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Missbrauch und Kirche, die Wahrheit und die logische Konsequenz drucken

Lesezeit: 9:30

Wenn auch nur die Hälfte dessen stimmt, was Männern der Kirche an Missbrauchstaten vorgeworfen wird, dann muss es über diese Fälle hinaus eine klare Konsequenz geben, auch wenn sie vielen Katholiken nicht schmecken wird. Freilich sollte auch die andere Hälfte der Fälle nicht vergessen werden, wo die Dinge ganz anders liegen, als sie von den Medien und Opfern dargestellt werden. Papst und Bischöfe sind allerdings im Umgang mit beiden Hälften zuletzt krachend gescheitert.

Die Bewertung des Missbrauchsskandals ist in mehrere Teile aufzuspalten:

  1. Es ist absurd, vom "Kinder-Missbrauch durch die Kirche" zu reden. Es waren immer einzelne Männer (selten auch Frauen), aber nie "die Kirche". Es gibt keinen einzigen Hinweis oder gar Beweis, dass die Kirche als solche Missbrauch in irgendeiner Weise befürwortet hätte. Gäbe es das, müsste die Kirche sofort verboten werden. So wie andere Religionen, wenn sie etwa in ihren heiligen Büchern zur Tötung Anders- oder Nichtgläubiger aufrufen.
  2. Natürlich ist es nur eine Schätzung, wenn davon die Rede ist, dass die Hälfte der berichteten Missbrauchsfälle höchstwahrscheinlich keine solchen Fälle waren (aus einer ganzen Reihe von weiter unten aufgezählten Indizien heraus). Ihr Anteil kann deutlich größer wie kleiner gewesen sein.
  3. Die Kirche – und diesmal ist es wirklich die Kirche – hat rund um das Problem Kindesmissbrauch über Jahrhunderte gleich drei gravierende und dramatische Fehler gemacht. Die man nur lange nicht als Fehler erkannt oder zugegeben hat – und zum Teil noch immer nicht erkennt. Die ihr aber nun alle zum Verhängnis geworden sind.
  4. Der erste Fehler ist ihr allzu simples Verständnis von Sünde. Wenn auf eine Sünde die Kette Gewissenserforschung–Reue–Beichte–Buße folgt, ist sie nach kirchlicher Lehre schon komplett vom Tisch. Das ist an sich ja eine schöne Haltung (viele Ehepaare haben etwa nach einem Seitensprung wieder gut zueinandergefunden). Dieses Konstrukt versagt aber völlig bei Päderasten. Diese haben eine Veranlagung, die nicht durch Reue aus der Welt geschafft werden kann, selbst wenn die Reue noch so ernst gemeint ist. Die Veranlagung wird wieder und wieder durchschlagen. Zum Schaden eines Kindes. Das haben Vorgesetzte eines Kinderbelästigers – etwa Bischöfe – in der Vergangenheit sehr, sehr lange nicht begriffen, nicht gewusst. Sie haben sich deshalb mit einem – meist durchaus ernst gemeinten – "Ich werde es bestimmt nicht wieder tun" abspeisen lassen. Sie haben in den meisten Fällen nicht einmal eine Versetzung in ein Altersheim vorgenommen, damit die mutmaßlichen Täter keinem Kind mehr in die Nähe kommen.
  5. Der zweite Fehler ist die autoritäre klerikale Struktur. Pfarrer–Bischof–Papst: Alle sind auf ihrer Ebene nach unten jeweils ein absoluter Herrscher, dem niemand aus der Pfarre oder Diözese dreinreden kann, ja ganz oben sind sie sogar per Dogma "unfehlbar". Das ist eine totale Überforderung. Wie soll ein Mensch gleichzeitig Manager sein, Menschen führen, charismatische Ausstrahlung haben, Kirchenrecht und theologisches Wissen im kleinen Finger haben, zu Naturwissenschaften, Ökonomie, Pädagogik oder Politik kluge Aussagen machen, der modernen Kommunikationsgesellschaft gewachsen sein und überdies den mörderischen Anspruch des Zölibats durchstehen können! Zu welchen Verwirrungen dieser wahnwitzige Anspruch etwa im Papstamt führt, hat man gerade an den letzten, sich mehr denn all ihre Vorgänger der Welt öffnenden Päpsten gesehen. Im Grunde gab es bei jedem von ihnen eine völlig andere Kirche. Deswegen glauben die einen bis heute an die Kirche Wojtylas, andere an die Ratzingers, und wieder andere an die Kirche Bergoglios. Viele Bischöfe wiederum sind in ihrer Flexibilität jeweils zu hundert Prozent Anhänger des aktuellen Papstes, ohne sich daran erinnern zu wollen, dass sie das auch schon dem ganz anders gearteten Vorgänger gegenüber waren.
  6. Und der dritte Fehler ist das ständige Mea-Maxima-Culpa-Gehabe vieler Kirchenexponenten. Sie gehaben sich geradezu schuldsüchtig. Das zeigt sich in einem anderen Bereich derzeit gerade auch in Kärnten, wo dem päpstlichen Visitator bisher nichts anderes eingefallen ist, als einen "Bußtag" auszurufen – statt zuerst einmal die erhobenen Fakten einer sehr abgewirtschafteten Diözese klarzulegen (deren früherer Chef jetzt ungehindert in einer anderen Diözese schalten kann!). Und dieses Culpa-Gehabe gipfelte beim Thema Missbrauch im eigentlich ungeheuerlichen Satz des Wiener Kardinals: "Man muss den Opfern glauben". Was natürlich auch ein völliger Zirkelschluss ist: Denn zuerst muss man doch bitte nüchtern, faktenorientiert und Objektivität suchend herausfinden, wer eigentlich Opfer ist. Vielleicht ist ja der Angeschuldigte das eigentliche Opfer! Man kann doch nicht jedem ungeprüft glauben, der von sich sagt, "Opfer" zu sein. Das führt ja geradezu dazu, sich ebenfalls als "Opfer" zu melden – vor allem, wenn es auch Geld für Opfer gibt. Dieses neuerdings übliche Verhalten vieler Bischöfe ist völlig absurd und widerspricht allen rechtsstaatlichen Grundprinzipien, die ja im Satz gipfeln: "In dubio pro reo". Jeder ist so lange unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist.
  7. Eine Folge dieser kirchlichen Fehler ist das totale Versagen jeder Kommunikations-Strategie. Über Missbrauch in der Kirche wird ungefähr hundert Mal mehr geredet als über Missbrauch außerhalb. Dabei ist etwa das, was in Kinderheimen der Stadt Wien passiert ist, weit schlimmer als alles, was man bisher an Anschuldigungen gegen Priester gehört hat. Wurden doch diese Heime in Zwangsbordelle verwandelt, wo einschlägig Veranlagte (wohl mit guten politischen Beziehungen) sich reihum an den hilflosen Opfern bedient haben. Ohne dass es bis heute eine ordentliche strafrechtliche Aufarbeitung gegeben hätte, wie sie vor allem in den protestantisch dominierten Ländern gegen die Kirche mit großer Inbrunst betrieben wird.
  8. Aus all dem folgt nun ganz aktuell der vierte große Fehler: Auch bei der jüngsten großen päpstlichen Missbrauchs-Veranstaltung ist der sensationellste Aspekt völlig unter dem Teppich geblieben: dass vier von fünf Opfern Buben gewesen sind, dass es also ganz überwiegend um homosexuellen Missbrauch gegangen ist!
  9. Damit aber entsteht für die Kirche die ganz klare Notwendigkeit, sich dem Problem "Homosexuelle im Priesterstand" zuzuwenden. Das aber wollen die Linken in der Kirche nicht, die ja jede kritische Befassung mit Homosexualität am liebsten überhaupt verbieten würden. Das aber wollen auch die Konservativen nicht: Denn wenn man zu sehr über dieses Problem nachdenkt, kommt man unweigerlich zum Thema Zölibat.
  10. Der für die Kirche desaströse Zusammenhang mit dem Zölibat ist ja klar: Die Pflicht zur Ehelosigkeit hält einerseits viele fähige Männer vom Schritt in den Priesterberuf ab. Auf der anderen Seite ist diese Pflicht für viele schwule Männer ein erhoffter Schutz. Etwa vor Frauen, etwa vor elterlichen Fragen, warum man keine Freundin hat. Viele von ihnen dürften im Zölibat aber auch einen Schutz vor der eigenen Veranlagung erhoffen, die ja in den allermeisten Fällen nicht offen eingestanden ist. Das ist freilich genauso wie bei der Mehrheit der heterosexuell veranlagten Priester eine naive Illusion. Die Sexualität ist halt eine unglaublich starke Kraft.
  11. Nun ist in einer Wohlstandsgesellschaft das Homosexualitäts-Problem noch viel drängender geworden. Denn die Hauptquelle des Priester-Nachwuchses bleibt im Wohlstand aus: Das waren die vielen jungen Männer, die nur über den Priesterberuf die Chance auf Aufstieg, auf ein Studium, auf einen intellektuellen und angesehenen Job und auf einen Ausbruch aus der frustrierenden Rolle als lebenslanger Knecht gehabt hatten. Bei ihnen war das Sexualitätsproblem daher überhaupt kein Motiv. Das war es auch bei den dritten und vierten Söhnen von Fürsten nicht, die oft schon als Jugendliche auf Bischofssitze gehievt worden sind, die dort dann auch oft durchaus nicht sonderlich enthaltsam gelebt haben (siehe etwa die Salzburger Fürsterzbischöfe).
  12. Da niemand den Wohlstand zurückdrehen kann und will, bleibt nur eine Lösung des gesamten Problembereichs Priester und Sexualität: Das wäre eine Lockerung des Zölibats. Würde man den Priesterberuf zumindest für "Viri probati" öffnen, also für Männer, die  verheiratet sind und Kinder haben, dann wären gleich drei drängende Probleme der Kirche stark gemildert:
    • Der Priestermangel;
    • Der Anteil homosexuell veranlagter Männer;
    • Die mangelnde Lebenserfahrung junger Priester, die insbesondere dann immer schlagend wird, wenn sie mit Ehe- und sexuellen Problemen konfrontiert sind.
  13. Nun gewiss wäre es illusorisch, an eine rasche Verwirklichung dieser Dinge zu glauben. Der gegenwärtige Papst scheint zu nichts imstande  zu sein, als zum ständigen Mea-Culpa-Ritus und zu dummen Aussagen zu Politik und Wirtschaft. Aber nach den letzten Wochen ist die Gewissheit stärker denn je, dass es in diese Richtung gehen muss.
  14. Stärker denn je ist aber zugleich auch die Gewissheit, dass viele An- und Vorwürfe gegen Männer der Kirche nicht stimmen dürften. Dass sich in den kolportierten Zahlen auch viele völlig harmlose Vorfälle verbergen. Dass fahrlässigerweise Zölibatsverletzung mit Missbrauch gleichgesetzt wird. Dass es bei vielen Vorwürfen gar kein schuldhaftes Verhalten gibt, die nur psychologisch erklärbar sind, bei denen Rache im Spiel ist, bei denen auch Kirchenfeinde eine günstige Möglichkeit zur Attacke sehen. Einige Indizien für diese Gewissheit:
    • Der Vorwurf gegen den australischen Kardinal Pell wird umso fadenscheiniger, je näher man ihn anschaut. Er wird auch von vielen um Objektivität bemühten nicht-katholischen Journalisten aus Australien angezweifelt (dort liefern einander die britische Fairness-Tradition und der britische Anti-Katholizismus eine wilde Schlacht).
    • Auch wenn Schönborn treuherzig, jedoch ohne einen Beweis zu kennen, zu ihr gesagt hat: "Ich glaube ihnen", ist doch der Fall einer Ex-Nonne, die eine Beziehung mit einem Priester hatte, bei objektiver Betrachtung kein Missbrauchs-, sondern eben ein klassischer Zölibatsfall.
    • In einem anderen bekannt gewordenen Fall, in dem die von Schönborn eingesetzte Klasnic-Kommission (fast muss man sagen: routine- und auftragsmäßig) Therapiekosten zugesprochen hat, handelt es sich um einen eindeutigen Stalking-Fall, wo eine Frau einen Priester jahrelang mit ihren Avcancen verfolgt hat, der jedoch als Priester naturgemäß nie deswegen Anzeige erstattet hat.
    • Ein anderer Fall dieser Kommission betrifft einen Erzieher in einem Konvikt, der hinter einem Plastikvorhang Buben beim Duschen beobachtet hat: Verklemmte Begierde oder ein von den Buben fehlinterpretiertes Kontroll-Ritual? Aber jedenfalls auch nicht gerade das, was man unter Missbrauch versteht. 
    • Immer wieder werden auch Ohrfeigen an Schülern unter die Missbrauchsfälle gezählt. Tatsache ist, dass Ohrfeigen noch vor wenigen Jahrzehnten bei kirchlichen wie nichtkirchlichen Lehrern und Erziehern ganz normale und erlaubte Methoden gewesen sind.
    • Ebenfalls nicht als Missbrauch, sondern nur als Irrtum würde ich die vielen in der Berichterstattung zuletzt sehr im Vordergrund stehenden Fälle einordnen, wo ein Bischof – auch oft im Bewusstsein des Beichtgeheimnisses – einen an ihn herangetragenen Fall nicht ausreichend verfolgt und angezeigt hat. Zugleich ist ja auch eher rätselhaft, wenn  Opfer zwar bereit gewesen sind, zum Bischof zu gehen, aber jahrzehntelang nicht Anzeige erstattet haben.
    • Ein besonders absurder Fall betrifft eine Frau, die mit einem polnischen Priester viele Jahre ein Verhältnis hatte, die mit ihm als "Pfarrersköchin" wie eine Familie zusammengelebt hatte, die mit ihm gemeinsam nach Österreich übersiedelt ist, die mit ihm eine gemeinsame Tochter hat – und die dennoch von der Klasnic-Kommission als Missbrauchsopfer anerkannt worden ist. Ich würde das ja gar nicht glauben, hätte mir diesen Fall nicht die über ihre Mutter wie auch die Kommission empörte Tochter erzählt. Und wieder bestätigt sich der Verdacht, dass der gegenwärtige Trend in der Kirche dahin geht, dass jeder noch so absurde Vorwurf vor lauter katholischer Lust am Schuldigsein unkritisch als wahr anerkannt wird.
    • Einen starken Beweis, dass da rund um das Thema Kindesmissbrauch Vorwürfe oft nicht stimmen, finde ich auch in einem ganz anderen Bereich: Eine Familienrechtsexpertin, die schon an die zehntausend Fälle zu betreuen hatte, ist überzeugt, dass rund ein Drittel der einschlägigen Vorwürfe Erfindungen sind. Meist aus Hass, um sich an dem Ex-Mann oder dem neuen Partner der Ex-Frau zu rächen. Und immer im Wissen, wie schlecht man sich von solchen Vorwürfen nur freibeweist. Hass gibt es natürlich auch auf die Kirche und ihre Amtsträger.
    • Und last not least ein total subjektives Indiz: Ich selbst habe eine vielfältige katholische Jugenderziehung hinter mir, meine Söhne hatten sie und meine Enkel haben sie (auf Lagern, als Ministeranten, in der Katholischen Jugend): Und mit absoluter Sicherheit hat es da über drei Generationen nichts Ungutes gegeben, hat man auch keinerlei Hinweise von Dritten gehört – auf die ich mit absoluter Sicherheit sehr sensibel reagiert hätte.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorWalter Klemmer
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2019 05:09

    Den Zölibat gibt es im Wort Gottes nicht als Regel, sondern die Regel Gottes sieht ganz anders aus:
    AT
    Gen. 2,18:
    Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.
    NT
    1 Kor 7,2:
    Aber um Unzucht zu vermeiden, soll jeder seine eigene Frau haben und jede Frau ihren eigenen Mann.
    1 Tim 3,1ff:
    Wenn jemand ein Bischofsamt begehrt, der begehrt eine hohe Aufgabe.
    Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei,geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit. Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen?
    ...kein Neugetaufter....einen guten Ruf bei allen.....
    Titus 1,5ff:
    Die Gemeindevorsteher: wenn einer untadelig ist, Mann einer einzigen Frau, der gläubige Kinder hat, die nicht im Ruf stehen, liderlich oder ungehorsam zu sein.

    Paulus enthielt sich der Ehe, weil ihn der Eifer für die christlichen Gemeinden so stark drängte, dass dies sein einziges Ziel war.
    Er verlangt das aber von niemandem sonst und erlaubt ganz klar die Ehe ja macht diese sogar zum Prüfstein für ein Pfarrers- und Bischofsamt.
    Wenn die römische Kirche in so zentralen Punkten völlig entgegen der apostolischen Tradition lehrt, wie ist das erst anderswo?
    Aus dem einzigen Mittler zwischen Gott und Menschen Jesus, wurde eine Mittlerin mit göttlichen Titeln und göttlicher Sündlosigkeit und Himmelfahrt.
    Aus dem einen Opfer Jesu, das für immer gilt und ein für alle mal Frieden zwischen Gott und Menschen geschaffen hat in vollkommener menschlich unvervollständigbarer Weise, wird ein millionenfach wiederholtes Opferritual, das doch nie ganz hilft...... damit dieses magische Opfer immer wieder durchgeführt werden kann, braucht es überkultische (ehelose) Priester.
    Für mich schon okkult.
    So okkult, dass fanatische Katholiken allen Reformierten den Tod wünschen.... (selbst erlebt).

  2. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2019 04:11

    Abgesehen von allen teils massiven und möglicherweise auch kriminellen Versäumnissen der katholischen Kirche in Sachen Aufklärung und Verfolgung tatsächlich stattgefundener Mißbrauchsfälle, zu denen AU ausführlich Stellung nimmt:
    Würde sich auch nur die Hälfte jener, die seit Jahren bei jeder Gelegenheit ihre „Entrüstung“ und „Betroffenheit“ ob der Vorkommnisse in der katholischen Kirche medienwirksam zur Schau stellen, tatsächlich zum katholischen Glauben bekennen: die katholische Kirche hätte Mitgliederzahlen wie vor hundert Jahren.

    Die Realität zeigt das Gegenteil: immer weniger fühlen sich der Kirche zugehörig oder richten ihr Leben nach christlichen, katholischen Prinzipien aus. Spätestens in 20 Jahren gibt es in weiten Teilen Westeuropas mehr Moslems als Menschen, die sich zum Christentum bekennen. Während der Anteil der Moslems in den osteuropäischen Ländern dank kluger Politik auf dem aktuell bescheidenen Niveau verharren wird.

    Der Mißbrauchs-Hype hat daher nur einen Hintergrund: willst du den „Neuen Menschen“ erschaffen, immer schon Ziel großer Führer und einflußreicher Lobbies, einerlei ob Lenin, Hitler oder Stalin, EU oder UNO, so mußt du beim Kitt ansetzen, der die Gesellschaft in diesen Ländern zusammenhält.
    Bei jener Institution, die, trotz all ihrer Fehler und Mängel, gleich einem Schmiermittel sicherstellt, daß die Gesellschaft so weit wie möglich reibungslos funktioniert.

    Einem gemeinsamen, historisch gewachsenen verbindlichen Wertesystem, das – bei allen temporären Verwerfungen – sicherstellt, daß die Menschen so weit wie möglich friedlich koexistieren können, weil sie sich eben auf einen gemeinsamen, verbindenden Wertekanon berufen.

    Man denke nur an all die (noch) selbstverständlichen Strukturen, für die die Kirche steht: von konfessionellen Kindergärten über Schulen bis zu Ordenskrankenhäusern mit höchstem Standard, Pflegeheimen etc. Oder das selbstverständliche und ehrenamtliche Engagement ganzer Familien, Eltern wie Kinder, in Kirchenchor, katholischer Jugend etc., nach wie vor konstituierende Elemente des gesellschaftlichen Zusammenhalt vor allem in den ländlichen Regionen.

    Dort, wo noch jene Kinder heranwachsen können, die, mit intellektuellem und sozialem Rüstzeug wie Pflichtbewußtesein, Fleiß und Leistungswillen ausgestattet, später das Rückgrat in Wirtschaft und Gesellschaft bilden. Es ist nicht die Politik, es sind nicht die weisen Entschlüsse und Reformen unserer Politikdarsteller, die uns nach wie vor größtmöglichen sozialen Frieden und Zusammenhalt sichern, es sind jene, auf christlichem Erbe basierenden, großteils kirchlichen Strukturen.

    Genau dies alles nachhaltig zu zerstören, ist das Ziel transnationaler, globaler Strukturen, die nur eines wollen: den Neuen Menschen als pflegeleichte und austauschbare Konsummonade.

    Ihre Werkzeuge: Unverbindlicher, globaler Humanitarismus als gesllschaftliches Projekt, die degenerierte Variante der Humanität, statt der ursprünglichen Caritas, die sich vor allem als Appell an den Einzelnen verstand, an dessen subjektive Gewissensentscheidung.

    Aufgepeppt wird diese egalitäre, sozialistische, mittels supranationaler Strukturen sukzessive oktroyierte Gesinnungsethik ohne subjektive Verantwortung durch Zeitgeistmoden wie Ökologismus, Klimarettung als Ersatzreligion, oder die absolute Verherrlichung des Individuums und des uneingeschränkten Auslebens seiner Bedürfnisse und psychischen Probleme auf Kosten aller anderen, siehe Schwulen- und LGBT-Hype. Nennt man modern: Teilhabe an der Gesellschaft als oberstes Menschenrecht, immer auf Kosten aller Anderen - Endstadium völlig verkommener Wohlfühlpolitik. Unter strikter Ausklammerung zutiefst obsoleter Kategorien wie Pflicht und Verantwortung.

    Aber kein Unglück, das lt. Hölderlin nicht auch schon den Kern seiner Rettung in sich trüge: in 20 Jahren spätestens, wie gesagt, werden uns diese Probleme nicht mehr belasten. Zumindest nicht im Westen. Denn dort gibt’s dann Koran, Scharia, und Basta. Sonst heißt es: Rübe ab!

  3. Ausgezeichneter KommentatorTempler
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2019 06:33

    Geschehenes Unrecht sollte immer zu gerechter Strafe führen.
    Dass bei Priesteranwärtern einige dabei sind, die ihren Gelüsten, verstärkt durch auferlegtes Zölibat, nicht mehr Herr werden können, dann gehören sie vor ein irdisches Gericht gestellt und verurteilt, sobald vor allem Kinder geschädigt wurden. Wenn sie unter sich einvernehmlich Geschlechtsverkehr betreiben sollten, ist das ihre Privatsache, das können sie mit Gott klären.
    Wenn testosteron gesteuerte Kulturbereicherer Frauen, darunter auch Minderjährige Mädchen und Buben vergewaltigen, dann sollte sie die volle Härte des Gesetzes treffen.
    So lange jedoch bessermenschliche RichterI*nnen diese Täter frei sprechen, sehe ich da schwarz (Sorry rotz-grün).
    Bis heute sind die Skandale im Kinderheim in WIEN "Hohe Warte" durch die Sozis vertuscht, Akten geschwärzt und die Kindervergewaltiger geschützt.
    Die SPÖ hat echte Nazi's als Heimbetreiber eingestellt, die das Heim als brutales Bordell samt Folterung geführt haben.
    Das schert bis heute keine Staatsanwaltschaft oder die sogenannten Qualitätsmedien.
    Die verfolgen lieber Pensionisten die ihre Meinung sagen und Identitäre.....

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2019 09:47

    OT

    „Geeintes Europa“

    Conchita tanzt mit Minister Moser am Opernball

    https://www.krone.at/1873265

    "Spinnt" der schon komplett? Od. ist er schwul?

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2019 09:36

    Was für ein Dilemma für die Linken und die Homosexuellen-Lobby! Auf der einen Seite wollen sie der katholischen Kirche möglichst nachhaltig schaden, indem sie jeden (angeblichen) sexuellen Mißbrauch einiger Priester freudig begrüßen, um ihn lautstark verdammen zu können---auf der anderen Seite aber sind sie peinlichst bemüht, Pädophilie und Päderastie, wenn sie von Kirchenmännern verübt wird, stark zu trennen, denn Päderasten sind ja "Homosexuelle", und für diese zeigt die Homosexuellen-Lobby ja großes Verständnis!

    Daß also unter den "gefallenen" Kirchenmännern die meisten Täter Päderasten, also Homosexuelle, die nicht nur an erwachsenen Männern Gefallen finden, sondern Homosexuelle mit besonders auf männliche Kinder und Jugendliche gerichtetem Sexualempfinden sind, wird nach Möglichkeit nicht extra erwähnt.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2019 07:46

    Der Gestank kommt von oben. Seit Ratzinger werden keine homosexuellen Priesteramtskandidaten zugelassen. Doch Ratzinger ist nicht mehr im Amt.

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2019 11:51

    Daß Kirchenmänner beim weiblichen Geschlecht gelegentlich schwach werden können, ist ja noch irgendwie zu verstehen, weil sie häufig auch regelrecht "verlockt" werden. Es muß für manche Frauen offenbar besonders reizvoll sein, ihre weiblichen Reize an einem Pfarrer zu testen, einen Zölibatären zu bezirzen.
    Ich erinnere mich noch gut, als bei einer Einladung bei Bekannten auch der Ortspfarrer zugegen war. Ihm gegenüber saß das sehr "frühreife" 17-jährige Töchterlein der Gastgeber und flirtete schamlos mit dem Pfarrer. Ich sah, wie sie so ganz "unbeabsichtigt" zwei weitere Blusenknöpfe öffnete und ihn dabei intensiv ansah. Der Pfarrer trug diese eindeutige "Aufforderung" gelassen und mit Humor, wie ich vermute.
    Trotzdem: Wer sich für den Priesterberuf, eigentlich für die Berufung zum Priester, entscheidet, muß sich an die Regeln halten. Er kann nicht Wasser predigen und Wein trinken.

    Nicht das geringste Verständnis bringe ich für Pfarrer auf, die sich an Knaben vergreifen; für eine solche Schandtat, für eine solches Verbrechen an Unschuldigen gibt es nicht den winzigsten Entschuldigungsgrund.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHeimgarten
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    02. März 2019 16:14

    Danke für den guten Kommentar. Mein Schwager war Schüler bei Groer. Groer war extrem beliebt. Als die linke Hetze begann, wollten ehemalige Schüler sogar einen Verein für Groer gründen. Man wusste nicht, wie man ihm helfen konnte. Was an den Vorwürfen wahr war, wird man wohl nie erfahren. Sei´s drum. Die Kirche ist die letzte Bastion, die Vernunft und Werte vertritt. Gott bewahre uns vor einer entchristlichten Welt (und schenke uns wieder die alte Messe :) ).

  2. Ausgezeichneter KommentatorHerbert Richter
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    02. März 2019 13:23

    Wie immer wird der falsch gelegte Köder, bis auf eine Ausnahme, Undine, lechzend aufgenommen u in die total falsche Richtung gewettert. Gezielt, um die wahren Verbrecher zu schützen?
    Dieser Missbrauch ist mitnichten ein Problem der Kirche! Dieser Missbrauch an Kindern ist das ausschließliche Problem der Homosexualität.
    Nachdem nun diese abartige Variante einer perversen Sexualität in verbrecherischer Weise legalisiert wurde und dem Missbrauch an Kindern sogar staatlicherseits durch Anerkennung von Adoptionrechten durch Schwuchteln gefördert wird, macht die Untätigkeit der Behörden in bez. auf div. Kinderheime nur erklärlich.
    Islam u die Linken, gemeinsam im Stechschritt in den Kinderbasar!

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  1. fxs (kein Partner)
    03. März 2019 20:35

    Ich weise auf das Buch "10 Argumente für den Zölibat" von Hans Georg Zander hinweisen, in dem er die Entstehung des Zölibats beginnend mit einer Maßnahme gegen die in orientalischen Gemeinschaft üblichen "Ämtervererbung" im alten Rom, die politischen Intentionen Kaiser Ottos um die Jahrtausendwende und letztlich auf das Wirken der Mönche von Cluny, darstellt

  2. nowhere man (kein Partner)
    03. März 2019 11:18

    Nicht ganz OT:
    Es ist kaum zu glauben und wird hier in Deutschland (un auch in Österreich, Anm. meinerseits) überhaupt nicht berichtet: Der oberste Weltkinderschützer der UN, Peter Newell ist bereits im Januar in Großbritannien wegen Vergewaltigung von Kindern verurteilt worden. Unfassbar. Der Mann, der das höchste Amt zum Schutze der Kinder weltweit bekleidet, ist selbst ein Kindervergewaltiger. Selbst in Großbritannien wurde dazu nur spärlich berichtet. Dies hier ist ein Bericht der BBC. Offenbar fürchtet man, dass das Ansehen der globalistischen Organisationen schon angeschlagen genug ist und dass die Völker alles Vertrauen in alle einst hochangesehenen Institutionen verlieren.

  3. ehemalsHotzenplotz2 (kein Partner)
    03. März 2019 10:46

    Schon die - von der katholischen Kirche ausgerotteten - Katharer nannten sie die "Hure Babylon". Das hat sich bis heute nicht geändert. Nach dem chinesischen Sprichwort: "Ist der Fluß an der Quelle vergiftet, ist er es auch an seiner Mündung". Im übrigen seien diesbezüglichen Zweiflern die Werke Karlheinz Deschners empfohlen. Muß ja nicht die zehnbändige "Kriminalgeschichte des Christentums" sein, es genügt vollends "Abermals krähte der Hahn". Überzeugte Katholiken seien aber voraus gewarnt. Der Hammer Deschners schlägt zu wuchtig auf ihren Glauben.

  4. fewe (kein Partner)
    03. März 2019 05:06

    Ja, es sind Einzelne und nicht die Kirche als solche. Aber jemand, der Missbrauch begangen hatte sollte jedenfalls dann ab sofort nicht mehr in die Nähe von Kindern dürfen. Jedenfalls nicht allein mit ihnen.

    Ganz verhindern kann man das nicht - in keiner Organisation. Der japanische Wirtschaftsphilosoph Konosuke Matsushita - Gründer von Panasonic - hat in einem seiner Bücher geschrieben, dass unter 80 Mitarbeitern ein Schwarzes Schaf ist. Es habe keinen Sinn, das zu entfernen, weil dann kommt sofort ein anderer, der dessen Stelle einnimmt. Das scheint sowas wie ein Naturgesetz zu sein.

    Das was aber eben getan werden muss ist es, Täter von der Gelegenheit zur neuerlichen Tat fernzuhalten.

  5. Bösewicht (kein Partner)
    02. März 2019 16:17

    "Aber was tun Sie da?", rief der Weinfreund entsetzt, als er sah, dass der Weingroßhändler alle Flaschen entkorken und in Fässern zusammenschütten ließ, unterschiedslos alle, Weiß- und Rotweine, große Bordeaux und kleine Sauser aus der neuen Welt, Tempranillos und Rieslinge, Malbecs und Pinot Grigios, Champagner und Rosés obendrein.

    "Ich setze mich für Vielfalt ein", erwiderte der Großhändler streng.

    "Nein, Sie verderben alles!", klagte der Vinophile.

    "Ja haben Sie das gehört", wandte sich der Händler entrüstet an die Umstehenden. "Dieser Mann hetzt gegen Buntheit!"

  6. Heimgarten (kein Partner)
    02. März 2019 16:14

    Danke für den guten Kommentar. Mein Schwager war Schüler bei Groer. Groer war extrem beliebt. Als die linke Hetze begann, wollten ehemalige Schüler sogar einen Verein für Groer gründen. Man wusste nicht, wie man ihm helfen konnte. Was an den Vorwürfen wahr war, wird man wohl nie erfahren. Sei´s drum. Die Kirche ist die letzte Bastion, die Vernunft und Werte vertritt. Gott bewahre uns vor einer entchristlichten Welt (und schenke uns wieder die alte Messe :) ).

    • Knut (kein Partner)
      03. März 2019 06:29

      "Die Kirche ist die letzte Bastion, die Vernunft und Werte vertritt."

      Na ja ... ein Verein, bei dem man sich als "nicht würdig" bezeichnen muss, ist nichts für mich. Ich bin schon lange ausgetreten, weil

      ICH BIN WÜRDIG

  7. Großloge Vatikan (kein Partner)
    02. März 2019 15:51

    Die katholische Kirche wurde gezielt verschwult, um das Priesteramt zu zerstören.

    • Herodes-Priester (kein Partner)
      02. März 2019 19:46

      Die Nachfolger der Apostel fressen wohl lieber Kinder bei lebendigem Leide statt das Allerheiligste via Mundkommunion zu empfangen.

    • fewe (kein Partner)
      03. März 2019 05:13

      Ich glaube eher, dass man heute mehr davon hört. Das größere Problem für die katholische Kirche sehe ich in der großen Sympathie für den Islam vor allem vom Papst und in Österreich Schönborn.

      Ich fordere für die katholische Kirche einen katholischen Papst.

  8. Torres (kein Partner)
    02. März 2019 14:29

    Zur Lockerung (oder Aufhebung) des Zölibats: Grundsätzlich zu begrüßen; allerdings gibt es ja bei uns "dank" dem VGHf die gesetzliche Möglichkeit, eine(n) Gleichgeschlechtliche(n) zu heiraten. Ein schwuler katholischer Priester, verheiratet mit einem anderen Schwulen (möglicherweise auch Priester) - kein sehr schönes Bild. Ich würde jedenfalls nicht in diese Kirche gehen - auch wenn ich jetzt als "homophob" beschimpft werde.

  9. nowhere man (kein Partner)
    02. März 2019 13:40

    OT: Findet in unseren Medien keine Erwähnung, weil wahrscheinlich nur "von lokaler Bedeutung" :
    In Hannover hat sich Arbeiter Samariter Bund-Chef Mohamed Abou-Taam (46) mutmaßlich drei Millionen Euro Flüchtlingsgelder mit einem Kumpanen aus der Sicherheitsbranche unter den Nagel gerissen und sitzt wegen Fluchtgefahr in U-Haft.
    Weiterlesen IN "PI-news"!

  10. Erwin Tripes (kein Partner)
    02. März 2019 13:33

    Was ich nicht verstehe: Wenn jemand als Christ leben und auch nach vielfältiger kath. Erziehung Kathole bleiben möchte, aber mit der Einrichtung der Hirten-Schaf-Struktur der kath. Kirche unzufrieden ist, warum geht er dann nicht zu den Evangelischen ? Man kann diese Kirche natürlich auch so lange reformieren, bis sie evangelisch geworden ist.

  11. Herbert Richter (kein Partner)
    02. März 2019 13:23

    Wie immer wird der falsch gelegte Köder, bis auf eine Ausnahme, Undine, lechzend aufgenommen u in die total falsche Richtung gewettert. Gezielt, um die wahren Verbrecher zu schützen?
    Dieser Missbrauch ist mitnichten ein Problem der Kirche! Dieser Missbrauch an Kindern ist das ausschließliche Problem der Homosexualität.
    Nachdem nun diese abartige Variante einer perversen Sexualität in verbrecherischer Weise legalisiert wurde und dem Missbrauch an Kindern sogar staatlicherseits durch Anerkennung von Adoptionrechten durch Schwuchteln gefördert wird, macht die Untätigkeit der Behörden in bez. auf div. Kinderheime nur erklärlich.
    Islam u die Linken, gemeinsam im Stechschritt in den Kinderbasar!

  12. spirituelles Massensterben (kein Partner)
    02. März 2019 12:35

    AU: "dass es also ganz überwiegend um homosexuellen Missbrauch gegangen ist!"

    Ein Aspekt wird stets ausgeblendet, nämlich der Zusammenhang zwischen einer von Gott nicht so favorisierten Sexualpraktik (mit dem daraus resultierenden Kindesmissbrauch) und dem Satansimus. Was wir sehen ist eine satanische Kirchentransformation.

  13. Zraxl (kein Partner)
    02. März 2019 12:06

    Die Katholische Kirche hat 3 Probleme: Die 1., die 2. und die 3. Führungsebene. Natürlich korrumpiert das auch ein paar Priester, aber Gott sei Dank nicht sehr viele.

    Die "Berichterstattung" über Missbrauch in der Kirche in österreichischen Qualitätsmedien ist von gleicher Qualität wie die Rede von J. Göbbels am 28.5.1937 in der Deutschlandhalle. Entsprechend herrscht in den Leserbriefforen dieser Qualitätszeitungen Pogromstimmung.

  14. Knut (kein Partner)
    02. März 2019 11:53

    Der Papst stirbt und kommt an die Himmelstür. Petrus begrüßt ihn und fragt ihn nach seinem Namen.

    „Ich bin der Papst!“ „Papst, Papst“, murmelt Petrus: „Tut mir leid, ich habe niemanden mit diesem Namen in meinem Buch.“ „Aber …. Ich bin der Stellvertreter Gottes auf Erden!“ „Gott hat einen Stellvertreter auf Erden?“ fragt Petrus verblüfft. „Komisch, davon hat er mir nichts gesagt …“.

    Der Papst läuft krebsrot an: „Jetzt hören sie mal! Ich bin das Oberhaupt der katholischen Kirche!“
    „Katholische Kirche, nie gehört“, sagt Petrus. „Aber warte mal einen Moment. Ich frage den Chef.“ „Nee“, sagt Gott. „Kenn ich nicht. Weiß ich nichts davon. Aber warte mal, ich frage Jesus.

    Fortsetzung folgt:

    • Knut (kein Partner)
      02. März 2019 11:54

      Jesus kommt angerannt. „Ja Vater, was gibt´s?“ Gott und Petrus erklären ihm die Situation. „Moment“, sagt Jesus, „Ich guck mir den mal an. Bin gleich zurück.“

      Zehn Minuten später ist er wieder da, Tränen lachend. „Ich fass es nicht“, japst er: „Erinnert ihr euch an den kleinen Fischerverein, den ich vor 2000 Jahren gegründet habe?

      Den gibt’s immer noch !!! “

  15. Athanasius (kein Partner)
    02. März 2019 11:15

    Es ist bei vielen in Vergessenheit geraten, aber im Handstreich (2. Vatikanisches Konzil) entledigte sich die Kirche wichtiger Teile ihres jahrhundertealten Ritus, weil sie zum Zeitgeist aufschließen wollte. Die Priester stehen seitdem nicht mehr vor dem Altar, sondern hinter diesem, wie hinter einem Moderationstisch. Sie halten die Messe nicht mehr auf Latein, und die Hostie wird den Gläubigen in die Hand gedrückt statt wie bislang auf die Zunge gelegt. Dem Ungläubigen mag das als Kleinigkeit erscheinen, aber das ist es natürlich nicht. Wer einmal einer Messe im alten tridentinischen Ritus beigewohnt hat, weiß, was der Kirche verloren ging, als sie sich dem Zeitgeist öffnete.

  16. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    02. März 2019 09:24

    Mea culpa - Wichtigtuerei.

    Leonard Cohen brachte es auf den Punkt:

    I don't claim to be guilty
    guilty's too grand.

    Besonders ein Bestandteil der deutschen Seele, Selbstwert aus Selbstbeschuldigung. Wenn sonst schon nichts mehr klappt, kann man damit immer noch punkten.

  17. Knut (kein Partner)
    02. März 2019 08:49

    Was mir ja immer schon komisch vorgekommen ist: Die Strafgerichtsbarkeit hat so gut wie nichts zu melden, wenn die Stellvertreter Gottes auf Erden missbrauchend und vergewaltigend ihre Machtspiele treiben. Warum haben die Sonderrechte?

    Und da fragt man sich doch im Ernst, was für einen Gott beten die denn an?

    Eines ist mir schon vor längerem klar geworden: Religionen sind eine Erfindung der Menschen und dienen der Zerstörung einer natürlichen Spiritualität. Und wenn man schaut, wie leer die katholischen Kirchen zwischenzeitlich sind erkennt man, dass immer mehr Menschen absolut keinen Sinn mehr dahinter sehen.

    Allerdings wird derzeit ein weiteres religiöses Problem importiert.

  18. Pyrrhon von Elis
    01. März 2019 09:50

    In der Gründungszeit der Grünen gab es mehrere Kinder-Mißbrauch-Skandale in D. und auch in Ö. die schönen Kommunen: alles wird vertuscht.
    Dazu kommt die hohe Affinität der Grünen zu linken RAF-Terroristen über Jahrzehnte: auch das darf nicht hinterfragt werden.
    Den Proponenten wird heute noch gehuldigt, scheußlich!
    In der Grün-Bewegung schlummert ein mindestens genauso grauslicher Skandal wie in der Kirche. BEIDES gehört ins Licht der Öffentlichkeit. Und nein, ich verteidige die Kirche in keiner Weise und ich bin für einen wesentlich deutlicheren Laizismus als er heute gelebt wird. Kirche und Grüne sind nicht zeitgemäß und waren es nie!

    • Undine
      01. März 2019 14:20

      ***************+!

    • Herbert Richter (kein Partner)
      02. März 2019 13:36

      Aber geh......! Wenn der Kinderfi....er ein Cohn ist, im Europäischem Parlament thront und grün wie ein Frosch ist, dann darf er das.....! (Im großen Basar Europas)

  19. kremser (kein Partner)
    28. Februar 2019 23:25

    Es mag wahrscheinlich so sein, dass im Priesteramt überdurchschnittlich viele Homosexuelle vertreten sind, das erlaubt aber immer noch nicht einen direkten Schluss auf Kindesmissbrauch. Da kommen noch andere Faktoren hinzu.
    Meiner Meinung nach ist es höchst an der Zeit, dass ALLE Fälle der staatlichen Gerichtsbarkeit übergeben werden. Beweisaufnahme, Verfahren und Urteil muss in die Hand von Staatsanwaltschaft und Richtern gelegt werden.

    Die wichtigste Maßnahme wäre, dass der Status der katholischen Kirche als Körperschaft öffentlichen Rechtes aberkannt werden muss. In einem säkularen Staat hat dieses Relikt nichts mehr verloren. Kirchen sollen sich als Vereine organisieren und finanzieren.

  20. Undine
    28. Februar 2019 21:32

    OT---aber sehr interessant, wie man in der Schweiz unser unwürdiges Karfreitags-Theater sieht! Sehr spannend, aber auch wohltuend vernünftig, was Roger KÖPPEL zu COHENS, des Falotten, peinlicher Seelenentblößung sagt, zu TRUMPS Treffen mit KIM etc..Vor allem Letzteres ist das glatte Gegenteil davon, was unsere ORF-"Experten" von sich geben:

    "Weltwoche daily, 28. Februar 2019"

    https://www.youtube.com/watch?v=i7l2CDv2CrI

  21. Walter Klemmer
    28. Februar 2019 21:08

    Die oberste römische Irrlehre ist:

    Die maßstäblichen apostolischen Schriften wären erst im 4. Jahrhundert kanonisiert worden.

    Die Schriften waren vom Zeitpunkt ihrer Entstehung im ersten Jahrhundert weg von den Gemeinden rund um das Mittelmeer als kanonisch anerkannt. Nur weil man nur noch Kanonlisten aus dem 4. Jahrhundert hat, heißt das nicht, dass sie damals kanonisiert wurden.

    Fakt ist: diese Kanonlisten aus dem 4. Jahrhundert zeigen deutlich, dass sämtliche heutigen kanonischen Schriften in den Gemeinden bekannt waren und fleißig beachtet wurden.
    Die Kanonlisten beschreiben das, was in den Gemeinden schon seit langem Brauch war und sind keine amtliche Legitimation wie das mancher Römer heute sehen will.

    • Wolfram Schrems
      01. März 2019 14:18

      @ Walter Klemmer
      Ohne Kirche (römische) keine Bibel. Ganz einfach.

    • McErdal (kein Partner)
      02. März 2019 08:30

      @ Wolfram Schrems

      Aus Ihrem Post: Ohne Kirche (römische) keine Bibel. Ganz einfach.

      Da kichern ja die Hühner - woher haben sie denn diesen SCHMARREN ?

  22. machmuss verschiebnix
    28. Februar 2019 20:19

    OT:

    Wie passen Grüne und Esel-Taxis zusammen ? Naja, gleich und gleich gesellt sich gern :)))))

    https://i.redd.it/x36c4qinzcj21.jpg

  23. Brigitte Imb
    28. Februar 2019 18:35

    Sexueller Mißbrauch, egal von wem und speziell an Kindern, ist schwerst zu verurteilen.

    Die Linken werden nicht müde die Kirche diesbezüglich vor sich herzutreiben und sie sitzen selber bestimmt in einem weit größeren Drecksloch. Der politische Apparat tut sich halt etwas leichter mit Vertuschungen und Aktenvernichtung und entsprechend denunzierenden (bestellten) Medienmeldungen.

    Und wollen nicht Linke die Päderastie seit jeher salonfähig machen? Also, sie sollen das Maul halten. (Das soll keine Entschuldigung für manchen Glaubensmann sein!)

    Zum Zölibat bin ich geteilter Meinung, denn einerseits ist dies doch eine überwiegend unnatürliche Lebensart des Menschens, andrerseits wird keiner gezwungen Priester zu werden. Mir ist es übrigens ziemlich egal, wenn ein Pfarrer mit seiner Köchin (gibt' eh fast nimmer) zusammenlebt, auch über den Tisch hinaus, aber sein "Haus", die Pfarre gut führt, bzw. begleitet.

    In meiner Familie, der Verwandtschaft und im Bekanntenkreis sind wirklich viele ehemalige Kloster(internats)schüler zu finden. Sexueller Mißbrauch (außer mancher Einzelfall, der beim Duschen zugeschaut hat, und da bin ich nicht sicher wieviel "Schmäh" dabei ist) ist mir nicht bekannt.

    Leute von der "Sitte" haben da andere Kaliber auf Lager..........und Maulkörbe....

    OT

    Sicher haben Sie in den Nachrichten schon gelesen, daß die Kommission Vermögenssteuern für Österreich vorschlägt und daß sich die Parteien ihre Förderung erhöht haben, sowie die Wahlkampfsausgaben.

    FRECHHEIT !!!

    • machmuss verschiebnix
      28. Februar 2019 19:51

      Manda, s'isch Zit

    • Riese35
      28. Februar 2019 22:45

      ***********************!
      ***********************!
      ***********************!

      Und ganz besonders:
      >> "Und wollen nicht Linke die Päderastie seit jeher salonfähig machen? Also, sie sollen das Maul halten."

      Und auch das ganze Auftreten mit Selbstgeständnissen des Wr. Erzbischofs erinnert mich eher an das Auftreten diverser Deliquenten in stalinistischen Schauprozessen.

    • Brigitte Imb
      28. Februar 2019 23:47

      Jaja, dieser Heuchler, nach zig Jahren stellt er das in den Raum.

      Ach du meine Güte, wer kann denn sagen - nach heutigem Standpunkt - daß er noch nie sexuell "belästigt" wurde? Wo selbst ein harmloses Kompliment ungeheure negative Erregung auslösen kann.

      Ja Verzeihung, lassen wir doch die Kuh im Dorf! Wozu haben denn wir Frauen (auch manche Männer [:)] ihre "Reize" und "wackeln" mit dem A...., und "vergreift" sich einmal einer geht die Welt unter. Die "Gluteus*in" ist geleidigt, ob sie wirklich besonders gelitten hat wage ich zu bezweifeln.
      Entschuldigung.

  24. pressburger
    28. Februar 2019 17:32

    Es ist sicher richtig über den Missbrauch von Kindern durch Männer des katholischen Klerus zu sprechen, um weitere Missbrauchsfälle zu verhindern.
    Sicher ist es wichtig, dass der sexuelle Missbrauch unbedingt Konsequenzen haben muss. Die Konsequenzen, weil es sich um eine Straftat handelt, sind nur intern eine Angelegenheit der Kirche, strafrechtlich eine Angelegenheit der Justiz.
    Jedes Kind, dass sexueller Gewalt ausgesetzt wird, ist ein Opfer und
    verdient Schutz.
    Die Kirche, der Papst, sind, allen Mitgliedern der katholischen Kirche verpflichtet, Schutz zu bieten. Den Glauben und das Leben der Gläubigen zu schützen.
    In beiden Bereichen hat die Kirche und der Papst versagt.
    Der Papst schützt nicht den Glauben, bevorzugt den Relativismus. Ist damit ein Faktor bei der ungehinderten Ausbreitung des Islams. Kein Wort vom Papst, gegen die Islamisierung Europas, gegen den islamischen Terror in Europa.
    Kein Wort des Papstes gegen die Zerstörung der christlichen Einrichtungen in praktisch allen islamisch regierten Ländern.
    Die Kirche, der Papst, schützen nicht das Leben der Gläubigen. Morde an Christen im Nahen- und Mittleren Osten gehören praktisch zum islamischen Brauchtum.
    Kein Wort der Verurteilung, keine bevorzugte Behandlung bei der Erteilung des Asylstatus.
    Die Christen aus den arabischen Ländern sind die einzigen Flüchtlinge die Schutz verdienen. Die Christen werden von den Moslems an Leib- und Leben bedroht.
    Kein Wort des Papstes, oder seiner Kardinäle, gegen die Christenverfolgung im
    21. Jahrhundert.
    Der Papst schützt nicht das ungeborene Leben. Die Morde an Ungeborenen nehmen zu, ohne dass, die Kirche dagegen die Stimme erhebt. Die Morde verurteilt.
    Wurde "Du sollst nicht töten", bereits aus dem Kodex der katholischen Kirche gestrichen ?
    Die Opfer des sexuellen Missbrauchs durch Angehörige der Kirche. Die meisten, fast alle Anzeigen erfolgen erst nach Jahren. Die Motivation, eine Anzeige nach einen langen zeitlichen Abstand zu erstatten, ist unterschiedlich. Tatsache ist, statistisch, forensisch, gesichert, sind es in 50% falsche Anzeigen. Tatsache ist auch, dass damit weitere Opfer geschaffen werden. Alle die falsch angeschuldigt werden. Dem Opfer wird grundsätzlich zuerst geglaubt. Dem Beschuldigten wird zuerst nicht geglaubt, der Beschuldigte muss seine Unschuld beweisen.
    Bei der Beurteilung von Anschuldigungen geht es nicht um Glauben, sondern um Fakten.
    Deswegen sollen die Medien mit Anschuldigungen in diesen Bereich äusserst vorsichtig umgehen, und nicht immer Vorverurteilungen publizieren.

  25. Ausgebeuteter
    28. Februar 2019 17:00

    Bei dieser Diskussion geht es natürlich auch um die Sinnhaftigkeit der bürokratischen Kurie im Vatikan mit sehr vielen Personen, welche einen enormen finanziellen Aufwand erfordern. Leider gibt es ein Naturgesetz, dass sich eine Organisation (siehe z.B. die EU-Zentrale in Brüssel) immer weiter aufbläht, daher immer wieder reformiert und zurückgestutzt gehört.

    Jesus Christus, welcher als Jude keine neue Glaubensgemeinschaft gründen wollte (auch Martin Luther wollte eigentlich ursprünglich nur die katholische Kirche reformieren), kam mit einer sehr geringen Zahl von Personen in seiner nächsten Umgebung aus.

    Natürlich braucht es als wirkliche Nachfolger von Jesus Christen: Gestaltung des eigenen Lebens nach den Empfehlungen des neuen Testamentes, die Anerkennung des Kreuzestodes als Erlösung der Menschen mit Wiedererrichtung der direkten Verbindung zu Gott, laufend Gemeinschaft in Messen und Gottesdiensten mit Gleichgesinnten pflegen (also nicht nur sporadisch an Bibelstunden teilnehmen sowie brav die Kirchenbeiträge bezahlen) und sich ggfs. von erfahrenen Christen korrigieren zu lassen. Der allen verfügbare Heilige Geist hilft dabei, im Leben möglichen bösen Verlockungen zu widerstehen und vor allem kann man bei Schulderkenntnis eine Vergebung erlangen. Alles andere ist überflüssiges Beiwerk in den Kirchen, wobei ich nicht nur die katholische Kirche meine.

    Das aktuelle Geplänkel um den Karfreitag ist so ein Beispiel, wo sich die Kirchen um eigentlich nicht wichtige Probleme kümmern. Denn da geht es doch den meisten Leuten nur um zusätzliche Freizeit. Vielmehr sollten die Verantwortlichen sich um die oben erwähnten Punkte bemühen, um den suchenden Menschen eine geistige Heimat anzubieten mit dem Hinweis auf ein schönes Dasein nach dem irdischen Tod. Natürlich hat alles auf Freiwilligkeit zu geschehen, wie es auch Jesus empfohlen hatte. Halbes Christsein gibt es nicht, ebenso wie ein bisschen schwanger.

    Sicher können die geistlichen Würdenträger auch das politische Geschehen verfolgen und beurteilen. Vor allen dann lautstark protestieren, wenn bewährte Konzepte von Regierung und Gesellschaft über Bord geworfen werfen. Dazu gehört u.a. die sichtbare Zerstörung der Ehe, die überproportionale Förderung der Homosexualität, die nicht artgerechte Massentierhaltung, die Zerstörung der Natur und letztlich die in die hundertausende gehende Abtreibungen von Ungeborenen, welche dem Morden gleichzusetzen ist.

    • Wolfram Schrems
      28. Februar 2019 17:05

      "Jesus Christus, welcher als Jude keine neue Glaubensgemeinschaft gründen wollte"

      Er wollte doch eine neue Gemeinschaft gründen, nämlich die Kirche, das Volk des Neuen und Ewigen Bundes (siehe bspw. Mt 16,18ff). Jesus auf sein Judesein zu reduzieren, trifft die Sache nicht. Seine Sendung geht weit über das Judesein hinaus, wie auch schon das Volk Israel eine höhere Sendung hatte (der es eben nicht nachkam, wie die Propheten bezeugen).

    • Ausgebeuteter
      28. Februar 2019 20:36

      Wolfram Schrems
      Heute zum letzten Mal von mir:
      Führende Religionswissenschaftler bezeichnen Paulus als den eigentlichen Gründer der christlichen Religion.
      Matt. 16/18: es stimmt, dass Jesus Petrus mit einem Auftrag zum Bau einer neuen Gemeinde berufen hat, aber nirgends steht, dass sich diese vom Judentum trennen sollte.
      In Matt. 5/17 erwähnt Jesus, dass er nicht gekommen ist, um das (jüdische) Gesetz aufzulösen, sondern es zu erfüllen. In Joh. 4/25-26 bestätigt Jesus einer Frau, dass er der (im AT) versprochene Messias ist. Beide Male erteilt er dem Judentum keine Absage. Mit dem Wirken von Jesus sind viele Prophezeiungen und Gesetze des AT erfüllt worden.

    • Wolfram Schrems
      01. März 2019 14:17

      @Ausgebeuteter

      Verzeihen Sie mir, wenn ich jetzt etwas schroff werde: Was "führende Religionswissenschaftler" sagen, ist wirklich unerheblich. Besonders in diesem Fall. Wenn Sie Christ sind, wovon ich nach Ihren Stellungnahmen ausgehe, gehört es zum innersten Kern des Glaubens, daß Jesus Christus wahrer Gott und wahrer Mensch ist und tatsächlich und buchstäblich eine Kirche gründen wollte.
      Daß Paulus "der eigentliche Gründer der christlichen Religion" wäre, ist normalerweise ein fixer Bestandteil jüdischer Polemik. Und es ist natürlich falsch. Denn Paulus fand ja schon seinerseits die Kirche vor.

    • McErdal (kein Partner)
      02. März 2019 08:38

      Wenn ich so Schwachsinn lesen, Jesus sei ein Jude gewesen, dann gehen mir sämtliche Impfstellen auf ....da wird mir übel

      Jesus war ein Weisser, warum lest Ihr nicht die Bibel und löst die Worte mit der Wortwurzel in ihrer usprünglichen Bezeichnung auf ?

    • MF
      02. März 2019 21:34

      @WSchrems Sie projezieren eine Bedeutsamkeit in die Katholische Kirche hinein, die sie nicht verdient.Gott ist nicht auf die Kirche angewiesen.Er ïst allmächtig u. kann selbstverständlich nach Belieben jeden demütigen gottesfürchtigen Menschen zur Wahrheit u.Wiedergeburt führen,ob Mitglied einer Kirche oder nicht.Das Königreich Gottes ist nicht die Kirche (Lukas17.20-21u.a.).Gott hat den Menschen Freiheit geschenkt.Auch die Freiheit eine anfänglich gute Sache zu korrumpieren u. verfälschen.Zu glauben, dass nur die Lehre der Katholischen Kirche zur Wahrheit führt, ist blinder Glaube.Ehrliche Religiösität beruht auf Demüt, Gebote, Introspektion und Gottes Gnade, nicht auf Kirchenmitgliedschaft

  26. Undine
    28. Februar 2019 14:55

    OT---aber einer der wenigen Lichtblicke in der Politik---leider nicht für uns, sondern für die Ungarn:

    "Ungarn warnt seine Bürger vor globalistischer Agenda von Soros und Co."

    https://www.journalistenwatch.com/2019/02/28/ungarn-buerger-agenda/

    -----------------------------------------------------------------------------------

    KEIN Lichtblick:

    "11.000 Flüchtlinge – und alle wollen nach Deutschland"

    https://www.journalistenwatch.com/2019/02/28/11-000-fluechtlinge-und-alle-wollen-nach-deutschland/

    -----------------------------------------------------------------------------------

    Auch kein Lichtblick:

    "Eilmeldung: ASB-Manager veruntreut offenbar 3 Mio. Euro Flüchtlingsgelder"

    https://www.journalistenwatch.com/2019/02/28/eilmeldung-asb-manager/

    • Undine
      28. Februar 2019 14:58

      Und zum Drüberstreuen:

      "Rechte „eiskalt erschießen“ – SPD im Antifa-Sumpf"

      https://www.journalistenwatch.com/2019/02/28/rechte-spd-antifa/

    • pressburger
      28. Februar 2019 17:43

      Danke für die Informationen. Braucht es noch mehr Beweise, dass die "Antifa" die gleiche Funktion erfüllt wie die SA ? Wieso brauchen in einen demokratischen Staat, gewählte Abgeordnete Personenschutz ? Die Wirkung der Einschüchterung ist nicht zu unterschätzen. Eine gekonnte taktische Variante Merkels. Der Zangen Angriff. Die AfD wir von beiden Seiten angegriffen, von der offiziellen Staatsmacht und von den Schergen der Merkel Partei.

    • fewe (kein Partner)
      03. März 2019 06:31

      @pressburger: Ja, das sehe ich auch so.

      Die Faschisten nennen sich jetzt Antifaschisten.

      Sowieso sind es auch wieder National-Sozialisten. Das "national" bezieht sich halt auf die EU als Superstaat. Auch im Nationalsozialismus durfte niemand Österreicher sein sondern musste "glühender" Reichsdeutscher sein.

      Rot und Grün ergibt halt Braun.

  27. Konrad Hoelderlynck
    28. Februar 2019 14:54

    Im "last but not least" stimme ich vollkommen mit AU überein, auch in vielen anderen Details dieses Artikels. Gänzlich anderer Ansicht bin ich jedoch, was Papst Franziskus betrifft: dieser ist gelernter Jesuit, und daher meine ich, dass er ganz genau weiß, was er sagt und warum er dies tut, wie dumm auch manche Äußerungen klingen mögen. Ich habe eher den Eindruck, dass hier Kräfte am Werk sind, die die Kirche von innen heraus destabilisieren wollen. - Was den Zölibat betrifft, so finde ich die Kritik daran reichlich übertrieben. Gerade in der heutigen Zeit ist es für Priester extrem einfach, ihre Sexualität anonym ausleben zu können. Und wenn einer unbedingt eine Familie gründen möchte, kann er das in der evangelischen Kirche tun. So extrem viele Unterschiede gibt es da nicht. Das Ideal eines zölibatären Lebens gibt es in allen Religionen irgendwo und entspricht auch nachweislich einem konstanten Bevölkerungsanteil, der mit Sexualität nicht viel am Hut hat. Das Problem erscheint mir in einer Gesellschaft zu liegen, die mangelndes Interesse an Sexualität grundsätzlich als pathologisch zu stigmatisieren versucht. - Das zölibatäre Prinzip aufzuweichen halte ich für nicht erstrebenswert. Vielmehr sollten sich die Katholiken dessen besinnen, dass - ihrem Glauben nach - Gott ins Priesteramt beruft, und nicht eine Personalabteilung. Die dort administrativ Zuständigen sollten ausschließlich diesem diese Aufgabe der Berufung auch überlassen, anstatt vor lauter Panik über einen angeblichen Priestermangel jeden Pfarrer werden zu lassen, der es irgendwie schafft. Vermögen sie das nicht, so ist deren Vertrauen in die Kraft des Glaubens zu hinterfragen, aber das ist ein anderes Kapitel. Letztlich erscheint mir auch der fatale Versuch, "zeitgemäß" zu sein, ein untauglicher, denn elementare Glaubensinhalte sind immerwährend gültig.

    • Ausgebeuteter
      28. Februar 2019 15:29

      Konrad Hoelderlynck:
      Manchmal ist das "Gesundschrumpfen" ein guter Weg der Erneuerung. Dabei kann man auch alten Ballast abwerfen und den Verlust der bisherigen Mitläufer leicht verschmerzen. Vielleicht ist auch Poster Schrems dieser Meinung?

    • Wolfram Schrems
      01. März 2019 14:12

      @Ausgebeuteter

      Weil Sie mich ansprechen: Ich persönlich bedaure jeden, der der Kirche den Rücken kehrt. Ein "Gesundschrumpfen" heißt, daß viele in die Irre gehen werden, möglicherweise für immer. "Mitläufer" sollen ja praktizierende und überzeugte Gläubige werden. Ich gebe zu, daß das angesichts der derzeitigen Hirten sehr, sehr schwer ist.

  28. Franz77
    28. Februar 2019 13:14

    Es fällt mir täglich schwerer Mitglied der Kirche zu sein. Das hat mit Geld nix zu tun. Die Oberen sind von der Freimaurerei unterwandert, und das geht bis hinauf in höchste Ämter. In Österreich sind Faber und Schönborn zu 99,9% Logenbrüder. König war auch einer.

    • Basti
      28. Februar 2019 13:54

      Und unser lieber, seliger Bischof Stecher hat schon vor Jahrzehnten den Muselmanen ein Minarett in einem Innsbrucker Innenhof zugestanden. Am Tisch der Landesregierung ist immer ein Platz für diese Herren reserviert! Am Tag der offenen Tür zu bewundern!

    • Undine
      28. Februar 2019 14:36

      Kardinal KÖNIG war sehr eng befreundet mit dem einstigen Linzer Freimaurer-Großmeister, dem Psychologen Kurt BARESCH.

    • Konrad Hoelderlynck
      28. Februar 2019 14:58

      Genau deshalb meine ich, sollten Männer wie Sie standhaft sein und diese Kirche nicht denen überlassen, die sie zerstören wollen. Ich selbst bin evangelisch getauft und überlege schon sehr lange, zu konvertieren.

    • Wolfram Schrems
      01. März 2019 14:09

      @ Konrad Hoelderlynck

      Ich kann Sie zu diesem Schritt nur ermutigen. Die Kirche ist das Vaterhaus, auch wenn das dortige Spitzenpersonal derzeit sehr schlecht ist. Lassen Sie sich von einem Papst Franz oder einem Kardinal Schönborn nicht abhalten, nach Hause zu kommen.

      Ich kenne einen ehem. lutherischen deutschen Unternehmer aus Baden-Württemberg, der extra zum Konvertitenunterricht nach Berlin gefahren ist. Er ließ sich dort vom Institut Philipp Neri unterweisen. D. h., man muß sich gut aussuchen, wo man Konvertitenunterricht nimmt. Ich kann sowohl die Petrusbruderschaft wie auch die Piusbruderschaft empfehlen.

  29. OT-Links
    28. Februar 2019 12:30

    Populistisch vereinfacht und einfach wahr: Schwule - das war schon in der Dekadenz der Antike so - möchten gerne Knaben adoptieren. Da dies immer noch schwierig ist, ist die Kirche die erste Anlaufstelle für diese "Spielart".

    Und JA, der Zölibat gehört abgeschafft, um nicht nur linke Anwärter anzuziehen, sonder auch Normale!

    • Undine
      28. Februar 2019 14:43

      Ich weiß von einem Mitarbeiter eines ehemaligen sehr bekannten homosexuellen Filmemachers und Kameramanns des ORF (diverse Dokumentationen), der sich anläßlich eines Dokumentarfilmes in Afrika von dort einen dunkelhäutigen Waisenknaben mit nach Wien nahm und diesen adoptierte! Wie so eine Adoptierung vor etwa 30 Jahren möglich war, weiß ich nicht. Im ORF wußte man, daß er schwul war.

  30. Undine
    28. Februar 2019 11:51

    Daß Kirchenmänner beim weiblichen Geschlecht gelegentlich schwach werden können, ist ja noch irgendwie zu verstehen, weil sie häufig auch regelrecht "verlockt" werden. Es muß für manche Frauen offenbar besonders reizvoll sein, ihre weiblichen Reize an einem Pfarrer zu testen, einen Zölibatären zu bezirzen.
    Ich erinnere mich noch gut, als bei einer Einladung bei Bekannten auch der Ortspfarrer zugegen war. Ihm gegenüber saß das sehr "frühreife" 17-jährige Töchterlein der Gastgeber und flirtete schamlos mit dem Pfarrer. Ich sah, wie sie so ganz "unbeabsichtigt" zwei weitere Blusenknöpfe öffnete und ihn dabei intensiv ansah. Der Pfarrer trug diese eindeutige "Aufforderung" gelassen und mit Humor, wie ich vermute.
    Trotzdem: Wer sich für den Priesterberuf, eigentlich für die Berufung zum Priester, entscheidet, muß sich an die Regeln halten. Er kann nicht Wasser predigen und Wein trinken.

    Nicht das geringste Verständnis bringe ich für Pfarrer auf, die sich an Knaben vergreifen; für eine solche Schandtat, für eine solches Verbrechen an Unschuldigen gibt es nicht den winzigsten Entschuldigungsgrund.

    • OT-Links
      28. Februar 2019 12:32

      Die Gschichtn mit der Pfarrersköchin sind vorbei. Heute gehen nur noch Schwule in die Ausbildung - wegen der Ministranten....

    • Franz77
      28. Februar 2019 12:32

      Jedes Wort unterschreibe ich. Ich wurde nach der Volksschule ins Internat gesteckt, überstand 5 (!!!) schwule "Erzieher". Mich mochten sie nicht, wahrscheinlich weil meine Klappe zu groß war. Ich durfte auch nie ins Erzieherzimmer, viele andere leider schon. Achja, Sternchen gibt es auch: ************** :-)

    • OT-Links
      28. Februar 2019 12:32

      Und natürlich auch unter sich - sozusagen...

    • pressburger
      28. Februar 2019 13:38

      @OT-Links
      Nicht vergessen, deswegen setzt die Kirche die Ministrantinen ein.
      Pfarreresköchin. Schade, war eine wichtige Institution, eine tragende Säule der Heiligen Mutter Kirche.

    • Basti
      28. Februar 2019 13:43

      Werte Undine
      Ist der Film "Dornenvögel" noch in Erinnerung? Ach, wie waren die Frauen begeistert! Es gibt auch fesche Pfarrer! Die "Armen"waren dann die Kinder die gezeugt wurden. In der Bibel steht, wer es fassen kann keine Frau zu haben fasse es, die anderen sollen heiraten.

    • Undine
      28. Februar 2019 20:02

      Ja, @Basti, ich erinnere mich an diese Serie! Und dann stellte sich heraus, daß der "schöne" Schauspieler, der den Pfarrer spielte, ein Warmer ist! Das war eine Enttäuschung! ;-))

  31. Riese35
    28. Februar 2019 11:41

    Insbesondere zum Zölibat kann ich mich den Aussagen oberoesis, HLWs und Wolfram Schremsens nur anschließen.

    Hier die entscheidenden Stellen der Hl. Schrift und des kirchlichen Lehramtes:

    2 Thess 2,15: "So steht denn fest, Brüder, und haltet euch an die Überlieferungen, die ihr mündlich oder schriftlich von uns empfangen habt."

    Also nicht sola scriptura.

    1 Tim 3,2: "Es muß also ein Bischof untadelhaft sein, nur eines Weibes Mann, nüchtern, klug, würdevoll, ehrbar, gastfrei, zum Lehren geschickt."

    Mt 19, 27-30: "Darauf antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir gefolgt; was wird uns also zu teil werden? Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn auf dem Throne seiner Herrlichkeit sitzen wird, auch auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten! Und jeder, der sein Haus, oder Brüder, oder Schwestern, oder Vater, oder Mutter, oder Weib, oder Kind, oder Äcker verläßt um meines Namens willen, wird Hundertfältiges empfangen und ewiges Leben ererben. Viele aber, welche die Ersten sind, werden Letzte, und welche die Letzten sind, werden Erste sein."

    Lk 18, 28-30: "Da sagte Petrus: Sieh, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, niemand ist, der Haus, oder Eltern, oder Bruder, oder Weib, oder Kinder um des Reiches Gottes willen verlassen hat, und nicht viel mehr dafür erhielte in dieser Zeit und in der zukünftigen Welt das ewige Leben!"

    Hier ganz klar, was Zölibat bedeutet: Enthaltsamkeit, also zweierlei,
    1) Eine vorhandene Ehe nicht mehr zu vollziehen, zund
    2) Keine neue Ehe mehr einzugehen.

    Die Leviten haben in ihrer Zeit des Tempeldienstes - allerdings zeitlich befristet - auch zölibatär gelebt. Der Zölibat geht in seiner Tradition auf den jüdischen Tempeldienst zurück. Und die ältesten Gesetze der Kirche, die nicht etwas Neues geschaffen sondern die gelebte Tradition niedergeschrieben haben, bestätigen den Zölibat:

    Konzil von Elvira etwa 300 bis 310:

    can. 27: Verbot, daß fremde Frauen mit Bischöfen und anderen Klerikern zusammenwohnen. Nur eine Schwester oder eine zur Jungfrau geweihte Tochter dürften sie bei sich haben; auf keinen Fall eine außenstehende Frau.

    can. 33 enthält erstes, niedergeschriebenes Zölibatsgesetz: "Über die Bischöfe und (Altar)Diener, daß sie sich nämlich ihrer Ehefrauen enthalten: Man stimmt in dem vollkommenen Verbot überein, daß für Bischöfe, Priester, Diakone, d.h. für alle Kleriker, die im Altardienst stehen, gilt, daß sie sich ihrer Ehefrauen enthalten und keine Kinder zeugen; wer aber solches getan hat, soll aus dem Klerikerstande ausgeschlossen werden.”

    385 Papst Siricius (384 - 399) gibt Bischof Himerius von Tarragona zur Antwort, daß die vielen Priester und Diakone, die auch nach ihrer Weihe Kinder zeugen, gegen ein unaufgebbares Gesetz handeln, das die höheren Kleriker von Anfang der Kirche bindet. Die Berufung auf das Alte Testament, wo die Priester und Leviten die Ehe außerhalb ihrer Dienstzeit im Tempel gebrauchen durften, wird mit dem Neuen Testament wirderlegt, indem die höheren Kleriker täglich den heiligen Dienst verrichten müssen und deswegen vom Tag ihrer Weihe an ständig enthaltsam leben müssen.

    390 Afrikanisches Konzil von Karthago: can.2 "Daß die Keuschheit von den Leviten und Priestern behütet werde." "Der Bischof Epigonius sagte: ..... Der Bischof Genetlius sagte (darauf): Wie oben gesagt wurde, ist es angebracht, daß die heiligen Vorsteher und Priester Gottes sowie die Leviten oder alle, die den göttlichen Sakramenten dienen, in allem enthaltsam sind, damit sie das, was sie in aller Schlichtheit vom Herrn erbitten, erlangen können; damit so, was die Apostel gelehrt haben und was ein alter Brauch bewahrt hat, auch wir bewahren. Einstimmig sagten darauf die Bischöfe: Wir alle sind uns darüber einig, daß Bischof, Priester und Diakon, die Schützer der Keuschheit, sich auch selbst ihrer Ehefrauen enthalten, damit in allem und von allen, die dem Altare dienen, Keuschheit beobachtet werde."

    405 Papst Innozenz I. (402 - 417) - Brief "Consulenti tibi" an Bischof Exsuperius von Toulouse : "Du fragst, wie es mit jenen zu halten sei, deren gegenwärtige oder frühere Unenthaltsamkeit im Diakonat oder im Priestertum die von ihnen gezeugten Kinder verraten haben. Dazu ist die Vorschrift der göttlichen Gesetze klar; hierzu kommen die deutlichen Verordnungen des Bischof Siricius seligen Andenkens, daß nämlich die Unenthaltsamen, die in solchen kirchlichen Ämtern stehen, aller kirchlichen Weihen entkleidet und nicht zu dem Dienst zugelassen werden dürfen, der nur in Enthaltsamkeit geleistet werden soll. Denn es ist eine alte, schon vom Anfang her beobachtete Vorschrift des heiligen Gesetzes, daß die Priester während ihres Dienstjahres im Tempel wohnen mußten (vgl Lk 1), damit sie sich im Dienste der heiligen Opfer rein und von aller Makel frei den heiligsten Verrichtungen widmen könnten; auch war es nicht erlaubt, selbst diejenigen zu den Opfern zuzulassen, die mit der Ehefrau fleischlichen Umgang pflegen, weil geschrieben steht: ‘Seid heilig, weil auch ich heilig bin der Herr, euer Gott (Lev 11,44 u 20,7).’ Ihnen war jedoch sonst der eheliche Umgang gestattet wegen der Erbfolge der Nachkommenschaft, da nach dem Gesetze niemand aus einem anderen Stamme zum Priestertume gelangen durfte. Um wieviel mehr müssen jene Priester oder Leviten vom Tage der Weihe an die Keuschheit bewahren, die ein Priestertum oder Levitentum ohne Erbfolge haben, bei denen kein Tag vergeht, an dem sie nicht das heilige Opfer zu feiern oder die Taufe zu spenden haben! Denn wenn Paulus im Briefe an die Korinther sagt: ‘Enthaltet euch eine Zeit lang, damit ihr dem Gebete oblieget (1 Kor 7,5)’, und dies sogar den Laien befahl, so werden um so mehr die Priester, deren Amt in unablässigem Gebet und Opfer besteht, sich von solchem Umfang fernhalten müssen. Wer aber mit fleischlicher Begierde befleckt ist, mit welcher Scheu wird er es wagen zu opfern, oder mit welchem Gewissen, mit welchem Rechte glaubt er erhört zu werden, da es doch heißt: ‘Den Reinen ist alles rein, den Befleckten aber und Ungläubigen ist nichts rein (Tit 1,15)’?"

    25. Mai 419 Hauptsitzung in der Angelegenheit der Appellation des Priesters Apiarius (Konzil von Karthago): Vorsitz: Bischof Aurelius von Karthago; Röm. Legat Faustinus von Fermo, röm. Priester Philippus und Asellus, 240 afrikanische Bischöfe (darunter Augustinus von Hippo, Alypius von Tagaste):

    Bischof Aurelius von Karthago: “Wir haben hier bei uns die Exemplare der Bestimmungen, die unsere Väter vom Konzil von Nicäa mitbrachten; wir bewahren dessen Form unversehrt, und wir werden auch die folgenden von uns unterfertigten Beschlüsse behüten.”

    Glaubensbekenntnis.

    Wiederholung des Textes über die Klerikerenthaltsamkeit des Konzils vom Jahre 390 durch Bischof Aurelius.

    Darauf der päpstliche Legat Faustinus: "Wir stimmen darüber überein, daß Bischof, Priester und Diakon, d.h. alle, die die Sakramente berühren, als Behüter der Keuschheit sich ihrer Ehefrauen enthalten.” Darauf antworteten alle Bischöfe: "Wir stimmen überein, daß in allen und von allen, die dem Altare dienen, die Keuschheit bewahrt werde."

    Aurelius: "Wir, liebe Brüder, fügen hier noch hinzu: Als über die Nichtenthaltsamkeit ihren eigenen Ehefrauen gegenüber von seiten einiger Kleriker, obwohl sie nur Lektoren waren, berichtet wurde, hat man beschlossen, was auch in verschiedenen Konzilien bestätigt wurde: Die Subdiakone, die die heiligen Mysterien berühren, und die Diakone, die Priester und auch die Bischöfe müssen sich auf Grund der für sie geltenden Bestimmungen auch der eigenen Ehefrau enthalten, so daß sie als solche gelten, die keine besitzen. Wenn sie sich nicht daran halten, müssen sie von ihrem kirchlichen Dienst entfernt werden. Die übrigen Kleriker werden aber nicht dazu angehalten außer in reiferem Alter."

    Antwort des gesamten Konzils: "Was Eure Heiligkeit in rechter Weise vorgebracht hat und was heilig und gottgefällig ist, bestätigen wir."

    456 Papst Leo der Große an den Bischof Rusticus von Narbonne zur Enthaltsamkeit: "Das Gesetz der Enthaltsamkeit ist das gleiche für die Altardiener (Diakone) wie für die Bischöfe und Priester. Als sie noch Laien waren oder Lektoren, konnten sie erlaubterweise heiraten und Kinder zeugen. Sobald sie aber zu den genannten Graden aufstiegen, begann für sie nicht mehr erlaubt zu sein, was früher erlaubt war. Damit daher aus der fleischlichen eine geistige Ehe werde, ist es notwendig, daß sie die Ehefrauen zwar nicht entlassen, sie aber so haben, als ob sie keine hätten, damit so die eheliche Liebe bewahrt bleibe aber zugleich auch der Gebrauch der Ehe aufhöre." [Simon Aichner: Compendium Juris Ecclesiastici cum singulari attentione ad leges particulares VI Conventionis XVIIIVA Augusti MDCCCLV cum Sede Apostolica Initae in Imperio Austriaco vigentes. Cum approbatione rev. ordinariatus brixinensis. Editio altera emendatior. Brixinae, typis et sumtibus wegerianis. 1864]

    • Walter Klemmer
      01. März 2019 01:37

      Sehr geehrter Riese!
      Ihre Kommentare schätze ich sehr.
      Sie zitieren einmal Paulus (2 Thes 2,15)
      Mit diesen "Überlieferungen von uns" meint Paulus das, was er und die Apostel verkündigen, nämlich genau das, was die Evangelisten und die Apostel selbst in den kanonischen Briefen lehrten.

      also sehr wohl: dieses Zitat ist der Beleg für sola scriptura = sola traditio apostolica und das sind eben nur die kanonischen Apostelschriften (= die Überlieferungen von uns, nämlich den Aposteln).

      In ihren weiteren Zitaten haben sie Petrus zitiert, der bekanntlich eine Schwiegermutter hatte, die ja Jesus heilte.
      Es geht darum, durch die Hinwendung zu Jesus sogar Familienabgehörige plötzlich als feindlich gesinnte gegen den neuen Glauben erdulden zu müssen.
      Das war ein hartes Los der ersten Christen, deren jüdische Frauen und Männer sich scheiden ließen, wie 1 Kor 7 dann genauer diese Scheidungen regelt.
      Petrus verzichtete jedenfalls nicht auf die Ehe.
      Deswegen sind die Zitate kein Beleg für das Zölibat.

    • Walter Klemmer
      01. März 2019 02:03

      Und im folgenden geben Sie schön die Geschichte wieder, was passiert, wenn man den Kanon (=Maßstab) nicht mehr als Kanon anlegt, sondern menschliche Erfindungen.
      Der Kanon der apostolischen Schriften ist das was Kirche macht und die Kirche sollte auf den Kanon hören und nicht unchristliche Lehren zum Gesetz erheben.
      Sola scriptura hat nicht Luther erfunden es ist das Wort Gottes. Was nicht kanonisch ist, ist nicht Wort Gottes. Und auch die römische Gemeinschaft nennt den Kanon noch Wort Gottes.
      Wenn man allerdings meint, dass alles Wort Gottes ist und wenn Paulus als Apostel mit unseren Überlieferungen in 2 Tess 2,15 nicht die apostolische Überlieferung wie sie im Kanon festgehalten ist meint, sondern anderes Gerede, dann ist alles Wort Gottes.
      Die Überlieferung der Apostel, was Wort Gottes ist, ist aber eine andere.
      Luther hat diese apostolische Autorität der Bibel als Wort Gottes, das über allem steht, weil nach Jesus Gott selbst spricht sehr gut erkannt und wollte diese apostolische Tradition wieder zum Merkmal der apostolisch katholischen Kirche machen.
      Der Papst ließ aber sein System des Ablasshandels, das den Menschen Seelenheil verkauft, nicht reformieren und auf das Fundament des Wortes Gottes und der Apostel stellen.
      Luther hat keinen neuen Glauben erfunden, sondern er hat die apostolisch katholische Tradition von der Befreiung des Menschen vom Seelenhandel klar gesehen und wollte eine reformierte katholische Kirche. Der Papst hat Luther dann versucht gewaltsam zu beseitigen. Luther hat diese Todesangst ausgehalten und Gott hat Luther für seine Bibelübersetzung ins Deutsche (der "Kitt") fleißig beschützt.
      Luther ist katholisch auf dem Fundament des Wortes Gottes und der apostolischen Tradition, die ja das Wort Gottes ist. Die Römer sind die, denen die apostolische Tradition gleichgültig ist und die Überlieferungen aus dem Heidentum übernehmen, das Wort Gottes damit als Maßstab aber verwerfen.

  32. CIA
    28. Februar 2019 11:04

    Die katholische Kirche war schon immer geprägt von Machtanspruch in jeder Hinsicht und hat darum auch keine Berührungsängste mit den „Eliten“, sondern ist ein Teil davon. Die ahnungslosen Schäfchen wissen das nicht und wenn, dann wird es verleugnet. So steht es um das selbsternannte Pendant zum „weltlichen“ Staat!
    In einer Doku recherchierte ein Journalist über das Nachtleben(Schwulenlokal) der kath. Priester in Rom. Auf die Frage wie er das mit dem Glauben vereinbaren kann, lautete die Antwort: Jetzt bin ich Privatmann und in ein paar Stunden bin ich Geistlicher!! Im Sinne der Psychiatrie wäre das zumindest ein Ansatz von Schizophrenie.
    Das Buch von Gianluigi Nuzzi „Vatikan-AG verschafft einen Einblick in die Finanz- und Politskandale dieser Gesellschaft.
    Last not least, solange die biblischen Gebote nicht in die Tat umgesetzt werden, wird es weiterhin Missbrauch und Korruption in dieser Religionsgemeinschaft geben.

    • Ausgebeuteter
      28. Februar 2019 16:07

      Warum erteilt der Vatikan bei manchen Fällen für die beabsichtige Eheschließung eines Pfarrers eine Ausnahme? Warum dürfen Priester der anglikanischen Kirche, welche samt Gemeinden zum Katholizismus konvertiert sind, weiterhin verheiratet bleiben?
      Nicht nur vor dem Gesetz, auch vor Gott sind alle Menschen gleich.

      Eine Führungskraft sollte immer ein Vorbild sein. Wie kann ein unverheirateter Seelsorger die Gefühle und Erlebnisse bei der Erziehung von eigenen Kindern ganz nachfühlen? Auch Frau Merkel hat dieses Manko, obwohl ich nicht beurteilen kann, warum sie kinderlos geblieben ist.

  33. Wolfram Schrems
    28. Februar 2019 10:55

    Danke für die profunde Analyse. Hier hat sich Dr. Unterberger wiederum große Mühe gegeben.

    Ganz wie
    @HLW
    bin ich mit der Zölibatskritik nicht einverstanden.

    Ich widerspreche hier auch allen Forumsteilnehmern, die typisch protestantisch oder evangelikal argumentieren und immer dieselben Stereotype verbreiten:

    Liebe Leute, die Kirche, die Jesus Christus gestiftet hat, ist kein Bibelkreis, in dem man immer nur Bibelzitate reproduzieren darf! Kapiert das doch endlich einmal!

    Die apostolische Tradition sah - das hat bspw. Kardinal Stickler ausführlich dargelegt - selbstverständlich die Enthaltsamkeit auch der verheirateten Presbyter (also Priester) und Episkopen (Bischöfe) vor. Die Schriften des NT wurden erst gegen Ende des 4. Jahrhunderts zusammengestellt und kanonisiert. Da war der Priesterzölibat längst Usus und das Mönchtum erlebte seinen ersten großen Schub (und beides konnte sich auf Mt 19 und 1 Kor 7 berufen, übrigens auch auf Lk 18,29, wo vom Verlassen von "Haus und Frau" die Rede ist - bitte zur Kenntnis nehmen!).

    Der Inhalt des Glaubens geht weit über den Buchstaben der Bibel hinaus. Es geht gar nicht anders. Das ist ja bei Euch mit den ganzen skurrilen protestantischen Theorien, von Luther und Calvin angefangen, auch nicht anders.

    Die Abschaffung des Zölibats würde keinerlei geistige und sittliche Erneuerung der Kirche nach sich ziehen.

    Im übrigen empfehle ich sehr den Kommentar von
    @oberösi
    ganz unten.
    Ganz genau: Wenn man den christlichen "Kitt" (der selbstverständlich katholisch ist) aus der Gesellschaft entfernt, hat man nur mehr Monaden. Diese sind leicht zu steuern und der Staat oder der Superstaat à la Spinelli und Karas wird allmächtig.

    • Ausgebeuteter
      28. Februar 2019 15:16

      Hier bin ich einmal mit Wolfram Schrems nicht einer Meinung, welcher nur "die allein seligmachende katholische Kirche" als wahre Nachfolger von Jesus Christus anerkennt und alle anderen christlichen Glaubensgemeinschaften quasi als - wie man es in früheren Jahrhunderten nannte - Ketzer und Sektierer bezeichnet.
      Gerade weil Herr Mag. Schrems hier oft manche Fehlentwicklungen in der katholischen Kirche aufzeigt, kann nur eine sachliche Auseinandersetzung etwas ändern.
      Selbstverständlich gebe ich ihm recht, dass mit der Aufhebung des Zölibats sich nicht automatisch eine geistige und sittliche Erneuerung der (katholischen) Kirche stattfindet, aber ein wichtiges Hindernis würde beseitigt.

    • Ausgebeuteter
      28. Februar 2019 15:17

      Im Übrigen bin ich froh, dass es kritische Beobachter in der katholischen Kirche gibt und ich würde diesen nie empfehlen, einen anderen Weg zu gehen. Denn eine Erneuerung kann nie von außen, sondern nur innerkirchlich erfolgen.
      Danke Herr Schrems für den Gedankenaustausch.

    • Ausgebeuteter
      28. Februar 2019 15:20

      Der speziell für Herrn Mag Schrems ausgewählte Internetlink wurde leider nicht mitgeliefert:

      https://www.katholisch.at/aktuelles/2016/12/13/katholische-bischoefe-wuerdigen-reformation-und-luther

    • MF
      28. Februar 2019 16:37

      "Die Abschaffung des Zölibats würde keinerlei geistige und sittliche Erneuerung der Kirche nach sich ziehen." Nicht ganz korrekt. Es ist argumentierbar, dass sich der Anteil homosexueller Priester verringern würde: Meistens wird vor dem 30. Lebensjahr geheiratet, und viele heiraten vor dem 25. Lj. Und devote Christen heiraten durchschnittlich früher als nicht-religiöse Menschen. Das Durchschnittsalter bei der Weihe liegt deutlch über 30 Jahre. (siehe Fortsetzung)

    • MF
      28. Februar 2019 16:38

      Fortsetzung: Die Gruppe derer, die das Priesteramt anstreben würde sich erheblich vergrössern, nämlich durch Aspiranten, die ihren persönlichen spitituellen Weg und das Ausüben des Priesteramtes aus freier Entscheidung mit dem Ehestatus und der Kindererziehung vereinbaren wollen. Da angenommen werden kann, dass so gut wie 100% aller Männer, die heiraten, heterosexuell veranlagt sind, würde sich der Anteil der homosexuell veranlagter Männer in der Gesamtgruppe der Priesteranwärter abnehmen, denn dieser Anteil stellt nur eine Untergruppe von alleinstehenden Priesteranwärtern dar.

    • Wolfram Schrems
      28. Februar 2019 16:59

      @Ausgebeuteter
      Danke für die freundliche Rückmeldung und den bereits stattgehabten Gedankenaustausch.

      Auf diesem Gebiet kommen wir nicht zusammen. Ich komme hier auch mit den Bischöfen Scheuer und Elbs (in dem von Ihnen verlinkten Artikel) nicht zusammen. Ich bleibe bei dem, was mir durch jahrzehntelanges Studium und Diskussion klar geworden ist: Luther erfand einen neuen Glauben und interpretierte die Bibel nach seinem Gutdünken. Seine "sola" sind willkürlich und selbstwidersprüchlich.

      @MF
      Möglicherweise würde sich der Anteil homosexueller Priesteramtsanwärter bei Aufhebung des Zölibats verringern. Aber die Priesterehe wird als solche dennoch keinen geistlichen Neuaufbruch nach sich ...

    • Wolfram Schrems
      28. Februar 2019 17:02

      ziehen. Ich habe höchsten Respekt vor den Priestern der katholischen Ostkirchen, die Priesteramt und Familie unter einen Hut bringen können. Aber auch das macht Probleme: Die Familie steht im Scheinwerferlicht der Gemeinde. D. h. Frau und Kinder müssen quasi perfekt sein. Ein verheirateter Priester ist leichter unter Druck zu setzen (in einem totalitären Regime). Er hat nun einmal weniger Zeit für Gebet und Seelsorge als ein unverheirateter. Zum Beichten gehen auch die Ukrainer lieber zum Mönch etc.

      Nur in einer Rückkehr zum Überlieferten, vollständigen Glauben und zur überlieferten Liturgie kann eine Erneuerung der Kirche geschehen.

    • MF
      28. Februar 2019 17:10

      Tradition ? Dogma. Tradition ist sehr wichtig, kann aber verändert bzw. angepasst werden. Dagegen sind die Prävention jeder Abweichung / Aufweichung von Christlicher Sexualmoral (insbes. der eigenen Vertreter, nicht nur im Verhalten, sondern auch im Hinblick auf die innere Einstellung (Peter 2.14, Johannes 2.16) und den Schutz der Unschuld und des Wohls von Kindern (Matthäus 18.6 u.a.) immerwährende Christliche Pflicht.

    • MF
      28. Februar 2019 17:22

      Letzter Kommentar oben von mir war eine Antwort auf Ihren Absatz beginnend: "Die apostolische Tradition....".

      Danke für die Antwort auf meine erste 2 Postings.

      Ich will und kann der Katholischen Kirche nichts vorschreiben. (Ich bin aus der Katholischen Kirche ausgetreten, bin dennoch Christ.) Ich kann nur die Argumentation der Katholischen Kirche, und auch Ihrer Argumentation nicht gut nachvollziehen.

    • MF
      28. Februar 2019 17:23

      Meines Erachtens müsste die Katholische Kirche der Frage nachgehen, ob es überhaupt in der heutigen Zeit ausreichend Menschen gibt, die in aller Ehrlichkeit es für sich als ganz natürlich und lebensbereichernd empfinden zölibatär zu leben und gleichzeitig Katholische Priester werden wollen (Meine starke Vermutung: es gibt zuwenige!). Die Kirche muss jedenfalls Wege finden, um diejenigen auszufiltern, die zwar die Priesterausbildung absolvieren und sich zu Katholische Priester weihen lassen wollen, aber...(s Fortsetzung)

    • MF
      28. Februar 2019 17:24

      Fortsetzung
      - bewusst oder unbewusst(!!) das Priesterzölibat als Lösung für sexuelle Probleme betrachten
      - aufgrund verdrängter homosexueller Tendenzen sich einem Kollektiv lediger Männer hingezogen fühlen
      - voraussichtlich nur mit Mühe und innerer Anspannung lebenslanges zölibatäres Leben aufrecherhalten werden können oder verdrängen, dass sie aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur besser für ein Leben mit komplementärer Ehefrau und mit Kindern geeignet sind.

    • machmuss verschiebnix
      28. Februar 2019 20:02

      Geschätzter Herr Schrems,

      verzeihen Sie, wenn ich das "brutal anders" sehe:

      Christus hat eine gute Nachricht gebracht - KEINE IDEOLOGIE , mit der man - gleich dem Sozialismus - die Massen ködern kann.
      Mit dem Edikt des Trajan ist der Obrigkeit schon sehr früh ein '"optimaler" Coup gelungen, die Christen - die echten die bei Christus und DESSEN Worten geblieben waren, wurden zu Ketzern erklärt und zutode gefoltert - ja natürlich im Namen Christi ! ! ! ! ! ! ! !

      Und die Anderen - jene Massen von "Gläubigen" - die beim Wort Gottes sowieso nicht angebissen hätten - die wurden mit klassischen Methoden von "Mind-Controll" unter das Dach der Kirche geholt .
      Ende heißt: Sozialismus

  34. HLW
    28. Februar 2019 10:39

    Es ist ja beruhigend, einmal nicht einer Meinung mit dem Blogmaster zu sein.
    These Nr. 1: Der Zölibat steht nicht in der Bibel, daher ist er abzulehnen. Stimmt, er steht nicht in der Bibel. Ist aber nach dem Glauben der Kirche auch nicht notwendig. Denn die Lehre der Kirche beschränkt sich zum Unterschied von den Protestanten nicht auf das „sola scriptura“ sondern berücksichtigt die Tradition (heutzutage ganz was Böses!) und das Wirken des hl. Geistes.
    These Nr. 2: Der Zölibat wird den Priestern aufgezwungen. Stimmt nicht. Jeder zum Priester geweihte ist schon lang volljährig. Er weiß, dass von ihm Ehelosigkeit verlangt wird, er hat sein ganzes mehrjähriges Studium Zeit, darüber nachzudenken und entscheidet sich trotzdem dafür. Und das in einem Lebensalter, in dem die Hormone einen viel größeren Einfluss auf das Gehirn ausüben als später.
    These Nr. 3: Der Zölibat ist schlecht für die Kirche. Ich glaube vielmehr das Gegenteil! Es hat ja einen Grund, warum die Zahl der in der NS-Zeit inhaftierten katholischen Priester um ein vielfaches höher war, als die der inhaftierten Pastoren. Denn wenn der Pastor beim Abendessen zu seiner Frau gesagt hat: “Also so geht das nicht, wie das der Hitler sagt! Ich werde morgen in der Predig -“ „Du wirst gar nichts in der Predigt sagen. Du bist verheiratet und hast 2 Kinder! Was soll denn aus uns werden, wenn sie dich einsperren?“ Und dann hat er halt geschwiegen.
    These Nr. 4: Der Zölibat bedingt „die mangelnde Lebenserfahrung junger Priester, die insbesondere dann immer schlagend wird, wenn sie mit Ehe- und sexuellen Problemen konfrontiert sind.“ Bei dieser Behauptung vergisst man nicht nur die Ausbildung (falls man einen Abschnitt seines Theologiestudiums an der Uni Wien absolviert auch „Großes Häreticum“ genannt) des Priesters sondern vor allem seine Beichterfahrung! Denn da kommt ihm in einem Jahr mehr aus der menschlichen Zoologie unter, als unsereinem im ganzen Leben. Mit dem selben Argument müssten Strafrichter nicht nur älter sein sondern eigene Erfahrung mit der Kriminalität haben, Zivilrichter vorher Geschäftsführer mittelgroßer Unternehmen, Scheidungsrichter mehrfach verheiratet sein.
    Und dann lieber A.U.: Der Papst ist dann unfehlbar, wenn er etwas in Glaubens- und Sittenlehren „ex cathedra“ verkündet und nicht, wenn er einen wirtschaftlichen Unsinn von sich gibt. Es gibt auch keine „Kirche Wojtylas, … Ratzingers … Bergoglios“ sondern nur die eine katholische. Wenn Johannes Paul II. etwas heikles theologisches gefragt wurde, setzte er sein berühmtes verschmitztes Lächeln auf und antwortete: “Fragen sie den Ratzinger!“. Selbst bei Papst Franz findet man mit etwas gutem Willen dann und wann etwas Katholisches. Schließlich gibt es diese Kirche seit 2.000 Jahren und „die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.“

    • Ausgebeuteter
      28. Februar 2019 11:22

      @HLW
      Auch andere Meinungen haben in diesem Forum Platz. Trotzdem behaupte ich, dass die erwähnten 4 Thesen sich nicht verifizieren lassen können, denn eigentlich ist alles nur eine Verteidigung der bisherigen Praxis in der katholischen (nicht einzigen!) Glaubensgemeinschaft. Es bresteht halt ein wesentlicher Unterschied zwischen der katholischen und anderen christlichen Lehren. Während der Katholizismus den jeweils amtierenden Papst als das Mittler zum christlichen Gott versteht, sind die anderen christlichen Glaubensrichtungen davon überzeugt, direkten Kontakt zum Schöpfergott zu haben. Natürlich haben andere Kirchen auch Älteste, Diakone und Bischöfe (sogar Frauen, .....

    • Ausgebeuteter
      28. Februar 2019 11:22

      … wie es sie schon in den urchristlichen Gemeinden als Leiter gab), aber die Begegnung zu Gott kann jeder Gläubige auch direkt haben. Daher sind auch Luthers vier Solis von Bedeutung:
      Allein aus Glaube, allein aus Gnade, allein durch Christus, allein durch die Bibel. Daher spricht man auch von #5: Allein Gott gehört die Ehre.

    • Basti
      28. Februar 2019 13:58

      Ausgebeuteter
      Das ist die Wahrheit! Viele Sterne dafür!!

    • fewe (kein Partner)
      03. März 2019 06:50

      Der Zölibat hat jedenfalls den Vorteil, dass der Priester unabhängiger ist und niemand direkt von ihm abhängig ist, was ja bei einer Familie der Fall ist. Das sehe ich auch so.

      Ich sehe es auch so wie Sie, dass man ja lange genug Zeit dazu hat, sich das zu überlegen.

      Ein Vorteil ist es auch, dass ein Priester nicht durch sein Privatleben von seiner Arbeit für seine Gemeinde abgelenkt wird.

      Schließlich will nicht jeder heiraten, will nicht jeder in einer Partnerschaft leben und es wollen auch nicht alle Menschen Sex haben. Das sind durchaus nicht so wenige, von denen die meisten nicht Priester werden.

      Päderasten finden sich überall, wo junge Menschen und Kinder sind. Auch ohne Zölibat.

  35. Franz77
    28. Februar 2019 10:26

    Punkt 6 ist für mich der Knackpunkt. Das erinnert mich an FPÖ und ÖVP die sich vom ORF täglich auf den Kopf sch... lassen und nichts dagegen unternehmen. Kürzlich sah ich eine Dikussion im Deutschen Staatsfernsehen, da wurde ein Bischof von 5 Kirchenfeinden filetiert. Und das ungepflegte (erinnerte mich stark an einen Oberbefehlshaber des Bundesheers) Supera...loch von der Süd Pravda grinste sich dämlich - und sichtlich zufrieden - durch die Sendung.

  36. Bible Black
    28. Februar 2019 10:08

    Lese gerade - etwas verspätet - die FAZ vom vergangenen Montag: Den Missbrauch durch Geistliche verglich der Papst mit der Praxis des Menschenopfers in heidnischen Gesellschaften. Und er relativierte, dass Missbrauch von Minderjährigen leider in allen Kulturen ein geschichtlich verbreitetes Phänomen sei. Meines Erachtens - blöder geht´s nimmer! Jeder künftige Sittlichkeitsverbrecher sollte sich diese Argumente für sein Schlussplädoyer vor Gericht als Milderungsgrund gut merken.
    Ok, es war nicht "die Kirche", sondern der einzelne Kirchenmann. Wenn ihm aber als Gesalbter und Geweihter nichts Besseres einfällt als Kinder zu belästigen oder gar zu missbrauchen, soll er ermutigt werden, das Schiff schleunigst zu verlassen.
    Niemand braucht ihn dann als "Seelsorger", auch nicht an anderer Stelle.

  37. Brigitte Imb
    28. Februar 2019 09:47

    OT

    „Geeintes Europa“

    Conchita tanzt mit Minister Moser am Opernball

    https://www.krone.at/1873265

    "Spinnt" der schon komplett? Od. ist er schwul?

    • apokalypse
      28. Februar 2019 10:16

      Vermutlich beides!

    • Franz77
      28. Februar 2019 10:27

      Lieber Gott ... mir fehlen die Worte.

    • Riese35
      28. Februar 2019 11:00

      Es wird immer deutlicher, woher der schwarze Wind weht.

    • oberösi
      28. Februar 2019 11:06

      Schrieb gestern an anderer Stelle hier im Tagebuch:

      Bürgerliche Kreise dienen in ihrem habituellen Minderwertigkeitskomplex der "Avantgarde" gegenüber, jenem subventionierten, parasitären, medial aber wirkungsmächtigen Klüngel, oft als Steigbügelhalter. Um auch dazuzugehören, modern zu sein. Und ja nicht als Ignoranten vom Land zu gelten!

      Dem ist nichts hinzuzufügen, außer: quod erat demonstrandum....

    • Undine
      28. Februar 2019 11:08

      Ach, du meine Güte, der Justizminister MOSER läßt ja wirklich keine Peinlichkeit aus! Als er dank BLAUEM Ticket RH-Präsident geworden war, fand ich ihn sehr gut und sympathisch und hätte ihn sogar gerne als BP gesehen. Seit er aber ein Ministeramt mit SCHWARZEM Ticket erklommen hatte, zweifle ich immer mehr an seiner Integrität, denn er könnte, wie sich zeigt, genauso gut vom LINKEN Lager kommen.

      Aber daß er mit dem widerlichen Zwitter CONCHITA am Opernball tanzen will, dieses komische Geschöpf sogar eingeladen hat, ist unfaßbar! Jetzt zweifle ich nicht mehr nur wegen seiner politischen Geschmeidigkeit an ihm, sondern an seinem VERSTAND! Wie peinlich für seine Familie!

      @oberösi

      Für Ihre Einschätzung **********+!

    • M.S.
      28. Februar 2019 11:20

      Der Mann ist doch angeblich Justizminister. Lassen den die Skandalurteile von Freispruch und lächerlichen 2-Monaten Gefängnis für Vergewaltigungen völlig kalt?

    • OT-Links
      28. Februar 2019 12:42

      Der würde sich lieber selbst entfernen als der linken Unrechtsjustiz Einhalt zu gebieten! Das erklärt wohl auch, weshalb er auf Kickl schon mehrfach losgegangen ist - er möchte, dass die Asylstaranwälte weiter uneingeschränkt werken können und zwar bei der Freisprechung von IS-Kopfabschneidern und Rückenstecher-Fachkräften und das mit Unterstützung des ungefragten Steuerzahlers und höchstwahrscheinlich auch mit Schwartzens (NGOs, die so arbeiten, unterstützt er ja sehr deutlich).

      Neben Moser ist auch Fassmann ein sehr falscher Minister... einst klagte er, dass es nicht nach ihm ginge, die schlechten Schulnoten wieder einführen zu MÜSSEN!!

    • Franz77
      28. Februar 2019 13:03

      Bin aus der Schnappatmung raus. Das Geld gibt es nicht, dass ich mit einem Mann tanzen würde. Widerlich!

    • Undine
      28. Februar 2019 13:37

      Ein normaler Mann würde sich weigern (eigentlich wollte ich schreiben "anspeiben", aber das ist nicht "damenhaft"!), mit so einem widerwärtigen Monstrum zu tanzen! Ein normaler Mann würde einen weiten Bogen um diese eklige Wurst machen. Welcher Teufel reitet einen Mann wie Moser, sich so läppisch aufzuführen? Jetzt hat er den allerletzten Gutpunkt bei mir gründlich verspielt! Brrr!

    • pressburger
      28. Februar 2019 13:44

      Vielleicht beides, wäre auch beides nicht schlimm. Aber es gibt die dritte Möglichkeit. Dumm sein. Dummheit tut nicht weh. Der Dumme merkt nicht, dass er dumm ist. Wenn er sich in der Gesellschaft von Gleichgestellten bewegt, merkt es keiner. Dummheit ist relativ.

    • Cotopaxi
      28. Februar 2019 13:54

      Für mich deutet vieles darauf hin, dass Moserl eine bestimmte Agenda verfolgt, die so weit geht, dass er den Blauen bei jeder Gelegenheit in den Rücken fällt:

      Er möchte als unabhängiger Kandidat (der Schwarzen) in den nächsten Bundespräsidentenwahlkampf ziehen.

      Wer traut sich dagegen zu wetten?

    • Verschw?rungstheoretiker
      28. Februar 2019 15:23

      @cotopaxi
      Das ist vermutlich so! Die Idee des Jahrhundert!

    • oberösi
      28. Februar 2019 16:47

      @ Pressburger
      genau so isses!

    • oberösi
      28. Februar 2019 16:52

      Zeitgenossen wie Moser sind eindrucksvoller Beleg dafür, daß man zwar Eier haben kann, einem aber trotzdem die Coyones fehlen, sich diesem Diversity-LGBT-Terror entgegenzustellen.

    • logiker2
      28. Februar 2019 18:35

      @Cotopaxi, den Wurst seine Stimme hat er, aber der Östertrottel hat schon öfters Neobolschewiken gewählt

    • Brigitte Imb
      28. Februar 2019 18:37

      Ach ja, Bello bringt die Halbschwester von Obama............so richtig international.

    • Brigitte Imb
      28. Februar 2019 19:46

      ...und unter "spannend" ist auch darüber zu finden.

    • simplicissimus
      28. Februar 2019 20:26

      Moser ist nur mehr peinlich, total unglaubwuerdig, bringt NICHTS weiter und schon gar nicht dort, wo es notwendig ist. Er wuerde perfekt in eine RotSchwarze Unfaehigkeitskoalition passen.

      DER MANN GEHOERT ABGESETZT, HERR BK KURZ!

      Nicht, weil er mit einem Schwulen tanzt (das wuerde ich zum reinen Spass und Veraeppelung auch), aber bitte doch niemals, um eine politische Botschaft in heutigen totalen Schwulentoleranz- und totalen Kinderlosigkeitszeiten zu vermitteln!!!

  38. Undine
    28. Februar 2019 09:36

    Was für ein Dilemma für die Linken und die Homosexuellen-Lobby! Auf der einen Seite wollen sie der katholischen Kirche möglichst nachhaltig schaden, indem sie jeden (angeblichen) sexuellen Mißbrauch einiger Priester freudig begrüßen, um ihn lautstark verdammen zu können---auf der anderen Seite aber sind sie peinlichst bemüht, Pädophilie und Päderastie, wenn sie von Kirchenmännern verübt wird, stark zu trennen, denn Päderasten sind ja "Homosexuelle", und für diese zeigt die Homosexuellen-Lobby ja großes Verständnis!

    Daß also unter den "gefallenen" Kirchenmännern die meisten Täter Päderasten, also Homosexuelle, die nicht nur an erwachsenen Männern Gefallen finden, sondern Homosexuelle mit besonders auf männliche Kinder und Jugendliche gerichtetem Sexualempfinden sind, wird nach Möglichkeit nicht extra erwähnt.

    • Templer
      28. Februar 2019 11:57

      So wie Linke auch zwischen guten Judenfeinden, wie den Muselmanen unterscheiden und gaaanz pööösen Judenfeinden den National SOZIALISTEN.
      Auch bei der Unterscheidung von echten Nazi's also den Vertretern der Überrasse der Arier und heutigen Menschen, denen es einfach reicht was hier abgeht, wird NICHT unterschieden vom LINKEN NICHT-Geistern....
      Bei ihnen sind alle Nazi's, die nicht ultra Links denken.

    • socrates
      28. Februar 2019 12:21

      Wir wohnen 300m vom Heim der Stadt Wien am Wilhelminenberg und so denke ich bei jeder Erwähnung der Pädophile daran, daß darüber nur geschwiegen wird, aber nicht ermittelt. Auch der Fall Kampusch wird nie aufgeklärt werden, da waren die "Anderen" dran. Dutroux sorgte für die Sexgreise der Politik. Um davon abzulenken und so zu tun als würde man alles gegen Sex mit Kindern unternehmen braucht es die Kirche zum prügeln. Die haben das Märtyrersyndrom.

    • OT-Links
      28. Februar 2019 12:28

      Ja! Es fehlt noch: Dass die Linken das deshalb vertuschen, weil sie wollen, dass HS Lustknaben adoptieren können - böser Gedanke, aber leider wahr!

  39. dssm
    28. Februar 2019 09:12

    Sehen wir es als gesamtgesellschaftliches Problem. Da Technik und Wissenschaft die Erarbeitung des Wohlstandes in die Hand einer kleinen Gruppe gelegt haben, fühlen sich all die Nichtsnutzigen natürlich nicht recht gut. Sie erkennen, daß sie immer nur konsumieren, was andere produzieren, also fühlen sie sich in ihrem Innersten schuldig; da kann man Graeber wohl nur recht geben ("bullshit-jobs"). Um sich selber gesellschaftlichen Wert zu geben, werden immer neue Buß- und Betobjekte gefunden, es herrscht geradezu eine Sucht nach immer neuen Sünden, welche bekämpft werden müssen. Immer der Ruf: Mensch Du bist sündig, bekehrte Dich, oder es geschieht ein Unglück. Und so finden die einen immer neue scheinbar benachteiligte Gruppen, womit es logischer weise Sünder geben muss, welche die Gruppe benachteiligen. Immer neue Wahnvorstellungen, von menschlicher Schuld an einem tödliche endenden Klimawandel, einem gierigen Verbrauch der irdischen Ressourcen, welche die nächste Generation verarmen lässt, Plastik in den Weltmeeren (Waldsterben, Ozonloch usw. usf.).

    Warum sollte die Kirche da anders sein? Um Aufzuklären was Missbrauch ist und was nicht, müsste man hart arbeiten, gründlich nachbohren, fleißig Aussagen sammeln, harte Befragungen von Kollegen durchführen, da ist es doch einfacher in den Bet- und Bußmodus umzuschalten.

  40. Postdirektor
    28. Februar 2019 08:29

    Dieses „einfach jemandem glauben, wenn er behauptet, Opfer zu sein“ findet man bei der Kirche ja auch beim Engagement im Asylwesen. - Wie auch bei allen linken Gutmenschen.

  41. Josef Maierhofer
    28. Februar 2019 08:04

    Der Blick in die Bibel lässt wohl all diese Untauglichkeit, auch bei der Bewältigung von Missbrauchsvorwürfen, der Kirchenorganisation, der Amtskirche, zutage treten.

    Eh klar, wenn eine 'Klassnig'_Kommission Geld verteilt, dann melden sich die 'Opfer' ...

    Wenn die Herde vom Hirten den (meist sozialistischen) Wölfen ausgeliefert wird, dann sind die Hirten zu verurteilen, wie auch Dr. Unterberger in diesem Artikel schreibt.

    Richtig, Zölibat steht nirgendwo in der Bibel.

    Der Selbstzerstörungstrieb der Amtskirche, die von ihren Schäfchen Islamverherrlichung ('Toleranz' Andersgläubigen gegenüber) verlangt, die mit Missbrauchsfällen nicht umgehen kann, die die Trennung von Staat, Politik von Kirche nicht verstehen will, die keinerlei Bodenhaftung und Realitätssinn hat, etc. eine solche Amtskirche schaufelt das Grab ihrer Schafherde, die die Bibel oft besser kennt und interpretiert als so mancher 'Kirchenobere'.

    Gut, Jesus hat auch gesagt, 'wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein' in Anlehnung an die damals noch übliche Steinigung, gegen die Jesus aufgetreten ist.

    Ich halte Dr. Unterbergers 'Rezept' für die Amtskirche als vermutlich einzigen und richtigen Weg aus dieser Misere.

    Macht tut weder einem Bischof gut, noch einem Politiker, eine dienende Haltung allerdings schon, nämlich dem 'Untertanen'.

    Das schlimmste für mich sind die Skandale in den Wiener Kinderheimen und deren Deckung durch SPÖ und der 'Päderastenpartei' Grün. Diese sind es auch, die ständig medial gegen die Kirche hetzen.

  42. brechstange
    28. Februar 2019 07:46

    Der Gestank kommt von oben. Seit Ratzinger werden keine homosexuellen Priesteramtskandidaten zugelassen. Doch Ratzinger ist nicht mehr im Amt.

  43. El Capitan
    28. Februar 2019 07:33

    Linke Ideologien und christlicher Glaube haben etwas gemeinsam. Es sind Glaubenssysteme, die seit Jahrzehnten an Einfluss verlieren. Ihre Protagonisten erkennen das langsam, ihre einstige Arroganz geht langsam aber sicher in Gefühlslagen über, die irgendwo zwischen Verzweiflung, Aggression und Wurschtigkeit liegen.

    Was also tun?
    Die Entwicklung kann man nicht aufhalten. Die Fronleichnamsorozessionen sind genauso kleiner geworden wie Maiaufmärsche, teilweise sind sie sogar ganz verschwunden.

    Eine wichtige Maßnahme wäre die Bekenntnis zur Ehrlichkeit. Die Kirche müsste den Zwangszölibat lockern oder beenden, denn in der Bibel ist nirgendwo die Rede davon. Wer freiwillig solo leben will, soll das tun. Die Linken sollten sich auf ihre Wurzeln besinnen und den unteren Schichten klar machen, dass ein sozialer Aufstieg nur durch Anstrengung erreichbar ist. Dazu müssten viele Hängematten abgerissen werden und nur die übrigbleiben, die unverschuldete Not lindern.

    Selbsterkenntnis und echte (!) Reue haben schon oft den Weg aus Sackgassen gewiesen, in denenen nicht nur die Kirche steckt. Das "ist ja eh alles bestens" war schon immer der "Highway to Hell".

  44. Ausgebeuteter
    28. Februar 2019 07:19

    Wenn das Pflichtzölibat in der katholischen Kirche abgeschafft wird, dann wird das beschriebene Problem teilweise, aber nicht ganz gelöst. Walter Klemmer zitiert hier die wichtigsten Bilbelstellen dazu, welche von den Kirchenfürsten bisher aus Gehorsam und Tradition negiert wurden. Also besteht nur dann Hoffnung auf Veränderung, wenn einmal ein (anderer?) Papst eine Entscheidung für Freiwilligkeit des Zölibats trifft. Wenn nicht, dann können Triebe mancher Männer auch weiterhin nicht in geordnete Bahnen gelenkt werden.

    In der katholischen (übersetzt: allumfassenden) Kirche wurden in den vergangenen Jahrhunderten neben dem Zölibat einige weitere Dinge "erfunden", so z.B. die Marienverehrung, Marias Himmelfahrt, Selig- und Heiligsprechungen. Dies alles erfolgte ohne fester biblischer Begründung. Nicht vergessen: Als erster Papst wird bei den Katholiken der erste christliche Bischof von Rom, nähmlich der Apostel Petrus bezeichnet. Und dieser war bekanntlich verheiratet (siehe: Heilung der Schwiegermutter von Petrus durch Jesus, erwähnt in drei Evangelien).

    Martin Luther hat schon vor 600 Jahren mit den bekannten fünf "Solis" auf die Grundzüge des bilblischen Glaubens hingewiesen und damit vielem menschlichen Fehlinterpredationen der Kirche eine Absage erteilt. Die sog. Unfehlbarkeit des Papstes (1870 von Papst Pius IX verkündet) sowie das sog. päpstliche Geheimnis (was bisher vieles vertuschen konnte) sind in der heutigen Zeit nicht mehr anwendbar, denn trotz besonderer Aufgaben und Verantwortung bleiben auch Päpste nur Menschen mit Fehlern. Erstaunlich ist daher, dass sogar im überwiegend katholischen Südamerika die evangelikalen Freikirchen einen enormen Zulauf haben, da viele Suchende in der katholischen Kirche keine wirkliche Heimat mehr vorfinden.

    Im heutigen Hauptkommentar wird richtig erwähnt, dass es auch außerhalb der religiösen Strukturen die Zwangsbefriedigung durch Kindesmissbrauch und Vergewaltigungen gibt. Diese Anzahl beträgt ein Vielfaches der hier zitierten Fälle innerhalb des Priestertums. Auch da ist immer das Autoritätsprinzip und Unterdrückung der auslösende Grund.

    Eigentlich haben im 21. Jahrhundert die Befriedigungen sexueller Bedürfnisse nur mehr im gegenseitigen Einvernehmen zu erfolgen. Leider sind beim Islam mit 1,5 Milliarden "Zwangsmitgliedern", aber auch bei den Hindus in Indien (1 Milliarde!) die Mädchen und Frauen nur zweite Klasse und vorwiegend Sexulaobjekte, welche selbst keine freie Entscheidungen über Partnerwahl u.a. treffen können. Zu erwähnen wäre noch, dass trotz staatlicher Verbote in Indien (die Gynäkologen dürfen Ultraschallergebnisse zur Geschlechtsbestimmung nicht bekanntgeben, manche machen dies aber aus Geldgie doch) jährlich hundertausende weibliche Föten abgetrieben werden, denn Mädchen kosten aus Tradition dem Vater bei der Verheiratung viel Geld und tragen zur eigenen Altersversorgung nichts bei.

  45. Templer
    28. Februar 2019 06:33

    Geschehenes Unrecht sollte immer zu gerechter Strafe führen.
    Dass bei Priesteranwärtern einige dabei sind, die ihren Gelüsten, verstärkt durch auferlegtes Zölibat, nicht mehr Herr werden können, dann gehören sie vor ein irdisches Gericht gestellt und verurteilt, sobald vor allem Kinder geschädigt wurden. Wenn sie unter sich einvernehmlich Geschlechtsverkehr betreiben sollten, ist das ihre Privatsache, das können sie mit Gott klären.
    Wenn testosteron gesteuerte Kulturbereicherer Frauen, darunter auch Minderjährige Mädchen und Buben vergewaltigen, dann sollte sie die volle Härte des Gesetzes treffen.
    So lange jedoch bessermenschliche RichterI*nnen diese Täter frei sprechen, sehe ich da schwarz (Sorry rotz-grün).
    Bis heute sind die Skandale im Kinderheim in WIEN "Hohe Warte" durch die Sozis vertuscht, Akten geschwärzt und die Kindervergewaltiger geschützt.
    Die SPÖ hat echte Nazi's als Heimbetreiber eingestellt, die das Heim als brutales Bordell samt Folterung geführt haben.
    Das schert bis heute keine Staatsanwaltschaft oder die sogenannten Qualitätsmedien.
    Die verfolgen lieber Pensionisten die ihre Meinung sagen und Identitäre.....

  46. Walter Klemmer
    28. Februar 2019 05:09

    Den Zölibat gibt es im Wort Gottes nicht als Regel, sondern die Regel Gottes sieht ganz anders aus:
    AT
    Gen. 2,18:
    Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.
    NT
    1 Kor 7,2:
    Aber um Unzucht zu vermeiden, soll jeder seine eigene Frau haben und jede Frau ihren eigenen Mann.
    1 Tim 3,1ff:
    Wenn jemand ein Bischofsamt begehrt, der begehrt eine hohe Aufgabe.
    Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei,geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit. Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen?
    ...kein Neugetaufter....einen guten Ruf bei allen.....
    Titus 1,5ff:
    Die Gemeindevorsteher: wenn einer untadelig ist, Mann einer einzigen Frau, der gläubige Kinder hat, die nicht im Ruf stehen, liderlich oder ungehorsam zu sein.

    Paulus enthielt sich der Ehe, weil ihn der Eifer für die christlichen Gemeinden so stark drängte, dass dies sein einziges Ziel war.
    Er verlangt das aber von niemandem sonst und erlaubt ganz klar die Ehe ja macht diese sogar zum Prüfstein für ein Pfarrers- und Bischofsamt.
    Wenn die römische Kirche in so zentralen Punkten völlig entgegen der apostolischen Tradition lehrt, wie ist das erst anderswo?
    Aus dem einzigen Mittler zwischen Gott und Menschen Jesus, wurde eine Mittlerin mit göttlichen Titeln und göttlicher Sündlosigkeit und Himmelfahrt.
    Aus dem einen Opfer Jesu, das für immer gilt und ein für alle mal Frieden zwischen Gott und Menschen geschaffen hat in vollkommener menschlich unvervollständigbarer Weise, wird ein millionenfach wiederholtes Opferritual, das doch nie ganz hilft...... damit dieses magische Opfer immer wieder durchgeführt werden kann, braucht es überkultische (ehelose) Priester.
    Für mich schon okkult.
    So okkult, dass fanatische Katholiken allen Reformierten den Tod wünschen.... (selbst erlebt).

    • apokalypse
      28. Februar 2019 07:25

      Die katholische Kirche entspringt der chaldäischen Lehre und ist eine Meisterin in der Imitation. Diese Lehre basiert nicht auf der Bibel. Treffend wird in 2.Korinther 11,14 gewarnt, dass Satan sich als Engel des Lichts verstellt!

    • pressburger
      28. Februar 2019 08:03

      Danke für die ausführliche Klarstellung.

    • otti
      28. Februar 2019 09:02

      Walter Klemmer: es ist natürlich hier aus Platz-und Zeitgründen NICHT möglich, Ihre Abhandlungen einer Diskussion zu stellen.

      "Aus dem einen Opfer Jesu, das für immer gilt und ""ein für alle mal Frieden zwischen Gott und den Menschen geschaffen hat "" ....." also, DA sollte man vorsichtig sein !
      Ich finde es immer bemerkenswert, wie man den lieben Gott erklärt.......!

      Zum großartigen Artikel von AU zurückkommend: ich für meinen Teil kopiere ihn mehrmals. Und verschicke ihn an meine mehr oder weniger gutgesinnten Freunde.
      Ich hatte schon versucht, so eine Analyse zusammenzubringen. Wieder einmal KEIN Vergleich zu Dr.A.U.

    • socrates
      28. Februar 2019 12:04

      Die Orthodoxie vermeidet viele Fehler der katholischen Kirche. Sie spielt auch in der Gesellschaft von heute eine größere und bessere Rolle. Putin & Co. haben es leichter.

    • otti
      28. Februar 2019 14:05

      Socrates : NATÜRLICH !!!!

      Und warum wohl ???? !!!!

    • Walter Klemmer
      28. Februar 2019 21:23

      Bibelverses dürfen nach Herrn Schrems nur von röm-kath. Theologen zitiert werden.
      Wenn sie das machen, machen sie das nicht protestantisch.
      Sobald jemand nichtrömischer Nichtklerikaler Bibelverse zitiert ist es protestantisch und nichts wert.
      Da kommt noch die Inquisition durch: Was nicht das Imprimatur trägt, wird verbrannt.
      Gott sei Dank ist das Wort Gottes stärker als das von Klerikalen.
      Die Kanonlisten aus der Mitte des 4. Jahrhunderts sind nicht die kirchliche Autorisierung und offizielle Kanonoisierung apostolischer Schriften, wie sich das Rom erträumt. Nein! Die Kanonlisten beschreiben einfach nur was jahrhundertelanger Usus an verwendeten Apostelschriften war.

    • Walter Klemmer
      28. Februar 2019 21:27

      Rom glaubt ja, dass die Bibel ein Machwerk Roms ist.

      Wenn man sich aber genauer ansieht, was die Bibel ist:
      Es ist die Botschaft von Jesus Christus, der Friede zwischen Gott und Menschen machte (=Weihnachten)

      Diese Botschaft macht Kirche!
      Kirche ist die Menge derjeniger, die an diese Botschaft glauben und nach Jesu Wort und Gebot leben wollen aus Dankbarkeit für den Frieden und die Vergebung der Sünden.

      Es ist die Botschaft Jesu (=Bibel) die die Kirche baut und nicht andersherum, wie Rom meint, die Bibel gemacht zu haben.
      Solange Rom das nicht kapiert, wird Rom sterben und vom Segen Gottes verlassen sein.

    • Walter Klemmer
      28. Februar 2019 21:36

      Herr Schrems hat auch keine Ahnung von Kirchengeschichte?

      Österreich ist auf friedlichem Weg zu 95 % reformiert gewesen, bevor Rom zur gewaltsamen Gegenreformation ausgeholt hat.

      Das Liedgut des Gotteslobes zeigt noch deutlich das Herz Österreichs.
      Ich erwähne nur das bekannte Kirchenlied von Jakob Neander: Lobe den Herrn.

      Das Herz Österreichs ist auch heute nach der Zwangsrekatholisierung noch reformiert.

      Dass im Gottesdienst deutsch gelesen wird und die Menschen die Bibel verstehen dürfen ist das Werk Luthers, das selbst Rom nicht mehr abschaffen konnte.

      Der "Kitt" Österreichs ist vom Kinderlied bis zum Gotteslob reformiert. Rom drückt nur gewaltsam den Stempel drauf.

    • Zraxl (kein Partner)
      02. März 2019 12:33

      Sachte Herr Klemmer. Der Motor hinter der Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Reformierten war ein politischer Streit der Kaiser mit den Landesfürsten. Auch die Vorstellung, dass man das beträchtliche Vermögen der Katholischen Kirche unter den Landesfürsten aufteilen kann war für die Landesfürsten natürlich höchst attraktiv. Das einfache Volk konnte man mit ein wenig Zureden und einem Schwedentrunk schon von der Fortschrittlichkeit des neuen Glaubens überzeugen.

      Luther hat die Seelenverkäuferei des Ablasshandels scharf kritisiert. Mit Recht!
      Die danach erfundenen theologischen Unterschiede waren Spitzfindigkeiten, die das Volk ohnehin nicht verstanden hat.

    • Walter Klemmer
      02. März 2019 18:25

      Das ist römische Propaganda, mit der die Reformation schlecht geredet wird.
      Es gab eben Menschen, die "hungern und dürsten nach Gerechtigkeit" und welche, die bereit sind zu prüfen und notfalls mutig umkehren. Luther errreichte die Herzen!
      Sein biblisch nüchternes Denken verhalf ihm das Herz der Menschen zu erobern. Nach Jesu Wunsch: ein hochqualifizierter topausgebildeter Menschenfischer.
      Seine mächtigste Waffe: Das Wort Gottes in deutscher Sprache und bekannte weltliche Lieder, die geistliche Texte bekamen.
      In einer Zeit in der die Menschen nicht viel mehr hatten als die Hoffnung auf das Paradies und in der Betrüger mit ihren Seelen handelten, war Luthers Evangeliumsverkündigung der Leuchtturm, der in den sicheren Hafen führte. Die Reformation wirkte durch die Herzen.
      Die Botschaft, dass Gott durch Christus vollkommenen Frieden mit den Menschen geschlossen hat, dem der Mensch nichts hinzufügen kann.
      Schon gar nichts mit Geld.
      Dazu muss man allerdings das Wort Gottes kennen und Glauben haben durch das Wort Gottes.

      Den Beschluss die Reformation gewaltsam zu beseitigen trafen zuerst römisch-kaiserliche Bündnisse gegen die Reformierten.
      Erst als der Krieg schon erahnt wurde, schlossen sich die evangelischen zur Wehr zusammen.
      "Von Anbeginn wird dem Himmelreich Gewalt angetan." (vgl. Evangelium)
      Die Schweden kamen ganz zum Schluss.
      Sollten sie zusehen, wie friedliebende Christen allerorts niedergemetzelt werden. Heute wird beklagt, dass dann Krieg war, nachdem die kaiserlichen mit Gewalt gegen die reformiert-katholischen vorging.

      Dass es dort und da übermütige Fehlentwicklungen mit Kloster und Bilderstürmen gab stimmt, das waren aber nicht reformiert-katholische, sondern spirtistische Sekten. Gegen diese sind auch die Reformatoren vorgegangen.

      Luther wusste Zeit seines Lebens, dass er zur allgemeinen Kirche (katholisch) gehörte. Deswegen erschreckte ihn der päpstliche Bann nicht.

    • Walter Klemmer
      03. März 2019 04:40

      "Danach erfundene theologische Unterschiede"

      Also das ist die Höhe.

      1) Blöd, dass es in Wahrheit mit dem Verständnis des Wortes Gottes begann. Luther war ja nicht irgendwer sondern Doktor der Theologie mit Studien zur Heiligen Schrift in gigantischen Ausmaß plus Ausbildung in den allgemeinbildenden Künsten. Das Wort Gottes: Jesus ist das Lamm Gottes, das vollkommenen Frieden zwischen Gott und Menschen erwirkte, dem der Mensch nichts hinzutun kann. Wer darauf vertraut ist sicher und nichts kann ihn aus den Händen Jesu rauben. Nur diese Erkenntnis erlaubte Luther mutig unter Lebensgefahr gegen das Papstsystem zu kämpfen. In diesem System, das den Menschen Heil verkaufte und mit einem Opferritus versprach, sah Luther den vollkommenen Abfall vom Evangelium.

      2) Das ist das Herz der Bibel: Gott allein rettet, Gott allein vergibt die Sünde.

      3) Blöd, dass die "theologischen Unterschiede" das Evangelium sind. Evangelium bedeutet ja Gute Nachricht. Der Mensch ist befreit, durch Vertrauen auf Jesus und benötigt keine zauberhaften Opferriten mehr und schon gar keine Geldzahlungen um sich das Paradies zu erkaufen.
      Es war diese evangelische Freiheit und die Zentrierung auf Gottes Wort in der Muttersprache, die Europa von zwanghaften religiösen Krampfvorstellungen befreite und in neues Zeitalter führte.
      Sogar das päpstliche System ahmte mit muttersprachlicher Verkündigung die Reformation nach.
      Was sich damals Kirche nannte konnte die Reformation nicht mehr ignorieren.
      Länder in denen die Reformation nicht niedergemetzelt wurde: Holland, Schweden, Schweiz, USA und GB waren durch göttlichen Segen (Deut 26ff) und Frieden zu kulturell und wirtschaftlich hochstehenden Ländern geworden.
      Länder, die die Reformierten niedermetzelten (Frankreichs Bartholomäusnacht) wie Spanien und Österreich versanken in der Bedeutungslosigkeit.

      Typisch römische Propaganda:

      "Die einfachen Leute, die nix verstehen, glaubten Luthers neuer Religion...."
      Dann aber:
      "Die Fürsten rochen Geld und kämpften gegen Papst und Kaiser...."

      1) Blöd, dass Luther keine neue Religion brachte, sondern studierend herausfand, welch gute Nachricht, die vollkommen von Sünde und Angst befreit, in der Bibel steckt.

      2) Fakt ist, dass alle Gesellschaftsschichten sich glaubend an das, was die Gute Nachricht ist wandten.

      3) Alle gemeinsam erkannten die Betrügereien mit denen sie ausgenommen wurden und schließlich sogar kriegerisch bedroht wurden und wehrten sich dagegen.

      Die römische Geschichtsfälschung ist extrem.

      Die Reformation und die Frucht: religiöse Toleranz ist die Basis auf der Europa steht.

      Interessant ist, dass diese römische Propaganda so alt ist wie die Reformation.
      Dieser Blödsinn findet sich in Originalpropaganda aus dem 16. Jahrhundert. Dieser Mist wurde von römischen Pfarrern! dazu benutzt um in Gegenden wo die Reformierten noch in der Minderheit waren, die Bevölkerung zur Lynchjustiz zu verführen. (Bartholomäusnacht)

    • Outis (kein Partner)
      07. März 2019 11:12

      Jaja, hier haben wir mal wieder einen Protestanten, der von missionarischem Eifer durchdrungen ist. Spitzfindig die Bibel zitieren und über ungenehme Bibelstellen hinwegsehen. "Sola scriptura!" rufen und sich doch auf die Tradition der ersten Konzilien besinnen. Die Hl. Schrift vorgeblich hochhalten und doch einen Wutkrampf bekommen wenn sie zitiert und das 'Gegrüßet seist du Maria' gebetet wird.

      Aber vor allem: Sich über den angeblichen Hass der Katholiken echauffieren und dabei selbst im gleichen Atemzug Kommentare über die katholische Kirche ablassen, die vor Hass und Gehässigkeit nur so triefen. So sind sie, die Heuchler... Gott sei Dank kenne ich auch genug vernünftige Protestanten.

  47. oberösi
    28. Februar 2019 04:11

    Abgesehen von allen teils massiven und möglicherweise auch kriminellen Versäumnissen der katholischen Kirche in Sachen Aufklärung und Verfolgung tatsächlich stattgefundener Mißbrauchsfälle, zu denen AU ausführlich Stellung nimmt:
    Würde sich auch nur die Hälfte jener, die seit Jahren bei jeder Gelegenheit ihre „Entrüstung“ und „Betroffenheit“ ob der Vorkommnisse in der katholischen Kirche medienwirksam zur Schau stellen, tatsächlich zum katholischen Glauben bekennen: die katholische Kirche hätte Mitgliederzahlen wie vor hundert Jahren.

    Die Realität zeigt das Gegenteil: immer weniger fühlen sich der Kirche zugehörig oder richten ihr Leben nach christlichen, katholischen Prinzipien aus. Spätestens in 20 Jahren gibt es in weiten Teilen Westeuropas mehr Moslems als Menschen, die sich zum Christentum bekennen. Während der Anteil der Moslems in den osteuropäischen Ländern dank kluger Politik auf dem aktuell bescheidenen Niveau verharren wird.

    Der Mißbrauchs-Hype hat daher nur einen Hintergrund: willst du den „Neuen Menschen“ erschaffen, immer schon Ziel großer Führer und einflußreicher Lobbies, einerlei ob Lenin, Hitler oder Stalin, EU oder UNO, so mußt du beim Kitt ansetzen, der die Gesellschaft in diesen Ländern zusammenhält.
    Bei jener Institution, die, trotz all ihrer Fehler und Mängel, gleich einem Schmiermittel sicherstellt, daß die Gesellschaft so weit wie möglich reibungslos funktioniert.

    Einem gemeinsamen, historisch gewachsenen verbindlichen Wertesystem, das – bei allen temporären Verwerfungen – sicherstellt, daß die Menschen so weit wie möglich friedlich koexistieren können, weil sie sich eben auf einen gemeinsamen, verbindenden Wertekanon berufen.

    Man denke nur an all die (noch) selbstverständlichen Strukturen, für die die Kirche steht: von konfessionellen Kindergärten über Schulen bis zu Ordenskrankenhäusern mit höchstem Standard, Pflegeheimen etc. Oder das selbstverständliche und ehrenamtliche Engagement ganzer Familien, Eltern wie Kinder, in Kirchenchor, katholischer Jugend etc., nach wie vor konstituierende Elemente des gesellschaftlichen Zusammenhalt vor allem in den ländlichen Regionen.

    Dort, wo noch jene Kinder heranwachsen können, die, mit intellektuellem und sozialem Rüstzeug wie Pflichtbewußtesein, Fleiß und Leistungswillen ausgestattet, später das Rückgrat in Wirtschaft und Gesellschaft bilden. Es ist nicht die Politik, es sind nicht die weisen Entschlüsse und Reformen unserer Politikdarsteller, die uns nach wie vor größtmöglichen sozialen Frieden und Zusammenhalt sichern, es sind jene, auf christlichem Erbe basierenden, großteils kirchlichen Strukturen.

    Genau dies alles nachhaltig zu zerstören, ist das Ziel transnationaler, globaler Strukturen, die nur eines wollen: den Neuen Menschen als pflegeleichte und austauschbare Konsummonade.

    Ihre Werkzeuge: Unverbindlicher, globaler Humanitarismus als gesllschaftliches Projekt, die degenerierte Variante der Humanität, statt der ursprünglichen Caritas, die sich vor allem als Appell an den Einzelnen verstand, an dessen subjektive Gewissensentscheidung.

    Aufgepeppt wird diese egalitäre, sozialistische, mittels supranationaler Strukturen sukzessive oktroyierte Gesinnungsethik ohne subjektive Verantwortung durch Zeitgeistmoden wie Ökologismus, Klimarettung als Ersatzreligion, oder die absolute Verherrlichung des Individuums und des uneingeschränkten Auslebens seiner Bedürfnisse und psychischen Probleme auf Kosten aller anderen, siehe Schwulen- und LGBT-Hype. Nennt man modern: Teilhabe an der Gesellschaft als oberstes Menschenrecht, immer auf Kosten aller Anderen - Endstadium völlig verkommener Wohlfühlpolitik. Unter strikter Ausklammerung zutiefst obsoleter Kategorien wie Pflicht und Verantwortung.

    Aber kein Unglück, das lt. Hölderlin nicht auch schon den Kern seiner Rettung in sich trüge: in 20 Jahren spätestens, wie gesagt, werden uns diese Probleme nicht mehr belasten. Zumindest nicht im Westen. Denn dort gibt’s dann Koran, Scharia, und Basta. Sonst heißt es: Rübe ab!

    • Wyatt
      28. Februar 2019 05:02

      ******
      ******
      ****** .. und wie es dann wohl in 20 Jahren, den Erfindern und Verkünder der Ersatzreligion, des vom "Mensch verursachten Klimawandels" ergeht? Ob sich dann die "Mohammedaner" auch so über "Klimaschutzgeldzahlungen" ausbeuten lassen?

    • FranzAnton
      28. Februar 2019 05:45

      Ehrlich gemeint, @oberösi: Hervorragender Text!
      Bis auf Eines:
      Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen! (Möglicher Weise von Karl Valentin).
      Und: Die Menschen rennen den prinzipiell fehlleistenden Marxisten peu a peu davon. Dank sei Gott, HC und Basti! Und auch Angela M.! - (als Davonrenn - Beschleunigerin)

    • Templer
      28. Februar 2019 07:32

      Laut Albert Pike seines Zeichens oberster FREIMAURER 1871, beschrieb die 3 notwendigen Weltkriege bis zur Erreichung einer NWO.
      1WK. Beseitigung der Monarchen Habsburg und Romanov sodass nur die Windsors maßgeblich bleiben
      2WK Aufbau eines Judenhasses, der danach als Antisemetismus für immer verhindern sollte (Die Geldgeber haben sowohl Hitler als auch Lenin finanziert)
      3WK gegenseitiges aufhetzen der Religionen Moslems gegen Juden gegen Christen, um die Religionen abschaffen zu können...
      Denke wir sind genau in dieser Phase...

    • otti
      28. Februar 2019 08:48

      ALLE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Undine
      28. Februar 2019 11:25

      @oberösi

      ***********************
      ***********************
      ***********************!

    • Almut
      28. Februar 2019 16:38

      @oberösi,@Templer
      ************************************************!!!

    • haro
      01. März 2019 15:09

      Danke für Ihren - leider so zutreffenden- hervorragenden Beitrag !

    • grgrs (kein Partner)
      03. März 2019 13:48

      @Templer: d.h. wenn antichristliche, antijüdische und antislamische Stimmung gemacht wird, ist man Teil der Agenda?





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