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Wieso keine Türkei-Sanktionen? - Europa zittert vor Angst drucken

Lesezeit: 7:30

Die EU ist ungerecht, heuchlerisch und misst mit zweierlei Maß. Der knieweiche Umgang mit der Türkei zeigt das ganz besonders deutlich. Aber nicht nur dieser. Derzeit muss man sich wieder besonders oft zwingen, sich daran zu erinnern, dass der gemeinsame Binnenmarkt nach wie vor einen gewaltigen Wohlstands-Bonus für alle Europäer schafft und hoffentlich, hoffentlich nicht in den Abwärtsstrudel der sonstigen Dummheiten und Skandale gerät.

Am empörendsten ist derzeit zweifellos das Kapitel Türkei. Diese führt seit einigen Tagen einen großangelegten Angriffs- und Eroberungskrieg gegen syrisches Territorium. Es ist geradezu erbärmlich, wie knieweich der ganze Westen darauf reagiert. Und der Osten sowieso. Auch die USA zeigen sich derzeit ziemlich hilflos, wenngleich sie zumindest etwas kritischer dem türkischen Vorgehen gegenüber sind.

Wie jämmerlich insbesondere Europas Haltung ist, merkt man besonders, wenn man vergleicht: 2014 hat Russland zuerst die Krim und dann die Teile der Ostukraine besetzt und erobert (dass in der Ostukraine angeblich nur Freischärler kämpfen, ist ein blöder Schmäh, hätten sich doch diese dort keine Woche ohne russische Unterstützung halten können). Das ist zu Recht als schwerer Bruch des Völkerrechts und des Friedens angesehen worden, der auch sicher nicht durch die davor stattgefundene innerukrainische Revolution gerechtfertigt werden kann. Denn diese hat weder Russland bedroht noch eine humanitäre Katastrophe ausgelöst. Das aber wären die einzigen akzeptablen Rechtfertigungen für eine Intervention.

Warum, so muss sich die EU daher fragen lassen, gibt es nicht auch gegen die Türkei jetzt die gleichen Sanktionen, wie sie gegen Russland verhängt worden sind? Warum ist die Türkei sogar noch immer ein Kandidatenland für einen EU-Beitritt? Warum sind noch immer viele EU-Länder mit der Türkei im Nato-Bündnis vereint? Warum hat die Türkei sogar massive europäische – vor allem deutsche – Waffenlieferungen erhalten? Aus Dummheit oder etwa gar, weil man sich vor den Millionen schon in Europa lebenden Türken fürchtet?

Das, was sich jetzt in Nordsyrien abspielt, ist nicht bloß die 27. Etappe im fürchterlichen syrischen Bürgerkrieg. Das ist ein neuer negativer Qualitätssprung. Gewiss haben auch im bisherigen Bürgerkrieg schon ausländische Truppen mitgewirkt, iranische, russische, amerikanische. Aber sie alle haben NIE Gebiete erobert, um selbst dort zu bleiben. Sie haben sogar immer den Eindruck erwecken können, dass ihr Engagement primär dem Kampf den totalitaristischen Banden "Islamischen Staat" und "Al Kaida" gilt, die beide zahllose Länder mit Mord und Terror überzogen haben.

Beides ist bei der türkischen Invasion anders: Ankara will ein Teil des syrischen Territoriums erobern, zumindest in einen kolonialen Status verwandeln. Und die Türken bekämpfen nicht IS & Co, sondern haben sich im Gegenteil sogar mit Gruppen verbündet, die "Al Kaida" sehr, sehr nahestehen.

Aber droht nicht – so mögen einige Advokaten der Türkei argumentieren – in Syrien (und im Irak) die Ausrufung eines unabhängigen oder autonomen Kurdistan? Das mag sein – aber das ist eine innersyrische Frage. Präsident Assad war bisher erstaunlich desinteressiert an den Kurdengebieten. Und die innersyrischen Kurden-Diskussion gibt jedenfalls keiner ausländischen Macht das Recht zur militärischen Intervention. Das ist genauso wenig ein Kriegsgrund, wie es etwa einst in der Ukraine der Sturz des Präsidenten Janukowitsch einer war.

Die türkische Invasion ist sogar noch um eine Qualitätsstufe schlimmer. Während vermutlich auf der Krim eine Mehrheit der Bevölkerung nichts gegen den russischen Einmarsch gehabt haben dürfte (was freilich ohne ein faires Referendum bisher eine unbewiesene Annahme ist), gibt es in den vor der Eroberung stehenden syrischen Gebieten keine Türken, und niemanden, der die Türkei dort haben will.

Besonders schlimm ist die türkische Invasion für die nahöstlichen Christen, die seit Tagen verzweifelte – und bisher weitgehend überhörte! – Hilferufe nach Europa schicken. Diese Christen haben nach dem Schrecken der letzten Jahre in den kurdischen Gebieten (neben jenen unter Assad-Kontrolle) weitaus am sichersten überleben können. Jetzt sind sie auch dort bedroht und werden oft neuerlich vertrieben.

Absurd ist auch das türkische Argument, dass eine Selbständigkeit oder Autonomie der syrischen Kurden einen Einfluss auf die türkischen Kurden haben könnte. Das ist irrelevant, solange von Syrien aus keine militärische Aktion Richtung Türkei erfolgt. Die Kurden sind ja kein geborenes Sklavenvolk, das per definitionem immer und überall unterjocht werden muss, nur damit die türkischen Kurden keine Autonomie verlangen.

Noch ein Vergleich: Diese skurrile Argumentation zur Rechtfertigung des türkischen Einmarsches müsste etwa auch einen französischen Einmarsch in Spanien gut heißen, weil dort Basken mehr Autonomie oder Selbständigkeit verlangen, gibt es doch auch in Frankreich Basken. Ähnlich könnte Paris auch in Sachen Katalonien argumentieren und einen Krieg beginnen ...

Zurück zur  europäischen Nicht-Reaktion auf die türkische Invasion, die sich bisher darin erschöpft hat, "humanitären Zugang" zu den Gebieten zu verlangen. Ähnlich knieweich die Nato, deren Generalsekretär lediglich verlangt, die Türkei müsse "Augenmaß" bewahren; das Vorgehen müsse "verhältnismäßig und maßvoll" sein. Diese Formulierungen muss man sich in ihrer Grauslichkeit wirklich auf der Zunge zergehen lassen (und dann ausspucken). Eine "maßvolle" Invasion ...

Bis heute gibt es nirgendwo klare Töne zu hören, welche den Beginn eines neuen und vermutlich langen Krieges verurteilen. Geschweige denn Vorbereitungen für Sanktionen gegen die Türkei. Damit aber beginnen auch die Sanktionen gegen Russland – die ich bisher immer unterstützt habe – auf unglaubwürdigen Füßen zu stehen. Wenn die einen ungestraft wie bis ins 18. Jahrhundert wieder erobern dürfen, dann dürfen alle anderen auch.

Besonders enttäuschend ist auch das Schlafen der vielen linken oder angeblich christlichen "Friedens"-Initiativen. Diese sind ganz offensichtlich immer nur dann aktiv, wenn sie den Amerikanern einen angeblichen Friedensbruch vorwerfen können (obwohl diese seit vielen Generationen kein Land mehr für sich erobert haben).

Daher ist es auch recht peinlich, dass die erste Reise der neuen österreichischen Außenministerin in ein Nicht EU-Land ausgerechnet in die Türkei gegangen und mit den Tagen der Invasion zusammengefallen ist. Das heißt nicht, dass man die Türkei boykottieren soll. Gespräche sind immer gut. Aber dabei sollte ein so schwerwiegender Verstoß gegen Frieden und Völkerrecht auch immer klar angesprochen werden.

Es müsste ja eigentlich auch für Diplomaten durchschaubar sein, warum die Türkei nach Jahren der Beschimpfungen Europa gegenüber rhetorisch um 180 Grad kehrt gemacht hat und etwa seit einem Monat nette Gutwetterstimmung zu verbreiten versucht. Sie tut dies ganz offensichtlich, um sich den Rücken für den neuen Krieg freizuhalten. Und es hat funktioniert – und ganz besonders gegenüber Österreich. Dabei hat Österreich seit den Tagen Schüssel/Plassnik eine klare Linie in Sachen Türkei. Aber offenbar ist die neue Regierung froh, wenn ihre Außenministerin irgendwohin eingeladen wird, sodass sie auch zu einem solchen Zeitpunkt ohne Wort der Kritik in die Türkei gefahren ist.

Manche werden nun sagen: Sie hat doch dort erreicht, dass Österreich wieder in der antiken griechisch-kleinasiatischen Stadt Ephesos graben darf. Das ist aber in Wahrheit die nächste Chuzpe. Denn diese Grabungen sind ja eine aufwendige touristisch-wissenschaftliche Entwicklungshilfe der österreichischen Steuerzahler für die Türkei gewesen, die Ephesos in ein überaus attraktives touristisches Ziel verwandelt hat. Aber, statt dass die Türkei Österreich dafür regelmäßig herzlich danken würde, hat sie vor einiger Zeit als "Strafe" für irgendeine unbotmäßige Äußerung aus Österreich die Ausgrabungen der österreichischen Archäologen gestoppt.

Jetzt dürfen wir wieder graben und zahlen. Devotesten Dank.

Neben dem Großskandal Türkei gibt es auch in den letzten Tagen schon wieder eine Reihe anderer europäischer Entwicklungen, die die Begeisterung für die EU weiter reduzieren:

  1. Der EU-Gerichtshof hat geurteilt, dass bei der Überprüfung eines Asylantrags nicht die sexuelle Orientierung eines Antragstellers überprüft werden darf, etwa durch einen psychologischen Test. Selbst dann nicht, wenn sich der Antragsteller auf seine sexuelle Orientierung als Asylgrund beruft (diese Meldung war typischerweise in keinem einzigen österreichischen Medium zu finden).
  2. Ähnlich unbefriedigend ist das Vorgehen der EU gegen Polen. Nicht dass das in Ordnung wäre, was bei der polnischen Justizreform passiert. Aber es ist geradezu harmlos gegen das Ausmaß von Korruption der Justiz und politischer Beeinflussung, das in Rumänien und Bulgarien stattfindet. Dort aber interessieren Brüssel die Justizskandale nicht. Offensichtlich deshalb, weil dort vor allem die Sozialisten die Schuldigen sind.
  3. Ganze Bücher könnte man schreiben über die schweren Fehler im Umgang mit der Digitalisierung, bei der Europa heute schwer hinter den USA und Ostasien zurückliegt. Zwar steht in jedem politischen Programm ganz dick das Wort "Digitalisierung", aber im Grund versteht man in Brüssel wie in den Mitgliedsstaaten darunter immer einen Kampf GEGEN die Digitalisierung und ihre Folgen. Man versucht diese gefürchtete Entwicklung mit Unmengen an Regulierungen, an Datenschutzschikanen und steuerlichen Diskriminierungen einzudämmen. Diese Vorgangsweise erinnert daran, wie in Europa einst die Eisenbahn-Gewerkschaften vielerorts durchgesetzt haben, dass jahrelang auf E-Loks die Heizer der früheren Kohlelokomotiven mitfahren mussten. Und am Schluss wundert man sich, dass Europa immer weiter zurückfällt.
  4. Das EU-Parlament hat durchgesetzt, dass nach dem Ausscheiden der Briten die Zahl der Abgeordneten dort nicht etwa komplett um die Zahl der ausscheidenden Briten reduziert wird. Statt dessen sollen die verbleibenden Länder etliche zusätzliche Sitze bekommen.

Hirnlos ist ein Hilfszeitwort für vieles, was sich da abspielt.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2018 08:26

    Raus aus der EU! Ein Gebilde das moralisch abgewirtschaftet hat, bevor es überhaupt die Staatsgründung geschafft hat, ist zum Scheitern verurteilt. Die Politik sollte sich daher nach etwas Neuem umschauen, z.B. der Efta. Da gibt es keine anmaßende zentrale Bürokratie, keinen Amok laufenden Gerichtshof, keine gelddruckende Zentralbank, keine Umverteilung von Nord nach Süd, keinen, die Wirtschaft abtötenden, Regulierungswahn.

    Der Austritt von Großbritannien ist die Gelegenheit von der EU wegzukommen und nach neuen Ufern zu streben.

  2. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2018 01:46

    Die „Friedensbewegungen“, die oben erwähnt werden, sind verlogen. Das ist mir schon früh aufgefallen. Als die Amerikaner in Kuweit einmarschierten, um den irakischen Aggressor Saddam aufzuhalten, kannte das Toben der „Friedensbewegten“ keine Grenzen. Tagtäglich gab es irgendwo in Europa Demonstrationen gegen die USA, gegen den Massenmörder Saddam Hussein keine einzige.

    Als dann dieser 2. Golfkrieg plötzlich zu Ende war, fing beinahe Zeitgleich der Jugoslawienkrieg an. Der serbische Kommunist Milosevic überfiel eiskalt seine Nachbarn. Urplötzlich war von den „Friedensbewegten“ nichts mehr zu hören und zu sehen. Man hätte eher aus einem toten Hund einen Furz rausdrücken können, als aus einem „Friedensbewegten“ eine Kritik am roten Milosevic.

    Die Massenmorde seinerzeit in Kambodscha? Die Massenmorde im Sudan? Das aktuelle Abschlachten der Bevölkerung im Jemen – nur um spontan drei Beispiele zu nennen? Alles kein Thema für die „Friedensbewegten“. Auch der ORF, NATÜRLICH DER ORF, druckst heute herum und lässt Leute zu Wort kommen, die wegen der Vorkommnisse in der Türkei und in Syrien „besorgt“ sind. Es gilt ja in erster Linie die Massenmorde der Germania in Wiener Neustadt aufzuarbeiten. Immerhin hängen ja auf den Buden der österreichischen Verbindungen zigtausende SS-Leute herum, die mit ihren MG 42 nur darauf warten, unschuldige Leute abzuschlachten.

    Ich muss aber unsere Medien teilweise in Schutz nehmen. Wenn sie über die türkische Aggression nicht oder nur wenig berichten, dann liegt die Ursache auch in der Unbildung und Unbedarftheit vieler (nicht aller) Journalisten.
    Das Böse, das sind nur Trump, Putin, Strache, Hofer Kickl und die AfD. Die sind so furchtbar böse, dass es mit Worten nicht gesagt werden kann. Böse, böse, ganz böse. Alles andere ist entweder gut oder so halbwegs neutral. Ich kann das Gegreine nicht mehr hören, es geht mir inzwischen eine ganze Galaxis achtern vorbei.

    Ich habe mich einmal mit einem Journalisten über Südamerika unterhalten, das ich gut kenne. Als er über die Ausbeutung der Völker durch die USA lamentierte, insbesondere der Indios in Ecuador, sagte ich ihm, dass Ecuador einen sozialistischen Präsidenten habe, der halbwegs vernünftig regiere. Die Landeswährung ist der US-Dollar. Freiwillig! Der simple Kerl glaubte mir nicht. Zum Recherchieren war er offenbar zu dämlich.

