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Kurz zwischen Heuchlern und Hype

Der Wechsel in der ÖVP-Führung löst Dreierlei aus: Dummheiten, Heuchelei und einen Hype. Dummheiten bei Journalisten, Heuchelei in der Volkspartei und einen Hype bei den Wählern.

Fangen wir bei diesem Hype an: Die Volkspartei steht derzeit in der Öffentlichkeit so gut da wie selten in ihrer Geschichte. Aus tiefer Depression ist sie binnen weniger Tage ins gegenteilige Extrem gekippt. Nicht ganz ohne Grund. Sebastian Kurz als neuer Parteiobmann scheint das Zeug dazu zu haben, an die besten Zeiten der Partei anzuschließen. Das waren zweifellos die Wahlen 2002, als die ÖVP unter Wolfgang Schüssel den höchsten Zugewinn der Parteiengeschichte erzielen konnte. Oder die Wahlen 1966, als sie unter Josef Klaus die absolute Mehrheit erreicht hatte.

Freilich sollten diese beiden großen Erfolge den Schwarzen auch ein Memento in Erinnerung rufen: Bei den nächsten Wahlen danach wurde jeweils die ÖVP von der SPÖ überholt, was dann viele Wahlen und Jahre so blieb.

Wir lernen daraus: In der Politik sind Erfolge etwas sehr Volatiles. Und ganz besonders sind das die Wähler bürgerlicher Parteien. Der Erfolg 1966 wurde in der Folge durch viele Streitereien in Regierung und Partei zunichte gemacht, die ein schwacher Kanzler nicht in den Griff bekam. Und Schüssels Erfolg 2002 fand deshalb keine Wiederholung, weil die Partei zu siegessicher war, weil sie von den Wählern für gutes Regieren belohnt werden wollte, statt diesen emotionale Gründe zu bieten, warum man sie auch für die nächste Periode beauftragen sollte.

Man wird sehen, wie lange dieser Hype anhält, ob die ÖVP die exemplarisch gute Stimmung auch bis zum Wahltag durchtragen kann. Die extrem nervösen und hektischen Reaktionen sämtlicher anderer Parteien sprechen dafür, ebenso wie die Intelligenz des politischen Ausnahmetalents Kurz.

Damit kommen wir fast nahtlos zum Stichwort „Heuchelei in der Volkspartei“. Es ist im Rückblick absolut erstaunlich, wie sich bis zuletzt alle Spitzenfunktionäre mit Treueschwüren hinter Reinhold Mitterlehner gestellt haben, und wie sie binnen weniger Stunden dann absolut geschlossen froh waren und sind, dass er gegangen ist. 

Was war eigentlich das Problem Mitterlehners? Er war und ist persönlich eine sympathische Erscheinung. Er ist charakterlich in Ordnung. Aber die Funktion eines Parteiobmannes eines Haufens von Flöhen war ihm halt zwei Schuhnummern zu groß. Noch dazu in der immer schwierigen Rolle eines Juniorpartners in einer Koalition, in der die andere Partei nur noch Inszenierung betreibt.

Mitterlehner war rhetorisch extrem schwach. Viele seiner Sätze ergaben auch dann keinen Sinn, wenn man sie dreimal anhörte. Er verstand es nie, Emotionen anzusprechen, machte aber oft einen leicht beleidigten Eindruck. Er verstand seine Aufgabe primär als Technokrat. Intellektuelle oder rhetorische Höhenflüge waren von ihm nie zu erwarten. Er sah auch nach seinem Aufstieg an die Spitze die Dinge primär aus der Sicht eines Fachministers, der sich für die anderen Ressorts nicht wirklich interessierte. Dabei hätte ein Parteiobmann und Vizekanzler sogar die Pflicht, sich für alles zu interessieren.

Aber jene Dinge, welche die Menschen am meisten beschäftigten, beschäftigten ihn offensichtlich nicht wirklich: die illegale Massenmigration, Islamisierung, die steigende Kriminalität, das Bildungswesen, die Lage der Familien.

Vor allem aber war ihm ganz offensichtlich das Verhältnis zu seinem SPÖ-Gegenüber wichtiger als das zu vielen in seiner eigenen Partei. Er gab mehrfach bei Verhandlungen der SPÖ massiv nach (von der teuren Steuerreform, die fast nur den Wenigleistern nutzte, über die schikanöse Registrierkassenpflicht, die aber fast keine zusätzlichen Steuereinnahmen brachte, bis etwa zum teuren und höchstwahrscheinlich EU-rechtswidrigen Beschäftigungsbonus). Er setzte gegenüber der SPÖ praktisch nichts durch, außer im unmittelbaren Interesse seines eigenen Ressorts, für das er etliches an Geld herausholte.

Er verstand auch nicht die Schutz-Pflicht eines Parteiführers. Als etwa Innenminister Sobotka den SPÖ-Bundeskanzler hart attackierte, rügte er Sobotka öffentlich, war hingegen nicht imstande zu sagen: „Ich finde Sobotkas Wortwahl zwar nicht gut, finde es aber  verständlich, dass er so spricht, wenn die eigentlich schon akkordierten Sicherheitsgesetze im Parlament von der SPÖ sabotiert werden. Das ist der wahre Skandal.“ So oder so ähnlich müsste ein guter Parteichef sprechen.

Mitterlehner hatte statt dessen vor allem immer Angst vor vorzeitigen Wahlen, weil er ahnte, dass er davor ob seiner schwachen Perrformance von der Partei sofort ausgetauscht werden wird. Deshalb hat er viele schlechte Kompromisse akzeptiert. Das war letztlich übler Egoismus. Und jetzt durch seinen Rücktritt war es pikanterweise dann doch er selbst, der diese vorzeitigen Wahlen auslöste.

Kommen wir zum Thema „Infamie der Journalisten“. Es ist absolut unglaublich, wie viele von ihnen – besonders, aber nicht nur die von „Falter“ und „Standard“ – die beabsichtigten Änderungen im ÖVP-Statut, die dem Parteichef deutlich mehr Kompetenzen geben, mit skandalösen Vergleichen dämonisieren. Da wird Sebastian Kurz mit dem türkischen Diktatur Erdogan verglichen, da wird ihm „Präfaschismus“, da wird ihm „Führerprinzip“ vorgeworfen. Was wirklich infam ist, als ob Kurz Richter und Journalisten einsperren, hunderttausend Beamte feuern, die Todesstrafe einführen, Wahlen manipulieren, andere Staaten aufs Gröbste beschimpfen oder die Meinungsfreiheit abschaffen wollte.

Es gibt nicht einmal Anzeichen, dass er  innerhalb seiner eigenen Partei eine Diktatur ausrufen wollte. Kurz hat de facto nur ähnliche Kompetenzen, welche die Parteichefs bei SPÖ, FPÖ und Team Stronach schon lange haben.

Und vor allem: Auch Kurz kann das übliche Schicksal von Parteichefs drohen. Wenn er keine Erfolge bringt, dann wird er es nicht lange überleben, trotz der angeblichen Verwandlung der ÖVP in eine Führerpartei. Auch er wird wohl maximal nur eine gravierende Niederlage überleben dürfen. Bei der zweiten ist er draußen.

Offen ist nur, wie ihm die Partei eines Tages mitteilen wird, dass sie seiner überdrüssig ist. Durch Pfiffe am 1. Mai; durch eine offene Revolte auf einer Parteiversammlung in Knittelfeld; oder durch, ohne Quelle deponierte „Schleich Dich“-Hintergrundgeräusche bei Medien. Wenn eine Mehrheit der Partei nicht mehr will, überlebt das kein Parteiobmann. Mit und ohne Kurzsche Statutenänderung. Denn auch Sebastian K. muss ja regelmäßig eine geheime Abstimmung eines Bundesparteitags überleben.

Es hat sich also absolut nichts daran geändert, dass die ÖVP eine repräsentativdemokratische Partei ist. Und dass der Parteiobmann bei der Erstellung der Kandidatenlisten bisher so wenige Rechte gehabt hat, ist in der österreichischen Parteienlandschaft fast ein Unikum. Nur bei den Grünen ist der jeweilige Parteichef noch ohnmächtiger.

Wenn also jemand ruft: „Pfui Kurz, pfui Reform der ÖVP“, dann will er im Grunde nur, dass die ÖVP weiterhin viele Bleigewichte an den Beinen hat, um bestenfalls Dritter zu werden.

