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Mal austreten?

Man fragt sich, ob man recht versteht,
wenn scheinbar unbelastet
und gänzlich ohne Pietät
wer Deutschland zu erwachen rät –
ja, ist der ausgerastet?

Er sagt den Deutschen lapidar
und sichtlich ungebeten,
was bisher unaussprechlich war:
Den Klub zu führen klipp und klar –
na oder auszutreten!

Nach solch Gefasel, neunmalklug,
von Austritt und von Führung,
sind da nicht prompt mit Recht und Fug
Verfassungsschützertrupps am Zug,
drakonisch, ohne Rührung?

Mitnichten, denn so arg verrennt
sich nicht mal wer von denen –
und dass man den Besagten kennt,
gar höflich Star-Investor nennt,
scheint müßig zu erwähnen.

Gewiss, er hat mal spekuliert,
doch darf man heut’ wen tadeln,
der eine Währung ruiniert
und Milliarden abkassiert?
Man wird ihn eher adeln!

Nur was von dem, das dringend jetzt
er Deutschen anempfohlen,
er selbst wohl für rentabler schätzt
und drauf die eignen Kröten setzt,
um noch mehr rauszuholen?

Wär’ logisch, dass der Börsenschratt
in nüchternem Kalküle
auf beide gleich gewettet hat –
gedeckt mit Derivaten glatt
als schlichte Doppelmühle!

Doch kennt der Philantrop zu gut
die ollen Pappenheimer:
Er weiß, den Deutschen fehlt’s an Mut,
sie machen weiter stur in Wut –
und sind bald ganz im Eimer…

Pannonicus

George Soros fordert Deutschland auf, entweder alle Kosten für den Euro zu übernehmen oder aber aus dem Euro auszutreten.

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