Wenn Sie Abonnent werden, können Sie jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten, die blitzschnell hochladen, und viele andere Vorteile (jederzeit stornierbar! monatlich 10 Euro). Sollten Sie schon Abonnent sein: einfach rechts Balken „Anmelden“ anklicken.

weiterlesen



Die guten Jahre der Gewerkschaft sind vorbei (nur weiß sie es noch nicht) drucken

Lesezeit: 4:30

Es war seit dem Sommer völlig klar: Der ÖGB will aus Rache an der Regierung Streiks. Jetzt finden sie eben statt, so weit der ÖGB halt noch streiken kann. Und jetzt schäumt er ganz besonders, weil ihm die Regierung nicht in die Falle geht.

Die Wahrheit ist jedenfalls: Der ÖGB ist in einer existenziellen Krise. Er ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Aus vielen Gründen:

  1. Die Zeiten, als in Österreich nichts ohne ihn, vulgo die Sozialpartner gegangen ist, sind endgültig vorbei. Das waren Zeiten, in denen der ÖGB selbst die Sparzinsen diktiert hatte (weil er damals noch wusste, dass auch die Arbeiter längst etwas zu verlieren haben).
  2. Die Arbeiter wählen in großer Mehrheit die FPÖ und nicht mehr die SPÖ, die lange geradezu identisch mit der Gewerkschaft war.
  3. Die Mitgliederzahlen sind nach ÖGB-eigenen Angaben von 1,7 auf 1,2 Millionen gesunken. Trotz ständig steigender Arbeitnehmerzahlen.
  4. Und selbst bei diesen stark geschrumpften Werten hegen etliche Insider die Vermutung, dass da viele Karteileichen mitgeschleppt werden.
  5. Überdies ist ausgerechnet die Beamtengewerkschaft GÖD die einzige, die noch kontinuierliche Wachstumszahlen hat – das ist aber die einzige "schwarze" Gewerkschaft. Ohne den öffentlichen Dienst wäre der ÖGB also noch viel stärker als siech erkennbar. Denn nur bei den Beamten gibt es ein sehr starres Gehaltsschema.
  6. In der Privatwirtschaft hingegen wird der Anteil der Menschen, die starr und nur nach dem von der Gewerkschaft ausgehandelten Kollektivvertrag bezahlt werden, immer kleiner. Das ist  die logische Folge des rasch wachsenden Mangels an qualifizierten Arbeitskräften – meist Facharbeitern – in immer mehr Branchen, wie etwa der extrem boomenden Bauindustrie. Viele Firmen müssen gesuchten Mitarbeitern daher deutlich mehr zahlen als den Kollektivvertrag, um sie an sich zu binden. Solche Arbeitnehmer sind daher in Hinblick auf die eigenen Bezüge Null an der Gewerkschaft interessiert.
  7. Immer mehr erkennen die Arbeitnehmer, dass sie für ihre Zwangsmitgliedschaften in der Arbeiterkammer ohnedies viel Geld zahlen müssen, sodass die Gewerkschaft immer mehr überflüssig wird.

Alleine diese Mehrfachkrise ist für den ÖGB dramatisch genug. Dazu kommt, dass das Alter Ego der Gewerkschaft, die SPÖ, jetzt nicht mehr in der Regierung sitzt.

Das größte Problem für die Gewerkschaften ist aber, dass die Regierung es vor dem Sommer gewagt hatte, eine Arbeitszeitreform zu machen, die die Stellung der meist gewerkschaftsnahen Betriebsräte geschwächt hat, weil diese jetzt nicht mehr in einer Veto-Position sitzen, wo sie bestimmten Arbeitgebern, die ihnen nicht passen, einen obligatorischen 12-Stunden-Arbeitstag verbieten können, den sie anderen, ihnen genehmen Arbeitgebern wie den ÖBB hingegen schon seit vielen Jahren genehmigt haben.

Diese Arbeitszeit-Reform hat die weitaus heftigsten Proteste von SPÖ und ÖGB überhaupt seit ihrem Machtverlust ausgelöst. Sie haben geglaubt, ausgerechnet mit diesem Thema punkten zu können (was die Umfragen freilich keineswegs bestätigt haben). Schon im Sommer hatten sie deshalb jedenfalls als Rache einen heißen Herbst angekündigt. Was in der Gewerkschaftssprache Streiks heißt.

Diese müssen daher jetzt auch stattfinden, wollen die Gewerkschaften nicht völlig das Gesicht verlieren. Daher erheben sie mit fünf Prozent auch seit Monaten ungewöhnlich hohe Lohnforderungen, die einen Erfolg am üblichen Verhandlungstisch praktisch ausgeschlossen haben.

Auffallend ist, dass die Koalitionsparteien bisher kein einziges kritisches Wort zu den Streikdrohungen gesagt haben. Damit geht die Intention von SPÖ/ÖGB ziemlich ins Leere, die Lohnrunden zu politischen Streiks eskalieren zu lassen, die den Zorn auf die Regierung schüren sollten.

Interessant wird aber auch sein, wieweit die Streiks wirklich gehen können, wieweit sie befolgt werden. Denn wirkliche Streiklust herrscht ganz eindeutig nicht unter der Belegschaft, auch wenn die Funktionäre noch so exaltiert und aufgeregt auftreten. Die Arbeiter spüren, dass es dem ÖGB vor allem um Rache für das Arbeitszeitgesetz geht, das aber vielen Arbeitern durchaus angenehm ist.

Die gut verdienenden – weil richtig qualifizierten – Arbeitskräfte brauchen keine Streiks. Sie fürchten vielmehr um Einkommensverluste während der Streiks.

Es gibt aber auch eindeutig schlecht verdienende Arbeitnehmer. Die haben wieder aus ganz anderen Gründen wenig Lust zu streiken. Denn sie sind in kriselnden Branchen aktiv, wie etwa dem Handel. Dieser steht mit dem Rücken zur Wand und kann von den Wachstumsraten in der Bauwirtschaft und produzierenden Industrie nur träumen, die dort als Folge der von der EZB seit Jahren künstlich ausgelösten Geldschwemme und Betongold-Blase herrschen.

Das zeigt: Es gibt immer weniger eine einheitliche Arbeitnehmerbewegung, sondern völlig verschiedene "Klassen" mit völlig verschiedenen Interessen.

Die Krise des Handels etwa sieht man ganz augenscheinlich in vielen österreichischen Ortskernen und Geschäftsstraßen: Massenweise leerstehende Geschäftsräumlichkeiten können nicht einmal annähernd durch Ordinationen und ähnliches gefüllt werden (die als Folge schikanöser Gesetze jetzt alle in die stufenlose Ebenerdigkeit versetzt werden müssen). Wenn durch exorbitante Gewerkschaftsforderungen im Handel viele Jobs bedroht sind, dann können sich die Verkäuferinnen darüber logischerweise nicht freuen, sondern müssen sich ängstigen.

Ihre Konkurrenz ist heute gar nicht so sehr das Entstehen neuer Supermärkte auf der grünen Wiese, sondern immer mehr der Online-Handel durch Amazon&Co, der jedes Jahr neue Umsatzrekorde einbringt. Diese Onlinehändler arbeiten in hohem Ausmaß automatisiert und damit billiger, also entstehen dort nicht allzu viele neue Arbeitsplätze. Überdies entstehen bei Amazon vor allem ausländische Jobs. Überdies hat sich Amazon bis heute erfolgreich gegen den Zugriff der Gewerkschaft gewehrt und funktioniert trotz der alljährlich vor Weihnachten regelmäßig abgehaltenen "Spontanstreiks" in den deutschen Verteilzentren recht gut und zuverlässig. Und überdies entziehen sich die übrigen durch den Online-Handel entstehenden Jobs erst recht dem ÖGB-Zugriff: Das sind die diversen Liefer- und Zustelldienste per Auto oder Fahrrad.

Irgendwann werden es die ÖGB-Bosse wohl auch begreifen: Die (für sie) guten Jahre sind vorbei, in Österreich wie auch in fast allen anderen Ländern. Und sie kommen nicht wieder.

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • RSS
  • Add to favorites
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare drucken

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2018 06:30

    Mögen diese goldenen Gewerkschaftszeiten nicht wiederkommen.

    Der Vertrag für das höchste Gut Arbeit wird zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber abgeschlossen und ausgeführt.

    Solange die Arbeitgeber auf so hohem Sozialstandard arbeiten, wie das sehr zahlreich der Fall ist, haben Streiks null Chance.

    Wenn die FPÖ als bessere SPÖ auf Vernunft plädiert, liegt sie auch völlig richtig, die Menschen brauchen nichts mehr als Vernunft und Sicherheit und - Ruhe. Man darf sie nicht ruhig stellen, sondern muss sie in Ruhe lassen.

    Die Menschen erkennen immer mehr, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber im gleichen Boot sitzen und wollen sich auch nicht mehr auseinander dividieren lassen, immerhin geht es im ihrer aller Überleben und um die Arbeit.

