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Banker, Gauner, fremde Gelder

Die 19-Milliarden Klage gegen die Bank Austria und ihre Mittelsfrau Sonja Kohn wegen angeblicher Mittäterschaft im Milliardenbetrug Madoff könnte bei einem Erfolg dem österreichischen Bankwesen einen schwereren Schaden zufügen, als es ein Crash der Hypo Alpe Adria getan hätte. Dennoch ist sie eine sehr lobenswerte Angelegenheit.

Diese für manche vielleicht überraschende positive Beurteilung hängt gewiss nicht mit einer Hoffnung zusammen, dass die Bank Austria crasht. Das wäre ganz schlimm – denn hier müsste ja mit noch viel größerer Unvermeidlichkeit der Steuerzahler rettend einspringen als bei der HAA. Aber noch wichtiger als diese Gefahr ist die Notwendigkeit, jeden Verdacht auszuräumen.

Wer mit großen Summen fremden Geldes umgeht, muss bis ins letzte Detail penibel und korrekt sein. Und das kann sich ja nicht darin erschöpfen, dass Banker auch heute noch mit Krawatte herumlaufen müssen. Während ja schon in fast allen Berufen, die weniger penibel und korrekt auftreten müssen, eher schon der Peter-Pilz-Badewaschl-Look demonstriert wird.

So wie ein Supermarkt sofort das entsprechende Regal räumen muss, wenn irgendwo ein Stück Fäulnis zu sehen ist, müssen alle Anleger auch bei seriösen Finanzinstituten sicher sein, dass sie korrekt bedient werden. Damit dort nicht die Devise herrscht, Hauptsache die Provision ist sicher, der Rest steht im Prospekt.

Denn gerade wenn man – wie der Tagebuchschreiber – immer für die Freiheit auch der Finanzwirtschaft eintritt, muss man jedem konkreten Verdacht auf Unkorrektheiten genauest nachgehen. Denn sonst geraten im Gegenschag die Banken wieder ganz in den Zugriff von Beamten und Parteifunktionären, was immer ganz schlecht für das angelegte Geld ist. Gauner haben es im öffentlichen Bereich nämlich noch viel leichter, weil sie dort die Macht des Staates, das Fehlen eines im Eigeninteresse kontrollierenden Privateigentümers und das Amtsgeheimnis für sich nutzen können.

Das beweist nicht nur die erschreckende Umfrage, dass allein im letzten Jahr jeder elfte Österreicher zumindest einmal jemanden geschmiert hat beziehungsweise schmieren musste (was sich naturgemäß vor allem im staatlichen Bereich abspielt). Das beweist auch der Blick in die benachbarten Sümpfe von Kroatien bis Italien. Und selbst in Deutschland sind in den letzten beiden Jahren vor allem Staatsbanken durch Leichtfertigkeit abgestürzt, und viel weniger die privatwirtschaftlich organisierten.

Aber gerade weil eine private Finanzwirtschaft für eine moderne Industriegesellschaft völlig unverzichtbar ist, muss umso strenger gegen jeden Verdacht einer Gaunerei vorgegangen werden. Und dazu ist der Staat, genauer seine Justiz sehr wohl berufen.

Natürlich kann das aber auch nicht heißen, dass eine Bank prinzipiell bluten muss, wenn Anleger ihr Geld verlieren. Wer hohe Zinsen erhofft, muss immer auch einen Totalverlust einkalkulieren. Das ist eine ökonomische Grundregel. In Österreich wird sie zwar leider nicht in den Schulen gelehrt; dort wird höchstens von allzuvielen linken Lehrern gegen jeden gehetzt, der Gewinne erzielt, vom Risiko ist hingegen nie die Rede.

Aber umso mehr müssen, müssten Banken jeden Anleger glasklar über alle Risken aufklären. Wenn sie das nicht tun, sind sie fällig. Und ebenso dann, wenn sie irgendwelche Indizien kennen, dass etwas stinkt an verkauften Anlageprodukten, und wenn sie diesen Verdacht dem Kunden gegenüber nicht in aller Breite offenlegen. Banken und Banker müssen keine Hellseher sein, aber sie sollten immer und ausschließlich auf der Seite des Kunden stehen. Und das haben leider in den letzten Jahren viele verlernt, weil sie gleichzeitig auch Provisionen kassiert haben. Da ist etwas faul in der Finanzwelt.

Dass Anwälte im amerikanischen Justizsystem gleich mit Atombomben drohen, auch wenn sie wenige Beweise haben, sollte freilich noch niemanden schockieren. Das gehört dort zum (oft erpresserischen) Spiel. Das ist aber andererseits noch keinesfalls ein Beweis der Unschuld. Und jedenfalls können es sich Bank Austria beziehungsweise Unicredit nicht leisten, die US-Justiz zu ignorieren.

Dennoch ist für uns viel relevanter, ob auch die österreichische Justiz von sich aus ordentlich agiert und die auffallend unkritische Haltung einiger Banker (und in diesem Fall besonders zu betonen: Bankerinnen) mit Nahebeziehung zu Madoff sehr kritisch durchleuchtet. Das sollten wir in den nächsten Monaten genau beobachten. Schon deshalb, damit nicht alle Welt glaubt, sie muss in den USA klagen, um in Österreich zum Ziel zu kommen.

PS.: Apropos österreichische Justiz, wenn auch in ganz anderem Zusammenhang. Die Ministerin Bandion-Ortner ist hier oft gescholten worden. Jetzt aber hat sie sich erstmals wirklich Beifall als sich unabhängig profilierende Ministerin verdient: Denn sie wagte es, eine Initiative gegen die – bekanntermaßen von schwerer Korruption geprägte – Vergabe von Regierungsinseraten anzukündigen. Natürlich gilt auch hier, dass man weniger die Ankündigungen als die Taten loben soll. Aber immerhin macht sie sich bei Schwarz und vor allem Rot damit sehr unbeliebt (Dass ausgerechnet die Grünen nun Bandion dafür loben, ist freilich mehr als amüsant: Unternehmen doch die Grünen absolut nichts gegen die in Wien besonders schlimme Inseratenkorruption, obwohl sie diese als neuer Koalitionspartner nunmehr blockieren könnten.)

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2010 09:06

    man kann den ausführungen im prinzip nur zustimmen, aber man muss sich schon die österreichische realität anschauen.
    da gibt es in österreich, weltweit einmalig, eine rekordmenge von fremdwährungsKLEINkrediten, die samt und sonders von gierigen häuslbauern aufgenommen worden waren, die sich erhofften mit dieser kreditform noch gewinne zu machen, und die jeden für blöd anschauten, der nicht nur 1,0 % zinsen für seinen hypothekarkredit zahlte.
    als nun das werkl kippte, tauchte sofort die AK auf und beklagte das schicksal dieser kleinspekulanten, die ja so arm seien und von den bösen banken über den tisch gezogen wurden.....dabei hat es nie an warnungen vor dieser kreditform gefehlt.......

    verblendete richter in österreich, deren kaufmännisches wissen gegen null tendiert, sind dann schnell mit verurteilungen der banken zur hand und wenn eine bank dann dann kracht, muss wieder der steuerzahler die "armen opfer" unterstützen

  2. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2010 09:33

    O.T.: Bitte um Vergebung:
    Wer die ORF-Sendung "Im Zentrum" am Sonntag gesehen hat, erlebte - außer einem 19-jährigen tüchtigen Selfmade-Hacker mit undeutlicher Aussprache, aber verständlicherweise gutem Selbstbewusstsein - eine Runde älterer Herren inkl. P. Pilz, Ex-Botschafter Böhme, Zukunfts - Horx und Moderator Pelinka, die geradezu peinlich euphorisch das Neue Wikileaks-Zeitalter adorierten. Die liebe Frau Van Damm war dagegen und wurde als Hascherl abgetan.

    Da möchte ich P. Pilz erleben, wenn die Geheimnisse seiner diversen Aktivitäten veröffentlicht werden. Wenn bald auch Firmengeheimnisse auftauchen werden, wird das Pilz weniger ausmachen, weil er die Problematik wegen dogmatischer Verblendung nicht versteht,

    Botschafter Böhme will gar bei Wikileaks mitmachen und biederte sich peinlich an den Junghacker an, Pelinka freut sich schon auf die Neue Zeit der Transparenz....hoffentlich kommen keine ORF-Geheimnisse ans Tageslicht.

    Die Frage, ob das alles nicht nur die ohnehin schon recht transparenten Demokratien trifft, und die autoritären Staaten relativ stärkt, wurde zwar von Pelinka gestellt, aber gleich wieder begraben.

    Und dass das alles ein Riesengeschäft für die EDV-Industrie wird, wodurch sich alles für die Konsumenten verteuert, blieb gänzlich ausgespart.

    Naiv oder zynisch.....mit uns geht die neue Zeit! Hauptsach', es geht gegen die etablierten Großkopferten. Das wird noch ein böses Erwachen geben, aber dazulernen wird man - dann - ja noch dürfen! Siehe Studiengebühren.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2010 12:05

    Wenn man diese zurecht strengen Maßstäbe an alle in der Zunft der Banker anlegte, dann müßten wohl viel mehr auf der Anklagebank sitzen, als es in der Realität geschieht.
    Allerdings stellt die Summe von 19 Mrd. in Österreich ein besonderes Novum dar und sollten sich die Anschuldigungen bestätigen, dann sind die Folgen noch unabsehbar.
    Daß die Bank Medici eher betuchte Bürger zu ihrer Klientel zählte, schmälert keinesfalls den kriminellen Tatbestand und außerdem ist zu beachten, daß zahlreiche Gemeinden ihre Rücklagen in diesen Madoff-Fond investiert haben, weil sie eben von Bankern entsprechend beraten wurden, dann trifft es im Endeffekt sehr wohl deren Bewohner und damit auch "kleine Leute"!
    Bei den heutigen Verflechtungen kommt kaum mehr jemand ungeschoren davon und in Anbetracht dessen, werden die unabhängigen Gerichte hoffentlich sorgfältig ihre Aufgabe wahrnehmen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2010 11:02

    etwas zur sache madoff:
    sicher war da auch gier im spiel, aber madoff hat kontinuierliche "profite" von etwa 10% pa (wenn ich mich richtig erinnere) gezeigt, also nichts spektakuläres, sondern "solide" dauerhafte wertsteigerung, vergleichbar mit durchschnittlichen kursentwicklungen von blue chips über jahrzehnte.
    das war madoff's masche und damit hat er sehr viele einflussreiche persönlichkeiten und organisationen geködert.
    allerdings hat es auch nicht an kritischen stimmen gemangelt und ernsthafte prüfungen hätten sein kartenhaus sehr rasch einstürzen lassen.
    zumindest grobe fahrlässigkeit und mangelnde kaufmännische sorgfalt wird man der us-finanzmarktsbehörde, der bank austria und anderen organisationen vorwerfen können.
    sollte für eine verurteilung reichen, die frage ist, mit welchen juristischen tricks sich die wegschauer aus der verantwortung stehlen werden.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2010 09:31

    Bei dieser Angelegenheit muß man schon betonen, dass es bei den Verlusten nicht um das Geld von kleinen Sparern gehandelt sondern um große Beträge einer betuchten Klientel.
    Und die Strategie wie man an das große Geld herankommt war ja ganz simpel, der Name "Bank Medici" ist ja ganz nett aber lockt keinen Hunde hinter dem Ofen hervor (bzw. sein Geld), daher sucht man sich einen großen Partner mit einem guten Namen (die ehemalige "monetäre Visitenkarte Österreichs" @Androsch) und schon fließen die Millionen.
    Und wenn dann die zuständigen Verantwortlichen, unter denen sich erfahrene Börsenfachleute befinden, mit der Frau Medici nach New York fliegen um sich mit dem Pyramidenspieler zum einem Geschäftsessen zu treffen und nur über das Wetter reden, dann haben diese einen erheblichen Erklärungsbedarf!
    Und zwar nicht nur gegenüber dem klagenden Anwalt sondern vor allem gegenüber den Großanlegern, die ihnen ihr Geld anvertraut hatten, mag sein größtenteils nach der Devise "Gier frißt Hirn".

  6. Ausgezeichneter KommentatorViktor
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2010 12:42

    Wandel eines Berufsstandes im Laufe der Zeit :

    Banquier
    Banker
    Bankert

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2010 10:52

    Banker, Gauner, fremdes Geld, man muß über alles reden.

    Meine Meinung.

    Banker sind um nichts besser als alle anderen, als alle anderen Gauner, als alle anderen Korrekten, auch dort ist nichts transparent und wird die Information zurückgehalten. Andererseits gibt es auch bei den Bankern jene, die auf seiten des Kunden stehen und unbeschadet von Provisionen das Passende raten und vermitteln.

    Gauner sind alle, die zum eigenen Vorteil andere in die Irre führen, betrügen, etc., so, wie bei der Medici Bank das professionell für einen Betrüger getan wurde, wie bei der Scientology Sekte das auch gemacht wird. Da sind auch die Ämter nicht auszunehmen und auch die Regierungsmitglieder, oft wird da gelogen, daß sich die Balken biegen.

    Und alle arbeiten mit fremdem Geld. Manche versuchen es verantwortungsvoll zu behandeln, die sogenannten 'Gutmenschen' im Bankenwesen, im Staatswesen, die meisten aber kümmern sich nicht darum, es ist ja nicht ihr Geld. Dieses Übel hat zu der excessiven Schuldenpolitik geführt die uns genauso ins Verderben geführt hat, wie die Anleger bei Madoff, Lehmann, Meinl European Land, etc.

    Verbrechen und Dummheit liegen da eng zusammen, wie auch der Bawag Prozeß sehr deutlich gezeigt hat. Die Dummen (ganz dumm waren sie ganz sicher auch nicht unsere 'schweren' Gewerkschaftsburschen) standen dort, die Verbrecher hatten freies Geleit, wie z.B. der ehrenwerte (es gilt die Unschuldsvermutung als Unwort des Jahres an 2. Stelle) Herr Dr. Flöttl iun., der ganz sicher das gesamte Geld, das er 'verspekuliert' hatte, irgendwo geparkt hat, vor dem Zugriff der 'Ösis' geschützt. Auch dort wäre eine Klage angesagt und eine oder mehrere Verhaftungen wegen der strafbaren Tatbestände, statt freiem Geleit.

    Ob Frau Kohn wissentlich und willentlich Menschen betrogen hat, werden sicher die Untersuchungen dazu zeigen, für mich ist es sehr wahrscheinlich, viel wahrscheinlicher als beim Julius Meinl, dem fünften, den ich unter Umständen auch zu den Dummen zählen kann, wenn er die Geflechte nicht durchschaut hatte vorher.

    Ich bin froh, nicht Geld zum Anlegen zu haben, und hätte ich Geld, würde ich es in Arbeit, in sinnvolle Direkt- oder Eigeninvestitionen anlegen, würde ich es in das Kapitel einreihen, was man nicht selbst getan hat, ist nicht getan. Das eigene Geld jemand fremdem anzuvertrauen, damit er es vermehre, hat die heutige Moral ja deutlich gezeigt, Gier, Abzocke, Dummheit, Sorglosigkeit, etc. Niemand von unseren Obergescheiten hat bemerkt, daß es eine wunderbare Geldvermehrung nicht geben kann. Wenn Kreditzinsen um die 5% oder weniger herumgurken, so kann man nicht 20% Gewinn machen. Nachdem unsere Volksschüler nicht mehr rechnen können, kann man heutzutage nicht mehr sagen, das rechnet Ihnen jeder Volksschüler vor.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGasthörer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Dezember 2010 14:34

    Auch ich erzähle den Lesern etwas über Verbrecher:

    Gestern will ich mir die neue "Westbahn" im ORF-Report ansehen und sehe im darauf folgenden Beitrag die Zelebrierung der einzigen weiblichen Rektorin Österreichs - nämlich die der Vetmed.

    Nicht nur, dass die meisten zufkünftigen Veterinärmeidizinder nichts von Nutztieren wissen wollen, besteht die Studentenschaft zu 85% aus Frauen. Nun gibt es einen Überschuss an Kräften in der Kleintiermedizin und einen Mangel an sog. "Viechdoktoren", den die Bauern aber dringend brauchen.

    Statistisch interessant war, dass von 3 befragten Studentinnen drei mit bundesdeutschem Idiom sprachen. Kenner der Binomialverteilung können nun hochrechnen, wie wahrscheinlich es ist, dass dort wirklich ein eklatanter Überhang an BRD-Studenten herrscht. Österreichs Bürgern mit imperium Geld abzupressen um Ausländer auszubilden - mehr als ein Kavaliersdelikt, wie ich meine.

    Zweites Verbrechen:
    Eben komme ich nach Hause und werde im Hauseingang von zwei Polizisten gefragt, wo ich denn wohne? Als ich ihnen meine Türnummer nannte, meinten sie, dass das einer der beiden Wohnungen sei, wo gerade ein Einbruch stattfand. Ich begann erst am ganzen Körper leicht zu zittern, bis sich herausstellte, dass es sich doch um meine Nachbarin handelt. Voll Zorn richtete ich den Polizisten aus, sie mögen ihrer Chefin (Fekter), in meinem Namen doch für das mutige Grenzöffnen und Visapflicht-Aufheben danken. Der Polizist meinte, er möge die Fekter zwar auch nicht, aber sie könnte ja nichts dafür...Dagegen spricht natürlich, dass die europäischen Innenminister dies alles einstimmig beschlossen haben.
    Gleichfalls naiv ist mein zweiter Nachbar, ebenfalls Einbruchsopfer. Er meinte, das könnten auch Wiener gewesen sein. Seine Naivität in Ehren haltend, machte ich ihn darauf Aufmerksam, dass eine Wiener Einbruchs-Soko, bei der Auswertung mehrerer hundert Einbrüche NULL Österreicher feststellte.

    PS.: Wenn ich lese, dass der Luxumberger Neo-Napoleon Juncker nun offiziell die Schweiz auffodert, der EU beizutreten, kann ich nur feststellen, das ist der vorläufige Endpunkt einer Reihe von Aussagen von ihm, die ihn als neuen EU-Dikatator qualifizieren - aber auch Diktatoren sind Verbrecher - sogar wenn sie aus Zwergstaaten stammen (was ja nicht ganz neu ist).


alle Kommentare

  1. Gasthörer (kein Partner)
    15. Dezember 2010 14:34

    Auch ich erzähle den Lesern etwas über Verbrecher:

    Gestern will ich mir die neue "Westbahn" im ORF-Report ansehen und sehe im darauf folgenden Beitrag die Zelebrierung der einzigen weiblichen Rektorin Österreichs - nämlich die der Vetmed.

    Nicht nur, dass die meisten zufkünftigen Veterinärmeidizinder nichts von Nutztieren wissen wollen, besteht die Studentenschaft zu 85% aus Frauen. Nun gibt es einen Überschuss an Kräften in der Kleintiermedizin und einen Mangel an sog. "Viechdoktoren", den die Bauern aber dringend brauchen.

    Statistisch interessant war, dass von 3 befragten Studentinnen drei mit bundesdeutschem Idiom sprachen. Kenner der Binomialverteilung können nun hochrechnen, wie wahrscheinlich es ist, dass dort wirklich ein eklatanter Überhang an BRD-Studenten herrscht. Österreichs Bürgern mit imperium Geld abzupressen um Ausländer auszubilden - mehr als ein Kavaliersdelikt, wie ich meine.

    Zweites Verbrechen:
    Eben komme ich nach Hause und werde im Hauseingang von zwei Polizisten gefragt, wo ich denn wohne? Als ich ihnen meine Türnummer nannte, meinten sie, dass das einer der beiden Wohnungen sei, wo gerade ein Einbruch stattfand. Ich begann erst am ganzen Körper leicht zu zittern, bis sich herausstellte, dass es sich doch um meine Nachbarin handelt. Voll Zorn richtete ich den Polizisten aus, sie mögen ihrer Chefin (Fekter), in meinem Namen doch für das mutige Grenzöffnen und Visapflicht-Aufheben danken. Der Polizist meinte, er möge die Fekter zwar auch nicht, aber sie könnte ja nichts dafür...Dagegen spricht natürlich, dass die europäischen Innenminister dies alles einstimmig beschlossen haben.
    Gleichfalls naiv ist mein zweiter Nachbar, ebenfalls Einbruchsopfer. Er meinte, das könnten auch Wiener gewesen sein. Seine Naivität in Ehren haltend, machte ich ihn darauf Aufmerksam, dass eine Wiener Einbruchs-Soko, bei der Auswertung mehrerer hundert Einbrüche NULL Österreicher feststellte.

    PS.: Wenn ich lese, dass der Luxumberger Neo-Napoleon Juncker nun offiziell die Schweiz auffodert, der EU beizutreten, kann ich nur feststellen, das ist der vorläufige Endpunkt einer Reihe von Aussagen von ihm, die ihn als neuen EU-Dikatator qualifizieren - aber auch Diktatoren sind Verbrecher - sogar wenn sie aus Zwergstaaten stammen (was ja nicht ganz neu ist).

  2. Segestes (kein Partner)
    15. Dezember 2010 11:52

    Zitat: ***"auch bei seriösen Finanzinstituten"***

    So etwas gibts? Parbleu!
    Trotzdem schwer vorstellbar, wo man doch heute selbst von biederen Haubanken, regelmäßig nach Strich und Faden übervorteilt wird. Natürlich immer vom Gesetz gedeckt. Denn wer das Geld hat, der macht die Gesetze.
    So ist es auch nicht verwunderlich, dass es vollkommen legal ist, wenn sich eine Bank etliche Tage lang für eine Überweisung Zeit lässt und sich so einen zinslosen Kredit erschleicht. Bei den zigtausenden Überweisungen täglich, kommt da schon einiges zusammen.
    Der arglose Beobachter meint hingegen wohl, das Geld würde noch per Kutsche oder Kurierreiter von Bank zu Bank transportiert und nicht etwa in Echtzeit elektronisch überwiesen ^^

    Zum "Schmieren": Musste ich noch nie.
    Meine Methode, ordentlich Radau zu machen wenn etwas nicht wunschgemäß läuft und ich mir veräppelt vorkommen muss, ist definitiv besser.
    Gerade erst kürzlich hatte ich zwei solche Fälle:
    Fall 1) Mein Provider wollte meinen alten Business-Tarif nicht auf jenen weitaus günstigeren umändern, den man als Neukunde erhält. Und das nachdem ich 10 Jahre treuer Kunde bei dieser Firma bin.
    Nun gut, ein paar böse eMails und Drohungen mit dem VKI und dem Rechtsanwalt später (stark verkürzte Darstellung) und ich hatte den neuen Tarif inklusive 80 Euro Ersparnis pro Monat.
    Fall 2) Server-Racks und Zubehör bestellt (Kosten von ca. 1200 Euro), doch die Lieferung verzögerte sich mehrmals.
    Dem großen Versandhändler kurzerhand damit gedroht, ihn in jedem einschlägigen u. relevanten Forum diesbezüglich einzutunken und schwups, plötzlich bot man mir einen Preisnachlass von 15 Prozent an.

    So mache ich das.
    Nicht dass das immer funktioniert, aber meistens.
    Schmieren, oder auch nur auf der Schleimspur kriechen, würde ich nie.
    Das verbietet mir einfach meine Selbstachtung.
    Aber diese haben z.B. Politiker bekanntlich nicht, weshalb gerade sie besonders gerne schmieren, wie auch geschmiert werden.

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2010 12:18

      @Segestes
      Auch wenn sonst nicht immer, aber in diesem Falle hundertprozentig Ihrer Meinung!
      Und stimmt, der Trick mit dem Radau funktioniert ebenso wie das Feilschen beim Händler...
      Behörden schmieren musste ich hier in Österreich noch nie; man kann von ihrer Arbeitsweise halten was man will und sollte auch mal etwas Zeit einplanen, aber Grund zum Schmieren gaben sie mir keinen - und mir ist das selbst erarbeitete Geld auch zu schade. ;o)

    • Segestes (kein Partner)
      15. Dezember 2010 12:45

      Wobei, wenn man immer derselben Meinung ist, dann wäre das eh unheimlich ;)

  3. numerus clausel (kein Partner)
    15. Dezember 2010 09:42

    Was wären die großen Erfolge ohne die kleinen
    Und mal wieder eine reine Erfolgsgeschichte. Begonnen hat das doch damals mit der Übernahme der CA durch die BA. Sehr verwunderlich, dass sich bis jetzt noch niemand bemüht hat, diesen Deal mal genauer zu durchleuchten.
    Jetzt bekommens eben die nächste Rechnung serviert. Die waren eben genau so naiv wie die BAWAG mit Refco. Es kommt eben wirklich niemals was gutes raus, wenn sich Rote in die "Hochfinanz" begeben. Die sollen sich wieder durch die Haftung der Gemeinde Wien das AAA sichern lassen, aber zu mehr ist diese Bank nicht zu gebrauchen.
    Nachdem die Sonja Kohn eine Frau ist frage ich mich, wann die ersten Frauenrechtlerinnen auf die Barrikaden steigen werden, und dieses Vorgehen scharf verurteilen, oder ob sie jetzt auch diese Begriffe gendern und von "Betrügerin", "Steuerhinterzieherin", etc sprechen, wobei natürlich die Unschuldsvermutung gilt...

    • Neppomuck (kein Partner)
      15. Dezember 2010 09:59

      Da Dummheit nicht strafbar ist, Betrug etc. aber schon, stellt man sich eben "dumm".
      Was etlichen unter den Verantwortlichen auch abgenommen wird.

      Warum wohl?

    • APM (kein Partner)
      15. Dezember 2010 11:27

      zu @Neppomuck

      Welch wahres Wort! Doch schützt Dummheit - angeblich - nicht vor Bestrafung.
      Eine reine Privatmeinung von mir: Wenn, dann wäre eine "alttestamentarische" Bestrafung wie die Steinigung, bei "Bankmanagern" sehr hilfreich und mit hohem Wirkungsgrad, wenn auch nicht grundsätzlich verhindernd.
      Die z.Z. gängige Art, sie mit Millionenabfertigungen aus dem Weg zu räumen beweist nur Ihre Ansicht...
      Aber wollen wir Gerechtigkeit üben: Es kann nur so viel "dumm" beschissen werden, als das "Opfer" zulässt!

  4. Amadeus (kein Partner)
    15. Dezember 2010 09:24

    Zum P.S. von Dr. Unterberger:

    Heutige Meldung auf: http://www.orf.at/#/stories/2031027/

    Inserate: Ostermayer erwartet Vorschlag Bandion-Ortners

    Nachdem die Regierungsspitze gestern grünes Licht für die Veröffentlichung der Inseratenkosten der Regierung gegeben hat, erwartet Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) einen entsprechenden Gesetzesvorschlag von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner.

    Als „dringlicher“ bewertet Ostermayer derzeit allerdings mehr Transparenz bei der Parteienfinanzierung. Hier plädiert die SPÖ für die Offenlegung von Parteispenden über 7.000 Euro. Immerhin gebe es in diesem Bereich sowohl Kritik des Europarats als auch von Transparency International an Österreich, sagte ein Sprecher Ostermayers.

