich die Freiheit,
    mit dem Ruf der Sehnsucht den Traum, und
    mit des Gemarterten Klage die ferne
    Ordnung der Güte.
    Mit dem Rechte dessen, der leidet -- o, dem
    EINEN Recht, das der Nacht widersteht und an andern
    Ufern wohnt, an den Wassern der Reinheit --
    mit des Dulders göttlichem Anspruch verlang ich
    nach dem Herbste der Qual, der lebendigen
    Frucht und Kelter der Bitternis, Amen.

    Sollen wir hungern? Und immer
    sagt man den Kommenden: Hungert?
    Sollen wir frieren und sein ohne Stube? Und wieder
    wankt uns der Boden, birst das Dach überm Haupte,
    und die Heimat, traumhaft geschaut, sie ist nicht,
    nicht in den hundert Namen, den rühmlich gereichten?
    Sollen wir sterben, immer
    wieder hingehn und sterben? Und keiner
    löscht von unseren Malen die schreckliche Inschrift:
    "Vergeblich"?

    Was ich leide, leiden wir alle. Und darum
    red ich: Welcher die Sprache
    hat, dem geziemt es, zu reden für alle.
    Frevle ich, so freveln wir alle. Gelingt mir
    aber das Wort, so lös und erlös ich
    aus dem Verlust. Kein Kranz ist mir nötig.

    Tief und in jede Armut sind wir gefallen; verwiesen
    auf das Letzte in uns: Zu stehen,
    uns zu besinnen, zu behaupten den Rest: die
    arme Würde des Menschen.
    Nicht Vergehens Muß und nicht Werdens
    Wucher ist unsere Not: die Gewalten sind gütig
    JEGLICHER Ehrfurcht.
    Wir jedoch,
    wir übersprangen die Ordnung, setzten
    neu ein Standbild, unsres der Hoffart, teilten
    in Besiegte und Sieger. Aber
    er, der da kommt, wird sich BEUGEN.

    Gräßlicher "Herr der Erde", wer bist du?
    Seht, er redet von Gott und zertritt seinen Nächsten
    wie er die Blume zertritt, und vermag nichts
    gegen die eigne Erfindung, gegen
    alle den Fluch des
    Abfalls, der ihn berauscht und vernichtet.
    Hilflos seine Vermessenheit, hilflos
    seine Flucht vor dem Schrecken, schrecklich
    aber sein letzter Ratschluß: Gewalt.

    Red' er nicht von Gott oder Göttern. Beide
    sind nicht außerhalb unser. Ach, wen erhöhen
    denn noch Tempel, da, wo die Kirchen
    nicht zu retten vermögen?
    Vor seine Gier gespannt, mit Pomp und Gesängen
    nährt er Gott oder Götter. Über
    sich hinaus befestigt er sie, denn mehr und
    anderweit als ihre Schöpfung
    nimmt er sein Eignes für göttlich.

    Mensch der Mitte, dich sing ich!
    Zwischen Elend und Prunk, Empörung und Dulden
    wirst du zurückgehn in dich, ein Ebenbild Gottes.
    Ruhend in dir,
    werden die Dinge beruhn und werden dich lieben,
    und beglückt wirst du sein in der
    Kraft des Befreiten, und dienen.

    Komm uns, Kommender! Mit dem Recht des Gefangnen,
    der nach Freiheit weint, beschwör ich die Freiheit,
    mit dem Ruf der Sehnsucht den Traum und
    mit des Gemarterten Klag' die ferne
    Ordnung der Güte.
    Mit dem Rechte dessen, der leidet -- oh, dem
    EINEN Recht, das der Macht widersteht und an andern
    Ufern wohnt, an den Wassern der Reinheit --
    mit des Dulders göttlichem Anspruch verlang ich
    nach dem Ende der Qual, der lebendigen
    Frucht und Kelter der Bitternis, Amen.
    "

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      09. Dezember 2012 08:50

      Am Gedichtanfang:
      "Darf ich reden, von dem, der kommt?
      ..."

