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Ein österreichisches Begräbnis

Es war ein Begräbnis in aller Stille. Aber es hat sehr nachdenklich gemacht. Denn es zeigt, dass sich dieses Land immer weniger seiner Identität und internationalen Rolle bewusst ist – oder gar keine mehr hat.

Sanft verstorben ist die Österreich-Kooperation, eine Initiative, die nach Fall des Eisernen Vorhangs zahllose Projekte in Mittel- und Osteuropa befördert hat, mit denen Österreich dort geistige und wissenschaftliche Präsenz gezeigt hat. Die Kooperation hatte in 23 Staaten 51 Österreich-Bibliotheken gegründet, die Übersetzung von Büchern mit Österreich-Bezug in osteuropäische Sprachen ermöglicht, zahlreiche Lektoren und Professoren aus Österreich in diesen Raum entsandt, eine Unzahl von österreichbezogenen Veranstaltungen durchgeführt, Kurse zur Propagierung des österreichischen Deutsch organisiert und für viele Österreicher letztlich auch wirtschaftlich wichtige Kontakte in diesen Raum hergestellt.

Jetzt ist Schluss damit. Brauchen wir nicht. Österreich ist sich selbst gut genug. Im Außenministerium wird hingegen seit einiger Zeit das Schwarze Meer forciert, wo Österreich nur sehr wenige historische Anknüpfungspunkte hat, ohne dass jemand nachvollziehen könnte, was diese Akzentverschiebung eigentlich soll. Und im Wissenschafts- und Unterrichtsministerium hat man augenscheinlich längst überhaupt vergessen, dass es jenseits der Grenzen noch eine Welt gibt. Ganz zum Unterschied von den Zeiten einer Elisabeth Gehrer. Diese beiden Ministerien verschwenden lieber Geld für ideologische Dummheiten, für Gesamtschulexperimente und Europas einzige gebührenfreie Massenuniversitäten mit fast keinen Zugangsbarrieren.

Der Tod der Österreich-Kooperation ist bezeichnend für den Verlust an Visionen der österreichischen Außenpolitik. Im Vergleich zu den Zeiten eines Kreisky, Mock und Schüssel ist hierzulande tiefer Provinzialismus eingekehrt. Österreich spielt auch in der EU alles andere als eine besondere Rolle, was man schon an der Qualität der dorthin entsandten Politiker ablesen kann. Und weder Außen-, noch Wissenschafts-, noch Unterrichtsministerium zeigen auch nur einen Hauch von Gefühl für die Relevanz internationaler Beziehungen. Für die Wichtigkeit dessen, dass die Marke Österreich auch in Zukunft dort positiv besetzt ist.

Ein Land, das sich von der intellektuellen Dimension der Bundesregierung angefangen über den Verfall seiner Universitäten und Schulen bis zur explodierenden Verschuldung und Reformunfähigkeit selbst aufgibt, dessen Historiker ihre Arbeit in einer unendlichen Schleife auf die ununterbrochene Wiederholung der sieben Nazi-Jahre reduzieren, das braucht natürlich auch keine Außenpolitik. Wo die Identität und der große Horizont verlorengegangen sind, kann sie auch nicht mehr nach außen repräsentiert werden.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 10:04

    was erwartet man sich von monarchie- und habsburg hassern, von politikern, die nationalstolz und heimatbewusstsein mit nationalsozialismus gleichsetzen, die aufs flaggerl kackerln, jede perversion bejubeln, den österreicher wie einen dumpfen bauerntrottel ansehen wenn er nicht jeden asylanten abbusselt?
    diese politiker haben nach wie vor die mehrheit, manipulieren die ausbildung und die meinung. machterhalt hat mehr bedeutung als das land, seine position in der welt und der unmittelbaren nachbarschaft.
    ich wünsche mir entweder eine stärkung des rechten flügels durch eine wieder zu sinnen gekommene övp, die mit der fpö kooperiert oder eine övp, die im linken spektrum verschwindet (soll sie doch so viele wähler wie möglich den grünen und sozis wegschnappen) und eine starke fpö, die einmal die mehrheit erringen kann.
    ob die fpö regierungsfähig ist oder jemals wird werden wir sehen. was ich auf keinen fall mehr sehen möchte ist diese permanente selbstzerstörung.

  2. Ausgezeichneter KommentatorDer kleine Nick
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 01:38

    Schade. Zu gern hätte ich gewusst, was eine von Werner und Sepperl eingerichtete "Österreich-Bibliothek" in Mittel- und Osteuropa so zu bieten hat. Ich tippe auf eine gut ausgestattete Abteilung mit Parteibüchern. Der restliche, vergleichsweise schmale Bücherbestand entstammt einer schlechten Bahnhofsbuchhandlung. Die Bücher sind von Werner persönlich nach Farbe und Größe geordnet. Der fehlende Karl May ist gerade per Fernleihe in Radlbrunn. Manchmal, wenn Werner nicht hinschaut, versetzt Sepperl ein Buch und kauft sich mit dem Erlös etwas Süßes.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 09:06

    Der Abstieg.

    Nach 1945 war der Aufbau war eine gewaltige Kraftanstrengung mit großen Opfern. Das Wirtschaftswunder folgte.

    Kaum waren wir etwa 1963 über dem Damm und konnten wir auf eigene Leistungen zurückblicken, zu dieser Zeit war Österreich angesehen in der Welt und zurecht wegen der Tüchtigen unter uns, begann der Übermut und damit der Abstieg.

    Schulden wurden immer mehr gemacht, es wurde politisch im Übermaß geprasst und nicht nur politisch. Die Pille kam, die Emanzipation, die Familie wurde demontiert, Spaß, Genuß, Gesetzesbruch, Korruption, Selbstbedienung, Skandale, so groß so pervers und so zahlreich, daß man sich schämen muß, die Identität Österreichs sank und auch die Lebensfähigkeit.

    Der 'Rettungsanker', die EU. Die war dann noch das Tüpfchen auf dem i. Es wurde der Staatsvertrag aufgegeben, um den uns viele beneidet haben, es wurde Österreich aufgegeben, es wurde die Neutralität aufgegeben, die wir 1955 verkündet haben, es wurde die Verfassung aufgegeben und durch einen bedenklichen und nachteiligen Lissabon Vertrag ersetzt, es wurden ungeheure Staatshaftungen für Schurkenstaaten wie Griechenland und andere eingegangen, der Euro, der überhaupt nicht zu uns paßt, und dessen fragwürdige 'Stabilität' sind der Grund dafür.

