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Was sollte uns die AUA wert sein?

Lesezeit: 10:00

Die kurze Antwort: Nichts. Die etwas längere: Eigentlich sollte umgekehrt Österreich den Besitzern der AUA etwas wert sein. Das Bestehen möglichst vieler Flugverbindungen aus aller Welt nach Wien, aber auch nach Graz, Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck ist zwar enorm wichtig, wichtig für den Tourismus und alle davon abhängigen Berufe, wichtig für Kongresse und Hochkultur, wichtig für den Steuerzahler und den Arbeitsmarkt. Aber das ist noch kein Grund, der Lufthansa beziehungsweise ihrer Filiale unter der Tarnbezeichnung AUA viele Millionen Steuergeld zuzuschieben. Es gibt genug andere Luftlinien, die um weniger Geld den gleichen Vorteil brächten, ohne dass dabei jede Menge anderer Unternehmen rechtswidrig diskriminiert würde.

Aber ist nicht die AUA ein österreichisches Unternehmen, das halt einen deutschen Miteigentümer hat? Und das daher Anspruch auf gute Betreuung durch die Republik Österreich hat, wie jedes andere österreichische Unternehmen, auch wenn es internationale Eigentümer hat? So scheint es auf den ersten Blick tatsächlich zu sein.

Jedoch, auf den zweiten Blick wird völlig klar: Die AUA ist kein österreichisches Unternehmen, sondern nur eine Filiale der deutschen Lufthansa ohne jede wirtschaftliche Selbstständigkeit, die nur bestimmter Vorteile wegen die rot-weiß-rote Schwanzflosse trägt.

Diese Filial-Eigenschaft der AUA beginnt damit, dass in der Führung überwiegend Lufthansa-Menschen sitzen, für die das halt eine Station auf ihrer Lufthansa-Karriere ist. Und sie endet damit, dass innerhalb des Gesamtkonzerns Kosten immer so hin und her geschoben werden, dass die AUA niemals einen großen Gewinn machen wird. Vielmehr wird das, was die AUA in manchen Jahren vielleicht an größeren Überschüssen abwirft, sofort an die große Mutter weiterverschoben. Das geht über interne Verrechnungspreise und Kostenverschiebungen in so einem Konzern mit Totaldurchgriff leicht.

Diese Filial-Eigenschaft ist auch von der Eigentümer-Situation her völlig klar. Als Mehrheitseigentümer der AUA scheinen die in der Öffentlichkeit völlig unbekannten Briefkastenfirmen "Österreichische Luftverkehrs-Holding-GmbH" beziehungsweise "ÖLP Österreichische Luftverkehrs-Privatstiftung" auf.

Das Rechtsinstitut der Privatstiftung ist eigentlich nie für solche Zwecke gegründet worden, sondern nur dazu, um Familienbetriebe über Generationen im Familienbesitz halten zu können (insbesondere dann, wenn die Erbengeneration unternehmerisch nicht die Genialität des Gründers hat …). Aber das nur am Rande.

Der zentrale Punkt bei der AUA  ist, dass diese in der Öffentlichkeit nie auftretende Privatstiftung völlig unter Kontrolle der Lufthansa steht. Sie ist eine reine Papierkonstruktion, die das Alleineigentum und den Totaldurchgriff der Lufthansa absichert, aber einen rot-weiß-roten Tarnanstrich hat.

Eine zentrale Folge dieses Totaldurchgriffs ist ein "Cash-Pooling", Die gesamte Liquidität der AUA liegt bei der Lufthansa in Frankfurt. Das wird nur von österreichischen Medien nie kritisch thematisiert, weil die AUA – in besseren Zeiten – natürlich ein üppiger Inserent ist.

Der Vorteil der rot-weiß-rot-getünchten Filial-Konstruktion

Wozu braucht die Lufthansa eigentlich diese ganze komplizierte Konstruktion, statt einfach eine Filiale Filiale zu nennen?

Gewiss hat diese Konstruktion emotionale Marketing-Vorteile: So mancher Österreicher steigt lieber in ein Flugzeug ein, wenn er dort mit einem Walzer, einem "Grüß Gott" und österreichischer Sprache empfangen wird. Aber nur die allerwenigsten von ihnen würden allein deswegen mehr für ein Ticket zahlen, wenn sie sowieso in ein anderes Land fliegen, wo sie sich nur auf Englisch, deutschdeutsch oder sonst einem fremden Idiom verständigen können.

Der große Vorteil dieser Konstruktion, dass eine deutsche Luftlinie eine Abteilung als österreichisch tarnt, liegt ganz wo anders:

  1. Er besteht erstens in den Landerechten, in den Slots, die man nur für eine "österreichische" Luftlinie bekommen hat, die sonst verloren wären.
  2. Und er liegt zweitens darin, dass die Lufthansa damit strategisch das Drehkreuz des Schwechater Flughafens relativ erfolgreich besetzt, sodass sich dort kein anderes Konkurrenzunternehmen wirklich breitmachen kann.
  3. Dagegen ist der Materialwert der Flugzeuge – sofern überhaupt abbezahlt – fast vernachlässigenswert.

Warum hat dann aber der Staat, beziehungsweise seine damalige Tochter ÖIAG, eigentlich 2008/09 die AUA an die Lufthansa verkauft? Noch dazu unter Zugabe von 500 Millionen Euro! Noch dazu ist damals diese Zugabe erst so spät kommuniziert worden, dass andere Interessenten nicht darüber informiert gewesen sind und ihr Interesse an der maroden AUA verloren haben. Im Grund ist dieser Skandal nie völlig aufgedeckt worden. Gerüchte über ein besonders heftiges Interesse des damals noch sehr mächtigen Raiffeisen-Konzerns an der Lufthansa-Konstruktion konnten nie echte Bestätigung finden.

Wie so oft haben sich jedenfalls seltsame Abhängigkeiten österreichischer Entscheidungen vom deutschen Nachbarn gezeigt. Klar ist, dass die damalige Regierung großes Interesse hatte, ihr eigenes Versagen als AUA-Eigentümer zu verwischen. Sie hat viel zu oft in die AUA hineinregiert. So hat etwa der einstige Verkehrsminister Streicher die AUA wider alle ökonomische Vernunft gezwungen, die marode (erste) Lauda-Fluglinie zu übernehmen. Noch schädlicher waren die durch diese politische Eigentümerkonstruktion ermöglichten Einmischungen der Sozialpartner. Vor allem die Gewerkschaft konnte substanzraubende Privilegien herausverhandeln.

Deutsch-österreichisches Ringen an mehreren Fronten

Was aber jetzt tun? Zur Stunde steht die Republik hart unter Druck. Ein Wirtschaftsprüfer hat sein Gutachten über die Lage der AUA – die Corona-bedingt so wie alle Fluggesellschaften in eine schwere Existenzkrise geraten ist – im letzten Moment zurückgehalten. Und zwar mit der bedrohlich klingenden Andeutung: Man müsse der AUA zwingend den Gang zum Insolvenzrichter empfehlen, wenn nicht die Republik im letzten Augenblick einspringt.

Nun deutet vieles darauf hin, dass sie das tun wird. Auch die Grünen, die ja eigentlich ideologisch militante Gegner jedes Luftverkehrs sind (oder waren?), wollen unter ein paar eher symbolischen Auflagen zustimmen. Eine der grünen Bedingungen empört allerdings die Bundesländer: Innerösterreichische Binnenflüge der AUA sollen reduziert oder ganz verboten werden. Die Landeshauptleute befürchten dadurch logischerweise ein Aushungern ihrer regionalen Flughäfen und ein touristisches Minus.

Das Argument der Grünen scheint aber plausibel zu sein: Zwischen Städten sei der Zugsverkehr umweltfreundlicher und zumutbar. Wer in Schwechat landet, soll dann mit dem Rail Jet der ÖBB weiterfahren. Das ist in der Richtung Linz tatsächlich sinnvoll. Das wird auch zwischen Wien und Graz eines fernen Tages zumutbar sein, wenn der (von den Grünen stets bekämpfte) Bahnbau durch den Semmering einmal fertiggestellt sein sollte. Für alle übrigen Landeshauptstädte ist das aber nicht mehr zumutbar. Die Passagiere von Salzburg oder Innsbruck haben es dann überdies ohne Anschlussflug nach Wien Richtung München viel näher.

Vor allem begreifen die Grünen nicht: Die Tourismus-Regionen brauchen nicht so sehr die Anschlussflüge nach Wien, sondern Direktflüge in viele europäische Metropolen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Im Winter noch mehr als im Sommer.

Aber der eigentliche ökonomische Unsinn einer AUA-Rettung wird durch diese Randfrage der Binnenflüge gar nicht tangiert. Lediglich Sebastian Kurz hat ihn einmal ausgesprochen: Es gäbe keinen Grund, ein deutsches Unternehmen zu subventionieren. Das ist die AUA im Wortsinn, sie ist eben nicht nur ein österreichisches Unternehmen mit einem deutschen Eigentümer. Aber auch Kurz ist seltsam still geworden.

Hinter den Kulissen gibt es in diesen Tagen gleich mehrfach ein deutsch-österreichisches Ringen, das zusammenhängen dürfte:

  1. Der Streit, welche Inner-EU-Grenzen endgültig geöffnet werden. Da fällt die interessante (und erfreuliche) Wendung auf, dass es außerhalb deutscher Vormundschaft zu einer Wiederbelebung Mitteleuropas kommt, nämlich zu einem "Mini-Schengen" zwischen Ungarn, der Slowakei, Tschechien und Österreich. Diese vier Länder mit exzellenten Corona-Zahlen (die auch deutlich besser sind als die deutschen) sind dabei, die Grenzen zueinander komplett zu öffnen. Österreich sagt hingegen wegen der Pandemie-Lage eisern Nein zu jeder Öffnung von und nach Italien und damit auch zu Slowenien, weil dieses seinerseits Richtung Italien aufsperren will (was wiederum das Urlaubsland Kroatien hart trifft, das damit hinter Slowenien abgeschlossen bleibt). Berlin hingegen will intensiv die Italiener unterstützen, und intrigiert prinzipiell eifersüchtig gegen jede mitteleuropäische Kooperation.
  2. Noch schärfer ist der Konflikt Berlin-Wien seit dem jüngsten deutsch-französischen Plan, gemeinsame EU-Kredite aufzunehmen, die dem angeblichen Wiederaufbau in Italien, Spanien und Frankreich zugutekommen sollen – ohne dass diese Länder das zurückzahlen müssen. Österreich hingegen besteht darauf, dass nur Kredite und keine verlorenen Zuschüsse fließen dürfen.
  3. Dritter deutsch-österreichischer Konfliktpunkt ist eben die Frage, ob Österreich die deutsche Lufthansa subventioniert. Diese will ja gleichzeitig auch Milliarden vom deutschen Staat haben, der derzeit plant, dafür eine 25-prozentige Beteiligung an der Lufthansa einzugehen. Weshalb Gelder aus Österreich – zuletzt war von 700 Millionen die Rede – die deutsche Regierung etwas entlasten würden.

Man darf gespannt sein, wie dieses Dreifachringen ausgeht.

Am problematischen Charakter jeder AUA/Lufthansa-Subvention ändert sich jedenfalls überhaupt nichts durch die Wahl einer Rechtskonstruktion, also ob das Geld als Kredit fließt, als Stille Beteiligung, als Aktienbeteiligung an der AUA oder direkt an der Lufthansa.

Dass die SPÖ auf eine direkte Beteiligung drängt, hat keine wirtschaftlichen, sondern politische Gründe. Erstens will man dem deutschen Finanzminister Scholz helfen, einem Parteifreund. Zweitens glaubt die Gewerkschaft, mit einer direkten Beteiligung wie in den (schlechten) alten Zeiten einen besseren Hebel zur Durchsetzung ihrer Forderungen zu haben. Und drittens erregt jede Form einer Re-Verstaatlichung bei Sozialisten sofort Begeisterung.

Eine echte Änderung der Geschäftspolitik zugunsten österreichischer Interessen könnte jedenfalls keine der erwähnten Formen bewirken. Jede Form löst vielmehr einen weiteren überflüssigen Abfluss aus den eigentlich leeren Staatskassen der Republik aus.

Was Österreich fördern sollte statt der Lufthansa

Was aber stattdessen? Wieder mit einem Satz: Österreich soll das fördern, was sein Interesse ist. Und das sind möglichst viele internationale Landungen auf österreichischen Flugplätzen mit möglichst viel Passagieren. Das bringt Wertschöpfung ins Land, Kongresse und Touristen. Es sollte hingegen völlig egal sein, ob diese mit einer Maschine des Lufthansakonzerns kommen oder einer anderen Gesellschaft.

Eine sinnvolle Alternativstrategie würde etwa bedeuten:

  • Positive Gleichbehandlung aller Flug-Gesellschaften,
  • Offensive Verhandlungen mit möglichst vielen von ihnen, denen Lande-Slots anzubieten sind,
  • Streichung der Lohnnebenkosten etwa für drei Jahre, wenn zusätzliches österreichisches Personal beschäftigt wird (soweit EU-rechtlich möglich),
  • Flughäfen sollten von den Bundesländern nicht mehr als Cashcow angesehen werden, sondern als wichtige Infrastruktur-Investition – so wie die Milliarden verschlingende ÖBB –, was zu niedrigeren Landetarifen führen müsste,
  • Mäßigung überzogener Kollektivverträge (derentwegen jetzt der wichtigste AUA-Konkurrent Ryan-Air die Lauda-Basis in Wien schließen will),
  • Abschaffung von Ticketsteuern und ähnlichem,
  • und Abstellung von kleineren Skandalen wie den massiv überhöhten Tarifen der Wiener Flughafenzüge CAT.

Das alles würde nur einen Bruchteil der 700 Millionen kosten. Das alles würde Österreich auch sauteure Klagen von Lufthansa- und AUA-Konkurrenten ersparen, die jeden Grund zum Prozessieren haben, wenn man nicht auch ihnen die Millionen hineinstopft.

Und die Arbeitsplätze?

Bleibt als letztes Argument der Lufthansa-Subventions-Truppe: "Aber die Tausenden Arbeitsplätze bei der AUA!"

Selbstverständlich haben alle AUA-Mitarbeiter – jetzt schon – Anspruch auf Arbeitslosen- und Kurzarbeits-Unterstützung. So wie jeder andere Arbeitnehmer im Lande. Aber sie sollten eben nicht mehr Ansprüche haben. Und die zusätzliche AUA-Unterstützung wäre eben ein gewaltiges Mehr. Sie wäre eine krasse Ungleichbehandlung, die wahrscheinlich sogar verfassungswidrig ist (zumindest dann, wenn sich der VfGH einmal wieder mit der eigentlichen Verfassung statt der Einführung der Schwulenehe befassen sollte).

Absolut jede Sonderunterstützung für ein einzelnes Unternehmen – selbst wenn dieses nicht bloß eine unselbständige Filiale eines Konzerns mit ganz unösterreichischen Interessen wäre – ist eine himmelschreiende Diskriminierung. Dies nicht nur gegenüber allen Konkurrenten, sondern auch gegenüber allen anderen Unternehmen in anderen Branchen. Diese müssten das noch dazu mit ihren Steuern finanzieren. Dabei werden von ihnen in den nächsten Jahren viele ohne Chance auf Einzelsubventionen in Konkurs gehen. Vom Wirt bis zum Fitnessstudio, vom Konzertveranstalter bis zum Catering-Unternehmen, vom Sprachlehr-Institut bis zur Baufirma, vom Familienhotel bis zum Busunternehmen.

Sebastian Kurz hat mit seinem fahrlässigen "Koste es, was wolle" Forderungen wie jenen der Lufthansa Tür und Tor geöffnet. Er muss daher auch der Erste sein, der diese Tür wieder schließt. Er sollte das zumindest dann tun, wenn er weiter Wahlen gewinnen und nicht von einem Proteststurm aller gegenüber der Lufthansa Benachteiligten hinweggefegt werden will.

PS: Wer glaubt, dass es bei der AUA ja nur um eine einmalige Krisenüberbrückung geht, der sollte – so wie bei der Corona-Entwicklung – einen Blick nach Italien machen. Dort findet seit Jahrzehnten bei der Alitalia fast alljährlich dasselbe Spiel statt: Ständig wird fürs kommende Jahr die Rettung der Gesellschaft prophezeit – meist durch ausländische Wohltäter –, weshalb "nur noch einmal" Staatsgeld fließen muss. Und im nächsten Jahr wiederholt sich dann das teure Spiel. Dieses beweist übrigens auch anschaulich, warum Italien so marod dasteht (und jetzt halt wieder einmal vom Norden Europas Geld einfordert).

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Mai 2020 01:57

    "Die kurze Antwort: Nichts."
    Klar und präzise wie selten, unser Blogwart.

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Mai 2020 08:51

    In einer Zeit, in der Nationalstaat und Patriotismus ohnedies ganz pfui sind, was brauche ich da ein kostspieliges nationales Symbol?

    Wenn mir etwas gefällt, ich es mir aber nicht leisten kann, lasse ich die Finger davon.
    Ich würde der rot-weiß-roten AUA-Schwanzflosse keine Träne nachweinen! Wir haben genug andere Sorgen!

  3. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Mai 2020 12:36

    Jawohl: NICHTS!
    Was fallen will, soll man stoßen!

    Fortschritt gibt es in der Wirtschaft nur durch kreative Zerstörung, aber nicht durch Zombiefizierung.

  4. Ausgezeichneter KommentatorKonrad Hoelderlynck
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Mai 2020 01:41

    Danke für die hochinteressante Analyse, die man als Nicht-Wirtschaftler erst einmal sickern lassen muss, um all die Zusammenhänge zu verstehen. - Sofort aufgestoßen ist mir diese ÖLP, über die AU schreibt, dass sie völlig unter Kontrolle der Lufthansa stehe. Das steht im direkten Widerspruch zur offiziellen Tätigkeitsbeschreibung, in der suggeriert wird, es ginge um die Erhaltung des österreichischen Einflusses. Nimmt man nun noch den eigentlichen Zweck von Privatstiftungen, so ergibt sich m.E. ein Bild, das genaueres Nachforschen dringend erforderlich macht. Mir ist allerdings klar, wie schwierig das ist, zumal die Geldflüsse um den seinerzeitigen Verkauf anscheinend immer noch nicht restlos geklärt sind. Fazit: Ich glaube, dass Österreich keine eigene Luftlinie braucht und auch keinen einzigen Euro dafür locker machen soll. Es würde völlig ausreichen, die österreichischen Destinationen so attraktiv zu erhalten, dass sie von den maßgeblichen Airlines angeflogen werden müssen. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass es in diesem nicht unkomplizierten Airline-Geschäft viel zu viele Möglichkeiten für nicht nachvollziehbare Geldflüsse gibt, mit denen aufgeräumt werden muss, siehe Streicher/Lauda Air, um nur darauf Bezug zu nehmen. - Aber vielleicht sehe ich das alles viel zu naiv. In diesem Falle ersuche ich, meine Einmischung mit Nachsicht zu betrachten. ;)

  5. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Mai 2020 07:43

    Die AUA als "österreichische" Fluglinie, hat für den eminent wichtigen Fremdenverkehr praktisch keine Bedeutung. Die AUA ist ein carrier, dem Touristen ist es egal, mit welcher Fluglinie, er irgendwo in Österreich landet. Worauf es ankommt ist der Preis und die Verbindungen.
    Ein gut ausgebauter Flughafen Schwechat, mit optimaler Anbindung an das Schienennetz, ist als port of entry wichtiger als eine "nationale" Fluggesellschaft.
    Die nicht Unterstützung der AUA, als 100% Lufthansa Tochter, würde auch eine Distanz zu den deutschen Hegemonie Bestrebungen in der EU, signalisieren.
    Wichtig ist das zusammengehen mit den Visegrad Staaten. Deutschland hat mit Merkel keine Zukunft. Keine politische und keine wirtschaftliche. Höchste Zeit, sich in eine andere Richtung zu orientieren.
    Nicht der Staat soll entscheiden, sondern der Markt. Die Liquidation eines nicht profitablen Unternehmens, der AUA, würde es u.U. Interessierten ermöglichen eine neue Gesellschaft aufzubauen, die sich ausschliesslich am Markt orientiert.
    Eine Chance für die marode Wirtschaft.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Mai 2020 10:59

    Nicht vergessen: Wer hat die Luftfahrt in die prekäre Situation gebracht? Es war nicht wirklich das Versagen des Unternehens sondern ein Einfluss von außen , dessen Rechtfertigung in dieser totalen Form nicht geklärt ist. Da werden’s schwer davonkommen, unsere Kapazunder.

  7. Ausgezeichneter KommentatorTempler
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Mai 2020 07:50

    "Koste es was es wolle"
    Dieser Spruch, offensichtlich aus einem Soros finanzierten Think Tank entsprungen, wird zufälligerweise nicht nur vom Politdarsteller Kurz verwendet, sonder erstmalig vom Vertreter der Finanzelite, dem damaligen EZB Präsidenten Mario Draghi und danach noch von einigen weiteren Politdsrstellern dieser EU.
    Das Ziel dieser Kampfansage ist weder die Rettung der AUA, von Fimen oder von Arbeitnehmern, sondern die Beschleunigung und Maximierung der Staatsschulden.
    Der Euro hängt fast ausschließlich am wirtschaftlichen Zustand von Deutschland.
    Fällt D, können die Finanzeliten endlich durchgreifen und den nächsten Schritt zum Wechsel in ein anderes, globaleres Geldsystem, gehen.
    Die Genossin Merkel schreitet unbeirrt samt ihren linksradikalen Kommunist*Innen, voran, dieses Ziel zu erreichen.
    Dass es in D kein zurück mehr gibt, sprengen die Grünen Bolschewiken sogar schon betriebstaugliche Atomkraftwerke in die Luft.....


alle Kommentare

  1. Christian Peter (kein Partner)
    23. Mai 2020 13:28

    Es ist ein Fall für den Staatsanwalt, wenn die Regierung einem ausländischen (und mit Sicherheit nicht mehr überlebensfähigen) Unternehmen wie der AUA tatsächlich 767 Millionen Euro Steuergeld zur Verfügung stellen sollte, während der Entschädigungsanspruch heimischer Unternehmen knapp vor Eintritt der Epidemie beseitigt wurde und nun Abertausende Unternehmen gezwungen sind, den Klageweg zu beschreiten, um eine Entschädigung zu erhalten (viele werden das Rechtsrisiko scheuen und daher trotz unverhältnismäßiger hoheitlicher Eingriffe keine Entschädigung erhalten). Außerdem sind derartige Staatshilfen EU - rechtswidrig, die EU müsst diese genehmigen.

    • Christian Peter (kein Partner)
      23. Mai 2020 13:34

      Ganz richtig. Man sollte sich ein Beispiel an Unternehmen wie IAG oder Ryanair nehmen : Diese Fluglinien lehnen Staatshilfen strikt ab, weil sie gut wirtschaften und die Krise aus eigener Kraft meistern können.

    • Christian Peter (kein Partner)
      24. Mai 2020 15:11

      Ganz richtig. Außerdem fließt bei Staatshilfen für Konzerne regelmäßig Schmiergeld. Man munkelt, dass es nicht nur bei öffentlichen Beschaffungen, sondern auch bei Staatshilfen üblich ist, dass ein paar Prozent vom Auftragswert an Schmiergelder als Kickback - Zahlungen an Politiker / Parteien fließen. Ist schon verdächtig genug, dass gerade ein marodes und mit Sicherheit nicht mehr überlebensfähiges ausländisches Unternehmen wie die AUA Milliardenhilfe erhalten sollte, während viele heimischen Unternehmen leer ausgehen.

  2. Torres (kein Partner)
    23. Mai 2020 13:14

    Solange die staatlichen Vorgaben ("1 m Abstand") in Kraft sind, ist eine Rettung der AUA (das gilt genauso für die Lufthansa und andere nationale Luftfahrtunternehmen) ohnedies völlig illusorisch, da keine Fluglinie auf - mindestens - 1/3 der Passagiere pro Flug verzichten kann. Erst bei 80% Auslastung ist ein Flug kostendeckend. Es sei denn, die Preise werden etwa verdoppelt - aber dann fliegen wohl auch entsprechend weniger Leute. So oder so kann keine Flugline unter den derzeitigen Umständen überleben.

    • Christian Peter (kein Partner)
      23. Mai 2020 13:31

      @Torres

      Abgesehen davon : Die AUA ist ohnehin nicht mehr überlebensfähig (Corona stirbt nicht aus, in der Flugindustrie wird es in Zukunft zu Umbrüchen kommen), ein derartiges Unternehmen angesichts der wirtschaftlichen Aussichten zu retten ist ein Faß ohne Boden, die 767 Millionen werden nicht reichen, schon bald wird die AUA erneute um Staatshilfen betteln.

    • AppolloniO (kein Partner)
      26. Mai 2020 11:31

      Alles richtig anlysiert: Die AUA ein Fass ohne Boden, die Luftfahrt eine Branche ohne Zukunft....und nur wenige werden überleben.

      Unsere Regierung agiert wirtschaftlich wie ein Mann beim Coitus: Das Hirn setzt aus!
      Zumindest wenn "nationale Champions" auftauchen.

    • Christian Peter (kein Partner)
      26. Mai 2020 14:27

      @AppolloniO

      Bei Staatshilfen für einzelne Konzerne fließt in der Regel Schmiergeld, bei Staatshilfe für kleine und mittlere Unternehmen ist für Politiker hingegen nichts zu holen.

  3. McErdal (kein Partner)
    23. Mai 2020 08:06

    ++++++++Ein neues Plakat von Eurem Rotzlöffel+++++++++

    t.me/martinsellnerIB/4280

  4. McErdal (kein Partner)
    23. Mai 2020 07:56

    +++++++++++Text auf Schachtel beachten ++++++++++++

    t.me/SchrangTV/1880

    Wie wir verarscht werden - sagenhaft...........

  5. Max Mustermann (kein Partner)
    23. Mai 2020 05:13

    Ich bin auch aus einem anderen Grund gegen Subventionen für die AUA. Das Service hat, seit die Fluglinie der Lufthansa gehört, erheblich nachgelassen. Ich arbeite im außereuropäischen Ausland und fliege zwei bis dreimal pro Jahr nach Österreich. Beim letzten Mal hat die AUA in Schwechat nicht nur verlangt, dass jeder Passagier am Automaten eincheckt, sondern auch das Gepäck musste man selbst abfertigen. Eine Matrone mit ausländischem Akzent saß hinter dem Eincheck-Schalter und kommandierte mich herum, was ich zu machen und wie ich die Aufkleber richtig anzubringen hätte. Wozu ist dann das Personal überhaupt noch da? Bei keiner anderen Fluglinie ist mir das je passiert.

    • Torres (kein Partner)
      23. Mai 2020 15:18

      Das habe ich am Charles de Gaulle in Paris bei der Air France schon vor 3 Jahren erlebt.

  6. Undine
    21. Mai 2020 22:56

    "Mainstream-Medien verlieren Kontrolle über Corona-Narrativ? | 451 Grad quick & dirty"

    https://deutsch.rt.com/programme/451-programme/102695-mainstream-medien-verlieren-kontrolle-uber/

  7. Notimetodie
    21. Mai 2020 20:20

    Das ist auf orf.at zu lesen:
    Auf krisenbedingte Kündigungen will das Unternehmen damit verzichten können. „Das Personalpaket erlaubt uns in der Krise möglichst viele Mitarbeiter halten zu können“, schrieb AUA-COO Jens Ritter in der Mitteilung. Einem Neustart sei man jetzt ein wichtiges Stück nähergekommen.

    Man hat nichts bei der AUA kapiert, gar nichts! in drei Jahren haben wir das Gleiche in hellgrün.

  8. Charlesmagne
    21. Mai 2020 19:52

    Vielleicht sollte sich unsere Regierung einmal fragen warum gerade jemand wie Warren Buffet sein immenses Portfolio von Anteilen an Fluglinien abgestoßen hat. Dürfte keine schlechte Idee sein, einmal wahren Profis zu vertrauen.

    • Neppomuck
      21. Mai 2020 20:22

      "Wahre Profis" überlassen nichts dem Zufall.
      Die Grenze zwischen Insidern und Finanzgenies ist schwer zu ziehen.

    • Christian Peter (kein Partner)
      24. Mai 2020 01:58

      @Charles

      Man braucht kein Profi zu sein um zu wissen, dass es in der Flugindustrie in Zukunft zu großen Verwerfungen kommen wird, denn Corona stirbt nicht aus. Vermutlich wird ein Drittel bis die Hälfte der Unternehmen vom Markt verschwinden, Unternehmen wie die AUA sind mit Sicherheit nicht mehr überlebensfähig.

  9. Gregor Wandler
    21. Mai 2020 19:43

    Ich muss dem Verfasser dieser sehr guten Analyse in einem Punkt ganz massiv widersprechen.
    Ryanair/Laudamotion ist eine absolut ablehnenswerte Firma und darf neben Amazon und Apple usw nicht in einem Satz mit sämtlichen in Europa redlich arbeitenden Firmen genannt werden.
    Als KU in Niederösterreich der sämtliche Abgaben, Steuern, Umlagen usw abführen muss und dank unserem Maturanten jetzt auch um sein Dasein kämpft, ist es mir lieber eine AUA/LH bekommt Geld als ein Betrieb wie Ryanair/Laudamotion!
    Ryanair ist die einzige Firma die es schafft in keinem Land Abgaben/SVA usw zu entrichten, hat seine "Mitarbeiter" faktisch versklavt indem diese in den meisten Ländern als Scheinselbstständige nur für die Flüge ein Gehalt bekommen welche Sie fliegen (welche bestimmt Ryanair und nicht der MA) und gerade in der Krise nun mal gar nicht erhalten, keine SV Abgaben dadurch irgendwo abführt und absolut keine volkswirtschaftliche Wertschöfung in den jeweiligen Ländern generiert. Ein No Go für mich um ehrlich zu sein und sollte auch nicht gebucht werden wenn man mich fragt.

    Da ist mir jeder LH/AUA/AF/KLM/BA Betrieb lieber, der wenigstens seinen Beitrag leistet, so wie wir alle die hier im Land ansässig sind auch müssen.

    • Christian Peter (kein Partner)
      23. Mai 2020 13:38

      Was für einen ,Beitrag' leistet die AUA ? Um 767 Millionen Staatshilfen zu betteln, während Ryanair (und mehrere andere Fluglinien) Staatshilfen strikt ablehnen, weil sie gut wirtschaften und die Krise alleine bewältigen ?

    • Gregor Wandler
      25. Mai 2020 10:46

      Sie zahlen Steuern und Sozialabgaben was eine Ryan air nicht tut.... nur ein Beispiel

  10. Hausfrau
    21. Mai 2020 19:28

    Nicht vergessen: die internationale und intercontinentale Luftfahrt hat wesentlich zur weltweiten Verbreitung der Corona-Epidemie beigetragen. Und die Behörden haben viel zu spät diese Flüge gestoppt bzw. die ankommenden Leute auf Covid-19 getestet.

    • Kyrios Doulos
      21. Mai 2020 21:07

      Liebe Hausfrau, das stimmt, ist aber überhaupt nicht erwähnenswert. Auch die Influnezaviren werden u.a. mit Flugzeugen verbreitet. An denen sterben mehr Leute als an der aktuellen Mutation des Coronavirus. Mich wundert, daß es immer noch Menschen gibt - wie Sie - , die noch immer nachplappern, was die Staatspropaganda ihnen vorplappert. Corona ist für 80 % aller völlig ungefährlich. Sterben tun 80 Jährige, und unter denen nur die, die chronisch krank sind. Also, warum jetzt dieser wirklich unnötige Kommentar von Ihnen? Wenn Sie alles glauben, was ORF & Co sagen, dann ist Ihnen natürlich nicht zu helfen. Dasselbe gilt für: wenn Sie glauben , was Kurz und Anschober und Genoss*INNEN sagen.

    • Almut
      21. Mai 2020 22:20

      @ Kyrios Doulos
      *******************************************!

    • pressburger
      21. Mai 2020 23:40

      Stimmt, aber auch die Ratten und auf ihnen die Flöhe sind aus Arabien auf den Schiffen nach Europa gekommen. Damit auch die Pest.
      Hätte man damals die Seefahrt verboten, wäre vielen, vieles erspart geblieben. Die Indios wären nie den Spaniern begegnet, die Aborigines nicht den Engländern, Japan wäre ohne Missionare, ein glückliches Land geblieben.

    • Hausfrau
      22. Mai 2020 08:30

      Kyrios Doulos:
      Ich höre und schaue nichts vom ORF. Sie plappern aber auch alles nach, was die Coronaleugner von sich geben. Ja, es sterben auch unter 80jährige, dies sind dann halt in Ihren Augen nur Kollateralschäden, gell? Nach Ihrer Meinung war alles (Mundschutz, Abstandhalten, Schulsperren usw.) sinnlos und es wären eben dann die Alten mit Vorerkrankungen ein paar Monate früher - als von der Natur geplant - gestorben. Sie gehören ja nicht dazu.

      pressburger:
      Auf dumme Argumente hätte ich nur dumme Antworten zu bieten. Die Indios wären auch ohne die von Spanieren eingeschleppten Geschlechtskrankheiten früher oder später gestorben, gell?

      Beide: Sachliche Diskussion sieht anders aus.

    • Christian Peter (kein Partner)
      23. Mai 2020 13:43

      @Hausfrau

      Irrtum. Nach Aussage von Experten spielen Maßnahmen wie Reisebeschränkungen, Grenzschließungen u.s.w. bei der Ausbreitung von Epidemien keine wesentliche Rolle. Außerdem ist die Annahme, Sars-CoV-2 würde sich seit kurzer Zeit von einem Land ausgehend über den Erdball verbreiten, nichts als eine Spekulation, für die es keine Belege gibt (neue Forschungsergebnisse lassen eher auf das Gegenteil schließen).

  11. Ingrid Bittner
    21. Mai 2020 19:17

    Heute in den OÖN:
    WIEN. Die AUA (Austrian Airlines) dürfte gar nicht die angesuchten 767 Millionen Euro Staatshilfe brauchen, sondern nur rund 650 Millionen Euro.
    Das schreibt der "Kurier" (Donnerstagausgabe). Finanzvorstand Wolfgang Jani habe bei einer Red Hour, einer Videokonferenz mit den Mitarbeitern, bestätigt, dass der Finanzbedarf niedriger sei, aber keinen Betrag genannt.
    Rund 300 Millionen Euro sollen auf von der staatlichen Finanzierungsagentur COFAG garantierte Bankkredite entfallen, die bis 2026 laufen. Der Rest verteile sich je zur Hälfte auf eine Eigenkapitalspritze der Republik Österreich und einen Zuschuss der Lufthansa. Als Grund, warum die AUA nun weniger Unterstützung benötige, habe Jani den Neustart genannt, der früher als geplant beginnen könne. …………….
    ---
    So, nun wissen wir es: die AUA braucht nur 650 Millionen Euro und nicht 767 Millionen!!

    Ich finde die Ansage: eh nur 650 Mio schon bemerkenswert. l

    • pressburger
      21. Mai 2020 23:42

      Was könnte man alles mit 767, bzw. 650 Millionen Euronen, vernünftiges anfangen können.

    • Christian Peter (kein Partner)
      23. Mai 2020 13:45

      Die wissen genau : Wenn der Staat einmal einsteigt, wird es wieder gutes Steuergeld geben, es ist völlig klar, dass die AUA angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Reiseindustrie schon bald erneut um Staatshilfen betteln wird - ein Faß ohne Boden.

  12. Franz77
    21. Mai 2020 18:55

    Eigentlich sollte der ORF- aus Eigenschutz- nicht öffentlich senden. Wie peinlich diese Schlampe agiert, sollte freiwilligen Zahlern vorbehalten bleiben.

    Kickl souverän wie gewohnt als Verurteilter in der Sendung ORF Abort:

    https://www.youtube.com/watch?v=kcEmfi6H644

  13. Haider
    21. Mai 2020 18:40

    Ich verstehe nicht, warum hier im Blog so viele an Sebastian Kurz herumnörgeln. Er soll doch ein ganz passabler Hobbytennisspieler (gewesen) sein.

    • pressburger
      21. Mai 2020 18:55

      Im, oder, ausserhalb des Gailtalomobils ?

    • Christian Peter (kein Partner)
      23. Mai 2020 13:49

      @Haider

      Kein Wunder, als Apparatschik hat man genug Zeit für Freizeitsport. Prüfungs- und sonstiger Stress ist bloß etwas für Normalbürger.

  14. Almut
    21. Mai 2020 18:10

    Was zum Entspannen - heiter und geistreich mit Michael Klonovsky.
    "Trank, Trump, Triumph und Tragik der Freiheit (Berliner Freiheitsfunken 1 mit Michael Klonovsky)":
    https://www.youtube.com/watch?v=geCAbHGPhfo&t=29s

    • Mentor (kein Partner)
      23. Mai 2020 10:27

      Danke für den Link.

      Köstlich, unter anderem (zitiert er Baader?)
      DAS GAUNERWORT SOZIAL. (8:24)
      Das kommt übrigens weit vor dem anderen
      GAUNERWORT NACHHALTIGKEIT.

      Neomarxisten verstehen darunter die nachhaltige Umformung der Gesellschaft in ihrem Sinne, naive Bürger verstehen darunter
      die Bewahrung des GUTEN Ist-Zustandes.

      Zu sozial erinnere ich mich an einen gemeinsamen Auftritt des von mir geschätzten Linken Konstantin Wecker mit dem Volkshilfechef und „Sozialmanager“ Fenninger.
      Wecker hat sich neben dem Sozialgaunerwortfenninger
      extrem unwohl gefühlt.

  15. Hausfrau
    21. Mai 2020 16:37

    Das Image von Kurz hat wegen seiner Aussagen "Koste was es wolle" und "Gerichtsentscheidungen gegen unsere Coronamaßnahmen kommen ohnehin erst nach deren Beendigung" sehr gelitten. Kluge Türkiswähler werden dies erkennen, die anderen kapieren es ohnehin nicht.

    Mich wundert, dass viele Firmen in guten Zeiten nicht entsprechende Reserven angelegt haben, welche nun gebraucht werden. So rufen alle nach Unterstützen, Bund, Länder und Gemeinden öffnen die Füllhörner. Alle staatlichen Hilfen können nie den Gewinnentgang der vergangenen Monate kompensieren, daher werden die Schuldenlöcher der Staaten früher oder später zu einer totalen Geldentwertung führen.

    International tätige Rechtsanwalts-Soziätäten basteln für Großkonzerne bereits an Klagen gegen die Staaten, wenn die Finanzhilfen entsprechend der Investitionsschutzvereinbarungen nicht ausreichrend sind. Somit gibt es in dieser Zeit nicht nur Verlierer, sondern auch Profiteure aus der Krise.

    Was die beantragte Staatshilfe für Austrian (AUA) betrifft, so wäre ggfs. das Modell (Kredite) der Schweizer Regierung für die Lufthansatöchter SWISS und EDELWEISS zu überlegen.

    • pressburger
      21. Mai 2020 18:59

      Auch Schweizer können Mist bauen. Warum jetzt die SWISS zum Vorteil der LUFTHANSA retten ? Die SWISSAIR hat man, nach dem Grounding, sang und klanglos untergehen lassen. Anschliessend an die Lusthansln verscherbelt.
      Unterschied, die Swiss ist die cash cow der Konzerns, Lufthansa und Austrian fliegen nur Verluste ein.

    • Mentor (kein Partner)
      23. Mai 2020 10:34

      @pressburger
      "Die SWISSAIR hat man, nach dem Grounding, sang und klanglos untergehen lassen."

      Der Bundesrat war damals in seiner Entscheidung einfach zu langsam. Rückwirkend gesehen wäre die Swissair mit einem relativ kleinen Überbrückungskredit weitergelaufen.

      Ob die jetzige Form der Kreditvergabe durch den Bund mit Sicherstellung an der Swiss selber besser ist wird die Zukunft zeigen.

      Um eine Cash-Cow zu sein ist die Swiss im Lufthansakonzern zu klein.

  16. Kyrios Doulos
    21. Mai 2020 16:08

    Als gehorsamer Vollzieher ausländischer Befehle wird Kurz die AUA unterstützen. Propagandistisch rettet er viele Arbeitsplätze und "unsere" Fluglinie, die der österreichischen Anschlußmentalität entsprechende Deutschland gehört. DEUTSCH ist ja nur böse, wenn die FPÖ DEUTSCH sagt. So weit, so Kurz.

  17. Sensenmann
    21. Mai 2020 12:36

    Jawohl: NICHTS!
    Was fallen will, soll man stoßen!

    Fortschritt gibt es in der Wirtschaft nur durch kreative Zerstörung, aber nicht durch Zombiefizierung.

    • pressburger
      21. Mai 2020 19:02

      Absolut richtig.
      Ist die Aussage für alle Lebenslagen gültig ? Auch für die EU ?

  18. brechstange
    21. Mai 2020 10:59

    Nicht vergessen: Wer hat die Luftfahrt in die prekäre Situation gebracht? Es war nicht wirklich das Versagen des Unternehens sondern ein Einfluss von außen , dessen Rechtfertigung in dieser totalen Form nicht geklärt ist. Da werden’s schwer davonkommen, unsere Kapazunder.

  19. Ingrid Bittner
    21. Mai 2020 10:58

    Ich habe gemeint, meine Meinung zum Finanzminister sei längst auf dem Tiefpunkt und ein weiteres Absinken ist nicht möglich.
    Aber, wenn diese Aussage stimmt:
    "Wir haben erfahren, dass es jetzt Geld braucht, es wird daher auch jetzt Geld geben."
    dann steht die Welt einfach nicht mehr lang.
    Diese Aussage soll nach dem Ministerrat der Finanzminister getätigt haben, als es um diese, jetzt angeblich zur Auszahlung gelangenden Fixkostenersätze an die Unternehmen ging.
    Das gibt's doch nicht, dass ein Finanzminister der Meinung ist, dass 8 Wochen ohne einen Cent Umsatz bei vielen Unternehmen, das Geld erst jetzt gebraucht wird. Und dann kommt noch als Ergänzung, wer in Insolvenz ist, bekommt natürlich nichts, völlig egal offenbar, wann der Unternehmer den Gang zum Insolvenzgericht angetreten hat.
    Der Staat Österreich ist an vielen Insolvenzen schuld, das trau ich mir so frei von der Leber weg zu sagen, denn wenn ich keinen Umsatz machen kann, woher soll das Geld kommen, um die Fixkosten zu bezahlen? Und wer kann es sich leisten, auf die ihm zustehenden Zahlungen zu warten? Das kann auch nur der staatliche Energieversorger oder sonst ein staatliches Unternehmen.
    Ich glaub's nicht, kommt der Finanzminister nach 8 Wochen drauf, dass die Unternehmen das Geld J E T Z T brauchen und nicht am St. Nimmerleinstag.
    Bitte, bitte zieht den von seinem Posten ab, der behirnt's offenbar überhaupt nicht, was im Land los ist.

    • brechstange
      21. Mai 2020 11:01

      Der Schaden ist durch diese unfahige Regierung angerichtet . PR reicht eben nicht.

    • dssm
      21. Mai 2020 12:32

      @Ingrid Bittner
      Sie irren!
      Es wird keine Insolvenzen geben, der heilige Kurz und die gottgleiche Zadi? werden einfach die Insolvenzstelle beim Handelsgericht wegen Corona (oder doch Klima?) nicht aufsperren, dann kann keiner einen Antrag stellen, also sind alle Firmen gesund! Wer etwas anderes behauptet, der ist ein Leugner. Wird eine Rechnung nicht bezahlt, so ist das egal, denn man kann weder klagen und daher auch keinen Executor schicken.

      Nebenbei, die Fixkostenersätze gibt es noch lange nicht! Da steht ganz etwas anderes auf der Homepage des Finanzministeriums.

    • Ingrid Bittner
      21. Mai 2020 16:30

      @dssm: sie haben schon recht, aber was ist dann das Ergebnis: Insolvenzverschleppung! Hätten sie - sie konnten aber nicht, ein Prozessfutter ist wieder geschaffen und die unendliche Geschichte findet ihre Fortsetzung!

    • pressburger
      21. Mai 2020 19:04

      Finanzminister ? Who ?
      Oder, Einbildung ist auch Bildung. Oder, die schönste Tracht ist die Niedertracht.
      Versprechen nicht zu halten, ist niederträchtig.

  20. Niklas G. Salm
    21. Mai 2020 10:37

    Möglichst viele internationale Landungen in Österreich? Wie soll denn das funktionieren? Das Kurz-Kogler-Anschober-Regime hat doch die „neue Normalität“ ausgerufen, also die Corona-Diktatur forever. Die Flughäfen sind seit Monaten zu und es war bisher noch kein Wort zu vernehmen, wann sie wieder regulär öffnen sollen. Im gewohnten Umfang vermutlich nie mehr, denn die WHO hat ja bereits verkündet, dass uns das brandgefährliche Killer-Virus für immer begleiten wird und da kann unsere Erlöser-Regierung doch kein Risiko eingehen...

    • dssm
      21. Mai 2020 12:36

      @Niklas G. Salm
      Die WHO liegt richtig. Die Coronaviren verfolgen die Menschheit schon sehr lange und werden Jahr für Jahr zusammen mit den Grippeviren wiederkommen.
      Und da jeder Ausbruch hunderttausend (und mehr!) Tote in Österreich fordert, muss man ab jetzt vorsichtig sein.

      Wir leben in Absurdistan. Es war ja nett, den Schwiegersohn der Nation zum Kanzler zu wählen, es war auch nett die Grünen wieder ins Parlament zu bringen, aber wenn so eine Schönwetterregierung in ein kleines(!) Gewitter kommt, dann bricht das Chaos aus.

  21. Politicus1
    21. Mai 2020 10:17

    Höchst interessante Informationen.
    Ich bin zu tiefst beeindruckt von den Managern in dem Eigentümergeflecht.
    Manche üben so viele Vorstands- und Aufsichtsratspositionen in verschiedenartigsten Bereichen aus, dass ich mir Sorgen um deren Gesundheit mache. Da kann nicht mehr viel Zeit für Schlaf iund Erholung übrig bleiben ...

    • Haider
      21. Mai 2020 18:32

      Da kann ich mich an einen Spitzenbeamten im Sozialministerium erinnern, der hatte am Rücksitz seines PKW eine Aktentasche neben der anderen stehen. Je eine pro Aufsichtsratsjob.

  22. Ingrid Bittner
    21. Mai 2020 09:58

    Mein STeuergeld hat in der Lufthansa absolut nichts verloren. Ich will, dass mit meinem Steuergeld österreichischen Firmen, die in Österreich ihre volle STeuerleistung bringen und die keine billigen, ausländischen Leiharbeiter beschäftigen , unterstützt werden, wenn es nötig ist. Um die Dienstnehmer der AUA braucht man sich keine Sorgen machen, die sind gut ausgebildet, sollen aber einmal von ihrem hohen Ross heruntersteigen und sich mit einer Bezahlung, die dem internationalen Durchschnitt entspricht, zufrieden geben.

    • pressburger
      21. Mai 2020 10:23

      Was Sie meinen was mit Ihren Steuergeld geschehen sollte interessiert die verschworene Gemeinschaft Kurz&Blümel überhaupt nicht.
      Die Beiden, sowie ihre Einflüsterer, Zuträger und sonstige Dienerschaft, haben noch viel schlimmeres mit dem Steuergeld vor, als es den Lufthansln zu schenken.
      Geld für die EU, Green Deal, Geld für den Merkel/Macron Komplott, Geld für den ununterbrochenen Zustrom von "Flüchtlingen".

  23. Almut
    21. Mai 2020 09:06

    OT
    Hörenswerte Ansichten eines rebellischen und mutigen Pfarrers zum Corona-Wahnsinn.
    "Ein mutiger Pfarrer redet "C"-Klartext | Absolut Sehenswert | Einer Wahre Predigt | ReUpload":
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=144&v=OT-984iSTVw&feature=emb_logo
    Es ist ein Reupload, weil es auf youtube andauernd gelöscht wird.

    • pressburger
      21. Mai 2020 10:26

      Lohnt sich ! Unbedingt ganz anhören ! Klug und tapfer zu sein. Die Kombination ist extrem selten.
      Leider, dumm und feige, die Kombination ist vorherrschend.

    • Wyatt
      21. Mai 2020 20:20

      in der Tat, absolut hörenswert!!!

    • Charlesmagne
      21. Mai 2020 22:04

      Danke für diesen Link. Ich haben meiner Frau heute diese Predigt als Ersatz für den wegen der Koronabuckelei unserer Kirchenoberen entfallenen Feiertagsgottesdienst gezeigt. Sie sagte nur: „ Was für ein Christ, und was für Weicheier sind unsere Hirten, begonnen vom Kardinal abwärts.“
      Obwohl ich selbst mit der Amtskirchen schon lange nichts mehr zu tun habe, werde ich mich der Gebetsaufforderung anschließen und heute mit Inbrunst vor dem Schlafengehen sagen: „.... und bewahre uns vor den Bösen“ (kein Fallfehler!).

    • Konrad Hoelderlynck
      22. Mai 2020 01:11

      Eien ganz wichtige Rede!

    • Undine
      22. Mai 2020 21:49

      @Almut

      Herzlichsten Dank für den Hinweis auf diese außerordentliche Predigt! Jammerschade, daß es nicht mehrere so Mutige gibt! Die Predigten, die in allen anderen Kirchen gehalten werden, sind vermutlich das Gegenteil und eine reine Zumutung für die Gläubigen!

  24. Notimetodie
    21. Mai 2020 09:06

    Die Antwort kann nur heißen: NEIN. Kein frisches Steuergeld für ein marodes und seit Jahrzehnten schlecht geführtes (zugegeben in einer extrem schwierigen Industrie) Unternehmen. Natürlich gibt es zig Gründe warum eine starke Luftlinie für Österreich und den Flughafen Wien wichtig ist. Aber eben eine, egal welche Luftlinie. Der Markt ist groß und gut und wird sicher von einer anderen Fluglinie bedient werden. Es gibt aber auch klar betriebswirtschaftliche Gründe warum ein nicht profitables Unternehmen verschwindet. Eben dann, wenn es nicht profitabel betrieben werden kann.

    Aber machen wir uns nicht vor, die AUA wird Geld bekommen. Brrrrr. Ich wäre dafür den Flughafen Wien, der am meisten von der AUA profitiert, in die Pflicht zu nehmen. Je 20% des VIE gehören der Stadt Wien und dem Land Niederösterreich und 10% einer Mitarbeiterstiftung. Alle drei, wenn sie die AUA erhalten möchten, sollten sich solidarisch zeigen. Das Damoklesschwert ist für den VIE am bedrohlichsten. Michi und Hanni, wie schaut es aus?

    Aber der Maturant und sein Versagerkabinett werden sich eh wieder über den Tisch ziehen lassen. Groundhog days!

    • Ingrid Bittner
      21. Mai 2020 10:00

      @Notimetodie: Frau Mey-Pochtler, die ja international so gut vernetzt ist, wird schon den richtigen Ratschlag geben und Herr Kurz wird tun, was sie sagt.

    • pressburger
      21. Mai 2020 10:30

      Kurz, ein Umfaller wie er ist, wird nachziehen. Merkel gibt der Lufthansa Geld, Kurz der AUA, von der AUA wandert das Geld zu Lufthansa. Das heisst dem ökonomischen Unverstand von Kurz, entsprechend, Umwegrentabilität.