    • Wilhelm Conrad - ich gesteh\'s: (kein Partner)
      11. Dezember 2012 19:19

      Auf der Westautobahn gibt es eine Weinheber-Brücke. Einst stand sie in einer lieblichen Landschaft, nun wird sie von Lärmschutzwänden erdrückt und ist dadurch gesichtlos geworden, geschändet worden. Jedesmal wenn ich vorbeifahre, beutelt es mich beim Gedanken, wer beim Bau der Lämrschutzwände wohl aller die Hand aufgehalten hat, dort, aber nicht nur dort, und wer diese hemmungslose Verschandelung unseres Landes eigentlich zu verantworten hat. Und ich denke an die aufgeblasenen Zwerge, die Weinheber einen Nazi zu nennen wagen, die nämlich nur selbst fehlerlos und moralisch untadelig sind und deshalb glauben, auf alle anderen Menschen mit Verachtung hinunterschauen zu dürfen. Deren gibts etliche. Soweit der ganz normale Ärger. Aber:

      Wenn ich das nächste Mal unter der Weinheber-Brücke durchfahren werde, werde ich an dieses Gedicht denken, and diesen verzweifelten Schmerzensschrei einer geschundenen Kreatur, und ich werde an die Würde denken, die Weinheber auszeichnet (der Definition von "Würde" Goethes folgend). Ich muß gestehen, für mich war Weinheber bisher vorwiegend "Wien wörtlich", Lustiges, gern von mir zitiert - aber dieses Gedicht ist etwas völlig Anderes, es ist einfach groß.

      Danke, Herr Michler.

    • Wertkonservativer
      12. Dezember 2012 13:25

      Herzlichen Dank für Ihre Zeilen, werter Herr Conrad!

      Ja, Weinheber war ein Großer; in seinen späteren Werken "Späte Krone", "Zwischen Göttern und Dämonen" und "Hier ist das Wort" schrieb er erschütternde Oden und Hymnen gleicher Qualität, wie das von mir gebrachte, wahrlich große Gedicht!

      In Wertschätzung,

      Gerhard Michler

  31. Haider
    09. Dezember 2012 02:56

    Fast 2 1/2 Stunden im Netz und noch immer kein Kommentar. Wir sind halt - zum Unterschied UHBP keine exzelenten Chile-Kenner.
    Der linke "Gott-Sei-Bei-Uns" Augusto Pinochet ist seit 22 Jahren Geschichte. Seither regierten 10 Jahre eine Christlich-Demokratische (1990-2000) und 10 Jahre eine Sozialistische Partei (2000-2010); seit 2 Jahren der rechtskonservative Präsident Pinera.
    Ein Erbe der Sozialisten im Jahr 2010 war das Gefängnis in San Miguel. Dort waren zu diesem Zeitpunkt 1900 Menschen inhaftiert - ausgelegt ist das Gefängnis für 1000. Es kam zu gewaltigen Gefängnisrevolten. Komisch: Mich erinnert die Belagsdichte sehr an Traiskirchen!
    Und dann erinnere ich mich noch an eine weltweite Medienkampagne von Amnesty International: Im Jahr 2006 kam es zu Ausschreitungen der Polizei gegen Angehörige der Mapuche. Festgenommene gaben damals an, gefoltert worden zu sein. Es wurde nur ausgeblendet, daß die Sozialisten in Chile am Ruder waren. Die geschichtslügende Linke tat wie immer so, als wäre ein rechter Diktator (in diesem Fall der längst verschwundene Pinochet) der Bösewicht.
    Egal in welchen Winkel des Globus man schaut: Linke Medienmafia belügt immer alle!

    • diko
      09. Dezember 2012 04:00

      ……..dem „Diktator“ Pinochet - der Chile geordnete Verhältnisse erbrachte und in die Demokratie zurück führte - gelang seinerzeit in den 80’ern nur deshalb nicht die Wiederwahl, weil trotz seines Stimmenanteils von rund 45 % - sich damals sämtliche linke u. sonstige Miniparteien gegen ihn vereinigten.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung