Corona hat auch Positives

Der Krieg ist der Vater aller Dinge. Diese Erfahrung machten Generationen vor uns. Wie viele Entdeckungen und Erfindungen verdankten unsere Vorfahren und auch noch unsere Generationen kriegerischen Auseinandersetzungen! Nicht nur bei Waffen, sondern auch bei so manchen simplen Geräten des Alltags. Oft aus den Nöten einer Mangelwirtschaft entstanden, erwiesen sie sich auch in Friedenszeiten als durchaus brauchbar und nützlich.

In der Medizin, in der Pharmazie und der Gesundheitsvorsorge wurde etliches erst durch das tragische Schicksal vieler Kriegsopfer bewegt. Wahrscheinlich wäre ich als Kind ohne den Zweiten Weltkrieg nicht gegen Scharlach, Diphterie und Masern geimpft worden. (Heute weiß man längst, dass es gegen Scharlach keine Impfung geben kann, weil diese Krankheit durch eine bakterielle Infektion ausgelöst wird.)

Ich will damit sagen, dass Kriege auch außerhalb der Schlachtfelder und Kriegskanzleien Menschen zu vermehrtem Nachdenken, Umdenken und neuen Erkenntnissen bringen.

Und jetzt zur Corona-Pandemie. Die negativen Folgen erleben wir tagtäglich. Sie sind hinlänglich bekannt.

Was hat uns dieses Virus aber noch gebracht? Er hat uns vor allem einmal die Augen geöffnet. Für manches, über das wir vor Corona nicht im Entferntesten auch nur eine Minute nachgedacht haben.

Natürlich haben wir uns über die niedrigen Preise von Schnitzelfleisch gefreut. Wir waren glücklich, dass Spargel längst kein Luxusessen einer privilegierten Oberschicht mehr war, sondern im Supermarkt preisgünstig in Massen angeboten wird.

Haben wir uns jemals gefragt, wieso Fleisch und Spargel, aber auch die Erdbeeren oder Kartoffel (derzeit aktuell in einem Superangebot zu 34 Cent das Kilo!) so billig sind?

Nein, aber Corona hat uns die Antworten geliefert. Erst durch Masseninfektionsherde (der Gesundheitsminister nennt das "Cluster") in Unterkünften der zumeist aus Osteuropa stammenden Erntehelfer ist unser Mitgefühl für diese Menschen erwacht. Skandal! Riefen plötzlich alle, Politiker, Interessensverbände und Konsumenten gemeinsam.

Diese Arbeitsverhältnisse wurden aber vor Corona vor niemandem geheim gehalten. Es brauchte keine Whistleblower. Man hätte nur einmal die Augen aufmachen und das Hirn einschalten brauchen, um zu erkennen, dass da vieles nicht so sein kann, wie wir es gerne hätten.

Ärztekongresse wurden als die ersten Verbreiter (heute sagt man "Spreader") des Virus genannt. Skifahren plus ein Referat und dann Après-Ski ... Ein Skandal! Schallte es im Land. Als ob vor Corona kein Mensch gewusst hätte, wie sich viele dieser Ansammlungen von Ärzten, aber auch anderer Wissenschafter in der Realität abspielen.

Jetzt wissen wir es, und das gründlich. Auch nach Corona wird es aus sein, mit Kongressen für zigtausend Teilnehmer mit viel Sightseeing und Verbindung mit Urlaub.

Corona hat uns beigebracht, die moderne Kommunikation zu nutzen. Auf einmal fliegen die EU-Minister und Regierungschefs nicht zu Besprechungen nach Brüssel. Nein, jeder bleibt in seinem Büro daheim und zoomt. Vor Corona haben sie gar nicht gewusst, dass es Zoom gibt, und wozu das gut ist. Große Unternehmen zwingen ihre leitenden Angestellten ebenfalls zu Videokonferenzen statt teurer Flugreisen – und daran wird sich nach Corona nicht viel ändern.

Flugreisen werden generell auch beim Urlauber, der vor Corona gewöhnt war, mindestens einmal im Winter kostengünstigst nach Thailand zu jetten, nicht mehr eine überlebensnotwendige Priorität haben – auch zum Leidwesen der vom Staat wegen Corona mit hunderten Millionen unterstützten Fluggesellschaften.

Haben wir wirklich erst Corona erleben müssen, um zu einem Umdenken zu kommen?

Auf einmal sinken trotz vieler Rabatte die Verkaufszahlen der Autohändler. Haben immer mehr Menschen erkannt, dass es keine Notwendigkeit ist, alle drei, vier Jahre ein neues Auto zu kaufen? Nicht nur generelle Lockdowns bringen die Konsumenten zur Einsicht, dass man Kleidungsstücke auch länger als nur eine Saison tragen kann.

Die Manager des Gesundheitszentrums Bad Tatzmannsdorf haben sich schon vor Corona ein neues Leitmotiv gegeben: "Reduce". Damit wollten sie nicht zu Abmagerungskuren einladen, sondern die Kurgäste zu einer Konzentration auf das Wesentliche, das Notwendige erziehen.Wäre doch nicht schlecht, wenn Corona dieses Umdenken unterstützt ...

Corona hat unser Bewusstsein aber auch für Unmenschliches im Bereich der Tierhaltung geöffnet. Jetzt mal ehrlich, wer von uns hat auch nur geahnt, dass in Dänemark Millionen Nerze zur Zucht und zum Verkauf an international tätige Großpelzhändler in winzigen Käfigen gehalten werden? Corona hat das jetzt zwar auf mehr als grausame Art und Weise beendet – aber hoffentlich für immer!

Und noch eines hat das Coronavirus in unserer Gesellschaft, in unserem gemeinschaftlichen Zusammenleben leider sichtbar gemacht: Das viel gepredigte "Gemeinsam" erlebt sehr rasch sein Ende, wenn es dem einzelnen zu nahe kommt. Zu viele sind mit einem "Nobody tells me what to do!" groß geworden. Diese Leute haben jetzt ein Riesenproblem mit Epidemieverordnungen und -gesetzen. Der deutsche Botschafter in Wien hat es unlängst in einem Gastkommentar trefflich erkannt. Wenn die österreichische Regierung einschränkende Maßnahmen verkündet, dann schaut der Österreicher sofort, wie man das umgehen kann.

Da können noch zig weitere Lockdowns drohen, es gibt noch immer genug Menschen, denen die Maskenpflicht, das Abstandhalten bei Treffen und Gesprächen auf der Straße wurscht ist. Leider.

Vielleicht ein Kollateraleffekt des Virus – dass man seine Mitbürger jetzt, in der Pandemie besser kennenlernt als in der von der Regierung erhofften "Normalität" ...

Zum Schluss noch eine nachdenkliche, eher heitere und nicht ganz so ernst zu nehmende Betrachtung mancher Maßnahmen der Regierung. Was sind Dinge des täglichen Bedarfs, beziehungsweise dringende Bedürfnisse? Also jedenfalls Waffen – denn die Waffengeschäfte dürfen offen bleiben. Ebenso der Wein, weil auch Weinhandlungen verkaufen dürfen. Nicht aber Kaffee (und das in Wien, der Hauptstadt der Kaffeehäuser), denn die Kaffeegeschäfte bleiben zu. Eine 45 Minuten dauernde Heilmassage kann ich mir geben lassen; aber im Friseursalon darf ich mir, auch wenn ich dort alleine sitze, meine Haare nicht einmal eine Viertelstunde lang schneiden lassen.

Der Elektriker darf zwar zu mir in die Wohnung kommen, um eine kaputte Glühbirne zu tauschen. Er darf mir eine neue aber nicht in seinem Geschäft verkaufen ...

Aber, es wird schon alles seinen Sinn haben.

