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Was ist Schönborns Kirche?

Lesezeit: 3:30

Meint Christoph Schönborn das ernst? Ein "Schuldbekenntnis im Namen der Kirche" abzugeben, ist absolut die falsche Reaktion auf die vielen Fälle von physischem und sexuellem Kindesmissbrauch durch Kirchenangehörige. Auch wenn er nun - natürlich vergebens - hofft, damit genug Demutsgesten gegenüber den begeisterten Kirchenkritikern abgegeben zu haben.

Und einen Gottesdienst unter dem Motto "Ich bin wütend, Gott!" abzuhalten, ist überhaupt der Höhepunkt an Chuzpe. Damit wird kühnerweise Gott die Schuld an Verbrechen, Untaten und Versäumnissen bestimmter Menschen zugeschoben. Eine unglaubliche Volte.

Und wieso ist die "Kirche" schuld? Wenn an jenen Missbrauchsfällen wirklich "die Kirche" schuld sein sollte, dann muss man seine Kirchenmitgliedschaft sofort und ernsthaft überdenken. Dann können mich keine Tausend Schuldbekenntnisse mehr in dieser Kirche halten.

Die Kirche, die ich hingegen kennengelernt habe, ist offenbar nicht Schönborns Kirche. Die Kirche, die ich kennenlernen durfte, war die des nun schon hochbetagten und wohl in vielerlei Hinsicht heiligmäßigen Hartmann Thaler (der nun sogar vom ORF porträtiert worden ist) und vieler anderer Männer und Frauen, die wie wir alle viele Fehler und Verfehlungen in ihrem Lebensbericht haben, die sich aber nie und nimmer an Kindern vergriffen haben.

Ich habe auch in keinem Halbsatz der kirchlichen Lehre, in keinem Katechismus, in keiner Bibel etwas gefunden, was Kindesmissbrauch rechtfertigen würde (zum Unterschied von manchen zeitgeistig-progressiven Ideologien der 70-er und 80-er Jahre). Ganz im Gegenteil. Ich habe auch keinen Lehrsatz gefunden, der behauptet hätte, Priester wären grundsätzlich bessere Menschen. Wenn aber der viel Belesenere Schönborn solches gefunden haben sollte, dann möge er das doch bitte laut und deutlich sagen.

Ansonsten möge er jedoch nicht "die Kirche" in Geiselhaft nehmen für die schweren Verfehlungen bestimmter Menschen. Ob die nun in konkreten Handlungen an Kindern bestanden haben oder darin, dass einzelne hohe Kirchenfunktionäre nicht die Rückfallgefährlichkeit päderastischer oder sadistischer Veranlagungen erkannt haben, dass sie Besserungsgelübden geglaubt und - einzig in diesem Punkt natürlich ganz der kirchlichen Lehre entsprechend - für jeden Täter auch Verzeihung statt lebenslänglicher Verdammnis bereit hatten.

Das aber waren ganz eindeutig Fehler ganz konkreter Menschen. "Die Kirche" als Ideengebäude war niemals Täter. Die Täter haben nur kirchliche Funktionen für ihre Taten ausgenutzt. Es nimmt ja auch niemand "den Sport" für ähnliche Verfehlungen von Trainern in Geiselhaft, oder "die Schule" oder den "Staat" für einschlägig ungustiöse Lehrer.

Es waren ja auch ganz sicher nicht "die Österreicher" oder "Österreich" an den Nazi-Verbrechen schuldig - sondern viele von ihnen, während viele andere Österreicher Opfer (oder angsterfüllte sich Wegduckende) waren. Dies hat auch ein Franz Vranitzky semantisch ganz deutlich und penibel unterschieden, als er in den 80-er Jahren die österreichische NS-Zeit aufzuarbeiten versucht hatte.

Denn jeder, der "alle" schuldig sieht, der ganze Staaten und Organisationen für schuldig erklärt, der verwischt die Schuld des Einzelnen, der gibt diesen fast eine Rechtfertigung. Wenn ohnedies die ganze Kirche (das ganze Land, der ganze Sport) schuldig ist, dann brauche ich nicht mehr nach individueller Schuld suchen.

Schönborns Schuldeinbekenntnis ist umso seltsamer, als ja der allergrößte Teil der physischen und sexuellen Misshandlungen von Kindern außerhalb der Kirche stattfindet. Aber irgendwie liebt offenbar auch Schönborn den schmerzhaften Bußgürtel, den angeblich der harte Kern der Opus-Dei-Mitglieder unter dem Gewand trägt.

Er spricht aber trotzdem nicht für "die Kirche", sowenig wie die Päderasten im Talar für diese gehandelt haben.

Und er wird auch von den voller Jagdlust galoppierenden Kirchenjägern in vielen Redaktionen, der des ORF an der Spitze, niemals die von der wahren Kirche immer angebotene Absolution erhalten. Haben diese Jäger doch schon seine Sonderbeauftragte Klasnic in Grund und Boden verdammt, bevor diese auch nur einmal den Mund aufmachen konnte. Ebensowenig werden ihm Mini-Vereine wie "Wir sind Kirche" weiterhelfen, die außer ihren medialen Lautsprechern niemanden hinter sich haben. Schönborn wird auch nicht durch irgendwelche Bußzahlungen zu Lasten Dritter (der schuldlosen Kirchenbeitragsbezieher oder der schuldlosen Nutznießer kirchlicher Sozialeinrichtungen) die Attacken beenden können. Solche Zahlungen werden im Gegenteil noch mehr als Schuldeingeständnis der gesamten Kirche gewertet werden.

Schönborn und den anderen Bischöfen wird nur die Wahrheit helfen. Nicht weniger, aber auch ganz sicher nicht mehr als diese.

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  1. Celsa (kein Partner)
    07. März 2015 10:04

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  2. dr.knoglinger walter (kein Partner)
    12. April 2010 11:47

    Verteufelung der Kirche

    Die jüngst bekannt gewordenen Verfehlungen einzelner Priester werden von gewisser
    Seite zum Anlaß genommen, die Kirche als Institution zu verteufeln, so, als hätte die
    Kirche ihre Seelsorger zu den Missetaten angehalten. Nur all zu leicht und all zu gehässig
    wird die Kirche als Institution in Frage gestellt als sei diese die Quelle allen Übels und alles Bösen. Genau das Gegenteil ist der Fall: Kirche ist der Quell wunderbarer Gläubigkeit,jahrtausendealte Kulturbringerin und Hort für Verzweifelte und Beladene. Glauben zu können ist eine der wunderbarsten Gaben an die Menschen; der Glaube versetzt nicht nur Berge, wie es im Volksmund heißt, der Glaube ist auch imstande, uns die Welt zu verschönern. Kirche ist der Hort solchen Glaubens. Soll man zusehen, wie dieser Hort den Menschen madig gemacht und zerstört wird? Nicht selten ist der Glaube Zuflucht aus Not und Verzweiflung. Die Kirche aber hat dafür zu sorgen, daß es weiterhin
    möglich sein muß, glauben zu können. So gesehen ist die Kirche auch der Versuch, sich
    dem Unbegreiflichen zu nähern und es zu erahnen. Kirche ist also viel mehr als irgendeine Allerwelts-Institution; Kirche als Religion ist auch so etwas wie die Seele
    der Menschheit. Vergiften wir sie nicht.

  3. bart (kein Partner)
    06. April 2010 22:32

    Schönborns Kirche:

    "weil du lau bist und weder kalt noch warm, so werde ich dich ausspeien" (Offenbarung)

    • Robert (kein Partner)
      09. April 2010 20:00

      Die Analyse über Schönborns Kirche ist völlig richtig.
      Auch für die Kirche gibt es keine Kollektivschuld,sondern immer eine
      Individualschuld ihrer Mitglieder.Darum gibt es das Sakrament der
      Beichte,damit der einzelne von seinen Sünden umkehren kann.
      Für die Vergebung einer Kollektivschuld gibt es noch kein Sakrament.

  4. Noah (kein Partner)
    06. April 2010 09:12

    Der Artikel ist gespickt von Gedankenfehlern!
    Die Frage, ob die Organisation "katholische Kirche" an den Missbrauchsfällen eine Mitschuld trägt, ente- oder belastet die eigentlichen Täter in keinster Weise! Die Täter haben sich mit oder ohne Organisation im Hintergrund mit großer Schuld beladen.

    Es ist aber ein Faktum, dass die Kirche diese Untäter gedeckt und vor dem Zugriff der Justiz geschützt hat! Ich habe mich auch über die Aussagen Schönborns geärgert, aber nicht weil sie ein unnötiges Schuldeingeständnis wären, sondern weil sie nicht glaubwürdig sind von einem Mann, der seit 15 Jahren in seiner Diözese alles daran gesetzt hat, diese Missbrauchsfälle zu vertuschen!

    Herr Unterberger, ich finde es zutiefst perfide im Kontext von Kindesmissbrauch abstruse Ansichten von irgendwelchen Spinnern aus den 70ern ins Treffen zu führen, die Kindesmissbrauch relativierten. Gleiches gilt für Ihre Aussagen, dass der meiste Missbrauch eigentlich außerhalb der Kirche stattfände.

    Nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Gesellschaft JEDEN Pädophilen Straftäter - egal ob Kleriker oder nicht - zur Verantwortung gezogen sehen möchte. Nehmen Sie bitte darüber hinaus auch zur Kenntnis, dass bei Klerikern aufgrund der Lehren, die sie vertreten, natürlich strengere Maßstäbe angelegt werden können, als bei Laien.

    Es ist die immer weitere Schere zwischen Schein und Sein, die die Menschen so wütend macht. Wer braucht eine Kirche, die Kinderschänder deckt und Opfer drangsaliert?

  5. Renard (kein Partner)
    04. April 2010 17:28

    Schönborn ist ein Hirte, der

    "eine Weide für sich selber" sucht.
    "Wasserlose Wolken sind sie [derlei Hirten], von den Winden dahingetrieben; wilde Meereswogen, die ihre eigene Schande ans Land spülen; Sterne, die keine feste Bahn haben;" (Wie es im kürzesten Buch des Neuen Testaments heißt).

  6. Harald Mally (kein Partner)
    04. April 2010 16:16

    S.g. Herr Unterberger,
    was bezwecken Sie mit Ihrem Artikel vom 1.4.? Ich sehe sehr viel Verbitterung, was zwar an sich nicht verwunderlich ist in der gegenwärtigen Situation, aber den einzigen Hoffnungsschimmer - in Ihrem Fall Hartmann Thaler - führen Sie nicht aus, was ich sehr bedauerlich finde. Was soll der Leser daraus schlussfolgern? Aufrufe zum Kirchenaustritt gibt es schon genug. Wer bezeugt die Hoffnung, die uns trägt? Sagt nicht gerade der Gründonnerstag, an dem Sie diesen Artikel schrieben, etwas anderes aus; zum Beispiel dass Jesus auch einem Feigling Petrus und einem Verräter Judas den Kelch reicht?
    In dieser Hoffnung auf bessere (Lese)Zeiten
    Harald Mally,
    Spiritual am Propädeutikum

  7. bart (kein Partner)
    04. April 2010 00:51

    Noch einmal zum diesem Zitat aus dem "Schuldbekenntnis im Namen der Kirche" Schönborns: "Wir bekennen, dass wir [...] an der Aufgabe, Sexualität gut zu leben, gescheitert sind".

    Schon an der Terminologie dieses Schuldbekenntnisses "der Kirche" erkennt man die riesige Bibelferne. In der Hl. Schrift klingt das anders:

    In ihr ist z.B. von der Keuschheit die Rede; etwa in Form der lebenslangen Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen (Mt). ...werde ein Vorbild den Gläubigen […] in der KEUSCHHEIT! (Tim). „Wer es fassen kann, der fasse es!“

    Das ist katholische Tradition, in der der Priester derjenige ist, in welchem sich Christus selbst gegenwärtig macht. Diese Tradition sollte ein Katholik in Demut annehmen - und dafür weniger beim Verkehrspsychologen oder beim Großmeister der Großloge rumlungern (weil unser theologisches Universalgenie, Hw Faber, - wieder einmal schickt ihn Schönborn an die Front - schon ein Kaffeekränzchen zum Thema Zölibat angekündigt hat).

  8. RR Prof. Reinhard Horner (kein Partner)
    03. April 2010 14:48

    reinhard.horner@chello.at

    Was ist Schönborns Kirche?

    Im ersten Ansehen: Kardinal Schönborns „Amtskirche“ + „Wir sind Kirche“.

    Intensiver nachgefragt:
    Eine Kirche der Bibel oder primär eine des Kirchenrechts mit seinen mächtigen Traditionen? Letztere bestehend aus „Hirten“, aus der Kirchenführung mit hierarchisch geordneter Autorität der erforderlichen Mittler zu Gott gegenüber der fügsamen „Herde“ des gläubigen Volks?

    „Wir“ kann verschieden angewendet werden, etwa auch so:
    * Mit der Taufe werde ich in die Kollektivschuld der Kirche eingegliedert.
    * Mit dem Bleiberecht werde ich in der Belastung gehalten.
    * Mit dem Austritt werde ich davon nicht befreit; ich kann mich nur scheinbar und irgendwie für die Zukunft herausnehmen.

    Mit dem Gebrauch von „WIR“-Bekenntnissen lässt sich durch solche Verallgemeinerung auch aus der einzeln konkret fassbaren Verantwortung exkulpieren. Bin ich oder sind wir wütend? Tatsächlich gibt es weder kollektive Verdienste noch kollektive Schuld. Gemeinschaftliches wird durch diejenigen wirksam, die es einleiten, die es tragen, die es handhaben.

    Wo liegt also die Verursachung und hiermit die Verantwortung, die Schuld für physische und psychische Gewaltanwendung und speziell für sexuelle Missbräuche?
    * Bei den unmittelbaren Tätern.
    * Bei denen, die die Untaten geduldet (zu- oder weggeschaut) und die Hilfeleistung unterlassen haben.
    * Bei denen, die, um das Dekorum zu wahren, vertuscht haben.
    * Bei denen, die die erforderlichen Abstellungs- und Schutzmaßnahmen unterlassen oder sogar behindert haben.
    * Bei denen, die ein System öffentliche Verfolgung ausschließender amtskircheninterner Behandlung eingerichtet und gehandhabt haben.
    * Bei denen, die präventive Vorkehrungen unterlassen oder sogar verhindert haben.
    * Bei denen, die rigide Moralanforderungen gestellt haben, in ihrer Praxis jedoch mit zweierlei Maß vorgegangen sind.
    * Bei denen, die die Aufarbeitung unterlassen oder sogar verhindert haben.
    * Indirekt auch bei jenen, die eine seltsame Leibverachtung betrieben haben.

    Von wem auch pro futuro in der Aufarbeitung nichts Gutes zu erwarten ist:
    * Von weiterwirkenden Vertuschern, Verdrängern, Ignorierern, notorischen Wiederholern.
    * Von Leuten, die damit lediglich die Kirche oder allgemein Religion bekämpfen möchten.
    * Von Leuten, die die Problematik auf die Kirche beschränken und damit in anderen Lebensbereichen überschweigen oder verharmlosen möchten.
    * Von Leuten, die daraus ein Geschäft machen möchten.
    * Von solchen Leuten, die selbst die sexuelle Tabubefreiung nach allen Richtungen propagieren und ausüben mochten, in der Tat einschließlich pädophiler Handlungen.

    Realität ist eine Kirche, die aus altehrwürdigem Glaubensgut Großartiges hervorgebracht hat, nicht zuletzt tragende Grundlagen unserer Humanität. Die seit der Verbindung mit der politischen Macht als Staatskirche eine schwere hierarchische Last auferlegt bekam. In der nicht zu knapp Betrug, Verbrechen vielerlei Art vorgenommen worden sind. Die trotz, ja infolge ihrer Kontinuität über Jahrhunderte immer wieder und heute mehr den je in der Bewahrung des Wesentlichen großen Erneuerungsbedarf zu bewältigen hat. Nach hohen Vorbildern und aus nicht wenigen Schreckbildern lernend. In innerer Erneuerung, die sie gegenwärtig zu verabsäumen droht.

  9. Gennadi (kein Partner)
    03. April 2010 09:49

    Durch den Verschub des Großteils der Kommentare in die Vor-Rundablage ging das Fazit wieder unter.

