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Die Geschichtsfälscher auf frischer Tat

Der große österreichische Philosoph Rudolf Burger hat vor einigen Jahren eine brillante Schrift verfasst, in der er nachgewiesen hat, dass es nie darum geht, was historisch wirklich vorgefallen ist, sondern immer nur darum, wer die Geschichtsschreibung kontrolliert und in seinem Sinne lenkt. An diese Schrift hat man sich in den letzten Tagen vehement erinnert gefühlt.

Noch selten ist ein an sich ganz eindeutiges Wahlergebnis so brutal und zynisch uminterpretiert worden wie die Niederlage der Wiener Volkspartei. Denn neben den Sozialdemokraten behauptet nun eine ganze Reihe von Journalisten – allesamt der Partei viele Kilometer fernstehend –, Christine Marek habe die Wahl deshalb so dramatisch verloren, weil sie sich im Wahlkampffinale nicht „liberal“ genug gezeigt hätte. Aber auch der frühere schwarze Stadthäuptling Bernhard Görg bastelt seltsamerweise eifrig an dieser Dolchstoßlegende mit.

Gegen diese skurrile These spricht so ziemlich alles, was an Beweisen gefunden werden kann. Außer dem Wunschdenken und den Manipulationsversuchen jener Menschen, welche die Volkspartei in eine zweite Grünpartei verwandelt sehen wollen.

Die wichtigsten Indizien:

  • Wo sollen denn die potentiellen ÖVP-Wähler hin gewandert sein, die angeblich von einer konservativeren Parteilinie massenweise abgeschreckt worden sind? Zu den roten und grünen Wahlverlierern? Zur Gruppe der Nichtwähler – die diesmal ebenfalls kleiner geworden ist? Vor lauter Empörung in Luft aufgelöst?
  • Gibt es ein einziges Meinungsforschungsergebnis, das diese krude These beweisen könnte?
  • Warum soll die – völlig gesetzeskonforme – Ausweisung einer Kosovo-Familie mit zwei Kindern plötzlich einen Sturm der Entrüstung bei den Medien auslösen, nachdem das die Medien nicht einmal mit ihrer jahrelangen Kampagne gegen die Abschiebung der Familie Zogaj geschafft haben?
  • Wo ist denn die Meinungsumfrage veröffentlicht worden, die Frau Marek vor ihrem angeblichen Rechtsruck einen guten Wahlausgang prophezeit hätte?
  • Warum soll es in Wien nicht genauso wie in jeder anderen Großstadt der Welt ein enorm großes Potential an konservativen Wählern geben, das durch zahllose Aktionen abgeschreckt worden ist? Und zwar im einzelnen:
    - durch die Dummheit des VP-Wahlkampfs (von der „geilen“ Jugendkampagne bis zum abstrusen Häupl-Plakat);
    - durch die brutale Marek-Absage an Meinungsfreiheit (Ausschluss des Akademikerbundes);
    - durch die völlig unnötige Anbiederung  an die Häupl-Partei (statt als bisherige Nummer zwei im Gemeinderat von der ersten Stunde an für einen Machtwechsel in Wien anzutreten);
    - durch die jämmerliche Charakterlosigkeit der Marek-Inthronisation an der Landesparteispitze (die sich die Wiener VP von Josef Pröll einfach oktroyieren hat lassen, obwohl sie sich schon auf einen anderen Kandidaten geeinigt hatte);
    - durch die lange Ungewissheit, ob die Wiener ÖVP wirklich gegen die von den bürgerlichen Wienern zutiefst abgelehnte Gesamtschule ist (die Marek-Aussagen dazu blieben bis zuletzt recht zweideutig);
    - durch die überflüssige Absage an die FPÖ (die sich zuletzt um einen etwas gemäßigteren Wahlkampfstil bemüht hatte, mit der die ÖVP in anderen Bundesländern durchaus  koalitionswillig ist und mit der als Koalitionspartner die Bundes-ÖVP den größten Wahlsieg ihrer Geschichte eingefahren hatte);
    - durch den für Konservative besonders verstörenden leichtfertigen Umgang des Bundesparteiobmanns mit der Verfassung (zusammen mit dem SPÖ-Chef in Sachen Budget);
    - durch das für Wirtschaftsliberale besonders verstörende schwarze Umfallen in Sachen Steuererhöhung (im Gegensatz zu monatelangen Versprechungen hat Josef Pröll im Frühjahr der SPÖ plötzlich zugesagt, dass 40 Prozent des Defizitabbaus durch Steuererhöhungen erfolgen wird – und das in einem Land mit einer der höchsten Steuerquoten der Welt, während anderswo konsequent und effizient eingespart wird, samt der Hinschlachtung Heiligster Kühe);
    - durch die Verschleuderung von zusätzlichen 160 Steuermillionen an den rot-grünen Kampfsender ORF;
    - durch die Einführung von Schwulenehe und Mindestsicherung;
    - durch die Tatenlosigkeit der gesamten ÖVP angesichts der strafrechtlich mehr als bedenklichen Bestechung von Boulevardmedien durch die SPÖ mit Steuermillionen.

Tut alles nichts. Die Fekter ist schuld. Und nicht all die Fehler von Marek und Pröll.

PS: Überraschend viele bürgerliche Wähler haben sich auch an die eiskalte Reaktion der Bundes-VP erinnert, als diese ihre EU-Stimme für Otmar Karas ignoriert hatte.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    23x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Oktober 2010 06:55

    noch nie in der geschichte österreichs hat eine dreiste linke journalistenmeute derart frech in die politik eingegriffen...immer ungenierter wollen SIE gestalten
    und immer mehr geld von ihren roten und auch schwarzen sponsoren erpressen.
    da wird die övp, sollte sie sich einmal und das viel zu spät ihrer konservativen wurzeln besinnen, sofort aufs korn genommen und ein schlechtes wahlergebnis zur absage an rechte positionen umgelogen...
    besonders schlimm ist auch die arroganz der salonlinken tintenstrolche gegenüber den einfachen menschen in den gemeindebauten, die am meisten an der islamisierung österreichs leiden.
    diese bewohner werden taxfrei zu primitiven Verlierern ernannt und ihnen gönnerhaft mangelnder durchblick attestiert, der natürlich bei den zeitungs- und fernsehhyänen in reichem maß vorhanden ist.
    in den vornehmeren vierteln wiens läßt es sich natürlich mit dem islam prächtig leben, da er dort so gut wie nicht vorhanden ist.. und von dort kann man wunderbar auf die primitivlinge in zB simmering herabschauen und ihnen arrogant und abgehoben gute ratschläge erteilen......

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Oktober 2010 09:36

    Nach der Lektüre der bisher eingelangten Kommentare zu obigem Thema kann man zusammenfassend sagen:

    1. Die ÖVP ist eine durch und durch charakterlose Partei geworden, wobei es mit der Handschlagqualität schon immer ein wenig gehapert hat.

    2. Den ORF kann man getrost als eine eigenständige politische Links-Partei bezeichnen, die nicht nur von unseren Zwangsgebühren finanziert wird, sondern auch tagtäglich, jahraus, jahrein für sich UNERWÜNSCHTE Propaganda macht.

    3.Wer es wagt, gegen den Willen des linken ORF die FPÖ zu wählen, weil er/sie unter der überbordenden Ausländerflut leidet, wird von der ORF-Partei als primitiv und "dumpf" (soll heißen Nazis) beschimpft, was eigentlich als menschenverachtende Verunglimpfung (wenn man die PC ernst nimmt!) gelten müßte.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbyrig
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Oktober 2010 00:45

    dieser hervorragenden und ausführlichen analyse von a.u. ist nicht mehr viel hinzuzufügen.
    dennoch:marek wollte mit der lächerlichen forderung nach einem burka-verbot die rechten bedienen?lächerlicher gehts wohl nicht.das war eine verarschung von menschen,die unter realen bedingungen leiden,wie sie im 10.,11,21. und 23. bezirk herrschen.die freiheitlichen,die sich um die wirklichen bedürfnisse der betroffenen gekümmert haben,haben die burka nicht einmal erwähnt.
    also ein mehr als dürftiger versuch,die law-and -order linie zu bedienen.trotzdem wird dies marek von fast der gesamten(also linken journaille) vorgeworfen.böses mädel!
    in der gestrigen presse erschien ein nicht zu überschätzender,hervorragender gastkommentar vom ehemaligen orf-journalisten,eher der linken reichshälfte zuzuordnend,ulrich brunner,titel:"alles nur faschisten?über das ende des traums von multikulti".
    heute lebt der pensionierte jounalist in favoriten und beschreibt genau die zustände,die die österreicher quälen,die von den moslems verursacht sind und die die fpö bekämpfen bzw lösen will.
    da hätte die marek ihre "rechten" gedanken ausleben können-und um 10% mehr stimmen bekommen.
    leider gibt es zur zeit bei unseren bürgerlichen keine persönlichkeiten wie den horst seehofer,der klar sagt,dass es keine moslemische zuwanderung mehr geben sollte.
    dafür haben wir den küberl.und wien wird bald zu 60% migrationshintergrund haben-aber nicht aus deutschland,schweden,england-nein-aus der türkei,bosnien,serbien albanien etc.
    danke,övp.auch bist zur vaterlandsverräterin geworden!

  4. Ausgezeichneter KommentatorPatriot
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Oktober 2010 16:01

    Die größte Lüge ist die vom "fehlenden Integrations-Konzept", das angeblich zu den großen Verlusten der Sozis und der Schwarzen geführt hat.

    Es ist ganz einfach. Die große Zahl der Moslems in Europa ist die Ursache für die allermeisten Probleme. Daher hilft kein einziges Integrationskonzept, sondern nur noch ein Zuwanderungsstop.

    Unter kräftiger Mithilfe der ÖVP werden aber nach wie vor knapp 40.000 Nicht - EU Ausländer PRO JAHR in unser Land gelassen:

    http://www.statistik.at/web_de/statistiken/bevoelkerung/wanderungen/internationale_wanderungen/022923.html

    Sind von den 40.000 Nicht-EU Ausländern nur 10.000 moslemische Ehegatten, die hier durchschnittlich so wie Türkinnen 3 Kinder bekommen, dann erhöht sich die Zahl der Moslems innerhalb von 10 Jahren wieder um 400.000 (100.000 Ehegatten plus 300.000 Kinder). Wäre der Ehegattennachzug hingegen verboten, würden höchstwahrscheinlich viele Moslems aus Parallelwelten Österreich zwecks Familiengründung wieder verlassen, weil sie hier keine adäquaten Ehepartner fänden.

    Viele Österreicher würden den Verbleib der gut integrierten und in der letzten Woche abgeschobenen katholischen Familie aus dem Kosovo sicher befürworten, nicht aber die weitere Massenzuwanderung von moslemischen Ehegatten, die hier Stadt und Land innerhalb kürzester Zeit demographisch umdrehen.

    Das beste Integrationskonzept hat jene Partei, die diese hochgefährliche Massenzuwanderung möglichst stoppt. Nebenbei würden sich auch einige Notlagen in Schulen, bei der Sicherheit und im Budget entspannen.

    Es gibt kein Menschenrecht auf Familienzusammenführung, das im Endeffekt den Österreichern die Menschenrechte auf Heimat, Sicherheit und Wohlstand nimmt. Die ÖVP sollte endlich den Weg der linken Menschenrechts-Abschaffung verlassen.

    Außerdem: eine Koalition mit dem Islamisten Omar-Al Rawi und vielen anderen islamistischen Radikalen bei den Roten ist ja wohl das Letzte. Da ist Strache dagegen geradezu ein Lordsiegelbewahrer der Menschenrechte und der Demokratie.

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Oktober 2010 12:55

    Kurzum: Wer Verrat an seiner Klientel betreibt, wird über kurz od. lang von seinen Klienten verlassen und es wird beachtliche Arbeit und Vertrauensbildung nötig sein, um wieder einige Klienten zurückzuholen.

    Ob die ÖVP bereit ist dazu wage ich zu bezweifeln, denn mittlerweile sind die mindestens so verlogen wie die Linken, aber das Schlimmste bewirkt deren Abkehr von konservativen Werten, hin zum linken Mainstream.

    Es mag arrogant klingen, aber die Politiker, in diesem Fall die ÖV(erlierer)P, sollten gefälligst etwas mehr Achtung vorm Souverän entwickeln und die Sensorik der Wähler nicht permanent unterschätzen.

    Die ÖVP Wien hat bekommen was sie verdient und der Hr. Witzekanzler kann von seiner Schuld nicht so leicht abwälzen, war er es doch, der diese Spitzenkandidatin gekürt hat.

    Nur weiter so, es ist lediglich eine Frage der Zeit wann das bürgerliche Lager mit einer neuen Partei aufwartet, bzw., falls Strache sich zu benehmen weiß, dieses Lager übernimmt.

  6. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Oktober 2010 18:08

    Die Gefahr ist nicht klein, dass die ÖVP auch bundesweit hinter die FPÖ zurückfällt.

    Denn Wien zeigt: Sie hat keinen Willen mehr zu siegen, sie tut nur so. Sie hat gegen die personifizierte Chuzpe Faymann resigniert. Das zeigt sich unter anderem an den Worten Prölls zu den Führungspostenbesetzungen im ORF: Post festum meinte er lässig, Faymann solle "es nicht übertreiben"! Unglaublich!

    Stattdessen müsste die ÖVP permanent aufgejault haben und mittels minutiöser Programmbeobachtung jeden Verstoß gegen die Objektivität sofort massiv und öffentlichkeitswirksam ahnden.
    Und etwa eine international besetzte Enquete zum Thema Professionalität in der TV- und Radioberichterstattung veranstalten, deren Ergebnisse sie dann einfließen lassen müsste. Denn professionell müssten die ORFler auch als noch so Rotgrüne sein, das muss man erzwingen, welcher persönlichen Meinung der /die einzelne auch immer ist.

    Auf Pröll haben viele, auch ich, zunächst große Stücke gehalten. Vielleicht war aber auch nur der Wunsch der Vater des Gedankens. Man hätte eigentlich gleich sehen können, welch Geistes und Charakters Kind er ist anhand seines Umganges mit Schüssel und seiner Ära. Er hat sich aus Angst vor den Schüssel-Jägern anbiedernd gleich auch Schüssels Leistungen stehlen lassen. Und hat Schüssel und Molterer geopfert - für nichts als Gegenleistung.

    Dieses Prinzip zieht sich nun als wahrhaft roter Faden durch sein bisheriges Wirken: Sich austricksen lassen und dann nicht einmal bös sein. Handelt es sich gar um 'Identifikation mit dem Agressor? Feigheit vor dem 'Feind'?
    Falschverstandene Taktiererei? Das Prinzip 'die Hoffnung stirbt zuletzt'?

    In seiner öffentlichen Wirkung war der Knick nach meiner Beobachtung tatsächlich der Wortbruch bezüglich der neuen Steuern. Alle hatten aufgeatmet, als er glaubwürdig "mit mir keine neuen Steuern" verkündet hatte. Umso schlimmer traf dann das nach einem trauten Wochenende mit Faymann aus dem Hut gezauberte "40% über neue Steuern". Pröll hat geglaubt, das geht unter, weil die Frohbotschaft ohnehin niemand geglaubt habe - falsch! Er war zu glaubwürdig 'rübergekommen und hatte den richtigen Nerv getroffen. Das nicht zu erkennen zeigt: kein politisches G'spür.
    Seitdem weiß man - leider, leider: Er ist ein Schlaucherl. Von solchen haben wir aber schon genug - und erfolgreichere.

  7. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Oktober 2010 09:44

    "...durch die brutale Marek-Absage an Meinungsfreiheit..." etc.

    Die ÖVP-Wien ist keine bürgerliche politische Partei mehr. Die, von A.U. aufgelisteten Fakten, bestätigen das. Schon lange vor dieser Wahl wurde die fortschreitende Unwählbarkeit der ÖVP-Wien hier in diesem Blog erkannt, thematisiert und teils mit Bedauern, zum allgemeinen Konsens erhoben. Es scheint, als hätten die bürgerlich-konservativen Wähler das nunmehr endgültig zur Kenntnis genommen. Die Enttäuschung über diese Partei brachte immerhin ein "Ende der Täuschung". Da es nicht den geringsten Hinweis gibt, daß die ÖVP-Wien vom Mainstream sozialistischer Meinungs-, Gender- und Gesinnungstyrannei abgeht, wird dieser hohle "Bürgerbaum" endgültig von Innen zerfressen werden. Da hilft kein "tarnen und täuschen". Auch ausgeklügelte "Kommunikationsstrategien" werden nichts bewirken. Als Bürgerlich-Konservativer kann man sich nur noch davon abwenden und dieses Gewächs seinem Schicksal überlassen (freundliche Übernahme durch die SPÖ).

    Ob die Bundes-ÖVP ebenso befallen wird? Die "Infektionsherde" haben jedenfalls Namen. Der "Dachgiebel-Konrad" wirft regelmäßig gezielt mit "Dachziegel" um sich. Wo er hintrifft wächst kein Gräslein mehr. Für mich stellt sich die Frage, ob dieser Konrad seine Wurfgeschosse aus eigener Lust und Laune sausen läßt, oder ob er doch nur die "Versandstelle" ist. Um das herauszufinden müßte man allerdings tief runter in die Schlangengrube steigen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHeri
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2010 07:22

    Alles richtig was A.U. hier schreibt. Aber auf der anderen Seite kann man getrost auf den Wähler zählen, der ja doch mit offenen Augen und eigenem Verstand durch die Straßen geht.
    Gestern war auch wieder ein bezeichnender Club 2 mit dem Rauscher vom Standard der wieder einmal böse auf die FPÖ schimpft ("alte Nazi Partei" etc).
    Und dann meinte er wörtlich: "Die Leute verstehen eh, daß die FPÖ eine schlechte Partei [laut Standard und Medien] ist, aber sie [die dummen Wähler] wählen diese Partei dennoch!?!".
    Mit anderen Worten: "Jetzt trommeln wir den depperten Wählern eh schon 20 Jahre dauernd ein, wie böse die FPÖ ist, aber es hiflt nix, die wählen immer noch die FPÖ."

    Wo ist der Unterschied zwischen Realitätsverweigerung und Geschichtsfälschung?


alle Kommentare

  1. Dr.Ulrich Rapp (kein Partner)
    16. Oktober 2010 17:54

    Der Linkstrend der ehemals konservativen Volksparteien des Kontinents ist über Jahrzehnte zu beobachten. Was sich jetzt in Wien abspielt, ist nur ein weiterer Schritt nach vielen auf dem Weg in den politischen Untergang. Die Funktionäre der Partei werden noch eine Weile in bewährter Weise funktionieren ( nein, sie sind nicht lernfähig) und dann in ein üppiges Versorgungsdasein abtreten. Und keine Sorge, die freiwerdenden politischen Räume werden schon besetzt werden. Man sieht ja auch ganz deutlich, von wem.

  2. Dr. Stark (kein Partner)
    16. Oktober 2010 14:25

    Ob es für die Österreichische Volkspartei - ÖVP - ein gutes Aushängeschild ist, eine Bayerin, die bei ihrer Mutter lebt, als Galionsfigur aufzustellen und damit eine Wahl gewinnen zu wollen ?
    Die Vorstellungen der Wiener / Österreicher dürften da doch anders sein als die der Wahlstrategen.

  3. Marcus Aurelius (kein Partner)
    14. Oktober 2010 22:06

    Komplett off topic, aber süß:

    Da sitzt unsereins am Computer vom preußischen Herrn Nachbarn plus Gemahlin und will "eahna" Unterbergers Tagebuch zeigen ... und was zaubert Frau Google herbei?

    http://www.unterberger.at/pages/index_de.html

    Keineswegs ätzend gemeint: Nahrhaft und g'sund sind beide. Aber sie führen keine Badehosen.

    • Brigitte Imb
      16. Oktober 2010 14:08

      Imperator,

      was "seiernS" denn die ganze Zeit herum, gehn´S halt im Adamskostüm in die Badewanne.
      Angebot: Ich häkel Ihnen 2 Jutehöschen - gratis.

  4. Neppomuck (kein Partner)
    14. Oktober 2010 15:33

    Kleine Sandkastenspiele für dem Sandkisterl Entwachsene.

    Schwarz und Grün fordern jeweils eine politische Morgengabe, die Häupl nicht bereit ist zu geben und „nürnbergern“ so die Roten aus einer an sich denkbaren kleinen Stadt-Koalition.
    Ob das in der Wiener Stadtverfassung vorgesehen ist weiß ich nicht, aber analog zur Bundesverfassung müsste der Auftrag, eine Stadtregierung zu bilden damit an den Zweitstärksten gehen.
    Strache bildet mit Schwarz und Grün eine neue Stadtregierung und die Roten rudern ab ins Trockendock.

    Man müsste bloß über seinen eigenen, dünnen schwarz-grünen Schatten springen und bereit sein, „den Stauffenberg“ zu machen.
    Dann werden die Leichen im Rathauskeller ausgebuddelt und der ‚Familienbetrieb mit angeschlossenem Rathaus’ geht in den politischen Ausgleich.
    Ob dann ein bundesweiter Anschlusskonkurs der Sozis folgt, das wird sich finden.
    Verdient hätten sie es sich.

    • inside
      14. Oktober 2010 16:43

      Der Anschlusskonkurs ist nicht zu vermeiden. Weil 25% Quote (an bürgerorientiertem Handeln) schaffen die nie im Leben!

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 16:59

      Neppomuck,
      "...Schwarz und Grün fordern jeweils eine politische Morgengabe, die Häupl nicht bereit ist zu geben..."

      Also bitte... "Henry VIII." (M.H.) wird "Katharina von Aragon" (C.M.) ganz sicher noch in sein Schlafgemach prügeln. Wenn sein muß, mithilfe von "Konrad I. vom Dachgiebel". Auch die reizvolle "Anne Boleyn" (M.V.) wird er sich auch noch holen. Obwohl sie lockt und lockt ziert sie sich noch "unzüchtig". Aber... mit heißen Brieflein und Geschenken...

    • inside
      14. Oktober 2010 19:23

      .. bei dem Alk-Konsum!
      Kann der überhaupt noch? ...

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      14. Oktober 2010 22:24

      @inside:

      Manche sagen: Korpulenz
      sorgt recht gern für Impotenz.
      And're sag'n: Der Häupl-Michl
      steigt auf jeden Damenbichl,
      denn sein heißgeliebter Alk
      mindert den Arterienkalk.

      (Der Graf hat sich offenbar heut' freigenommen; nur deshalb trau' ich mich.)

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      14. Oktober 2010 22:56

      Imperator, wenn der niedere Adel ausfällt, für Korpulente:

      Erst scherzte dreist mit dem Lieschen,
      dann schmerzten ihn die Leistendrüschen.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      14. Oktober 2010 23:24

      @Durchlauchtigster Prinz:
      Ein kurzes, aber auch -weiliges Abtauchen in die Schüttelreime der unteren Klassen sei uns ausnahmsweyse gestattet:

      Einst zierte ihn der forsche Pimmel,
      heut' hat er einen Porschefimmel.

      Treffen beide Verse, Eurer und meiner, etwa auf den alten und neuen Maiordomus Vindobonae zu? Ich wage dies unterthänigst zu bezweifeln.

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      15. Oktober 2010 00:00

      Imperator, Wir befürchten Schlimmes, wenn diese Correspondenz den Tugendhaften bekannt wird. So sey der nächste Schüttelreim sowohl in die working class als auch in den Textfluss verbannt: Hat die Holde einen Putzfimmel, bekommt er einen Futzpimmel.

  5. M.U. Shrooms (kein Partner)
    14. Oktober 2010 14:49

    A.U. ärgert sich, weil er von Faymann abgesägt wurde und "seine" Partei dabei weggesehen hat. Der Ärger ist überflüssig, die Partei geht den Weg der DC, zu den Schemeln des Vergessens. Sie wird verschwinden, während die Sozis auf das ihnen zustehende Mass zurechtgeschrumpft werden.

    Dass die Journalisten, von der Pitbull-Standardfrau abwärts, bei Marek nur die halbe Seite sehen wollen, ist auch normal. Dass diese Dame gegenüber der PC im Akademikerbund ungerührt hat übersehen sie gern.

    Immerhin hat nicht nur die FP, sondern auch die VP dem örf das Überleben und Weitermachen ermöglicht. Was herauskommen würde war absehbar.

    Die VP ist jedenfalls keine weitere Überlegung wert.

  6. cicero
    14. Oktober 2010 14:41

    "Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht hauptsächlich darin, daß Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern kann."

    Samuel Butler
    englischer Satiriker (1612 - 1680)

  7. Neppomuck (kein Partner)
    14. Oktober 2010 13:17

    Im Zusammenhang mit jederzeit nachlesbaren Wahlergebnissen von „Geschichtsfälschung“ zu sprechen hielte ich für überzogen. Man kann hinsichtlich der Motive, die den seine Stimme verweigernden Stammwähler der Schwarzen bewogen haben, diesmal „fremd zu gehen“ durchaus geteilter Meinung sein, aber „fälschen“ kann nur, wer das Original kennt.
    Und das wird auf ewig im Herzen des jeweiligen Wählers (oder Nichtwählers) verborgen bleiben.

    Dass manche „Interpretationskünstler“ hier (anlässlich des Wahlergebnisses) eine ihnen genehme Reihung in der „Hierarchie der wahren Ursachen“ für den Absturz der ÖVP in Wien vornehmen wollen, gehört zum Tagesgeschäft der politischen Pfründenempfänger, die glauben, auf einen Karriereschub im Zuge der zu erwartenden Wiederauferstehung der am Boden liegenden ÖVP hoffen zu dürfen, wenn sie nur die (für sie) richtigen Sündenböcke in die Wüste jagen.

    Dabei wäre Systemkritik angesagt.
    Die schon von J. Taus bekrittelte „Bündeproblematik“, die sich in kaum mehr als einem perpetuierenden Machtkampf um spektakuläre wie einträgliche Positionen manifestiert, wäre einer dieser Kritikpunkte.

    „A be bu, drausd bist du“ kann ja nicht die Basis einer strategischen Personalentwicklung sein, zumal die Zukunft einer Partei von einer intelligenten Spontaneität und selbstkontrollierten Telegenität ihrer Protagonisten abhängt und weniger von dem Potential politischer Hausmacht, das hinter dem/der vorgeschobenen Hampelmann/-frau steckt.
    Diese Wahl, bzw. ihr Ergebnis hat deutlich gemacht, wie es um die Befindlichkeit einer Partei steht, die sich „urplötzlich“ (?) von den EU-Geistern, die sie rief (samt allen internationalen Gespenstern in deren Kielwasser) in ihrer Existenz bedroht fühlt.

    Es wird Zeit, Charakter zu zeigen.
    Es muss ja nicht gleich der „wahre“ sein, aber man sollte daran arbeiten, ihn (diesen Charakter) zumindest zu finden, bzw. wenn das angesichts der momentanen Verwerfungen auf den „politischen Märkten“ wie im gesamten Weltwährungsgefüge zu kompliziert ist, einen Gang zurück zu den Wurzeln anzutreten. Und zwar mit Hochdruck und verdoppelter Schrittgeschwindigkeit.

    Sonst wird man sogar von den tektonischen Bewegungen in der heimischen Politik noch überholt.
    Das BZÖ mag als warnendes Beispiel gelten.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 15:33

      Vergeben Sie den etwas übertriebenen Ausdruck von der „Geschichtsfälschung“. Man will eben wahrgenommen werden. Es ist alles übertrieben. Aber ohne Übertreibung kann man gar nichts sagen. Weil, wenn sie die Stimme nur erheben, ist es ja schon eine Übertreibung, denn wozu erheben sie sie denn? Wenn man irgend etwas sagt, ist es schon eine Übertreibung. Auch wenn man nur sagt, ich will nicht übertreiben, ist es schon eine Übertreibung.

    • Neppomuck (kein Partner)
      14. Oktober 2010 15:49

      Man soll zwar nicht übertreiben, aber manche "Schlussfolgerungen" kann man gar nicht genug geringschätzen.

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 16:06

      Schnabeltierfresser,

      Klingt nach Zen-Buddhismus... (grins)

  8. Eric Cartman (kein Partner)
    14. Oktober 2010 13:05

    Tja Herr Unterberger, auch linkslinke Journalisten dürfen ihre Meinungen und Interpretationen haben. Wenn ich bedenke was hier von ihrer Seite schon für krude Dinge abgesondert wurden müssten Sie wohl der Obergeschichtsfälscher sein.

    Aber zum Thema: Meiner Meinung nach ist die ÖVP an ihrem Spagat zerbrochen. Auf der einen Seite rechte Hardliner wie Fekter und auf der anderen Seite die liberale Marek mit ihren geilen Snobbubis. Die Rechten fühlen sich eben von der FPÖ besser vertreten, die Liberalen wählen wohl eher Grün.

    Tatsache ist auch, dass das Bürgertum zahlenmäßig ziemlich am Ende ist. Die bürgerliche Sphäre wurde nach dem oben skizzierten Schema eingesaugt. Die rechte Seite hat sich zum Pöbel der nationalen Sozialisten gestellt und die Liberalen zu den Grünen. Der ordoliberale Rest bzw. die Menschen die zwar wertkonservativ sind aber nichts mit der Dummheit und Hetze der FPÖ anfangen können wählen wohl nichts. Das ist meine Interpretation, nach Unterbergers Diktion - Geschichtsfälschung.

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 13:18

      "...die Liberalen zu den Grünen..."

      Also, viele LIBERALE scheint es ja nicht zu geben. Statistisch vernachlässigbar. (grins)

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 13:25

      Es gibt keinen einzigen Liberalen auf der Welt, der Grün wählt. Das was Sie als "liberal" bezeichnen, ist ganz einfach nur eine links gesinnte Terrorgemeinde, die die braven, frommen und leistungsbereiten Bürger zu Gunsten von vermeintlichen Außenseitern enteignen und entrechten möchte.

      Liberalismus ist die Freiheit vom Staate, nicht die Freiheit, Mitbürger qua Staatsgewalt zugunsten anderer zu terrorisieren.

    • Neppomuck (kein Partner)
      14. Oktober 2010 13:33

      Die „suburban legend“, dass die Grünen liberal wären, entbehrt jeder Grundlage.
      Fundamentalisten und „liberal“ verträgt sich einfach nicht.
      Der einzige, überhaupt brauchbare Fundamentalismus wäre übrigens ein „philosophischer“.

      Die „Grünen Ajatollas“ sind eine müde Melange aus Machtgeilheit und Marxismus, denen es gelungen ist, sich eine Zeitlang hinter dem Feigenblatt Sascha van der Bellen zu verstecken.

      Jetzt zeigt der basisdemokratische Chaotiker sein wahres Gesicht.
      Warum mir dazu „Basi(s)lisk“ einfällt, wird wohl leicht zu begreifen sein.

    • Pöbel? (kein Partner)
      14. Oktober 2010 13:35

      Sie sprechen vom Pöbel? Vielleicht gehören sie dazu, dass si andere so anpöbeln!

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 13:36

      @ Neppomuck

      Meinen Sie den Basilisken aus den Wiener Sagen? :-D .

    • Neppomuck (kein Partner)
      14. Oktober 2010 13:47

      Meine ich.

      Dazu noch ein Gedichtlein, etwa 20 Monate alt:

      Zum Abdecker mit den "Aufdeckern".

      Aus der Gruften grausem Grund
      greint der grüne Krötenhund,
      schielt verschämt aus schmalen Schlitzen,
      die in kalten Augen sitzen.
      Wo sind unsre Wahlkampf-Siege?
      Bürgerliche, macht die Fliege!
      Doch was haben sie zu bieten?
      Nichts als Nörgler neben Nieten:
      Revolutionsmarxisten,
      Soziologen, die da nisten
      in des Staates Hängematten,
      Feministinnen, im Schatten
      eines „gender-Malstroms“ schwimmend,
      Parvenüs, den Thron erklimmend,
      Spinner, Spieler, „Spontanisten“,
      Schattenkinder, die in tristen
      Tüchern sich als Basis sehen
      und doch nur im Regen stehen,
      wenn die Promis zu den Pfründen
      mittels ihrer Stimmen finden.
      Doch das stört das Fußvolk nicht,
      eingedenkend ihrer Pflicht,
      unbedarft und ahnungslos,
      schleudern sie die grüne Sauce.
      Ob man damit Wähler findet?

      Diese Angst ist unbegründet.

    • Eric Cartman (kein Partner)
      14. Oktober 2010 13:49

      Ah schön, der Starl setzt seine Prämissen wieder einmal absolut.
      Liberal ist nach Starl ungefähr, dass niemand enteignet wird ausser es kommt den Juristen zu gute...

      Der Starlsche Liberalismusbegriff ist allerdings noch kein Gesetz, vielleicht wird der das wenn seine RPÖ mal die Mehrheit hat. Man merkt eben wie kindlich unser lieber Herr Starl ist, da hilft auch kein überhebliches Gelaber das mit Erstsemester Juristenfloskeln gewürzt wird. Für ihn gibt es eben nur Schwarz und Weiss, was er definiert ist so. Wäre er nicht so lästig würde ich glatt Mitleid für ihn empfinden.

      Ein Mensch kann sich auch als liberal bezeichnen wenn er für ein mehr an Freiheit ist, das setzt nicht voraus, dass er für eine maximale Freiheit von Staat ist. Darum habe ich auch noch extra von Ordoliberalen geschrieben. Sie mein Freund Starl, dürfen meine falschen liberalen Terroristen aber gern als Gesellschaftsliberal oder Volvo-Liberale bezeichnen.

      Aber bleiben Sie nur in ihrer kleinen Welt wo jeder Grüne leistungsfeindlicher Terrorist ist und der Liberalismus denen gehört die Sie damit meinen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 13:54

      Sehen Sie das nicht so eng, Eric, für Starl usw. ist Liberalismus sowas wie ein Religionsersatz. Und das ist ja auch gut so, zumindest besser als richtige Religion.

      Endlich neue Southparkfolgen online, übrigens.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 14:45

      Werter Cartman,

      Sie reden von Ordoliberalen? In etwa diesem Satz von Ihnen:" Die Rechten fühlen sich eben von der FPÖ besser vertreten, die Liberalen wählen wohl eher Grün. " ?

      Oder in jenem:" Die rechte Seite hat sich zum Pöbel der nationalen Sozialisten gestellt und die Liberalen zu den Grünen. " ?

      Mein lieber Mann, lesen Sie bitte Ihre eigenen Beiträge.

      Im Übrigen freut es mich sehr, dass ich für Sie den Liberalismus exemplifiziere, doch das ist zuviel des Ruhmes. Die Definition von Liberalismus stammt nicht von mir.

      Hierzu einige Definitionen aus diversen Online- Lexika:

      Wikipedia: Im Zentrum der politischen Philosophie des Liberalismus steht das Individuum, dessen Freiheit zu sichern und verteidigen die oberste Aufgabe des Staates sei. Die individuelle Freiheit ist nach liberaler Überzeugung die Grundnorm und Basis einer menschlichen Gesellschaft, auf die hin der Staat und seine politische wie wirtschaftliche Ordnung auszurichten seien. Wo die Freiheit des Einzelnen berührt wird, habe jede, auch die staatliche, Gewalt zu enden – der Staat habe nur dann einzugreifen, wenn die Freiheit der Individuen verletzt wird. Seine Rolle habe sich vorrangig auf den Erhalt von Recht und Freiheit zu beschränken. Dem Einzelnen solle durch sein Mehr an Freiheit auch mehr Verantwortung für sich selbst übertragen werden. Des Weiteren steht eine liberale Weltanschauung für den freien Wettbewerb in der Wirtschaft und richtet sich somit im Allgemeinen gegen ausufernde staatliche Regulierung.

      Die Grünen waren nie für freien Wettbewerb und für die Eigenverantwortung des Einzelnen und den Satz "Wo die Freiheit des einen beginnt, hört die Freiheit des anderen auf", haben die Grünen sowieso noch nie verstanden. Dazu müsste man schon Kant lesen.
      Eine Nachlese bei John Stuart Mill und seinem Mill-Limit (Erheblichkeit, fehlende Rechtfertigung, Wahrscheinlichkeit der Schädigung) reicht ebenso.

      Aber hier noch eine Definition:

      Liberal?smus

      im weiteren Sinn die Autonomie des Individuums in den Mittelpunkt stellende Welt-, Staats- und Wirtschaftsanschauung.

      Nach Autonomie des Individuums sucht man bei den Grünen lange bis vergeblich.

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      14. Oktober 2010 14:46

      @stf: Southpark lahmt, schauen Sie doch einmal wirklich gute Serien.
      Wie zum Beispiel diese hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Liar_Game

    • Heri (kein Partner)
      14. Oktober 2010 14:52

      Liberal == Grün?
      Na da haben wir aber auch schon gar nix verstanden....Sie glauben wohl auch LIF == Liberal, gell? Na dann, kein Wunder. ;-)

    • Eric Cartman (kein Partner)
      14. Oktober 2010 14:58

      Ich habe die Ordoliberalen gesondert erwähnt. ("der ordoliberale Rest")
      Alle anderen Liberalen in meinem Text dürfen Sie gerne durch Volvo-Liberale o.ä. Schmähbegriffe austauschen die zeigen, dass es nur eine wahre Art des Liberalismus geben kann...

      Ich weiss nicht wo genau die Grünen gegen freien Wettbewerb sind (es sei denn man begreift freien Wettbewerb wieder in einer Extremform). Gerade bei van der Bellen sind auch immer wieder Aussagen bezügl. Budget u.ä. durchgeklungen die einen Einfluss der österreichischen Schule nahelegen. Nur weil man jene die durch den Rost fallen nicht auf der Straße verhungern lassen will, muss man den freien Wettbewerb nicht ablehnen.

      Aber damit Sie mich da nicht wieder absichtlich falsch verstehen: Ja die Grünen sind wohl eher Gesellschafts als Wirtschaftsliberal, gegen die Marktwirtschaft dürften allerdings nur die Wenigsten von ihnen sein.

      @sft u. drb.: Sehr ärgerlich aber SP laggt wirklich furchtbar im Moment. Mangas mag ich übrigens nicht so gern.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 15:07

      Die Grünen als gesellschaftsliberal zu bezeichnen ist ebenfalls mutig. Fordern nicht gerade die Grünen unbedingte Gleichbehandlung? Sollen die Bürger nicht gerade den Grünen nach dazu gezwungen werden, keine teuren Stromgeräte zu kaufen, keine Autos zu kaufen, die ein hohes Maß an CO2 ausstoßen? Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

      Ich führe Ihnen gerne vor Augen, wo die Grünen gegen freien Wettbewerb sind: Stichwort Frauenquoten, Stichwort Finanzmarktregulierung, Stichwort Einschränkung der Vertragsfreiheit durch Konsumentenschutzbestimmungen und diverse Arbeitsmarktregulierungen, usw. usf., auch diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

      Ein Wirtschaftsprofessor macht noch keine Partei, die für den freien Markt steht.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 15:38

      Freilich gibt es zahlreiche liberale Elemente im grünen Programm. Z.B. die volle Schulautonomie. Aber schon klar, dass den Links-Rechts-Denkern das zu wenig ist.

      Finden Sie dass South Park so lahmt? Ich gebe zu, die aktuelle Staffel reicht nicht an die phantastische 13. heran, aber ein paar nette waren schon dabei. Z.B.
      http://www.southparkstudios.com/full-episodes/s14e04-you-have-0-friends

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 15:58

      @ STF

      Liberale Elemente? Schulautonomie? Der Staat zwingt die Bürger, für alle Schulen zu zahlen und das nennen Sie liberal? Dieser Aussage nach wäre auch liberal, wenn man die Umsatzsteuer erhöht und dafür jedem Bürger ein gewisses Nahrungsmittelsortiment zugesteht.

      Ein liberales Element wäre es, würden die Grünen das gesamte Bildungssystem privatisieren wollen, doch davon sind die Grünen meilenweit entfernt.

    • Eric Cartman (kein Partner)
      14. Oktober 2010 17:29

      @ Starl:

      "Stichwort Finanzmarktregulierung, Stichwort Einschränkung der Vertragsfreiheit durch Konsumentenschutzbestimmungen "

      Eigentlich sind sich auch die meisten Ordoliberalen darüber einig, dass Märkte Regulierung brauchen. Erklären Sie mir jetzt bitte was grundsätzlich an einer basalen Finanzmarktregulierung und Konsumentenschutzbestimmungen falsch sein soll?
      Welchen Regeln soll Kapital überhaupt unterworfen werden?
      Oder soll nur die vergötterte Vertragsfreiheit gelten? Nun gut, dann können sich die größten Konzerne nach der Institutionalisierung ihres Liberalismus gleich mal die Welt aufteilen - bin gespannt wie gut so ein Monopolmarkt noch funktioniert.

      Sie verwechseln "liberal" (mit all seinen möglichen Schattierungen) offenbar mit einer extremen (ohne das jetzt zu werten) Form von Wirtschaftsliberalismus.

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 18:00

      Eric Cartman,
      "...Eigentlich sind sich auch die meisten Ordoliberalen darüber einig, dass Märkte Regulierung brauchen..."

      Eigentlich sind es die "Neoliberalen"...

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 22:59

      @ Cartman

      Ich kann Ihnen gerne erklären, warum Finanzmarktregulierungen und Konsumentenschutzregelungen falsch sind, aber das würde den Rahmen sprengen. Nur soviel, dort, wo sich Unternehmen nicht entfalten können, wird das Wirtschaftswachstum gehemmt.

      Dass ein freier Markt zu Monopolbildung führt, ist eines jener Märchen, mit denen die Linke schon seit Jahrzehnten aufwartet (nicht, dass ich Sie als links bezeichne, aber die Linke tut es nunmal).

      Nehmen Sie den Automarkt, oder den Handynetzmarkt, alles völlig ungeregelte Märkte und kein Monopol weit und breit in Sicht.

      Im Übrigen ist ein Monopol nichts Schlechtes, denn in einem freien Markt hat jeder freien Zugang zum Markt und kann dem Monopolisten Konkurrenz machen, so geschehen beim Internet Explorer. Dass der EuGH Strafen gegen Microsoft verhängte, ist mir bewusst, hat jedoch nichts mit dem Thema zu tun, denn die Bestrafung des Missbrauchs einer Marktstellung ist keine Regelung des Marktes, da ein Missbrauch geradezu diametral zu einem freien Markt steht.

      Aber wir weichen ab, Ordoliberale mögen einen Regulierung fordern, ich kritisierte jedoch die Verwendung des Wortes liberal und ein Liberaler würde eine Regulierung niemals fordern.

      Und Sie scheinen nicht konsequent genug zu sein, denn Freiheit vom Staat (und wie ich bereits ausführlich erläuterte, geht es dem Liberalen darum) bedeutet eben auch Freiheit beim Wirtschaftsverkehr, also die von Ihnen genannte Vertragsfreiheit. Sie würden große Augen machen, würden Sie den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Vertragsfreiheit erkennen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      15. Oktober 2010 07:48

      Ja ja, der Schritt von liberal zu anarchistisch ist manchmal ein kleiner.

  9. Stachel (kein Partner)
    14. Oktober 2010 11:38

    Natürlich hat der (überflüssige und späte) "Rechtsruck" Marek nachhaltig geschadet: erstens hat die erbärmliche Aktion gegen die 8-Jährigen (einsperren und abschieben) die - offenbar doch noch existenten - anständigen Menschen in der ÖVP abgeschreckt und zweitens sind die, die diese Aktion gebilligt haben, sicherlich nicht zu Marek (also zum Schmidl) sondern zu Strache (zum Schmid) gegangen.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 12:44

      Sie bemerken vor blinder Ideologie nichtmal, dass Sie sich innerhalb von ein paar Zeilen widersprechen. Es kann nur eines stimmen: entweder die Wähler wollen keinen Rechtskurs oder sie wollen einen Rechtskurs und laufen zur FPÖ über.

      Die Wählerstromanalyse zeigt auch, dass diesmal ungewöhnlich viele ÖVP- Wähler diesesmal die FPÖ wählten, was beweist, dass die ÖVP konservative Positionen nicht mehr glaubwürdig vertreten kann.

      Ihre Behauptung, die Abschiebung habe ÖVP Wähler verschreckt, wird daher nicht wahrer, und wenn Sie es noch so oft schreiben.

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 13:26

      "...hat der (überflüssige und späte) "Rechtsruck" Marek nachhaltig geschadet..."

      Man muß nicht alles glauben, was eine Chefredakteuse vom Standard sich so zusammendenkt...

  10. Wolfram Schrems (kein Partner)
    14. Oktober 2010 11:27

    Das ist aber ein interessantes Deja-vu-Erlebnis: Ich höre seit Jahren, daß die ÖVP noch liberaler (und - sehr beziehungsreich, wirklich - "urbaner" und - das ist echt der Höhepunkt: "offener") werden müsse.

    Noch liberaler und "offener" geht es nicht mehr, außer man würde in den psychiatrischen Bereich hineinreichen wollen.

    Wirklich witzig, daß diese Tips immer von Feinden der ÖVP kommen, besonders auch von den eingeschleusten in der Partei selbst. Die alte Frage lautet hier wiederum: Cui bono?

    • Ritter vom Kapall
      14. Oktober 2010 11:56

      Die Frage ist hier was man halt so unter "liberal" oder "urban" versteht. Leider werden diese Begriffe (siehe Artikel in der Presse vom 10.10.10 für den Begriff "liberal") sehr oberflächlich verwendet, um sich ein "modernes" Image zu geben. Und dann gibt es noch ein paar andere Stehsätze wie "man will sich öffnen" oder "man will besser kommunizieren" dazu. Die Auseinandersetzung mit den wahren Inhalten kommt dann aber massiv zu kurz.

      Weder "liberal" noch "urban" sind an sich gute oder schlechte Begriffe: Wenn man "liberal" vom lat. für "frei", durch sein Gegenteil "totalitär" definiert, wird klar, daß es darum geht, einschränkende Regelungen eher sparsam einzusetzen. Und "urban" sagt eigentlich nichts anderes, als sich mit dem städtischen - vorwiegend großstädtischen - Milieu aus einander zu setzen, das Gegenteil ist rural. Beides sind an sich wesentliche Element bürgerlicher Gesinnung, denn "bürgerlich" leitet sich vom "Bürger" ab, ursprünglich dem Bewohner einer frühmittelalterlichen Stadt, deren Status damals oft mit dem Zusatz "-burg" definert wurde (siehe Salzburg, Regensburg, Augsburg usw. "Stadtluft macht frei", weil Stadtbewohner (also Bürger) freie Menschen waren. Im Gegensatz zu den unfreien ruralen Menschen.

      Gerade die ÖVP muß lernen sich von diesen Stehsätzen, die nur mehr leer Hülsen sind zu lösen und in einer ehrlichen Auseinandersetzung mit den Menschen der großen Städte Politik zu machen - nicht abgehoben, sondern mitendrin.

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      14. Oktober 2010 11:59

      Die Parteigranden der VP werden sich schon nicht durch "Tips" von außen lenken lassen. Oder etwa doch? Dann verdienen sie es ohnehin nicht besser. Oder ist die Zusammensetzung der Gesellschaft auch mitte-rechts heute eine etwas andere als vor 40 Jahren?
      Anbieten darf freilich jede Partei was sie will, aber wenn der Wähler nicht zugreift, sollte man gefälligst nicht über diesen raunzen, sondern die eigenen Positionen überdenken.
      Die Mehrzahl des Wahlvolkes für unzurechnungsfähig und fehlgebildet zu erklären, stellt den Schönwetterdemokraten aller Seiten kein gutes Zeugnis aus.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      14. Oktober 2010 12:49

      @Ritter vom Kapall
      Sie haben ganz recht: Diese Begriffe sind an sich neutral bis positiv.

      Aber Überlegungen, wie Sie sie anstellen, wurden im Wahlkampfbüro der ÖVP offenbar nicht angestellt.

      "Urban" verbinde ich mit folgenden Qualifikationen: arrogant, weltfremd, inhaltslos, also mit dem sattsam bekannten Typ des Schnösels, der von weltanschaulichen Fragen und den realen Problemen (besonders der autochthonen Bewohner von Favoriten u. dgl.) recht unbeleckt ist. Darum war der Schwenk der ÖVP in Richtung Gesetz und Ordnung (wenn es das war) im letzten Moment völlig unglaubhaft.

      Also, sehr geehrte Frau Staatssekretärin, sagen Sie uns doch einmal: Wofür stehen Sie wirklich?

  11. Interessierter Leser (kein Partner)
    14. Oktober 2010 11:13

    Also, wenn hier Günstlinge wie Karas (Jungfuktionär, Parteifunktionär, Invalide, Schwiegersohn und Möchtegern) als Retter für die ÖVP angepriesen werden, dann endgültig gute Nacht ÖVP!

  12. Tertullian (kein Partner)
    14. Oktober 2010 10:16

    diese ÖVP ist weder christlich noch sozial
    sie ist lediglich ein anderer Flügel der unser Land diktierenden Staatspartei SPÖVP!
    Die WIENER haben richtig gewählt!
    Die regierende Politik macht Wahlergebnisse, nicht Wahlkampagnen. Das
    mußte auch die Wiener SP schmerzlich zur Kenntnis nehmen, die
    hauptverantwortlich für die äußeren Lebensumstände der Wiener ist. Die
    inländerfeindliche Politik des Wählervolkaustausches durch maßlose
    Zuwanderung ist gescheitert!
    Ein einziger Spitzenkandidat stellte sich offensiv gegen diesen Wahnsinn
    und gewann mit seinem Charisma deutlich diese Wahl. Als überzeugter
    WIENER für die angestammten Wiener - alle übrigen Mitbewerber sind
    nämlich Nichtwiener!
    Auch wenn diesmal noch die Sozis ihren Machtfilz mit Hilfe der schwarzen
    Resttruppe retten können, muß in naher Zukunft der demokratiepolitische
    Irrsinn der institutionellen Ausgrenzung eines demokratischen
    Mitbewerbers ein Ende finden. Eine denkmögliche Koalition mit den sich
    grün nennenden Kryptokommunisten bedeutete wohl einen gefährlichen
    Rückschritt in die klassenkämpferische Zeit zwischen den beiden großen
    Kriegen.
    Wollen die angestammten Wiener und deren Kinder auch in Zukunft hier
    eine Heimat haben, gibt es derzeit zur FP und Strache keine Alternative.
    Die WIENER wissen das!

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      14. Oktober 2010 12:02

      Einwanderungsstopp nach Wien für alle Nichtwiener?? Was glauben Sie, wieviele Wiener in Wien leben, deren Vorfahren schon vor 1900 schon dort waren?

  13. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    14. Oktober 2010 09:51

    "PS: Überraschend viele bürgerliche Wähler haben sich auch an die eiskalte Reaktion der Bundes-VP erinnert, als diese ihre EU-Stimme für Otmar Karas ignoriert hatte."

    Also da versteh ich die ÖVP, wenn die Krone den Strasser will, kann der Karas halt nunmal nicht Nummer 1 werden!

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 09:58

      "... als diese ihre EU-Stimme für Otmar Karas ignoriert hatte."..."

      Offengestanden, ich glaube auch nicht, daß "Karas" ein Thema bei dieser Wahl war. Für "Bürgerlich-Konservative" gibt es bereits unzählige Gründe NICHT die ÖVP zu wählen...

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:13

      Für den Duschschschnittsschwarzen vielleicht nicht, aber für die, die Karas ihre Vorzugsstimme gegeben haben, kann das schon das Fass zum Überlaufen gebracht haben.

  14. Philipp Starl (kein Partner)
    14. Oktober 2010 09:04

    Jetzt muss ich Sie auch einmal ausdrücklich loben. Noch nie, scheint mir, haben Sie "Ihre" Partei derart scharf kritisiert. Aber das dürften Sie mit der Basis der VP gemein haben, hier soll es sehr stark rumoren. Sollte die VP bei den nächsten Wahlen (den Bundeswahlen) wieder 3%+ verlieren, wird sich Josef Pröll, und wenn er noch so machtgeil ist, nicht mehr halten können. Doch was kommt danach? Die ÖVP ist personell genauso tot, wie die SPÖ. Es ist das uralte staatliche Problem: wo nicht Leistung, sondern die Freunderlwirtschaft zählt, ist das Endprodukt mittelmäßig bis schlecht. Dabei mache ich auch Altkanzler Schüssel einen Vorwurf, der diese Partei stark hierarchisch organisierte, Josef Pröll perfektionierte und pervertierte es "nur".

