Was dachte sich Boris Johnson zum Misstrauensvotum?

Autor: Markus Szyszkowitz

Nachdenken über das bedingungslose Grundeinkommen

Autor: Christian Klepej

70 Jahre Queen

Autor: Markus Szyszkowitz

Die sogenannte Geld-Politik der EZB

Autor: Markus Szyszkowitz

Migrantenunruhen in Europa: Wie wir systematisch belogen werden

Autor: Werner Reichel

Vom Mythos zum aufgeklärten Hausverstand

Autor: Josef Stargl

Die polnische Zeitmaschine - ein Besuch im nicht-linken Krakau

Autor: Werner Reichel

Das neue Jahrhundertproblem: Frieden durch Kompromiss?

Autor: Leo Dorner

Die Politik der Systemtransformateure

Autor: Josef Stargl

Digitaler Euro – Fluch oder Segen?

Autor: Elisabeth Weiß

Weitere Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro pro Monat) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel hingegen erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Wien ehrt Rassisten, der zu Terror und Massenmord aufgerufen hat

Es ist einer der größten Skandale Wiens. Aber niemand wagt den Skandal einen Skandal zu nennen. Man hat sich wie selbstverständlich an ihn gewöhnt: Ein Gemeindebau ist nach einem antisemitischen Rassisten getauft, der massiv und millionenfach erfolgreich zu Gewalt und Terrorismus aufgerufen hat, der voller verächtlichem Hass europäische Völker als "primitive Völkerabfälle" bezeichnet hat. Der noch viel größere Skandal ist, dass die ganze linksgewendete Historikerzunft das seit Jahren mit vollem Schweigen übergeht. Gleichzeitig tagen aber rundum immer neue Historikerkommissionen und in vielen Medien ist Aufarbeitung der Geschichte, insbesondere des Antisemitismus und Rassismus, Hauptinhalt der "aktuellen" Berichterstattung. Gleichzeitig wird in Wien aus Steuergeldern ein großes Haus der Geschichte errichtet. Dennoch schweigt die politische ebenso wie die historische und mediale Szene zum Wiener Megaskandal.

Noch empörender ist, dass die gesamte Stadtverwaltung ständig mit großer Energie den einstigen christlichsozialen Bürgermeister Karl Lueger (1897 bis 1910) als Oberbösewicht und entscheidendes Vorbild Adolf Hitlers porträtiert. Lueger ist zwar gewiss auch ein Antisemit gewesen. Von ihm sind aber keinerlei Gewaltaufrufe bekannt, sondern er hat gegen Juden gestänkert wie heute linke Politiker täglich gegen Unternehmer stänkern.

Lueger ist vor allem eindeutig der wichtigste Bürgermeister in der Geschichte Wiens, von dessen Werken Wien bis heute profitiert, der viel zur Schönheit Wiens beigetragen hat, der die wichtigsten Strukturen der Stadt entwickelt hat. Unter ihm ist der große Aufbruch Wiens in den Jugendstil erfolgt. Luegers Name ist auf Dauer mit dem Bau von Hochquellenwasserleitung, Zentralfriedhof, Steinhof und Krankenhaus Lainz verbunden, ebenso mit der modernen Struktur von Straßenbahn, Gas- und Stromnetz. Aber all das wird vom Rathaus mit Schweigen übergangen.

Dabei wäre ein Vergleich brisant: Mit welchen großen Errungenschaften Wiens wird im Vergleich zu Lueger der weitaus länger regierende Michael Häupl nun in die Geschichte der Stadt eingehen? Als Bürgermeister, unter dem beschlossen worden ist, neben dem prachtvollen und unter Lueger konzipierten Wiener Konzerthaus ein riesiges (und hässliches) Hochhaus eines Immobilienspekulanten zu bauen? Als Bürgermeister, der mit- oder hauptverantwortlich ist, dass heute zwei Drittel der Wiener Pflichtschüler nur noch schlecht die Fremdsprache Deutsch können? Als Bürgermeister, der die einstige Rathausmilliarde in einen rapide wachsenden Schuldenberg verwandelt hat?

Zurück zum anderen Antisemiten, an dem in Wien kein Hauch der Kritik gestattet ist, während SPÖ und Grüne den Namen Lueger nie ohne verächtlichen Verweis auf dessen Antisemitismus aussprechen. Diesem Mann ist noch immer der weitaus größte Gemeindebau Wiens gewidmet. Zu ihm bekennt sich die in der Stadt seit hundert Jahren regierende Sozialdemokratie voll Begeisterung, während sie gleichzeitig jeden ihr nicht genehmen Politiker und Publizisten voll Hass bekämpft, wenn sie ihm auch nur im Entferntesten eine rassistische Andeutung nachweisen kann. Denn die linke Hoheit über den politmedialjustiziellen Stammtischen agiert nach dem Prinzip: "Wer ein Antisemit ist, bestimmen wir!"

Dieser andere Antisemit heißt Karl Marx. Er ist vor genau 200 Jahren geboren worden. Wie werden 2018 insbesondere Gemeinde Wien, ORF und Historikerzunft an diesen Marx, seine wirklichkeitsfremden Ökonomietheorien, seine aggressive Hetze gegen andere Nationalitäten, seine Rufe zu Terrorismus und Gewalt erinnern? Wird man darüber hinweggehen oder Marx sogar feiern?

Für jene, die zweifeln, dass die Rolle von Karl Marx extrem problematisch gewesen ist, ein paar Zitate, die Marx heute jedenfalls vor den Strafrichter führen müssten, die jedenfalls für eine konsequente Distanzierung von ihm mehr als ausreichen sollten – wenn man nicht total einäugig ist:

  • "In Wien erwürgten Kroaten, Panduren, Tschechen, Sereschaner und ähnliches Lumpengesindel die germanische Freiheit." Karl Marx, am 1. Jänner 1849 in der Neuen Rheinischen Zeitung.
  • "Es gibt nur ein Mittel, die mörderischen Todeswehen der alten Gesellschaft, die blutigen Geburtswehen der neuen Gesellschaft abzukürzen, zu vereinfachen, zu konzentrieren, nur ein Mittel – den revolutionären Terrorismus!” – Karl Marx (Marx-Engels-Werke Band 5, S. 457).
  • "Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.” – Karl Marx, 1867 (Das Kapital. Band 1. Siebenter Abschnitt: Der Akkumulationsprozess des Kapitals. MEW Band 23, S. 779).
  • " Der jüdische Nigger Lassalle, der glücklicherweise Ende dieser Woche abreist … Es ist mir jetzt völlig klar, daß er, wie auch seine Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von den Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen (wenn nicht seine Mutter oder Großmutter von väterlicher Seite sich mit einem Neger kreuzten). Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der niggerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen. Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch niggerhaft.” – Marx an Engels, 1862 (MEW 30, 257-259).

Interessant ist, wie sehr die Linke jahrzehntelang verzweifelt versucht hat, gegen jede Erwähnung dieser Marxzitate als Majestätsbeleidigung zu kämpfen, wie sehr die sogenannte Wissenschaft sich dadurch blamiert hat, dass sie da mitgetan hat.

Es ist ganz eindeutig, dass ein Mann, der so unverblümt zu Gewalt und Terror aufruft, auch die direkte Mitverantwortung für die 80 bis 100 Millionen Toten trägt, die seither als Opfer des Marxismus (oft auch in Verbindung mit Folterungen, Lagerhaft oder bewusstem Verhungernlassen) zu Tode gekommen sind. Dazu kommen noch Hunderte Millionen Menschen in ganz Osteuropa, denen die skurrilen Wirtschaftstheorien des Karl Marx viele Jahrzehnte in Armut, Not und geistiger Unfreiheit beschert haben. Es ist eine besondere Schande, dass an österreichischen Universitäten Marxisten als Professoren berufen worden sind, die einst in der kommunistischen DDR gelehrt haben, dann aber nach der Wiedervereinigung  zu Recht gefeuert worden sind.

Irgendwie wundert es da, wenn zwar fast alle Messerstecher und Amokfahrer am Steuer eines Autos, die Europa in den letzten Jahren durch Morde und schwere Körperverletzungen bereichert haben, als geistig verwirrt entschuldigt werden, wenn aber gleichzeitig immer noch Menschen frei herumlaufen, die allen Ernstes behaupten, Marx hätte ja völlig recht gehabt, nur seien seine Theorien halt nicht ganz richtig angewendet worden. Und die versprechen - in Wahrheit: androhen, dass man es beim nächsten Mal "richtig" machen werde. Als ob nicht der Prager Frühling, das Ende der Sowjetunion unter Michail Gorbatschow oder das Kapitalistisch-Werden Chinas bewiesen hätten, dass ein "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" nicht funktionieren kann, dass jede demokratische Realisierung des Marxismus scheitern – oder im Terror, Massenelend und Blutbädern enden muss, wie zuletzt Venezuela und Nordkorea bewiesen haben.

PS: Gegen die Verehrung für Karl Marx ist selbst der Bau eines Denkmals für Che Guevara durch die Gemeinde Wien geradezu harmlos. Che Guevara hat ja "nur" rund 400 Erschießungen sowie viele Folterungen (persönlich) angeordnet, an die hundert Zwangsarbeitslager errichtet und halb Südamerika mit Guerillakriegen heimgesucht.

Dieser Text ist in ähnlicher Form im Magazin für Querdenker "Alles Roger?" erschienen: www.allesroger.at

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print



© 2022 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung