Jene Zuwanderung, die man kritisieren darf

Autor: Wolfgang Maurer

Fundamente „Europäischer Bildung“

Autor: Josef Stargl

„Wer Antisemit ist, bestimmen wir!“

Autor: Elmar Forster

Die USA unter sozialdemokratischem Regime

Autor: Andreas Tögel

Meine Erkrankung oder: Wie das Virus die Behörden überfordert

Autor: Hans Anonym

Die Freiheit der Demokratie und ihre ahnungslosen Feinde

Autor: Leo Dorner

Die massive Korruption in der Slowakei und eine Dissertation

Autor: Elmar Forster

Hass in Favoriten

Autor: Georg Vetter

Corona: Nicht alle leiden ...

Autor: Rachel Gold

"Waffenlager“

Autor: Rachel Gold

Weitere Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Die Stiglitz-Kern-Ökonomie: Auf nach Schweden!

Wenn ein Ökonom namens Joseph Stiglitz „Standard“-Kolumnist ist und gemeinsame Auftritte mit Christian Kern absolviert, dann ist klar, in welcher Ecke er steht. Aber der Unsinn, den er jetzt bei einem Wien-Besuch produziert hat und der vom ORF pflichtschuldig verbreitet worden ist, ist selbst bei einem Linksaußen-Ideologen atemberaubend.

Der Mann plädiert nämlich mit grandioser Überheblichkeit für noch mehr Schulden und Steuern. Nur so können Staaten mehr ausgeben. Nur so können sie wachsen. Als einziges Beispiel für den Erfolg einer solchen Politik empfiehlt Stiglitz uns Schweden.

Also schauen wir uns Schweden genauer an, um das Funktionieren eines angeblichen Hochschuldenstaates zu begreifen. Das lässt uns freilich bald kräftig staunen. Denn Schweden ist gar kein Schuldenstaat und auch kein exorbitanter Hochsteuerstaat. Die Fakten zeigen, dass Herr Stiglitz offenbar keine Ahnung hat, wovon er spricht:

Etwa in Hinblick auf die Abgabenquote: Diese beträgt in Schweden im heurigen Jahr nach offiziellen EU-Angaben 43,8 Prozent des BIP. Und in Österreich? Dort ist die Abgabenquote genauso hoch. Bis auf den letzten Zehntelpunkt. Seltsam. Welchen Ratschlag will uns also der immer lustige Stiglitz also geben, wenn er Schweden als Vorbild nennt, dem wir nacheifern sollen?

Etwa in Hinblick auf das Defizit: Schweden hat 2015 genau Null Prozent Defizit (gemäß den Maastricht-Kriterien) gemacht. Österreich hingegen eines von 1,15 Prozent des BIP.

Noch deutlicher wird die Absurdität des Stiglitz-Geschwätzes in Hinblick auf die Staatsverschuldung (also die akkumulierte Menge der alljährlichen Defizite): Diese betrug laut IWF 2013 (das letzte Jahr, zu dem die Zahlen fertig ausgerechnet sind) in Schweden 40 Prozent vom BIP, in Österreich jedoch 74 Prozent. Das ist fast doppelt so viel. Wären die krausen Stiglitz-Kern-Ideen richtig, müsste Österreich also weit besser dastehen als Schweden. Was es aber keineswegs tut.

Nimmt man schon gar die noch nicht endgültigen Staatsverschuldungszahlen des IWF für heuer her, dann muss es den Schweden inzwischen noch schlechter und Österreich noch besser gehen. Denn laut IWF hat sich die österreichische Staatsschuldenquote seit 2013 um weitere drei Prozent erhöht, in Schweden hingegen um ein Prozent reduziert.

Davon, dass die eigenen österreichischen Berechnungen sogar schon eine Staatsschuldquote von 85 Prozent für die Alpenrepublik ergeben, wollen wir vorerst einmal gar nicht reden. Laut der Stiglitz-Kern-Theorie müssten wir da schon fast im Paradies sein, und könnten täglich mit Champagner anstoßen.

Die Staatsschuldenquote pro Einwohner beträgt laut Eurostat in Schweden 20.100 Euro und in Österreich 33.900. Dennoch hat Schweden ein um rund zehn Prozent höheres BIP pro Kopf als Österreich. Herr Stiglitz, Herr Kern, geht’s noch?

Eindeutig im Paradies sozialistischer Träumer befinden sich die von Stiglitz und Kern nicht erwähnten Länder Griechenland und Italien. Denn diese beiden – natürlich jeweils links regierten – Länder liegen selbst nach den konservativen IWF-Zahlen mit der Staatsverschuldung weit an der europäischen Spitze: Griechenland mit 175 Prozent und Italien mit 132 Prozent (im Jahr 2013). Stiglitz glaubt offenbar, dass die restlichen Europäer vor allem deshalb mehr als 300 Milliarden Euro nach Griechenland geschickt haben, um das Geld vor den ach so üblen neoliberalen Zuständen im restlichen Europa in Sicherheit zu bringen.

Aber im Ernst: Wir sollten die Ratschläge der großen Ökonomen Stiglitz und Kern dennoch ernst nehmen und dem schwedischen Beispiel folgen. Denn nur so kann nach dem Stiglitz-Kern-Theorem der Lebensstandard höher werden. Also:

  1. die Staatsverschuldung auf das schwedische Niveau bringen, das bedeutet halbieren;
  2. bei den Steuern die überaus unternehmerfreudlichen Regeln der Nordländer einführen;
  3. und insbesondere das Pensionssystem angleichen, wo die Schweden um nicht weniger als vier Jahre länger arbeiten als die Österreicher. Im Schnitt!

Alle diese drei Faktoren tragen dazu bei, dass es eben den Schweden um zehn Prozent besser geht als den Österreichern (was sie allerdings in jüngster Zeit durch eine exzessive, inzwischen freilich schon wieder gestoppte Aufnahme von Afrikanern und Asiaten selbst bedrohen. Aber das ist eine andere Geschichte).

Danke Stiglitz. Danke, oh Kern. Tun wir doch gern. Oder war das ein Witz?

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Oktober 2016 08:00

    Als GESCHNIEGELTEN GIGERL würden viele Österreicher Christian Kern wahrnehmen, wäre er nicht von der SPÖ als NIEMALS GEWÄHLTER Bundeskanzler "aus dem Zylinder gezaubert" worden.

    Vollmundig verkündete der neue Kanzler einen NEW DEAL, ohne diesen näher zu erklären.

    Wird nun der, von Nobelpreisträger Stiglitz vertretene, Neukeynesianismus auch den vom Kanzler angekündigte NEW DEAL prägen?

    Daß die Wahlkämpfe der SPÖ von US-Spinndoktoren gelenkt werden ist ja schon lange bekannt.
    Bezieht die SPÖ auch ihre Richtlinien für Österreichs Politik aus den USA?

  2. Ausgezeichneter Kommentatorteifl eini!
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Oktober 2016 07:15

    Ich weiß nicht was passieren muss, damit das Keynes-Paradigma aus Ökonomie und öffentlichem Diskurs verschwindet und man endlich einsieht, dass Schulden und Gelddrucken die Ursache der Krisen sind, nicht deren Medizin.

    Vom Fehlglauben, der Staat unterliege nicht der ökonomischen Schwerkraft, ganz zu schweigen.

    Doch leider haben die Bevormunder und Zwangsumverteiler, die Rattenfänger und vom leistungslosen Schlaraffenland Träumer - kurz alles Linke - nicht nur Saison, sondern Schulsystem, Medien und Kulturszene fest in ihrem Würgegriff.

  3. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Oktober 2016 11:36

    Das Keynes Paradigma ist es ja nicht - denn Keynes forderte ja die Rückzahlung der Staatsschulden in steuerlich ertragreichen Jahren. Es ist einfach gar nix: es ist reiner Blödsinn, der gemacht wird. Und zu dem alle sagen, es wäre Keynes.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Oktober 2016 08:49

    Wir brauchen nicht nach Schweden zu blicken - Wien tut's auch!
    Der blühende Wirtschaftsstandort Wien, mit ständig steigenden Arbeitslosenzahlen, im gleichen Tempo steigender Zahlen von Notstandsempfängern, herabgekommenen einstmals schönen Geschäftsstraßen, immer mehr sichtbaren Problemen im Gesundheits- und im Bildungswesen - ein Ergebnis jahrelanger roter und jetzt auch grüner Schuldenpolitik. Gepaart mit 'gesetzlich vorgeschriebenen' laufenden Gebührenerhöhungen.

