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Europas letzte Kolonie – wie lange noch?

Der europäische Kolonialismus ist schon lange zu Ende gegangen. Der deutsche vor rund hundert Jahren, der britische und französische vor fünfzig bis siebzig, der portugiesische vor rund vierzig Jahren. Dieses Ende geschah teils friedlich, teils aber auch erst als Folge langer blutiger Befreiungskriege. Heute sind sich alle Seiten einig, dass das Ende der Kolonialismus richtig war (auch wenn es manchen Ex-Kolonien nachher eher schlechter gegangen ist). Umso erstaunlicher ist, dass die EU seit mehr als zwanzig Jahren nun selber eine Kolonie hat. Ein Umstand, der von Jahr zu Jahr schwachsinniger wird.

Zwar verwendet niemand den Ausdruck „Kolonie“ für Bosnien-Herzegowina. Aber es ist eine. Die oberste Macht, die letzte Instanz liegt nicht bei den Bürgern, einer Institution oder einer Persönlichkeit dieses Landes, sondern außerhalb, nämlich bei der EU, die nach Bosnien einen Kolonialgouverneur entsandt hat, der formal „Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina“ genannt wird. Dieser hat Rechte wie ein Diktator, wie der Vizekönig einer Kolonialmacht (zur Zeit ist das der österreichische Diplomat Valentin Inzko; die Kritik an der Situation hängt aber nicht mit seiner Person zusammen).

Es ist höchste Zeit, diesen Status zu beenden – vor allem, solange das die EU noch erhobenen Hauptes tun kann. Solange sie nicht am Ende in einen neuen Konflikt hineingezogen wird. Solange sie noch zu einer guten und sinnvollen Lösung beitragen kann.

Es ist höchste Zeit, auch für Bosniens Völker das Selbstbestimmungsrecht als fundamental anzuerkennen. Hat man dieses doch längst auch allen afrikanischen Ländern zugebilligt. Das Selbstbestimmungsrecht hat sich weltweit als wirksamstes Instrument erwiesen, um Konflikte zu verhindern oder zu beenden. Und das ist es auch für Bosnien-Herzegowina:

  • Weil es ein demokratisches Prinzip ist.
  • Weil das krampfhafte Festhalten an einer formaljuristischen Konstruktion, die von einem (in einem geschlossenen Gebiet lebenden) Teil der Bürger nicht anerkannt wird, einfach nicht funktionieren kann.
  • Weil Diplomaten nicht die Legitimität eines Systems herstellen können.
  • Weil im Ausland niemand mehr gewillt ist, Bosniens wegen neuerlich in einen Krieg verwickelt zu werden.
  • Weil sich unter einem Teil der bosniakischen Muslime fundamentalistische Tendenzen entwickelt haben, die dort früher völlig unbekannt waren. Das ist für die anderen Volksgruppen zunehmend unzumutbar.

Um nicht missverstanden zu werden: Das einstige Eingreifen des Westens in den jugoslawischen, insbesondere den bosnischen Krieg war eindeutig legitim und ethisch positiv. Hat dieser doch bis dahin mindestens 100.000 Tote gefordert – wahrscheinlich mehr –, sowie mehr als zwei Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Dazu kommen Zerstörungen, Kriegsverbrechen, Folter, Vergewaltigungen in großer Zahl. Es war also absolut gerechtfertigt und moralisch wünschenswert, militärisch einzugreifen, um all diese Grässlichkeiten zu beenden. Das war vor allem den USA zu verdanken.

Diese haben sich freilich inzwischen aus dem Balkan zurückgezogen. Verständliches Motto: „Wir Amerikaner haben anderswo genug Sorgen und Probleme; um den Balkan kümmert ihr Europäer euch nun künftig selber.“

Das funktioniert nicht

Die Europäer haben das seither auch getan, militärisch, juristisch, finanziell. Jedoch haben sie das auf einer letztlich unbrauchbaren Grundlage gemacht, die Erbschaft nicht zuletzt der einstigen US-Politik gewesen ist. Das ist das sogenannte Dayton-Abkommen. Dieses hat dem Balkanland eine unbrauchbare Struktur aufgezwungen. Dadurch gibt es heute Hunderte Minister in neun einzelnen Entitäten Bosniens und in einem darüber gestülpten, komplizierten zweistufigen Gesamtstaatsgebilde. In dieser Konstruktion legen sich die einzelnen Nationalitäten ständig gegenseitig lahm und sabotieren sich.

Das führt auch wirtschaftlich zu verheerenden Folgen. Diffuse, unklare staatliche Rahmenbedingungen sind Gift für jeden potenziellen Investor. Weil kaum jemand in Bosnien investieren will, herrscht dort eine gewaltige Arbeitslosigkeit von mehr als 27 Prozent. Das einzige was in Bosnien blüht, ist die Korruption.

Nach einem Vierteljahrhundert muss man daher einfach laut und klar sagen: Das funktioniert hinten und vorne nicht. Und es wird auch nie funktionieren können.

Zwar mögen manche einwenden: In der Schweiz funktioniert ein relativ ähnliches Gebilde doch auch nahezu perfekt, das einen Ausgleich und eine Balance zwischen verschiedenen Sprachgruppen und Religionen herstellt. Dieses Argument vergisst nur das Wichtigste: Diese Konstruktion ist der Schweiz nicht von außen aufgestülpt worden, sondern von den Schweizern selbst über Jahrhunderte entwickelt. Die Schweizer Konstruktion wird daher von allen Schweizern auch innerlich voll bejaht, was sich etwa in der großen Wehrbereitschaft ihrer Bürger zeigt. Im übrigen hat es einst auch in der Schweiz zwischen den einzelnen Gruppen durchaus  wilde Konflikte gegeben. Aber diese sind eben von den Schweizern selbst inzwischen entschärft und gelöst worden. Und nicht von irgendwelchen Kolonialherren.

In Bosnien hingegen haben die Völker, die man da zusammenzwingen will, noch vor 25 Jahren erbittert Krieg miteinander geführt. Umso schlimmer ist jedoch: Solange dort nicht wieder Blut fließt, interessiert das Land keinen EU-Minister, kein westliches Medium wirklich. Aber dennoch ist klar: Wenn nicht sehr bald eine gute Lösung gefunden wird, ist die Rückkehr zu einer Fortsetzung des Bürgerkrieges durchaus wahrscheinlich. Denn ein weiteres Vierteljahrhundert wird Europa schon auf Grund seiner vielfältigen eigenen Krisen weder imstande noch willens sein, dort zu hohen Kosten militärisch präsent zu sein.  

Es kann heute keinen Zweifel mehr geben: Der Antagonismus zwischen (orthodoxen) Serben, (katholischen) Kroaten und (muslimischen) Bosniaken lässt sich auf dem Dayton-Weg nicht überwinden. Vor allem die Serben mit ihrer „Republika Srpska“ wollen aus Bosnien weg. Sie setzen eine Provokation nach der anderen, um sich dem benachbarten Staat Serbien anschließen. Und die bosnischen Kroaten warten nur darauf, dass dies geschieht, dann wollen auch sie weg und sich Kroatien anschließen. Keine der beiden Volksgruppen will in einem muslimisch geprägten Staat leben.

Die Bosniaken sind heute – nicht zuletzt auf Grund von saudi-arabischen Geldern und Predigern – deutlich islamischer als einst, da der diktatorische Tito-Kommunismus und ein künstlicher Jugoslawismus alle Volks- und Religionsgruppen unterjocht hat. Dieses Tito-Modell hat aber nicht mehr funktioniert, sobald auch in Jugoslawien die Epoche der Diktatur zu Ende gegangen ist. Dann haben sich Slowenen, Kroaten, Bosniaken, Kosovo-Albaner und Mazedonier nacheinander aufgelehnt gegen eine Oberhoheit der Serben, zu der der kommunistische Jugoslawismus mutiert war.

Heute sieht die Welt die Unabhängigkeitsbestrebungen dieser Völker weitgehend als legitim und gerechtfertigt an. Kaum noch jemand weiß, wie sehr einst Alois Mock dafür gescholten worden ist, dass er als erster westlicher Staatsmann das richtig gesehen und für das Selbstbestimmungsrecht gekämpft hat. Das bleibt ein historischer Verdienst des seit vielen Jahren schwer kranken Mannes, der aber zweifellos einer der wenigen Österreicher mit staatsmännischem Format gewesen ist.

Auch Serben haben Grundrechte

Nur: Diese Legitimität der Selbstbestimmung muss auch den Serben selbst zugestanden werden. Alles andere wäre zutiefst ungerecht und würde eine anfangs moralische Haltung zutiefst diskreditieren. Ein von außen oktroyiertes Abkommen, das nie funktioniert hat, und eine EU-Kolonialherrschaft können kein Gegenargument sein zum moralischen Anspruch der Serben, auch selbst – in den serbisch bewohnten Gebieten der Republika Srpska sowie eines kleinen Teils des Kosovo – den von ihnen gewählten staatlichen Weg gehen zu dürfen.

Gewiss: Die Bosniaken und die Kosovo-Albaner werden dies nicht gerne sehen. Eine starke und weitblickende europäische Politik müsste ihnen deshalb klar sagen: Nur durch das westliche Eingreifen seid ihr vor der serbisch-jugoslawischen Gewaltherrschaft befreit worden und heute unabhängig. Jetzt müsst auch ihr den Serben in ihren Gebieten den Weg in die Freiheit gestatten, sonst gerät ihr in Isolation.

Natürlich wäre es vor 25 Jahren leichter gewesen, das zu sagen und zu realisieren. Aber die Geschichte und ihre Fehler lassen sich nun mal nicht mehr ändern. Umso klarer sollte man sehen, dass jedes Jahr, in dem man weiterhin den Mut dazu nicht aufbringt, die Dinge noch schlimmer macht.

Aber würde man dadurch nicht serbische Kriegsverbrechen und Vertreibungen im Nachhinein belohnen? Nein, und zwar gleich aus fünf Gründen:

  1. Es hat nicht nur serbische, sondern auch ganz üble kroatische, bosniakische, kosovo-albanische Kriegsverbrechen und Vertreibungsaktionen gegeben (wenn auch in geringerem Umfang, so weit man das von außen beurteilen kann).
  2. Es führt viel eher zu einer besseren Zukunft, wenn man nicht ewig zurückblickt, sondern vom Status quo der Gegenwart ausgeht, wie auch immer es zu dem gekommen ist. Wenn man also auf Basis von Selbstbestimmung den Willen der betroffenen Menschen als entscheidend berücksichtigt.
  3. Es spricht viel dafür, dass erst nach einer solchen klaren Regelung wieder normale und vielleicht eines Tages auch freundschaftliche Beziehungen zwischen den (zumindest sprachlich großteils sehr verwandten) Balkanvölkern entstehen könnten. Es sind ja auch Tschechen und Slowaken nach der Trennung und durch die Trennung zu besten Freunden geworden.
  4. Nur bei klaren und gesicherten staatlichen Rahmenbedingungen können Wirtschaft und Arbeitsplätze wachsen.
  5. Nur eine Lösung auf Basis des Selbstbestimmungsrechts bringt Chance auf eine langfristig friedliche Zukunft der Region, die lange unter der Oberhoheit fremder Mächte, der Osmanen, Habsburger, Russen, Serben, Nazis, Kommunisten und heute der EU gestanden ist – was alles nicht funktioniert hat.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    22x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2016 02:48

    Europas letzte Kolonie erstickt im Bürokratismus, weil das die einzige Antwort der heute existierenden politischen Klasse auf ethnische Probleme ist. Daß das Selbstbestimmungsrecht eine großzügige - das heisst grenzverändernde - und zugleich stabile Lösung für eine völlig zerrüttete Region ist, wird als Beispiel aber wohl eher gefürchtet, als angestrebt. Zum Ersten: wir tragen hier ein System zu Grabe, das - einmal mehr - in den Pariser Vorortedikaten von 1918 ff geschaffen wurde. Diese Gewaltordnung - fälschlicherweise noch immer als 'Verträge' bezeichnet - einer verlogene Diktion, die unseren armen Kindern beigebracht wird, deren grenzgeniale rotgrüne Dorfschulzen wahrscheinlich nicht einmal die wahrlich einfache Definition des Wortes Vertrag beherrschen, und die versuchen daher, so zu tun, als wäre die politische Ordnung von 1918-20 auf Basis von so etwas wie 'Verhandlungen' und einer daraus erwachsenden, von gemeinsamem Willen der 'Vertrags'- Parteien erwachsenden Lösung getragen worden. Verlogener geht's nicht. Teil dieser Lüge ist übrigens auch der österreichische Staat, dessen Ordnungsrahmen zweimal aus den Kanonen der Siegermächte erwuchs - von Etatisten aller Schattierungen bis zum letzten Tintentropfen verteidigt und legitimiert, begründet und gerechtfertigt, gelobt und besungen und durch gründungsmystische Choräle verbrämt versinkt er gerade ruhmlos passenderweise in der von ihm selbst geschaffenen Jauchegrube. Aber das, nur am Rande.

    Geradezu wie ein Treppenmwitz der Geschichte mutet es an, daß ausgerechnet ein österreichischer Beamter Bosniens Geschicke lenkt - als habe man jenen Ort, an dem die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts mit der Ermordung des Thronfolgers der wohl ältesten europäischen Dynastie losbrach, damit nochmals nachträglich bestrafen wollen. Dabei ist es gerade die Verweigerung des Selbstbestimmungsrechtes von VOR 1914, die ebensolche Schuld trägt, wie jene von NACH 1918 - die das große, nicht zu Ende gehende Morden immer wieder befördert hat.

    Linke beschäftigen sich gerne mit Diktatoren. Mit einem besonders. Die ersten Diktatoren des Kontinents aber, die Diktatoren von Versailles und St Germain, Trianon und Sevres, die gehören nicht gerne zu ihren Beschäftigungs-Gegenständen. Dabei hat doch der EINE - für den sie sich so interessieren - von Ihnen, den Repräsentanten der großen Demokratien und Sieger, genau das gelernt, was den Erfolg brachte: Gewalt und die Lüge vom Frieden auf Basis des gerechten Selbstbestimmungsrechtes.

    Wer seine Geschichte nicht verstanden hat, wird gezwungen sein, sie zu wiederholen. Wir erleben die Unterdrückung des millionenfachen Wunsches auf ein Ende der Zuwanderung, auf die Bewahrung der nationalen Identität der Völker Europas - und wir erleben die Diktatur einer vergleichsweise kleinen intellektuell sich verbrämenden Minderheit, die unter Einsatz all ihrer Machtmittel, diesen Akt der Selbstbestimmung - den letzten politischen Akt, zum dem die autochthonen Völker Europas noch in der Lage sein werden - systematisch diffamiert, negiert, verleugnet und als unmoralisch diffamiert.

    Gegen den daraus erwachsenden Orkan werden sich die bosnischen Querelen ausnehmen wie ein lindes Maienlüftchen. Dabei sind beide Probleme nur Spiegel derselben Übel - der Machtversessenheit jener, die das Gewaltmonopol innehaben. Auf Bajonetten aber kann man auf Dauer nicht sitzen, wusste schon der große Korse. Ob man das bei Schultz und Merkel, bei Draghi und Soros, bei Juncker und van der Bellen auch verstanden hat ?

  2. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2016 02:19

    Überall, wo die Volksgrenzen gezogen wurden, herrscht heute Frieden.
    Serbien, Slowenien, Kroatien, Tschechien, Slowakei.

    Überall, wo die Irren der "Weltregierung" bestehende Grenzen mit Waffengewalt quer über Volksgrenzen aufrecht erhalten, ist Krieg - Ukraine, Bosnien, Syrien, Irak u.s.w.

    Im Kampf gegen den Faschismus reißen die "Weltenherrscher" die Völker wieder in einen Abgrund, der in Bürger- und Nationenkrieg enden wird.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2016 02:44

    Der Reichtum von Österreich Ungarn waren die Bodenschätze am Balkan. allerdings waren die Bewohner gleichberechtigt, keine Kolonialvölker. Heute gehören alle Bodenschätze den Investoren der Ostküste, sei es daß sie nur in den Krieg investiert hatten.

  4. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2016 19:08

    O.T.: Wie mies müssen wohl die echten Umfragewerte für den Jammerlappen VdB sein, dass sich die Roten jetzt nicht einmal genieren, den Parteichef der FPÖ für Kommentare verantwortlich zu machen, die (wahrscheinlich eh von roten Guerilla - Kampfpostern) auf seine Facebook - Seite gerülpst wurden; "Hasspostings" nennt das der ORF - habe ich da irgenwann etwas von "überparteilich" gehört? Und was ist mit den Slogans der roten/grünen Verbrecher aus dem Jahr 2000: "....Haider, Schüssel an die Wand...": die reinste Nächstenliebe? Die überflüssige Frau Druzdar und der lächerliche Herr Schwerdtner sollten lieber schön ihre Münder halten, als sich ständig mehr und mehr zu blamieren - höflich ausgedrückt. Ich freu mich schon auf den Bundespräsidenten Hofer.

  5. Ausgezeichneter KommentatorMajordomus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2016 21:33

    Die Bosniaken sind heute – nicht zuletzt auf Grund von saudi-arabischen Geldern und Predigern – deutlich islamischer als einst.

    Das ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiger Punkt, der sehr viel mehr Beachtung verdienen würde.

    Es gibt kein Land auf der Welt, keine einzige Region auf dieser Erde, wo Moslems friedlich auf Dauer mit Nichtmoslems zusammenleben (abgesehen davon schaffen sie es ja nicht einmal, sich untereinander zu vertragen, Schiiten gegen Sunniten gegen Wahabiten etc.).

    Das moslemische Bosnien wird täglich ein größeres Pulverfass. Mit Milliardenkapital ausgestattet, kaufen Scheichs der arabischen Halbinsel das halbe Land zusammen und bauen neben Moscheen auch gigantische Siedlungen. Sie bringen auch Zigtausende Wahhabiten ins Land. In der Sommersaison prägen dunkel gekleidete Araber mit ihren vollverschleierten Ehefrauen das Bild, auf immer mehr Geschäften und Lokalen prangen arabische Aufschriften, meist für die als Touristen kommenden Saudis, Kataris und Kuwaitis. Diejenigen, die bleiben wollen, gründen Firmen und kaufen sich dadurch in Bosnien ein, Anfang des Jahres stammten mehr als 230 der Neugründer allein aus Kuwait.

    Ihre Interessen sind aufschlussreich: Die Investoren engagieren sich nicht in der bosnischen Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie. Auch an der Automobilbranche und dem Energiesektor sind sie überhaupt nicht interessiert. Ihr Hauptaugenmerk liegt angeblich nur auf dem Tourismus. Moscheen und Schulen bauen sie jedoch quasi am Fließband.

    Die Araber sichern sich mit Bosnien einen Stützpunkt in Europa. Mit dem Ziel der "Missionierung" Europas. Und die Truppen haben sich schon in Marsch gesetzt.

  6. Ausgezeichneter KommentatorBob
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2016 10:02

    Wie man auf friedlichen Weg eine Trennung bewältigt, zeigte vorbildlich die Tschechoslowakei.

  7. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2016 08:31

    Ergänzen könnte man noch, daß ähnliche Kriterien auch für die Ukraine gelten sollten wie für Bosnien und die Tschechoslowakei. Dort ist die Situation ähnlich. Seit etwa 1240 haben sich die einzelnen Teile unterschiedlich entwickelt. Der Zentralbereich und Westen gehörte über Jahrhunderte zu Polen/Litauen und dann ab 1569 zur Rzeczpospolita. 1596 gab es die Kirchenunion von Brest. Kiew war Teil der Rzeczpospolita. Die Krim und der Osten hingegen gehörten nie zur Rzeczpospolita und sind russisch geprägt.

    Und ergänzen könnte man auch noch das Engagement Saudi-Arabiens - das war 1997 bereits deutlich sichtbar - das damals bereits enorme "Entwicklungshilfe" geleistet hat: nicht etwa in Form von Wiederaufbauhilfen für die zerstörte Infrastruktur wie Häuser, Betriebsstätten etc. Inmitten der allerorts Ruinen sprossen überall funkelnagelneue Moscheen wie Schwammerln aus dem Boden, Prediger inklusive, und vor den Moscheen gab es überall nicht zu übersehende Informationstafeln, die auf die Großzügigkeit Saudi-Arabiens hinwiesen.

    Die Frage bleibt, ob nach einem Ende der europäischen Kolonie Bosnien frei oder zu einer saudischen Kolonie würde.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKarl K.
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2016 16:08

    Was treibt ihn an den wertkonservativen Michler?
    Unsinn zu schreiben? Zu provozieren? Einfach nur peinlich zu sein? Eine Geißel des Blogs?
    Viel schlimmer ist es allerdings, dass es unter all den massiv gegen das System anschreibenden Postern welche gibt, die noch immer Sterne verteilen für die naiven Gedichtlein die er postet, ihm versuchen irgendetwas zu erklären, seinen rückwerts gerichtete Ansichten Fakten entgegenzusetzen.
    Es ist sinnlos.
    Gerhard, ich will hier keine Vorkommnisse aus vergangenen Treffen bemühen, aber in Zukunft wirst du sicher weniger Nachsicht hier finden. Traurig, dass es deiner Sturheit geschuldet ist, dass es soweit kommen mußte. Und deinen gebrochenen Versprechen.


alle Kommentare

  1. Thomas F. (kein Partner)
    21. Oktober 2016 16:13

    Ist die „Republika Srpska“ wirklich ein ethnisch homogen serbisches Gebiet? Wenn nicht, könnte es sehr ungemütlich werden für die nicht-serbische Bevölkerung, sollte man der Teilrepublik zugestehen, ihre eigenen Wege zu gehen.

  2. West (kein Partner)
    20. Oktober 2016 21:03

    Wenn der Mann plötzlich da ist, der unbeirrt die Ur-Europäer aus der Demütigung führt, wird man sagen, das war nur logisch und längst überfällig. Aber jetzt ist das, was unvermeidbar ist, noch so unklar. Ein völliger Untergang Europas ist jetzt möglich. Europa hat Fehler gemacht, hat falsche Gruppen unterstüzt, falsches Denken, seine Eliten waren faul und feige, haben ihre eigenen Völker verraten und verkauft. Aber die Menschen haben sich dennoch weiterentwickelt, mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau den größten Evolutionsschritt seit Bestehen der Menschheit in zwei Generationen bewältigt und nebenbei hart gearbeitet und Neues erschaffen. Den Untergang haben sie nicht verdient.

    • Undine
      20. Oktober 2016 23:05

      Absolut richtig, nur die ELITEN sind nur sogenannte "Eliten" oder Pseudo-Eliten und sollten unter Anführungszeichen stehen, denn diese linke mißratene Bande, die uns regiert oder die sogenannten "Künstler", die nur deshalb unter diese Kategorie fallen, weil sie dunkelrot/grün sind---nein, unter ELITEN stelle ich mir etwas grundsätzlich anderes vor!

    • West (kein Partner)
      21. Oktober 2016 00:23

      "Elite" ist so ironisch gemeint, wie "Fachkraft" oder "Kulturbereicherer". Aber in einem Punkt ist sie die Elite: Bei der Macht. Sie dominiert die breiten Medien und hat alle westlichen Demokratien unterwandert, die nun nach ihrer Pfeife tanzen. Kein Gericht traut sich, gegen ihre Ideologie zu entscheiden, kein Staatsanwalt klagt ihre Marionetten in der Politik an. Sie hat sogar ihre eigene SA(ntifa) Kampftruppe, um Bürger, die nicht mehr mitlaufen wollen, einzuschüchtern. Bei der Macht ist sie die Elite, zumindest diejenigen, die ganz oben in der Pyramide stehen. Also nicht Hr. Kern. Künstler sind übrigens für die wahren Eliten jetzt wichtiger, als Politiker, siehe Jolie, Clooney, de Caprio

  3. Gennadi (kein Partner)
    19. Oktober 2016 21:10

    Schon die Bezeichnung ist falsch. "Bosniaken" waren die ehemaligen Angehörigen der kk Armee. Die Menschen dort sind "Bosnier".

    Fügt sich gut in das Bild eines sehr oberflächlich geschriebenen Artikels.

  4. Umfrage: (kein Partner)
    19. Oktober 2016 16:46

    Soll Europa Russland in die Schranken weisen?
    Ja: 0,01% - Nein: 99,9%
    -
    Soll Russland Europa in die Schranken weisen?
    Ja: 99,9% - Nein: 0,01%

  5. Karl K. (kein Partner)
    19. Oktober 2016 16:08

    Was treibt ihn an den wertkonservativen Michler?
    Unsinn zu schreiben? Zu provozieren? Einfach nur peinlich zu sein? Eine Geißel des Blogs?
    Viel schlimmer ist es allerdings, dass es unter all den massiv gegen das System anschreibenden Postern welche gibt, die noch immer Sterne verteilen für die naiven Gedichtlein die er postet, ihm versuchen irgendetwas zu erklären, seinen rückwerts gerichtete Ansichten Fakten entgegenzusetzen.
    Es ist sinnlos.
    Gerhard, ich will hier keine Vorkommnisse aus vergangenen Treffen bemühen, aber in Zukunft wirst du sicher weniger Nachsicht hier finden. Traurig, dass es deiner Sturheit geschuldet ist, dass es soweit kommen mußte. Und deinen gebrochenen Versprechen.

  6. Torres (kein Partner)
    19. Oktober 2016 10:49

    "... bleibt ein historischer Verdienst des seit vielen Jahren schwer kranken Mannes ..." Mein Gott, Unterberger! Kennt den Unterschied zwischen "der Verdienst" (Einkommen, Gehalt) und "das Verdienst" (Anerkennung, Leistung) nicht. Empfehlung: Besuch eines Deutschkurses für Migranten.

  7. Anmerkung (kein Partner)
    19. Oktober 2016 03:05

    Geplant ist, dass die EU mit einer politischen Innovation wieder Tritt fassen wird. Diese Innovation ist die Auflösung der territorialen Geschlossenheit eines Staatsgebietes.

    Das heißt, die EU wird Bosnien-Herzegowina als Mitgliedstaat aufnehmen und dort die Städte eingliedern, die muslimische Mehrheiten bekommen. Voraussichtlich zuerst Wien, dann Berlin.

    Der Zeitplan:

    2017 Beginn der Beitrittsverhandlungen mit B.-H.

    2018/2. Halbjahr: während des österr. EU-Vorsitzes Festlegung der neuen österr. Hauptstadt (Vorbild: Hauptstadtsuche in NÖ). In Wien als 1. Schritt Angliederung der MA 19 an B.-H.

    2023 EU-Beitritt B.-H.
    Erste NR-Wahl ohne Wiener Beteiligung.

    2025 7. Bezirk an B.-H.

    ...

  8. reset
    • haro
      18. Oktober 2016 15:35

      Wieviele Moslems wohl in Wien und in ganz Österreich leben ?
      In absehbarer Zeit wohl eine Mehrheit, wenn der Einwanderung samt "Familienzusammenführung" keine Schranken gesetzt werden und der Geburtendschihad weiter geht.
      Die Islamisierung Europas mit katastrophalen Folgen ist ein Verbrechen der regierenden Politiker und all jener die sie unterstützen und wählen. Eines Tages kommen sie vor Gericht, spätestens im Jenseits. Daran sollte auch der Wiener Herr Erzbischof denken.

  9. Leopold Franz
    18. Oktober 2016 11:59

    Etwas OT, Herrschaften aus dem Nachbarland Bosniens. Wie ich soeben in der Krone las, Neues aus dem Kosovo:
    Zwei 17 Jährige kosovarische Asylwerber verprügelten am Wochenende in OÖ einen Passanten krankenhausreif, weil dieser ihnen keine Zigaretten offerierte. Nach der gewaltigen Leistung der Asylindustrie bei dem kosovarischen Rehlein vor einigen Jahren nun eine neue Herausforderung. Die Unruhen im Kosovo sind im Übrigen seit dem Jahr 2004 beendet.

  10. Brigitte Imb
    18. Oktober 2016 00:39

    Apropos Kolonien, da läuft Bosnien, auch Rumänien, unter "ferner liefen", in Europa und auf der ganzen Welt.........

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_abhängiger_Gebiete#/media/File:Overseas_territories_and_colonies_labelled.png

  11. Brigitte Imb
    18. Oktober 2016 00:06

    Nein, kein "souveräner" (gibt´s ja gar nicht) muslimischer Staat Bosnien, in Europa.

    Abriß, wie beim "Hitlerhaus". Dem ("muslimischen) Rechtsradikalismus keinen Zentimeter breit geben.

    Ein weniger zerstörerischer Vorschlag für Bosnien wäre die innereuropäische Insellösung für Flutilanten. Mit einem sehr hohen (meinetwegen bunten) Zaun.

  12. Undine
    17. Oktober 2016 22:08

    OT---aber es ist schon erstaunlich, wie es möglich ist, daß diese Einnahme-Quelle für Rothschild und Co. so ungehindert sprudeln kann:

    "Asylindustrie frohlockt: 66 Millionen Euro Umsatz für Firma aus Umfeld des Rothschild-Imperiums"

    "https://www.unzensuriert.at/content/0022040-Asylindustrie-frohlockt-66-Millionen-Euro-Umsatz-fuer-Firma-aus-Umfeld-des?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

  13. Majordomus
    17. Oktober 2016 21:33

    Die Bosniaken sind heute – nicht zuletzt auf Grund von saudi-arabischen Geldern und Predigern – deutlich islamischer als einst.

    Das ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiger Punkt, der sehr viel mehr Beachtung verdienen würde.

    Es gibt kein Land auf der Welt, keine einzige Region auf dieser Erde, wo Moslems friedlich auf Dauer mit Nichtmoslems zusammenleben (abgesehen davon schaffen sie es ja nicht einmal, sich untereinander zu vertragen, Schiiten gegen Sunniten gegen Wahabiten etc.).

    Das moslemische Bosnien wird täglich ein größeres Pulverfass. Mit Milliardenkapital ausgestattet, kaufen Scheichs der arabischen Halbinsel das halbe Land zusammen und bauen neben Moscheen auch gigantische Siedlungen. Sie bringen auch Zigtausende Wahhabiten ins Land. In der Sommersaison prägen dunkel gekleidete Araber mit ihren vollverschleierten Ehefrauen das Bild, auf immer mehr Geschäften und Lokalen prangen arabische Aufschriften, meist für die als Touristen kommenden Saudis, Kataris und Kuwaitis. Diejenigen, die bleiben wollen, gründen Firmen und kaufen sich dadurch in Bosnien ein, Anfang des Jahres stammten mehr als 230 der Neugründer allein aus Kuwait.

    Ihre Interessen sind aufschlussreich: Die Investoren engagieren sich nicht in der bosnischen Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie. Auch an der Automobilbranche und dem Energiesektor sind sie überhaupt nicht interessiert. Ihr Hauptaugenmerk liegt angeblich nur auf dem Tourismus. Moscheen und Schulen bauen sie jedoch quasi am Fließband.

    Die Araber sichern sich mit Bosnien einen Stützpunkt in Europa. Mit dem Ziel der "Missionierung" Europas. Und die Truppen haben sich schon in Marsch gesetzt.

    • Riese35
      17. Oktober 2016 22:46

      Genau so ist es. Das habe ich schon 1997 bei meinem Besuch in Mostar festgestellt. Wenn man damals mit offenen Augen durch Mostar gegangen ist, konnte man das feststellen. Hier hat man einen für verrückt erklärt, wenn man davon erzählt hat. Hier wollte das keiner wahrhaben und war stolz auf seine Scheuklappen.

  14. machmuss verschiebnix
    17. Oktober 2016 20:23

    OT:
    Das hohe Ansehen der Briten, das aus vielen historischen Errungenschaften
    reultiert, knüppeln die Briten selber mit solchen Aktionen immer wieder
    nieder ! ! !

    Großbritannien sperrt Bankkonten von TV-Sender Russia Today

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/5103178/Grossbritannien-sperrt-Konten-von-TVSender-Russia-Today?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

    All das Anschmiegen an die Amis, wird die Briten über eher kurz als lang
    in einen Krieg verwickeln, gegen den Vietnam ein Picknick war ! ! !

    • machmuss verschiebnix
      17. Oktober 2016 20:24

      . . . Österreich raus aus der EU - sonst werden wir mitgegangen und
      mitgefangen !

    • franz-josef
      17. Oktober 2016 21:53

      Seh ich das falsch: Sowohl die Schweiz als auch Großbritannien sprich London sind wichtige finanzielle Stützpunkte der Rothschilds. Mag sein, daß Gt Britain nicht zuletzt aus diesem Grund aus der EU herausgelöst werden "darf"- weil der EU Zerstörerisches bevorsteht?

    • Undine
    • franz-josef
      18. Oktober 2016 00:01

      @ Undine
      Die OSR-Betreuungsfirma hat auch Traiskirchen in der Tasche, wo die Performance ja teilweise lt Medien grottenschlecht war, ihre Zentrale befindet sich in der Schweiz. Vor kurzem fiel mir Werbung für Kontoeröffnungen bei Barclay auf - ich wunderte mich, da Barclays als die Hausbank der Rothschilds bezeichnet wird und derlei Brosamen ja nicht nötig hat, also wieder einmal - wozu ?

      Ich lese mich derzeit durch ein etwas sperriges Buch über Soros, sein unglaublich riesiges Netzwerk und dessen scheint´s mit amerikanischem Wollen gut abgestimmten Ziele. Vergleicht man damit die bereits sichtbar gewordenen fatalen Veränderungen, tut man sich schon schwer, die Zusammenhänge zu bestreiten

  15. machmuss verschiebnix
    17. Oktober 2016 20:06

    Genau, Alois Mock lag in vielem goldrichtig, nur mit dem
    Eu-Beitritt hat er seine Lebensbilanz leider etwas angepatzt.
    aber dafür gibt's ja jetzt Sinn - Hans-Werner Sinn :

    http://www.krone.at/oesterreich/experte-raet-kuendigt-doch-den-eu-vertrag-nach-brexit-story-534224

    Das tun ("Änderungskündigung") und das Andere nicht lassen (Beitritt
    zur Visegrád-Gruppe ) . Das geht natürlich nur mit einer Regierung,
    mit den Antifa-Kasperln wird das nichts ! ! !

  16. Gandalf
    17. Oktober 2016 19:08

    O.T.: Wie mies müssen wohl die echten Umfragewerte für den Jammerlappen VdB sein, dass sich die Roten jetzt nicht einmal genieren, den Parteichef der FPÖ für Kommentare verantwortlich zu machen, die (wahrscheinlich eh von roten Guerilla - Kampfpostern) auf seine Facebook - Seite gerülpst wurden; "Hasspostings" nennt das der ORF - habe ich da irgenwann etwas von "überparteilich" gehört? Und was ist mit den Slogans der roten/grünen Verbrecher aus dem Jahr 2000: "....Haider, Schüssel an die Wand...": die reinste Nächstenliebe? Die überflüssige Frau Druzdar und der lächerliche Herr Schwerdtner sollten lieber schön ihre Münder halten, als sich ständig mehr und mehr zu blamieren - höflich ausgedrückt. Ich freu mich schon auf den Bundespräsidenten Hofer.

  17. franz-josef
  18. socrates
    17. Oktober 2016 14:34

    Europäische Kolonien ist gut, denn wir haben diese Zeit überwunden, die USA nicht. Sie hat noch 13 Kolonien und Protektorate. Da muß man nicht bei Rußland suchen!
    http://de.unionpedia.org/i/Kolonien_und_Protektorate_der_Vereinigten_Staaten

  19. Undine
    17. Oktober 2016 13:23

    OT---aber es ist wieder einmal spannend: War der BRANDSTIFTER, der in der Wiener Justizanstalt seine Bettdecke angezündet hat, ein Ausländer oder ein Inländer? Wie üblich, wenn die Herkunft eines Täters nicht genannt wird, tippe ich auf einen Ausländer. Wäre der Mann ein Einheimischer, wäre dieser Status ja sofort freudig erwähnt worden:

    "Justizanstalt Wien-Josefstadt: 14 Verletzte bei Brand"

    https://kurier.at/chronik/wien/justizanstalt-wien-josefstadt-14-verletzte-bei-brand/225.831.795

    • Cotopaxi
      17. Oktober 2016 13:31

      Ein bisschen Überwindung hat es mich schon gekostet, den Link zu diesem versifften Raiffeisen-Blättchen zu öffnen... ;-)

  20. Wertkonservativer
    17. Oktober 2016 12:16

    Wenn wir schon von Kolonien sprechen:

    Russland übt im Kaukasus-Bereich schon noch gehörigen Druck auf freiheitsliebende Völker aus, ist also Kolonialmacht!!
    Und - außerhalb Europas - ist die neue "Weltmacht" China ja in Bezug auf Tibet auch Kolonialmacht!

    • Cotopaxi
      17. Oktober 2016 13:00

      Das Verhältnis USA - Deutschland passte auch in diese unvollständige Aufzählung böser Staaten. Und den Völkerkerker EU bitte nicht vergessen.

    • Wertkonservativer
      17. Oktober 2016 14:26

      @ Cotopaxi:

      Beide von Ihnen genannten Beispiele sind im sprichwörtlichen Sinn an den Haaren herbeigezogen!
      Deutschland ist der heute in Europa führende und maßgebende selbständige Staat, und die EU ist kein Völkerkerker, sondern der freiwillige Zusammenschluss sonst unabhängiger Staaten!

      "Völkerkerker EU" ! Mit derlei unqualifizierten Sprüchen werden Sie in seriösen Diskussionen nicht wirklich reüssieren!

    • Josef Maierhofer
      17. Oktober 2016 14:31

      @ Wertkonservativer

      Russland wurde auf 2 Basen von diesen Völkern eingeladen, weil die Amerikaner die Afghanen gegen Russland unterstützen und die dort einfach einfallen, um der Wahrheit genüge zu tun.

      Ich kenne jemand aus Kirgisistan, er hat mir das alles geschildert.

      Das gleiche Problem haben die Armenier mit den von den Amerikanern getriebenen Türken.

      Nachdem da gerade eine Verstimmung ist, haben sich die Türken an die Russen gewandt, das ist für die Armenier gut.

      Also auch hier um der Wahrheit Genüge zu tun.

      Ich kenne mindestens 3 Armenier, die berichtet haben.

    • Riese35
      17. Oktober 2016 20:26

      @Cotopaxi: Diese Gedanken sind mir auch gleich nach dem Lesen des Kommentars gekommen. Oder die vielen "freundlichen" Ratschläge diverser sog. "ThinkTanks", US-Propagandaabteilungen, die über die ganze Welt verstreut sind.

    • Sensenmann
      17. Oktober 2016 20:58

      @Wertkonservativer:
      Deutschland ein selbständiger Staat? Wo haben Sie denn DAS gehört?

      Ich glaube da eher diesem Schäuble:
      https://www.youtube.com/watch?v=Y5W5vsGIayI
      der muss es ja wissen.
      Oder Egon Bahr über die Kanzlerakte:
      https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2011/lebensluege-der-bundesrepublik/

      Die Feindstaatenklausel der UNO existiert nach wie vor.
      https://www.welt.de/kultur/history/article109374718/Deutschland-Feindstaat-der-Vereinten-Nationen.html

      Also wo sie die Souveränität hernehmen, wissen nur Sie. Und damit sind sie weiser als mancher amtierende oder in Ruhestand befindliche bundesdeutsche Politiker.
      Dazu gehört zwar nicht viel, aber in dem Fall: Chapeau

    • Riese35
      17. Oktober 2016 21:21

      @Sensenmann: Beim Vergleich USA vs. Rußland braucht man schon eine starke Wahrnehmungsbeeinträchtigung, um nicht zu erkennen, daß die russischen (sowjetischen) Besatzungstruppen aus Deutschland abgezogen sind, die USA-Besatzung aber nach wie vor andauert und sogar noch für kriegerische Unternehmungen (Drohnensteuerung) ausgebaut wird.

    • Undine
      17. Oktober 2016 21:46

      Von wegen "Deutschland, ein souveräner Staat":

      "Historiker schätzen, dass allein die Vereinigten Staaten zeitweise mehr als 5000 Nuklearwaffen in der Bundesrepublik stationierten.[1] Hinzu kamen Kernwaffen aus Großbritannien. Bis 1991 waren auch sowjetische Atomwaffen auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik stationiert."

      Deutschland ist nach wie vor nicht nur von den USA seit 1945 permanent BESETZT, sondern es dient als DEPONIE für amerikanische NUKLEARWAFFEN!

    • Scheherazade
      17. Oktober 2016 21:47

      Also, ich weiß gar nicht, was ihr alle habt, am Tulbinger Kogel ist die Welt doch in Ordnung?! Oder, Wertkonservativer?

    • Wertkonservativer
      18. Oktober 2016 07:56

      @ Scheherazade:

      stimmt genau, was Sie sagen, werte Dame!

      Aber Ihre und die "Wahrnehmungen" Anderer hier sind ja auch recht einseitig zum Osten hingepolt.
      Für Leute, die Herrn Putin als Heilsbringer ansehen, muss ich natürlich irgendwie "aus der Zeit gefallen" wirken!
      Aber - wie auch immer - ich bin und bleibe ein "Westler", egal, was man mir da oder dort an den Kopf wirft!
      So bin ich halt!

    • phaidros, mit gutem Grund
      18. Oktober 2016 10:19

      Das letzte Wort habe ich.

    • Shalom (kein Partner)
      19. Oktober 2016 07:13

      Sensenmann, glauben Sie allen Ernstes, dass der Hintertulbinger Irrläufer nur einen Ihrer weiterführenden Links öffnet? Nicht um´s Verrecken!
      Geistig beweglich wie ein Hydrant strudelt er hier herum und beweist einmal mehr, wie sinnlos er und wie sinnlos eine Diskussion mit ihm ist...
      Auf Wikipedia könnte man, so man wißbegierig wäre (was beim "WK" definitiv ausgeschlossen werden kann), unter "Ausländische Militärbasen in Deutschland" recherchieren und erkennen, dass sich darunter keine Russlands befindet.

      Natürlich ist die EU kein militärisch zernierter "Völkerkerker", sehr wohl jedoch ein, von Brüssel gewünscht, dominierter geistig-moralisch-gutmenschlicher Zentralstaat!

    • Shalom (kein Partner)
      19. Oktober 2016 07:53

      Und als Ergänzung empfehle ich nicht nur dem Hintertulbinger "Westler" einmal im intenet unter "US Militärbasen im Ausland" u. "Russische Militärbasen im Ausland" einen diesbezüglichen Vergleich anzustellen. Der Unterschied ist geradezu gigantisch!!!

    • Karl K. (kein Partner)
      19. Oktober 2016 16:05

      Was treibt ihn an den angeblich wertkonservativen Michler?

      Unsinn zu schreiben? Zu provozieren? Einfach nur peinlich zu sein? Eine Geißel des Blogs?

      Viel schlimmer ist es allerdings, dass es unter all den massiv gegen das System anschreibenden Postern welche gibt, die noch immer Sterne verteilen für die naiven Gedichtlein die er postet, ihm versuchen irgendetwas zu erklären, seinen rückwerts gerichtete Ansichten Fakten entgegenzusetzen.

      Es ist sinnlos.

      Gerhard, ich will hier keine Vorkommnisse aus vergangenen Treffen bemühen, aber in Zukunft wirst du sicher weniger Nachsicht finden. Traurig, dass es deiner Sturheit geschuldet ist, dass es soweit kommen mußte.

    • machmuss verschiebnix
      19. Oktober 2016 19:41

      @Shalom,
      und was wird es den Amis eines Tages nützen ?

  21. Josef Maierhofer
    17. Oktober 2016 10:50

    Ein Jammer, die EU.

    Weder konnte sie militärisch helfen, noch diplomatisch, noch realistisch. Hauptsache es ist 'Ruhe', einer der sozialistischen Maxime des linken 'Paradieses', auch, wenn es eine vorgetäuschte Ruhe ist.

    Jawohl, die EU müsste dort das schwierige Problem lösen helfen, bevor sie selbst zu einer islamistischen Kolonie geworden ist.

    Ich frage mich immer wieder, wie es kommen kann, dass in dieser linken EU und aus diesen linken Teilnehmerstaaten lauter ('ungefährliche' Ja-Sager) Doppelnullen dorthin entsandt werden, bzw. an die höchsten Spitzen der EU installiert werden.

    Der Sozialismus glaubt wohl, er könne den Menschen das Leben vorschreiben, das tut er doch auch bei uns. Es wird weder hier funktionieren noch dort.

    Ja, der Aufruf ist wichtig. Möge es besser werden in Bosnien und im Kosovo.

  22. Bob
    17. Oktober 2016 10:02

    Wie man auf friedlichen Weg eine Trennung bewältigt, zeigte vorbildlich die Tschechoslowakei.

    • Outis (kein Partner)
      20. Oktober 2016 22:44

      Wie man das Staatsvolk homogenisieren kann, zeigte sie auch, allerdings nicht sonderlich friedlich und schon gar nicht vorbildlich.

  23. Leopold Trzil
    17. Oktober 2016 09:14

    Vor allem seit dem Sommer 2015 hören wir immer wieder, wir sollten in den Herkunftsländern der Migration "unsere" Verantwortung wahrnehmen und dort die Fluchtursachen beheben. Es gibt ein Modell, wie dies geschehen kann. Europa müßte in großen Teilen Afrikas und Asiens folgendes tun:
    - öffentliche Sicherheit gewährleisten
    - lokale Konflikte beenden
    - Infrastruktur (Verkehr, Gesundheit, Schulwesen, ...) errichten
    - die wirtschaftliche und politische Entwicklung fördern und lenken
    Dieses Modell, das genau und vollständig erfüllen könnte, was heute von so vielen Wohlmeinenden gefordert wird, hat nur ein Imageproblem: sein klassischer Name leutet Kolonialismus.

    • Riese35
      17. Oktober 2016 10:20

      Die Frage ist, ob das ausreicht, damit sich dort die demographische Entwicklung ändert. Die ist nämlich auch eine der Fluchtursachen und zwar eine ganz wesentliche wenn nicht sogar die wesentlichste. Und wenn die islamische Ideologie die demographische Eroberung des christlichen Europas zum Ziel hat, wird auch eine solche "unsere Verantwortung" - die Sie ganz richtig als Kolonialismus identifiziert haben - dort sehr wenig ändern. Damit das "funktioniert", müßte der Kolonialismus schon mit Brachialgewalt durchgeführt werden, Zwangsabtreibungen inklusive. So ein Ansatz hat langfristig noch nie funktioniert, ganz abgesehen davon, daß so etwas mit unseren ethischen Grundsätzen nicht ...

    • Riese35
      17. Oktober 2016 10:21

      ... vereinbar wäre.

      Es gibt nur zwei Alternativen:
      1) Offene Grenzen und dort Kolonialismus mit Brachialgewalt, oder
      2) Grenzbefestigungen und Schutz der Außengrenzen, und dort Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Freiheit.

      Eigentlich bliebe nur Zif. 2 übrig.

    • simplicissimus
      17. Oktober 2016 17:19

      Leopold Trzil ****************!

      Riese 35: Wie Sie es richtig saehen waere des nur mit Brachialgewalt moeglich und wuerde einen Dritten Weltkrieg ausloesen, Abgesehen Davon, dass die derzeit einzige westliche relevante Macht, die USA militaerisch viel zu schwach dafuer waere. Die Zeiten von Flaechenbesetzungen mit Massenheeren sind vorbei.

      Es bleibt nur Ziffer 2) ueber und das muesste JETZT umgesetzt werden!

    • Riese35
      17. Oktober 2016 21:11

      @simplicissimus: Nein, ein 3. Weltkrieg, wie Sie schreiben, reichte nicht aus. Man müßte schon ein Genozid durchführen, um dort die Demographie in den Griff zu bekommen. Dagegen wäre die chinesische Einkindpolitik harmlos.

      Also kann es nur die Variante 2 geben, und zwar mit allen Konsequenzen. Wenn die dort so viele Kinder in die Welt setzen, daß die dort keine familiären oder beruflichen Perspektiven haben oder nicht mehr ernährt werden können, dann müssen die dort diese Verantwortung selbst tragen. Das muß sich selbst regulieren, so hart das alles klingt. Denn je mehr wir uns aus der Distanz einmischen, desto mehr zerstören wir den Selbstregelungsmechanismus.

  24. Kein Partner
    17. Oktober 2016 08:58

    Gibraltar ist auch eine Kolonie am europäischen Festland. Spanien wünscht sich zwar, dass das vor 300 Jahren abgetretene Land wieder zurückgegeben wird - bisher ohne Erfolg.

  25. Riese35
    17. Oktober 2016 08:31

    Ergänzen könnte man noch, daß ähnliche Kriterien auch für die Ukraine gelten sollten wie für Bosnien und die Tschechoslowakei. Dort ist die Situation ähnlich. Seit etwa 1240 haben sich die einzelnen Teile unterschiedlich entwickelt. Der Zentralbereich und Westen gehörte über Jahrhunderte zu Polen/Litauen und dann ab 1569 zur Rzeczpospolita. 1596 gab es die Kirchenunion von Brest. Kiew war Teil der Rzeczpospolita. Die Krim und der Osten hingegen gehörten nie zur Rzeczpospolita und sind russisch geprägt.

    Und ergänzen könnte man auch noch das Engagement Saudi-Arabiens - das war 1997 bereits deutlich sichtbar - das damals bereits enorme "Entwicklungshilfe" geleistet hat: nicht etwa in Form von Wiederaufbauhilfen für die zerstörte Infrastruktur wie Häuser, Betriebsstätten etc. Inmitten der allerorts Ruinen sprossen überall funkelnagelneue Moscheen wie Schwammerln aus dem Boden, Prediger inklusive, und vor den Moscheen gab es überall nicht zu übersehende Informationstafeln, die auf die Großzügigkeit Saudi-Arabiens hinwiesen.

    Die Frage bleibt, ob nach einem Ende der europäischen Kolonie Bosnien frei oder zu einer saudischen Kolonie würde.

  26. Rübezahl
    17. Oktober 2016 06:28

    Im Zusammenhang mit dem Eingreifen am Balkan darf man die Rolle von Alois Mock nicht vergessen. Er hat schon deutlich früher dieses gefordert und sogar die Anzahl der benötigten Truppen exakt vorausgesagt.

  27. Helmut Oswald
    17. Oktober 2016 02:48

    Europas letzte Kolonie erstickt im Bürokratismus, weil das die einzige Antwort der heute existierenden politischen Klasse auf ethnische Probleme ist. Daß das Selbstbestimmungsrecht eine großzügige - das heisst grenzverändernde - und zugleich stabile Lösung für eine völlig zerrüttete Region ist, wird als Beispiel aber wohl eher gefürchtet, als angestrebt. Zum Ersten: wir tragen hier ein System zu Grabe, das - einmal mehr - in den Pariser Vorortedikaten von 1918 ff geschaffen wurde. Diese Gewaltordnung - fälschlicherweise noch immer als 'Verträge' bezeichnet - einer verlogene Diktion, die unseren armen Kindern beigebracht wird, deren grenzgeniale rotgrüne Dorfschulzen wahrscheinlich nicht einmal die wahrlich einfache Definition des Wortes Vertrag beherrschen, und die versuchen daher, so zu tun, als wäre die politische Ordnung von 1918-20 auf Basis von so etwas wie 'Verhandlungen' und einer daraus erwachsenden, von gemeinsamem Willen der 'Vertrags'- Parteien erwachsenden Lösung getragen worden. Verlogener geht's nicht. Teil dieser Lüge ist übrigens auch der österreichische Staat, dessen Ordnungsrahmen zweimal aus den Kanonen der Siegermächte erwuchs - von Etatisten aller Schattierungen bis zum letzten Tintentropfen verteidigt und legitimiert, begründet und gerechtfertigt, gelobt und besungen und durch gründungsmystische Choräle verbrämt versinkt er gerade ruhmlos passenderweise in der von ihm selbst geschaffenen Jauchegrube. Aber das, nur am Rande.

    Geradezu wie ein Treppenmwitz der Geschichte mutet es an, daß ausgerechnet ein österreichischer Beamter Bosniens Geschicke lenkt - als habe man jenen Ort, an dem die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts mit der Ermordung des Thronfolgers der wohl ältesten europäischen Dynastie losbrach, damit nochmals nachträglich bestrafen wollen. Dabei ist es gerade die Verweigerung des Selbstbestimmungsrechtes von VOR 1914, die ebensolche Schuld trägt, wie jene von NACH 1918 - die das große, nicht zu Ende gehende Morden immer wieder befördert hat.

    Linke beschäftigen sich gerne mit Diktatoren. Mit einem besonders. Die ersten Diktatoren des Kontinents aber, die Diktatoren von Versailles und St Germain, Trianon und Sevres, die gehören nicht gerne zu ihren Beschäftigungs-Gegenständen. Dabei hat doch der EINE - für den sie sich so interessieren - von Ihnen, den Repräsentanten der großen Demokratien und Sieger, genau das gelernt, was den Erfolg brachte: Gewalt und die Lüge vom Frieden auf Basis des gerechten Selbstbestimmungsrechtes.

    Wer seine Geschichte nicht verstanden hat, wird gezwungen sein, sie zu wiederholen. Wir erleben die Unterdrückung des millionenfachen Wunsches auf ein Ende der Zuwanderung, auf die Bewahrung der nationalen Identität der Völker Europas - und wir erleben die Diktatur einer vergleichsweise kleinen intellektuell sich verbrämenden Minderheit, die unter Einsatz all ihrer Machtmittel, diesen Akt der Selbstbestimmung - den letzten politischen Akt, zum dem die autochthonen Völker Europas noch in der Lage sein werden - systematisch diffamiert, negiert, verleugnet und als unmoralisch diffamiert.

    Gegen den daraus erwachsenden Orkan werden sich die bosnischen Querelen ausnehmen wie ein lindes Maienlüftchen. Dabei sind beide Probleme nur Spiegel derselben Übel - der Machtversessenheit jener, die das Gewaltmonopol innehaben. Auf Bajonetten aber kann man auf Dauer nicht sitzen, wusste schon der große Korse. Ob man das bei Schultz und Merkel, bei Draghi und Soros, bei Juncker und van der Bellen auch verstanden hat ?

    • Riese35
      17. Oktober 2016 08:37

      ***************************!

      Insbesondere: >> "Dabei ist es gerade die Verweigerung des Selbstbestimmungsrechtes von VOR 1914 die ebensolche Schuld trägt, wie jene von NACH 1918 - die das große, nicht zu Ende gehende Morden immer wieder befördert hat."

    • Leopold Franz
      17. Oktober 2016 08:50

      Auch von mir danke für diese hochstehende und historisch und intellektuell fundierte Analyse.
      Warum Herr Unterberger Herrn Inzko von der Kritik ausnimmt, ist mir nicht zugänglich. Der Kärntner Slowene ist seit Jahren für diese Missstände mitverantwortlich.

    • Undine
      17. Oktober 2016 09:15

      @Helmut Oswald

      *****************************************!
      Wieder einmal sorgen Sie dafür, daß das dicht gewebte Lügengespinst offengelegt wird! 1000 Dank!

    • socrates
      17. Oktober 2016 10:04

      Als Petain, Sieger des WKI, die Folgen der Friedensverträge erkannte, wurde er ihrem Gegner. Als Chef der VICHY Regierung im WKII collaborierte er notgedrungen mit Hitler, aber versuchte stets ein freies Frankreich zu erhalten. Als Sieger von Versailles könnte er nicht verurteilt werden und wurde verbannt. Noch heute ist sein Grab in Verdun leer.

    • kritikos
      17. Oktober 2016 20:50

      Ich schließe mich den Ausführungen und dem Dank der Blogpartner von Riese35 bis socrates voll an.

    • Helmut Oswald
      18. Oktober 2016 02:40

      Gerne geschehen - und meinen Dank zurück für die Courage der geneigten Leserschaft, gelegentlich über den Zaun der geltenden Denkverbote zu springen. Es ist doch immer wieder eine Freude, hier auch noch freien Menschen zu begegnen.

    • Gaon (kein Partner)
      19. Oktober 2016 15:09

      Selbst, wenn es die genanneten "Herrschaften" bzw. Frau Kasner/Kazmierzcak nicht verstehen, wovon zumindest teilweise gar nicht auszugehen ist - die Herren des Geldes wissen ganz genau, was sie tun.
      Beispielhaft sei hier nur die international orchestrierte Rolle der HAA im Jugoslawien-Krieg genannt, deren Scherben nun final dem hiesigen Steuerzahler umgehängt werden, wobei es niemanden offiziell interessiert, wohin denn die Milliarden verschwunden sind.
      Solange es (zentrales) Geld und somit die Herren des Geldes gibt, wird die Menschheit durch den Fleischwolf geschickt.

  28. socrates
    17. Oktober 2016 02:44

    Der Reichtum von Österreich Ungarn waren die Bodenschätze am Balkan. allerdings waren die Bewohner gleichberechtigt, keine Kolonialvölker. Heute gehören alle Bodenschätze den Investoren der Ostküste, sei es daß sie nur in den Krieg investiert hatten.

  29. kritikos
    17. Oktober 2016 02:35

    Die vielen "Weil"-Punkte haben recht. Aber ebenso hat die Erfahrung gelehrt, dass in Bosnien-Herzegowina - schon der Name verrät es - kein friedlicher, einheitlicher Status besteht. Die Bosniaken sind zwar das eigentlich bestehende Volk, aber Kroaten und besonders die aggressiven Serben geben nicht nach. Somit ist eine "Kolonie" immer noch besser als Unabhängigkeit. Eine Regelung in den nächsten Generationen ist Illusion, es ist der Balkan mit seinen historischen Traumata, die vielfältiger sind als das Trauma Deutschland-Frankreich. Nota bene: Was sind Bosniaken? Wohl nichts anderes als zum Islam "bekehrte" Kroaten und evtl. Serben.
    Dass der Vielvölkerstaat Jugoslawien nicht von Bestand war, lag eindeutig an der Vorherrschaft der Serben. Ähnlich wie beim Staat Österreich-Ungarn. Letzteren hat man zerlegt, bei BiH geht das schlecht. Oder man zerteilt den Staat auf Serbien und Kroatien und der Rest (Rest? wie groß?) heißt Bosnien.

  30. Pennpatrik
    17. Oktober 2016 02:19

    Überall, wo die Volksgrenzen gezogen wurden, herrscht heute Frieden.
    Serbien, Slowenien, Kroatien, Tschechien, Slowakei.

    Überall, wo die Irren der "Weltregierung" bestehende Grenzen mit Waffengewalt quer über Volksgrenzen aufrecht erhalten, ist Krieg - Ukraine, Bosnien, Syrien, Irak u.s.w.

    Im Kampf gegen den Faschismus reißen die "Weltenherrscher" die Völker wieder in einen Abgrund, der in Bürger- und Nationenkrieg enden wird.

    • Rübezahl
      17. Oktober 2016 06:48

      Und daher auch der völlig richtige Umkehrschluss:
      Überall dort wo (künstlich!!) vermischt wird, herrscht Unfrieden und irgendwann Krieg...

    • Undine
      17. Oktober 2016 22:17

      Man denke nur daran, wie gewaltsam nach dem WKI im späteren Jugoslawien die einzelnen Ethnien bunt durcheinander gemischt worden sind---so etwas Unmenschliches ein Fluch für jedes betroffene Land und sorgt für nie endendes menschliches Leid!





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