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Der verlogene Antirassismus

Nach "Kampf gegen Rechts!", nach "Hilfe, die Welt verbrutzelt!", nach "Trump und Johnson sind schuld an der Pandemie!", nach "Wer ,China‘ auch nur sagt, ist ein Verschwörungstheoretiker", wird von vielen Medien und Politikern nun eine neue Sau durchs linke Aufregungsdorf getrieben: Sie heißt "Kampf dem Antirassismus". Herr Van der Bellen nennt diesen sogar als Begründung, warum er die Hofburg mit der Schwulenfahne verunziert. Der Rassismusvorwurf hat zwar ein winziges richtiges Element, aber vor allem er ist durchdrungen von unglaublich viel empörender Verlogenheit und Verzerrungen. Das zeigen nicht nur die amerikanischen, sondern noch viel stärker die europäischen Fakten.

Eine Auswahl:

  1. Die Ermordung des Schwarzafrikaners Floyd durch einen Polizisten ist durch nichts zu rechtfertigen. Der Täter und seine tatenlos dabeistehenden Kollegen werden deshalb mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit lebenslang verurteilt werden (auch wenn selbst in Rechtsstaaten Fehlurteile nie hundertprozentig ausschaltbar sind, wie etwa der Freispruch des schwarzen Footballstars O.J. Simpson nach Ermordung seiner weißen Ehefrau). Das zeigt aber: Die USA sind ein Rechtsstaat, der so wie Österreich Morde gerichtlich verfolgt. Das macht aber zugleich die Frage an Pamela Rendi-Wagner und alle anderen Sozialisten sowie Grüne zwingend, die in den letzten Tagen antiamerikanische Parolen brüllend durch die Straßen Europas gezogen sind: Warum demonstrieren sie dann ausgerechnet gegen die USA und nicht gegen jene Länder, wo Morde durch Polizisten und Geheimdienstler prinzipiell straffrei bleiben, ja sogar zur Karriere gehören? Wären dort Proteste nicht viel dringender? Von Russland bis China etwa, um nur bei den Großmächten zu bleiben. Wenn allein in Xinjiang Millionen in Anhaltelagern landen, muss man sich schon fragen, wo die von einem vernunftbegabten Politiker verlangbare Verhältnismäßigkeit bleibt. Oder darf es die bei der SPÖ schon deshalb nicht geben, weil Rendis Vorgänger Kern heute als hauptberuflicher China-Lobbyist unterwegs ist?.
  2. Während in den USA der Täter festgenommen worden ist, laufen die Dinge aber selbst in Österreich bisweilen ein wenig anders: Ein junger, aber voll strafmündiger Gewalttäter befördert einen Familienvater zum Tod – wird aber von der Staatsanwaltschaft sofort nach Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt. Und die Justizministerin bleibt untätig.
  3. Noch viel dringender wäre es, das von den Linken ständig behauptete "Zeichen" auch gegen die schlimmsten Christenverfolgungen der Geschichte zu setzen. Die von Nordkorea über Pakistan und Iran bis Nigeria im Gang sind, um nur ein paar besondere Tiefpunkte zu nennen. Es werden hundert Mal so viele Schwarze wegen ihres christlichen Glaubens umgebracht wie wegen ihrer Hautfarbe. Aber nicht einmal die vielen geradezu industriellen Serienmorde des "Islamischen Staates" in Afrika und Asien an sich zu ihrem Glauben bekennenden Christen vor laufenden Kameras haben Frau Pam und ihre grünen Gesinnungsfreunde irgendwie erregt. Noch nie hat der Bundespräsident ihretwegen eine Fahne beim Fenster hinausgehängt. Warum nur? Will die Linke einfach populistisch-opportunistisch wichtige Wählergruppen nicht vergrämen? Oder regen sie sich prinzipiell nur über Untaten auf, wenn sie glauben, einen politischen Feind – das ist jeder nichtlinke Politiker – dafür verantwortlich machen zu können?
  4. Noch widerlicher werden der Antipolizeirassismus-Aktivismus linker Politiker und ihre Demonstrationen, wenn dabei nicht nur die vom linken Gesundheitsminister monatelang diktierten Anti-Corona-Regeln eiskalt ignoriert werden, sondern wenn es einen – durch Bekennerschreiben bewiesenen – direkten Zusammenhang zwischen diesen linken Demonstrationen und der Beschädigung mehrerer Polizeiautos gibt. Für diese Aktionen gibt es jedoch keinerlei Verurteilung durch Rot oder Grün (und ihre Vorfeldorganisation wie den ORF), obwohl das in Wien und nicht im einige Kilometer entfernten Minneapolis passiert ist. Obwohl der ORF und die gleichen Linksparteien mit sich vor Empörung überschlagender Stimme eine Staatskrise ausgerufen hätten, hätte es einen Zusammenhang von Angriffen auf Polizeiautos zu irgendeiner als rechts eingestuften Gruppe gegeben.  
  5. Die Dummheit und Verlogenheit der linken und medialen Anti-Polizei-Hysterie lässt sich auch an Hand von Umfragen zeigen: Zumindest Ende des Vorjahres war die Polizei jene Institution in Österreich, die unter Dutzend abgefragten vermeintlichen Säulen der Republik am meisten Vertrauen genoss. Zwar könnte sie einige Punkte durch die übertriebene Scharfmacher-Rhetorik von Innenminister Nehammer während der Corona-Tage verloren haben, aber zweifellos haben seither jene Institutionen kein Vertrauen dazugewonnen, die bei der gleichen Studie ganz am Ende des Vertrauensindex gestanden sind, denen also von den Österreichern massiv Misstrauen entgegengebracht wird. Den schlechtesten Platz bei dieser Umfrage haben nämlich ganz signifikant die Medien errungen. Sie sind Spitzenreiter in Sachen Misstrauen. Es mutet daher ziemlich merkwürdig an, wenn nun ausgerechnet sie sich jetzt so laut als moralistische Richter über die Polizei wichtig machen.
  6. Noch schlimmer: Keine linke Partei hat auch nur ein Wort der Kritik oder Distanzierung gefunden, als sich die Hauptzielrichtung der "Black-Lives-Matter"-Aktionen immer mehr auf die Zerstörung der Polizei gerichtet, auf "Defund the Police". Das ist etwas ganz anderes als die legitime, wenn auch überflüssige Forderung nach gerechter Bestrafung von Übeltätern, die es natürlich auch unter Polizisten gibt. Sich davon – offensichtlich im Ringen um ein paar linksradikale Wähler – nicht zu distanzieren, ist darüber hinaus auch politisch dumm. Denn mit solchem Gedankengut bringt sich die Linke endgültig um jede Chance, jemals die Unterstützung der Mehrheit der Österreicher zu finden.
  7. Auch wenn behauptet wird, es gehe nur darum, der amerikanischen Polizei Gelder zu entziehen, so ist es doch mehr als anrüchig, wenn dafür in Österreich und anderen europäische Ländern demonstriert wird. Das muss in der Mehrheit der Europäer den Verdacht bestärken, dass man letztlich auch hier ähnliche Ziele verfolgt. In Frankreich hat die linksliberale Regierung sogar schon begonnen, in Reaktion auf Minneapolis unter dem Druck der Mainstreammedien die dortige Polizei einzuschränken. Was dort bereits zu vehementen Protestaktionen unter dem Motto: "Keine Polizei, kein Frieden" geführt hat. Auf welcher Seite am Ende die Mehrheit der Bürger stehen wird, sollten selbst linke Politiker begreifen können. Können doch in den Vorstädten vor allem von Paris die Polizisten ohnedies nur noch in Mannschaftsstärke auftreten, wenn sie überleben wollen.
  8. Jenseits aller Polizei- und Sicherheits-Probleme wird immer klarer: Es findet ein großangelegter Angriff auf die gesamte Identität Europas statt. Von Kolumbus über den Pfadfindergründer Baden-Powell bis Churchill werden durch die gemeinsamen Aufmärsche von Menschen afrikanischer Abstammung und Linken große Identifikationsfiguren der europäischen Geschichte aggressiv vom Sockel gestoßen. Da ist es nur noch logisch, wenn als nächster jetzt Mozart drankommen wird, tritt doch in der Zauberflöte – die ganz zufällig die meistgespielte Oper der Weltgeschichte ist – mit Monostatos ein Schwarzer auf, der geradezu als Inbegriff an Bosheit und Dummheit wirkt.
  9. Warum bleiben da eigentlich alle jene völlig stumm, die etwa in der EU ständig von der überragenden Bedeutung der europäischen Identität, Kultur und Geschichte schwätzen? Das ist seit diesen Tagen wohl endgültig als hohles Gerede entlarvt, das nur dem Zweck dient, neue Geldflüsse zu akquirieren. Oder besteht die kulturelle Identität in der Perspektive der EU-Correctness nur darin, dass sich die Europäer ständig als minderwertig und Abschaum der Geschichte anzusehen haben?
  10. Apropos Kultur: Selbst dort, wo in einem großen europäischen Kulturwerk – in Shakespeares und Verdis Othello – der positive Held ein Schwarzer ist, schlagen schwarze Aktivisten wie auch die ihnen immer sklavisch folgenden Politisch-Korrekten regelmäßig Rassismus-Alarm. Denn in ihrer kranken Rassismus-Phobie gilt es sogar schon als rassistisch, wenn der Sänger des Othello schwarz geschminkt ist! Tritt er hingegen als Weißer auf, stiehlt man den Schwarzen eine sehr sympathische und tragisch endende Identifikationsfigur. Nimmt man all diese Proteste ernst, dürfte eigentlich immer nur ein Schwarzer den Othello singen. Das wäre aber nicht nur eine endgültige Selbstdemontage des europäischen Kultur-Selbstverständnisses. Das würde – da Verdis Titelheld eine sehr anspruchsvolle Rolle ist – automatisch dazu führen, dass sein Othello kaum mehr aufgeführt werden kann, will man nicht wieder wilde Demonstrationen auslösen.
  11. Was steckt hinter den "Black-Lives-Matter"-Aktivisten, abgesehen davon, dass Linksradikale generell alle zwei Wochen ein neues Hysteriethema brauchen? Eine Ursache ist sicher das Abfärben des Opferkultes, der die ganze westliche Gesellschaft in den letzten Jahren durchdrungen hat. Eine gesellschaftliche Gruppe nach der anderen hat sich zum armen Opfer der Gesellschaft und der Verhältnisse erklärt, um damit Forderungen durchzubringen. Seit die Schwarzen-Aktivisten sehen, das wirkt bei anderen, versuchen sie es – verständlicherweise – auch selbst. Das reicht vom Feminismus mit seinen Forderungen nach völlig leistungsunabhängigen Quoten bis zu Schwulen, Transvestiten und Transgender-Menschen, die alle mit inszeniertem Selbstmitleid Vorteile zu erlangen versucht haben.
  12. Ein weiteres Ziel der Bewegung aus schwarzen und Antifa-Aktivisten ist der Kampf gegen Racial Profiling. Die Schwarzen in Amerika wie Europa fühlen sich von der Polizei einseitig verfolgt, weil bei Kontrollen häufiger Schwarze als Weiße geprüft würden. Der Vorwurf stimmt zwar – ist aber völlig absurd. Wäre es doch etwa eine gigantische Ressourcenverschwendung, wenn man beispielsweise auf der Suche nach illegalen Immigranten aus purer politischer Korrektheit zuerst zwanzig österreichisch wirkende Menschen perlustrieren müsste, bevor man auch nur einen – mutmaßlichen –  Afrikaner, Araber oder Afghanen anhalten dürfte. Auch die vielen Afrikaner, die scheinbar beschäftigungslos rund um U-Bahn-Stationen kreisen, sind mit viel höherer Wahrscheinlichkeit ins Drogendealen involviert als beispielweise eine ältere Frau, die in die U-Bahn-Station geht. Wenn künftig jedoch ein dort wartender Schwarzer erst dann geprüft werden darf, wenn zuerst – genau dem Anteil an der Bevölkerung entsprechend – viele solcher Frauen kontrolliert würden, dann heißt das nichts anderes, als dass überhaupt keine Chance bestehen wird, Drogendealer zu ergreifen. Aber genau das würde ein Verbot von Racial Profiling bewirken.
  13. Alles richtig – aber man dürfe doch die Geschichte der Sklaverei nicht vergessen, werden jetzt einige Gutmenschen einwerfen. Nein, das darf man gewiss nicht. Aber diese rechtfertigt eineinhalb Jahrhunderte nach ihrem Ende genauso wenig wie der Mord von Minneapolis Randale, Plünderungen und Morde an Polizisten, die es in bedrückender Zahl auch in den letzten Tagen gegeben hat (die allerdings von den europäischen Medien und Linken komplett ignoriert werden).
  14. Zugleich sei mit Verlaub vermerkt, dass es in der europäischen Geschichte nach dem Ende des Römischen Reiches sehr wenig Sklaverei gegeben hat. Nach dem Christlichwerden Europas war die Sklavenjagd im Mittelmeer nicht eine von Europäern in Afrika, sondern von Afrikanern in Europa. Der Süden der italienischen Halbinsel  ist viele Jahrhunderte ihr Hauptziel gewesen. Ich habe aber noch nie gehört, dass die linken oder schwarzen "Sklaverei!"-Rufer diese afrikanischen Sklavenjäger auch nur mit einem Satz kritisiert hätten. Sie wollen nur die Amerikaner und Europäer kritisieren. Genausowenig kritisiert wird die arabische Sklavenjagd, der noch bis ins 20. Jahrhundert viele Schwarzafrikaner zum Opfer gefallen sind. Ganz zu schweigen, von den sklavenartigen und keinewegs gastlichen Umständen, unter denen bis heute "Gastarbeiter" in Katar und einigen anderen arabischen Ländern gehalten werden.
  15. Aber man dürfe die Geschichte des Kolonialismus nicht vergessen, lautet ein weiterer linker Stehsatz. Auch das darf man sicher nicht. Und er war sicher von vielen Verbrechen begleitet, deren ärgste wohl auf belgisches Konto gehen. Dennoch kann genausowenig bestritten werden, dass in vielen anderen Kolonien die Kolonialmächte großen Fortschritt gebracht haben, von der Entwicklung der Infrastruktur und Landwirtschaft bis zur signifikant verbesserten gesundheitlichen Situation, die erst nach Abzug der Kolonialmächte in vielen Ländern wieder ins Stagnieren geraten ist.
  16. Insbesondere sollte, wer den Kolonialismus allzu einseitig sieht, in diesen Tagen einen Blick nach Hongkong, in die einstige britische Kolonie, machen. Dort hat ja China unter dem Jubel der ganzen Dritten Welt die böse britische Kolonialmacht vertrieben. Mit dem seltsamen Ergebnis, dass sich heute fast alle Hongkong-Chinesen intensiv nach der britischen Herrschaft und all ihren Aspekten sehnen und die Befreier hassen (so wie in etlichen Ländern Afrikas viele Einwohner ab den 60er und 70er Jahren die eigenen Diktatoren als viel schlimmer denn die Kolonialmächte empfunden haben).
  17. Insbesondere sollte man als Europäer angesichts der lautstarken Antirassismus-Aufregung schon sagen dürfen, dass im Unterschied zu Amerika 99,9 Prozent der in Europa lebenden Afrikaner freiwillig hierher gekommen sind. Weil sich Afrikaner beim Abzug der Kolonialmächte vor der Zukunft in der postkolonialen Unabhängigkeit ihrer Heimat gefürchtet haben. Wie sie trotz aller Härten der illegalen Migration und der oft illegalen Jobs in Europa auf ein deutlich besseres Leben als in ihrer Heimat hoffen konnten.
  18. Man darf daher schon all die gegen angeblich so furchtbaren europäischen Rassismus protestierenden Afrikaner fragen: Warum sind sie in so großen Massen nach Europa geströmt, wenn die Zustände hier so schlimm sind, wenn sie hier so mies behandelt werden? Jedenfalls hört man sie alle nur klagen: die schlecht bezahlten Landarbeiter zwar weniger, aber die extrem gut verdienender Fußballer dafür umso lauter.

PS: Jeder, der die Geschichte Afrikas in den letzten Jahrzehnten kennt, weiß auch, wie sehr dort fast überall die dort lebenden Weißen als nicht zum Kontinent gehörend behandelt und aus den allermeisten Ländern vertrieben worden sind. Obwohl sie oft schon seit Generationen in Afrika gelebt haben. Obwohl etwa Zimbabwe nach Vertreibung der weißen Farmer aus einer reichen Kornkammer und einem exportierenden Agrarland ein Armenhaus geworden sind, aus dem Millionen Afrikaner vor dem Verhungern nach Südafrika fliehen mussten. Wo als einzigem Land die Weißen trotz immens angewachsener Kriminalität noch bleiben konnten. Noch.

PPS: Aus Osteuropa habe ich übrigens von keinerlei Black-Lives-Matter-Demonstration gehört. Die Osteuropäer beobachten vielmehr sehr genau und sehr kritisch, was sich in den Straßen von Wien oder Paris derzeit abspielt. Sie werden daher noch viel entschlossener jeden Zuzug aus Afrika oder Asien ablehnen. Auch wenn die in der EU tonangebende westeuropäische Linke ständig versucht, eingewanderte Afrikaner auch nach Osteuropa umzuverteilen.

PPPS: Die Milliardenkonzerne Amazon und IBM weigern sich neuerdings, Gesichtserkennungssoftware an die Polizei zu verkaufen. Mit dieser Software ist es der Polizei schon mehrmals gelungen, Verbrecher zu identifizieren. Offenbar haben sich die Konzernchefs von Schwarzen-Lobbying-Organisationen unter Druck setzen lassen. Freilich würde ich an ihrer Stelle etwas anderes fürchten: Man braucht nämlich nicht sehr viel Phantasie, um sich auszumalen, wie Polizisten künftig reagieren werden, wenn sie einen Notruf aus einer Amazon- oder IBM-Niederlassung bekommen, weil dort etwa ein Überfall stattfindet. Vorsichtig formuliert: Es ist anzunehmen, dass sie nicht gerade ihr Leben aufs Spiel setzen werden, um möglichst rasch vor Ort zu sein oder sich unter persönlichem Risiko dem Täter in den Weg zu stellen. Es soll halt auch schon vorgekommen sein, dass ein Polizeiauto eine Adresse nicht findet …

PPPPS: Die europäischen Medien würden ein wenig ihre schwer ramponierte Glaubwürdigkeit verbessern, würden sie aus den USA ohne ständige Einseitigkeit und permanentes Trump-Prügeln über alle Fakten berichten, und nicht nur darüber, dass die Schwarzen sozial, wirtschaftlich, gesellschaftlich viele Probleme haben. Zwar ist es zweifellos richtig, über all das zu berichten, aber ebenso relevant ist die Tatsache, dass in den USA über 52 Prozent der Morde von Schwarzen begangen werden, dass es bei den Raubüberfällen sogar 60 Prozent sind, obwohl sie nur einen Bevölkerungsanteil von 13 Prozent stellen. Einzig die Schweizer NZZ hat in einem großen und sehr lesenswerten Interview mit dem afroamerikanischen Ökonom Glenn Loury diesen Problemkreis seriös aufgearbeitet. Der Rest der Medien scheint bei absolut jedem amerikanischen Thema nur das berichten zu wollen, wo sie glauben, Donald Trump am besten anpinkeln zu können.

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