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Von der Einsamkeit eines Liberalen

Er war kein Mann des großen Scheinwerferlichts. Viele werden seinen Namen nie gekannt haben. Und dennoch reißt sein Tod ein größeres Loch in Österreich auf, als auch viele seiner Freunde denken mögen.

Denn Rainer Ernst Schütz war einer der ganz wenigen wirklichen Liberalen in einem Land, wo sich so viele als Liberale ausgeben, es aber nur erschreckend wenige sind. Der verstorbene Präsident des „Clubs unabhängiger Liberaler“ war daher vor allem eines: politisch heimatlos. Er war das, obwohl  in der jahrzehntelangen Tradition seines Klubs fast alles, was es in diesem Land an interessanten Menschen gibt, sein Gast gewesen ist – und der einer zuletzt stark angewachsenen Zuhörerschaft.

Immer wieder hoffte Schütz zwar in seinem ehrenamtlichen und aus eigener Tasche finanzierten liberalen Engagement, dass die eine oder andere Partei ihre liberale Rhetorik endlich doch ein wenig ernster nimmt. Doch immer wieder wurde er beim Blick auf blaue, orange, schwarze, (Heide-Schmidt-)gelbe oder auch bisweilen grün-rote Liberal-Rhetorik bitter enttäuscht. Unbeirrt hat er aber dennoch Zeit seines Lebens immer wieder auf das gesetzt, was einen guten Liberalen notgedrungen prägen muss: auf Hoffnung.

Keine der österreichischen Parteien begreift, dass Liberalismus das absolute Gegenteil von Interessenpolitik einzelner Gruppen ist. Ja, das begreifen nicht einmal viele der liberalen Parteien des Auslandes, wie man etwa an der deutschen FDP ablesen kann.

Liberalismus ist in hohem Ausmaß Ordnungspolitik, die objektive und für alle gleiche Spielregeln setzt. Diese Spielregeln gelten in einem liberalen Utopia – im Interesse aller! – auch dann, wenn es einzelne Gruppen schmerzt. Liberalismus lehnt Gruppenprivilegien ab. Er will einen starken Staat nur dort, wo er wirklich benötigt wird, also primär zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung nach innen wie auch nach außen. Dass es Frauenministerien gibt, ist dem Liberalen daher ebenso unverständlich wie ein Wirtschaftskammer-Ministerium. Und die selbstherrliche wie teure Fürstenherrlichkeit von Bundespräsidenten oder Landeshauptleuten ist ihm erst recht fremd.

Schütz hat aber nicht nur unter dem maßlos aufgeblähten Staatsapparat und unter den Kosten des den Staat an den Rand der Insolvenz führenden Wohlfahrtsstaates gelitten. Es hat ihn auch immer sehr geschmerzt, wie sehr der Liberalismus als Konzept der Regellosigkeit im öffentlichen wie im privaten Bereich missverstanden worden ist. Oder denunziert wird. Er war im besten Sinn des Wortes ein Bürger der Hauptstadt dieses Landes, der immer Haltung und Anständigkeit vorlebte, der Bildung und menschliche Sensibilität verkörperte. Fast rutscht mir da das Uralt-Wort von den Tugenden in die Tastatur.

Er war damit das Gegenteil jener Menschen, die sich als liberal ausgeben, nur weil es gut klingt und zu nichts Konkretem festlegt. Weil man heute so und morgen anders reden kann. Er war natürlich auch das Gegenteil jener, die unter Liberalismus jeweils ihre eigenen ökonomischen Vorteile verstehen. Er lehnte alle jene ab, die einmal – wie Schütz – für niedrige Steuern und eine dramatisch abgeschlankte Verwaltung eintreten, die sich das nächste Mal aber voller Inbrunst um Subventionen anstellen, nach Krisenförderungen für ihre Branche rufen oder ständig nach noch neuen Regulierungen und Gesetzen rufen, mit denen unser Leben noch stärker reguliert werden soll (und das noch dazu durch Politiker und Beamte).

Braucht es da noch eine besondere Erwähnung, dass Schütz in den letzten Wochen – neben seiner Krankheit – am meisten an den Unsinnigkeiten der österreichischen wie europaweiten Schuldeneskalationen litt?

Er hat nun ausgelitten.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juli 2011 09:02

    Rainer Ernst Schütz, dessen Wirken ich über zwanzig Jahre lang beobachtet hatte und in dessen näheres Umfeld ich erst vor wenigen Jahren wieder eingetreten bin, weil es mir eben so ins Leben getreten ist, ist sich stets treu geblieben. Unbeachtlich persönlicher Vor- oder Nachteile hat er stets für das gestritten, was er für richtig hielt. Am Ende hat er Raum gegeben und in seinem Umfeld Platz geschaffen für all jene, die so wie er auch, heimatlos waren weil sie, wo immer sie waren von den mittelmäßigen Phrasendreschern und Pseudoliberalen abgestossen, den einen zu rechts, den anderen mit zuviel Verstand und selbstkritischer Haltung als 'Verräter' oder 'Links' galten. Ihn störte die Herrschaft der Dummen, denn er war den Seinen ein Querdenker und galt folglich all jenen als Querulant, die ihren Verstand und ihren Charakter an der Garderobe der Macht abgegeben hatten, um ihre Karriere machen zu können.
    Wir haben einen unserer Besten verloren, dem es nicht vergönnt war, den Siegeszug jener Ideen erleben zu können, die stets Teil seiner politischen Welt waren und die nicht alleine unserem Land so sehr fehlen. Er hat einen guten Kampf gekämpft - das Feld wird leerer, ohne ihn.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juli 2011 08:28

    Danke für den Nachruf !

    Ich habe Herrn Schütz nicht gekannt und vom ihm gar nie was gehört.

    Was aber hier aufscheint, wäre die Politik, die wir bräuchten, eine selbstlose Meinung in allen Konsequenzen, eine Überzeugung.

    Aber was haben echte Dinge in unserer Welt der Täuschung, der Selbsttäuschung, der Politik eigentlich verloren, ja im wahrsten Sinn, was haben wir mit der Oberflächlichkeit, Ideologisierung, mit der Spaßgesellschaft alles an wirklichen Werten bereits verloren ? Es ist viel, wie aus diesem Artikel hervorgeht.

    Es ist vor allem der Mißbrauch von Wörtern, von Bezeichnungen für Gruppenziele, für Egoismusziele.

    Liberalismus in reiner Form sollte wohl wesentlicher Bestandteil von liberalen Parteiprogrammen sein.

    Was haben wir stattdessen ? Es ist traurig, wir haben Anlaßgesetzgebung, Selbstbedienungsgesetze, schwere Eingriffe in die Marktwirtschaft, Volksveschuldung ohne dass das Volk was dazu getan hat, oder doch, Dr. Unterberger hat es angeführt, es hat sich um Subventionen, um Privilegien angestellt, das Volk und die Klientel, und war somit unanständig und auch das Gegenteil von liberal und hat damit den Weg für die derzeitige kommunistische Diktatur in Österreich freigeschaufelt.

    Gleiches Recht für alle hat leider nichts mit Faymann'scher (Nehmer- oder Selbstbedienungs-)'gerechtigkeit' zu tun.

    Weit haben wir es gebracht.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juli 2011 07:09

    Es gibt in Österreich noch einen Club unabhängiger Liberaler?
    Danke Dr. Unterberger, daß Sie das aufzeigen, wenn auch der Anlaß für Sie ein trauriger ist.

    Seit 1848, als die Liberalen nach den Maiaufständen in Wien einen provisorischen Bürgerrat eingerichtet haben, und in Frankfurt unser wohl liberalster Österreicher, Erzherzog Johann für ein Jahr lang als erster deutscher Reichsverweser in der Paulskirche in Frankfurt eingestzt worden ist, ist der Begriff des Liberalen mit Füßen getreten worden.
    1848 hätten die Liberalen die Chance gehabt den liberalen Gedanken festzuschreiben, doch sie waren ihrer Zeit zu weit voraus. Bei den folgenden Weltwirtschaftskrisen 1857 und 1870 wurden sie bereits zusammen mit den Spekulanten als Bösmenschen denunziiert, und von dort weg, hat jeder unter dem Begriff des Liberalen etwas anderes verstanden.
    Friedrich August von Hayek hat dann fast hundert Jahre später versucht, den Gedanken unter dem Begriff des Neoliberalismus wieder aufleben zu lassen, und ist genauso gescheitert wie alle Liberalen vor und nach ihm. Warum wohl?

    Der Liberale wird immer der Feind der Herrschenden sein, sind doch seine Absichten diametral entgegengesetzt zu denen der Machthaber. Daher ist der Liberale nie der Richtige in seiner Zeit!

  4. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juli 2011 07:29

    Erschüttert lese ich die Botschaft vom Tod eines, einzigartigen Menschen.
    Den Worten von Dr. Unterberger über die Liberalismusauffassung von Rainer Ernst Schütz ist nichts hinzuzufügen.

    Doch die liebenswürdige Art, in der er mit seiner lieben Frau, alle die sich wie er sagte, selbst als Liberale definierten in seiner schönen Wohnung zum " Politischen Salon " einlud, war Ausdruck einer besondern Lebensart.

    Mit Rainer Ernst Schütz verliert Wien nicht nur eine bedeutende politische Persönlichkeit. Wenn sich kompetente Menschen dieser Stadt unter seiner Leitung nicht mehr zum Meinungsaustausch und niveauvollen Disput treffen, endet auch wichtige Einrichtung für solche Begegnungen.

    Ich persönlich danke dem Wirken von Rainer Ernst Schütz nicht nur meine erste Begegnung mit Dr. Unterberger, sondern auch mit vielen anderen interessanten Menschen, und sehe mein Leben durch zahlreiche Informationen und Anregungen
    bereichert.
    Daß wir Rainer Ernst Schütz nicht mehr begegnen dürfen, bedeutet für meine Frau und mich einen schmerzlichen Verlust und erfüllt uns mit besonderer Trauer.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juli 2011 01:30

    Wieder ist einer der großen Köpfe, der im Stillen gewirkt und tortzdem vieles bewirkt hat, von uns gegangen - möge er in Frieden ruhen.

    Und wenn er ein echter Liberaler im Geiste war, dann muß er nicht nur unter der europaweiten Schuldeneskalation gelitten haben, sondern unter der gesamten Entwicklung in unserem Land sowie in ganz Europa.

    Denn einen engagierten, überzeugten Liberalen kann die derzeitige Politik schier in die Verzweiflung treiben!

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juli 2011 07:22

    ...ein in der Wolle gefärbter ...

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juli 2011 05:46

    Ich habe von Rainer Ernst Schütz bis heute nichts gewusst (ich gebe es ehrlich zu!)

    Auch mit den liberalen Prinzipien habe ich mich (ich bin eine in der Wolle gefärbter Christlichsozialer!) bisher nicht wirklich auseinandergesetzt.

    Wenn die Schilderung unseres Dr. Unterberger hinsichtlich der liberalen Prinzipien auch nur einigermaßen stimmig ist (und daran ist kaum zu zweifeln), dann bin ich auch ein Liberaler!

    (mail to: gerhard@michler.at)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNeppomuck
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juli 2011 10:15

    >gms.

    „Den ungebührlichen Einfluss Dritter“ abzuwenden ist ja die Kernaufgabe des Staates. Der er (der Staat) trotz ständiger Ausweitung seiner Kompetenzen nur sehr ungenügend nachkommt.

    Das liegt aber weniger am "Sand (der Überregulierung) im Getriebe "des Gemeinwesens (Republik), sondern mehr an der nachgerade selbstmörderischen Liberalisierung multilateraler Rechtsverhältnisse wie geöffnete Grenzen für alle (Migration) und alles (vor allem Geld und Waren).

    Dagegen kann sich „der Bürger“ allein nicht wirksam zur Wehr setzen.
    Jetzt sein Selbstverfügungsrecht „auf Kosten des Staates“ auszuweiten heißt nur, ihn (den Bürger) der Schutzfunktion seitens des Staates zu entkleiden.
    „Bürger“ kommt von „Burg“. In deren Schutz die Ansiedlungen gewachsen sind und es zu der nationalen Vernetzung gebracht haben, die letzten Endes einen Staat ausmachen.
    Fällt diese Schutzeinrichtung weg, sind wir alle Freiwild der wirtschaftlich und militärisch Stärkeren.

    Dass vieles in Rahmen dieser „staatlichen Allmacht“ den Kriterien von wohl verstandener Verantwortung (Effektivität und Effizienz) dem Bürger gegenüber suboptimal abläuft, ist evident, kann aber nur von innen her geregelt werden. Man nennt dies den kollektiven demokratischen Willensbildungsprozess, der sich u.a. durch das Abhalten freier, geheimer Wahlen manifestiert und „Demokratie“ genannt wird.
    Jetzt „demokratisch“ integrierende Staatsfunktionen dem Bürger zu übertragen hieße diesen zu überfordern. Was der auch eingesehen haben dürfte, sonst würde er dem „liberalen Angebot“ ausführlicher zusprechen.

    „Liberal sein zu wollen“ ist aller Ehren wert, aber Gegenstand persönlicher Ambitionen, die dort ihre Grenzen zu finden haben, wo das Gemeinwesen Schaden erleiden könnte.
    Wie z.B. auf selbstregulierende Gesetzmäßigkeiten wie jene des Marktes (der Märkte, gemeint sind da auch die „Geldmärkte“) zu setzen.
    Da hat sich ein Paradigmenwechsel vollzogen, der drauf und dran ist, selbst das beste und (von demokratischem Bewusstsein) best überwachte System zu unterlaufen.

    Die politische Nische „Liberal“ ist von temporärer Bedeutung, derzeit durchläuft sie ein Tief, dessen Ende nicht abzusehen ist.
    Wahrscheinlich deshalb, weil „man“ viel zu lang und sehr „liberal“ die allgemeinen Entwicklungen ignoriert hat.

    Nicht traurig sein.
    Eure Zeit kommt, wenn auch kurz, schon wieder einmal.
    Bis dahin: „Kleine Brötchen backen“.
    Und Latein lernen, z.B. dafür: „Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.“


alle Kommentare

  1. Judith (kein Partner)
    18. Februar 2015 20:20

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  2. Nicole (kein Partner)
    22. Januar 2015 13:53

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  3. Lamoda (kein Partner)
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  4. Shuntiia (kein Partner)
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  5. Miguel (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:43

    I find it slightly frhtegining, at least from the standpoint of an American conservative, that the voice of reason in financial matters is coming from the leaders of Germany and France, while it is the American President pushing lofty global solutions.Quite a sea change from the c. 2004 paradigm of Bush vs. Chirac/Schroeder Personally, I'm a big fan of Sarkozy and Merkel (and somewhat surprisingly, so are the French and German people, respectively)

  6. Sami (kein Partner)
    19. Januar 2015 18:22

    Conor, you should also ceisndor that the Republic of Germany has a certain twitch about monetary and fiscal policy. They might tax heavily and spend heavily on social causes, but that by no means should suggest that they spend beyond their means. Inflation and foreign debt probably rank among the highest fears. And I'd be careful what you say about Gerhard Schroeder

  7. Marta (kein Partner)
    19. Januar 2015 07:49

    Noah, don't use the transitive pretproy on my comments when they aren't mathematical! I didn't suppose Bush was the exclusive voice of reason rather that the lofty global goals were more often coming out of Paris and Berlin for most of the past 20 years, rather than Washington, DC. (Bush's exclusive Iraq Coalition, Clinton's rejection of Kyoto etc) Of course, this exactly what Obama has hoped to achieve.

  8. xRatio (kein Partner)
    30. Juli 2011 21:38

    von Andreas Tögel
    Über einen großen menschlichen Verlust

    http://ef-magazin.de/2011/07/28/3110-nachruf-rainer-ernst-schuetz

  9. Neppomuck (kein Partner)
    29. Juli 2011 10:15

    >gms.

    „Den ungebührlichen Einfluss Dritter“ abzuwenden ist ja die Kernaufgabe des Staates. Der er (der Staat) trotz ständiger Ausweitung seiner Kompetenzen nur sehr ungenügend nachkommt.

    Das liegt aber weniger am "Sand (der Überregulierung) im Getriebe "des Gemeinwesens (Republik), sondern mehr an der nachgerade selbstmörderischen Liberalisierung multilateraler Rechtsverhältnisse wie geöffnete Grenzen für alle (Migration) und alles (vor allem Geld und Waren).

    Dagegen kann sich „der Bürger“ allein nicht wirksam zur Wehr setzen.
    Jetzt sein Selbstverfügungsrecht „auf Kosten des Staates“ auszuweiten heißt nur, ihn (den Bürger) der Schutzfunktion seitens des Staates zu entkleiden.
    „Bürger“ kommt von „Burg“. In deren Schutz die Ansiedlungen gewachsen sind und es zu der nationalen Vernetzung gebracht haben, die letzten Endes einen Staat ausmachen.
    Fällt diese Schutzeinrichtung weg, sind wir alle Freiwild der wirtschaftlich und militärisch Stärkeren.

    Dass vieles in Rahmen dieser „staatlichen Allmacht“ den Kriterien von wohl verstandener Verantwortung (Effektivität und Effizienz) dem Bürger gegenüber suboptimal abläuft, ist evident, kann aber nur von innen her geregelt werden. Man nennt dies den kollektiven demokratischen Willensbildungsprozess, der sich u.a. durch das Abhalten freier, geheimer Wahlen manifestiert und „Demokratie“ genannt wird.
    Jetzt „demokratisch“ integrierende Staatsfunktionen dem Bürger zu übertragen hieße diesen zu überfordern. Was der auch eingesehen haben dürfte, sonst würde er dem „liberalen Angebot“ ausführlicher zusprechen.

    „Liberal sein zu wollen“ ist aller Ehren wert, aber Gegenstand persönlicher Ambitionen, die dort ihre Grenzen zu finden haben, wo das Gemeinwesen Schaden erleiden könnte.
    Wie z.B. auf selbstregulierende Gesetzmäßigkeiten wie jene des Marktes (der Märkte, gemeint sind da auch die „Geldmärkte“) zu setzen.
    Da hat sich ein Paradigmenwechsel vollzogen, der drauf und dran ist, selbst das beste und (von demokratischem Bewusstsein) best überwachte System zu unterlaufen.

    Die politische Nische „Liberal“ ist von temporärer Bedeutung, derzeit durchläuft sie ein Tief, dessen Ende nicht abzusehen ist.
    Wahrscheinlich deshalb, weil „man“ viel zu lang und sehr „liberal“ die allgemeinen Entwicklungen ignoriert hat.