Dr. Günter Frühwirth, Jahrgang 1941, lebt in Wien und ist Jurist mit aktivem Interesse an Themen der Gesellschaftspolitik.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2020 10:44

    Ich liebe diese Sicht der Dinge. Von oben herab auf jene, welche halt auch Wohlstand wollen. Der billige Erntehelfer hat wahrscheinlich daheim ein schönes Einfamilienhaus gebaut. Der Arbeiter im Autowerk wird auch keine Freude haben. Die Beschäftigten der Luftfahrt werden auch fehlen. Sie werden alle fehlen, nämlich wenn es ums Steuern zahlen geht. Die Mitarbeiter der "Kongresszentren", auch sie verlieren ihren Job. Das sind alles Leute, die etwas hergestellt haben, daß andere gerne konsumiert haben. Nicht wie Bürokraten, Berater und Politiker.

    Den Gürtel enger schnallen ist lustig, wenn man wohl von anderen dotiert sein Leben im Überfluss einmal einschränkt. Ob Corona nun der Killervirus ist, oder eben doch nur ein besserer Schnupfen muss nicht diskutiert werden, man kann ruhig Vorsicht walten lassen, das wirtschaftliche Risiko tragen ja andere. Wer für sich und seine Familie aber erst ein kleines Glück schaffen will, der wird nicht so glücklich sein.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorglockenblumen
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. November 2020 12:02

    Als Schlußwort zu diesem salbungsvollen "Corona-positiven" Kommentar fehlt nur noch "Amen"

    " ... Vielleicht ein Kollateraleffekt des Virus – dass man seine Mitbürger jetzt, in der Pandemie besser kennenlernt als in der von der Regierung erhofften "Normalität" ..."

    In der Tat lernt man seine Mitmenschen jetzt besser kennen: nämlich daß das Blockwart- und Denunziantentum nie aussterben wird!

    dann noch "die Kurgäste erziehen"
    und ausgefallene Urlaube und Flugreisen, "zum Leidwesen der Fluglinien"

    eh, zertrümmern wir Wirtschaft und Wohlstand, damit sich die Menschen endlich auf das Wesentliche konzentrieren.
    Bloß: wer bestimmt, was für wen das Wesentliche ist??

    Liegt es nicht eher an den Geldmächten im Hintergrund, den Großkonzernen und deren Lobbyisten, daß es ist, wie es ist? An einer Politik, welcher der Mensch sonstwo vorbeigeht?

    Die verdorbene Suppe soll immer und stets der steuerzahlende Normalbürger auslöffeln.
    Er soll sich am besten eine Denkweise aneignen, daß er auch an schrecklichen Kollateralschäden wie z.B.

    - zertrümmerte Wirtschaft,
    - abertausende Arbeitslose,
    - zerstörte Existenzen mit nachfolgender großer Not,
    - zig Opfer wegen unbehandelter Krankheiten,
    - vorenthaltene Bildung,
    - gestohlene Kindheit und Jugendzeit,
    - ein entfachtes Mißtrauen jedes gegen jeden,
    - Zunahme von Attentaten und Terror, etc.

    etwas Positives findet.
    Hände falten - Goschn halten - Danke sagen - the next Generation......
    :-(

  3. Ausgezeichneter Kommentatorelfenzauberin
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2020 23:14

    Ich möchte hier nicht den Oberlehrer spielen, aber das kann ich nicht unkommentiert stehen lassen:

    "Heute weiß man längst, dass es gegen Scharlach keine Impfung geben kann, weil diese Krankheit durch eine bakterielle Infektion ausgelöst wird."

    Es ist wahr, dass es gegen Scharlach keine Impfung gibt. Der Grund liegt aber nicht darin, dass es keine Impfungen gegen bakterielle Erreger gäbe. Die gibt es sehr wohl, Gott sei Dank!
    Es gibt eine Impfung gegen die Tuberkulose, die durch Mycobacterium tuberculosis verursacht ist, es gibt eine Impfung gegen Diphterie (Corynebacterium diphtericum), es gibt auch eine Impfung gegen Keuchhusten (Bordetella pertussis ) und viele andere mehr.

    Gegen Scharlach gab es einst sogar eine Impfung (das muss so in den 50-iger oder 60-iger Jahren gewesen sein). Doch die Impfung konnte sich nicht durchsetzen, erstens weil der Scharlach-Erreger (ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A) sehr empfindlich gegenüber konventionelle Antibiotika und damit leicht behandelbar ist und zweitens weil die Impfung nicht sehr gut wirkte. Dies deshalb, weil es sehr viele Varianten dieses Bakteriums gibt, gegen die der Impfstoff nicht in der Gesamtheit wirkte. Man konnte zwar eine Immunität gegen den einen oder anderen Streptokokk´der A- Gruppe erzeugen, aber eben nicht gegen alle.

    Bleibt dann noch die Frage, weswegen man gegen Scharlach lebenslang immun bleibt (von äußerst seltenen Ausnahmen abgesehen). Der Grund dafür liegt darin, dass das typische Scharlachexanthem (der "Ausschlag") nicht durch das Bakterium selbst, sondern durch deren Toxine hervorgerufen werden. Und gegen dieses Toxin erwirbt der Körper nach überstandener Infektion eine Immunität, nicht aber gegen das Bakterium an sich.

    Psalm Ende!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2020 07:47

    Das alle hat einen Sinn. Da haben Sie vollkommen Recht. Ist Ihnen auch eingefallen, welchen Sinn diese Inszenierung "Das Virus des Todes und die Retter der Menschheit", haben könnte ?

  5. Ausgezeichneter KommentatorFranz77
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    28. November 2020 00:09

    Diese ständige Schönrederei geht mir gewaltig auf den Sack. Ich brauche keine Katastrophe die mir die Augen öffnet. Mannomann, ich Depp lese sowas auch noch.

  6. Ausgezeichneter KommentatorPeter Kurz
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2020 17:31

    Meinungsvielfalt statt Meinungseinfalt dank Hrn. Unterbergers Tagebuch.
    Auch Roger Köppel propagiert immer "Die andere Sicht" seiner Weltwoche.
    Sehr zum Leid linksgrüner Blockwarte, die auf abweichende Meinungen allergisch reagieren.
    In der DDR konnte auch nicht jeder sagen, was er wollte.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorastuga
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2020 12:29

    Das einzig "Positive" an Covid war die damit einhergehende Desillusionierung (positiv aber schmerzhaft), was den Staatsapparat, Journalisten, Wissenschaftler und die Menschen an sich betrifft.

    Es war eine Lektion in Sachen, die Menschen sind mehrheitlich immer noch die gleichen Mitläufer, Vernaderer und autoritätsgläubigen Deppen wie zu Zeiten der beiden großen Diktaturen im letzten Jahrhundert.
    Und wie schon beim Streit über die Klimaerwärmung würden einige die Skeptiker unter uns am liebsten in Lager sperren oder beruflich, privat und sogar physisch auslöschen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorastuga
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2020 12:29

    Das einzig "Positive" an Covid war die damit einhergehende Desillusionierung (positiv aber schmerzhaft), was den Staatsapparat, Journalisten, Wissenschaftler und die Menschen an sich betrifft.

    Es war eine Lektion in Sachen, die Menschen sind mehrheitlich immer noch die gleichen Mitläufer, Vernaderer und autoritätsgläubigen Deppen wie zu Zeiten der beiden großen Diktaturen im letzten Jahrhundert.
    Und wie schon beim Streit über die Klimaerwärmung würden einige die Skeptiker unter uns am liebsten in Lager sperren oder beruflich, privat und sogar physisch auslöschen.


alle Kommentare

  1. https://tinyurl.com/yxbtpcml (kein Partner)
    01. Dezember 2020 15:48

    Corona - ein Sittenbild.
    Einzelfälle aus dem Alltag...

  2. Politicus1
    30. November 2020 07:54

    Ausgerechnet eine Vertreterin der NEOS will die Impfpflicht!
    "Die Ex-NEOS-Abgeordnete und frühere OGH-Präsidentin Irmgard Griss findet die Betonung der Freiwilligkeit in Zusammenhang mit einer Impfung gegen das Coronavirus durch die Politik „kontraproduktiv“.
    Eine Impfpflicht werde aus ihrer Sicht „die einzige Lösung sein“, sagte sie in der ORF-Sendung „Im Zentrum“ gestern Abend.

    Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft warnte hingegen:
    "Derzeit seien viele Aspekte wie Langzeitsicherheit und Nebenwirkungen aber noch nicht geklärt."

    • Obertaler (kein Partner)
      30. November 2020 18:52

      Das wurde aber auch schon mehrmals festgestellt, dass "ausgerechnet die NEOS" alles andere als liberal gesinnt sind.

  3. https://tinyurl.com/y3vrq2wv (kein Partner)
    30. November 2020 00:47

    Radio München - UPDATE mRNA-Impfung: Wo sind die validen Studien?
    Immunologe und Toxikologe Prof. Stefan Hockertz im Gespräch.

  4. Neppomuck
    30. November 2020 00:36

    Bei allem Verständnis für die Obsorgepflicht der eigenen Haut gegenüber, aber gefährlich scheint mir der bösartigste aller bösartigen Erreger nicht zu sein.

    Weder neu- noch altinfiziert, bar jeglicher typischen Symptome wie den Verlust des Geruchsinns, wiewohl das manchmal nachgerade ein Vorzug wäre, müde bin ich nur der ständigen Beschwörungen, nicht ohne Maske außer Haus zugehen, Dünnpfiff habe ich auch nicht, Finger und Zehen verfärben sich ebenso wenig, es sei denn, ich greife oder steige unbeschuht in Dreck, Glieder und Hals O.B., Kopfschmerzen kenne ich nicht und selbst meine Bindehaut will mir nicht den Gefallen tun, von einer Panik in die andere zu verfallen.

    Daneben muss ich meinen Weg an die frische Luft nicht erst von Leichenbergen befreien, die Straßenräumung funktioniert wie eh und je.
    Also wovor soll ich mich fürchten? Wiewohl altersmäßig voll im „Risikobereich“.

    Vielleicht liegt die Gefährlichkeit im Impfstoff, der uns jetzt i.m. oder i.v. in den eigenen „Corpus homini“ gezwungen werden soll. Und das bei massiver Strafandrohung, die in keinem „Corpus Iuris“ je Aufnahme gefunden hätte.

    Das wäre doch die „eleganteste“ Lösung in den Augen der Betreiber dieser Kampagne.
    Keine Haftung, die hat freundlicherweise der Staat, also wir selber, übernommen, keine Zeitverzögerung, um - schließlich soll das „Wundermittel“ ja in unser Genom eingreifen - die möglichen Schäden bei der nächsten Generation wahrnehmen zu können. Man erinnere sich nur an „Contergan“ (Gruenenthal) oder etwa an „Duogynon“ (Schering AG Berlin) unseligen Angedenkens.
    Sondern „business as usual“ bei den Herren des schnellen Geldes.

    Das würde aus den seit Jahren immer wieder geäußerten Absichtserklärungen der Drahtzieher dieses „Narrativs“ von einer „lebensbedrohenden Seuche“ durchaus abzuleiten sein.
    Es spricht auch vieles dafür.

    Die Intransparenz, die extreme Eile und vor allem die Entsprechung der von den „Masterminds“ seit Jahrzehnten geäußerten Vorstellungen von den Herrschaftsverhältnissen auf diesem Planeten, alles Mosaiksteine in meiner Gedankenwelt von der ethischen Wertigkeit dieser Leute, geben meinem Weltbild diesbezüglich mehr und mehr Gestalt.

    Ich weiß, das klingt sehr spekulativ, aber wer hätte sich am 10. September vor über 19 Jahren schon vorstellen mögen, dass ein knapp 50 Etagen hohes Haus, ob jetzt mit oder ohne Asbest-Kontaminierung, ob aus Solidarität mit den beiden anderen WTC-Türmen oder wer weiß warum sonst noch, aus blanker Angst in sich zusammenbrechen würde?

    Nur so, zum Nachdenken.
    Falls noch jemand Zeit dazu findet.

  5. logiker2
    29. November 2020 20:04

    es hat ja auch damals nicht wenige gegeben die im Nationalismus durchaus positives sahen.

    • Neppomuck
      30. November 2020 00:41

      Auf eine feinsinnige Differenzierung zwischen "Nationalismus, insbesondere sozialistischem", und "moderatem nationalen Denken" würde ich gerne Wert legen.

    • logiker2
      30. November 2020 19:29

      danke für die Korrektur, natürlich NationalSOZIALISmus.

  6. Torres (kein Partner)
    29. November 2020 13:43

    All diese Dinge, die wir "dank" Corona nicht mehr brauchen, zerstören ganze Industrien und kosten hunderttausende Arbeitplätze. Ich zweifle sehr, dass das irgendwelche positiven Effekte hat. Weiters scheint der Autor zu jenen zu gehören, die die "Maßnahmen" der Regierung als der Weisheit letzten Schluss betrachten, die keinesfalls in Frage zu stellen sind. Ich oute mich hiermit als einer jener "Gefährder", der es vermeidet, wo immer es nur geht, den Maulkorb zu tragen. Mir hat noch keiner den Nutzen dieser "Maske" erklären können, aber sehr viele (absolut Kompetente) dessen Nutzlosigkeit, ja Schädlichkeit.

  7. astuga (kein Partner)
    29. November 2020 12:29

    Das einzig "Positive" an Covid war die damit einhergehende Desillusionierung (positiv aber schmerzhaft), was den Staatsapparat, Journalisten, Wissenschaftler und die Menschen an sich betrifft.

    Es war eine Lektion in Sachen, die Menschen sind mehrheitlich immer noch die gleichen Mitläufer, Vernaderer und autoritätsgläubigen Deppen wie zu Zeiten der beiden großen Diktaturen im letzten Jahrhundert.
    Und wie schon beim Streit über die Klimaerwärmung würden einige die Skeptiker unter uns am liebsten in Lager sperren oder beruflich, privat und sogar physisch auslöschen.

    • logiker2
      29. November 2020 20:01

      @************************1, und genau diese Deppen skandierten vor gar nicht langer Zeit "Nie wieder".

  8. Tulbinger (kein Partner)
    29. November 2020 10:09

    Es sind ja immer nur die anderen die sich einschränken sollen und es gibt immer Gutmeinende die dem dummen Volk sagen, was sie alles nicht brauchen.

    Job verloren? Eine tolle Chanche neue Wege zu gehen!
    Frau weg? Wie man in der Einsamkeit zu sich selber findet!
    Krank? Auf das Wesentliche konzentrieren und Kraft im Gebet finden.

  9. andreas.sarkis (kein Partner)
    29. November 2020 09:43

    Diese Prediger der Corona-Religion sind es, die das Märchen der Corona-Pandemie aufrecht halten und mit salbungsvollen Worten die Unterdrückung der Bevölkerung zu rechtfertigen suchen.

  10. Dennis
    28. November 2020 22:34

    Das ist alles die Schuld von Sebastian Kurz. Wäre Herbert Kickl noch Innenminister – Corona wäre schon längst des Landes verwiesen worden.

  11. simplicissimus
    28. November 2020 15:46

    Wo sind denn da die Errungenschaften, Herr Frühwirt? Ich sehe nur etwas andere Verhaltensweisen, zB bei Geschäftskontakten und jede Menge Einschränkungen und Verbote.
    Etwas anderes wäre es, würde coronabedingt die Virenforschung zu bahnbrechenden Errungenschaften führen.

  12. glockenblumen
    28. November 2020 12:02

    Als Schlußwort zu diesem salbungsvollen "Corona-positiven" Kommentar fehlt nur noch "Amen"

    " ... Vielleicht ein Kollateraleffekt des Virus – dass man seine Mitbürger jetzt, in der Pandemie besser kennenlernt als in der von der Regierung erhofften "Normalität" ..."

    In der Tat lernt man seine Mitmenschen jetzt besser kennen: nämlich daß das Blockwart- und Denunziantentum nie aussterben wird!

    dann noch "die Kurgäste erziehen"
    und ausgefallene Urlaube und Flugreisen, "zum Leidwesen der Fluglinien"

    eh, zertrümmern wir Wirtschaft und Wohlstand, damit sich die Menschen endlich auf das Wesentliche konzentrieren.
    Bloß: wer bestimmt, was für wen das Wesentliche ist??

    Liegt es nicht eher an den Geldmächten im Hintergrund, den Großkonzernen und deren Lobbyisten, daß es ist, wie es ist? An einer Politik, welcher der Mensch sonstwo vorbeigeht?

    Die verdorbene Suppe soll immer und stets der steuerzahlende Normalbürger auslöffeln.
    Er soll sich am besten eine Denkweise aneignen, daß er auch an schrecklichen Kollateralschäden wie z.B.

    - zertrümmerte Wirtschaft,
    - abertausende Arbeitslose,
    - zerstörte Existenzen mit nachfolgender großer Not,
    - zig Opfer wegen unbehandelter Krankheiten,
    - vorenthaltene Bildung,
    - gestohlene Kindheit und Jugendzeit,
    - ein entfachtes Mißtrauen jedes gegen jeden,
    - Zunahme von Attentaten und Terror, etc.

    etwas Positives findet.
    Hände falten - Goschn halten - Danke sagen - the next Generation......
    :-(

  13. Franz77
    28. November 2020 00:09

    Diese ständige Schönrederei geht mir gewaltig auf den Sack. Ich brauche keine Katastrophe die mir die Augen öffnet. Mannomann, ich Depp lese sowas auch noch.

    • pressburger
      28. November 2020 08:54

      Einspruch, Euer Ehren.
      Habe an Ihren bisherigen Kommentaren, beim schlechtesten Willen, nichts deppertes entdecken können.
      Sonst, die Schönrednerei betreffend, ganz bei Ihnen.

    • otti
      28. November 2020 08:59

      @ Franz: ich war auch dabei. Zu zweit trägt`s sich leichter :-))

    • glockenblumen
      28. November 2020 11:33

      @ Franz77

      Bin ganz bei Ihnen!!!!!!!!!!!

  14. elfenzauberin
    27. November 2020 23:14

    Ich möchte hier nicht den Oberlehrer spielen, aber das kann ich nicht unkommentiert stehen lassen:

    "Heute weiß man längst, dass es gegen Scharlach keine Impfung geben kann, weil diese Krankheit durch eine bakterielle Infektion ausgelöst wird."

    Es ist wahr, dass es gegen Scharlach keine Impfung gibt. Der Grund liegt aber nicht darin, dass es keine Impfungen gegen bakterielle Erreger gäbe. Die gibt es sehr wohl, Gott sei Dank!
    Es gibt eine Impfung gegen die Tuberkulose, die durch Mycobacterium tuberculosis verursacht ist, es gibt eine Impfung gegen Diphterie (Corynebacterium diphtericum), es gibt auch eine Impfung gegen Keuchhusten (Bordetella pertussis ) und viele andere mehr.

    Gegen Scharlach gab es einst sogar eine Impfung (das muss so in den 50-iger oder 60-iger Jahren gewesen sein). Doch die Impfung konnte sich nicht durchsetzen, erstens weil der Scharlach-Erreger (ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A) sehr empfindlich gegenüber konventionelle Antibiotika und damit leicht behandelbar ist und zweitens weil die Impfung nicht sehr gut wirkte. Dies deshalb, weil es sehr viele Varianten dieses Bakteriums gibt, gegen die der Impfstoff nicht in der Gesamtheit wirkte. Man konnte zwar eine Immunität gegen den einen oder anderen Streptokokk´der A- Gruppe erzeugen, aber eben nicht gegen alle.

    Bleibt dann noch die Frage, weswegen man gegen Scharlach lebenslang immun bleibt (von äußerst seltenen Ausnahmen abgesehen). Der Grund dafür liegt darin, dass das typische Scharlachexanthem (der "Ausschlag") nicht durch das Bakterium selbst, sondern durch deren Toxine hervorgerufen werden. Und gegen dieses Toxin erwirbt der Körper nach überstandener Infektion eine Immunität, nicht aber gegen das Bakterium an sich.

    Psalm Ende!

    • elfenzauberin
      27. November 2020 23:21

      Der letzte Satz bedarf noch einer kleinen Korrektur. Man erwirbt schon eine Immunität gegen Streptokokken, aber eben nur genau gegen den Typ, von dem man infiziert wurde. Gegen alle anderen Typen ist man weiterhin empfänglich.

    • otti
      28. November 2020 08:48

      DANKE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • pressburger
      28. November 2020 08:55

      *****************************************

    • glockenblumen
      28. November 2020 12:12

      Danke @elfenzauberin!

  15. Brigitte Kashofer
    27. November 2020 18:28

    Ich sehe den größten Vorteil der Coroba-Hysterie darin, dass sich Politiker nicht mehr so penetrant öffentlich abbusseln.

    • dssm
      27. November 2020 21:28

      @Brigitte Kashofer
      Also mit dem Junker hätte es noch kein Problem gegeben, mit dessen Ischias-Level sterben alle Viren in 10m Umkreis. Ein Zungenkuss desinfiziert die ganze Lunge mit, zugegeben, mit dem Auto würde ich nachher nicht mehr selber fahren.

    • astuga (kein Partner)
      29. November 2020 12:38

      Was mich fasziniert, es gibt vom Corona-Apostel Bill Gates kein einziges Foto wo er selbst eine Maske trägt.

  16. Peter Kurz
    27. November 2020 17:31

    Meinungsvielfalt statt Meinungseinfalt dank Hrn. Unterbergers Tagebuch.
    Auch Roger Köppel propagiert immer "Die andere Sicht" seiner Weltwoche.
    Sehr zum Leid linksgrüner Blockwarte, die auf abweichende Meinungen allergisch reagieren.
    In der DDR konnte auch nicht jeder sagen, was er wollte.

    • astuga (kein Partner)
      29. November 2020 20:51

      Bei aller Kritik an einigen Texten und Kommentaren zum Zeitgeschehen ist das fraglos lobenswert.

  17. dssm
    27. November 2020 10:44

    Ich liebe diese Sicht der Dinge. Von oben herab auf jene, welche halt auch Wohlstand wollen. Der billige Erntehelfer hat wahrscheinlich daheim ein schönes Einfamilienhaus gebaut. Der Arbeiter im Autowerk wird auch keine Freude haben. Die Beschäftigten der Luftfahrt werden auch fehlen. Sie werden alle fehlen, nämlich wenn es ums Steuern zahlen geht. Die Mitarbeiter der "Kongresszentren", auch sie verlieren ihren Job. Das sind alles Leute, die etwas hergestellt haben, daß andere gerne konsumiert haben. Nicht wie Bürokraten, Berater und Politiker.

    Den Gürtel enger schnallen ist lustig, wenn man wohl von anderen dotiert sein Leben im Überfluss einmal einschränkt. Ob Corona nun der Killervirus ist, oder eben doch nur ein besserer Schnupfen muss nicht diskutiert werden, man kann ruhig Vorsicht walten lassen, das wirtschaftliche Risiko tragen ja andere. Wer für sich und seine Familie aber erst ein kleines Glück schaffen will, der wird nicht so glücklich sein.

  18. pressburger
    27. November 2020 07:47

    Das alle hat einen Sinn. Da haben Sie vollkommen Recht. Ist Ihnen auch eingefallen, welchen Sinn diese Inszenierung "Das Virus des Todes und die Retter der Menschheit", haben könnte ?





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