    Schönborns Kirche ist ein politisches Schmierentheater, aber keine christliche Kirche. Für seine permanenten Kniefälle vor politisch orientierten Randgruppen (Wir sind Kirche, etc.), gerade auch in dieser Sache, kann Kardinal Schönborn nur eine Konsequenz ziehen. Nämlich sein Amt zur Verfügung zu stellen.

    Alles andere wäre für die Institution Kirche untragbar.

    • Gregor Jansen (kein Partner)
      03. April 2010 12:24

      Das genaue Gegenteil ist wahr:
      Mit Menschen wie Kardinal Schönborn tritt die Kirche in eine neue Phase der Ehrlichkeit und der Bescheidenheit ein (man kann auch das alte Wort Demut verwenden).
      Eine Kirche, die auch verwundbar und angreifbar ist, die sich der eigenen Fehler stellt und die dennoch (und gerade dadurch) wieder glaubwürdig wird. Eine Kirche, die nicht unfehlbar und unwandelbar ist, sondern die sich immer wieder neu bekehren kann.
      Ich hoffe und bete darum, dass Christoph Schönborn der Erzdiözese Wien und der Kirche in Österreich noch lange erhalten bleibt.

    • Molière (kein Partner)
      03. April 2010 13:25

      Lieber Gregor Jansen! Dank für Ihre zurechtweisenden Worte. Werden sie gehört, verstanden, angenommen? Ich zweifle zunehmend daran. Anfangs war dieser Blog ein ernstzunehmendes Forum, in dem auch kontrovers debattiert werden konnte. In letzter Zeit ergießen sich hier vor allem mehr oder weniger boshafte, oft unflätige. zumeist jedenfalls unreflektierte und auf Ahnungslosigkeit beruhende Rundumschläge gegen alles und jedes, und natürlich darf da die Kirche als Zielscheibe nicht fehlen. Primitiver Antiklerikalismus von links ist ja nichts Neues und ob seines ideologischen Ursprungs nicht weiter ernst zu nehmen, besonders widerwärtig erscheint er aber, wenn er von "bürgerlicher" Seite kommt, die immer mehr meint, ihr Heil in "freiheitlichen" Parolen zu finden (die FPÖ war ja traditionell immer besonders klerikal und hängt sich erst in letzter Zeit ein frömmelndes Mäntelchen um, weil sie meint, damit verärgerte Bürgerliche ködern zu können...) Obendrein glauben diese Hetzer, damit den "reinen christlichen Glauben" zu vertreten...
      Sie haben ja auch keinen leichten Stand derzeit. Ich wünsche Ihnen weiter Mut und Kraft...

    • Molière (kein Partner)
      03. April 2010 13:27

      sorry, es muß natürlich heißen "...die FPÖ war ja traditionell immer besonders ANTIklerikal!"

  10. Romana (kein Partner)
    03. April 2010 09:35

    Wem soll ein kollektives Schuldeingeständnis etwas bringen? Dass keine Reue oder Bußabsicht dahinter steht, sagt schon das Motto "Ich bin wütend, Gott", das nichts anderes als eine Anklage gegen Gott ist. Mit diesem öffentlichen Bußgottesdienst beugt man sich lediglich dem Druck der Medien und der Kirchengegner, die sich damit erfahrungsgemäß aber wieder nicht zufriedengeben , sondern noch mehr fordern werden.

    • Gregor Jansen (kein Partner)
      03. April 2010 10:01

      1. es gab kein "kollektives Schuldeingeständnis". Lesen Sie den Originaltext bitte, bevor Sie solche Behauptungen aufstellen. Dieser differenziert sehr deutlich.
      2. das Motto "Ich bin wütend, Gott" hat die Tradition der Alttestamentlichen "Klagepsalmen" aufgergriffen und aktualisiert. Menschen haben ihren Schmerz und ihre Wut vor Gott getragen - allerdings nicht um Gott anzuklagen, sondern um den Schmerz und das Leid auszudrücken.
      3. als jemand, der den Gottesdienst mitgefeiert hat, und seit einigen Wochen in der Kirche selbstverständlich immer mit diesem Thema zu tun hat, bin ich der Überzeugung, dass sich hier niemand (und der Kardinal am allerwenigsten) dem "Druck der Medien und der Kirchengegner" beugt. Ich nehme im Gegenteil eine Sensibilität um die Ernsthaftigkeit der Situation und eine wirkliche Offenheit den tatsächlichen Opfern gegenüber wahr.

  11. Gregor Jansen (kein Partner)
    03. April 2010 09:29

    Sehr geehrter Herr Unterberger,
    ich lese Ihren Blog sehr gern, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind.

    In diesem Fall muss ich Ihrer Ansicht aber energisch entgegentreten. Denn leider haben Sie die Differenzierung, die in dem Schuldbekenntnis sehr deutlich vorkommt, und die zwischen den Strukturen der Institution Kirche und den Einzeltätern klar unterscheidet, offenbar völlig übersehen. Dazu ein Zitat aus dem Schuldbekenntnis:
    "Wir bekennen, dass wir die Wahrheit nicht erkennen wollten, dass wir vertuscht und ein
    falsches Zeugnis gegeben haben.
    Einige von uns konnten dadurch andere und sich selbst weiter belügen und ihre
    Verbrechen fortführen. [...]
    Wir bekennen, begehrt zu haben nach Sicherheit, Ruhe, Macht und Ansehen.
    Einigen von uns war der Anschein der Makellosigkeit der Kirche wichtiger als alles
    andere."
    Damit wird klar, dass es innerhalb der Kirche ("Wir ...") Strukturen gab und gibt, die das Verhalten einiger ("Einige von uns ...") ermöglicht haben. Und diese Schuld hat der Erzbischof im Namen seiner Kirche ausgesprochen. Das ist als Bischof und Christ seine Aufgabe.

    Man kann sicher in einzelnen Punkte fragen, ob die Gestaltung des Gottesdienstes am Mittwoch völlig gelungen ist. Das Schuldbekenntnis, das der Kardinal in seinem und in unserem Namen (denn wir sind die Kirche - und auch, wenn ich persönlich niemanden missbraucht habe, trifft es mich, dass einzelne TäterInnen die kirchlichen Strukturen zu ihren Taten benutzen konnten und dies teilweise lange Zeit gedeckt wurde) gesprochen hat, halte ich für einen guten und richtigen Schritt.

    • Gennadi (kein Partner)
      03. April 2010 09:39

      Wir bekennen? Wer wir? Wenn Schönborn sich meint, sollte er zurücktreten.
      Welche Täterinnen übrigens?

    • Gregor Jansen (kein Partner)
      03. April 2010 10:04

      @ gennadi:

      Wenn der Kardinal keine persönliche Schuld einzugerstehen hat, warum sollte er dann zurücktreten sollen?
      Täterinnen: Es wurde auch von Übergriffen in Einrichtungen berichtet, die von Ordensfrauen geführt werden. Hier sind auch Erzieherinnen und Ordensschwestern zu Einzeltäterinnen geworden.

  12. Prinzessin Petra-Sarah (kein Partner)
    03. April 2010 00:35

    Der Bischof kann natürlich nicht alles sehen, was in seiner Diözese passiert, aber irgendwie ist er trotzdem auch der Letztverantwortliche; selbst wenn ihn persönlích keine Schuld trifft.
    So wie in einer Familie der Vater / die Eltern oder in einem Verein, einer Partei, einer Gruppierung - egal welcher Art - der Leiter, Vorsitzende, ... Verantwortung dafür übernimmt und ein Statement abgeben muß, wenn innerhalb seines Verantwortungsbereiches etwas nicht Akzeptables vorkommt.

    Kard. Schönborn hat mehrmals darauf hingewiesen, daß es in der Kirche genug Priester, Mitarbeiter,... gibt, die gar nichts dafür können, daß wir als Kirche nun von manchen kollektiv an den Pranger gestellt werden.

    Was soll Kard. Schönborn denn sonst machen als zu bekennen, daß große Schuld begangen wurde innerhalb der Kirche?
    Soll er sagen: "Ich persönlich bin unschuldig" und das wars dann... ? Er nimmt die Opfer ernst und übernimmt Verantwortung für seine Herde.

    Ich finde, es ist ein Zeichen von Größe, daß sich Kardinal Schönborn dem ganzen Schlamassel so intensiv stellt und keine Angst vor Dialog hat.

    Wie würde es Ihnen gehen, wenn Sie Bischof wären und and seiner Stelle stehen würden?
    Ich fände das nicht sehr angenehm. Es ist viel leichter, sich "nur" um Aufklärung zu bemühen, alle Anstregungen zu unternehmen, damit die Opfer Hilfe bekommen,... als sich zusätzlich auch noch hinzustellen und zu bekennen: "Wir als Kirche haben Fehler gemacht."

    Auch wenn ich persönlich nicht schuld bin, so leiden doch alle Glieder der Kirche mit.

    "Hut ab" vor unserem Kardinal - er ist ein großer Mann Gottes.
    Wahrhaftige Demut hat noch keinem geschadet.

    • Molière (kein Partner)
      03. April 2010 14:05

      @Prinzessin Petra-Sarah: Volle Zustimmung. Der Kardinal ist in einer unmöglichen Situation und macht das Bestmögliche daraus. Er wächst derzeit wirklich über sich hinaus!

  13. huetti (kein Partner)
    02. April 2010 23:16

    Endlich werden die Pfaffen gehängt, am Galgen - symbolisch gemeint.
    Natürlich nicht im Sinne einer Verallgemeinerung, sondern diejenigen die Watschn austeilten, die begrapschten - Männlein wie Weiblein. Und wenn es 50 Jahre zurück liegt, sollten auch alle Gassen- u. Straßennamen entfernt werden. Das ist gerecht. Eingeschlosen die Halbpfaffen, Diakone.

    Was ist mit den Lehrern, mit den Watschenlehrern und mit denen die grapschten? Auch für die ist ein Galgen (symbolisch natürlich) notwendig.

  14. Der Aschenstreuer | Manfreds politische Korrektheiten (kein Partner)
    02. April 2010 21:39

    [...] Sinnvolles zur Problemlösung geleistet zu haben — die muß ich Ihnen leider rauben. Unterberger hat völlig recht, wenn er schreibt: Schönborns Schuldeinbekenntnis ist umso seltsamer, [...]

  15. horst (kein Partner)
    02. April 2010 10:58

    der gute schönborn-im grunde ist er ja gut, aber auch in der kollektiven zwickmühle...
    der gute ratzinger-im grunde ist er ja gut, aber auch er ist in der kollektiven zwickmühle...
    ein mörder ist nicht unbedingt etwas gutes, also ein schlächter, der vernichtet und verletzt und sich nicht aufhalten lassen wird...
    kollektive schlächter, vernichter und verletzer halten nicht viel von aufklärungen, sie schlachten, vernichten und verletzen?
    die guten und die schlächter im kollektiven netz der verstrickungen!!!
    die aussage, du sollst nicht töten sondern aufklären, brachte einen unschuldigen jungen mann aufs kreuz, weil man diesen angelastet hat, er sei ein gotteslästerer sowie war es sein todesurteil...

    • simple (kein Partner)
      02. April 2010 11:05

      ich glaube auch, die kollektive verdreckung hat dieses gute irgendwie etwas verdrecken lassen, vielleicht aus irrationalen untergründen bzw. hintergründen.

    • Hein Komisch (kein Partner)
      02. April 2010 11:14

      Die Frage ist, braucht man eine Kirche überhaupt, weil es sieht ja so aus, als würde die Kirche unnötig sein und Massenmörder wurden niemals tatsächlich zur Vernunft und Einsicht gebracht, also zur Aufklärung angestiftet.

  16. Ritter vom Arlberg (kein Partner)
    02. April 2010 09:28

    Bei diesem Artikel kann ich grundsätzlich der Linie von Dr. Unterberger nicht zustimmen. Christoph Kardinal Schönborn hat mit seinem Schuldbekenntnis und der maßgeblichen Teilnahme an diesem Gottesdienst einen aus meiner Sicht richtigen Schritt getätigt. Nicht glücklich gewählt waren Form und Theatralik - genau genommen die Inszenierung als Event - Dompfarrer Faber läßt grüßen ...

    Wichtig erscheint mir, daß Schönborn das Schuldbekenntnis bewußt auf die Vertuschung durch den kirchlichen Apparat bezogen hat. Gerade diese Vertuschung ist in meinen Augen jener Teil, wo die Kirche größte Schuld auf sich geladen hat. Erst dadurch wurde die ungelaubliche und auf Vernichtung abzielende Kampange kirchenfeindlicher Elemente (vor allem von links, aber auch von rechts) möglich. Schwarze Schafe gibt es überall, Fehlverhalten auch. Hätte der kirchliche Apparat von Anfang an offensiv Aufklärung betrieben, konsequent Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Fälle ergriffen und dies auch aktiv kommuniziert, wäre er jetzt nicht in der Situation ständig in offene Messer zu laufen. Wer Wasser predigt sollte auch nur Wasser trinken! Und daher ist die Devise - "Was nicht sein darf, kann nicht sein" ist wohl einer der Gründe des Dilemmas, in dem die Kirche nun steckt.

    Kardinal Schönborn hat dies erkannt, und die richtigen Schlüsse gezogen. Mit dem Setzen von wesentlichen Schritten, hat er auch Mut bewiesen. Wie weit dies dadurch das Ruder herum gerissen werden kann, wird die Zukunft zeigen.

    • Molière (kein Partner)
      02. April 2010 13:12

      Vielen Dank! Ein wohltuend sachlicher Beitrag inmitten des aufgeregten Gegackers von allen Seiten...

  17. Renard (kein Partner)
    01. April 2010 22:51

    Was ist Schönborns Kirche?

    Heinz Sichrovsky im Gespräch mit Anton Faber, Dompfarrer St. Stephan, und Nikolaus Schwärzler, Großmeister der Großloge von Österreich:

    http://programm.kurier.at/cont/events/detail.aspx?eventid=1296764&date=24.01.2010%2011:00:00

    Abt Gregor Henckel-Donnersmarck traf zuvor im Rahmen dieses freimaurerisch-kirchlichen Veranstaltungsreigens den Großmeister Michael Kraus.

    Ein Katholik, der Freimaurer ist, befindet sich im Stand der schweren Sünde.

  18. die-gute-Nachricht (kein Partner)
    01. April 2010 22:25

    „Gott allein genügt – solo dios basta.“ Theresia von Avila (1515 – 1582)

  19. j.r.tm (kein Partner)
    01. April 2010 22:12

    Was wohl viele nicht verstanden haben, ist, dass die Kirche nicht an den Verfehlungen Einzelner per se Schuld ist, aber in der Vergangenheit immer wieder Täter gedeckt hat und es zugelassen hat, dass diese wieder bzw. weiter Kontakt mit Jugendlichen hatten!
    Das ist der Skandal.

  20. bart (kein Partner)
    01. April 2010 22:06

    Spannende geistliche Aufgabe im Sinne Schönborns: "Sexualität gut zu leben". Was bisher bei den Päderastiefällen innerhalb der Kirche verschwiegen wurde, ist der homosexuelle Aspekt. Warum hält Schönborn seine schützende Hand darüber?

    • bart (kein Partner)
      01. April 2010 22:31

      Zitat aus dem "Schuldbekenntnis im Namen der Kirche" Schönborns: "Wir bekennen, dass wir [...] an der Aufgabe, Sexualität gut zu leben, gescheitert sind". Was heißt das jetzt wieder?
      Ein paar Zeilen weiter heißt es: "Einigen von uns war der Anschein der Makellosigkeit der Kirche wichtiger als alles andere".
      Dieser Anschein wird weiter aufrecht erhalten, solange die Rolle der Homosexualität bei Missbräuchen von hauptsächlich Knaben (und ansonsten im Klerus) nicht auch zur Diskussion gestellt wird. Der Wille Gottes ist in dieser Frage ebenso bekannt wie eindeutig. Wer treu zur Hl. Schrift steht, kann keine Knaben (seltener Mädchen) zur sexuellen Befriedigung heranziehen - und auch nicht homosexuell sein. Hierbei muss ebenso Makellosigkeit angestrebt werden, statt den Anschein zu wahren.

  21. Günter M. (kein Partner)
    01. April 2010 21:34

    Eine allgemeine Schuld zu bejahen ist leicht und sogar modern, solche statements kann man locker - wie auch Bischof Scheuer - aus dem Ärmel schütteln. Denn in Wirklichkeit denkt man sich: Ich bin ja selbst sowieso moralisch ziemlich gut. Wesentlich schwieriger ist es, wenn man sich selbst echte Schuld vorwerfen muss und sogar Menschen dadurch zu Schaden gekommen sind. Da kann man dann nicht mehr so locker Schuld einbekennen.

    Dass die Kirche als Institution schwer gefehlt hat, ist klar. Man denke an Bischof Krenn, der den homosexuellen Sumpf des Priesterseminars St. Pölten nur 'Bubenstreiche' nannte. Irgendetwas wurde dort in St. Pölten sicher ausgebildet, fragt sich nur was?

    Die Missbräuche werden aber einen festen Katholiken nicht zum Austritt bewegen. Solange er glaubt, durch die Wassertaufe von der Erbsünde befreit zu werden und solange er glaubt, dass auch ein pädophiler oder Missbrauchs-Priester die Hostie in Jesus Christus verwandeln kann, ist dazu keine Notwendigkeit und wäre ein Austritt auch kontraproduktiv.

    Wenn er dies aber nicht mehr von Herzen glauben kann, dann wäre vielleicht ein ernsthaftes Bibelstudium statt Zeitung-Lesen oder Fernsehen einmal angebracht. Denn - laut Wette des Pascal - geht es um sehr viel.

  22. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    01. April 2010 21:31

    Ihre Analogien sind falsch:

    Priester als Täter : Kirche = Sportlehrer als Täter : Sport

    Richtig wäre diese:

    Priester als Täter : Kirche = Sportlehrer als Täter : Sportverein

    und diese ist zumindest diskutierbar:

    Priester als Täter : Religion = Sportlehrer als Täter : Sport

  23. numerus clausel (kein Partner)
    01. April 2010 20:08

    Auch wenn ich nicht wirklich viel zu diesem Thema zu sagen habe, nur soeben die ZiB20 daneben laufend: Schön langsam wird´s echt lächerlich, wenn die Opfer jammern, weil´s a Watschn vor langer Zeit bekommen haben. Das darf´s wohl echt nicht sein.
    Zufällig einen Bericht auch gesehen über solche Vorkommnisse in der ehemaligen DDR, wo sowas systematisch in Kinderheimen betrieben wurde. Ein "Experte" dazu im Vergleich zu den Vorfällen in der Kirche sinngemäß: "Ein Vergleich kann nicht gezogen werden, dass von kirchlicher Seite sei viel ´böser´, in der DDR wurde das als Erziehungsmaßnahme angesehen und diente dem System".

    • APM (kein Partner)
      01. April 2010 22:00

      Ich bin der Meinung, dass der überwältigende Teil der "Opfer" eher 10 Kerzen aus Dankbarkeit anzünden sollte, DASS sie eine Ohrfeige empfangen durften! Blickt man nämlich -ohne zu verallgemeinern - in die Masse, hat es meiner Meinung viel zu wenige "Opfer" gegeben.. wie u.a. auch bei den "Politikern".

    • numerus clausel (kein Partner)
      01. April 2010 22:09

      Sich wegen einer Ohrfeige so aufzuregen finde ich unangebracht. Was ist mit den Raufereien unter Kindern? Hinterlassen die auch so schwere Traumata?
      Sexuelle Übergriffe sind jedoch zu viel des Guten und gegen sowas muss vorgegangen werden. Alles andere ist lächerlich.

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      01. April 2010 22:33

      @ numerus clausel

      Bin auch Ihrer Meinung.

      Ich kann das auch nicht verstehen, das Geblödel um eine Ohrfeige vor 30-40 Jahren.

      Unterdrückung, Erpressung, Gewalt als solche lehne ich sicher ab, aber die symbolische 'Watschen', die ausdrücken soll, das, was Du getan hast, ist zuviel gewesen und das zeige ich Dir damit.

      Nach der Ohrfeige meiner Mutter habe ich nie mehr gelogen, Trauma ist mir keines geblieben, eher ein Vorteil, würde ich sagen.

      Oder hätte ich, im Linksjargon, zum Jugendamt (so was gab es damals noch gar nicht wirklich und schon gar nicht dafür) gehen sollen und mit 10 Psychologen am Gericht aufkreuzen sollen ?

      Lächerlich dieses Geblödel ! Die gleichen, die auf andere Menschen Pflastersteine werfen und Autos anzünden wollen.

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      01. April 2010 22:36

      @ numerus clausel

      Nachsatz:

      Klar, wenn es Aussicht auf Geld gibt, da ist alles drin, sehen wir ja bei der ORF 'Dokumentation', die man Strache umhängen wollte.

      Klingt so nach Show.

  24. Donnerlütchen (kein Partner)
    01. April 2010 19:22

    Der Pabst soll endlich das Interdikt über Schönborn verhängen. Diese Figur ist für die r.k. Kirche unerträglich geworden.

    • Donnerlütchen (kein Partner)
      01. April 2010 19:24

      Unser HerrgottInn möge mir verzeihen, es heißt PAPST

  25. APM (kein Partner)
    01. April 2010 18:25

    Eine ganz und gar nicht hochgestochene Begründung: Schönborn ist nach Groer - seit 1945 der wohl unfähigste Erzbischof und Kardinal den dieses Land "besitzt". Der so von den linken Säulenheiligen (vom dritten Geschlecht!!) gelästerte Bischof Krenn hatte das Durchsetzungsvermögen, das auch in der Kirche mitunter sehr notwendig ist. Und : Er ist nicht so "schön" und "heilig" wie S aber kein Kriecher. Die fatale Führungsschwäche von S. ist offenkundig und verursacht Ekel.

    • Donnerlütchen (kein Partner)
      01. April 2010 19:47

      Der Groer war mir beim Arm lieber als dieser kriecherische Schönborn beim Gesicht . Dieses Gehabe im Stephansdom mit diesen Reservepriesterinnen ist doch unerträglich. Wenn diese linke Pfaffengarnitur abtritt, dann zünde ich ein Kerzerl in der Kreuzkapelle beim Prinz Eugen an und mache meinen Kirchenaustritt rückgängig. Ich hoffe ,daß Jedermann diese Respektlosigkeit gegenüber der r.k Kirche auffällt, daß heißt eine autoritäre Kirche ist gefragt. Diese Armleuchter können was bei den Islamisten etwas lernen. Amen.

    • Romana (kein Partner)
      01. April 2010 22:02

      Woimmer es um Skandale in der Kirche geht, das heißt beinahe täglich und in allen Medien, iwrd der Name Groer als Synonym für Missbrauch genannt. Der "Fall Groer" ist ein geflügeltes Wort geworden. Die Wahrheit aber ist: Niemals ist Kardinal Groer, der vom Charakter her ein Asket und alles andere als ein Lustmolch war, wirklich ein Vergehen nachgewiesen worden, lediglich die ohnehin sehr bescheidenen Andeutungen eines einzigen ehemaligen Zöglings wurden medial aufgebauscht und begierig aufgegriffen. Er schämte sich, soilche Dinge in Verbindung mit seiner Person auch nur zu erörtern und äußerte sich daher nicht dazu. Während für jeden anderen Verdächtigen die Unschuldsvermutung gilt, wird der ehrenwerte Kardinal auch Jahre nach seinem Tod noch trotz fehlender Beweise als Täter abgestempelt, und auch innerhalb der kirchlichen Hierarchie erhebt niemand eine Stimme zu seiner Verteidigung. Es ist eine Schande!

    • Johann Scheiber (kein Partner)
      01. April 2010 22:44

      @Donnerlütchen

      Danke, habe selten so gelacht!

    • Silvia Berger (kein Partner)
      02. April 2010 00:55

      @APM

      *applaus*

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      02. April 2010 11:06

      @Romana:
      Sie haben recht: Kardinal Groer ist nie etwas nachgewiesen worden und der einzige "Zeuge" ist eine dubiose Figur, geschützt und gedeckt von einem Hetzblatt.

      Der "Fall Groer" ist noch lange nicht zu Ende! Die "moralischen Gewißheiten" einiger Bischöfe werden sich noch bewähren müssen.

  26. Waltraut Kupf (kein Partner)
    01. April 2010 17:49

    Die Kirchenaustritte derjenigen Leute, welche nicht zwischen der spirituellen Einheit Kirche und einigen charakterschwachen Funktionären unterscheiden können, sind von masonischen und One-World-Humanistenkreisen gewünscht und betrieben, weshalb man die körperlichen Züchtigungen (noch in meiner Kindheit gängiges, wenn auch verfehltes Erziehungsmittel) auch noch gleich in den Mißbrauch hineinpackt, damit die Zahlen hinaufgetrieben werden. Zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt man dann noch zusätzlich über Schadensersatzforderungen, die ein Anwalt mit ca. €80.000 pro Fall ansetzte. Wird das als Schmerzensgeld für jede Watschen gefordert, so hat die Kirche einiges zu berappen. (Ich möchte mich allerdings klar für den Kostenersatz für Therapien, die in manchen Fällen nötig waren, aussprechen oder ähnlich berechtigte Forderungen.) Schönborns pauschalierende Kriecherei und die praktische Negierung der individuellen Schuld wäre ebenfalls ein Grund für den Austritt, wenn da nicht das ideelle Gebäude, der mystische Leib wäre.

    • Gennadi (kein Partner)
      01. April 2010 18:02

      Eine Kirche ist wie jede andere Organisation. Wenn man mit ihr nicht einverstanden ist, tritt man aus. Ganz ohne Mystik.

    • Charlotte (kein Partner)
      01. April 2010 18:44

      "möchte mich allerdings klar für den Kostenersatz für Therapien aussprechen"

      Richtig. Jeden Fall konsequent prüfen und kein Körberlgeld versprechen sondern praktische Hilfe anbieten.

      Und der Anwalt der sich 80.000 Euro für jeden Watschen-Fall (der sich vor Jahrzehnten zugetragen haben soll) erwartet, sollte seine Klienten auch auf die Folgen aufmerksam machen die der Klient mit attestiertem schwerem psychischem Schaden auf sich nehmen muss. Entmündigung könnte eine sein.

      Es gab da schon sehr erstaunte Gesichter in anderen Fällen. Leute die für angebliche Behinderungen um staatliche Zulagen ansuchten und dann ihren Führerschein abgeben mussten.

    • Romana (kein Partner)
      01. April 2010 22:19

      Dieses Statement ist mir aus der Seele gesprochen.

  27. Philipp Starl (kein Partner)
    01. April 2010 17:43

    OT: Ein Vorgeschmack auf das Europa der Zukunft. Bemerkenswert, dass linke Gutmenschenblatt salopp von "Österreichern" schreibt, aber ganz nebenbei vergisst, zu erwähnen, dass es sich dabei um Moslems handelt, dieses Blatt ist untragbar geworden:

    http://derstandard.at/1269448678085/Spanien-Oesterreicher-provozierten-in-Kathedrale-in-Cordoba

    • tartaros (kein Partner)
      01. April 2010 18:01

      Das ist doch erst der Beginn einer gewaltigen Strömung, die Europa in ihrer bisherigen Art und Weise hinwegfegen wird. In Holland werden schon jetzt genug Kirchen an Moslems verkauft, zu Supermärkten umfunktioniert oder "abgewrackt".
      In Wien wird das auch kommen. So in 10-20 Jahren.

    • Norman Bates (kein Partner)
      01. April 2010 21:36

      Früher, viel früher, leider.

      Die linken Gutmenschen lernen diesbezüglich überhaupt nichts dazu. Die Wahrheit wird verschwiegen und wir machen einen auf "multi-kulti", weil alle Menschen so lieb sind.

      In Wirklichkeit gibt es offensichtlich - siehe diesen Vorfall - Leute (hier Österreicher, naja ..), die eine Agenda haben.

      Und das ist keine gute Agenda ..

    • Norman Bates (kein Partner)
      01. April 2010 21:40

      Nachsatz: die linken Gutmenschen relativieren solche Dinge, indem sie den türkischen Bäcker im 7. Bezirk so lieb und nett finden und böse Menschen haben wir in Österreich ja auch á la Fritzl und Priklobil.

      Und das mit der Integration, das wird dann schon alles ..
      Weit gefehlt ..

  28. xRatio (kein Partner)
    01. April 2010 17:01

    Was soll der Quatsch?

    Anders, als das ganze Theater suggeriert, geht es in den »Mißbrauchsfällen« in katholischen Internaten zum allergrößten Teil um — früher leider, und nicht nur im katholischen Bereich, übliche — Mißhandlungen (Prügel, Ohrfeigen etc.), nicht um sexuellen Mißbrauch der Zöglinge.

    http://lepenseur-lepenseur.blogspot.com/2010/03/kloakenschreiber.html

    Die sogenannten "Mißbrauchsfälle" werden von Politik und linker Schmierenjournaille aufgebauscht, dramatisiert und instrumentalisiert, um von (weitaus) wichtigeren Themen abzulenken:

    Den verheerenden Folgen sozialistischer, feministischer und islamophiler Politik und Gesinnungsdiktatur.

    Wir wissen indessen:

    Der große Prophet der gehätschelten islamischen Horden war nicht nur Totalitarist und Massenmörder, dessen Komplicen seit 1600 Jahren Europa und den ganzen Mittelmeerraum, heute die ganze Welt terrorisieren. Das leuchtende Vorbild der islamischen Horden hat sich vor allem auch als Päderast und Frauenschänder hervorgetan.

    Wo liest man dergleichen in der linken Schmierenpresse?

    Nein, nein. Islam gut - Christentum bös. Das soll uns von der Politmafia auf Teufel komm raus eingebläut werden.

    Europa und die westliche Welt haben es mit der linken Pest gar herrlich weit gebracht. Der deutsche Verfassungsrichter Hassemer geht inzwischen soweit, zur Entschuldigung islamischer "Ehrenmorde" Verbotsirrtum in Debatte zu werfen.

    Ohne daß solche Ungeheuerlichkeiten einen Sturm der Entrüstung und Lichterkettchen der Guti-Gutis wenigstens von Hamburg bis Buxtehude, Wien bis Grinzing auslösen.


    xRatio

    • Philipp Starl (kein Partner)
      01. April 2010 17:37

      Vollinhaltliche Zustimmung!

    • Charlotte (kein Partner)
      01. April 2010 19:06

      " Islam gut – Christentum bös. Das soll uns von der Politmafia auf Teufel komm raus eingebläut werden. "

      Da muss ich leider ein wenig berichtigen.

      Es wird (rotgrünfunklich oder soll es heißen grünrotfunkelnd?) differenziert betrachtet:

      Es ist nur der Katholizismus mit dem Papst auf der Seite "bös" (siehe im ORF -wo sonst?- veröffentlichte Weisheiten von Alfons H. dem BP Fischer-Fan "verschissenes verlogenes katholisches Österreich) und erklärtes Feindbild gewisser Kreise, die evangelischen Christen gehören eh zu "gut" !

  29. harrytisch2009 (kein Partner)
    01. April 2010 15:38

    um die strafrechtliche aufarbeitung des missbrauchsskandals in der kirche zu straffen und zu vereinfachen, werden mittlerweile die stimmen lauter, die eine wiederbelebung bewährter germanischer rechtsinstitute fordern:

    http://bluthilde.wordpress.com/2010/04/01/ubersiebnungseid-wiederkehr-germanischer-rechtstradition/

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. April 2010 16:13

      Ja, wir haben jetzt mitbekommen, dass es nicht nur kryptokatholische, sondern auch kryptoboleschwistische Blogs gibt.

    • tartaros (kein Partner)
      01. April 2010 17:44

      Ein Blog für Amokläufer.

    • Ronald McDonald (kein Partner)
      01. April 2010 21:25

      Kryptobolschewistisch? Wohl eher zynisch bis zum Anschlag. Mit dem beißenden Sarkasmus, der dort abgesondert wird, könnte man ein paar Hundert Ätzwasserwannen für die chemische Industrie füllen.

    • Norman Bates (kein Partner)
      01. April 2010 23:43

      Nein, die nehmen dort nur zuviel Crystal Meth ..

  30. Johann (kein Partner)
    01. April 2010 15:37

    Kollektivschuld und Kardinalstugenden

    Mich erinnert das Ganze an die Debatte um eine Kollektivschuld des Deutschen Volkes am Holocaust und dem II. Weltkrieg. Schönborn und sein Tiroler Amtskollege Scheuer, der gestern ähnliches zum Besten gab, bewegen sich auf gefährlichem Terrain. Wenn man eine Kollektivschuld der Kirche bejaht, dann hat die Kirche 2000 Jahre nur Fehler gemacht. Man denke an die Fürbitten des verstorbenen Papstes im Jahr 2000. Stimmt es wirklich, dass die Institution Kirche sich schuldig an den Verbrechen gegenüber dem jüdischen Volk gemacht hat? Oder waren es nicht die Entscheidungen einzelner? Egal ob Eroberung Amerikas, Kolonialismus war die Kirche schuld? Wird jedes Kind das getauft wird, durch die Taufe zwar von der Erbschuld befreit, bekommt damit die Kollektivschuld für zahlreiche Verbrechen der Kirche aufgeladen. Ein entsetzliche Vorstellung, wenn man bedenkt, dass die Taufe die Pforten zum ewigen Leben aufschließt. Irgendwie kommen mir einige Aussagen gewisser Geistlicher w(irre) vor. Eine naive Persönlichkeit könnte natürlich darin die Versuchung des Teufels sehen (Copyright bei Gabriele Amortth). Mir kommen eher die Begriffe Dummheit und Feigheit in den Sinn. Beides sind allerdings keine Kardinaltugenden.

    • Gennadi (kein Partner)
      01. April 2010 18:05

      Die katholische Kirche existiert aber noch keine 2000 Jahre.
      Ihrem letzten Satz stimme ich gern zu.

  31. Stachel (kein Partner)
    01. April 2010 14:55

    Natürlich hat Schönborn recht, wenn er sagt, "die Kirche" sei schuld an den Missbrauchsfällen. Es kann wohl kaum bestritten werden, dass der verpflichtende Zölibat der (katholischen) Priester, sicher nicht allein, aber maßgeblich mitschuldig an den Missbräuchen ist. Leider ist Schönborn allerdings zu feig, die Konsequenzen daraus zu ziehen und eine Abschaffung des Zölibats - auch an die Adresse des Papstes gerichtet - zu fordern.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      01. April 2010 15:08

      Es kann wohl kaum bestritten werden, dass der verpflichtende Zölibat der (katholischen) Priester, sicher nicht allein, aber maßgeblich mitschuldig an den Missbräuchen ist.

      Na serwas, da werden aber große Worte mit Leichtigkeit ausgesprochen. Haben Sie ein Gutachten dazu, oder kann es wohl kaum bestritten werden, weil das in Ihren Kreisen nicht bestritten wird?

    • Benedetta (kein Partner)
      01. April 2010 15:26

      Ui, es gibt echt noch Leute, die glauben, der Zölibat habe etwas mit Pädophilie zu tun?? Und ausgerechnet HIER unter den Lesern dieses Tagebuchs? Das schockt mich jetzt wirklich. Soagr der durchscnittliche Bildzeitungsleser ist heutzutage dahin gehend aufgeklärt, daß der Zölibat nichts aber auch rein gar nichts damit zu tun hat und in keinster Weise Pädophilie fördert. Bitte besser informieren vor dem Posten in Zukunft!

    • Segestes (kein Partner)
      01. April 2010 15:29

      Das mit dem Zölibat halte ich für Unfug.
      Die Kritik an diesem fußt doch nur auf der Tatsache, dass man in unserer übersexualisierten Zeit, Menschen die ihre Prioritäten anders setzen, per se als "gaga" betrachtet.
      Dass sich natürlich auch Priester von Zeit zu Zeit einen von der Palme wedeln um Druck abzulassen, dürfte klar sein.
      Aber zum Straftäter mutiert man deshalb sicher nicht automatisch, so wie das gerne dargestellt wird.
      Auch weiß ich von keiner Studie in der belegt wird, dass unter zölibatär lebenden Kirchenleuten, sexuelle Übergriffe häufiger stattfinden, als bei "normalen" Menschen.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      01. April 2010 15:34

      Hier ein erhellender und evidenzbasierter Artikel im EF, der eindrucksvoll darlegt, dass das Zölibat wirklich gar nichts mit Pädophilie oder Missbrauch zu tun hat:

      http://ef-magazin.de/2010/02/10/1859-spiegel-und-co-gegen-die-katholische-bastion-die-scheinheiligen

    • max (kein Partner)
      01. April 2010 15:55

      Einigermassen seltsam wirkt, dass in allen Medien über den Zusammenhang von Zölibat und Pädophilie gemutmasst wird, aber eigentlich fast nie über den Zusammenhang Homosexualität und Pädophilie. Die Vorstellung, dass ein Priester, der keine Frau heiraten darf, deshalb kleine Buben missbraucht, ist m.E. doch etwas weit hergeholt. Wenn man den Prozentsatz Homosexueller in der männlichen Gesamtbevölkerung (je nach Untersuchung zwischen 2 und 8%) und dem Prozentsatz der männlichen Missbrauchsopfer gegenüberstellt, sehen die Zahlen schon anders aus.

    • Jüko (kein Partner)
      01. April 2010 16:18

      Der Zölibat hat seinen Ursprung in spirituell sehr tiefgründigen Sphären. Er dient als Schutz des Priesters vor allzu großer persönlicher Verstrickung in die Weltlichkeit. In den allermeisten Fällen hat sich dieses Institut bewährt und bewährt es sich immer noch. Das Argument, der Zölibat sei Schuld an Unzucht eines Priester ist so, als würde man sagen, dass Strafgesetz ist schuld, dass es Verbrechen gibt.
      Aber Dinge wie der Zölibat sind eben Geheimnisse, die schwer zu begreifen sind. Es ist völlig einerlei, ob die veröffentlichte Meinung und die Schmierfinken das begreifen oder nicht. Die Kirche hat sich schon zu viel der Welt angebiedert, sie sollte sich wieder zurückziehen. Die die guten Willens sind, werden ihr folgen, wie eh und jeh.

    • Waltraut Kupf (kein Partner)
      01. April 2010 17:59

      Ein Pädophiler wird nach Abschaffung des Zölibats wahrscheinlich nicht heiraten, falls aber doch, wird er sich dann wahrscheinlich über die eigenen Kinder hermachen, wie es ja dem Vernehmen nach in Famlien weit öfter vorkommt als in Kreisen von Priestern. Von der Abschaffung des Zölibats hätten allenfalls noch jene etwas, die sich mit der Haushälterin oder Pfarrsekretärin behelfen, das ist aber nicht das aktuelle Thema

    • Stachel (kein Partner)
      01. April 2010 19:09

      @Benedetta
      Wer seine Informationen aus der Bildzeitung bezieht, ist wohl kaum in der Lage, irgend einen ernst zu nehmenden Kommentar abzugeben. Empfehlenswert wäre etwa die FAZ oder der Spiegel, es ist allerdings zu befürcheten, dass diese Druckwerke den geistigen Horizont eines Bildzeitung-Lesers übersteigen-

    • Philipp Starl (kein Partner)
      01. April 2010 19:19

      @ Stachel

      Es bleibt zu konstatieren, dass Sie jedwede Antwort schuldig bleiben.

    • Stachel (kein Partner)
      02. April 2010 11:13

      @Philipp Starl
      Vielleicht ist es Ihnen doch aufgefallen, dass diese Missbräuche sich ausschließlich in der (zölibatären) katholischen Kirche ereignet haben; bei den Evangelen: Null, bei den Orthodoxen: Null. Wieso eigentlich?

    • Philipp Starl (kein Partner)
      02. April 2010 12:22

      Vielleicht lesen Sie einmal den Artikel, bevor Sie mir antworten...

    • Stachel (kein Partner)
      02. April 2010 13:14

      @Philipp Starl
      Klar, habe ich gelesen; und damit Sie auch verstehen, was drinnen steht, habe ich - extra für Sie - nochmals den letzten Satz kopiert: "Schönborn und den anderen Bischöfen wird nur die Wahrheit helfen". Richtig! Und das ist ganz einfach der Zölibat. Weg damit, und dann gibt es Missbräuche in der Größenordnung der evangelischen und orthodoxen Kirche - nämlich ganz selten und vereinzelt.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      02. April 2010 13:16

      Ich meinte den Artikel im EF, den ich weiter oben als Link reingestellt habe...

  32. Segestes (kein Partner)
    01. April 2010 14:52

    Herr Unterberger, stellen Sie sich bitte nicht so dumm.
    Schönborn meint mit "Kirche" die Institution - und nicht das Christentum, wie sie es versuchen darzustellen.
    Und die Institution Kirche, hat natürlich vertuscht bis zum geht nicht mehr.

    Dass man damit die rabiaten Atheisten, beim öffentlich lächerlichen Dummfunk und
    dem (Sub-)Standard, in ihrem inquisitorischen Eifer wird beschwichtigen können, darf aber in der Tat bezweifelt werden.

    Aber was solls, die Kirche hat Völkerwanderungen, rote und braune Sozialisten überstanden, also wird sie auch das ganz sicher überstehen.
    Beruhigt?

    Andererseits, den Konsumismus, die Götze unserer Zeit, wird sie auf Dauer möglicherweise nicht verkraften. Aber Herr Unterberger, DAS ist etwas, das auf dem Mist von Ihren Gesinnungsgenossen wächst.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. April 2010 16:12

      Klare Worte, gelassen ausgesprochen. :)

    • K.K. (kein Partner)
      01. April 2010 17:26

      Wo Segestes recht hat, hat er recht! Auch ich bin überzeugt, daß seine Eminenz natürlich nur die AMTSkirche gemeint haben kann. Und damit hat er ja völlig recht. Man muß diesen Lapsus halt den bekannten Schwierigkeit seiner Eminenz zuschreiben, sich richtig auszudrücken...

    • Norman Bates (kein Partner)
      01. April 2010 23:53

      @Segestes

      Was schlagen Sie anstelle von Konsum vor, Kolchosen und Sowchosen?

    • Charlotte (kein Partner)
      02. April 2010 13:09

      @Segestes @ STS

      Wer stellt sich oder ist da "dumm"?

      A.U. :“Die Kirche” als Ideengebäude war niemals Täter. Die Täter haben nur kirchliche Funktionen ..."

      Ob Kirche oder Amtskirche - es gibt keine kollektive Schuld (einer Institution eines Landes) sondern nur individuelle

      ist A.U.s richtiges Fazit

  33. harrytisch2009 (kein Partner)
    01. April 2010 13:22

    vielleicht wird er sich noch opfern und an stelle des papstes nach den haag gehen, um sich dort wegen völkermordes und verbrechen gegen die menschlichkeit durch kritik am gebrauch von kondomen zu rechtfertigen.

    nur auf diese weise könnte die kirche wieder einen teil ihres berechtigten prestigeverlustes unter fortschrittlichen, modernen und großstädtisch-urbanen menschen wettmachen.

    denn während die kirche vor sich hindämmert, schreitet der fortschritt immer weiter voran, sodass sogar der kleine muck schon langsam probleme bekommen würde, ihn noch einzuholen:

    http://bluthilde.wordpress.com/2010/03/31/hamburger-schule-betreibt-proletarische-bewusstseinsbildung/

  34. Otto (kein Partner)
    01. April 2010 13:07

    "Damit wird kühnerweise Gott die Schuld an Verbrechen, Untaten und Versäumnissen bestimmter Menschen zugeschoben."
    Sehe ich nicht so. Ein Missverständnis, das auf den Punkt bringen soll, wie absurd das ganze Schuldbekenntnis in diesem speziellen Gottesdienst sein soll.
    Ich fühle mich bei der ganzen Diskussion an Elisabeth Kübler-Ross erinnert. Die Kirche in ihrer jetzigen Form liegt im Sterben, und Unterberger ist noch inder Phase 2 "Zorn", während Schönborn schon in Phase 3 "Verhandeln" zu sein scheint.

    • Erich Bauer (kein Partner)
      01. April 2010 13:32

      Totgesagte leben länger. Könnte ja sein, daß der "Staat" (in seiner jetzigen Form), mitsamt seiner Journaille, eher schon seine Agonie hervordämmern sieht. Noch will er dem nicht ins Antlitz blicken.

  35. rossi (kein Partner)
    01. April 2010 12:46

    Vielleicht sollte sich die Kirche ein Beispiel an den Linken, insbesondere an den Grünen , nehmen. Während einige kirchliche Vertreter klammheimlich und schuldbewusst ihren Trieben nachgaben, bekannten sich im gleichen Zeitraum offen, frisch und fröhlich ihre linken Zeitgenossen zu genussvollen Sexualkontakten mit Kindern und forderten dafür Straffreiheit . Straftaten, die in ihrem Interesse stehen, werden flugs als ziviler Ungehorsam bezeichnet, notfalls elegant als Sidestep (> Pilz). Ein Raubmord wird schon mal als etwas ruppige Art der Umverteilung deklariert, und auf Friedensdemos darf man PolizistInnen steinigen, da diese den faschistoiden Staat repräsentieren. So sichert man sich ein Gewaltmonopol und verteidigt es mit Zähnen und Klauen, den hinhauen dürft nur Ihr, stimmt's, liebe LinksgrünInnen? Da wage NIEMAND ANDERER, eine abscheuliche,faschistoide,rassistische,frauenfeindliche,klimaleugnende, rechtsextreme Watschen zu geben!

    • Dr. Günter Frühwirth (kein Partner)
      01. April 2010 13:26

      Ist ja auch auffallend:
      wie bedeckt sich die Grünen da verhalten.
      Pilz hat noch keine Geheimakte in irgendeinem Kloster entdeckt...
      Es ist halt schwer, wenn man sich für Homosexuelle stark macht, dann kann man halt schwer homosexuelle Kirchenmänner an den Pranger stellen...

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. April 2010 16:49

      Pilzens Kontakte zur rk Kirche werden wohl nicht von derselben Qualität sein wie die ins Innen- und Kriegsministerium?

    • Undine (kein Partner)
      01. April 2010 17:54

      @Dr. Günter Frühwirth, genauso ist es!

    • rossi (kein Partner)
      01. April 2010 22:40

      Vor Jahren erzählte mir ein Mitglied des Landesverteidigungsrates, er habe noch nie so einen Waffenkundigen getroffen wie den Pilz....

  36. THJ (kein Partner)
    01. April 2010 12:43

    Was ist Schönborns Kirche?

    Eine Amtskirche mit Marketing, Finanzabteilung, Rechtsabteilung und einer Schauspielabteilung.
    Mit den eigentlichen Inhalten einer Religion hat das nur mehr wenig bis gar nichts zu tun.
    Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mir vor so ca. 25. Jahren ein Kardinal König, der war damals Seelsorger meiner Großmutter, gesagt hat "Wenn Dir das Bodenpersonal der Kirche nicht passt, dann tritt aus, Glauben kannst Du auch selbst"
    Das beschreibt den heutigen Zustand der r.k. Kirche schon ganz gut.

  37. "Ich bin wütend, Gott!" (kein Partner)
    01. April 2010 12:25

    Das war eine inszenierte Schmierenkomödie von Schönborn zur Besänftigung des gesunden Volksempfinden.

    Aber wer soll denn dem schelmisch dauergrinsenden Schönborn dieses Theater im Kirchentheater zu St. Stephan abnehmen?

    Die dummen Schäflein?

    • LePenseur (kein Partner)
      01. April 2010 14:26

      "Schmierenkomödie" stimmt — nur: was, bittschön, hat sowas mit "gesundem Volksempfinden" zu tun? Das wird durch derlei verkrampfte PR-Aktionen bloß abgestoßen!

    • Donnerlütchen (kein Partner)
      01. April 2010 19:51

      Diesen komischen Vogel wird das Grinsen noch vergehen. Halleluja

  38. Erwin Tripes (kein Partner)
    01. April 2010 12:25

    Schönborn arbeitet doch an seiner Kür zum nächsten Papst, da muß man doch Volten üben.

  39. Stephan U. (kein Partner)
    01. April 2010 12:14

    Ich denke, hier ist eine sehr feine Unterscheidung zu treffen, zwischen den Taten einzelner Kinderschänder (für die "die Kirche" als Institution keine Schuld tragen kann) und dem Umgang mit diesen Taten durch die Institution "Kirche", die tatsächlich schuldhaft sein kann.

    Wenn einzelne im Namen und als Vertreter der Kirche handeln, können sie die Kirche binden und damit kann auch die Kirche Schuld auf sich ziehen.

    Wenn die Institution Kirche beispielsweise Kinderschänder nicht aus dem Verkehr zieht, sonden in vollem Wissen um deren Hintergrund, lediglich an eine andere Stelle versetzt, handelt die Institution Kirche schuldhaft. Auch wenn es wieder Einzelpersonen sind (Bischöfe, Vikare ...), die diese Entscheidungen treffen, aber sie treffen sie in ihrer Funktion als Vertreter der Institution Kirche.

    Wenn die Institution Kirche beispielsweise das Image der Kirche über das Schickal einzelner stellt und systematisch versucht, Dinge zu vertuschen (wie in Irland oder den USA), um "Schaden von der Kirche abzuwenden", dann handelt die Institution schuldhaft.

    Schönborn steht übrigens hier in guter Tradition mit Johannes Paul II, der in seiner grossen Vergebungsbitte vom 12.3.2000 sehr ausführlich vom den Fehlern einzelner Christen spricht, aber auch klar von der "Reue des Volkes", also der Kirche an sich (im übrigen ein Dokument, mit dem der derzeitige Papst in seiner vorherigen Funktion massive Schwierigkeiten hatte).

    Die Unterscheidung Vranitzkys war letztlich nur deshalb haltbar, weil Österreich als Staat 1938 zu existieren aufgehört hat. Deutschland als Staat hat seine Schuld an den Verbrechen des Naziregimes anerkannt, weil die Verbrechen im Namen des Staates verübt wurden (auch wenn sie immer von einzelnen begangen werden).

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      01. April 2010 12:32

      Sie haben - besonders in Absatz 3 und 5 - im großen und ganzen recht. Ich bezweifle aber nur, ob es in dem ganzen Medienspektakel, inklusive "Ich bin wütend" - Farce, um eine solche differenzierte Analyse geht.

      Vor allem wird jetzt das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und ausgerechnet die katholische Moral, die ja doch gerade Übergriffe und Falschaussagen ausdrücklich verbietet, an den Pranger gestellt.

      Das Schuldbekenntnis von Johannes Paul II. hatte eine ganz andere Struktur und ein ganz anderes Selbstverständnis als das durch öffentlichen Druck und offenbar schlechte Berater erzwungene Spektakel im Stephansdom unter Regie von dissidenten, schismatischen und häretischen Mini-Gruppen.

    • Donnerlütchen (kein Partner)
      01. April 2010 19:53

      Bevor der Schönborn diesem Vernichter des Glaubens Papst wird, werde ich HimmelvaterIn

  40. Jüko (kein Partner)
    01. April 2010 12:12

    Was die Ehren betrifft, zu denen Hw. Hartmann Thaler auch in der Medienlandschaft kommt: Es wundert mich nicht so sehr, da er ein Modernist war und Verfechter der Disco-Gottesdienste, die jedem konservativen Katholiken das Schaudern verursachen. Ungeachtet dessen mag er ein gütiger und einfühlsamer Seelsorger und Lehrer sein, das können andere besser beurteilen.

    Ansonsten legt Unterberger hier treffend dar, dass ein kollektives kirchliches Schuldbekenntnis durch den Metropoliten völlig unangebracht ist. Hier wird auf den Medienkarren aufgesprungen und versucht, sich übelst anzubiedern. Es wird niemand danken. Im Gegenteil. Die Gegner der Kirche und die internen Berufswiderspruchsgeister und -revoluzzer reiben sich die Hände.

    Vielmehr wäre es von kirchlicher Seite angebracht, auf die sexuelle Stimulierung unserer Kinder durch die Popkultur hinzuweisen. Kinder von 9 oder 10 Jahren haben ihre Vorbilder bereits in Popstars, die auf sexuelle Stimulierung als verkausfördernde Maßnahme im heutigen Popgeschäft gar nicht mehr verzichten können. Sex-Koffer und Lovebus im Schulunterricht tun ihr Übriges.

    Im Übrigen kann man nicht genug darauf hinweisen, dass der grüne Europapolitiker Cohn-Bendit selbst einschlägige Erfahrungen hat:

    "Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. Es ist kaum zu glauben. Meist war ich ziemlich entwaffnet. (...)

    Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: "Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?" Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt.""
    http://www.schweizerzeit.ch/0501/kinder.htm

    Ich erwähne das nicht, um zu verharmlosen, was manche Geistliche getan haben. Aber es verdeutlicht, dass die derzeitige Hetze gegen die Kirche bewusst konstruiert ist. Die Kirche an sich soll als Hort des sexuellen Missbrauchs dargestellt werden. Eine ähnliche Propaganda wurde von Josef Göbbels Ende der 30er Jahre in den gleichgeschalteten Medien insziniert. Schrems ist rechtzugeben, wenn er von Pogromstimmung schreibt. Es ist mit Händen zu greifen. Hier soll die einzige Institution kaputt gemacht werden, die wirklich immer gegen Missbrauch und Unzucht in jeder Form eingetreten ist. Die Institution Kirche ist vielen ein Hindernis und ein Ärgernis.

    MfG
    Jüko

  41. Roland Hofbauer (kein Partner)
    01. April 2010 12:07

    ich halte ihren Kommentar für völlig verfehlt.

    im Gegenteil bin ich davon überzeugt, dass Kardinal Schönborn das einzig richtige getan hat.

  42. MarioV (kein Partner)
    01. April 2010 11:56

    [......]
    DOCH. Weil die Täter nämlich von der Hierarchie gedeckt wurden.
    Typischer Verlauf, der immer wieder festgestellt wurde: Der Täter wird, nachdem die Tat bekannt wurde, einfach nur versetzt. Und zwar irgendwohin wo er wieder die Gelegenheit hat sich an Kindern zu vergreifen, weil die neuen Vorgesetzten nicht informiert werden was mit dem Betreffenden los ist.
    Somit hat die Kirche Beihilfe geleistet, und zwar systematisch.

    • jimmy (kein Partner)
      01. April 2010 12:01

      sehr richtig.
      und es gibt massig eingeständnisse von wegsehenden priestern, aus ecken und enden wo man sie im leben nicht erwarten würde.

      der gottesdienst war definitiv der richtige schritt

  43. Kurt22 (kein Partner)
    01. April 2010 10:57

    Aber, aber, Herr Dr. Unterberger, Sie wissen doch, wir sind Österreicher, und daher für Alles zur Verantwortung zu ziehen.
    Zwar nicht ganz zur Fußnaote, aber zum Thema passen:
    http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4445&Alias=wzo&cob=482550
    Da liest uns wieder so ein junger Bimpf ordentlich die Leviten.

    • Jüko (kein Partner)
      01. April 2010 11:29

      Ihr Posting nehme ich zum Anlass, nun endlich dieses Buch zu bestellen: http://astore.amazon.de/manfreds-politische.literatur-21/detail/3935063792
      MfG
      Jüko

    • "Ich bin wütend, Gott!" (kein Partner)
      01. April 2010 12:31

      Schon das gerrade noch überlebende Holocaustopfer Viktor Frankl hat es immer gepredigt, und es ist ihm beizupflichten:

      "Es gibt keine kollektive Schuld eines ganzes Volkes oder Gruppe". Jeder einzelne Schuldige ist zur Verantwortung zu ziehen.

      Darum:
      Schuldig haben sich hier die direkten Täter, die Kinderschänder und die Vertuscher gemacht.

  44. Charlotte (kein Partner)
    01. April 2010 10:55

    Ich bin -wie so oft- ganz der Meinung von Andreas Unterberger der wieder einmal bestens analysierte. Ein Danke im Namen vieler Katholiken (wir sind auch Kirche) !

    Die Papstmesse zu Ostern wird zeigen wieviele Katholiken es noch immer gibt vor Ort in Rom und bei der weltweiten Übertragung an den Fernsehgeräten - und das trotz aller Kirchenhetze.

  45. Wolfram Schrems (kein Partner)
    01. April 2010 10:51

    Richtig! Leider richtig!

    Es ist nicht akzeptabel, die ganze Kirche und ihre Lehre für die Mißbrauchsfälle einzelner zu beschuldigen und in Geiselhaft zu nehmen. Das grenzt jedenfalls an Verrat.

    Wer schuldig geworden ist, soll Buße tun.
    Aber es kann nicht angehen, daß sich die Gesamtkirche (in diesem Fall symbolisch in Person von Kardinal Schönborn) von zumeist unberufenen Agitatoren im Stephansdom (!) anpöbeln lassen muß. Diese Geste wird die Kirche in Österreich noch erpreßbarer machen und sie noch verstärkter Medienhetze ausliefern. Die Botschaft wird dadurch noch schwerer vermittelbar sein.

    Warum gibt es keinen Sühnegottesdienst für die Opfer der sexuellen Verrohung seit der Kulturrevolution der Kreisky-König-Ära? Warum gibt es keine Sühnegebete für die Opfer der Fristentötung?

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      01. April 2010 11:18

      Ich denke, weil es auch in anderen Organisationen genug zu vertuschen gibt, was wir noch gar nicht wissen, aber für die bekannten Opfer zu beten, Fristenlösung und Abtreibung töten in Europa jährlich Leben in der Größenordnung eines doppelten Münchens, wäre sicher in Ordnung.

      Deshalb wäre ein starker Kardinal wichtig, der alles auf den Punkt bringen kann und seiner Herde vorzustehen imstande ist.

      Wer die Katholiken anpöbelt, ist entweder fanatisch, ideologisch manipuliert oder von der Presse verblendet.

      Es ist schon so, wie Dr. Unterberger früher schon geschrieben hat, viel schlimmer und zahlreicher passieren solche furchtbaren Dinge außerhalb der katholischen Kirche.

  46. rossi (kein Partner)
    01. April 2010 10:22

    Schönborn zeigt keine Entschlossenheit, er reagiert nur. Es scheint ja im gut sortierten Bestmenschenbuchhandel Betriebsanleitungen für das Zeigen von Betroffenheit zu geben. Jetzt wird halt das volle Programm abgespult, inklusive Kerzerlanzünden, Warum?-Plakaten und dem ganzen Klimbim halt. Dieser wärmelnde Tonfall alleine, keine Ahnung, warum Priester bis hinauf zum Papst glauben, er vermittle Güte, nervt mich.

  47. Samtpfote (kein Partner)
    01. April 2010 10:21

    Ein sehr sachlicher Kommentar:

    http://www.andreas-unterberger.at/2010/04/1750/comment-page-1/#comment-37737

  48. Dr. Günter Frühwirth (kein Partner)
    01. April 2010 10:08

    Zwei Dinge irritieren mich.
    1) Bei allem Verständnis für die massiv belastende Situation der Opfer bleibt für mich die Frage unbeantwortet, wieso z.B. ein evangelischer Pfarrer erst Jahrzehnte nach seinen Misshandlungen in einer r.k. Schule die Täter aufzeigte und es zuließ, dass diese noch viele Jahre bis heute an der Schule unterrichten. Warum hat er niemals den Weg zu einer staatlichen Behörde gefunden? Wenn schon "damals" die Zeit nicht reif war - aber mit 30 sollte man die Dinge doch schon beim Namen nennen können und die Konsequenzen (Anzeige beim Staatsanwalt oder der Polizei) ziehen - und nicht erst warten, bis man 50 oder 60 ist....
    2) Die Kirche und wir alle (alle Katholiken in diesem Land) sind schuld:
    Ich sehe keine Gesamtschuld. Es ist die Schuld einzelner Täter und deren Oberen (auch wenn es natrülich viele, viel zu viele sind!). Es gibt - Gott sei Dank! - auch noch Klöster, r.k. Privatschulen, Pfarren und Pfarrer, und Diözesen, in denen (hoffentlich) derartige Verbrechen nicht geschehen sind. Wieso sollen die alle plötzlich Schuld auf sich geladen haben?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. April 2010 10:11

      Darf ich einen dritten irritierenden Punkt hinzufügen?

      3) Warum sind alle an die Öffentlichkeit gelangenden Missbrauchsfälle strafrechtlich bereits verjährt?

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      01. April 2010 10:43

      @ Schnabeltierfresser

      Weil das Gesetz eine so kurze Verjährungsfrist hat.

      Wäre eine Forderung an die Gesetzgebung diese Frist, ähnlich den Steuergesetzen abzuschaffen. Die Tat verjährt nicht.

      Ich halte es auch durchaus für möglich, daß mit dieser Gesetzeslücke (Schwachstelle) viele Verfahren gegen mutmaßliche Täter nicht mehr durchgeführt werden können.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      01. April 2010 10:54

      @Dr. Günter Frühwirth:
      Sie haben ganz recht. Hier wird eine Kollektivschuld (oder, wie Sie sagen: "Gesamtschuld") hineingeschmuggelt, die alle Katholiken, besonders Priester und Ordensleute, von vorneherein unter Generalverdacht stellt.

      Genauer gesagt: Hier wird Pogromstimmung gemacht.

    • Erich Bauer (kein Partner)
      01. April 2010 11:02

      Wolfram Schrems,
      "...Hier wird Pogromstimmung gemacht..."

      War bei den "kirchenfressenden" Nazis schon so. Die Geschichte wiederholt sich als ORF-"Doku-Farce".

    • Dieba (kein Partner)
      01. April 2010 11:08

      @Wolfram Schrems:

      Diese Wehleidigkeit, wenn Probleme hinsichtlich der kirchlichen Strukturen und Machenschaften aufgezeigt werden, ist jämmerlich.

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      01. April 2010 11:29

      @ Dieba

      Ich denke, die Medienangriffe sind berechtigt.

      Die Aufdeckung der Taten und Vertuschungsmachenschaften auch.

      Insgesamt aber möchte ich Schrems schon auch ein bisschen Recht geben in seinen Vergleichen mit der Geschichte und der Stimmungsmache, Hetze und Manipulation.

      Wenn dann die Meinungsfreiheit abgeschafft sein wird, dann wird man sich als tiefkommunistisches Land auch die 'Pfaffen' vornehmen, diese Befürchtung läßt wohl den Vergleich Schrems zu.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      01. April 2010 11:52

      @Dieba

      Nicht "Wehleidigkeit" sondern Distanzierung von Mediengeifer. Seit Wochen kommen dieselben Fälle zuzüglich unzähliger Verleumdungen in den ORF-Nachrichten und in den "Qualitätsmedien" und im "Österreich".

      Es werden auch normalerweise nicht "Probleme hinsichtlich der kirchlichen Strukturen und Machenschaften aufgezeigt", wie Sie fälschlicherweise schreiben. Das ist nur ein kleiner Teil der Berichterstattung.

      Nein, es geht um das Erzeugen von Pogromstimmung. Journalisten ohne Kenntnisse der katholischen Moraltheologie und mit antikatholischen Ressentiments sind dafür die geeigneten Marionetten.

      Ein winziger Bruchteil von Priestern und Ordensleuten vergeht sich - gegen ausdrücklich katholische Lehre - an Kindern und alle werden unter Generalverdacht gestellt, perverserweise auch die Lehre.
      Grüne und marxistische Agitatoren kämpfen für die Herabsetzung des Schutzalters für homosexuelle Kontakte - und werden als Bürgerrechtler gelobt. Da stimmt doch etwas nicht. Das müßten Sie eigentlich verstehen.

      Priester und Schwestern werden in der Öffentlichkeit schon angepöbelt. Auf die Kirche Maria vom Siege in Fünfhaus wurde ein Brandanschlag verübt. Viele Kirchen in Wien werden seit Jahren beschmiert (Anarcho-Symbole, "Kein Gott kein Staat" auf St. Johann Nepomuk, II, islamische Symbole, z. B. St. Antonius von Padua, X, u. s. w., u. s. f.). Gebetsprozessionen müssen in Wien und in anderen Städten polizeilich geschützt werden.
      So schaut es aus. Wir lassen uns das seit Jahrzehten gefallen. Das ist nicht "Wehleidigkeit", liebe/r Dieba.

      Der Pogromstimmung kann man nicht mit Demut begegnen sondern nur mit entschlossenem und selbstbewußtem Widerstand.

    • Gennadi (kein Partner)
      01. April 2010 18:17

      Man sollte auf dem Teppich bleiben.
      Ein Großteil der Übergriffe gegen religiöse Einrichtungen geht auf das Konto von Neo-
      Österreichern. Ein Zusammenhang mit Straftaten einzelner Kirchenangehöriger kann da beim besten Willen nicht "angeträumt" werden. Gebetsprozessionen müssen polizeilich geschützt werden? Sicher ebenfalls, wenn überhaupt (wann? wo?), nicht aus diesem Grund.
      Diese Panikmache nützt niemandem.

      Wenn man schon Übergriffe gegen Kinder nun plötzlich aufdeckenswert findet, sollte man doch wohl auch in den zahlreichen Kinderheimen nachsehen. Wo mit Sicherheit viel mehr vertuscht wird, als in jeder Kirche.

    • Undine (kein Partner)
      01. April 2010 18:36

      Es dürfte doch in unserer vernetzten Welt nicht schwer sein, die Zahl aller Kirchenmänner weltweit zu eruieren, und die Zahl derer, die sich an Kindern vergangen haben, ebenso. Und ich bin sicher, daß man staunen würde, wie verschwindend klein die Zahl der Schwarzen Schafe tatsächlich ist. Man kann stehen zur Kirche, wie man will, aber es ist beschämend, mit welcher Lust sich alle Medien auf diese Institution stürzen, um sie zu beschädigen wo es nur geht. Das hat die Kirche nicht verdient.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      02. April 2010 11:14

      @Gennadi

      Durch die medialen Hetzangriffe auf die Kirche wird eine Stimmung erzeugt, die Übergriffe auf Priester, auf Gebetsprozessionen und auf Kirchengebäude begünstigt. Das müßten Sie eigentlich verstehen.

      Auch "Neo-Österreicher", die nicht lesen können, werden mitbekommen, daß - vom Standpunkt der meisten Medien aus - Christen nicht durch die öffentliche Stimmung geschützt sind. Das wird sie zu ihren "Aktivitäten" durchaus ermutigen.

      Die Gebetsprozessionen, die ich meine, sind die vor den Tötungsstätten, dort, wo ungeborene Kinder quasi legal ermordet werden. Diese Prozessionen müssen von der Polizei geschützt werden, weil Leute, die für die legale Ermordung ungeborener Menschen eintreten, auch gegenüber geborenen Gewalt anwenden bzw. anwenden wollen.
      Auch das eine Frucht der medialen Dauerhetze.

      Ich bleibe dabei - ich habe vermutlich auch mehr Erfahrung als Sie - es ist Pogromstimmung.

  49. kpax (kein Partner)
    01. April 2010 10:06

    Man findet immer einen sprachlichen Ausweg sodass derjenige schuld ist, den man nach seiner ideologischen Auffassung gerne als Schuldigen hätte.

    Diesen Trick benutzten sowohl Vertreter des linken, als auch des rechten Lagers. Will man die Kirche verteidigen, dann ist nicht "die Kirche", sondern einzelne Täter schuld (wie das Unterberger macht). Will man den Islam verteidigen, dann ist nicht "der Islam", sondern wiederum einzelne verwirrte Attentäter schuld die den Islam falsch interpretieren (wie man das von standard, etc. und sowieso der ganzen rot-grünen Gutmenschenabteilung kennt.) Also immer nicht das größere, sondern Einzelpersonen

    Umgekehrt: Ist man Elternteil von einem Kind, das sich in der Schule nicht zu benehmen weiß, oder ist man ein rosarot-bebrillter Richter, der über einen Verbrecher entscheiden muss, ist nicht das Individuum, sondern "die Gesellschaft" schuld.

    • Erich Bauer (kein Partner)
      01. April 2010 10:53

      kpax,
      "...Will man den Islam verteidigen..."

      „Vor ein paar Wochen klärte uns "die.Standard" über die wahren Ursachen für das Erdbeben von Haiti auf. Diesmal darf sich die Friedensforscherin Claudia Brunner über die Berichterstattung der Medien empören, welche die Attentäterinnen von Moskau nicht als "politisch emanzipierte Aktivistinnen" ernstnehmen:
      Menschen hören die Nachrichten und sagen: “Huch – Schwarze Witwen!” , und nicht: “Warum dauert denn der Kaukasus-Konflikt noch immer an?”
      Stattdessen müssten die Medien die politische Tat der beiden Frauen würdigen, welche die Welt auf den “immer noch nicht beendeten” Kaukasuskonflikt hinweisen wollten.
      Dass es (bei aller Mitschuld Putins) solche Taten waren, die zum entsetzlichen zweiten Tschetschenienkrieg geführt hatten, und die beiden "Islam-Emanzen" von Männern, die der "Patriarchalsten" aller Ideologien angehören, zu ihrer politischen Tat wohl angestiftet und benutzt worden waren, würde schließlich nicht in das Islam-verharmlosende Weltbild einer emanzipierten “Friedensforscherin” passen.“

      Auszug aus "Aron Sperber's Webblog".

    • kpax (kein Partner)
      01. April 2010 11:22

      @ Erich

      ich hab diesen Artikel auf standard gelesen.

      Man fasst es nicht. Ich hab jetzt dieses Schmierblatt jetzt entgültig aus meinen Favoriten entfernt. Diese ganzen Terroristenversteher sollten selbst mal das zu spüren bekommen was sie so verteidigen dann sehen wir weiter.

  50. Josef Maierhofer (kein Partner)
    01. April 2010 10:04

    Drei Aussagen:

    Wenn der Wiener Oberhirte mit der Politik tanzt (ist ja ganz angenehm der Geldregen aus Steuergeldern) so tanzt er mit dem Teufel. Er sollte lieber auf seine Schafe aufpassen.

    Wenn der Wiener Oberhirte Täter innerhalb der Organisation, der er an hoher Stelle vorsteht, von der Organisation selbsr nicht unterscheiden kann (letzte 3 Absätze seiner Predigt), dann wäre es für ihn an der Zeit darüber nachzudenken, ob er diesem Amt gewachsen ist.

    Es fiel auch kein Wort über konkrete Maßnahmen bezüglich der Tatverdächtigen (Kardinal Groer wurde in ein Nonnenkloster versetzt z.B.) wegen Wiederholungsgefahr, sondern es gab eben das kollektive Schuldbekenntnis, das in der vorliegenden Form nicht stimmen kann.

    Nachsatz:

    Verzeihung kann nur gegeben werden, wenn die Tat einbekannt wird vom Täter und das ist Beichtgeheimnis.

    Auch ein Katholik darf eine Meinung zur Kirche und ihren Organen haben. Auch ein Katholik darf die Nennung der Verdächtigen und die Maßnahmen der Kirche erfahren. Er hat ja auch die Taten der Schande und des Greuels erfahren müssen aus den Medien. In der Politik passiert es auch oft, daß nichts passiert angesichts von mutmaßlichen Taten, aber öfter wird das Mittel der Suspendierung bis zur endgültigen Klärung angewandt.

    Es werden die Täter ja öffentlich vor Gericht stehen und in ein schwebendes Verfahren ist nicht einzugreifen.

    Ich habe Aussagen von Katholiken im Radio serviert bekommen, die sich erleichtert geäußert haben, daß überhaupt endlich was gesagt wurde.

  51. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    01. April 2010 10:02

    Leider hat der Blogger - und ich fürchte auch viele Kirchenobere - noch immer nicht begriffen, dass die Schuld der Kirche nicht im Missbrauch selbst liegt - der ist personenbezogen, sondern an der Vertuschung und der 'vertraulichen' internen Bearbeitung der Fälle und der aktiven Verhinderung von strafrechtlicher Verfolgung (zum Schutz des Images der Kirche). Kein Mensch braucht einen Staat im Staat, der sich vom Rechtssystem abkoppelt. Keine Scharia, kein katholisches Kirchenrecht.

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      01. April 2010 10:12

      Aber auch das Vertuschen, wie auch in der Politik üblich, wird von Tätern durchgeführt und auch die wurden in des Kardinals Predigt zumindest angesprochen.

      Ich fürchte auch, daß da noch einiges dazu ans Tageslicht kommen wird zum Thema Vertuschen.

      Kirchenrecht wurde schon öfter als historisch gewachsen erklärt und ich denke, das sollte man auch nicht umwerfen, zumindest nicht aus den genannten Gründen.

    • Erich Bauer (kein Partner)
      01. April 2010 10:15

      "...das nur zu oft vorgekommen ist: das Schweigen des Vertuschens, des Mundtot-machen, das Schweigen des Nicht-Sprechen-Können..."

      Auszug aus Schönborn-Predigt.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. April 2010 10:17

      Aber auch das Vertuschen, wie auch in der Politik üblich, wird von Tätern durchgeführt und auch die wurden in des Kardinals Predigt zumindest angesprochen.


      Schon, natürlich handeln im Endeffekt immer Individuen, aber das Vertuschen hatte System und bediente sich der Struktur der Kirche, bis hinauf zum heiligen Stuhl. Das ist schon eine andere Qualität.

    • Eleasar (kein Partner)
      01. April 2010 10:33

      Sie haben offensichtlich nicht begriffen, daß das Kirchenrecht kein Ersatz für die weltliche Gerichtsbarkeit ist und dies auch nicht im geringsten behauptet. (Sie können gerne im Codex nachschauen).

      Das fatale Schweigen in solchen Situationen ist ist ja kein rein kirchliches Problem.

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      01. April 2010 11:00

      @ Schnabeltierfresser

      Ich kann nicht glauben, daß das 'System' alle Systemerhalter betroffen hat, sonst wäre das schon längst früher aufgeflogen. Ich kann mir aber vorstellen, daß es in allen Ebenen einzelne Täter gegeben haben könnte.

      Ich habe die Sache Kardinal Groer damals verfolgt und auch da lagen die Taten Jahrzehnte zurück, wie es jetzt auch bei vielen Fällen war.

      Ich kann mir schon vorstellen, daß der eine oder andere Bischof (etwa Krenn) zum Handkuss gekommen ist, aber auch solche vermute ich, die wirklich Schuld auf sich geladen haben.

      Nicht vorstellen kann ich mir, daß der jetzige Papst von dem Dilemma seines Kardinals in Wien vorher gewusst hat.

      Die Kirche hat auch die Exzesse der Päpste zwischen 800 und 1000 n.Chr. überstanden, damals wurde das Zölibat als Ma8nahme eingeführt.

      Vielleicht wird es jetzt als Maßnahme wieder abgeschafft, wäre meinerseits zu begrüßen.

    • Das Pingerle (kein Partner)
      01. April 2010 14:03

      Da hat er aber diesmal echt Recht, der Entenmampfer!

  52. numerus clausel (kein Partner)
    01. April 2010 09:44

    Das Thema langweilt mittlerweile. Sämtliche Verfehlungen gehören ordentlich aufgearbeitet, wenn´s zu Übergriffen gekommen ist, dann sollen auch die entsprechenden Konsequenzen daraus gezogen werden. Pauschalierungen sind natürlich einfach, nur eben fehl am Platz. Genau so wie Schönborn. Seine Anbiederung an die Gutmenschen und den ORF ist einfach widerlich.
    Es nützt auch nichts, sich hier mit hochgeistigen und gläubigen Phrasen auseinanderzusetzen, damit wird das Problem nicht gelöst.
    Schade nur, dass nicht die hier in einigen Beiträgen aufgezählten Übergriffe beispielsweise eines Cohn-Bandit mehr publik gemacht werden. Sollte doch einer einen Leserbrief diesbezüglich an die Krone schreiben, am besten in Reimform, die greifen das gerne auf und bringen eventuell eine Lawine ins Rollen.
    Mehr kann ich zu diesem Thema nicht schreiben, dazu befasse ich mich mit religiösen Geisteshaltungen einfach zu wenig.

    • Erich Bauer (kein Partner)
      01. April 2010 10:01

      numerus clausel,
      "... Cohn-Bandit..."

      Die Kirche und Kardinal Schönborn lädt auch dessen Schuld auf sich. Sie werden sehen, dann wird alles gut. Und in 30-40 Jahren schau ma halt wieder. Wahrscheinlich wird dann wieder die Kirche vorgeführt.

    • Undine (kein Partner)
      01. April 2010 18:49

      Ja, numerus clausel, Sie haben recht: WANN ENDLICH WIRD D A N I E L C O H N - B E N D I T ANGEKLAGT?

  53. F.M. (kein Partner)
    01. April 2010 09:38

    Wen interessieren noch Fremdschämen und Entschuldigungen, von wem und in wessen Namen auch immer? Die Angelegenheit hat doch schon längst das Stadium der Forderung von finanziellen Entschädigungen erreicht. Auch diesbezüglich stimmt die Analogie zur "Schuld der Österreicher an den Naziverbrechen" sehr schön.

  54. Cassian (kein Partner)
    01. April 2010 09:09

    Vor aller Ereiferung sollte man die Predigt und das Schuldbekenntnis im Originalwortlaut lesen:

    http://www.kath.net/detail.php?id=26205

    • Dieba (kein Partner)
      01. April 2010 09:20

      Danke für den Link. Und all den Geiferern mit Schönborns Worten:


      Dennoch werden wir schuldig, vor Dir und an einander. Ungeheure Schuld ist in diesen Wochen offenbar geworden. Es ist Schuld Einzelner; es ist Schuld geronnen in Strukturen, Verhaltens- und Denkmustern; es ist Schuld aus unterlassener Hilfe und nicht gewagtem Widerspruch.

      Die Verantwortung dafür trifft uns als Glieder der Kirche sehr unterschiedlich. Dennoch sind wir gemeinsam Dein Volk und stehen wir in einer gemeinsamen Verantwortung. So bekennen wir Dir und einander unsere Schuld: Wir bekennen, dass wir nicht Gott alleine gefolgt sind, sondern den Götzen unserer Bedürfnisse nach Herrschaft und Überlegenheit.

    • Erich Bauer (kein Partner)
      01. April 2010 09:31

      Cassian,

      Besten Dank für den Link.
      Ausgewogene und unangreifbare Predigt. Die KIRCHE übenimmt großherzig die "Kollektivschuld". Eine Kollektivschuld, die es bei der PC-Schickeria gar nicht geben kann. Die Stärke der Kirche ist ihre Intelligenz. Und die Medien werden sich schon bald auf ein anderes "Orwell'sches Haßobjekt" stürzen.

  55. S. Oberreit (kein Partner)
    01. April 2010 08:55

    diese unterwürfigkeit der katholischen kirche vor den linken mainstreammedien ist wirklich ein entwürdigendes schauspiel.

    da kriechen die obersten krichenvertreter österreichs seit tagen winselnd am boden herum und hoffen so, dass die linken schreiberlinge sie wieder lieb haben. die aber, mutig wie sie sind, treten natürlich erst recht auf sei ein (starke gegener wie etwa den islam fürchten sie ja wie der teufel das weihwasser - siehe mohammedkarikaturen) die journalisten sind froh, der ohnehin schon auf der intensivstation n liegenden kirche den finalen stoss zu versetzen (dabei fühlen sie sich auch noch kritisch, mutig und couragiert).

    die kirche begeht gerade suizid, statt mutig selbstbewusst die probleme unserer zeit anzugehen und so endlich junge menschen anzusprechen. stattdessen: alte feige männer ohne jede würde und selbstbewusstsein lassen sich von den krichenfeinden diktieren was sie zu tun haben.

    wann kapieren es schönborn und co endlich , die linke journalistenkamarilla wird die kirche imme niedermachen (irgendwas findet sich immer wie man mittlerweile wissen sollte), solange sie schwach ist.

    ein junger charismatischer bischof, der endlich bereit ist wieder für christliche werte einzustehen (und nicht permanent von dialog mit allen und jedem zu faseln) und sogar dafür kämpft wäre die einzige adäquate antwort, so aber mit schönborn an der spitze...

    • Erich Bauer (kein Partner)
      01. April 2010 09:06

      S. Oberreit,
      "...die journalisten sind froh, der ohnehin schon auf der intensivstation n liegenden kirche den finalen stoss zu versetzen..."

      Die Kirche wird auch diesen Staat mitsamt seiner Journaile überleben. Und Kardinal Schönborn wird irgendwann in den Tiefen des Vatikans verschwinden.

    • rossi (kein Partner)
      01. April 2010 10:30

      Toller Beitrag! Da unterschreibe ich jede Zeile.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      01. April 2010 11:00

      @S. Obereit:
      Sie bringen es auf den Punkt.

      Ein jüngerer, charismatischer Bischof wäre sicher in der Person von Dr. Wagner zur Verfügung gestanden. Aber er war auch S. Em. Schönborn zu charismatisch und unangepaßt.

      Auch Bischof Krenn war hochintelligent und kämpferisch. Jede Predigt eine Wohltat, nicht das übliche Blabla. Aber wir wissen um die Intrigen gegen ihn.

      Geradlinige Leute kommen im egalitären Österreich praktisch nicht hoch - ganz wenige in der Politik und noch weniger in der Kirche.

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      01. April 2010 18:06

      @ Wolfram Schrems

      Ich stimme Ihnen voll zu.

      Geradlinigkeit ist kein modernes Attribut und Verantwortungsunfähigkeit bis Verantwortungslosigkeit sind modern, leider auch in der österreichischen katholischen Kirche.

      Die 'Spaßgesellschaft' ging an den Proponenten der katholischen Kirche auch nicht spurlos vorüber, sondern hat tiefe Spuren gezogen und Wunden geöffnet.

      Dazu würden wir eine starken Hirten benötigen.

    • Donnerlütchen (kein Partner)
      01. April 2010 20:01

      Bravo !! Her mit Weihbischof Wagner ! Dieses Freimaurergesindel gehört entfernt .

  56. Dieba (kein Partner)
    01. April 2010 08:17

    Stimmt, die Kirche ist nicht "schuld" an den Kindesmissbräuchen. Lediglich ihre Führung hat sich durch jahrzehntelange Vertuschungsaktionen mitschuldig gemacht.

    • Erich Bauer (kein Partner)
      01. April 2010 08:24

      Dieba,
      "...Lediglich ihre Führung hat sich durch jahrzehntelange Vertuschungsaktionen mitschuldig gemacht..."

      Dann darf aber Kardinal Schönborn diese Schuld nicht auf die "Kirche" abwälzen.

    • martin (kein Partner)
      01. April 2010 08:49

      Ich darf wiederholen, was ich schon weiter unten geschrieben habe: Das System, das in der Kirche herrscht, die strenge Hierarchie, der apodiktische Wahrheitsanspruch und das damit verbundene Defacto – Verbot, innerhalb der Kirche Kritik zu üben, die in überdimensioniertem Ausmaß ausgeübte Autorität und nicht zuletzt der Zölibat begünstigen meiner Ansicht nach diese Dinge.

      Zusatz zu dieser Wiederholung: Wenn es Schönborn mit seiner Entschuldigung ernst meint, muss er sich in Rom dafür einsetzen, dass dieses System durch ein anderes, zeitgemäßeres, der Entwicklung der Menschen entsprechendes System geändert wird.

    • Gennadi (kein Partner)
      01. April 2010 08:50

      Der Fairness halber: Vertuschungen konnten nur möglich sein, weil die (angeblichen oder tatsächlichen) Opfer schwiegen und nicht anzeigten. Wenn sie es erst jetzt tun, unter Zuruf von links aller Schattierungen, kann man nicht gerade der katholischen Kirche Vertuschung vorwerfen.

    • Donnerlütchen (kein Partner)
      01. April 2010 08:52

      Gewisse Pfaffen gehören kastriert und der Schönborn ist eine Fehlbesetzung , der führt die Kirche in die Rue de la Kack, der Papa in Rom soll in zum Teufel jagen. Den versoffenen, führerscheinlosen Toni kann er gleich mitnehmen, allein der ist ein Grund für einen Kirchenaustritt. Schönborn soll sein ungustiöses gutmenschliches Gehabe bei seinen Bräuten Christi ausleben, es ist doch ungeheuerlich wie sich dieser Oberpriester demutsvoll durch die Gegend laviert.

    • Gennadi (kein Partner)
      01. April 2010 08:53

      Martin, weshalb sollte Schönborn sich zur Änderung eines Systems einsetzen? Straftaten unterliegen den weltlichen Behörden, nicht Rom.

      Wenn Schönborn das nicht wahrhaben will, wäre das nur ein weiterer Grund für seinen dringend notwendigen Rücktritt.

    • martin (kein Partner)
      01. April 2010 09:15

      Gennadi

      Dass die Opfer schwiegen, hängt doch wohl mit dem von mir beschriebenen System Kirche zusammen. Dazu kommen Seilschaften zwischen Politik und der Kirche, wie z.b. der Fall jener Tiroler Sozialarbeiterin dokumentiert, die jahrelang penibel über Mißbrauch in einem katholischen Internat Buch geführt hat und der, als sie damit zu den Behörden ging, von eben diesen Behörden geraten wurde, ihre Aufzeichnungen zu verbrennen und keine weiteren anzufertigen, wenn sie weiterhin vom Land Tirol beschäftigt werden will.

    • martin (kein Partner)
      01. April 2010 09:18

      Donnerlütchen

      So spricht also eine gläubige Katholikin, die für sich in Anspruch nimmt, genau nach Bibel und Lehre Gott zu dienen und sich schon darauf freut, im Himmel zu seiner Rechten zu sitzen. Ob Gott mit Ihnen eine Freude hätte, sei dahingestellt.

    • Undine (kein Partner)
      01. April 2010 19:16

      @Martin: "........daß dieses System durch ein anderes, zeitgemäßeres, der Entwicklung d. Menschen entsprechendes System geändert wird." MARTIN, das wäre doch eine Aufgabe , maßgeschneidert für SIE! Den unbedingt nötigen "MISSIONARISCHEN EIFER" bringen Sie auf jeden Fall mit! Zögern Sie nicht lange. An EMPFEHLUNGSSCHREIBEN soll's nicht mangeln.

  57. Martin Bauer (kein Partner)
    01. April 2010 08:14

    Auch ich habe fassungslos die Reaktion Schönborns registriert.

    Jetzt dient die Kirche dem Götzen "Sippenhaftung" und das auch noch durch einen Gottesdienst.
    Die Kirche ist schuld, 3,0 Mio mal mea culpa = der Wähler ist schuld - 6,5 Mio mal mea culpa = Österreich ist schuld = 9 Mio mal mea culpa.

    Das kann es doch nicht sein!

    Welche "Berater" ritten da unseren Kardinal?

    Strafbare Handlungen, welche auch immer, sind an den einzelnen Tätern festzumachen. Egal welchem "Verein" sie angehören.
    Geltendes Recht ist anzuwenden. Pauschalierungen sind zu unterlassen.

    Damit klinke ich mich gerne aus dieser Diskussion aus!

    14cmartinbauer@aon.at

    • Matthias (kein Partner)
      01. April 2010 09:12

      Auch wenn ich mich persönlich als Katholik sehr schwer mit Kardinal Schönborn tue.
      Ich sehe diesen Bußgottesdienst nicht als Fehler an.
      Natürlich hat Andreas Unterberger recht, wenn er sagt, dass es keine Sippenhaftung und Verallgemeinerung geben darf. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Begriff Kirche aus theologischer Sicht, ein Leib ist. Wenn ein Glied des Leibes krank ist, dann ist der ganze Leib nicht gesund. Die Kirche darf nicht sagen, dass waren nur Einzelpersonen. Die Verantwortung des Einzelnen ist in der Kirche sehr hoch. Hätte Kardinal Schönborn diesen Bußgottesdienst nicht zelebriert, (es war ja zum Glück keine Messe) hätte man ihm Kaltherzigkeit vorgeworfen. So wirft man ihm Heuchlerei vor. Er kann machen was er will. Die Menschen werden unzufrieden sein, solange es eine Kirche gibt. Was sie so stört an der Kirche, ist nicht das Fehlverhalten der Kirche. Dieses ist nur ein Vorwand endlich austreten zu können. Vielmehr ist es das schlechte Gewissen der Menschen, dass ihre Aggression gegen die Kirche nährt, denn sie wissen, dass in ihren eigenen Kellern viel mehr Leichen liegen, als in den Kellern der Kirche.

    • Felix (kein Partner)
      01. April 2010 09:25

      Selten ein so guter Kommentar gelesen wie jener von Matthias. Er bringt es auf den Punkt.
      Das Fazit aus der aktuellen Lage: Evangelisieren wir weiter und zwar über die Barmherzigkeit Gottes.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      01. April 2010 11:07

      @Matthias:
      Ich muß Ihnen zwar recht geben, daß die Kirche ein Leib ist und somit niemand in der Kirche vom anderen als isoliert zu betrachten ist. Aber diese Unterwerfungsgeste von Kardinal Schönborn kommt zur falschen Zeit und ist inhaltlich einseitig. Sie kam durch medialen Druck zustande und blendet die sittlichen Katastrophen im Gefolge der 68er Bewegung außerhalb und innerhalb der Kirche aus. Der Basler Generalvikar äußerte sich sehr gut dazu.

      Martin Bauer, auf den Sie replizieren, hat auch recht. Denn hier kommt tatsächlich eine Art von "Sippenhaftung" ins Spiel.

      Ich ergänze: Eine Sippenhaftung inklusive der Schmähung der traditionellen Lehren der Kirche zur Sexualität. Das ist angesichts des Zeitgeistes, der die Menschen ins Unglück treibt, eine Katastrophe. Das darf nicht passieren.

  58. mike (kein Partner)
    01. April 2010 08:13

    >Es nimmt ja auch niemand “den Sport” für ähnliche Verfehlungen von >Trainern in Geiselhaft, oder “die Schule” oder den “Staat” für einschlägig >ungustiöse Lehrer.

    Es gibt solche Bereiche:
    Wenn z.B. irgendwo auf der Welt ( ausgenommen England und ähnliche, wo nicht sein kann, was nicht sein darf, weil dort ohnedies schon ein Waffen- und damit verbunden - ein Notwehrverbot herrscht ) ein Waffenmißbrauch geschieht, werden die österreichischen Legalwaffenbesitzer dafür mitverantwortlich gemacht ..

    • Gennadi (kein Partner)
      01. April 2010 08:48

      ...damit also praktisch alle Österreicher. § 1 Waffengesetz
      "Waffen sind Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen durch unmittelbare Einwirkung zu beseitigen oder herabzusetzen"
      könnte nicht umfassender sein. Jedes Küchengerät, jeder Kugelschreiber, jede Flasche oder Dose wird hier völlig unreflektiert als Waffe hingestellt; niemand erhob bisher auch nur einen Laut gegen diesen Unsinn.

    • Belgarath (kein Partner)
      01. April 2010 09:11

      @Gennadi:

      Keiner der von Dir angeführten Gegenstände ist seinem "Wesen nach dazu bestimmt", "die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen durch unmittelbare Einwirkung zu beseitigen oder herabzusetzen". Damit ist auch keiner der von Dir angeführten Gegenstände eine Waffe. Dass ein Gegenstand auch zweckentfremdet verwendet werden kann (und manchmal auch wird), ist ein völlig anderes Thema.

  59. workforcetrust (kein Partner)
    01. April 2010 08:05

    Die Kirche, wie sie heute erscheint, hängt immer mehr am Gängelband der Freimaurer und der Regenbogenparadenvortänzer bzw. einer verweltlichten "Wir sind Kirche"-Bewegung. Da lobe ich mir die Erklärung meines früheren Religionslehrers Pater Bernhard, nunmehr Probst des Stiftes Klosterneuburg, der den Begriff Kirche mit Gemeinschaft der Heiligen erklärte, die bei jeder Heiligen Messe zugegen sind. Wer aber heilig ist, wird nur im Angesicht der Wahrheit, der sich ein Mensch eben nur asymptotisch nähern kann, offenbar. Einige Katholiken, wie zB. der selige Franz Jägerstätter, der Hl Laurentius, Franz von Asissi oder Mutter Theresa von Kalkutta sind dem Aufruf des Messias gefolgt. Das sind die Perlen, die man den Schweinen nicht zum Fraß vorwerfen darf Die Lügner sollen das Maul halten! http://twitpic.com/710qi

    • Gennadi (kein Partner)
      01. April 2010 08:44

      Das Gängelband der Freimaurer darf nicht verwundern. Schließlich kontrollieren diese auch die Richtervereinigung und verschiedene andere Organisationen, und haben damit Österreichs politisches Leben voll im Griff.

    • Undine (kein Partner)
      01. April 2010 19:22

      @Gennadi: wenn schon, dann bitte FREIMAURERINNEN! Wo bleibt die P.C.!

  60. Andreas Bauer (kein Partner)
    01. April 2010 07:53

    Natürlich ist die Kirche als Organsiation verantwortlich. Die Kirche ist nicht schuld an den Fehlgriffen Einzelner jedoch daran, dieses zuzulassen. Jahrzehnte (Jahrhunderte) wurde vertuscht. Von Ratzinger abwärts wusste man Bescheid und tat nichts. Es gab keine Konsequenzen für die Täter. Schlimmer noch - wenn sich ein Mißbrauchsopfer vertrauensvoll an den Abt wendete, gab es noch mal eine "Watsche" von diesem für die "Lüge". Das ist der wirkliche Skandal. Die Opfer wurden alleingelassen. Das es Mißbrauch und schwarze Schafe in allen Schichten gibt ist nicht die Frage. Das sich eine religiöse Organsiation welche sich seit 2000 Jahren die Liebe auf die Fahnen heftet nicht willens ist, die Schwächsten zu schützen ist der wirkliche Skandal. Die Entschuldigung seitens Schönborns und Anderer ist nur aufgrunde des enormen Druck der Öffentlichkeit zustande gekommen. Wären die Ereignisse nicht in den letzten Wochen ans Tagelicht gelangt, würde das grausame Treiben und Vertuschen immer noch weitergeben. Das es woanders oft auch nicht ehrlicher zugeht ist sicher korrekt, steht jedoch hier nicht zur Debatte.
    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger, ich lese ihre Kolumne täglich und bin froh und dankbar, dass sie hier eine Alternative zu den zeitigeistigen und oft sehr linken Medien bieten. Umso mehr erstaunt mich ihre recht einseitige Haltung zum Thema "Mißbrauch in der Kirche" Ich schätze und repektiere aufrechte Christen und Katholiken, wenn man jeoch jahrzehntelang als Organsisation so agiert wie die katholische Kriche, dann erntet man was man sät. Und auch das steht in der Bibel.

    • Bär (kein Partner)
      01. April 2010 08:23

      Ich gehe da mit AU konform, Mißbrauch hat nichts mit bestimmten Institutionen, sondern stets mit dem unmoralischen Handeln einzelner Menschen zu tun. Man hat das Gefühl, als solle jetzt eine alte Rechnung beglichen werden: Endlich hat man ein Thema allgemeiner Abscheu gefunden, und kann es der Kirche anhängen. Wer sich so wie Schönborn im Namen der „Kirche“ bei „den Opfern“ für den Mißbrauch entschuldigt, führt die antike Kollektiv-Strafe wieder ein. Er hätte sich besser, wie sie ganz richtig ausführen für das Vertuschen und Zudecken entschuldigt und sollte vor allem trachten, die grassierende Scheinheiligkeit ein für alle Mal zu beenden. Doch dazu braucht’s mutige Bischöfe oder Kardinäle in dieser diktatorisch organisierten Kirche.

    • Erich Bauer (kein Partner)
      01. April 2010 08:36

      Bär,
      "...Endlich hat man ein Thema allgemeiner Abscheu gefunden..."

      Einer gleichgeschalteten Masse muß man dann und wann ein aktuelles Orwell'sches Haßobjekt vorsetzen. Ex-Kanzler Schüssel war ja wirklich schon ziemlich "ausgelutscht". Es ist immer wieder erstaunlich und deprimierend wie reibungslos "1984" immer noch funktioniert.

    • Lambertini (kein Partner)
      01. April 2010 09:57

      Den Vorwurf der Vertuschung kann ich nicht nachvollziehen. Wäre ich als Bischof mit ähnlichen Vorfällen in meiner Diözese konfrontiert worden, hätte ich es auch nicht an die große Glocke gehängt. Wem nützt das schon? Vielleicht dem Opfer? Außer das die moralische Instanz der Kirche geschwächt wird, wohl niemanden. Die Forderung sich selbst an den medialen Pranger zu stellen ist daher völlig weltfremd und findet in Praxis auch keine Vergleichsbeispiele. Wer hier so laut „Vertuschung“ schreit, sollte mal selbst überlegen, wie er mit den dunklen Kapiteln seiner eigenen Biographie umgeht. Die wird wohl niemand gerne breittreten, was auch verständlich ist.
      Dass man Täter nicht den staatlichen Stellen übergeben hat, hängt mit der alten "societas perfecta"-Vorstellung zusammen, die seit dem 2. Vatikanum gar nicht mehr Teil des kirchlichen Rechtskorpus ist. Demnach sieht man Staat und Kirche als vollkommene und unabhängige Gesellschaften an, die sich nicht ergänzen müssen bzw. brauchen. So beanspruchte die Kirche eben immer stets auch die eigene Gerichtsbarkeit. Zugegeben die kirchlichen Strafen sind im Verhältnis zu den staatlichen mehr als milde. Doch wer Dostojewskis "Schuld und Sühne" gelesen hat, wird wissen, dass es nicht die Gefängnisstrafe bedarf, um eine Sühne beim Täter zu erwirken. Diese ist nur das äußere Zeichen; gleichsam die offizielle Aussöhnung mit dem Täter. Doch wirkliche Sühne ist nicht überprüfbar, denn es kann jemand auch 10 Jahre im Gefängnis sitzen ohne seine Taten bereut zu haben. In einem solchen Fall dient das Gefängnis lediglich als Schutz der Gesellschaft. Ist der Täter jedoch wahrhaft reuig, so wäre das Gefängnis nicht nötig. In diesem Kontext sollte man also den kirchlichen Umgang mit Straftätern in den eigenen Reihen auch sehen. Mittlerweile findet jedoch eine Zusammenarbeit mit den staatlichen Stellen statt und das ist auch gut so.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. April 2010 16:25

      Den Vorwurf der Vertuschung kann ich nicht nachvollziehen. Wäre ich als Bischof mit ähnlichen Vorfällen in meiner Diözese konfrontiert worden, hätte ich es auch nicht an die große Glocke gehängt. Wem nützt das schon? Vielleicht dem Opfer?


      Noch zynischer geht es ja nicht. Hat man den Opfern etwa geholfen, ohne die Chose an die große Glocke zu hängen? Nein, man hat sie ignoriert.

  61. schiffbruch (kein Partner)
    01. April 2010 06:42

    Schönborn verbeugte sich stets vor dem Geist der Welt (und hat ihn auch reichlich erhalten):

    a) Seine Exzellenz präsentierte 2008 in seinem Dommuseum das "letzte Abendmahl" als Sexparty, bei der die Apostel einander fröhlich ans Gemächt gehen. Dieses Gemälde verdankt er seinem Artgenossen HRDLICKA. Zwar eiert Schönborn jetzt wegen der geschändeten Kinder ‚seiner’ Aggiornamento-Kirche (Disco-Messen samt betrunkenem Dom- und High-Society-Pfarrer mit konsekrierten Döner-Taschen usw.) herum, zuvor aber hat unser Kardinal die treu Katholischen innerkirchlich eliminiert (man denke an die Bischofsernennung des standhaften, pastoral hochverdienten und theologisch nach wie vor unwiderlegten Pfarrer Wagner).

    b) Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn hat seinen Vater Hugo Damian Graf von Schönborn († 1979) im Freimaurer-Ritus verabschiedet: http://katholik.ch/themen-a-z/73-zeitzeichen/204-fm-ritus-fuer-vater-schoenborn-.html

    c) Für die dämonische Darstellung und schändliche Entehrung der Seligen Sw. Restituta als großbusige Hexe ist Schönborn persönlich verantwortlich. Er hat diese barbusige Darstellung in der Barbarakapelle des Wiener Stephansdoms seinem Artgenossen HRDLICKA beim Mittagessen versprochen. Frage: Kann man eine Seliggesprochene noch verächtlicher in einem Dom zur Darstellung bringen? Die Hartmannschwestern tun mir sehr leid, ihre Betroffenheit ist ihm völlig gleichgültig.

    d) Schönborn stellte sich schützend vor den ehemals schlagenden Burschenschaftler und Artgenossen HÄUPL: Schönborn hinderte Bischof Laun an der Teilnahme einer Lebensschutzdemo in Wien mit den Worten: „Ich lasse doch nicht zu, dass ein Weihbischof dreihundert Kilometer weit in meine Diözese fährt und hier meinen Bürgermeister tadelt“ (obwohl der SPÖler Schönborn Weihbischof Laun lediglich klerikale Amtshandlungen verbieten kann). Schönborn sollte einmal das Zweite Vatikanum beigebracht werden: Abtreibung wird dort als 'abscheuliches Verbrechen' angeführt.

    e) Schönborn gibt das katholische Engagement gegen die industrielle Massentötung im SPÖ-Wien regelmäßig der Lächerlichkeit preis. In Österreich werden täglich rund 250 Kinder abgetrieben, das ist für diejenigen, denen industrielle Massentötung gleichgültig ist, naturgemäß kein Problem, aber aus katholischer Sicht ist es nicht akzeptabel. So verteidigte Schönporn Richard Lugner gegen Weihbischof Laun und verlieh seiner Artgenossin BRAUNER den Gregorius-Ordens, der für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion verliehen wird. Das ist die Extraklasse der Heuchelei. Da stellt sich nur mehr die Frage: Durch welche besonderen Eigenschaften wird man zum Kardinal?

    f) Schönborn stellte sich schützend vor seine Artgenossin BURGSTALLER, die die Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruches in den Salzburger Landeskliniken geschaffen hatte: Der Lebensschutz-Organisation ‘Jugend für das Leben’ fiel er, der zumindest die 10 Gebote kennen sollte, in den Rücken und bezeichnete deren Einsatz für das Leben als 'Aktionismus' und 'Polemik'. Dieser "Gottesmann" verteidigte auch die Fristenlösung: 'Wir plädieren nicht für das Bestrafen von Frauen in Not' (Merke: Schwangersein ist eine Not). Anmerkung für den Kardinal: Die Verarbeitung ungeborener Kinder zu Hackfleisch ist nicht katholisch!

    g) Zu St. Stephan (könnte man in St. SPÖ umbennen) lässt Schönborn regelmäßig homosexuelle Paare segnen. Das ist für Antikatholiken sicher ur-nett und total leiwand, aber in keinster Weise mit der Hl. Schrift oder dem Willen Gottes vereinbar (auch nicht mit der Tora, dem Koran usw.). Solche Unvereinbarkeiten an allen Ecken und Enden sind das Markenzeichen Schönborns (neben seiner Feigheit vor dem Zeitgeist, die ihn erpressbar macht).

    Die katholische Kirche ist unter der Federführung des SPÖ und freimaurernahen Schönborn (auch hier in der Tradition Kardinal Königs stehend, statt einfach katholisch zu sein) zu einem Randphänomen geworden und Österreich zu einem Missionsland. Schönborn sollte schon aus rein humanistischen Gründen als Erzbischof zurücktreten und einem Katholiken Platz machen.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      01. April 2010 11:55

      @schiffbruch

      Ich wünschte, ich könnte widersprechen. Leider stimmt es.

    • K.K. (kein Partner)
      01. April 2010 17:36

      Mit einem Wort: PAPABILE!

    • Gregor Jansen (kein Partner)
      03. April 2010 09:43

      kurze frage: müssen sie die kreuz.net-schmierereien und tiraden gegen den wiener erzbischof hier in dieses forum hineintragen? es ist doch völlig klar, wer hinter diesen ständig bis zum erbrechen wiederholten anschüttungen steht ...

    • Gregor Jansen (kein Partner)
      03. April 2010 09:53

      @ thj u. n.c.:
      ihre äußerungen sind ehrverletzend und von einer abstoßend primitiven niveaulosigkeit. es ist - im schutz der scheinbaren anonymität eines forums - offenbar sehr leicht, den wiener erzbischof zu verleumden. es ist aber zugleich ausweis ihrer niederträchtigkeit.
      um es auf den punkt zu bringen: sie beschuldigen hier den kardinal, homosexualität zu praktizieren und kontakt zu minderjährigen männlichen prostituierten gehabt zu haben. das ist rufmord und üble nachrede (beides ist strafbar).
      schade, dass dieses - vom autor her sehr gute - forum für derartig ekelerregende schmierereien missbraucht wird. sehr schade, dass der au-blog recht rasch zu einem tummelplatz für diese subjekte geworden ist, die sich sonst in vielen anderen internet-foren austoben. damit ist das niveau (des forums, nicht des blogs) leider auf ein bedauerlich unterirdisches niveau abgeglitten.
      au: besteht die möglichkeit, hier änderungen einzuführen - ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass sie derartigen "applaus" aus der untersten schublade goutieren.

  62. Reinhard (kein Partner)
    01. April 2010 05:18

    Wenn ein Priester zwei geschiedenen und wieder verheirateten Menschen die Sakramente verwehrt, weil ihr Handeln eine schwere Sünde ist, während er sich selbst vorher von einem Ministrantenbuben den Druck hat aus dem Körper reiben lassen, dann ist das natürlich eine Verfehlung einer Einzelperson, die allerdings besonders schwer wiegt, da sich dieser Mensch erdreistet als moralische Instanz aufzutreten.
    Wenn dann aber die Kirchenhierarchie davon Kenntnis bekommt, dieses Handeln vertuscht, sich schützend vor den armen Sünder stellt - dieselbe Kirche, die den oben erwähnten Wiederverheirateten bestraft, dem Kinderschänder die Priesterweihe nicht entzieht - dann ist das eine schwere Schuld!
    Herrn Unterbergers vehemente Verteidigung der Kirche in allen Ehren, aber einerseits für Verfehlungen von Ministern die ganzen Parteien prügeln, für Verfehlungen von Schaffnern die gesamte ÖBB, für Verfehlungen von Journalisten den ganzen ORF - also immer die Organisation verantwortlich machen für die Mitglieder - bei der Kirche aber plötzlich behaupten, eine Organisation könne nie und nimmer verantwortlich für das Handeln ihrer Protagonisten - das ist verlogen! Entweder oder.

    Die Kirche ist nicht verantwortlich für die Missbräuche.
    Die Kirche ist verantwortlich für die Vertuschung von Straftaten und die Verhinderung von Ermittlungen gegen Verbrecher - ein schallender Schlag ins Gesicht der Opfer und ihrer Angehöriger.

    Das einzig empörende an der Causa ist, dass gleiche Vergehen von Lehrern oder anderen Respektspersonen von linksgrüner Seite heruntergespielt werden. Aber so stellt sich scheinbar jede politische Seite schützend vor ihre Verbrecher. Widerlich!

    • Phaidros (kein Partner)
      01. April 2010 06:18

      Sie haben's viel besser auf den Punkt gebracht! Ich hätte die paar Minuten warten sollen, dann hätte ich mich auf: "Genau das wollt ich auch sagen", beschränken können! :D MfG

    • martin (kein Partner)
      01. April 2010 08:44

      Reinhard

      Ich bin mit Ihrem Posting vollkommen einverstanden mit einer Einschränkung und zuvor aber einem Zusatz: Das System, das in der Kirche herrscht, die strenge Hierarchie, der apodiktische Wahrheitsanspruch und das damit verbundene Defacto - Verbot, innerhalb der Kirche Kritik zu üben, die in überdimensioniertem Ausmaß ausgeübte Autorität und nicht zuletzt der Zölibat begünstigen meiner Ansicht nach diese Dinge.

      Und die Einschränkung: mir ist kein "Herunterspielen" derartiger Vorwürfe von "linksgrüner Seite" bekannt. Ich bitte Sie um aktuelle Beispiele.

    • Martin Bauer (kein Partner)
      01. April 2010 08:51

      Reinhard..

      quote
      Die Kirche ist verantwortlich für die Vertuschung von Straftaten und die Verhinderung von Ermittlungen gegen Verbrecher – ein schallender Schlag ins Gesicht der Opfer und ihrer Angehöriger.
      quote

      Aber auch das ist an Einzelpersonen festzumachen und nicht an der "Kirche", wie schon s.o. erklärt.

      Damit klinke ich mich endgültig aus dieser Diskussion aus.

      14cmartinbauer@aon.at

    • Reinhard (kein Partner)
      01. April 2010 15:26

      @martin

      Habe leider zuwenig Zeit, Stichwort: Odenwaldschule, Cohn-Bendit...

  63. Phaidros (kein Partner)
    01. April 2010 04:22

    Wer ist "die Kirche"? Die "Insitution Kirche" ist natürlich, ganz wie Sie schreiben, nicht schuld und kann gar nicht schuld sein.

    Das wäscht sie aber nicht rein.

    Die "Behörde Kirche", und insbesondere ihr Personal, kann nämlich an allem schuld bzw. mitschuld sein, und ist es vermutlich auch: nicht nur haben Übergriffe statt gefunden, sonder diese wurden gedeckt, verharmlost, begründet, Opfer desavouiert, alle Register gezogen! Einfach zum Speien!

    Dass in anderen Organisationen Ähnliches wenn nicht Gleiches passiert, macht es dabei um nichts besser. Dann sind die eben auch in der Pflicht, endlich etwas in die Richtungen Verhinderung in der Zukunft und Aufarbeitung/Wiedergutmachung so weit das möglich ist für der Vergangenheit zu unternehmen.

    (Zahlungen an nachweisliche Opfer finde ich ok, und fände das auch, würden sie mich selbst betreffen. Allerdings müsste man sich dann an den Tätern zu regressieren, sonst läuft das ja wieder auf ein Decken hinaus. Das mag wie eine doppelte Gerichtsbarkeit erscheinen, aber sowas gibt's in jedem Sportverein.)

    Da Sie selbst den Vergleich bringen: mit der analogen Begründung könnte man argumentieren, mit Verlaub, der Nationalsozialismus wäre eine edle Idee gewesen, an den Verbrechen des WK2 nicht schuld. Schuld wären dann immer nur Einzelpersonen. Das wäre immer argumentierbar, aber so leicht darf man die Institutionen, die wissentlich Widerwärtigkeiten zulassen, nicht davon kommen lassen.

    Es ist, um auf die Kirche zurück zu kommen, diesen Herren einfach nur zu wünschen, dass es Gotteswort für Gotteswort stimmen möge, was sie uns ím wahrsten Wortsinn glauben machen wollen. Insbesondere der Part mit dem jüngsten Gericht.

    Und - wenngleich offenbar auf unterschiedlichen Pfaden - zu Ihrem Schluss, dass einfach nur die Wahrheit helfen kann, komme ich auch. Und das keineswegs nur in dieser Hinsicht!

    MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Gennadi (kein Partner)
      01. April 2010 08:41

      Schuld oder Nichtschuld, das ist nicht die Frage. Missbrauchte hätten sich jederzeit an die zuständigen Behörden wenden können. Eigenartig, daß sie es oft jahrzehntelang nicht taten, erst dem politischen Ruf "Zerstört die Kirche" folgten.

      Würde Kardinal Schönborn Schuld auf sich nehmen, bliebe ihm nur ein Weg - nämlich der Rücktritt. Aus Sicht seiner unheimlich schwachen Selbstdarstellung in den letzten Jahren wäre das für die katholische Kirche sicherlich nicht das schlechteste.

    • Phaidros (kein Partner)
      01. April 2010 10:47

      Werter Gennadi,

      ich weiß schon, was Sie meinen. Bleibt aber, dass man die Frage Schuld oder Nichtschuld klären muss, bevor man in der Sache weiter disuktieren kann. Sonst setzt man sich eben dem Geruch aus, dass man etwas zuschütten möchte. Dadurch ist jeglicher moralische Anspruch konterkariert. Insofern muss es also darum gehen. Bis es aus- und durchgestanden ist.

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. April 2010 16:29

      Schön Phaidros, dass sich bei diesem Themenkreis die wirklich freien Geister immer so schön von den Reaktionären mit selbstverliehenem liberalem Mäntelchen absetzen können. :)

    • Gennadi (kein Partner)
      01. April 2010 18:01

      Die Klärung von Schuld oder Nichtschuld ist aber eine rechtliche Sache, nicht eine religiöse. Der Institution katholische Kirche hat Schönborn eindeutig geschadet.

    • Phaidros (kein Partner)
      02. April 2010 08:57

      Gennadi, ich seh das anders: die juristische Klärung von Schuld oder Nichtschuld ist ein Aspekt der Aufarbeitung, aber nicht mehr. Und selbst der wurde weitestgehend verhindert.

      So sieht das nämlich aus wie:

      §1 Wir sind unfehlbar.

      §2 Falls wir fehlen, tritt §1 in Kraft.

      Und so geht's nicht. Jedenfalls nicht, solange man in eine Gesellschaft eingebettet sein will. Insbesondere, wenn man für sich in Anspruch nimmt, ebendieser Gesellschaft moralinsaure Predigten halten zu können.

      MfG phaidros.vie@gmail.com





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