    Nicht traurig sein.
    Eure Zeit kommt, wenn auch kurz, schon wieder einmal.
    Bis dahin: „Kleine Brötchen backen“.
    Und Latein lernen, z.B. dafür: „Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.“

    • gms (kein Partner)
      29. Juli 2011 15:22

      @Neppomuck

      Sie argumentieren zirkulär und damit unsinnig, wenn Sie unter anderem schreiben:

      > „Den ungebührlichen Einfluss Dritter“ abzuwenden ist ja die Kernaufgabe des Staates.<

      Dies ist die Kernaufgabe eines /liberalen/ Staates, nicht eines handelsüblichen Staates, in dem die Mehrheit sich ungebührlich und auf demokratischem Weg in die Belange der Minderheit einmischt. In einem normalen Staat befinden über die Gebührlichkeit diejenigen, die sich mit dem Wunsch nach Einmischung durchsetzen. Das ist positivistisch, selbstimmunisierend und letztlich intellektueller Bullshit.

      Auch Ihr "wo das Gemeinwesen Schaden erleiden könnte" zäumt klassisch zirkulär das Denkpferd von hinten auf, stellt es doch das Gemeine, das ohne das Individuelle keine Existenz hätte, über das Individuelle. Mit derselben Logik ließe sich das Wohl eines intergalaktischen Bewußtseins ins Rennen schicken, das zwar auch noch niemand gesehen hat, das niemand definieren kann, das vermutlich kein Leid empfinden kann, aber als Denkmuster im argumentativen Köcher und damit in billiger Reichweite liegt.

      Den Unterschied zwischen legal, legitim und gebührlich sollten auch einige lateinische Schreiber schon thematisiert haben, falls Sie meinen Ausführungen auf Deutsch nicht folgen wollen. Nicht traurig sein.

    • Neppomuck (kein Partner)
      29. Juli 2011 17:34

      Na ja, immerhin weiß ich jetzt, was "pseudointellektueller Bullshit" ist.

    • gms (kein Partner)
      29. Juli 2011 22:27

      Das glaube ich Ihnen aufs Wort. Würden Sie sich nun noch dazu aufraffen, eine tragfähige Definition des linken Allesklebers "Gemeinwohl" nachzuliefern zu versuchen, hätten Sie wohl auch dem Letzten hier in der Runde ein weiteres überzeugendes Beispiel geliefert, wonach das Stapazieren von Wieselwörtern in der Regel im Gully endet.

      "Jetzt sein Selbstverfügungsrecht „auf Kosten des Staates“ auszuweiten heißt nur, ihn (den Bürger) der Schutzfunktion seitens des Staates zu entkleiden."
      Neppomuck in seiner Paraderolle als Schutzbedürftiger? Nicht jeder hat die Kraft, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen oder alternativ dazu darauf zu vertrauen, die Gemeinschaft würde ihn auch ohne Zwang nicht untergehen lassen. Nicht traurig sein!

    • Neppomuck (kein Partner)
      30. Juli 2011 00:34

      Smith (1) ist tot, Habermas (2) sieht etwa so alt aus wie er ist und Felber (3) geht es auch nicht besonders gut.

      Die Herrschaften befanden oder befinden sich zwar auf unterschiedlichen (Holz-)Wegen, allerdings ist ihnen eines gemeinsam: Die Fehleinschätzung der Natur des Menschen.
      Also wird die Demokratie oder ihre Weiterentwicklung unter Bedachtnahme aller „erfolgreichen“ Versuche, sie zu unterlaufen, jene nötige Glättung der unterschiedlichen Interessenslagen vornehmen müssen, die ein gedeihliches Zusammenleben innerhalb einer zur „ethnischen Solidarität“ bereiten Bürgerschaft erst möglich macht.

      (1) Smith, Adam, 1723 – 1790, Kirkcaldy (?), Schottland. Moralphilosoph und Nationalökonom. Hauptwerk „Wohlstand der Nationen“.
      Nicht zu verwechseln mit Smith, Horace, 1808 – 1893, Cheshier – Massachusetts/ USA, der zusammen mit Wesson, Daniel, durch besondere Innovationen (S&W, diverse Kaliber) auch zum Wohlstand mancher Zeitgenossen und darüber hinaus beigetragen hat. Die Methoden waren verblüffend ähnlich, wenngleich Theorie und Praxis dieser „Wertschöpfung“ zu jener von Adam Smith’, zumindest anfänglich, sehr unterschiedlich war.

      (2) Habermas, Jürgen, 1929, Düsseldorf, ist, auch als Folge seiner diversen philosophischen „Kreuzfahrten“, überholt (die Forderung nach der radikalen Umsetzung individueller Lebensentwürfe“ dürfte eine Überreaktion auf die politische Überzeugung seines Vaters gewesen sein) und seine Vision vom „herrschaftsfreien Diskurs“ blendet die Realität der Medien als Auxiliartruppen gefühlskalter wirtschaftlicher Interessen aus, was dem Gemeinwohl auch nicht auf die Sprünge hilft.

      (3) Felber, Christian, 1972, Salzburg, (einer der vielen) Sprecher von „Attac“ und Erfinder der „Gemeinwohl-Ökonomie“, einer Alternative zu Kapitalismus und Sozialismus und Nationalismus und … und ….

  10. satirev (kein Partner)
    29. Juli 2011 00:00

    So viel hab ich jetzt schon von ihm gehört und doch die letzte Möglichkeit einmal am Klub teilzunehmen verstreichen lassen. :(

    R.I.P.

  11. Dr. Heinrich Hoffmann (kein Partner)
    28. Juli 2011 12:45

    Sehr geehrter Herr Dr. Andreas Unterberger!

    Herzliches Danke für Ihren Nachruf für Rainer Ernst Schütz mit dem Titel:"Von der Einsamkeit eines Liberalen"!

    Ich hatte die Ehre, mehr als 25 Jahre mit Rainer Ernst Schütz befreundet zu sein.
    Ich kann jedes Ihrer Worte unterschreiben, er war wirklich so, wie Sie ihn beschrieben haben, ein Liberaler, der nur seinen Idealen folgte.

    Danke, Danke schön für Ihre Würdigung seines Lebenswerkes!

    Ihr Dr. Heinrich Hoffmann

  12. Neppomuck (kein Partner)
    28. Juli 2011 11:44

    Die „politische Marktlücke Liberal“ in Österreich, die oszillierend mal größer und mal kleiner wird, aber quantitativ meist im Bereich des demoskopischen Messfehlers rangiert, ist m.E. keine Option innerhalb unserer demokratischen Parteienlandschaft. Der „spiritus rector“ sowie das Ziel jeder bei Wahlen antretenden Partei ist schließlich die Ausübung von Macht.

    Elias Canetti wird folgende „Erkenntnis“ zugeschrieben:
    „Ich habe noch nie von einem Menschen gehört, der die Macht attackiert hat, ohne sie für sich zu wollen.“
    Wie soll man aber mit dem – sicher jetzt etwas unscharf formulierten - Prinzip des „laissez faire, laissez passer“ politische Macht ausüben, respektive richtungsweisende Änderungen veranlassen?

    Ist der Kommunismus schon daran gescheitert, die Natur des Menschen falsch einzuschätzen, um wie viel größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Schicksal einer meistenteils unstrukturierten und bestenfalls als bescheidene „Zuwaag“ zu einer der drei wesentlichen Teile der Demokratie (Kapital, National und Sozial) vielleicht einmal als „Zünglein an der Wählerwaage“ zu fungieren, die „Liberalen“ einholt.
    Die noch dazu nicht in der Lage sind, einen erkennbaren „Block“ zu bilden, um sich nicht selbst durch eine ständige Identitätskrise und damit einhergehendem fehlenden Profil zu marginalisieren.
    Das Hochgefühl, als Superlativ von „gescheit“ zu gelten und "gescheitert" zu sein, ist fragwürdig bzw. blanker Selbstbetrug.
    Und wer sich selbst betrügt, wird den Verdacht nicht los werden können, das auch mit jenen Menschen zu tun oder tun zu wollen, die mangels ihnen besser erscheinenden Alternativen ihr Kreuzerl in der „liberalen Zeile“ setzen.

    Ein „liberaler Umgang“ mit Sachthemen hat da und dort seine Berechtigung, zum Grundprinzip hochstilisiert wird diese „Denke“ bestenfalls ein kreatives Chaos in der Politik auslösen, dem der Wähler (wie zu beobachten ist) sehr schnell ein Ende setzen wird.

    Fazit: Schåd’ um die Zeit, um ’s Geld und um viele enttäuschte Illusionen.
    Aus einer Sekundärtugend („liberal“ zu sein), die noch dazu keine umfassenden Wertvorstellungen zu erfüllen im Sinn hat, lässt sich kein tragfähiges Instrument der Demokratie machen.
    Und „lieber Aal zu sein“ als Rückgrat zu haben ist auch keine Grundlage einer politischen Existenzberechtigung. Zu schnell ist man in der Reuse.

    • Erich Bauer
      28. Juli 2011 11:58

      Neppomuck,

      Der Konservatismus und wie ich meine, auch der Liberalismus, sind eben keine Weltanschauung oder Doktrin, sondern eine “Veranlagung”. Sie eignen sich einfach nicht als "politische" Arbeitsgrundlage. In Parteiprogramme fließen sie bestenfalls als rhetorisches Geschwurbel ein. Beide Begriffe werden aber trotz allem als "Relationsbegriff" weiterbestehen ... Schwebend über die rechten und linken Plätze der Parlamente.