    Nun steh ich da, ich armer Tor, und bin so personalarm als wie zuvor. Die ÖVP kann nur eine tiefgreifende Reform retten, eine Revolution von unten, doch dazu sind die Parteistrukturen zu starr.

    Quo vadis, austria? Nun, die FPÖ wird die einzige Partei sein, die noch am ehesten Zuspruch bekommen wird, doch was dann? Die FPÖ ist schlicht zu dünn, personell, wie auch intellektuell, als dass sie eine Regierungspartei werden könnte. Was wir dann wahrscheinlich erleben werden, ist das Gleiche Trauerspiel wie in Deutschland, wo die eine Partei nicht mehr wirklich gewinnt, sondern nur noch Stimmen der Verlierer einsammelt. Eine Demokratie ist das bei Weitem nicht mehr, es ist eher ein Verwalten auf diktatorischer Ebene, nur dass wir nicht den Führer Putin wählen müssen, sondern zwei- drei andere Witzfiguren.

    Doch sollte man nicht verzweifeln. Gerade solche Zeiten tragen Umbrüche in sich, Neues, etwas, was das Land von Grund auf ändert und damit ist nicht unbedingt meine Partei gemeint, es ist die Gesamtheit der Bürger, die auf die eine oder andere Weise ein Ventil suchen wird.

    Noch ein Nachsatz zum ORF: witzig, wie man sich als Linker, um die "Rechtsradikalen" zu bekämpfen, schon so verbiegen muss, dass man sich am anderen Ende wieder berührt, sprich, sich widerspricht.

    Da wird in der Wahlnacht und am Tag darauf eifrig das Motto ausgegeben, die Niederlage der ÖVP an der Abschiebung festzumachen, so nach dem Motto: die Bürger wollen keine konservative, keine rechte Politik und was darf man gestern im Club 2 erleben? Das Thema "Rechtsruck". Was nun lieber ORF? War die Fekter zu weit rechts, oder haben wir einen Rechtsruck erlebt?

    • cmh (kein Partner)
      14. Oktober 2010 09:33

      Wer von den verehrten Mitpostern sagte: Die ÖVP wir in Kürze eine Vorfeldorganisation des Bauernbundes sein?

      Aber Scherz beiseite:

      Ich frage mich, wenn es der FPÖ gelingt, innerhalb von fünf Jahren wieder zu ihren 25% Anteilen zu kommen, warum nicht auch der ÖVP auf ihre 30-40%?

      Möglicherweise liegt das daran, dass diese Partei derzeit konservativ mit ideenlos verwechselt, zuwenig angriffig ist und das Risiko scheut und ihren Wählern immer demonstriert, dass sie sich als von Interessengruppen ferngesteuerte Schähtruppe ihren Wählern gegenüber nicht verpflichtet fühlt.

      Karas, Himmer sind Antworten auf die Frage: Wie haltest du es mit der Demokratie?

      Das verspätete Budget und die Koalitionsbettelei von Ma

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:02

      Ich denke, gerade bei den Großparteien entstehen die Inhalte mit der Persönlichkeit. Schüssel gab mit Grasser einen dem Anschein nach neoliberalen Kurs vor (in Wahrheit stieg die Staatsquote), Pröll funktionierte die Partei zu einer wortwörtlichen Partei der Mitte, also des Nichts, des weder Fisch noch Fleisch, um und baute seine Machtposition durch brutale Kaltblütigkeit und seinen Onkel aus.

      Bevor die ÖVP also einen neuen Kurs fahren kann, der auch dem christlichen Wertebild entspricht, muss eine neue überzeugende Persönlichkeit dafür kommen. Eine solche ist bei der ÖVP nirgends in Sicht.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:19

      Altkanzler Schüssel passt hier wirklich gut rein, repräsentiert er doch ideal das Modell Häupl/Fayman/SJ auf der schwarzen Seite. Das da wäre: im engeren Kreis nur mit Leuten umgeben, die du schon jahrzehntelang kennst und dir bedingungslos ergeben sind. Leistung ist für diese Art von Machtmenschen tatsächlich keine Kategorie.

      Und sie können Leistung gar nicht mehr beurteilen, glaube ich. Wenn dann doch mal jemand von außen hinein lässt, wie z.B. Bandion-Ortner, ist es ein Vollflop.

    • CMH (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:31

      Das vorstehende posting war noch unvollständig. Bitte um Entschuldigung.

      Das verspätete Budget und die Koalitionsbettelei von Marek ist Antwort auf die Frage, auf wen diese ÖVP hört.

      Und auf direkt noch zu Starl: Eine einzige Persönlichkeit zum Spitzenkandidaten gemacht würde genügen und die sollte doch noch aufzutreiben sein. Dann müsste man nur noch etwas gegen den Konstruktionsfehler der ÖVP, dass nämlich alle von Konrad abwärts glauben die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, machen. Diese ständige beckmessernde Aufmüpfigkeit müsste wie zu Khols Zeiten in den Griff bekommen werden.

    • Martin Bauer
      14. Oktober 2010 10:32

      Philipp Starl

      Wann zahlen Sie endlich ein? Das ewige hinunterscrollen wird langsam öd :-)

      Schnabel:
      Das sich Umgeben von Ergebenen ist ja a priori nicht schlecht.
      Am besten funktioniert es, wenn Legislative und Exekutive in einer Hand sind ... :-)

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:34

      Nein, das sich Umgeben von Ergebenen ist ja a priori bestimmt nicht schlecht, aber ich meine, dass man dabei den Bezug zur Wirklichkeit ein Stück weit verliert. Wenn nämlich sowas wie Bures oder Gehrer rauskommt...

    • Samtpfote
      14. Oktober 2010 10:37

      .. oder Plassnik und Bartenstein ...
      Wohin ist eigentlich der Dietz verschwunden?
      War der nicht irgendwann einmal ein "Hoffnungsträger"

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:39

      @ STF

      Da kann man Ihnen nur beipflichten.

      @ cmh

      Ja würde man meinen, dass so eine Person aufzutreiben ist. Wahrscheinlich ist sie das sogar, aber die ÖVP lässt eben nur noch die "richtigen" Kollegen an die Macht, siehe Marek, die kläglich scheiterte, siehe Strasser, der Karas eindeutig unterlag und siehe Himmer. Seit Pröll ist dieses System perfekt und ich wüsste nicht, wie also so eine Führungspersönlichkeit in der ÖVP an die Macht kommen sollte, sollte sie existieren, denn die ÖVP hat noch ein Problem mit der SPÖ gemeinsam: die Parteisoldaten wurden allesamt in der Parteiakademie erzogen und genährt, von der wirklichen Welt haben die Wenigsten eine Ahnung. Alleine die Junge ÖVP legt beredt Zeugnis hievon ab.

    • cmh (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:39

      zu Schnabeltierfresser:

      Danke für die Erläuterungen. Genau das meine ich mit "beckmessernde Aufmüpfigkeit"

      Schüssel hingegen ist nie einem Kollegen in den Rücken gefallen. Schon gar nicht, wenn sich der wie die Liesel für die - wie sich nun immer mehr herausstellt - richtige Schulpolitik vom Mainstream anschütten lassen musste. Auch nicht einer Prokop. Und es ist auch nie anders gekommen als angekündigt und es wurden auch keine Kaninchen plötzlich aus dem Hut gezaubert. Kurz: Schüssel hat nie etwas auf die Quisqilien von Herrn und Frau Hinsichtl und Rücksichtel gegeben.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:40

      @ Martin

      Ist bereits passiert, ich hoffe, das Geld kommt bei Herrn Unterberger bald an :-) .

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:43

      Plassnik hat man wenigstens medial sehr positiv positionieren können (Fr. Glück?) im Gegensatz zu Mr. 100-Millonen-"Rabattkönig"-Bartenstein. Zumindest, bis sie bei der Krone in Ungnade gefallen ist. Ich hielt sie gefühlsmäßig immer für strunzdumm, so wie die Frau Ferrero.

      @ Hoffnungsträger Dietz:
      Post und Telekom Austria
      ÖIAG
      ESTAG
      Hypo Group Alpe Adria

      Also "Privatwirtschaft" oder was man in SPÖVP für Privatwirtschaft hält.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:48

      Das mit Schüssel und Kaninchen stimmt schon, aber bitte entschuldigen Sie, unter der Liesel hat es ÜBERHAUPT keine Schulpolitik gegeben.

      Oder wo sehen Sie da jetzt die Leistung? In der Fortschreibung des Schulsystems auf dem Stand der Fünfziger Jahre mit besonderer Rücksichtnahme auf die Lehrergewerkschaft?

    • cmh (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:49

      Posten in Echtzeit! Toll!

      Samtpfote: Den Dietz sehe ich manchmal im Tirolerhof.

      Starl: Die vorstehende Träumerei zu Schüssel bitte ich als Existenzbeweis zu sehen, dass es geeignete Personenen geben muss. Es sind wie gesagt zwei notwendig: eine Person als Spitzenkandidat und eine Person zum innerparteilichen - ja sagen wir es deutlich - Disziplinieren. Die Situation der ÖVP dürfte die gleiche sein, die vor 2000 Jahren Cicero im Feldlager bei Philippi auf seiten der Caesarenmörder vorfand: in jedem Zelt ein Consular von denen jeder genau wusste, was zu tun wäre.

      Wie bei der ÖVP: Jeder Konrad schimpft auf die JVP, aber wenn einer viele Vorzugsstimmen bekommt weil er dafür grennt ist, dann macht das auch nichts.

    • cmh (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:56

      STF

      Der Vergleich macht sie sicher: Im Gegensatz zur BM Schmied hatte die Liesel kein Konzept - wenn Sie unter Konzept etwas verstehen, dass jeder Redakteur auf einem DIN A5 Zettel mit nach hause nehmen kann. Die Schmied hat das, da kann der Zettel noch kleiner sein, denn es muss nur draufstehen: GESAMTSCHULE mit viel nichts dazu.

      Und so wie die Lehrer damals geschumpfen haben kann es nicht im Interesse der Gewerkschaft gewesen sein.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 11:07

      Jetzt weiß ich aber immer noch nicht, was die Liesel besser gemacht hat. Oder überhaupt gemacht.

    • Franz Josef (kein Partner)
      14. Oktober 2010 11:24

      BM Schmied hat jedenfalls vor kurzem mit sehr ernster Miene gesagt, sie will radikal auf Kurs bleiben. Mir ist ein kalter Schauer über den Rücken hinunter gelaufen.

    • Martin Bauer
      14. Oktober 2010 12:06

      Schnabeltierfresser

      Plassnik hätte an Stelle von Pröll mit Abstand in Wien ein besseres Wahlergebnis eingefahren.
      Ein stärkeres Kontra gegenüber der SPÖ wäre auch sicher gewesen.
      Eine Marek wäre unter ihrer Ägide sicherlich nie zum Zug gekommen.

      PS
      (Manchmal ist Stutenbeisserei auch positiv zu sehen :-) )

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 13:52

      Ich kenne Plassnik ja nicht, dass ist nur ein Eindruck, vielleicht ist sie in Wirklichkeit blitzgescheit. Aber spätestens nach ihrer Kronenzeitungsaktion, als die beleidigte Leberwurst Leserbriefschreibern von ihren Beamten nachrufen ließ (!) hat sie sich bei mir jede Glaubwürdigkeit verloren.

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 18:38

      Schnabeltierfresser,
      "...Ich kenne Plassnik ja nicht..."

      Leider kenn ich Sie auch nicht. Aber... wenn Sie so kleinwüchsig sind, wie ihr Mentor... hätt' ich Sie gern bei einem Tänzchen mit ihr gesehen...

    • socrates
      14. Oktober 2010 19:10

      Fekter war nicht zu weit rechts, sie ist schlicht gelegt worden. Die Abschiebung hätte netürlich erst nach der Wahl sein sollen. Auch wenn Pandi das nicht begreift und nicht recherchiert. Wenn Rot das schon inszeniert hat, muß es im ORF gefeiert werden. Das nennt man Nachbereitung.
      Daß Leistung nicht zählt, sehen wir täglich bei A.U. Sein Nachfolger ist viel schlechter, nicht lesenswert und vertreibt die Kunden, aber politisch nützlich.
      Die FPÖ hat ganz gute, junge Leute, die noch nicht allen verpflichtet sind. Hüten muß sie sich nur, im Falle eines Sieges, vor den Hinzukommenden.
      Ich kann mich noch gut erinnern, wie es hieß: die SPÖ hat keine guten Leute, keine Akademiker, wie soll die regieren? Mittlerweile wissen wir es und zahlen dafür. Alle Karrieristen und alte ............ leife zu ihr über.

  15. Segestes (kein Partner)
    14. Oktober 2010 08:47

    Der gestrige Club 2 zum Thema "Fremdenangst":
    http://tvthek.orf.at/programs/1283-Club-2

    Zum Ausrasten oder zum Zerkugeln.
    Das kann sich jeder aussuchen.

    Besonders amüsant Beate Winkler
    (Beraterin für interkulturelle Entwicklung).
    Als die über das Verhetzungspotential von Gruppen zu fabulieren
    begann, die "Ismen" vertreten, sprich Extremismus und Nationalismus,
    rief Lothar Höbelt keck dazwischen "Sozialismus!"
    :D
    (zu sehen ab Timecode 22min45sec)

    Der Vorteil der ORF-TVthek - man kann z.B. beim Gequatsche
    eines Hans Rauscher, wenns allzu penetrant wird, vorspulen :)

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 09:09

      Wobei man dazu sagen muss, dass der ORF sich getraut hat, einen renommierten Journalisten, der zudem ein konservatives Bollwerk darstellt, einzuladen. Die unmittelbare Folge: die anderen Diskutanten konnten nur blöd ob der Argumente des Herrn Köppel dreinschauen. Das passiert dem ORF sicher nicht mehr, wetten?

    • Trollfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 09:16

      Hans Rauscher (ein in die JAhre gekommener Troll gniamgniam) hat das getan was er immer tut - er gab den Plauscher.

      Interessant war aber der Simmeringer Soze, pardon Gemeindepolitiker. Der war eine Fleisch gewordenen SPÖ-Hochglanzbroschüre. Teuer aber nichts drin. Wenn man an vergangene Zeiten zurückdenken will und sich die vorstellen möchte, hat man da das Muster eines politischen Offiziers.

      WEnn man seinen Lebenslauf liest:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Troch

      ist man sicher, dass der nie in seinem LEben die rote Brille abgenommen hat. Ab in den Giftschrank mit dem.

      Und ein weiteres Ergebnis: ungefähr ab der Mitte waren sich alle einig, dass es ein Problem mit nichtintegrierbaren Migranten gibt, obwohl Rauscher mit versuchte aus den Pipifaxcomix Wiederbetätigung, nordische Religion oder was auch immer zu konstruieren.

      Hört meine prophetischen Worte:

      Am Ende des Tages werden uns die Sozen versichern, dass sie zwar immer schon die Probleme mit den Migranten erkannt haben, ihnen die böse FPÖ geeignete Maßnahmen fies hintertrieben hat, indem diese böse FPÖ auch immer ständig auf diese Probleme seit 20 Jahren hinweist.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 09:22

      Roger Köppel und Lothar Höbelt in einer Sendung? Ist der linkslinks-grüne ORF-Verfolgungswahn damit beigelegt?

    • Segestes (kein Partner)
      14. Oktober 2010 09:30

      Ausnahmen bestätigen die Regel :)

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      14. Oktober 2010 09:55

      Vom Club2 gestern, war ich echt positiv überrascht. Vorallem Peter Rabl hat einen ausgezeichneten Moderator abgegeben!

    • Reinhard (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:20

      Vielleicht begreift der ORF langsam, dass die Zuseher bei reinen Propagandasendungen weg bleiben, und wenn die heilige Kuh der Quote stirbt sterben auch die üppigen Werbungszubrote zu den ach so kargen Gebühreneinnahmen...

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:24

      Wobei der Höbelt als Quoten-FPÖler schon immer sehr beliebt war beim ORF, muss man zugestehen. Er hat auch einen angenehmeren Umgangston als z.B. Mölzer.

    • Segestes (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:39

      Höbelt ist kein "FPÖler".
      Der vertritt nur partiell ähnliche Ansichten.
      Er ist also so wie ich, nur nicht so gut aussehend.

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:39

      @STF: Der Köppel hat mich irgendwie an den Unterberger erinnert. Denke seine Analysen zum Thema Multikulti und der Entstehunggeschichte aktueller Probleme, besitzen einen großen Wahrheitsgehalt, allerdings konnte er auf die Frage was wir jetzt mit den "Problemtürken" in Wien, Berlin etc. machen können, nur mit Floskeln ala "Gesetze beinhart durchsetzen" und den Sozialstaat drastisch kürzen, antworten. Als ob die Problemtürken schaarenweise zurück in die Türkei ziehen würden, oder sich einen Job suchen würden, wenn Sie 200 Euro weniger in der Woche bekämen.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:43

      @ dRb

      Irgendwann wird sich Europa eingestehen müssen, dass eine Abschiebung dieser unqualifizierten Moslems das einzige Mittel ist. Es hat nur noch niemand den Mut, dies auszusprechen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:49

      Was ist denn Höbelt sonst wenn kein "FPÖler"?!?

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:50

      Wie sieht da der Plan Ihrer Partei aus, oder gibt es da nur Kommunalpolitik? Deportation von 300 000 Ausländern, wie es der geniale Westenthaler einmal im Wahleifer gefordert hat?

    • cmh (kein Partner)
      14. Oktober 2010 11:00

      Köppel hat nichts von Deportationen gsagt, das muss festgehalten werden. Er sprach nur von INtegration über den Arbeitsmarkt.

      Er meinte auch nicht, dass Sozialhilfe überhaupt gestrichen werden soll, sondern dass sie verringert wurde. Offensichtlich in der Hoffnung, dass wenn die Sozialhilfe des Mannes samt Kinderbeihilfe nicht für die gesamte Familie ausreicht, dann müsste die Importbraut halt auch hackeln gehen oder sich zumindestens am Arbeitsamt anstellen. Damit kommt sie auch etwas an die frische Luft.

    • Segestes (kein Partner)
      14. Oktober 2010 11:01

      Hab ich doch geschrieben ^^
      Und nur weil er in den 90ern mal
      die Haider-FPÖ beraten hat, ist er noch
      lange kein Parteimitglied. Bestenfalls
      ein partieller Sympathisant.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 11:09

      Also zumindest ist Höbelt ein paar Grad mehr FPÖler als Sie...

    • Franz Josef (kein Partner)
      14. Oktober 2010 11:33

      Jedenfalls waren die Herr- und Frauschaften auf der linken Seite zeitweise ziemlich schmähstad oder haben sinnfrei herumgeschwurbelt. Das war irgendwie doch überraschend.

    • Reinhard (kein Partner)
      14. Oktober 2010 12:32

      @FJ
      Denen gehen halt langsam die Parolen aus. Und Argumente haben sie schon lange nicht mehr (hatten sie teilweise noch nie...).
      Und vielleicht erkennen sie schön langsam, dass es sich irgendwann rächt, wenn man konsequent am eigenen Volk vorbei bzw. über es hinweg agiert. Um nicht zu sagen, dagegen...

      @dRb 10:39
      Wirklich harte Maßnahmen wie die Rückführung aller, bei denen das finanzielle ebenso wie das kulturelle Kosten-Nutzen-Verhältnis gegen einen Zuzug sprechen, würde niemand in einer TV-Talkrunde offen aussprechen - die Sarrazin-Rassist-und-Diskriminmierungs-Keule wäre sofort ausgepackt...
      Das Blöde ist nur, dass die meisten anderen Maßnahmen nicht wirklich wirkungsvoll und deshalb nicht mehr als lahmes Geschwurbel sind.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 12:53

      @ dRb

      Im Gegenteil, meine Partei ist sehr auf Bundespolitik ausgelegt. Mit dem Terminus Deportation befinden Sie sich schon wieder in der Nazikeulenecke.

      Es sollen keineswegs Moslems deportiert werden, um sie umzubringen, wie Sie suggerieren, sie sollen einfach rückgeführt werden. Eine Rückführungsprämie von 10.000 per capita ist vorstellbar.

      Bei 300.000 Moslems wären das gerademal drei Milliarden Kosten, dafür würde sofort das Sozial- und Gesundheitssystem entlastet.

    • Johann Scheiber
      14. Oktober 2010 13:40

      Bei einer Prämie von zehn tausend Euro ist der Return on Investment bei einem arbeitslosen Wirtschaftsflüchtling locker nach drei Monaten erreicht.

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      14. Oktober 2010 14:39

      @starl: Seien Sie versichert, dass ich mit dem Terminus "Deportation" nicht vorhatte, Ihnen irgendetwas zu unterstellen. Sehr interessant, dass Körberlgeld für ein Verlassen des Landes. Was wäre Ihr Vorschlag, wenn das ein Großteil der hier lebenden Muslime ablehnt?

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 14:55

      @ dRb

      Ein Gesetz kann niemand ablehnen. Die Muslime müssen das Geld natürlich nicht nehmen, ausgewiesen werden sie aber trotzdem.

      Es ist nicht sinnvoll, das Gesetz als Angebot zu formulieren, da die Moslems ganz genau wissen, dass das hiesige Gesundheits- und Sozialsystem, die hiesige Infrastruktur weitaus mehr wert als 10.000 Euro sind. Freiwillig würden es die Wenigstens annehmen.

      Ich möchte betonen, dass dies kein moslemfeindlicher Schritt ist, schließlich fordert meine Partei eine Rückführung eines jeden minderqualifizierten Nichtstaatsbürgers, auch wenn die Moslems die Hauptursache für diese Maßnahme sind.

      Ebenfalls möchte ich betonen, dass ich diesen Schritt lediglich als ultima ratio sehe. Die muslimischen Mitbürger hatten Jahrzehnte Zeit, um sich zu assimilieren, sie haben es nicht getan, ob nun bewusst oder unbewusst. Fakt ist, dass das Problem nicht mehr anders gelöst werden kann. Die Spannungen sind zu groß, die Gräben zu tief, oder auf gut Deutsch: die Leute haben die Moslems schlicht satt und eine Integration wird nicht mehr stattfinden.

  16. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    14. Oktober 2010 08:20

    Ich weiß echt was Unterberger liest, aber die Kommentare, die ich las, liefen eigentlich nicht darauf hinaus, dass die ÖVP liberaler hätte auftreten sollen, sondern dass Marek die neue Hardliner-Linie einfach nicht glaubwürdig vetreten konnte (nachdem man ihr jahrelang ein liberales Image verpasst hatte). Das wirkte einfach künstlich und offensichtlich von zweitklassigen Wahlkampfstrategen ausgetüftelt.

    "Christine Marek hätte sich nicht zur 'Schmalspur-Fekter' machen lassen dürfen", wie auch die gewiss unverdächtige Heidi Glück gestern formulierte.

    • Schnabeltierfressers (kein Partner)
      14. Oktober 2010 08:46

      Echt sollte nicht heißen. Komischer Versprecher.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 09:11

      Nunja, die Medien sprachen ja explizit von der Abschiebung durch Frau Fekter als Schaden für die ÖVP, nicht von Christine Marek. Wäre auch unwahr, denn Frau Marek hat sich zu den Abschiebungen nie geäußert.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 09:20

      Die Abschiebungssache zu dem Zeitpunkt war sowieso dubios. Da steckt unter Garantie was dahinter, das wir nicht kennen. Ich vermute eher irgendeine Wag-the-Dog-Aktion.

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 09:26

      "..."Christine Marek hätte sich nicht zur 'Schmalspur-Fekter' machen lassen dürfen"..."

      Also, die Heidi Glück labbert ziemlich dummes Zeug daher. Sie ist tatsächlich "unverdächtig" als Strategin. Als "Strategieberaterin" in der hermetisch abgeschlossenen ÖVP-"Schlangengrube" mag sie ja noch hingehen. Ihre Verwunderung darüber, daß der ÖVP-Wien die "kleinen" Gewerbetreibenden in Scharen davonlaufen, weist auf eine fortgeschrittene "Stallblindheit" hin. Sie führt diesen "Abgang" auf den mangelnden Hinweis auf das eigentliche "Kompetenz-Segment der Konservativen", die Wirtschaft, zurück. Da kann man überhaupt nur noch in Gelächter ausbrechen. Eine "Wirtschaftspartei", die pragmatisierte Kammerbeamte als die eigentlichen "Wirtschaftstreibenden" sieht...

      Die Anlehnung an die "Schotter-Mitzi" hat C.M. ganz bestimmt weder geschadet noch genützt. Die ÖVP-Wien hat einfach nur schlicht und ergreifend, ein Glaubwürdigkeitsproblem...

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 09:47

      Schnabeltierfresser,
      "...eher irgendeine Wag-the-Dog-Aktion..."

      Hm... gar nicht so abwegig der Gedanke. Statt dem "Dachziegel" vom "Dachgiebel" erstmals...: "kommt ein Schotterstein geflogen..."

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 10:23

      'Giebel' ist mit dem zugehörigen Kreuz sowieso immer ein gutes Stichwort, was dahinterstecken könnte, wenn man etwas politisch nicht gleich durchschaut in Österreich. Egal ob bei Häupl oder Pröll.

    • Segestes (kein Partner)
      14. Oktober 2010 11:05

      "Dachziegel vom Dachgiebel"

      Dafür hat man schon Ben Hur auf die Galeere gesteckt.

  17. SOKs (kein Partner)
    14. Oktober 2010 08:13

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger
    Jedem einzelnen Punkt Ihrer Liste kann ich nur beipflichten.
    Die Volkspartei ist keine Volkspartei mehr. Ein Wahlergebnis von 13 % berechtigt nicht zu dieser Bezeichnung. 87 % sind anderer Meinung.
    Die Partei soll sich drinend umbenennen. Wenn die Post Post heißt, dann weil sie mit Post zu tun hat. Wenn die Post zu 87 % Kuchen verkaufen würde, dann wird sie wohl Kuchen heißen.
    Wenn die VP sich umbenent, endlich dazu besinnen würde, dann sollte sie sich nennen: Wirtschaftspartei, oder Verliererpartei, Schlechte Luft Partei, Verliererpartei, Käsepartei, Möchtegern Partei. Oder Pröll Partei. Der Aufkleber auf dem Paket ist also Lüge oder Konsumententäuschung.
    Was ist Geschichtsfälschung ? Genau das, was die Partei heute betreibt. Sie klebt sich immer neue Siganturen auf. Ich vergleiche das so: Auf dem Opel Kadett prangt eineige Zeit ein Mercedes Stern, dann wieder ein Hunday-Logo, dann wieder ein VW Zeichen, usf. Stimmen die Logogs, dann ist der Inhalt eine Lüge, eine einzige Lüge.
    Wenn die bescheuerten Manager dieser Partei nun Brüssel-konform eine offene Partei sein wollen und dem Zeitgeist entsprechend eine Frauenpartei sein wollen und solch eine Führerin nun dem Paket VP als Logo aufkleben, dann ist das eben Geschichtsfälschung. Und Betrug am Konsumenten, den Wählern.
    Kurz - die Partei lügt wie gedruckt (!!). Würde die Partei der heutigen Parteisituation entsprechend einen Aufkleber auf ihr Produkt kreieren, der der Wahrheit entspricht, dann sollte auf diesem Logo aufgedruckt sein: ein Häuflein Irrer, alle mit dem Gesichtsausdruck des Bildes Der Schrei. Der mit der verbogenen Visage.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 08:20

      Mein Vorschlag: die ÖVP soll sich doch 'Kuchen' nennen! ;)

    • Trollfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 08:50

      Gebts dem Schnabeltierfresser Zucker!

    • LePenseur (kein Partner)
      14. Oktober 2010 09:53

      @SOKs

      Geniales Posting! Habe mir erlaubt, es auf meinem Blog _in extenso_ zu zitieren. DANKE!

    • SOKs (kein Partner)
      14. Oktober 2010 15:55

      to: Le Penseur
      Danke, freut mich, daß es gefallen hat. Ihre Seite sah ich zum ersten Mal und werde sie in meine Blog-Pensum aufnehmen. BG

  18. Rado (kein Partner)
    14. Oktober 2010 07:54

    @Undine 13. Oktober 2010 09:36

    Zu Punkt 3
    Mir hat schon der Wahlausgang gedämmert als bei den kolportierten Meinungsumfragen eine hohe Zahl Unentschlossener geortet wurde.
    Bei einer Umfrage outen sich aus denselben Gründen, die Sie oben anführen, nur Wenige offen als FPÖ Wähler.

  19. Heri (kein Partner)
    14. Oktober 2010 07:22

    Alles richtig was A.U. hier schreibt. Aber auf der anderen Seite kann man getrost auf den Wähler zählen, der ja doch mit offenen Augen und eigenem Verstand durch die Straßen geht.
    Gestern war auch wieder ein bezeichnender Club 2 mit dem Rauscher vom Standard der wieder einmal böse auf die FPÖ schimpft ("alte Nazi Partei" etc).
    Und dann meinte er wörtlich: "Die Leute verstehen eh, daß die FPÖ eine schlechte Partei [laut Standard und Medien] ist, aber sie [die dummen Wähler] wählen diese Partei dennoch!?!".
    Mit anderen Worten: "Jetzt trommeln wir den depperten Wählern eh schon 20 Jahre dauernd ein, wie böse die FPÖ ist, aber es hiflt nix, die wählen immer noch die FPÖ."

    Wo ist der Unterschied zwischen Realitätsverweigerung und Geschichtsfälschung?

  20. heinz (kein Partner)
    14. Oktober 2010 00:30

    Ist es möglich, die Geschichte zu fälschen?

    • hias (kein Partner)
      14. Oktober 2010 00:42

      Durchaus, man muss nur die Fälscher hoch leben lassen und die anderen denunzieren.

    • moik (kein Partner)
      14. Oktober 2010 00:49

      Geschichtsfälschung ist ein weit verbreitetes Phänomen.

    • friedl (kein Partner)
      14. Oktober 2010 00:53

      Kann das demokratische Regulativ der Geschichtsfälschung entgegenwirken?

    • friedrich (kein Partner)
      14. Oktober 2010 00:58

      Das konnte bisher noch nicht nachgewiesen werden.

    • Neppomuck (kein Partner)
      14. Oktober 2010 01:00

      "Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht hauptsächlich darin, daß Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern kann."

      Samuel Butler
      englischer Satiriker (1612 - 1680)

      Das sollte als Antwort genügen, aber ich bin gerne bereit, dies zu einer christlichen Zeit etwas präziser abzuhandeln.

    • Andi Borg (kein Partner)
      14. Oktober 2010 05:31

      Geschichte kann man nicht fälschen, aber natürlich die Geschichtsschreibung.
      Auch wenn das in Zeiten des Internets, nicht mehr so wirklich funktioniert.
      Und mit der damit einhergehenden Marginalisierung der großen Medienorgeln,
      wird sich das Problem bald von selbst lösen.
      Segestes

    • simplicissimus
      14. Oktober 2010 08:36

      nein, man schreibt sie einfach. ein gschichterl halt.

  21. socrates
    13. Oktober 2010 22:01

    O.T. Probleme mit "Roms" ~ Gitanes in F
    René Galinier ein Exsoldat, krank und über 73, wurde in der Nacht zum3. 8. durch Geräusche geweckt. Er sah 2 dunkle Gestalten und schoß auf sie. Dabei traf er 2 weibliche "Roms" eine 21 und eine 11 Jahre alt.
    Er wurde eingesperrt, da die P.C. keine Notwehr für kleine Leute anerkennt. Durch Solidaritätskundgebungen wurde die Politik (UMP,FN) aufmerksam und er wurde heute provisorisch entlassen.
    Rechtsverdrehung pur. Die bevorzugten Minderheiten, zu denen auch die Roms gehören, bekommen Waffenpässe, wir müssen ruhig halten. Die Menschenrechte gelten nur für die Gleicheren.
    FPÖ wählen zählt zur Notwehr.

    • terbuan
      13. Oktober 2010 22:18

      Danke Socrates,
      wenn diese Welt noch nicht völlig krank ist, dann finden sich neben der FPÖ vielleicht noch andere Ansprechpartner, oder sind wir schon wirklich nur mehr die Ertrinkenden, die sich an einen Strohhalm klammern, bzw. finden sich Menschen die aus der FPÖ eine Partei machen, mít der sich Menschen mit aufrechter Gesinnung auch wirklich identifizieren können und sie nicht nur als kleinstes Protestwählerübel benützen?

  22. Wolfgang Bauer
    13. Oktober 2010 18:08

    Die Gefahr ist nicht klein, dass die ÖVP auch bundesweit hinter die FPÖ zurückfällt.

    Denn Wien zeigt: Sie hat keinen Willen mehr zu siegen, sie tut nur so. Sie hat gegen die personifizierte Chuzpe Faymann resigniert. Das zeigt sich unter anderem an den Worten Prölls zu den Führungspostenbesetzungen im ORF: Post festum meinte er lässig, Faymann solle "es nicht übertreiben"! Unglaublich!

    Stattdessen müsste die ÖVP permanent aufgejault haben und mittels minutiöser Programmbeobachtung jeden Verstoß gegen die Objektivität sofort massiv und öffentlichkeitswirksam ahnden.
    Und etwa eine international besetzte Enquete zum Thema Professionalität in der TV- und Radioberichterstattung veranstalten, deren Ergebnisse sie dann einfließen lassen müsste. Denn professionell müssten die ORFler auch als noch so Rotgrüne sein, das muss man erzwingen, welcher persönlichen Meinung der /die einzelne auch immer ist.

    Auf Pröll haben viele, auch ich, zunächst große Stücke gehalten. Vielleicht war aber auch nur der Wunsch der Vater des Gedankens. Man hätte eigentlich gleich sehen können, welch Geistes und Charakters Kind er ist anhand seines Umganges mit Schüssel und seiner Ära. Er hat sich aus Angst vor den Schüssel-Jägern anbiedernd gleich auch Schüssels Leistungen stehlen lassen. Und hat Schüssel und Molterer geopfert - für nichts als Gegenleistung.

    Dieses Prinzip zieht sich nun als wahrhaft roter Faden durch sein bisheriges Wirken: Sich austricksen lassen und dann nicht einmal bös sein. Handelt es sich gar um 'Identifikation mit dem Agressor? Feigheit vor dem 'Feind'?
    Falschverstandene Taktiererei? Das Prinzip 'die Hoffnung stirbt zuletzt'?

    In seiner öffentlichen Wirkung war der Knick nach meiner Beobachtung tatsächlich der Wortbruch bezüglich der neuen Steuern. Alle hatten aufgeatmet, als er glaubwürdig "mit mir keine neuen Steuern" verkündet hatte. Umso schlimmer traf dann das nach einem trauten Wochenende mit Faymann aus dem Hut gezauberte "40% über neue Steuern". Pröll hat geglaubt, das geht unter, weil die Frohbotschaft ohnehin niemand geglaubt habe - falsch! Er war zu glaubwürdig 'rübergekommen und hatte den richtigen Nerv getroffen. Das nicht zu erkennen zeigt: kein politisches G'spür.
    Seitdem weiß man - leider, leider: Er ist ein Schlaucherl. Von solchen haben wir aber schon genug - und erfolgreichere.

    • M.S.
      13. Oktober 2010 18:51

      @ Wolfgang Bauer
      Sehr richtig! Schaut von der ÖVP-Riege niemand fern? Es vergeht fast kein Tag an dem im ORF nicht mehrfach tendenziös berichtet oder manipuliert wird. Schaut niemand ins Internet? Es müßte sich doch auch schon bis in die Lichtenfelsgasse herumgesprochen haben, dass es ein Unterberger-Tagebuch gibt, in dem seit einem Jahr vorwiegend viele ÖVP-Sympathisanten, rechtsliberale und konservative Bürger ihre Meinung austauschen. Würde sich die ÖVP dafür interessieren, wüßte sie längst genau die wahren Gründe ihrer Wahlniederlage und bräuchte sich nicht lange mit Analysen des Wahlergebnisses abgeben.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 08:22

      Nein, die Gefahr ist sicher nicht klein, dass die ÖVP auch bundesweit hinter die FPÖ zurückfällt. Was Schüssel geschafft hat schafft der Pröll Sepp locker.

  23. Stadtindianer
    13. Oktober 2010 16:18

    Auch die Installation von Tschirf als Bezirksspitzenkandidaten, obwohl schon einer im Bezirk dafür nominiert war, hat böses Blut gemacht.
    Marek sprach zwar immer von "anders machen als die Roten", was das aber sein sollte, ist mir nicht in Erinnerung geblieben. Auf den Radikalfeminismus und auf die hetzerische Frauenpolitik inklusive Verbreitung von unrichtigen Kampfparolen in Wien hätte sie als Frau losgehen können. Aber...
    Ultima: Schon vor einem Jahr war klar, dass lediglich die FPÖ dem Häupl gefährlich werden könnte. Daher war der Wähler gezwungen diese zu wählen, wenn er Veränderungen haben will. Ob mir das schmeckt oder nicht. ÖVP und Grüne sind vielzusehr von den Roten abhängig, die können die SPÖ gra nicht frontal angehen.

  24. Franz L
    13. Oktober 2010 16:13

    Gratulation, Herr Dr. Unterberger. Eine ausgezeichnete Darstellung der Fakten.

  25. Patriot
    13. Oktober 2010 16:01

    Die größte Lüge ist die vom "fehlenden Integrations-Konzept", das angeblich zu den großen Verlusten der Sozis und der Schwarzen geführt hat.

    Es ist ganz einfach. Die große Zahl der Moslems in Europa ist die Ursache für die allermeisten Probleme. Daher hilft kein einziges Integrationskonzept, sondern nur noch ein Zuwanderungsstop.

    Unter kräftiger Mithilfe der ÖVP werden aber nach wie vor knapp 40.000 Nicht - EU Ausländer PRO JAHR in unser Land gelassen:

    http://www.statistik.at/web_de/statistiken/bevoelkerung/wanderungen/internationale_wanderungen/022923.html

    Sind von den 40.000 Nicht-EU Ausländern nur 10.000 moslemische Ehegatten, die hier durchschnittlich so wie Türkinnen 3 Kinder bekommen, dann erhöht sich die Zahl der Moslems innerhalb von 10 Jahren wieder um 400.000 (100.000 Ehegatten plus 300.000 Kinder). Wäre der Ehegattennachzug hingegen verboten, würden höchstwahrscheinlich viele Moslems aus Parallelwelten Österreich zwecks Familiengründung wieder verlassen, weil sie hier keine adäquaten Ehepartner fänden.

    Viele Österreicher würden den Verbleib der gut integrierten und in der letzten Woche abgeschobenen katholischen Familie aus dem Kosovo sicher befürworten, nicht aber die weitere Massenzuwanderung von moslemischen Ehegatten, die hier Stadt und Land innerhalb kürzester Zeit demographisch umdrehen.

    Das beste Integrationskonzept hat jene Partei, die diese hochgefährliche Massenzuwanderung möglichst stoppt. Nebenbei würden sich auch einige Notlagen in Schulen, bei der Sicherheit und im Budget entspannen.

    Es gibt kein Menschenrecht auf Familienzusammenführung, das im Endeffekt den Österreichern die Menschenrechte auf Heimat, Sicherheit und Wohlstand nimmt. Die ÖVP sollte endlich den Weg der linken Menschenrechts-Abschaffung verlassen.

    Außerdem: eine Koalition mit dem Islamisten Omar-Al Rawi und vielen anderen islamistischen Radikalen bei den Roten ist ja wohl das Letzte. Da ist Strache dagegen geradezu ein Lordsiegelbewahrer der Menschenrechte und der Demokratie.

    • M.S.
      13. Oktober 2010 18:18

      Auch die Ankündigung Spindeleggers knapp vor der Wahl, dass Österreich 100.000 hochqualifizierte Zuwanderer für den österreichische Arbeitsmarkt brauche war für die ÖVP nicht hilfreich. Ausländische hochqualifizierte Arbeitskräfte kommen bestimmt nicht nach Österreich. Die suchen sich Länder aus, in denen sie besser verdienen als in einem Land wie Österreich, wo ihnen der Staat gleich bis zu 50% ihres Lohnes wegsteuert.

  26. H1Z
    13. Oktober 2010 16:00

    Also für mich einer der besten A. Unterberger Artikel überhaupt. Wenn dieser wenigstens in einer Tageszeitung publiziert, oder im ORF verlesen würde.(kleiner Scherz).

    • Josef Maierhofer
      13. Oktober 2010 17:38

      Muß nicht unbedingt ein Scherz sein.

      Man könnte tatsächlich in der Werbezeit vor den Nachrichten oder nachher eine Einschaltung beim ORF kaufen und unter dem Titel 'Das freie Volk spricht' oder 'Wir meinen', etc. täglich eine abgespeckte Blog Aussage verlesen.

      Sinn macht das nur dann, wenn man dann auch eine politische Partei im Auge hat, die das dann auch umsetzt, wenn sich die ÖVP nicht bewegt, wenn sie weiter blockiert und bockt wie ein störrischer Esel, der nicht verstehen will, und nicht weiß wie sie heißt.

  27. Doppeladler
    13. Oktober 2010 13:19

    Was ist liberal? Bzw. was verstehen insbesonders ORF- und andere linke Journalisten darunter?

    Ein recht guten Versuch, dies zu analysieren gab es am letzten Sonntag (10.Okt. 10) in der Presse: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/supermarkt/600924/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/economist/index.do

    Der Analyse von Andreas Unterberger wäre noch hinzufügen, daß mit der Inthronisation von Marek auch die ungeheure Aroganz und Überheblichkeit, mit der in der Bundespartei agiert wird, in der Wr. Landespartei Einzug gehalten hat. Denn die ÖVP Wien stand - spätestens mit dem Einmarsch von Philipp Maderthaner - unter Kuratel der Bundespartei - exekutiert durch eine Truppe aus diletantischen ehemaligen Strasser-Leuten. Siehe auch das P.S.: Umgang mit Vorzugsstimmen!

    Im übrigen ist bürgerliche Politik im Sinne des Begriffes ursächlich urbane Politik. Der "Bürger" ist der freie Einwohner einer Stadt abgeleitet von "Burg", was im Mittelalter auch synomyn für Stadt verwendet wurde. Und da "Stadtluft bekanntlich frei macht" ist bürgerliche Politik an sich schon liberal, im ursprünglichen Sinn des Wortes, der sich ganz wesentlich vom selbst zusammengezimmerten linken Liberalitätsbegriff unterscheidet.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 08:24

      Schellhorns Kolumne beinhaltet auch sehr schön, wie sich rechtskonservative Journalisten ein 'liberales' Mäntelchen umhängen. Aufgefallen?

  28. M.S.
    13. Oktober 2010 13:12

    Die letzte Chance der ÖVP wäre die sofortige Rückbesinnung auf ihre bürgerlichen Werte, Erstellung eines neuen, zukunftsorientierten Parteiprogrammes, Neubesetzung der wichtigsten Funktionen und vor allem die unverzügliche Lösung der Partei aus der tödlichen Umarmung der SPÖ durch rasche Beendigung der Koalition im Bund und Gang in die Opposition in Wien.
    Nach allen Äußerungen der maßgeblichen ÖVP-Politiker nach der Wahl dürfte diesen die prekäre Situation offenbar nicht bewußt sein. "Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich wähnen" ahnt Loge im Rheingold die Götterdämmerung voraus. Es ist zu befürchten, dass die der ÖVP recht bald bevorsteht.

  29. Brigitte Imb
    13. Oktober 2010 12:55

    Kurzum: Wer Verrat an seiner Klientel betreibt, wird über kurz od. lang von seinen Klienten verlassen und es wird beachtliche Arbeit und Vertrauensbildung nötig sein, um wieder einige Klienten zurückzuholen.

    Ob die ÖVP bereit ist dazu wage ich zu bezweifeln, denn mittlerweile sind die mindestens so verlogen wie die Linken, aber das Schlimmste bewirkt deren Abkehr von konservativen Werten, hin zum linken Mainstream.

    Es mag arrogant klingen, aber die Politiker, in diesem Fall die ÖV(erlierer)P, sollten gefälligst etwas mehr Achtung vorm Souverän entwickeln und die Sensorik der Wähler nicht permanent unterschätzen.

    Die ÖVP Wien hat bekommen was sie verdient und der Hr. Witzekanzler kann von seiner Schuld nicht so leicht abwälzen, war er es doch, der diese Spitzenkandidatin gekürt hat.

    Nur weiter so, es ist lediglich eine Frage der Zeit wann das bürgerliche Lager mit einer neuen Partei aufwartet, bzw., falls Strache sich zu benehmen weiß, dieses Lager übernimmt.

    • Kurt22
      13. Oktober 2010 13:06

      Wenn Strache sich benimmt, ist sein Aufstieg unaufhaltsam. Die Platte, wonach alle FPÖ-Wähler rechtsextreme Nazis seien, die hat schon einige Sprünge. Und warum links(extrem) besser sein soll, hat auch noch keiner erklärt. Die politische Mitte, wo alle hinwollen, ist bei uns längst ein Vakuum.
      In Deutschland wurde durch Sarrazin eine Diskussion angestoßen, bei uns ist nach wie vor alles in Ordnung, wir müssen reden, den Menschen alles mögliche erklären........

    • Ernst
      13. Oktober 2010 13:17

      Zu 100% Ihrer Meinung

    • simplicissimus
    • Brigitte Imb
      13. Oktober 2010 13:29

      Die Beschimpfungen und Beschuldigungen der Menschen, die nicht auf der Welle der sog. Gutmenschen schwimmen, werden verhallen, denn das Nazigetöse dieses Häufleins von armen Gestalten wird entkräftet werden.

      Anständige Menschen, die dem Treiben der selbsternannten Elite nicht beipflichten, werden über diese Beschmutzungen erhaben sein und wie man in ganz Europa beobachten kann, beginnt diesbezüglich eine Solidarität zu wachsen.

    • Celian
      13. Oktober 2010 13:33

      Für Kurt22:

      Stimmt, in Deutschland wurde eine richtig gehende, öffentliche Debatte über die türkische Minderheit losgetreten, zuerst Wulff mit seiner 20-jahre Wiedervereinigungsrede, dann Seehofer, dann das "passts euch an!" des türkischen Europaministers, ja auch das gibts, man höre und staune. Und in den Medien, siehe z.b. "Welt", da gab es in den letzten Tagen auch hoch interessante Artikel zum Thema, z.b. war mir nicht bekannt daß in Deutschland seit 1973 ein Einwanderungsverbot herrscht, daß aber Einwanderung still und leise aus humanen Gründen über den Familiennachzug erfolgt ist, was von vielen durch Scheinehen ausgenützt wurde. Bei qualifizierter Einwanderung ist aber Fehlanzeige: nur 29.000 kamen 2009 nach Deutschland, benötigt werden aber 500.000.
      http://www.welt.de/politik/deutschland/article10224568/Deutschland-fehlen-Fachkraefte-und-Zuwanderer.html

      Sarrazin wird in Deutschland derzeit von Millionen von Menschen gelesen, da findet gerade ein großes Umdenken statt, die Sachbücherliste wird von ihm angeführt. Bei uns dagegen an erster Stelle: Natascha Kampusch, bitte wer liest sowas Grausliches.

    • Kurt22
      13. Oktober 2010 13:39

      @Celian: Ja, in Deutschland, Holland, Dänemark, Schweden und eben auch der türk. Europaminister hat man erkannt, dass sich der Wind gedreht hat, bei uns versucht man, den Wind zu drehen.

    • Rosi
      13. Oktober 2010 14:02

      In Österreich dauert halt alles ein bißchen länger.
      Aber die Entwicklung kommt auch bei uns - irgendwann.

    • Brigitte Imb
    • Erich Bauer
      13. Oktober 2010 14:29

      Celian,
      "...Bei qualifizierter Einwanderung ist aber Fehlanzeige: nur 29.000 kamen 2009 nach Deutschland, benötigt werden aber 500.000..."

      Offengestanden, ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, daß in Deutschland 500.000 Zuwanderer - und seien sie auch qualifiziert - gebraucht werden. Diese "Gebrauchszahl" weist jedenfalls auf einen ganz anderen Umstand hin. Nämlich, daß ein "bail-out" der qualifizierten Deutschen stattfindet. Jetzt darauf zu hoffen, daß qualifizierte Ausländer diese Lücke ausfüllen, kann nur in einem Politikergehirn entstehen. Noch dazu, wenn die "wirtschaftspolitische" Ausrichtung mehr oder minder die Deindustrialisierung zum Ziel hat.

      Von 2300 befragten Unternehmern würden 58 Prozent ihr Unternehmen zu einem angemessenen Preis verkaufen. 83 Prozent sagten, sie würden nicht wieder Unternehmer werden wollen. Gegenüber dem Jahr 2007 bedeuten die Zahlen einen dramatischen Rückgang der Bereitschaft ein Unternehmen zu führen. (Studie der Universität Marburg für den Bundesverband mittelständische Wirtschaft. ef.).

      In einem solchen Produktivitäts-"Klima" braucht man Zuwanderung? Sei sie qualifiziert oder unqualifiziert?

    • Celian
      13. Oktober 2010 14:56

      Für Erich Bauer,

      stimmt, Deutschland ist ein Auswanderungsland, kein Einwanderungsland, vor allem die besten gehen weg. Auch das ist heutzutage in Deutschen Zeitungen ganz offen zu lesen - kein Tabu mehr!

      Die Politik - meines Erachtens hierzulande noch immer - klammerte sich an den Migrationsstrohhalm, in der Hoffnung, daß die eingewanderten Muslime sich nicht nur beim Kinderkriegen ins Zeug legen sondern auch beim Arbeiten und sich dafür entsprechend qualifizieren. Leider kümmern sich diese einen feuchten Kehrricht um den Wohlstand an dem sie zwar partizipieren, zu dem sie, statistisch gesehen, aber wenig beitragen wollen, natürlich gibt es dutzende Gegenbeispiele.

      Was hilft nun dagegen? Man ist gespannt und liest Zeitung. Sarrazin hat u.a. was von einer 50.000 Euro Prämie für Akademikerinnen geschrieben, wenn sie ein Kind unter dreissig kriegen. Mal sehen, auf was die Debatte in D hinausläuft.

    • Marianne
      13. Oktober 2010 17:14

      Wenn Strache sich benimmt, braucht er nur am Ufer zu sitzen und zu warten bis die "Leichen vorbeischwimmen".

    • Josef Maierhofer
      13. Oktober 2010 17:41

      @ Marianne

      ... wenn sie nicht im Keller liegen bleiben.

    • nescio
      13. Oktober 2010 20:41

      Brigitte Imb 14,07
      Der Artikel in der FAZ ist eher bedrohlich. Den Ruf nach einem starken „Führer“ und Diktator kann nur jemand erheben, der die „Führer“-Zeit in seiner Existenzbedrohung für den nicht Angepassten nicht erlebt hat. Alle Blogger hier können sicher sein, dass sie entweder klugerweise schweigen würden oder längst im KZ gelandet wären.
      Ich nehme allerdings an, da die Untersuchung von der SPD-nahen Ebert-Stiftung in Auftrag gegeben worden ist, dass es sich da um eine der üblichen Manipulationen des Links-Lagers handelt, um eine Neonazi-Gefahr an die Wand zu malen.

    • Brigitte Imb
      14. Oktober 2010 01:16

      @nescio

      Ja, diese Forderung hat auch bei mir ein wenig Reflux erzeugt, jedoch wollte ich dies nicht überinterpretieren, eben aus genau dem Grund den Sie nennen. Die meisten unter "uns" haben "den Führer" nicht erlebt, GsD, sie wollen jedoch eine führende Persönlichkeit, oder besser gesagt eine Persönlichkeit die das Volk, nach demokratischen Regeln, führen kann - und diese Forderung finde ich durchaus legitim und angebracht.