    Hoffen wir auf den Misserfolg der Gewerkschafter, der sehr wahrscheinlich ist.

  2. Ausgezeichneter KommentatorFranz77
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2018 09:43

    Laßt sie streiken. Die Oberstreiker sind zumeist die größten Taugenichtse. Wenn jetzt nachgegeben wird, wird nächstes Jahr wieder gestreikt. Liebe Betriebe, schmeißt die Nixnutze nach und nach raus. Der ÖGB ist genau so wichtig wie sein Bruder die Arbeiterkammer (meistens wohnen sie im gleichen Gebäude). Gearbeitet hat niemals einer von diesen linken Zecken.

  3. Ausgezeichneter KommentatorHans24
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2018 07:12

    Die Gewerkschaften waren und sind Vorfeldorganisationen der politischen Parteien und lediglich Sprungbretter für deren Funktionäre. Wer sich da bewährt, darf auf eine politische Laufbahn hoffen. Nichts anderes sind die derzeitigen Gehaltsverhandlungen der Metaller. Das momentane Ergebnis war vorher schon klar. Die SPÖ schafft keine wirkliche Opposition, da muss halt die Gewerkschaft einspringen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatoroldtory
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2018 06:21

    Das mit der Rache an der Regierung war schon unter Schwarz-Blau so. Ich erinnere mich, dass selbst mein Schwiegervater an einer Donnerstagsdemo teilnahm. Als eingefleischter SPÕ- Wãhler vielleicht verstãndlich. Nur mein Schwiegervater wäre niemals von selbst auf die Idee gekommen, zu einer Demonstration zu gehen.

    Natürlich musste er sich von mir die Frage gefallen lassen, was ihn denn dazu veranlasst hãtte. Er, der damals in einem staatsnahen Betrieb beschäftigt war, sagte mir, dass ihm dies vom Betriebsrat "nahe gelegt" wurde. So wurde mein Schwiegervater mit 58 Jahren noch zum Demonstranten....

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2018 08:45

    OT---aber es ist doch etwas beruhigend, daß einige Politiker in den EU-Ländern einen kühlen Kopf bewahrt haben. Sie leben allerdings gefährlich, ganz besonders SALVINI:

    "Linke Organisationen und Refugee-Welcome-Jubler protestieren in Rom"

    Rom – Innenminister Matteo Salvini hatte letzte Woche durch ein entsprechendes Dekret die Verschärfung des Einwanderungsrechts in Italien angekündigt. Unverbesserliche Refugee-Welcome-Jubler und linke Organisationen demonstrierten am Wochenende dagegen. „In der italienischen Bevölkerung regt sich Widerstand“, träumen die deutschen Medien.

    https://www.journalistenwatch.com/2018/11/12/linke-organisationen-refugee/

  6. Ausgezeichneter KommentatorInfophil
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2018 04:52

    Das sieht man an der Führungspitze, das einzige was die werden ist immer dicker!

  7. Ausgezeichneter KommentatorBürgermeister
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2018 06:42

    Ich würde den "Österreicher" im Allgemeinen als einen sehr konfliktscheuen Menschen einschätzen - jedes Volk hat andere Gepflogenheiten. Eine unannehmbare Forderung zu stellen und diese dann zu eskalieren das passt einfach nicht in die hiesige Mentalität.

    Neue Vorgehensweisen die den bislang üblichen komplementär entgegenstehen anzuwenden und dabei auf einen Sieg zu hoffen - wie intelligent ist das? Offenbar herrscht gewerkschaftsintern das Bild des EU-sozialistischen Einheitsmenschen ohne jede völkische Identität der unabhängig von seiner bisherigen Vergangenheit die roten Fahnen hisst wenn die Bonzen danach schreien.

    Im konkreten Fall hätte man eine gewisse Restautorität nur behalten können, wenn man sie nicht ausübt. Auf diese Art wird man sie blitzschnell völlig verlieren - für nichts. Man wird es lernen, dass der EU-Einheitssozialist nur ein Hirngespinst des ORF ist.

    Mir scheint, dass die Gewerkschafts-Bonozkratie die Schwarmintelligenz eines Schmeißfliegenhaufens besitzt - dann wird man auch so enden, kurz und schmerzlos.

alle Kommentare drucken

  1. pressburger
    12. November 2018 16:44

    "Völker hört die Signale", die Gewerkschaften stossen ins Horn. Die letzte Schlacht steht bevor. Bedeutet, vor dem Ableben wird es noch eine wildes um sich schlagen geben. Die letzten Bastionen, die letzten Pfründe, der allerletzte gefüllte Futtertrog wird bis zu letzter Quotenfrau, Gleichberechtigung, verzweifelt verteidigt. Der ÖGB steht so ziemlich mit Hosen runter da, hat nur nicht gemerkt dass die Auftraggeber für den linken Klamauk den der ÖGB jahrzehntelang veranstaltet hat, dabei sind den Weg in den Orkus zu vollenden.
    Die Waffen der Gewerkschaften, Streiks, sind wirkungslos. Die Gewerkschaften haben nicht gemerkt, konnten wegen ihrer ideologischen Blindheit nicht sehen, die Gesellschaft hat sich verändert. Wer nicht die Entwicklung der Gesellschaft versteht, wer sich dagegen stellt, ist ein Reaktionär. Kein Widerspruch. Die Linken sind die Reaktionäre von heute, Rückwärtsgewandt, obrigkeitshörige Untertanen, freiwillige Leibeigene der Autokraten.

    • Brigitte Imb
      12. November 2018 17:45

      Geschätzter @pressburger, da muß ich nun etwas einwenden. ;-)

      Und wie die Gewerkschaften gemerkt haben was die Menschen an der Basis brauchen, dringend benötigen.............die Gewerkschaft.
      Ein GW Bonzerl aus Linz ging dereinst durch die Medien, samt seines Dienstwagens. Irgendein teurer Geländewagen,........4WD, logisch. Er, das Bonzerl, konnte das natürlich auch begründen, jaaa, er wußte was die Menschen benötigen. Falls er nämlich einmal dringend in die Steiermark muß, die Autobahn verschneit und vereist ist, dann ist es doch klar einen Allrad für den gewerkschaftlichen Notfall zu fahren.

  2. Stadtindianer
    12. November 2018 14:59

    Die Macht der roten Gewerkschafter und -innen in der spö steigt wieder ins Bedenkliche.
    Ob gut oder schlecht? Ich kann es nicht sagen.

  3. Almut
    12. November 2018 14:19

    OT
    Zur Autorenschaft der deutschen Regierung ("Deutschland hat die Ausgestaltung des Paktes aktiv mitgestaltet") am Migrationspakt ein Video von Oliver Janich.
    https://www.youtube.com/watch?v=vyHJtcJjy0k&feature=em-uploademail

    Zu den Kosten der Migrationspolitik Prof. Sinn ("Falsche Migrationspolitik"):
    https://www.youtube.com/watch?v=BDUmrbpgeJI&t=31s
    1 Million Flüchtlinge kosten in der Generationenrechnung 450 Milliarden € (450 000 € pro Kopf).
    Auch die bisherigen Migranten sind eine Belastung für den deutschen Staat.
    Anders sähe das bei hochqualifizierten Migranten aus.

  4. Undine
    12. November 2018 14:02

    Ach, du meine Güte, nun auch das noch:

    "Juncker klammert sich an die Macht – er will weiter machen"

    Angesichts des prognostizierten „Chaos“, das im Mai ausbrechen soll, wenn, wie erwartet, die „Rechten“ und die Grünen Gewinne einfahren, will Juncker an der Macht festhalten. Es sei es schwierig, in dieser Situation einen Nachfolger für ihn zu bestimmen, warnte er die EU-Staats- und Regierungschefs laut The Express.

    https://www.journalistenwatch.com/2018/11/12/juncker-klammert-sich-an-die-macht-er-will-weiter-machen/

    Da kann er ja sein schweres ISCHIAS-Leiden wieder nicht in Ruhe auskurieren? ;-)

    • Undine
      12. November 2018 14:20

      Also, was sagen Sie DAZU? Dieser geistigen Mißgeburt war die Möglichkeit für eine LESUNG bei der renommierten* Münchner Buchhandlung "LEHMKUHL" angeboten worden!

      "Margarete Stokowski will Selbstmord begehen"

      https://www.journalistenwatch.com/2018/11/12/margarete-stokowski-will/

      Das Ganze ist kein saublöder Witz, sondern Wirklichkeit!

      * Wenn es heißt "renommiert", dann kann man Gift darauf nehmen, daß die Buchhandlung extrem links steht!

    • otti
      12. November 2018 19:24

      450 Milliarden Flüchtlingskosten (Generationenrechnung) siehe Almut oben und dieser Link zu der fleischgewordenen Unappetitlichkeit (Stoko.. oder wie), EINMAL NUR HIER, sowie die täglichen Idiotien - sofern man noch lesen und hören will - lassen den Verdacht aufkommen, dass die Evolution ( VOR allem die Selektion ) durch den Klimawandel bedingt, in Rente gegangen ist.

      Liebe Undine - da gibt`s eigentlich NICHTS mehr zu sagen !

  5. Undine
    12. November 2018 11:21

    OT---aber man sollte es gelesen haben, um zu wissen, daß man in Deutschland anno 2015 sehr wohl in der Lage gewesen wäre, die Grenzen anläßlich des Massenansturms zu schützen!

    "Selbst CDU-Politiker halten GRENZSCHUTZ-VERZICHT von 2015 für POLITISCH MOTIVIERT"

    CDU-Innenpolitiker Nikolas Löbel sagte der „Welt“ (Montagsausgabe): „Der deutsche Rechtsstaat ist jederzeit in der Lage, seine Grenze zu schützen und polizeiliche Einreisekontrollen durchzuführen. Darauf im Herbst 2015 zu verzichten, war eine politische Entscheidung, die so heute keiner mehr treffen würde.“

    https://www.journalistenwatch.com/2018/11/12/selbst-cdu-politiker/

    WER HAT den GRENZ-SCHUTZ VERBOTEN?????

    Hier nochmals der Hinweis zum selben Thema, den ich bereits gestern zu später Stunde gepostet habe, und dessen Inhalt mir sehr wichtig erscheint:

    "George SOROS‘ Plan für Europas Flüchtlingskrise"

    Veröffentlicht am 02.10.2015 | Lesedauer: 5 Minuten

    Von George Soros

    "Die EU muss jährlich eine Million Flüchtlinge aufnehmen.

    ...Dementsprechend muss ein europäischer Plan von weltweiten Maßnahmen begleitet werden, die unter der LEITUNG der VEREINTEN NATIONEN stehen und deren Mitgliedsstaaten mit einbeziehen."

    Aha, da kommt mir etwas sehr bekannt vor---Ihnen auch? Mich erinnert dieser Satz von SOROS, geschrieben am 02.10.2015 (!!!), sehr an den UN-Migrations-Pakt, den man uns aufzwingen will! Und wessen Handschrift dahintersteckt, ist ziemlich eindeutig; und daß MERKEL maßgeblich daran beteiligt war, ist nicht zu verleugnen.

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article147061754/George-Soros-Plan-fuer-Europas-Fluechtlingskrise.html

    SO FÜGT SICH EINES INS ANDERE---und WIR dürfen nicht aufmucken, denn die MEINUNGS-FREIHEIT IST ABGESCHAFFT!

  6. steinmein
    12. November 2018 11:05

    Allein die Forderung als nicht abdingbar ist ein Hohn der angeblichen Partnerschaft.
    In einem guten Wirtschaftsjahr Forderungen zu stellen, die sich auch auf zukünftige nicht vorhersehbare Jahre auswirken , ist bar jeden Hausverstandes. Man kann einen Bonus vergeben, aber doch keinen ungebackenen Kuchen anschneiden. Der Vergleich mit den sieben guten und den sieben schlechten Jahren drängt sich da bei mir auf.

  7. Politicus1
    12. November 2018 10:32

    Ich bin mir gar nicht so sicher, ob der ÖGB das selbst WILL.
    Viel mehr kann ich mir vorstellen, dass die roten ÖGB-Bosse von der Löwelstraße aus GEWOLLT WERDEN.

    Es stimmt schon, dass die viele Unternehmen ohnedies über den KV bezahlen.
    Aber auch für solche Überzahlungen bildet der KV halt die Grundlage, wenn z.B. eine 5%ige Entlohnung über KV vereinbart ist.

  8. Franz77
    12. November 2018 09:43

    Laßt sie streiken. Die Oberstreiker sind zumeist die größten Taugenichtse. Wenn jetzt nachgegeben wird, wird nächstes Jahr wieder gestreikt. Liebe Betriebe, schmeißt die Nixnutze nach und nach raus. Der ÖGB ist genau so wichtig wie sein Bruder die Arbeiterkammer (meistens wohnen sie im gleichen Gebäude). Gearbeitet hat niemals einer von diesen linken Zecken.

    • dssm
      12. November 2018 10:55

      @Franz77
      So verschuldet wie die Betriebe sind, müssen die weiterarbeiten. Da aber brauchbare Arbeitnehmer fehlen, wird aus der Kündigungswelle vorläufig nichts. Erst eine heftige Wirtschaftskrise wird die Karten neu verteilen.