    • Neppomuck (kein Partner)
      28. Juli 2011 12:05

      Politik machen zu wollen, egal mit und in welcher Richtung, egal ob erfolgreich oder nicht, scheint überhaupt eine "Veranlagung" zu sein.

      Es muss ja nicht unbedingt die von Westerwelle sein.

    • Erich Bauer
      28. Juli 2011 12:15

      "...Politik...scheint überhaupt eine "Veranlagung" zu sein..."

      Natürlich. Auch für einen Handwerks- oder sonstigen Beruf sind bestimmte "Anlagen" notwendig. Manche haben bessere, manche schlechtere. In der praktischen Auswirkung sollte halt der Job gut gemacht sein.

      Westerwelle eignet sich wahrscheinlich besser zum Hausmann ... :-)

    • Neppomuck (kein Partner)
      28. Juli 2011 12:43

      Schlimm, dass diese "Veranlagung" nur in den seltensten Fällen mit den erforderlichen Qualitäten der zum Trog Drängenden einhergeht.

      Die Quintessenz "... ich aber beschloss (nun) Politiker zu werden" hat uns schon viel früher einiges eingebrockt.

    • xRatio (kein Partner)
      29. Juli 2011 00:35

      @Erich Bauer 28. Juli 2011 11:58

      "Der Konservatismus und wie ich meine, auch der Liberalismus, sind eben keine Weltanschauung oder Doktrin, sondern eine “Veranlagung”. Sie eignen sich einfach nicht als "politische" Arbeitsgrundlage. In Parteiprogramme fließen sie bestenfalls als rhetorisches Geschwurbel ein. Beide Begriffe werden aber trotz allem als "Relationsbegriff" weiterbestehen ... Schwebend über die rechten und linken Plätze der Parlamente."

      -------
      Verstehe ich nicht.

      Dr. U. schreibt doch ganz richtig:

      "Liberalismus lehnt Gruppenprivilegien ab. Er will einen starken Staat nur dort, wo er wirklich benötigt wird, also primär zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung nach innen wie auch nach außen."

      Das ist im Vergleich zum sonst üblichen politischen Geschwurbel (vor allem auch der "Konservativen") doch eine ebenso umfassende wie klare Aussage.

      Noch präziser kann man sagen:
      Der Staat soll nach liberaler Ansicht für innere und äußere Sicherheit sorgen.

      Noch genauer:
      Er soll sich um die Unterbindung von Gewalt und Betrug kümmern.
      Nicht mehr und nicht weniger.

    • gms (kein Partner)
      29. Juli 2011 01:12

      Neppomuck zitiert Canetti: „Ich habe noch nie von einem Menschen gehört, der die Macht attackiert hat, ohne sie für sich zu wollen.“

      Der intendierte Widerspruch ist nur ein vermeindlicher. Denn es gilt: In einem Rechtsstaat kann der Rückbau des Staates nicht ohne jene Macht gelingen, die hierfür nötigen Gesetze zu verabschieden. Ohne legitimen Machtverleih durch den Souverän wird es somit nicht gehen -- das Anstreben der Macht hierfür ist daher selbst nur allzu legitim.

      Nicht minder bedarf es in einem liberalem Staat der Macht, liberale Prinzipien aufrecht zu erhalten. Jeglicher laissez faire-Gedanke geht am Kern des Liberalismus im Kontext des Staates vorbei, bezieht dieses Prinzip sich doch einzig auf jenen Bereich, der für Bürger -- auf Kosten des Staates -- vergrößert wird.

      Last not least gilt hier wie dort: Es bedarf fraglos einer Macht, sich dem ungebührlichen Einfluß Dritter zu entziehen. Dies zu negieren wäre blauäugig und schrammt hart am Fatalismus vorbei.

    • Erich Bauer
      29. Juli 2011 08:12

      xRatio,
      "...Er will einen starken Staat nur dort, wo er wirklich benötigt wird..."

      Naja. das ist halt genau der Punkt. Wo beginnt die "Notwendigkeit", wo hört sie auf? Selbst wenn man die Staatsaufgaben ausschließlich auf "Innen" und Außen" reduziert, bleibt der "Spielraum" beliebig interpretierbar. Zumal die mannigfaltigen "liberalen" Erscheinungsbilder sich oft diametral unterscheiden und dann wieder inneinander veschwimmen (z.B. wirtschaftsliberal, gesellschaftsliberal ...). In der Praxis zieht sich der traditionelle "Liberale" auf "höhere Ebenen" zurück und spricht und denkt, auch in Diskussionszirkeln, über "Liberalsismus". Ich weiß, daß ist jetzt vielleicht etwas überspitzt.

      Konkrete Arbeitsgrundlagen für die politische Praxis zu bilden, bleibt den althergebrachten politischen Parteien. Und dann beginnt in den liberalen Zirkeln zeitgleich das betuliche und durchaus interessante Greinen ...

      Ich fürchte, die Mehrheit läßt den "Liberalen" halt reden, hört ihm manchmal interessiert zu und tut im übrigen das, was ihr vemeintlich oder wirklich, wenn vielleicht auch nur kurzfristig, von Nutzen ist.

      Der "Liberale", ein "Muppetschicksal"? :-) :-(

    • Undine
      29. Juli 2011 11:45

      Heide Schmidt hat den Begriff LIBERAL durch ihre eigenartigen politischen Windungen und Verrenkungen (erst eindeutig freiheitlich mit Jörg Haider, dann "liberal" unter der handfesten Hilfestellung durch unseren aalglatten ultralinken HBP Fischer!) nachhaltig gewaltig in Mißkredit gebracht!

    • xRatio (kein Partner)
      29. Juli 2011 16:15

      @Erich Bauer 29. Juli 2011 08:12

      Wie auch Dr. U. ganz richtig vermerkt: nicht überall wo "Freiheit" drauf steht ist auch Freiheit drin.

      Sehr oft handelt es sich in der Tat um nichts weiter als Augenwischerei und eklatanten Volksbetrug, um die Umdeutung aller Begriffe im Sinne Orwells.

      Jubeln doch seit eh und jeh sogar die bekloppten Rotnazis, diese Totalitaristen und Kollektivisten par excellence:
      "Brüder zur Sonne, zur Freiheit"
      In USA haben die Sozis und DämocRATs sich sogar den Begriff "liberals" erschleichen können, während echte Liberale sich dort als "libertarians" bezeichnen (müssen).

      Was indessen an der (einzig echten) liberalen Grundmaxime, nämlich an der Unterbindung von Gewalt und Betrug und die Absage an alle Gruppenprivilegien groß "interpretierbar" sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis und meinem Verständnis komplett.

      Die Aussage kann eindeutiger und klarer nicht sein.

      Wer allerdings die von jeder weiteren staatlichen Einmischung freie und damit die freiwillige, gewaltlose und ehrliche Kooperation von Menschen,
      wer also sogar den alltäglichen Einkauf auf dem Supermarkt, als "Krieg" bezeichnet und diffamiert
      (gibt hier so einige, die das zu meiner Verwunderung tatsächlich tun und daran trotz Einwands sogar festhalten),
      dem ist halt wahrlich nicht mehr zu helfen.

    • Erich Bauer
      29. Juli 2011 17:48

      xRatio,

      Im KRIEG zählt nur EINES - der SIEG! Auch im Supermarkt!

      Ich hoffe, wir haben das LIBERALE Problem gelöst ... :-)

    • xRatio (kein Partner)
      29. Juli 2011 21:32

      @Erich Bauer 29. Juli 2011 17:48

      Jaja, Kriech is Kriech. Donnerwetter, wie scharfsinnig. :-(

  13. AppolloniO (kein Partner)
    28. Juli 2011 11:25

    Machen wir uns nichts vor. Die überwältigende Mehrheit der Österreicher ist für echten Liberalismus ungeeignet, weshalb liberale Parteien bei uns chancenlos bleiben.

    Haupteinstellungen dieser Österreicher:
    -der Staat soll möglichst alles richten, solange er MICH in Ruhe läßt.
    -Mein (begrenzter) Horizont reicht mir, so benötige ich keine Tipps von außen, schon gar nicht von Fremden.
    -schon mein Vater wählte Rot (Schwarz, Grün, Blau) warum soll ich wechseln?
    -der Staat soll überwachen soviel er will, wer (wie ICH) nichts angestellt hat, hat auch nichts zu befürchten. Etc. etc....

    Und dann gibt`s da noch die schlechten "liberalen" Vorbilder wie die Heide Schmidt oder die Grünen. Betonen immer wieder ihre Liberalität und wollen doch immer den Andersdenkenden etwas verbieten. Fazit: es gibt nur deren Meinung und eine schlechte Meinung.

    Sogesehen sollte es niemand verwundern, dass unsere Etablierten Parteien sich keinen Deut um Liberalismus scheren.

    • gms (kein Partner)
      29. Juli 2011 01:20

      "Der Kaiser ist nackt!" -- Solange die Warheit nicht ausreichend laut vernommen werden kann, werden besagte etablierte Parteien noch endlos lang ohne jeden Faden am Leib schwadronieren können.

      Enttäuschungen sind immer schmerzhaft, darum haben kollektive Irrtümer auch eine verdammt lange Halbwertszeit. Wahrheiten mögen oftmals untergehen, aber sie ertrinken nicht.

  14. xRatio (kein Partner)
    28. Juli 2011 02:11

    @WertKO

    Was Sie mit Ihrer Familie machen und im Schilde führen, ist Ihre, vor allem aber auch deren Sache. Da wird man Opa WertKO hoffentlich in die Schranken weisen.

    Was Sie und Ihresgleichen indessen mit Österreich und ganz EUROPA angestellt haben, anstellen und blindlings verteidigen,
    das ist, das muß ich leider in aller Klarheit und Deutlichkeit sagen,

    keine Dummheit, sondern ein VERBRECHEN!!

    Ich weiß, das verstehen Sie sowieso nicht.

    Halten Sie also bitte endlich Ihre schleimerisch-substanzlose-vorlaute Klappe.

    Blablameter.de erteilt Ihrem Geseichte und Geschleime übrigens immer wieder miserable Bullshit-Noten.

    Mich wundert das nicht. :-(

    • Observer
      28. Juli 2011 07:49

      Mit solchen Aussagen, haben Sie, werter xRatio sich eindeutig selbst disqualifiziert. Daher werden alle vernünftigen Leute künftig Ihre Beiträge IGNORIEREN. Ausgenommen, Sie ziehen Ihre mitternächtlichen Ergüsse mit Bedauern zurück.

    • terbuan
      28. Juli 2011 13:58

      Falls man dieser Homepage www.blablameter.de Glauben schenken kann, dann sind sowohl die Beiträge des Wertkonservativen als auch Ihre im grünen Bereich (nur wenig "bullshit-deutsch" zu erkennen!)
      Besser weg kommen nur der Autor Dr. Unterberger selbst sowie auch so manche Spizenposter wie z.B. Josef Maierhofer, Anton Volpini und Helmut Oswald. (In diesem Blog.
      Aber, wie gesagt, man muß daran glauben, aber es sollte dennoch jeder einmal seine eigenen Beiträge zum Test hineinkopieren! Hat einen gewissen Unterhaltunswert!

    • Observer
      28. Juli 2011 19:07

      terbuan:
      www.blablameter.de ist wirklich unentbehrlich. Der von xRatio oben eingestellte Text wird mit Bestnote bewertet. Dies beweist die Seriosität dieser Webseite!
      No further comment.

    • terbuan
      28. Juli 2011 19:32

      Observer
      Genauso ist es , das sollte auch mein Kommentar aussagen, zum Spielen und dann zum Vergessen!

  15. xRatio (kein Partner)
    28. Juli 2011 02:06

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger,

    gratuliere sehr herzlich zu diesem Artikel, der mir wahrlich aus der Seele spricht.

    xRatio

  16. socrates
    27. Juli 2011 18:17

    Das einzige Wort, das noch mehr als "liberal" mißbraucht wird, ist "Liberalisierung".

  17. sun
    27. Juli 2011 17:59

    In manchen Medien gilt man schon als rechts-radikal wenn man Steuererhöhungen und Schuldenexplosion ablehnt:

    http://derstandard.at/1310512211217/Rechtsradikalismus-anderer-Art

    Der Meinungsterror treibt täglich skurilere Blüten ...

    • Haider
      27. Juli 2011 22:05

      In manchen Medien gilt man schon als rechts-radikal, wenn man nicht kritiklos deren Meinung nachplappert und ihrer Dummheit applaudiert. Sei's drum!

  18. terbuan
    27. Juli 2011 13:36

    Von den vielen bemerkenswerten und richtigen Aussagen des Verstorbenen möchte ich hier nur eine zitieren:

    Rainer Ernst Schütz:
    "Es ist zu hoffen, dass die ÖVP in letzter Minute auf einen bürgerlichen Kurs zurückkehrt. Schafft sie das nicht, wird über die Gründung einer bürgerlichen Partei in Österreich nachzudenken sein."

    Aus einem Gastkommentar in der Presse aus dem Jahr 2008:
    http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/418813/Nach-Massgabe-der-SPOe
    (Wenn die ÖVP die große Koalition fortsetzt, ist sie als eigenständige Partei entbehrlich geworden)

    Wie wahr, wie visionär!

  19. Observer
    27. Juli 2011 09:49

    Mir ist Herr Schütz eigentlich nur als Sammler alter (Radio-)Röhren und deren Geräte in fester Erinnerung. Einmal hatte ich sein Gesicht auch im liberalen Klub Cultus gesehen und auch sonst hatte er sich für bestimmte Dinge (z.B. im Lambda-Kommitee zur Unterstützung der Homosexuellen, wo Persönlichkeiten aller politischen Richtungen vertreten waren) sehr engagiert. Manche seiner gemeinsamen Ansichten mit Heidi Schmidt konnte ich nie verstehen. Aber auch hier gilt: De mortuis nil nisi bene - womit auch ich wohlwollend nur gutes über R.E.Schütz geschrieben habe.

    • Andreas Unterberger
      27. Juli 2011 15:53

      Er war in den letzten Jahren auf meilenweite Distanz zu Schmidt gegangen.

    • schreyvogel
      28. Juli 2011 10:27

      Solange Heide Schmidt bei der FPÖ war, war sie nie durch linkes Denken aufgefallen. Erst als sie auf Heinz Fischer traf, wandelte dieser sie von der Paula zur Saula.

    • terbuan
      28. Juli 2011 19:33

      ...wo die Liebe hinfällt....:-)

  20. Peter Flor
    27. Juli 2011 09:19

    Bitte um Verzeihung für den Grammatik(genus-)fehler!

  21. Peter Flor
    27. Juli 2011 09:14

    In dieser Diskussionsrunde hat es sich eingebürgert, die Welt schön nach Schwarz und Weiß einzuteilen: konservativ (oder liberal) = "gut", Links = "schlecht" = dumm oder böse, manchmal beides. Manche Mitdiskutanten haben mit wenig Erfolg versucht, dieser Simplizität entgegenzuwirken; danke, "Wertkonservativer"! Daß auch auf linker Seite gedacht wird, belegt die Titelgeschichte des dieswöchigen "Profil" mit dem Titel "Ein Mann ist keine Frau", in dem aus neuerer Hirnforschung berichtet wird. Simone de Beauvoir hätte sich nicht gefreut. Die Lektüre kann man nur empfehlen, selbst wenn man dadurch "Profil" ein wenig Geld zuwendet.

    • Wertkonservativer
      27. Juli 2011 14:15

      Danke, Peter Flor, für die Erwähnung!

      Allzuviel Einseitigkeit macht mich manchmal ein wenig widersprecherlich (und das bei meiner eher sanften Gemütsart)!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • jump (kein Partner)
      28. Juli 2011 11:07

      @Peter Flor: Mal differenzierende Worte von einem Krönchenträger, sehr schön;-)
      Erste Adresse für diese Kritik wäre allerdings der Blogger höchstpersönlich: Unterberger stellt doch selbst gern Linke als Unbedarfte, die intellektuell nicht in der Lage wären, den Lauf der Welt zu kapieren, hin. Dass seine Fans dies dankbar annehmen und in noch extremerer Form weiterspinnen, erscheint nur logisch.

  22. Helmut Oswald
    27. Juli 2011 09:02

    Rainer Ernst Schütz, dessen Wirken ich über zwanzig Jahre lang beobachtet hatte und in dessen näheres Umfeld ich erst vor wenigen Jahren wieder eingetreten bin, weil es mir eben so ins Leben getreten ist, ist sich stets treu geblieben. Unbeachtlich persönlicher Vor- oder Nachteile hat er stets für das gestritten, was er für richtig hielt. Am Ende hat er Raum gegeben und in seinem Umfeld Platz geschaffen für all jene, die so wie er auch, heimatlos waren weil sie, wo immer sie waren von den mittelmäßigen Phrasendreschern und Pseudoliberalen abgestossen, den einen zu rechts, den anderen mit zuviel Verstand und selbstkritischer Haltung als 'Verräter' oder 'Links' galten. Ihn störte die Herrschaft der Dummen, denn er war den Seinen ein Querdenker und galt folglich all jenen als Querulant, die ihren Verstand und ihren Charakter an der Garderobe der Macht abgegeben hatten, um ihre Karriere machen zu können.
    Wir haben einen unserer Besten verloren, dem es nicht vergönnt war, den Siegeszug jener Ideen erleben zu können, die stets Teil seiner politischen Welt waren und die nicht alleine unserem Land so sehr fehlen. Er hat einen guten Kampf gekämpft - das Feld wird leerer, ohne ihn.

  23. Josef Maierhofer
    27. Juli 2011 08:28

    Danke für den Nachruf !

    Ich habe Herrn Schütz nicht gekannt und vom ihm gar nie was gehört.

    Was aber hier aufscheint, wäre die Politik, die wir bräuchten, eine selbstlose Meinung in allen Konsequenzen, eine Überzeugung.

    Aber was haben echte Dinge in unserer Welt der Täuschung, der Selbsttäuschung, der Politik eigentlich verloren, ja im wahrsten Sinn, was haben wir mit der Oberflächlichkeit, Ideologisierung, mit der Spaßgesellschaft alles an wirklichen Werten bereits verloren ? Es ist viel, wie aus diesem Artikel hervorgeht.

    Es ist vor allem der Mißbrauch von Wörtern, von Bezeichnungen für Gruppenziele, für Egoismusziele.

    Liberalismus in reiner Form sollte wohl wesentlicher Bestandteil von liberalen Parteiprogrammen sein.

    Was haben wir stattdessen ? Es ist traurig, wir haben Anlaßgesetzgebung, Selbstbedienungsgesetze, schwere Eingriffe in die Marktwirtschaft, Volksveschuldung ohne dass das Volk was dazu getan hat, oder doch, Dr. Unterberger hat es angeführt, es hat sich um Subventionen, um Privilegien angestellt, das Volk und die Klientel, und war somit unanständig und auch das Gegenteil von liberal und hat damit den Weg für die derzeitige kommunistische Diktatur in Österreich freigeschaufelt.

    Gleiches Recht für alle hat leider nichts mit Faymann'scher (Nehmer- oder Selbstbedienungs-)'gerechtigkeit' zu tun.

    Weit haben wir es gebracht.

    • Wertkonservativer
      27. Juli 2011 14:37

      Lieber Josef Maierhofer,

      noch einmal zum Thema Übertreibungen:
      "derzeitige kommunistische Diktatur in Österreich"!

      Das sollten Sie vielleicht doch zurücknehmen bzw. entsprechend relativieren.
      Da hört sich nämlich wirklich jeder Spaß auf!

      Mit sonst gleichbleibender Hochachtung,

      Ihr Wertkonservativer!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Josef Maierhofer
      27. Juli 2011 14:59

      @ Wertkonservativer

      Wir haben die alte DDR kommunistische Diktatur genannt.

      Welche Unterschiede haben wir in Österreiche heute dazu ? Ich glaube, es gibt kaum welche und die Reste von Meinungsfreiheit, überhaupt Freiheit werden auch bald auf dem Altar der 'Terrorismusgesetze' geopfert sein.

      Das Volk der alten DDR konnte auch aus der Schuldenmühle nicht herauskommen, weil die Apparatschiks nicht wollten, die Schulden diktiert haben. Welche Unterschiede haben wir dazu heute in Österreich ?

      In der alten DDR hatte das Volk auch nichts zu sagen, sondern die Apparatschiks haben die Gesetze diktiert. Ja, wie ist denn das bei uns mit den Verfassungsgesetzen ? Bestimmt bei uns das Volk darüber, welche Gesetze vordringlich zu behandeln wären ? Haben wir über den Lissabon Vertrag abgestimmt ? Durften wir über Verfassungsänderungen abstimmen ? Ich denke die alte DDR, welche wir da kommunistische Diktatur genannt haben, ist da auch sehr ähnlich gewesen.

      In der alten DDR wurden auch sämtliche private und eigenverantwortliche Versuche überwachungsstaatlich unterdrückt und ausradiert. Wie weit sind wir heute bei uns davon noch entfernt ? Als Kleinstunternehmer wende ich 85% aller Einnahmen hauptsächlich für Steuern und Sozialversicherungen auf, ganz wenig für Firmenerhaltung.

      In der alten DDR wurden auch, weil es den Apparatschiks gefiel, beliebig viele internationale 'Kulturgenossen' importiert, ob es den Menschen dort gefiel oder nicht. Das Ende ist uns ja bekannt, zehntausende DDR Bürger wollten aus dem Ausland nicht mehr nach Hause und haben auf all ihre Eigentümer verzichtet nur um der Freiheit willen. So weit sind wir noch nicht, aber fast so weit.

      Es ist schon richtig, wer sich dieses Unfreiheitsinstrumentariums bedient, und dazu gehören auch die Subventions- und Privilegienansteher, der schaufelt diesen Weg frei und er wird kräftig begangen in Österreich.

      Oder sind das alles Bagatellen ?

      Ich hoffe, es ist jetzt verständlicher, was gemeint ist.

      Sagen dürfen wir's noch, wie lange noch ?

    • Wertkonservativer
      27. Juli 2011 15:06

      Kann es sein, dass sie ein Schwarzseher sind, werter Herr Maierhofer?
      Unser Land mit der DDR unseligen Angedenkens zu vergleichen, ist ja schon wieder eine Übertreibung!
      Ich geb's auf!

    • terbuan
      27. Juli 2011 15:53

      Josef Maierhofer hat schon Recht,
      wir nähern uns an, den Zuständen in der DDR!
      Meine Schwiegertochter stammt von dort und ich habe schon viel erzählt bekommen von den Zuständen damals. Maul halten war die Devise, sonst bist du weg, die kleinen Annehmlichkeiten des Systems genießen und ansonsten Rückzug ins Private.
      Was fehlt ist nur noch die Stasi, das "Neue Deutschland", pardon "Österreich", und das Zentralkommitee der Einheitspartei!
      Die gleichgeschalteten Medien haben wir bereits, die ÖVP spielt nur mehr die Rolle einer Blockflöte, Freundschaft Genossen!

    • Wertkonservativer
      27. Juli 2011 18:07

      Lieber terbuan,

      ich freue mich immer, wenn mir ein kluger Mensch widerspricht; das zeigt mir, dass meine Meinungen diskussionswürdig, wenn auch manchmal sicher anfechtbar sind.

      Gegen Eure pessimistische und eigentlich negative Sicht setze ich meinen Optimismus! Mag sein, dass ich mich irre! Doch, liebe Freunde, da habe ich wenigstens bis zum Eintritt des eigentlich Undenkbaren glücklich und bauchwehlos gelebt!

      Schönen Abend Euch allen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • terbuan
      27. Juli 2011 18:24

      Lieber Gerhard,
      ich bin gar nicht Pessimist sondern nur Realist!
      Es war köstlich vergangenes Jahr, als ich zum Geburtstag des Vaters meiner Schwiegertochter in Neubrandenburg eingeladen war.
      Es wurde natürlich über vergangene DDR-Zeiten gesprochen und als man dann die Allergie eines jungen Wehrpflichtigen der NVA gegenüber den zu tragenden Gasmasken ansprach, da meinte ich, dass dies wohl eher eine Allergie gegen die DDR insgesamt gewesen war!
      Was ich nicht wußte, die anwesende Schwester des Jubilars war Oberstleutnant der Nationalen Volksarmee, sie ist eine sehr gebildete Frau und machte gute Miene zu meiner "bösen" Aussage, man muß immer auch die Menschen sehen, die hinter einem System stehen!
      Aber zum Thema, der J.M. hat schon Recht, es sieht gar nicht gut aus in unserem Land und die Anzeichen einer Diktatur sind nicht zu übersehen!
      lG/terbuan

    • Josef Maierhofer
      27. Juli 2011 18:35

      @ terbuan

      Ich habe auch Freunde in der ehemaligen DDR und weiß auch vieles und war dabei, als die DDR Bürger ohne Geld in Ungarn gewartet haben, bis sie in den Westen ausreisen durften.

      @ Wertkonservativer

      Eigentlich leben noch sehr viele bei uns in Österreich 'ohne Bauchweh'.

      Ich würde Ihren Optimus gerne teilen, wären da nicht diese traurigen Fakten, auf die man täglich stösst, die Einheitspresse, die Hetzereien im ORF, die Unterdrückung von allem Nichtsozialistischem, die offene Manipulation, die Lügen, die Manipulationen im Schulstoff und in den Schulen, etc. Ja, wozu brauchen wir das ? Leben wir nicht in einer 'Demokratie' ?

      Ich kann leider bei 300 Milliarden Schulden und 9 Milliarden Zinsen pro Jahr und Staatshaftungen von weiteren geschätzten 400 Milliarden nicht gut schlafen, wenn ich bedenke, dass jeder Österreicher vom Säugling bis zum Greis bereits mit über 30 000,- Euros vom Staat verschuldet wurde, vom Parteienstaat.

      Es ist alles sehr bedenklich, was da passiert, leider haben die meisten kein Bauchweh dabei.

    • Wertkonservativer
      27. Juli 2011 19:18

      Liebe Freunde, lasst uns die Diskussion (zumindest von meiner Seite) nun schließen:

      Nur eines noch: die von J.M. genannte Verschuldung pro Kopf der Bevölkerung datiert ja von den vielen Wohltaten, mit denen die jeweiligen Staatsorgane über das dankbar aufnehmende Volk ausgeschüttet haben; natürlich wurde damit auch Schindluder getrieben, aber im Endeffekt wurde unser Lebensstandard, den wir uns wohl selbst erarbeitet haben, recht großzügig überzuckert.
      Das Geld wurde nicht nur von den bösen Politikern "inhaliert", sondern natürlich vor allem in die Verbesserungen der Infrastruktur und in die Explosion der Sozialleistungen investiert.
      Bleiben wir doch bitte auch ein wenig gerecht: es ist nicht alles schlecht, was hier in Österreich in den letzten Jahrzehnten geschaffen wurde.
      Auch der von mir stets hochgehaltene Dr. Schüssel hatte keine Wahl als die Staatsschulden - wenn auch moderat - zu erhöhen; lassen wir uns doch nicht nur von Emotionen leiten!

      Aber nun kein weiteres Wort mehr von meiner Seite; ab sofort halte ich mein vorlautes Mundwerk!

      Schönen Abend!

      (mail to: gerhard@michler.at)-

    • Johann Scheiber
      27. Juli 2011 21:32

      Ich bin mir nicht so sicher, ob das mit der DDR der adäquate Vergleich ist.

      http://www.voluntarist.de/mafia/

    • Helmut Graser
      27. Juli 2011 21:41

      Empfehle zum Thema die ersten 06:25 Minuten des Interviews mit Vaclav Klaus.

      "(sinngemäß) ...zuerst wurden wir von Wien regiert, dann von Moskau und jetzt von Brüssel ..."

      http://www.youtube.com/watch?v=GNLmPs-Cmng

    • terbuan
      27. Juli 2011 21:48

      Johann Scheiber,
      Du hast schon Recht, alles was hinkt ist noch lange kein Vergleich, wir befinden uns aber in einer ziemlich ähnlichen Situation im Hinblick auf Meinungs- und Gesinnungsterror. Man versucht uns zu introktinieren mit Inhalten die wir ablehnen, abstoßend finden bzw. uns wesensfremd sind.
      Ganz genauso war es in der ehemaligen DDR, so habe ich es jedenfalls von meinen Verwandten übermittelt bekommen.
      lG/terbuan

    • xRatio (kein Partner)
      28. Juli 2011 02:13

      @WertKO

      Was Sie mit Ihrer Familie machen und im Schilde führen, ist Ihre, vor allem aber auch deren Sache. Da wird man Opa WertKO hoffentlich in die Schranken weisen.

      Was Sie und Ihresgleichen indessen mit Österreich und ganz EUROPA angestellt haben, anstellen und blindlings verteidigen,
      das ist, das muß ich leider in aller Klarheit und Deutlichkeit sagen,

      ein VERBRECHEN!!

      Ich weiß, das verstehen Sie sowieso nicht.

      Halten Sie also bitte endlich Ihre schleimerisch-substanzlose-vorlaute Klappe.

      Blablameter.de erteilt Ihrem Geseichte und Geschleime übrigens miserable Bullshit-Noten.
      Mich wundert das nicht. :-(

    • Josef Maierhofer
      28. Juli 2011 10:12

      @ Wertkonservativer

      ... über das dankbare Volk ausgeschüttet haben ....

      Zu welchem Zweck ?

      Zur Volksverschuldung ?
      Zur Selbstbedienung ?
      Zur Klientelbedienung ?
      Zum Zukunftsraub ?
      Zur Korruption ?
      Zur Volksverblödung ?
      ....

      .... und von wegen dankbar:
      dafür werden Generationen zahlen, büßen, das wissen unsere Politiker genau und trotzdem handeln sie gegen Österreich.

      Der 'Dank' wird Strache heißen, das fühle ich irgendwie.

    • cmh (kein Partner)
      28. Juli 2011 10:38

      wHelmut Graser

      Der guten Ordnung halber ist da allerdings hinzuzufügen, dass auch wir sehr lange und wiederholt von Prag aus regiert wurden.

      Vielleicht sollten wir uns als Österreicher die Sicht angewöhnen, dass es nur tschechisch oder deutschsprachige Österreicher gibt.

      NB: Haben auch wirklich alle den ältern Herrn auf dem Portrait im Hintergrund erkannt?

    • Wertkonservativer
      28. Juli 2011 13:28

      Nichts für ungut, lieber Herr Maierhofer, aber Ihre täglich vorgebrachte "Strachitis" erheitert mich langsam.

      Der Herr Strache ist ein Oppositionspolitiker, der nie auch nur einen Tag echte Regierungsverantwortung getragen hat, mit einem wirklich nicht glorreichen Grundsatzprogramm, und der eigentlich nur auf der Welle der Ausländerproblematik recht oberflächlich schwimmt.

      Von dem Mann und seinen paar Hansln eine durchgreifende Verbesserung der Lage unseres Landes zu erwarten, scheint mir halt wirklich ein wenig "blauäugig"!
      Es ist selbstredend Ihr gutes Recht, täglich in diese Richtung hin zu argumentieren, und Sie haben ja auch recht viel Erfolg damit (bin Ihnen diesbezüglich wirklich nicht neidig!), doch wir werden ja recht bald sehen, ob sich Ihre Wünsche und Hoffnungen bewahrheiten.

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • cmh (kein Partner)
      28. Juli 2011 19:05

      Lieber Wertkonservativer!

      IN gewisser Weise haben Sie da ja recht. Aber es geht nicht um die FPÖ.

      Im wirklichen Leben gibt es drei Dinge, die Österreich benötigt:

      Keine Roten in der Regierung.
      Keine Sozialisten in der Regierung.
      Keine Lügner in der Regierung.

      Um das zu erreichen sollte man auch mit des Teufels Großmutter die Ehe eingehen.

      Pompejus, der bekanntlich den Seeräubern den Garaus gemacht hat, sagt zu einem seiner Kapitäne, die wegen schlechten Wetters nicht hinausfahren wollten:

      Navigare necesse est, vivere non est necesse.

      Die Übertragung des Spruches auf unsere Gegebenheiten sollte nicht schwer fallen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      28. Juli 2011 21:28

      Ein "Stück des Weges mitzugehen" würde reichen, cmh.
      Nur um den bestochenen Parteien Rot und Schwarz deutlich zu machen, dass der Bürger ihre unterwürfige Haltung den 'übergeschnappten Eintopf-Fetischischten der ethnischen Struktur Europas' gegenüber nicht goutiert.

      Man muss ja nicht gleich heiraten.

    • cmh (kein Partner)
      29. Juli 2011 11:08

      Heiraten ist sowieso megaout.

      Eine eingetragene PArtnerschaft auf Einseitigekeit würde genügen

    • Helmut Graser
      29. Juli 2011 22:38

      @cmh

      Alle nicht, Sie und ich und viele andere hier aber sicher :-)

  24. ProConsul
    27. Juli 2011 08:22

    Auch wenn ich nicht mehr das Vergnügen hatte, diesen noblen Mann kennenzulernen, danke ich Herrn Dr. Unterberger für diesen Nachruf und die damit einhergehende Thematisierung des Liberalismus. Alles was den Liberalismus stützt ist für uns wichtig, besonders in dieser Zeit wo Europa auf dem Scheideweg zu einer sozialistisch-kommunistischen 'Transfer-Union' steht. Leider ist der 'echte' Liberalismus schon seit Längerem ins Hintertreffen geraten. Der vielleicht radikalste lebende Liberaliste Hans-Hermann Hoppe, schreibt dazu:

    "Der klassische Liberalismus befindet sich seit über einem Jahrhundert im Niedergang. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind statt dessen sowohl in den USA als auch in Westeuropa öffentliche Angelegenheiten zunehmend von sozialistischen Ideen gestaltet worden. Tatsächlich könnte das 20. Jahrhundert sehr wohl als das Jahrhundert des Sozialismus par excellence beschrieben werden: des Kommunismus, des Faschismus, des Nationalsozialismus und, am dauerhaftesten, der Sozialdemokratie." (Hans-Hermann Hoppe, Demokratie der Gott der keiner ist, S.411)

    Einen ganz wichtigen Punkt möchte ich noch anschneiden: Es wird oft geglaubt, dass Liberalismus und Konservatismus in Widerspruch zueinander stehen. Dem ist aber definitiv nicht so. Hoppe klärt uns diesbezüglich folgendermaßen auf:

    "Es sollte daher offensichtlich sein, dass und warum Libertäre moralische und kulturelle Konservative der kompromißlosesten Sorte sein müssen. Der gegenwärtige Zustand, moralischer Degenerierung, sozialen Zerfalls und kultureller Verrottung ist exakt das Resultat von zuviel - und vor allem von fehlgeleiteter und falsch verstandener - Toleranz. Anstatt gewohnheitsmäßige Demokraten, Kommunisten und Lebensstil-Alternativisten zu isolieren, auszuschließen und auszuweisen, wie es den prinzipien einer Gemeindeübereinkunft entspricht, wurden sie von der Gesellschaft toleriert. Diese Tolerierung jedoch ermutigte und förderte immer mehr egalitäre und relativistische Neigungen und Einstellungen, bis schließlich der Punkt erreicht wurde, wo sich die Autorität, irgend jemanden für irgend etwas auszuschließen, effektiv aufgelöst hat (während die Macht des Staates, manifestiert durch eine staatliche geförderte Zwangsintegrationspolitik, entsprechend gewachsen ist). In ihrem Versuch, eine freie natürliche Sozialordnung zu etablieren, müssen Libertäre danach streben, das dem Privateigentum inhärente Recht des Ausschlusses vom Staat zurückgewinnen. Wie echte Konservative, die sich vom falschen sozial(istisch)en Konservatismus der Buchanan-Anhänger und der Neokonservativen trennen müssen, müssen wahre Libertäre sich sichtbar und betont von den falschen - multi-gegenkulturellen und antiautoritär-egalitären - linkslibertären Betrügern trennen." (Hans-Hermann Hoppe, Demokratie der Gott der keine rist, S.409)

    Das, was unsere linken Dodeln unter Liberalismus verstehen, ist oft nichts weiter als Zeitgeist-Toleranz gegenüber allem und jeden. Die Folgen davon führen langsam aber sicher ins Verderben.

    • ambrosius
      27. Juli 2011 08:32

      Was an unseren linken DodelnRinnen liberal sein soll entzieht sich meiner Erkenntnisfähigkeit

    • Gerhard (kein Partner)
      28. Juli 2011 12:20

      Vielleicht sollten Sie darauf achten was die kath. Kirche zum Liberalismus lehrt?

      Im landläufigen Sinne wird jedenfalls unter Liberalismus alles Negative verstanden.
      Wenn es anders ist so möge uns Dr. Unterberger das erklären und nicht immer den Liberalismus hochleben lassen ohne zu sagen was sich wirklich dahinter verbirgt!

  25. ambrosius
    27. Juli 2011 08:11

    Liberal sein ist nicht einfach. Auch an dieser Stelle wurde schon nach Regulierungen und unnötigen Verboten gerufen. Es geht halt manchmal das Temperament durch.

  26. Pumuckl
    27. Juli 2011 07:29

    Erschüttert lese ich die Botschaft vom Tod eines, einzigartigen Menschen.
    Den Worten von Dr. Unterberger über die Liberalismusauffassung von Rainer Ernst Schütz ist nichts hinzuzufügen.

    Doch die liebenswürdige Art, in der er mit seiner lieben Frau, alle die sich wie er sagte, selbst als Liberale definierten in seiner schönen Wohnung zum " Politischen Salon " einlud, war Ausdruck einer besondern Lebensart.

    Mit Rainer Ernst Schütz verliert Wien nicht nur eine bedeutende politische Persönlichkeit. Wenn sich kompetente Menschen dieser Stadt unter seiner Leitung nicht mehr zum Meinungsaustausch und niveauvollen Disput treffen, endet auch wichtige Einrichtung für solche Begegnungen.

    Ich persönlich danke dem Wirken von Rainer Ernst Schütz nicht nur meine erste Begegnung mit Dr. Unterberger, sondern auch mit vielen anderen interessanten Menschen, und sehe mein Leben durch zahlreiche Informationen und Anregungen
    bereichert.
    Daß wir Rainer Ernst Schütz nicht mehr begegnen dürfen, bedeutet für meine Frau und mich einen schmerzlichen Verlust und erfüllt uns mit besonderer Trauer.

  27. Wertkonservativer
    27. Juli 2011 07:22

    ...ein in der Wolle gefärbter ...

    • Wertkonservativer
      27. Juli 2011 08:17

      gehört unter meinen Beitrag!

    • signoraeva
      27. Juli 2011 16:51

      ..man könnte auch eine Löschung verlangen, irgendwie peinlich diese Sternensammlerei!

    • Wertkonservativer
      27. Juli 2011 18:13

      @signoraeva:

      Dagegen möchte ich mich wirklich verwahren; das war echt ein Irrtum und total unbeabsichtigt!
      Wie hätte ich denn annehmen können, dass einige Mitdiskutanten mir auf ein von mir sofort berichtigtes Fehlposting auch Sterne zuteilen?
      Wie man wegen so einer Lächerlichkeit Löschung verlangen kann, weiß ich nicht.

      Ihre Replik zu meinem Beitrag und Ihre Reaktion auf meine Berichtigung zeigen mir, dass Sie mir halt nicht gewogen sind: ich habe vor, mich deshalb nicht zu grämen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • signoraeva
      27. Juli 2011 18:37

      Ist schon in Ordnung lieber Wertkonservativer, ich bin Ihnen sogar sehr gewogen, die Optik war nur einfach schlecht!
      Beste Grüße
      signoraeva

  28. Anton Volpini
    27. Juli 2011 07:09

    Es gibt in Österreich noch einen Club unabhängiger Liberaler?
    Danke Dr. Unterberger, daß Sie das aufzeigen, wenn auch der Anlaß für Sie ein trauriger ist.

    Seit 1848, als die Liberalen nach den Maiaufständen in Wien einen provisorischen Bürgerrat eingerichtet haben, und in Frankfurt unser wohl liberalster Österreicher, Erzherzog Johann für ein Jahr lang als erster deutscher Reichsverweser in der Paulskirche in Frankfurt eingestzt worden ist, ist der Begriff des Liberalen mit Füßen getreten worden.
    1848 hätten die Liberalen die Chance gehabt den liberalen Gedanken festzuschreiben, doch sie waren ihrer Zeit zu weit voraus. Bei den folgenden Weltwirtschaftskrisen 1857 und 1870 wurden sie bereits zusammen mit den Spekulanten als Bösmenschen denunziiert, und von dort weg, hat jeder unter dem Begriff des Liberalen etwas anderes verstanden.
    Friedrich August von Hayek hat dann fast hundert Jahre später versucht, den Gedanken unter dem Begriff des Neoliberalismus wieder aufleben zu lassen, und ist genauso gescheitert wie alle Liberalen vor und nach ihm. Warum wohl?

    Der Liberale wird immer der Feind der Herrschenden sein, sind doch seine Absichten diametral entgegengesetzt zu denen der Machthaber. Daher ist der Liberale nie der Richtige in seiner Zeit!

    • Johann Scheiber
      27. Juli 2011 10:32

      "Daher ist der Liberale nie der Richtige in seiner Zeit!"

      Darunter wirst du nicht leiden, Anton, denn du bist kein blutleerer Liberaler, sondern ein gestandener Konservativer!
      Der Liberalismus hat nur im Wirtschaftlichen seine Berechtigung. Kulturell sind wir christlich und politisch, Nationale, Österreicher!
      Der Liberalismus in der Kultur und in der Politik gehört zur linken Emanzipationsagenda, der auch viele vermeintliche Rechtsliberale verfallen sind.

      Der russische General und Politiker Alexander Lebed der vermutlich per Hubschrauber abgestürzt wurde, der große Teile des Faust auf Deutsch deklamieren konnte, hat einmal auf die Frage, ob er liberal sei, geantwortet, er sei General, nicht liberal.

      Lassen wir uns nicht von Ideologien, Teilwahrheiten, ob links oder rechts, ganz in Anspruch nehmen!

    • Anton Volpini
      27. Juli 2011 11:26

      Wer was ist, Johann, ist hier nicht der Punkt!

      Sondern welche gesellschaftliche Kraft hat ihre Notendigkeit zu welcher Zeit.
      In Zeiten von Niederdrückung und Verneinung braucht es die Radikalität des Liberalen. Da hilft das alleinige Hinhalten der rechten Backe nichts, wenn ich Dir auch darin vollinhaltlich zustimme, daß es unter einem gelebten Christentum erst gar nicht soweit kommen würde.
      Übrigens, ist Dir aufgefallen, daß ich das Wort Liberalismus vermieden habe?

    • Johann Scheiber
      27. Juli 2011 12:21

      Anton, wenn es ernst wird, macht immer der Liberale als Erster die Wolke.
      Als Christ ist es gut, wenn du für dich alleine stehst und die rechte Backe hinhältst, weil du damit ein Zeichen setzt - bis zum Martyrium.
      Als Vater, Ehemann, Politiker mußt du dich zur Wehr setzen- die Liberalen sind, wie die Geschichte zeigt die letzten, die das für dich tun werden. Im Wiederstand genen Nationalsozialismus und Kommunismus sind viele Christen aufgefallen, aber keine Liberalen,

      Die Möglichkeit des christlichen Zeichens - bis zum Martyrium - hat übrigens der katholische Priester, weil er zölibatär ist und in seinem Gelübde die Möglichkeit des Martyriums angenommen hat. Daher ist der Beruf des katholischen Priester ein ganz hoher Stand und fast notwendigerweise zölibatär und maskulin. Hoffentlich kommt es zu keiner Christenverfolgung, in der solche Bewährungen notwendig werden. Wenn man allerdings einem Experten wie den Historiker Gerhard Botz anhört, der bereits offen Christen an den Pranger stellt, dann muß man auch damit rechnen.

    • Anton Volpini
      27. Juli 2011 13:39

      "Als Vater, Ehemann, Politiker mußt du dich zur Wehr setzen- die Liberalen sind, wie die Geschichte zeigt die letzten, die das für dich tun werden"

      Es gibt sie aber auch, die liberalen Katholiken! Es sind eben jene wehrhaften, die unter den 12 Stämmen Israels die Kalten sind! Du magst der Heißsporn bleiben der Du bist, Johann, der Herr liebt sie beide: Nur die Lauwarmen speit er aus!

    • Johann Scheiber
      27. Juli 2011 14:56

      Passt zwar nicht ganz dazu, aber schau einmal, was der Luther über die zwölf Stämme Israels gesagt hat. Die kriegen fast so viel Haue wie der Pabst!
      http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/07/27/von-juden-und-ihrer-lugen/

    • Anton Volpini
      27. Juli 2011 15:08

      Ja, er würd sich heute gar nicht leicht tun, der Martin Luther, müßte er jetzt unter uns leben. Was täten wohl all die Medienleute und Bessermenschen zu seinen Ansichten und zur Wortwahl seiner Sprache für Kommentare abgeben?
      Was meinst Du, Johann?

  29. Wertkonservativer
    27. Juli 2011 05:46

    Ich habe von Rainer Ernst Schütz bis heute nichts gewusst (ich gebe es ehrlich zu!)

    Auch mit den liberalen Prinzipien habe ich mich (ich bin eine in der Wolle gefärbter Christlichsozialer!) bisher nicht wirklich auseinandergesetzt.

    Wenn die Schilderung unseres Dr. Unterberger hinsichtlich der liberalen Prinzipien auch nur einigermaßen stimmig ist (und daran ist kaum zu zweifeln), dann bin ich auch ein Liberaler!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • signoraeva
      27. Juli 2011 14:33

      ....und täglich grüßt das Murmeltier....

    • baucis (kein Partner)
      28. Juli 2011 11:14

      Signoraeva,
      Sie sind nicht die einzige, die das selbstverliebe Murmeltier und seine vielen vielen Häufchen nerven.

  30. libertus
    27. Juli 2011 01:30

    Wieder ist einer der großen Köpfe, der im Stillen gewirkt und tortzdem vieles bewirkt hat, von uns gegangen - möge er in Frieden ruhen.

    Und wenn er ein echter Liberaler im Geiste war, dann muß er nicht nur unter der europaweiten Schuldeneskalation gelitten haben, sondern unter der gesamten Entwicklung in unserem Land sowie in ganz Europa.

    Denn einen engagierten, überzeugten Liberalen kann die derzeitige Politik schier in die Verzweiflung treiben!





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