    Verblödung und Verlogenheit durch „Friedensbewegte“ und durch Medien. Das österreichische Voodoo-Polit-Geschäftsmodell!

  3. Ausgezeichneter KommentatorGOTOVO!
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2018 03:19

    Die Frage nach Sanktionen gegen die Türkei ist mehr als berechtigt!
    Erdogan und sein Regime zeigen nun ihr wahres Gesicht.

    Zu den Feststellungen im o.a. Beitrag möchte ich einige Ergänzungen hinzufügen:
    Der Autor schreibt: "Absurd ist auch das türkische Argument, dass eine Selbstständigkeit oder Autonomie der syrischen Kurden einen Einfluss auf die türkischen Kurden haben könnte." Dem muss ich leider entschieden widersprechen.

    Seit Anbeginn und seit Jahren geht es der Türkei weder um das Wohl der Syrer, noch darum, den IS zu bekämpfen, nein, es geht und ging dem türkischen Regime ausschließlich um die Kurdenfrage in der gesamten Region. Der "Gott-sei-bei uns" für die Türkei ist tatsächlich ein eigener und unabhängiger Kurdenstaat!
    Die Südosttürkei, der Nordwest-Iran, der Nordirak und Nordsyrien bilden im wesentlichen relativ homogene und fast durchwegs zusammenhängende ethnische Siedlungsgebiete der Kurden und wären bei Willen aller Beteiligten zu einem "Großkurdistan" leicht zu realisieren. Aber das einzige strategische Ziel der Türkei in der Region ist: DIE VERHINDERUNG EINES KURDENSTAATES!
    IRAN und der IRAK haben überdies das selbe strategische Ziel, zumindest was die Kurden betrifft.

    Die Bekämpfung des Islamischen Staates durch die Türkei war meiner Meinung nach immer nur vorgeschoben und diente dazu, "den Fuß in der Türe zur Region zu haben". Nicht zu vergessen sind natürlich die Verlockungen der reichen Bodenschätze der kurdischen Region!

    Der jetzige Angriff auf den Raum Afrin, also im nordwestlichen Syrien, dient meiner Meinung nach nur zum "Austesten", wie die internationale Gemeinschaft, allen voran die USA, aber auch Russland und die NATO darauf reagieren. Die EU dürfte ihnen zurecht ziemlich egal sein.
    Sollte die Reaktion so seidenweich bis gar nicht erkennbar weitergehen, können wir sicher sein, dass dann, eben nach Ausbleiben internationaler Reaktionen das Kurdenproblem im Nordirak militärisch angegangen wird.

    Und warum die EU so schweigsam ist, scheint auch auf der Hand zu liegen: Das Argument dafür ist im o.a. Beitrag bereits angeführt. Eben weil auch die EU jedwede Abspaltungstendenzen im eigenen Bereich genauso fürchtet, wie die Türkei das Kurdenproblem, halten sie alle den Mund. Nur zur Erinnerung: Basken, Katalanen, Belgier, Nordiren, Norditaliener, usw.

    Und zur Frage der Waffenlieferung durch Deutschland ist die Antwort auch leicht zu geben. Der Exportweltmeister verhält sich anders, als eine Hure, die tut für Geld eben nicht alles! PECUNIA NON OLET!

    Die Glaubwürdigkeit Deutschlands hat unter der in der DDR sozialisierten Kanzlerin einen absoluten Tiefpunkt erreicht. Ich darf in diesem Zusammenhang auf die Worte der Kanzlerin verweisen, als sie 2015 frech und dreist im TV wiederholt erklärte: "Grenzen kann man ja gar nicht schließen!"
    Zur selben Zeit wurde aber von der deutschen Firma Airbus (vormals EADS) für Saudi-Arabien entlang der gesamten Grenze zum Irak (!) ein technischer Zaun der Extraklasse um zwei Milliarden Euro gebaut. Dabei wurden keine technischen Feinheiten ausgelassen: Wachtürme mit Radarausrüstung, Wärmebildkameras, unterirdische Bewegungssensoren und vieles mehr. Der "Eiserne Vorhang" läßt grüßen! Da gab es keine moralischen Bedenken der deutschen Gutmenschen!
    Außerdem hat die Kanzlerin gegenüber der Türkei schon wegen des höchst unmoralischen "Flüchtlings-Deals" keinerlei politischen Handlungsspielraum.

    Man muss solche politischen Doppelzüngigkeiten immer wieder an konkreten Beispielen aufzeigen!
    Und nein, aus o.a. Gründen wird es KEINE Sanktionen geben!

  4. Ausgezeichneter KommentatorBob
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2018 10:15

    Zur "Eroberung" der Russen an der Krim im Gegensatz zur Syrieneroberung:
    Wo sind die Bilder der russischen Panzer bei der "Eroberung" der Krim?
    Bei dem Angriff der Türken auf Syrien gibt es ganze Filme von Panzern, und das aus deutscher Produktion. Warum wird immer mit zweierlei Maß gemessen?

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2018 07:01

    Hirnlos ? Ich würde sagen ratlos.

    Erstens sind in der EU die unteren Schichten der wohlstandsverwahrlosten Restpolitiker Europas versammelt, kein Wunder, dass die weder Linie noch Einigung noch Entscheidungen tragen, sondern feig und kuschelig Europa lächerlich machen, Merkel inklusive.

    Nicht einmal die USA tun was, lese ich. Vor etwa einer Woche habe ich in Radio Wien gehört, dass die USA dort eine Grenzschutztruppe einsetzen wollen, offenbar war das schon zu spät.

    Was bleibt, wäre ein Ausladen der Türken aus den EU Gesprächen, die Streichung der türkischen VISUM Freiheiten in Europa, ein Boykott ähnlich dem russischen bis hin zu Militärunterstützung der Syrer und der dortigen Kurden gegen die Türken.

    Aber was geschieht ? Wie berichtet, Deutsche Militärunterstützung für die Türken, EU - Gespräche, österreichische Schönwetterpolitik total unpassend, praktisch keine Nachrichten, so als würde uns der Mainstream den Kuschelpolster ins Gesicht drücken, bis wir entweder ersticken oder die Besinnung verlieren. Keinerlei EU-Einigkeit, was diese EU weiter in Frage stellt.

    Kuschelpolitik ist bei der künstlichen Empörung über Russland auch für die Türkei nicht angesagt, denn die erobern wirklich fremdes Territorium mittels Krieg und Kampf, wenn es gestattet ist, den 'kleinen' Unterschied zu erwähnen.

    Machen wir uns nichts vor, es gibt kaum ganz große Unterschiede zu 1683, bloß diesmal ist das feige Europa bereits unterwandert und quasi besetzt.

  6. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2018 02:23

    Die Doppelmoral des Westens überrascht überhaupt nicht. Außerhalb Europas sieht man das schon lange, nur bei uns will das keiner wahr haben und ist sogar noch stolz, Scheuklappen vor den Augen zu haben und nur das Gute im Menschen zu sehen. Vor allem die Linken und Wiesengrund-"Christen", die an den Neuen Menschen, "das Konzil" und das Paradies auf Erden glauben, geben vor, es ginge in der Politik um Moral.

    Sie übersehen, daß hinter jedem moralisierenden Gerede in der Politik Interessen stehen. Führend in dieser Doppelmoral sind die USA, denn was die uns mit ihren Sanktionen als Moral und Gerechtigkeit verkaufen, sind in Wirklichkeit brutale Mittel zur Durchsetzung ihrer eigenen Interessen, wie man jetzt deutlich an ihrem Verhalten gegenüber der Türkei erkennen kann, wenn man sich noch ein Minimum an Unterscheidungsgabe bewahrt hat.

    Die Ideologie des Neuen Menschen ist in Wirklichkeit die geistige AIDS-Krankheit unser Gesellschaft, die ihr die geistige Widerstandsfähigkeit und den geistigen Wehrwillen raubt.

    Nicht weniger brutal und von Doppelmoral geprägt ist der ORF. Man muß sich nämlich eine offenbar unbeabsichtigte, sonst aber vollkommen unterdrückte Veröffentlichung des ORF zum angeblichen Fall Toni Sailer stets vor Augen halten, der alles andere, was der ORF darüber berichtet, in den Schatten stellt und ins Gegenteil verkehrt. Im Protokoll zur Einvernahme, das einst in Warschau zu diesem Fall erstellt wurde, heißt es nämlich:

    "Die Vorsprechende widersprach sich in ihren Ausführungen wiederholt und der Eindruck, daß es sich um eine Art Er-...."

    Der Rest ist leider bereits abgeschnitten. Möglicherweise soll es "... um eine Art Erpressung handelt ..." heißen? Siehe http://oe1.orf.at/artikel/641554

    Nochmals, DER SCHLÜSSELSATZ, den man sich auf der Zunge zergehen lassen muß: "Die Vorsprechende [Anm.: d.h. die Prostituierte] widersprach sich in ihren Ausführungen wiederholt." Damit ist alles andere, was der ORF dazu veröffentlicht, hinfällig und untinteressant.

    Warum wird uns das vom ORF verschwiegen? Genau jene Aussage, die ein erhellendes Licht auf die Umstände wirft? Warum wird das systematisch ausgeblendet? Warum greift diese protokollierte Aussage keines unserer Medien auf? Warum ist der abgebildete Ausschnitt des Protokolls gerade dort abgeschnitten, wo es interessant wird?

    Meines Erachtens lassen diese Dokumente nur einen Schluß zu: diese Prostituierte hatte es auf den "Westler" abgesehen und wollte von ihm Geld erpressen, an das im damals sozialistischen Polen anders kaum zu kommen war. Jedes Hotel, in dem Westtouristen mit Devisen verkehrten, wimmelte damals in Polen von Prostituierten.

    Mit dieser protokollierten Aussage ist nun eindeutig belegt, daß der ORF absichtlich eine Diffamierungskampagne betreibt und durch bewußte Weglassungen lügt, weil damit ein falscher, ins Gegenteil verkehrter Sachverhalt in den Medien transportiert wird. Der Zweck heiligt offenbar die Mittel!

    Wie vertrauenswürdig ist der ORF damit eigentlich noch? Cui bono? Was steckt da dahinter, daß man beim ORF so ein infames Verhalten an den Tag legt? Und so offensichtlich?

    Und warum unternimmt niemand etwas dagegen?

  7. Ausgezeichneter KommentatorLeopold Trzil
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2018 12:13

    Bereits 1939 hat die Türkei ihr Territorium Richtung Syrien erweitert und dabei eines der hstorischen Zentren des östlichen Christentums annektiert: Antiochia, das lange Zeit mit Alexandria wetteiferte und zahlreiche hervorragende Gelehrte hervorbrachte, deren bedetuendster wohl der heilige Johannes Chrysostomus war.
    Heute sind von dieser einst blühenden christlichen Metropole nur noch zwei Kirchen übrig, eine kathösche und eine orthodoxe. In der Petrusgrotte, die als älteste Kirche der Welt gilt, kann nur einmal im Jehr ein Gottesdienst stattfinden.
    1939 verhielten sich die Westmächte (insbesondere damalige Mandatsmacht Frankreich) angesichts der türkischen Expansion ruhig: sie fürchteten, Atatürk könne etwa ein Bündnis mit Deutschland eingehen, wenn man ihn gar zu sehe verstimmte.
    Das sonst so beliebte "Aufarbeiten" findet aber bezüglich der kemalistischen Ideologie nicht statt. Auch nicht hinsichtlich ihres Verhältnisses zu anderen, ihr zeitgenössischen Phänomenen.

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  1. Leser (kein Partner)
    30. Januar 2018 19:35

    @
    Wie jämmerlich insbesondere Europas Haltung ist, .......

    Es ist richtig, die Haltung der EU ( ist nicht gleich Europa ) ist auch hier wieder
    einmal jämmerlich.
    Aber auch die Auffassung von A.U. zur Lage in Ukraine, Krim, Syrien usw. ist
    auch notorisch jämmerlich. Total verblendet in einer transatlantischen NATO Hörigkeit. In der Ukraine nie was gehört von einem Putsch der Regierung, mit den
    sympatischen Asow Typen. Es gab keinen Maidan, kein EU Assoziierungsabkommen,
    keine FUK-EU Nuland , keine 94% Abstimmung der Bürger in der Krim usw.
    Den Syrien Krieg hat a.u. genauso wenig hinterfragt wie die Kriege in Afganistan,
    Libyen, Irak, Somalia, Jemen bald Jordanien, Iran. Nordkorea usw.

    • Leser (kein Partner)
      30. Januar 2018 19:47

      Noch ein Buch Tipp " Illegale Kriege " von Dr. Daniele Ganser

  2. Marceline Inam (kein Partner)
    30. Januar 2018 06:36

    Hallo allerseits, ich habe Herrn Anthonyson Arkwrich versprochen, dass ich eine Aussage für alle teilen würde, um zu sehen, ob er mir nur mit einem Kredit helfen könnte. Herr Anthonyson Arkwrich hat sich als zuverlässiger und ehrlicher Kreditgeber erwiesen. Ich habe das Darlehen erst gestern erhalten. Wenn Sie irgendeine finanzielle Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie ihn bitte auf whatsapp: +1(267)725-7369 oder senden Sie ihm eine E-Mail: westernloancompanies@gmail.com

    Mein Name ist Marceline Inam aus Saudi-Arabien

  3. heartofstone (kein Partner)
    29. Januar 2018 22:29

    Kneissl soll eine absolute Reisewarnung für die gesamte Türkei aussprechen. Damit reist jeder "Urlauber" auf eigene Gefahr und Risiko dorthin.

    Zuwanderung von Türken solange auf NULL reduzieren bis sie a) ihre Staatsbürger auch wieder zurücknimmt und b) überhaupt darüber Auskunft gibt ob jemand türkischer Staatsbürger ist.

    Überprüfung aller bisher verliehenen österreischischen Staatsbürgerschaften ob die Vorraussetzungen bez. Sprachkenntnisse und/oder Selbstversorgung erfüllt wurden und werden. Sollte hier Schindluder getrieben worden sein sind die involvierten Beamten mit ihrem Vermögen zur Rechenschaft zu ziehen und gegebenenfalls aus dem Staatsdienst zu entlassen.

  4. Dr. Knölge (kein Partner)
    29. Januar 2018 15:27

    Angela Merkel, die Frau, die nach eigenen Worten (Davos) aus Deutschland kommt und dort Bundeskanzlerin ist, hat ein weiches Herz und ein sensibles Gespür für begangenes Unrecht an unschuldigen Lebewesen.
    Nein, sie meint nicht die Türken und die Kurden.
    Es sind 4 Affen, die sie empört haben, die mußten nämlich Autoabgase einatmen.
    Wie man hört, geht es den Affen gut.
    Den Kurden nicht.

  5. Der Realist (kein Partner)
    29. Januar 2018 13:58

    Vieles was in der EU-Bürokratie passiert, ist für den Normalbürger nicht nachvollziehbar, aber die "Eliten" wundern sich, dass die Unzufriedenheit wächst. In Brüssel sitzen Leute, alle hochbezahlt, deren intellektuelle Kapazitäten nicht ausreichen, um vernünftige und notwendige Entscheidungen zu treffen. Der eine oder andere dieser "Experten" leidet halt an den Dauerfolgen eines Unfalls, aber es sind auch überdurchschnittlich viele Naturdeppen dabei.
    Und was die Türkei betrifft will ich gar nicht über Sanktionen reden, zuerst sollte man einmal die Milliardenzahlungen stoppen.

  6. pressburger
    27. Januar 2018 23:00

    Apropos, war das ironisch gemeint ? "Europa zittert vor Angst". Ist diese Aussage ernst gemeint ? Europa zittert nicht vor Angst, sondern vor Begierde vergewaltigt zu werden.

  7. Undine
    27. Januar 2018 16:26

    Anhand von Erdogans fürchterlichen Herumfuhrwerkens werden wir alle vor Staunen paralysierte Augen-, bzw. Zeitzeugen, wie sich innerhalb EINER einzigen GENERATION ein dank Kemal ATATÜRKS REFORMEN sich stetig vorwärts entwickelndes großes Land wieder um Jahrhunderte RÜCKWÄRTS ENTWICKELN kann!

    Daß so eine RÜCK-ENTWICKLUNG auch in EUROPA, vor allem in der EU prinzipiell MÖGLICH ist, ist am Beispiel Türkei NICHT mehr zu übersehen!

    Liebe Leute, Erdogan ist noch nicht alt! Und er setzt durch, was er sich in seinen verdrehten Kopf gesetzt hat!

    • pressburger
      27. Januar 2018 22:56

      Richtig, die Verbündeten, die links reaktionäre Bewegung unterstützt beides. Die Rückwertsbewegung der islamisierten Türkei und die Islamisierung Europas

  8. Leopold Trzil
    27. Januar 2018 12:13

    Bereits 1939 hat die Türkei ihr Territorium Richtung Syrien erweitert und dabei eines der hstorischen Zentren des östlichen Christentums annektiert: Antiochia, das lange Zeit mit Alexandria wetteiferte und zahlreiche hervorragende Gelehrte hervorbrachte, deren bedetuendster wohl der heilige Johannes Chrysostomus war.
    Heute sind von dieser einst blühenden christlichen Metropole nur noch zwei Kirchen übrig, eine kathösche und eine orthodoxe. In der Petrusgrotte, die als älteste Kirche der Welt gilt, kann nur einmal im Jehr ein Gottesdienst stattfinden.
    1939 verhielten sich die Westmächte (insbesondere damalige Mandatsmacht Frankreich) angesichts der türkischen Expansion ruhig: sie fürchteten, Atatürk könne etwa ein Bündnis mit Deutschland eingehen, wenn man ihn gar zu sehe verstimmte.
    Das sonst so beliebte "Aufarbeiten" findet aber bezüglich der kemalistischen Ideologie nicht statt. Auch nicht hinsichtlich ihres Verhältnisses zu anderen, ihr zeitgenössischen Phänomenen.

    • Leopold Trzil
      27. Januar 2018 12:22

      ... wieder ohe Brille geschrieben. Soll natürlich heitßen: "eine katholische" und "die damalige Mandatsmacht Frankreich".

    • otti
      27. Januar 2018 12:49

      Leopold Trzil: bei soviel guten und informativen Inhalt ist ein falsch getippter Buchstabe doch keine Korrektur wert.

      Danke für den Beitrag !

    • Riese35
      27. Januar 2018 13:03

      ***********************!

      Auch der Hl. Hieronymus ist eng mit Antiochia verbunden und wurde dort zum Priester geweiht. Antiochia ist eines der vier alten Patriarchate des Christentums, neben Rom, Alexandria und Jerusalem.

  9. pressburger
    27. Januar 2018 11:30

    Die Türkei hat alle Errungenschaften die Kemal Pascha eingeführt hat unter Erdogan schleunigst abgeschafft und entwickelt sich in Richtung islamischer Staat. Alle Menschen sind gleich, nur Mohammedaner sind aus der Perspektive der Grünlinken 5.Kolonne um einiges gleicher. Noch immer geistert nicht nur in der europäischen, sondern auch in der US Aussenpolitik, dass die Türkei ein Bollwerk gegen die Bedrohung die vom Nahen- und mittleren Osten ausgeht, ist oder sein soll. Die Entwicklung wurde wieder einmal von den kurzsichtigen, vom Wunschdenken beherrschten politischen "Eliten" verschlafen. Die Türkei unter Erdogan, hat das Osmanische Reich als Vorbild, dem es nacheifert. Bedeutet, die Türkei wird wieder ein Feind Europas. Oder ist sie es schon ?
    Macron, der Louis XIV bewundert, wäre dann ein natürlicher Verbündeter des Kalif in der EU. Wie sein grosses Vorbild es auch war.
    Das russische Vorgehen, die Krim zu annektieren, hat nur Tatsachen legalisiert. Bekannte Fakten. Krim wurde 1764 von Russland besetzt, Nikita Sergejewitsch hat die Krim der Ukraine geschenkt. Die Ukraine hat sich unter dem Einfluss der EU antirussisch entwickelt. Die immer wiederkehrende Behauptung es geht um die Krim ist falsch. Russland braucht nicht die Krim und auch nicht die paar Russen die dort leben. Es geht einzig und allein um Sevastopol. Putin kann nicht den einzigen Hafen den Russland an einen warmen Meer hat, der Kontrolle einem potentiellen NATO Staat ausliefern. Eine präventive Aktion, die weitsichtig ein späteres militärisches Eingreifen Russland vermieden hat. Der Verursacher der sog. Krim - Krise ist nicht Putin sondern die EU, die NATO.
    Betreffend mögliche oder unmögliche Sanktionen, sollte Polen in diesen Zusammenhang gar nicht erwähnt werden. Die Justizreform macht nur rückgängig was die vorherigen linken Regierungen mit der Justiz angerichtet haben. Es geht nicht um die Justiz, sondern Polen und Ungarn sind zum Lieblingsfeinden der totalitären Nomenklatura in Brüssel geworden. Die Polen, wie auch die Ungarn leben ihre Abneigung gegen Diktaturen in jeden Bereich aus. Auch wenn die Diktatur sich als Demokratie getarnt anschleicht.

  10. oldtory
    27. Januar 2018 11:29

    Lieber Herr Dr. Unterberger!

    (Sarkasmus-Button EIN): Wie wahr, ABER: die EU hat doch alle Hände voll zu tun, um dieses böse, von Nazis regierte Österreich, zu beobachten.

    Wahrscheinlich rechnet Mutti M. schon stündlich mit dem Einmarsch österreichischer Truppen in Freilassing (die dort möglicherweise schon von der Freiwilligen Feuerwehr Freilassings vernichtend geschlagen würden) (Sarkasmus-Button AUS).

    Ich kann es auch nicht mehr hören, aber es ist wieder einmal ein Zeichen, wie verlogen die EU so zu agieren pflegt.

  11. Bob
    27. Januar 2018 10:15

    Zur "Eroberung" der Russen an der Krim im Gegensatz zur Syrieneroberung:
    Wo sind die Bilder der russischen Panzer bei der "Eroberung" der Krim?
    Bei dem Angriff der Türken auf Syrien gibt es ganze Filme von Panzern, und das aus deutscher Produktion. Warum wird immer mit zweierlei Maß gemessen?

  12. Konrad Loräntz
    27. Januar 2018 09:42

    Wieso fürchtet man irgendwo auf der Welt Abspaltungstendenzen ?
    Seht auf Österreich. Hier ist die Abspaltung ein inbrünstig angebetetes Weltheiligtum.

  13. dssm
    27. Januar 2018 08:26

    Raus aus der EU! Ein Gebilde das moralisch abgewirtschaftet hat, bevor es überhaupt die Staatsgründung geschafft hat, ist zum Scheitern verurteilt. Die Politik sollte sich daher nach etwas Neuem umschauen, z.B. der Efta. Da gibt es keine anmaßende zentrale Bürokratie, keinen Amok laufenden Gerichtshof, keine gelddruckende Zentralbank, keine Umverteilung von Nord nach Süd, keinen, die Wirtschaft abtötenden, Regulierungswahn.

    Der Austritt von Großbritannien ist die Gelegenheit von der EU wegzukommen und nach neuen Ufern zu streben.

  14. Josef Maierhofer
    27. Januar 2018 07:01

    Hirnlos ? Ich würde sagen ratlos.

    Erstens sind in der EU die unteren Schichten der wohlstandsverwahrlosten Restpolitiker Europas versammelt, kein Wunder, dass die weder Linie noch Einigung noch Entscheidungen tragen, sondern feig und kuschelig Europa lächerlich machen, Merkel inklusive.

    Nicht einmal die USA tun was, lese ich. Vor etwa einer Woche habe ich in Radio Wien gehört, dass die USA dort eine Grenzschutztruppe einsetzen wollen, offenbar war das schon zu spät.

    Was bleibt, wäre ein Ausladen der Türken aus den EU Gesprächen, die Streichung der türkischen VISUM Freiheiten in Europa, ein Boykott ähnlich dem russischen bis hin zu Militärunterstützung der Syrer und der dortigen Kurden gegen die Türken.

    Aber was geschieht ? Wie berichtet, Deutsche Militärunterstützung für die Türken, EU - Gespräche, österreichische Schönwetterpolitik total unpassend, praktisch keine Nachrichten, so als würde uns der Mainstream den Kuschelpolster ins Gesicht drücken, bis wir entweder ersticken oder die Besinnung verlieren. Keinerlei EU-Einigkeit, was diese EU weiter in Frage stellt.

    Kuschelpolitik ist bei der künstlichen Empörung über Russland auch für die Türkei nicht angesagt, denn die erobern wirklich fremdes Territorium mittels Krieg und Kampf, wenn es gestattet ist, den 'kleinen' Unterschied zu erwähnen.

    Machen wir uns nichts vor, es gibt kaum ganz große Unterschiede zu 1683, bloß diesmal ist das feige Europa bereits unterwandert und quasi besetzt.

  15. caruso
    27. Januar 2018 06:28

    Sobald es thematisch nur irgendwie um Russland geht, so vermisse ich die sonst stets geschätzte inhaltliche, kausale und argumentative nachvollziehbare Objektivität und nüchterne Sachlichkeit.

    Das betrifft vor allem die Aussagen der folgenden beiden Absätze, die meines Erachtens aus dem Bauch heraus und emotionalisiert - warum auch immer - sehr verkürzt, tendenziell, einseitig und unsachlich daherkommen:

    >Wie jämmerlich insbesondere Europas Haltung ist, merkt man besonders, wenn
    >man vergleicht: 2014 hat Russland zuerst die Krim und dann die Teile der
    >Ostukraine besetzt und erobert (dass in der Ostukraine angeblich nur Freischärler
    >kämpfen, ist ein blöder Schmäh, hätten sich doch diese dort keine Woche ohne
    >russische Unterstützung halten können). Das ist zu Recht als schwerer Bruch des
    >Völkerrechts und des Friedens angesehen worden, der auch sicher nicht durch die
    >davor stattgefundene innerukrainische Revolution gerechtfertigt werden kann.
    >Denn diese hat weder Russland bedroht noch eine humanitäre Katastrophe
    >ausgelöst. Das aber wären die einzigen akzeptablen Rechtfertigungen für eine
    >Intervention.

    >Die türkische Invasion ist sogar noch um eine Qualitätsstufe schlimmer. Während
    >vermutlich auf der Krim eine Mehrheit der Bevölkerung nichts gegen den russischen
    >Einmarsch gehabt haben dürfte (was freilich ohne ein faires Referendum bisher
    >eine unbewiesene Annahme ist), gibt es in den vor der Eroberung stehenden
    >syrischen Gebieten keine Türken, und niemanden, der die Türkei dort haben will.

    Die Ukraine und der Syrienkonflikt sind 2 wesentlichen Konflikt- und Kriegsherde der jüngsten Zeitgeschichte. Mir ist schon klar, dass man die vielfältigen und komplexen Zusammenhänge und Kausalitäten innerhalb eines Tagesartikels und noch viel weniger in einem Kommentar gebührend aufzeigen und darstellen kann.

    Umso weniger verstehe ich aber, warum es - sobald es um Russland geht - so flapsig und einseitig wird.

    altera pars zur Krim:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-krim-und-das-voelkerrecht-kuehle-ironie-der-geschichte-12884464.html?printPagedArticle=true#page=0

    http://neuland.mustermann.org/europa/ukraine-krim/voelkerrecht.php

    Ukraine/Maidan/Donbass:
    8 Months in Ukraine, Watchdog Media (5:09:47):
    https://www.youtube.com/watch?v=kSx8HJfBl7U

    Ukraine On Fire ENGLISH VERSION, Oliver Stone (1:33:51):
    https://www.youtube.com/watch?v=AGeqY9yK474

    Syrien:
    The Real Syria Story No One Wants You to Know About (16:34):
    https://www.youtube.com/watch?v=zGEc-CMsrQs

    What the Media Won't Tell You about Syria (7:06):
    https://www.youtube.com/watch?v=alATb7oLRbo

    Zum Thema selbst: Die willkürlich kriegerischen Agressionen des NATO Mitgliedslandes Türkei gegenüber Syrien und den Kurden zeigen einmal mehr, dass weder von der zögerlich situationselastischen EU noch von der leider viel zu zahnlosen UNO kurzfristig wirksame und einhaltgebietende Konsequenzen zu erwarten sind, wenn es dann doch so wie jetzt hart auf hart geht.

    Es gilt leider wohl noch immer das "Recht des (kriegerisch) Stärkeren":
    Silent enim leges inter arma

    • Freisinn
      27. Januar 2018 09:06

      Bezüglich Russland wäre zu sagen, dass den USA offenbar missfallen hat, dass sich Russland und Deutschland zu gut vertragen haben. Dies wurde offenbar als Gefährdung von USA Interessen gesehen (siehe Stratfor). Deshalb wurde der Ukraine Streit überhaupt vom Zaun gebrochen. Dass Russland nicht tatenlos zusehen würde, wie die NATO immer näherrückt (Sebastopol) war sonnenklar. Wie war das doch damals in der Kubakrise und der Atomkriegsdrohung durch Kennedy? Das ständige Herumhacken auf Russland ist für mich einfach nicht mehr nachvollziehbar und dient keinesfalls europäischen Interessen.

    • Charlesmagne
      27. Januar 2018 10:26

      @ Freisinn
      Ja, ich meine auch wie sie, dass die US nichts mehr fürchten als ein fruchtbares Zusammenarbeiten eines rohstoffreichen Landes mit einem, das über das erforderliche know-how besitzt, diese zu nutzen. So etwas würde wohl den jetzt schon bis zum Hals im Schuldensumpf versinkenden Amerikanern endgültig den Garaus bereiten. Merkel dient dabei als Agentin der Macht, von der Deutschland nach wie vor „besetzt“ ist.

  16. byrig
    27. Januar 2018 03:47

    Die türkei kann sich einfach alles erlauben,sogar die einführung der todesstrafe wird zu keinem abbruch der verhandlungen führen.
    Warum?weil sie die linke sogenannte elite in europa und brüssel den türkeibeitritt ohne wenn und aber wünscht,auch entgegen dem willen der europäischen völker.
    Gesichert ist das nicht zuletzt durch führer und politiker wie merkel,juncker,hier vdb-glühende europäer.ist man das nicht,steht man unter beobachtung.
    Interessant,dass diese chuzpe im zeitalter des internets. Möglich ist.aber linksextremisten wie dieser piefke jochen maas versuchen das ja abzudrehen...

  17. GOTOVO!
    27. Januar 2018 03:19

    Die Frage nach Sanktionen gegen die Türkei ist mehr als berechtigt!
    Erdogan und sein Regime zeigen nun ihr wahres Gesicht.

    Zu den Feststellungen im o.a. Beitrag möchte ich einige Ergänzungen hinzufügen:
    Der Autor schreibt: "Absurd ist auch das türkische Argument, dass eine Selbstständigkeit oder Autonomie der syrischen Kurden einen Einfluss auf die türkischen Kurden haben könnte." Dem muss ich leider entschieden widersprechen.

    Seit Anbeginn und seit Jahren geht es der Türkei weder um das Wohl der Syrer, noch darum, den IS zu bekämpfen, nein, es geht und ging dem türkischen Regime ausschließlich um die Kurdenfrage in der gesamten Region. Der "Gott-sei-bei uns" für die Türkei ist tatsächlich ein eigener und unabhängiger Kurdenstaat!
    Die Südosttürkei, der Nordwest-Iran, der Nordirak und Nordsyrien bilden im wesentlichen relativ homogene und fast durchwegs zusammenhängende ethnische Siedlungsgebiete der Kurden und wären bei Willen aller Beteiligten zu einem "Großkurdistan" leicht zu realisieren. Aber das einzige strategische Ziel der Türkei in der Region ist: DIE VERHINDERUNG EINES KURDENSTAATES!
    IRAN und der IRAK haben überdies das selbe strategische Ziel, zumindest was die Kurden betrifft.

    Die Bekämpfung des Islamischen Staates durch die Türkei war meiner Meinung nach immer nur vorgeschoben und diente dazu, "den Fuß in der Türe zur Region zu haben". Nicht zu vergessen sind natürlich die Verlockungen der reichen Bodenschätze der kurdischen Region!

    Der jetzige Angriff auf den Raum Afrin, also im nordwestlichen Syrien, dient meiner Meinung nach nur zum "Austesten", wie die internationale Gemeinschaft, allen voran die USA, aber auch Russland und die NATO darauf reagieren. Die EU dürfte ihnen zurecht ziemlich egal sein.
    Sollte die Reaktion so seidenweich bis gar nicht erkennbar weitergehen, können wir sicher sein, dass dann, eben nach Ausbleiben internationaler Reaktionen das Kurdenproblem im Nordirak militärisch angegangen wird.

    Und warum die EU so schweigsam ist, scheint auch auf der Hand zu liegen: Das Argument dafür ist im o.a. Beitrag bereits angeführt. Eben weil auch die EU jedwede Abspaltungstendenzen im eigenen Bereich genauso fürchtet, wie die Türkei das Kurdenproblem, halten sie alle den Mund. Nur zur Erinnerung: Basken, Katalanen, Belgier, Nordiren, Norditaliener, usw.

    Und zur Frage der Waffenlieferung durch Deutschland ist die Antwort auch leicht zu geben. Der Exportweltmeister verhält sich anders, als eine Hure, die tut für Geld eben nicht alles! PECUNIA NON OLET!

    Die Glaubwürdigkeit Deutschlands hat unter der in der DDR sozialisierten Kanzlerin einen absoluten Tiefpunkt erreicht. Ich darf in diesem Zusammenhang auf die Worte der Kanzlerin verweisen, als sie 2015 frech und dreist im TV wiederholt erklärte: "Grenzen kann man ja gar nicht schließen!"
    Zur selben Zeit wurde aber von der deutschen Firma Airbus (vormals EADS) für Saudi-Arabien entlang der gesamten Grenze zum Irak (!) ein technischer Zaun der Extraklasse um zwei Milliarden Euro gebaut. Dabei wurden keine technischen Feinheiten ausgelassen: Wachtürme mit Radarausrüstung, Wärmebildkameras, unterirdische Bewegungssensoren und vieles mehr. Der "Eiserne Vorhang" läßt grüßen! Da gab es keine moralischen Bedenken der deutschen Gutmenschen!
    Außerdem hat die Kanzlerin gegenüber der Türkei schon wegen des höchst unmoralischen "Flüchtlings-Deals" keinerlei politischen Handlungsspielraum.

    Man muss solche politischen Doppelzüngigkeiten immer wieder an konkreten Beispielen aufzeigen!
    Und nein, aus o.a. Gründen wird es KEINE Sanktionen geben!

    • logiker2
      27. Januar 2018 18:07

      ich glaube gelesen zu haben, dass auch die Türkei zu Syrien denselben Zaun mit deutscher Unterstützung (technisch und finanziell) baut oder bauen ließ.

  18. R?bezahl
    27. Januar 2018 02:37

    Wie eiine EU mit einem Land irlenKontat haben und normaleWitschaftbezieehungen und sogar Beitrittsverhandlungen führen, wenn sie seit über 40 Jahren ein Gebiet eines EU-Landes besetzt hält? (Zypern)
    Wiirtschaftssanktionen und Verhandlungen über einen Rückzug gehörten her , bevor irgend etwas Anderes besprochen wird.
    Auch die Ausweisungen aller Arbeitslosen Türken und sogar Repatriierungen sämtlicher türkischen Arbeitnehmer sollten Thema sein! Alleine schon aus diesem Titel!
    Aber nein. Es gibt Doppelstaatsbürgerschaften und man kann nix machen, weil die türkischen Behörden „nicht kooperieren“...
    Dafür darf der Diktator „Wahlwerbung“ in Österreich und Deutschland machen!!!!

    Wer soll das Alles noch ernst nehmen?
    Wir blöken beim Scheren, freuen uns innerlich , dass wir noch leben dürfen (=zahlen) und sagen offiziell wie kultiviert der Scheerr ist bzw. welche Bereicherung dieser Scherer ist, bevor wir zu Schaffleisch verarbeitet werden...

    Pfui Teufel unseren Hirten!

  19. Riese35
    27. Januar 2018 02:23

    Die Doppelmoral des Westens überrascht überhaupt nicht. Außerhalb Europas sieht man das schon lange, nur bei uns will das keiner wahr haben und ist sogar noch stolz, Scheuklappen vor den Augen zu haben und nur das Gute im Menschen zu sehen. Vor allem die Linken und Wiesengrund-"Christen", die an den Neuen Menschen, "das Konzil" und das Paradies auf Erden glauben, geben vor, es ginge in der Politik um Moral.

    Sie übersehen, daß hinter jedem moralisierenden Gerede in der Politik Interessen stehen. Führend in dieser Doppelmoral sind die USA, denn was die uns mit ihren Sanktionen als Moral und Gerechtigkeit verkaufen, sind in Wirklichkeit brutale Mittel zur Durchsetzung ihrer eigenen Interessen, wie man jetzt deutlich an ihrem Verhalten gegenüber der Türkei erkennen kann, wenn man sich noch ein Minimum an Unterscheidungsgabe bewahrt hat.

    Die Ideologie des Neuen Menschen ist in Wirklichkeit die geistige AIDS-Krankheit unser Gesellschaft, die ihr die geistige Widerstandsfähigkeit und den geistigen Wehrwillen raubt.

    Nicht weniger brutal und von Doppelmoral geprägt ist der ORF. Man muß sich nämlich eine offenbar unbeabsichtigte, sonst aber vollkommen unterdrückte Veröffentlichung des ORF zum angeblichen Fall Toni Sailer stets vor Augen halten, der alles andere, was der ORF darüber berichtet, in den Schatten stellt und ins Gegenteil verkehrt. Im Protokoll zur Einvernahme, das einst in Warschau zu diesem Fall erstellt wurde, heißt es nämlich:

    "Die Vorsprechende widersprach sich in ihren Ausführungen wiederholt und der Eindruck, daß es sich um eine Art Er-...."

    Der Rest ist leider bereits abgeschnitten. Möglicherweise soll es "... um eine Art Erpressung handelt ..." heißen? Siehe http://oe1.orf.at/artikel/641554

    Nochmals, DER SCHLÜSSELSATZ, den man sich auf der Zunge zergehen lassen muß: "Die Vorsprechende [Anm.: d.h. die Prostituierte] widersprach sich in ihren Ausführungen wiederholt." Damit ist alles andere, was der ORF dazu veröffentlicht, hinfällig und untinteressant.

    Warum wird uns das vom ORF verschwiegen? Genau jene Aussage, die ein erhellendes Licht auf die Umstände wirft? Warum wird das systematisch ausgeblendet? Warum greift diese protokollierte Aussage keines unserer Medien auf? Warum ist der abgebildete Ausschnitt des Protokolls gerade dort abgeschnitten, wo es interessant wird?

    Meines Erachtens lassen diese Dokumente nur einen Schluß zu: diese Prostituierte hatte es auf den "Westler" abgesehen und wollte von ihm Geld erpressen, an das im damals sozialistischen Polen anders kaum zu kommen war. Jedes Hotel, in dem Westtouristen mit Devisen verkehrten, wimmelte damals in Polen von Prostituierten.

    Mit dieser protokollierten Aussage ist nun eindeutig belegt, daß der ORF absichtlich eine Diffamierungskampagne betreibt und durch bewußte Weglassungen lügt, weil damit ein falscher, ins Gegenteil verkehrter Sachverhalt in den Medien transportiert wird. Der Zweck heiligt offenbar die Mittel!

    Wie vertrauenswürdig ist der ORF damit eigentlich noch? Cui bono? Was steckt da dahinter, daß man beim ORF so ein infames Verhalten an den Tag legt? Und so offensichtlich?

    Und warum unternimmt niemand etwas dagegen?

    • El Capitan
      27. Januar 2018 02:31

      Sie erwähnen den "neuen Menschen".
      Sozialklempner basteln schon seit 2.000 Jahren am "neuen Menschen". Während der französischen Revolution wurde der Ruf besonders laut. Später haben alle paar Jahrzehnte Voodoo-Philosophen nach dem "neuen Menschen" gerufen.
      Es gibt ihn bis heute nicht, weil jeder sich etwas anderes darunter vorstellt.
      Im übrigen gibt es viele wie mich, die sich von Ideologen nichts sagen lassen.

      Die heutigen Kaviarlinken haben diesbezüglich die Endstufe erreicht. Sie wissen in Wahrheit nicht mehr, was sie wollen. Es geht nur noch um Kiffen, Rotwein Moslems, Schwule und Liederbücher. Über allem thront selbstgefällig der ORF mit evel Armin, red Lou und travelling Tare

  20. Antonia Feretti
    27. Januar 2018 02:14

    "Nie ein Gebiet betreten um dort zu bleiben"? Warum denn nicht? Wegen der unseligen Erinnerung an den Kolonialismus? Ist denn Amerika davon betroffen, oder auch Deutschland (vielleicht ein wenig, aber doch eher positiv). Es wär doch in Wahrheit gut, wenn die Europäer und Amerikaner in den nahöstlichen Bürgerkriegsgebieten blieben, solange bis eine funktionierende lokale Verwaltung aufgebaut ist und im Alltag auch funktioniert! Es gibt bei uns in Europa wirklich sehr viel "know-how", das besagte Länder sehr gut gebrauchen könnten!Und man muss sich ja wirklich nicht als Kolonisator aufspielen, man kann einfach eine Honorarnote legen!

    • pressburger
      27. Januar 2018 11:35

      Das know-how wird in diese Länder als Entwicklungshilfe der EU Gutmenschen transferiert und ist gerade deswegen nutzlos, wirkungslos und kontraproduktiv.

  21. El Capitan
    27. Januar 2018 01:46

    Die „Friedensbewegungen“, die oben erwähnt werden, sind verlogen. Das ist mir schon früh aufgefallen. Als die Amerikaner in Kuweit einmarschierten, um den irakischen Aggressor Saddam aufzuhalten, kannte das Toben der „Friedensbewegten“ keine Grenzen. Tagtäglich gab es irgendwo in Europa Demonstrationen gegen die USA, gegen den Massenmörder Saddam Hussein keine einzige.

    Als dann dieser 2. Golfkrieg plötzlich zu Ende war, fing beinahe Zeitgleich der Jugoslawienkrieg an. Der serbische Kommunist Milosevic überfiel eiskalt seine Nachbarn. Urplötzlich war von den „Friedensbewegten“ nichts mehr zu hören und zu sehen. Man hätte eher aus einem toten Hund einen Furz rausdrücken können, als aus einem „Friedensbewegten“ eine Kritik am roten Milosevic.

    Die Massenmorde seinerzeit in Kambodscha? Die Massenmorde im Sudan? Das aktuelle Abschlachten der Bevölkerung im Jemen – nur um spontan drei Beispiele zu nennen? Alles kein Thema für die „Friedensbewegten“. Auch der ORF, NATÜRLICH DER ORF, druckst heute herum und lässt Leute zu Wort kommen, die wegen der Vorkommnisse in der Türkei und in Syrien „besorgt“ sind. Es gilt ja in erster Linie die Massenmorde der Germania in Wiener Neustadt aufzuarbeiten. Immerhin hängen ja auf den Buden der österreichischen Verbindungen zigtausende SS-Leute herum, die mit ihren MG 42 nur darauf warten, unschuldige Leute abzuschlachten.

    Ich muss aber unsere Medien teilweise in Schutz nehmen. Wenn sie über die türkische Aggression nicht oder nur wenig berichten, dann liegt die Ursache auch in der Unbildung und Unbedarftheit vieler (nicht aller) Journalisten.
    Das Böse, das sind nur Trump, Putin, Strache, Hofer Kickl und die AfD. Die sind so furchtbar böse, dass es mit Worten nicht gesagt werden kann. Böse, böse, ganz böse. Alles andere ist entweder gut oder so halbwegs neutral. Ich kann das Gegreine nicht mehr hören, es geht mir inzwischen eine ganze Galaxis achtern vorbei.

    Ich habe mich einmal mit einem Journalisten über Südamerika unterhalten, das ich gut kenne. Als er über die Ausbeutung der Völker durch die USA lamentierte, insbesondere der Indios in Ecuador, sagte ich ihm, dass Ecuador einen sozialistischen Präsidenten habe, der halbwegs vernünftig regiere. Die Landeswährung ist der US-Dollar. Freiwillig! Der simple Kerl glaubte mir nicht. Zum Recherchieren war er offenbar zu dämlich.

    Verblödung und Verlogenheit durch „Friedensbewegte“ und durch Medien. Das österreichische Voodoo-Polit-Geschäftsmodell!





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