      Leider sind wir an einem Punkt angelangt, an dem jedes Wort 3x umgedreht werden muß, weil die linguistische Semantik von den Politisch Korrekten nur zur Denunzierung anders Denkender benützt wird. Wer den "Neusprech" nicht beherrscht wird "niedergeknüppelt", allerdings von einer Minderheit die vehement ihr angebliches Recht vertritt.

      Ist das nicht eine gar grausliche Entwicklung? Einschränkung der Sprache!

  30. Anton Volpini
    13. Oktober 2010 12:29

    Immer, wenn die Machthaber in zu dreister Weise versucht haben, das Volk für blöd zu verkaufen, und es in unersättlicher Gier über das erträgliche Maß hinaus ausgebeutet haben, sind sie in der Menschheitsgeschichte hinweggefegt worden.

    Die Frage, die ich mir seit langem stelle, ist, wann ist diese Hemmschwelle erreicht?

  31. Josef Maierhofer
    13. Oktober 2010 12:15

    Profil: Sieg der Hetzer
    Uminterpretation

    Profil:
    Was hat Strache gegen uns ? Friedliche, junge Türkinnen in ihren Wohnungen, es steht aber nicht dabei, ob sie hier Arbeit haben oder nicht.
    Mein Standpunkt: wer hier Arbeit hat und Steuer zahlt ist uns sicher willkommen und ich meine auch der FPÖ, wer nicht, da steht die Frage, ist vorübergehende Hilfe nötig, wie für einen Arbeitslosen bis zur neuen Arbeit oder ist 'lebenslängliche' Hilfe nötig, wobei ich zweiteres (außer im Krankheitsfall) Schmarotzertum nenne. Gegen Schmarotzertum bin ich auch.

    Uminterpretation:
    Ich stelle nochmals klar und ich weiß das von mehren anderen ehemaligen ÖVP Wählern auch, diese Partei ist in dem derzeitigen Zustand nicht wählbar, hat keinen bürgerlichen Standpunkt und auch keinen liberalen, auch keinen konservativen sondern einen sozialistischen. Wer gegen die Belohnung der Arbeit ist, gegen das Eigentum, gegen die freie Meinung, wer Österreich verrät und bei allen Zersetzungen bewährter österreichischer Strukturen mitmacht und bei den 'Segnungen' der 'Spaßgesellschaft', der ist gegen Österreich und dürfte eigentlich von den Österreichern nicht gewählt werden. Die Partei unterscheidet sich punkto Parteibuchwirtschaft und privilegierte Parallelgesellschaft und bezüglich politsicher Arbeitsmoral in fast nichts von der SPÖ.

    Werte Journaille:
    Bevor Ihr die Leichenteile der ÖVP beweihräuchert und das Volk für blöd erklärt, denkt darüber nach, wozu Ihr da seid. Zum Manipulieren, zum Lügen, zum Schönreden, etc. ? Oder doch zum Analysieren, zum Berichten der Wahrheit.

    Ich sehe in dem Versagen der ÖVP das Abweichen von Prinzipien, das Mitmachen an der Gesellschaftszersetzung und prognostiziere trotz Eurer 'Analysen', daß es sich hier um ein viel tiefgreifenderes Problem handelt als um die verfaulten Pröll und Marek, die da voll mitschwimmen mit der toten ÖVP.

    Um die zum Leben zu erwecken, muß sie neu aufgebaut werden und für die Leistungsträger in unserer Gesellschaft sprechen können. Wenn sie diese Prinzipen von Arbeit, Anstand, Heimattreue, Wahrheitsliebe, Christlich-Sozial, Liberal, Konservativ, etc. und die notwendigen Maßnahmen zum Überleben Österreichs nicht erkennt, wird sie nicht mehr gewählt.

    Nur wer, die fleißigen Österreicher vertritt wird gewählt. Das Volk ist nicht so dumm wie die abgehobenen Politapparatschiks und die zugehörige Journaille mit ihren Fehlinterpretationen meinen.

    • Kurt22
      13. Oktober 2010 13:12

      Eigenartig, dass sich diese Medien noch nie über illegales Betreten öst. Hoheitsgebietes aufgeregt haben, noch nie über, wie von Ihnen vor kurzem geschildert, Türken, die seit 30 Jahren die Arbeitslosigkeit hier geniessen, denen Gemeindewohnungen nachgeschmissen werden. Sollten all diese Fälle Journalisten unbekannt sein?

    • simplicissimus
      13. Oktober 2010 13:34

      herr maierhofer: "hetze/hetzer" sollte zum unwort des jahres gekürt werden. es ist unglaublich was für ein schindluder mit dieser pc/gutmenschenterminologie getrieben wird.
      wer vor allem hetzt und zwar ganz einseitig, ist die journaille, das ist jedem nur halbwegs objektiven und fairen menschen ganz klar.
      sie haben vollkommen recht, diesen (rückgratlosen?) menschen die leviten zu lesen.

      natürlich kann man an hc/fpö einiges aussetzen (so wie an den anderen auch), aber wer bemüht sich in diesem land noch um ausgewogene berichterstattung?

      zum lachen und zum weinen zugleich.

    • Josef Maierhofer
      13. Oktober 2010 16:27

      @ Kurt22

      Wie schon öfter festgestellt wird P.C. geschrieben, aber Gesetze werden nicht beachtet. Solche Fälle können den Journalisten gar nicht unbekannt sein, die gibt es zu Hauf. Man muß nur die Statistik des AMS auswerten, die Mieter des Wiener Wohnen oder das Meldeamt oder die WGKK, wo steht, beschäftigt beim AMS und wie lange schon.

      @ simplicissimus

      Ich verstehe schon, auch Journalisten wollen/müssen leben und sie tun das, was 'man' (die Politmafia) ihnen als Auftrag gibt und der lautet auf das, was wir täglich vorgesetzt bekommen.

      Daß auch bei HC/FPÖ Zeitungen existieren, die eher Inhalte heraussuchen, die die SPÖ-Nahen nicht heraussuchen, aus all den vielen Meldungen und Informationen, habe ich nachgelesen und zumindest je einmal solche angesehen. Da muß ich aber schon sagen, daß der korrekte Umgang mit der Wahrheit dort aber noch eher gegeben scheint, zumindest jetzt während des Wahlkampfes und danach.

      Heimat ist nun einmal eines jener Menschenrechte, die der Europarat verleugnet, Anständigkeit, Fleiß und Arbeit sind nun Begriffe, die die Linken in allen Versagerparteien verleugnen. Es wäre bei allen Versagerparteien ein Review und ein Neubeginn angesagt. Das, was sie vertreten ist weder akzeptabel und oft auch nicht klar, wie ich immer wieder poste, Fleiß, Heimattreue, Arbeit, müssen wieder Werte werden. Die werden auch gewählt, jetzt gibt es das leider nur bei der FPÖ, so sehr man auch nachdenkt darüber, alle anderen verleugnen Österreich, Fleiß und Arbeit.

    • simplicissimus
      13. Oktober 2010 18:50

      @josef maierhofer: ja, in der spassgesellschaft ist fleiss schweiss, heimat altmodischer oder reaktionärer sch... (sie wissen schon, gackerl aufs flaggerl), und arbeit überlässt man den anderen, den workaholics, den immigranten (einige arbeiten ja wirklich hart) und dem rest der unbedarften österr. arbeiter (arbeiter sind im neomarxismus ohnehin schon ausrangiert), kleinen handwerkern und landwirten. anständig ist man bei der pc, der rest des begriffes gehört den dummerln.
      diese werte werden erst in einer wirklichen (weltweiten) krise, die man bis auf die knochen spürt, wieder aktuell werden.

  32. Patriot
    13. Oktober 2010 11:59

    Meine Wahlanalyse:

    Die Grünen sind die größten Ausländerfeinde und Hetzer gegen Ausländer, und haben daher folgerichtig von Wählern mit Migrationshintergrund die wenigsten Stimmen bekommen:

    http://diepresse.com/home/politik/wienwahl/601069/index.do
    Bei Wählern ohne Migrationshintergrund kam die SPÖ auf nur 43 Prozent. Die FPÖ liegt laut dieser Umfrage sowohl bei Wählern mit als auch bei jenen ohne Migrationshintergrund an zweiter Stelle: Bei den Wählern ohne Migrationshintergrund kam sie auf 26 Prozent, bei jenen mit Migrationshintergrund aber nur auf 16 Prozent. Keinen Unterschied machte die Herkunft bei der Entscheidung für ÖVP bzw. Grüne - bei beiden weist die SORA-Umfrage 14 (ÖVP) bzw. 13 Prozent aus.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Oktober 2010 08:28

      Da haben Sie den Satz "keinen Unterschied machte die Herkunft bei der Entscheidung für ÖVP bzw. Grüne" nicht ganz verstanden.

  33. Rosi
    13. Oktober 2010 11:56

    'Warum soll die – völlig gesetzeskonforme – Ausweisung einer Kosovo-Familie mit zwei Kindern plötzlich einen Sturm der Entrüstung bei den Medien auslösen'
    Gute Frage, leider reiten die Medien wieder dieses spezielle Pferd. Aber ich habe bisher noch keinen Menschen getroffen, der dadurch nicht verärgert wäre, da das Thema und die spezielle Aufbereitung durch die meisten Medien mehr als nervt. Sachlich gesehen gibt es Regeln, die sind bekannt, und an die haben sich alle zu halten, sonst gibt es Konsequenzen - die auch bekannt sind. Also wo ist das Problem?
    Was die ÖVP betrifft, scheint sie noch immer nicht verstanden zu haben, daß Leute, die 'links' wählen wollen, den 'Schmied', also die SPÖ, wählen werden, oder Leute, die linksextreme Ansichten vertreten die Grünen, aber sicher nicht den 'Schmiedl', also die ÖVP. Aber inzwischen habe ich die Hoffnung aufgegeben, daß die ÖVP in absehbarer Zeit wieder zu einer seriösen, wählbaren Partei wird, auch wenn es - sehr - vereinzelt noch Personen dort gibt, die einen guten Charakter haben.

    • Ernst
      13. Oktober 2010 12:56

      Derzeit nur Fr.Fekter

    • Celian
      13. Oktober 2010 13:13

      Kopf ist auch sehr gut!

    • Brigitte Imb
      13. Oktober 2010 13:36

      Oh nein Celian, der ist falsch wie eine R..te! Aus meinem beruflichem Umfeld weiß ich um seine "Qualitäten", er hat nur ein gemäßigtes Auftreten, das über seine Machtgelüste hinwegtäuscht.

    • Rosi
      13. Oktober 2010 14:05

      Mir ist auch nur Fekter eingefallen, aber vielleicht habe ich ja wen übersehen.

    • Celian
      13. Oktober 2010 15:27

      Ich kenne Kopf nicht näher, nur von seinen Fernsehauftritten, da hat er mir immer sehr gefallen. Zum Beispiel im ORF betreffend der ORF-Diskussion wegen der beiden vom ORF angestifteten Glatzen: da stand er als einziger auf der Seite Straches - ohne sich von ihm vereinnahmen zu lassen, da rein sachlich objektiv argumentiert.
      Sehr vernünftiger Mann, hoch intelligent, das Gegenteil eines typischen Politikers, ein Unternehmer, na wer sagts denn.

    • Marianne
      13. Oktober 2010 17:12

      mir gefallen: Frau Fekter, Herr Lopatka, Herr Schneeberger (NÖ)

    • Brigitte Imb
      13. Oktober 2010 17:43

      Celian,

      hinter den Kulissen sieht das etwas anders aus, seine Auftritte sind, zugegeben, halbwegs ordentlich.

  34. Celian
    13. Oktober 2010 10:57

    Die Linke, ausgestattet mit dem Weltverbesserungs-Gen, fühlt sich bemüßigt, dem letzten Rest der Bürgerlichen in Wien ihr ungeheures Fachwissen in Fast-eh-allem angedeihen zu lassen und empfiehlt noch mehr von der falschen Medizin, von der der Patient schon bisher nicht genesen ist. Schlimmer kanns nicht mehr werden. Was jetzt noch folgen kann, ist die Absorption als „Hietzinger oder Döblinger Flügel“ irgendeiner linkslastigen Partei.

    Wenn man dermaßen am Boden liegt, ergeben sich auch neue Chancen, denn es bleibt einem ja nicht mehr viel übrig, als die Partei völlig neu zu erfinden. Deshalb sollte sich die ÖVP zurückbesinnen auf ihre ursprünglichen bürgerlichen Werte und was diese Werte durch den Wandel der Zeit im Hierundjetzt für eine Bedeutung haben, bzw. man ihnen geben kann.
    Auch der Nachwuchs der ÖVP, der alles oberflächlich „geil“ findet, könnte mal in sich gehen und sich an der Neufindung beteiligen.

  35. Erich Bauer
    13. Oktober 2010 09:44

    "...durch die brutale Marek-Absage an Meinungsfreiheit..." etc.

    Die ÖVP-Wien ist keine bürgerliche politische Partei mehr. Die, von A.U. aufgelisteten Fakten, bestätigen das. Schon lange vor dieser Wahl wurde die fortschreitende Unwählbarkeit der ÖVP-Wien hier in diesem Blog erkannt, thematisiert und teils mit Bedauern, zum allgemeinen Konsens erhoben. Es scheint, als hätten die bürgerlich-konservativen Wähler das nunmehr endgültig zur Kenntnis genommen. Die Enttäuschung über diese Partei brachte immerhin ein "Ende der Täuschung". Da es nicht den geringsten Hinweis gibt, daß die ÖVP-Wien vom Mainstream sozialistischer Meinungs-, Gender- und Gesinnungstyrannei abgeht, wird dieser hohle "Bürgerbaum" endgültig von Innen zerfressen werden. Da hilft kein "tarnen und täuschen". Auch ausgeklügelte "Kommunikationsstrategien" werden nichts bewirken. Als Bürgerlich-Konservativer kann man sich nur noch davon abwenden und dieses Gewächs seinem Schicksal überlassen (freundliche Übernahme durch die SPÖ).

    Ob die Bundes-ÖVP ebenso befallen wird? Die "Infektionsherde" haben jedenfalls Namen. Der "Dachgiebel-Konrad" wirft regelmäßig gezielt mit "Dachziegel" um sich. Wo er hintrifft wächst kein Gräslein mehr. Für mich stellt sich die Frage, ob dieser Konrad seine Wurfgeschosse aus eigener Lust und Laune sausen läßt, oder ob er doch nur die "Versandstelle" ist. Um das herauszufinden müßte man allerdings tief runter in die Schlangengrube steigen.

    • simplicissimus
      13. Oktober 2010 10:15

      sehr guter kommentar.
      ich erkenne in dieser selbstauflösung der österreichischen verwirrten partei eine sehr gute chance nur mehr eine starke rechtspartei in zukunft in ö zu haben.
      dies wäre einer bündelung der kräfte zur herausforderung der linken, die sich ja gottseidank mit ihrem grünen giftpilz zersplittern, sehr dienlich.

    • Erich Bauer
      13. Oktober 2010 10:29

      simplicissimus,

      ÖVP: ÖsterreichischeVerwirrtePartei. Welch zutreffende Wortschöpfung. Ich werde diese Partei nur noch so nennen.

    • simplicissimus
      13. Oktober 2010 11:57

      sie dürfen sich sogar vertippen: auch verirrte partei ist zutreffend

    • CHP
      13. Oktober 2010 12:02

      Die ÖVP ist zu starr, hat keine Visionen mehr, ist nur gesteuert vom Versuch die eigenen Pfründe zu erhalten. Visionen sind ein Grund, warum die Grünchaoten bei vielen Jugendlichen besser ankommen. Wofür soll sich eine JungVP begeistern?

      Für die heutigen Anforderungen ist eine kluge, weit vorausschauende Politik nötig.
      Wegen einer Wahl das Budgetgesetz zu brechen ist z.B. das Gegenteil davon. Wenn die wirklichen Sorgen der Bevölkerung weiter negiert werden, darf das mit Recht als Verrat an der Bevölkerung angesehen werden. Schönreden und Kosmetik werden nicht mehr genügen.

    • Erich Bauer
      13. Oktober 2010 12:34

      CHP,
      "...Die ÖVP ist zu starr, hat keine Visionen mehr, ist nur gesteuert vom Versuch die eigenen Pfründe zu erhalten..."

      Da wird man Ihnen recht geben müssen. C.M. will in den Hofstaat. Es scheint ihr zu gelingen. Die Rolle von "Katharina von Aragon" ist ihr auf den Leib geschrieben. Henry VIII. (M.H.) wird aber voraussichtlich dieser betulichen Person bald überdrüssig werden. Denn Anne Boleyn (M.V.) lockt und lockt...

      Es ist einfach alles so... peinlich... Wenn Grenzwerte überschritten werden, ziehe ich mich immer wieder gern in die Historie zurück.

    • CHP
      13. Oktober 2010 14:06

      @Erich Bauer
      Sie haben es gut, können sich in die Historie zurückziehen.
      Wer lernt heute noch Geschichte (besser noch aus der Geschichte)?
      lg

  36. Undine
    13. Oktober 2010 09:36

    Nach der Lektüre der bisher eingelangten Kommentare zu obigem Thema kann man zusammenfassend sagen:

    1. Die ÖVP ist eine durch und durch charakterlose Partei geworden, wobei es mit der Handschlagqualität schon immer ein wenig gehapert hat.

    2. Den ORF kann man getrost als eine eigenständige politische Links-Partei bezeichnen, die nicht nur von unseren Zwangsgebühren finanziert wird, sondern auch tagtäglich, jahraus, jahrein für sich UNERWÜNSCHTE Propaganda macht.

    3.Wer es wagt, gegen den Willen des linken ORF die FPÖ zu wählen, weil er/sie unter der überbordenden Ausländerflut leidet, wird von der ORF-Partei als primitiv und "dumpf" (soll heißen Nazis) beschimpft, was eigentlich als menschenverachtende Verunglimpfung (wenn man die PC ernst nimmt!) gelten müßte.

    • brechstange
      13. Oktober 2010 10:06

      Zur Handschlagqualität gab es in der Steiermark eine Wahlplakat, auf dem sich der Spitzenkandidat Schützenhofer sich selbst die Hand reicht, untermauert mit dem Text "Handschlagqualität". Eine Ironie.

    • CHP
      13. Oktober 2010 11:15

      zu 3)
      Es wird von den FPÖ-Verächtlichmachern Ursache und Wirkung bewußt verwechselt.
      Wenn Leute in von Moslems beherrschten Bezirken leben, haben sie natürlich die Auswirkungen zu spüren und zwar unabhängig von ihrem Bildungsgrad.

    • Reika42 (kein Partner)
      14. Oktober 2010 16:48

      Zu Punkt 3 von Undine.
      Das ist wohl einer der Hauptpunkte für die ÖVP Verluste. Marek und die anderen schwarzen Granden hatten die Hosen voll sich rechtfertigen zu müssen, falls sie nicht ebenfalls a priori die Freiheitlichen ausgegrenzt hätte. Man hätte sich bei jedem Interview rechtferigen müssen auch mit Strache Wien regieren zu wollen.

      Aber ohne FPÖ läßt sich eben der Rote Sumpf nicht trocken legen. Und dieses als ERSTES Wahlziel zu formulieren, vertrieb die Wähler in Scharen, natürlich zu Blau.

      Das Schlimme an der Sache ist aber, dass man auch nach dem Wahldesaster nicht klüger wurde. Man grenzt weiter hurtig aus und bettelt darum sich mit Rotem Filz auch ein bißchen bedecken zu können.

      Mit dieser Politik muss die ÖVP zur Marginalie verkommen.

    • Reinhard (kein Partner)
      17. Oktober 2010 07:05

      zu 1.: Es wird noch schlimmer, wenn die einzige Ministerin, die ihrer Linie treu geblieben ist, nämlich ihren Posten gesetzestreu zu erfüllen, als Bauernopfer der Betroffenheitsmeute zur Hatz vorgeworfen und der linken Jagdgesellschaft zum Abschuss freigegeben wird. Leute wie Fekter sollten überlegen, eine eigene Partei zu gründen.
      zu 2.: eigenständig wohl kaum, eher eine rote Vorfeldorganisation, die auch vor kriminellen Handlungen und Missachtung des Rechtsstaates nicht zurückschreckt, um die politischen Ziele des Großen Geldgebers zu verfolgen. Die sämtlichen Rechtsgrundsätzen widersprechende Zwangsgebühreneinnahme ist nur ein weiterer Aspekt des Rechtsverständnisses der Parteifeudalhäuser, die ihre Untertanen abzuschröpfen als wohl erworbenes Recht ansehen.
      zu 3.: natürlich ist es menschenverachtende Verunglimpfung, aber sie dient ja einem guten Zweck, nämlich dem antifaschistischen Abwehrkampf gegen die springerstiefelbewehrten Horden der FPÖ, die in ihren Löchern hausen und nur auf den richtigen Moment warten, um die Macht an sich zu reißen, eine brutale rechtsextreme Diktatur zu errichten und Strache zum Großen Führer in den Krieg gegen die Kulturen zu ernennen.
      Kennen Sie Watzlawicks Geschichte von dem Mann und den Elefanten?
      Rennt ein Mann durch die Nacht und klatscht immer in die Hände.
      Kommt ein Wachmann vorbei und fragt: "Was machen Sie denn da?"
      Sagt der Klatscher: "Ich vertreibe die Elefanten!"
      Darauf der Polizist: "Aber hier gibt es doch weit und breit gar keine!"
      Darauf der Mann: "Da sehen Sie mal, wie gut es wirkt!"
      Das traurige ist, dass bei uns die größten Medienorgeln klatschend durch die Nacht rennen. Und sie legen natürlich auch fest, wer zu den Elefanten gehört.
      Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man eigentlich rund um die Uhr darüber lachen.

  37. inside
    13. Oktober 2010 09:32

    Was soll das Gemeckere?
    Die Ö sterreichische V erlierer Partei hat ihr Programm perfekt umgesetzt.

  38. brechstange
    13. Oktober 2010 09:27

    Was sind die Gründe für die Fehlinterpretationen der ÖVP?

    Ist es Dummheit, Abgehobenheit, mangelnde Erdung?
    Ist es Kalkül, sich nicht vom Thron stoßen zu lassen? Steht es wirklich so schlecht um Österreichs Volkswirtschaft?
    Sind es die Sirenengeheule des Koalitionspartners und anderer Einflüsterer, die den Funktionären den Blick vernebeln?

    • Kurt22
      13. Oktober 2010 09:41

      Meiner Meinung nach zeigt die ÖVP am deutlichsten, wie weit sich die Politik von den Staatsbürgern entfernt hat. Ist bei den anderen Parteien nicht besser, aber nicht so offensichtlich.

  39. Der kleine Nick
    13. Oktober 2010 09:16

    Die Logik sagt: Wenn viele Wähler ihr Kreuz rechts von der ÖVP gemacht haben, dann ist die ÖVP vorher eher zu weit nach links als zu weit nach rechts gedriftet.

    Das sollte man doch auch im großkoalitionären Faulbett, unter dem Giebelkreuz und an ähnlich leckeren Orten verstehen?

    Wer die Logik leugnet, setzt sich dem Verdacht aus, entweder unter Vertrottelung oder unter einer zu kurzen Leine zu leiden - beides kein Ruhmesblatt!

  40. simplicissimus
    13. Oktober 2010 09:00

    diesem verhalten der linken wahrheitserfinder kann ich durchaus positive aspekte abgewinnen: der krug geht zum brunnen bis er bricht. das totalitären regimen innewohnende hinwegleugnen von problemen des einfachen volkes hat immer noch ein ende gefunden.
    insofern wirken solche vollkommen verlogenen interpretationen als hervorragender katalysator für die nächste niederlage.
    für wie blöd halten diese leute die menschen eigentlich?

  41. mike1
    13. Oktober 2010 07:29

    soeben in orf online gelesen:

    "Leichter Zuwachs für SPÖ
    Die SPÖ konnte sich durch die Briefwähler gegenüber dem Wahlsonntag (44,29 Prozent) auf 44,55 Prozent verbessern, ebenso die ÖVP von 13,25 auf 13,84 Prozent. Die Grünen büßten ein wenig Stimmenanteil ein, von 12,21 auf jetzt 12,19 Prozent - und die FPÖ in deutlicherem Ausmaß von 26,98 auf 26,18 Prozent. Wahlarithmetisch ergibt das die Wanderung des Mandats von Blau zu Grün.

    Die Wiener Briefwähler hielten sich mit diesem Ergebnis nicht an das bekannte Muster: Anders als üblich legte die SPÖ durch die Briefwähler ein wenig zu und die Grünen verloren Stimmen..."

    und worauf die gewohnte änderung des musters wohl zurückzuführen ist ?

    • Undine
      13. Oktober 2010 08:59

      @mike

      Sie wollten doch mit dem erwähnten wundersamen Zuwachs an SPÖ-Briefwählerstimmen nicht etwa auf das Gerücht anspielen, es habe Ungereimtheiten in diesem oder jenem Fall mit angeforderten Wahlkarten (Altenheime, Pflegeheime...) gegeben? :-)

    • Kurt22
      13. Oktober 2010 09:46

      Undine, ich bitte Sie, Sie werden doch nicht den Sozialdemokraten einen, sagen wir, kreativen Umgang mit dem Wahlrecht unterstellen. Die sind doch die in Partei gegossene Seriosität, Ehrlichkeit und Anständigkeit.
      Falls Sie den alten Witz kennen: Nur rote Tinte gibt´s keine.

    • mike1
      13. Oktober 2010 09:53

      @ undine:

      selbstverständlich liegt mir dieser verdacht doch soo fern !! das würd's doch bei den sozis und vor allem in wien nie geben.

      nur die övp ist doch der wahlbetrüger, wie wir seit tagen im orf hören ?!! leider gibts im bgld doch ein paar övp-vollidioten, wie man so mitbekommt.....

  42. Wertkonservativer
    13. Oktober 2010 07:08

    Zu dieser großteils berechtigten, vielleicht etwas undifferenzierten ÖVP-Kritik unseres verehrten Dr. Unterberger kann ich aus Zeitgründen (Geschäftsreise) derzeit nicht näher Stellung nehmen; vielleicht am Wochenende mehr dazu ( bis dahin werden sich die diversen Erregungswolken ja vielleicht etwas verzogen haben)!
    Viel Spaß beim Diskutieren, Kritisieren und Erarbeiten von Visionen für eine bessere Zukunft!

  43. thomas lahnsteiner
    13. Oktober 2010 06:55

    noch nie in der geschichte österreichs hat eine dreiste linke journalistenmeute derart frech in die politik eingegriffen...immer ungenierter wollen SIE gestalten
    und immer mehr geld von ihren roten und auch schwarzen sponsoren erpressen.
    da wird die övp, sollte sie sich einmal und das viel zu spät ihrer konservativen wurzeln besinnen, sofort aufs korn genommen und ein schlechtes wahlergebnis zur absage an rechte positionen umgelogen...
    besonders schlimm ist auch die arroganz der salonlinken tintenstrolche gegenüber den einfachen menschen in den gemeindebauten, die am meisten an der islamisierung österreichs leiden.
    diese bewohner werden taxfrei zu primitiven Verlierern ernannt und ihnen gönnerhaft mangelnder durchblick attestiert, der natürlich bei den zeitungs- und fernsehhyänen in reichem maß vorhanden ist.
    in den vornehmeren vierteln wiens läßt es sich natürlich mit dem islam prächtig leben, da er dort so gut wie nicht vorhanden ist.. und von dort kann man wunderbar auf die primitivlinge in zB simmering herabschauen und ihnen arrogant und abgehoben gute ratschläge erteilen......

    • Marianne
      13. Oktober 2010 16:16

      Interessanterweise müssten sich die "Primitivlinge" auch in den Bezirken 13,14, 18 und 19 angesiedelt haben, denn auch hier verlor die ÖVP zugunsten der FPÖ.
      Ich freue mich, daß sich die Wähler nicht für dumm verkaufen lassen - auf die Dauer.

    • Franz L
      13. Oktober 2010 16:22

      @ thomas lahnsteiner

      Ein ausgezeichneter Kommentar. Kurz, klar, präzise.

  44. diko
    13. Oktober 2010 06:54

    ORF Teletext:
    1 Mandat wandert von der FPÖ zu den Grünen!
    Das ist aber ein bescheidener Erfolg, bei Sammelbriefwahl, Wahlarethmetik und Wahlcomputer.

  45. Johann Scheiber
    13. Oktober 2010 05:48

    Damit es nicht es nicht zu einem Aufstand in der Löwinger-Nebenbühne Wiener Volkspartei kommt, deren Vorstellung gerade durchgefallen ist und deren Laienschauspieler daher orientierungslos sind wie versprengte Schafe, empfehlen abgebrühte Spezialisten für Wahlniederlagen wie der Herr Görg jene Strategie, die aufsehenerregend ist für die Medien, glanzvolle Rollen für Selbstdarsteller bietet und die zum sicheren Untergang der Partei führt: Die neoleninistische – jedem nach seinen Bedürfnisen – Geissler-Busek-Strategie: Der bunte Hund!
    So werden verlässlich genau jene angesprochen, die einen langfristig garantiert nicht wählen und mit größter Sicherheit jene vertrieben die bis zuletzt ausgeharrt haben.

    • Kurt22
      13. Oktober 2010 09:51

      Der Görg gibt Strategietipps, viel lustiger geht´s nicht mehr. Aber immerhin, so ist er in den ORF gekommen. Sollte einer wirklich substanzielles Wissen haben, wird sich kaum eine ORF-Kamera finden.

  46. socrates
    13. Oktober 2010 04:53

    Wenn ein chinesischer Philosoph gegen die dortigen Verbotsgesetze auftritt, erhält er den Nobelpreis, obwohl Alfred Nobel 1895 es in seinem (politischen) Testament anders bestimmt hat. Wenn einer in D / Ö gegen die dort gültigen Verbotsgesetze auftritt, sicher nicht. Zitat heise.de:
    "Nobels Ideen wurden von inkompetenten Politikern verraten"
    Harald Neuber 10.10.2010
    Der norwegische Autor Fredrik S. Heffermehl über Missbrauch des Friedensnobelpreises, den Willen des Stifters Alfred Nobel und vergessene Konzepte internationaler Sicherheit.

    Die Wordstrolche, Tinte ist out, entblöden sich nicht, die Tatsachen zu verdrehen. Na, da wird es doch auf die ÖVP + Marek nicht ankommen!

    Die Kosovofamilie ist uns im Wahlkampf vorher richtig abgegangen, um so größer war das Gelächter danach. Es kam alles übliche vor, von Odal (ich verwende Odol, ist das OK?) bis zum Computerspiel. Welches Buch hat man auf Obama geworfen? Der Schuh und Bush sind in bester Erinnerung, ebenso die Torte für Bill Gates, usw. Aber wer wagt es den Medienstrolchen zu widersprechen? Man macht es wie beim V. Beobachter: Mund halten, anders wählen.

    Das schlimme ist, dass die Machthaber ein Konzept zum Verdummen haben, das Volk zur Verteidigung nur reagiert. Das gleicht einer Schachpartie, wo nur einer Eröffnungen kann. Auch die ÖVP will nur mehr wirtschaftlich abstauben, Ideologie und Charakter ist out.

    Keine ö./d. Medien konsumieren hilft. Den möchtegern Intellektuellen mit dem rosa Mist unter dem Arm ausweichen. Ja keinen ORF sehen und man kann wieder frei denken.

  47. fosca
    13. Oktober 2010 04:44

    Genauso ist es, Herr Unterberger!
    Und wenn jetzt die ÖVP dem linken Schmeichellaut ihr Ohr leiht, dann ist diese ehemals bürgerliche Partei noch schneller dem Untergang geweiht als wir es uns vorstellen können.
    Nicht die rechtlich legitime Abschiebung der Kosovarenfamilie hat Marek geschadet, sondern ihre absolute Ideenlosigkeit sowie ihre bedingungslose Anbiederung an die Häupl-Fraktion, aber nicht einmal das will diese ehemals bürgerliche Partei zur Kenntnis nehmen.
    Nur weiter so und es wird sie das selbe Schicksal ereilen wie weiland die "Democrazia Cristiana" in Italien und das ist gut so! :-(

  48. byrig
    13. Oktober 2010 00:45

    dieser hervorragenden und ausführlichen analyse von a.u. ist nicht mehr viel hinzuzufügen.
    dennoch:marek wollte mit der lächerlichen forderung nach einem burka-verbot die rechten bedienen?lächerlicher gehts wohl nicht.das war eine verarschung von menschen,die unter realen bedingungen leiden,wie sie im 10.,11,21. und 23. bezirk herrschen.die freiheitlichen,die sich um die wirklichen bedürfnisse der betroffenen gekümmert haben,haben die burka nicht einmal erwähnt.
    also ein mehr als dürftiger versuch,die law-and -order linie zu bedienen.trotzdem wird dies marek von fast der gesamten(also linken journaille) vorgeworfen.böses mädel!
    in der gestrigen presse erschien ein nicht zu überschätzender,hervorragender gastkommentar vom ehemaligen orf-journalisten,eher der linken reichshälfte zuzuordnend,ulrich brunner,titel:"alles nur faschisten?über das ende des traums von multikulti".
    heute lebt der pensionierte jounalist in favoriten und beschreibt genau die zustände,die die österreicher quälen,die von den moslems verursacht sind und die die fpö bekämpfen bzw lösen will.
    da hätte die marek ihre "rechten" gedanken ausleben können-und um 10% mehr stimmen bekommen.
    leider gibt es zur zeit bei unseren bürgerlichen keine persönlichkeiten wie den horst seehofer,der klar sagt,dass es keine moslemische zuwanderung mehr geben sollte.
    dafür haben wir den küberl.und wien wird bald zu 60% migrationshintergrund haben-aber nicht aus deutschland,schweden,england-nein-aus der türkei,bosnien,serbien albanien etc.
    danke,övp.auch bist zur vaterlandsverräterin geworden!

    • brechstange
      13. Oktober 2010 10:11

      "leider gibt es zur zeit bei unseren bürgerlichen keine persönlichkeiten wie den horst seehofer,der klar sagt,dass es keine moslemische zuwanderung mehr geben sollte."

      Die wurden in den letzten Jahren konsequent von ihren Mitstreitern, die Angst vor diesen hatten, ausgeschaltet. So nivelliert sich eben jede Organisation nach unten. Dazu empfehle ich das Buch mit dem unschönen Titel "Der Arschloch-Faktor" von Sutton, der diese Problematik beschreibt.





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