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Österreichische Skurrilitäten überall

An manchen Tagen kommt der Österreicher aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr heraus. Dieses Schütteln ist teils belustigt, teils empört, teils verzweifelt. Anlass sind etwa pränatale Freiheitskämpfer; die Korruption "moralischer Instanzen"; dickes SPÖ-Lob für die in ganz Österreich gefürchteten Rapid-Fans; die groteske österreichische Gedenk-Unkultur; die Problemlosigkeit, wie in Wien Beamte mit Steuergeld umgehen dürfen; die Beihilfe der WKO zu bedenklichen Geschäften – und vieles andere mehr.

Die Schüttelbeispiele im Einzelnen.

  1. Der erste Anlass zum Kopfschütteln ist ein Todesfall. Solche traurigen Anlässe bringen mich normalerweise wirklich nicht zum laut Auflachen. Der mir bisher unbekannte Johannes Schwantner schafft das jedoch posthum spielend. Er war, wie die Partei jetzt meldet, Vorsitzender des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer und ist im Alter  – von 70 Jahren gestorben. Das ist irgendwie erstaunlich: Er ist also erst drei Jahre nach Kriegsende zur Welt gekommen und trotzdem ein Freiheitskämpfer geworden. Wir sollten umlernen und zugeben: Bei Sozialdemokraten ist wirklich alles möglich, sogar dass man schon lange vor der Geburt Freiheitskämpfer wird. Toll! Andererseits ist das auch irgendwie logisch, dass man Freiheitskämpfer wenigstens pränatal produziert: Denn wirkliche hat es gerade bei den Sozialdemokraten ja nie viele gegeben.
  2. Das führt uns gleich zu jenen vielen Fakten rund um Anschluss und Nationalsozialismus, die vom ORF trotz täglich 48-stündigen Dauergedenkens nie erwähnt werden. Am Küniglberg will man es verhindern, dass die lange nach Hitler vor allem von Franz Vranitzky konstruierte Fiktion vom edlen Widerstand seiner Genossen gegen den Anschluss als Geschichtslüge entlarven wird. Einige dieser Fakten habe ich hier schon angeführt. Auf ein besonders bezeichnendes bin ich jetzt erst gestoßen. Es stammt aus dem Jahr 1930. Der (natürlich) knallrote Wiener Stadtschulrat weigerte sich in einer offiziellen Verordnung die damalige Bundeshymne singen zu lassen, deren erste Strophe so geendet hat: "Vaterland, wie bist du herrlich, Gott mit dir mein Österreich." Das Verhalten des Stadtschulrats erinnert am Rande ein wenig daran, dass auch heute die meisten Österreicher ein Wort des offiziellen Hymnentextes bewusst nicht singen. Allerdings ist unter ihnen keine Behörde wie der Stadtschulrat. Das wirklich Schlimme aber ist, was die Wiener Genossen damals anstelle der Bundeshymne den Schulen zu singen vorgeschrieben haben: "Deutschland, Deutschland über alles"! SPÖ und ORF tun nastürlich alles, um das Wissen über diese Ungeheuerlichkeit zu verdrängen. Und behaupten statt dessen, nicht eine solche Gesinnung, sondern die fünfjährigen Abwehrversuche von Dollfuß und Schuschnigg hätte Hitler den Weg bereitet.
  3. Weil wir gerade beim staatsoffiziellen Gedenken sind: Es ist wirklich erstaunlich – nein nicht erstaunlich, sondern es ist eine echte Schande, wie sehr die Linken und ihre Speerspitze namens ORF die Geschichte umzuschreiben versucht haben, indem sie das Jahr 1848  praktisch überhaupt nicht erwähnen. Dabei sind die 80 Jahre von 1938 auch nicht runder als die 170 seit 1848. Dabei bezieht sich bis heute das Wort "Vormärz" auf die Vorgänge, die zum März 1848 geführt haben, und nicht auf die vor dem März 1938. Dabei war 1848 das erste und letzte Mal in der Geschichte Österreichs, dass die Bürger blutig eine Verfassung, Meinungsfreiheit und andere Grundrechte erkämpft haben. Gewiss, die Verfassungen des Jahres 1848 sind nach ein paar Monaten von Kaiser und Armee wieder zerrissen und durch einen Neoabsolutismus ersetzt worden – bis der Kaiser dann 1867 doch nachgeben musste. Die Strahlkraft der Werte von 1848 war einfach stärker. Das ist wirklich ungeheuerlich: Die einzige echte Revolution Österreichs auf die man als Österreicher uneingeschränkt stolz sein kann, wird von der tonangebenden knalllinken Geschichtsumschreibung wegignoriert, weil sie zu bürgerlich-liberal gewesen ist.
  4. Grotesk-Skurriles gibt es hierzulande auch außerhalb der seltsamen Gedenk-Kultur. Der Gipfel ist zweifellos jener Scharlatan/Betrüger/Verrückte/"Bewusstseins-Forscher", der einer grenzdummen roten Quotenfrau 95.000 Steuereuro für einen "Energieschutzring" rund um das Skandalkrankenhaus Nord abgeluchst hat. Jetzt lacht die ganze Welt – zu Recht – über Wien und den Zustand dieser Stadt. Nebstbei kann man sich nur wundern, warum es so viele (vor allem) Frauen gibt, die an esoterischen Schwachsinn glauben, und damit so leicht solchen Typen (meist Männer) zum Opfer fallen.
  5. Aber freilich: Opfer sind dabei ja nicht die Esoteriker, sondern die Steuerzahler. Und damit kommen wir gleich zur nächsten Groteske: Es ist ungeheuerlich, dass ein einzelner Beamter freihändig und unkontrolliert über so große Beträge an Steuergeld verfügen kann. Und dass die Politik gleichzeitig jammert, wie arg es doch sei, sparen zu müssen. 
  6. Skurrilerweise können sich darüber aber auch die Schwarzen nicht wirklich freuen. Denn sie – genauer gesagt der Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl – sind hauptschuld daran, dass bis 100.000 Euro das strenge Vergabegesetz nicht greift. Früher war diese Grenze, ab der sehr transparent ausgeschrieben werden muss, bei 40.000. Unter dem Vorwand "Krisenbekämpfung" hat die WKO in der Krise 2008 aber durchgesetzt, dass die Grenze weit nach oben katapultiert wird. Dadurch würde die Wirtschaft angeblich schneller zu Aufträgen kommen. Jetzt ist die Krise längst vorbei, die Auftragsbücher der Unternehmen sind voll – aber dennoch redet niemand davon, dass man spätestens jetzt im Interesse der Steuerzahler diese Grenze zur Ausschreibepflicht dringend wieder hinuntersetzen müsste.
  7. Apropos WKO: Diese steht hinter der regelmäßig in mehreren österreichischen Städten veranstalteten "Esoterikmessen". Dort wird mit den Besuchern viel Geschäft gemacht. Vor allem Frauen fahren auf Astrologie, Handlesen, Aura, Geisterbeschwörung, Karmaanalysen und jede Menge sonstigen Schwampf ab. Gratulation! Auf so etwas kann die WKO wirklich "stolz" sein!
  8. Stolz kann auch die SPÖ auf ihre Abgeordnete Nurten Yilmaz sein, die sich als Rapid-Fan outet. Sie lehnt nicht nur das Vorhaben der Regierung ab, bengalische Feuer in Fußballstadien zu verbieten; sie behauptet nicht nur, die weitere Verwendung dieser Rauchbomben wäre "dringend notwendig"; sondern sie gibt auch seltsame Urteile über den bekannt aggressiven Rapid-Anhang ab. Dabei hat dieser ja schon mehrmals durch Wurfgeschosse Spiel-Unterbrechungen provoziert, hat Passanten, Züge und U-Bahnen in Angst und Schrecken versetzt. Aber Frau Yilmaz schreibt- jetzt! - allen Ernstes in einer offiziellen Aussendung über diese Rapid-Anhänger: "Die Fans sind diszipliniert. Zwischenfälle gibt es keine." Und die Erde ist eine Scheibe.
  9. Das ist sie ja wohl auch, weil im Koran ja nichts anderes steht. Apropos Koran: Mit Erstaunen lesen wir, dass die "Muslimische Jugend Österreichs" in den letzten Jahren eine sechsstelliger Summe vom Familienministerium erhalten hat. Nur zur Klarstellung: Diese MJÖ steht seit Jahren nicht gerade auf der Seite jener tapferen Moslems, die um einen europäischen Islam kämpfen, die anstelle des dominierenden Politischen Islams einen wirklich mit Grundrechten, der Gleichstellung von Mann und Frau und europäischen Werten verbindbaren Islam wollen.
  10. Da hat der beschämende Wechsel der grünen Ex-Chefin Glawischnig zu Novomatic an einen anderen linken Schwätzer erinnert, der sich ebenfalls von Novomatic kräftig sponsern hat lassen, und der dennoch noch immer von manchen Medien als "moralische Instanz" behandelt wird. Sein Name: Robert Menasse ...

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