Die Verlogenheit unserer westlichen Gesellschaften ist schwer zu ertragen

Autor: Christian Klepej

Wo die Liebe hinfällt: Aktuelles zum Thema "Femizide"

Autor: Viktor Pölzl

Europäische Bargeldobergrenze: Enteignung, Überwachung und Kontrolle als Ziel

Autor: Werner Reichel

Helfen Sie mit, Frau Kraker!

Autor: Willi Sauberer

Die Niederösterreich-Partei?

Autor: Markus Szyszkowitz

Flieg Vogel, flieg!

Autor: Markus Szyszkowitz

EZB hebt Leitzins – jetzt also doch

Autor: Markus Szyszkowitz

Xi forever?

Autor: Markus Szyszkowitz

Chorherr-Prozess: Rechtssprechung ist eben nicht gleich Gerechtigkeit

Autor: Ursula Stenzel

Was kommt da noch aus Brüssel?

Autor: Markus Szyszkowitz

Alle Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro pro Monat) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel hingegen erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Familie: ein Erfolgsmodell überlebt feindlichen Dauerbeschuss

Die Weihnachtstage sind die einzige Zeit, wo ringsum positiv über die Familie geredet wird. Dabei zeigt sich auch das ganze Jahr über, wie entscheidend gute Familien als weitaus wichtigste – ja fast die einzige – Keimzelle eines guten Zusammenlebens von Menschen sind. Ohne sie könnten weder Dorfgemeinschaften noch Staaten leben. Familien geben Werte weiter, Familien ziehen die Leistungsträger der Zukunft auf, Familien tragen die Gemeinschaft. Gewiss, auch Patchwork-Familien und Alleinerzieher-Familien verdienen viel Respekt für ihr Engagement. Sie tun sich nur deutlich schwerer als die klassische Familie mit diesen Aufgaben, unabhängig davon, wie freiwillig diese Konstellationen entstanden sind. Viel wichtiger ist aber die Frage: Tut umgekehrt auch die Gemeinschaft genug für die Familien, für den genetischen Kern des eigenen Weiterlebens?

Bei der Antwort auf diese Frage ist zweifellos nicht nur Kritik zu üben, sondern durchaus auch Erfreuliches anzuerkennen. Aus österreichischer Perspektive ist sicher das wichtigste Positivum seit langem die Einführung des sogenannten Familienbonus durch die letzte schwarz-blaue Koalition. Seither zahlt jeder Steuerzahler für jedes Kind um 1500 Euro weniger Steuern pro Jahr. Das ist eine spürbare Summe und ein deutliches Zeichen, dass Familien dem Staat doch etwas wert sind. Ein weiteres Positivum ist, dass zugleich – dennoch! – die Staatsschulden, also die Menge der Lasten, die wir auf die Schultern der Kinder abschieben, erstmals seit Jahren signifikant kleiner geworden sind.

Ob das freilich genügen wird, um bei mehr jungen Menschen die Lust auf Gründung einer Familie zu erhöhen, bleibt durchaus fraglich. Denn Faktum ist, dass Europas autochthone Bevölkerung im raschen Aussterben ist.

Faktum ist, dass Partnerschaften, wo Menschen ohne Kinder und Enkelkinder alt werden, weder Keimzelle für irgendetwas sind, noch erleben sie in der Regel die subjektive Freude, ein sinnvolles Leben gelebt zu haben. Vielmehr stoßen sie früher oder später auf die Frage: "Das kann doch nicht alles gewesen sein?"

An dieser individuellen wie gesellschaftlichen Sinnkrise aller Art von kinderlosen Partnerschaften ändert der Umstand nichts, dass sie von Medien, Politik und zuletzt auch dem Wiener Erzbischof hochgerühmt werden. Und dass sie von der Klimahysterie-Bewegung sogar als Vorbild hingestellt werden.

Wie sieht es anderswo aus?

  • Deutlich intensiver als das, was Österreich da zuletzt getan hat, ist zweifellos die umfangreiche Familienförderung in Ungarn: Dort gibt es seit einigen Jahren großzügige Kredite für Auto- und Hauskauf, die ein Paar nur dann zurückzahlen muss, wenn es später nicht mehrere Kinder in die Welt setzt. Die ungarische Geburtenrate (Kinder pro Frau) hat sich immerhin von 1,23 auf 1,45 erhöht.
  • Ein noch deutlicherer Beweis, wie sehr familienfreundliche Gesetze zum Erfolg eines Landes beitragen können, ist Estland. Dieses baltische Land ist einerseits in vielen Dingen europaweit Spitze: von der Digitalisierung bis zu den Ergebnissen der Pisa-Bildungstests. Zugleich ist Estland jenes Land, das zu Eltern nach der Geburt eines Kindes weitaus am großzügigsten ist: Dort bekommt eine beim Kind bleibende Mutter (oder der Vater) noch 435 Tage nach der Geburt volle 100 Prozent des letzten Gehalts. Also deutlich länger als ein Jahr. Estland hat damit seine Geburtenrate binnen 20 Jahren von niedrigen 1,28 auf 1,58 Kinder pro Frau erhöhen und Österreich überholen können.
  • Ebenso haben die USA in jüngster Zeit ein intensives Familienförderungsprogramm begonnen, das Eltern ermöglichen soll, mehr Zeit bei und mit ihren Kindern zu verbringen. Das schlägt sich zwar noch nicht in einer Erhöhung der Geburtenrate nieder. Aber diese ist in den USA mit 1,80 schon seit langem deutlich höher als in fast allen europäischen Staaten (außer Frankreich), aber auch als in China oder Japan.
  • Auch Polen hat Programme realisiert, die einerseits den Pensionisten, aber andererseits vor allem Kindern zugute kommen.

Dass über diese Dinge in den hiesigen Medien wenig berichtet wird, ist klar. Herrscht bei ihnen doch die Devise: Über konservativ regierte Länder darf nichts außer Schlechtem berichtet zu werden. Und schon gar nicht mögen die meisten Journalisten familienfreundliche Programme.

Weshalb geht die Kinderzahl zurück?

Freilich ist es alles andere als sicher, dass diese Programme wirklich zu einem signifikanten Comeback der Familie in den Industrieländern führen werden. Denn wahrscheinlich ist die Krise der Familie gar nicht primär ein materielles Problem. Sondern nur indirekt.

Der scharfe Rückgang der Kinderzahl beziehungsweise der intakten Familien in Europa hängt einerseits mit dem Siegeszug der Antibaby-Pille und mit der hohen Sicherheit zusammen, dass neugeborene Kinder auch alt werden, weshalb man also nicht mehr "zur Sicherheit" gleich eine größere Zahl von Kindern als eigentlich erwünscht in die Welt setzt. Andererseits ist der Rückgang aber auch Folge der sehr materiellen Tatsache, dass Kinder in den Industrieländern nicht mehr als Mithelfer in der Landwirtschaft gebraucht werden, und dass Kinder seit dem Ausbau der Sozialversicherung nicht mehr für die eigene Altersversorgung nötig erscheinen.

Also sind viele Paare in den letzten Jahrzehnten zu dem Schluss gekommen: Ja, dann brauchen wir ja eigentlich gar keine Kinder; sie würden uns doch nur bei unseren lustigen Freizeit- und Urlaubsplänen behindern, und Vorteile hätten wir ja doch keine. Kurzfristig und materiell stimmt das gewiss – langfristig ist aber eben ab der Mitte des Lebens eine wachsende Leere eines Lebens ohne Kinder kaum vermeidbar (was rund um das 40. Lebensjahr dazu führt, dass Frauen rasch doch noch ein Kind bekommen wollen).

Was aber individuell stimmt, stimmt für einen Staat überhaupt nicht. Jenseits des Geredes vom angeblichen Generationenvertrag ist die Altersversorgung jeder Generation völlig davon abhängig, ob eine nächste Generation da ist, die diese in anständigem Umfang garantiert. Das aber wird in vielen Ländern Europas von Jahrzehnt zu Jahrzehnt weniger der Fall sein. Es ist ja nicht Sadismus der Regierungen die Ursache, dass von Italien bis Frankreich die Krise des Pensionssystems zum dominanten politischen Thema geworden ist.

Nur noch sehr fanatische Ideologen können glauben, dass sich das Problem des Geburtenmangels durch Migration lösen lässt. Denn erstens ist ein guter Teil der Migranten völlig bildungsfern und in völlig anderen Wertmaßstäben aufgewachsen; sie werden daher über mehrere Generationen nicht imstande sein, eine moderne Industriegesellschaft weiterzuentwickeln oder zumindest deren bisheriges Niveau zu erhalten. Zweitens fehlt – verständlicherweise – den Zuzüglern jede emotionale, jede solidarische Motivation, alt werdende Europäer im Lebensalter zu finanzieren. Warum sollten sie auch?

Jede Gesellschaft braucht die autochthone Familie

Gerade die Weitervermittlung von Bildung, Kultur und Zivilisation ist ja die große Leistung von funktionierenden autochthonen Familien. Alleine, dass Eltern ihren Kindern jeden Abend vorlesen – um nur ein scheinbar winziges Detail zu nennen –, ist ein entscheidender Beitrag für die Zukunft des Kindes und damit der Gesellschaft, der durch politisch-korrekte Wert- und Sprachkurse nicht einmal zu einem Promille ersetzt werden kann.

Schon aus diesem Grund, also aus Eigeninteresse – und jenseits aller Sentimentalitäten oder religiösen Argumentationen – müssten Staat und Politik viel mehr die autochthone Familie ins Zentrum rücken, statt diesen Gedanken als "völkisch" zu denunzieren. Freilich, wenn vom Wiener Bürgermeister über den österreichischen Bundeskanzler bis zu den Chefs der beiden mächtigsten EU-Länder (Deutschland und Frankreich) heute schon überall Kinderlosigkeit zu sehen ist, sind die Folgen klar: Familie ist für die meisten Machtträger weder subjektiv noch objektiv, weder emotional noch intellektuell wichtig, sondern oft nur noch ein Wort für Wahlkämpfe.

Ja, ganz im Gegenteil: Die internationale Politik schadet den Familien immer wieder. Sie macht das neuerdings besonders raffiniert durch das Vorantreiben von "Kinderrechten". Hinter diesem nett klingenden Wort versteckt sich im Konkreten der heimtückische Versuch, die Eltern und damit die Familien noch weiter zu entmachten und dem Staat weitere Rechte zuzuschieben, weil ja angeblich nur er die Rechte der Kinder gegen die bösen Eltern hüten kann.

Wie desinteressiert die Politik in Wahrheit meist an den Kindern ist, sei wieder an Hand eines winzigen Details gezeigt: an den Fußwegen und Gehsteigen in Städten wie Wien. Waren diese früher Kindern und sonstigen Fußgängern vorbehalten sowie Kinderwägen, Kindertretrollern und Rollstühle alter Menschen als einzigen Fahrzeugen, hat heute gerade in Wien der Fahrradterror die Herrschaft übernommen. Auf vielen Gehwegen brausen Fahrräder oder Elektroscooter wild an den Fußgängern vorbei, gefährden sie und schränken den Lebensraum der städtischen Kinder noch weiter ein. In der Wirkung ist es ganz egal, ob sie das illegal oder legal tun (infame Verkehrszeichen erlauben ja neuerdings die Doppelnutzung von Wegen für Radfahrer wie Fußgänger, was natürlich Kinder und andere Fußgänger zu hilflosen Opfern macht). Fahrradfahrer sind in einer rotgrünen Stadt die obersten Heiligen, weshalb nichts gegen sie unternommen wird. Und Opfer sind wieder einmal die Kinder, deren öffentlicher Lebensraum weiter eingeschränkt ist (die Straße haben sie ja schon lange verloren ...).

Vor allem die Linksparteien (einschließlich der Neos) zeigen nicht nur für die Radfahrer, sondern auch für Schwule, Lesben und ihre neue Lieblingsgruppe, die Transgender-Menschen, zehnmal mehr Engagement als für Familien. Medial stecken normale Familien längst in einer Schweigespirale fest. Denn in den Medien kommt die Familie höchstens als Ort des Missbrauchs vor oder als Schauplatz männlicher Gewalttätigkeit. Ansonsten kann man – eben außerhalb der Weihnachtstage mit ihrem kurzfristigen Flächenbombardement an Familienfilmen – nur sehr wenig Positives über das wichtigste Fundament unserer Gesellschaft und der Zukunft lesen oder hören.

Ganz anders denken jedoch Kinder und Jugendliche über die Familien. Nichts anderes ist ihnen annähernd so wichtig. Sie wollen ihre Mütter, sie wollen ihre Väter. Nirgendwo zeigt sich ein Wunsch der Jugendlichen nach einem noch stärkeren Eingriff des Staates in die Familien, auch wenn die Politik diesen Griff scheinheilig als "Stärkung der Kinderrechte" tarnt. Oder wenn der Staat die Sexualerziehung (einschließlich kaum getarnter Schwulenpropaganda) an sich reißt.

