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Die Lügen um die Mittelmeerschlepperei

Ein angeblich aus humanitären Motiven durchs Mittelmeer kreuzendes Schiff versucht seit 13 Tagen Italien oder Malta zu erpressen, ihm seine menschliche Fracht aus afrikanischen Migranten abzunehmen, die nach Europa wollen. Dabei wird freilich gelogen, dass sich die Schiffsbalken biegen.

Das einzige, was rund um diese Propaganda wahr ist: Den Afrikanern an Bord geht es nach fast zwei von Ungewissheit geprägten Wochen auf dem Mittelmeer zweifellos schlecht. Und es wird ihnen zweifellos mit jedem Tag noch schlechter gehen. Das ändert aber nichts daran, dass alle sonstigen Behauptungen Lügen sind.

Die Afrikaner "flüchten" nicht wegen Libyen

Die offensichtlichste Lüge ist die ununterbrochen von den "Welcome"-Medien verbreitete Story, die Migranten würden primär vor den kriegerischen und auch sonst unerträglichen Zuständen in Libyen flüchten. Wahr ist vielmehr, dass alle diese Migranten sogar völlig freiwillig nach Libyen gegangen sind.

Sie alle haben sich gerade wegen des seit Jahren tobenden Bürgerkriegs ganz gezielt dieses Land ausgesucht, weil dort die Schlepperbanden recht ungestört agieren können. An sich zieht es die Schwarzafrikaner ja überhaupt nicht zu Arabern, weil sie von diesen viele Jahrhunderte lang schlecht behandelt und versklavt worden sind (weit länger, als es die amerikanische Sklaverei gegeben hat). Aus Tunesien hingegen gibt es fast überhaupt keine illegale Migration, obwohl dieses Land weitaus am nächsten zu Europa liegt. Aber dort herrschen geordnete Zustände – was nichts für illegale Migranten ist.

Es geht ihnen nur um den Weg nach Europa. Weshalb ihnen aber auch eine Rückschiebung nach Libyen zumutbar sein muss, das sie zuvor freiwillig angesteuert hatten.

Denn sie alle träumen vom Schlaraffenland Europa. Sie glauben, dass dort ein fettes Wohlfahrtssystem und gut bezahlte Jobs auf die (ganz überwiegend) jungen Männer aus Afrika warten würden, während ja die von ihnen wirklich kennengelernte Realität Afrikas sehr ernüchternd ist. Sie haben hingegen keine Ahnung, dass auf sie wegen des Fehlens eines brauchbaren Bildungs-Hintergrunds praktisch kein einziger dieser gut bezahlten Jobs wartet.

Italien mutig und lobenswert - aber verlogen

Die zweite Lüge ist das Verhalten Italiens. Es verlangt seit Jahren, dass ihm alle anderen europäischen Länder die hereingekommenen Afrikaner abnehmen. Das Land verschweigt dabei aber gerne, dass es bis 2018 selbst alle Afrikaner willig aufgenommen hat. Aus einer Mischung von linkem Hass auf die christliche-weiße Identität Europas, von katholischer Naivität, von italienischer Grandezza und der Tatsache, dass der nepotistisch durchsetzte italienische Staatsapparat in weiten Teilen nicht funktioniert. Schon seit Jahren ist als Folge in vielen, vor allem südlichen Städten Italiens das Straßenbild von Schwarzafrikanern geprägt.

Die neue Regierung – vor allem Innenminister Salvini – versucht nun, der illegalen Massenzuwanderung einen Riegel vorzuschieben. Sie hat dabei auch durchaus Erfolg, wenngleich Salvini dafür von allen Linken Europas und damit automatisch auch vielen Medien heftig gescholten wird. Italien scheint auch die besonders widerwärtige Praxis der früheren Linksregierungen gestoppt zu haben, die Neuankömmlinge oft nicht (mit Fingerabdrücken usw.) zu registrieren, sondern sie untertauchen zu lassen und zu hoffen, dass sie erst wieder Monate später in Österreich, Deutschland oder Frankreich als arme Flüchtlinge auftauchen werden. Ohne dass man ihre Spur nach Italien rückverfolgen könnte.

In Hinblick auf diese schon früher gekommenen nichteuropäischen Massen setzt Salvini jedoch weiterhin seine außenpolitischen Akzente ganz auf das utopische Verlangen, der Rest Europas solle sie Italien abnehmen. Damit verliert er aber die entscheidende Unterstützung unter den EU-Ländern für die einzig sinnvolle und nachhaltige Strategie, die darin bestünde, alle illegal Gekommenen wieder abzuschieben. Er sucht nicht ernsthaft die Kooperation mit der wachsenden Zahl jener Europäer, die eine sofortige Wiederabschiebung als einzige Möglichkeit erkennen, um einen Stopp der Massenmigration zu erreichen. Eine Umverteilung auf den ganzen Kontinent würde hingegen deren Verbleiben in Europa endgültig verfestigen.

Mit seinem Kurs hat Salvini nur erreicht, dass die EU-Gremien weit von einem Konsens im Migrationsthema entfernt sind. Sie befassen sich freilich ohnedies seit längerem nicht mehr mit der Migrationsthematik. Sondern lieber mit absurden, aber linken Themen wie dem unkontrollierbaren und uneinhaltbaren Versprechen, dass 2050 Europa ohne Kohle und Gas und mineralische Treibstoffe auskommen werde und dennoch seinen Lebensstandard ohne große Revolutionen bewahren könne.

95 Prozent der Ökonomen und Energieexperten halten das für eine verrückte Hoffnung. Aber alle Linken konzentrieren sich ganz auf diese realitätswidrige Utopie. Nur um die Aufmerksamkeit der Wähler vom Migrationsthema ablenken zu können. 

Besonders verlogen ist aber das Agieren von Organisationen wie dem täglich Pro-Migrationsdruck erzeugenden Verein "See Watch". Dieser ist de facto Helfershelfer der schwerkriminellen Schlepperbanden, die von den Migranten viel Geld dafür kassieren, dass sie diese auf Schlauchbooten Richtung der NGO-Schiffe bugsieren. Ohne Sea Watch & Co gäbe es längst kaum mehr Migrationsströme von Libyen nach Europa. Denn alle anderen Schiffe meiden die Gewässer von Libyen in weitem Bogen.

Die verlogenen NGO-Argumente

Besonders verlogen ist auch die gegenwärtige Sea-Watch-Kampagne: "Ein Kontinent mit über 500 Millionen Einwohnern (gemeint: Europa) will 42 Menschen nicht aufnehmen." Als ob in den letzten Jahren nur 42 Personen und nicht schon Millionen aus Afrika nach Europa gekommen wären. Als ob es nur um diese 42 auf diesem einen Schiff ginge, deretwegen gerade großer Druck über alle linken Medien gemacht wird. Es ist jedoch völlig klar: Geht Italien in die Knie, wird sich wieder eine ununterbrochene Schiffskarawane voll mit Afrikanern Richtung Europa auf den Weg machen.

Man sollte diesen Spruch überhaupt umkehren: "Ein Kontinent mit 1.200 Millionen Einwohnern (also Afrika) will 42 Menschen (aus Afrika) nicht aufnehmen." Stammen sie doch alle aus Afrika. Und sind sie doch von dem Schiff knapp vor den afrikanischen Küsten aufgelesen worden.

Eine Klarstellung der Verantwortung müsste vor allem den Afrikanern selbst endlich vermitteln, dass sie selbst die einzigen sind, die an Afrikas Zuständen schuld sind. Und dass sie nicht die durch Korruption, versagende Staatsstrukturen, aggressive Islamisten, sozialistische Staatsmodelle, ethnische Bürgerkriege, bösartige Diktatoren und ein viel zu großes Bevölkerungswachstum verursachten Probleme Afrikas ständig Richtung Europa entsorgen können.

Die Schuldigen in Berlin und Den Haag

Die allergrößte Verlogenheit verantworten aber die Regierungen Deutschlands und der Niederlande. Denn aus Deutschland stammen die meisten der im Mittelmeer tätigen Schlepperhilfs-NGOs. Und in den Niederlanden ist das vor Italiens Küsten kreuzende Schiff mit seinen 42 Migranten registriert. Würde kein Land solche mit eindeutiger Absicht fahrende Schiffe registrieren, würde Deutschland solche NGOs zur Rechenschaft ziehen, wäre ein wesentlicher Teil des Migrationsthemas gelöst.

Noch verlogener ist, dass diese beiden großen Staaten zwar weiterhin Schiffe und NGOs agieren lassen, aber nichts unternehmen, um dann auch die Folgen zu tragen. Würde nämlich auch nur einer der beiden Italien zusichern, diese 42 Afrikaner zu übernehmen, dann würde Italien diese ja sofort an Land gehen lassen und weiter nach Norden schicken. Aber das will man in Den Haag und Berlin auch wieder nicht. Die dortigen Regierungen wollen zwar als Gutmensch-Regierung dastehen, aber nicht für die Konsequenzen eintreten.

Sie bauen lieber darauf, dass in Italien am Ende immer die Weichherzigkeit und Inkonsequenz siegt. Womit sie bis zu Salvini immer Recht behalten haben.

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