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Mbappes Nase, die Politik und die Menschenrechte

Das Beste an dieser Fußballeuropameisterschaft ist das, was fehlt. Damit sind keineswegs die von vielen Österreichern vor allem zugunsten der eigenen Mannschaft erhofften, aber vorerst ausgebliebenen sportlichen Sensationen gemeint. Sondern jene Dinge, die gerade in Deutschlands Fußballstadien in den letzten Monaten und Jahren für so viel Empörung gesorgt haben. Das ist erfreulich. Stattdessen hat diesmal Frankreichs Spieler Kylian Mbappe für Provokationen gesorgt. Er hat im Grund den gleichen Fehler begangen, den zuletzt die deutschen Fußballfunktionäre verschuldet haben.

Herr Mbappe hat die Wettkämpfe völlig überflüssigerweise politisiert. Der Mann mit algerisch-kamerunischer Abstammung hat einseitig gegen jene Partei kampagnisiert, die knapp vor den französischen Wahlen in Führung liegt. Es fiel ihm aber kein sonderlich starkes Argument ein: "Wir sind die junge Generation, die etwas verändern kann. Man sieht, wie die extreme Rechte weiter nach vorne kommt. Aber wir haben die Zukunft in der Hand."

Mbappe benutzte für seinen Wahlaufruf ausgerechnet die offizielle Pressekonferenz des französischen Fußballteams vor dem Österreich-Spiel (bei dem er dann seine Nase an der Schulter des österreichischen Spielers Danso zertrümmerte, der da aber nichts dafür konnte). "Dies ist ein wichtiger Moment in der Geschichte unseres Landes. Vielleicht ist er so wichtig wie noch nie."

Solche Äußerungen sind ein Skandal. Genauer gesagt, nicht Mbappes Worte sind das (die man gelassen abhaken könnte, hat doch noch jede junge Generation geglaubt, die Zukunft gehört ihr – ist aber dann rascher gereift und hat rascher ihre Meinung geändert, bevor noch die Zukunft da war …). Der Skandal ist, dass Mbappe das unkritisiert bei einer offiziellen Pressekonferenz sagen konnte. Dass weder der französische Fußballverband noch die veranstaltende UEFA irgendwelche Konsequenzen daraus zogen.

Man stelle sich nur vor, ein Spieler würde so etwas zur Unterstützung etwa von AfD oder FPÖ oder der Nationalen Front von Marine Le Pen sagen! Da würden politisch korrekte Sportfunktionäre enorm aufheulen, obwohl der Anteil von Wählern dieser Parteien unter den Sportplatzbesuchern wohl überdurchschnittlich groß sein dürfte. Man denke nur an die existenzvernichtenden Reaktionen, als der langjährige österreichische Nationalspieler Hinteregger zusammen mit FPÖ-Funktionären ein Amateur-Turnier in der Provinz organisiert hat – obwohl er dabei weder selbst Wahlpropaganda gemacht noch gegen eine andere Partei gehetzt hat.

Solche politischen Einlassungen sind jedenfalls immer dumm. Es ist dumm, wenn ein Spieler einen großen Teil der Nation und damit auch der Fußballfans direkt provoziert und beschimpft. Das ist schlecht für das Geschäft des Spielers, seines Klubs und der Nationalmannschaft. So manche Fußballinteressierte werden dadurch demotiviert, Tickets von Spielen oder Fan-Artikel wie Trikots zu kaufen.

Aber vielleicht glaubt Herr Mbappe ja wirklich, dass seine Worte eine relevante Zahl zur Änderung der Stimmabgabe bewogen haben. Das wäre dann doppelt dumm und eine peinliche Selbstüberschätzung. Geht er doch mit seinem Glauben an die "junge Generation" an den Fakten vorbei, die zeigen, dass gerade die jüngeren Wähler sich in letzter Zeit viel stärker zu Parteien wie der AfD, FPÖ oder Nationalen Front begeben haben als etwa Pensionisten. Angesichts des in ganz Europa tobenden Kriegs der Kulturen sind die Zeiten vorbei, da Lehrer mit linken und grünen Phrasen die Schüler noch in ihrem Sinn lenken konnten.

