Ist die Willkommenskultur wirklich ein Gebot der Nächstenliebe? –

Lesezeit: 5:00

Vertreter der Willkommens-Kultur betonen immer wieder, dass diese der jüdisch-christlichen Nächstenliebe entspreche. Die Forderung "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (Lev 19,18 b) wurde von Jesus übernommen und präzisiert. Erstens, indem Er das Gebot der Nächstenliebe mit dem Gebot der Gottesliebe zu einem Doppelgebot verknüpfte, und zweitens, indem er den Begriff des Nächsten neu bestimmte.

Im Alten Testament war mit Nächster sowohl der Verwandte als auch der Glaubensgenosse gemeint (rā‛āb im Sinne von ach). Der Koran verwendet diese Begriffe bis heute so und kommt so zu einer klaren Abstufung: moslemischer Mann – moslemische Frau – Ungläubige. Jesus erweitert den Begriff – aber nicht, wie manche Gutmenschen meinen, automatisch auf alle Menschen. Das bekannte Gleichnis vom barmherzigen Samariter lädt bekanntlich nicht alle Hilfsbedürftigen nach Jerusalem, sondern betont: Nicht Du darfst definieren, wer Dein Nächster ist, sondern Gott definiert es durch die konkreten Situationen, in die Er Dich stellt. Und das ist selbstverständlich Individualethik.

Als Überleitung zur Sozialethik eine einfache ethische Regel: Ich darf zwar für mich selbst auf Widerstand verzichten, aber nicht für die Menschen, die mir anvertraut sind – also Eltern nicht für ihre Kinder, Lehrer nicht für ihre Schüler, Offiziere nicht für ihre Soldaten, Politiker nicht für ihre Bürger. Hier besteht nicht nur Verteidigungsrecht, sondern auch Verteidigungspflicht – sonst würde man beim Recht des Stärkeren enden, das immer ein Unrecht ist.

Die Sozialethik muss daher im Rechtsgrundsatz begründet werden: meine Freiheitsäußerungen enden dort, wo die des anderen beginnen (Kant). Das gilt zwischen Einzelnen, Gruppen, Staaten und letztlich für die Weltgesellschaft. Im Gegensatz zur Ethik ist die Rechtsebene erzwingbar, da man nicht mit der ethischen Haltung der Einzelnen rechnen kann. Nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs wurde daher 1951 die Genfer Flüchtlingskonvention erlassen: Gemäß § 3 Asylgesetz zählt als schutzwürdiger "Flüchtling" nur eine Person, die in ihrem Heimatland von den nationalen Behörden aus den in der Konvention taxativ aufgezählten Gründen (etwa Rasse, Religion, Nationalität, politische Überzeugung) verfolgt wird. Krieg, Bürgerkrieg, Stammesfehden sowie wirtschaftliche oder klimatische Probleme zählen nicht dazu!

Daher ist der Marrakesch-Migrationspakt von 2018 nicht nächstenliebend, sondern verantwortungslos. Er will ja die Genfer-Konvention und den Unterschied zwischen Flüchtlingen und Migranten aufheben und so alle Grenzen unkontrolliert öffnen, wobei die Verbindlichkeit des Abkommens rechtlich eher verschleiert als geklärt wird.

So ist weder in Europa der Bevölkerungsrückgang noch in Afrika die wirtschaftliche und politische Not zu beseitigen. In Europa nicht, weil wir dadurch immer mehr Sozialhilfeempfänger durchfüttern müssen – da wäre ein Müttergehalt hilfreicher. In Afrika nicht, weil wir dort gerade die Arbeitsfähigen abziehen. Sinnvoll wäre eine Hilfe zur Selbsthilfe, vor allem Bildungsprojekte, die aber unbedingt rechtlich abgesichert werden müssten. Der gute Wille ist hier sicher zu wenig. Und nicht einmal der ist vorhanden – Afrika ist der reichste, aber der am meisten ausgebeutete Kontinent.

Ferner werden von den Befürwortern der Willkommenskultur ziemlich hinkende Vergleiche angestellt. Schon der Vergleich mit der sogenannten Völkerwanderung hinkt: die immigrierenden Germanenstämme waren schon christianisiert und bewunderten die römische Kultur – sie wollten sich also anpassen. Auch der Vergleich mit Migrationsbewegungen in der Monarchie und dann nach den beiden Weltkriegen hinkt: Diese Menschen waren Christen aus demselben Kulturkreis.

Die Masseneinwanderung seit 2015 bringt aber Immigranten, die weder unsere Kultur noch unsere Religion teilen. Wer den Koran ein wenig genauer liest, merkt bald, dass es unterschiedliche Typen des Dschihad, des "Heiligen Krieges", gibt. Einer davon ist die Emigration & Immigration: "Die Gläubigen, welche auswanderten und auf Allahs Weg kämpften und dem Propheten Herberge und Hilfe gewährten, das sind die Gläubigen in Wahrheit. Ihnen gebührt Verzeihung und großmütige Versorgung." (Sure 8/Vers 74). "Denjenigen, die auf Allahs Weg auswandern und hierauf getötet werden oder sterben, wird Allah ganz gewiss eine schöne Versorgung gewähren. Allah ist wahrlich der beste Versorger." (Sure 22 / Vers 58).

Die Emigration soll eine schrittweise Islamisierung bewirken:

  1. a) "Diejenigen, die glauben und ausgewandert sind und sich mit ihrem Vermögen und ihrer Person auf dem Weg Allahs eingesetzt haben, sind untereinander Freunde." (Sure 8/Vers 72) – das heißt Forderung nach Segregation und Parallelgesellschaft.
  2. b) Delegitimierung von Institutionen des säkularen Staates durch Gehorsamsverweigerung: "Oh ihr Gläubigen, nehmt nicht Ungläubige zu Schutzherren." (Sure 4/Vers 114) "Oh ihr Gläubigen, nehmt euch nicht Juden oder Christen zu Schutzherren." ( Sure 5/Vers 51)
  3. c) Transformation der Rechtsgrundlagen (Schariagerichte) und Übernahme des Eigentums der mittlerweile Unterworfenen.  "Und er gab euch zum Erbe ihr Land, ihre Wohnstätten und ihren Besitz und auch ein Land, dass ihr vorher noch nie betreten hattet. Und Allah hat zu allem die Macht." (Sure 33/Vers 27)

Genau in der Übernahme der Scharia liegt das Hauptproblem, da diese keine Trennung von Recht / Ethos / Religion kennt. In der Bibel hingegen ist diese Trennung schon im Alten Testament grundgelegt und im Neuen Testament von Jesus näher ausgeführt (etwa in den Antithesen der Bergpredigt). Nach christlicher Auffassung soll möglichst weltweit eine Rechtsordnung gelten, die ein friedliches Zusammenleben der Menschen ermöglicht und offen ist für eine religiöse Überhöhung. Diese Überhöhung darf aber dem friedlichen Zusammenleben nicht widersprechen.

Mit anderen Worten: Unsere Toleranz darf nur so weit gehen, als ein friedliches Zusammenleben der Menschen verschiedener Weltanschauungen nicht gestört ist. Dieser Maßstab ist daher auch von den bereits hier lebenden Menschen verschiedenster Weltanschauungen einzufordern. Das heißt, wer sich nicht an die Verfassung des Gastlandes und die Menschenrechte halten will, kann nicht in Österreich leben. Es ist daher auch unverständlich, warum der § 6 des Islamgesetzes von 1912 im neuen Islamgesetz gestrichen wurde: "Auch die Lehren des Islams, seine Einrichtungen und Gebräuche genießen diesen Schutz, insofern sie nicht mit den Staatsgesetzen im Widerspruch stehen."

Durch die Vermengung von Individual- und Sozialethik und eine solcherart missverstandene Nächstenliebe rückt also das Kalifat Europa bedenklich näher.

Sr. Katharina OP (Dr. Elisabeth Deifel, Philosophin und Theologin, em. Prof. der KPH, jetzt in der Erwachsenenbildung)

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  1. Ausgezeichneter KommentatorAbaelaard
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2019 08:22

    Perfekter Text, absolut meine Meinung. Der Samariter half dem Überfallenen, versorgte ihn aber er nahm ihn nicht mit nach Hause sondern ging anschließend seiner Wege.

    Und er war GERECHTFERTIGT , wann werden das unsere Kirchenbonzen einmal begreifen, ich glaube nie !

  2. Ausgezeichneter Kommentatorglockenblumen
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2019 09:01

    zur Überschrift: NEIN, definitiv nicht!
    Und schon gar nicht für Leute, die uns lieber tot oder versklavt sehen!

    Danke an Schwester Katharina für Ihre Ausführungen!

    **************************!

  3. Ausgezeichneter KommentatorGerald
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2019 09:08

    Danke für diesen Text. An und für sich macht der Begriff "Nächstenliebe" ja schon klar, dass es da eine Abstufung gibt und nicht unterschiedslose Liebe allem und jedem gegenüber gemeint sein kann, vor allem aber keine Fernstenliebe. Denn gerade als Fernstenliebe wird das ja von zahlreichen Asyl-NGOs ausgelegt. Während diese, die wildfremden Glücksritter und Gewalttäter aus aller Herren Länder umhätscheln und umsorgen, werden Einheimische, die sich auch einmal über etwas Zuwendung freuen würden (z.B. Altersheime) im wahrsten Sinne des Wortes "links" liegen gelassen.
    Die Willkommenskultur war sicher kein Gebot der christlichen Nächstenliebe, sondern war absurdes Staatsversagen aus politischer Feigheit. Es war eine Umsetzung linksradikaler Politik (no border), die speziell von diesen Linkextremisten, welche ansonsten für alles Christliche nur Verachtung übrig haben, absurderweise mit christlichen Grundwerten gerechtfertigt wurde und leider sind auch zahlreiche Kirchenführer und nicht zuletzt der Papst auf diesen Zug aufgesprungen. Als besonders plakatives Beispiel der Kölner Kardinal Woelki, der ein Boot solcher illegalen Migranten im Kölner Dom aufstellen ließ, was schon stark an Götzenanbetung im Stil des Goldenen Kalbs erinnerte.

  4. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2019 23:42

    ******************************!
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    ******************************!

    Herzlichen Dank, Schwester Katharina, ein ganz ausgezeichneter Artikel, der alles Wesentliche, eigentlich das einzig Wesentliche der heutigen Zeit, auf den Punkt bringt!

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Perfekt die Auswahl der Punkte und deren Gewichtung. Allein diese Welt und Europa verstehen es nicht. Auch überwiegend alles, was "christlich" oder "katholisch" im Namen trägt, versteht es nicht. Ich denke dabei vor allem nicht nur an den Großteil unserer kirchlichen Hierarchien, sondern auch an unsere studentischen Corporationen. Und denjenigen, die es verstehen, fehlt der Mut und die Orientierung zum Handeln.

    Bitte intensivieren Sie Ihre Stimme. Der selige Marco d'Aviano hat es auch getan.

  5. Ausgezeichneter KommentatorForster
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2019 22:47

    Wie es aussieht, "wird der Westen fallen" (Orban). Nur der Osten Europas, die ehemals vom Kommunismus beherrschten Länder, werden aus dem Paradox der historischen Rückständigkeit heraus eine letzte Nachglüh-phase spätchristlicher Kultur lebendig halten. So wie damals das spätantik-frühmittelalterliche Byzanz nach dem Untergang Westroms. Geschichte würde sich so wiederholen: Nur dieses Mal ins Ende eines untergehenden Post-Christentums hinein vollstrecken. Sehr wahrscheinlich wird Oswald Spengler recht behalten...

    Hier ein Auszug aus der "Rede zur Lage der ungarischen Nation" (Viktor Orban - 18. Februar 2018)

    „Bis 2050 wird sich die Zahl der in Afrika Lebenden verdoppeln (auf) 2,5 Milliarden Menschen. Afrika wird zehnmal mehr Jugendliche haben als Europa. (…) Wenn man dieser aus mehreren hundert Millionen bestehenden jungen Masse erlaubt, nach Norden zu kommen, dann werden (…) unsere Kultur, unsere Identität und unsere Nationen (…) aufhören zu existieren.
    (...) Der Westen fällt, während Europa nicht einmal bemerkt, dass es besetzt wird. (…) Anscheinend haben sich die Entwicklungsrichtungen (von) West- und Mitteleuropa getrennt. (…) In Westeuropa sind die alten, großen europäischen Nationen zu Einwanderungsländern geworden. Die (…) Abnahme der Bevölkerung christlicher Kultur, die Islamisierung der Großstädte schreitet (…) voran, und ich sehe jene politischen Kräfte nicht, die die Prozesse aufhalten wollten oder könnten (…). Wir (Ungarn) haben verhindert, dass die islamische Welt uns überströmte. In dieser Richtung sind wir das letzte Land des lateinischen, das heißt des westlichen Christentums. (…)
    Die absurde Situation ist die, dass die Gefahr uns heute vom Westen droht. Dieser Gefahr setzen uns Brüsseler, Berliner und Pariser Politiker aus. (…) Jene Politik, die (…) den Weg für den Niedergang der christlichen Kultur und den Raumgewinn des Islam eröffnet hat. (…) Weil das Fremde schön, die gemischte Bevölkerung besser sei und weil der wahre Europäer keine derart mittelalterlichen Dinge verteidigen soll wie seine Heimat und seine Religion. (…) Jetzt heißt (es), wir müssten ihnen ähnlich werden wegen Solidarität. (…) Wir werden niemals mit jenen europäischen führenden Politikern solidarisch sein, die Europa in ein postchristliches und postnationales Zeitalter führen wollen.“

    http://www.miniszterelnok.hu/ministerprasident-viktor-orbans-rede-zur-lage-der-nation-2/

    https://www.andreas-unterberger.at/m/2019/03/100-jahre-ijuntergang-des-abendlandesij-ij-die-postmoderne-im-clinch-mit-oswald-spengler/

  6. Ausgezeichneter KommentatorRomana
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2019 09:48

    Dieser profunde Kommentar geht dem ethischen Argument für die Willkommenskultur auf den Grund und macht es zunichte. Das Christentum wird (fälschlich) herangezogen, wo es den Eliten in den Kram passt, sonst aber missachtet und bekämpft (Abtreibung, Homo-Ehe, christliche Morallehre).

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Juni 2019 20:39

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    ********************************************+!

    Ein außergewöhnlich guter Kommentar! Er sollte weit verbreitet werden! Vielen herzlichen Dank, Schwester Katharina!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnalyse
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2019 11:18

    Die "Willkommenskultur" ist eine Strategie der EU, um gem. der "Drei-Elementen-Lehre" Georg Jellineks (Staatsgebiet-Staatsgewalt-Staatsvolk) das fehlende einheitliche Staatsvolk zu generieren. Methode ist die geforderte Verteilung der Neuen in die kleinsten Dörfer (Mikl-Leitner). Vorbild ist der "melting-pot" USA, wie ja schon Joschka Fischer die "Finalität" Europas als die "Vereinigten Staaten von Europa" (USE) defnierte. Da die dazugehörige Auflösung der Nationalstaaten nicht per Beschluß durchgesetzt werden konnte, bediente man (Merkel) sich der Methode des Überfalls, des Rechtsbruchs bei offenen Grenzen. Und alle schauen zu.....

  2. Ausgezeichneter KommentatorJ. Scheiber
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2019 21:43

    Wer die Nächsten Jesu Christi sind zeigt die Geschichte mit der Kanaaniterin: Es sind die verstreuten Stämme Israels. Diese wurden um 700 vor Christus von den Assyrern deportiert und sind später über den heute noch so bezeichneten Israeliten-Paß über den Kaukasus nach Norden gezogen - daher Kaukasier! In Europa sind sie als Skythen, Germanen, Galanter, Kimbern etc. aufgetaucht.
    Die Rede vom jüdisch-christlichen Erbe ist die Ursache allen Unheils. Man kann nicht gleichzeitig Erbe Christi und der Antichristen sein! Die Juden sind nicht die Judahiten, die Nachfahren des vierten Sohnes Jakob Israels, sondern Edomiter! Judäa zur Zeit Christi war eine multikulturelle Gesellschaft.

alle Kommentare

  1. J. Scheiber (kein Partner)
    15. Juni 2019 21:43

    Wer die Nächsten Jesu Christi sind zeigt die Geschichte mit der Kanaaniterin: Es sind die verstreuten Stämme Israels. Diese wurden um 700 vor Christus von den Assyrern deportiert und sind später über den heute noch so bezeichneten Israeliten-Paß über den Kaukasus nach Norden gezogen - daher Kaukasier! In Europa sind sie als Skythen, Germanen, Galanter, Kimbern etc. aufgetaucht.
    Die Rede vom jüdisch-christlichen Erbe ist die Ursache allen Unheils. Man kann nicht gleichzeitig Erbe Christi und der Antichristen sein! Die Juden sind nicht die Judahiten, die Nachfahren des vierten Sohnes Jakob Israels, sondern Edomiter! Judäa zur Zeit Christi war eine multikulturelle Gesellschaft.

    • J. Scheiber (kein Partner)
      15. Juni 2019 21:54

      Jesus hat genau unterschieden, wann er zu den Judahiten und wann er zu den Edomitern (Juden) gesprochen hat."!hr hört meine Stimme nicht, weil ihr nicht von meinen Schafen seid"! Die Edomiter haben damals die Priesterschaft und das Königshaus unterwandert haben. Nachzulesen bei Flavius Josephus. Heute haben wir dieselbe Unterwanderung in Kirche und Politik wie zur Zeit Christi. Es ist Zeit für die verstreuten Stämme Israels zu erwachen, sich wieder zu erkennen und sich zu sammeln!

    • glockenblumen
      19. Juni 2019 08:36

      Dazu hat @McErdal vor einigen Tagen einen hochinteressanten aufschlußreichen Link gepostet

      https://vimeo.com/340721404

  2. Zraxl (kein Partner)
    15. Juni 2019 18:52

    Ehrwürdige Mutter, Sehr geehrte Frau Professor,
    Unser Problem kommt nicht daher, dass wir das Gebot der Nächstenliebe falsch interpretieren, was wir tatsächlich auch tun, sondern daher dass wir das 1. Gebot missachten. Wenn wir nicht rasch zu diesem 1.Gebot zurückfinden, werden wir so enden wie die Israeliten in der Bibel geendet haben, wenn sie auf Gott vergessen haben: In Elend und Gefangenschaft!

    Massenzuwanderung ist ein Geschäftsmodell. Es bringt Wähler für die linken Parteien und es führt zu Wirtschaftswachstum auf Kosten der kleinen Bürger.

  3. astuga (kein Partner)
    15. Juni 2019 17:40

    Ich glaube nicht, dass es eine Stelle im Neuen Testament gibt die rechtfertigt den Besitz der Allgemeinheit oder fremden Besitz für eigene Zwecke (oder das eigene Ego) an dritte zu verteilen.
    Während deutsche Pensionisten im Müll nach Lebensmitteln und Pfandflaschen suchen.

    Erinnert an die sog. Flüchtlingsbürgen, die davon ausgingen, dass letztlich ohnehin alle anderen für ihre infantile Dummheit und moralischen Blähungen aufkommen.

  4. astuga (kein Partner)
    15. Juni 2019 17:34

    Abseits von wohlfeilen Lippenbekenntnissen...
    Welcher schwedische Bürger ist bereit einen Flüchtling/Migranten bei sich daheim aufzunehmen?
    Mit vorhersehbarem Ergebnis.

    Youtube: "Sweden Who's actually ready to welcome a migrant into their home?"

  5. fxs (kein Partner)
    15. Juni 2019 12:46

    Eben, es gibt ja auch die Bibelstelle Matthäus 15, 21-28, in der davon berichtet wird, dass Jesus einer kaananäischen Frau zuerst die Heilung ihrer besessenen Tochter mit dem Hinweis
    "Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt." und
    "Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen."
    verweigert.

  6. Analyse (kein Partner)
    15. Juni 2019 11:18

    Die "Willkommenskultur" ist eine Strategie der EU, um gem. der "Drei-Elementen-Lehre" Georg Jellineks (Staatsgebiet-Staatsgewalt-Staatsvolk) das fehlende einheitliche Staatsvolk zu generieren. Methode ist die geforderte Verteilung der Neuen in die kleinsten Dörfer (Mikl-Leitner). Vorbild ist der "melting-pot" USA, wie ja schon Joschka Fischer die "Finalität" Europas als die "Vereinigten Staaten von Europa" (USE) defnierte. Da die dazugehörige Auflösung der Nationalstaaten nicht per Beschluß durchgesetzt werden konnte, bediente man (Merkel) sich der Methode des Überfalls, des Rechtsbruchs bei offenen Grenzen. Und alle schauen zu.....

  7. Undine
    14. Juni 2019 20:39

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    ********************************************+!

    Ein außergewöhnlich guter Kommentar! Er sollte weit verbreitet werden! Vielen herzlichen Dank, Schwester Katharina!

  8. O5
    14. Juni 2019 12:28

    Ein ausgezeichneter mit Fakten unterlegter Artikel.

  9. otti
    14. Juni 2019 09:02

    Sr. Katharina OP

    Eine großartige Kurzfassung - ich drucke diesen Beitrag aus und verteile ihn.

    DANKE - und bitte lassen Sie mehr von sich hören !

    • Riese35
      14. Juni 2019 09:44

      Ja, so etwas gehört verteilt. So etwas müßte in jeder Zeitung abgedruckt sein und groß im Parlament für alle Abgeordneten gut lesbar angebracht sein.

  10. Riese35
    13. Juni 2019 23:42

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    Herzlichen Dank, Schwester Katharina, ein ganz ausgezeichneter Artikel, der alles Wesentliche, eigentlich das einzig Wesentliche der heutigen Zeit, auf den Punkt bringt!

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Perfekt die Auswahl der Punkte und deren Gewichtung. Allein diese Welt und Europa verstehen es nicht. Auch überwiegend alles, was "christlich" oder "katholisch" im Namen trägt, versteht es nicht. Ich denke dabei vor allem nicht nur an den Großteil unserer kirchlichen Hierarchien, sondern auch an unsere studentischen Corporationen. Und denjenigen, die es verstehen, fehlt der Mut und die Orientierung zum Handeln.

    Bitte intensivieren Sie Ihre Stimme. Der selige Marco d'Aviano hat es auch getan.

  11. Forster
    13. Juni 2019 22:47

    Wie es aussieht, "wird der Westen fallen" (Orban). Nur der Osten Europas, die ehemals vom Kommunismus beherrschten Länder, werden aus dem Paradox der historischen Rückständigkeit heraus eine letzte Nachglüh-phase spätchristlicher Kultur lebendig halten. So wie damals das spätantik-frühmittelalterliche Byzanz nach dem Untergang Westroms. Geschichte würde sich so wiederholen: Nur dieses Mal ins Ende eines untergehenden Post-Christentums hinein vollstrecken. Sehr wahrscheinlich wird Oswald Spengler recht behalten...

    Hier ein Auszug aus der "Rede zur Lage der ungarischen Nation" (Viktor Orban - 18. Februar 2018)

    „Bis 2050 wird sich die Zahl der in Afrika Lebenden verdoppeln (auf) 2,5 Milliarden Menschen. Afrika wird zehnmal mehr Jugendliche haben als Europa. (…) Wenn man dieser aus mehreren hundert Millionen bestehenden jungen Masse erlaubt, nach Norden zu kommen, dann werden (…) unsere Kultur, unsere Identität und unsere Nationen (…) aufhören zu existieren.
    (...) Der Westen fällt, während Europa nicht einmal bemerkt, dass es besetzt wird. (…) Anscheinend haben sich die Entwicklungsrichtungen (von) West- und Mitteleuropa getrennt. (…) In Westeuropa sind die alten, großen europäischen Nationen zu Einwanderungsländern geworden. Die (…) Abnahme der Bevölkerung christlicher Kultur, die Islamisierung der Großstädte schreitet (…) voran, und ich sehe jene politischen Kräfte nicht, die die Prozesse aufhalten wollten oder könnten (…). Wir (Ungarn) haben verhindert, dass die islamische Welt uns überströmte. In dieser Richtung sind wir das letzte Land des lateinischen, das heißt des westlichen Christentums. (…)
    Die absurde Situation ist die, dass die Gefahr uns heute vom Westen droht. Dieser Gefahr setzen uns Brüsseler, Berliner und Pariser Politiker aus. (…) Jene Politik, die (…) den Weg für den Niedergang der christlichen Kultur und den Raumgewinn des Islam eröffnet hat. (…) Weil das Fremde schön, die gemischte Bevölkerung besser sei und weil der wahre Europäer keine derart mittelalterlichen Dinge verteidigen soll wie seine Heimat und seine Religion. (…) Jetzt heißt (es), wir müssten ihnen ähnlich werden wegen Solidarität. (…) Wir werden niemals mit jenen europäischen führenden Politikern solidarisch sein, die Europa in ein postchristliches und postnationales Zeitalter führen wollen.“

    http://www.miniszterelnok.hu/ministerprasident-viktor-orbans-rede-zur-lage-der-nation-2/

    https://www.andreas-unterberger.at/m/2019/03/100-jahre-ijuntergang-des-abendlandesij-ij-die-postmoderne-im-clinch-mit-oswald-spengler/

  12. Forster
    13. Juni 2019 22:34

    Sehr aufschlussreicher Text!
    Hier noch eine Analyse von mir zum "Mama-Merkel-Schulkomplex" und zum Thema "Ist das Böse exklusiv europäisch?" - Wenn wir diesen westlichen Schuldwahn nicht überwinden und auf ein realistisches Augenmaß beschränken, "wird der Westen fallen" (Viktor Orban)

    https://www.andreas-unterberger.at/m/2018/04/der-mama-merkel-schuldkomplex/

  13. Walter Klemmer
    13. Juni 2019 20:06

    Das Problem ist klar: Sozialethik und Individualethik wird vermischt.

    Sozialethik: Es kann gut sein, wenn ein Polizist jemanden erschießt.

    Es kann gut sein, wenn ein Soldat jemanden erschießt.

    Und es kann gut sein, wenn irgendwer aus Notwehr jemanden zu Tode prügelt.

    Ein Vater, der seine Kinder vor einem Kidnapper schützt, hat sein Vateramt auszuführen.

    Der Amtscharakter vieler menschlicher Rollen wird völlig vernachlässigt.

    Heute ist die Polizei schon böse, wenn sie Randalierer beseitigt.

    Sie hat aber klar die Aufgabe, öffentliche Sicherheit zu garantieren. .....

    Und genauso wir bei Vätern und Müttern vergessen, dass sie ein Amt in der Kindererziehung innehaben, sie aber zu Kinderverwöhnern auf gleicher Stufe verkommen sind.

    Christliche Theologie hat Sinn.
    Eine gottlose Gesellschaft ist eine chaotische. Die Grenzenlosigkeit ist der Beginn von Chaos. Amt und Amtsvollmacht haben die Aufgabe gegen Unrecht notfalls auch mit Gewalt durchzugreifen.

    Gott befielt sogar von Amtswegen die Todesstrafe: Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden.
    Über die heutige Rechtspflegung kann diskutiert werden. Aber die Grundlegende Hierarchie von Sozialethik mit härtester Konsequenz vor Individualethik ist biblisch realistisch.

    Heutige Todesstrafe praktizieren in der gottlosen anitchristlichen Gesellschaft die Ärzte bei der panmäßigen industriellen Ermordung Ungeborener.

    Nicht ein paar kaltblütige Mörder werden hingerichtet, sondern tausende ungeborene Kinder......
    Das ist perverse Konsequenz, fern aller biblischer Prinzipien.....

  14. Ausgebeuteter
    13. Juni 2019 17:54

    Ein guter Artikel, der zum Nachdenken anregt.
    Leider bekommen unsere Politiker (auch die "Wir-schaffen-das-Kanzlerin" Merkel) dies nicht zu lesen.

    • Sylvester (kein Partner)
      15. Juni 2019 17:38

      die "Willkommenskultur" der Frau Merkel hatte wenig mit "Nächstenliebe" zu tun,
      das war erstens Politisches Kalkül, bevor wir Mio. € am die Türken zahlen sollen die bei uns leben, da haben wir die Kosten und Verwahrung der Leute im Griff ...
      und zweitens: unsere Wirtschaft/Industrie braucht billige willige Arbeitskräfte
      und drittens: wir machen dort im Irak/Syrien ganz verlegen und versteckt am Krieg mit, wir wollen die Opfer ein wenig versorgen ...

      dass das Maß an islamischen Zuwanderern aus früheren Jahren schon übervoll war, wurde da übersehen und dann kamm es zur "Reaktion" mit der niemand gerechnet hat!

  15. Romana
    13. Juni 2019 09:48

    Dieser profunde Kommentar geht dem ethischen Argument für die Willkommenskultur auf den Grund und macht es zunichte. Das Christentum wird (fälschlich) herangezogen, wo es den Eliten in den Kram passt, sonst aber missachtet und bekämpft (Abtreibung, Homo-Ehe, christliche Morallehre).

  16. Gerald
    13. Juni 2019 09:08

    Danke für diesen Text. An und für sich macht der Begriff "Nächstenliebe" ja schon klar, dass es da eine Abstufung gibt und nicht unterschiedslose Liebe allem und jedem gegenüber gemeint sein kann, vor allem aber keine Fernstenliebe. Denn gerade als Fernstenliebe wird das ja von zahlreichen Asyl-NGOs ausgelegt. Während diese, die wildfremden Glücksritter und Gewalttäter aus aller Herren Länder umhätscheln und umsorgen, werden Einheimische, die sich auch einmal über etwas Zuwendung freuen würden (z.B. Altersheime) im wahrsten Sinne des Wortes "links" liegen gelassen.
    Die Willkommenskultur war sicher kein Gebot der christlichen Nächstenliebe, sondern war absurdes Staatsversagen aus politischer Feigheit. Es war eine Umsetzung linksradikaler Politik (no border), die speziell von diesen Linkextremisten, welche ansonsten für alles Christliche nur Verachtung übrig haben, absurderweise mit christlichen Grundwerten gerechtfertigt wurde und leider sind auch zahlreiche Kirchenführer und nicht zuletzt der Papst auf diesen Zug aufgesprungen. Als besonders plakatives Beispiel der Kölner Kardinal Woelki, der ein Boot solcher illegalen Migranten im Kölner Dom aufstellen ließ, was schon stark an Götzenanbetung im Stil des Goldenen Kalbs erinnerte.

    • steinmein
      13. Juni 2019 15:53

      Der Kardinal soll aufpassen, dass er nicht von den Einwanderern als Schlachtopfer benützt wird. Wieviele falsche propheten weilen inzwischen unter uns. Sie sind des Teufels, weil so blöd kann keiner sein.

  17. glockenblumen
    13. Juni 2019 09:01

    zur Überschrift: NEIN, definitiv nicht!
    Und schon gar nicht für Leute, die uns lieber tot oder versklavt sehen!

    Danke an Schwester Katharina für Ihre Ausführungen!

    **************************!

  18. Abaelaard
    13. Juni 2019 08:22

    Perfekter Text, absolut meine Meinung. Der Samariter half dem Überfallenen, versorgte ihn aber er nahm ihn nicht mit nach Hause sondern ging anschließend seiner Wege.

    Und er war GERECHTFERTIGT , wann werden das unsere Kirchenbonzen einmal begreifen, ich glaube nie !





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