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Die Flucht der Millionäre

Überraschung, Überraschung: Ausgerechnet Großbritannien ist weltweit das Land, aus dem weitaus am meisten Millionäre wegziehen: 16.500 in einem einzigen Jahr. Das sind mehr als doppelt so viele betuchte Steuerzahler, wie aus dem viel größeren China wegziehen, wo an Stelle des fruchtbringenden Kapitalismus wieder immer mehr der Kommunismus regiert, wo die Partei zunehmend ins wirtschaftliche und private Leben eingreift. Aber warum ist ausgerechnet Großbritannien von einer so starken Kapitalflucht getroffen?

Nein, Ursachen sind nicht der vor fünf Jahren stattgefundene Brexit und auch nicht die folgenden Handelsprobleme. Nach dem Brexit wurde ganz im Gegenteil alles getan, um London als Finanzzentrum noch attraktiver zu machen, um zum Magneten für fremdes Kapital zu werden. Ursache der jetzigen Kapitalabwanderung ist vielmehr genau das Ende dieser Politik. Die Labour-Regierung mag keine Millionäre und schon gar keine Privilegien für diese. Nunmehr können neu zugezogene Ausländer ihre Auslandseinkommen nur noch für vier Jahre steuerfrei beziehen; die Kapitalertragssteuern wurden erhöht; und es wird nach einer Übergangsfrist eine Erbschaftssteuer von bis zu 40 Prozent geben.

Auch Frankreich, Spanien, Deutschland, Norwegen und Irland verlieren (in dieser Reihenfolge) gut betuchte Steuerzahler, allerdings jeweils nur in dreistelligem Ausmaß.

Das ist für alle genannten Länder bitter, die alle – mit Ausnahme der öl- und gasreichen Norweger – große wirtschaftliche Probleme haben. Diese werden sich durch den Wegzug von Steuerzahlern und Investoren noch vergrößern, die sich halt nicht gerne als Melkkuh missbrauchen lassen. Die in Zeiten globaler Kapitalmobilität nicht mehr im Land festgehalten werden können.

Das sollte auch in Österreich all jenen eine alarmierende Warnung sein, die glauben, in den "Reichen und Superreichen" eine Lösung für die Geldprobleme des Staates gefunden zu haben, deren Vermögen und Erbmassen man bedenkenlos ausgreifen könne.

Spannend und lehrreich ist auch, welche Länder vom Zuzug dieser Millionäre profitieren: Da liegen die Vereinigten Arabischen Emirate mit ihren extrem niedrigen Steuern an der Spitze und an zweiter Stelle folgen die USA, wo Donald Trump gerade – unter dem Schäumen vieler Medien – die Steuern für Gutverdiener gesenkt hat. Aber auch vier europäische Länder profitieren sehr ordentlich davon, dass sie Gutverdiener (zum Teil erst neuerdings) gut behandeln: die Schweiz, Italien, Portugal und Griechenland.

Ich schreibe in jeder Nummer von Österreichs einziger Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung "Börsen-Kurier" die Kolumne "Unterbergers Wochenschau".

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