Das Scheitern des Krisen-Interventionismus

Lesezeit: 1:30

Die Europäische Zentralbank, die Europäische Union und die einzelnen Staaten treten permanent als "wissende", planende, steuernde, regulierende und intervenierende "Problemlöser" auf. Die Folgen der Geldmengenausweitung, der negativen Realzinsen, einer Staatsfinanzierung (und Finanzierung der EU), der Förderung eines Etatismus und von Gemeinwirtschaft/Verstaatlichung sowie der Fehlleitung von "Geld aus dem Nichts" in der Enteignungsunion höhlen die Marktwirtschaft aus. Eine Mehrheit von nicht wettbewerbsfähigen Staaten der Eurozone hat ein Partialinteresse an einem Staatsverschuldungs-Verbund, an einer Euro-Schuldenunion mit einer unsoliden Währung.

Trotz aller schon bisherigen Einkommens- und Vermögens-Zwangsumverteilungen werden in (je-)der Krise die Rufe nach noch mehr Leben auf Kosten von anderen und auf Kosten der eigenen Zukunft oder der Zukunft anderer immer lauter. Die ständige politische Interventionskaskade führt uns in eine Zentralverwaltungswirtschaft, aber nicht zu einem Wohlstand für alle.

Die Zunahme der Fehlleitung von Ressourcen, eines Kapitalabbaus und einer Vernichtung von Einkommen und Vermögen wird von zahlreichen supranationalen und nationalen Krisensozialisten (in allen Parteien und Verbänden) ignoriert. Enteignungsphantasien und Vermögensbesteuerungsideen werden als "neue" Lösungen vorgeschlagen.

Damit werden die Krise der EU, die Krise der EZB (der Eurozone in der Nullzinsfalle), die Staatsschuldenkrise und die Stagflation nicht zu lösen sein. Mehr Macht zentralistischer supranationaler Institutionen und des Staates ermöglichen mehr Herrschaft des Irrtums und bewirken keinen Wohlstand.

Weder unsolides Geld aus dem Nichts noch eine Staatsverschuldungs-Politik können die wertschöpfenden Aktivitäten in einer Unternehmerwirtschaft ersetzen. Der aufgeklärte Hausverstand hilft uns zu erkennen, dass es keinen Wohlstand ohne rechtsstaatliche Marktwirtschaft, ohne Eigenverantwortung, ohne Eigenleistungen, ohne Sparen, ohne Kapitalbildung, ohne einen Wettbewerb als Entdeckungsverfahren, ohne Neuerungen, ohne private Investitionen, ohne Produktivität und ohne Wertschöpfung gibt.

Zwangsumverteilung von Einkommen und Vermögen schafft keinen Wohlstand. Wir benötigen mehr Vertrauen in die Bürger, in die Unternehmer und in ihre Mitarbeiter.

Die Zukunft ist offen. Lernprozesse sind möglich.

 Josef Stargl ist AHS-Lehrer in Ruhe und ein Freund der Freiheit.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Mai 2020 07:39

    Der Hausverstand wurde im einen riesigen schwarzen Loch an Dummheit der Regierung, restlos verschluckt.
    Der Unverstand, die nicht vorhandene Bildung der Regierungsmitgliedern, ist zwar in allen Bereichen für die sie sich als zuständig erklärt haben zu beobachten, aber nirgendwo so eklatant wie in Fragen der Ökonomie.
    Das Verständnis wie Wirtschaft funktionieren könnte, ist nicht vorhanden.
    Noch problematischer ist, dass die Ignoranz der "Wirtschaftsexperten" der Regierung, dazu führen wird, dass Marktwirtschaft nach und nach entsorgt wird, durch eine dirigistische Planwirtschaft ersetzt werden soll.

  2. Ausgezeichneter KommentatorSpecht
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2020 00:34

    Aufruf der Kardinäle gegen den Corona -Wahnsinn und vor den Gefahren einer gesichtslosen NWO. www.kath.net/news/71579


alle Kommentare

  1. Konrad Hoelderlynck
    09. Mai 2020 00:42

    @ Neppomuck - Ja, weg mit den Dummen von der Spitze der Entscheidungspyramide. Was aber machen wir mit den Dummen im Volk?

  2. Specht
    08. Mai 2020 00:34

    Aufruf der Kardinäle gegen den Corona -Wahnsinn und vor den Gefahren einer gesichtslosen NWO. www.kath.net/news/71579

  3. pressburger
    07. Mai 2020 07:39

    Der Hausverstand wurde im einen riesigen schwarzen Loch an Dummheit der Regierung, restlos verschluckt.
    Der Unverstand, die nicht vorhandene Bildung der Regierungsmitgliedern, ist zwar in allen Bereichen für die sie sich als zuständig erklärt haben zu beobachten, aber nirgendwo so eklatant wie in Fragen der Ökonomie.
    Das Verständnis wie Wirtschaft funktionieren könnte, ist nicht vorhanden.
    Noch problematischer ist, dass die Ignoranz der "Wirtschaftsexperten" der Regierung, dazu führen wird, dass Marktwirtschaft nach und nach entsorgt wird, durch eine dirigistische Planwirtschaft ersetzt werden soll.

    • glockenblumen
      07. Mai 2020 09:05

      "... Der Hausverstand wurde in einem riesigen schwarzen Loch an Dummheit der Regierung, restlos verschluckt. ... "

      besser kann man es nicht ausdrücken ;-)

    • Neppomuck
      07. Mai 2020 12:59

      Die "Herrschaft des Irrtums" ist nur dann möglich, wenn dieser Irrtum nicht als solcher erkannt wird oder werden darf.

      Die Triebfeder der Wertschöpfung war, ist und wird immer bleiben eine Motivation, die vorwiegend materieller Natur ist.
      Das sieht auch Adam Smith so, der im Allgemeinen als der "Vater der Nationalökonomie" gilt.

      "Planwirtschaft" kommt von "planen", was kritisch-ironische Geister auch als "Austausch des Zufalls durch den Irrtum" beschreiben.
      Fest steht, das "Planbarkeit" die Seele des Geschäfts ist.
      "Dummheit" ist nicht berechenbar, da sie von außen schwer bis gar nicht erkennbar ist.

      Also weg mit den Dummen von der Spitze der Entscheidungspyramiden.





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