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Die Burschenschaften und die Rapper

 "Mache wieder mal ´nen Holocaust". Solche Texte werden seit einiger Zeit im deutschsprachigen Raum von sogenannten Rappern gesungen, oder besser gesagt geschrien, also von im Kulturfeuilleton vieler Zeitungen hochgepriesenen "Künstlern" mit oft migrantischem Hintergrund. Sind schon viele dieser Texte erschreckend, so ist die staatliche Reaktion darauf noch viel schockierender.

Genauer gesagt: das Ausbleiben solcher Reaktionen. Man hat absichtlich weggeschaut, obwohl diese Rapper überall öffentlich und vor Massen auftreten. Obwohl ihre CDs Rekordabsatz finden. Daran sieht man, was all die "Dokumentationsarchive" wert sind, wenn es um die wirklich bedrohlichen antisemitischen Tendenzen in der österreichischen und deutschen Gesellschaft geht: nämlich absolut nichts. Zumindest nichts, was über die Funktion einer Vorfeldorganisation der Sozialdemokratie hinausgeht.

Man vergleiche diese Nichtreaktion mit dem wochenlangen Aktivismus linker Organisationen, Parteien, Medien und insbesondere des ORF, um Österreich (vor allem vor Wahltagen) in Massenhysterie zu versetzen, als in zwei Burschenschaften aus dem vorigen Jahrhundert stammende Liederbücher gefunden worden sind, in denen auch ein Liedtext mit eindeutig antisemitischen, jedoch möglicherweise ironischen gemeinten Strophen abgedruckt war.

Staatsanwalt, Verfassungsschutz und sämtliche Leitartikler der Nation rückten damals geradezu im Gleich- und Eilschritt aus, um Empörung und Entsetzen über die Liederbücher auszudrücken. Und sogar bis ins Innenministerium brandet jetzt die nächste auf Knopfdruck lancierte Aufregung hoch, ob man in Österreich bei einer seit Jahrzehnten alljährlich stattfindenden Veranstaltung zum Gedenken an ein britisch-serbisches Kriegsverbrechen im geschlossenen Rahmen Abzeichen des Weltkriegs-Kroatiens tragen dürfe.

Wenn es politisch der Linken ins Konzept passt, werden solche Themen im Rekordtempo hochgespielt. Bei den Rappern, die seit längerem massenweise Lieder mit massiv gewaltverherrlichenden, frauenverachtenden und antisemitischen Inhalten produziert haben, ist hingegen bis vor einer Woche niemand ausgerückt. Kein Journalistenfinger hat sich deswegen gerührt, die einschlägigen Autoren haben sich mit der Rapperszene völlig unkritisch befasst. Zwei der Rapper wurden sogar mit einem hohen Musikpreis ausgezeichnet. Erst als andere, intelligentere und sensiblere Empfänger dieses "Echo"-Preises anfingen, empört die eigene Auszeichnung zurückzugeben, begannen die Feuilletons langsam aktiv zu werden.

Dabei kann keine Frage sein: Angesichts der Gesetzeslage hätte es in Deutschland wie Österreich längst Strafverfahren gegen große Teile der Rapperszene geben müssen. Das Deliktische an ihr ist viel eindeutiger und massiver als bei den Burschenschaftern: weit aggressivere Worte; weit häufigere verbale Überschreitung der Grenzen des Erlaubten; weit eindeutigere und größere Öffentlichkeit; keine Chance, sich auf Sauflieder hinauszureden; keine Chance zu behaupten, dass man gar nicht gewusst habe, was in den alten Liederbüchern steht, oder dass – wie es in einem Fall behauptet wird – das inkriminierte gar nicht das echte Liederbuch sei.

Um gegen etliche der Rapper einzuschreiten, hätte es für die sonst so strengen Staatsanwälte nicht die "Echo"-Affäre brauchen dürfen. Es kann schon gar keine Ausrede sein, dass Rapper-Platten in so großer Zahl verkauft worden sind (was ja "Echo" als Grund der Ehrung nennt). Es können ja auch die Verbrechen der deutschen Nationalsozialisten oder tschechoslowakischen Kommunisten nicht deswegen gerechtfertigt sein, weil sie einst von relativ vielen Wählern unterstützt worden sind. Zahl schafft kein Recht.

Einzige Ausrede wäre nur, dass in der gesamten Staatsanwaltschaft, im gesamten Polizeiapparat, und bei all den sonst so professionellen Antifas niemand die Texte gekannt hat, obwohl diese eindeutig Teil einer Jugend-"Kultur" mit einer riesigen Verbreitung sind. Sehr glaubwürdig erscheint ein kollektives Nichtwissen all dieser Gruppen jedenfalls nicht, auch wenn zweifellos Menschen mittleren und höheren Alters keinerlei Bezug zu jener Art von Musik haben (wenn das Geschrei und Geschimpfe denn Musik ist).

Das wirklich Infame an der Nicht-Reaktion auf die Rapper ist, dass die Menschen immer mehr den Glauben an den Rechtsstaat verlieren, wenn sich dieser so einäugig verhält. Ganz offensichtlich hat sich die Rapper-Szene aber gleich doppelt im sicheren Leo fühlen können:

  • - Einerseits sind ihre Aktivitäten angeblich Kunst, mit welcher Begründung man ja nach Eigeneinschätzung und Urteil der journalistischen Groupies alles darf;
  • - Andererseits ist sie vor allem von Migranten geprägt, gegen die in manchen Kreisen noch immer kein kritisches Wort gesagt werden darf.

Und noch weniger Ausreden kann der Bertelsmann-Musikverlag haben, der die Scheiben mit Titeln wie "Jung, Brutal, Gutaussehend" überhaupt erst in den CD-Markt gebracht hat. Was kann bitte die Tätigkeit der Bertelsmann-Leute dabei anderes gewesen sein als Beihilfe zur Wiederbetätigung? Wenn diese Paragraphen irgendeinen Sinn haben, außer als Beliebigkeitswaffe für einäugige Strafverfolger nur gegen die Gegner von Rotgrün eingesetzt zu werden, dann müsste die Justiz mit Hochdruck aktiv sein. Zumindest jetzt.

Damit wir uns freilich im Klaren sind, worum es bei Bertelsmann geht: Das ist eines der mächtigsten Medienunternehmen. Nicht nur Deutschlands, nicht nur Europas, sondern der Welt. Vom einst selbstständigen großen angelsächsischen Verlagshaus "Penguin Random House" über "Gruner& Jahr" bis zu RTL seien nur drei Namen aus dem riesigen Bertelsmann-Imperium genannt, in dem die deutsche Familie Mohn die alleinige Kontrolle ausübt.

Die Mohns stehen, welch Zufall, Angela Merkel nahe. Und wenn man über die Bertelsmann-Stiftung forscht, stößt man auf zahllose problematische, eher in grüne Basisgruppen passende Äußerungen des Vorstands. Wie: Die Einführung der Gesamtschule wäre vorteilhaft. Wie: Die Demokratie in Polen wäre bedroht. Wie: Deutschland brauche dringend Zuwanderung aus der Dritten Welt. Womit sich der Kreis zum brutal-antisemitischen Migranten-Rap (den freilich auch viele autochthone Jugendlichen konsumieren) geradezu nahtlos schließt.

Die Bertelsmann-Stiftung hat im Vorjahr über 90 Millionen in "gemeinnützige Projekte" fließen lassen. Ich habe zwar keine Übersicht über diese Projekte gefunden. Aber angesichts der erwähnten Äußerungen erscheint es recht wahrscheinlich, dass darunter wohl mehr gemeinschädliche als -nützige Projekte sind.

Aber seltsamerweise wird immer nur debattiert, was ein George Soros finanziert. Bei Bertelsmann hingegen wagt niemand, solche Fragen zu stellen.

PS: Mit Interesse und Beruhigung entnehme ich der Homepage dieser Bertelsmann-Stiftung, dass Altbundeskanzler Wolfgang Schüssel neuerdings nicht mehr ihrem Kuratorium angehört, in dem er lange gesessen ist. Von Schüssel sind ja auch keine Äußerungen bekannt, die sich mit der Linie des Vorstandes decken würden …

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