    Emanzipation, Gender, Quote und Mainstream Dummheiten en masse, EU-Politik und Zuwanderungspolitik ohne das österreichische Volk, Massenflucht in die Sozialhängematte statt Aufnahme des Lebenskampfes, Verächtlichmachung von allen Tugenden, die es noch gab, Verblödung der Sprache, Absinken der Schulleistungen auf 37% des Niveaus der frühen 1960-er Jahre, Massenfaulheit, Überbürokratisierung, Verkommen der Kultur und in den Dreck Zerren aller noch verbliebenen Reste der Hochkultur, der Pöbel (Frau Bundesminister läßt mit Steuergeldern gefördert öffentlich vögeln in der Secession) ist an der Kulturmacht.

    Wer liest heute schon Bücher, Faymann sicher nicht, auch Pröll nicht ? Die haben für so was nicht Zeit, Postenschacher geht vor. Faymann geht auf den Lifeball zur öffentlichen Burgtheater-Onanie, Pröll auf den Bauernmarkt zur Ochsenversteigerung, aber Kultur ? Der Fisch stinkt vom Kopf.

    Die Visionen sind gegen Null gesunken.

    Dies auch deshalb, weil die Politik das Volk belügt und mit dem Volk kaum mehr was zu tun hat, außer bei dessen Ausbeutung und dessen Verrat.

    Hier sind wir angelangt und werden noch viel demütigerende Dinge erleben, als das Auflassen österreichischer Identität.

    Der Abstieg geht weiter, immer rasanter und tiefer.

    Die Dimensionen der Verschuldung lassen zwingend erwarten, daß auch der ökonomische Teil in den nächsten 100 Jahren total aus dem Ruder sein wird.

    Die Folgen der Selbstaufgabe. 40 Jahre Lotterleben haben dafür genügt, um das Ganze unumkehrbar zu machen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorharald18
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 13:45

    Ein Land, das sich dank ideologischer Eskapaden seiner Vergangenheit überdrüssig wird, seine Wurzeln verleugnet, traditionelle Werte verhöhnt, sehenden Auges mit sinkender Leistung von Schule und Universität zu leben gelernt hat, ist ein schlechter Ort für den Wunsch, den Nutzen aus von Generationen geschaffenem Potential ziehen zu wollen. Wenn sich dazu noch im Inneren des Volkes eine Gegnerschaft auftut, gebildet aus Parteien und Medien, die auf die Bedeutung des Staates und seiner Institutionen permanent eintrommeln, mit dem status quo nicht leben wollen, sich unabhängig vom Wählerstimmenanteil in alle Gesellschaftsbereiche hinein reklamieren, dann kommt es darauf an, wie und ob die politisch Legitimierten gegen die zerstörerischen Kräfte vorgehen.

    Wir haben für diese Situation schlechte Karten. Die eigentlichen Bewahrer der erzielten Verhältnisse stürmen ins gegnerische Lager, die Auswüchse des Zeitgeistes werden durch gezielte Arbeit der Medien für "normal" erklärt. Moralische Instanzen, soweit sie sich nicht selbst aufweichen, werden zu verständnisvollen Mitspielern des neuen Geistes. Selbst der Tradition stark verbundene Institutionen, wie die Justiz, vermögen es immer schwerer, sich der parteilichen Instrumentalisierung zu entziehen.

    Die allen Regeln der Logik widersprechende Überfrachtung mit importierten Analpahabeten werden zur Hoffnung für jene Ideologen, die ihre wirren Träume mit der autochthonen Bevölkerung nicht umzusetzen imstande sind. Um diese an sich unwürdige Tat des Bevölkerungsaustausches zu verbrämen, werden Kampagnen mit herzigen Kinderaugen gefahren. Wir sollen uns betroffen fühlen, das wirtschaftliche Elend und das -aus verschiedenen Gründen- gegebene Unvermögen des Balkans und der Levante zur Selbsthilfe wird zu unserer Zuständigkeit erklärt.

    Da Veränderung in allen Zeiten zum Grundwesen der Gesellschaft gehörte, werden auch wir nicht in vergangenen Strukturen leben müssen oder dürfen. Warum muss aber die glatte Unvernunft, die Selbstaufgabe befürwortet werden, wenn doch die Neuerung eine Verschlechterung auf allen Linien verspricht?

    Warum akzeptieren wir eine deutliche Verschlechterung in schulischen Leistungen durch lernresistente Zuzügler? Warum alimentieren wir Schmarotzer, deren einziger Einwanderungsgrund unsere Sozialkassen sind? Warum sind wir unfähig, schnell umsetzbare gesetzliche Bestimmungen für Asyl und Einwanderung zu schaffen? Warum akzeptieren wir bei Zuzüglern schleichend andere Rechtsauffassungen, als es unserer juristischen Tradition entspricht?

    Die wenigen Kontradenker, die sich um das Fähnlein der Aufrechten sammeln, werden medial verschwiegen und ganz demokratisch von den Arrangierern niedergestimmt.

    Dem Ausland haben wir nur mehr wenig mitzuteilen. Die Aussenwirkung zerbröckelt wie die Identität im Inneren. Österreichische Konturen sind blass, gerade noch in den unmittelbaren Nachbarstaaten bemerkbar. Was "das Ausland von uns denkt" wird zur innenpolitischen Zuchtrute in den Medien. Typisch für das reduzierte Selbstwertgefühl sind alle nur sich bietenden Gelegenheiten, uns an tagesaktuellen Erhöhungen zu weiden. Schauspieler, Schifahrer oder zuletzt die drei österreichidchen Maschinisten bei der Bergarbeiter-Rettung in Chile, erklärt man zu "Helden", auf dass wir selbst für ein paar Tage in der Sonne der Bedeutung stehen mögen. Die Chimäre wird zum Lebenssinn. Sucht nach Bewunderung für die gedemütigte Seele.

    Leider kreiert die Antifa-Haltung und der Selbsthass aus geschichtlichen Gründen nur ein blindes, subjektives Rechthaben. Verbindliche Werte, Zusammenhalt lassen sich damit nicht formen. Sondern nur ein geschichtloser, neuer Typ, dem Österreich nur zu Gesicht steht, weil man hier ohne Anstrengung gut und auf Kosten anderer leben kann.

    Was hat diese Selbstauflösung mit Sozialismus oder Humanismus zu tun? Und der Katholizismus schweigt.-

  5. Ausgezeichneter KommentatorGraf Berge von Grips
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 12:53

    Nr.267
    Irgendwann in nicht all zu fernen Tagen,
    wird unser Grabstein diese Inschrift tragen:

    Durch das Leben Österreichs lief -
    wie ein roter Faden der Konjunktiv.

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 00:42

    "Im Außenministerium wird hingegen seit einiger Zeit das Schwarze Meer forciert,"

    Diese Aussage macht mich mehr als stutzig. Ist das nicht die Erklärung für den bewußten Identitätsverlust, oder nennen wir es besser Identitätsverrat!

    Bald wird die Österr. Marine Stützpunkte an den anatolischen Schwarzmeerhäfen beziehen, um auf dem Schiffsweg "qualifizierte"Migranten zu transportieren.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 00:56

    Genau der Vorwurf, welcher jahrelang von linken Nestbeschmutzern erhoben wurde, nämlich die Schrebergartenmentalität und die RÜCKWÄRTSGEWANDTHEIT in Österreich, feiert just unter deren Führungsriege fröhliche Urstände.
    Ein Treppenwitz der österreichischen Geschichte?
    Nein, deprimierende Realität in der Gegenwart! :-(

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Oktober 2010 08:50

    Dabei steckt in der Sache ja eine tiefere Logik:

    Man wird sich ja nicht das Wasser abgraben wollen. Wenn man die potentiellen Immigranten bereits in ihrem Ursprungsland über Österreich aufklärt, dann kommen sie womöglich gar nicht.


alle Kommentare

  1. Fabricio (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:03

    Exrelmety helpful article, please write more.

  2. Ferdi (kein Partner)
    19. Januar 2015 16:32

    This forum needed shnaikg up and you've just done that. Great post!

  3. Michael S. (kein Partner)
    20. Oktober 2010 16:56

    Es beschleicht einem das Gefühl, daß Österreich fast in allen Bereichen der Bildung, Ausbildung, Forschung, Politik, Zukunftsvisionen, Medien, Diskussionskultur und einiges mehr den Retourwärtsgang eingeschalten hat. Ausnahmen gibt es, nur die sind schon per Lupe zu suchen.
    Nichts geht weiter, ein Status Quo der Brot und Spiele, der Fokusierung auf Einzelfälle und deren mediale Ausschlachtung um die Quote zu heben, sowie Politiker, die sehenden Auges (oder auch nicht!) den Karren gegen die Wand fahren. Und vor allem ein eingetrichtetes Geschichtsbewußtsein, daß mit der Realität nichts mehr zu tun hat. Alles vor 1914 - die "kriegstreibenden, vertrottelten Habsburger", in der Zwischenkriegszeit der Austronazi Dollfuss - von 1938 bis 45 ein seliges Land voller begeisterter Nazis - 45 bis 66 Wiederaufbau, 66-70 ein politischer Betriebsunfall (wie auch 2000 bis 2008), sonst das rote Kuschelnetz mit hartem Abwehrkampf gegen die wiederaufgetauchten Nazis seit Waldheim und Haider.

    So könnte man überspitzt Österreichs politische Geschichte beschreiben, die der Bevölkerung von Medien, Schule, Politiker, Intellektuellen, selbsternannten Experten,...erfolgreich eingetrichtert wird. Und zwar wirklich mit Erfolg. Oder kann heute noch eine ausgewogene Diskussion über Waldheim, Haider, Strache, Zuwanderung geführt werden, ohne daß ständig die Faschismuskeule eingesetzt wird???
    Da gab es vor vielen Jahren in einer der Marchegg Schlösser eine Ausstellung über friedliche, weltweite Forschungsreisen während der KuK Zeit. Hoch interessant, wäre schön, wenn diese Ausstellung wieder eingerichtet wird. Da könnten einige "Experten" noch etwas lernen und nicht nur zwischen "Sissi-Klischee" und "kriegstreibenden, vertrottelten Habsburger" ihren Senf dazu geben.

  4. Segestes (kein Partner)
    20. Oktober 2010 14:58

    Österreich is a too small country for Außenpolitik
    :D

    Nein, aber mal ernsthaft.
    Dass diese Kooperationen viel gebracht haben, darf man bezweifeln.
    Schade ums Geld. Bibliotheken - schon fast lachhaft, wo das gebundene Buch als Informationsquelle doch immens an Bedeutung verliert.
    Dafür sollte man lieber einmal die gesamten Besitzstände
    staatlicher österr. Museen ansprechend fürs Internet aufbereiten und so der
    Weltöffentlichkeit zugänglich machen.
    Denn das was da heute geboten wird, ist ein schlechter Witz.

    Dank einer Kooperation mit Google, wird sich zumindest bei der Nationalbibliothek diesbezüglich etwas ändern. Aber ansonsten sieht es düster aus, in diesem Staat
    von technikfernen Politmumien, die sich nicht zu dämlich sind,
    im Zusammenhang mit dem Internet immer noch von einem "neuen Medium" zu sprechen. Wohl um damit die Versäumnisse in dieser Richtung abzuschwächen.

  5. NC (kein Partner)
    20. Oktober 2010 14:20

    ad "Akzentverschiebung zum Schwarzen Meer, ohne dass jemand nachvollziehen könnte, was das eigentlich soll":

    Stichwort Nabucco

  6. cmh (kein Partner)
    20. Oktober 2010 08:50

    Dabei steckt in der Sache ja eine tiefere Logik:

    Man wird sich ja nicht das Wasser abgraben wollen. Wenn man die potentiellen Immigranten bereits in ihrem Ursprungsland über Österreich aufklärt, dann kommen sie womöglich gar nicht.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      20. Oktober 2010 13:30

      Begnadeter Kommentar, cmh! ... roflmho.
      Ein Tag, der mit einem herzlichen Lachen beginnt, könnte ein guter werden. Danke!

  7. cmh (kein Partner)
    20. Oktober 2010 08:44

    Noch ein Wort: Genosuizid.

    Die Strafe: Von den eigenen Protegees verhöhnt werden.

  8. cmh (kein Partner)
    20. Oktober 2010 08:38

    Nur die Zweite Politikergarnitur in Bruxelles?

    Die Besten werden in der Heimat gebraucht - denn da brennt der Hut.

    • Brigitte Imb
      20. Oktober 2010 15:29

      Faymann u. Pröll werden Ihnen einen Orden verleihen - endlich jemand der die wahre Breite und Tiefe dieser beiden Spezies erkennt.

  9. sosheimat (kein Partner)
    20. Oktober 2010 07:53

    Mit dem Ende der Neutralität wurde die 2. Republik zu Grabe getragen!!!
    http://sosheimat.wordpress.com

  10. Neppomuck (kein Partner)
    20. Oktober 2010 01:54

    Ein österreichisches Begräbnis?
    Nur keine halben Sachen.
    Obwohl "auf halben Wegen und zu halber Tat mit halben Mitteln zauderhaft zu streben" das Motto (oder doch der Fluch?) des Hauses Österreich wäre. (Grillparzer, Bruderzwist)
    Aber wer konnte damals schon mit dem österreichischen Spezifikum des perfekten vorauseilenden Gehorsam rechnen?

    Also ist das Begräbnis Österreichs angesagt.
    Wenn sich sogar die Deutschen abschaffen wollen, dann dürfen wir nicht nachstehen.
    Im Gegenteil, wir müssen und werden diesen Wettlauf gewinnen.
    Sagte doch schon Josef Weinheber, dass man alles abschaffen muss, wenn man was z'reden hat. Vastehst?
    Wie konsequent unserer Regierung manchmal doch sein kann.

    Und sollte sich einer finden , der dazu sagt "Nur über meine Leiche", dann wird Rot/Grün/Schwarz unisono mit einem "Wenn sie darauf bestehen ..." antworten.
    Und das mobile Ehrengrab vorbereiten. Mit einem ganz kurzen "expiry date", kurz "exp", damit keiner vorzeitig schnallt, worum es geht. Oder am Besten gleich "ex"?

    Andererseits bestünde die Möglichkeit, die Abschaffer abzuschaffen.
    Die Demokratie sieht derlei auch vor.
    Noch haben wir die Wahl.

  11. Celian
    19. Oktober 2010 17:17

    Die Österreich-Bibliotheken wissen aber noch nix davon, daß sie geschlossen werden.

    http://www.oesterreich-bibliotheken.at/verzeichnis2.php?id=60

    Und sind auch noch ziemlich aktiv - rein planerisch:

    Der Österreichische Austauschdienst OeAD hält von 24.-27. November 2010 eine Tagung in Lemberg.

    Anlässlich des 20. Gründungsjubiläums der Österreich-Bibliothek Brünn findet am 26. November 2010 ein Festakt unter der Schirmherrschaft der Mährischen Landesbibliothek statt.

    Na das wird ein böses Erwachen dort geben!

  12. harald18
    19. Oktober 2010 13:45

    Ein Land, das sich dank ideologischer Eskapaden seiner Vergangenheit überdrüssig wird, seine Wurzeln verleugnet, traditionelle Werte verhöhnt, sehenden Auges mit sinkender Leistung von Schule und Universität zu leben gelernt hat, ist ein schlechter Ort für den Wunsch, den Nutzen aus von Generationen geschaffenem Potential ziehen zu wollen. Wenn sich dazu noch im Inneren des Volkes eine Gegnerschaft auftut, gebildet aus Parteien und Medien, die auf die Bedeutung des Staates und seiner Institutionen permanent eintrommeln, mit dem status quo nicht leben wollen, sich unabhängig vom Wählerstimmenanteil in alle Gesellschaftsbereiche hinein reklamieren, dann kommt es darauf an, wie und ob die politisch Legitimierten gegen die zerstörerischen Kräfte vorgehen.

    Wir haben für diese Situation schlechte Karten. Die eigentlichen Bewahrer der erzielten Verhältnisse stürmen ins gegnerische Lager, die Auswüchse des Zeitgeistes werden durch gezielte Arbeit der Medien für "normal" erklärt. Moralische Instanzen, soweit sie sich nicht selbst aufweichen, werden zu verständnisvollen Mitspielern des neuen Geistes. Selbst der Tradition stark verbundene Institutionen, wie die Justiz, vermögen es immer schwerer, sich der parteilichen Instrumentalisierung zu entziehen.

    Die allen Regeln der Logik widersprechende Überfrachtung mit importierten Analpahabeten werden zur Hoffnung für jene Ideologen, die ihre wirren Träume mit der autochthonen Bevölkerung nicht umzusetzen imstande sind. Um diese an sich unwürdige Tat des Bevölkerungsaustausches zu verbrämen, werden Kampagnen mit herzigen Kinderaugen gefahren. Wir sollen uns betroffen fühlen, das wirtschaftliche Elend und das -aus verschiedenen Gründen- gegebene Unvermögen des Balkans und der Levante zur Selbsthilfe wird zu unserer Zuständigkeit erklärt.

    Da Veränderung in allen Zeiten zum Grundwesen der Gesellschaft gehörte, werden auch wir nicht in vergangenen Strukturen leben müssen oder dürfen. Warum muss aber die glatte Unvernunft, die Selbstaufgabe befürwortet werden, wenn doch die Neuerung eine Verschlechterung auf allen Linien verspricht?

    Warum akzeptieren wir eine deutliche Verschlechterung in schulischen Leistungen durch lernresistente Zuzügler? Warum alimentieren wir Schmarotzer, deren einziger Einwanderungsgrund unsere Sozialkassen sind? Warum sind wir unfähig, schnell umsetzbare gesetzliche Bestimmungen für Asyl und Einwanderung zu schaffen? Warum akzeptieren wir bei Zuzüglern schleichend andere Rechtsauffassungen, als es unserer juristischen Tradition entspricht?

    Die wenigen Kontradenker, die sich um das Fähnlein der Aufrechten sammeln, werden medial verschwiegen und ganz demokratisch von den Arrangierern niedergestimmt.

    Dem Ausland haben wir nur mehr wenig mitzuteilen. Die Aussenwirkung zerbröckelt wie die Identität im Inneren. Österreichische Konturen sind blass, gerade noch in den unmittelbaren Nachbarstaaten bemerkbar. Was "das Ausland von uns denkt" wird zur innenpolitischen Zuchtrute in den Medien. Typisch für das reduzierte Selbstwertgefühl sind alle nur sich bietenden Gelegenheiten, uns an tagesaktuellen Erhöhungen zu weiden. Schauspieler, Schifahrer oder zuletzt die drei österreichidchen Maschinisten bei der Bergarbeiter-Rettung in Chile, erklärt man zu "Helden", auf dass wir selbst für ein paar Tage in der Sonne der Bedeutung stehen mögen. Die Chimäre wird zum Lebenssinn. Sucht nach Bewunderung für die gedemütigte Seele.

    Leider kreiert die Antifa-Haltung und der Selbsthass aus geschichtlichen Gründen nur ein blindes, subjektives Rechthaben. Verbindliche Werte, Zusammenhalt lassen sich damit nicht formen. Sondern nur ein geschichtloser, neuer Typ, dem Österreich nur zu Gesicht steht, weil man hier ohne Anstrengung gut und auf Kosten anderer leben kann.

    Was hat diese Selbstauflösung mit Sozialismus oder Humanismus zu tun? Und der Katholizismus schweigt.-

    • simplicissimus
      19. Oktober 2010 17:17

      perfekt. nichts hinzuzufügen.

    • terbuan
      19. Oktober 2010 20:01

      Ein außergewöhnlich hervorragender Beitrag, so viele Sterne kann man gar nicht geben, als dieser verdient!
      mfG
      terbuan@aon.at

    • harald18
      19. Oktober 2010 21:29

      simplicissimus + terbuan @:

      Es freut mich, hier gleiche Mitdenker zu treffen, die in der Überdeckung der Realität, in der tagtäglichen Schönfärberei keine ausgeprägte Möglichkeit einer Bewältigung unserer Zukunft sehen. Unzufriedenheit, die sich zu artikulieren vermag, wäre an sich der erste Schritt in Richtung einer Besserung. Wenn man nur überzeugt sein könnte, dass auch die leise Stimme Gehör fände oder die Vernunft in der Politik nicht grundsätzlich gegenüber der Ideologie zum Scheitern verurteilt wäre! Ich danke Ihnen für Ihre Zustimmung.

      mfg harald18

    • fosca
      19. Oktober 2010 22:32

      @harald18

      Mehr als 3 Sterne für diesen großartigen Kommentar kann ich leider nicht vergeben, obwohl Sie es verdient hätten.

      Leider rütteln ihre Fakten viel zu wenige Mitbürger auf, daher wird es wohl kommen, wie es kommen muß mit unserem ÖsterARM! :-(

    • byrig
      20. Oktober 2010 00:46

      es hat wohl sehr viel mit sozialismus einer eigenen ausprägung zu tun,ebenso mit katholizismus,in dem leute wie schönborn,landau und küberl die wortführer sind.
      und auch mit einer övp,die seit langem ihre wurzeln mehr und mehr leugnet,die leute in immer mehr bereichen,v.a. in führungsbereichen,zu ihren führern macht,die keinerlei geschichtsbewusstsein mehr haben,die graue eminenzen hat,die zwar an kulinarik und jagd favorisieren,aber die wenigen medien,die in ihrem einflussbereich stehen,genauso linke meinungen verbreiten lassen wie den roten mainstream.
      dagegen steht heute eigentlich nur der vielgeschmähte "zahntechniker",dem man heute als bürgerlicher eigentlich sehr dankbar sein muss.
      statt sich kraftvoll für einen rigorosen stop jeglicher moslemischer zuwanderung einzusetzen,propagiert die pröll-dynastie eine erbärmliche aufsplitterung des schulwesens in länderkompetenz-ein irrsinn in einem kleinen land wie österreich!
      unterbergers sehnsucht nach wolfgang schüssel ist mehr als verständlich!

    • mschoss (kein Partner)
      20. Oktober 2010 08:13

      Ich hoffe diesen, Ihren Beitrag lesen viele Leute, besser kann man es nicht formulieren!

  13. Graf Berge von Grips
    19. Oktober 2010 12:53

    Nr.267
    Irgendwann in nicht all zu fernen Tagen,
    wird unser Grabstein diese Inschrift tragen:

    Durch das Leben Österreichs lief -
    wie ein roter Faden der Konjunktiv.

  14. A.K.
    19. Oktober 2010 10:58

    Dank an Dr. Unterberger für seine Tagebuchnotiz:
    "Ein österreichisches Begräbnis (19. Oktober 2010 00:15 | Autor: Andreas Unterberger)". Diese Tagebuchnotiz sollte als Plakat (mit Trauerrand) gedruckt werden und an verschiedenen Orten wie - Parlament, Universität, Ministerien, etc. angebracht werden.
    Zum Satz: "...Der Tod der Österreich-Kooperation ist bezeichnend für den Verlust an Visionen der österreichischen Außenpolitik." Den generellen Verlust von Visionen - nicht nur der Außenpolitk - trage ich der derzeitigen ÖVP-Spitze (bei den anderen Parteien war ja nie derartiges zu erwarten) besonders stark nach. Symptome analog "Ausschlag" bei Erkrankungen: Die ÖVP stellte kein Bundespräsidenten-Kandidaten, bemühte sich nicht besonders bei der Gemeinderatswahl in Wien, etc. - Es gab ja nach Meinung der Apparatschiks gar keine Chance, also sparen sie Geld und Mühe. Diese Appartschiks - vielleicht könnten die Leser einer Namensliste zusammenstellen und anfügen - gehören auf den Müllhaufen der Geschichte.

  15. simplicissimus
    19. Oktober 2010 10:04

    was erwartet man sich von monarchie- und habsburg hassern, von politikern, die nationalstolz und heimatbewusstsein mit nationalsozialismus gleichsetzen, die aufs flaggerl kackerln, jede perversion bejubeln, den österreicher wie einen dumpfen bauerntrottel ansehen wenn er nicht jeden asylanten abbusselt?
    diese politiker haben nach wie vor die mehrheit, manipulieren die ausbildung und die meinung. machterhalt hat mehr bedeutung als das land, seine position in der welt und der unmittelbaren nachbarschaft.
    ich wünsche mir entweder eine stärkung des rechten flügels durch eine wieder zu sinnen gekommene övp, die mit der fpö kooperiert oder eine övp, die im linken spektrum verschwindet (soll sie doch so viele wähler wie möglich den grünen und sozis wegschnappen) und eine starke fpö, die einmal die mehrheit erringen kann.
    ob die fpö regierungsfähig ist oder jemals wird werden wir sehen. was ich auf keinen fall mehr sehen möchte ist diese permanente selbstzerstörung.

    • Marianne
      19. Oktober 2010 17:46

      Die Monarchie- und Habsburghasser ziehen aber fleißig jahrzehntelang den Nutzen aus dieser Zeit. Denn warum besuchen denn die Touristen unser Österreich? Doch nur wegen der Sehenswürdigkeiten und der Musikkultur welche ausnahmslos aus der Monarchie und den Vorzeiten stammen. Unser Schrumpfstaat leistet sich auch mindestens die gleiche Anzahl an Verwaltern für ca. 8 Millionen Einwohnern wie seinerzeit für 55 Millionen Einwohnern.

  16. Josef Maierhofer
    19. Oktober 2010 09:06

    Der Abstieg.

    Nach 1945 war der Aufbau war eine gewaltige Kraftanstrengung mit großen Opfern. Das Wirtschaftswunder folgte.

    Kaum waren wir etwa 1963 über dem Damm und konnten wir auf eigene Leistungen zurückblicken, zu dieser Zeit war Österreich angesehen in der Welt und zurecht wegen der Tüchtigen unter uns, begann der Übermut und damit der Abstieg.

    Schulden wurden immer mehr gemacht, es wurde politisch im Übermaß geprasst und nicht nur politisch. Die Pille kam, die Emanzipation, die Familie wurde demontiert, Spaß, Genuß, Gesetzesbruch, Korruption, Selbstbedienung, Skandale, so groß so pervers und so zahlreich, daß man sich schämen muß, die Identität Österreichs sank und auch die Lebensfähigkeit.

    Der 'Rettungsanker', die EU. Die war dann noch das Tüpfchen auf dem i. Es wurde der Staatsvertrag aufgegeben, um den uns viele beneidet haben, es wurde Österreich aufgegeben, es wurde die Neutralität aufgegeben, die wir 1955 verkündet haben, es wurde die Verfassung aufgegeben und durch einen bedenklichen und nachteiligen Lissabon Vertrag ersetzt, es wurden ungeheure Staatshaftungen für Schurkenstaaten wie Griechenland und andere eingegangen, der Euro, der überhaupt nicht zu uns paßt, und dessen fragwürdige 'Stabilität' sind der Grund dafür.

    Emanzipation, Gender, Quote und Mainstream Dummheiten en masse, EU-Politik und Zuwanderungspolitik ohne das österreichische Volk, Massenflucht in die Sozialhängematte statt Aufnahme des Lebenskampfes, Verächtlichmachung von allen Tugenden, die es noch gab, Verblödung der Sprache, Absinken der Schulleistungen auf 37% des Niveaus der frühen 1960-er Jahre, Massenfaulheit, Überbürokratisierung, Verkommen der Kultur und in den Dreck Zerren aller noch verbliebenen Reste der Hochkultur, der Pöbel (Frau Bundesminister läßt mit Steuergeldern gefördert öffentlich vögeln in der Secession) ist an der Kulturmacht.

    Wer liest heute schon Bücher, Faymann sicher nicht, auch Pröll nicht ? Die haben für so was nicht Zeit, Postenschacher geht vor. Faymann geht auf den Lifeball zur öffentlichen Burgtheater-Onanie, Pröll auf den Bauernmarkt zur Ochsenversteigerung, aber Kultur ? Der Fisch stinkt vom Kopf.

    Die Visionen sind gegen Null gesunken.

    Dies auch deshalb, weil die Politik das Volk belügt und mit dem Volk kaum mehr was zu tun hat, außer bei dessen Ausbeutung und dessen Verrat.

    Hier sind wir angelangt und werden noch viel demütigerende Dinge erleben, als das Auflassen österreichischer Identität.

    Der Abstieg geht weiter, immer rasanter und tiefer.

    Die Dimensionen der Verschuldung lassen zwingend erwarten, daß auch der ökonomische Teil in den nächsten 100 Jahren total aus dem Ruder sein wird.

    Die Folgen der Selbstaufgabe. 40 Jahre Lotterleben haben dafür genügt, um das Ganze unumkehrbar zu machen.

    • Reflecting
      19. Oktober 2010 10:13

      Wie wahr! Eine nachdenklich stimmende Zusammenfassung vorherrschender Gegebenheiten im Land, das wir einst stolz und aus Überzeugung Heimat nennen konnten. Heute ist der Begriff Heimat faschismusaffin genauso wie Tradition oder, allgemein gesprochen, das Erbe der Väter. Ich fürchte, wir stehen als Auslaufmodell auf verlorenem Posten. Trotzdem: keep the good work up.

    • simplicissimus
      19. Oktober 2010 12:35

      herr maierhofer, ausser im punkt eu stimme ich ihnen in allen punkten zu.
      ich bin der meinung, wir brauchen eine starke eu, wollen wir in der liga der bestimmenden mächte mitspielen. wollen wir ein alpen-urlaubsland bleiben, mit weitgehend provinziellem charakter, dann sollten wir austreten. ich persönlich will das nicht, obwohl sich die eu nicht so überzeugend entwickelt hat. freier waren- und dienstleistungsverkehr, weitgehender wegfall der grenzkontrollen ebenso. auch der euro ist im grund begrüssenswert, vielleicht hätte man manche staaten nicht inkludieren dürfen oder eben die kriterien besser überwacht. der dollar bröselt ebenfalls vor sich hin, es ist vieles eben relativ. auch in den usa haben wir ein nord-südgefälle, wenn auch nicht so deutlich wie in eu.

    • Alfred E. Neumann
      19. Oktober 2010 12:35

      @Herr Josef Maierhofer
      Sie sprechen mir und vermutlich vielen anderen Partnern dieses Blogs aus der Seele. Besser kann man den Niedergang dieser Republik nicht darstellen. Wir werden derzeit tatsächlich vom absoluten Bodensatz regiert. Nicht nur in der Regierung, sondern in den Medien, allen voran dem ÖRF, und vielen anderen niederträchtigen "Meinungsmachern". Deren einziger Zweck scheint es zu sein, der schweigenden Mehrheit auf der Nase herumzutrampeln. Das nenne ich Demokratie mit der Faust!

      Sehen Sie sich doch um bei denen, die nur durch die tatsächlichen Leistungsträger existieren können, wie die "Berufsbetreuer" etwa. Aktuelles Beispiel siehe: http://www.purplesheep.at/

      Und das Traurige ist: niemand sagt etwas. Die Frauenministerin wagt es sogar zu erwägen, Unternehmen für Werbung mit hübschen Frauen zu bestrafen! Sehen wir ab dann nur mehr häßliche, blade Weiber?

      Pfui Teufel allemal.

    • Josef Maierhofer
      19. Oktober 2010 16:34

      @ simplicissimus

      Aber einer solche EU kann ich nicht zustimmen, die weder selbst stehen kann noch ihre Mitgliedsstaaten. Einer solchen EU, die die Verfassungen der Länder unterminiert, um weitere Schulden zu machen und auch in Zukunft Steuern eintreiben zu können für unnötige Bürokartie, eine solche EU, die nicht zur Kenntnis nehmen will, daß Europa zum Unterschied der USA, die die Landeskultur der Indianer ausgerottet haben und auch die afrikanischen Sklaven gebrochen haben über lange Zeit, Europa eben eine Gemeinschaft von selbständigen Staaten mit verschiedenen Kulturen ist und nichts anderes sein kann. Deshalb die Kulturen zu zerstören, sich selbst aufzugeben, nachteilige Gesetze gegen die Bürgerfreiheit zu beschließen, die Landesverfassungen auszuhebeln, P.C. zu diktieren, nur um einen nicht lebensfähigen und total verschuldeten EU-Bundesstaat zu gründen, der im Begriff ist, sich selbst auszulöschen, halte ich für falsch und deshalb bin ich für den Austritt aus einer solchen EU, für die ich in den 1990-er Jahren gestimmt habe unter völlig anderen Prämissen.

      Für eine Meinungsänderung zum Thema müssen Sie mich als letzten Mohikaner Europas skalpieren oder erschießen. Bis jetzt habe ich meinen Kopf noch drauf.

      Gerade die sozialdemokratischen Parteien forcieren das sehr stark und damit den Kapitalismus, die Reichen werden reicher, die Armen ärmer durch die EU und die großen und mächtigen internationalen Lobbies ohne Schranken.

      Die Macht der EU ist die eines Hasen gegen den asiatischen Tiger. Die Macht der EU reicht nicht einmal im eigenen Bereich einzuschreiten. Sie ist für mich ein sündteueres, verderbliches großes Chaos und eine Konzentration der Unfähigkeit. Wie kann es sonst sein, daß man sich neben der EU noch einen Europarat hält, wenn man es ernst meinen würde mit einer EU ? ... und viele solcher Fragen tun sich für mich auf.

    • simplicissimus
      19. Oktober 2010 17:42

      herr maierhofer: da wir beide ohnehin bald gemeinsam auf dem scheiterhaufen der pc landen werden, erübrigt sich skalpieren oder erschiessen. ja, viel kann ich ihnen nicht erwidern, es ist nur traurig, dass wir die möglichen stärken eines geeinten europas zu verspielen scheinen, genauso wie wir parallel die nationalstaaten ruinieren.
      ich persönlich fühle mich als österreicher, deutscher, europäer und weltbürger und sehe darin keinen widerspruch, es ist ja die wahrheit. natürlich ist mir das hemd immer näher als der rock, aber ohne rock werd ich im winter erfrieren.
      ich würde mich gerne nicht nur für ein heimatswerte pflegendes und moralisch wieder gesundes österreich einsetzen, sondern auch für ein vereintes europa, das basierend auf unserem gemeinsamen kulturellen erbe eine leistungsbereite, zukunftsorientierte und ausgewogen soziale und internationale gesellschaft fördert. regionale eigenständigkeiten sollen gefördert werden, das kasperltheater der nationalen regierungen muss ein ende finden. ein europa der regionen mit unantastbaren rechten, traditionellen werten, aber auch pflichten. regionen mit 5-15 millionen menschen zb.. ich würde dafür kämpfen, wie für österreich. dass wir lichtjahre davon entfernt sind, ist richtig, wie könnte ich ihnen da widersprechen! aber vielleicht gelingt ein umbau in einem wieder rechter werdenden europa.

    • simplicissimus
      19. Oktober 2010 17:47

      noch was: ich sehe keinen widerspruch in internationaler offenheit, aufgeschlossenheit und bewahrung der eigenen nationalen identität.
      ich glaube das persönlich seit jahrzehnten zu leben.
      das ist es, was ich im kern aussagen möchte, daher ist ein modell europa für mich persönlich möglich. leider nicht für jedermann.

    • Josef Maierhofer
      20. Oktober 2010 18:34

      @ simplicissimus

      Internationale Gesellschaft.

      Es ist dort ähnlich wie in der eigenen Gesellschaft.

      Hinauf geht es nur wenn eigenverantwortliche, selbst lebensfähige Mitglieder der Gesellschaft zusammenkommen und gemeinsam den Staat bilden.

      Was wir bei uns haben und auch bei der EU sind nicht lebensfähige Schmarotzer und nicht für das Volk arbeitende Politiker und damit das Problem der Schulden.

      Hierarchisch gilt das auch für die EU. Solange es EWG und EFTA geheißen hat, waren die Mitglieder autarke und eigenverantwortliche Staaten. Seit EU und noch mehr seit Lissabon hat sich das zu Schurkenstaaten verwandelt, die sich anlehnen und Schulden machen auf Teufel komm heraus auf Kosten der anderen.

      Die Theorie klang so gut, daß ich in den 1990-er Jahren auch dafür war, die Wahrheit und die Realität aber zeigen heute anderes und den Niedergang. Dafür bin ich nicht zu haben, zumindest meinungsmäßig.

  17. socrates
    19. Oktober 2010 08:43

    "Im Außenministerium wird hingegen seit einiger Zeit das Schwarze Meer forciert"
    Unsere Außenpolitik ist das, was uns die "Macht" erlaubt. Da wir die Pleitepipline Nabuco zahlen müssen und in Georgien schon viel von bestimmten Lobby´s investiert wurde, müssen wir zahlen. Denken wird durch "Nazi schimpfen" ersetzt. Ein für Ö denkender Mensch würde in die russischen Pipelines investieren, sie waren immer verläßliche Partner (die anderen noch nie) und Herrenbaumgarten wäre wieder die Drehscheibe der Erdgasversorgung.

    • brechstange
      19. Oktober 2010 08:57

      Wir haben uns eh an South Stream beteiligt. Zu unserem "Glück" hat uns Putin "gezwungen".

    • socrates
      22. Oktober 2010 23:07

      Dabei wäre die Sache so einfach: Das Erdöl in Batumi (Georgien) in einen Tanker verladen und in Triest löschen. Minimales Risiko und geringste Investionen.

  18. Laura R.
    19. Oktober 2010 08:37

    Richtig ernst war er heut` in der Früh, der Werner, wie er g`sagt hat, daß er jetzt endlich weiß, daß er nix weiß, und deshalb schweigen wird, damit er seinem Ruf des weisen Philisophen gerecht wird.

    Wo er des wieder her hat, dieser Werner?

    • donnerlütchen
      19. Oktober 2010 15:48

      Vom Schüssel - der war auch der schweigsame Kanzler und schweigend ist die ÖVP mit ihm den Bach hinunter

    • Dr. Harald Rassl
      19. Oktober 2010 17:57

      @donnerlüttchen:
      allerdings nur fast richtig. Den Bach hinunter fährt die ÖVP erst, seit Wolfgang Schüssel vergraust wurde. Unter seiner Führung hatte sie immerhin den grössten Wahlerfolg seit Jahrzehnten eingefahren, und dafür, dass sich das nicht wiederholen sollte, haben Partisanen in der ÖVP selbst gesorgt. Danach schaut ja auch die derzeitige Parteiführung und ihre jämmerliche Linie aus.

    • cmh (kein Partner)
      20. Oktober 2010 08:47

      Das sozialistischen Motto: Ohne Partei bin ich gar nichts.

      Deswegen muss die Partei (leider die ÖVP) jetzt auch stellvertretend Harakiri machen.

  19. Der kleine Nick
    19. Oktober 2010 01:38

    Schade. Zu gern hätte ich gewusst, was eine von Werner und Sepperl eingerichtete "Österreich-Bibliothek" in Mittel- und Osteuropa so zu bieten hat. Ich tippe auf eine gut ausgestattete Abteilung mit Parteibüchern. Der restliche, vergleichsweise schmale Bücherbestand entstammt einer schlechten Bahnhofsbuchhandlung. Die Bücher sind von Werner persönlich nach Farbe und Größe geordnet. Der fehlende Karl May ist gerade per Fernleihe in Radlbrunn. Manchmal, wenn Werner nicht hinschaut, versetzt Sepperl ein Buch und kauft sich mit dem Erlös etwas Süßes.

    • Wertkonservativer
      19. Oktober 2010 06:43

      @ kleiner Nick
      Herrlich satirisch, dieser Beitrag, und so stimmig! Da spare ich mir einen eigenen Kommentar! Respekt, Respekt!

    • terbuan
      19. Oktober 2010 07:23

      Wertkonservativer
      Völlige Zustimmung, höchstens die Laura R. kann da noch ein Schäuferl nachlegen, vielleicht hat sie etwas mitgehört? ;-)

    • donnerlütchen
      19. Oktober 2010 15:45

      @kleiner Nick - brillante Überlegung.

  20. fosca
    19. Oktober 2010 00:56

    Genau der Vorwurf, welcher jahrelang von linken Nestbeschmutzern erhoben wurde, nämlich die Schrebergartenmentalität und die RÜCKWÄRTSGEWANDTHEIT in Österreich, feiert just unter deren Führungsriege fröhliche Urstände.
    Ein Treppenwitz der österreichischen Geschichte?
    Nein, deprimierende Realität in der Gegenwart! :-(

    • phaidros
      19. Oktober 2010 05:33

      Ein Treppenwitz der österreichischen Geschichte?
      Nein, deprimierende Realität in der Gegenwart! :-(


      Inwiefern schließen einander denn »Treppenwitz« und »Realität« in Österreich aus?

    • simplicissimus
      19. Oktober 2010 08:26

      guter kommentar.

    • fosca
      19. Oktober 2010 16:49

      @phaidros

      Wie wahr, wie wahr! :-)

  21. Brigitte Imb
    19. Oktober 2010 00:42

    "Im Außenministerium wird hingegen seit einiger Zeit das Schwarze Meer forciert,"

    Diese Aussage macht mich mehr als stutzig. Ist das nicht die Erklärung für den bewußten Identitätsverlust, oder nennen wir es besser Identitätsverrat!

    Bald wird die Österr. Marine Stützpunkte an den anatolischen Schwarzmeerhäfen beziehen, um auf dem Schiffsweg "qualifizierte"Migranten zu transportieren.

    • donnerlütchen
      19. Oktober 2010 15:57

      @ Brigitte Imb - Ja wenn es nur qualifizierte Migranten wären, dann wäre es gut, die wandern (migrieren) nämlich weiter. Ich fürchte es werden aber Immigranten (Einwanderer) sein und zwar lauter Verbrecher aus diesem Hinterteil unserer Erde. B.G.D.

    • Brigitte Imb
      19. Oktober 2010 19:50

      @donnerlütchen

      Die penetrante Anbiederung an die Türkei stimmt mich nicht fröhlich, mir schwant arges.
      Ö + D Politiker machen ihre "Knickserl" vor Erdogan.

      LG
      brigitteimb@yahoo.de

  22. Doppeladler
    19. Oktober 2010 00:32

    Nicht nur die Österreich-Kooperation (ÖK) wurde zu Grabe getragen, sondern auch die Austrian Development Agency (ADA) wird alle Außenstellen auf dem Balkan schließen. Projektförderungen, zum Beispiel im kommunalen Bereich, wurden in diesen Ländern eingestellt oder massiv zurückgefahren, nur um alle Mittel Richtung Afrika zu pumpen. Sicher auch ein Kontinent mit hohen Bedarf an Entwicklungshilfe - aber mit welchem Österreichbezug. Ein effizienter Einsatz der Mittel ist daher mehr als fraglich.

    Bei den Personen, die in Mittel- und Südosteuropa visionär agiert haben wäre auch noch Erhard Busek zu nennen. In diesem Bereich hat er großes geleistet.

    • f.m.
      19. Oktober 2010 08:26

      Gibt es eigentlich noch genaueres zu sagen über Buseks Leistung außer dass sie groß war?
      Was hat sie Österreich gebracht und was hat sie Österreich gekostet?

    • brechstange
      19. Oktober 2010 09:01

      Das würde ich auch gerne wissen, was Busek dort eingefädelt hat. Ich für mich denke inzwischen, dass die Ineffizienz mancher Eingesetzter zu dieser Pleite beitragen.

    • donnerlütchen
      19. Oktober 2010 16:02

      @ brechstange - der Busek hat dort vermutlich die Internationale gesungen und die Faust geballt.

    • Josef Maierhofer
      19. Oktober 2010 16:39

      Der Österreichbezug ist am Karlsplatz in Wien einzusehen.





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