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Wie herrlich: Wir können wieder vom Terror ablenken

Die spinnen die Deutschen. Da hat ein (mutmaßlicher) Schwerverbrecher und Terrorist in einer Gefängniszelle Selbstmord begangen – und ganz Deutschland rotiert: Wie durfte das nur geschehen! Was für ein furchtbares Versagen der Justiz! Mit nachträglicher Ergänzung.

Wahrscheinlich bin ich jetzt ein Unmensch, wenn ich sage: Na und? Mich haben jedenfalls so ziemlich alle Selbstmorde, von denen ich in meinem Leben bisher gehört hatte, weit mehr erschüttert. Und Morde wie geplante Terroranschläge noch viel, viel mehr, bei denen neben dem (Selbst)Mörder, auch Dritte ums Leben kommen.

Dennoch ist Deutschland unglaublich erregt. Warum nur?

Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, dass viele Medien schon wieder heilfroh sind, dass sie nicht mehr über den wahren, für die Propagandisten der Willkommenskultur so blamablen Skandal schreiben müssen. Nämlich darüber, dass ein syrischer Terrorist (wieder einmal) zuvor als armer schutzsuchender Flüchtling Asyl bekommen hat. Und dass dieser „Flüchtling“ sogar wochenlang ungehindert in die Türkei und nach Syrien zurückreisen hat können. Aber viele Gutmenschen werden wohl argumentieren: Auch „Flüchtlinge“ hätten doch Anspruch auf Urlaub. Offenbar auch in dem Land, aus dem sie geflohen sind.

Andere werden wiederum beklagen: Aber es ist schon schade, dass man jetzt nichts mehr erfährt über die Kontakte des Mannes und die Hintergründe der Terrorplanung. Das wäre in der Tat hochinteressant. Nur zeigt ein Vergleich mit Paris, dass das wohl eine Illusion ist: Das Pariser Megaverfahren gegen einen dortigen Mega-Terroristen ist nämlich geprägt davon, dass der Mann seit Monaten absolut nichts ausgesagt hat. Daher ist stark anzunehmen, dass auch der in Sachsen erwischte Terror-Bastler nichts gesagt hätte.

Über seine Kontakte und Hintergründe wird man jedenfalls nur auf anderen Wegen etwas herausbekommen: durch Durchsuchung seines Computers, durch seine Mails und Handydaten. Das freilich nur, soweit halt die Datenschützer nicht verhindert haben, dass entsprechende Daten gespeichert werden dürfen. Das Wirken der Datenschützer ist nämlich schon in vielen Fällen für die Aufdeckung einer Tat hinderlicher gewesen als dieser von mir so überhaupt nicht bejammerte Selbstmord.

Nachträgliche Ergänzung: Die Motivation der Mainstream-Medien, sich lieber riesig über den Selbstmord zu ereifern als über den geplanten Terroranschlag, wird jetzt noch zusätzlich weit größer, seit durchgesickert ist, von wem die Behörden über die Terrorplanung überhaupt erfahren haben: Es war der amerikanische Geheimdienst. Und der hat jafür Links- wie Rechtsaußen der Inbegriff des Bösen zu sein.

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