Und schon gar nicht zeigt sich irgendein Wunsch der Jugendlichen nach lesbischen oder schwulen "Eltern"-Persiflagen. Aber wer fragt schon nach den Wünschen der Kinder in einer Gesellschaft, in der für Politik und Verfassungsrichter die Selbstverwirklichungs-Vorstellungen homosexueller Paare zum obersten Rechtsgut geworden sind …

Ein geradezu sensationell sich von den Vorstellungen der Medien und Politik unterscheidendes Bild über die wahren Wünsche der Kinder und Jugendlichen zeigt die jüngste Shell-Jugendstudie. Sie beweist, dass die Eltern nicht nur für kleine Kinder, sondern auch Jugendliche – jenseits aller Pubertätsauszucker – absolut wichtig und positiv sind. Für nicht weniger als 96 Prozent der 12- bis 25-Jährigen sind laut dieser Studie Väter und Mütter Erziehungsvorbilder. Und 90 Prozent sagen, dass sie mit ihnen "klarkommen".

Auch die traditionelle Rollenverteilung entspricht voll den Wünschen der Jugendlichen. Jenseits des lächerlichen Getues um den "Papamonat", den Politik und Medien in den letzten Jahren als angeblich wichtig hingestellt haben, sind sich die Jugendlichen einig, dass in einer Partnerschaft mit kleinem Kind die Frau und nicht der Mann beruflich kürzertreten soll. Und 65 Prozent der jungen Frauen wollen nur halbtags arbeiten, wenn sie einmal kleine Kinder haben. Männliche wie weibliche Jugendliche sind sich überhaupt für ihr künftiges Leben einig: Der Hauptversorger der Familie soll männlich sein.

Ganz ähnlich die österreichische Jugendwertestudie 2019: Die Familie ist dort für 79 Prozent der wichtigste Lebensbereich. Mit deutlichem Vorsprung vor den für Jugendliche zweifellos ebenfalls wichtigen Freunden.

Diese Studien sind eine großartige Bestätigung für die klassische Familie. Und ein vernichtendes Waterloo für all die krampfhaften Gesellschaftsveränderer in Politik und Medien, deren Aktivitäten immer wieder auf die Zerstörung der Familie abgezielt haben. Sie wollen sich durch die Wünsche und Sehnsüchte der Jugendlichen ganz offensichtlich nicht von ihren ideologischen Visionen abbringen lassen.

Die Frauen unter schwerer Doppelbelastung

Der schlimmste Angriff auf die Familie und auf die Kinder als ihren verletzlichsten Teil kommt über die massive Doppelbelastung, der viele Mütter durch die gesellschaftliche Erwartungshaltung ausgesetzt sind. Der Leistungsdruck ist gewaltig, weil sie zugleich perfekte Mütter wie auch beruflich erfolgreich sein sollen. Und meist auch wollen, um allen an sie herangebrachten Rollenbildern zu entsprechen. Der Druck ist so schlimm, dass immer mehr junge Frauen sagen: "Das tu ich mir nicht an". Sie verzichten deshalb – auf Kinder. Es sagt ihnen ja auch niemand, dass sie ein paar Jahrzehnte später draufkommen werden, die – für sich selber! – falsche Entscheidung getroffen zu haben, wenn sie dann sagen: "Wieviel lieber hätte ich Kinder und Enkelkinder als die Erfahrung, volle 45 Jahre in einem Büro gesessen zu sein!"

Gewiss: Frauen haben heute eine exzellente Ausbildung, die sie nur ungern für etliche Kinderjahre unterbrechen. Sie fürchten nicht ganz zu Unrecht, dass ihnen nach einer Unterbrechung die Alterskollegen ohne Kinder derweil um etliche Karrierestufen voraus sind (auch wenn das ein paar Jahre später wieder meist ausgeglichen ist).

Andererseits spüren sie emotional, wie sehr die Kinder Sehnsucht und Bedürfnis nach der Mutter haben – und das nicht nur in den ersten acht Wochen nach der Geburt. Noch mehr als nach dem Vater, auch wenn dieser in den späteren Jahren der Kinder zunehmend an Bedeutung gewinnt. Und in Hinblick auf den Beruf spüren sie erst, wenn die Kinder da sind, dass ihnen diese eigentlich viel wichtiger sind.

Der gesellschaftliche Druck auf die jungen Frauen ist aber eben enorm, nur ja nicht den Beruf aufzugeben. Wie sehr er auf Frauen lastet, erkennt man etwa daran, wenn manche Frauen beim gegenseitigen Vorstellen das Wörtchen "nur" hinzufügen. Sie seien ja nur Hausfrau. Sie machen sich klein, statt stolz darauf zu sein, dass sie die wichtigste Zukunftsinvestition überhaupt für diese Gesellschaft leisten, eben das Aufziehen und Erziehen von Kindern, deren Hineinführen in eine komplizierte Welt, die Vermittlung des Wertes von Bildung wie Anständigkeit und, ja, auch das Setzen klarer Grenzen im Zusammenleben. Die Summe dieser Tätigkeiten von Müttern und Vätern ergibt - zusammen mit den ja ebenfalls von ihnen stammenden Genen - den Erfolg der Kinder, das, was Pamela Rendi-Wagner in linker Dümmlichkeit als "Bildung ist erblich" bezeichnet hat. 

Birgit Kelle, Deutschlands heute interessanteste Autorin, verweist auf einen besonders dramatischen Zusammenhang: "Jedes vierte Schulkind zeigt inzwischen psychische Auffälligkeiten … Interessant ist, dass bei der Ursachenforschung nirgendwo, wirklich nirgendwo die Frage auftaucht, ob es vielleicht einen Zusammenhang gibt zwischen der massiven und immer früher einsetzenden und auch immer länger andauernden Fremdbetreuung von Kindern und ihrer psychischen Instabilität. Dabei wäre es naheliegend, genau dieser Frage nachzugehen. Denn wenn sich in den vergangenen 20 Jahren etwas dramatisch verändert hat, dann die Zeit, die Kinder noch in Familien verbringen dürfen, ohne ihre Tage in Ganztagsbetreuung zu fristen. Wenn etwas sich dramatisch verändert hat, dann, dass zunehmend schon Babys ab sechs Monaten oder einem Jahr nicht selten für acht Stunden täglich in Fremdbetreuung kommen. Wenn man auch nur halbwegs ernst nimmt, was Erziehungsexperten und Hirnforscher schon lange anmahnen, dann verwundern einen die dramatischen Zahlen leider nicht. Kinder wollen Mama und Papa, je kleiner sie sind, umso mehr. Sie wollen Sicherheit, Verlässlichkeit, Trost, Liebe, Zuneigung."

Wie Recht Kelle doch hat. Und wie sehr doch die Politik aller Parteien die Zerstörung der Familie vorantreibt, indem sie mit aller Gewalt die Fremdbetreuung von Kleinkindern forciert. Und wie sehr Gewerkschaften und die Radikalfeministinnen Kinder und Mütter doch hassen müssen, wenn sie ständig verlangen, dass Frauen bald nach der Geburt wieder in Vollzeitbeschäftigung zurückkehren (die SPÖ-Abgeordnete Regner etwa wörtlich: "Frauen sollen nicht lange in Karenz bleiben.") Und wie sehr Eltern ihre Kinder zumindest missverstehen, wenn sie ihnen statt Zeit schon im Volksschulalter ein Smartphone schenken.

Zum Schluss noch eine absolut sensationelle Passage aus der links stehenden Publikation "Das Biber" (und jetzt.de) von einer jungen Frau: "Ich dachte den feministischen Albtraum. Der ging so: Kann ich bitte meinen Job an den Haken hängen, meinen Mann zum lukrativen Alleinverdiener ernennen und von heute an zuhause bei meinem Kind bleiben? Kann ich bitte vormittags für mein Kind kochen und nachmittags mit ihm Christbaumschmuck basteln, so wie meine Mutter einst mit mir? Kann ich bitte nicht so durch unser perfektes Leben hetzen? Als ich das fertig gedacht hatte, schämte ich mich ein bißchen. Nicht total, weil ich ja wusste, dass dieser Gedanke eine Verzweiflungstat war. Natürlich liebe ich meinen Job."

Und dann weiter: "Aber so? So hatte ich es mir nicht vorgestellt. Vielleicht ähnlich naiv wie in Sachen Geburt und Kind-dann-tatsächlich-haben, liegen einfach Welten zwischen dem, was man liest und sich vorstellt, und dem, was dann blanke Realität wird. Ein "Mamaa!" schreiendes Kind, das seine Arme flehentlich zu dir hinstreckt und verzweifelt mit nassem Gesicht zuschaut, wie du dich umdrehst und gehst, das tut weh."

PS: Wie wenig Sebastian Kurz offenbar von Kindern und Familie versteht, dürfte sich in den nächsten Tagen zeigen, wenn er die familienfeindlichen und radikalgenderistischen Grünen offenbar wirklich in die Regierung holen sollte. Aber das werden nicht nur die Familien zu büßen haben.

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print



© 2022 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung