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Die erste Reform - ein erster Schritt drucken

Lesezeit: 3:30

Sie ist weder eine Jahrhundertreform, noch ein Fehlschlag - die Sozialversicherungsreform der türkis-blauen Regierung. Sie ist ein erster Schritt, eine erste Reform – und das ist mehr, als die Vorgängerregierungen zustande gebracht haben. Natürlich: Wenn sie Sinn machen soll, werden noch viele – und viel mutigere – Reformschritte folgen müssen.

Es war hoch an der Zeit, die 21 Kassen zu reduzieren, auch wenn das ebenfalls nur ein Anfang sein darf - fünf sind immer noch zu viel. Die Vielzahl der Kassen hat den Versicherten nie etwas gebracht: Niemand konnte sich aussuchen, bei wem er seine Versicherungspflicht erfüllt. Er war territorial und/oder berufshalber zwangszugeteilt.

Daran, dass es keine Wahlfreiheit, keinen Wettbewerb unter den Pflichtversicherungen gibt, ändert sich nichts. Da gewinnen die Versicherten nichts, aber sie verlieren auch nichts. Da hätte es gleich eine einzige sein können. Wenn aber die geplante Budget- und Personalhoheit der nunmehr zusammengefassten neun Gebietskrankenkassen wirklich umgesetzt wird, dann könnte das viele Mittel dorthin umleiten, wo sie wirklich hingehören: in die Patientenversorgung. Und das ist dann ein echter Gewinn für die Versicherten.

Verlieren werden nur die vielen Funktionäre der so genannten Selbstverwaltung, deren vielbegehrte Ämter wegreformiert wurden. 2000 gibt es jetzt, 400 sollen bleiben. Das ist eine Verbesserung – auch wenn manche nichts oder nur wenig als Entschädigung bekommen haben, gab es doch kostspielige Büros und Protektionswirtschaft bei Gesundheitsleistungen: Der Herr Funktionär konnte für einen Protegé schon einmal die Wartezeit für eine begehrte Untersuchung auf Null reduzieren (auch wenn er in der politischen Diskussion dann gegen eine Zwei-Klassen-Medizin wettert).

Ob die Zusammenlegung und der geplante Verwaltungsabbau (von den derzeit 19.000 Verwaltungsposten soll in den nächsten Jahren ein Drittel nicht nachbesetzt werden) wirklich bis 2023 eine Milliarde an Einsparungen bringen, wird sich weisen. Sogar wenn es "nur" die vom Hauptverbandspräsidenten errechneten 700 Millionen sein sollten, ist das auch nicht gerade wenig. 700 Millionen an Beitragszahlungen, die nicht mehr von der Verwaltung verschlungen werden, sondern in Gesundheitsleistungen fließen, können nur gesund für die Kunden der kranken Kassen sein.

Die Milliarde ist jedenfalls die Zielvorstellung der Regierung – "Wunschdenken" meint die Rechnungshofpräsidentin Margit Kraker dazu. Für eine Rechnungshofpräsidentin bleibt freilich erstaunlich, dass sie ihren Vorwurf nicht wirklich mit Zahlen und Fakten untermauert. Und sich vielmehr zur Gallionsfigur eines Widerstands macht, der absurder nicht sein könnte.

Da halten die Spitzen der Gewerkschaft Riesentreffen ab, nur um – wenn man es im Klartext formuliert – zu drohen, dass der Jobverlust von ein paar Funktionären mit Streiks quittiert werden könnte. Ein Arbeitskampf wegen ein paar angeblich gar nicht lukrativer Gewerkschaftspfründen?

Der staunende Österreicher muss sich dann auch noch vom SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher belehren lassen, dass "Kurz den Unternehmern die Kassen schenkt". Nur weil die Parität von Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern hergestellt wird. Was auch die Chefin der Wiener Gebietskrankenkasse erzürnt, von der wir viel lernen dürfen: "Patienten sind ja nur die Arbeitnehmer" (werden Unternehmer nie krank?) und "die Arbeitgeber zahlen ja viel weniger ein" (ojeoje, muss man für einen Spitzenjob wirklich gar keine Ahnung von Tatsachen haben?). Für die Qualität der "Selbstverwaltung" sprechen solche unternehmerfeindliche Aussagen nicht gerade. Aber vielleicht sind es ja auch nur Beiträge zum Marx-Gedenkjahr.

Was Margit Kraker besser gesagt hätte: Das ist alles nur ein kleiner, erster Schritt. Jetzt muss endlich das kostspielige und patientenfeindliche Milliarden-Pingpong zwischen Kassen und Ländern als Spitalserhalter aufhören. Darum wäre die lang schon propagierte Finanzierung des Gesundheitswesens "aus einer Hand" der nächste wichtige Schritt – den übrigens gerade der Rechnungshof immer wieder und mit großem Nachdruck gefordert hat.

Jetzt muss auch endlich eine Spitalsplanung her, die mit der demographischen Entwicklung Schritt hält. Man will es schon gar nicht mehr wiederholen: Österreich braucht mehr geriatrische Betten, mehr Pflegebetten und weniger teure Akutbetten.

Der Reformbedarf im Gesundheitssystem ist enorm. Zu lange ist jegliche Änderung vermieden worden. Weil der Mut gefehlt hat: Der Mut gegenüber den Akteuren, den Besitzstandwahrern und der Mut vor dem Wähler.

So unvollkommen diese erste Reform nun auch sein mag: Es war hoch an der Zeit für diesen ersten Schritt.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Mai 2018 08:05

    Bravo !

    An den Reaktionen gemessen scheint der erste Schritt zu gelingen. Das Gewürm windet sich nun im Sonnenlicht und versucht zu verteidigen und zu 'retten' (in guter 'Sozimanier' natürlich nur für sich selbst), was noch zu 'retten' ist, was sie glauben, 'retten' zu können oder zu müssen.

    Gut so ! Es wird die 'Schmarotzerpartie' nun zurechtgestutzt, ein erster Schritt. Schlimm, dass auch die Rechnungshofpräsidentin dazu zu gehören scheint oder zumindest 'ideologisch angehaucht' (wie man halt in Österreich zu so einem Job kommt).

    Bleibt zu hoffen, dass die Sozialversicherungen wieder 'sozial' werden und nicht mehr weiter sozialistisch missbraucht werden und eventuell tatsächlich die 'Struktur-Einsparungs- Millionen' beim Patienten ankommen.

    Jedenfalls Applaus für die Regierung.

    Hoffentlich gelingt auch der andere Schritt, der am Plan steht, nämlich die sozialistische Mär vom 'Arbeitgeber' und 'Arbeitnehmer' und dem künstlichen 'Klassenkampf' abzuschaffen, sitzen doch alle im gleichen Boot. Seit 1970 waren alle Klassenkampfziele erreicht, was folgte war der 'Marsch durch die Instanzen' und das Ergebnis muss nun mühsam aufgearbeitet werden.

    Ja, es ist die richtige Richtung.

  2. Ausgezeichneter KommentatorW. Mandl
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Mai 2018 07:16

    Weniger Bürokratie, weniger Pfründe für rote Funktionäre, mehr Mitspracherecht der Arbeitgeber, Einsparung von Verwaltungskosten.
    Die Zielrichtung stimmt (so wie bei praktisch allen Vorhaben der Regierung). Die Umsetzung wird nicht leicht, aber nur Mut! Das Heulen der roten Funktionäre über ihren Verlust an Einfluss ist bei geschickter PR-Arbeit der Regierung gut nutzbar.

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Mai 2018 09:35

    Die WIENER GKK sollte man lieber eigenständig dahinwursteln lassen, sonst wird dort in großem Stil weiterhin verschwendet!
    Wie kommen die anderen Bundesländer dazu---wenn sie auch bald zu einer Krankenkasse zusammen gefaßt werden---die schludrigen Wiener "auszuhalten"?
    In Wien sind die meisten ausländischen (mohammedanischen) Sozialschmarotzer, das Gesundheitswesen wird dort von denen zugrunde gerichtet---was geht das die übrigen Bundesländer an? Wenn ich nur an den GEBURTEN-DSCHIHAD denke, der von uns auch noch finanziert werden muß, wird mir schlecht!

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Mai 2018 08:29

    So sehr eine Reform der Sozialversicherung gut wäre, so falsch ist das jetzt. Österreich hat ein anderes Problem, und das ist nun einmal die Zuwanderung. Warum also an Nebenfronten sich Feinde machen.

    Abgesehen davon, die Reform ist sowieso abzulehnen. Denn erfahrungsgemäß führt größer immer zu ineffizienter, all die Synergieeffekte und Einsparungen, egal ob bei Betriebsfusionen, Gemeindezusammenlegungen oder nun eben bei den sozialen Kassen finden nie statt! Nie!

    Abgesehen davon, eine Zusammenlegung ist ungerecht, denn die Beamten sind dauernd krank, die Angestellten schon seltener, aber die Selbständigen kaum. Während für Beamte eine Kur ein Zusatzurlaub ist, zeigt dies beim Selbständigen, daß es weit fehlt. Die Selbstständigen werden also wahrscheinlich die Hauptverlierer sein, denn ihre Beiträge werden steigen, während die bisher guten Leistungen der SVA nach unten revidiert werden.

    Liebe Herrn Kurz und Strache! Egal wie ihr die Reform aufgleist, ihr werdet viele Leute vor den Kopf stoßen. Leute die bei unserem Hauptproblem dann verärgert keine Unterstützung geben. Und solltet ihr und eure Spießgesellen es noch nicht begriffen haben, das Hauptproblem heißt Zuwanderung.

  5. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Mai 2018 08:02

    Nur ein Beispiel zu den vielen Gebietskrankenkassen:
    Ein Arzt in Wien hat Patienten, die bei der Wiener, andere bei der nö., und wieder andere bei der bgld. GKK versichert sind.
    Ich nehme daher an, dass er seine Honorare bei drei GKKen abrechnen muss.
    Bei Verordnungen z.B. von physikalischen Therapien muss er die Leistungskataloge von drei GKKen beachten, dasselbe bei Kuraufenthalten.
    Alleine das beweist mir die lange gegeben Notwendigkeit der Zusammenlegung der neun Länderkassen zu einer.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Mai 2018 10:31

    Eine Reform, ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Regierung soll einen Vertrauensvorschuss für dieses Vorhaben bekommen. Vielleicht, sollte diese Reform gelingen, könnte die Regierung mehr Mut zeigen bei der Lösung anderer Probleme der Bürger der Republik. Diese Regierung könnte beweisen, dass sie für die Bürger, jawohl Bürger, Staatsbürger, zuerst, bereit ist Verbesserungen im Leben der Menschen.
    Die Regierung ist für die Menschen da und nicht umgekehrt. Die Roten waren zuerst für sich da, dann für ihre Klientel, die Menschen im Staat wurden nur als Stimmvieh
    betrachtet.
    Vielleicht, wird sich die Regierung überlegen ob das Steuersystem nicht zu Gunsten der arbeitenden und Steuern zahlenden, umzukrempeln wäre.
    Vielleicht könnte sich die Regierung etwas einfallen lassen, um das ungerechte Sozialsystem per Giesskane zu Gunsten, von wirklich ohne Verschulden in Not geratenen zu ändern. Subsidiaritätsprinzip.
    Vielleicht, könnte sich die Regierung überlegen welche Vorteile das Land und die wahlberechtigten Menschen, von der Einführung der direkten Demokratie hätten. Zugegeben, für die Herrschenden ist die direkte Demokratie immer gefährlich.
    Vielleicht, könnte die Regierung als nächstes, sich etwas einfallen lassen, wie sie die äusseren Grenzen sichern und die innere Sicherheit, wieder auf den Stand vor der Invasion der Gesetzesbrecher, bringen will.
    Vielleicht, könnte die Regierung das linke Meinungsmonopol angehen und wieder dem Bürger seine Meinungsfreiheit, ohne Bedrohungen und Unterstellungen befürchten zu müssen, zurückzugeben.

  7. Ausgezeichneter KommentatorHDW
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Mai 2018 09:06

    Frau Kraker zeigt: Die wahren Feinde dieser Regierung sitzen bei den Schwarzen, denn von der Roten Partie war ja kaum was anderes zu erwarten.

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  1. fxs (kein Partner)
    26. Mai 2018 17:37

    Soziaversicherungspflicht statt Pflichtversicherungen, das wäre eine Reform.
    Aus eigener Erfahrung kann ich über die Idiotie des Österreichischen Pflichtversicherungssystems berichten:
    - Ich war Universitätsassistent, damals also Beamter, zahlte meine Versicherungsbeiträge an die BVA.
    - Ich hielt auch Übungen, Vorlesungen etc. für das Honorar dafür zahlte ich Versicherungsbeiträge an die GKK.
    - Ein paar Mal wickelte ich per Werkvertrag Softwareprojekte ab, ich zahlte aus dem Honorar Beiträge an die SVA der Wirtschaft.
    - Dann erbte ich beim Tod meiner Mutter 2 ha Wald, daraus erwuchs eine Beitragspflicht an die Bauernkrankenkasse.

  2. Torres (kein Partner)
    26. Mai 2018 15:09

    So richtig getraut hat sich die Regierung allerdings nicht: Es ist absolut nicht einsichtig, warum die Beamten weiterhin eine eigene Krankenversicherung haben sollen (mit teilweise wesentlich besseren Leistungen, allerdings auch mit einem Selbstbehalt).
    Gratisinfo für Herrn Unterberger: "Galionsfigur" schreibt man mit einem "l".

  3. Springfield (kein Partner)
    26. Mai 2018 08:49

    Liebe Österreicher,
    was da abläuft, ist Globalisierung pur. Schaut nach Deutschland. Dort wurde
    eine drastische Reduzierung der Kassen vollzogen.Gebracht hat das nichts, nur
    Big Pharma jubelt. Weniger Kassen bedeutet weniger Aufwand bei der Durch-
    setzung ihrer Ziele, sie hat einfach weniger Verhandlungspartner. Eine wirkliche Reform bedeutet an erster Stelle Big Pharma zu entmachten, drastisch in
    deren abstruse Preispolitik einzugreifen. Ca 40.000 € sollen deutsche Ärzte
    jährlich bekommen, damit sie bestimmte Arzneimittel verordnen. Und wer bezahlt das? Der Versicherte!

  4. Gallenstein
    24. Mai 2018 22:46

    Typisch! Ein interessantes Thema, ein - wie (fast) immer bei A.U. - gut geschriebener und richtiger Tagebucheintrag. Und schon ist ein Gutteil der Vielschreiber schmähstad. Ja ja, da gibt es zu viele, die sich hier eingeschlichen haben und sich offenbar für besser halten, als sie sind. Und denen halt grad dann gar nix einfallt, wenn es gerade interessant werden könnte. Vor allem: Spezieller Dank an die 17 Kommentatorinnen und Kommentatoren, die etwas beigetragen haben - die meisten eben von der alten Garde.

  5. Ingrid Bittner
    24. Mai 2018 18:28

    Wenn man schon etwas älter ist, dann kommen bei solchen Monsterprojekten natürlich auch Erinnerungen und ich meine mich zu erinnern, das war das erste Taferl in der Fernsehgeschichte, das seinerzeit Jörg Haider in die Kamera gehalten hat, um zu demonstrieren, wieviele Kassen es in Österreich gibt.
    Lang, lang ist's her, aber gut Ding will Weile haben und jetzt passt's anscheinend.

    • Undine
      24. Mai 2018 23:21

      @Ingrid Bittner

      Hm, wenn ich mich recht erinnere, dann war das "erste TAFERL in der Fernsehgeschichte" jenes, auf dem das Einkommen des Herrn ZACHARIAS, seines Zeichens Kammeramtsdirektor der steirischen Arbeiterkammer, zu lesen war! Bei der 20. Minute kommt das Taferl, das Herrn Vranitzky kurz die Luft raubte!

      "Konfrontation 1994 – Franz Vranitzky und Jörg Haider"

      https://www.youtube.com/watch?v=5GQ-a53j-cs

      Aber Sie haben schon recht: Das Thema "Zusammenlegung der Krankenkassen" war eines der Themen Jörg HAIDERS! Und er lag, wie so oft, richtig!

    • Herbert Richter (kein Partner)
      26. Mai 2018 10:15

      Was mich wundert, ist die traurige Tatsache, daß nicht diese sozialistische Brut, natürlich inklusive diesem widerlichen Bankenvranz, besonders und speziell nach Kenntnisnahme der sagenhaften hohen, monatlich abgesaugten Geldbeträge, von den Laternen baumeln, sondern der Aufdecker genickschüssig, mittels Phaeton, mundtot gemacht werden könnte!

  6. pressburger
    24. Mai 2018 10:31

    Eine Reform, ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Regierung soll einen Vertrauensvorschuss für dieses Vorhaben bekommen. Vielleicht, sollte diese Reform gelingen, könnte die Regierung mehr Mut zeigen bei der Lösung anderer Probleme der Bürger der Republik. Diese Regierung könnte beweisen, dass sie für die Bürger, jawohl Bürger, Staatsbürger, zuerst, bereit ist Verbesserungen im Leben der Menschen.
    Die Regierung ist für die Menschen da und nicht umgekehrt. Die Roten waren zuerst für sich da, dann für ihre Klientel, die Menschen im Staat wurden nur als Stimmvieh
    betrachtet.
    Vielleicht, wird sich die Regierung überlegen ob das Steuersystem nicht zu Gunsten der arbeitenden und Steuern zahlenden, umzukrempeln wäre.
    Vielleicht könnte sich die Regierung etwas einfallen lassen, um das ungerechte Sozialsystem per Giesskane zu Gunsten, von wirklich ohne Verschulden in Not geratenen zu ändern. Subsidiaritätsprinzip.
    Vielleicht, könnte sich die Regierung überlegen welche Vorteile das Land und die wahlberechtigten Menschen, von der Einführung der direkten Demokratie hätten. Zugegeben, für die Herrschenden ist die direkte Demokratie immer gefährlich.
    Vielleicht, könnte die Regierung als nächstes, sich etwas einfallen lassen, wie sie die äusseren Grenzen sichern und die innere Sicherheit, wieder auf den Stand vor der Invasion der Gesetzesbrecher, bringen will.
    Vielleicht, könnte die Regierung das linke Meinungsmonopol angehen und wieder dem Bürger seine Meinungsfreiheit, ohne Bedrohungen und Unterstellungen befürchten zu müssen, zurückzugeben.

  7. Undine
    24. Mai 2018 09:35

    Die WIENER GKK sollte man lieber eigenständig dahinwursteln lassen, sonst wird dort in großem Stil weiterhin verschwendet!
    Wie kommen die anderen Bundesländer dazu---wenn sie auch bald zu einer Krankenkasse zusammen gefaßt werden---die schludrigen Wiener "auszuhalten"?
    In Wien sind die meisten ausländischen (mohammedanischen) Sozialschmarotzer, das Gesundheitswesen wird dort von denen zugrunde gerichtet---was geht das die übrigen Bundesländer an? Wenn ich nur an den GEBURTEN-DSCHIHAD denke, der von uns auch noch finanziert werden muß, wird mir schlecht!

    • dssm
      24. Mai 2018 09:59

      @Undine
      Die westlichen Kassen zahlen doch jetzt schon, oder liegen die Reserven aus den Überschüssen auf einem Konto? Wahrscheinlich erleben wir das typische Politiktheater einer untergehenden sozialistischen Republik, da wo noch Reserven sind, werden diese großzügig verteilt. Aber das Leben von der Substanz ist nun einmal der Kern des Sozialismus.

    • Konfrater
      30. Mai 2018 03:40

      Ich kann Undine zwar verstehen, frage mich aber auch: Wie komme ich als Berufstätiger, der seiner Arbeit in Wien nachgeht und seine Pflichtversicherung bei der WGKK bezahlt dazu, mit dieser GKK allein gelassen zu werden?

  8. HDW
    24. Mai 2018 09:06

    Frau Kraker zeigt: Die wahren Feinde dieser Regierung sitzen bei den Schwarzen, denn von der Roten Partie war ja kaum was anderes zu erwarten.

    • Freisinn
      24. Mai 2018 19:46

      Sehe ich auch so, egal ob sie Kraker, Gridling, Pröll; Karas oder sonstwie heissen!

    • appolloniO (kein Partner)
      26. Mai 2018 12:52

      Nein, Herr Unterberger, die Causa Kraker ist noch viel schlimmer. Sie zitierte sehrwohl einige Zahlen, aber merkwürdige.
      Sie meinte "das schau ich mir an, wie man 1 Milliarde einsparen kann, bei 750 Mio Verwaltungskosten". Einfältiger kann man sein Wissen nicht kundtun.
      Die Milliarde sammelt sich in 5 Jahren an. Die Verwaltung verschlingt ihre Kosten jedes Jahr. Mit Steigerung der Effektivität sind aber auch erhebliche Einsparungen außerhalb der Verwaltung zu erzielen.
      Frau Kraker, man kann ja anderer Meinung sein. Wenn man aber diese durch falsche Daten als "die Richtige" hinstellen möchte.
      d i s q u a l i f i z i e r t man sich selbst.

  9. dssm
    24. Mai 2018 08:29

    So sehr eine Reform der Sozialversicherung gut wäre, so falsch ist das jetzt. Österreich hat ein anderes Problem, und das ist nun einmal die Zuwanderung. Warum also an Nebenfronten sich Feinde machen.

    Abgesehen davon, die Reform ist sowieso abzulehnen. Denn erfahrungsgemäß führt größer immer zu ineffizienter, all die Synergieeffekte und Einsparungen, egal ob bei Betriebsfusionen, Gemeindezusammenlegungen oder nun eben bei den sozialen Kassen finden nie statt! Nie!

    Abgesehen davon, eine Zusammenlegung ist ungerecht, denn die Beamten sind dauernd krank, die Angestellten schon seltener, aber die Selbständigen kaum. Während für Beamte eine Kur ein Zusatzurlaub ist, zeigt dies beim Selbständigen, daß es weit fehlt. Die Selbstständigen werden also wahrscheinlich die Hauptverlierer sein, denn ihre Beiträge werden steigen, während die bisher guten Leistungen der SVA nach unten revidiert werden.

    Liebe Herrn Kurz und Strache! Egal wie ihr die Reform aufgleist, ihr werdet viele Leute vor den Kopf stoßen. Leute die bei unserem Hauptproblem dann verärgert keine Unterstützung geben. Und solltet ihr und eure Spießgesellen es noch nicht begriffen haben, das Hauptproblem heißt Zuwanderung.

    • Charlesmagne
      24. Mai 2018 16:01

      Sg. dssm
      Ich war Beamter und brachte es in mehr als vierzig Dienstjahren auf weniger als vier Wochen Krankenstand. Hätten Sie über eine andere Gruppe als die Beamten so pauschalierend geurteilt, wären Sie wohl ein Fall für den Verhetzungsparagraphen. Und ja, Sie haben ja recht. Viele solche Beamte wie Sie sie darstellen gibt es tatsächlich. Der Nachfolger auf meinem Dienstposten schaffte meine Gesamtkrankenstandszeit locker im ersten Jahr.

    • dssm
      24. Mai 2018 17:28

      @Charlesmagne
      Diese krankfeiernden Faulpelze gibt es in jeder Berufsgruppe, nur beim typischen Angestellten wird da sehr schnell vom Arbeitgeber aus reagiert, bei den Beamten nicht. Jedes vernünftige Ge- und Verbot wird wohl von einer Mehrheit eingehalten, die Frage ist immer, wie geht man mit der Minderheit um? Lässt man der Minderheit zu lange ihre Spielchen spielen, dann welchseln immer mehr zu dieser Minderheit.

    • Ingrid Bittner
      24. Mai 2018 18:16

      Dass das Hauptproblem die Zuwanderung ist, haben sie sehr wohl begriffen! Sieht man ja daran, wie Strache beschimpft wird, weil der vor der EU nicht bückelt, sondern in Brüssel erklärt hat, die Frontex sei eine Schlepperorganisation
      Dabei ist diese Aussage ja nicht einmal auf seinem Mist gewachsen, sondern er hat nur wiederholt, was Kurz auch schon gesagt hat, vielleicht eine Nuance dezenter.

  10. Josef Maierhofer
    24. Mai 2018 08:05

    Bravo !

    An den Reaktionen gemessen scheint der erste Schritt zu gelingen. Das Gewürm windet sich nun im Sonnenlicht und versucht zu verteidigen und zu 'retten' (in guter 'Sozimanier' natürlich nur für sich selbst), was noch zu 'retten' ist, was sie glauben, 'retten' zu können oder zu müssen.

    Gut so ! Es wird die 'Schmarotzerpartie' nun zurechtgestutzt, ein erster Schritt. Schlimm, dass auch die Rechnungshofpräsidentin dazu zu gehören scheint oder zumindest 'ideologisch angehaucht' (wie man halt in Österreich zu so einem Job kommt).

    Bleibt zu hoffen, dass die Sozialversicherungen wieder 'sozial' werden und nicht mehr weiter sozialistisch missbraucht werden und eventuell tatsächlich die 'Struktur-Einsparungs- Millionen' beim Patienten ankommen.

    Jedenfalls Applaus für die Regierung.

    Hoffentlich gelingt auch der andere Schritt, der am Plan steht, nämlich die sozialistische Mär vom 'Arbeitgeber' und 'Arbeitnehmer' und dem künstlichen 'Klassenkampf' abzuschaffen, sitzen doch alle im gleichen Boot. Seit 1970 waren alle Klassenkampfziele erreicht, was folgte war der 'Marsch durch die Instanzen' und das Ergebnis muss nun mühsam aufgearbeitet werden.

    Ja, es ist die richtige Richtung.

  11. Politicus1
    24. Mai 2018 08:02

    Nur ein Beispiel zu den vielen Gebietskrankenkassen:
    Ein Arzt in Wien hat Patienten, die bei der Wiener, andere bei der nö., und wieder andere bei der bgld. GKK versichert sind.
    Ich nehme daher an, dass er seine Honorare bei drei GKKen abrechnen muss.
    Bei Verordnungen z.B. von physikalischen Therapien muss er die Leistungskataloge von drei GKKen beachten, dasselbe bei Kuraufenthalten.
    Alleine das beweist mir die lange gegeben Notwendigkeit der Zusammenlegung der neun Länderkassen zu einer.

    • dssm
      24. Mai 2018 08:37

      Das Problem sind eher die verschiedenen Leistungskataloge.

    • Dr. Faust
      24. Mai 2018 10:21

      Wenn ein Patient eines Wiener Kassenarztes bei der NÖGKK versichert ist, wird dieser Patient vom Wr. Vertragsarzt nach dem Leistungskatalog der WGKK abgerechnt. Deswegen bekommt der Wr. Kassrnarzt für die gleichen Leistungen für einen NÖGKK-Patienten im Schnitt weniger bezahlt, als sein in NÖ niedergelassener Kollege. Tatsache ist, dass ein zentraler Player im Versorgungssystem, der Hausarzt, ein schändlich geringes Honorar bekommt. Will man die Gesundheitsversorgung verbessern, wäre hier eine Sache, bei der sinnvoll eingegriffen werden könnte.

    • Undine
      24. Mai 2018 13:20

      @Dr. Faust

      Wie recht Sie haben! Das Honorar für die diversen Leistungen, diie ein Hausarzt erbringt, ist eine SCHANDE und kaum geeignet, einen jungen Arzt (samt Familie!) in eine Landarzt-Praxis zu locken!

  12. W. Mandl
    24. Mai 2018 07:16

    Weniger Bürokratie, weniger Pfründe für rote Funktionäre, mehr Mitspracherecht der Arbeitgeber, Einsparung von Verwaltungskosten.
    Die Zielrichtung stimmt (so wie bei praktisch allen Vorhaben der Regierung). Die Umsetzung wird nicht leicht, aber nur Mut! Das Heulen der roten Funktionäre über ihren Verlust an Einfluss ist bei geschickter PR-Arbeit der Regierung gut nutzbar.

    • Undine
      24. Mai 2018 09:24

      Ganz richtig! Die Regierung sollte nur jedes Mal, wenn die Roten ein UMFÄRBEN beklagen, darauf hinweisen, daß bisher ALLES TIEFROT eingefärbt war, was man in roten Kreisen offenbar für ganz normal gehalten hatte.
      UMFÄRBEN kann man nur, was einst waschecht EINGEFÄRBT war---nämlich ROT! Woher nehmen die Roten bloß den Anspruch auf dieses "Recht"?





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