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2017 09:06

    Jubelscharen und die Pompfüneberer - Kurz der Wunderwuzzi, ich glaube allmählich reicht es. JA, die meisten Parteimitglieder sind an innerparteilicher Demokratie nicht interessiert - übrigens auch der Blogautor nicht, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann - und, nein Kurz ist weder Erdogan noch Führer von irgendwas ... aber wisst ihr was, es ist jetzt allmählich genug. Wenn dieser Blog nur ein Thema hat, wird uns bald Allen die Kaffeesudleserei bei den Ohren heraushängen.

    Ich wiederhole: lasst den Mann jetzt einmal machen und beurteilt nicht ununterbrochen , was sein könnte, wann wo ein Sack Erdäpfel umgefallen ist, nachdem Kurz daran vorbeigegangen ist - es hilft doch alles nichts, der Kerl hat jetzt eine Position, in der man ihm einam zubilligen muß daß er beurteilt wird nach seinen Taten - und nicht danach, was er möglicherweise mit 16 an eine Klotüre gekritzelt hat. Abstand gewinnen, beobachten, bewerten - noch genauer betrachten und dann beurteilen. Irgendwann ist Schluß mit der Zerfaserung.
    Kurz - lass Dir Zeit, und handle klug und entschlossen. Kümmere Dich nicht, was die Lügenpresse herumsudert - keiner von denen weiß was und keiner von denen hat etwas zu verantworten, es sei denn sein eigenes plattes Geschwätz.

    Und den Freiheitlichen: raus aus der Hängematte. Mit dem Repertoire von Gebrauchtwagenverkäufern und der der Unbestechlichkeit von Parolen aus der Waschmittelwerbung ist Schluß. Ihr habt jetzt Konkurrenz. Behandelt sie fair,
    übermorgen müsst ihr vielleicht kooperieren. Und wenn ihr diesen Sch-.. Sozis, die die Linken über Jahrzehnte hochgepäppelt haben wie eine Muttersau ihren Wurf noch einmal Pardon gebt, dann seid ihr bei mir abgemeldet. Alles klar?

  2. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2017 02:23

    Apropos Dummheit und Heuchelei: Die weitaus besseren Diskussionsrunden, als sie der ORF bei "Runden Tischen", "Im Zentrum" usw. (mühsam und gerade noch) mit, meist zweitklassigen, Teilnehmern zusammenbringt, kommen ja schon lange aus Salzburg, wo beim "Talk im Hangar 7" auf Servus TV überwiegend wirklich interessante und intelligente Persönlichkeiten zu Wort kommen. So war es auch gestern Abend, als eine gut zusammengestellte Runde auf hohem Niveau über die gegenwärtige politische Situation in Österreich und ihre Chancen und Gefahren diskutierte (mit überraschender Anerkennung seitens zweier prononcierter Linker für den neuen ÖVP - Obmann Kurz!).
    Aber zurück zur Dummheit: Die wurde dort von einer Frau Beate Winkler repräsentiert, die offenbar irgendwann irgendein Amterl "in der EU" bekleidet hat, aber von Beruf Malerin ist (?!?). Bitte - mehr "Frau Winklers" und mehr solcher völlig sinn- und inhaltsleerer Wortmeldungen, wie diese sie heute abgeliefert hat: Dann begreifen die Österreicher vielleicht endlich, wie dumm und letztendlich vollkommen unnötig vieles ist, das in Brüssel für teures Geld (aus ihren Taschen) geschieht - wenn denn dort überhaupt noch etwas Sinnvolles geschehen kann.

  3. Ausgezeichneter KommentatorTegernseer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2017 06:32

    Auch wenn Kurz in diesem Blog noch so gepriesen wird sollte man nicht vergessen, dass dieser junge Mann noch nie in der Privatwirtschaft gearbeitet hat, eigentlich nur die Ideen von den Freiheitlichen übernommen hat und trotz umfangreicher Befugnisse mit Karas, Molterer und Co auskommen muss. Dies ist die wahre Volkspartei! Der Sozialist Macron wurde ja auch nur violett angemalt...

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2017 09:57

    Ich sehe zum zweiten Punkt nur, dass Kurz ein Ablaufdatum hat, wenn er die Wahl nicht überzeugend beendet (Zuwachs bei der ÖVP).

    Ich sehe zum ersten Punkt, dass die ÖVP so heterogen ist, dass es zu 'Heucheleien' kommen muss, auch wenn man zu den Durchgriffsrechten ja gesagt hat.

    Den Journalistenpunkt sehe ich düster für die ÖVP, die feiern jetzt Kurz ab und werden ihn bekämpfen. Da ist im Augenblick Strache in den Schatten gerückt.

    Ich denke, nur die Vernunft der Wähler kann diesem Treiben ein Ende setzen. Die Medienmanipulation, die Alimentierung muss ein Ende haben, es muss wieder Wahrheit berichtet werden und Hetze weggelassen werden. Die Meinungsfreiheit muss wieder hergestellt werden.

    Ich hoffe auf die Vernunft der Wähler und wähle Blau, die einzige Partei, der ich Recht und Ordnung im Land, Grenzkontrolle und Beendigung der Asylmisere zutraue.

    Bloß hoffe ich dann wieder auf eine vernünftige ÖVP, die das alles mittragen kann und sich mit den in der Linksabwesenheit der ÖVP von den Freiheitlichen konservierten Werten (Familie, Bildung, Ordnung, Grenzschutz und Kontrolle, Heimat, Fleiß, Ehrlichkeit, etc. ) wieder identifizieren kann.

    Es stehen Reformen an: Verwaltung, Verfassung (Kammern raus, Familien rein, Tierschutz raus, ....), Förderung, Föderalismus, Eigenverantwortung der Bürger, der Länder, Budgetdisziplin, europakritischeres Verhalten, Europroblematik, Genderproblematik, ... alles eigentlich Punkte, in denen die ÖVP mit den Freiheitlichen übereinstimmen müsste.

    Also ich wünsche mir nicht Sebastian Kurz und Christian Kern, sondern Heinz Christian Strache und Sebastian Kurz als Kanzlerduo in Österreich nach den Wahlen im Herbst und zwar mit einer 2/3 Mehrheit zusammen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2017 08:35

    Den Hype verstehe ich nicht! Im Lauf der Zeit hat Kurz so gut wie bei jedem Thema erst das Eine und dann das Andere verlauten lassen, für was steht der eigentlich?
    Dazu ÖVP! Ich habe die gebrochenen Versprechen nicht vergessen! Ich habe auch nicht vergessen, daß wer Kurz wählt auch den Karas bekommt; oder ist der jetzt Geschichte? Dazu saß die ÖVP auf der Regierungsbank als rund um die letzten Steuererhöhungen eine massive Hetzkampagne gegen die Privatwirtschaft lief. Wie viele Phantastillionen Steuerhinterziehung hat der ÖVP(!) Finanzminister den Gewerbetreibenden unterstellt? Welche Partei stellt jenen Justizminister, welcher die Zensur mittels ‚Hass‘paragraphen wieder eingeführt hat?

    Aber noch sind ja einige Monate Zeit! Da kann ja noch etwas zu ORF und Medienbestechung kommen oder zum Aufräumen in der Justiz, in den Universitäten, Schulen, E-Versorgern, ÖBB …

    Und nebenbei bemerkt, ist der zeitliche Rahmen für die Neuwahlen nicht zufällig mit anderen Ereignissen gekoppelt worden? Die EZB muss in spätestens vier bis fünf Monaten die nächste Stufe zünden, dann kann man keine deutschen Anleihen mehr kaufen, einfach weil man den Markt leer gekauft hat. Und jede Handlungsoption der EZB wird entweder die Finanz-Wirtschaft abstechen oder ein massiver Rechtsbruch sein! Eine pro-europäische Partei könnte sich dann ein wenig schwer tun. Aber keine Angst, kein Journalist wird vor der Wahl dies thematisieren, erst nach den Wahlen in D und A (plus I?) wird uns dies wie der Blitz aus 'heiterem Himmel' treffen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2017 09:38

    Für mich sieht es gegenwärtig so aus: In Ö haben sich zwei politische Lager gebildet: Eines PRO (moslemische) Migranten, eines KONTRA (moslemische) Migranten---ersteres mit 100-prozentiger Unterstützung der Medien, v.a. des ORF, letzteres bekommt ausschließlich heftigsten Gegenwind von ORF und der sonstigen Lügenpresse.