    • Kyrios Doulos
      21. Mai 2020 10:31

      @Ingrid Bittner: Genau so ist es. Kurzens Master- resp. Domina-Mind Margot (Honecker) - Elena (Ceausescu) Mei Pochtler. Ich nenne sie nur mit diesen beiden Spitznamen Margot-Elena. Denn das ist sie: die Fratze der Diktatur mit Ihren Plänen für die totale Diktatur, streng freiwillig, denn der Zwang mach frei. Gestern WHO: Zwangsimpfung. Sie alle planen alles. Unterschätzt niemanden! Kurz und die ÖVP, die Grünen sowieso, wollen die Diktatur. Glaubt ihnen kein Wort (mehr)!

    • Bürgermeister
      21. Mai 2020 11:58

      Sie irren sich, marode Unternehmen sind in Österreich Ziel und Vorbild, weil die Politik dort das Sagen hat und Hiiilfe leisten kann. Was meinen Sie wäre los wenn die AUA Gewinne geschrieben hätte? Der Betriebsrat hätte soviel Galle gekotzt, dass er daran selbst ersoffen wäre (und vom BK abwärts, ORF, Medien, Gewerkschaften, Apparatschiks in sämtlichen Branchen hätten ihm alle Recht gegeben).
      Eigenständige Unternehmen sind den "Pro-Europäern" zutiefst suspekt, das gehört sich einfach nicht, das ist ungerecht und unanständig. Wir haben die Umwertung der Werte hinter uns, anständig ist wer die Hand aufhält, unanständig ist wer die offene Hand wegweist.

  25. Starless
    21. Mai 2020 08:59

    Am absolut dümmsten war gestern Rendis "Konjunkturpaket": Wir müssen uns aus der Krise "herausinvestieren", sagt sie, verbunden mit der Forderung nach einer "vorzeitigen Abschreibung" (sic!). Was wollen und sollen denn die Gastronomen, Busunternehmer, Hoteliers, Autohändler, Fotostudios etc. vorzeitig abschreiben, wenn sie eh nur Verluste produzieren? Glaubt sie wirklich, dass FACC als Flugzeugzulieferer jetzt eine vorzeitige Abschreibung braucht, um die Gewinne und die Steuerlast zu minimieren und um zu investieren? Investieren, wenn die Kunden fernbleiben? Weiß Frau Rendi, was "herausinvestieren" heißt? Soll ein Busunternehmer neue Busse kaufen, wo er doch die bestehenden ungenutzt auf Halde stehen hat?
    Armselig, diese Ratschläge.

    • Pyrrhon von Elis
      21. Mai 2020 09:05

      Meine Worte.
      "Ein Sozialist, der von Wirtschaft eine Ahnung hat, ist kein Sozialist."
      F. A. v. Hayek

    • Notimetodie
      21. Mai 2020 09:08

      wenn eine Medizinerin über Wirtschaft redet, ist wie ein Blinder über die Farbe.

    • dssm
      21. Mai 2020 09:22

      @Starless
      Armseelig!
      Aber ich habe ohnehin nie verstanden zu was die "vorzeitigen Abschreibung" gut sein soll. Denn ich zahle heute weniger Steuern, dafür morgen mehr.
      Wenn schon, dann ein Investitionsfreibetrag! Und dazu stellt man thesaurierte Gewinne steuerfrei. Aber halt, das würde zwar die Firmen mit Eigenkapital ausstatten, sprich krisenfest machen, aber leider auch den Neid der rot/grünen Genossen in Richtung Vermögenssteuer lenken – womit wir zwar ein anderes, aber genau so wirtschaftsfeindliches Steuersystem hätten.

    • Ingrid Bittner
      21. Mai 2020 10:02

      @Starless: Frau Rendi Wagner mag eine gute Medizinerin sein, aber von Wirtschaft hat die gute Frau keine Ahnung. Die kann ja nicht einmal Nettolohn, Bruttolohn, Mindestlohn auseinanderhalten, wie soll sie dann bitte in höheren wirtschaftlichen Sphären den Duirchblick haben?

    • pressburger
      21. Mai 2020 10:36

      @Ingrid Bittner
      Welche Eigenschaften hat PamelaJoy um als eine gute Ärztin bezeichnet zu werden ?
      Wenn jemand auf einen Gebiet von dem er keine Ahnung hat, Dummheiten von sich gibt, ist es kein Zeichen von Intelligenz. Wo von man keine Ahnung hat, dazu sollte man schweigen. Das ist Intelligenz.
      Ein Arzt sollte mindestens durchschnittlich intelligent sein.

    • Ingrid Bittner
      21. Mai 2020 11:05

      @pressburger: ich hab eh nicht geschrieben, dass Frau REndi-Wagner eine gute Ärztin ist, ich habe geschrieben "sie mag eine gute Medizinerin" sein, das kann ich ja nicht beurteilen, weil mir nichts Gegenteiliges bekannt ist, also hab ich es völlig offen gelassen.
      Dass sie bei allem, was mit Wirtschaft und Zahlen zusammenhängt, danebenhaut, hab ich gesehen bzw. gehört, weil ich die Interviews zu diesem Thema immer nachgehört habe, geschaut weniger, weil mir ihr gekünsteltes GEtue auf den Nerv geht.

    • Riese35
      21. Mai 2020 11:32

      @dssm: Ich erinnere mich an ähnliche Diskussionen bei der Veranlagung. Ich verstehe das auch nicht. Bei "vorzeitiger Abschreibung" geht es nur um die Verteilung der Steuerlast, und gerade bei hohen, punktuellen Investitionen aber eher gleichmäßig verteilten, mäßigen Einnahmen wirkt sich das als Glättung aus. Ein Nachteil kann quantitativ nur eine höhere Zinslast sein.

      Aber ich vermute, daß das bei vielen einfach nur ein psychologischer Effekt ist, sich auf eine vorzeitige Abschreibung einzuschießen, der schwachmathischen Ursprungs ist. Ähnlich motiviert sind wahrscheinich die Hamsterkäufe von Klopapier.

      Ginge es nach mir, stellte ich das Steuersystem viel mehr auf Freibeträge um.

    • pressburger
      21. Mai 2020 19:10

      @Ingrid Bittner
      Bitte es nicht als Zynismus zu verstehen. Man sollte immer an das Gute im Menschen glauben. Meine das absolut ernst. Leider, ist mir der Glaube an das Gute unterwegs abhanden gekommen. Um so mehr schätze ich Menschen, die fähig sind, das positive zu sehen. Voller Ernst.

  26. Undine
    21. Mai 2020 08:51

    In einer Zeit, in der Nationalstaat und Patriotismus ohnedies ganz pfui sind, was brauche ich da ein kostspieliges nationales Symbol?

    Wenn mir etwas gefällt, ich es mir aber nicht leisten kann, lasse ich die Finger davon.
    Ich würde der rot-weiß-roten AUA-Schwanzflosse keine Träne nachweinen! Wir haben genug andere Sorgen!

    • Ingrid Bittner
      21. Mai 2020 10:05

      @Undine: sehr gut, ausnahmsweise einmal sehr kurz (für ihre Verhältnisse), dafür umso gehaltvoller. Sie haben es auf den Punkt getroffen, einerseits will man eh von Heimat und so nicht hören und andererseits sehr viel Geld für ein reines Symbol ausgeben, das passt absolut nicht.

    • pressburger
      21. Mai 2020 10:38

      In Zeiten wie diesen, sollte die Frage erlaubt sein. Was wollen die Grünen eigentlich ?

    • Haider
      21. Mai 2020 16:50

      Genau! Warum fällt mir da gleich die Bank "Austria" ein? Das nächste Potemkin'sche Heimatdorf.

  27. dssm
    21. Mai 2020 08:40

    Entweder alle Unternehmen bekommen ihre Schäden ersetzt, oder eben keines. Variante eins heißt hemmungsloses Gelddrucken, getarnt als Anleihen welche die EZB kauft, denn der angerichtete Schaden übersteigt ohne "Rettung" alles was diese Republik stemmen kann. Schon die Steuerausfälle allein und dazu noch die Zuschüsse zur Arbeitslosenversichern (Kurzarbeit!) werden diesen reservenlosen Staat tief in die Schulden treiben. Stellt sich also die Frage, warum nicht gleich ordentlich in die Vollen gehen? Natürlich wäre dies eine massive Enteignung von Geldvermögen, denn längerfristig kommt die Geldentwertung, aber Kurz & Co können noch ein paar Jahre weitermachen.

    Die momentan angedachte Variante drei, nämlich bestimmte Unternehmen bekommen Zuschüsse, andere, gleich betroffene, nicht, widerspricht sicherlich EU-Recht und wird teure Folgen haben. Aber typisch für unerfahrene Menschen, wenn die selbst verursachten Probleme reihenweise wie die Meteoriten einschlagen, dann wird gekleckert und nicht geklotzt.

    Also Herr Kurz, setzten Sie eine Regierungsklausur an, laden Sie Juristen und erfolgreiche Unternehmer/Geschäftsführer ein, schauen Sie was andere EU-Länder machen, denn für einen Alleingang sind wir zu klein, und dann kommen Sie zu einem Ergebnis: Variante eins oder zwei. Und dann beginnt das Handeln, davor aber: Finger weg von der AUA und allen anderen politisch gut vernetzen Unternehmen.

    • Riese35
      21. Mai 2020 11:50

      Jein. Alles zwar gute Ansätze, aber der Denkfehler liegt im Schluß: "dann kommen Sie zu einem Ergebnis". Das Problem ist das Subjekt "Sie". "Man" ginge, nur eben "Kurz" nicht. Schön langsam müßte man diese Freunderlpartie kennen. Schriebe ein Informatiker oder Programmierer Code, der logisch so aufgebaut ist wie die Verordnungen unserer Regierung, dann funktionierte kein Computerprogramm. Das ist legistischer Topfen pur, der nur so an Widersprüchlichkeiten und Vernebelungen strotzt.

      Nehammer hat es im ORF sinngemäß auf den Punkt gebracht: "Der Staat bin ich." Als das versteht sich unsere Freunderl- und Regierungsdarstellerpartie. Was in Gesetzen und Verordnungen steht, ist irrelevant.

    • Riese35
      21. Mai 2020 11:54

      Eine Regierungsklausur in der vorgeschlagenen Weise hätte nur dann Sinn, wenn unserer Regierung der Zutritt strengstens verboten wäre. Dort gehören solche Leute wie die vorgeschlagenen mit Sachkompetenz hin, und keine Worthülsenschleudern und glühenden Europäer.

    • dssm
      21. Mai 2020 12:20

      @Riese35
      Kurz ist ein guter Wahlkämpfer, aber kein guter Kanzler für das Land. Er will Harmonie, er sagt immer was die Mehrheit der Leute hören will, er umgibt sich mit unerfahrenen Leuten und Reden und Tun sind bei ihm grundsätzlich verschieden.

      Diese Regierungsmitglieder haben so wenig Ahnung von der realen Welt, die können nicht einmal erfühlen wer kompetent als Berater wäre und wer eine Katastrophe ist. Da die Medien gekauft, die Journalisten fast alle linx/grün sind kommen von dort keine kritischen Fragen, welche zu einem Nachdenkprozess anregen würden.

      Für Österreich eine verfahrene Situation.

    • Riese35
      21. Mai 2020 18:13

      @dssm: Das aber ist ein Grundproblem der Demokratie: gewählt zu werden, und nach gewonnener Wahl gut zu regieren, erfordert ganz unterschiedliche Talente, die nur sehr selten in einer Person vereint sind.

  28. Gerald
    21. Mai 2020 08:37

    Auch ich bin die letzten Jahre einige Male mit der AUA geflogen und kann wahrlich nicht meckern. Dennoch bleibt halt die berechtigte Frage, ob uns die rot-weiß-rote Heckflosse und der Walzer beim Ein-/Aussteigen über 700Mio € wert ist. Ja, es geht um österreichische Arbeitsplätze. Mit dieser Summe würden wir aber jeden Arbeitsplatz mit weit über 100.000 € subventionieren, während zahlreiche Einzel- und Kleinunternehmer mit einem Nasenrammel abgespeist wurden (und selbst auf diesen noch endlos warten dürfen).
    Das abschreckende Beispiel einer dauerbankrotten am Staatstropf hängenden Airline hat Hr. Unterberger mit der Alitalia schon erwähnt. Das positive Beispiel leider nicht: Ungarn. Auch Ungarn hatte mit der Malev eine Staatsairline, die 2011 pleite ging. Anstatt sie zu retten, entschied man sich (auch auf Druck der EU, die kleine Länder offensichtlich strenger behandelt, als große wie Italien) nichts zu tun.
    Auch heute wird Ungarn nach wie vor angeflogen und ist per Luft nicht schlechter zu erreichen, als Österreich. Denn während die Malev dahinsiechte begann der kometenhafte Aufstieg der Billigfluglinie WizzAir. Mittlerweile die größte Billigfluglinie Mitteleuropas die hochprofitabel mit der Hälfte des Personals einen höheren Umsatz und um 50% mehr Flugzeuge hat, als die AUA.
    Letztes Jahr ging auch die Staatsairline der Slowenen (Adria Airways) pleite. Auch von Ljubljana werden dennoch weiterhin Flugzeuge abheben und überleben werden in der Krise eher die Billigcarrier mit schlanker Kostenstruktur, als die aufgeblähten Staatsairlines nur weil sie sich die Landesfarben auf das Flugzeug pinseln.

  29. Bürgermeister
    21. Mai 2020 08:13

    Einen zerstörten Wirtschaftskreislauf wieder in Gang zu bringen ist erheblich schwieriger als ihn zu stoppen. Vergangene Generationen waren heilfroh, wenn der Laden irgendwie lief - Hauptsache er lief. Läuft man durch Großraumbüros mit technischem Personal, dann sitzt da erstmal die ganze Welt. Aus Europa viel Osteuropäer, ansonsten Italiener, Franzosen und Spanier. Durchaus brauchbare Leute, vielleicht sollte man sie "Binnenvertriebene" durch die Pro-Europäer nennen. In die Migration wurden sie getrieben weil die eigenen Eliten, eine fachlich unfähige und menschlich abstoßende Kaste es in Jahrzehnten nicht schaffte tragfähige Wirtschaftskreisläufe aufzubauen.

    Ob man einen Wirtschaftskreislauf durch Subventionen wieder in Gang kriegt? Die Frage haben sie ja richtig beantwortet.

    Das muss man im europäischen Kontext sehen. Das "Wiederaufbauprogramm" nach dem Krieg den die politische Kaste gegen die eigene Wirtschaft geführt hat wird erstmal mit gedrucktem Geld erfolgen. Man wird die Apparatschik-Pfründe als erstes wieder auf- und ausbauen und weitere subventionierte Branchen gleich anschließen - die AUA würde in so einen ewigen Subventionsmoloch durchaus reinpassen.

    Das ganze Krise war ein Enteignungsprogramm, das gar förchterliche Virus hat dazu geführt, dass man innerhalb weniger Monate europaweit Staatsbeteiligungen in allen wichtigen Unternehmungen bekommt. Natürlich nur um Hiiiilfe zu leisten, das hat nichts mit eiskalter, "pro-europäischer" Vernichtungs- und Machtlogik zu tun.

    • pressburger
      21. Mai 2020 10:45

      Hätte jemand in der Regierung etwas Verstand, wäre er vielleicht fähig sich den Zustand dieser Fluglinie vor der von den Politikern losgetretenen Krise anzuschauen.
      Die AUA war schon damals marod, jetzt ist sie, der Politik sei dank, moribund.
      Das Siechtum verlängern ?
      Das Geld brauchen wichtige Betriebe, die KMU`s, die Hotels, die Gastronomie, usw. etc.

  30. Templer
    21. Mai 2020 07:50

    "Koste es was es wolle"
    Dieser Spruch, offensichtlich aus einem Soros finanzierten Think Tank entsprungen, wird zufälligerweise nicht nur vom Politdarsteller Kurz verwendet, sonder erstmalig vom Vertreter der Finanzelite, dem damaligen EZB Präsidenten Mario Draghi und danach noch von einigen weiteren Politdsrstellern dieser EU.
    Das Ziel dieser Kampfansage ist weder die Rettung der AUA, von Fimen oder von Arbeitnehmern, sondern die Beschleunigung und Maximierung der Staatsschulden.
    Der Euro hängt fast ausschließlich am wirtschaftlichen Zustand von Deutschland.
    Fällt D, können die Finanzeliten endlich durchgreifen und den nächsten Schritt zum Wechsel in ein anderes, globaleres Geldsystem, gehen.
    Die Genossin Merkel schreitet unbeirrt samt ihren linksradikalen Kommunist*Innen, voran, dieses Ziel zu erreichen.
    Dass es in D kein zurück mehr gibt, sprengen die Grünen Bolschewiken sogar schon betriebstaugliche Atomkraftwerke in die Luft.....

  31. pressburger
    21. Mai 2020 07:43

    Die AUA als "österreichische" Fluglinie, hat für den eminent wichtigen Fremdenverkehr praktisch keine Bedeutung. Die AUA ist ein carrier, dem Touristen ist es egal, mit welcher Fluglinie, er irgendwo in Österreich landet. Worauf es ankommt ist der Preis und die Verbindungen.
    Ein gut ausgebauter Flughafen Schwechat, mit optimaler Anbindung an das Schienennetz, ist als port of entry wichtiger als eine "nationale" Fluggesellschaft.
    Die nicht Unterstützung der AUA, als 100% Lufthansa Tochter, würde auch eine Distanz zu den deutschen Hegemonie Bestrebungen in der EU, signalisieren.
    Wichtig ist das zusammengehen mit den Visegrad Staaten. Deutschland hat mit Merkel keine Zukunft. Keine politische und keine wirtschaftliche. Höchste Zeit, sich in eine andere Richtung zu orientieren.
    Nicht der Staat soll entscheiden, sondern der Markt. Die Liquidation eines nicht profitablen Unternehmens, der AUA, würde es u.U. Interessierten ermöglichen eine neue Gesellschaft aufzubauen, die sich ausschliesslich am Markt orientiert.
    Eine Chance für die marode Wirtschaft.

    • dssm
      21. Mai 2020 08:58

      @pressburger
      ******
      Richtig, einen Alleingang wird es nicht spielen, dazu sind wir zu klein. Also sollten wir zu Ländern mit wirtschaftsfreundlicher Regierung guten Kontakt halten, die Visegrad Staaten wären ein Anfang.

      Aber es dürfte schon zu spät sein, denn Kurz sagt ja immer was die Leute hören wollen und tut dann das Gegenteil. Leider hat er sich gegen eine Umverteilung nach Süden ausgesproche, also wird genau diese Umverteilung kommen.

    • pressburger
      21. Mai 2020 10:59

      @dssm
      Kurz ist ein von Merkel abhängiger, ewiggestriger Reaktionär.
      In der Situation in der Österreich ist, Aufbau die absolute Priorität haben.
      Einen Aufbau, kann es mit Sozialisten nicht geben. Führt Kurz das Land weiter, immer tiefer in den EU Sumpf, wird Österreich mit der EU untergehen.
      Aufbau, bedeutet Visionen zu haben. Ein Aufbau wäre mit gesunden Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa möglich. Pioniergeist ist gefragt, nicht das kleben an bankrotten Ideologien, nicht die Wiederholung von uralten, bereits gescheiterten Projekten.
      Kurz täuscht. Kurz sieht noch jung aus. Kurz ist ein Dorian Grey.
      Ein verknöcherter Greis, der sich zum Sozialismus bekennt.

    • dssm
      21. Mai 2020 12:25

      @pressburger
      Wir gehen wieder zum Start! Österreich nach dem WKII war ja ein extrem sozialistisches Land. Die Produktion war reguliert, Quoten bestimmten den betrieblichen Alltag. Arbeitszeiten, Ausbildungen, Finanzierungen (...) waren gesetzlich vorgeschrieben. Große Teile der Wirtschaft waren überhaupt staatlich.
      Das alles wurde damals von der ÖVP nicht nur mitgetragen, sondern aktiv befürwortet. Kurz steht nicht für eine neue ÖVP, sondern für die Nachkriegs-ÖVP.

    • pressburger
      21. Mai 2020 19:22

      @dssm
      Danke für den Rückblick. Vielleicht gibt es doch einen Unterschied der Sozialismus damals und der Sozialismus in der Ära Kurz. Damals haben die Leute an einen Neuanfang geglaubt, hatten Vertrauen zu der jeweiligen Regierung dass ihr, und das Leben ihrer Kinder besser sein wird.
      Eine Umfrage im Mai 2020 würde beweisen, dass nicht einmal Kurzens Wähler glauben, das ihr Leben 2021 besser sein wird, als im Jahr 2020. Die Frage nach dem erwarteten Wohlstand 2022 erübrigt sich.
      Die gleichen Leute, werden Kurz und Kogler wieder wählen.
      Leider ist die Mehrheit der Bevölkerung unheilbar verblödet.

    • Wise Wolf CEE (kein Partner)
      23. Mai 2020 12:34

      !Wichtig ist das zusammengehen mit den Visegrad Staaten"
      Warum sollten sie es tun? Die Bürger dieser Länder werden in und außerhalb von Österreich als Menschen letzter Klasse behandelt und indexiert.
      Österreich müsste eigene Präpotenz und Überheblichkeit wegwerfen, was unmöglich ist. Österreich kann nicht auf gleichen Augenhöhe die Länder behandeln und die sind in der Zwischenzeit ziemlich sensibel....Außerdem ist Österreich Auslaufmodel, wird von innen übernommen und ist ein Land das in sich selbst implodiert. Jede Ansteckungsgefahr wollen diese Länder vermeiden.

  32. John
    21. Mai 2020 07:20

    Die AUA, also die Lufthansa zu unterstützen würde vielleicht das schlechte Gewissen des Staates (der handelnden Personen) beruhigen, die durch den extrem langen Lockdown der Fluglinie eben die Geschäftsgrundlage entzogen haben - wie so vielen anderen Firmen auch. Aber es wird vielen sauer aufstoßen, wenn damit erneut ein Zeichen gesetzt wird: Den Großen wird Geld nachgeschmissen und die kleinen Unternehmer werden mit Almosen abgespeist!

    Doch vielleicht müssen wir die AUA genaugenommen schon deshalb retten, weil die Deutschen die Lufthansa retten und wohl gehörig Druck auf Österreich machen, da auch einen erheblichen Beitrag zu leisten.

    Aber welcher Betrag immer fließen wird: Wenn es mit dem Flugverkehr auch in den nächsten Monaten so weitergeht, wird es noch viele weitere Rettungen bauchen.

  33. Karoline
    21. Mai 2020 07:13

    Danke für diese Aufklärung. Wie wahrscheinlich viele andere Österreicher hatte ich keine Ahnung von diesen Zusammenhängen und habe natürlich - wann immer möglich - die AUA als vermeintlich österreichische Fluglinie allen anderen Anbietern vorgezogen.

    • Ingrid Bittner
      21. Mai 2020 11:09

      @Karoline: DAs mit der AUA, das ist so eine Mythos-GEschichte, ich glaub das ist in den Österreichern noch so drin, endlich eine eigene Fluglinie, das war schon was. Aber dass sich in der Zwischenzeit das Rad gedreht hat und die AUA schon lang nicht mehr das ist, was es einmal war, ein österreichisches Unternehmen, das ist glaube ich noch immer nicht angekommen.

    • Ingrid Bittner
      21. Mai 2020 11:13

      Da muss ich doch glatt wieder eine Geschichte aus meinem Leben anbringen:
      ich hab in Griechenland einmal ein österreichisches Ehepaar zum Flughafen begleitet und da es sehr bald in der Früh war, war am Flughafen nicht viel los, ein einziges Flugzeug kam angerollt, die FINNAIR, ich sag zu dem Paar, ah, da kommt ja ihre Maschine schon, die drauf: nein, mit der FINNAIR fliegen wir nicht, was soll ich sagen es wäre ihnen nichts andere übrig geblieben, die AUA hatte die gechartert, erst als die Flubegleiter an der Treppe standen, konnte ich das Paar bewegen zu akzeptieren, dass sie in die Finnair einsteigen, weil die Flugbegleiter kamen in der roten AUA-Uniform, die Welt war wieder in Ordnung.

    • Konrad Hoelderlynck
      21. Mai 2020 14:51

      @ Ingrid Bittner: Köstliche Geschichte.

  34. Josef Maierhofer
    21. Mai 2020 07:10

    Vielleicht versteht die 'Wirtschaftspartei' ÖVP, dass es keinen Grund gibt, einen ausländischen Konzern zu stützen und einheimische Betriebe damit zu benachteiligen. Das Geld, alle in Österreich tätigen Firmen zu stützen, haben wir nicht und sollten wir auch nicht haben.

    Die Gewerkschaften haben die AUA ruiniert, die Gewerkschaften machen den Flughafenbetrieb teuer, die Gewerkschaften werden es sicher auch noch schaffen, den Flughafen zu schädigen, dies tun auch die Grünen.

    Ich prognostiziere, es wird die 'teuerste Lösung', etwa 600 Millionen aufwärts an die Lufthansa bezahlt von unseren Steuergeldern, zur 'Rettung der AUA', so tönt 'Radio Wien', und die Beschäftigten haben einen 'sicheren Arbeitsplatz', es wird nicht abgebaut, ....

    Ob die Deutschen und da speziell die Lufthansa diese Stützung für ihre Aktie verwenden, oder wofür sonst auch immer, auch das können wir nicht kontrollieren, es gibt de facto keine AUA mehr, sie wurde 2009 mit 500 Milllionen 'Mitgift' an die Lufthansa verscherbelt. Jetzt will unsere Regierung offenbar 'Lizenzgebühr' für das AUA Zeichen auf einem Teil der Lufthansa Flugzeuge zahlen.

    Danke für den Artikel, Herr Dr. Unterberger !

    • pressburger
      21. Mai 2020 07:47

      "Sichere "Arbeitsplätze", auch eine der vielen Lügen. Die Arbeitsplätze bei der AUA hängen von den Entscheidungen der Konzernleitung der Lufthansa ab. Könnte auch als Erpressungsversuch verstanden werden. Zahlt ihr an die Lufthansa, darf die AUA fliegen, zahlt ihr nicht, wird die AUA zugesperrt.

    • dssm
      21. Mai 2020 09:08

      @Josef Maierhofer
      Keine Angst, Steuergelder werden wohl kaum fließen, dazu brechen die Steuereinnahmen zu sehr weg. Es wird wohl Geld von der EZB, über den Umweg Finanzministerium, zur AUA fließen - Geld das zwar die Bezeichnung Kredit trägt, aber in Wahrheit nie und nimmer zurückgezahlt werden kann. Denn müsste zurückgezahlt werden, dann geht das nur über den Ticketpreis und noch gibt es ja genügend Mitbewerber.
      Man sieht, entweder es sind rechtlich bedenkliche verlorene Zuschüsse oder die AUA hängt für immer und ewig am EZB-Tropf.

    • Konrad Hoelderlynck
      21. Mai 2020 14:50

      Eine wesentliche Frage ist halt, wen man sich wünscht, um künftig die Geschicke dieses Landes zu lenken. Die bisherigen Spieler haben sich hoffnungslos disqualifiziert.

    • Konrad Hoelderlynck
      21. Mai 2020 15:01

      Die ÖVP versteht das sehr wohl. Daher gebe ich zu bedenken, dass es sowohl in der SPÖ als auch in der ÖVP sehr viele Leute gibt, welche das von Gerfried Sperl oftmals geäußerte EU-Dogma "Ausland gibt es nicht" längst übernommen haben.

  35. oberösi
    21. Mai 2020 01:57

    "Die kurze Antwort: Nichts."
    Klar und präzise wie selten, unser Blogwart.

  36. Konrad Hoelderlynck
    21. Mai 2020 01:41

    Danke für die hochinteressante Analyse, die man als Nicht-Wirtschaftler erst einmal sickern lassen muss, um all die Zusammenhänge zu verstehen. - Sofort aufgestoßen ist mir diese ÖLP, über die AU schreibt, dass sie völlig unter Kontrolle der Lufthansa stehe. Das steht im direkten Widerspruch zur offiziellen Tätigkeitsbeschreibung, in der suggeriert wird, es ginge um die Erhaltung des österreichischen Einflusses. Nimmt man nun noch den eigentlichen Zweck von Privatstiftungen, so ergibt sich m.E. ein Bild, das genaueres Nachforschen dringend erforderlich macht. Mir ist allerdings klar, wie schwierig das ist, zumal die Geldflüsse um den seinerzeitigen Verkauf anscheinend immer noch nicht restlos geklärt sind. Fazit: Ich glaube, dass Österreich keine eigene Luftlinie braucht und auch keinen einzigen Euro dafür locker machen soll. Es würde völlig ausreichen, die österreichischen Destinationen so attraktiv zu erhalten, dass sie von den maßgeblichen Airlines angeflogen werden müssen. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass es in diesem nicht unkomplizierten Airline-Geschäft viel zu viele Möglichkeiten für nicht nachvollziehbare Geldflüsse gibt, mit denen aufgeräumt werden muss, siehe Streicher/Lauda Air, um nur darauf Bezug zu nehmen. - Aber vielleicht sehe ich das alles viel zu naiv. In diesem Falle ersuche ich, meine Einmischung mit Nachsicht zu betrachten. ;)

    • Donnerl?ttchen
      21. Mai 2020 08:13

      Angenehm der leere Luftraum. Die Wolken entwickeln sich auch unbehelligt. Der Kerosindreck in der Atemluft ist auch weg. Übrigens raus aus dem EU SAUHAUFEN.

    • OE-DWK
      21. Mai 2020 12:39

      @ Donnerlüttchen,

      auf welche Weise sich Wolken unbehelligt entwickeln und wie der "Kerosindreck in die Atemluft gelangt, das sollten Sie ein wenig näher erklären!

    • Konrad Hoelderlynck
      21. Mai 2020 14:47

      @Donnerl?ttchen - Bin ganz Ihrer Meinung.

    • Ingrid Bittner
      21. Mai 2020 16:19

      @Konrad Hoelderlynck: dieses Hinundhergeschiebe mit den Airlines ist für einen Normalsterblichen nicht zu durchschauen, ich erinnere nur an Air Berlin, 25 % davon waren Lauda, dann auf einmal aus schluss bumm, nichts mehr war's mit den Erfolgreichen, man verliert ja irgendwie den Überblick, was wem gehört oder nicht mehr. Ich glaube, genau wie sie, dass Österreich keine eigene Airline braucht und schon gar nicht um den Preis. Dass man für die anderen Airlines die österreichischen Flughäfen attraktiv macht ist irgendwie logisch und erforderlich. Hoffentlich behirnen unsere Experten, was wirklich notwendig ist. Auf alle Fälle kein Steuergeld in die marode Lufthansa nur um den Namen AUA zu erh





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