    • Franz77
      12. November 2018 13:13

      @dssm: Die Oberstreiker nützen den Betrieben bestimmt nichts, das sind Schmarotzer und die braucht keiner.

  9. Bob
    12. November 2018 09:06

    Diese Gewerkschaftsproleten sind unnötig wie ein Kropf.

    • pressburger
      12. November 2018 09:50

      Nicht ganz richtig. Der ORF hat in dieser Angelegenheit eine andere Meinung. Die Meinung des ORF ist auch die Meinung der Regierung

  10. Undine
    12. November 2018 08:51

    Meiner Erinnerung nach hat die rote GEWERKSCHAFT mit ihren unverschämten Gehalts- und sonstigen Forderungen viele (staatliche) Großbetriebe in die Pleite getrieben. Kein schönes Resümee.

    • oberösi
      12. November 2018 10:42

      Neben der Besoldung einer Armee dankbarer SP-Wähler diente die Verstaatlichte vor allem als Geldautomat zur Dotierung der Baddei-Kassen und Finanzierung parteinaher Institutionen samt privilegierten Pöstchen, die jenen Betrieben das Genick brachen. Da halfen auch die weisen Entscheidungen eines Managements nichts, für dessen Bestellung nicht Können, sondern Treue zur Partei ausschlaggebend war.

      Es soll auch heute noch beschäftigungstherapeutische Einrichtungen geben, die von Pizzaboten mit international gefragten Managementqualitäten gelenkt werden.

      Der Wahrheit wegen: die VP hielt es genauso in ihrer Reichshälfte - kann sich noch wer ans Bauernopfer Ruso von der Bundesländer erinnern?

    • Undine
      12. November 2018 11:05

      Wer erinnert sich noch daran, wie voll die Gewerkschafter VOR der Pleite der ÖGB-eigenen BAWAG den Mund nahmen, wie unendlich lange sie Streiks finanzieren könnten! Und dabei war damals das Säckel leer, weil die eigenen Leute den Streikfond veruntreut hatten! Aber das Maul ganz weit aufreißen ist eine linke Eigenschaft!

    • Undine
      12. November 2018 11:53

      @oberösi

      Der Einhämmerungseffekt a la Goebbels hatte schon was! Das weiß auch der ORF! Und deshalb entscheidet er, WER und WAS vergessen werden soll/muß, bzw., was NICHT vergessen werden darf!
      Zu Ersterem gehören natürlich die haarsträubenden Gaunereien und Vergehen im ROTEN DUNSTKREIS!

  11. Undine
    12. November 2018 08:45

    OT---aber es ist doch etwas beruhigend, daß einige Politiker in den EU-Ländern einen kühlen Kopf bewahrt haben. Sie leben allerdings gefährlich, ganz besonders SALVINI:

    "Linke Organisationen und Refugee-Welcome-Jubler protestieren in Rom"

    Rom – Innenminister Matteo Salvini hatte letzte Woche durch ein entsprechendes Dekret die Verschärfung des Einwanderungsrechts in Italien angekündigt. Unverbesserliche Refugee-Welcome-Jubler und linke Organisationen demonstrierten am Wochenende dagegen. „In der italienischen Bevölkerung regt sich Widerstand“, träumen die deutschen Medien.

    https://www.journalistenwatch.com/2018/11/12/linke-organisationen-refugee/

    • Almut
      12. November 2018 10:00

      „In der italienischen Bevölkerung regt sich Widerstand“, träumen die deutschen Medien. . . Bevölkerung? Nein, die Soros-Söldner demonstrieren.

    • dssm
      12. November 2018 11:02

      @Undine
      Auch in Italien ist die Sozialindustrie riesig. Wer ein Orchideenstudium absolviert hat oder gar mit Matura aus einer öffentlichen Schule kommt, für den ist der einzig mögliche "Berufs"weg bei Staat, Medien (also staatsnah) oder NGOs (also staatsnah), wobei die NGOs rund um die Zuwandererbetreuung die meisten Jobs bieten. Salvini nimmt gerade Legionen von jungen Leuten jede Zukunftsperspektive; unsere Zauderer trauen sich das noch nicht.

    • Undine
      12. November 2018 11:10

      Ja, @dssm, bei den NGO kommen sonst absolut untaugliche junge Menschen zuhauf unter! Dort wird nicht nach Können oder Leistung gefragt, dort braucht man Willige, um sie als nützliche Idioten zu benützen. In ihrer fanatischen Gutmenschlichkeit kapieren die das alles nicht.

  12. Ausgebeuteter
    12. November 2018 07:29

    So wie es eine generelle Mitgliedschaft bei den diversen Kammern gibt, ist beim öffentlichen Dienst und in großen staatsnahen Unternehmen die Zugehörigkeit zur jeweiligen Fachgewerkschaft fast obligat.

    Beim erstmaligen Arbeitsantritt wird man vom Dienststellenausschuss (Personalvertretung) bzw. Betriebsrat immer "höflich" gefragt, ob man (gewerkschaftlich) "organisiert" ist. Wenn nein, dann wird eine Beitrittserklärung zur Unterschrift "empfohlen" und gleichzeitig bei Ablehnung mit Ausgrenzung gedroht, "da ja alle anderen hier organisiert sind".

    Wie A.U. richtig erwähnt, kämpft der ÖGB ums Überleben, denn die vor 100 Jahren mit teilweiser Berechtigung erhobenen Forderungen sind schon lange erfüllt worden. Der Trend zur Produktionsverlagerung (= lange Werkbank) vieler Branchen Richtung Fernost ist eine Folge der übertriebenen Gewerkschaftsforderungen in den vergangenen Jahrzehnten und somit sind diese "Vereine" für die aktuelle hohe Arbeitslosenzahl hauptsächlich verantwortlich.

    Interessant ist, dass bei Kollektivvertragsverhandlungen von der Arbeitnehmerseite eigentlich die staatlich anerkannten Kammern das Sagen hätten, in der Praxis aber die Gewerkschaften bestimmend sind.

    Es gibt aber auch fortschrittliche Unternehmer (und deren Mitarbeiter), welche erfolgreich den Gewerkschaftseinfluss abgewehrt hatten. So hat z.B. Mateschitz gedroht, den Betrieb seiner Servus-TV-Senders einzustellen, falls dort ein Betriebsrat durch die Gewerkschaft installiert wird. Alle Mitarbeiter waren dann dagegen, denn damit hätten sie ihre Posten verloren.

    Übrigens: Auch die SPÖ und SPD "leiden" mangels realistischen Zielen an Glaubwürdigkeit und Mitgliederschwund.

    • dssm
      12. November 2018 11:10

      @Ausgebeuteter
      Momentan gibt es keine Arbeitslosigkeit, die Betriebe suchen händeringend nach Mitarbeitern. Wer jetzt arbeitslos ist, der will nicht arbeiten, der will sich nicht weiterbilden, so einfach.

  13. glockenblumen
    12. November 2018 07:27

    OT

    Diese Berichte will ich niemandem vorenthalten, sie sind allesamt äußerst lesenswert:

    zu Donald Trump
    https://bazonline.ch/ausland/amerika/der-glaube-der-unglaeubigen/story/22188556

    über den angeblichen Fremdenhass:
    https://www.achgut.com/artikel/suggestive_soziologie_oder_wer_hat_was_gegen_fremde

    über die offenbar lebensüberdrüssigen Grünen, die Null Freude am normalen Dasein zu haben scheinen:
    https://www.achgut.com/artikel/gevt_gas_die_spassbremsen_sind_hinter_euch_her

    und über die Sehnsucht nach der guten alten Zeit:
    https://bazonline.ch/ausland/europa/kontinent-der-nostalgie/story/16189391

  14. Hans24
    12. November 2018 07:12

    Die Gewerkschaften waren und sind Vorfeldorganisationen der politischen Parteien und lediglich Sprungbretter für deren Funktionäre. Wer sich da bewährt, darf auf eine politische Laufbahn hoffen. Nichts anderes sind die derzeitigen Gehaltsverhandlungen der Metaller. Das momentane Ergebnis war vorher schon klar. Die SPÖ schafft keine wirkliche Opposition, da muss halt die Gewerkschaft einspringen.

  15. Bürgermeister
    12. November 2018 06:42

    Ich würde den "Österreicher" im Allgemeinen als einen sehr konfliktscheuen Menschen einschätzen - jedes Volk hat andere Gepflogenheiten. Eine unannehmbare Forderung zu stellen und diese dann zu eskalieren das passt einfach nicht in die hiesige Mentalität.

    Neue Vorgehensweisen die den bislang üblichen komplementär entgegenstehen anzuwenden und dabei auf einen Sieg zu hoffen - wie intelligent ist das? Offenbar herrscht gewerkschaftsintern das Bild des EU-sozialistischen Einheitsmenschen ohne jede völkische Identität der unabhängig von seiner bisherigen Vergangenheit die roten Fahnen hisst wenn die Bonzen danach schreien.

    Im konkreten Fall hätte man eine gewisse Restautorität nur behalten können, wenn man sie nicht ausübt. Auf diese Art wird man sie blitzschnell völlig verlieren - für nichts. Man wird es lernen, dass der EU-Einheitssozialist nur ein Hirngespinst des ORF ist.

    Mir scheint, dass die Gewerkschafts-Bonozkratie die Schwarmintelligenz eines Schmeißfliegenhaufens besitzt - dann wird man auch so enden, kurz und schmerzlos.

  16. Josef Maierhofer
    12. November 2018 06:30

    Mögen diese goldenen Gewerkschaftszeiten nicht wiederkommen.

    Der Vertrag für das höchste Gut Arbeit wird zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber abgeschlossen und ausgeführt.

    Solange die Arbeitgeber auf so hohem Sozialstandard arbeiten, wie das sehr zahlreich der Fall ist, haben Streiks null Chance.

    Wenn die FPÖ als bessere SPÖ auf Vernunft plädiert, liegt sie auch völlig richtig, die Menschen brauchen nichts mehr als Vernunft und Sicherheit und - Ruhe. Man darf sie nicht ruhig stellen, sondern muss sie in Ruhe lassen.

    Die Menschen erkennen immer mehr, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber im gleichen Boot sitzen und wollen sich auch nicht mehr auseinander dividieren lassen, immerhin geht es im ihrer aller Überleben und um die Arbeit.

    Hoffen wir auf den Misserfolg der Gewerkschafter, der sehr wahrscheinlich ist.

    • Herbert Richter (kein Partner)
      14. November 2018 09:36

      Im gleichen Boot.....!? Nebbich!
      Hatte letzte Woche aufschlußreiche Gespräche mit Tiroler "Hoteliers" der 4 u 5 Sterne Kategorie.
      Was diese, bis jetzt vollkommen nichtsnutzigen Erbenrotzlöffel über ihr "Personal" von sich kotzen, ist unfassbar. Würde ein Bürger ähnlich über einen türkischen Totschläger, Nafrivergewaltiger, geschweige denn über einen illegalen Drogenneger schwadronieren, säße derselbe für Jahre hinter Gitter.
      Da freut es mich sehr, daß diese "Glanz- u Goldstücke" unserer Tourismusindustrie beinahe kein echtöstereichisches "Personal" mehr rekrutieren kann. Wie auch, bei solch Konditionen.
      U auch die Ungarn, Polen u Rumänen gneißen es langsam. Die Ossis haben's überrißen!

  17. Templer
    12. November 2018 06:28

    Die Gewerkschaften, egal ob Rot oder Schwarz, haben seit Jahrzehnten als sogenannte "Sozialpartner" um höhere, etwas über der Inflation liegende Gehaltserhöhungen gefeilscht.
    Der lachende Dritte war dabei immer der Staat.
    Denn durch die progressiv steigenden Prozentsätze der Steuer, ist bei so manchem brutto Plus, bei den Arbeitern netto, sogar weniger herausgekommen.
    Über die Abschaffung der kalten Progression, hat sich auch die jetzige Regierung nicht drüber getraut.

  18. oldtory
    12. November 2018 06:21

    Das mit der Rache an der Regierung war schon unter Schwarz-Blau so. Ich erinnere mich, dass selbst mein Schwiegervater an einer Donnerstagsdemo teilnahm. Als eingefleischter SPÕ- Wãhler vielleicht verstãndlich. Nur mein Schwiegervater wäre niemals von selbst auf die Idee gekommen, zu einer Demonstration zu gehen.

    Natürlich musste er sich von mir die Frage gefallen lassen, was ihn denn dazu veranlasst hãtte. Er, der damals in einem staatsnahen Betrieb beschäftigt war, sagte mir, dass ihm dies vom Betriebsrat "nahe gelegt" wurde. So wurde mein Schwiegervater mit 58 Jahren noch zum Demonstranten....

  19. Infophil
    12. November 2018 04:52

    Das sieht man an der Führungspitze, das einzige was die werden ist immer dicker!

    • Cotopaxi
      12. November 2018 07:55

      Auch die Bankkonten werden immer dicker - aber nicht durch Leistung in der Arbeitswelt.

    • Torres (kein Partner)
      14. November 2018 14:00

      Das ist mir auch aufgefallen: während die drei Hauptverhandler auf der Arbeitgeberseite vielleicht zusammen 200 kg wiegen, bringen ebensoviele Gewerkschafter leicht das Doppelte auf die Waage. Wer arbeitet wohl mehr und schwerer?





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2018 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung