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Vorweihnachtliche Bildungswunder

Positiv Denken hilft. Plötzlich wird uns gezeigt, dass der Föderalstaat vielleicht doch nicht so schlecht ist, wie wir gedacht haben. Aus den Bundesländern kann man nämlich neuerdings durchaus Erfreuliches hören. Dort nutzt man offenbar die wahlfreie Periode wirklich, um alte Schwachsinnigkeiten zu entsorgen. Jetzt wäre es schön, wenngleich utopisch, könnte auch in der Bundesregierung das Denken einsetzen.

Gleich alle vier SPÖ-Landeshauptleute haben in den letzten Tagen das Parteitabu gebrochen: Studiengebühren seien durchaus denkbar, heißt es plötzlich; sie sollten nur durch Stipendien sozial abgefedert werden (was nie bestritten war). Dass alle drei in den Wahlkämpfen des ablaufenden Jahres ziemlich genau das Gegenteil gesagt haben, war wahrscheinlich nur ein Alptraum.

Heute freuen wir uns einfach, dass Fortschritt in die richtige Richtung (nicht nur um seiner selbst willen) doch immer noch möglich ist. Freilich fällt es schwer, die letzten zehn Jahre ganz zu vergessen, in denen die SPÖ eine aberwitzige Kampagne gegen die – noch dazu im ganzen Land mit Ausnahme der Studenten durchaus populären – Studiengebühren geführt hat. Denn der Schaden an den hohen Schulen dieses Landes ist gewaltig, der inzwischen durch deren Degradierung zur unentgeltlichen Wärmestube eingetreten ist.

Freuen können wir uns aber auch, dass zur gleichen Zeit bei der ÖVP-Steiermark die Vernunft ausgebrochen ist. Denn die schwarzen Steirer haben in den letzten Jahren wie Geisterfahren für die unpopuläre, teure und elitenfeindliche Gesamtschule gekämpft. Nun verkündet der schwarze Obersteirer Schützenhöfer einen deutlichen Richtungswechsel und nimmt Abschied vom Gesamtschul-Fimmel. Offenbar hat er die Pisa-Studie gebraucht, um zu erkennen, dass man nicht deshalb die Gymnasien verbieten muss, weil Eltern, Volksschule und sonstige Schulen nicht imstande gewesen sind, 15-Jährigen das sinnerfassende Lesen beizubringen.

Das alles stimmt richtig vorweihnachtlich fröhlich. Jetzt warten wir nur noch auf Erwin Pröll, dass er ebenfalls zur Vernunft findet und verkündet, dass er sich in Sachen Lehrerkompetenz geirrt hat: Denn das durch die Personalpolitik eines verparteipolitisierten Unterrichtsministeriums verursachte Problem wird nicht durch die die Übertragung der Oberhoheit über die Lehrer an die verparteipolitisierten Bundesländer gelöst. Pröll sollte vielmehr das sagen, was immer mehr Menschen in diesem Land sagen: Gebt den Schulen, den Direktoren und Eltern die Kompetenzen, um die sich Bund und Länder streiten. Sie sind am nächsten an der Schulfront und an den Kindern. Und am weitesten von der Parteipolitik. Der Bund hingegen soll den Schulen nur noch – ambitionierte – Ziele vorgeben, was die Kinder zu lernen haben, und deren Erreichung in regelmäßigen Abständen messen und belohnen.

Erwin P., Österreich wartet auf Sie! Nehmen Sie sich an Ihren Kollegen ein Beispiel und widerlegen Sie das Vorurteil, dass Sie ein cholerischer und altgewordener Dickschädel sind, der keinen Argumenten zuhört! Fassen Sie es als Kompliment auf, dass man Ihnen das noch zutraut. Denn die Bundesregierung selbst hat ja längst das Denken eingestellt. Der traut man gar nichts mehr zu . . .

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHaarspalter
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2010 16:48

    Argwohn ist angebracht! Die Studiengebühren sind kein Zugeständnis, sondern als Tauschobjekt gedacht, so Häupl im O-Ton, vermutlich gegen die Gesamtschule, das wäre dann der Kompromiss.

    Und die Studiengebühr wird eine blosse "Reichensteuer" durch die Hintertür werden, wenn zwar die Wohlhabenden zahlen und die anderen nichts, aber alle weiterhin voraussetzungslos beliebige Studienplätze beanspruchen dürfen. Auch das klang im O-Ton durch.

    Freuen wir uns also nicht zu fruh!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2010 22:59

    das "vorurteil" über pröll ist natürlich richtig...im übrigen steht die schwarze mafia in niederösterreich der roten in wien in nichts nach. 1:1 ist das am management des flughafens wien zu erkennen. Der zwielichtige gabmann ist eine der übelsten figuren, die die niederösterreichische övp je hervorgebracht hat...eine kreatur prölls, die aber selbst dem landesdiktator über den kopf gewachsen ist, deshalb ab mit ihm zum flughafen, wo gabmann vor allem für sich segensreich wirkt...langsam wacht aber jetzt sogar die korruptionsstaatsanwaltschaft auf....

    einsicht und rücksicht sind ja wohl eigenschaften, die man dem niederösterreichischen landesdiktator keinesfalls nachsagen kann. dafür dreistigkeit, unverschämtheit, machthunger und brutalität.
    und so versucht der schwarze mafia-häuptling sich die lehrer unter den nagel zu reißen, denn das einzige was einen erwin pröll am schulwesen in niederösterreich wirklich interessiert, ist die alleinige macht über alle lehrer im land....

    vielleicht schaffen es die anderen landeshäuptlingeIn den selbstherrlichen,
    abgehobenen diktator auf den richtigen weg zu bringen...allein wenn ich mir das schicksal des semmering-basistunnels anschaue, wo pröll sich ohne rücksicht auf die steiermark und kärnten brutal der kronenzeitung angebiedert hat, so fehlt mir auch im fall der lehrer absolut der glaube.....

  3. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2010 19:34

    Diese Jubelmeldungen müssen relativiert werden:
    (a) Zum "SPÖ-Schwenk Pro Studiengebühren" In Wirklichkeit steht dahinter einerseits die omnipräsente und flächendeckende Umverteilungsideologie durch Einführung einer weiteren einkommensabhängigen Mittelstandssteuer, die in "sozialer Gerechtigkeit" durch "soziale Staffelung" und Erlass der Gebühren für Stipendienbezieher "abgefedert" werden soll, aber auch ein Tauschobjekt für die Gesamtschule. Leider wird nicht gesehen, dass die leistungsfeindliche Umverteilung (die jeden Konnex zwischen eingebrachter Leistung und verfügbarer Kaufkraft durchbrach) bei weitem nicht nur durch die Progression stattfindet, sondern sich durch die vielen zusätzlichen einkommensabhängigen Transfers bzw. Gebührenbefreiungen noch potenziert und durch kumulative Wirkung längst sozioökonomisch überkompensatorisch wirkt. Dieser Effekt wird durch Studiengebühren in der vorgeschlagenen Form noch verstärkt. Daher bin ich überzeugt, das die weiterführende Debatte sich eher um weiteren Ausbau umverteilender Stipendien drehen wird (darauf ist der Focus gerichtet), während man am (völlig ineffizienten, kostspieligen) "freien Hochschulzugang" auf Basis inflationär vergebener Berechtigungen festhalten wird und die eigentliche Debatte um Studiengebühren SPÖ-intern wieder einschläft.
    Würden nur Geeignete studieren, wäre es zu diesen Auswüchsen der Massenuniversität infolge Berechtigungsinflation, Verzicht auf Zugangsbeschränkungen und Relativierung aller Anforderungen, die alle Begabungen verschüttet, nie gekommen. Dieser Effekt wird durch die künftige Gesamtschule (sie wird - unter welchem Titel auch immer - erzwungen; man staune nur, wie man P.l.S.A. dafür instrumentalisiert!) noch verstärkt.
    Um nicht missverstanden zu werden: Ich bin persönlich absolut für maßvolle) Studiengebühren. Was nichts kostet, ist nichts wert. Die Gratis-Zwangsbeglückungsmentalität gehört längst durchbrochen - , doch diese müssen für ALLE IN GLEICHER HÖHE gelten. Man bemühe den Vergleich mit Lehrlingen: Wäre es dort angebracht, abhängig vom Einkommen der Eltern für gleiche Leistung die einen zu entlohnen, die anderen nicht, von denen, die nicht bezahlt werden, auch noch Ausbildungskosten abzuverlangen, von anderen nicht? Das dauernd (über-)strapazierte Argument (auch für die Gesamtschule instrumentalisiert) der "sozialen Barriere" trifft nicht: Zusätzlich zur bestehenden Familienbeihilfe, den Abschreibmöglichkeiten, den bestehenden einkommensunabhängigen Leistungsstipendien (diese sollten ausgebaut werden!) können intelligente flankierende Maßnahmen jedem Geeigneten ökonomisch ein Studium ermöglichen. So kann es effiziente Arbeitsvermittlung für geringfügige Beschäftigung in Studienzeiten und geeignete Ferialjobs sowie begünstigte Kredite für Studierende mit Erfolgsnachweis geben. Die Summe dieser Maßnahmen reicht, um nicht einen Teil zu Bittstellern bei Eltern werden zu lassen, andere bei gleicher Leistung staatlich zu alimentieren. Es geht nicht an, das gerade die fleißigen Hochsteuerzahler des Mittelstandes (landläufig als "Besserverdiener", "Betuchte" oder "Reiche" der allgemeinen Neidgenossenschaft zum Fraß vorgeworfen) allein auch dafür aufkommen sollen. weil sie eben hohe Steuern zahlen und ihre Kinder keine Stipendien bekommen.

    (b) Auch die steirische Schul-Jubelmeldung ist zu relativieren: Faktum ist: Die steirische ÖVP befindet sich seit langem in der Geiselhaft regionaler sozialistischer Ideologen; viele nachgerade fanatische Gesamtschulvertreter befinden sich gerade in ihren Reihen (u.a. Edlinger-Ploder, Schilcher, Schnidar, diverse Schulpsychologen, extern z.B. Vertreter des Wirtschaftsbundes; auch Min. Karl ist mit ihren Aussagen zu "Aufstiegsschule", "Gymnasium für alle" und "Kein Sitzenbleiben mehr" nicht wirklich eindeutig zuzuordnen). Unter steirischen Höheren Schulfunktionären befanden/befinden sich ideologisch präformierte Alt-Achtundsechziger, die "Elite" als Schimpfwort betrachten, gewissenhafte, auf "Notenwahrheit" und Vertrauen in auszustellende Atteste pochende, gewissen-hafte Lehrer wegen "unangemessener Anforderungen" rügen (etwa, wenn ihre Schüler regelmäßig vor externen Kommissionen Spracholympiade-Erfolge aufweisen) und durch Ermutigung zu Berufungen in Schwierigkeiten bringen, und aktiv am Unterlaufen gesetzlich vorgesehener Kriteriensetzungen mitwirken.
    Schützenhöfer hat sich jetzt für die "flächendeckende Einführung der Neuen Mittelschule" (also gegen die sonst von der ÖVP bekämpfte 10-Prozent-Schulversuchs-Begrenzungsklausel) und die einheitliche Lehrerausbildung ausgesprochen, allerdings (eher halbherzig)auch für die Beibehaltung der AHS-Unterstufe. Das ergibt nur eine Zwischenstufe zur Einführung der Gesamtschule; es ist das analoge Vorgehen, als man vor Jahren Latein im Schulversuch in die Oberstufe verbannte (durch "Wahlfreiheit" mit Französisch) und damit die Gesamtschule vorbereitete. Auch damals wurde die Schulversuchsbegrenzung aufgegeben; es handle sich ja um "freie Wahl"; gleichzeitig durfdten vielerorts nur mehr die Lehrer der lebenden Fremdsprache "werben", während Altphilologen dezidiert von Elternabenden abgewiesen wurden ...
    Die AHS-Unterstufe wird mit solchen Maßnahmen motivational ausgehöhlt; sie wird zu Anforderungsdumping gezwungen, um Schülerzahlen (=Werteinheiten) zu halten und um dem Vergleich mit den aus Ideologiegründen wesentlich großzügiger ausgestatteten (und unvergleichlich teureren; siehe Teamteaching, kleine Klassengrößen) "Neuen Mittelschulen" zu bestehen, die zudem die gleichen Berechtigungen (im Unterstufenniveau) vergeben wie die AHS-Unterstufe. Selbst Ex-Min. Gehrer stellte fest, sie „werde für ihre Enkelkinder den Besuch einer Neuen Mittelschule empfehlen, weil diese derzeit die besten Schulen seien“ - So ein "Verlass" ist also auf die ÖVP als Bollwerk für das Gymnasium ... !
    Die Gymnasien können dagegen nicht einmal mit nur einem Lehrer pro Klasse die vielgerühmte 25-er-Klassengrößenlimitierung einhalten- infolge "Mangels an Werteinheiten - denn "Es muss ja gespart werden!".
    In diesem Zusammenhang warne ich einmal mehr vor dem blauäugigen Glauben an die personelle Autonomie von Dienststellenleitern: Alle Schuldirektoren sind letztlich Parteifunktionäre (das schließt Integrität Einzelner nicht aus) und wurden von Parteien und deren Vorfeldern in ihre Position gehievt. There is no free lunch!. Die fördernden Instanzen erwarten sich von ihnen letztlich Bevorzugung "der Ihren". In der "personellen Autonomie" findet sich der unabhängig-gesetzestreu agierende Lehrer in seiner Personalunion, Lehrender zu sein, der zugleich Berechtigungen kompetenzbegründet zu verteilen bzw. zu verwehren, in voraussagbar exponierter Position wieder, wenn er nicht auf Einhaltung von Gesetze statt auf die Willkür eines Vorgesetzten seine berufliche (Weiter-)Existenz sichern kann.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2010 16:01

    Als Niederösterreicher hätte ich ja wahrscheinlich einen guten Draht zum Herrn Landeshauptmann (vor acht Jahren hat er uns zur Goldenen Hochzeit sogar zwei Golddukaten geschickt!!), doch glaube ich eigentlich, dass es nichts nützen würde, ihn an die fälligen Klarstellungen im Bildungsbereich zu erinnern: er, ein wahrer Volkstribun, ist von seiner Glorie überzeugt und überdies ziemlich beratungsresitent!

    Übrigens, heute beim Onkel Doktor schaute ich wieder in das Schmuddelblatt "Österreich". da sah ich die zehn Punkte zur Androsch-Volksbefragung aufgelistet.
    In Punkt 3) sind immerhin einige Angaben enthalten, die aufhorchen lassen; da ist sogar vom Weiterbestehen der Gymnasien (nur Oberstufe, oder wie denken die Leute sich das?) die Rede!
    Und in Punkt 5 werden (nicht neu) zwei Lehrer je Klasse gefordert: einer für die schwachen und einer für die besseren bis guten! Soll das Lernen und Lehren jeweils in der gleichen Klasse stattfinden, oder braucht man dazu eben zwei Räume?

    Von diesen zehn Punkten sind die meisten mit Sicherheit in den nächsten Jahren und Jahrzehnten so nicht realisierbar: da steht zunächst die Realverfassung unseres Staates (Bund/Länder/Gemeinden) dagegen, weiters die Qualität und Bestandswahrerschaft unserer Lehrergilde, die Feigheit und Dummheit unserer Bildungspolitiker,und schlußendlich auch die Hybris des Angestrebten, weit weg von den wirklichen Notwendigkeiten, die da wären:

    Aufwertung der vorschulischen Erziehung, leistungsfähige Volksschulen mit Möglichkeit zu weiterführender Förderung lese- und sprachschwacher Kinder in anschließenden Sonderkursen.
    Kinder, die mit zehn Jahren noch Sprachprobleme haben und daher auch meist noch nicht sinnerfassend lesen können, sind in einer Mittleren Schule, die diesen Namen auch verdient, fehl am Platz.

    Also, ich bin sehr neugierig, wie die Sache weitergeht; da werden noch die Fetzen fliegen!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2010 23:18

    Stimmt, man sollte diese "Frohbotschaften" mit Vorsicht genießen, denn es ist zu vermuten, daß beinharte "Kompensationsgeschäfte" dahinterstecken, die jegliche Freude darüber zunichte machen werde.
    Und eines ist noch zu bemerken >>>> großzügige Stipendien flankierend zu den Studiengebühren hätte man gleich einführen können, dann wäre uns dieses Hin und Her erspart geblieben, aber ebenso unser ungeliebter Lügenkanzler, der nur unter Vorspiegelung falscher Tatsachen (Abschaffung der Studiengebühren, EU-Volksabstimmungen etc.) sein Amt erobert hat.
    Er verabschiedet sich im Sauseschritt von allen seinen Versprechungen, daher sollten wir ihn im Gegenzug ebenso rasch wie möglich verabschieden - es reicht!

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2010 17:37

    Es wäre zu hinterfragen, was die genannten Landeshauptleute unter Studiengebühren verstehen.

    Ob sie weiterhin eine Alibi-Studiengebühr meinen oder eine echte kostendeckende Studiengebühr, wie das in den westlichen Ländern gehandhabt wird. Ob sie unter Indivdualförderung ein Geld - Hinauswerfen verstehen oder einen kontrollierten Einsatz des Geldes dafür, um sozial schwächeren Talenten ein Studium zu ermöglichen. Ich habe mein Studium selbst erarbeitet und in meiner Studienzeit mehr Lohnsteuer gezahlt, als dem Staat die fast gebührenfreie Uni gekostet hat. Und ich war stolz und glücklich sagen zu können, daß ich es allein geschafft habe. Aber punktweise ist Geld eine Hilfe, schneller zu studieren, obwohl ich auch fast die Normzeit erreicht habe.

    Ein Lichtblick für mich ist Schützenhofer in der Steiermark, der erkannt hat, daß wir verschiedene Schultypen brauchen für die verschiedenen Eignungen und Neigungen und vor allem, daß wir keine Zwangsschulen brauchen, weder eine Zwangsgesamtschule, noch eine Zwangseliteschule, wie es das in der DDR auch gegeben hat.

    Das mit Pröll dauert noch, meiner Meinung nach, der muß zuerst mal politisch auf die Schnauze fallen, bis er denken kann, und draufkommt was in dieser Sache richtig gewesen wäre.

    Werte österreichische Parteien:
    Nehmen Sie die Politik aus den Schulen weg, die Bürokratie von den Lehrern, tun Sie alles zur Förderung unserer Kinder, lassen wir wesentlichen Schulstoff und nehmen wir unnötigen und Parteimanipulations-Schulstoff von den Schülern weg.

    Es geht um unser aller Kinder, auch um die von den Mustaphas, die wir gegen den Willen des Volkes jetzt als Österreicher da haben. Es geht um einen Zipfel Zukunft für die Jungen.

    Das meiste der Zukunft haben wir bereits durch die excessive Schuldenpolitik verludert. Lassen wir wenigstens den Kindern die Fundamente zukommen und verderben wir sie nicht durch die Parteien.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2010 09:34

    Wenn man bedenkt, daß eine (Ex)Direktorin aus dem roten Wien in einem roten Bezirk die consecutio temporum mit Hilfe des Landesschulinspektors Petitefleur ausmärzen will unter Mithilfe der roten Stadtschulratspräsidentin und der roten Ministerin, dann wundert PISA niemand. Die Deutschkenntnisse schmelzen dahin.
    Wenn aber selbsternannte Fachleute, Journalisten, Intellektuelle und Reporter des ORF und der HHBP darüber diskutieren, die Verländerung als Grund allen Übels finden, die nachweislich schlechte Gesamtschule verlängern wollen und das alles zum Verfassungsproblem hochstilisieren, dann zweifelt der alte Sokrates an der Aufrichtigkeit der Akteure.
    In der Schweiz geht das alles, mit großem Erfolg. Ob es nicht Absicht ist, uns zu verblöden?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWahrheit
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2010 17:00

    OT: Der VCÖ lässt endgültig die Maske fallen und der "Pseudo-Umwelt-Verkehrsclub" enttarnt sich als linkes Propagandasprachrohr:

    "Laut VCÖ wurden im laufenden Jahr 143.435 Autos von juristischen Personen gekauft, was sich dem Verkehrsclub zufolge angesichts entgangener Steuereinnahmen auch für den Staat bemerkbar machen dürfte.

    Grund dafür sei, dass Dienstautos zwar als Sachbezug versteuert werden müssen, es gebe aber eine Deckelung von 600 Euro pro Monat. Das komme vor allem Besserverdienenden zugute und sollte noch im Zuge der Budgetdebatte abgeschafft werden, fordert der VCÖ.
    "Unverständnis"
    "Manager erhalten steuerschonend Neuwagen, während Familien und Studierende zum Teil schmerzhafte Beiträge zum Sparpaket leisten. Das stößt bei vielen auf Unverständnis", so VCÖ-Experte Martin Blum."


alle Kommentare

  1. Marok (kein Partner)
    22. Januar 2015 15:23

    Essays like this are so important to brdaoening people's horizons.

  2. Sebastien (kein Partner)
    21. Januar 2015 15:47

    Meine heidfen Emil-Theodor, Adele, Klara-Henriette oder Paul-Erich.Neben dem Chantallismus gibt es ja zum Glfcck ja auch den Emilismus , so wird kein Kind benachteiligt. http://gocxudhi.com [url=http://ptfyhcddxah.com]ptfyhcddxah[/url ] [link=http://ccmuphjpp.com]ccmuphjpp[/link ]

  3. Oil (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:18

    Ich finde Schoolmotionb4s echt cool ey macht Spadf mit anderen Schfclern geinsemam zu arbeiten.Auch wenn wir immer Lange brauchen um endlich anfangen zu kf6nnen ist es tollund mit zu erleben wie weit wir schon sind und es macht auch immer mehr Spaadf mfgCeydaaa x3

  4. May (kein Partner)
    19. Januar 2015 12:56

    ich finde das auch total klasse, dass und wie du das mit dem blog gehmact hast, Jenni ich schau immer mal wieder rein, was es neues gibt.

  5. Herby (kein Partner)
    15. Dezember 2010 22:41

    Die Frau Parlamentspräsidentin Prammer ist gegen:

    "Knock-Out-Prüfungen"

    Was meint sie eigentlich damit: Ach ja, sie meint ganz normale Zulassungsprüfungen für manche Studienfächer.

    Preisfrage: Woher hat denn die Fr. Prammer dieses Vokabel (Knock-Out-Prüfungen)?

    Antwort: Die Vorsitzende der ÖH, Sigrid Maurer redet andauernd davon. Prammer hört lieber ihr zu als der Wissenschaftsministerin Karl.

    • fosca
      15. Dezember 2010 23:19

      Sobald Linken Leistung abgefordert wird, verstehen sie halt "Knock-Out" darunter, eh kloa! :-(

  6. robert (kein Partner)
    15. Dezember 2010 09:29

    ad "Gesamtschul-Fimmel": Vielleicht könnte Herr Unterberger, bevor er so etwas schreibt, sich in der TV-Thek des ORF die Dokumentation "Die Schulen der Pisa - Sieger" ansehen, die letzten Donnerstag im Fernsehen lief. Da wird ziemlich anschaulich über das Schulsystem in Finnland und Schweden berichtet, es kommen auch Lehrer und sonstige Leute, die mit Bildung beruflich zu tun haben, aus Österreich zu Wort, die schildern, woran es am österr. Bildungssystem krankt und was man besser machen kann.

    Es wird hier so viel auf die Gesamtschule geschimpft, ich bin mir aber sicher, dass viele Leute, die das tun, davon überhaupt keine Ahnung haben. In Österreich kennt man eben nur das bisherige Schulsystem und kann sich kein anderes vorstellen. Der Fairness halber sollte man sich aber über das andere Modell informieren, bevor man es verurteilt.

    Zum Thema Studiengebühren: ich bin dafür, aber nicht so, wie sie unter Schüssel existiert haben. Es ist in meinen Augen schwachsinnig, zu verlangen, dass jemand die Gebühren bezahlt haben muss, bevor er um ein Stipendium ansuchen kann (genau das war aber das bisherige System). Wenn Stipendienberechtigte die Gebühren erst dann bezahlen müssen, wenn sie das Stipendium erhalten haben, so sind Gebühren in bisheriger Höhe ok. Die Studiengebühren könnten auch gleich vom Stipendium abgezogen werden.

    • S. Oberreit (kein Partner)
      15. Dezember 2010 09:48

      sie erinnern mich an den wissenschaftler, der es geschafft hat, nachzuweisen, dass der storch die babies bringt:

      in ländlichen gegenden mit vielen störchen kommen mehr babies zur welt, als in urbanen gebieten wo es kaum störche gibt, na bitte kausaler zusammenhang zwischen geburtenrate und storchenpopulation gelungen.

      man versucht krampfhaft das schlechte pisa-ergebnnis mit allerlei humbug und sozialistischen visionen zu erklären nur um davon abzulenken, was ohenhin offensichtlich ist:

      die bildungsfernen und leistungsfeindlichen migranten (zumeist orientalen) sind primär für das schlechte abschneiden verantwortlich.
      wo es diese nicht oder kaum gibt (finnland, s-korea, china) sind - völlig unabhängig vom schultyp - die ergebnisse 1a.

      auch wenn man die deustchen bundesländer untereinander vergleicht, kommt man zum selben ergebnis, ebenso wie wenn man sich die heimischen pisaergebnisse im detail ansieht.

      aber das darf man ja nicht sagen...

    • robert (kein Partner)
      15. Dezember 2010 11:04

      Ich habe mir diese Doku erst gestern angesehen. Darin war davon die Rede, dass die Finnen in den Städten z.T. ähnliche Probleme wie wir haben, wenn es darum geht, dass zu viele Kinder mit - in ihrem Fall - nichtfinnischer Muttersprache in der Klasse sitzen. Das haben keine Leute gesagt, die krampfhaft auf der Suche nach Argumenten sind, sondern finnische Lehrer.

      Und was für Sie offensichtlich ist, muss noch lange nicht tatsächlich stimmen. Vorurteile helfen niemandem weiter - nur vielleicht der eigenen Einbildung, etwas "Besseres" zu sein.

    • socrates
      15. Dezember 2010 21:04

      robert
      ad "Gesamtschul-Fimmel": Vielleicht könnte Herr robert, bevor er so etwas schreibt, sich in der ÖPU-Zeitschrift die Artikel über Finnland und andere Pisagewinner ansehen. Da wird ziemlich anschaulich über das Schulsystem in Finnland und Schweden, Frankreich, Bayern Schweiz und anderen Ländern berichtet, es kommen auch Lehrer und sonstige Leute, die mit Bildung beruflich zu tun haben, aus den Gewinnerländern zu Wort, die schildern, woran es im finnischen oder schwedischen und den anderen Bildungssystem liegt, daß sie besser sind und wie sie es besser machen .
      Es wird hier so viel auf die Gesamtschule geschimpft, ich bin mir aber sicher, dass viele Leute, die das tun, davon überhaupt sich sehr gut auskennenund Praxis im Unterricht haben. In Österreich hat man das Schulsystem der Grundschulen geändert, indem man die Sonderschulen für wenig Begabte abgeschafft hat und damit eine Gesamtschule von 6 bis 10 Jahren eingeführt und wir können uns daher an bessere Zeiten erinnern.. Der Fairness halber sollte man sich aber über das andere Modell informieren, bevor man es verurteilt.
      Zum Thema Studiengebühren: ich bin dafür,so, wie sie unter Schüssel existiert haben. Es ist in meinen Augen sinnvoll, zu verlangen, dass jemand die Gebühren bezahlt haben muss, bevor er um ein Stipendium ansuchen kann, damit man sieht, ob er auch für dieses Studium geeignet ist (genau das war aber das bisherige System). Wenn Stipendienberechtigte die Gebühren erst dann bezahlen müssen, wenn sie das Stipendium erhalten haben, sonst wissen wir nicht, ob er für dieses Studium geeignet ist und unser Geld sinnvoll eingesetzt wird.
      Ich habe mein Studium selbst bezahlt und die Studiengebühren dazu.

    • hoffmann (kein Partner)
      16. Dezember 2010 22:57

      socrates

      Erklären Sie doch bitte, inwiefern man an der Tatsache, dass jemand seine Studiengebühren zahlt, erkennt, dass er für das Studium geeignet ist? Ist Eignung eine Frage des Geldes??

      Wieso soll ich in der Schuldebatte eine Organisation ernst nehmen, die auf Ihrer Webseite nur ÖVP - Zitate wiedergibt? Ist die ÖPU eine ÖVP - Vorfeldorganisation? Den Eindruck kann man bei einem Blick auf deren Webseite bekommen. Im Gegensatz dazu geht die Präferenz für eine Gesamtschule weltweit erwiesenermaßen durch alle politischen Richtungen.

    • socrates
      17. Dezember 2010 14:01

      hoffmann
      Aus der Tatsache, daß einer Studiengebühren zahlt, erkennt man zwar nicht seine Eignung, wohl aber ob er ernsthaft studieren will und nicht nur den Steuerzahler ausnutzt. Ich sehe in der Studiengebühr eine Kaution, die der Student bei Erfolg in Form von Stipendien zurückbekommt und auch der Ansatz einer Akademikersteuer, die der Student auf Grund seiner erhöhten Chancen dem Staat schuldet.
      Wenn man ein Auto, eine Wohnung, Ski, u.s.w. mietet, zahlt man Kaution. Der Student, der für das Leben lernt, soll auch hier diese Tatsache kennenlernen.
      Die Arbeiterkammer, die Gewerkschaft, die Volkshochschulen, SPÖ gesteuert, verlangen alle Geld für ihre Kurse und das nicht zu knapp. Die vom Bund erhaltene Universität soll umsonst sein. Wie wäre es mit der Umkehrung?
      Da ich bei keiner Partei bin, lese ich auch nicht deren Webseiten. Die Österreichische ProfessorenUnion hat mit der ÖVP nichts zu tun, ist unabhängig und wenn Sie dei nicht einmal kennen offenbaren Sie Ihre Schlagseite nach links.
      Wie war das doch gleich mit den Fachleuten und den schlecht Informierten?

  7. fosca
    15. Dezember 2010 00:06

    Nicht ganz, nur ein bißchen OT:

    http://www.orf.at/#/stories/2030963/

    Man beachte die Sonderkategorie "Online"-Blogger weiter unten!

    Bravo - meine besondere Gratulation an Herrn Unterberger!
    Weiter so! ;-))

    P.S.: Und das in der linksdominierten Medienlandschaft, aber an Bestleistungen können auch die nicht mehr vorbeigehen!

    • fosca
      15. Dezember 2010 00:08

      Oje - gehört natürlich zum "Tagebuch als Weihnachtsgeschenk"!

      Schon am Weg dorthin. ;-)

  8. Karl Rinnhofer
    14. Dezember 2010 19:34

    Diese Jubelmeldungen müssen relativiert werden:
    (a) Zum "SPÖ-Schwenk Pro Studiengebühren" In Wirklichkeit steht dahinter einerseits die omnipräsente und flächendeckende Umverteilungsideologie durch Einführung einer weiteren einkommensabhängigen Mittelstandssteuer, die in "sozialer Gerechtigkeit" durch "soziale Staffelung" und Erlass der Gebühren für Stipendienbezieher "abgefedert" werden soll, aber auch ein Tauschobjekt für die Gesamtschule. Leider wird nicht gesehen, dass die leistungsfeindliche Umverteilung (die jeden Konnex zwischen eingebrachter Leistung und verfügbarer Kaufkraft durchbrach) bei weitem nicht nur durch die Progression stattfindet, sondern sich durch die vielen zusätzlichen einkommensabhängigen Transfers bzw. Gebührenbefreiungen noch potenziert und durch kumulative Wirkung längst sozioökonomisch überkompensatorisch wirkt. Dieser Effekt wird durch Studiengebühren in der vorgeschlagenen Form noch verstärkt. Daher bin ich überzeugt, das die weiterführende Debatte sich eher um weiteren Ausbau umverteilender Stipendien drehen wird (darauf ist der Focus gerichtet), während man am (völlig ineffizienten, kostspieligen) "freien Hochschulzugang" auf Basis inflationär vergebener Berechtigungen festhalten wird und die eigentliche Debatte um Studiengebühren SPÖ-intern wieder einschläft.
    Würden nur Geeignete studieren, wäre es zu diesen Auswüchsen der Massenuniversität infolge Berechtigungsinflation, Verzicht auf Zugangsbeschränkungen und Relativierung aller Anforderungen, die alle Begabungen verschüttet, nie gekommen. Dieser Effekt wird durch die künftige Gesamtschule (sie wird - unter welchem Titel auch immer - erzwungen; man staune nur, wie man P.l.S.A. dafür instrumentalisiert!) noch verstärkt.
    Um nicht missverstanden zu werden: Ich bin persönlich absolut für maßvolle) Studiengebühren. Was nichts kostet, ist nichts wert. Die Gratis-Zwangsbeglückungsmentalität gehört längst durchbrochen - , doch diese müssen für ALLE IN GLEICHER HÖHE gelten. Man bemühe den Vergleich mit Lehrlingen: Wäre es dort angebracht, abhängig vom Einkommen der Eltern für gleiche Leistung die einen zu entlohnen, die anderen nicht, von denen, die nicht bezahlt werden, auch noch Ausbildungskosten abzuverlangen, von anderen nicht? Das dauernd (über-)strapazierte Argument (auch für die Gesamtschule instrumentalisiert) der "sozialen Barriere" trifft nicht: Zusätzlich zur bestehenden Familienbeihilfe, den Abschreibmöglichkeiten, den bestehenden einkommensunabhängigen Leistungsstipendien (diese sollten ausgebaut werden!) können intelligente flankierende Maßnahmen jedem Geeigneten ökonomisch ein Studium ermöglichen. So kann es effiziente Arbeitsvermittlung für geringfügige Beschäftigung in Studienzeiten und geeignete Ferialjobs sowie begünstigte Kredite für Studierende mit Erfolgsnachweis geben. Die Summe dieser Maßnahmen reicht, um nicht einen Teil zu Bittstellern bei Eltern werden zu lassen, andere bei gleicher Leistung staatlich zu alimentieren. Es geht nicht an, das gerade die fleißigen Hochsteuerzahler des Mittelstandes (landläufig als "Besserverdiener", "Betuchte" oder "Reiche" der allgemeinen Neidgenossenschaft zum Fraß vorgeworfen) allein auch dafür aufkommen sollen. weil sie eben hohe Steuern zahlen und ihre Kinder keine Stipendien bekommen.

    (b) Auch die steirische Schul-Jubelmeldung ist zu relativieren: Faktum ist: Die steirische ÖVP befindet sich seit langem in der Geiselhaft regionaler sozialistischer Ideologen; viele nachgerade fanatische Gesamtschulvertreter befinden sich gerade in ihren Reihen (u.a. Edlinger-Ploder, Schilcher, Schnidar, diverse Schulpsychologen, extern z.B. Vertreter des Wirtschaftsbundes; auch Min. Karl ist mit ihren Aussagen zu "Aufstiegsschule", "Gymnasium für alle" und "Kein Sitzenbleiben mehr" nicht wirklich eindeutig zuzuordnen). Unter steirischen Höheren Schulfunktionären befanden/befinden sich ideologisch präformierte Alt-Achtundsechziger, die "Elite" als Schimpfwort betrachten, gewissenhafte, auf "Notenwahrheit" und Vertrauen in auszustellende Atteste pochende, gewissen-hafte Lehrer wegen "unangemessener Anforderungen" rügen (etwa, wenn ihre Schüler regelmäßig vor externen Kommissionen Spracholympiade-Erfolge aufweisen) und durch Ermutigung zu Berufungen in Schwierigkeiten bringen, und aktiv am Unterlaufen gesetzlich vorgesehener Kriteriensetzungen mitwirken.
    Schützenhöfer hat sich jetzt für die "flächendeckende Einführung der Neuen Mittelschule" (also gegen die sonst von der ÖVP bekämpfte 10-Prozent-Schulversuchs-Begrenzungsklausel) und die einheitliche Lehrerausbildung ausgesprochen, allerdings (eher halbherzig)auch für die Beibehaltung der AHS-Unterstufe. Das ergibt nur eine Zwischenstufe zur Einführung der Gesamtschule; es ist das analoge Vorgehen, als man vor Jahren Latein im Schulversuch in die Oberstufe verbannte (durch "Wahlfreiheit" mit Französisch) und damit die Gesamtschule vorbereitete. Auch damals wurde die Schulversuchsbegrenzung aufgegeben; es handle sich ja um "freie Wahl"; gleichzeitig durfdten vielerorts nur mehr die Lehrer der lebenden Fremdsprache "werben", während Altphilologen dezidiert von Elternabenden abgewiesen wurden ...
    Die AHS-Unterstufe wird mit solchen Maßnahmen motivational ausgehöhlt; sie wird zu Anforderungsdumping gezwungen, um Schülerzahlen (=Werteinheiten) zu halten und um dem Vergleich mit den aus Ideologiegründen wesentlich großzügiger ausgestatteten (und unvergleichlich teureren; siehe Teamteaching, kleine Klassengrößen) "Neuen Mittelschulen" zu bestehen, die zudem die gleichen Berechtigungen (im Unterstufenniveau) vergeben wie die AHS-Unterstufe. Selbst Ex-Min. Gehrer stellte fest, sie „werde für ihre Enkelkinder den Besuch einer Neuen Mittelschule empfehlen, weil diese derzeit die besten Schulen seien“ - So ein "Verlass" ist also auf die ÖVP als Bollwerk für das Gymnasium ... !
    Die Gymnasien können dagegen nicht einmal mit nur einem Lehrer pro Klasse die vielgerühmte 25-er-Klassengrößenlimitierung einhalten- infolge "Mangels an Werteinheiten - denn "Es muss ja gespart werden!".
    In diesem Zusammenhang warne ich einmal mehr vor dem blauäugigen Glauben an die personelle Autonomie von Dienststellenleitern: Alle Schuldirektoren sind letztlich Parteifunktionäre (das schließt Integrität Einzelner nicht aus) und wurden von Parteien und deren Vorfeldern in ihre Position gehievt. There is no free lunch!. Die fördernden Instanzen erwarten sich von ihnen letztlich Bevorzugung "der Ihren". In der "personellen Autonomie" findet sich der unabhängig-gesetzestreu agierende Lehrer in seiner Personalunion, Lehrender zu sein, der zugleich Berechtigungen kompetenzbegründet zu verteilen bzw. zu verwehren, in voraussagbar exponierter Position wieder, wenn er nicht auf Einhaltung von Gesetze statt auf die Willkür eines Vorgesetzten seine berufliche (Weiter-)Existenz sichern kann.

    • Reinhard (kein Partner)
      14. Dezember 2010 20:32

      Hervorragend, danke!

    • terbuan
      14. Dezember 2010 21:45

      Großartig Karl Rinnhofer, dieser Kommentar!
      Ich würde ihn sogar als Kommentar des Monats, wenn nicht sogar des Jahres in der Kategorie "Bildung" einstufen!
      Herzliche Grüße
      terbuan

    • Undine
      14. Dezember 2010 22:17

      @Karl Rinnhofer

      Danke, daß Sie sich nach längerer Pause wieder melden und dann gleich mit so einem hervorragenden profunden Kommentar!
      LG, Undine

    • Karl Rinnhofer
      15. Dezember 2010 11:10

      @ Reinhard, Terbuan, Undine
      Vielen herzlichen Dank für die Zustimmung.
      Ich ersuche um Verständnis für meine infolge Überlastung (etwa bis Februar) sehr sporadischen Postings; die Lektüre der Tagebuchkommentare und Partnerbeiträge ist davon nicht betroffen.

  9. Segestes (kein Partner)
    14. Dezember 2010 19:31

    Zum Glück hat Faymann diesen eher asozialen Blödsinn bereits im Keim erstickt.
    (Er weiß eben, dass er anderenfalls nur die Opposition stärken würde - die Kinder wählen dann nämlich die Grünen, deren ausgesackelten Eltern die FPÖ).

    Aber warum asozial?
    Weil ein Studiengebühren- und Stipendiensystem, nie treffsicher alle sozialen Härtefälle abfedern kann - im Gegenteil, extrem viele Leute fallen durch den Rost. Ich habe das in meinem persönlichen Umfeld, über die Jahre hinweg zigfach mit ansehen müssen. Viele dieser Studienabbrecher, sind dann übrigens bei der Polizei gelandet ^^
    Es wäre jedenfalls einfacher und kostengünstiger, Studiengebühren grundsätzlich vom Einkommen der Eltern abhängig zu machen. Aber dann blecht natürlich vor allem die ÖVP-Klientel, weshalb dies nie so kommen wird.

    Was in bei ganzen Diskussion ärgerlicherweise total ignoriert wird, sind jene Studenten, die über den zweiten Bildungsweg an die Hochschulen gelangen.
    Die schauen, aufgrund ihres mehr oder weniger fortgeschrittenen Alters, sowohl in Sachen Familienbeihilfe, wie auch bei den Stipendien, durch die Finger. Dabei sind es gerade diese Leute, die aufgrund ihrer Praxis und Lebenserfahrung, eine echte Bereicherung für den Arbeitsmarkt darstellen.
    Doch warum vergisst man trotzdem auf sie?
    Weil man bei den meisten Entscheidungsträgern in der Politik, wie auch bei den Journalisten, fast nur solche Gestalten antrifft, die direkt von der Schule in die Uni übergetreten sind und deshalb nicht wissen was es bedeutet, sich über den zweiten Bildungsweg hochzukämpfen.
    Elitäre, saturierte Ignoranten eben.
    Herr Unterberger weiß in gewisser Weise sicher, wovon hier die Rede ist....

    • Reinhard (kein Partner)
      14. Dezember 2010 20:55

      Segestes, asozial ist es ebenso, wieder nur jene, die sowieso bereits die höchste Steuerlast tragen, auch hier wieder mit den höchsten Kostensätzen zu belasten. Muss es eigentlich eine unendliche Anzahl sozialer Ungerechtigkeiten geben, die sich allesamt gegen jene richten, die es wagen, durch ein Zusammenspiel aus Lerneifer, Fleiß und Leistungsbereitschaft zu einem auch nach Abzug geradezu exorbitanter Steuerleistungen höheren Gehalt zu gelangen? Wie oft müssen jene, die es wagen, in ihrem Leben Erfolg zu haben, dafür bestraft werden?
      Vielleicht wäre es auch angebracht, Preise für Lebensmittel, Medikamente, Genussmittel und Urlaubsreisen nach Vorlage der Einkommens- und Vermögensverhältnisse sozial gestaffelt zu regeln? Was, ein Arbeiter - oh, da kostet das Brot einen Euro. Ah, Herr Doktor, bitte sehr, für Sie das gleiche um zehn Euro!
      Wie krank sind die Hirne in unserer Gesellschaft eigentlich schon geworden, dass Erfolg immer nur als ein zu bestrafendes Verbrechen, Sozialschmarotzertum aber als Kavaliersdelikt behandelt wird? Wieso sollen Eltern noch wollen, dass ihre Kinder studieren - nur damit sie später zu den ausgebeuteten und ausgesackelten Leistungsidioten zählen, die alles bezahlen und sich dafür vom Pöbel anspucken lassen dürfen?

      Was den zweiten Bildungsweg betrifft: dem Staat kann es doch egal sein kann, wenn jemand später entscheidet, er möchte jetzt doch noch studieren. Das Studium selbst ist kostenlos - was will man denn noch mehr? Muss jeder eine unendliche Zahl Chancen bekommen? Dass einer, der mit 40 Akademiker wird, weniger gutbezahlte Arbeitsjahre und damit weniger Steuerleistung erbringt als einer mit 25, kann natürlich wieder ausgeblendet werden.

    • Undine
      14. Dezember 2010 22:28

      @Reinhard

      Es ist, als hätten Sie meine Gedanken gelesen! Nur haben Sie sie wesentlich besser formuliert, als ich es je könnte!

    • Logiker
      15. Dezember 2010 08:38

      Werter Hr Reinhard, danke für diesen wieder hervorragenden Beitrag. Ich bin mir noch nicht im klaren warum und wie diese kranken leistungsfeindlichen Gehirne entsteh´n, wie konnte Österreich das werden, was es heute ist und warum will man es derart ruinieren. Das kann doch nur der Geist der 68- Gesellschaftsverbrecher sein, welcher sich zum Schaden Österreichs weiter ausbreitet.

    • Segestes (kein Partner)
      15. Dezember 2010 08:43

      Es geht einzig und alleine darum, wer es sich leisten kann und wer nicht.
      Und dass Spitzenverdiener per se "Leistungsträger" in einer besonders herausgehobenen Stellung sind, ist ein Ammenmärchen.
      Ein Handwerker ist um Nichts weniger ein Leistungsträger, kann es sich aber eben nicht so leicht leisten, seine Kinder auf eine Universität zu schicken, wie es bei einem Akademiker der Fall ist.
      Der Akademiker wird ohnehin schon durch ein deutlich höheres Einkommen, eine höhere Lebensqualität und auch eine höhere Lebenserwartung belohnt - da ist es zumutbar, dass er dazu beiträgt, dass andere Menschen, die um nichts weniger fleißig sind als er, aber ungerechterweise trotzdem vergleichsweise schlecht entlohnt werden, ebenfalls ihren Kindern den sozialen Aufstieg über die Hochschule ermöglichen können.

      Zum zweiten Bidungsweg: Das Studium ist kostenlos?
      Und leben soll man wohl von Luft und Liebe?
      Alternativ kann man nebenbei natürlich auch arbeiten gehen, dann zieht sich das Studium jedoch oft in die Länge, was viele davor zurückschrecken lässt. Diese Sorge haben 18jährige AHS-Abgänger nicht. Eine ziemliche Ungleichbehandlung
      Dass dem Staat dies egal ist, ist offensichtlich.
      Du sprichst von "unendlichen Chancen" - das ist natürlich bloß eine rhetorische Hyperbel.
      Der Weg ist ein anderer (bzw. von Haus aus ein schwererer), nicht mehr und nicht weniger.
      Dafür seitens einer Gesellschaft aber de facto auch noch bestraft zu werden, ist ein wahres Armutszeugnis.

      Entlarvend deine Argumentation, der zufolge Menschen bzw. deren Nutzen für unsere Gesellschaft, nach ihrer Steuerleistung bewertet werden.
      Mit verlaub, das empfinde ich als abstoßend.
      Dem halte ich außerdem entgegen, dass jene die den zweiten Bildungsweg bestreiten, bereits mit 15 Jahren ins System einzahlen und auch während ihrer Zeit in der Abendschule, die 4-5 Jahre dauert, arbeiten.
      Das ergibt 8-10 Jahre mehr an Arbeit, als es bei "Nur-Schülern" der Fall ist.

      Ich bin übrigens ein Kind des zweiten Bildungsweges.
      Von den in den Raum gestellten 40 Lebensjahren, bin ich jedoch weit entfernt.
      Die meisten meiner Kollegen sind, inklusive Studium, mit Ende 20, Anfang 30 fertig gewesen.
      So einen Fleiß und so eine Strebsamkeit, wirst du woanders nur schwer finden.
      Denn wir wissen was es heißt "hacklen" zu müssen.
      Im Gegensatz zu all jenen, die von der Schule, über in die Uni, direkt in einem klimatisierten Büro gelandet sind. Und wie heißt es da doch so treffend: Mit vollen Hosen ist leicht stinken ^^

    • Karl Rinnhofer
      15. Dezember 2010 11:44

      @ Reinhard
      Ich unterstütze jedes Wort dieser Entgegnung. Bei Gelegenheit werde ich auflisten, wie viele einkommensabhängige Transfers es gibt, die parallel lukriert werden können und in ihrer summativen Wirkung sozioökonomisch längst überkompensatorisch sind. Sie führen jede Qualifikation (oft mit jahrelang verzögertem Erwerbsbeginn oder enorm beschnittener Feizeit und Lebensqualität), jede Mehr-Leistungsbereitschaft ad absurdum. Man muss konsequent fragen: Wozu gibt es überhaupt unterschiedliche Gehälter, die heuchlerisch zu höherer Qualifikation und Leistung locken, wenn sie extern durch interne Potenzierung der ohnedies brutalen Progression mit zusätzlich breitflächig vorenthaltenen Transfers und Gebührenbefreiungen (zumindest) nivelliert werden?" Soll irgendwann eine Semmel für einen, der drei mal mehr leistet (und - vielleicht - brutto (!) drei Mal mehr verdient) auch drei mal so viel kosten, und das alles aus "sozialer Gerechtigkeit". Durch Bedienung dieser Bedürfnisse wurden die Forderung der Sich-Nicht-Einbringenden nur noch Unverschämter, ihre notorischen Hassattitüden auf die "Besserverdiener" noch aggressiver.
      Und erstaunt wird man feststellen, wie leistungsfremd die NETTO-Lebensverdienstsumme unter Einbeziehung einkommensabhängiger Transfers und Gebührenbefreiungen ist Insgesamt eine Verhöhnung aller Leistungsbereiten!
      Ich bekenne mich zu einem Sozialstaat. Doch Kriterium seiner Pervertierung ist, wenn es individualökonomisch Sinn macht, durch bewusste Rücknahme der Leistung mehr an Kaufkraft zur Verfügung zu haben als bei voller Leistung. Durch Ausnutzen entsprechend vorberechenbarer Konstellationen ist das durchaus möglich und wird auch so gehandhabt.
      Solidarität darf nicht zur Disposition gestellt werden: Den Kranken, den unverschuldet Arbeitslosen, den Pflegebedürftigen, den unschuldig von Schicksal Getroffenen, denen, die mögliche individuelle Fehlleistung unverhältnismäßigen Schaden zufügte. Doch grundsätzlich muss man entscheiden, wo "Umverteilung" stattfinden soll, und es muss hinterfragt werden, ob sie nicht durch eigendynamische Fehlentwicklung eine schwer leistungs- und qualifikationsdemotivierende Wirkung hat. (Moderate) progressive Besteuerung mag sinnhaft sein, anlassgegebene Gebührenbefreiungen bzw. Transferzahlungen ebenso. Doch wenn dies parallel und kumulativ erfolgt und geradezu zu Rücknahme von Leistung auffordert, ist die Wirkung kontraproduktiv und skandalös ungerecht - und wird einen künftigen Sozialstaat selbst zur Leistungsfähigkeit in seiner Urkompetenz berauben. Denn das Unsozialste ist Nicht-Leistungserbringung!

      Daher bleibe ich dabei, auch wenn man mir "soziale Kälte" unterstellt: Die Forderung, Studiengebühren sozial zu staffeln ist ebenso wenig angebracht wie die nach "großzügigen Stipendien in Abhängigkeit vom Einkommen der Eltern".

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2010 11:53

      @Segestes
      Keine Sorge, in diesem Punkt verstehen wir uns: Meine Hose stinkt ebensowenig. Ich habe alles, was ich bisher an Erfolg erreicht habe, dem zweiten Bildungsweg (wenn auch einem sehr teuren, aber selbst erwirtschafteten und damit extrem wertvollen) zu verdanken.
      Ich finde es nicht abstoßend, den wirtschaftlichen Nutzen nicht aus den Augen zu verlieren. Das empfinde ich nur bei wirklich Bedürftigen - Kranken, Behinderten etc. - die unverschuldet die Hilfe der Gemeinschaft benötigen. Genau um diese Hilfe zu finanzieren müssen wir auch mal wirtschaftlich rechnen und nicht immer mit dem Argument des sozialen Kuschelns die "Geld spielt keine Rolle"-Menatlität unserer Stimmenkäufer akzeptieren.
      Wer die Kürzung oder Nichterbringung einer Transferleistung als "Verlust" bezeichnet, hat mMn eine seltsame (aber heute leider weit verbreitete) Sicht der Dinge. Wenn man dem einen nimmt, ist das gerecht, wenn man dem anderen nicht gibt, ist das sein Verlust? Nein, der, dem genommen wird, erleidet einen Verlust, und der, dem nichts gegeben wird, der bekommt einfach nichts! Es geht schon so verquer in unseren Hirnen zu, dass man sich über gar nichts mehr wundern kann, auch nicht über unsere Politiker, Banker oder wen auch immer. Man möchte manchmal einfach alles auf Null setzen, damit die Leute mal wieder begreifen, wie Wirtschaft (auch Volks-) funktioniert und nur funktionieren kann, und wo der Unterschied zwischen geschaffenen Werten und eingeheimsten Almosen liegt.
      Sie sollten es wissen, wenn Sie diesen Weg gegangen sind (zu dem ich Ihnen voller Hochachtung gratuliere); ich persönlich finde diesen Weg den Besten von allen, da er einem noch den Wert von Arbeit und Leistung vermittelt.

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2010 12:03

      @Karl Rinnhofer
      Danke für Ihre fundierten Informationen, ich bin ganz Ihrer Meinung!

    • Karl Rinnhofer
      15. Dezember 2010 12:37

      @ Segestes
      Natürlich ist nicht jeder Spitzenverdienst leistungslegitimiert; Es gibt auch unverhältnismäßige Entlohnung (sogar ohne transparente Qualifikation); doch sind das eher "Ausreisser", an denen sich die Emotionen hochschaukeln. Insgesamt sollte nicht von vorne herein ausgeschlossen werden, dass allfällig höheres Einkommen mit höherer Leistung, Qualifikation, Verzicht- und Risikobereitschaft, verzögertem Erwerbsbeginn etc. zu tun hat.

      Keineswegs legitimiert der Akademikerstatus zu Überheblichkeit anderen gegenüber, doch: Akademikergehälter sind - wenn man die Netto-Lebensverdienstsumme betrachtet - in vielen Fällen nicht höher als die vieler anderer Berufe; auch hinsichtlich der Aufstiegschancen oder der Lebensqualität sind Akademiker nicht a priori privilegiert. Auch tüchtige Handwerker können beachtliche Karriereverläufe und hohen materiellen Lebensstandart erreichen; und sie bekommen die gleiche Familienbeihilfe, die sie ihren studierenden Kindern übergeben mögen. Wenn diese tüchtig studieren, bekommen sie Leistungsstipendien, und bei entsprechender Einteilung und Disziplin schadet (geringfügige) Arbeit neben dem Studium und Ferialarbeit keineswegs dem Studienverlauf eines Geeigneten, stellt eher eine Bereicherung dar und reicht zum Bestreiten eines studentischen Lebens auf bescheidenem Niveau. Und (überschaubare) Studentenkredite gibt es nötigenfalls auch.

      Sie bezeichnen sich als "Kind des zweiten Bildungsweges". Ich drücke meine große Hochachtung aus. Die Forderung, dass Studenten des 2. Bildungsweges keineswegs zu diskriminieren sind, ist absolut nachvollziehbar und entspricht durchaus meiner Argumentation.

      Der Forderung, jedem die materielle Zuwendungen zu geben, der sich irgendetwas (vermeintlich)( "nicht leisten kann", widerspreche ich allerdings weiterhin heftig - auch im Falle von Studien. Es führt zu problematischer Relativierung. Staaten, die dem Prinzip "jedem nach seinen Bedürfnissen" (statt "... nach seiner Leistung") bekannt haben, sind kläglich gescheitert ...

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      15. Dezember 2010 13:02

      Und Reinhard, es sind Sie, der entscheidet, wer nun verschuldet oder unverschuldet Hilfe benötigt? Bzw. wie behindert oder krank muss man sein? Gelten auch Krankheiten, die man sich von fettem Essen zugezogen hat, wo doch alle so gerne fett essen, etc.? Das kann doch keine Schuld sein?

      Das Problem ist nicht, dass man zwischen wirklich Bedürftigen und Schmarotzern differenziert, dass Problem ist, dass sich jeder anmaßt, das bewerten zu können.

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2010 13:31

      Genau, Schnabeltierfresser, deswegen auch ordentlich drüber mit der Gießkanne über alle; bevor ich Ärzte und Psychologen befrage schütte ich lieber ein paar hundert Millionen an Schmarotzer aus, mir hams ja. Krankheiten und Behinderungen sind messbar, Ursachen können eruiert werden, Maßnahmen gesetzt etc. (Siehe SVA, die jedem, der sich einem Gesundheitsplan unterzieht und ärztlich begleitet die Risikofaktoren minimiert einen Teil des Selbstbehaltes erlässt - upps, Selbstbehalte gibt es ja nur bei unseren bösen ausbeuterischen Unternehmern...). Dass Ihre Denkweise, nämlich jene, das Geld ´für die wirklich Bedürftigen zu schmälern, weil ein Haufen Schmarotzer mitnascht, die eigentliche Schweinerei ist, ist Ihnen noch nicht in den Sinn gekommen, oder?
      Ansonsten, gerade zu den Feiertagen: fressens einfach weniger fette Gänse, dann müssen Sie sich auch keine Gedanken machen, ob man für die Herzverfettung Geld bekommt.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      15. Dezember 2010 14:23

      Ich weiß nicht, was Sie da herumfabulieren und mir grundlos in den Mund legen wollen, aber Selbstbehalte gibt es sogar bei unseren bösen faulenzenden Beamten und Bundesbahnern, Sie Nulpe. Was für eine Leistung also, selbstbehaltspflichtig zu sein!

    • Karl Rinnhofer
      15. Dezember 2010 15:48

      @ Reinhard
      Auch anläßlich Ihres Diskussionsbeitrages an Segestes ("keine Sorge .... vermittelt") möchte ich im Namen von nachgerade flächendeckend verachteten und ausgequetscheten Leistungs-Bereiten in diesem Land für die hervorragenden Einzelargumente danken. Es ist tatsächlich eine Krankheit ausgebrochen, die Täter und Opfer verwechselt: Die Zahlenden, nie Lukrierenden und und fast schon Enteigneten finden keine Lobby; die von allen Seiten ohne Bedeckungsbereitschaft Alimentierten werden dagegen maßlos bedauert, als ob sie verhungern müßten, wenn es nur zaghafte Versuche gibt, von ungefragten Fleißigen an sie verschobene Mittel etwas zu redimensionieren. Wirtschaftliche Vernunft - von der alle profitieren - wird mit Ausbeuterei" verwechselt, Umverteilungswahnsinn und einladend aufgespannte Hängematten mit "sozial", und für wirtschaftlichen Erfolg, der sich durch Fleiß und Kompetenz einstellt, muß man sich nachgerade bei den in den Tag hedonistisch Hineinlebenden genauso entschuldigen wie für durch Sparsamkeit erreichen Besitz, der als "Diebstahl" gilt.. Jeder, der den sauren Weg der Höherqualifikation neben dem Beruf gegangen ist, weiß um die Opfer; doch nur die andere Seite - möglicher Mehrverdienst - wird neidvoll beäugt und diffamiert - und prompt im Namen der "sozialen Gerechtigkeit" beschnitten.

      Ich hoffe, dass sich die Kräfte, die sich gegen den kranken Meinungs-Hauptstream stellen, vernetzen, um diesem verderblichen Zeitgeist Wirksames entgegenzusetzen. Von der Politik ist nichts zu erwarten, und von der öffentlichen Meinung des weitgehend gekauften Stimmvieh-Kollektivs ebensowenig.

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2010 15:49

      Ach Schnabeltierfresser, heute wieder in argumentativer Höchstform? Wieder einmal nur ein Wort rausklauben und darauf herumrotzen, statt auf Aussagen einzugehen?
      Wenn ein Selbstbehalt von Steuergeldern bezahlt wird, zahlen den die Steuerzahler. Beamte werden immer von Steuergeldern bezahlt. Und in welcher Form mein Beispiel vom Selbstbehalt der SVA eine Antwort auf Ihr Gefasel vom fetten Essen ist, werde ich Ihnen nicht erläutern - entweder Sie können genug denken, um selbst drauf zu kommen, oder auch nicht, das ist Ihr Bier und mir herzlich egal.
      Sie unterstellen mir die Anmaßung zu bewerten, wer genau im Einzelfall als bedürftig zu gelten hat. Das tue ich an keiner Stelle und maße mir auch keine Entscheidungsgewalt an. Aber, Sie entenfressender Geistesriese, es muss die Differenzierung geben, denn ohne diese streifen Nicht-Bedürftige das Geld ein, das bei den wirklich Bedürftigen benötigt würde.
      Aber für linke Handaufhalter gibt es ja keinen Unterschied zwischen haben wollen und wirklich benötigen, deswegen ist das Prinzip der Bedürftigkeit ebenso wie jenes der Barmherzigkeit bei denen unbekannt. Da steht einfach jedem alles zu, oh Hosianna und Halleluja, irgend ein Depp wird sich schon noch finden, der die ganze Soße bezahlt.
      Deswegen dürfen wirklich Bedürftige auch durch die Finger schauen, so lange sich die auserwählte Klientel den Bauch fett frisst. Zur Not mit Schnabeltieren. Und jene, die das Glück haben unversehrt zu sein und gleichzeitig das Pech, zu glauben, Leistung wäre etwas (be)lohnenswertes, dürfen weiter die Melkkühe der Gießkannenverteiler spielen.

      Wissens, Schnabel, es gab mal eine Zeit, da haben Sie durchaus kritische und bissige Kommentare verfasst; leider ist das Geschichte und die Qualität Ihrer Ergüsse hat rapide abgenommen und findet nur noch auf frustrierter Anpöbelebene statt. Ich kann Ihnen gerne weiter auf Ihrem pöbelnden Niveau antworten, habe aber den Verdacht, dass mir dann bald die Knie schmerzen werden. Ist bei manchen eben ein wirkliches Problem mit der Augenhöhe.

    • socrates
      15. Dezember 2010 21:10

      Schnabeltierfresser
      Und ,Schnabeltierfresser es sind Sie, der entscheidet, wer nun verschuldet oder unverschuldet Hilfe benötigt? Bzw. wie behindert oder krank muss man sein? Gelten auch Krankheiten, die man sich von fettem Essen zugezogen hat, wo doch alle so gerne fett essen, etc.? Das kann doch keine Schuld sein?

      Das Problem ist nicht, dass man zwischen wirklich Bedürftigen und Schmarotzern differenziert, dass Problem ist, dass sich jeder anmaßt, das bewerten zu können.

  10. Wahrheit (kein Partner)
    14. Dezember 2010 17:00

    OT: Der VCÖ lässt endgültig die Maske fallen und der "Pseudo-Umwelt-Verkehrsclub" enttarnt sich als linkes Propagandasprachrohr:

    "Laut VCÖ wurden im laufenden Jahr 143.435 Autos von juristischen Personen gekauft, was sich dem Verkehrsclub zufolge angesichts entgangener Steuereinnahmen auch für den Staat bemerkbar machen dürfte.

    Grund dafür sei, dass Dienstautos zwar als Sachbezug versteuert werden müssen, es gebe aber eine Deckelung von 600 Euro pro Monat. Das komme vor allem Besserverdienenden zugute und sollte noch im Zuge der Budgetdebatte abgeschafft werden, fordert der VCÖ.
    "Unverständnis"
    "Manager erhalten steuerschonend Neuwagen, während Familien und Studierende zum Teil schmerzhafte Beiträge zum Sparpaket leisten. Das stößt bei vielen auf Unverständnis", so VCÖ-Experte Martin Blum."

    • Herby (kein Partner)
      14. Dezember 2010 18:33

      Der ORF www.orf.at hats auch als Spitzenmeldung ganz oben.

      Der Verkehrsclub versucht seit Längerem das Thema "Auto", und "Autofahren" so schlecht zu machen wie es nur geht.

      Nun machen sie es halt über die Neid-Schiene: Die Dienstautos sind ein Betrug am Staat usw.

    • Reinhard (kein Partner)
      14. Dezember 2010 18:36

      Die meisten Dienstwagen sind nicht fette Nobelkarossen für fette Manager sondern schlicht und ergreifend die rollenden Untersätze der tausenden Außendienstler und Handelsvertreter, die diese neben den beruflichen hunderttausend Kilometern im Jahr auch (meist selbstbeteiligt) auch für ein paar Privatfahrten nutzen dürfen. Oh was für ein Privileg, was für ein Leben in Saus und Braus! Oh, welch Reichtum, wenn Projektmanager pro Jahr zehntausende dienstliche Kilometer fahren müssen, Bauingenieure österreich- und europaweit von einer Baustelle zur anderen fahren - da kann sich der kleine Maxi, dem eine halbstündige Anfahrt zum Arbeitsplatz unzumutbar scheint, wieder stundenlang drüber aufpudeln!
      Die dümmlichen ideologieverseuchten Schlussfolgerungen der Vorfeldorganisationen wären peinlich, wenn es nicht Leute gäbe, die diesen Mist auch noch glauben und sich dauerhaft darob empören können.

    • Karl Rinnhofer
      14. Dezember 2010 19:31

      @Reinhard:
      Ja, so gebärdet sich die unverschämte Neidgenossenschaft Österreichs, und die Tragödie ist, dass die Politik dieser willfährig dient: Leistungsträger, Hochqualifizierte, sich täglich Engagierende und Sich-Selbst-Gefährdende, Verzichtende, Verantwortung Tragende, freiwillig-Mehr-Leistende, gewissenhaft Sparende - sie werden als "Besserverdiener", "Betuchte", "Reiche" diffamiert, die nrgends lukrieren und "selbstverständlich" überall zahlen sollten. Eine geradezu unheimliche, mit inneren Reibungsverlusten versehene Umverteilungsmaschinerie frönt einer dämonischen Masse in ihrem Hängematten, stimuliert immer maßlosere Forderungen nach Ressourcenzuteilung ohne Bedeckungsbereitschaft, nimmt in Kauf, das Land jeder Konkurrenzfähigkeit zu berauben, dem Einzelnen jeden Glauben an die Früchte engagierter Lebensführung zunehmen.

      Eigentum gilt als Diebstahl, Konfiszierung von Ehrlich-Erworbenem seitens Dritter, die sich nicht einbringen, als "soziale Gerechtigkeit". Welche Pervertierung der Begrifflichkeit!

    • Reinhard (kein Partner)
      14. Dezember 2010 20:12

      @Karl Rinnhofer
      Stimmt, man kann gar nicht so viel fressen...
      Eigentlich möchte ich nochmal diesen Kommentar posten:
      http://www.andreas-unterberger.at/2010/12/rot-weis-rot-card-macht-auf-die-tueren/#comment-93468
      Meine eigenen Ex-Kollegen haben mich "beneidet", als ich mich selbstständig gemacht und Erfolg gehabt habe - nachdem sie mich verlacht haben, weil ich jeden Abend auf der Schul- statt der Bierbank gesessen bin. Wer sich bemüht wird verlacht, wer damit Erfolg hat, beneidet. Und gezüchtet wird das Ganze von denen, die sich im Hintergrund selbstbedienend die Häde reiben.

    • Reinhard (kein Partner)
      14. Dezember 2010 20:24

      Was auch niemanden interessiert: Wenn die Hälfte der zugewanderten KulturbereichererInnen vom Sozialnetz leben, kostet uns das Milliarden - aber wurscht, mir hams ja. Wenn aber ein paar Prozent der Dienstwagen einer Handvoll Manager vielleicht eine Steuerersparnis bescheren und der Staat dadurch sechsstellige Steuerbeträge im Jahr nicht von den bösen "Reichen" lukrieren könnten, dann muss sofort das Gesetz geändert und der Verteidigungsnotstand gegen soziale Kälte und böse Reiche ausgerufen werden.
      Es hat niemand einen Vorteil zu haben, und sei er noch so mikroskopisch, der nicht zu den eigenen Günstlingen gehört - diese dürfen jedoch Milliarden kosten, das ist sozial gerecht!
      Ich frage mich manchmal, wann die Leute endlich begreifen, dass es nicht die soziale Kälte ist, die ihnen Tränen in die Augen treibt, sondern der Sand, der ihnen hineingestreut wird.

      Ach ja, btw, wie viele Dienstwagen wurden eigentlich inzwischen von Politikern, öffentlicher Verwaltung und öffentlichen Institutionen bestellt? Wie viele stehen vor Ministerien, Parteizentralen, Rathäusern, Magistratsgebäuden, Landratsämtern, Bezirkshauptmannschaften, Finanzämtern, Landgerichten, Schulratsämtern...?
      Wurden die auch mit erfasst, um das Ergebnis noch besser gegen die bösen reichen Kapitalisten aufbauschen zu können?

    • Karl Rinnhofer
      15. Dezember 2010 12:07

      @ Reinhard:
      Zu Ihrem geschilderten "Qualifikationsweg": Ich habe auf Grund ihres wiederholt eindrucksvoll artikulierten Bekenntnisses zu persönlicher Leistung und Verantwortung, die nicht nach "selbstverständlicher" Bedeckung aller Konsequenzen gewählter Lebenskonzeptionen seitens ungefragter Dritter giert, Ähnliches erwartet, und drücke hiermit meine große Hochachtung aus. Dass Neid und Verlacht Werden von Seiten derjenigen, die von den "Mehr-Leistern" gut leben, mittlerweile österreichischer Standard ist, mag bedauernswert genug sein. Dass diese Haltung auch von "verantwortlichen (!) Politikern stimuliert wird. ist allerdings skandalös.

      Ich darf in Anspruch nehmen, nie Stipendien (außer den damaligen geringfügigen "Begabtenstipendien" für den 2. Studienabschnitt) oder materielle Hilfe von Eltern (über die Familienbeihilfe hinaus) während des Studiums in Anspruch genommen zu haben; dessen Finanzierung konnte ich aus einer Kombination von Voll- und Teilzeitarbeit sowie Anspruchnahme eines geringfügigen Studentenkredites ohne nennenswerte Zeitverzögerung und sicher ohne Studiums-Qualitatseinbuße schaffen; fand mich dabei in bester Gesellschaft mit echten Werkstudenten, die - durchaus aus bildungsfernen Schichten stammend - sogar aus weitgehenden Volltimejobs heraus ihr Studium bewältigten und unter denen ich echte Vorbild-Persönlichkeiten entdeckte.
      Es geht - das sei allen notorischen Mehr-Forderern gesagt.

  11. Viktor
    14. Dezember 2010 13:47

    Föderalstaat :
    Die Österreichische Bundespolitik zeigt gerade in der jetzigen Zeit ihre enormen Schwächen.Man kann deshalb heute bei uns die mögliche Kraft unserer Bundesländer erkennen.
    Natürlich hat der Bund seine äußerst wichtigen Kernfunktionen,aber die Möglichkeiten eines starken Föderalismus sollten in Österreich verfassungsmäßig
    ausgebaut werden.
    Die Schweiz mit ihren Kantonen bietet als gedanklich möglichen gangbaren Weg
    eine Regelung in ihren Kantonsverfassungen.Da ist auch eine sparsame Verwaltung gut gelöst.Die Kantone heben bestimmte Steuern ein und müssen ihre Verwaltungskosten selbst bezahlen.Auch die erwähnte Schulautonomie ist in der Schweiz bestens geregelt.
    Herr Prof.Dr.Portisch hat unlängst eine Staatsreform dringendst eingemahnt.
    Ansonst wäre die zukünftige Entwicklung in Österreich sehr schlecht.

  12. Doppeladler
    14. Dezember 2010 10:55

    Es mag schon sein, daß Häupls Vorstoß gar nicht zufällig in die Zeit der Pisa- und Gesamtschul-Debatte fällt. Daher ist massive Vorsicht geboten und die ÖVP ist angehalten gerade jetzt Standhaftigkeit zu ziegen, wenn sich der Partner im Umfallen befindet.

    Aber vielleicht ist bei Häupl die Erkenntnis erleuchtet, daß es eben der Sozi-Ideologie widerspricht, wenn Reichen-Kinder gratis studieren dürfen. Die Gelegenheit ist beim Schopf zu packen und Häupl beim Wort.

  13. socrates
    14. Dezember 2010 09:34

    Wenn man bedenkt, daß eine (Ex)Direktorin aus dem roten Wien in einem roten Bezirk die consecutio temporum mit Hilfe des Landesschulinspektors Petitefleur ausmärzen will unter Mithilfe der roten Stadtschulratspräsidentin und der roten Ministerin, dann wundert PISA niemand. Die Deutschkenntnisse schmelzen dahin.
    Wenn aber selbsternannte Fachleute, Journalisten, Intellektuelle und Reporter des ORF und der HHBP darüber diskutieren, die Verländerung als Grund allen Übels finden, die nachweislich schlechte Gesamtschule verlängern wollen und das alles zum Verfassungsproblem hochstilisieren, dann zweifelt der alte Sokrates an der Aufrichtigkeit der Akteure.
    In der Schweiz geht das alles, mit großem Erfolg. Ob es nicht Absicht ist, uns zu verblöden?

  14. fosca
    13. Dezember 2010 23:18

    Stimmt, man sollte diese "Frohbotschaften" mit Vorsicht genießen, denn es ist zu vermuten, daß beinharte "Kompensationsgeschäfte" dahinterstecken, die jegliche Freude darüber zunichte machen werde.
    Und eines ist noch zu bemerken >>>> großzügige Stipendien flankierend zu den Studiengebühren hätte man gleich einführen können, dann wäre uns dieses Hin und Her erspart geblieben, aber ebenso unser ungeliebter Lügenkanzler, der nur unter Vorspiegelung falscher Tatsachen (Abschaffung der Studiengebühren, EU-Volksabstimmungen etc.) sein Amt erobert hat.
    Er verabschiedet sich im Sauseschritt von allen seinen Versprechungen, daher sollten wir ihn im Gegenzug ebenso rasch wie möglich verabschieden - es reicht!

  15. thomas lahnsteiner
    13. Dezember 2010 22:59

    das "vorurteil" über pröll ist natürlich richtig...im übrigen steht die schwarze mafia in niederösterreich der roten in wien in nichts nach. 1:1 ist das am management des flughafens wien zu erkennen. Der zwielichtige gabmann ist eine der übelsten figuren, die die niederösterreichische övp je hervorgebracht hat...eine kreatur prölls, die aber selbst dem landesdiktator über den kopf gewachsen ist, deshalb ab mit ihm zum flughafen, wo gabmann vor allem für sich segensreich wirkt...langsam wacht aber jetzt sogar die korruptionsstaatsanwaltschaft auf....

    einsicht und rücksicht sind ja wohl eigenschaften, die man dem niederösterreichischen landesdiktator keinesfalls nachsagen kann. dafür dreistigkeit, unverschämtheit, machthunger und brutalität.
    und so versucht der schwarze mafia-häuptling sich die lehrer unter den nagel zu reißen, denn das einzige was einen erwin pröll am schulwesen in niederösterreich wirklich interessiert, ist die alleinige macht über alle lehrer im land....

    vielleicht schaffen es die anderen landeshäuptlingeIn den selbstherrlichen,
    abgehobenen diktator auf den richtigen weg zu bringen...allein wenn ich mir das schicksal des semmering-basistunnels anschaue, wo pröll sich ohne rücksicht auf die steiermark und kärnten brutal der kronenzeitung angebiedert hat, so fehlt mir auch im fall der lehrer absolut der glaube.....

    • Radames (kein Partner)
      15. Dezember 2010 10:54

      Dem Begriff "schwarze Mafia in Niederöstereich" kann ich zum Teil zustimmen und wie von ihnen richtig erkannt, ist das Skylink-Terminal ein Paradebeispiel dafür, dass sich Politk aus wirtschaftlichen Angelegenheiten raushalten sollte.

      Aber Erwin Pröll als Diktator zu bezeichnen, ist wohl doch etwas weit hergeholt und oberflächlich. Immerhin gibt es in Niederösterreich freie, demokratische Wahlen und dass die Niederösterreich immer wieder Erwin Pröll wählen, nun ja, deswegen kann man ihm keine autoritär-diktatorischen Tendenzen unterstellen.

  16. nescio
    13. Dezember 2010 21:46

    Was heisst sozial abgestufte Studiengebühren, wie sie vom Wiener Bürgermeister angeregt wurden?
    Wenn ich einheitliche Gebühren einführe und je nach Bedürftigkeit und Studienerfolg Stipendien vergebe, so ist das meiner Meinung nach in Ordnung. Wenn aber die Studiengebühren je nach Einkommenslage der Eltern abgestuft vorgeschrieben werden, so ist das sicher nicht administrierbar.
    Notwendig ist auch ein nachgewiesener Studienerfolg. Zu meiner Zeit musste ich entweder eine erfolgreich absolvierte Prüfung oder Kolloquium nachweisen um eine Gebührenermässigung zu bekommen.

  17. ProConsul
    13. Dezember 2010 20:46

    OT aber es erscheint mir wichtig

    Der Oberösterreichische Kameradschaftsbund und die Akademie für Frieden und Sicherheit in Europa haben die Initiative für das Volksbegehren „Neuregelung Allgemeine Wehrpflicht“ ergriffen und sammeln bis 31. Dezember 2010 etwa 8.500 Unterstützungserklärungen.

    ZIELE des Volksbegehrens „Neuregelung Allgemeine Wehrpflicht“:

    - Erhaltung der Allgemeinen Wehrpflicht, da diese das bessere Modell ist
    - Frauen und Männer gestalten im Sinne der Gleichberechtigung der Geschlechter gemeinsam aktiv die „Sicherheit in und für Österreich“
    - aktiver Beitrag zur Integration von Menschen, welche zugewandert sind bzw. zuwandern
    - Stärkung der Gesellschaft Österreichs durch das Zusammenführen von Alt und Jung
    - Gewährleistung der sozialen Sicherheit auch in Zukunft - v.a. Alten- und Krankenpflege
    - Sicherstellung einer raschen und hochwertigen Katastrophenhilfe auch in Zukunft

    Der (Die) Gefertigte unterstützt hiermit den Antrag auf Einleitung des Verfahrens für ein Volksbegehren betreffend folgende, durch Bundesgesetz zu regelnde Angelegenheit: Der Gesetzgeber möge dafür Sorge tragen, dass im Bundes-Verfassungsgesetz 1920 i.d.F. 1929 im Art 9a(3) das Wort „männliche“ herausgenommen und eine „Allgemeine Wehrpflicht für alle Staatsbürgerinnen und Staatsbürger" per Gesetz eingeführt wird.

    http://www.ooekb.at/www/
    Formular zur Unterstützungserklärung:
    http://www.ooekb.at/www/index.php?option=com_remository&Itemid=51&func=fileinfo&id=204

    ein kurzer Artikel in der Presse:
    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/608568/Volksbegehren-zu-Wehrpflicht-fuer-Frauen-gestartet-?from=suche.intern.portal

    • ProConsul
      13. Dezember 2010 21:18

      Auch wenn ich früher anders gedacht habe, glaube ich mittlerweile, dass eine allgemeine Wehrpflicht zu einer grundsoliden Demokratie dazugehört, insbesonders um das Abgleiten der Waffengewalt in die Hände von diversen Eliten zu verhindern - ein Berufsheer wäre da viel zu leicht käuflich.

      Es ist wichtig, dass Männer hier nicht weiter diskriminiert werden: wenn schon Gleichberechtigung, dann aber richtig. Weiters kommt noch der Aspekt dazu, dass unsere Zugereisten durch diese Verpflichtung besser integriert würden. Denn bei mancher dieser zahlreichen Kopftuchträgerinnen hat man nämlich das Gefühl, dass sie kaum aus ihrem engen sozialen Umfeld herauskommen, und als Gebärmaschinen herhalten müssen. Vielleicht könnte ihnen dieser Dienst an der Allgemeinheit auch ein Tor in unsere Gesellschaft eröffnen. Und nicht zuletzt wäre es für manche Moslems vielleicht eine abschreckende Vorstellung, dass ihre Frauen/Töchter jetzt hier bei uns zum Heer (bzw. Zivildienst) müssen. Unter Umständen würde Österreich somit auf ihrer "Beliebtheitskala" weniger attraktiv, oder zumindest einen Negativpunkt bekommen. Wir könnten mit der Realisierung dieser Wehrpflicht somit mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

    • phaidros
      14. Dezember 2010 07:18

      ProConsul, ich erlaube mir, die zusammengefasste Position der BIÖ hier entgegenzuhalten. Der detaillierte Text wird alsbald auf unserer Webseite veröffentlicht - bitte um Nachsicht, das hier hat sich jetzt zufällig um wenige Tage überschnitten

      MfG/phaidros.vie@gmail.com

      Zusammenfassung: das Wichtigste zur Neutralität auf einen Blick

      * Österreich hat sich selbst verpflichtet, bei Bedrohung eines Mitgliedsstaates Beistand zu leisten und seine Streitkräfte weiter auszubauen.
      * Bestehende Auslandseinsätze und die angeführte Verpflichtung widersprechen klar den Verpflichtungen aus der Neutralität.
      * Diese wäre also so rasch wie möglich zu entsorgen.
      * Die Verpflichtung zum Streitkräfteausbau, die Möglichkeit einer Bedrohung auf lange Sicht und der politische Wille zu friedenserhaltenden Auslandseinsätzen erfordert die Beibehaltung und sogar den Ausbau der Streitkräfte.
      * Mit Wehrpflichtigen unter den gegebenen Randbedingungen ist ein Verteidigungsfall weder im nationalen Alleingang noch im Verbund Europäischer Streitkräfte verantwortbar.
      * Daher ist die Wehrpflicht vorerst sofort auszusetzen, nach Einbindung in ein Europäisches Bündnis aufzugeben und ein kleines Berufsheer zu bilden.
      * Dieses Berufsheer ist so zu dimensionieren und auszurüsten, dass die militärische Kompetenz erhalten bleibt, es bei Beibehaltung der Neutralität den Kern einer rasch aufzustellenden Wehrpflichtigenarmee für einen eventuellen Verteidigungsfall, bei Einbindung in ein Europäisches Bündnis in die zu schaffenden gemeinsamen Streitkräfte bilden und friedenserhaltende Auslandseinsätze bestreiten kann.

      Daher tritt die BIÖ für die Aufgabe der Neutralität, den Eintritt in ein Europäisches Verteidigungsbündnis, die Abschaffung der Wehrpflicht, und die Bildung eines Berufsheeres ein.

    • phaidros
      14. Dezember 2010 08:20

      Nachsatz: habe die Veröffentlichung (in provisorischer Form) erledigt - es ist der ganze Text jetzt auf unserer Homepage einsehbar.

      Bitte um Entschuldigung, den »off-topic« Thread aufgegriffen zu haben.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • eiskasten
      14. Dezember 2010 10:37

      Nur weil etwas sein sollte, ist es noch lange nicht so.

      Meine Zeit beim Zivildienst (ich hatte davor bereits gearbeitet) verbrachte ich als Untergebener einer Putzfrau. Skurrilste Situation: Ich hatte mich am Klo eingesperrt, da ich mit einem Techniker in Hannover auf Englisch telefonieren musste, der Fragen zu meiner Arbeit hatte. Währenddessen pummperte Slavica (meine Chefin) ständig an die Tür und rief: "Thomas! Putzen!".

      Wo liegt hier der Sinn der allgemeinen Wehrpflicht? Mir wurde ein Jahr meines Lebens gestohlen. Wo lag der Sinn für die Gesellschaft? Ich durfte ein Jahr lang keine Steuern zahlen und bekam - für einen Zividiener - unglaublich viel Geld vom Staat (verheiratet, Wohnung). Und wofür? Meine (äußerst bescheidene) Putzleistung hätte die Dame auch alleine erledigen können.

      Ich hatte es noch gut erwischt. Ein DI der Informatik war im Keller Untergebener eines alkoholkranken geistig Behinderten.
      Sonstiger menschlicher Kontakt: Null, hin und wieder mit mir, weil ich ein Bett holen durfte.

      Solche Geschichten kann ich noch duzendweise erzählen.

      Also ideologisch mag die allgemeine Wehrpflicht für manche gut klingen. Doch die Realität ist streckenweise schrecklich.
      Und - auch nicht ganz unwichtig: Wir können uns den Steuerentgang einfach nicht leisten.
      Da können die Kosten für ein Berufsheer und für das Projekt "freiwilliges Sozialjahr" sicher nicht mithalten.

    • ProConsul
      14. Dezember 2010 16:58

      eiskasten

      ich möchte die Zeit meines Zivildienstes im Flüchtlingslager Traiskirchen nicht missen. Was ich dort alles erlebt und gelernt habe, ist unglaublich. Dass es nicht ideal ist, wenn man als Erwachsener mit Familie und Beruf den Wehrdienst absolviert ist klar, aber auch eher eine Ausnahme.

      phaidros

      ich habe bereits geschrieben, dass ich in einem Berusheer eine Gefahr sehe, insbesonders, wenn man die Entwicklung in unserer Demokratie kritisch beobachtet. Ausserdem ist das ein erster Schritt zum Söldnertum.

    • phaidros
      14. Dezember 2010 18:55

      ProConsul, mit Berufsheeren gibt es auf der ganzen Welt jahrzehntelange Erfahrungen, die nicht schlechter sind als jene mit Wehrpflichtigenheeren. Militärregime gab und gibt [1] es auch und gerade in Ländern mit Heeren mit (wenigestens teilweiser) Wehrpflicht.

      In den Ländern mit derzeit Militärregime (mehr oder weniger offiziell) haben Wehrpflicht: der Sudan, Niger, Guinea und Libyen. Myanmar (Burma) hat offiziell keine, zieht aber junge Männer ein, weil die Freiwilligenraten zu niedrig sind. Fiji & Mauretanien haben Militärregierungen, aber keine Wehrpflicht [2].

      Also kein Zusammenhang erkennbar.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

      [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4rdiktatur
      [2] http://www.wri-irg.org/node/2134

    • TCM (kein Partner)
      14. Dezember 2010 19:22

      @ProConsul

      Die meisten europäischen Länder haben bereits auf ein Berufsheer umgestellt, ohne dass irgendwelche Gefahren für die jeweiligen Demokratien entstanden wären (und man darf auch nicht vergessen, dass die schlimmsten Kriege des 20. Jahrhunderts von wehrpflichtigen Heeren geführt wurden).

      Lange Zeit wurden Frauen für den Kriegsdienst a priori als untauglich angesehen, was aber durch die Öffnung des Bundesheeres für Frauen in den 1990er Jahren widerlegt wurde. An der daraus folgenden Ungleichbehandlung der Männer gibt es nichts zu beschönigen, da haben Sie Recht.

      Aber die Gewährleistung der sozialen Sicherheit auch in Zukunft - v.a. Alten- und Krankenpflege, Förderung der Integration und Gleichberechtigung können kaum als Rechtfertigung für eine Wehrpflicht dienen. Die Aufgabe des Militärs ist die Landesverteidigung, und sonst nichts.

      Man sich natürlich auch auf die geänderte politische und strategische Lage einstellen. Von der Sinnlosigkeit der 8 Monate, die sich bei mir und den meisten meiner Kameraden ausgebreitet hat möchte ich erst gar nicht reden. Die Finanzierung eines Berufsheers durch früheren Arbeitseintritt der jungen Menschen und durch deren höherer Steuerleistung läßt sich problemlos gewährleisten.

      Ich denke das Thema Landesverteidigung ist zu ernst, um es Dilettanten zu überlassen.

    • TCM (kein Partner)
      14. Dezember 2010 19:29

      Wie sieht es eigentlich mit Nordkorea aus? Müssen sich dort die jungen Menschen freiwillig für die Verteidigung der guten Sache und des lieben Führers einsetzen?

    • phaidros
    • TCM (kein Partner)
      14. Dezember 2010 22:14

      Danke!

      hab' den link wohl übersehen

    • ProConsul
      14. Dezember 2010 23:20

      phaidros

      sie scheinen sich ja sehr gut mit der materie auszukennen. respekt! ich denke aber dass sich europa den usa gesellschaftspolitisch immer mehr annähern wird (stichwort sozialabbau, privatisierungen) und die usa zeigen mit ihren kriegen, dass das söldnertum (stichwort: blackwater) ganz klar die zukunft ist. im irak ist beispw. ein sehr hoher prozentsatz an söldner tätig. natürlich wollen das viele leute nicht wahrhaben, aber es ist auch die logische konsequenz, wenn man es aus einer kapitalistischen sichtweise betrachtet. das ganze wird bei uns zeitverzögert auch kommen.

    • ProConsul
      15. Dezember 2010 12:53

      gerade in der Presse gelesen:

      In der Schweiz sei die Wehrpflicht in den kommenden vier bis acht Jahren "here to stay", sagte Christian Catrina aus dem Schweizer Verteidigungsressort. Er zählte Gründe für die Beibehaltung des Systems auf, so sei es die einzige Möglichkeit für kleine Staaten, große Armeen zu generieren. Außerdem sei Verteidigungspolitik dadurch ein öffentliches Anliegen. "Die Bürger beachten sich zu einem großen Teil als Owner der Armee, mit einem echten Share-Holder-Verständnis."

      http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/618581/Darabos-will-WehrpflichtDebatte-ohne-Scheuklappen?_vl_backlink=/home/index.do

  18. Wertkonservativer
    13. Dezember 2010 18:33

    soll heissen: ...beratungsresistent!

  19. Josef Maierhofer
    13. Dezember 2010 17:37

    Es wäre zu hinterfragen, was die genannten Landeshauptleute unter Studiengebühren verstehen.

    Ob sie weiterhin eine Alibi-Studiengebühr meinen oder eine echte kostendeckende Studiengebühr, wie das in den westlichen Ländern gehandhabt wird. Ob sie unter Indivdualförderung ein Geld - Hinauswerfen verstehen oder einen kontrollierten Einsatz des Geldes dafür, um sozial schwächeren Talenten ein Studium zu ermöglichen. Ich habe mein Studium selbst erarbeitet und in meiner Studienzeit mehr Lohnsteuer gezahlt, als dem Staat die fast gebührenfreie Uni gekostet hat. Und ich war stolz und glücklich sagen zu können, daß ich es allein geschafft habe. Aber punktweise ist Geld eine Hilfe, schneller zu studieren, obwohl ich auch fast die Normzeit erreicht habe.

    Ein Lichtblick für mich ist Schützenhofer in der Steiermark, der erkannt hat, daß wir verschiedene Schultypen brauchen für die verschiedenen Eignungen und Neigungen und vor allem, daß wir keine Zwangsschulen brauchen, weder eine Zwangsgesamtschule, noch eine Zwangseliteschule, wie es das in der DDR auch gegeben hat.

    Das mit Pröll dauert noch, meiner Meinung nach, der muß zuerst mal politisch auf die Schnauze fallen, bis er denken kann, und draufkommt was in dieser Sache richtig gewesen wäre.

    Werte österreichische Parteien:
    Nehmen Sie die Politik aus den Schulen weg, die Bürokratie von den Lehrern, tun Sie alles zur Förderung unserer Kinder, lassen wir wesentlichen Schulstoff und nehmen wir unnötigen und Parteimanipulations-Schulstoff von den Schülern weg.

    Es geht um unser aller Kinder, auch um die von den Mustaphas, die wir gegen den Willen des Volkes jetzt als Österreicher da haben. Es geht um einen Zipfel Zukunft für die Jungen.

    Das meiste der Zukunft haben wir bereits durch die excessive Schuldenpolitik verludert. Lassen wir wenigstens den Kindern die Fundamente zukommen und verderben wir sie nicht durch die Parteien.

  20. Philipp Starl
    13. Dezember 2010 17:04

    Wenn der Staat seinen Bürgern auch noch Gebühren zu den Steuern abpresst, um heruntergekommene Universitäten zu finanzieren, die dann ganz in sozialer Wärme badend keinen Wettbewerb fürchten müssen, weil sowieso alle Staatsuniversitäten die gleichen Gebühren erhalten, dann frohlockt der "liberale" Unterberger...unglaublich.

    • terbuan
      13. Dezember 2010 17:58

      Phillipp Starl,
      warum sehen Sie die Studiengebühren doch nicht einfach als Eingangshürde für Bummelstudenten und Anreiz zu schnellerem Abschluß?
      Die Devise "alles gratis" kann doch auf Dauer auch nicht Ihrem Weltbild entsprechen!
      herzliche Grüße
      terbuan

    • Philipp Starl
      13. Dezember 2010 18:04

      Die Qualität der Studien wird davon nicht im Mindesten berührt und die SPÖ wird ihre Klientel vor den Studiengebühren verschonen, das wurde schon klar. Somit zahlen Steuerzahler wieder die Theaterwissenschaftsbubis und Politikwissenschaftenmädis, ohne eine Gegenleistung dafür zu erhalten.

      Bei der Staatsquote müssten die heimischen Unis im weltweiten Spitzenfeld liegen und da erdreistet sich die Regierung auch noch, Besserverdiener noch mehr zu schröpfen.

    • Jebus (kein Partner)
      14. Dezember 2010 16:43

      Ausserdem zahlen die Steuerzahler Juristenbubis, darunter einige besonders dumme Exemplare, eines treibt sich hier herum und erklärt den Menschen die Welt. Ist das deine Gegenleistung?

    • Josef Maierhofer
      14. Dezember 2010 17:25

      @ Philipp Starl

      Es wird ohnehin nicht mehr lange dauern, bis der Staat bankrott ist und mit ihm die Staatsmoloche und dazu gehören auch die staatlichen Unis.

      Private Schulen, private Unis werden sicher davon weniger betroffen sein, bei denen geht es höchstens um die Förderungen.

      Es wird Tatsache sein, daß außer Steuern, den Bürgern noch viel mehr abgepreßt werden wird. Darum meine ich auch immer, es wäre dringend an der Zeit, die Privilegienklientel zu versenken und die Föderalismus-, die Gesetzesreform, all die möglichen Einsparungen zu erarbeiten.

      Ich habe mich heute wieder im 'Sozialmilieu' umgehört. Es wird neuerdings schon einiges gestrichen, wie etwa Heizkostenzuschuß bei Mindestsicherung, etc. Das ist für mich bereits ein sicheres Zeichen für den nahenden Bankrott.

      Wer studieren will, wird in Zukunft zahlen müssen.

      Richtiger weise sagen Sie, daß wir dafür dann aber keine Steuern mehr zu zahlen hätten, wenn wir die Unis echt privatisieren. Die Steuern werden die Staatsexekutoren aber mißbrauchen zu allem Möglichem und Unmöglichem, nur um die von den Privilegienrittern aller Klassen gerissenen Löcher zu stopfen.

      Wir haben eine Situation, wo das Recht bereits zur Nebensache verkümmert.

  21. Haarspalter
    13. Dezember 2010 16:48

    Argwohn ist angebracht! Die Studiengebühren sind kein Zugeständnis, sondern als Tauschobjekt gedacht, so Häupl im O-Ton, vermutlich gegen die Gesamtschule, das wäre dann der Kompromiss.

    Und die Studiengebühr wird eine blosse "Reichensteuer" durch die Hintertür werden, wenn zwar die Wohlhabenden zahlen und die anderen nichts, aber alle weiterhin voraussetzungslos beliebige Studienplätze beanspruchen dürfen. Auch das klang im O-Ton durch.

    Freuen wir uns also nicht zu fruh!

    • MJM
      13. Dezember 2010 21:01

      Völlig Ihrer Meinung. Das bahnt sich ein ungustiöser Kuhhandel an, flankiert von medialem Jubel:

      http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101213_OTS0210/kurier-kommentar-von-karin-leitner-loeblicher-tabu-bruch

    • Josef Maierhofer
      14. Dezember 2010 17:29

      Ja, wir hatten schon lange keine seriöse Politik mehr.

    • Karl Rinnhofer
      14. Dezember 2010 19:09

      Diese Jubelmeldungen müssen - leider - relativiert werden:
      (a) Zum "SPÖ-Schwenk Pro Studiengebühren" In Wirklichkeit steht dahinter einerseits die omnipräsente und flächendeckende Umverteilungsideologie durch Einführung einer weiteren einkommensabhängigen Mittelstandssteuer, die in "sozialer Gerechtigkeit" durch "soziale Staffelung" und Erlass der Gebühren für Stipendienbezieher "abgefedert" werden soll, aber auch ein Tauschobjekt für die Gesamtschule. Leider wird nicht gesehen, dass die leistungsfeindliche Umverteilung (die jeden Konnex zwischen eingebrachter Leistung und verfügbarer Kaufkraft durchbrach) bei weitem nicht nur durch die Progression stattfindet, sondern sich durch die vielen zusätzlichen einkommensabhängigen Transfers bzw. Gebührenbefreiungen noch potenziert und durch kumulative Wirkung längst sozioökonomisch überkompensatorisch wirkt. Dieser Effekt wird durch Studiengebühren in der vorgeschlagenen Form noch verstärkt. Daher bin ich überzeugt, das die weiterführende Debatte sich eher um weiteren Ausbau umverteilender Stipendien drehen wird (darauf ist der Focus gerichtet), während man am (völlig ineffizienten, kostspieligen) "freien Hochschulzugang" auf Basis inflationär vergebener Berechtigungen festhalten wird und die eigentliche Debatte um Studiengebühren SPÖ-intern wieder einschläft.
      Würden nur Geeignete studieren, wäre es zu diesen Auswüchsen der Massenuniversität infolge Berechtigungsinflation, Verzicht auf Zugangsbeschränkungen und Relativierung aller Anforderungen, die alle Begabungen verschüttet, nie gekommen. Dieser Effekt wird durch die künftige Gesamtschule (sie wird - unter welchem Titel auch immer - erzwungen; man staune nur, wie man P.l.S.A. dafür instrumentalisiert!) noch verstärkt.
      Um nicht missverstanden zu werden: Ich bin persönlich absolut für (maßvolle) Studiengebühren: Was nichts kostet, ist nichts wert. Die Gratis-Zwangsbeglückungsmentalität gehört längst durchbrochen - , doch diese müssen für ALLE IN GLEICHER HÖHE gelten. Man bemühe den Vergleich mit Lehrlingen: Wäre es dort angebracht, abhängig vom Einkommen der Eltern für gleiche Leistung die einen zu entlohnen, die anderen nicht, von denen, die nicht bezahlt werden, auch noch Ausbildungskosten abzuverlangen, von anderen nicht? Das dauernd (über-)strapazierte Argument (auch für die Gesamtschule instrumentalisiert) der "sozialen Barriere" trifft nicht: Zusätzlich zur bestehenden Familienbeihilfe, den Abschreibmöglichkeiten, den bestehenden einkommensunabhängigen Leistungsstipendien (diese sollten ausgebaut werden!) können intelligente flankierende Maßnahmen jedem Geeigneten ökonomisch ein Studium ermöglichen. So kann es effiziente Arbeitsvermittlung für geringfügige Beschäftigung in Studienzeiten und geeignete Ferialjobs sowie begünstigte Kredite für Studierende mit Erfolgsnachweis geben. Die Summe dieser Maßnahmen reicht, um nicht einen Teil zu Bittstellern bei Eltern werden zu lassen, andere bei gleicher Leistung staatlich zu alimentieren. Es geht nicht an, das gerade die fleißigen Hochsteuerzahler des Mittelstandes (landläufig als "Besserverdiener", "Betuchte" oder "Reiche" der allgemeinen Neidgenossenschaft zum Fraß vorgeworfen) allein auch dafür aufkommen sollen. weil sie eben hohe Steuern zahlen und ihre Kinder keine Stipendien bekommen.

      (b) Auch die steirische Schul-Jubelmeldung ist zu relativieren: Faktum ist: Die steirische ÖVP befindet sich seit langem in der Geiselhaft regionaler sozialistischer Ideologen; viele nachgerade fanatische Gesamtschulvertreter befinden sich gerade in ihren Reihen (u.a. Edlinger-Ploder, Schilcher, Schnidar, diverse Schulpsychologen, extern z.B. Vertreter des Wirtschaftsbundes; auch Min. Karl ist mit ihren Aussagen zu "Aufstiegsschule", "Gymnasium für alle" und "Kein Sitzenbleiben mehr" nicht wirklich eindeutig zuzuordnen). Unter steirischen Höheren Schulfunktionären befanden/befinden sich ideologisch präformierte Alt-Achtundsechziger, die "Elite" als Schimpfwort betrachten, gewissenhafte, auf "Notenwahrheit", Kokurrenzfähigkeit ihrer Schüler und Vertrauen in auszustellende Atteste pochende, gewissen-hafte Lehrer wegen "unangemessenen Leistungsdrucks" rügen (etwa, wenn ihre Schüler regelmäßig vor externen Kommissionen Spracholympiade-Erfolge aufweisen oder wenn täglich Hausüpbungen angesehen werden), durch Ermutigung zu Berufungen und Diensgtaufsichtsbeschwerden undMedienkampagnen in Schwierigkeiten bringen und aktiv am Unterlaufen gesetzlich vorgesehener Kriteriensetzungen mitwirken.
      Schützenhöfer hat sich jetzt für die "flächendeckende Einführung der Neuen Mittelschule" (also gegen die sonst von der ÖVP bekämpfte 10-Prozent-Schulversuchs-Begrenzungsklausel) und die einheitliche Lehrerausbildung ausgesprochen, allerdings (eher halbherzig)auch für die Beibehaltung der AHS-Unterstufe. Das ergibt nur eine Zwischenstufe zur Einführung der Gesamtschule; es ist das analoge Vorgehen, als man vor Jahren Latein im Schulversuch in die Oberstufe verbannte (durch "Wahlfreiheit" mit Französisch) und damit die Gesamtschule vorbereitete. Auch damals wurde die Schulversuchsbegrenzung aufgegeben; es handle sich ja um "freie Wahl"; gleichzeitig durfdten vielerorts nur mehr die Lehrer der lebenden Fremdsprache "werben", während Altphilologen dezidiert von Elternabenden abgewiesen wurden ...
      Die AHS-Unterstufe wird mit solchen Maßnahmen motivational ausgehöhlt; sie wird zu Anforderungsdumping gezwungen, um Schülerzahlen (=Werteinheiten) zu halten und um dem Vergleich mit den aus Ideologiegründen wesentlich großzügiger ausgestatteten (und unvergleichlich teureren; siehe Teamteaching, kleine Klassengrößen) "Neuen Mittelschulen" zu bestehen, die zudem die gleichen Berechtigungen (im Unterstufenniveau) vergeben wie die AHS-Unterstufe. Selbst Ex-Min. Gehrer stellte fest, sie „werde für ihre Enkelkinder den Besuch einer Neuen Mittelschule empfehlen, weil diese derzeit die besten Schulen seien“ - So ein "Verlass" ist also auf die ÖVP als Bollwerk für das Gymnasium ... !
      Die Gymnasien können dagegen nicht einmal mit nur einem Lehrer pro Klasse die vielgerühmte 25-er-Klassengrößenlimitierung einhalten- infolge "Mangels an Werteinheiten - denn "Es muss ja gespart werden!".
      In diesem Zusammenhang warne ich einmal mehr vor dem blauäugigen Glauben an die personelle Autonomie von Dienststellenleitern: Alle Schuldirektoren sind letztlich Parteifunktionäre (das schließt Integrität Einzelner nicht aus) und wurden von Parteien und deren Vorfeldern in ihre Position gehievt. There is no free lunch!. Die fördernden Instanzen erwarten sich von ihnen letztlich Bevorzugung "der Ihren". In der "personellen Autonomie" findet sich der unabhängig-gesetzestreu agierende Lehrer in seiner Personalunion, Lehrender zu sein, der zugleich Berechtigungen kompetenzbegründet zu verteilen bzw. zu verwehren, in voraussagbar exponierter Position wieder, wenn er nicht auf Einhaltung von Gesetze statt auf die Willkür eines Vorgesetzten seine berufliche (Weiter-)Existenz sichern kann.

    • Karl Rinnhofer
      14. Dezember 2010 19:11

      @ Haarspalter
      Ich sehe das - eider - genau so. Siehe eigenes Posting

    • Karl Rinnhofer
      14. Dezember 2010 19:14

      @ Haarspalter
      ch sehe das .- leider - genau so. Siehe eigenes Posting (Bitte Entschuldigung, dass ich meine zustimmende Reaktion offenbar an falscher Stelle deponierte; jetzt ist es doppelt gemoppelt."

    • karl murx (kein Partner)
      14. Dezember 2010 22:42

      Niessl hat's schon verkündet: Zahlen müssen nur Mercedes fahrende Studenten...

  22. Wertkonservativer
    13. Dezember 2010 16:01

    Als Niederösterreicher hätte ich ja wahrscheinlich einen guten Draht zum Herrn Landeshauptmann (vor acht Jahren hat er uns zur Goldenen Hochzeit sogar zwei Golddukaten geschickt!!), doch glaube ich eigentlich, dass es nichts nützen würde, ihn an die fälligen Klarstellungen im Bildungsbereich zu erinnern: er, ein wahrer Volkstribun, ist von seiner Glorie überzeugt und überdies ziemlich beratungsresitent!

    Übrigens, heute beim Onkel Doktor schaute ich wieder in das Schmuddelblatt "Österreich". da sah ich die zehn Punkte zur Androsch-Volksbefragung aufgelistet.
    In Punkt 3) sind immerhin einige Angaben enthalten, die aufhorchen lassen; da ist sogar vom Weiterbestehen der Gymnasien (nur Oberstufe, oder wie denken die Leute sich das?) die Rede!
    Und in Punkt 5 werden (nicht neu) zwei Lehrer je Klasse gefordert: einer für die schwachen und einer für die besseren bis guten! Soll das Lernen und Lehren jeweils in der gleichen Klasse stattfinden, oder braucht man dazu eben zwei Räume?

    Von diesen zehn Punkten sind die meisten mit Sicherheit in den nächsten Jahren und Jahrzehnten so nicht realisierbar: da steht zunächst die Realverfassung unseres Staates (Bund/Länder/Gemeinden) dagegen, weiters die Qualität und Bestandswahrerschaft unserer Lehrergilde, die Feigheit und Dummheit unserer Bildungspolitiker,und schlußendlich auch die Hybris des Angestrebten, weit weg von den wirklichen Notwendigkeiten, die da wären:

    Aufwertung der vorschulischen Erziehung, leistungsfähige Volksschulen mit Möglichkeit zu weiterführender Förderung lese- und sprachschwacher Kinder in anschließenden Sonderkursen.
    Kinder, die mit zehn Jahren noch Sprachprobleme haben und daher auch meist noch nicht sinnerfassend lesen können, sind in einer Mittleren Schule, die diesen Namen auch verdient, fehl am Platz.

    Also, ich bin sehr neugierig, wie die Sache weitergeht; da werden noch die Fetzen fliegen!

  23. mafalda hopfkirch
    13. Dezember 2010 15:31

    Wohin mit all den Bürgermeisterstöchtern der zahlreichen Gemeinden Niederösterreichs, die Bauernkrankenkassa, wo sich`s trefflich leben lässt, ist schön überfüllt! Diese hochmotivierten jungen Damen wurden Landeslehrerinnen. Abgesehen davon hat man als Lehrer einfach mehr Freizeit, obwohl es schon eine Frechheit ist, daß man nur zur Hauptsaison auf Urlaub gehen darf (sic!). Wer ernsthaft hofft, daß in der n.ö.Schulpolitik irgendetwas vernünftig ohne massive Einflußnahme von Parteipolitik passiert, wird sich den besorgten Blick und das Stirnrunzeln des ansässigen Neurologen bzw.Psychiaters gefallen lassen müssen.....





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