    Dem einen Lager gehören die ISLAM-VERSTEHER an, zu denen erwiesenermaßen auch Sebastian KURZ zählt, also SPÖ-ÖVP-GRÜNE-NEOS, im anderen Lager, also bei den ISLAM-VERHINDERERN, kämpft alleine auf weiter Flur die FPÖ.

    Wir haben es also mit einer österreicherfeindlichen / islamfreundlichen Blockpartei SPÖÖVPGRÜNENEOS und einer österreicherfreundlichen / islamfeindlichen Opposition FPÖ zu tun.

  7. Ausgezeichneter KommentatorDas Pingerle
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2017 07:28

    ad Mitterlehner:
    Er hat eine Wahlempfehlung für den links-extremen Van der Bellen abgegeben. Das war unverzeihlich! Gut, dass er weg ist.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Mai 2017 10:46

    "... als ob Kurz ... die Meinungsfreiheit abschaffen wollte". Nun, auf einem "guten" Weg dorthin ist er ja, indem er Justizminister Brandstetter, der ja bekanntlich jede Menge Gesetze zu Einschränkung und Bestrafung der Meinungsfreiheit auf den Weg gebracht hat (und noch einiges in dieser Richtung nach dem Muster seines deutschen Kollegen Maas plant) zum Vizekanzler aufgewertet hat und ihn - nach den Worten Brandstetters selber - auch noch in einer nächsten Regierung mit ÖVP-Beteiligung weiterbeschäftigen will.


alle Kommentare

  1. pro veritate (kein Partner)
    22. Mai 2017 15:17

    Wie immer die Wahl im Herbst ausgehen wird; Es ist dem Land keinesfalls zu wünschen, dass danach wieder die gleiche Koalition regiert - wenn auch mit zum Teil anderen "Figuren." Kurz wird vermutlich so lange "angepriesen" werden, so lange er auch bereit ist, der OVP "nützlich" zu sein. Ohne ihn - das wissen die Herrschaften nur zu genau - würde das "schwarze Lager" allerdings ein ernstes "Prozenteproblem" bekommen. Denn sie haben mit großem Risiko auf dieses eine "Pferd" gesetzt, in der Hoffnung, eine Erneuerung bewirken zu können. Ohne geistige Rückbesinnung kann aber ein solches Vorhaben nicht gelingen!

  2. astuga (kein Partner)
    21. Mai 2017 11:41

    Betreffs Infamie der Journaille: die selben Proponenten bekommen beispielsweise nasse Höschen wenn sie von Macron schwärmen.

    Und scharwenzeln natürlich auch von Beginn an um den sich selbst inszenierenden Wunderwutzi und Minderleister Kern herum.
    Dessen Regierungstätigkeit bisher durch keine einzige Wahl legitimiert wurde.

  3. Torres (kein Partner)
    21. Mai 2017 10:46

    "... als ob Kurz ... die Meinungsfreiheit abschaffen wollte". Nun, auf einem "guten" Weg dorthin ist er ja, indem er Justizminister Brandstetter, der ja bekanntlich jede Menge Gesetze zu Einschränkung und Bestrafung der Meinungsfreiheit auf den Weg gebracht hat (und noch einiges in dieser Richtung nach dem Muster seines deutschen Kollegen Maas plant) zum Vizekanzler aufgewertet hat und ihn - nach den Worten Brandstetters selber - auch noch in einer nächsten Regierung mit ÖVP-Beteiligung weiterbeschäftigen will.

    • astuga (kein Partner)
      21. Mai 2017 11:44

      Korrekt. Bei Kurz wird man sehr genau darauf achten müssen, was er tatsächlich tut.
      Und weniger auf das was er sagt.

      Worte sind billig.
      Und momentan ist er eher eine Ent-Täuschung.

  4. McErdal (kein Partner)
    21. Mai 2017 10:17

    *Kurz: Zuwanderer sind gebildeter als Österreicher und der Islam gehört zu Österreich*
    auf u n s e r m i t t e l e u r o p a c o m

    Der Heißluftproduzent mit schachem Gedächtnis in Aktion - wie man Ihn kennt!
    Sebastian Kurz sagte im Zuge der von ihm ausgelösten Regierungsturbulenzen im Parlament, er sei nie Teil der Willkommenskultur gewesen. Dieser Satz kann von innenpolitischen Beobachtern der letzten Jahre nicht widerspruchslos hingenommen werden. Auch wenn Kurz vielleicht glaubt, dass die Österreicher weniger gebildet sind als die Zuwanderer und man ihnen deshalb diesen Bären aufbinden kann.

  5. internationale Islamisierung (kein Partner)
    21. Mai 2017 09:43

    Islamische Christenmörder werden von westlichen Regierungen eingeschleust und bekommen schon auf Erden (im Abendland) ihre 72 Jungfrauen.

  6. McErdal (kein Partner)
    21. Mai 2017 09:37

    **Times Square Attack - May 2017**
    Die Nicht Terror Attacke könnt Ihr auf y o u t u b e sehen..
    Ein Video, das Aufnahmen aus diversen Überwachungskameras zeigt, wurde auf Facebook bereits 32 Millionen Mal angesehen, allerdings steht es zum Teil unter Zensur. Auch auf YouTube verschwanden bereits zahlreiche Uploads.

  7. Undine
    19. Mai 2017 21:03

    Den GRÜNEN gönne ich die Ulrike LUNACEK von ganzem Herzen! Eine noch schlimmere Wahl hätten sie nicht treffen können. Mir soll's recht sein, wenn sich die Grünen marginalisieren.

  8. Undine
    19. Mai 2017 11:37

    Sieh' an, sieh' an, wer hätte das gedacht: Eine GRÜNE / Linke, eine Emanze, die Chefin einer Partei, die die ZERSTÖRUNG der (traditionellen) FAMILIE immer im Fokus hat, besinnt sich plötzlich IHRER FAMILIE---genau gesagt, sprach sie nur von ihren zwei Söhnen, nicht von ihrem Mann.

    Sollte ihr diese verspätete (verdrängte?) NATÜRLICHE Einsicht und Sehnsucht, sich um ihre heranwachsenden Kinder zu kümmern, statt sich von ihrer beruflichen Karriere
    zugrunde richten zu lassen, tatsächlich plötzlich gekommen sein, dann kann ich nur sagen: Spät, aber hoffentlich nicht zu spät BEGREIFT sie, die sehr LINKE: daß die Familie, daß die KINDER ---nicht wie von den Grünen / Linken stets gefordert, die berufliche Karriere!--- wichtiger im Leben einer Frau und Mutter sein sollten.
    Möge sie das alles nachholen können, was sie mit ihren Buben VERSÄUMT hat---zu ihrem und der Kinder Wohle!

    "Wegen Familie und Gesundheit: Glawischnig wirft das Handtuch"

    https://www.unzensuriert.at/content/0024053-Wegen-Familie-und-Gesundheit-Glawischnig-wirft-das-Handtuch?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    • Undine
    • franz-josef
      19. Mai 2017 12:16

      Dachte ich mir auch. Egal, von welcher Seite man die glawischnigsche Erkärung betrachtet, sie bleibt befremdlich. Hhat sie bisher gegen ihre Überzeugung gearbeitet und ihre Anhänger verführt, an etwas zu glauben, was sie eigentlich gar nicht vertritt oder gelangte sie plötzlich zu einer gänzlich grün-links-artfremden Überzeugung, womit das Grüngerüst endlich ins Wanken käme? Auf jeden Fall bemerkenswert, - wenn man G. wörtlich nähme. Gedanken bleiben frei.

    • Erich Bauer
      19. Mai 2017 12:25

      Ich wünsche den GRÜNEN von Herzen die Lunacek (auf den Hals). Die ist immerhin sowas von authentisch... Ein Gesellschafts-Veränderungs-Kabarett sondergleichen könnte uns da erwarten. Ob sie dann bei der Wahl doch noch vor "Die Christen" kommen? Das wäre wirklich spannend.

    • Rau
      20. Mai 2017 10:50

      Was die Grünen vertreten dazu hat Volker Pispers bereits treffen gesagt: "Keiner will so leben, am wenigsten die Grünen selber" besser kann man das nicht zusammenfassen.

    • Charlotte
      20. Mai 2017 16:18

      @Undine
      Sie sprechen mir aus dem Herzen !
      Wie haben doch einst die grünen und roten Weiber in Politik und Medien gekeift und sich über KKK - Kinder, Küche, Kirche echauffiert und lustig gemacht. Jede Mutter die ihre Kinder selber betreute wurde als minderbemittelt dargestellt. Heute trauen sie sich das nicht bei den Unmengen an Moslemfrauen die nie erwerbstätig sind. Sie treten sogar für deren Glauben (Kopftüchln) ein. Gestern erst wieder beim Einkauf gesehen : Bei 31 Grad sind Frauen mit langen Mänteln und Tüchern bekleidet.
      Dass ausgerechnet eine Grüne nun besonders mimosenhaft ("Hasspostings") auftritt ist auch verwunderlich, waren die Grünen doch stets im Austeilen nicht zimperlich

    • Undine
      20. Mai 2017 17:47

      Wie man sieht, sind auch die GRÜNEN heftig ERSCHROCKEN über Glawischnigs plötzliches Umdenken, über ihre bei den Grünen so gar nicht vorgesehene Hinwendung zur Familie.

      Da muß natürlich gleich ein Gegengewicht her---in Form der alternden LESBE Ulrike LUNACEK!

    • franz-josef
      20. Mai 2017 18:43

      Die Lunacek ist m.E. nicht als Gegengewicht ausersehen, die hat m.M. einen Auftrag.

    • Undine
      20. Mai 2017 22:45

      @franz-josef

      Ich fürchte, Sie haben recht!

    • Nietzsche (kein Partner)
      21. Mai 2017 05:32

      Die armen Kinder. Die haben den Schragen jetzt am Hals. Hoffentlich überleben sie es ohne gröbere Störungen.

    • McErdal (kein Partner)
      21. Mai 2017 07:48

      @ Undine
      Glauben sie wirklich diesen Müll, der hier abgesondert wurde? Selten so was heuchlerisches gesehen, fast hätte ich beim Abschied (ohne Servus sagen)mitgeweint
      hihi, das entspricht ja schon fast Tschauner Qualität! Ihr lasst Euch alle so einen Müll an die Rippen leiern, das ist schon fast nicht mehr normal! Der Gesundheit zu liebe ging sie, ich lach mich schief - zwei Weiber hat man trotz Krebs nicht von Ihrem Sessel
      entfernen können! Und sie geht wegen Pollenallergie - hihi!
      Was soll das blöde Gelaber - sie bedankt sich bei den Kindern? Hier gibt's nicht mal einen
      Tschauner, vermutlich sollte es ein Oscar werden!!

    • Undine
      21. Mai 2017 08:28

      @McErdal

      Nein, @McErdal, da haben Sie mich ordentlich mißverstanden---ich habe diese ganze KOMÖDIE Glawischnigs auch als lächerlich und peinlich empfunden---ich wollte nur spöttisch diese eigenartige, aber häufige "Verrenkung" der Grünen aufzeigen, die ja immer so leicht zu durchschauen ist: Der Vdb gaukelt VOR einer WAHL Heimatliebe vor, die Glawischnig spielt Mutterliebe vor, wo doch die linxlinken GRÜNEN HEIMATLIEBE und MUTTERLIEBE immer schon mit Stumpf und Stiel AUSROTTEN wollen--- und die Hälfte der Wähler fällt auf diese Schmierenkomödie herein.

  9. Riese35
    19. Mai 2017 11:05

    Man kann im Interesse Österreichs nur hoffen, daß der Hype anhält, Kurz daraus Nutzen zieht und Kurz damit Erfolg hat, natürlich vorausgesetzt er hat den Willen das umzusetzen, was er ankündigt, zumindest in überwiegendem Ausmaß.

    Sicher, manche seiner Ankündigungen hätte er sich lieber sparen sollen wie z.B. das Reißverschlußsystem. Und für seinen Erfolg entscheidend wird sein, wen er nun als seinen Mitarbeiterstab auswählen wird. Wenn er auf solche Leute wie Blümel setzt, die den Zeitgeist als neue Staatsideologie anhimmeln, oder auf seine heute auf JVP und NEOS aufgeteilte Gailomobiltruppe, mit denen er offenbar auch privat freundschaftlich verbunden ist, dann ist es schade, daß er überhaupt anfängt. Wenn er hier nicht sach- und personalpolitisch hart durchgreift und sich von solchen Leuten wie Blümel distanziert, wird er gleich wie Mitterlehner und seine Vorgänger scheitern.

    Auch Schüssel ist deshalb gescheitert, sach- und personalpolitisch, weil er auf halbem Wege stecken geblieben ist und seine "Vertrauten" wie Gehrer - auch eine Quotenbesetzung! - seine richtigen Ansätze konterkariert haben. Ich denke z.B. nur an die Schulpolitik mit den Stundenkürzungen, die Gehrer brutal durchgezogen und damit den Weg für eine sozialistische Schulpolitik geebnet hat.

    Mehr denn je braucht die Politik heute eine solide geistige Grundlage, einen gemeinsamen Geist, wie ihn einst der Kaisersessel in Aachen symbolisiert hat. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Ideologie! Das ist der Denkfehler 1. Und wir brauchen die richtige Ideologie, nicht irgendeine wie z.B. die Ideologie des Zeitgeistes oder die Ideologie Karl Marxens. Das ist der Denkfehler Nr. 2. Während die einen modern sein wollen und neue "Perspektiven" entwickeln, die geradewegs in die Homo- und Genderideologie mit ihren Quoten und Moralspitzelposten wie jenem von Winkler führen, suchen die anderen Lösungen zu technischen, wirtschaftlichen, biologischen und physikalischen Fragestellungen in der Literatur Karl Marxens und seinen Anbetern, die diesen Unsinn noch weiterentwickeln wollen. Während das Konzept Kaiser Karls zu einem ungeheueren Aufstieg Europas geführt hat, hat uns der Marxismus überall, wo er umgesetzt wurde, nur ins Massenelend geführt.

    Kurz steht politisch von zwei entscheidenden Problemen bzw. Herausforderungen, die auch wir Wähler erkennen und ihn danach - politisch, nicht persönlich! - beurteilen müssen:

    1) Im Windschatten dieses Kurz-Hypes sammeln sich Scharen von Glücksrittern, Möchtegernpolitikern und vor allem auch die mächtigen Zirkel, die es gewohnt sind, aus dem Hintergrund den Ton anzugeben, Denkfabriken, ThinkTanks etc. Sie muß Kurz nicht als Problemlöser, sondern als Problemverursacher begreifen. Zu den Glücksrittern und Möchtegernpolitikern zählen auch seine Vertrauten aus der Gailomobilzeit wie z.B. Blümel mit seinem Zeitgeistkult. Ein Problemlöser ist z.B. Orban, und nicht Konrad. Um Erfolg zu haben, ist es absolut unerläßlich, daß er diese Gestalten beinhart von seiner Umgebung fernhält und sich kein faules Ei in seine Mannschaft setzt. Das Angebot von Kern hat er zwar bereits ausgeschlagen, die größeren Feinde sitzen aber in der eigenen Partei. Wird er den Weitblick, den Willen, die Kraft und auch das nötige politische Geschick haben, sich derer zu erwehren und auch verlockende Angebote - ich denke z.B. an transatlantische Oligarchen - auszuschlagen?

    2) Weitblick, Wille, Kraft, Geschick! Am Willen und am Geschick zweifle ich nicht. Damit hängt er im Moment alle Konkurrenten und Gegener ab. Am Weitblick schon ein wenig, wenn man sich z.B. den Reißverschluß anschaut. Damit punktet er höchstens bei seinen Parteiemanzen, aber nicht beim Wahlvolk. Hat er eine Ideologie? Und wenn ja, welche? Der entscheidende Punkt ist aber die Kraft:

    Im Moment steht Kurz hoch im Kurs, denn es geht um Wählerstimmen, die sonst niemand einzusammeln imstande ist. Das haben alle begriffen. Deshalb ist sein "Aktienkurs" derzeit so hoch. Also schickt man ihn voraus, gesteht ihm alle Forderungen zu und versucht, einen Platz in seinem Windschatten zu ergattern.

    Das ändert sich aber rapide, sobald der Wahlsieg eingefahren ist. Nach der Wahl ist nicht vor der Wahl. Dann sind für 5 Jahre Wählerstimmen einmal wertlos. Was bestimmt sonst noch Kurzens "Aktienkurs"? Beruflich hat er kein eigenes Standbein, keinen Beruf, der ihm Unabhängigkeit und Unerpreßbarkeit verleiht. In der Politik ist er nur so lange "wertvoll", als er mit den Zirkeln, die sich derzeit in seinem Windschatten befinden, kooperiert. Welche machtpolitischen Trümpfe hat Kurz nach der Wahl, um auch das durchzusetzen, was er jetzt alles ankündigt? Während der Westen laufend politischen und finanziellen Einfluß auf Österreich nimmt, herrscht immer große Aufregung, wenn einmal auch nur ein Cent aus dem Osten kommen sollte. Wo sind seine machtpolitisch Verbündeten?

    Das sind die entscheidenden Fragen, die wir Wähler uns stellen sollten. Nicht wer uns sympathisch ist, ist das Kriterium. Nicht eine Gefühlsduselei, in die vor allem Frauen oft verfallen. Nicht wen wir gut kennen, ist das Kriterium. Nicht wer weniger Fehler gemacht und weniger dumme Aussprüche getätigt hat, ist das Kriterium. Es geht um die wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit, und das sind unsere geistigen Grundlagen, die Europa ausmachen, falsch verstandene Religionsfreiheit, das Vordringen des Islam durch gezielte Zerstörung unserer Familien und islamische Gebärmaschinen, Völkerwanderung, Kultur und Überleben unseres Staatsvolks mit allem, was dazugehört. Alle anderen Fragestellungen reihen sich weit hinten an. Ob ich in wirtschaftlichem Reichtum oder bitterer Armut von einem künftigen IS, wenn einmal der Islam hier die Mehrheit hat, geköpft werde, ist dann nebensächlich. Das Kriterium für mich als Wähler ist, wer in diesen Fragen der Beste ist, und zwar in viererlei Hinsicht: Weitblick, Wille, Kraft, Geschick.

    Verteufeln wir nicht Kurz, denn wir brauchen ihn. Es gibt kaum einen anderen, der so viel politisches Talent hat wie Kurz, und der außerhalb der FPÖ so viele vernünftige Denkansätze geäußert hat. Geben wir ihm die Kraft, vor allem auf geistiger Ebene. Bedenken wir aber auch, daß Kurz diese Kraft nur gemeinsam mit anderen Kräften haben wird, die hinter ihm stehen müssen: das ist im Inland eigentlich nur die FPÖ, deren Schwächung in direkter Konsequenz auch eine Schwächung Kurzens bedeutete. Und das sind im Ausland die Visegrad-Staaten mit ihren Regierungen, die im Gegensatz zu Brüssel ein subsidiäres Konzept verfolgen. Und unter vorgehaltener Hand: Rußland. Eine solche Kooperation hat Österreich bitter notwendig, und es kann in einer solchen Kooperation nur Gewinner geben. Es gibt dazu keine Alternativen.

    Das erkannt, sollten wir uns wie ein Schachspieler überlegen, welche Züge wir zu setzen haben, daß am Ende das herauskommt. Nicht unsere Gefühlsduselei und Sympathie ist entscheidend für unser Überleben, sondern diese nüchternen, sorgfältig durchdachten Zusammenhänge, die oft gar nicht so einfach zu durchblicken sind, vor allem, wenn man ein einschlägiges Universitätsstudium hinter sich gebracht hat und darauf gedrillt ist, in der Diplomarbeit alles und jedes gegendert zu haben. Dort verlernt man oft den Blick für das Wesentliche. Wenn ich bedroht werde, werde ich mich auch mit der Waffe wehren oder die Polizei rufen, und nicht den sympathischen Altenpfleger oder die Kindergartentante von nebenan.

    Und bedenken wir: vor der Wahl ist nicht nach der Wahl. Wenn Kurz keine starke FPÖ an der Seite hat, werden die einflußreichen ÖVP-Kreise, die gut mit Brüssel vernetzt sind, wieder die Oberhand bekommen und Kurz sehr enge Grenzen setzen, in denen er sich bewegen darf. Dann wird er so gut wie nichts von dem, was er jetzt sagt, umsetzen können. Kurzens Ast, auf dem er sitzt, ist die FPÖ, auch wenn er bei einer anderen Partei ist. Wenn er sich diesen Ast absägt, dann ist auch Kurz Geschichte.

  10. Josef Maierhofer
    19. Mai 2017 09:57

    Ich sehe zum zweiten Punkt nur, dass Kurz ein Ablaufdatum hat, wenn er die Wahl nicht überzeugend beendet (Zuwachs bei der ÖVP).

    Ich sehe zum ersten Punkt, dass die ÖVP so heterogen ist, dass es zu 'Heucheleien' kommen muss, auch wenn man zu den Durchgriffsrechten ja gesagt hat.

    Den Journalistenpunkt sehe ich düster für die ÖVP, die feiern jetzt Kurz ab und werden ihn bekämpfen. Da ist im Augenblick Strache in den Schatten gerückt.

    Ich denke, nur die Vernunft der Wähler kann diesem Treiben ein Ende setzen. Die Medienmanipulation, die Alimentierung muss ein Ende haben, es muss wieder Wahrheit berichtet werden und Hetze weggelassen werden. Die Meinungsfreiheit muss wieder hergestellt werden.

    Ich hoffe auf die Vernunft der Wähler und wähle Blau, die einzige Partei, der ich Recht und Ordnung im Land, Grenzkontrolle und Beendigung der Asylmisere zutraue.

    Bloß hoffe ich dann wieder auf eine vernünftige ÖVP, die das alles mittragen kann und sich mit den in der Linksabwesenheit der ÖVP von den Freiheitlichen konservierten Werten (Familie, Bildung, Ordnung, Grenzschutz und Kontrolle, Heimat, Fleiß, Ehrlichkeit, etc. ) wieder identifizieren kann.

    Es stehen Reformen an: Verwaltung, Verfassung (Kammern raus, Familien rein, Tierschutz raus, ....), Förderung, Föderalismus, Eigenverantwortung der Bürger, der Länder, Budgetdisziplin, europakritischeres Verhalten, Europroblematik, Genderproblematik, ... alles eigentlich Punkte, in denen die ÖVP mit den Freiheitlichen übereinstimmen müsste.

    Also ich wünsche mir nicht Sebastian Kurz und Christian Kern, sondern Heinz Christian Strache und Sebastian Kurz als Kanzlerduo in Österreich nach den Wahlen im Herbst und zwar mit einer 2/3 Mehrheit zusammen.

    • Riese35
      19. Mai 2017 11:13

      Sehr richtig! Ich habe dieselben Wünsche. Das wird aber nur funktionieren, wenn die FPÖ entsprechend stark ist und bleibt, denn Kurzens jetziger Freiraum, den ihm die diversen ÖVP- und transatlantischen Zirkeln gewähren, beruht schon jetzt auf der Stärke der FPÖ.

      Schüssel ist auch in dem Moment selbst gescheitert, als er die FPÖ bzw. das BZÖ zertrümmert hatte. Und Schüssel brachte anfangs gegen innerparteilichen Widerstand erst dann die Kraft auf, mit der FPÖ gemeinsam zu regieren, als die ÖVP am dritten Platz gelandet ist.

      Daraus sollte man Lehren für die kommende Wahl ziehen. Kurzens größte Widersacher lauern in seiner eigenen Partei, gegen die er sich umso weniger wehren kann, ...

    • Riese35
      19. Mai 2017 11:13

      ... je mehr Stimmen die ÖVP bei der Wahl bekommt.

    • Josef Maierhofer
      19. Mai 2017 18:16

      @ Riese35

      Ja, so ist es.

      Was mich aber traurig macht, ist der Fakt, dass die Menschen das alles nicht mehr wissen, dass es ihnen egal ist, etc.

      Brauch ich bloß mich auf der Straße umsehen, was da Themen sind, jedes 3. Wort ist AMS ...

    • Riese35
      19. Mai 2017 19:09

      @Josef Maierhofer: Wirklich? AMS? Wenn Sie in Wien U6, d.h. mit der Stadtbahn fahren, hören Sie am häufigsten "Frieden". "Friede auf Euch". "As-salaamu alaikum"! "Friede", "Salaam"! Diese Linie verbindet die wichtigsten muslimischen Gebetsräume.

    • Josef Maierhofer
      20. Mai 2017 10:16

      @ Riese35

      Gut, da ich die Sprache nicht wirklich verstehe, habe ich die U6, die ich kaum benutze, weggeblendet, bisher. Werde aber zuhören in Zukunft.

  11. Undine
    19. Mai 2017 09:38

    Für mich sieht es gegenwärtig so aus: In Ö haben sich zwei politische Lager gebildet: Eines PRO (moslemische) Migranten, eines KONTRA (moslemische) Migranten---ersteres mit 100-prozentiger Unterstützung der Medien, v.a. des ORF, letzteres bekommt ausschließlich heftigsten Gegenwind von ORF und der sonstigen Lügenpresse.

    Dem einen Lager gehören die ISLAM-VERSTEHER an, zu denen erwiesenermaßen auch Sebastian KURZ zählt, also SPÖ-ÖVP-GRÜNE-NEOS, im anderen Lager, also bei den ISLAM-VERHINDERERN, kämpft alleine auf weiter Flur die FPÖ.

    Wir haben es also mit einer österreicherfeindlichen / islamfreundlichen Blockpartei SPÖÖVPGRÜNENEOS und einer österreicherfreundlichen / islamfeindlichen Opposition FPÖ zu tun.

    • dssm
      19. Mai 2017 09:52

      @Undine
      Und da uns diese Neubürger viel Geld kosten werden, müssen bald wieder die Steuern erhöht werden und der Wohnraum wird knapper und knapper werden, also müssen Zwangsmaßnahmen her, also ist jede pro-Islam Gruppe automatisch wirtschafts- und eigentumsfeindlich. Womit jeder Wirtschaftsliberale und Anhänger von ‚Privat statt Staat‘ automatisch auch als Wähler der pro-Islam-Gruppe ausfällt.

    • McErdal (kein Partner)
      21. Mai 2017 08:09

      @ Undine
      Kunststück, wird dieses Lager (Medien) sehr gut bezahlt, oder und wird "gut motiviert"
      von den Leuten, welche die Strippen ziehen a la SOROS, CIA..
      Und NEIN, Kurz ist kein Islamversteher, sondern ein Verursacherer, er sitzt in der
      European Council on Foreign Relations - der SOROS Denkfabrik neben Erhard Busek, Gerald Knaus, Ursula Plassnik, Albert Rohan, Wolfgang Schüssel, Hannes Swoboda,
      Andreas Treichl! Das sind keine Versteher - das sind Verursacher!
      Lesen sie bitte das und es wird Ihnen sprichwörtlich alles runterfallen.
      **Mit Eid gegen das Volk** nicht unbedingt kurz, aber aufschlußreich,
      beim h o n i g m a n n

    • Torres (kein Partner)
      21. Mai 2017 11:02

      Sie tun dem Team Stronach unrecht: Es ist zwar klein und wird wahrscheinlich bald keine Rolle mehr spielen, doch steht es derzeit absolut bei den Islamisierungs-Gegnern, womöglich noch schärfer als die FPÖ.

  12. El Capitan
    19. Mai 2017 09:16

    Eine Durchsicht der Zeitungen der letzten Tage zeigt, dass die linken Journalisten im Panikmodus agieren. Auch in den Leserbriefspalten tut sich ein Jammertal nach dem anderen auf. Sogar Strache vergießt Tränen und nennt die "Kurz-Partei" jetzt "KPÖ". Es ist kaum zu glauben, wie ein Dreißigjähriger eine ganze Gilde zum Durchdrehen bringt.
    Respekt!

    In der deutschen Wochenzeitung die ZEIT findet sich ein Bericht über 3 Seiten (!!!), der aber relativ sachlich ist. Jedenfalls kein Panikmodus. Nur Anton Pelikan darf dort ein bessere gegen Kurz motzen. Demnach hat Kurz die ÖVP abmontiert und eine "Forza Austria" geschaffen.

    Die Anti Kurz-Hysterie wird sich bis zum Herbst steigern. Ich fürchte, die immer schriller werdenden Töne werden bei uns den Tinnitus zur Volkskrankheit machen.

    • Riese35
      19. Mai 2017 11:34

      Und das alles ist noch gar nichts im Vergleich zu dem, was zu erwarten ist, wenn Kurz einmal wirklich an die Tat gehen und das umzusetzen beginnen sollte, was er jetzt ankündigt.

      Die erste Hürde wird der Bundespräsident bei der Angelobung einer Regierung sein. Und dann wird Brüssel kommen, Drohungen, Sanktionen etc.

  13. Helmut Oswald
    19. Mai 2017 09:06

    Jubelscharen und die Pompfüneberer - Kurz der Wunderwuzzi, ich glaube allmählich reicht es. JA, die meisten Parteimitglieder sind an innerparteilicher Demokratie nicht interessiert - übrigens auch der Blogautor nicht, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann - und, nein Kurz ist weder Erdogan noch Führer von irgendwas ... aber wisst ihr was, es ist jetzt allmählich genug. Wenn dieser Blog nur ein Thema hat, wird uns bald Allen die Kaffeesudleserei bei den Ohren heraushängen.

    Ich wiederhole: lasst den Mann jetzt einmal machen und beurteilt nicht ununterbrochen , was sein könnte, wann wo ein Sack Erdäpfel umgefallen ist, nachdem Kurz daran vorbeigegangen ist - es hilft doch alles nichts, der Kerl hat jetzt eine Position, in der man ihm einam zubilligen muß daß er beurteilt wird nach seinen Taten - und nicht danach, was er möglicherweise mit 16 an eine Klotüre gekritzelt hat. Abstand gewinnen, beobachten, bewerten - noch genauer betrachten und dann beurteilen. Irgendwann ist Schluß mit der Zerfaserung.
    Kurz - lass Dir Zeit, und handle klug und entschlossen. Kümmere Dich nicht, was die Lügenpresse herumsudert - keiner von denen weiß was und keiner von denen hat etwas zu verantworten, es sei denn sein eigenes plattes Geschwätz.

    Und den Freiheitlichen: raus aus der Hängematte. Mit dem Repertoire von Gebrauchtwagenverkäufern und der der Unbestechlichkeit von Parolen aus der Waschmittelwerbung ist Schluß. Ihr habt jetzt Konkurrenz. Behandelt sie fair,
    übermorgen müsst ihr vielleicht kooperieren. Und wenn ihr diesen Sch-.. Sozis, die die Linken über Jahrzehnte hochgepäppelt haben wie eine Muttersau ihren Wurf noch einmal Pardon gebt, dann seid ihr bei mir abgemeldet. Alles klar?

    • Erich Bauer
      19. Mai 2017 09:25

      Wie wohltuend dieser Beitrag. So ganz ohne Küchenpsychologie und Sterndeuterei. Schönes Wochenende. Und ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen.

    • dssm
      19. Mai 2017 10:19

      @Helmut Oswald
      Da möchte ich doch widersprechen!
      Genau jetzt beginnt bei der ÖVP die Programmarbeit (hoffentlich). Dieses Programm wird die anderen Parteien, insbesondere die FPÖ, zu einer öffentlichen Stellungnahme zwingen. Da das Unterbergerforum sehr populär ist und von den Parteigranden gelesen wird, sollen die durchaus wissen wo der Schuh drückt. Jetzt ist auch die Zeit in Wirtschafts- oder Bauernkammer aktiv zu werden! Egal ob man diese Organisationen am Liebsten aufgelöst hätte.

      Herr Unterberger sollte als am Thema bleiben! Die Abonnenten sollen aktiv bleiben. Auch wenn uns die Politik längst zum Hals heraus hängt.

    • Helmut Oswald
      19. Mai 2017 10:38

      @ dssm - Widersprechen Sie, ich hoffe sie haben recht. Ich glaube nicht, daß in der ÖVP Programmarbeit beginnt - außer für ein Wahlkrampfprogramm vielleicht. Also mit anderen Worten, es werden Reklameartikel zusammengestellt für das Wahlvolk. Was wir hier im Blog wollen, das stand im Grunde doch unüberhör- oder unüberlesbar die letzten zwei Jahre mit Feuerzeichen an die Wände der Republik geschrieben. Da soll es noch Mißverständnisse geben ? Meinetwegen - die Fußkranken der Völkerwanderung - denen fasst man vielleicht noch einmal kurz (ein Wortspiel) das Wesentliche zusammen - vielleicht haben Sie recht. Irrtümer über was wir brauchen halte ich für ausgeschlossen. Kurz - Haider oder Macron?

    • Erich Bauer
      19. Mai 2017 11:01

      Keine pol. Partei - auch nicht die FPÖ - zeigt klare Kante bzw. zeigt ernsthafte, überzeugende Absicht Genderismus, political Correctness, wie auch Frühsexualisierung mit aller gebotener "Gewalt" in die Mülltonne zu treten. Solange das nicht passiert bleibt "Politik" ein Gelaber auf einer Ebene von Küchenpsychologie, Astrologie und herzzerreißender Naivität div. Partei-"Fans".

      Auch die absolute Mehrheit im Unterbergerforum kann die Brisanz dieser Gesellschafts-Vergewaltigung partout nicht erkennen. Sie sieht es trotz wiederholter Hinweise als nebensächlich an... O-Ton meines Opas: Der Mensch denkt soweit, wie ein Schwei sch....

    • Riese35
      19. Mai 2017 11:27

      @dssm: >> "Genau jetzt beginnt bei der ÖVP die Programmarbeit (hoffentlich)."

      Ich hoffe, daraus wird keine Reanimierung der "Perspektivengruppe" von Josef Pröll, also eine Version 2.0, wie sie sich Gernot Blümel schon herbeisehnt. Diesen alten Hut brauchen wir nicht.

    • franz-josef
      19. Mai 2017 12:23

      Wie wahr, Erich Bauer 11.01 h.
      Ihre Aufzählung ist unleugbar richtig, ich füge noch hinzu das ebenfalls von keiner Partei ins Programm genommene Rückführen sämtlicher Nichtflüchtlinge und illegaler Grenzüberschreiter sowie Beendigung des Islamisierungsprogramms. Dazu gibt es keine eindeutigen Worte. Von keinem.

    • Erich Bauer
      19. Mai 2017 12:32

      @franz-josef,

      Es muss einfach wirklich klar erkannt werden, dass diese 3, von mir aufgezählten Gesellschafts-"Gesetze" alles weitere erst ermöglichen. Diese mit teuflischer Heimtücke aufgestellte Gesellschafts-"Rechtsordnung" ist die - offenkundig kaum registrierte - GRUNDLAGE für Islamisierung und Auslöschung der hinderlichen VÖLKER!

    • King Crimson (kein Partner)
      21. Mai 2017 09:11

      Helmut Oswald: "Und wenn ihr (Anm.: FPÖ) diesen Sch-.. Sozis, die die Linken über Jahrzehnte hochgepäppelt haben wie eine Muttersau ihren Wurf noch einmal Pardon gebt, dann seid ihr bei mir abgemeldet. Alles klar?"

      Vollste Zustimmung, das unterschreibe ich! Dieser Schritt wäre der Todesstoß für die FPÖ und würde von vielen FPÖ-Wählern als Verrat angesehen!

      Übrigens, wenn die Österreicher nun im Oktober, nach VDB ein zweites Mal auf das taktische Spiel einer Partei (ÖVP) reinfallen, dann sehe ich schwarz fürs Land!

  14. Bob
    19. Mai 2017 08:54

    Ein Skandal ersten Ranges, sind die Förderungen an den"Künstler" Nitsch. Diese Geschichte muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:
    https://www.unzensuriert.at/content/0024047-FPOe-will-Foerderungsverbot-fuer-Blutkuenstler-Nitsch

    • Mentor (kein Partner)
      21. Mai 2017 11:53

      @ Bob:
      Habe mir Ihren Link angeschaut. Da zeigt sich die Perfidie der roten Abgeordneten: "Blutschande" steht im ÖWB für Inzest. Die verwechseln (sicher absichtlich) den Begriff mit dem Nazi-Diktum "Rassenschande".
      Inzest ist ja in einem Teil der SP-Wähler Teil seiner Volkskültür.

  15. Bob
    19. Mai 2017 08:40

    Kurz und Kern haben eines gemeinsam: sie sind ausgezeichnete Rhetoriker, die alle Augenblicke ihre Meinung ändern, oder überhaupt Blödsinn verzapfen. :ich gebe einige Beispiele: new Deal, Plan A, nurKurz als BK, Geilomat im Geilomobil, Asylanten gebildeter als die Östertrottel(im Bezug auf das ergaunern von Sozialleistung mag das stimmen), Verbesserung der Willkommenskultur etc.
    Diese Liste ist endlos fortzusetzen, und die guten Vorschläge 1:1 von der FPÖ kopiert, die bislang immer als umstrittene populistische rechtsextreme Nazipartei hingestellt wird.
    Haben Kern und Kurz eigentlich kein Schamgefühl? Sie müßten sich doch bei der FPÖ durch die jahrzehntelange Ausgrenzung entschuldigen.

  16. dssm
    19. Mai 2017 08:35

    Den Hype verstehe ich nicht! Im Lauf der Zeit hat Kurz so gut wie bei jedem Thema erst das Eine und dann das Andere verlauten lassen, für was steht der eigentlich?
    Dazu ÖVP! Ich habe die gebrochenen Versprechen nicht vergessen! Ich habe auch nicht vergessen, daß wer Kurz wählt auch den Karas bekommt; oder ist der jetzt Geschichte? Dazu saß die ÖVP auf der Regierungsbank als rund um die letzten Steuererhöhungen eine massive Hetzkampagne gegen die Privatwirtschaft lief. Wie viele Phantastillionen Steuerhinterziehung hat der ÖVP(!) Finanzminister den Gewerbetreibenden unterstellt? Welche Partei stellt jenen Justizminister, welcher die Zensur mittels ‚Hass‘paragraphen wieder eingeführt hat?

    Aber noch sind ja einige Monate Zeit! Da kann ja noch etwas zu ORF und Medienbestechung kommen oder zum Aufräumen in der Justiz, in den Universitäten, Schulen, E-Versorgern, ÖBB …

    Und nebenbei bemerkt, ist der zeitliche Rahmen für die Neuwahlen nicht zufällig mit anderen Ereignissen gekoppelt worden? Die EZB muss in spätestens vier bis fünf Monaten die nächste Stufe zünden, dann kann man keine deutschen Anleihen mehr kaufen, einfach weil man den Markt leer gekauft hat. Und jede Handlungsoption der EZB wird entweder die Finanz-Wirtschaft abstechen oder ein massiver Rechtsbruch sein! Eine pro-europäische Partei könnte sich dann ein wenig schwer tun. Aber keine Angst, kein Journalist wird vor der Wahl dies thematisieren, erst nach den Wahlen in D und A (plus I?) wird uns dies wie der Blitz aus 'heiterem Himmel' treffen.

  17. Politicus1
    19. Mai 2017 08:05

    Auch die ÖBB (dort war Kern Chef!) haben die Zeichen der Zeit erkannt und führen auf der Wiener S-Bahn KURZzüge - und das in der Wiener KERNzone!

  18. Ausgebeuteter
    19. Mai 2017 07:41

    Ich hoffe, Sebastian Kurz bleibt mit seinen Beratern und der Unterstützungsgruppe TEAM-KURZ "am Boden der Realität", denn auch in der Politik wird nur mit "Wasser gekocht". Journalisten, Leute in den Parteigremien und besonders die Bevölkerung sind sehr volatil, d.h. von einer Begeisterung kann es schnell eine Abkehr kommen. Treue Unterstützer, welche auch in vorübergehend schlechten Zeiten zu ihrer (Fussball-)Mannschaft halten, gibt es wenige.

    Hier im Forum haben einige ich den Tod der Volkspartei (mit Hinweis auf die Schwesterpartei in Italien) prophezeiht bzw. gewünscht, aber die ÖVP (wie auch Linke) wird es auch weiterhin geben. Der wertkonservative Gerhard Michler - wie auch der Blogbetreiber und einige andere - haben an diese Partei auch in schwierigen Zeiten "geglaubt" und dies "durchgestanden", Denn wirkliche Alternativen mit vernünftigen Zielvorstellungen hat Österreich nicht anzubieten. Die FPÖ macht leider immer wieder Fehler und das Team Stronach wird voraussichtlich nicht mehr die NR-Eintrittshürden bewältigen.

    Noch etwas: Kurz wird in Zukunft nicht nur mit den anderen Parteien "kämpfen" müssen, auch der Friede innerhalb der Partei ist nicht von langer Dauer, denn viele bisherige Funktionäre wollen diese "Erneuerung" mittelfristig nicht mitmachen.

    P.S: Ich wünsche mir, dass der genannte "Wertkonservativer" hier wieder aktiv mitdiskutiert und die übrigen Blogteilnehmer ihm gegenüber sachlich bleiben und nicht nachtragend sind.

    • Ausgebeuteter
      19. Mai 2017 07:46

      Sinnstörender Fehler am Beginn der zeiten Absatzes, daher richtig:

      Hier im Forum haben einige sich den Tod ....

    • dssm
      19. Mai 2017 08:43

      @Ausgebeuteter,
      ich war ja über Jahre einer der Wenigen, welche auch Positives rund um die ÖVP sahen. Die breite Personalreserve ist immer noch da, aber die nützt keinem mehr. Irgend wann muss man einsehen, daß es kein christlich soziales Element mehr gibt. Quoten-Kurz, Hassparagraphen-Brandstätter, Alle-Unternehmer-sind-Steuerhinterzieher-Schelling, Neue-Mittelschule-Platter … und man könnte rund um Schule, Familie, Zuwanderung, ORF, ÖBB und Verwaltung noch genügend Zerstörer mit ÖVP Hintergrund ausmachen.

      Mit Kurz kommt die lange erhoffte Änderung der ÖVP, aber nicht in eine wirtschafts- und eigentumsfreundliche, demokratische und christlich soziale Richtung, sondern weiter nach Linx.

    • Charlesmagne
      19. Mai 2017 10:23

      @dssm - das fürchte ich auch. Aber warum sollte Kurz sich kämpferischer für konservative Werte und die Ethik des Christentums einsetzen, wenn das nicht einmal die Oberpfaffen tun und sich lieber einen Chrislamen zum Chef in Rom erkoren.

    • keinVPsuderant
      19. Mai 2017 11:53

      Mit dem Wunsch nach "christlichen" Werten in Österreich ist's nicht weit her. Kaum tritt eine eindeutig christlich geprägte/deklarierte Partei bei Wahlen an, kommt sie nicht über 0,x Prozente!

  19. Das Pingerle
    19. Mai 2017 07:28

    ad Mitterlehner:
    Er hat eine Wahlempfehlung für den links-extremen Van der Bellen abgegeben. Das war unverzeihlich! Gut, dass er weg ist.

  20. Tegernseer
    19. Mai 2017 06:32

    Auch wenn Kurz in diesem Blog noch so gepriesen wird sollte man nicht vergessen, dass dieser junge Mann noch nie in der Privatwirtschaft gearbeitet hat, eigentlich nur die Ideen von den Freiheitlichen übernommen hat und trotz umfangreicher Befugnisse mit Karas, Molterer und Co auskommen muss. Dies ist die wahre Volkspartei! Der Sozialist Macron wurde ja auch nur violett angemalt...

    • Wyatt
    • Politicus1
      19. Mai 2017 08:02

      Was sollen die ewigen Forderungen nach einer Erfahrung in der Privatwirtschaft?!
      Warum soll ein Do&Co Chef ein besserer Bundeskanzler sein, als es ein Schüssel oder ein Figl waren?
      Ist ein Hotelier automatisch zum Spitzenpolitker qualifiziert?
      Jeder hat seine Qualitäten und seine Meriten, aber auf unterschiedlichen Gebieten.

      KURZ hat mit seinen jungen Jahren bereits mehr erfolgreiche Leadership bewiesen als so mancher in der Privatwirtschaft.
      Auch Politik ist heute mehr denn je ein hartes Geschäft. Eve Glawischnig ist der jüngste Beweis dafür ...

    • Sandwalk
      19. Mai 2017 08:48

      Jammern nützt gar nichts. Am wenigsten in der Politik.

      Kurz hat die ÖVP - zumindest zurzeit - von Einen Haufen underdogs zu einer Rennmaschine gemacht. Das ärgert alle, die sich auf der Zielgeraden schon auf dem Stockerl sahen.

      Nochmals: Jammern bringt nichts. Es erregt nicht einmal Mitleid.

  21. Gandalf
    19. Mai 2017 02:23

    Apropos Dummheit und Heuchelei: Die weitaus besseren Diskussionsrunden, als sie der ORF bei "Runden Tischen", "Im Zentrum" usw. (mühsam und gerade noch) mit, meist zweitklassigen, Teilnehmern zusammenbringt, kommen ja schon lange aus Salzburg, wo beim "Talk im Hangar 7" auf Servus TV überwiegend wirklich interessante und intelligente Persönlichkeiten zu Wort kommen. So war es auch gestern Abend, als eine gut zusammengestellte Runde auf hohem Niveau über die gegenwärtige politische Situation in Österreich und ihre Chancen und Gefahren diskutierte (mit überraschender Anerkennung seitens zweier prononcierter Linker für den neuen ÖVP - Obmann Kurz!).
    Aber zurück zur Dummheit: Die wurde dort von einer Frau Beate Winkler repräsentiert, die offenbar irgendwann irgendein Amterl "in der EU" bekleidet hat, aber von Beruf Malerin ist (?!?). Bitte - mehr "Frau Winklers" und mehr solcher völlig sinn- und inhaltsleerer Wortmeldungen, wie diese sie heute abgeliefert hat: Dann begreifen die Österreicher vielleicht endlich, wie dumm und letztendlich vollkommen unnötig vieles ist, das in Brüssel für teures Geld (aus ihren Taschen) geschieht - wenn denn dort überhaupt noch etwas Sinnvolles geschehen kann.

    • Specht
      19. Mai 2017 04:04

      @ Gandalf Frau Beate Winkler war die Direktorin der Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit der EU mit Sitz in Wien, geschaffen wegen der Regierungsbeteiligen der FPÖ (Sanktionen). Später wurde erweitert zu einer "Europäischen-Menschenrechtsagentur" der EU.

    • Wyatt
      19. Mai 2017 06:27

      …….und "Talk im Hangar 7" kann man sich auch zeitlich, ganz nach eigenem Belieben, übers Internet geben:

      http://www.servustv.com/at/Medien/Talk-im-Hangar-7168

    • Wyatt
      19. Mai 2017 06:36

      ………..apropos zeitlich unabhängig, z.B. "Sozialstaat" (November 2015) - nicht uninteressant:

      http://www.servustv.com/at/Medien/Talk-im-Hangar-7111

    • Riese35
      19. Mai 2017 08:43

      @Gandalf: Ja, die Hangargespräche sind im Moment das Beste, was es auf diesem Gebiet zu bieten gibt.

      Aber zurück zur Frau Winkler: für den Reißverschluß wird Kurz möglicherweise noch solche Personen mangels Alternativen benötigen.

    • Sandwalk
      19. Mai 2017 08:50

      Talk im Hangar lässt den ORF genauso alt aussehen wie momentan die Kurz-ÖVP die Kern-SPÖ.

  22. kritikos
    19. Mai 2017 02:03

    Ich freue mich über den Satz von Dr. Unterberger, dass die ÖVP so gut dastehe, wie selten in ihrer Geschichte. Es war auch höchste Zeit, für mich jedenfalls, aber ich glaube auch in der breiten Öffentlichkeit. Was ich hoffe ist, dass nicht alt-Muffel der ÖVP wie Busek & Co. zu agitieren beginnen.
    Und der jetzige und nicht frühere Abgang von Mitterlehner hat auch sein Gutes: Kurz ist inzwischen selbst gewachsen und die Parteigranden haben, allen voran die Frau Mikl-Leitner, erkannt, dass es der ÖVP an den Kragen geht. Und daher seine Forderungen akzeptiert. Nach dem Abgang des NÖ-Fürsten ist es sicher leichter gewesen.
    Die Haltung und das Geifern der Medien im Lande war zu erwarten. Vielleicht besinnen sich einige Medien doch der Pluralität und die Journalisten folgen der Standard-Chefin zur Süddeutschen. Ob es der ORF auch begreift?

    • oberösi
      19. Mai 2017 02:37

      Der Abgang Onkel Erwins war tatsächlich die Voraussetzung für den Coup. So konnte er in Ruhe aus dem Ruhestand die Fäden ziehen und das "Radlbrunner Ermächtigungsgesetz" vorbereiten, durch das Kurz zu dem werden konnte, was er nun ist.

    • McErdal (kein Partner)
      21. Mai 2017 08:30

      @ Oberösi
      Volltreffer - versenkt......................





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