    Vorschlag zur Reform übermittelt

    Zur Reform der Parteienfinanzierung hatten die Generalsekretäre der fünf Parlamentsparteien bereits im Oktober eine grundsätzliche Einigung erzielt und ihren Vorschlag den Parlamentsklubs übermittelt.

    Demnach sollen Parteispenden bis 7.000 Euro unter Angabe der Identität des Spenders veröffentlicht und anonyme Spenden verboten werden. Die eigentlich bis Jahresende angedachte Ausarbeitung der Gesetzesentwürfe verzögert sich jedoch.

    • Amadeus (kein Partner)
      15. Dezember 2010 09:34

      Ergänzung: Weil das Thema "Zeitungsbestechung durch Regierungsinserate" sich wie ein roter Faden durch diesen Dr. Unterberger-Blog zieht:

      Es gibt mittlerweile einen Verbündeten von Dr. Unterberger in dieser Frage:

      Dr. H. Brandstätter vom Kurier: http://kurier.at/interaktiv/kommentare/2056963.php

      " .... Und da eine Demokratie nur mit kritischen Medien funktioniert, sollen gewisse Ministerien endlich aufhören, Zeitungen mit zum Teil absurd-sinnlosen Inseraten zu kaufen. .... "

    • Neppomuck (kein Partner)
      15. Dezember 2010 10:15

      Eine "Zeitung" wird herausgegeben (Verlag oder Verlagsgruppe) und ihre Inhalte werden geschrieben (Journalisten).
      Füglich kann man 'eine Zeitung' nicht bestechen.
      Man kauft die Veröffentlichungsrechte (Verlag, bzw. Chefredakteur) und die (Des-)Informationleistung, bzw. die dafür verantwortlichen Schreiberlinge. Die "Freiheit der Berichterstattung" (Redakteursstatut), da längst zur reinen Farce verkommen, einmal nicht berücksichtigt.

      Als Journa(i)list hier unbeteiligt sein zu wollen klingt ja wie "nicht ich habe getötet, sondern die mir zur Verfügung gestellte Waffe, bzw. die mir von meinem Auftraggeber bezahlte und übergebene Munition."

    • Blasen zersticht man. (kein Partner)
      15. Dezember 2010 17:30

      Wo hast Du denn das her, daß man Zeitungen nicht kaufen kann? Die verlangen das sogar.

      Versuch einmal, als KMU einen redaktionellen Artikel zu platzieren, weil Du was Innovatives gemacht hast. Du kriegst kalt die Antwort: "Schalten Sie erst ein paar Inserate, dann sehen wir weiter".

      So läuft das.

  5. Jan Korbelik (kein Partner)
    15. Dezember 2010 00:53

    Köstlich erklärt --
    Nur eins hätte ich umformuliert:
    "Und dazu ist der Staat, genauer seine Justiz sehr wohl berufen"
    zu
    "Eben deswegen bezahlen wir uns den Staat und die Justiz" :D

  6. Markus Theiner
    14. Dezember 2010 16:51

    Die österreichische Justiz kann von sich aus nur strafrechtliche Fälle aufnehmen. Also gegen die Banker wegen Betrug & Co ermitteln.
    Wenn aber jemand in Österreich "zum Ziel kommen" - also Schadenersatz bekommen - will, dann muss er trotzdem selber klagen. Und da wird es ihm weniger darauf ankommen wo die Justiz strafrechtliche Fragen schneller bearbeitet, sondern wo die Chance höher ist bei einer Schadenersatzklage Recht zu bekommen und wo man in so einem Fall die höheren Beträge kassieren kann.
    Und da ist bei den teils sehr irrationalen Tendenzen der US-Gerichte schon die Frage, ob man sich da auf einen Beliebtheitswettbewerb bei enttäuschten Anlegern einlassen will.

    Wobei die Zuständigkeitsregeln amerikanischer Gerichte ja auch ein Thema für sich sind...

  7. Alfred E. Neumann
    14. Dezember 2010 13:45

    OT, aber interessant: ojegerl na, linkes Wunschdenken schon wieder nicht in Erfüllung gegangen:

    http://www.wienerzeitung.at/default.aspx?tabID=3862&alias=wzo&cob=531845

    • Martin Bauer
      14. Dezember 2010 13:55

      Laut internationalen Presseinfos (13:06) , findet derzeit in der italienischen Abgeordnetenkammer eine riesen Rauferei (bitte wörtlich nehmen!!) statt.

      Leider habe ich keinen Draht zum entsprechenden Ringrichter, sodass mir der derzeitige Stand noch verborgen bleibt. Der Kampf dürfte aber über mehrere Runden gehen.

      PS:
      Manchmal wünsche ich mir so etwas auch bei uns... :-)

    • Martin Bauer
    • Alfred E. Neumann
      14. Dezember 2010 14:04

      @Martin Bauer
      Herrlich, die Vorstellung, Peter Pilz mit blauem Auge, Strache mit Zahnlücke und Laura Rudas mit zerrauftem Pepi!

    • fosca
      14. Dezember 2010 14:24

      @Alfred E. Neumann

      *wow* - herrlich! ;-)

      Wunschzettel ans Christkind schon unterwegs!

    • Martin Bauer
      14. Dezember 2010 14:59

      WamPro opfert vom Balkon 6 seiner 10 Doppler Veltliner ..

      Prammer erreicht mehrfach das Hohe C ...

      Die Gebärdensprachübersetzerin ging leider - da sie sich nicht artikulieren konnte - als erste Ko

      Faymann grinst notgedrungen nur mehr mit gechlossenem Mund.

      Laura bringt einen Entschliessungsantrag an, dass es ab sofort keine "blauen" sondern nur mehr "grüne" Augen ....

      Der ORF prügelt sich mit AV um die besten Kameraplätze, wodurch diese Art der körperlichen Betätigung keinen Weg in die TV-Stationen schaffte.

      Kommentar des ORF am Abend:
      "Mit allen Kräften verteidigte Faymann seine Politik ..."

    • Martin Bauer
      14. Dezember 2010 15:12

      .. sollte natürlich ATV heissen und einen
      ... Entschliessungsantrag bringt man "ein" und nicht "an"
      (obwohl das sollte auch schon passiert sein)

    • Alfred E. Neumann
      14. Dezember 2010 15:29

      @Köstlich, Martin Bauer
      frei nach Qualtinger vulgo Travnicek: Simmering gegen Kapfenberg, das nenn` ich Brutalität.

    • terbuan
      14. Dezember 2010 21:38

      Köstlich Martin und Neumann,
      Ihr habt mir den Abend vergnüglich gemacht und den ORF erspart :-)

  8. Viktor
    14. Dezember 2010 12:42

    Wandel eines Berufsstandes im Laufe der Zeit :

    Banquier
    Banker
    Bankert

  9. fosca
    14. Dezember 2010 12:05

    Wenn man diese zurecht strengen Maßstäbe an alle in der Zunft der Banker anlegte, dann müßten wohl viel mehr auf der Anklagebank sitzen, als es in der Realität geschieht.
    Allerdings stellt die Summe von 19 Mrd. in Österreich ein besonderes Novum dar und sollten sich die Anschuldigungen bestätigen, dann sind die Folgen noch unabsehbar.
    Daß die Bank Medici eher betuchte Bürger zu ihrer Klientel zählte, schmälert keinesfalls den kriminellen Tatbestand und außerdem ist zu beachten, daß zahlreiche Gemeinden ihre Rücklagen in diesen Madoff-Fond investiert haben, weil sie eben von Bankern entsprechend beraten wurden, dann trifft es im Endeffekt sehr wohl deren Bewohner und damit auch "kleine Leute"!
    Bei den heutigen Verflechtungen kommt kaum mehr jemand ungeschoren davon und in Anbetracht dessen, werden die unabhängigen Gerichte hoffentlich sorgfältig ihre Aufgabe wahrnehmen.

  10. simplicissimus
    14. Dezember 2010 11:02

    etwas zur sache madoff:
    sicher war da auch gier im spiel, aber madoff hat kontinuierliche "profite" von etwa 10% pa (wenn ich mich richtig erinnere) gezeigt, also nichts spektakuläres, sondern "solide" dauerhafte wertsteigerung, vergleichbar mit durchschnittlichen kursentwicklungen von blue chips über jahrzehnte.
    das war madoff's masche und damit hat er sehr viele einflussreiche persönlichkeiten und organisationen geködert.
    allerdings hat es auch nicht an kritischen stimmen gemangelt und ernsthafte prüfungen hätten sein kartenhaus sehr rasch einstürzen lassen.
    zumindest grobe fahrlässigkeit und mangelnde kaufmännische sorgfalt wird man der us-finanzmarktsbehörde, der bank austria und anderen organisationen vorwerfen können.
    sollte für eine verurteilung reichen, die frage ist, mit welchen juristischen tricks sich die wegschauer aus der verantwortung stehlen werden.

    • Lisa
      14. Dezember 2010 15:14

      Daß MADOFF und Sonja KOHN unter einer Decke steckten, bezweifelt wohl niemand. Vermutlich war sie auch eine der wenigen Eingeweihten, die zu jener Etage (MADOFFS Bereich erstreckte sich über mehrere Stockwerke eines Wolkenkratzers!) Zugang hatte, die einzig und alleine für ein Bilanz- und Kontenfälschungsteam reserviert war.

    • simplicissimus
      14. Dezember 2010 15:27

      welche dummheit dieser doch sicher sehr intelligenten leute, zu glauben, ein pyramidenspiel würde nicht platzen.

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2010 06:24

      Simplicissimus, das ist ja das Verrückte: Die menschliche Gier ist ebenso groß wie die Selbstüberschätzung; nur so kann es immer wieder passieren, dass gerade die sich für intelligent haltenden Leute glauben, alle anderen über den Tisch ziehen zu können, ohne dass diese es bemerken.
      Wenn man sich die Auswüchse der Gier anschaut, die immer und überall wuchern wo Menschen einen Schlüssel in die Hand bekommen, kann man den Wunsch nach ehrlichen provisionsbezahlten Vermittlern höchstens belächeln. Es kommt immer der eigene, persönliche Gewinn zuerst. Verschieden ist nur die Stärke des Gewissens, das immer wieder bremst.

    • simplicissimus
      15. Dezember 2010 07:31

      reinhard: ja, so ist es wohl, leider.

  11. Josef Maierhofer
    14. Dezember 2010 10:52

    Banker, Gauner, fremdes Geld, man muß über alles reden.

    Meine Meinung.

    Banker sind um nichts besser als alle anderen, als alle anderen Gauner, als alle anderen Korrekten, auch dort ist nichts transparent und wird die Information zurückgehalten. Andererseits gibt es auch bei den Bankern jene, die auf seiten des Kunden stehen und unbeschadet von Provisionen das Passende raten und vermitteln.

    Gauner sind alle, die zum eigenen Vorteil andere in die Irre führen, betrügen, etc., so, wie bei der Medici Bank das professionell für einen Betrüger getan wurde, wie bei der Scientology Sekte das auch gemacht wird. Da sind auch die Ämter nicht auszunehmen und auch die Regierungsmitglieder, oft wird da gelogen, daß sich die Balken biegen.

    Und alle arbeiten mit fremdem Geld. Manche versuchen es verantwortungsvoll zu behandeln, die sogenannten 'Gutmenschen' im Bankenwesen, im Staatswesen, die meisten aber kümmern sich nicht darum, es ist ja nicht ihr Geld. Dieses Übel hat zu der excessiven Schuldenpolitik geführt die uns genauso ins Verderben geführt hat, wie die Anleger bei Madoff, Lehmann, Meinl European Land, etc.

    Verbrechen und Dummheit liegen da eng zusammen, wie auch der Bawag Prozeß sehr deutlich gezeigt hat. Die Dummen (ganz dumm waren sie ganz sicher auch nicht unsere 'schweren' Gewerkschaftsburschen) standen dort, die Verbrecher hatten freies Geleit, wie z.B. der ehrenwerte (es gilt die Unschuldsvermutung als Unwort des Jahres an 2. Stelle) Herr Dr. Flöttl iun., der ganz sicher das gesamte Geld, das er 'verspekuliert' hatte, irgendwo geparkt hat, vor dem Zugriff der 'Ösis' geschützt. Auch dort wäre eine Klage angesagt und eine oder mehrere Verhaftungen wegen der strafbaren Tatbestände, statt freiem Geleit.

    Ob Frau Kohn wissentlich und willentlich Menschen betrogen hat, werden sicher die Untersuchungen dazu zeigen, für mich ist es sehr wahrscheinlich, viel wahrscheinlicher als beim Julius Meinl, dem fünften, den ich unter Umständen auch zu den Dummen zählen kann, wenn er die Geflechte nicht durchschaut hatte vorher.

    Ich bin froh, nicht Geld zum Anlegen zu haben, und hätte ich Geld, würde ich es in Arbeit, in sinnvolle Direkt- oder Eigeninvestitionen anlegen, würde ich es in das Kapitel einreihen, was man nicht selbst getan hat, ist nicht getan. Das eigene Geld jemand fremdem anzuvertrauen, damit er es vermehre, hat die heutige Moral ja deutlich gezeigt, Gier, Abzocke, Dummheit, Sorglosigkeit, etc. Niemand von unseren Obergescheiten hat bemerkt, daß es eine wunderbare Geldvermehrung nicht geben kann. Wenn Kreditzinsen um die 5% oder weniger herumgurken, so kann man nicht 20% Gewinn machen. Nachdem unsere Volksschüler nicht mehr rechnen können, kann man heutzutage nicht mehr sagen, das rechnet Ihnen jeder Volksschüler vor.

    • brechstange
      14. Dezember 2010 11:22

      Kürzlich wollte ich von meiner Bank wissen, in welche Papiere meine Pensionsvorsorge angelegt ist. Ich bekam keine Auskunft, das war Betriebsgeheimnis. Das Geld wollen sie schon, transparent offenlegen nicht. Interessante Geschäftsstrategie.

    • Undine
      14. Dezember 2010 15:28

      @Josef Maierhofer

      Mir erschien es auch sehr unwahrscheinlich, daß FLÖTTL jun. die Milliarden, die er "in der Karibik versenkt" habe, wie es mmer so bildhaft hieß, sich in Luft, bzw. in Wasser aufgelöst haben sollen.

      Um bei der Metapher zu bleiben: ich kann mir sehr gut vorstellen, daß diese in der Karibik versenkten Milliarden durch irgendwelche Meeresströmungen an der Ostküste angeschwemmt und von irgendwelchen Fischern eingefangen worden sind.

    • Josef Maierhofer
      14. Dezember 2010 16:54

      @ Undine

      Aber unser 'Christkindl', Frau Bandion-Ortner, hat sich strikt an die politische Order gehalten und dem Dr. Flöttl iun. keine unangenehmen Fragen gestellt und schon gar keine Fragen nach dem heißen Karibiksand und seinen Geheimnissen, die er ohnehin nicht beantwortet hätte.

      Wozu wir eine Justiz haben, eine Staatsanwaltschaft, wozu es internationale Haftbefehle gibt, das scheint mir alles theoretisch zu sein. Das Theater um Elsner, der immer mehr zum Teilopfer wird, weil er eigentlich als einziger zur Bawag Causa in U-Haft gehalten wird, da hat der internationale Haftbefehl was gewirkt, aber Flöttl's 'Karibikmilliarden' scheinen ausgereicht haben zu seinem Schutz in den USA, obwohl er damals ganz sicher Österreicher war.

      Wer sich so tollpatschig und blauäugig, naiv verhält, der wird bei uns Justizminister.

      Wer die politische Order, Flöttl zu schützen, ausgegeben hat, bleibt uns vorenthalten, jedenfalls wurde Dr. Schüssel trotzdem abgewählt.

      Also das ist für mich alles so traumhaft absurd, daß es nur im 'modernen' Österreich stattfinden kann, wenn ich die 'Lucona' und Proksch vergleichend heranziehe.

      Wäre eigentlich auch Stoff für einen Film mit all den attraktiven Schauplätzen, vom Gewerkschaftsseminarhotel mit Stacheldraht und Hunden über Wien und seine Justizpaläste bis zum Karibikstrand in fernen Landen, und keiner war's ....

    • Norbert Mühlhauser
      14. Dezember 2010 21:49

      @ Maierhofer:

      Von Meinl ist mir nur bekannt, dass ihm der Rückkauf der Wertpapiere und erhöhte Fondsverwaltungsgebühren vorgeworfen wird. Ersteres ist lächerlich, weil ja der Rückkauf zu Preisen (zumindest: leicht) über dem Kurs durchgezogen wurde und den Kurs eher stabilisierte (obwohl nach dem Aktiengesetz nur sehr eingeschränkt erlaubt), zu Letzterem kann ich nichts sagen, außer, dass es offensichtlich noch immer zu keiner Verurteilung gekommen ist und es auch verdächtig still um die Meinl-Berichterstattung geworden ist.

      Ja und noch etwas fällt mir dazu ein: Bei einem Fonds war die Investition in Projekte zögerlich (und gar nicht so Zicke-Zacke wie bei Flöttl&Co), aber es würde mich nicht wundern, wenn auch diesbezüglich juristisch nichts herauskommt.

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2010 06:39

      @brechstange
      Sie wollen nicht nur das Geld, nein, der Staat beschließt sogar Gesetze, dass wir es bei ihnen abliefern müssen! Egal ob sich das "Abfertigung neu" oder "Unternehmervorsorge" heißt, der Staat enteignet uns, übergibt das Geld dem Casino und partizipiert am Gewinn. Sollten Verluste entstehen, ist es ja nur unsere Kohle, die verzockt wurde.
      Wenn Banker schon Verbrecher sind, weil sie Leuten falsche Versprechungen machen und dann deren freiwillig abgelieferte Kohle verjuxen, was sind dann Politiker, die den Leuten erst falsche Versprechungen machen, ihnen das Geld zwangsenteignen und dann den angeblich verbrecherischen Banken zum Verjuxen schenken?
      Ich wäre für sofortige Ermittlungen gegen die Proponenten dieses staatlichen Zwangsenteigungssystems, aber leider ist die Justiz immer noch damit beschäftigt, unter jedem Strohballen nach den in den Medien herbeigeschriebenen Beweisen für die bösen kriminellen Machenschaften eines Herrn Grasser zu suchen. Das kann noch lange dauern. Immerhin hat der Widerstandskampf gegen einen missliebigen Gesellen, der vielleicht und unschuldsvermutet jedem Steuerzahler insgesamt einen Zwanziger gekostet haben könnte, absoluten Vorrang gegen jene, die jeden Steuerzahler um hunderte Euro im Monat schädigen.

  12. Martin Bauer
    14. Dezember 2010 10:47

    Die neueste Entwicklung:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/618219/MadoffKlagsflut-aus-den-USA_Banken-lenken-ein?_vl_backlink=/home/wirtschaft/international/617608/index.do&direct=617608

    Mittlerweile schreibt sogar die NYT, dass Frau Kohn Kick-Back-Zahlungen in Höhe von 65 Mio erhalten hat und es Belege dafür gibt.

    Die BA wird sich vergleichen, Fr. Kohn wird es aber nicht gelingen. Da wird ihr ihr Ehrenzeichen der Republik Österreich auch nichts helfen. Dumm gelaufen ...

    • brechstange
      14. Dezember 2010 11:38

      Was macht Sie da so sicher, dass es Frau Kohn nicht gelingen wird?

    • Martin Bauer
      14. Dezember 2010 12:43

      Brechstange

      Ein Opfer muss her. Um es einmal lapidar auszudrücken. Dass dies bei Frau Kohn, mit belegbaren Kick-Back-Zahlungen einfacher geht, kann man schwerlich als Milderungsgrund anführen.

      Um es einmal vorsichtig auszudrücken.

    • brechstange
      14. Dezember 2010 19:04

      Glauben Sie nicht, Herr Bauer, dass Frau Kohn einiges Belastendes in der Hand hat und daher geschützt werden muss? Also ich denke, so schlau ist sie.

  13. brechstange
    14. Dezember 2010 10:16

    Wie konnte passieren, dass alle Kontrollmechanismen versagten? Ich denke, dass dies die Grundfrage ist, der wir - abgesehen von der juristischen und strafrechtlichen Verfolgung der Missetäter im Nadelstreif - nachgehen sollten und müssen.

    Wie alle Dinge im Leben haben / hatten auch die wirtschaftlichen und globalen Veränderungen der letzten Jahrzehnte Vor- und Nachteile. Die Vorteile der globalen Weltwirtschaft wie Standortvorteile durch niedrige Löhne, keine Umweltkosten, etc. blendeten wahrlich wesentliche Nachteile aus. Einerseits wanderten ganze Industriezweige ab, einhergehend mit dem Verlust von Arbeitsplätzen und Einspringenmüssen des Sozialstaates im Westen und andererseits wird der Vorteil des Wohlstandsgewinnes in den Schwellenländern überschattet durch Ausbeutung der Umwelt, der Menschen und Ansteigen der Zwischenhändler, die sich "dumm und dämlich verdienen" an dieser freien Weltwirtschaft, nämlich auf Kosten der arbeitenden Menschen im Westen und der Schwellenländer. Dieser Effekt ist natürlich kein kurzfristiger und auch nicht eindeutig identifizierbar.
    Durch Eingriffe der ehrenwerten Zwischenhändler, die durch "hilflose" Staaten einschl. ihrer Lenker, ihren Einfluss massiv - auch in krimineller Art und Weise - ausbauten und nun wie Krebsgeschwüre in allen Bereichen der Weltwirtschaft und Bürokratie eingenistet sind, störten einen wichtigen Aspekt der Freien Marktwirtschaft, nämlich den fairen, freien Wettbewerb. Außer Acht gelassen wurden sämtliche geopolitischen Unterschiede, die bestehen. Außer Acht gelassen wurde jedes Risiko nach dem Motto: "Es muss ja alles gleich und va groß sein, sonst hat man ja überhaupt keine Chance."
    Die ach so hohe Wertegemeinschaft des Westens legt sich, wenn es um Geschäfte geht, mit jedem noch so korrupten Häuptling ins Bett, indem sie uns predigen, nur so den Wohlstand für uns aufrechterhalten zu können, sie fürchten, dass auch andere Staaten dasselbe tun. Die korrupten Häuptlinge reden - um die Macht zu halten - ihrer Bevölkerung ein, uns geht es so schlecht, weil der Westen uns ausbeutet. Dazu noch der "Dokumentationsfilm" des Friedensnobelpreisträgers Al Gore, der weltweit zu Unfrieden führt - fast schon lustig die Zwiespältigkeit dieses Preises - und der Ausbeutungstheorie der korrupten Despoten Vorschub leistet. Dagegen ist mMn Wikileaks ein Lercherl (außer es würde System dahinterstecken).
    Viele Banken besserten ihre Bilanzen auch mit "weißgewaschenem auf". Außerdem wurden nicht ausgebildete Menschen in Veranlagungen gelockt, das viele Geld musste Veranlagungsformen finden. Die Aufsichten schauten diesem Treiben zu bzw. verbandelten sich mit Bankern, bei denen das Geschäft stimmen musste. Die Staaten wurden immer mehr abhängig von durch Banken platzierten Anleihen durch ausufernde Staatsverschuldungen. Man wurde mehr und mehr erpressbar. Und wenn es crasht, dann ändern wir die Bilanzierungsregeln.

    Was wäre zu tun?
    Transparenz, Meinungsfreiheit, Stärkung der Bürgerrechte, Subsidiarität, föderale Systeme (auch wenn scheinbar teurer), Bildung der Menschen, unabhängige Justiz und Polizei (entsprechend ausgebildet), einfache Unternehmensstrukturen, Offenlegung der Verschachtelungen, massive Strafen für Korruption und Geldwäsche einschl. Beschlagnahme der aus diesen Geschäften erwachsenen Vermögen

    Vielleicht müssen wir auch einen Schritt zurückgehen, um diese Sackgasse verlassen zu können. Doch müssen wir Aufklärung dieser Bankenskandale fordern und keinen außergerichtlichen Ausgleich auf Steuerzahlers Kosten zulassen. Es tut bestimmt weh, wenn österreichischer Banken aufgrund kriminellen Handelns krachen, nur zulassen können wir es nicht. Zulange bereits haben wir zugesehen.

    • Norbert Mühlhauser
      14. Dezember 2010 22:39

      @ brechstange:

      Was, bitte sehr, soll die Beschwörung der Bildung nützen, wenn genau die hohe Wertung eines normativ verengten Bildungsbegriffes zu blindem Vetrauen in die veröffentlichten Befunde der Wirtschaftswissenschafter führt, dass die Globalisierung ganz, ganz "win-win" ist und der Kleinanleger dadurch verleitet wird, sein Geld sorglos den Kapitalmärkten anzuvertrauen, weil diese solchen Aussagen zufolge ja nur boomen können?

      Tatsächlich gibt es nicht einmal ein bilanzrechtl Regelwerk zur gesonderten Erfassung der Betriebsstätten-Gebarung, was bedeutet, dass die Volkswirtschafter auf Hilfsindikatoren zurückgreifen müssen, um die Wertschöpfung zu verorten, und dadurch die eine oder andere Wertschöpfung irrtümlich doppelt zweierlei Volkswirtschaften zugeordnet werden dürfte.

    • brechstange
      15. Dezember 2010 09:20

      Herr Mühlhauser, die Menschen müssen in "gesundem Misstrauen" gebildet werden.

      In Bezug auf gängige Bildung haben Sie absolut recht. Wer die besten und buntesten Bilder verbreitet, hat die Nase vorn.

  14. socrates
    14. Dezember 2010 09:40

    Ein Islänmder zu eiem Iren:
    Unser Geld, unser Vermögen und unsere Werte sind weg, aber die Schulden sind gerettet!

    • inside
      14. Dezember 2010 09:54

      Antwort des Iren:
      "Bei uns ist es ähnlich, nur unsere Schulden konnten wir nicht zur Gänze retten"

    • Anton Volpini
      14. Dezember 2010 11:01

      Isländisches Sprichwort:

      The english peopel demandet cash, but we sent them ash!

      :-))

    • inside
      14. Dezember 2010 12:50

      Anton Volpini

      Der ist gut *lol*

    • Undine
      14. Dezember 2010 19:04

      Eine andere Version:

      Ein Deutscher am Flughafen in Frankfurt, dessen Flug wegen der isländischen Aschewolke gerade gecancelt worden war:
      "Diese Isländer, zuerst verheizen sie unsere "Kohle", und dann schicken sie uns auch noch die Asche!"

  15. Wolfgang Bauer
    14. Dezember 2010 09:33

    O.T.: Bitte um Vergebung:
    Wer die ORF-Sendung "Im Zentrum" am Sonntag gesehen hat, erlebte - außer einem 19-jährigen tüchtigen Selfmade-Hacker mit undeutlicher Aussprache, aber verständlicherweise gutem Selbstbewusstsein - eine Runde älterer Herren inkl. P. Pilz, Ex-Botschafter Böhme, Zukunfts - Horx und Moderator Pelinka, die geradezu peinlich euphorisch das Neue Wikileaks-Zeitalter adorierten. Die liebe Frau Van Damm war dagegen und wurde als Hascherl abgetan.

    Da möchte ich P. Pilz erleben, wenn die Geheimnisse seiner diversen Aktivitäten veröffentlicht werden. Wenn bald auch Firmengeheimnisse auftauchen werden, wird das Pilz weniger ausmachen, weil er die Problematik wegen dogmatischer Verblendung nicht versteht,

    Botschafter Böhme will gar bei Wikileaks mitmachen und biederte sich peinlich an den Junghacker an, Pelinka freut sich schon auf die Neue Zeit der Transparenz....hoffentlich kommen keine ORF-Geheimnisse ans Tageslicht.

    Die Frage, ob das alles nicht nur die ohnehin schon recht transparenten Demokratien trifft, und die autoritären Staaten relativ stärkt, wurde zwar von Pelinka gestellt, aber gleich wieder begraben.

    Und dass das alles ein Riesengeschäft für die EDV-Industrie wird, wodurch sich alles für die Konsumenten verteuert, blieb gänzlich ausgespart.

    Naiv oder zynisch.....mit uns geht die neue Zeit! Hauptsach', es geht gegen die etablierten Großkopferten. Das wird noch ein böses Erwachen geben, aber dazulernen wird man - dann - ja noch dürfen! Siehe Studiengebühren.

    • thomas lahnsteiner
      14. Dezember 2010 20:15

      dem kann man nur zustimmen, wl ist der gelungene versuch, datendiebstahl gewinnbringend zu vermarkten.
      Indem man einerseits die gestohlenen daten an natürlich linke blätter a la spiegel und le monde verkauft und andererseits wl genug schwachköpfe findet, die gerne
      so viel und so oft für den armen wl-chef "spenden", dass das inkassosystem von wl zeitweise zusammengebrochen ist und das ohne hacker

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2010 06:06

      Pelinka freut sich auf das neue Zeitalter der Transparenz?
      Ja wie denn das? Der ORF weigert sich sogar, von der StA angeforderte Beweismittel aus seinen Tresoren herauszugeben. Wer von Transparenz träumt, sollte sich vergegenwärtigen, dass sie einen auch selbst betreffen könnte, und da muss der ORF Enthüllungen fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

  16. terbuan
    14. Dezember 2010 09:31

    Bei dieser Angelegenheit muß man schon betonen, dass es bei den Verlusten nicht um das Geld von kleinen Sparern gehandelt sondern um große Beträge einer betuchten Klientel.
    Und die Strategie wie man an das große Geld herankommt war ja ganz simpel, der Name "Bank Medici" ist ja ganz nett aber lockt keinen Hunde hinter dem Ofen hervor (bzw. sein Geld), daher sucht man sich einen großen Partner mit einem guten Namen (die ehemalige "monetäre Visitenkarte Österreichs" @Androsch) und schon fließen die Millionen.
    Und wenn dann die zuständigen Verantwortlichen, unter denen sich erfahrene Börsenfachleute befinden, mit der Frau Medici nach New York fliegen um sich mit dem Pyramidenspieler zum einem Geschäftsessen zu treffen und nur über das Wetter reden, dann haben diese einen erheblichen Erklärungsbedarf!
    Und zwar nicht nur gegenüber dem klagenden Anwalt sondern vor allem gegenüber den Großanlegern, die ihnen ihr Geld anvertraut hatten, mag sein größtenteils nach der Devise "Gier frißt Hirn".

    • brechstange
      14. Dezember 2010 10:23

      Diese Aufklärung ist auch notwendig, um seriös arbeitende Unternehmen und Banken wieder die Stärke zukommen zu lassen, die sie verdienen und brauchen, um erfolgreich bestehen zu können.

    • simplicissimus
      14. Dezember 2010 11:23

      ja, einige organisationen wie ba, aber auch die us-finanzmarktaufsicht werden sich zumindest mangelnde sorgfalt vorwerfen lassen müssen.
      bin gespannt, was da noch alles ans tageslicht kommt.

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2010 06:46

      Ich vermute, dass da der eine oder andere Hund zur Bewachung der Würste angetreten war, absolut unbestechlich natürlich...

    • brechstange
      15. Dezember 2010 09:22

      @reinhard
      Hunde kann wohl nicht dafür verantwortlich machen, dass sie bereitgelegte Würste fraßen.

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2010 10:38

      Richtig, es sind jene, die sie einteilen...

  17. Graf Berge von Grips
    14. Dezember 2010 09:12

    Nr.319
    Wie sollen wir auf die Klagen reagieren?
    Ich rate eine MAD-Bank zu installieren...

  18. thomas lahnsteiner
    14. Dezember 2010 09:06

    man kann den ausführungen im prinzip nur zustimmen, aber man muss sich schon die österreichische realität anschauen.
    da gibt es in österreich, weltweit einmalig, eine rekordmenge von fremdwährungsKLEINkrediten, die samt und sonders von gierigen häuslbauern aufgenommen worden waren, die sich erhofften mit dieser kreditform noch gewinne zu machen, und die jeden für blöd anschauten, der nicht nur 1,0 % zinsen für seinen hypothekarkredit zahlte.
    als nun das werkl kippte, tauchte sofort die AK auf und beklagte das schicksal dieser kleinspekulanten, die ja so arm seien und von den bösen banken über den tisch gezogen wurden.....dabei hat es nie an warnungen vor dieser kreditform gefehlt.......

    verblendete richter in österreich, deren kaufmännisches wissen gegen null tendiert, sind dann schnell mit verurteilungen der banken zur hand und wenn eine bank dann dann kracht, muss wieder der steuerzahler die "armen opfer" unterstützen

    • brechstange
      14. Dezember 2010 10:33

      Die österreichische Realität ist, dass die Vorbilder der Menschen mit Hausverstand fehlen. Warum? Weil diese ganze bewusst ins Abseits gestellt wurden, die hätten ja das Geschäft gestört.

      Eine Bekannte von mir hätte unbedingt einen Millionenkredit vergeben sollen, sie weigerte sich aufgrund der Bonität des Kunden, dann verlangte sie, dass ihr Vorgesetzter den Vertrag unterschreiben sollten. Was dieser natürlich auch nicht tun wollte, wegen der Bonität natürlich. Daraufhin wurde meine Bekannte frühpensioniert.
      Das war kein Einzelfall, das hatte System.

      Daher fordere ich, einen konsequenten Austausch des Führungspersonals durch die Aktionäre und Aufsichtsräte. Blöd nur, dass die (Klein-)Aktionäre nichts zu reden haben, die Großaktionäre möchten nur Renditen sehen, was kümmerts, wenn ein paar Kredite faul sind, außerdem ziehen die meist rechtzeitig die Reißleine. Die Aufsichtsräte werden so und so gegenseitig besetzt in unserem schönen Land, nach dem Motto "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus." Und wenn es schief geht, gibt es eh noch die Politik, die von uns abhängig ist. Und der Steuerzahler? Der hat eh keine Zeit, der muss immer schneller arbeiten.

    • numerus clausel (kein Partner)
      15. Dezember 2010 09:18

      Tut mir Leid, aber von Fremdwährungskrediten haben Sie wohl absolut keine Ahnung, ebenso die restlichen Sternderlverteiler.
      Nehmen wir den Fall eines Fremdwährungskredites in Schweizer Franken. Diese Variante ist insofern interessant, zumal die Zinsen in der Schweiz um einiges niedriger sind als in Österreich und der große Vorteil ist, dass EUR-CHF nur eine marginale Schwankungsbreite aufweisen. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern, zumal die Schweiz auch nicht an einer großen Volatilität interessiert ist. Und wie man in letzter Zeit gesehen hat, hat die Schweiz dank ihrer immensen Zukäufe von EUR diese Währung stabil gehalten.
      Nehmen wir jetzt weiters an, für diesen Kredit wurde als Tilgungsträger ein Fonds, oder eine Lebensversicherung gewählt. Das sind doch genau die Finanzinstrumente, die auch für die Ansparung von Zusatzpensionen verwendet wird, insbesondere mit der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge. Soll das jetzt heißen, als Zubrot zur normalen Pension sind solche Finanzinstrumente korrekt, für die Tilgung eines Kredites schwerstens verboten?
      So denkt jemand, der sich nicht auskennt, oder in einer Bank arbeitet und das der Kundschaft verklickert, denn damit verdient eine Bank leider nicht so viel wie bei einem Annuitätendarlehen.
      Also bitte erklären Sie mir Ihre Vorbehalte genauer.

    • gaberl
      17. Dezember 2010 12:50

      @nc

      ich habe überhaupt nichts gegen fremdwährungskredite, aber sie sind eine hochspekulative geldbesorgungsform...
      ich habe etwas gegen leute, die dann wenn ihre spekulation nicht aufgeht, nach der ak, dem staat und nach den gerichten rufen......
      warum soll zb der schweizer franken den abstieg des euro permanent mitmachen...das ist doch ein völliger blödsinn...

  19. Celian
    14. Dezember 2010 08:15

    Ein Sohn von Madoff hat sich vor ein paar Tagen mit einer Hundeleine umgebracht.

    Man fragt sich, wie man sich dagegen wehren kann, wenn ganz normale Menschen, nein vielmehr besonders jene die großes Vertrauen ausstrahlen - sogar ihre Kinder sind von der Tadellosigkeit überzeugt - sich als hinterhältigste Diebe herausstellen, die eine ganze Generation in den finanziellen Ruin mitreißen kann. Sein Sohn hatte offenbar auf diese Frage keine Antwort. Es ist wie mit dem kleinen Kind, das in den Swimmingpool pinkelt. Das Badevergnügen für alle ist versaut, wenn sich nur einer nicht an die Regeln hält.

    Bedeutet das nun Badeverbot für alle?

  20. Wertkonservativer
    14. Dezember 2010 07:27

    Hionsichtlich der von A.U. bereits erschöpfend kommentierten Banken-Problematik habe ich keine zusätzlich sinnvollen Ideen: da können Andere sicher einges Gehaltvolle dazu beitragen.

    Zum Apropos möchte ich jedoch eine kurze Anmerkung machen::
    die wundersame "Erleuchtung" der vier roten Landesfürsten habe ich bereits im gestrigen Beitrag gewürdigt; nun wird andererseits auch die vielgescholtene Frau Bandion-Ortner von A.U. vor den Vorhang geholt.

    Das beweist eigentlich - wie auch bei gelegentlich anderen "Pfingstwundern" an manchen Würdenträgern, dass nicht alles schlecht ist, was die von uns gewählten Politiker so Tag für Tag betreiben.
    Speziell Frau Fekter, und teilweise auch Frau Bandion-Ortner, beweisen immerhin etlichen Mut vor der allgemeinen p.c.-Grundstimmung in unserem Lande!

    Daher meine ich, etwas mehr Ausgewogenheit in der Kritik an den herrschenden Um- und Zuständen in Politik und Gesellschaft wäre wünschenswert und auch angebracht.
    Verunglimpfungen unseres schönen Österreich, wie von einem hier immer wieder akklamierten Mitposter laufend in den Blog gestellt, unser Land sei durch und durch faschistisch, die Politiker und andere Mitbürger seien faschistoide Typen , usw. usf.,, möchte ich nun gar nicht mehr kommentieren: solche Gemein- und Dummheiten verurteilen sich von selbst!

    Eines noch zur bereits in Grund und Boden debattierten Bildungsdebatte:
    da lese ich heute im Morgenblatt eine weitere, etwas verharmlosende Namensgebung der vielerseits anvisierten "Neuen Mittelschule", nämlich
    "Differenzierte gemeinsame Schule"! Ist doch toll, oder?
    Meine diesbezüglichen Bedenken habe ich bereits im gestrigen Beitrag angebracht.
    Aber auch hier hoffe ich - unsere vereinigten Bildungspolitiker meinend - auf deren "Erleuchtung" von oben! Falls dieses Pfingstwunder vielleicht bereits vor den nächsten Pfingsttagen eintritt, könnte das ja vielleicht auch noch was Gescheites werden!

    • Wertkonservativer
      14. Dezember 2010 07:55

      Eine "debattierte Debatte" ist nun auch nicht gerade ein Glanzlicht der Rhetorik!
      Man verzeihe mir bitte!

    • Logiker
      14. Dezember 2010 10:20

      allzulange sollten sie sich über die spärlichen "Pfingstwunder" nicht freuen, die nächsten Wahlen kommen bestimmt. A pro po, Wunder, haben sie jetzt Grasser und Co schon eingesperrt oder herrscht momentan keine Eile, es ist so ruhig im linken Polit- und Blätterwald, wahrscheinlich sind sie mit der neuen Jagdmöglichkeit im Internet beschäftigt.

  21. Christoph
    14. Dezember 2010 06:55

    No Risk , no Fun!

    Wieso sollen an der Geldgeilheit der Menschen die Banken schuld sein? Wenn es jedem genügen würde, sein Geld inflationsbereinigt auf einem Sparbuch zu veranlagen, würde es auch keine so argen Skandale um Fonds, Investments usw. geben. Die Fonds wissen ja gar nicht mehr wohin mit dem Geld und spekulieren auf alles. Rohstoffe die für die Weltwirtschaft überlebensnotwendig sind, wurden Ziel von Spekulationen. Mit schlimmen Folgen für Entwicklungsländern (z.B.: Reis, Getreide) und auch für die Industrienationen (z.B.: Stahl, Edelmetalle, Öl).
    Vor Jahren war man der naive Hinterwäldler, der sein Geld am Sparbuch ließ, und sich bei jedem Gespräch wo es um Geld und Veranlagungen ging, rechtfertigen musste, warum man auf so tolle Zinsen verzichtet. Ein Freund, der einen Hedgefond gründete, muss(te) sich bei seinen Kunden rechtfertigen, warum er nur 300% Kurssteigerung und nicht 600% zusammenbringt?!
    In den letzten Jahren, als die Blase des leicht verdienten Geldes platzte war man natürlich nicht selbst schuld, sondern die Banken, deren Manager und die bösen Heuschrecken. Bin ich denn der einzige gewesen, der zahllose Erklärungen und Verträge unterschreiben musste, dass eine Investition auch zu Verlusten führen kann?

    Wenn man spekuliert, kann man gewinnen oder verlieren. Aber weltweit zeigte sich auf einmal die Versicherungsmanie des Sozialstaatsbürgers. Wenn ich gewinne privatisiere ich, wenn ich verliere sozialisiere ich. Nur schuld ist man nie selbst. Das ist was mich ärgert, nicht Banken, Fonds und ähnliche Gesellen, sondern die Verlogenheit der geldgeilen Gesellschaft.

    • phaidros
      14. Dezember 2010 07:09

      Christoph, im Wesentlichen bin ich bei Ihnen. Bloß den Begriff "Spekulation" sehe ich neutraler. Spekulation ist nicht anderes wie als die (prophezeiende) Entscheidung, welche Variante sich zukünftig als die beste erweisen wird. Jeder Spekuliert. Schon die Entscheidung »neues Sparbuch bei der Ersten oder bei der BA« ist spekulativ.

      Was ich allerdings auch widerlich finde: die pöse, pöse Immobilienblase, die von den Spekulanten mit Luft aus der Kreditblase aufgeblasen wurde aber auch!

      Und wem »nützten« die beiden Blasen? Etwa den Banken? Etwa »den Spekulanten« (wer auch immer das genau sein soll - das hab' ich bis heute nicht raus)? Nein, genau dem gierigen, kleinen Mann, der sich ein Haus an den Hals raffte, das er sich in drei Lebzeiten nicht hätte leisten dürfen, weil nicht können. Aber jetzt ist die Bank an allem schuld.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      14. Dezember 2010 07:10

      Huch, wie peinlich! Das »als« da oben haben Sie nicht gesehen, bitte! ;-)

    • Logiker
      14. Dezember 2010 10:35

      Christoph, 06:55

      bin voll bei Ihnen und Ihrer Darstellung der Heuchelei der Gesellschaft. Aber dieses Muster gibt es immer gegen den bösen Kapitalismus: zB. Schuldenfalle, Handyfalle usw. Nur von Eigenverantwortung spricht niemand. Die linke Gehirnwäsche, dass im Falle des Scheiterns immer die anderen schuld sind ist schon weit fortgeschritten.

    • mike1
      14. Dezember 2010 11:01

      guter kommentar !

      ich kenn auch einen linken altsozialistischen mitmenschen, der vor lauter geldgier bei grasser und meinl sein geld aufs spiel setzte. er meinte, der grasser is ja so super, die aussichten betreffend geldvermehrung sowieso ganz toll, etc.

      nach wohlbekannten vorgängen bei meinlbank und co, mein lieber bekannter sein vermögen zum teil verloren hatte, herrscht tiefster hass auf diesen schrecklichsten aller kapitalisten meinl, den man doch am liebsten "erschiessen" könnt.

      abgesehn von den möglichen ungesetzlichen vorgangsweisen: wieso ist nie der schuld (mitschuld), der sein geld denen anvertraut hat ?

      die reine geldgier ist esimmer wieder....

    • simplicissimus
      14. Dezember 2010 11:29

      christoph: sie kennen den fall offenbar nicht genau. wenn ihnen ein autohändler, der eine angemessene sorgfaltspflicht hat (um in dem beispiel von garantie nicht zu reden) ein marodes auto andreht, ohne auch nur einen blick hineingeworfen zu haben, dann trägt er zumindest teilschuld an dem plötzlich auftretenden schaden, den sie haben.
      nichts anderes ist hier passiert: organisationen und banken haben auf kosten der anleger verantwortungslos gehandelt. ein normaler anleger trägt investitionsrisiko, für überprüfung auf plumpe betrügereien (nichts anderes war das) sollte sehr wohl der professionelle vermittler haften. im sinne von fair-play.

    • Franz L
      14. Dezember 2010 18:06

      @ simplicissimus

      Ihr Beitrag erklärt sehr gut den Unterschied zwischen Investitionsrisiko und
      Betrug, was anderen Blogern hier offenbar nicht klar ist!





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