Das peinliche Schweigen der Funktionäre zu Mbappe erinnert lebhaft daran, wie sehr sich Fußballfunktionäre in der Vergangenheit ganz anders verhalten haben. Da haben sie vor allem in Deutschland selbst ganz massiv politisch-ideologische Propaganda für die linke Woke-, Trans- und Schwulenagenda in die Wettkämpfe gebracht. Da wurden ganze Stadien in die einschlägigen Propagandafarben der LGBTQ-Bewegung gehüllt. Da wurden Vereine nur deshalb bestraft, weil Zuschauer durch ein Transparent daran erinnert haben, dass es bloß zwei Geschlechter gibt. Da mussten Spieler Armbinden in den Regenbogenstreifen tragen. Und auch in Österreich wurden Spieler streng mit Sperren bestraft, weil sie "homophobe" Lieder gesungen haben ("Homophob" heißt wörtlich aus dem Lateinischen und Altgriechischen ins Deutsche übersetzt: "menschenfürchtend" oder "Gleiches fürchtend"; als "Phobie" wird auch eine psychische Krankheit bezeichnet: im konkreten Fall wäre das also eine, wo sich die Erkrankten vor Menschen fürchten; gemeint ist offenbar: vor Homosexuellen).

Immerhin: Der Regenbogen-Unsinn ist wieder schlagartig verschwunden, obwohl die einschlägige Blase gerade wieder irgendein Pride/Diversity- oder sonstiges "Schwulsein ist so super"-Monat feiert. Bei der Fußball-Euro war bisher keine einzige Regenbogenfahne mehr zu sehen. Das fällt überhaupt erst dann auf, wenn man sich an die jüngere Vergangenheit erinnert. Der Sportdirektor der deutschen Fußballer hat erkannt, dass diese Debatten mitschuld am schlechten Abschneiden der deutschen Mannschaft sind. Jetzt braucht man nicht mehr woke sein. Immerhin ein toller Fortschritt.

Die Regenbogenfahnen hängen nur noch von jenen Gebäuden, Schulen und Fahrzeugen, wo rote oder grüne Politiker das Sagen haben – und auch bei denen werden diese Fahnen wohl immer weniger werden, buhlen die beiden Parteien doch immer stärker um die in den europäischen Staaten zu Millionen eingebürgerten Moslems, bei denen der rotgrüne Transschwulen-Kult halt gar nicht gut ankommt (und die mit dieser Ablehnung auch gar nicht so wenige junge Nichtmoslems missionieren konnten!).

Apropos Moslems und zurück zu Mbappe nach Frankreich. Vielleicht hat er ja jetzt Zeit, sich mit der wirklichen Situation der jungen Generation in Frankreich zu befassen. Von dort wird gerade wieder ein unfassbares Verbrechen bekannt: Da haben drei Zwölf- bis Dreizehnjährige mit islamischem Hintergrund ein zwölfjähriges Mädchen misshandelt, sexuell schwer missbraucht und antisemitisch beschimpft, weil es seinen jüdischen Glauben geheim gehalten habe.

Es wird einem absolut schlecht, von solchen Verbrechen zu erfahren. Oder davon, dass in Ägypten fast täglich christliche Mädchen entführt und an Moslems zwangsverheiratet werden. Es stünde Mbappe und vor allem seiner Glaubwürdigkeit – mit und ohne Maske – gut an, sich auch mit solchen Verbrechen zu befassen, wenn er schon glaubt, politische Predigten halten zu müssen. Aber diese Verbrechen interessieren ihn offenbar nicht – die europäischen Wähler jedoch sehr wohl. Insbesondere in Frankreich treibt jede solche Tat  mit Sicherheit Frau Le Pen mehr Stimmen zu, als Herr Mbappe je von ihr wegtreiben kann.

Diese grausliche Tat hat aber auch einen hochinteressanten, letztlich positiven Seitenaspekt: Die drei Täter sind trotz ihres Alters in Untersuchungs- beziehungsweise Polizeihaft gekommen.

In Österreich hingegen wird jeder Täter dieses Alters umgehend den Eltern übergeben, auch wenn sein Verbrechen noch so schlimm ist. Bei uns stehen Linksparteien und damit auch der Verfassungsgerichtshof nämlich auf dem Standpunkt, dass man Zwölf- oder Dreizehnjährigen doch keinesfalls eine Haft oder ein Heim zumuten könne. Auch dann nicht, wenn diese brutal vergewaltigen können. Angeblich würde eine Strafe den Menschenrechten widersprechen, meint man in Österreich – obwohl die in Frankreich genauso gelten …

Im ganzen deutschen Mainstreamblätterwald und erst recht bei Rotgrün hat es in den letzten Tagen zu einem ganz anderen Thema wilde Stürme der Empörung gegeben: Deutsche Jugendliche sollen einer schwarzen Achtjährigen Fußtritte gegen den Kopf gegeben haben. Wie durch ein göttliches Wunder ist der Sturm aber mit einer Sekunde versiegt: Als die Polizei offiziell erklärte, es habe gar keine Fußtritte gegeben, war die Aufregung schlagartig vorbei und man wandte sich sofort anderen Themen zu. Laut Polizei habe es nur Schimpfworte gegeben, wobei auch das Wort "Neger" gefallen ist, das in linken Medien schaudernd nur als "N-Wort" vorkommen darf. Was es sonst noch gibt, ist ein aus der Ferne aufgenommenes Video, das zeigt, wie ganz im Gegenteil Mutter und Vater des Mädchens offenbar ob der Schimpfworte wild ausrasten und um sich schlagen. So sehr auch Beschimpfungen abzulehnen sind, so ist doch die Erfindung von Fußtritten gegen den Kopf eines Kindes tausendmal schlimmer. Aber die Linke (und vielleicht Familien afrikanischer Abstammung) braucht halt böse rechte Rassisten. Und da es sie nicht gibt, erfindet man sie halt.

Noch einmal zurück zur Fußball-Euro. Dort sind nicht nur die Regenbogenflaggen verschwunden. Dort müssen sich auch die englischen Fußballer nicht mehr zur Unterstützung des verlogenen "Blacklivesmatter"-Rassismus niederknien. Vielleicht lernen sie ja doch dazu – und mit Zeitverzögerung auch Mbappe: Politik sollte im Fußball absolut nichts verloren haben. 

Genauso wie das provozierende Niederknien sollten islamistische Gesten durch den deutschen Spieler Rüdiger dort nichts verloren haben. Eigentlich sollten sie auch zum Ausschluss aus der Nationalmannschaft führen. Freilich  konnt er sie bisher nicht anbringen: War doch sein einziges erzieltes Tor das erste Eigentor dieser Euro.

Ebensowenig sollten die Fernsehübertragung manipulativ sein und einen Teil der Realität verschweigen. Zur Realität gehören etwa Zuschauer, die plötzlich ins Spielfeld laufen. Dass so etwas überhaupt passieren kann, ist natürlich für das Veranstalterland peinlich. Daher zeigt man es lieber gar nicht ...

Genauso manipulativ sind die Nahaufnahmen von den – sehr zahlreichen – türkischen Fans. Von ihnen sieht  man ständig atttraktive junge Frauen ohne Kopftuch zu sehen. Erst wenn man den Hintergrund analysiert, wird klar, dass bei den Türken der Männeranteil noch höher ist als bei allen anderen Nationen, und dass es weit im Hintergrund durchaus auch einige Frauen mit Kopftuch gäbe. Aber die sollen ganz offensichtlich nicht gezeigt werden ...

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