Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Schlechte Nachbarschaft

Vor 60 Jahren hat eines der bedeutendsten Ereignisse der Nachkriegszeit stattgefunden, das Österreich so gefordert hat wie kaum ein anderes in diesem ganzen Zeitraum. Es war die ungarische Revolution, die sehr viel mit Österreich zu tun hatte. Aber dennoch ignoriert die Republik dieses – in Ungarn und anderswo natürlich intensiv gefeierte – Jubiläum total.

Das zeigt, wie schlecht heute die politischen Beziehungen zu jenem Nachbarland sind, das bei Meinungsumfragen eigentlich immer zu den beliebtesten Nachbarn Österreichs (nach Deutschland) gezählt hat. Das zeigt zugleich, wie isoliert Österreich im mitteleuropäischen Raum dasteht. Das zeigt vor allem, wie geschichts- und orientierungslos Österreich heute dasteht.

Es gibt keinerlei gemeinsame Feiern – zwischen Bayern und Ungarn hingegen sehr wohl. Die Republik Österreich war nicht einmal zu einem würdigen eigenen Gedenken imstande. Rund um den Nationalfeiertag widmeten sich die (derzeit rein sozialdemokratischen) Spitzen des Landes statt dessen nur zwei ganz anderen Themen: erstens der Hetze gegen die FPÖ durch SPÖ-Chef Christian Kern als seinem offensichtlichen Zentralthema – und zweitens dem innigen Wunsch der Parlamentspräsidentin, dass es mehr weibliche Soldaten geben soll. Dies hat geradezu exemplarisch gezeigt, auf welch primitivem Nabelbeschau-Niveau das Land derzeit angekommen ist.

Dabei ist Ungarn derzeit wirtschaftlich in einem Tempo unterwegs, das in Österreich nur noch Neid hervorrufen kann (auch wenn natürlich nach einem halben Jahrhundert Diktatur und Realsozialismus noch von einem niedrigeren Niveau aus).

Dabei ist Ungarn mit seiner – auch unter sozialistischen Regierungen schon voll bejahten – Mitgliedschaft in der Visegradgruppe bei der einzigen funktionierenden internationalen Kooperation dabei, die für Österreich (neben der EU) derzeit möglich und wichtig wäre, die aber von Österreich (mit Ausnahme von Sebastian Kurz und H.C. Strache) voll ignoriert wird.

Dabei sind die historischen Bezugspunkte zwischen Österreich und der dann von sowjetischen Panzern brutal niedergerollten ungarischen Revolution gewaltig:

  1. Die Ungarn sind 1956 überhaupt erst durch das Beispiel Österreichs ermutigt worden, aktiv zu werden: Die Alpenrepublik hatte im Jahr davor nach zehnjährigen Bemühungen den Staatsvertrag und den Abzug der sowjetischen (und anderen) Besatzungstruppen erreicht. Moskau war jedoch in Sachen Ungarn trotz der Wende von Stalin zu Chruschtschow und dessen anfänglichem Tauwetter nicht zu einer Wiederholung dieses Beispiels bereit. Österreich war nicht als Beispiel für Ungarn, sondern für Deutschland gedacht. Moskau wollte nämlich verhindern, dass Deutschland der Nato beitritt, es versuchte den Deutschen deshalb zu signalisieren: Wenn ihr neutral wie die Österreicher werdet, könntet auch ihr eventuell die Freiheit für die sowjetische Besatzungszone, die spätere DDR, bekommen (wirklich auf den Tisch gelegt ist ein solcher Vorschlag aber nie worden).
  2. Darüber hinaus war auch im Jahrzehnt davor die sowjetische Präsenz in Ungarn immer mit Österreich begründet worden. Moskau sagte ständig, dass man Truppen in Ungarn haben müsse, um Verbindungswege und Nachschub zu den Besatzungstruppen in Österreich zu sichern. Diese Besatzung Ungarns hatte sonst keinerlei völkerrechtliche Begründung. Mit dem Abzug aus Österreich war diese Begründung eigentlich hinfällig. So glaubten zumindest die Ungarn.
  3. Die ungarische Revolutionsregierung des früheren Kommunisten Nagy wollte – ebenfalls genau nach dem Beispiel Österreichs – die vermeintlichen sowjetischen Sicherheitsinteressen durch eine ausdrückliche Neutralitätsgarantie besänftigen.
  4. Die Kämpfe in Ungarn stellten das erst einige Monate davor wieder zu voller Freiheit gekommene Österreich vor eine gewaltige Bewährungsprobe. Das Bundesheer war noch überhaupt nicht richtig aufgebaut. Man hat erst begonnen, Rekruten einzuziehen. Die Waffen bestanden großteils aus dem, was die Besatzungsmächte als für sie nicht mehr sonderlich interessant zurückgelassen haben. Dennoch hat die Regierung Raab mutig und ohne Zögern und viel deutlicher als später 1968 (Tschechoslowakei) oder 1980 (Polen) das Vorgehen der Sowjets kritisiert.
  5. Es liefen auch sämtliche Kontakte der ungarischen Freiheitskämpfer zur freien Welt über Österreich. Ebenso waren die meisten Berichterstatter Österreicher, die aus Ungarn schrieben oder photographierten.
  6. Am meisten im kollektiven Gedächtnis beider Völker haften geblieben ist die Welle der Flüchtlinge, die in Österreich mit offenen Armen aufgenommen worden sind. Der große Unterschied zu den jetzigen „Flüchtlingen“ aus Afrika und Asien: Österreich war für Menschen aus Ungarn das erste (und einzige) sichere Nachbarland, während heute die „Flüchtlinge“ aus Afghanistan, Tschetschenien, Pakistan sowie aus der gesamten arabischen und afrikanischen Welt schon in vielen anderen Ländern in Sicherheit gewesen sind, bevor sie nach Österreich gekommen sind. Sie haben Österreich als jenes Land ausgewählt, das (heute) eines der üppigsten und verschwenderischsten Wohlfahrtssysteme der Welt hat, wo von Grundsicherung bis Mindestsicherung (wozu noch viele andere Gratis-Zusatzleistungen des Gastgeberlandes wie etwa die Gesundheitsversorgung kommen) ihnen alles wie in einem Schlaraffenland vorkommt.
  7. Besonders interessant sind die Zahlen: Die rund 180.000 Menschen, die 1956 und 1957 aus Ungarn nach Österreich gekommen sind, sind zwar mehr als die rund 125.000 Afrikaner und Asiaten, die 2015 und 2016 in Österreich Asyl angesucht haben (oder es bis Jahresende noch werden). Allerdings, um seriös zu vergleichen, muss man bei dieser aktuellen Zahl auch jene Million illegaler Migranten dazurechnen, die in diesen zwei Jahren ebenfalls nach Österreich gekommen, dann aber gleich weitergezogen sind. Weiters müsste man aber auch noch eine unbekannte Dunkelziffer an Menschen dazurechnen, die 2015 unkontrolliert nach Österreich gekommen und nie registriert worden sind, die aber seither hier in ihren nationalen oder islamischen Communities leben. Damit würde jeder echte Vergleich zeigen, dass die gegenwärtige Völkerwanderung quantitativ wie qualitativ um ein Vielfaches heftiger ist als die damalige Flucht aus einem unmittelbaren Nachbarland.
  8. Noch dramatischer wird der Vergleich, wenn man sich anschaut, wie viele der Ungarn in der Folge weitergezogen sind, und zwar auf völlig legalem Weg mit allen nötigen Erlaubnissen und Dokumenten der Zielländer: Am Ende sind nicht einmal 15 Prozent der ursprünglich gekommenen 180.000 dauerhaft in Österreich geblieben. Dort sind sie bald ein meist sehr wertvoller Teil der Gesellschaft geworden. Sie waren bis auf Sprache beziehungsweise Akzent kulturell binnen kurzem total integriert. Was bei 90 Prozent der jetzigen Völkerwanderer mit Sicherheit auch binnen langem nicht gelingen wird.
  9. Schließlich war es auch in den folgenden Jahrzehnten der kommunistischen Diktatur gelungen, die Beziehungen Österreichs zu Ungarn – relativ! – konfliktfreier zu gestalten als jene zu den anderen kommunistischen Nachbarn Tschechoslowakei und Jugoslawien.
  10. Würde man die vielen und engen österreichisch-ungarischen Bezugspunkte historisch weiter zurückgehend aufzählen, dann würde das überhaupt gleich ein ganzes Buch füllen (von der Schlacht am Lechfeld über Kossuth, die Befreiung von den Türken, Rakoczi, Tököly, Kossuth, den Ausgleich 1967 bis zur Rolle des Burgenlandes, das ja Teil der ungarischen Monarchiehälfte gewesen ist).

An all das könnte und sollte Österreich in diesen Tagen erinnern. Aber es tut das nicht, obwohl hierzulande ununterbrochen Jubiläen und Gedenktage gefeiert werden. Aber die österreichische Linke hat  aus Solidarität mit ihren bei den Wahlen jämmerlich geschlagenen ungarischen Parteifreunden die Regierung Orban zu einem fürchterlichen Dämon zu stilisieren beschlossen. Da darf Ungarn nicht positiv vorkommen. Und die heutige ÖVP steht in ihrem feigen Opportunismus ihrer regierenden Schwesterpartei lange nicht so mutig und unbeirrt beiseite, wie etwa die CSU es tut. Wie es die CSU übrigens auch im Jahr 2000 gegenüber Österreich getan hat, als die Sozialisten Sanktionen gegen Österreich organisiert haben.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2016 09:50

    Ungarn ist für die sozialistische Sicht der Dinge eine unangenehme Geschichte. Einmal waren die Österreicher sehr hilfsbereit, denn es waren echte Flüchtlinge, es bedurfte keiner Lügenpresse um hier Menschen in Not zu sehen. Dann waren diese Flüchtlinge ja die Bösen! Die flüchteten ja vom seeligmachenden internationalen Sozialismus! Diese Flüchtlinge zeigten wie Integration geht, nämlich mit Fleiß und Leistung. Ebenso handelte es sich um echte Facharbeiter und Akademiker, denen musste man nicht erst zeigen wie man ein Werkzeug hält (vom richtigen Benutzen sprechen wir erst gar nicht). Dazu kamen zuerst die Frauen, Alten und Kinder, dann erst die Männer; die Männer kämpften nämlich, mit der Waffe in der Hand, für ein freies Ungarn.

    Da in der heutigen 'Flüchtlings'krise alles umgekehrt ist, will niemand von der SPÖVP, den Neos, Grünen und der katholischen Kirche (!) an diese Ereignisse erinnern.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2016 01:49

    Wieder ein Beweis der völlig aus den Fugen geratenen österreichischen Politik. Gerade Ungarn, das dem österreichischen Volk, besonders den Wienern, traditionell, geistig und emotional nahe steht, wird ignoriert. Jahrhunderte alte Verbindungen werden nicht angesprochen, der ORF tut nichts Nennenswertes zum Gedenken an 1956, wohl aus Verachtung der nicht sozialistischen Haltung Ungarns. Auch die riesige Hilfsbereitschaft der Österreicher an den - damals echten! - Flüchtlingen wird ignoriert. Ich geniere mich. Wohin sind wir geschlittert? Es sollte/könnte ja zumindest die ÖVP den Mund aufmachen, aber die fürchtet sich wahrscheinlich vor der linken Medienmaffia.

  3. Ausgezeichneter KommentatorBob
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2016 09:32

    Die linksgestrickten Medien, vorwiegend ATV und ORF, haben weder Zeit noch Motivation um sich an den Ungarnaufstand zu erinnern. Sie müssen vorrangig um die Veranstaltung der "rechtsradikalen und rechtsextremen" in Linz kümmern, und somit wird die linke Antifa mobilisiert. Man stelle sich vor, ein Herr Kickl wird auch reden, skandalös. Und das Land Oberösterreich vermietet diesen "rechtsradikalen" noch Räumlichkeiten. Und der größte Skandal ist, das linke Schreiberlinge nicht erwünscht sind.
    Da bleibt für Ungarische Erinnerungen kein Platz. Vor allem darf man den rechtsextremen Orban keine Plattform bieten. Es ist zum kotzen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorLeopold Franz
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2016 11:18

    Österreich jubiliert mit:
    Herr Gelegs vom ORF berichtet vom Trillerpfeifenprotest einiger hunderter(!) Sozialisten bei einer großen Fidesz-Feier in Budapest mit Herrn Orban. Die anderen Qualitätsmedien tun fleißig mit.
    Herr Lendvai, ein ehemaliger Informant der kommunistischen Kadar-Regierung, bewirbt im ORF im großen Stil mit großem Beifall sein neues Anti-Orban-Buch.
    Herr Kern beleidigte im Übrigen bei seinem Antrittsbesuch in Ungarn Herrn Orban nachhaltig. Seitdem ist politisch nichts passiert außer einigen vergeblichen Versuchen Doskozils, die Ungarn zu einer Rücknahme einiger Asylos zu bewegen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2016 10:44

    Wieder einmal hat unser Dr. U. ein Thema in einer Form aufgegriffen, wie man es in österreichischen Print- und TV-Medien nie finden würde. Applaus!

    Ich erlaube mir, einen weiteren Aspekt anzufügen. Am 27. Juni 1989 durchschnitten der österreichische Außenminister Alois Mock (für jüngere Leser: Ein standhafter ÖVP-Minister aus der Kurz-Leistungsklasse) und der ungarische Außenminister Gyula Horn mit Bolzenschneidern den Stacheldrahtzaun an der österreichisch-ungarischen Grenze im Burgenland. Die Fotos von diesem Ereignis sind historisch. Dieses Ereignis führte zum legendären „Trabi-Treck“ durch Österreich und leiteten das letzte Kapitel des Ostblock-Kommunismus einschließlich der DDR ein.

    Es gibt nun hartnäckige Gerüchte, dass diesem historischen Ereignis eine wochenlange Geheimdiplomatie Mock-Horn vorangegangen war. Wenn das stimmt, und daran zweifle ich nicht, dann müssten noch Unterlagen existieren. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Präsident Orban auf Ersuchen zumindest einige Dokumente freigibt, um daran zu erinnern, dass der Kommunismus eine jahrzehntelange Geißel Europas war und unser Minister Mock durch seine Initiative den Niedergang beschleunigt hat.

    Wir dürfen nicht vergessen, dass ein Teil der politischen Hysterie der heutigen Linken einer immer noch fortdauernden Trauer über den Verlust des Sozialismus sowjetischer Prägung entspringt.

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2016 10:44

    Es kam ein alleinstehendes Kind, 13 Jahre alt, seine Eltern waren erschossen worden, zu uns an die Hauptschule. Ein Lehrerehepaar (Deutsch, Geschichte) nahm den Buben auf und binnen 6 (!) Monaten konnte der Rudi Deutsch perfekt. Heute hat er noch seine Firma und beim Klassentreffen war er wieder da.

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, an all die Ängste und die Sorgen, die uns plagten, als die Revolution ausbrach und die Russen schon wieder an der Grenze standen und an den Mut und die Entschlossenheit der Soldaten an der Grenze.

    Auch kann ich mich an die Brücken erinnern, die die Burgenländer für die Ungarn im Schilf des Neusiedler Sees gebaut haben, um den Menschen die Flucht zu ermöglichen.

    Die CSR Krise erlebte ich beim Bundesheer in Kärnten. Wir haben die dortige Grenze gesichert und mittels Spähtrupps die Panzer der vereinigten Warschauer Pakt Truppen gezählt, es waren viele, so viele, dass die ungehindert hätten die CSR von Süden angreifen können. Gott sei Dank kam es nicht dazu.

    Viel später (1989) erlebte ich den 'Exodus' der Ostdeutschen in Ungarn, die wir dort so lange mit ihren Zelten durchfütterten, bis sie in den Westen ausreisen durften. Da hat die damalige Ungarische Regierung enorm viel Mut gezeigt und die Bleibeentscheidung gegen die Interessen der DDR und der Sowjets getroffen.

    Auch denen wurden die Trabis vollgetankt, in Ungarn und im Burgenland.

    Wenn ich mir die heutige sozialistische Feigheit und 'Hinterfotzigkeit' ansehe, kommt mir das Kotzen.

    Warum wählt Ihr 'Österreicher' diese Partei ? Wegen Gemeindewohnung, wegen Parteibuchjob, ... ? Die ruinieren Euch und Österreich mit ihrer kranken und unnatürlichen Propagandaideologie (= ...).

    Alle vernünftigen Worte, sogar die des Genossen Doskozil, werden in den Dreck gezerrt, verschwiegen, manipuliert wiedergegeben, etc. Sagt einmal wollt Ihr das ?

    Glaubt Ihr tatsächlich den Lügenmedien, den Propagandazetteln, dem ORF ??? Könnt Ihr nicht selber denken, wohin das führen soll. Ja, es betrifft alles Euch selbst.

    Gedenken wir wenigsten jetzt durch diesen Erinnerungsartikel von Dr. Unterberger der Ereignisse der damaligen Zeit !

  7. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2016 10:39

    Einmal mehr gilt es, das zu sagen, was NICHT Teil des Textes im Hauptkommentar ist, und doch gerade durch sein Fehlen zeigt, wie MANIPULATIV die Darbietung der jüngeren Geschichte uns und unserer Nachkommenschaft dargereicht wird. Ob aus Unkenntnis, schlechter Gewohnheit oder ob dies einfach mit Vorsatz geschieht, das überlassen wir noch weitergehenden Studien - was nun gefordert ist, ist eine VERVOLLSTÄNDIGUNG und damit verbunden auch eine dementsprechende Bewertung des Vorganges bzw der VORGÄNGE. Der Ansatz muß fünfzehn Jahre früher erfolgen.

    Als Molotow im November 1940 Berlin verlassen hatte, hatte er die deutsche Diplomatie mit folgender Forderung zurückgelassen: die SOWJETUNION interessiere sich für das weitere Schicksal (dieser Satz steht für SOWJETISCHE ANNEXION, er ist ein Textbaustein, wie man heute sagen würde, der bereits im Molotow-Ribbentropp Pakt gleichlautend verwendet wurde) - die Sowjets beabsichtigten also die Annexion folgender Staaten: POLEN, UNGARN, RUMÄNIEN, JUGOSLAWIEN, BULGARIEN, FINNLAND, SCHWEDEN, DÄNEMARK und die TÜRKEI. Das Protokoll der Besprechung der beiden Minister liegt vor (wenngleich soweit mir bekannt im Original noch immer in den VSA, die es 1945 erbeuteten) und ist in der Geschichtsforschung unbestritten.
    Dieser Forderung kampflos nachzugeben hätte nicht nur eine West-bzw SÜDWESTverschiebung der sowjetischen Außengrenzen um 1000 km westwärts und die kampflose Preisgabe von etwa 120 Millionen Menschen an den Kommunismus Stalins bedeutet, es wäre gleichbedeutend gewesen mit einer völligen Auslieferung deutscher, europäischer Politik an die Sowjetunion. Die zufolge eines ZK Beschlusses von 1939 auf 9 Millionen Mann hochzurüstende Rote Armee, die sich in rasch steigendem Tempo im Aufmarsch an der sowjetischen Westgrenze befand unterstrich diese Tatsache auf das Deutlichste.
    Im übrigen genügt, um das zu verstehen, ein Blick auf die Landkarte. Unter derartigen geopolitischen Bedingungen war eine Verteidigung nicht sinnvoll zu organisieren. Übrigens später auch im kalten Krieg nicht, als es bereits Nuklearwaffen gab, aber das nur am Rande, falls jemand - sich gezielt blöd stellend - 'Warum' fragt. Waren auch die spezifisch nationalsozialistischen Ziele des folgenden deutsch-sowjetischen Krieges verbrecherisch und hatte sich auch die Wehrmacht in diese Verbrechen mit Teilen (keineswegs zur Gänze) verstrickt - der ANGRIFF war auf politischer Ebene von den SOWJETS vorgetragen worden, die sich restlos darüber im Klaren gewesen waren, was ihre Forderungen zur Folge haben mussten. Da sie sich aber auf Grund der britischen (und damals noch im Geheimen auch amerikanischen) Absichten, einen Vernichtungskrieg gegen Deutschland zu führen, im Klaren waren, wussten Sie Bescheid um den Zweifrontenkrieg und die fehlenden politischen Handlungsspielräume Berlins. Wie sagte es bereits Moshe Dayan, befragt zum Krieg von 1968 auf dem Sinai hinsichtlich einer Rechtfertigung des israelischen Angriffschlages auf seine arabischen Nachbarn - es kommt niemals darauf an, wer den ersten Schuß abgibt. Und wir ergänzen - selbstverständlich, es kommt nämlich in Wahrheit darauf an, wer zuerst erkennen lässt, daß er den Vernichtungswillen seinem Gegenüber bereit ist, in die Tat umzusetzen. Der Rest ist bekannt.

    UNGARN wurde 1945 in Potsdam und Jalta an Stalin verschenkt. Ein Vorgang, dem wir ebensowenig Moralität zubilligen können, wie dem Molotow Ribbentropp Pakt. Wie unterschiedlich freilich die Bewertung beider Vorgänge der sogenannten Realpolitik stattfindet erkennt man daran, daß offenbar die Zensuren recht unterschiedlich ausfallen: es kommt offenbar darauf an, WER etwas tut - und nicht, WAS er tut. Nun, so ist es gewesen und niemand vermochte dies zu verhindern.

    Die Erinnerung über den Aufstand der Ungarn aber, der ebenso tapfer wie gerecht war, sollte nicht vom üblichen Gewäsch über westliche Werte weichgespült werden. Das Blut, das anlässlich dieser Hinrichtung der Freiheit einer europäischen Nation vergossen wurde, klebt nicht nur an den Händen der Sowjets. Wir erinnern uns ganz genau, wie gleißerisch von München aus Radio Free Europe die Ungarn zum Aufstand aufstachelte OBWOHL längst klar war, daß die Vereinigten Staaten niemals zu Gunsten der Ungarn intervenieren würden.
    Die Ungarn wurden einfach als Kanonenfutter gegen die Kommunismus mißbraucht und als der spätere US Präsident Nixon (ein weiteres verlogenes Exemplar dieser an Lügnern reichhaltigen Spezies) im burgenländischen Andau an der Grenze erschien, da weinten über dem Grab von achtzigtausend und mehr Ungarn die Amerikaner bereits dicke Krokodilstränen.

    Die Ungarn aber haben sich 1956 in das Buch der Geschichte geschrieben als ein tapferes und freiheitsliebendes Volk. Verteidigt wurde aber auch unsere Freiheit. Wir werden Euch das und Euren Mut niemals vergessen. Köszenem!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDr. Knölge
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Oktober 2016 12:41

    Natürlich gibt es herausragende Glanzpunkte in der Geschichte Ungarns. Es ist das Gesamtbild, das mich bewogen hat, jetzt hier zu leben.
    Hat Deutschland noch eine Zukunft? Ich denke nicht.
    Hat Österreich noch eine Zukunft? Das Land hat zumindest die Chance, eine Wende herbeizuführen.
    Das Europa der Zukunft, wie ich es sehe, hat einen neuen Eisernen Vorhang zwischen dem Islam und dem Christentum, und die Grenze wird dort verlaufen, wo sie schon einmal war, mit Ausnahme der ehemaligen Staatsgebiets der DDR.
    Die Ungarn feierten gerade den 60. Jahrestags des Aufstands. Deutschland sieht das nicht gern, war es doch gegen eine linke Diktatur gerichtet. Deshalb gibt es den 17. Juni auch nicht mehr.


alle Kommentare

  1. Bob
    01. November 2016 11:14

    Im Gegensatz zu Wien, Japan ist anders:

    .... Sehr gescheit !!!

    Die Japaner wollen ihre Kultur erhalten. Aus diesem Grund hat bisher kein politischer Führer oder ein Premierminister aus einem islamischen Land Japan besucht. Weder ein Ayatollah aus Iran, noch ein König von Saudi-Arabien oder ein saudischer Prinz. Japan ist ein Land, in dem es strenge Regeln und Beschränkungen für den Islam und alle Muslime gibt.

    1) Japan ist die einzige Nation, in der Muslime die Staatsbürgerschaft nicht erhalten.

    2) Muslime können in Japan keinen ständigen Wohnsitz erhalten.

    3) In Japan ist es verboten den Islam zu verbreiten oder zu missionieren.

    4) Japanische Universitäten lehren weder Arabisch oder eine andere islamische Sprache.

    5) Der Koran darf nicht in einer arabischen Sprache eingeführt und veröffentlicht werden.

    6) Die japanische Regierung erteilt befristete Aufenthalte für maximal 200.000 Muslime. Das sind etwa 1,5 ‰ der Bevölkerung. Sie müssen die die Gesetze des Landes befolgen, sollen japanisch sprechen und müssen ihre religiösen Rituale in ihren Häusern ausüben.

    7) Japan ist das einzige Land in der Welt, das eine zu vernachlässigende Zahl von Botschaften in islamischen Ländern unterhält.

    8) Muslime mit Wohnsitz in Japan sind in der Regel Mitarbeiter von ausländischen Unternehmen.

    9) Bis heute werden keine Visa an muslimische Ärzte, Ingenieure oder Manager von ausländischen Unternehmen ausgestellt.

    10) Die meisten Unternehmen in Japan haben Bestimmungen, in denen festgelegt ist, dass Muslime sich nicht für einen Job bewerben dürfen.

    11) Die japanische Regierung ist der Meinung, dass Muslime Fundamentalisten sind und selbst im Zeitalter der Globalisierung nicht bereit sind, ihre muslimischen Gesetze zu ändern.

    12) Muslime können in Japan nicht einmal ein Haus mieten.

    13) Wenn jemand erfährt, dass sein Nachbar ein Muslim ist, versetzt das die ganze Nachbarschaft in Alarmbereitschaft.

    14) Niemand darf eine islamische Zelle oder Koranschule gründen oder betreiben.

    15) In Japan gibt es kein Scharia-Gesetz.

    16) Wenn eine japanische Frau einen Muslim heiratet, wird sie wie eine Ausgestoßene behandelt.

    17) Laut Herrn Kumiko Yagi, Professor für arabisch- und Islamwissenschaften an der Tokyo University of Foreign Studies: "Es ist die allgemeine japanische Geisteshaltung, dass der Islam eine sehr engstirnige Religion ist und man sich von ihr fernhalten sollte."

    18) Die Japaner haben zwar den Krieg verloren, aber die Verantwortung für ihr eigenes Land ist ihnen bewusst.

    Bisher gibt es keine Bombenattentate in Einkaufszentren, keine sogenannten Ehrenmorde, es sind auch keine unschuldigen Kinder oder sonst jemand getötet worden.

    Etwas zum Nachdenken !!

  2. Dr. Knölge (kein Partner)
    31. Oktober 2016 12:41

    Natürlich gibt es herausragende Glanzpunkte in der Geschichte Ungarns. Es ist das Gesamtbild, das mich bewogen hat, jetzt hier zu leben.
    Hat Deutschland noch eine Zukunft? Ich denke nicht.
    Hat Österreich noch eine Zukunft? Das Land hat zumindest die Chance, eine Wende herbeizuführen.
    Das Europa der Zukunft, wie ich es sehe, hat einen neuen Eisernen Vorhang zwischen dem Islam und dem Christentum, und die Grenze wird dort verlaufen, wo sie schon einmal war, mit Ausnahme der ehemaligen Staatsgebiets der DDR.
    Die Ungarn feierten gerade den 60. Jahrestags des Aufstands. Deutschland sieht das nicht gern, war es doch gegen eine linke Diktatur gerichtet. Deshalb gibt es den 17. Juni auch nicht mehr.

  3. Abaelaard
    29. Oktober 2016 17:17

    In meiner Zeit als BGM einer Landgemeinde hatten wir eine Partnerschaft mit einem Dorf in Ungarn, während der 17 Jahre meiner Amtszeit funktionierte diese vorzüglich, eine Schulpartnerschaft, persönliche Freundschaften , eine Spendenaktion für eine neue Arztordination waren vereinzelte Höhepunkte. Die Dankbarkeit war enorm, bei jedem Besuch in Ungarn wurden wir bekocht wie bei einer Hochzeit . Hätten wir nicht in Hotels übernachtet hätten sie im Schuppen geschlafen damit wir in den Betten liegen können, meine Ungarn- Affinität stammt aus dieser Zeit die von meinen Nachfolger nicht fortgeführt wurde. Mich stört das läppische Ungarnbashing ausserordentlich und wir können in Europa froh sein einen Politiker wie Orban zu haben der sich vom PC-Mainstream nicht kastrieren ließ wie unsere Politdarsteller.

    • Charlesmagne
      29. Oktober 2016 23:23

      Danke! So habe auch ich es erlebt. Wäre Ungarisch nicht eine solch schwere Sprache, ich wäre längst nach Ungarn zu diesen liebenswerten Menschen gezogen. Ich habe mich nach den Beleidigungen Orbans durch unsere unsäglichen Politiker auch beim Botschafter entschuldigt, wofür er mir, unbedeutendem Österreicher persönlich dankte. Davon könnten die unseren Politdarsteller sich ein Beispiel nehmen.

    • glockenblumen
      30. Oktober 2016 12:23

      @ Abaelaard
      **************************

  4. Undine
    29. Oktober 2016 13:14

    Ach ja, die "üblichen Verdächtigen" haben wieder einmal ihre große Stunde---mit ein Grund, warum ich mich gerne an die Seite der von dieser lächerlichen Truppe Angegriffenen stelle:

    "Mehr als 60 Persönlichkeiten - darunter Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, KZ-Überlebende, Arbeiterkammerpräsident Rudolf Kaske, ÖGB-Präsident Erich Foglar oder der frühere Vizekanzler Erhard Busek (ÖVP) - haben einen offenen Brief an LH Josef Pühringer (ÖVP) unterzeichnet, in dem die Auflösung des Mietvertrags gefordert wurde."

    "Rechter Kongress: Stinkbombe und Festnahmen"

    http://ooe.orf.at/news/stories/2805819/

    Das linxlinke Gesindel wird schon darauf achten, daß es zu Gewalttätigkeiten kommt, denn darin haben sie beste Erfahrung. Dann wird---dank bereitwilligem ORF!---schon dafür gesorgt, daß die Schuld den Rechten in die Schuhe geschoben wird; das übliche altbewährte Muster!

  5. schreyvogel
    29. Oktober 2016 13:12

    Warum schweigen unsere Sozialisten und unsere Medien zum zum Jahrestag der ungarischen Revolution?

    Nun, es war eigentlich keine Revolution gegen den Kommunismus an sich, es war vielmehr ein Aufstand gegen die grausame und blutige Schreckensherrschaft der von den Sowjets eingesetzten Machthaber, speziell Matyas Rakosi und Ernö Gerö. Deshalb wird dieser Aufstand bei uns als antisemitisch empfunden und - da man ihn nicht gut kritisieren kann - mit Stillschweigen übergangen.

    Etwas ähnliches geschieht auch mit Viktor Orban. Er hat die Sozialisten aus der Macht gedrängt, was ebenfalls bei uns als antisemitisch empfunden wird und dazu geführt hat, dass Orban bei unseren Spitzenpolitikern und in unseren Medien ein sehr negatives Image genießt.

    Auch Wladimir Putin liegt im Clinch mit russischen und besonders den ukrainischen Oligarchen und kommt daher in unseren Medien (auch in diesem Blog) sehr schlecht weg.

    Man muss kein "Verschwörungstheoretiker" sein, um das Wirken dieser Keulen zu erkennen.

    • HDW
      29. Oktober 2016 20:30

      Sie haben den schlimmsten Bluthund und Folterer von damals vergessen,den gelernten Schneider Gabor Peter (eigentlich Benjamin Eisenberger!), Chef der AVO, später AVH (Staatssicherheit) von 1945 bis 1952. 1954 im Zuge der Slansky - Rajk Prozesse als Zionist ins Gefängnis, nach '56 von der Kadarregierung wieder freigelassen.Übrigens war auch der junge P.Lendvai bei der AVO und wurde erst sechs Monate nach dem Niederwalzen der Revolution über Prag nach Wien geschleust!

  6. Undine
    29. Oktober 2016 12:58

    OT---aber in Linz zeigen die LINKEN und LINKS-EXTREMISTEN wieder einmal, was sie---neben ihrer genuinen Gewalttätigkeit--- am besten können: Erbärmlich STINKEN!

  7. machmuss verschiebnix
    29. Oktober 2016 12:05

    Jouuh - Christian Orner hat wieder zugeschlagen - außer bei A.U.
    finde ich nur bei C.Ortner eine derartigen Klartext ! ! !

    http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/christianortner/5109116/Waehler-wollen-nicht-waehlen-sondern-sie-wollen-Rache-nehmen

  8. A.K.
    29. Oktober 2016 11:21

    Für die Tagebuchnotiz „Schlechte Nachbarschaft“ kann ich Dr. Unterberger nur danken. SPÖ und Grüne streben u.a. nach einem „Haus der Geschichte“, diese darf aber nur in ihren „Linken“-Sinn gelesen werden.
    In Westeuropa versuchen die dortigen Linken ebenfalls alles, was Mitteleuropa gut und groß gemacht hat, durch „Political Correctness“ zu überdecken und wenn es ihnen gelänge, noch christliche Mitteleuropäer auszuschließen. Hoffentlich geht der Linke Spuk in Österreich bald vorbei!

  9. Leopold Franz
    29. Oktober 2016 11:18

    Österreich jubiliert mit:
    Herr Gelegs vom ORF berichtet vom Trillerpfeifenprotest einiger hunderter(!) Sozialisten bei einer großen Fidesz-Feier in Budapest mit Herrn Orban. Die anderen Qualitätsmedien tun fleißig mit.
    Herr Lendvai, ein ehemaliger Informant der kommunistischen Kadar-Regierung, bewirbt im ORF im großen Stil mit großem Beifall sein neues Anti-Orban-Buch.
    Herr Kern beleidigte im Übrigen bei seinem Antrittsbesuch in Ungarn Herrn Orban nachhaltig. Seitdem ist politisch nichts passiert außer einigen vergeblichen Versuchen Doskozils, die Ungarn zu einer Rücknahme einiger Asylos zu bewegen.

  10. Josef Maierhofer
    29. Oktober 2016 10:44

    Es kam ein alleinstehendes Kind, 13 Jahre alt, seine Eltern waren erschossen worden, zu uns an die Hauptschule. Ein Lehrerehepaar (Deutsch, Geschichte) nahm den Buben auf und binnen 6 (!) Monaten konnte der Rudi Deutsch perfekt. Heute hat er noch seine Firma und beim Klassentreffen war er wieder da.

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, an all die Ängste und die Sorgen, die uns plagten, als die Revolution ausbrach und die Russen schon wieder an der Grenze standen und an den Mut und die Entschlossenheit der Soldaten an der Grenze.

    Auch kann ich mich an die Brücken erinnern, die die Burgenländer für die Ungarn im Schilf des Neusiedler Sees gebaut haben, um den Menschen die Flucht zu ermöglichen.

    Die CSR Krise erlebte ich beim Bundesheer in Kärnten. Wir haben die dortige Grenze gesichert und mittels Spähtrupps die Panzer der vereinigten Warschauer Pakt Truppen gezählt, es waren viele, so viele, dass die ungehindert hätten die CSR von Süden angreifen können. Gott sei Dank kam es nicht dazu.

    Viel später (1989) erlebte ich den 'Exodus' der Ostdeutschen in Ungarn, die wir dort so lange mit ihren Zelten durchfütterten, bis sie in den Westen ausreisen durften. Da hat die damalige Ungarische Regierung enorm viel Mut gezeigt und die Bleibeentscheidung gegen die Interessen der DDR und der Sowjets getroffen.

    Auch denen wurden die Trabis vollgetankt, in Ungarn und im Burgenland.

    Wenn ich mir die heutige sozialistische Feigheit und 'Hinterfotzigkeit' ansehe, kommt mir das Kotzen.

    Warum wählt Ihr 'Österreicher' diese Partei ? Wegen Gemeindewohnung, wegen Parteibuchjob, ... ? Die ruinieren Euch und Österreich mit ihrer kranken und unnatürlichen Propagandaideologie (= ...).

    Alle vernünftigen Worte, sogar die des Genossen Doskozil, werden in den Dreck gezerrt, verschwiegen, manipuliert wiedergegeben, etc. Sagt einmal wollt Ihr das ?

    Glaubt Ihr tatsächlich den Lügenmedien, den Propagandazetteln, dem ORF ??? Könnt Ihr nicht selber denken, wohin das führen soll. Ja, es betrifft alles Euch selbst.

    Gedenken wir wenigsten jetzt durch diesen Erinnerungsartikel von Dr. Unterberger der Ereignisse der damaligen Zeit !

    • HDW
      29. Oktober 2016 12:02

      @Josef Maierhofer
      ************************
      Aus ähnlicher Erlebnislage! Ich war damals als Kind beim Einserkanal. Besonders bei Dunkelheit eine schaurige Erinnerung,die aufsteigenden Leuchtraketen auf der anderen Seite u.die, aus dem Wald herauslaufenden,plötzlich sichtbar gemachten Flüchtlinge.Ich war zusammen mit meinem Grossvater da,der im WKI zusammen mit Honved Offizieren gekämpft hatte und einige Sätze Ungarisch sprach.Dieses "Verstehen der Geschichte" innerhalb dreier Generationen, versucht ja der Internationale Bolschewismus, bisher erfolgreich,durch die heuchlerische "Ideologiekritik" der Frankfurter Schule zu zerstören.
      Ja, das ist wirkliche Hetze, Hetze zum Bürgerkrieg!

    • Undine
      29. Oktober 2016 13:59

      @Josef Maierhofer
      @HDW

      *********************************************!

  11. El Capitan
    29. Oktober 2016 10:44

    Wieder einmal hat unser Dr. U. ein Thema in einer Form aufgegriffen, wie man es in österreichischen Print- und TV-Medien nie finden würde. Applaus!

    Ich erlaube mir, einen weiteren Aspekt anzufügen. Am 27. Juni 1989 durchschnitten der österreichische Außenminister Alois Mock (für jüngere Leser: Ein standhafter ÖVP-Minister aus der Kurz-Leistungsklasse) und der ungarische Außenminister Gyula Horn mit Bolzenschneidern den Stacheldrahtzaun an der österreichisch-ungarischen Grenze im Burgenland. Die Fotos von diesem Ereignis sind historisch. Dieses Ereignis führte zum legendären „Trabi-Treck“ durch Österreich und leiteten das letzte Kapitel des Ostblock-Kommunismus einschließlich der DDR ein.

    Es gibt nun hartnäckige Gerüchte, dass diesem historischen Ereignis eine wochenlange Geheimdiplomatie Mock-Horn vorangegangen war. Wenn das stimmt, und daran zweifle ich nicht, dann müssten noch Unterlagen existieren. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Präsident Orban auf Ersuchen zumindest einige Dokumente freigibt, um daran zu erinnern, dass der Kommunismus eine jahrzehntelange Geißel Europas war und unser Minister Mock durch seine Initiative den Niedergang beschleunigt hat.

    Wir dürfen nicht vergessen, dass ein Teil der politischen Hysterie der heutigen Linken einer immer noch fortdauernden Trauer über den Verlust des Sozialismus sowjetischer Prägung entspringt.

    • Helmut Oswald
      29. Oktober 2016 13:21

      Diesem Ereignis ging jedenfalls eine Fahrt des freiheitlichen Landtagsklubs der Wiener FPO voran, die ein Jahr zuvor Verhandlungen geführt hatte deren Ziel es war, die ungarischen Machthaber dazu zu bringen, die Grenze zu öffnen und den Abzug der Roten Armee einzuleiten. Ich habe Juli 1988 - unter meinem Klarnamen - als Sekretär des Wiener Statdtrates Pawkowicz daran teilgenommen und diese Verhandlungspositionen seinerzeit vorgeschlagen. Als der Klub Budapest verließ und sich zu seinem Abschiedsbesuch in der österreichischen Botschaft versammelte, teilte uns der Botschafter mit, das ungarische Aussenministerium habe nach Rückfrage in Moskau die Erlaubnis erhalten, darüber zu verhandeln.

    • Undine
      29. Oktober 2016 14:05

      @Beide

      *****************************!

      @Helmut Oswald

      Warum wird DARÜBER NIE BERICHTET? Weil der ORF die alleinige Macht hat zu berichten, was seinen Auftraggebern SPÖ und GRÜNEN in den Kram paßt oder eben nicht paßt!

      Ihr aufklärender Kommentar sollte viel Verbreitung finden!

  12. Helmut Oswald
    29. Oktober 2016 10:39

    Einmal mehr gilt es, das zu sagen, was NICHT Teil des Textes im Hauptkommentar ist, und doch gerade durch sein Fehlen zeigt, wie MANIPULATIV die Darbietung der jüngeren Geschichte uns und unserer Nachkommenschaft dargereicht wird. Ob aus Unkenntnis, schlechter Gewohnheit oder ob dies einfach mit Vorsatz geschieht, das überlassen wir noch weitergehenden Studien - was nun gefordert ist, ist eine VERVOLLSTÄNDIGUNG und damit verbunden auch eine dementsprechende Bewertung des Vorganges bzw der VORGÄNGE. Der Ansatz muß fünfzehn Jahre früher erfolgen.

    Als Molotow im November 1940 Berlin verlassen hatte, hatte er die deutsche Diplomatie mit folgender Forderung zurückgelassen: die SOWJETUNION interessiere sich für das weitere Schicksal (dieser Satz steht für SOWJETISCHE ANNEXION, er ist ein Textbaustein, wie man heute sagen würde, der bereits im Molotow-Ribbentropp Pakt gleichlautend verwendet wurde) - die Sowjets beabsichtigten also die Annexion folgender Staaten: POLEN, UNGARN, RUMÄNIEN, JUGOSLAWIEN, BULGARIEN, FINNLAND, SCHWEDEN, DÄNEMARK und die TÜRKEI. Das Protokoll der Besprechung der beiden Minister liegt vor (wenngleich soweit mir bekannt im Original noch immer in den VSA, die es 1945 erbeuteten) und ist in der Geschichtsforschung unbestritten.
    Dieser Forderung kampflos nachzugeben hätte nicht nur eine West-bzw SÜDWESTverschiebung der sowjetischen Außengrenzen um 1000 km westwärts und die kampflose Preisgabe von etwa 120 Millionen Menschen an den Kommunismus Stalins bedeutet, es wäre gleichbedeutend gewesen mit einer völligen Auslieferung deutscher, europäischer Politik an die Sowjetunion. Die zufolge eines ZK Beschlusses von 1939 auf 9 Millionen Mann hochzurüstende Rote Armee, die sich in rasch steigendem Tempo im Aufmarsch an der sowjetischen Westgrenze befand unterstrich diese Tatsache auf das Deutlichste.
    Im übrigen genügt, um das zu verstehen, ein Blick auf die Landkarte. Unter derartigen geopolitischen Bedingungen war eine Verteidigung nicht sinnvoll zu organisieren. Übrigens später auch im kalten Krieg nicht, als es bereits Nuklearwaffen gab, aber das nur am Rande, falls jemand - sich gezielt blöd stellend - 'Warum' fragt. Waren auch die spezifisch nationalsozialistischen Ziele des folgenden deutsch-sowjetischen Krieges verbrecherisch und hatte sich auch die Wehrmacht in diese Verbrechen mit Teilen (keineswegs zur Gänze) verstrickt - der ANGRIFF war auf politischer Ebene von den SOWJETS vorgetragen worden, die sich restlos darüber im Klaren gewesen waren, was ihre Forderungen zur Folge haben mussten. Da sie sich aber auf Grund der britischen (und damals noch im Geheimen auch amerikanischen) Absichten, einen Vernichtungskrieg gegen Deutschland zu führen, im Klaren waren, wussten Sie Bescheid um den Zweifrontenkrieg und die fehlenden politischen Handlungsspielräume Berlins. Wie sagte es bereits Moshe Dayan, befragt zum Krieg von 1968 auf dem Sinai hinsichtlich einer Rechtfertigung des israelischen Angriffschlages auf seine arabischen Nachbarn - es kommt niemals darauf an, wer den ersten Schuß abgibt. Und wir ergänzen - selbstverständlich, es kommt nämlich in Wahrheit darauf an, wer zuerst erkennen lässt, daß er den Vernichtungswillen seinem Gegenüber bereit ist, in die Tat umzusetzen. Der Rest ist bekannt.

    UNGARN wurde 1945 in Potsdam und Jalta an Stalin verschenkt. Ein Vorgang, dem wir ebensowenig Moralität zubilligen können, wie dem Molotow Ribbentropp Pakt. Wie unterschiedlich freilich die Bewertung beider Vorgänge der sogenannten Realpolitik stattfindet erkennt man daran, daß offenbar die Zensuren recht unterschiedlich ausfallen: es kommt offenbar darauf an, WER etwas tut - und nicht, WAS er tut. Nun, so ist es gewesen und niemand vermochte dies zu verhindern.

    Die Erinnerung über den Aufstand der Ungarn aber, der ebenso tapfer wie gerecht war, sollte nicht vom üblichen Gewäsch über westliche Werte weichgespült werden. Das Blut, das anlässlich dieser Hinrichtung der Freiheit einer europäischen Nation vergossen wurde, klebt nicht nur an den Händen der Sowjets. Wir erinnern uns ganz genau, wie gleißerisch von München aus Radio Free Europe die Ungarn zum Aufstand aufstachelte OBWOHL längst klar war, daß die Vereinigten Staaten niemals zu Gunsten der Ungarn intervenieren würden.
    Die Ungarn wurden einfach als Kanonenfutter gegen die Kommunismus mißbraucht und als der spätere US Präsident Nixon (ein weiteres verlogenes Exemplar dieser an Lügnern reichhaltigen Spezies) im burgenländischen Andau an der Grenze erschien, da weinten über dem Grab von achtzigtausend und mehr Ungarn die Amerikaner bereits dicke Krokodilstränen.

    Die Ungarn aber haben sich 1956 in das Buch der Geschichte geschrieben als ein tapferes und freiheitsliebendes Volk. Verteidigt wurde aber auch unsere Freiheit. Wir werden Euch das und Euren Mut niemals vergessen. Köszenem!

    • Helmut Oswald
      29. Oktober 2016 10:45

      auch ja: GRIECHENLAND war auch noch auf Molotows Speisekarte, ich vergaß. Nun ja ...

    • oberösi
      29. Oktober 2016 11:09

      Köszönöm sepen!

    • Undine
      29. Oktober 2016 11:45

      @Helmut Oswald

      ******************************
      ******************************
      ******************************
      ******************************
      ******************************!

    • Riese35
      29. Oktober 2016 12:00

      *************************************!
      *************************************!
      *************************************!

    • Kyrios Doulos
      29. Oktober 2016 13:56

      Was für ein Glück, daß wir mit Helmut Oswald einen historisch gebildeten Mann unter uns haben! Danke für diese Darlegung!

    • HDW
      29. Oktober 2016 17:56

      Nur als kleine Ergänzung:
      Das Interesse Molotows an der Nordbukowina und Bessarabien konkretiserten dann die sowjetischen Schnellpanzer,die in massiven Formationen bis auf 180km nahe an Ploesti, der einzigen Ölversorgungsquelle für die Wehrmacht nach dem Ende des Paktes mit der SU, herangebracht wurden. Das NKWD, hatte schon in der üblichen Manier die Eliten entweder gleich zu erschiessen oder in der GULAG verschwinden lassen.

    • Sensenmann
      30. Oktober 2016 00:21

      Danke für diesen Nachtrag zur Geschichte!
      Wenn man angesichts dieser Tatsachen sich nun vorstellt, daß 50% + 30tsd Östertrotteln sich einen Präsidenten wählen wollen, der ein Anhänger dieses Panzerkommunismus war (und wohl noch ist, denn ob Bolschewik oder Ökobolschewik bleibt sich ja gleich), muss man an diesem Land schier verzweifeln.

  13. Undine
    29. Oktober 2016 10:37

    So, so, manch einer hat also mit Viktor ORBAN seine Probleme: Weil dieser der einzige Staatschef der EU ist, der die EU-VERTRÄGE auch einhält? Der auf die SCHENGEN-GRENZE ursprünglich vertraut hat und dann eines Schlechteren belehrt worden ist und mit diesem Problem alleine gelassen nun selber für eine dichte EU-Außengrenze sorgen mußte?

    Ist das das Problem, daß Viktor ORBAN nicht nach Frau Merkels Pfeife oder BLOCKFLÖTE tanzen will, weil er ---zurecht!---nicht einsieht, daß die vernichtende Einwanderungspolitik Merkels nun auf die Schultern anderer abgeladen werden soll?

    Es steht---so nehme ich an--- in keinem EU-Vertrag, daß jedes EU-Land unrechtmäßig Eingedrungene, die mit der autochthonen Bevölkerung nicht die kleinste Kleinigkeit gemeinsam haben, in unbeschränkter Zahl aufzunehmen hat und von denen man zudem weiß, daß gerade die MOSLEMS nicht ASSIMILIERBAR sind!

    Frau Merkel hat all diese nicht assimilierbaren Massen EINGELADEN---nach DEUTSCHLAND! Das ist Frau Merkels und der Deutschen Problem.

    Wenn ich mehr Gäste eingeladen habe, als ich in meiner Wohnung unterbringen und an meinem Tisch bewirten kann, kann ich die Überzähligen auch nicht den Nachbarn einfach aufzwingen. Die würden sich mit Recht WEIGERN!

    Und genau das tut Viktor ORBAN!

    Ich bewundere ORBANS gewissenhafte Politik! Sie stünde auch uns gut an!

    • Sensenmann
      30. Oktober 2016 00:26

      Orban ist der Einzige, der die Verträge wenigstens einzuhalten versucht. Die Ungarn erkennen - neben anderen Ostvölkern - allmählich, daß sie den einen Bolschewismus losgeworden sind nur um dem anderen in die Arme zu taumeln.
      Der Trost ist nur: Die Kapaunen des "Westens" sind zu unfähig, der EUdSSR den Garaus zu machen, aber die Völker, die schon die russischen Bolschewiken nicht botmäßig machen konnten, werden einem Herrn Juncker und dem Politruk Schulz noch den Marsch blasen!

      Die Engländer müssen sich beeilen, wenn sie die Austrittsverhandlungen noch mit jemandem führen wollen, denn es kann sein, dass der Völkerkerker zerbricht, bevor die Verhandlungen noch begonnen haben.

  14. machmuss verschiebnix
    29. Oktober 2016 10:29

    Nicht ganz OT: fällt auch unter nachbarschaftliche Beziehungen

    Mit einem einseitigen Schritt hat Deutschland gestern das Ende des gemeinsamen Strommarktes mit Österreich eingeläutet.

    Wenn das nicht ein weiterer Grund ist, sich der Visegrád-Gruppe anzuschließen.

    Möge doch die österreichische Politik - bzw. jene Parlamentarier, die noch
    frei von hirnrissiger Dogmatik, selbstständig Denken können - doch endlich
    Europa (und Deutschland) in Ruhe Selbstmord begehen lassen, aber rasch
    dafür sorgen, daß Österreich nicht zum "Mitmachen" gezwungen wird ! ! !

    In Europa ist nichts mehr zu holen - außer für die Sozis der größere
    Futtertrog in Brüssel. Österreich muß sich endlich neu ausrichten und
    sich dringendst von der irrationalen Sozi-Sekte befreien
    ! ! ! ! !

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5109793/Deutschland-dreht-Osterreich-den-Strom-ab?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

    • Riese35
      29. Oktober 2016 11:56

      Es gibt nur eine Partei, die sich klar dafür deklariert hat: die FPÖ!

    • Kyrios Doulos
      29. Oktober 2016 13:48

      Wer Ungarn liebt (ich tue das) und die Slowakei, die Tschechei und Polen gern hat, der tue bitte nur eines NICHT:

      die Mitgliedschaft Österreichs in der Videgrádgruppe anstreben.

      Österreich wäre das linke Virus, das das derzeit (noch?) intakte Immunsystem der Visegrádstaaten infizieren und langsam, aber ganz sicher zerstören würde.

      Unsere Medien und unsere Politiker würden aus unserer letzten mitteleleuropäischen Oase der Freiheit, nämlich die Länder der Visegrádgruppe eine trockene, todbringende IS (islamo-sozialistische) - Wüste machen.

      KEINE MITGLIEDSCHAFT ÖSTERREICHS IN VISEGRÁD !!!

    • machmuss verschiebnix
      29. Oktober 2016 14:03

      @Kyrios Doulos,

      Ihr Einwand scheint berechtigt, wo doch (fast) alle europäischen
      Staaten infiziert sind
      Aber die von Ihnen genannten Staaten haben allesamt eine
      Immunität entwickelt, aus langjähriger Erfahrung mit dem Sozialismus.

      Ein Orban läßt sich nicht "weichspülen" und die anderen Staatschefs
      auch nicht. Trotzdem liegt das Problem vor, aber VOR UNS

      Wir Österreicher müssen uns ehestmöglich von unseren
      Gehirnwäschern befreien. Es muß irgendwie gelingen, der
      Sozial-Industrie den Steuergeldhahn abzudrehen ! ! ! !

  15. dssm
    29. Oktober 2016 09:50

    Ungarn ist für die sozialistische Sicht der Dinge eine unangenehme Geschichte. Einmal waren die Österreicher sehr hilfsbereit, denn es waren echte Flüchtlinge, es bedurfte keiner Lügenpresse um hier Menschen in Not zu sehen. Dann waren diese Flüchtlinge ja die Bösen! Die flüchteten ja vom seeligmachenden internationalen Sozialismus! Diese Flüchtlinge zeigten wie Integration geht, nämlich mit Fleiß und Leistung. Ebenso handelte es sich um echte Facharbeiter und Akademiker, denen musste man nicht erst zeigen wie man ein Werkzeug hält (vom richtigen Benutzen sprechen wir erst gar nicht). Dazu kamen zuerst die Frauen, Alten und Kinder, dann erst die Männer; die Männer kämpften nämlich, mit der Waffe in der Hand, für ein freies Ungarn.

    Da in der heutigen 'Flüchtlings'krise alles umgekehrt ist, will niemand von der SPÖVP, den Neos, Grünen und der katholischen Kirche (!) an diese Ereignisse erinnern.

  16. Bob
    29. Oktober 2016 09:32

    Die linksgestrickten Medien, vorwiegend ATV und ORF, haben weder Zeit noch Motivation um sich an den Ungarnaufstand zu erinnern. Sie müssen vorrangig um die Veranstaltung der "rechtsradikalen und rechtsextremen" in Linz kümmern, und somit wird die linke Antifa mobilisiert. Man stelle sich vor, ein Herr Kickl wird auch reden, skandalös. Und das Land Oberösterreich vermietet diesen "rechtsradikalen" noch Räumlichkeiten. Und der größte Skandal ist, das linke Schreiberlinge nicht erwünscht sind.
    Da bleibt für Ungarische Erinnerungen kein Platz. Vor allem darf man den rechtsextremen Orban keine Plattform bieten. Es ist zum kotzen.

    • HDW
      29. Oktober 2016 12:23

      Nicht ganz!Um die VdB Wahl durch den Antifaklamauk nicht allzusehr zu stören,werden wohl eher, wie schon jetzt, nur die üblichen nützlichen Idioten vorgeschickt. Da sich aber besonders die reichsdeutsche Kominternbagage nicht abhalten lässt auf linken Ballermann zu machen, werden gerade unsere überbezahlten linken Politpensionisten desavouiert. In Kombination aktiviert das, m.M.n. noch mehr potentielle Hoferwähler!

  17. glockenblumen
    29. Oktober 2016 09:25

    und der verwichene sowie der gegenwärtige Bundeswanzler haben nichts Besseres zu tun, als die politische Spitze Ungarns weiter zu brüskieren, welch eine Schande.

    Meine größte Hochachtung für Herrn Orban!!

    • machmuss verschiebnix
      29. Oktober 2016 09:34

      Leider gibt es nicht viele wie Orban in Europa,
      hoffentlich bekommen wir wenigstens Hrn. Hofer als BP (und
      danach Josef Moser als Kanzler )

    • dssm
      29. Oktober 2016 09:51

      @machmuss verschiebnix
      Das nennt man dann auf Neudeutsch: Dreamteam.

    • machmuss verschiebnix
      29. Oktober 2016 10:09

      Könnte man so sagen, dssm :))

      Zumindest traue ich den beiden Herren zu, daß sie sich nicht
      bei den politisch Korrekten assimilieren, sondern beinhart
      einen sachorientierten Kurs einschlagen .

      Sowas würde Österreich sehr gut tun

  18. Undine
    29. Oktober 2016 09:09

    Wie üblich, wird die Geschichte im ORF ---also von Rot und Grün (Schwarz läßt diese einfach gewähren)---nach Gutdünken zurechtfrisiert dargeboten. Dabei hätte dieses bedeutsame Ereignis vor 60 Jahren wirklich viel Aufmerksamkeit des offiziellen Österreichs verdient; aber da paßt halt vieles den Roten und Grünen, also den alleinigen Gestaltern der Berichterstattung, nicht in den Kram.

    Denn im Fall einer objektiven Berichterstattung könnte man im ORF nicht einfach umhin, die sehr erfolgreiche Politik Viktor ORBANS zu erwähnen---aber da wachen schon der in Ungarn so gar nicht geschätzte, sondern zutiefst verachtete Paul LENDVAI und Co. darüber, daß dies nicht geschieht.

    A.U. schreibt:

    " Am Ende sind nicht einmal 15 Prozent der ursprünglich gekommenen 180.000 dauerhaft in Österreich geblieben. Dort sind sie bald ein meist sehr wertvoller Teil der Gesellschaft geworden. Sie waren bis auf Sprache beziehungsweise Akzent kulturell binnen kurzem total integriert. Was bei 90 Prozent der jetzigen Völkerwanderer mit Sicherheit auch binnen langem nicht gelingen wird."

    Nicht nur das: Jene ca. 27.000 Ungarn , die in Ö geblieben sind, stammten aus dem gleichen Kulturkreis und waren sehr lange Zeit Teil einer gemeinsamen Geschichte.

    Sie mußten sich auch nicht mühsam "integrieren", sondern sie haben sich selbstverständlich und aus freien Stücken ASSIMILIERT---sie sind gerne akzeptierte Österreicher mit Leib und Seele geworden, die aber dennoch ihre ungarische Herkunft nicht geleugnet haben; wozu auch---sie gehörten einfach zu uns.

    • oberösi
      29. Oktober 2016 12:04

      Ein Jammer, daß die VP dem ORF nichts entgegensetzen will und mangels geeigneter Leute auch nicht kann.
      Offensichtlich dominiert daher die Überlegung: Kopf einziehen und hoffen, daß es den anderen (FP) trifft. Diese Strategie hat allerdings noch nie zum Sieg geführt.
      Sich die Macht in den Provinzstudios zu sichern und den Küniglberg kampflos GrünRot zu überlassen ist jedenfalls keine konsistente Medienpolitik.
      Gegen dieses hochsubventionierte Kartell aus Medien/Kunst/Kultur käme nicht einmal eine FP-dominierte Regierung an. Es sei denn, sie widersteht der Versuchung, es selbst bespielen zu wollen und zerschlägt es.
      Dann allerdings marschiert die Nato ein um die "Demokratie" zu retten.

  19. Brockhaus
    29. Oktober 2016 08:46

    Nicht die Österreicher sondern die österreichischen Politiker und Medien ignorieren eines der bedeutendsten Ereignisse der Nachkriegszeit, nämlich die ungarische Revolution. Die österreichische Bevölkerung fühlt sich sehr wohl mit Ungarn eng verbunden und blickt neidvoll nach Ungarn, auf deren Politiker und auf deren geradlinige und konsequente Politik.

    In Abwandlung eines Qualtinger-Sagers denkt man sich oft, "In Ungarn müsste man sein."

    Es ist einfach zum "Fremdschämen". Ein Wort, das ich zwar nicht mag, aber es paßt.

  20. Undine
    29. Oktober 2016 08:07

    Ein bißchen lang, aber einmal eine etwas andere, sehr interessante Sichtweise der Zusammenhänge:

    Dr. iur. Menno Aden

    In diesen Tagen …

    … vor 60 Jahren, in den letzten Tagen des Oktobers, wurde der Volksaufstand in Ungarn von den Streitkräften der UdSSR niedergeschlagen. Nach dem 17. Juni 1953 in Deutschland war dieses der zweite Versuch, gegen die Herrschaft des Kommunismus in Osteuropa aufzustehen. Die Sowjetunion wurde zwar nicht in die Knie gezwungen, aber sie war vor der Welt entlarvt. Wie wir heute wissen, waren beide Vorgänge Schritte zum endgültigen Niedergang 1989/90 der Unrechtsregime UdSSR und auch dem der DDR, welchem die SPD noch im Herbst 1989 unverwandt die Treue gehalten hat, und die europäische Linke bis heute.

    Im Windschatten des Ungarnaufstandes stand der englisch-französische Überfall auf Ägypten im selben Monat Oktober 1956 ( Suez-Krise). Eine Hilfe für Ungarn wurde auch dadurch verhindert, dass dieselben Mächte, welche im Zweiten Weltkriege Seite an Seite mit der Sowjetunion gegen Deutschland für Freiheit und Demokratie gekämpft hatten, gerade damit beschäftigt waren, im Vorderen Orient und Nordafrika ihre imperialen Träume weiter zu träumen. Wie der Ungarnaufstand für die Sowjetunion ein Zeichen des beginnenden Endes ihrer Macht war, so bezeichnete der Suez-Überfall den Abgang der Hauptdarsteller auf dem kolonialistischen Welttheater. Vor allem wurde der ganzen Welt gezeigt, mit welchen Methoden Großbritannien und Frankreich Politik zu machen pflegten.

    I. Suez

    Am 26. Juli 1956 hatte der ägyptische Präsident Nasser den Suezkanal verstaatlicht. Dagegen konnte völkerrechtlich nichts gesagt werden, zumal die Aktionäre (insbesondere der britische und französische Staat) entschädigt werden sollten. Großbritannien sah aber sein Prestige gegenüber seinem damals immer noch ganz imposanten Weltreiches, aber auch die Verkehrswege dahin gefährdet. Frankreich suchte einen Anlass, Ägypten und die arabischen Staaten zu schwächen, weil sie die Algerier in dem damals heiß gewordenen Unabhängigkeitskrieg (1954-1962) unterstützten.

    England wollte den Kanal wiederhaben, und die Franzosen wollten Algerien behalten. Seit dem 30. Juli 1956 wurde daher in Paris und London über eine Militäraktion gegen Ägypten nachgedacht. Allerdings sollte, wie es gerade den Briten so oft erfolgreich gelungen war, das Ganze als eine Friedensaktion dargestellt werden. [1]

    So kam Israel ins Spiel. Israel befand sich damals wie heute in einer gefährlichen Situation. Seine arabischen Nachbarn hatten geschworen, es bei nächster Gelegenheit zu vernichten. Es fanden auch damals praktisch ununterbrochen Nahost-Friedensgespräche statt. Israel hielt davon wenig und suchte Gelegenheit zu einem Präventivkrieg gegen das unter Präsident Nasser besonders gefährliche Ägypten.

    Es traute sich aber nicht, diesen alleine in Gang zu setzen. Zwischen Paris, London und Tel Aviv wurde daher folgendes verabredet: Israel überfällt Ägypten, und zwar am oder um den 5. November 1956. Darauf intervenieren England und Frankreich militärisch und besetzen den Suezkanalbereich, der etwa die Scheidelinie zwischen dem zu erwartenden Frontverlauf zwischen Israel und Ägypten darstellt, und geben vor, die Streithähne voneinander zu trennen. Im weiteren Verlauf würden die Briten und Franzosen die ägyptische Regierung stürzen und für den Suezkanal den status quo ante wieder herstellen. Das passte alles sehr gut. Die Russen waren vollauf in Ungarn engagiert, und am 6. November 1956 waren Präsidentschaftswahlen in den USA. Eisenhower würde also andere Dinge im Kopf haben als den Suezkanal. Der Rest der Erde zählte nicht. Der Zeitplan ging allerdings etwas durcheinander, weil Israel zu früh angriff, als Briten und Franzosen noch nicht ganz bereit waren.

    Am 29. Oktober 1956 begann Israel mit der Invasion. 30. Oktober wurde dem ägyptischen Botschafter in London ein auf zwölf Stunden befristeten britisch-französischen Ultimatum überreicht, welches verlangte, dass ägyptischen Truppen sich zehn Meilen hinter den Suez-Kanal zurückzögen. Präsident Nasser wies die Forderung natürlich zurück. Am 31. Oktober begannen Großbritannien und Frankreich mit der Bombardierung ägyptischer Flughäfen. Am 5. November landeten ihre Fallschirmjäger in Ägypten. Port Said wurde zerstört. Der Kanal war wieder in den Händen der Kolonialmächte. Aber die Zeiten hatten sich gegenüber 1939 geändert. Die Weltöffentlichkeit war empört und hatte jetzt in Gestalt der UNO ein Forum, um sich Gehör zu schaffen. Eisenhower fühlte sich von den Briten hintergangen und von den Franzosen gelinkt. Die USA verbot die weitere Aktion. Und das war’s.

    Spätestens seit diesem Zeitpunkt hat die USA die Führung in der Nahostpolitik übernommen. Großbritannien wurde endgültig zum Juniorpartner der USA. Frankreich verlor seither stetig an politischer Bedeutung und schließlich auch sein Selbstvertrauen.

    II. Parallelen zu September 1939 ?

    Die Initiierung der Suezkrise zeigt merkwürdige Ähnlichkeiten mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Europa. 1939 war die Situation wie folgt: Frankreich hatte 1936 hinnehmen müssen, dass das Deutsche Reich die krass völkerrechtswidrige seit 1923 bestehende französische Sonderrolle im Rheinland beendet hatte. Die französische Unterdrückungspolitik gegenüber Deutschland war damit offen gescheitert und das politische Ansehen Frankreichs beschädigt. Für England war damit wiederum das Gleichgewicht gestört. Nun war Deutschland wieder Vormacht in Europa. Solche Vormachtstellungen hatte Großbritannien seit 1700 dadurch bekämpft, dass es die jeweils schwächere Macht in Europa gegen die stärkere unterstützte, um auf diese Weise die Rolle des Zünglein an der Waage in europäischen Angelegenheiten zu spielen.

    England und Frankreich hatten, wenn auch aus verschiedenen Gründen, ein Interesse daran, Deutschland militärisch in die Schranken zu weisen. 1956 hatten England und Frankreich, wenn auch aus verschiedenen Gründen, ein Interesse daran, Ägypten anzugreifen. In diesem Vergleich spielt Deutschland also die Rolle des „Bösen“, welche 1956 Ägypten zufiel. Auch 1939 sollte die Kriegserklärung der Alliierten gegen Deutschland als eine Art Friedensaktion erscheinen. Das war insbesondere wegen der auf Frieden gestimmten öffentlichen Meinung in den USA wichtig, welche den an sich kriegsbereiten Franklin Roosevelt noch zurückhielt. Ohne die USA wäre aber ein Krieg gegen Deutschland nicht zu gewinnen.

    Damit kommt Polen ins Spiel, welches in diesem Vergleich die Rolle Israels übernimmt. Polen hatte nach seinem siegreichen Krieg gegen die Sowjetunion (das „Wunder von Warschau 1920“, auch „Wunder an der Weichsel“) eine mächtig hohe Meinung von sich und seiner militärischen Bravour. Es war mit dem damals eroberten Ostpolen (welches 1939 an die UdSSR verloren ging) nicht zufrieden, sondern hatte im Grunde schon 1919 sein Auge auf Schlesien und Pommern bis einschließlich Rügen geworfen. Es ist zwar politisch nicht korrekt, daran zu erinnern, aber es wird schon stimmen, was Hoggan (Der Erzwungene Krieg, Tübingen 1961)[2]unter Quellenangabe sagt, dass nämlich Polen während der 1930er Jahre Versuche unternahm, Frankreich zu einem Präventivkrieg gegen Deutschland zu bewegen. Frankreich allein traute es sich trotz seiner militärischen Überlegenheit gegenüber Deutschland nicht recht. Die mit Frankreich offenbar abgestimmte britische Garantieerklärung für Polen vom 31. März 1939 war dann das stille Einverständnis der beiden Mächte, demnächst gemeinsam tätig werden zu wollen.

    Wie Israel 1956 im Schutz der anglo-französischen „Friedensaktion“ den Krieg gegen Ägypten wagen konnte, so hatte Polen es 1939 im Schutz dieser Koalition auf einen Krieg mit Deutschland ankommen lassen. Es leiste sich gegenüber dem Deutschen Reich, die Deutschen in seinem Bereich, aber auch in Bezug auf Danzig viele Dinge, über die man heute nicht spricht. Wenn Polen im Herbst 1939 einen Präventivkrieg gegen Deutschland geplant haben sollte ( die Dislozierung polnischer Truppen im Raum Posen spricht nach Ansicht von Militärexperten dafür, da sie für den Verteidigungsfall geradezu selbstmörderisch war) – die Bahn war frei. Der weitere Verlauf nach der britischen und französischen Kriegserklärung an Deutschland ist hier nicht zu behandeln. Er lag auch nicht mehr in den Händen der Europäer.

    Fazit

    Es ist namentlich für uns Deutsche, sofern wir das überhaupt noch sein wollen, nicht erhebend, etwas tiefer in die Geschichte hineinzuschauen. Briten, Franzosen, Polen und Amerikaner, eigentlich alle, sind und waren stets konstitutionell, sozusagen genetisch, friedlich; sie haben immer nur das Beste für die Welt gewollt und getan. Nur wir Deutschen sind dem lieben Gott halt missraten, genetisch und so – wir sind genau so, wie man uns in der von USA administrierten re-education gelehrt hat. Das zu glauben, ist ja auch besser für uns und insbesondere für Europa, welches so freizügig Wechsel zulasten des deutschen Schuldkontos ausstellt.

    Dr. iur. Menno Aden
    Taubenstr. 33
    D-45289 Essen

  21. Wertkonservativer
    29. Oktober 2016 08:01

    Zum Thema:

    die Ungarn sind mir als Volk wirklich sympathisch; mit Herrn Orban (den ich ursprünglich als Superkerl ansah!) habe ich als Pro-Europäer meine Probleme!

    Dazu ein Lesevorschlag (heutiger Kurier, Seiten 2 - Leitartikel; Seite 4 - Salomonisch; Seite 31 - Ransmayr).
    Als "Presse-Fan: meine Hochachtung! Der "Kurier" kann's auch!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Riese35
      29. Oktober 2016 09:49

      >> "... ich als Pro-Europäer ..."

      Mich freut die neu gewonnene Liebe zu Rußland, das einen sehr großen Teil Europas ausmacht!

    • dssm
      29. Oktober 2016 10:06

      @Wertkonservativer
      Pro-Europa, na klar. Ich bin zuerst Salzburger, dann Europäer, entstamme dem deutschen Kulturkreis und bin halt österreichischer Staatsbürger.
      Als Österreich in meinen jungen Jahren von der EU gezwungen wurde den Staatskapitalismus aufzugeben, ein Rechtsstaat zu werden, die Wirtschaft freizugeben (usw.), da war ich ein begeisterter Anhänger der EU. Als der Euro eingeführt wurde, war ich einer der Ersten die das Konto umgestellt haben. Ich gebe auch heute noch Schüssel recht: Nur wer dabei ist, der redet auch mit!
      Aber leider sind in der EU mehrheitlich Sozialisten dabei. Damit sind die Werte der römischen Verträge pervertiert worden. Eine Reform halte ich für unmöglich!

    • HDW
      29. Oktober 2016 11:17

      @Riese35
      Richtig! ... Besonders in Sachen (Theater)Kultur! Die wird aber auch ständig auf den Wiener Staatsbühnen, durch die von unseren bolschewikischen Soziproleten (durch überhöhte Bezahlung) zuhilfe gerufenen BRDDR Agitprop Theaterleute, ermordet!

    • Wertkonservativer
      29. Oktober 2016 11:35

      @ Riese35:

      schon recht, ich mag die Russen ja auch, solange sie sich als Europäer aufführen. Reservezar Putin tut dies nicht, und daher nehme ich sie halt bedauernd aus dem Reigen zusammenarbeitswillger Europäer aus, und tröste mich mit den vielen herrlichen Musik- und Prosawerken russischer Musiker und Dichter aus vergangenen Jahrhunderten!

      Kurz zu @ dssm:
      Demokratische Sozialisten gibt's überall in Europa, teilweise auch ganz vorn (wie bei uns halt).
      Wenn Sie den demokratischen Sozialismus in Europa ausrotten wollten, müssten Sie halt auch die vielen Sozi-Wähler irgendwie mundtot machen!
      Halten Sie das mit einigermaßen humanen Mitteln für denkmöglich?
      Wohl unrealistisch, oder?

    • machmuss verschiebnix
      29. Oktober 2016 11:49

      @WK,

      bei uns wird Niemand umgebracht, es genügt, wenn man denen
      nicht mehr erlaubt , sich aus den Steuertöpfen (von unserem Geld)
      zu nähren ! ! ! Sobald die selber in irgendeiner Form Arbeitsinitiative
      ergreifen müssen, werden denen die (dogmatischen) Schuppen
      von den Augen fallen, dann würden die schon erkennen, was sie
      angerichtet haben ! ! !

      Aber solange es alles gratis gibt - "her mit der Marie" !@?

    • HDW
      29. Oktober 2016 12:47

      WK
      @Die plagiierte Plattitüde "Reservezar" zeigt deutlich ihr plattes GROKO Niveau und ich bezweifle, dass sie die "herrlichen Werke der russichen Lieratur" je gelesen, geschweige denn verstanden haben. Russland, nur in den Händen der Beresovskis,Chodorkovskis, Friedmanns,Naumovic und Wechselbergs hielten sie wahrscheinlich ihrem Europa entsprechender,mit Hilfe des Kapitals von der amerikanischen Ostküste ausgebeutet versteht sich!

    • dssm
      29. Oktober 2016 13:44

      @Wertkonservativer
      Da wir die Sozialisten wohl nur durch physische Ausrottung wegbekommen und ich nun einmal die Todesstrafe ablehne, sollte das absolute ÖVP-Bashing aufhören. Denn nur wenn die 'Bürgerlichen' vereint marschieren, können sie Mehrheiten einfahren! Man sollte also, so wie Herr AU dies tut, die ÖVP hart kritisieren wo Blödsinn passiert, also vor allem auf Bundesebene, denn da fällt mir wenig Lobenswertes ein. Aber nur den Haudrauf machen ist nicht sinnvoll, die ÖVP hat in den Gemeinden ein riesiges Reservoir an guten und bewährten Leuten. Alles konservative Leute. Mein Wunschfinanzminister wäre z.B. Christian Stöckl, der hat nun schon zum zweiten Mal Finanzen in Ordnung gebracht

    • Kyrios Doulos
      29. Oktober 2016 14:04

      Die EU - eine "wunderbare" Institution. So der Raiffeisen-Leitartikel im Kurier. Ein Jubellied sondergleichen dort. Ich habe es gelesen und mir ist dabei über geworden.
      So eine Schwärmerei.

      Zweitens: WEIL wir Europäer sind, müssen wir die den antidemokratischen ISlam liebende EU für Ihre Politik der offenen Grenzen und der Einladung unserer Feinde nach Europe mit allen Mitteln bekämpfen. Genau das tut Orbán in seinem Land. Er erfüllt seinen ungarischen und europäischen Auftrag.

    • Kai
      29. Oktober 2016 16:25

      Unser @WK wäre vermutlich in einem linken Blog besser aufgehoben, da kämen seine zeitgeistigen Kommentare besser an.

    • Cotopaxi
      29. Oktober 2016 16:37

      @ Kai

      Aber dort erreichte er sein Ziel jedoch nicht, nämlich durch ihn provozierte genervte Beiträge anderer Blogteilnehmer das Gefühl der moralischen und intellektuellen Überlegenheit zu erlangen.

    • dssm
      29. Oktober 2016 23:07

      @Kai und @Cotopaxi
      Sie vermuten eine Niedertracht wo keine ist. Denn der Wertkonservative war (und ist?) sicherlich dem Wirtschaftsbund nahe stehend. Er hat rund um den EU-Beitritt sicherlich die positive Stimmung gespürt und selber das Positive gesehen. Dann war er sicherlich begeistert als die Schüsselregierung kam, er spürte sicher die Aufbruchstimmung. Und vor dem Ende von Schüssel ist er in die verdiente Pension gegangen. (liege ich irgendwo falsch?)
      Er wird also Österreich vor dem Beginn der Beitrittsverhandlungen gekannt haben, er weiß wie viel Gutes allein die Beitrittsverhandlungen gebracht haben. Die Angst vor diesem Vor-EU-Österreich verstehe ich gut.

    • Wertkonservativer
      30. Oktober 2016 06:32

      Danke, @ dssm,

      für Ihr Verständnis und für Ihre Fairness!

      Ich bin nämlich alles andere als ein Linker, nämlich
      Bürgerlicher Österreicher, bekennender Katholik, Wertkonservativer, und nicht zuletzt Europäer!
      Wer meine Repliken hier seit Jahren verfolgt, weiß, dass ich unseren und den sonstigen Sozialisten durchaus distanziert und ablehnend gegenüberstehe!

      Nochmals Dank!!!

    • Cotopaxi
      30. Oktober 2016 07:23

      @ dssm

      Dem WK wirft hier niemand Niedertracht vor. Nur sein Psychogramm wird doch immer interessanter und erklärt vieles. Jeder seiner Kommentare bestätigt mittlerweile dies. Und daraus erwächst immer mehr Mitgefühl für ihn.

    • Wertkonservativer
      30. Oktober 2016 08:04

      @ Cotopaxi:

      Sie sind sicher studierter Psychologe, isn't it?
      Endlich weiß ich, wie ich ticke!

    • Cotopaxi
      30. Oktober 2016 08:17

      @ WK

      Danken können Sie mir später.

    • Shalom (kein Partner)
      31. Oktober 2016 10:51

      So sympathisch mir (uns) die Ungarn, unsere "Schwagern", heute auch sein mögen: Sie waren es, die, mehr noch als die Tschechen, am Untergang der Donaumonarchie Hauptschuld tragen. Nicht nur ihre gezielte nationalistische Schwächung der gemeinsamen k.u.k. Armee zugunsten ihrer k.u. Honved (z.B. Verweigerung der anteilsmäßig korrekten Rekrutenkontingente!) und überhaupt die der gemeinsamen (Außen-)Politik der k.u.k. Monarchie in schwerster Zeit umfaßt Laufmeter an wissenschaftlichen Publikationen! Doch wer zieht sich das heute noch hinein (um "modern" zu argumentieren...).

    • Shalom (kein Partner)
      31. Oktober 2016 11:09

      Cotopaxi,
      auch ich nähere mich aufgrund meiner altersbedingten Menschenkenntnis Ihrer Beurteilung an.
      Ja, man sollte gegenüber den schlichten "wertkonservativen" Äußerungen des "Wertkonservativen" Milde, ja verzeihende Güte walten lassen und ihn, den alten "Wertkonservativen", auch nicht zu jenen "ÖVP-Muppets" Unterberg´scher Diktion zählen.
      Sollten andere (nicht ich!) dies trotzdem tun, könnten sie, die anderen, jedoch so unrecht nicht haben...

    • Shalom (kein Partner)
      31. Oktober 2016 11:40

      Kai, vielleicht könnten Sie mir weiterhelfen: Da schreibt doch der "Wertkonservative" u.a.: "Ich bin nämlich alles andere als ein Linker, nämlich
      Bürgerlicher Österreicher, bekennender Katholik...".
      Völlig verunsichert frage ich nun, wie einem "bürgerlichen Österreicher" u. "bekennenden Katholiken" der ehemalige Kommunist, (noch immer?)Freimaurer, Sozialist, heimatlose linke Grüne u. agnostische Atheist VdB mehr zu Gesicht steht, also sympathischer ist, als etwa Strache, Hofer, Kickl etc. etc.?
      Wer solches erklären kann, bitte vor den Vorhang...!

    • Shalom (kein Partner)
      31. Oktober 2016 12:11

      HDW, wer sich am Nationalfeiertag im Parlament den "Tag der offenen Tür: Fest der Demokratie und der Kunst im Hohen Haus", der auf Einladung der Bures stattgefunden, im ORF hineingezogen hatte, konnte ob dieses Schmarrn´s nur den Kopf schütteln. Kann unter dem Decknamen "Kunst" wirklich jeder Dreck subventioniert werden?

  22. Brigitte Imb
    29. Oktober 2016 02:28

    Damals war man halt noch nicht so "globalisiert" und legte (auch im politischen Bereich) Wert auf eine gute Nachbarschaft.
    Wer weiß, vielleicht erleben wir bald wieder eine diplomatische Annäherung an Ungarn, wenn auch bei uns die Nadelstreif-Linken abgesetzt werden. (Das Niedergeschmeiß verschwindet dann mangels Subventionierung von alleine.)
    Orban wird überwiegend als Held gesehen, da können die Linken anschreiben (lassen) so viel sie wollen.

    • Wyatt
      29. Oktober 2016 06:30

      Eine Forderung Ungarns an die EU ist, mehr zum Schutz für die europäischen Bürger und deren Grenzen zu bewirken und nicht Migranten zu verteilen und verwalten!

      http://www.mediaklikk.hu/video/nemet-nyelvu-hirek-2016-10-28-i-adas/

    • machmuss verschiebnix
      29. Oktober 2016 09:26

      Das Einzige, was die Linken außerhalb Österreiczh - außerhalb
      ihres Futtertroges - überhaupt interessiert, ist der viel größere
      Futtertrog in Brüssel ; naja, DEN könnte man mit etwas Nachsicht
      ja als "internationales Interesse" deklarieren ! ! !

  23. kritikos
    29. Oktober 2016 01:49

    Wieder ein Beweis der völlig aus den Fugen geratenen österreichischen Politik. Gerade Ungarn, das dem österreichischen Volk, besonders den Wienern, traditionell, geistig und emotional nahe steht, wird ignoriert. Jahrhunderte alte Verbindungen werden nicht angesprochen, der ORF tut nichts Nennenswertes zum Gedenken an 1956, wohl aus Verachtung der nicht sozialistischen Haltung Ungarns. Auch die riesige Hilfsbereitschaft der Österreicher an den - damals echten! - Flüchtlingen wird ignoriert. Ich geniere mich. Wohin sind wir geschlittert? Es sollte/könnte ja zumindest die ÖVP den Mund aufmachen, aber die fürchtet sich wahrscheinlich vor der linken Medienmaffia.

    • Pennpatrik
      29. Oktober 2016 04:22

      Die fürchtet sich nicht.
      Die ist Teil der linken Mafia geworden.

    • machmuss verschiebnix
      29. Oktober 2016 09:43

      Rot/Schwarz - eine Einheit(z)-Partei auf dem (selbsgewählten) Weg
      ins Krematorium . . .
      Hoffentlich ist S.Kurz schlau genug, sich nicht als Kanzler dieser Mafia
      instrumentalisieren zu lassen, denn dadurch würde sein Ansehen
      genauso demoliert werden, wie das seiner Vorgänger ! ! ! !

    • dssm
      29. Oktober 2016 10:08

      @Pennpatrik
      Richtig, dem wem gehört der halbe Blätterwald: Raiffeisen! (Sehr zum Leidwesen der Raiffeisenleute vom Land.)





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2020 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung