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Einfach nur ärgerlich

Gerade noch habe ich die Regierung wegen ihres montägigen Auftritts gelobt, dass sie sich um mehr Ehrlichkeit und Vertrauen zu bemühen scheint. Und jetzt das! Jetzt stellt sich heraus, dass wir wochenlang vom Gesundheitsministerium durch Weglassen entscheidender Informationen angeschwindelt worden sind. Das wird sich mit absoluter Sicherheit auf die innere Disziplin der Österreicher bei der Einhaltung der ständig strenger werdenden Maßnahmen negativ auswirken. Daran werden auch alle Polizeistaatsmethoden nichts ändern können.

Denn jetzt sind so nebenbei erstmals die wahren Details der Corona-Todesstatistik durchgesickert. Und dabei stellt sich heraus, dass übertrieben worden ist, dass man offensichtlich Panik zu schüren versucht hat. Ein Mitglied des Corona-Task-Force hat nämlich gleich zwei bisher geheimgehaltene Details zu den täglichen Schreckensmeldungen öffentlich gemacht, wie viele Menschen in Österreich an Corona gestorben seien. Diese zwei Details verschieben die Perspektive auf die Corona-Krise ganz deutlich:

  1. Es wurden (auch in Österreich) nicht nur jene Menschen gezählt, die eindeutig an Corona gestorben sind, sondern auch jene, die möglicherweise an anderen Ursachen verstorben sind, bei denen aber eben AUCH das Virus gefunden worden ist.
  2. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen war 80 Jahre. Das entspricht ziemlich genau dem Durchschnittsalter, in dem auch ohne Corona die Männer in Österreich sterben. Und die überwiegende Mehrzahl der Corona-Toten sind Männer, wie schon bisher bekannt war.

Damit aber ist klar: Corona hat bisher praktisch keine signifikanten Wirkungen auf die Sterbeentwicklung gehabt.

Durch solche übertreibende und wichtige Details weglassende Informationen tritt jetzt mit Gewissheit ein deutlicher Verlust der Bereitschaft der Menschen zur Einhaltung aller – oft ohnedies nicht ganz durchdachten – Vorschriften ein. Denn diese Bereitschaft ist in hohem Maße vom Vertrauen zur Regierungspolitik abhängig. Und die ist wiederum eine direkte Funktion der Glaubwürdigkeit von Regierungsaussagen. Die ist jetzt schwer beschädigt.

Das ist dumm und schade. Denn ganz zweifellos führen viele Ärzte und Krankenschwestern einen heroischen Kampf um jeden Intensivpatienten. Denn ganz zweifellos ist ihrer exzellenten Arbeit zu verdanken, dass die Entwicklung in Österreich bisher durchaus überschaubar geblieben ist. Denn ganz zweifellos ist ein Tod AN dem Virus ein besonders unschöner Tod. Denn ganz zweifellos ist noch immer möglich, dass die Zahl jener Infizierten, die ein Beatmungsgerät brauchen, noch so stark ansteigen wird, dass eben doch nicht alle gerettet werden können, die medizinisch rettbar wären.

Daher machen weiterhin all die Maßnahmen – wohl bis auf jene, die zu große wirtschaftliche Schäden angerichtet haben, – an sich durchaus einen Sinn. Aber ihre Einhaltung wird jetzt eindeutig zurückgehen.

Denn, wer einmal lügt …

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