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Der Direktorenschmäh in den Schulen

Erstaunlicher Jubel in allen Medien über das in dieser Woche – ohnedies nur in vagen Grundzügen – vereinbarte Bildungspaket. Dieses bringt aber in Wahrheit nicht einmal im Promillebereich liegende Fortschritte. Und statt der Autonomie gibt es eine weitere Entmündigung der Eltern. Der einzige „Fortschritt“: Man hat eine Gruppe von Schuldigen gefunden, die künftig an allem schuld ist, wenn es (natürlich) auch künftig mit den Ergebnissen des Bildungssystems nicht bergauf geht.

Diese neue Gruppe sind die Schuldirektoren. Ihnen wurden ein paar Minirechtleins eingeräumt. So können sie den Schulbeginn in der Früh ein wenig verändern. So haben sie freie Hand bei der Aufnahme neuer Lehrer. So können sie einen neuen inhaltlichen Schwerpunkt der Schule festlegen.

Und wegen dieser winzigen Rechte sollen die Direktoren jetzt zu Hauptschuldigen werden. Geht’s noch lächerlicher?

Jedermann mit auch nur minimalem Einblick ins Schulgeschehen weiß, dass es jetzt schon extrem schwer geworden ist, überhaupt irgendjemanden für einen leerwerdenden Direktorsposten zu finden. Die Bezahlung ist kaum besser als die der übrigen Lehrer (lediglich 18 Prozent Differenz). Die Verantwortung war jetzt schon groß, nicht nur in pädagogischer Hinsicht, sondern auch in finanzieller. Die Direktoren mussten immer mit einem eher knappen Budget das Auslangen finden. Und nun kommt auch noch die Rolle als Sündenbock dazu, die ihnen von Medien und Politik zugeschrieben wird.

Noch dazu hat man jetzt etwas eingeführt, was objektiv zwar sinnvoll klingt, was aber subjektiv die Motivation weiter reduziert, sich für einen Schulleiterposten zu bewerben: Direktorsbestellungen gelten künftig nur für fünf Jahre. Naturgemäß wird das manche noch mehr kopfscheu machen, sich zu bewerben. Sie müssen ja künftig mit der öffentlichen Blamage und Demütigung rechnen, weil einer Obrigkeit die Tätigkeit des Direktors nach fünf Jahren nicht gefallen hat.

Dadurch macht man die Direktoren noch viel abhängiger von der politischen Macht, als sie es jetzt schon sind. Das neue Motto der Politik für den Umgang mit den Schulen: Wenn du nicht parierst, dann fliegst du beim nächsten Mal. Man macht also jetzt bei den Direktoren das, was man sich gegenüber Schülern immer weniger traut.

Die den Direktoren nun zugeschriebenen Auswahlmöglichkeiten bei der Lehreraufnahme klingen nett, sind aber ohne Veränderung der Rahmenbedingungen absurd. Denn:

  • In vielen Fächern gibt es ja einen Lehrermangel und keinen Überschuss, sodass diese Maßnahme nur zu einer Abschiebung der Verantwortung für das Nichtfinden geeigneter Lehrer von der Behörde auf die Direktoren führt.
  • Die Direktoren haben auch keine Möglichkeiten, besonders qualifizierte Lehrkräfte in Mangelfächern besser zu bezahlen, um diese so an die Schule binden zu können.
  • Zehnmal wichtiger als die Kompetenz bei der Aufnahme wäre die Kompetenz für die Kündigung ungeeigneter Lehrer. Nur wenn die Direktoren Lehrer verabschieden könnten, wäre das wirklich eine Verbesserung für Schule und Schüler.

Auch eine weitere Neuerung wird alles andere als die Attraktivität der Jobs erhöhen: Schuldirektoren können künftig für mehrere Schulen gleichzeitig zuständig sein. Das erscheint zwar bei Kleinschulen auf dem Land, die unbedingt erhaltenswert sind, an sich absolut sinnvoll. Nur ist es eben für potenzielle Schuldirektoren recht wenig attraktiv, wenn sie künftig einen Gutteil ihrer Arbeitszeit autofahrend zwischen den Schulen verbringen müssen.

Noch infamer ist eine weitere neue Kompetenz der Direktoren: Sie können künftig höhere Klassengrößen verfügen als bisher erlaubt. Und zwar ohne auf die Zustimmung von Eltern und Lehrern warten zu müssen. Damit werden alle Absichtserklärungen der Politik der letzten Jahre konterkariert, dass man eigentlich durch eine Verkleinerung der Klassengrößen die Qualität des Unterrichts erhöhen wolle.

Gewiss: Die Korrelation zwischen kleineren Klassen und Unterrichtsqualität ist lange nicht so eindeutig, wie oft getan wird. Die Klassengröße kann daher im Zuge allgemeinen Sparzwanges auch durchaus zur Diskussion gestellt werden. Nur ist es einfach nur noch zynisch, das eine zu betonen und das andere zu tun. Noch dazu, wenn die Politik (die Landesschulräte) das Unangenehme nicht selber tun will, sondern es einfach den Schuldirektoren zuschiebt, die dann durch knappe Budgets indirekt gezwungen werden, die Schülerzahl in einer Klasse zu erhöhen…

Der entmachtete Bürger

Noch widerlicher ist, dass dabei die demokratische Mitbestimmung des Schulgemeinschaftsausschusses eingeschränkt wird. Damit werden die Eltern als eigentliche Auftraggeber der Schule weiter an den Rand gedrängt. Diese Aushebelung der Schuldemokratie wird von der SPÖ derzeit auch noch in einer zweiten Hinsicht betrieben: Sie will die Mitbestimmung der Eltern bei der Umstellung einer Schule auf Ganztagesschule oder eines Gymnasiums auf eine Gesamtschule aushebeln.

Die ganze Autonomiereform liegt exakt auf der Linie vieler anderer „Reformen“ dieser Koalition: In der Regierungspropaganda wird zwar ständig von mehr Demokratie gesprochen. In Wahrheit aber hat man von der Verlängerung der Legislaturperiode um ein Jahr bis zur Abschaffung der Publikumswahl im ORF die Mitsprache der Bürger immer weiter reduziert. Seit ein paar Wochen wird auch heftig diskutiert, wie man die Rolle der Bürger in der Geschwornen-Gerichtsbarkeit zurückdrängen oder gar ganz abschaffen kann. Natürlich gehört auch die ständig weitergehende Einschränkung der Meinungsfreiheit in diesen Bereich.

In der Regierungspropaganda ist viel die Rede von mehr Transparenz und weniger Amtsgeheimnis, die ein neues Gesetz bringen soll. Aber in Wahrheit bedeutet der diesbezügliche Entwurf eine noch bessere Möglichkeit der Geheimhaltung und Vertuschung, die halt künftig unter dem Tarnmantel des Datenschutzes laufen soll. Und wo die Regierung insbesondere den besonders für Korruption und Schiebung anfälligen Bereich der Beschaffung (also des Einkaufs durch Ämter und Politiker) generell weiter geheim halten will.

Um nicht missverstanden zu werden: Echte Autonomie der Schulen wäre nicht nur positiv, sondern auch ein entscheidender Schlüssel im Kampf für eine Verbesserung des Bildungssystems (neben all den dringend notwendigen und natürlich für die Schulen sehr relevanten Maßnahmen im Bereich Migration und Asyl). Aber eine echte Autonomie müsste ganz anders aussehen. In drei Schlagworten:

  1. Lehrer müssten wieder viel mehr Möglichkeiten haben, auf Disziplinlosigkeiten zu reagieren.
  2. Schulen müssten sich durch Aufnahmsprüfungen und -Bewertungen ihre Schüler aussuchen können.
  3. Direktoren sollen nicht mehr von der Obrigkeit bestellt, sondern von Eltern und Lehrern gewählt werden können.

Jubel kommt aus den Bundesländern. Verständlich. Denn diese – und damit sind auch alle Parteien mit an Bord – bekommen durch die Entscheidung über Wiederbestellung jedes Direktors mehr Rechte über die Schulen. Daher ist keines dagegen.

Bundespolitisch ist die ganze Reform gleichsam ein taktisches Muss: Man will jetzt unbedingt irgendwie einen Erfolg zimmern, damit man wenigstens irgendetwas vorweisen kann. Und man will der FPÖ Wind aus den Segeln nehmen, insbesondere vor den Präsidentenwahlen. Immerhin zeigt ja die neueste Umfrage, dass schon als 82 Prozent der Österreicher der Politik ganz oder teilweise misstrauen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Oktober 2016 09:52

    Oktoberausgabe der Zeitschrift Sezession, Thomas Hoof:

    "Das Ziel der Bildungsreform der 70er Jahre war durchaus ehrenwert: die Dummen durch mehr Bildung klüger zu machen, was der eine von exakt zwei möglichen Wegen zur Minderung von Unterschieden und der Mehrung von Gleichheit ist. Als dieser erste alsbald an sein natürliches Ende kam, wurde der zweite beschritten: die Klügeren dümmer zu machen. Dieses allgemeine Dumbling down ist durchschlagend gelungen: Jeder Absolvent der achtjährigen Volksschule (die in DE 1964 abgeschafft wurde) war kulturtechnisch lebenstüchtiger als jeder Abiturient heute..."

  2. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Oktober 2016 08:49

    Nein, nein, nein!
    Bitte nicht Direktoren von Eltern und Schülern wählen lassen. Und auch nicht von Lehrern.
    Wer will denn bei uns schon 'strenge' Direktoren, die auf Disziplin Wert legen, die hohe Anforderungen stellen und ihre Schule zu einer Eliteschule formen wollen?
    Im Gegenteil, die lieben, gutmütigen, gemütlichen Typen werden in das Direktionszimmer gesetzt werden!
    Und gemütlich und ohne Leistungsstress wird es die nächsten fünf Jahre weiter gehen, denn Herr/Frau Direktor will ja nch fünf Jahren wieder bestätigt werden.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Oktober 2016 09:24

    Wer zahlt, schafft an.

    Es sind nicht die Politiker und nicht die Parteien, die zahlen, es sind die Bürger, die alles zahlen.

    Das, was die Politik hier tut ist Krieg gegen die Bürger, Krieg gegen das Volk, Krieg gegen die Lehrer, Krieg gegen die Eltern, Krieg gegen die Kinder.

    Solange nicht wieder das Dreieck, Eltern, Lehrer Schüler funktioniert, solange die Politik glaubt, sie könne anschaffen, solange wird unser Schulsystem weiter verstaatlicht und in den Graben gefahren und für alle immer mehr (scheibchenweise) die Diktatur ausgerufen.

    Das, was hier gemacht wird ist nichts anderes als Wahlpropaganda und noch dazu zum Nachteil der Bürger.

    Nur sollen halt jetzt die Sündenböcke ran, die Direktoren.

    Viele Lehrer haben mit bestätigt, staatlich die Hände auf dem Rücken gefesselt müssen sie sich von den Parteibonzen, den Beamten, den Kindern und zu guter letzt den Eltern ins Gesicht schlagen lassen.

    Wie soll so ein verstaatlichtes Schulsystem funktionieren ? So geht es nicht.

    Die Politik gehört aus der Schule raus, zur Gänze.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Oktober 2016 07:39

    Der Marsch durch die Institutionen ist gelungen, daher kann man Errungenschaften wie die Mitbestimmung des Schulgemeinschaftsausschuss beschränken. Dasselbe gilt für das Geschworenensystem. Beides von den Sozial"demokraten" massiv verteidigt bzw. unterstützt, um Veränderungen, oft durch politische Beeinflussung, durchzupeitschen.
    In der Zwischenkriegszeit haben in politischen Prozessen Geschworene IMMER für den Freispruch der Angeklagten gestimmt.
    Nun macht "Volk" nicht mehr so, Sozialdemokraten bestimmen seit den 70ern Jahren die Regierungspolitik. Die Grünen wähnen sich bald am Ziel. Die SPÖ fürchtet den Machtverlust. Das kann man sich vom "Volk" nicht versauen lassen. Wo kommen wir denn da hin?

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Oktober 2016 11:08

    An das, woran die Schuld an der zum Himmel schreienden Schulmisere in Österreich in Wirklichkeit liegt, wird von der Politik wieder einmal nicht gerührt:

    1. Daß das Unterrichtsministerium leider fest in LINXLINKEN Händen liegt mit all dem verheerenden Gedankengut der 68er, das in den Schulen vermittelt wird und dessen "Weiterentwicklung" (=Frühsexualität der Kinder, Genderismus, PC, antiautoritäre Erziehung).

    2. Daß ein sinnloser Schulversuch den anderen jagt, die aber Unsummen Geldes verschlingen.

    3. Daß die Massen an unterdurchschnittlich intelligenten Moslemkindern aus bildungsfernen Familien und deren zusätzlicher Mangel an Deutsch-Kenntnissen das Niveau aller Schulklassen weit hinunterdrückt.

    Solange sich an diesen Punkten nichts ändert, wird sich auch am schlechten Abschneiden bei internationalen Tests nichts verbessern.

    Durch die Möglichkeit, daß Direktoren sich die Lehrer selber aussuchen können, werden rote Direktoren in Zukunft nur noch ROT-GRÜNE Lehrer auswählen, die wenigen freiheitlichen Lehrer werden völlig chancenlos sein. Freiheitliche Direktoren gibt es ja nicht.

  6. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Oktober 2016 06:45

    Das der Politikerkaste immanente Problem gründet in dem Umstand, daß sie vorrangig bestrebt ist (und immer schon war, wie die Geschichte erweist) im egoistischen Interesse ihre Macht über die Bevölkerung auszudehnen, anstatt sich vorrangig deren Wohlergehen zu widmen; die katastrophalen, menschenverachtenden, demokratiefeindlichen, wirtschaftsruinösen, korruptionsträchtigen Folgen sind, und waren es immer, nahezu ubiquitär zu beobachten. Nahezu deshalb, weil es auch Ausnahmen gibt, wo die Vernunft über den Politiker - Egoismus gestellt wird: Über Schweden etwa sind diesbezügliche Meldungen zu vernehmen. Über die Schweiz, mit ihrer Direktdemokratie, bekanntlich sowieso.
    Aktuell gibt es in Österreich die - vielleicht für lange Zeit - einzige Chance, einen Menschen ins höchste Staatsamt zu wählen, der sich die Förderung von Direktdemokratie zum Ziel gesetzt hat. Alle an Besserung unserer politischen Verhältnisse Interessierten sollten überlegen, wie er am besten unterstützt werden könnte, um bei der Wahl zu obsiegen. Freilich stellt er nur eine Chance dar, und keine Sicherheit; seine Fähigkeiten könnte er ja erst im Amte erweisen.
    So Jemandem Ideen kommen, wie Hofer gefördert werden könnte, bitte lautstark denken, damit es alle hören!

  7. Ausgezeichneter KommentatorBob
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Oktober 2016 09:17

    Ein Mäuslein wurde geboren, und all diese Maßnahmen sollen dazu beitragen das Kinder besser schreiben ,lesen und rechnen können. Seit Jahren hören wir die Schülerzahl in den Klassen muss verringert werden. Jetzt kann sie erhöht werden, vielleicht kann man einen dritten Lehrer als Sparmaßnahme einsetzen. Das ein Direktor für mehrere Schulen zuständig ist, haben sich die Politiker von der kath. Kirche abgeschaut. Dort ist auch ein Pfarrer für mehrere Pfarren zuständig, und pendelt ständig hin und her. Sehr effizient.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGandhi
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Oktober 2016 21:55

    Hier einige Bemerkungen zu unserer Schule:
    Mein Enkelkind geht aus familiären Gründen seit August in die deutsche Schule in Helsinki (4. Klasse VS)Mir ist aufgefallen:
    1. Das Niveau ist viel, viel höher, es wird viel mehr verlangt. Hier ist das Enkelkind in eine Landschule mit 16 Kindern gegangen, lauter Sehr gut. Dort bereits in Deutsch (!) ein Sechser, in Mathematik zwei Fünfer
    2. Im Sportunterricht gibt es immer einen Sportlehrer, nicht eine(n) VS-Leher(in), der (die) sich nicht einmal umzieht.
    3. Für disziplinäre Angelegenheiten gibt es eigenes Personal, die Lehrer sind damit n i c h t betraut!
    4. Diese Schule ist keine Ganztagsschule, Unterricht bis max. 14 Uhr


alle Kommentare

  1. Thomas F. (kein Partner)
    25. Oktober 2016 12:38

    Es wird höchste Zeit, dass sich der Staat aus der Bildung zurückzieht. Er macht auch das viel schlechter und ineffizienter als private Anbieter.

  2. Gandhi (kein Partner)
    23. Oktober 2016 21:57

    5. Es gibt keine übergeordnete Behörde (SSR, LSR), den Lehrern wird viel mehr vertraut
    6. Die Anzahl des Supportpersonals ist nahezu gleich, wie die Anzahl der Lehrer
    7.8.9.....

  3. Gandhi (kein Partner)
    23. Oktober 2016 21:55

    Hier einige Bemerkungen zu unserer Schule:
    Mein Enkelkind geht aus familiären Gründen seit August in die deutsche Schule in Helsinki (4. Klasse VS)Mir ist aufgefallen:
    1. Das Niveau ist viel, viel höher, es wird viel mehr verlangt. Hier ist das Enkelkind in eine Landschule mit 16 Kindern gegangen, lauter Sehr gut. Dort bereits in Deutsch (!) ein Sechser, in Mathematik zwei Fünfer
    2. Im Sportunterricht gibt es immer einen Sportlehrer, nicht eine(n) VS-Leher(in), der (die) sich nicht einmal umzieht.
    3. Für disziplinäre Angelegenheiten gibt es eigenes Personal, die Lehrer sind damit n i c h t betraut!
    4. Diese Schule ist keine Ganztagsschule, Unterricht bis max. 14 Uhr

  4. giesser (kein Partner)
    23. Oktober 2016 14:24

    ZITATE:
    So haben sie (Direktoren) freie Hand bei der Aufnahme neuer Lehrer.

    In vielen Fächern gibt es ja einen Lehrermangel und keinen Überschuss ....

    Zehnmal wichtiger als die Kompetenz bei der Aufnahme wäre die Kompetenz für die Kündigung ungeeigneter Lehrer. Nur wenn die Direktoren Lehrer verabschieden könnten, wäre das wirklich eine Verbesserung für Schule und Schüler.
    KONKLUSION: Der Direktor soll entlassen (dürfen) und aus dem "Mangel" aufnehmen ??
    Mediale Berichterstattung wie meist: KRITIK - keine POSITIVE Kritik.

  5. UKW (kein Partner)
    23. Oktober 2016 12:59

    Das ewige Märchen vom Lehrermangel, das die Lehrergewerkschaft ständig nützt um weitere Gehaltserhöhungen durchzusetzen. Sollen die "Vollzeitkräfte" halt mehr als 18 Stunden pro Woche unterrichten, wenn es tatsächlich einen Mangel gibt. Es gibt aber eh genug Bewerber. In der Privatwirtschaft verdienen sowohl Berufseinsteiger als auch Alte nur eine Bruchteil. Zudem ist der Druck größer und die Gefahr arbeitslos zu werden um ein Vielfaches größer.

  6. Gasthörer (kein Partner)
    23. Oktober 2016 12:41

    Wollte schon immer wissen, warum unsere iraelischen Freunde sich so Sorgen um die iranische Atomwaffe machen. Nun bekomme ich es von Hillary selbst in einer abgefangenen Email erklärt.

    Die Passage ist ab ca. min 09:00 im Youtube-Video von "Sargon of Akkad" zu finden, es heißt "Hillary Wants War" und erklärt auch sonst die Situation in Nahost meisterlich.

    Also warum fürchten die I. die A-Waffe vom Iran? Was sagt Hillary dazu?
    Sie fürchten, dass sie das atomare Monopol in der Region verlören und den Libanon und Syrien nicht mehr für "Provokationen" mit konventioneller Kriegsfürung abstrafen könnten. Die isralische Strategie ist also vollkommen nachvollziehbar, wenn auch etwas egomanisch.

  7. Shalom (kein Partner)
    23. Oktober 2016 12:28

    Im TV-Sender ORF III wird anläßlich des historisch gerechtfertigten Erinnerns an den Ungarnaufstand 1956 wieder unredliche, ahistorische Volksverblödung betrieben.
    Man vergleicht die Ungarnflüchtlinge 1956 u. die 1989 über Ungarn nach Österreich geflüchteten DDR-Bürger mit den ("Wirtschafts-)Flüchtlingsströmen des Jahres 2015 bis dato!
    Nur: Die Ungarn (österr.-ung. Monarchie) u. die (Ost-)Deutschen (Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation) entstammen demselben europäischen Kulturkreis, während die Zuwanderer aus dem arabisch-, asiatisch- u. afrikanischen Ländern unserer Kultur fremd bis ausgesprochen feindlich gegenüberstehen.
    Und man vergißt auch nicht, Viktor Orban zu diffamieren!!!

    • Freidenker (kein Partner)
      23. Oktober 2016 18:24

      Shalom:!!!!!*********************************************.)

  8. Torres (kein Partner)
    23. Oktober 2016 11:36

    Damit bestätigt sich, was man bereits beim ersten öffentlichen Auftritt der neuen Unterrichtsministerin Hammerschmid befürchten musste: ausgezeichnet im Gendern, ansonsten komplette Inkompetenz.

  9. Terrorschutz (kein Partner)
    23. Oktober 2016 09:27

    Befindet sich die Direktion des islamischen Staates in Österreich?

    Die ägyptische Polizei hat einen Transport mit österreichischen Waffen an ISIS abgefangen:

    h t t p : / / d e u t s c h e -wirtschafts-nachrichten.de/2016/10/23/aegypten-behoerden-beschlagnahmen-oesterreichische-waffen-fuer-isis/

  10. Knut (kein Partner)
    23. Oktober 2016 07:06

    Es ist ja kein Wunder, dass die Privatschulen immer mehr boomen.

    Wer aus seinem sensiblen begabt-kreativen Kind keinen abgestumpften desinteressierten Sklaven machen lassen will, ist dazu gezwungen, eine Privatschule zu suchen.

  11. Waltraut Kupf
    22. Oktober 2016 10:49

    Die allzeit dümmlich lächelnde Bildungsministerin hat ganze Arbeit geleistet. Sie hat nicht erkannt, daß der Teufel im Detail sitzt, wo er dann aber seine Wirkung reichlich entfalten wird. Dieses undurchdachte Konglomerat von Vorstellungen, die sich jeder praktischen Umsetzung entziehen und sämtliche Beteiligten zu Verlieren macht, dient der von den "Eliten" insgeheim geplanten Verblödung des gemeinen Volkes, das nicht mehr in der Lage sein soll, Strategien zu durchschauen und gegen bestimmte Maßnahmen erfolgreich zu protestieren.

  12. machmuss verschiebnix
    21. Oktober 2016 23:40

    OT: Neuigkeiten von der "abhörenden Klasse"

    ---Zitat---

    Das neue BND-Gesetz

    Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht, sagte die Kanzlerin vor knapp drei Jahren. Jetzt sorgt sie mit einem neuen Geheimdienstgesetz, dass genau das völlig legal wird – und noch einiges mehr (Netzpolitik.org: https://netzpolitik.org/2016/fuenf-drastische-folgen-des-geplanten-bnd-gesetzes/ ).

    Der BND wird wie die NSA ausgebaut, bekommt eine Lizenz zum Datensammeln ( http://www.sueddeutsche.de/politik/neues-bnd-gesetz-bnd-bekommt-eine-lizenz-zum-datensammeln-1.3212099 ) und wird weniger streng kontrolliert. Er darf sogar selbst entscheiden, was er Kontrolleuren verheimlicht. Das ist selbst dem ehemaligen BND-Chef Schindler zu wenig Kontrolle (Süddeutsche: http://www.sueddeutsche.de/politik/bundesnachrichtendienst-angriff-auf-die-lauscher-1.3174459 ).

    Das Gesetz wird vom Verfassungsgericht kassiert, davon ist die ehemalige Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger überzeugt (Zeit.de: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-10/geheimdienste-bnd-gesetz-klage ) – und nicht nur sie (Netzpolitik.org: https://netzpolitik.org/2016/ueberwachungspraktiken-des-bnd-selbst-legalisiert-verstossen-sie-gegen-die-verfassung/ ). Es ist so offensichtlich verfassungsfeindlich, dass es selbst seine Gegner willkommen heißen (Spiegel.de: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-warum-ich-grosser-fan-des-neuen-bnd-gesetzes-bin-a-1117297.html ).

    -----------

  13. zweiblum
    21. Oktober 2016 20:07

    Einige Direktoren, die über die Partei oder die Gene ins Amt kamen, würden auch für 18% weniger gerne Macht ausüben.

  14. FranzAnton
    21. Oktober 2016 17:50

    @otti: Bedenken Sie bitte, lieber Otto/liebe Ottilie, daß mehrheitliche Engagementverweigerung der Wählerschaft jegliche Politikerkaste in derem gewohnten, fehlleistenden Trott unterstützt.
    Ing. Hofer nämlich hatte ganz recht, wenn er meinte, so manche Veränderungen anstoßen zu können - wenngleich die bisherigen Bundespräsidenten, systemkonform, wie sie eben waren, sich nicht im Sinne optimierender, politischer Veränderung "aus dem Fenster gelehnt" hatten. VdB erscheint mir als genau so ein wenig ambitionierter Erhalter von "more of the same" - wohingegen wir in Österreich (und auch in der EU) an der Staatsspitze Menschen mit dem Willen zu verbessernder Veränderung, zwar in vielerlei Hinsicht, benötigen würden.
    Schimpfen und Aufzeigen von Mißständen allein, wie hier im Forum, wohl auf hohem Niveau, gepflogen, erscheint mir einfach als zu wenig.

  15. Bob
    21. Oktober 2016 15:31

    Warum geben die Eltern ihre Kinder nicht gleich in eine Waldorfschule. Danach können sie zwar auch nicht besser lesen, aber sie bekommen bescheinigt das sie in der Lage sind schöne Schneemänner zu bauen. Und vor allem wird dort deutsch gesprochen.

    • Politicus1
      21. Oktober 2016 15:47

      Hatte ich auch schon angedacht.
      Machen wir doch aus allen Schulen Waldorfschulen.
      Direktor wird von der Schule ausgwählt und angestellt,
      Lehrer müssen sich bei der Schule um eine Anstellung bewerben,
      alle Waldorfschulen sind vernetzt,
      Eltern sind fleißig ins Geldsammeln eingebunden,
      alle sind happy!

  16. dssm
    21. Oktober 2016 15:20

    Ich sehe das Problem nicht, es gibt doch Privatschulen. Da können sich die Eltern aussuchen wie ihr Kind ausgebildet wird. Da können Eltern auch mitreden, einfach deshalb weil sie Kunden und nicht Untertanen sind. Wer halbwegs vernünftig ist, der verdient sein Geld ohnehin im Ausland, zahlt die Steuern auch im Ausland; sprich man kann sich eine Privatschule leisten, weil man nicht alles an den Staat gezahlt hat. Und für den Rest der Menschen habe ich wenig Verständnis, denn die wollen ja offensichtlich schlechte Schulen für ihre Kinder, sonst hätten sie die SPÖVP längst abgewählt.

  17. El Capitan
    21. Oktober 2016 11:34

    Die wie immer fundierte Analyse unseres Blogschreibers Dr. U. fasst die wichtigsten Kritikpunkte des neuen Bildungspaketes zusammen.

    Besonders naiv ist die Feststellung, dass sich Direktoren die Lehrer selber aussuchen können. Einmal darf man raten, was passieren wird. Es wird in den Ballungszentren Brennpunkte mit nur roten, nur schwarzen und nur grünen Schulen geben. Jetzt schon werden in Schulen mit mehrheitlicher Färbung die „nicht zu uns passenden“ Kollegen alles andere als zuvorkommend behandelt.

    Am Land wird es deswegen ungemütlich, weil es immer weniger Direktoren geben wird. Auch das hat unser Blogschreiber richtig erkannt. Zudem hat die freie Wahl der Lehrer nur dann einen Sinn, wenn es auch finanzielle Anreize gibt. Dass es (unterbezahlte) hervorragende Lehrer und (überbezahlte) pädagogische Versager gibt, wissen wir nur zu gut.

    Ein Argument muss unbedingt angefügt werden:
    Die Qualität unserer Schulen. Das nachfolgende Beispiel ist eine Aufgabe für eine Matura-Kompensationsprüfung in Mathematik:

    /*Zitat* In einer Klasse mit 20 Schülerinnen und Schülern wurde eine Schularbeit geschrieben. Die Ziffernnoten-Ergebnisse wurden durch das nebenstehende Kreisdiagramm dargestellt. Der Anteil der Ziffernnote „1“ beträgt 15%, die Prozentwerte der folgenden Noten 20%, 35%, 10% und 20%.
    Für die absolute Anzahl an Schülerinnen und Schülern, die eine bestimmte Note erreicht haben, soll ein Säulendiagramm erstellt werden. Zeichnen Sie die Säulen in das nachstehende Diagramm ein und erklären Sie die Vorgehensweise.
    *Zitat Ende*/

    Ich konnte es nicht glauben, aber der Direktor, von dem ich das erhalten habe, bestätigte mir, dass der Text echt ist. Eine MATURAAUFGABE!
    Früher haben wir gelacht, als Witze wie dieser kursierten: „Ein Händler kauft einen Sack Kartoffel um 10 €. Er schlägt 30% darauf und verkauft ihn um 13 €. Diskutiere mit dem Nachbarn über das kapitalistische Ausbeutersystem.

    Ist da jemand noch zum Lachen zumute?
    Mir schon lange nicht mehr!

  18. Undine
    21. Oktober 2016 11:08

    An das, woran die Schuld an der zum Himmel schreienden Schulmisere in Österreich in Wirklichkeit liegt, wird von der Politik wieder einmal nicht gerührt:

    1. Daß das Unterrichtsministerium leider fest in LINXLINKEN Händen liegt mit all dem verheerenden Gedankengut der 68er, das in den Schulen vermittelt wird und dessen "Weiterentwicklung" (=Frühsexualität der Kinder, Genderismus, PC, antiautoritäre Erziehung).

    2. Daß ein sinnloser Schulversuch den anderen jagt, die aber Unsummen Geldes verschlingen.

    3. Daß die Massen an unterdurchschnittlich intelligenten Moslemkindern aus bildungsfernen Familien und deren zusätzlicher Mangel an Deutsch-Kenntnissen das Niveau aller Schulklassen weit hinunterdrückt.

    Solange sich an diesen Punkten nichts ändert, wird sich auch am schlechten Abschneiden bei internationalen Tests nichts verbessern.

    Durch die Möglichkeit, daß Direktoren sich die Lehrer selber aussuchen können, werden rote Direktoren in Zukunft nur noch ROT-GRÜNE Lehrer auswählen, die wenigen freiheitlichen Lehrer werden völlig chancenlos sein. Freiheitliche Direktoren gibt es ja nicht.

  19. oberösi
    21. Oktober 2016 09:52

    Oktoberausgabe der Zeitschrift Sezession, Thomas Hoof:

    "Das Ziel der Bildungsreform der 70er Jahre war durchaus ehrenwert: die Dummen durch mehr Bildung klüger zu machen, was der eine von exakt zwei möglichen Wegen zur Minderung von Unterschieden und der Mehrung von Gleichheit ist. Als dieser erste alsbald an sein natürliches Ende kam, wurde der zweite beschritten: die Klügeren dümmer zu machen. Dieses allgemeine Dumbling down ist durchschlagend gelungen: Jeder Absolvent der achtjährigen Volksschule (die in DE 1964 abgeschafft wurde) war kulturtechnisch lebenstüchtiger als jeder Abiturient heute..."

  20. Herby
    21. Oktober 2016 09:37

    Off Topic: Beim nächsten "Talk im Hangar" in Servus-TV wird Dr. Unterberger zu sehen sein.

    Da gab es im Vorfeld schon etliche Diskussionen bezügl. dieser Sendung "Talk im Hangar": siehe dazu dieser Standardartikel
    (ganz unten im Artikel e. lange Stellungnahme vom Talk-Moderator Fleischhacker):

    http://derstandard.at/2000046196647/Rechtsextremer-am-Podium-Gaeste-sagen-Talk-im-Hangar-7-ab

    • Leopold Franz
      21. Oktober 2016 10:51

      War schon gestern. Ich sah mir das soeben in der Mediathek an. Dr. Unterberger kam kaum zu Wort, der mittlerweile zerfließende Voggenhuber rettete die Werte der Aufklärung und attackierte Sellner und Dr. Unterberger, Dönmez attackierte vor allem die wiener SPÖ, Sellner gab sich verbindlich. Fleischhacker liebt wohl das Chaos und gab vor allen Voggenhuber die Bühne.

    • Politicus1
      21. Oktober 2016 10:51

      war schon gestern

    • Bob
      21. Oktober 2016 11:09

      Ein unerträglicher Voggenhuber hält sich wie alle Grünen für den Mittelpunkt des Universums. Unterberger mit seiner bedächtigen Redeweise kam fast nicht zu Wort, auch hatte ich den Eindruck das ihn Voggenhuber heftig den Nerv raubte, der jeden der nicht seiner Meinung ist als rechtsradikal bezeichnet.

    • oberösi
      21. Oktober 2016 13:17

      kann nur Leopold Franz bestätigen:
      Voggenhuber pflügte durch die Bühne wie ein alter Keiler durchs Unterholz, unterbrach auf aggressivste Weise Sellner und Unterberger. Sellner, eingeschüchtert und zunehmend in der Defensive, bedrängt von Voggenhuber, aber auch von einem penetrant schulmeisternden Dönmaz, versuchte unbedingt durch verbindliches Benehmen aus der Situation herauszukommen. Was nicht ganz gelang.
      Dönmez gefiel sich in der eitlen Pose des Islam-Gelehrten und Erfinders der Jugendarbeit.

      Unterberger auch eher zurückhaltend in der faktenarmen Diskussion.
      Eine vertane Chance vor allem für Sellner. Nachvollziehbar, fehlende Routine, zum ersten Mal große Bühne im TV.

    • oberösi
      21. Oktober 2016 15:57

      Auf jeden Fall wirkte Sellner sympathischer und verbindlicher als Voggenhuber, der ein weiteres Mal eindrucksvoll coram publico darlegte, was die Grünen unter Demokratie verstehen und was die Gesellschaft zu erwarten hat, wenn diese Faschisten jemals an die Macht kommen sollten.
      So gesehen: doch ein Erfolg für den sympathischen und gescheiten Sellner, von dem hoffentlich noch viel zu hören und zu sehen ist in Zukunft.

    • Shalom (kein Partner)
      23. Oktober 2016 13:08

      Dr. Unterberger ist ein hervorragend analytisch schreibender Journalist, jedoch schlechter Redner, der, insbesondere wenn man ihm keine Zeit läßt Worte zu finden, gegen redegewandte Demagogen, wie etwa den links-grünen Mittelschulabbrecher u. ehem. Versicherungsvertreter Johannes Voggenhuber, rettungslos in´s Hintertreffen gerät.

    • Freidenker (kein Partner)
      23. Oktober 2016 18:22

      Shalom:

      Gleiches habe ich mir nach der Sendung auch gedacht.
      Ausgesprochen gut im Schreiben aber leider nicht in der Rede, ansonsten hätte er sich nicht ständig von diesem Voggenhuber unterbrechen lassen.

  21. Josef Maierhofer
    21. Oktober 2016 09:24

    Wer zahlt, schafft an.

    Es sind nicht die Politiker und nicht die Parteien, die zahlen, es sind die Bürger, die alles zahlen.

    Das, was die Politik hier tut ist Krieg gegen die Bürger, Krieg gegen das Volk, Krieg gegen die Lehrer, Krieg gegen die Eltern, Krieg gegen die Kinder.

    Solange nicht wieder das Dreieck, Eltern, Lehrer Schüler funktioniert, solange die Politik glaubt, sie könne anschaffen, solange wird unser Schulsystem weiter verstaatlicht und in den Graben gefahren und für alle immer mehr (scheibchenweise) die Diktatur ausgerufen.

    Das, was hier gemacht wird ist nichts anderes als Wahlpropaganda und noch dazu zum Nachteil der Bürger.

    Nur sollen halt jetzt die Sündenböcke ran, die Direktoren.

    Viele Lehrer haben mit bestätigt, staatlich die Hände auf dem Rücken gefesselt müssen sie sich von den Parteibonzen, den Beamten, den Kindern und zu guter letzt den Eltern ins Gesicht schlagen lassen.

    Wie soll so ein verstaatlichtes Schulsystem funktionieren ? So geht es nicht.

    Die Politik gehört aus der Schule raus, zur Gänze.

    • Josef Maierhofer
      21. Oktober 2016 09:42

      Die Parteipolitik gehört aus der Schule raus, zur Gänze.

    • FranzAnton
      22. Oktober 2016 06:02

      Vollkommen d'accord mit diesem Beitrag, Herr J. Meierhofer.
      Die Politikerkaste (nahezu aller Länder) wird ihr egozentriertes, wahrheitsaverses, gleisnerisches Gebaren niemals ändern, es sei denn, das von ihr andauernd schlecht behandelte Volk nimmt sein Schicksal selber in die Hand, per Direktdemokratie, versteht sich. Was ich hingegen nicht verstehe, ist der Umstand, daß die Menschen - bei uns, wo die Möglichkeiten zu Engagement noch (!) halbwegs intakt sind - sich viel zu wenig für ihre ureigensten, politischen Interessen einsetzen.

    • Josef Maierhofer
      22. Oktober 2016 10:24

      @ FranzAnton

      Das werden sie tun, wenn es zu spät sein wird.

  22. Bob
    21. Oktober 2016 09:17

    Ein Mäuslein wurde geboren, und all diese Maßnahmen sollen dazu beitragen das Kinder besser schreiben ,lesen und rechnen können. Seit Jahren hören wir die Schülerzahl in den Klassen muss verringert werden. Jetzt kann sie erhöht werden, vielleicht kann man einen dritten Lehrer als Sparmaßnahme einsetzen. Das ein Direktor für mehrere Schulen zuständig ist, haben sich die Politiker von der kath. Kirche abgeschaut. Dort ist auch ein Pfarrer für mehrere Pfarren zuständig, und pendelt ständig hin und her. Sehr effizient.

  23. HDW
    21. Oktober 2016 09:07

    Für diesen Umfaller steht wieder einmal, die ÖVP - Witzfigur Mahrer!

  24. Politicus1
    21. Oktober 2016 08:49

    Nein, nein, nein!
    Bitte nicht Direktoren von Eltern und Schülern wählen lassen. Und auch nicht von Lehrern.
    Wer will denn bei uns schon 'strenge' Direktoren, die auf Disziplin Wert legen, die hohe Anforderungen stellen und ihre Schule zu einer Eliteschule formen wollen?
    Im Gegenteil, die lieben, gutmütigen, gemütlichen Typen werden in das Direktionszimmer gesetzt werden!
    Und gemütlich und ohne Leistungsstress wird es die nächsten fünf Jahre weiter gehen, denn Herr/Frau Direktor will ja nch fünf Jahren wieder bestätigt werden.

    • Riese35
      21. Oktober 2016 11:18

      Ich bin ganz bei Ihnen. Wenn ich zum Bäcker gehe, um ein Brot zu kaufen, suche ich die Bäckerei aus, die meinen Wünschen entspricht, möchte aber nicht über das Rezept, wie er das Brot zu backen habe oder über welchen Gesellen er wie einsetzt, demokratisch mitbestimmen. Ein kluger Bäcker wird ein offenes Ohr haben und auf die Wünsche seiner Kundschaft eingehen, die Letztentscheidung liegt aber bei ihm. Eine gewisse Rückkoppelung besteht ohnedies: wenn der Bäckermeister Unsinn macht, wird er keine Kunden haben. Schuldemokratie führt nur zur Gleichmacherei und Profillosigkeit.

    • dssm
      21. Oktober 2016 15:26

      @Riese35
      Beim Bäcker sind sie zahlender Kunde.
      Für eine staatliche Schule sind sie ein lästiger Untertan.
      So einfach.

    • Karl Rinnhofer
      21. Oktober 2016 18:34

      Dem Einwand stimme ich absolut zu: "Personelle Autonomie" von Direktoren (naive Analogie zu anderen Berufsfeldern!) legalisiert Freunderlwirtschaft, leistet dem Funktionärsstaat Vorschub, setzt voraus, Direktoren seien immer hehre Gestalten , unabhängig von Parteien und Ideologien ausschließlich nach nachvollziehbarer Qualifikation bestellt. Gewiss ist nicht auszuschließen: Dass es hervorragende, engagierte, verantwortungsvolle Direktoren gibt, die ihre Lehrer stützen, wenn sie dem allgegenwärtigen gesellschaftlichen – und „von oben“ geförderten Druck standhalten: Zu Laissez-Faire-„Unterricht“ samt Gefälligkeits-Gutachten bereit zu sein. Die Regel ist es nicht.

  25. teifl eini!
    21. Oktober 2016 08:45

    Ich finde, man muss der Sache Zeit geben. Man kann nicht nach Jahrzehnten staatlicher Zwangsjacke erwarten, dass sich die Autonomie auf Knopfdruck einschalten lässt.

    Allerdings: wirklich autonom können nur Privatschulen sein; wirklich demokratisch nur Bildungsschecks.

    Von elterlicher Mitsprache in pädagogisch-didaktischen Fragen halte ich wenig: Eltern sind nicht objektiv; Eltern sind keine Experten in Sachen Pädagogik.

    Eltern wollen ihre Kinder in guten Händen wissen: in strengen, reformpädagogischen, leistungsbezogenen oder antiautoritären, wie auch immer. Kurz, es bedarf einer größeren, akzentuierteren Auswahl. Darum lasst die Profis arbeiten! Die Profis werden das Profil der Schule schärfen, wenn sie frei sind.

    In Sachen Angebotsvielfalt hat der freie Markt den Staat immer noch geschlagen; um Welten. Man braucht sich nur den politischen Druck in Richtung Gesamtschule anzusehen und weiß, wohin uns der Staat führen wird. Dabei wollen Eltern genau das Gegenteil: Alternativen und das Beste für ihr Kind.

    Die Eltern könnten mit ihren Bildungsschecks wählen, die anbietenden Schulen sich nach der Nachfrage richten.

    • dssm
      21. Oktober 2016 15:30

      Ich bin gegen Bildungsschecks. Das bringt nur die unteren, bildungsfernen Schichten in die Privatschulen und senkt dort das Niveau, denn eine Schule die Schüler dann ablehnt, eben weil sie den Lehrbetrieb behindern, die würde schnell von der Liste der 'berechtigten' Schulen gestrichen. Besser man kann die Bildungsausgaben direkt von der Einkommenssteuer absetzen.

      Die Lösung kann immer nur mit weniger Staat kommen!

    • teifl eini!
      21. Oktober 2016 17:18

      @ dssm

      "Privat" oder sagen wir autonom, wären dann ALLE Schulen. Nicht vergessen! Damit gibt es das von Ihnen angesprochene Problem nicht.

    • dssm
      22. Oktober 2016 09:13

      @teifl eini!
      Den Witz muss ich mir merken! Autonom wie die Justiz hierzulande? Also komplett parteipolitisch unterwandert!
      Privat!!! Und sonst gar nichts! Wo Staat drauf steht, ist Dreck drin!

  26. Abaelaard
    21. Oktober 2016 08:19

    Wenn die Lehrer nichts mehr dürfen werden die Schüler nichts mehr lernen, so einfach ist das!

  27. brechstange
    21. Oktober 2016 07:39

    Der Marsch durch die Institutionen ist gelungen, daher kann man Errungenschaften wie die Mitbestimmung des Schulgemeinschaftsausschuss beschränken. Dasselbe gilt für das Geschworenensystem. Beides von den Sozial"demokraten" massiv verteidigt bzw. unterstützt, um Veränderungen, oft durch politische Beeinflussung, durchzupeitschen.
    In der Zwischenkriegszeit haben in politischen Prozessen Geschworene IMMER für den Freispruch der Angeklagten gestimmt.
    Nun macht "Volk" nicht mehr so, Sozialdemokraten bestimmen seit den 70ern Jahren die Regierungspolitik. Die Grünen wähnen sich bald am Ziel. Die SPÖ fürchtet den Machtverlust. Das kann man sich vom "Volk" nicht versauen lassen. Wo kommen wir denn da hin?

    • brechstange
      21. Oktober 2016 07:40

      Zu erwähnen vergaß ich das Eintreten der SPÖ für das Berufsheer, auch ein Thema was für die alten Sozialdemokraten ein NO GO war.

    • HDW
      21. Oktober 2016 09:04

      Begonnen hat der lange Marsch schon 1927 mit Schattendorf und Justizpalastbrand!
      Und immer wieder kriecht der Grossdeutsche Sozialismus hervor! Also eigentlich der Preussische, d.h. schon seit 1866! Also endlich "Rache für Sadowa" und weg mit dem grossdeutschen Provinzmarxismus und der DDR Nostalgie der Ösi-Literatinnen!

  28. FranzAnton
    21. Oktober 2016 06:45

    Das der Politikerkaste immanente Problem gründet in dem Umstand, daß sie vorrangig bestrebt ist (und immer schon war, wie die Geschichte erweist) im egoistischen Interesse ihre Macht über die Bevölkerung auszudehnen, anstatt sich vorrangig deren Wohlergehen zu widmen; die katastrophalen, menschenverachtenden, demokratiefeindlichen, wirtschaftsruinösen, korruptionsträchtigen Folgen sind, und waren es immer, nahezu ubiquitär zu beobachten. Nahezu deshalb, weil es auch Ausnahmen gibt, wo die Vernunft über den Politiker - Egoismus gestellt wird: Über Schweden etwa sind diesbezügliche Meldungen zu vernehmen. Über die Schweiz, mit ihrer Direktdemokratie, bekanntlich sowieso.
    Aktuell gibt es in Österreich die - vielleicht für lange Zeit - einzige Chance, einen Menschen ins höchste Staatsamt zu wählen, der sich die Förderung von Direktdemokratie zum Ziel gesetzt hat. Alle an Besserung unserer politischen Verhältnisse Interessierten sollten überlegen, wie er am besten unterstützt werden könnte, um bei der Wahl zu obsiegen. Freilich stellt er nur eine Chance dar, und keine Sicherheit; seine Fähigkeiten könnte er ja erst im Amte erweisen.
    So Jemandem Ideen kommen, wie Hofer gefördert werden könnte, bitte lautstark denken, damit es alle hören!

    • otti
      21. Oktober 2016 08:51

      Mein lieber FranzAnton,
      glauben Sie denn wirklich, daß in der verharzten Masse von pragmatisierten / sich selbst bestätigenden / .......... Beamten und hinter Stauden sitzenden Reservepolitikern (die, die abgewählt wurden) auch nur i r g e n d w e r eine Chance hat, sich durchzusetzen ?
      In strategisch abgesicherten Strukturen grün/linker Politik, eingebettet in der täglichen Gehirnwäsche des orf ?

    • Wyatt
    • Riese35
      21. Oktober 2016 18:42

      @Otti: *************************!

      Ich bin auch für direktdemokratische Entscheidungen, also Selbst- und Mitbestimmung, aber mit Maß, und sehe das nicht als Allheilmittel. Damit es bei uns so funktionierte wie in der Schweiz, müßte man zuerst in Österreich eine Umvolkung durchführen, d.h. die jetzige Bevölkerung größtenteils ausschaffen und Österreich neu mit Einwanderern aus der Schweiz besiedeln.

      Bedenken wir aber, daß schon vor der franz. Revolution das Volk oft mehr mitzureden und zu bestimmen hatte - in den Angelegenheiten, die sie unmittelbar betrafen, als heute.





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