    Wien - ein Musterbeispiel, wohin Stiglitz und KERN ganz Österreich führen wollen.

    PS: was macht der Bundeskanzler aller Österreicher jetzt jeden Montag den ganzen Tag in der SPÖ-Zentrale? Ist ab sofort an Montagen VK Mittterlehner Chef der Bundesregierung?

  5. Ausgezeichneter KommentatorBob
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Oktober 2016 09:08

    Das rote Gesindel hat noch immer nicht begriffen, das Wohlstand nur durch Produktion und nicht durch Verwaltung entsteht. Indem man die Produktion gängelt und zu Tode reguliert, immer neue Steuern erfindet, darf man sich nicht wundern, das alles den Bach hinunter geht. Diese falsche Sozieinstellung kann man in fast allen Parteien beobachten.
    Das Ergebnis ist in allen roten Betrieben zu sehen(soweit sie nicht schon im Konkurs sind).

  6. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Oktober 2016 08:47

    Kann man Leuten wie Stiegliz und Kern eigentlich böse sein. Die Antwort ist Nein, denn die haben noch nie im Leben selber gearbeitet. Bei denen kommt jedes Monat ein dickes Gehalt auf das Konto, den Zustand der Verantwortung kennen die nicht.
    Daher wissen beide auch nicht, daß man nur konsumieren kann, was man zuerst produziert hat. Und wenn wenig und kundenfeindlich produziert wird, dann heißt das Armut für alle.

    Im neuen sozialistischen Utopia haben dann alle frisch gedruckte Phantastillionen am Konto, unglaublich viele Rechte, alle ein Orchideenfach studiert, nur angenehme Arbeitsstellen, viel Urlaub, wenig Arbeitsstunden, viel Konsumentenschutz, hohe Renten, frühes Pensionsalter, nur Brot können die Leute halt keines kaufen, weil ja kam mehr gearbeitet wird.

  7. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Oktober 2016 11:28

    Die vom Pentagon Vordenker Barnett angestrebte Mutation der europäischen Gesellschaften zu einer Bevölkerung mit einem Durchschnitts IQ von 86 und einer gesamteuropäischen Wirtschaftsleistung, die jene von Mexiko nicht übersteigt, wird dank Kern und Stieglitz gewiß erzielbar werden. Der Standard schafft das locker: der hat ja auch den Misik. Und die dazu passende Geschichtsbetrachtung (also die , für die 86 IQ) - das geht so: 1914 in Sarajevo mißglückte Franz Ferdinands Versuch, sich seiner Gattin durch ein scheinbar mißglücktes Attentat zu entledigen und er wurde (verdientes) Opfer seiner eigenen Intrige. Das Motiv? er hatte eine Affäre mit einem Dienstmädchen. Das glauben und verbreiten Linke: dazu kommen dann noch alle jene historischen Lieder, die mit dem berühmten Wort 'Überfall auf' beginnen.

    Naja, die Jungen glauben das schon fast alle. Und wenn der Rest weggestorben ist, dann kommen halt nur noch die 86er nach. Die 86er der 68er. Das erinnert an das (seltsamerweise kaum jemals berichtete Eugenik Kapitel des Kommunismus) unter Stalin: jahrelange Versuchsreihen einer Rückzüchtung des Homo sapiens mit Menschenaffen aus Borneo mit russischen Frauen die sich als Leihmütter zur Verfügung stellten, wurden allerdings später wegen Erfolglosigkeit eingestellt.
    Der rückgezüchtete Mensch sei für den Sozialismus besser geeignet, befand die Wissenschaftskomission im Politbüro.

    Aber vielleicht glückten insgeheim doch einige der Versuche? Wenn ich an Stiglitz und Kern denke ...


alle Kommentare

  1. Josef Stieglitz (kein Partner)
    08. Oktober 2016 17:08

    Wann werden die Deppen endlich begreifen, dass nicht zinspflichtige Schulden keine Schulden sind? Es gibt keine Obergrenze für Schulden, versteht ihr?

    Natürlich gibt es einen kleinen Nebeneffekt. Die Sparer verlieren über kurz oder lang ihre Ersparnisse. Das ist doch gerade der Clou, wir lenken das Geld der Sparer in dem Staat genehme Projekte. Und für das Alter sparen wird auch ein fragwürdiges Unterfangen, da bleiben nur Aktien und Immobilien, vielleicht auch Gold, mit allen Risiken.
    Doch bitte, verlangt von mir keinesfalls, dass ich das ausspreche, ich will mich doch nicht unbeliebt machen.
    Vertraut mir.
    Euer J.S.

  2. AppolloniO (kein Partner)
    07. Oktober 2016 11:26

    Stiglitz ist kein Scientist sondern ein verbohrter Ideologe.
    Außerdem haben die Amis so viele Schulden, dass sie vor allen geordneten Staaten Angst haben müssen. Siehe deren Wirtschaftskrieg gegen VW, Deutsche Bank und den Euro.
    Siehe auch das Runterschreiben österr. Banken wegen deren Ostengagement nach der Lehmann-Krise durch Stiglitz und dessen Bruder im Geiste, Krugmann. Go East haben die Amis total verschlafen. Also nächste Devise: Kaputtreden und billig aufkaufen.
    Gott sei Dank hielten unsere Banken durch, wenn auch mit Schmerzen.

  3. Aristoteles
    06. Oktober 2016 23:48

    Zu Unterbergers äußerst interessanter und lehrreicher Gegenüberstellung wäre noch zu bemerken, daß Schweden seine eigene Währung: die schwedische Krone besitzt. Nur mit diesem unverzichtbaren Instrument kann der Staat eine souveräne, vernünftige Wirtschaftspolitik betreiben.

    Österreich sitzt dagegen im inflationären EURO-Zug der EZB mit Draghi als blindem Lokführer. Die Weiberwirtschaft von Vassilakou, Wehsely, Brauner... bis hinauf zur spendierfreudigen Tante Merkel führt in steile Abgründe.

    Daher umsteigen bitte solange es geht! An den nächsten Haltestellen der Bundespräsidenten- und Nationalratswahlen können wir noch raus aus dem Rot-Grünen-Expreß, der schnurgerade Richtung Staatspleite rast.

    • astuga (kein Partner)
      07. Oktober 2016 16:51

      Nicht zu vergessen, das rigide Sparprogramm vergangener Jahre, dass das heutige Schweden hinter sich hat.

  4. Sensenmann
    05. Oktober 2016 20:02

    Ach das Geschwätz irgendwelcher Wirtschaftsweisen. Diese sind bekanntlich die Eunuchen des Kapitalismus. Sie wissen, wie's geht.
    Theoretisch.

    Da ordentliches Wirtschaften, Sparsamkeit, Investitionen dort, wo es Fruchtbarkeitsfortschritt bringt bekanntermaßen voll Natzieh ist, Generationenverschuldung, Verschwendung und Investitionen zur toten Hand aber voll gut, wird der Herr Professor in Österreich auf offene Ohren stoßen.
    Denn der Östertrottel liebt derlei Gestalten, wie man bei dem ökobolschewikerten Sandler, der so gern Präsident werden will und der Zustimmung, die dieser Quell der Weisheit vom Wähler erhalten hat, sehen kann.

    Nun ja, man weiß ja: Die Mohren bleiben Mohren trotz aller Professoren.

  5. franz-josef
    05. Oktober 2016 14:46

    OT Die nächste Merkel-Plan-Runde wurde aktuell eingeläutet:

    Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Schließung der Balkan-Route die Flüchtlingskrise nicht gelöst. Das könne nur das EU-Türkei-Abkommen bringen, so Merkel. (gmx net)

    Wenn die EU die Türkei als vollwertiges Mitglied aufnehmen will, sind wir bereit. Doch sie sollten wissen, dass wir ans Ende unserer Geduld gelangt sind“, sagte Erdogan am Samstag...(PI)

    Beides heute vorgefunden, klingt nur schon so abgedroschen - Merkel und Erdogan werfen ihre Walze neu an

    • Brigitte Imb
      05. Oktober 2016 16:26

      Geht der tägliche Nachschub aus Afrika offenbar zu langsam voran, daß sie die Balkanroute wieder öffnen will.

  6. Livingstone
    05. Oktober 2016 14:11

    Wer kennt dieses Phänomen nicht aus seinem Bekanntenkreis?

    Da gibt es einen, der hat keine Ahnung von Tuten und Blasen von einer gewissen Materie. Und dann liest diese Person ein bestimmtes Buch mit vielen Bildern und glaubt plötzlich, Experte auf diesem Gebiet zu sein. Mir fällt dabei immer die typische alleinstehende, leicht frustige Kollegin ein, die keinen Partner hat, ein Feng-Shui Buch liest und plötzlich auf Expertin in Raumgestaltung macht...

    Genauso ist es mit Mag. phil. Kern. Der hat keine Ahnung von Tuten und Blasen was Wirtschaft betrifft. Dann wird er Kanzler und googelt halt ein bisschen herum. Und weil Stiglitz ein Linker ist, liest er halt ein Buch von ihm. Oder zumindest ein, zwei Artikel.

    Seither fühlt sich der Herr Mag. phil. als berufener Ökonom, der allen die Welt der Wirtschaft erklären kann.

    ...wozu auch über These und Antithese nachdenken?

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Oktober 2016 15:35

      Die beschriebene Affinität dürfte weniger auf die weltanschauliche Ausrichtung denn auf die Herkunft zurückzuführen sein.

  7. Undine
    05. Oktober 2016 13:48

    A.U. schreibt: "Der Mann plädiert nämlich mit grandioser Überheblichkeit für noch mehr Schulden und Steuern. Nur so können Staaten mehr ausgeben. Nur so können sie wachsen. Als einziges Beispiel für den Erfolg einer solchen Politik empfiehlt Stiglitz uns Schweden."

    Was A.U. schreibt---und ich nehme an, er weiß, wovon er schreibt---läßt einem die Haare zu Berge stehen!

    Mit den NOBELPREISTRÄGERN der letzten Jahrzehnte habe ich überhaupt ein Problem: Sie stehen großteils LINKS, und viele von ihnen kommen zudem aus einer bestimmten Ecke, weshalb sie nicht nur nicht kritisiert werden dürfen, sondern stets auch noch bevorzugt werden (müssen). Ich vermute, daß der handverlesene Kreis jener, die die Kandidaten vorschlagen, miteinander bestens vernetzt ist und immer aus dem selben Pool auswählt.

    Um zu nobelpreiswürdigen Forschungsergebnissen zu gelangen spielt natürlich auch viel Geld eine große Rolle. Wahrscheinlich hat nicht jeder begabte Forscher das Glück, über reichlich Forschungs-Budget zu verfügen, manche aber eben doch. Das hängt halt von den geldigen Förderern ab.

    Der Ökonom namens Joseph Stiglitz hat also vor 15 Jahren den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften bekommen---hat er ihn auch redlich verdient, oder ist er ein "Quotenmann", der besonders gesponsert worden ist?

    • dssm
      05. Oktober 2016 19:31

      Da möchte ich die nordischen Notenbanker (denn es ist ja kein Nobelpreis sondern ein Preis zum Gedenken an …) jetzt in Schutz nehmen.
      Das Beispiel Krugman kenne ich. Der hat auch diesen Preis erhalten, zu recht wie ich meine. Er ist wirklich gut beim komparativen Wettbewerb und er hat eine sehr gute Studie zur Finanzkrise von Südostasien erstellt. Leider schreibt Herr Krugman heute eine Kolumne in der NYT und da dies regelmäßig erfolgen soll, muss er auch über zahlreiche weitere wirtschaftliche Themen schreiben und dort kocht er halt auch nur mit dem sozialistischem Wasser des Mainstreams.

  8. Helmut Oswald
    05. Oktober 2016 11:36

    Das Keynes Paradigma ist es ja nicht - denn Keynes forderte ja die Rückzahlung der Staatsschulden in steuerlich ertragreichen Jahren. Es ist einfach gar nix: es ist reiner Blödsinn, der gemacht wird. Und zu dem alle sagen, es wäre Keynes.

    • simplicissimus
      05. Oktober 2016 13:23

      Bingo, genauso spielt der linke Schwachsinn: Es wird etwas Halbrichtiges, was im Sinn der Schmarotzer ist, behauptet, der Rest weggelassen und verdreht.

      Genauso verlogen wie die pc, gutes Beispiel waere da unter vielen anderen "Positive Diskriminierung".

      Zum Schlecht werden.

  9. Helmut Oswald
    05. Oktober 2016 11:28

    Die vom Pentagon Vordenker Barnett angestrebte Mutation der europäischen Gesellschaften zu einer Bevölkerung mit einem Durchschnitts IQ von 86 und einer gesamteuropäischen Wirtschaftsleistung, die jene von Mexiko nicht übersteigt, wird dank Kern und Stieglitz gewiß erzielbar werden. Der Standard schafft das locker: der hat ja auch den Misik. Und die dazu passende Geschichtsbetrachtung (also die , für die 86 IQ) - das geht so: 1914 in Sarajevo mißglückte Franz Ferdinands Versuch, sich seiner Gattin durch ein scheinbar mißglücktes Attentat zu entledigen und er wurde (verdientes) Opfer seiner eigenen Intrige. Das Motiv? er hatte eine Affäre mit einem Dienstmädchen. Das glauben und verbreiten Linke: dazu kommen dann noch alle jene historischen Lieder, die mit dem berühmten Wort 'Überfall auf' beginnen.

    Naja, die Jungen glauben das schon fast alle. Und wenn der Rest weggestorben ist, dann kommen halt nur noch die 86er nach. Die 86er der 68er. Das erinnert an das (seltsamerweise kaum jemals berichtete Eugenik Kapitel des Kommunismus) unter Stalin: jahrelange Versuchsreihen einer Rückzüchtung des Homo sapiens mit Menschenaffen aus Borneo mit russischen Frauen die sich als Leihmütter zur Verfügung stellten, wurden allerdings später wegen Erfolglosigkeit eingestellt.
    Der rückgezüchtete Mensch sei für den Sozialismus besser geeignet, befand die Wissenschaftskomission im Politbüro.

    Aber vielleicht glückten insgeheim doch einige der Versuche? Wenn ich an Stiglitz und Kern denke ...

    • HDW
      05. Oktober 2016 14:33

      Über dieses Thema gibt es von dem Zeitzeugen M.A.Bulgakov, informiert durch seinen Onkel den Gynäkologen Pokrovskj, eine köstliche Satire: "Hundeherz" als Geschichte einer, damals 1924 populären Verjüngungstransplantation, die aber in die Richtung sozialistischer Eugenik kippt!

  10. Tegernseer
    05. Oktober 2016 09:33

    Hat der "Nobelpreisträger" Stiglitz nicht auch die Wirtschaftspolitik von Chavez in Venezuela als vorbildlich hingestellt? Und der zweite linksradikale Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman hatte Griechenland beraten...

    • HDW
      05. Oktober 2016 10:40

      Vielleicht sind die deshalb Futurologen geworden, weil sie beide zum Volke der Propheten gehören?

  11. Josef Maierhofer
    05. Oktober 2016 09:20

    Linkes 'Business'.

    Fakten verdrehen, Fakten verschweigen, Fakten ignorieren, lügen, für alles Lügner und Hetzer als 'Experten' suchen (bei uns sogar hochdotiert), die diese perverse Politik gegen das Volk bestätigen, Schulden machen, Propaganda betreiben, Hetze gegen normal Gebliebene und normal Denkende betreiben, Ausgrenzen, Gewalt anwenden, Justiz unterwandern, ..... .... linkes 'Business'.

    So hat sich Herr Kern wieder einmal als Propagandahülse einen 'Experten' zu seiner Unterstützung geholt, einen Experten, der selbst nichts anderes ist und alles andere als ein Experte, ein linker Hetzer.

    • dssm
      05. Oktober 2016 12:37

      @Josef Maierhofer.
      Ich denke es ist schlimmer! Diese Wahnsinnigen glauben den Schwachsinn auch noch. Die sind so religiös oder ideologisch gepolt, da hilft nur mehr Schocktherapie.

    • Josef Maierhofer
      05. Oktober 2016 14:18

      @ dssm

      Die machen sie sich selber und leider allen dann. Das sozialistische Paradies ... alle sind gleich arm und danach kommt der eigentliche Schock dann.

    • Shalom (kein Partner)
      07. Oktober 2016 07:57

      Gemach, Bloggerkollegen, gemach! Alles nicht so arg, da Ö. ja einen weisungsfreien ÖVP-Finanzminister hat, der fach- u. sachkundig ganz im Sinne seiner verfassungsmäßig festgeschriebenen Ministerverantwortlichkeit (u. Erhalt der Koalition m. d. SPÖ...) die finanziellen Geschicke unserer Rep. lenkt. Ist er doch Mag. et Dr. rer.soc.oec (Dipl.-Arbeit: Die Absatzchancen von Silhouette-Modellbrillen; Diss.-Thema: Möglichkeiten z. Förderung d. Exports v. Klein- u. Mittelbetrieben).
      Seine Vorgänger seit 2000 hießen übrigens Grasser, Molterer, J. Pröll, Fekter u. Spindelegger, alle von der ÖVP ins Amt berufen.
      Daher: Lieb' Vaterland, magst ruhig sein...
      Warum ist mir plötzlich gaaanz schlecht...

  12. Bob
    05. Oktober 2016 09:08

    Das rote Gesindel hat noch immer nicht begriffen, das Wohlstand nur durch Produktion und nicht durch Verwaltung entsteht. Indem man die Produktion gängelt und zu Tode reguliert, immer neue Steuern erfindet, darf man sich nicht wundern, das alles den Bach hinunter geht. Diese falsche Sozieinstellung kann man in fast allen Parteien beobachten.
    Das Ergebnis ist in allen roten Betrieben zu sehen(soweit sie nicht schon im Konkurs sind).

  13. Politicus1
    05. Oktober 2016 08:49

    Wir brauchen nicht nach Schweden zu blicken - Wien tut's auch!
    Der blühende Wirtschaftsstandort Wien, mit ständig steigenden Arbeitslosenzahlen, im gleichen Tempo steigender Zahlen von Notstandsempfängern, herabgekommenen einstmals schönen Geschäftsstraßen, immer mehr sichtbaren Problemen im Gesundheits- und im Bildungswesen - ein Ergebnis jahrelanger roter und jetzt auch grüner Schuldenpolitik. Gepaart mit 'gesetzlich vorgeschriebenen' laufenden Gebührenerhöhungen.

    Wien - ein Musterbeispiel, wohin Stiglitz und KERN ganz Österreich führen wollen.

    PS: was macht der Bundeskanzler aller Österreicher jetzt jeden Montag den ganzen Tag in der SPÖ-Zentrale? Ist ab sofort an Montagen VK Mittterlehner Chef der Bundesregierung?

    • Bob
      05. Oktober 2016 09:01

      Was Kern am Montag macht? Verlängertes Wochenende!

    • A.K.
      05. Oktober 2016 12:04

      @Politicus1
      ****************************************************************

    • franz-josef
      05. Oktober 2016 12:07

      Wer bezahlt eigentlich die Montage?

    • Politicus1
      05. Oktober 2016 12:54

      Europaratspräs. Schulz ruft am Montag im Kanzleramt an und will den Genossen Kern sprechen.
      Geht leider nicht, weil der Herr Kanzler ist heute auf Außenmontage (..montasche) ...

    • franz-josef
      05. Oktober 2016 13:43

      :)

      Ja, eh, Politicus1 Danke für den Hinweis.
      Vlt habe ich nur mißverstanden, und er widmet sich mit seiner jahrelangen einschlägigen ÖBB-Erfahrung montagemäßig technischen Bahnproblemen.... zufällig an Montagen halt. Dann sollte schon der Steuerzahler dafür aufkommen. Klar.
      ---

      ad Vorbild Schweden noch etwas Hilfreiches: auf http://www.ortneronline.at/?paged=4 runterscrollen, ein Video, das wir uns zu Herzen nehmen sollten. Die glücklichen Schweden machen´s vor. Überzeugend.

    • Haider
      05. Oktober 2016 23:09

      Österreich darf nicht Wien werden!

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Oktober 2016 15:47

      franz-josef, 5.10., 12:07
      Ich wäre bereit, für eine "De-Montage" zu zahlen.

  14. dssm
    05. Oktober 2016 08:47

    Kann man Leuten wie Stiegliz und Kern eigentlich böse sein. Die Antwort ist Nein, denn die haben noch nie im Leben selber gearbeitet. Bei denen kommt jedes Monat ein dickes Gehalt auf das Konto, den Zustand der Verantwortung kennen die nicht.
    Daher wissen beide auch nicht, daß man nur konsumieren kann, was man zuerst produziert hat. Und wenn wenig und kundenfeindlich produziert wird, dann heißt das Armut für alle.

    Im neuen sozialistischen Utopia haben dann alle frisch gedruckte Phantastillionen am Konto, unglaublich viele Rechte, alle ein Orchideenfach studiert, nur angenehme Arbeitsstellen, viel Urlaub, wenig Arbeitsstunden, viel Konsumentenschutz, hohe Renten, frühes Pensionsalter, nur Brot können die Leute halt keines kaufen, weil ja kam mehr gearbeitet wird.

  15. Pumuckl
    05. Oktober 2016 08:00

    Als GESCHNIEGELTEN GIGERL würden viele Österreicher Christian Kern wahrnehmen, wäre er nicht von der SPÖ als NIEMALS GEWÄHLTER Bundeskanzler "aus dem Zylinder gezaubert" worden.

    Vollmundig verkündete der neue Kanzler einen NEW DEAL, ohne diesen näher zu erklären.

    Wird nun der, von Nobelpreisträger Stiglitz vertretene, Neukeynesianismus auch den vom Kanzler angekündigte NEW DEAL prägen?

    Daß die Wahlkämpfe der SPÖ von US-Spinndoktoren gelenkt werden ist ja schon lange bekannt.
    Bezieht die SPÖ auch ihre Richtlinien für Österreichs Politik aus den USA?

    • riri
      05. Oktober 2016 12:43

      Zur Frage: über die Filiale aus der Seitenstettengasse.

    • Haider
      05. Oktober 2016 23:04

      Nichts gegen US-Spindoktoren: Immerhin logen sie sehr erfolgreich die Griechen in die EU. Kann es sein, daß den USA alles recht ist; Hauptsache es schadet Europa?

  16. teifl eini!
    05. Oktober 2016 07:15

    Ich weiß nicht was passieren muss, damit das Keynes-Paradigma aus Ökonomie und öffentlichem Diskurs verschwindet und man endlich einsieht, dass Schulden und Gelddrucken die Ursache der Krisen sind, nicht deren Medizin.

    Vom Fehlglauben, der Staat unterliege nicht der ökonomischen Schwerkraft, ganz zu schweigen.

    Doch leider haben die Bevormunder und Zwangsumverteiler, die Rattenfänger und vom leistungslosen Schlaraffenland Träumer - kurz alles Linke - nicht nur Saison, sondern Schulsystem, Medien und Kulturszene fest in ihrem Würgegriff.

  17. Kein Partner
    05. Oktober 2016 06:46

    Seit Jahren geben viele führende Ökonomen und Wirtschaftsgurus Tipps, wie wir aus der selbstverschuldeten Finanz- und Wirtschaftskrise wieder herauskommen. So geben z.B. auch der US-Amerikaner Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und unser kleiner Stefan Schulmeister regelmäßig Wortspenden zu diesem Thema. Bisher wurden von den Regierungen und Zentralbanken aber scheinbar immer die falschen Entscheidungen zur falschen Zeit getroffen, denn Erfolge sind noch nicht zu erkennen. Besser wäre es, der Wirtschaft wesentlich mehr Freiheiten zu geben, dann wird nach einem Gesundschrumpfen und Neuanfang sich wieder ein gewünschtess Gleichgewicht herstellen. Natürlich verlangt so eine Radikalkur für eine limitierte Zeit von aallen Beteiligten auch gewaltige Einschränkungen.

    War es nicht Stiglitz, welcher vor einigen Monaten die Abschaffung der Gemeinschaftswährung Euro empfohlen hatte, um die Gesundung der europäischen Staaten zu ermöglichen?

    • leshandl
      05. Oktober 2016 09:16

      Gestern war Frau Schratzenstaller bei Ö1 zu Gast. Ihre Vorschläge waren interessant, aber ein ganz wichtiger fehlte: Endlich das Budgetdefizit zu reduzieren, indem der Staat selbst in der Verwaltung spart. Da gab es doch ein Komission unter Franz Fiedler, die 1000 Reformvorschläge ausarbeitete. Aber die verschwanden offenbar im Papierkorb. Da sollte Herr Kern dringend nachschauen - und der Finanzminister sollte ihm dabei helfen!





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung