Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Warum Iren, Skandinavier und Osteuropäer klüger sind

Die EU-Kommission arbeitet heftig daran, weiteren Ländern den Verbleib in der EU zu vermiesen. Jetzt hat es Irland erwischt, dessen so erfolgreiches Wirtschaftsmodell nun Opfer eines Generalangriffs aus Brüssel geworden ist. Nichts anderes hatte die Kommission nämlich getroffen, als sie den Beschluss gefasst hatte, Apple müsste 13 Milliarden Steuern an Irland nachzahlen. Die Irland aus gutem Grund gar nicht haben will.

Viele werden jetzt sagen: Es ist doch gut, dass Konzerne wie Apple mehr Steuern zahlen müssen, und auch die vielen anderen Unternehmen, die sich bewusst Niedrigsteuerländer ausgesucht haben.

Klingt gut. Aber wer zweimal nachdenkt, wird zu einem ganz anderen Schluss kommen müssen. Selbst wenn Apple wirklich so viele Steuern nachzahlen wird müssen (die Causa wird ja erst noch vom Europäischen Gerichtshof endgültig entschieden, was noch länger dauern kann), selbst wenn auch noch alle andere „Multis“ nachzahlen müssen, langfristig bedeutet das vor allem eines: Viele Konzerne werden künftig weder in Irland noch irgendwo sonst ihr Hauptquartier aufmachen, sondern irgendwo außerhalb Europas. Das Vertrauen zum Wirtschaftsstandort Europa geht noch mehr verloren. Und das ist ganz schlecht für die Union, die ja wirtschaftlich ohnedies fast allen anderen Weltregionen nachhinkt.

Die Iren haben Apple nicht aus Liebe zu dessen Computern und iPhones ins Land geholt (oder gar, weil sie bestochen wären), sondern weil der Apfel-Konzern im Gegenzug viele Tausende Arbeitsplätze in dem einst bitterarmen Land errichtet hat. Davon profitiert Irland (direkt durch Lohnsteuern und indirekt durch Wertschöpfung) viel mehr, als würde es auf hohen Körperschaftssteuern von Apple bestehen.

Irland ist durch diese Niedrigsteuerpolitik in den letzten Jahrzehnten zu einem Vorzeigeland und Modellfall geworden. Von der jahrhundertelang bitteren Armut keine Spur mehr. Und auch die Krise nach 2008 war zwar kräftig, aber rasch überwunden, während etwa Österreich noch immer in ihrem Banne steht.

Gegenargument: „Aber es ist doch äußerst unbefriedigend, dass multinationale Konzerne ihre Gewinne in irgendein Land der Welt transferieren, wo sie möglichst wenig Steuern zahlen, während kleine Unternehmen, die nicht mobil sind, den hohen Steuersätzen ausgeliefert sind.“ Dieser Einwand ist an sich voll berechtigt. Und ebenso - in der Theorie - die etwa jetzt von einem SPÖ-Minister erhobene Forderung, Gewinne sollten dort besteuert werden, wo sie erwirtschaftet werden. Nur: Wo ist das bitte?

Konzerninterne Preisverrechnungen – die immer gestaltbar sind –, die Nichtbewertbarkeit kreativer Leistungen, die globale Mobilität von Software-Entwicklungen sowie vielen anderen modernen Wertschöpfungen werden es immer unmöglich machen, genau zu sagen, welcher Wertanteil eines Produkts wo entstanden ist. Die Zeiten der großen immobilen Stahlwerke, wo alles in einer Anlage passiert, sind weitgehend vorbei. Der Ort der Entstehung einer Wertschöpfung lässt sich nicht mehr brauchbar definieren. Und damit fällt auch die Zurechnung flach. Diese funktioniert nur in theoretischen Ideologie-Abhandlungen.

Aber ein anderer Ort lässt sich sehr gut und eindeutig definieren: Nämlich jener des Verbrauchs, des Kaufs eines Endprodukts. Dieser Vorgang lässt sich ganz leicht besteuern. Durch eine Steuer, die auch längst schon erfunden ist, nämlich die Mehrwertsteuer.

Am Ende der Wertschöpfungskette, beim Verkauf an den Konsumenten, sind gerade die großen Konzerne die seriösesten. Sie haben de facto gar keine andere Wahl. Das sind genau dieselben Unternehmen, die bei der Entstehung der Wertschöpfung sehr steuerkreativ agieren. Ich habe jedenfalls noch nie gehört, dass Apple einen Computer schwarz verkauft hätte. Kleinbetriebe hingegen…

Also wäre die logische – auch von vielen Ökonomen empfohlene – Lösung: Mehrwertsteuer hinauf, Körperschafts- beziehungsweise Einkommensteuer hinunter. Damit würden gerade die Großen getroffen. Sie haben fast keine Chance, die Mehrwertsteuer für ihre Produkte zu hinterziehen, die daher teurer werden. Und die kleineren Unternehmen und erst recht die Arbeitnehmer könnten aufatmen, wenn der Würgegriff der Einkommensteuer endlich einmal wirklich nachlässt.

Warum geschieht das dann nicht? Weil die meisten Parteien glauben, dass das unpopulär wäre, wovor sie immer panische Angst haben. Und weil die noch immer von jedem wirtschaftlichen Denken unbefleckten Sozialisten überhaupt strikt dagegen sind. Sie glauben in ihrer schlichten Einfalt noch immer, die Umsatz- (=Mehrwert-)steuer träfe primär ihre schlecht verdienende Klientel. Aber in Wahrheit helfen diese Politiker damit genau den großen (und leider nur sehr selten europäischen) Konzernen, die sich global immer weitgehend der Körperschaftspflicht entziehen werden, die aber immer die Mehrwertsteuer abführen.

Dagegen kann man zwar wütende, moral- und emotionstriefende Pamphlete schreiben. Wirklich helfen würde aber mit Sicherheit eben nur eine Umschichtung zur Mehrwertsteuer. Jedoch: Wie immer in letzter Zeit stehen die EU-Kommission und etliche europäischen Regierungen auf Seite der wirtschaftlichen Unvernunft.

Während Irland das zum eigenen rationalen Nutzen – bisher – richtig gemacht hat: Es hat 2012 die Mehrwertsteuer auf 23 Prozent erhöht. Damit liegt es voll im Geleitzug mit all jenen EU-Ländern, die eine viel höhere Wirtschaftsdynamik haben als etwa Österreich mit seinen 20 Prozent. In Skandinavien wie in den meisten osteuropäischen Länder liegt die Mehrwertsteuer deutlich über den österreichischen Sätzen. Dafür profitiert in Osteuropa das Wachstum ganz stark von den niedrigen Einkommen- und Körperschaftssteuer-Sätzen.

Österreich hat hingegen deren Höchstsatz erst im Vorjahr um fünf Prozentpunkte erhöht. Wohl als Abschreckungswaffe gegen Investitionen. Pardon: gegen „Reiche“.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    31. August 2016 06:03

    Der Mehrwertsteuer kann ein Kunde sich kaum entziehen, und sie tifft alle Menschen, arme und wohlhabende, mit demselben Prozentsatz, was von Linksdenkern als unfair empfunden wird. Sie ist aber eine simple Steuer, welche viel einfacher zu administrieren wäre als der aktuelle Paragraphenmoloch, der auch von den meisten Steuerbeamten nicht en detail durchblickt wird. Eine Umstellung könnte also Beamtenposten "verüberflüssigen".

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    31. August 2016 15:34

    Die EU Kommission gegen Apple und Irland? Eine spannende Sache!

    Vordergründig geht es um die vielgescholtene Steuervermeidung, doch wie Dr. Unterberger eindrucksvoll und sachkundig darlegt, steckt im Detail viel mehr dahinter.

    Zuerst einmal geht es um die Souveränität des Staates Irlands, der sein Geschäftsmodell auf die veränderten Unternehmensstrukturen in einem global funktionierendem Wirtschaftssystem (weltweite EDV Vernetzung hat es möglich gemacht) umstellte. Irland hat diese Umstellung öffentlich sichtbar, für jeden erklärbar, und anderen konkurrierenden Volkswirtschaften gegenüber nachvollziehbar gemacht, während Luxenburg zum Beispiel im selben Zeitraum einen anderen Weg mit ähnlicher Zielfokusierung gegangen ist.

    Dann ist es nicht klar, was der Bescheid der EU Kommission rechtlich eigentlich darstellt. Ein Steuerbescheid kann es wohl nicht sein, da die Europäische Union keine Nationalstaaten übergreifende und eingreifende Steurbehörde hat, so sie überhaupt eine hat.
    Sollte es einen Strafbescheid darstellen, dann wirft das wiederum mehr neue Fragen auf, als derzeit in der EU Erklärung nur ansatzweise angedeutet ist.

    Das spannenste dabei aber ist die in nächster Zeit zu erwartende und notwendig gewordene Veränderung der staatlichen Leistungsverrechnungssysteme an individuelle Unternehmungen. Unternehmen, die global funktionieren, werden durch die bisherigen Steuerermittlungssysteme nicht mehr komplett eingefangen werden können.
    Wirtschaftliche Entwicklungen sind jenen der Staaten, und damit den staatlichen Strukturen, immer voraus, und immer voraus gewesen. Dieser Konflikt macht das sehr deutlich.
    Es wird daher spannend sein zu beobachten, welche der staatlichen Kräfte sich durchsetzen wird. Die der zeitgemäßen und zukunftsweisenden Kräfte Irlands, oder jene der beharrenden und in der Planwirtschaft endenen Kräfte der Europäischen Kommission.

  3. Ausgezeichneter KommentatorBob
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    31. August 2016 09:10

    Die EU arbeitet fleißig daran sich selbst aufzulösen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    31. August 2016 08:05

    - Grenzüberschreitende interne Verrechnungspreise zum Zweck der Gewinnverschiebung ins nieder besteuernde Ausland:

    Grenzüberschreitende interne Verrechnungspreise können aufgrund der österreichischen Gesetzeslage nur noch Großunternehmen verwenden (die verrechnende Firma muss Angestellte haben, was bei einer Lizenzabteilung von Siemens oder der Deutschen Bahn (sic!) locker geht, bei einem 1-Mann-Softwarehaus natürlich nicht.
    Das stellt natürlich eine Förderung von Großunternehmen dar (25% weniger Gewinnsteuern!).

    Zurückbezahlte Steuern (und damit eine niedrigere Besteuerung), die man halt "Förderung" nennt.

    Es gibt über 160 Förderungsmodelle.
    Wenn sich das 1-Mann-Softwarehaus damit beschäftigt, sagen wir mal - 4 Stunden (was natürlich zu gering angesetzt ist) mit jeder Förderung, sind das 640 Stunden nur um sich schlau zu machen.
    Da sich auch das nur Großunternehmen leisten können, ist es letztlich auch nur eine Förderung von Großunternehmen.

    Das Kernproblem (sic!) ist doch, dass der Staat mit einer der höchsten Steuerbelastungen weltweit nicht auskommt.
    Ansonsten könnte er sich von Umsatzsteuer und Lohnsteuer erhalten.
    Wahrscheinlich könnte bei einem schlanken Staat auf die Einhebung aller anderen Steuern verzichtet werden.
    Sicherlich könnte er auf das Klein-Klein (Pfusch bei Häuslbauern oder Kassa bei Knopf- und Zwirngeschäften) verzichten, was ja wohl die teuerste Art der Steuereintreibung darstellt.

    Die Einnahmen aus "Sonstigen Steuern" machen bei 97 Milliarden gerade mal 2 Milliarden aus.
    Die Erhöhungen der Steuereinnahmen von 2012 - 2015 machten 3,6%, 3,1% und 4,1%. Bei Inflationsraten um die 1%, bei Pensionserhöhungen von heuer 0,8%.
    Quelle: Statistisches Zentralamt.

    Straßenräuber.

  5. Ausgezeichneter KommentatorRau
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    31. August 2016 02:02

    Wieso soll Apple ihre überteuerten Edelrechner schwarz verkaufen. Beim Verkauf fällt doch nur die Mehrwertsteuer an, die sowieso der Konsument zusätzlich zum teuren Preis drauflegen muss. Der kann sich der Steuerpflicht nicht entledigen, wie ein grosser Konzern über Steuertricks. Seit wann trifft man mit der Mehrwertsteuer die Unternehmen, schon gar die grossen? Möglicherweise bin ich blöd?!

    Grundsätzlich bin ich aber dafür Verbrauchsteuern zu erhöhen und Steuern auf Leistung zu streichen. Solche Steuern sind doch einfach nur Raub!

    Nebenbei Computer zählen nicht unbedingt zu den Dingen, bei denen es einen grossen Schwarzmarkt gibt.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    31. August 2016 01:34

    Warum Österreicher nicht so klug sind wie Iren etc. ist wohl einleuchtend. Wir haben einen Bundeskanzler, der einen Defizitbetrieb lange "erfolgreich" geleitet hat, und eine Vizekanzler, der sein wirtschaftliches Tun in einer Bürokratieagentur gelernt hat. Ich weiß, da waren vor diesen Herren andere am Ruder, aber die waren ja nicht besser wirtschaftlich fundiert. Tu Felix Austria ..., na das geht jetzt nicht mehr. Sollte man nicht Soros-Ur György austrianisieren versuchen?

  7. Ausgezeichneter Kommentatorteifl eini!
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    31. August 2016 07:32

    Es ist völlig richtig, was A.U. über die Lokalisierbarkeit der Wertschöpfung schreibt: eine furchtbar komplizierte Sache, gerade im Bereich Lizenzgebühren und Programmierleistungen. Wer jemals mit dem Thema Verrechnungspreise, den BEPS oder dem OECD-Musterabkommen zu tun hatte, kann ein Lied davon singen.

    Was mich an der Strafe stört: zu einem Deal gehören immer zwei. Entweder war der Deal illegal oder nicht, dann müsste die EU konsequenterweise auch Irland bzw. deren Regierung bestrafen, denn es wurden ja andere Staaten, die keine solchen Deals machen, indirekt betrogen.

    Das wird aber niemals passieren, solange ein gewisser Herr Juncker der Kommission vorsteht, der in seiner Zeit als Luxemburger Premier eine ganze Reihe von Deals abgeschlossen hat bzw. zuließ.

    Doch was macht so einen "Deal" überhaupt aus? Ich würde alles als Deal bezeichnen, was an den lokalen Gesetzen vorbei "vereinbart" wird:

    - Das kann das Durchwinken bei einer Betriebsprüfung sein,
    - das stillschweigende Übereinkommen, dass es nie zu einer Betriebsprüfung kommen wird oder
    - eine Vereinbarung, dass die Körperschaftsteuer zu 6/7 refundiert wird (wie es Malta macht)

    Ich finde Deals aus mehreren Gründen verwerflich:

    1. es wird einem Großen ein Steuervorteil gewährt, den der kleine Trafikant oder der Hotelier niemals bekommen werden.

    2. Deals riechen streng nach Korruption: ein Finanzbeamter, Politiker oder eine Partei wird schon ein Kuvert, eine Spende bekommen haben.

    3. Steuerwettbewerb ist gut aber er sollte mit offenem Visier ausgetragen werden. Der Steuerbelastungsvergleich ist schon so mühsam genug, denn es reicht nicht aus - wie naive Politiker meinen - einfach nur den KöSt-Satz zu vergleichen. Die großen Unterschiede liegen in der Ermittlung der Steuerbemessungsgrundlage, dem Gewinn. Wenn darüberhinaus aber auch noch geheime Deals möglich sind, die vielleicht nur Mitgliedern obskurer Geheimverbindungen offen stehen, wie soll dann ein expandierendes Unternehmen bei der Standortwahl entscheiden?

    PS: die Umsatzsteuer zu erhöhen, hätte noch weitere Vorteile. Da sie aber nicht progressiv wirkt, sind Sozialisten immer gegen deren Erhöhung.

    Fairerweise muss erwähnt sein, dass die Staaten jährlich Milliardenbeträge durch Umsatzsteuerbetrug verlieren. So einfach ist es mit der USt nämlich auch nicht, wie A.U. meint. Schellings Vorstoß einer Ausweitung des Reverse Charge-Systems wurde von der EU abgeschmettert. Das hätte dem Karussellbetrug einen Riegel vorgeschoben.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDr. Knölge
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    02. September 2016 13:25

    Ein seltenes Ereignis, aber hier widerspreche ich dem Blogmaster.
    Meiner Meinungsbildung liegen einige zugängliche Daten zugrunde, deren Wahrheitsgehalt ich nicht überprüfen kann.
    So heißt es, daß Apple in Irland auf seine in der EU gemachten Gewinne einen Steuersatz von 0,0005 Prozent bezahlt. Wenn das stimmt, handelt es sich um einen umgedrehten steuerpolitischen Exzess. Apple kann so seine gesamten hier gemachten Gewinne wegschaffen und woanders versteuern, wohl vor allem in den USA. Einer solchen, geradezu kriminellen Politik soll ich zustimmen?
    Noch dazu: Wie erkläre ich es dem Kleinbetrieb, der, sagen wir, 30% Steuern auf Gewinne zahlt, daß die Großen ihre Steuerlast auf null bringen?


alle Kommentare

  1. fxs (kein Partner)
    03. September 2016 13:04

    Wo bleibt das Prinzip der Rechtssicherheit, wenn die EU-Bonzen Apple dazu zwingen wollen, entgegen der mit der Republik Irland getroffenen Vereinbarung €13 Mrd. "entgangene Steuern" zu zahlen?

    • Rau
      03. September 2016 21:38

      Naja Rechtssicherheit für einen Deal gibt es nicht. Das Arrangement mit Apple dürfte ja auch nach irländischem Steuerrecht nicht ganz korrekt sein. Sonst gäbe es ja keinen Ansatzpunkt. Oder zahlen alle in Irland fast keine Steuern?!

  2. Ökonomie-Vergelter
    03. September 2016 00:43

    Einerseits leben wir in Zeiten, wo die wirtschaftspolitische Ignoranz zum Markenzeichen einer dubiosen Allgemeinbildung geworden ist, so dass die Wenigsten noch wissen, dass ein den Körperschaften gerade nicht durch die KöSt abgeknöpftes Geld trotzdem dem Fiskus zugutekommen kann, weil es entweder in Beschäftigung investiert oder an Vorstände und Aktionäre ausgeschüttet wird, und in all diesen Fällen der staatliche Säckelwart über die Lohn-, Einkommen- oder Kapitalertragsteuer mitschneiden kann. Selbst beim Zwischenspeichern auf Bankkonten oder Bankdepots wird KESt fällig.

    Andererseits ist klar, dass dem Staat der Quelle der Wertschöpfung der Löwenanteil an fiskalischer Abschöpfung gebührt, hat er doch durch Infrastruktur und Ordnungsvoraussetzungen bedeutend zur Wertschöpfung beigetragen. Die Quelle der Wertschöpfung ist zwar überwiegend dort, wo Mitarbeiter oder Subunternehmer unbeschränkt steuerpflichtig sind. An der Wertschöpfung hat aber auch durch ihre Regieleistung jene (Inlands-)Gesellschaft Anteil, die im Ausland beschäftigt oder beauftragt. Daher ergeben sich in Anbetracht dieses ideellen Ursprungsprinzips Probleme, wenn die Körperschaftbesteuerung allzu stark zurückgedrängt wird.

    Die Umsatzsteuer kommt jedenfalls oftmals dem Staat des Verbrauches zugute, um es ein wenig vereinfacht auszudrücken. So darf im innergemeinschaftlichen Versandhandel zumeist der Bestimmungsstaat die USt einstreifen, oder kann bei Geschäftsbeziehungen mit nichtunternehmerischen Abnehmern in Drittstaaten für etliche Dienstleistungen, insbesondere solche mit intellektueller Komponente, der Staat des Leistungsempfängers sein Besteuerungsrecht ausüben, und muss reziprok der Staat der Wertschöpfung zurückstehen. Im B2B-Bereich ist das Bestimmungslandprinzip noch stärker ausgeprägt.

    Eine Lastverlagerung von der KöSt zur USt kann daher trotz der einleitend skizzierten Grundregel dazu führen, dass der Ursprungsstaat um einen gerechten Anteil am wirtschaftlichen Erfolg umfällt. Das ist bedenklich.

    • Rau
      03. September 2016 10:32

      Kann man das ein bisserl verständlicher schreiben. Offenbar äussert sich der Verfall an wirtschaftspolitischer Allgemeinbildung auch am Unwillen der sich einschlägig kompetent wähnenden, sich verständlich auszudrücken!

    • Ökonomie-Vergelter
      03. September 2016 21:39

      Was soll denn daran so schwer zu verstehen sein?

      Beschäftigt eine Körperschaft keine Mitarbeiter im Ausland, oder delegiert sie keine Aufgaben an ausländische Subunternehmer, dann ist es egal, ob die Körperschaftsteuer null, 15, oder 30 Prozent beträgt bzw. evtl durch die USt substituiert wird, weil der Staat immer den ihm gerecht erscheinenden Anteil an der Wertschöpfung einheimsen kann (sofern man einmal ausklammert, dass bei überdurchschnittlichen KöSt-Sätzen die Gesellschaften sich durch Funktionsverlagerungen bzw Umstrukturierungen tendenziell verflüchtigen werden wollen).

    • Ökonomie-Vergelter
      03. September 2016 21:41

      Anders aber, wenn die Wertschöpfung _auch_ auf Beiträgen aus dem Ausland beruht. Verzichtet hier der Staat auf die Köst und setzt statt dessen auf Erträge aus der USt, kann er um seine Aufkommenserwartung (USt + Löhne + Gewinne von Subunternehmen) umfallen, weil bei grenzüberschreitenden Geschäftsfällen umsatzsteuerlich oftmals das Bestimmungslandprinzip, also das BEsteuerungsrecht des Staates des Leistungsempfängers, schlagend wird.

      Danke trotzdem für die Kritik.

    • Rau
      04. September 2016 15:41

      Danke. Aber wären solche Steuerlichen Probleme nicht vorher zu lösen BEVOR man sich in Verhandlungen über TTIP usw zu stürzen. Mich irritiert auch das Wörtchen "klüger" im Titel. Irland betrügt doch seine Bürger, wenn es steuerlich derart unterschiedliche Behandlung zulässt, und Apple beim Steuerbetrug unterstützt. Nicht nur in Irland, Apple steht ja diesbezüglich auch in den USA unter Beschuss - dort drohen ca 56Mrd Nachzahlung

    • Rau
      04. September 2016 15:42

      ... in Verhandlungen stürzt... war gemeint

  3. Dr. Knölge (kein Partner)
    02. September 2016 13:25

    Ein seltenes Ereignis, aber hier widerspreche ich dem Blogmaster.
    Meiner Meinungsbildung liegen einige zugängliche Daten zugrunde, deren Wahrheitsgehalt ich nicht überprüfen kann.
    So heißt es, daß Apple in Irland auf seine in der EU gemachten Gewinne einen Steuersatz von 0,0005 Prozent bezahlt. Wenn das stimmt, handelt es sich um einen umgedrehten steuerpolitischen Exzess. Apple kann so seine gesamten hier gemachten Gewinne wegschaffen und woanders versteuern, wohl vor allem in den USA. Einer solchen, geradezu kriminellen Politik soll ich zustimmen?
    Noch dazu: Wie erkläre ich es dem Kleinbetrieb, der, sagen wir, 30% Steuern auf Gewinne zahlt, daß die Großen ihre Steuerlast auf null bringen?

  4. @unti ist ein speichellecker (kein Partner)
    02. September 2016 10:10

    Ich liebe diese artikel vom unti ohne sinn und inhalt.
    Die ust ist eine durchgangssteuer und trifft kunden aber keine unternehmen, da hat der kleine @unti nicht aufgepasst.
    Die köst in der eu passt schon, die sollte bei allen unternehmen voll und ganz in derselben höhe anfallen wie es das gesetz vorschreibt, wum also nicht auch bei apple google und co?
    Ahh ja, die sind us firmen und da ist der @unti ein ein ganz lieber lohnschreiberling, ganz im sinne der großen usa.
    Nein apple und co werden nicht aus irland abzehen, die würden anderswo auch bei regulären köst sätzen der iren mehr zahlen.
    Nur das irs der usa würde weniger bekommen und darum schreibt sich der @unti die finger wund.

    • blem-blem
      03. September 2016 00:52

      Denkste - jede Steuer trifft im Kern die Kunden, auf die die Unternehmen überwälzen. Schlimm wird es für die Unternehmen höchstens insofern, als die Kundschaft es sich nicht mehr leisten kann.

    • blem-blem
      03. September 2016 10:18

      Und nicht aufgepasst hat unser schimpfender Rohrspatz auch, was den Umsatzsteuerbetrug oder -missbrauch betrifft. Der ist sehr wohl bei Unternehmen ein für den Fiskus wichtiges Thema, selbst wenn die USt eine "Durchgangsssteuer" ist.

  5. Thomas F. (kein Partner)
    02. September 2016 10:03

    Richtig wäre es, Unternehmen überhaupt nicht zu besteuern sondern deren Eigentümer und Mitarbeiter, wenn sie die Erträge herausnehmen.
    Die Idee einer Steuer ist, dass jemand von dem, was er produziert, einen (kleinen) Teil an die Öffentlichkeit abgibt und nur den Rest selbst konsumiert. In diesem Sinne gibt es eigentlich auch keine logische Rechtfertigung für Umsatz- und Verkehrssteuern. Diese existieren, weil sie einfach einzuheben sind und schwer zu umgehen, so wie viele andere Wegelagerer-Abgaben.

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      02. September 2016 10:52

      Der wirtschaftliche Sachverstand, der hier gegen Null approximiert, lässt auf geisteswissenschaftlichen Hintergund schließen. Der Ertrag ist ziemlich leicht zu verbergen.

  6. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    02. September 2016 09:34

    Wenn Wettberwerb gut ist, dann auch - oder erst recht - bei den Steuern.

  7. Rübezahl
    01. September 2016 02:03

    Einstein wusste es schon: Alles ist relativ...

    https://www.youtube.com/watch?v=XAGFo5rylzo

  8. Anton Volpini
    31. August 2016 15:34

    Die EU Kommission gegen Apple und Irland? Eine spannende Sache!

    Vordergründig geht es um die vielgescholtene Steuervermeidung, doch wie Dr. Unterberger eindrucksvoll und sachkundig darlegt, steckt im Detail viel mehr dahinter.

    Zuerst einmal geht es um die Souveränität des Staates Irlands, der sein Geschäftsmodell auf die veränderten Unternehmensstrukturen in einem global funktionierendem Wirtschaftssystem (weltweite EDV Vernetzung hat es möglich gemacht) umstellte. Irland hat diese Umstellung öffentlich sichtbar, für jeden erklärbar, und anderen konkurrierenden Volkswirtschaften gegenüber nachvollziehbar gemacht, während Luxenburg zum Beispiel im selben Zeitraum einen anderen Weg mit ähnlicher Zielfokusierung gegangen ist.

    Dann ist es nicht klar, was der Bescheid der EU Kommission rechtlich eigentlich darstellt. Ein Steuerbescheid kann es wohl nicht sein, da die Europäische Union keine Nationalstaaten übergreifende und eingreifende Steurbehörde hat, so sie überhaupt eine hat.
    Sollte es einen Strafbescheid darstellen, dann wirft das wiederum mehr neue Fragen auf, als derzeit in der EU Erklärung nur ansatzweise angedeutet ist.

    Das spannenste dabei aber ist die in nächster Zeit zu erwartende und notwendig gewordene Veränderung der staatlichen Leistungsverrechnungssysteme an individuelle Unternehmungen. Unternehmen, die global funktionieren, werden durch die bisherigen Steuerermittlungssysteme nicht mehr komplett eingefangen werden können.
    Wirtschaftliche Entwicklungen sind jenen der Staaten, und damit den staatlichen Strukturen, immer voraus, und immer voraus gewesen. Dieser Konflikt macht das sehr deutlich.
    Es wird daher spannend sein zu beobachten, welche der staatlichen Kräfte sich durchsetzen wird. Die der zeitgemäßen und zukunftsweisenden Kräfte Irlands, oder jene der beharrenden und in der Planwirtschaft endenen Kräfte der Europäischen Kommission.

    • Erich Bauer
      01. September 2016 09:02

      Da die Europäische Kommission Irland aufgefordert hat vom Apple Konzern Steuernachzahlungen von bis zu 13 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen zu verlangen, könnte Irland wie folgt vorgehen:

      Irland verlangt von der Kommission die Auszahlung von 13 Milliarden Euro. Nach erfolgter Auszahlung tritt Irland die „aufgebrummte“ Forderung an die Kommission ab. Der zuständige Kommissar erscheint nun – ohne Vorankündigung – im Apple Büro und knallt dem Buchhalter die Forderungsabtretung auf den Tisch!

      Okay, Irland muss halt auf die „zuzüglich Zinsen“, zugunsten der Kommission, verzichten…

  9. kultermann
    31. August 2016 14:17

    bitte meinen Schreibfehler zu entschuldigen, meine Korrekturleserin war gerade am Klo.

  10. kultermann
    31. August 2016 14:15

    @rau @ pennpatrik @kritiklos
    es gibt in AUT immer Anlass die Steuerpolitik zu kritisieren und Verbesserungsvorschläge zu machen. Zunächst sollte man jedoch die politisch dafür Verantwortlichen dazu bringen, falsche Ausgaben zu korrigieren. Ein kleines Bespiel dazu: für einen Flüchtling kostet uns täglich 150,00 Euro. In 365 Tagen kosten uns 91.324 Flüchtlinge rund 5.000.000.000 Euro (in Worten fünf Milliarden Euro). Wenn wir 9.132, die unkontrolliert und unberechtigt ins Land gekommen sind, schleunigst zurückschicken würden, hätten wir 500.000.000 Euro (fünfhundert Millionen) eingespart (jährlich!)

  11. franz-josef
    31. August 2016 13:01

    OT:
    Zu den kürzlich von Kopp aufgeworfenen Fragen und eindeutigen Antworten einiger informierter User nun eine mögliche Lösung des nächtlichen Flieger-Rätsels:

    Eine Gruppe, die weder im Easy-System noch bei den erfassten Asylanträgen auftaucht, sind die etwa 40.000 syrischen Kontingentflüchtlinge: Sie stellen keinen Asylantrag, sondern werden direkt nach Deutschland geflogen, nachdem ihre Schutzbedürftigkeit schon vor Ort festgestellt wurde.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article157887857/300-000-Asylsuchende-Weises-zweifelhafte-Schaetzung.html

  12. socrates
    31. August 2016 11:38

    Die neoliberale Sauwirtschaft!
    In den Medien wird die Espressokette AIDA angegriffen, weil ihre Mitarbeiterinnen Kleidung mit Aufschriften wie "Punschkrapfer!", "Cremeschnitte", ... tragen müssen. Am Tatort fragte ich nach "Punschkrapfer" und betrachtete die Serviererinnen genau aber vergeblich. Die Meldung war falsch, die Serviererinnen wollten solche Leiberl tragen und bekamen sie auf Wunsch, so wie ich meine BVA-Softleiberln auf der Rehab billig bekam. Bis in die Aida hat es kein Schreiberling geschafft, sie schießen aus der Hüfte.
    Dafür erfuhr ich, daß es 40 Filialen gibt und die gesamten Steuerausgaben für alle zusammen < 20€ pro Jahr ausmachen. Eines meiner Lieblingskaffee's in Ottakring, das RITTER, geht gerade ein weil zu unrentabel ist, obwohl der Chef Idealist ist und es eines der letzten alten echten Wiener Kaffees ist. Das Gejammer der Angsti's vor der Enteignung der Steuerverweigerer gellt mir bereits in den Ohren. Geschickt muß man sein, nur Dumme und schlecht organisierte zahlen Steuer.

  13. Josef Maierhofer
    31. August 2016 10:45

    Orwell wird nicht nur Realität, er wird sogar übertroffen von unserem 'Musterknaben (und KnäbInnen).

    Natürlich machen die Iren das Richtige und die EU das Falsche.

    Ist diese EU eigentlich gegen die Europäer ? Ich sage, pfui Teufel, denn leider stimmte es. Die Linken gehören aus der EU hinausgewählt und solche Parteien gewählt, deren Heimat Europa ist und den an den europäischen Bürgern was liegt, nicht an den 'Eliten', die einen Blödsinn nach dem anderen machen.

    Na, und was wollen unsere 'Eliten' ? Maschinensteuer, Abschaffung des Pressefoyers, Erhöhung der Lohnnebenkosten direkt und indirekt, usw., usf. statt Reformen der Verwaltung, des Förderwesens, der 'Doppelgeleisigkeiten' im Föderalismus, Steuersenkungen, Budgetdisziplin (ich kann doch nicht mehr ausgeben als ich einnehme), Straffung der Gremien, Abbau der Prvilegien, Durchforstung der Gesetze, usw. usf., Arbeit genug, die leider nicht gemacht wird, es wird alles einer FPÖ Regierung zugeschoben,

    Ich glaube, die wird trotzdem kommen, denn so blöd lassen sich die Menschen hier nicht mehr machen.

    Wann lernt dieser 'Eliten- und Privilegienmoloch' endlich sparen und denken, was muss noch alles passieren ?

  14. Tullius Augustus
    • teifl eini!
      31. August 2016 09:43

      wie ich schon in meinem Posting geschrieben habe:

      man müsste auch Irland, Luxemburg (Juncker!) und Co. bestrafen.

  15. Bob
    31. August 2016 09:10

    Die EU arbeitet fleißig daran sich selbst aufzulösen.

  16. logiker2
    • teifl eini!
      31. August 2016 14:19

      wenn Tim Cooks Aussagen stimmen, dann gab es also gar keinen Extra-Deal mit Irland. Viele andere Unternehmen haben dann wohl den gleichen Weg wie Apple gewählt.

      Das von der EU gesetzte Exempel ist somit in dreierlei Weise ein absoluter Wahnsinn:

      1. wurde die Souveränität Irlands mit Füßen getreten, 2. wurden internationale Abkommen für obsolet erklärt und 3. lässt man die anderen Unternehmen unbehelligt.

      Ein Meilenstein am Weg von der liberalen Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit zur totalitären Willkür.

  17. Erich Bauer
    31. August 2016 08:19

    Bald schon wird es in der EU die Probleme mit der Steuerhinterziehung nicht mehr geben... wenn das Bargeld abgeschafft und jeder EU-Mensch "gechipt" ist.

    „Und es (= das Tier) bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Knechte, dass sie ein ‚Malzeichen’ annehmen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn; und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres, denn es ist eine Menschen Zahl; und seine Zahl ist 666.“ (Offenbarung 13, 16-18)

    Wenn dann eine Steuerschuld festgestellt ist... schwuppdiwupp; und schon wird der Chip "runtergefahren".

    • franz-josef
      31. August 2016 11:17

      Vor ca zwei Jahren berichteten einige Medien,daß sich in Dänemark zahlreiche Menschen einen Identitäts-Chip implantieren ließen. Seither hat man nichts mehr darüber gehört

    • Erich Bauer
      31. August 2016 11:59

      Doch hat man sehr wohl gehört. Auch in Schweden wurden 800 Probanden damit ausgerüstet. Sämtliche Versuchskarnickel zeigten sich begeistert. Sehr viele Zeitgenossen - mehr als man ahnen mag - haben schon einen evolutionären Vorsprung. Insbesondere das LinksGrüne Pack, in der Ausgeburt des "Neuen Menschen"... Und diese Golems* freuen sich schon wie junge Zicklein auf "Die schöne neue Welt".

      *Der Golem ist ab dem frühen Mittelalter in Mitteleuropa die Bezeichnung für eine Figur der jüdischen Literatur und Mystik. Dabei handelt es sich um ein von Weisen mittels Buchstabenmystik aus Lehm gebildetes stummes menschenähnliches Wesen...

    • franz-josef
      31. August 2016 12:59

      ErichBauer
      danke für Ihre Information.
      (Rhetorische )Frage: Wieso überschlagen sich nicht sämtliche Medien mit empörten Berichten über diese Vergewaltigung der verblödeten Massen?

  18. Pennpatrik
    31. August 2016 08:05

    - Grenzüberschreitende interne Verrechnungspreise zum Zweck der Gewinnverschiebung ins nieder besteuernde Ausland:

    Grenzüberschreitende interne Verrechnungspreise können aufgrund der österreichischen Gesetzeslage nur noch Großunternehmen verwenden (die verrechnende Firma muss Angestellte haben, was bei einer Lizenzabteilung von Siemens oder der Deutschen Bahn (sic!) locker geht, bei einem 1-Mann-Softwarehaus natürlich nicht.
    Das stellt natürlich eine Förderung von Großunternehmen dar (25% weniger Gewinnsteuern!).

    Zurückbezahlte Steuern (und damit eine niedrigere Besteuerung), die man halt "Förderung" nennt.

    Es gibt über 160 Förderungsmodelle.
    Wenn sich das 1-Mann-Softwarehaus damit beschäftigt, sagen wir mal - 4 Stunden (was natürlich zu gering angesetzt ist) mit jeder Förderung, sind das 640 Stunden nur um sich schlau zu machen.
    Da sich auch das nur Großunternehmen leisten können, ist es letztlich auch nur eine Förderung von Großunternehmen.

    Das Kernproblem (sic!) ist doch, dass der Staat mit einer der höchsten Steuerbelastungen weltweit nicht auskommt.
    Ansonsten könnte er sich von Umsatzsteuer und Lohnsteuer erhalten.
    Wahrscheinlich könnte bei einem schlanken Staat auf die Einhebung aller anderen Steuern verzichtet werden.
    Sicherlich könnte er auf das Klein-Klein (Pfusch bei Häuslbauern oder Kassa bei Knopf- und Zwirngeschäften) verzichten, was ja wohl die teuerste Art der Steuereintreibung darstellt.

    Die Einnahmen aus "Sonstigen Steuern" machen bei 97 Milliarden gerade mal 2 Milliarden aus.
    Die Erhöhungen der Steuereinnahmen von 2012 - 2015 machten 3,6%, 3,1% und 4,1%. Bei Inflationsraten um die 1%, bei Pensionserhöhungen von heuer 0,8%.
    Quelle: Statistisches Zentralamt.

    Straßenräuber.

    • teifl eini!
      31. August 2016 09:35

      richtig: Steueroptimierung und das Anzapfen von Fördertöpfen können sich nur Große leisten.

      Auch die Einhaltung aller Vorschriften ist nur mehr von den Großen administrierbar. Beispiel: Basel III killt gerade unsere Regionalbanken.

      Man beachte die Leistungs- und Strukturstatistik nach Beschäftigten 2014 (Stat. Austria):
      97,99% der öst. Unternehmen beschäftigen weniger als 50 Mitarbeiter. Insgesamt arbeiten 48,5% aller Beschäftigten in diesen Kleinunternehmen.

      Studien zeigen: eine ausgeprägte KMU-Wirtschaft ist der Garant für mehr Stabilität.

      Preisfrage: für wen aber machen die rot-schwarze Koalition und Brüssel Politik?

  19. teifl eini!
    31. August 2016 07:32

    Es ist völlig richtig, was A.U. über die Lokalisierbarkeit der Wertschöpfung schreibt: eine furchtbar komplizierte Sache, gerade im Bereich Lizenzgebühren und Programmierleistungen. Wer jemals mit dem Thema Verrechnungspreise, den BEPS oder dem OECD-Musterabkommen zu tun hatte, kann ein Lied davon singen.

    Was mich an der Strafe stört: zu einem Deal gehören immer zwei. Entweder war der Deal illegal oder nicht, dann müsste die EU konsequenterweise auch Irland bzw. deren Regierung bestrafen, denn es wurden ja andere Staaten, die keine solchen Deals machen, indirekt betrogen.

    Das wird aber niemals passieren, solange ein gewisser Herr Juncker der Kommission vorsteht, der in seiner Zeit als Luxemburger Premier eine ganze Reihe von Deals abgeschlossen hat bzw. zuließ.

    Doch was macht so einen "Deal" überhaupt aus? Ich würde alles als Deal bezeichnen, was an den lokalen Gesetzen vorbei "vereinbart" wird:

    - Das kann das Durchwinken bei einer Betriebsprüfung sein,
    - das stillschweigende Übereinkommen, dass es nie zu einer Betriebsprüfung kommen wird oder
    - eine Vereinbarung, dass die Körperschaftsteuer zu 6/7 refundiert wird (wie es Malta macht)

    Ich finde Deals aus mehreren Gründen verwerflich:

    1. es wird einem Großen ein Steuervorteil gewährt, den der kleine Trafikant oder der Hotelier niemals bekommen werden.

    2. Deals riechen streng nach Korruption: ein Finanzbeamter, Politiker oder eine Partei wird schon ein Kuvert, eine Spende bekommen haben.

    3. Steuerwettbewerb ist gut aber er sollte mit offenem Visier ausgetragen werden. Der Steuerbelastungsvergleich ist schon so mühsam genug, denn es reicht nicht aus - wie naive Politiker meinen - einfach nur den KöSt-Satz zu vergleichen. Die großen Unterschiede liegen in der Ermittlung der Steuerbemessungsgrundlage, dem Gewinn. Wenn darüberhinaus aber auch noch geheime Deals möglich sind, die vielleicht nur Mitgliedern obskurer Geheimverbindungen offen stehen, wie soll dann ein expandierendes Unternehmen bei der Standortwahl entscheiden?

    PS: die Umsatzsteuer zu erhöhen, hätte noch weitere Vorteile. Da sie aber nicht progressiv wirkt, sind Sozialisten immer gegen deren Erhöhung.

    Fairerweise muss erwähnt sein, dass die Staaten jährlich Milliardenbeträge durch Umsatzsteuerbetrug verlieren. So einfach ist es mit der USt nämlich auch nicht, wie A.U. meint. Schellings Vorstoß einer Ausweitung des Reverse Charge-Systems wurde von der EU abgeschmettert. Das hätte dem Karussellbetrug einen Riegel vorgeschoben.

    • Rau
      31. August 2016 09:42

      Der Steuerwettbewerb ist nicht gut, wenn er dazu führt, dass sich Massen von Menschen in Bewegung setzen in Richtung sogenannter "Hochsteuerländer" in denen seltsamerweise aber die Wertschöpfung entsteht. Gekauft wird hier immer noch mehr, als in Osteuropa.
      Noch wohlgemerkt, da sich die Kaufkraft auch hier negativ entwickelt. Eine Erhöhung der Umsatzsteuer verschärft diese Situation. Dem Ziel, Konzerne vermehrt in die Steuerpflicht zu nehmen dient sie nicht. Dafür sind andere Lösungen zu finden.
      Grundsätzlich gilt aber, dass Steuern vor allem dort schlagend werden sollten, wo auch die Gewinne sind.

    • teifl eini!
      31. August 2016 09:56

      @ Rau

      Steuerwettbewerb sorgt dafür, dass die Steuern eben NICHT zu hoch werden. Was wiederum dafür sorgt, dass der Wohlfahrtsstaat nicht völlig ausufert. Und das reduziert den Pull-Faktor der Immigration. Gut, nicht?

      Na klar, MUSS eine Erhöhung der USt immer mit entsprechenden Entlastungen bei anderen Steuern einher gehen. Kürzt man ESt und KöSt, zieht das Unternehmen an. Wie die Einführung der Gruppenbesteuerung in Ö. gezeigt hat.

    • Rau
      31. August 2016 10:05

      Nur am "Pullfaktor" zu drehen ist aber einseitig, wenn man nicht auch den "Pushfaktor" im Auge behält. Wenn Wanderung nur dadurch zum Stillstand kommt, weil es ausser in den Kassen der Grossunternehmen nirgends mehr klingelt, dann scheint mir das nicht so gut.

      Dabei sorge ich mich aber nicht darum, dass der Verkauf von Luxusgütern stocken könnte.

    • teifl eini!
      31. August 2016 10:22

      @ Rau - zur Besteuerung der Gewinne

      Was Sie vorschlagen, klingt so einfach. Ist es aber nicht. Denn genau darin liegt die von A.U. erwähnte Krux: Wo bzw. wodurch entstehen die Gewinne?

      Was ist die Ursache für den Gewinn von Apple? Design, Image, Funktionalität, Qualität, niedrige Produktionskosten, das Management, der Vertrieb in Europa, der Call Center?

      Oder dass Steve Jobs das Potenzial des iPhones erkannt hat?

      Alles trägt zum Gewinn bei. Der Beitrag lässt sich jedoch nie wissenschaftlich genau quantifizieren. Grund? Weil Kosten und der eigentliche Wert des Beitrages zwei Paar Schuhe sind.

      Tipp: erstellen Sie mal eine Funktions-Risiko-Matrix und Sie wissen, was gemeint ist .

    • teifl eini!
      31. August 2016 10:29

      @ Rau - zum Pushfaktor

      wenn man die Pushfaktoren Krieg, Totalitarismus, Islamismus, Korruption, mangelnde Rechtsstaatlichkeit "abdrehen" könnte, dann könnten die Menschen auch wieder besser für sich selber sorgen, sprich frei miteinander handeln, sparen, gründen, investieren ...

      Das waren im Übrigen auch die wesentlichen Gründe für die Schaffung unseres Wohlstandes.

    • Rau
      31. August 2016 10:38

      Wieso - Hr Dr Unterberger schreibt doch, dass sich eines ganz genau feststellen lässt, nämlich der Verbrauch) Verkauf. Bluten dafür will er aber nur den Konsumenten lassen.

      Was Sie beschreiben, Creativität, Design, Produktion usw. zählt doch nicht zu den Gewinnen. Das sind doch Investitionen in Ideen, in Programmierer in Mitarbeiter in der Erwartung ein Produkt herzustellen, mit dem man dann eben Gewinne macht, mit denen dann nach Abzug der Steuern weitere Investitionen getätigt werden, so welche überhaupt gezahlt werden. Genau da liegt doch die Krux, dass sich kleinere Unternehmen dem nicht entziehen können. Ich versteh jetzt gar nix mehr

    • teifl eini!
      31. August 2016 10:53

      zum Verbrauch bzw. der USt:

      Dass die USt vom Endkunden getragen wird, ist keine Forderung von A.U. sondern das Wesen des Umsatzsteuersystems. Das Unternehmen liefert die USt für den Kunden an das Finanzamt ab.

      In der Lieferantenkette fällt unter dem Strich keine USt an, da sich jeder Unternehmer die an Lieferanten bezahlte USt als Vorsteuer wieder vom Finanzamt zurückholt.

      Das hat allerdings nichts mit dem Gewinn zu tun. Denn auch die Löhne schmälern den Gewinn und für diese gibt es keinen Vorsteuerabzug. USt und KöSt sind zwei völlig verschiedene Welten.

    • teifl eini!
      31. August 2016 11:12

      zu den Gewinnen:

      Kreativität, Qualität und Co. sind nicht "Teil des Gewinns" sondern seine URSACHE und das kostet.

      Wenn man die Gewinne "dort besteuern will, wo sie entstehen", dann muss man herausfinden, wo die Quellen der Gewinnentstehung situiert sind.

      Apple erfindet Produkte, Betriebssysteme und managt das ganze; in den USA. Ein chin. Produzent baut die iPhones und liefert sie nach Europa zum Verkauf.

      Wie würden Sie nun den Beitrag, den jeder Standort geleistet hat, aufteilen? Auf Basis der Kosten? Falsch, das entspricht nicht dem wahren Wert des Beitrags. Die Kosten der Entwicklung sind viel geringer als die der Produktion, deren Wert jedoch ist unermesslich höher.

    • teifl eini!
      31. August 2016 11:25

      @ Rau - ganz generell

      Wenn Sie mich fragen, dürfte man die Gewinne auf Ebene der Gesellschaften überhaupt nicht besteuern. Dann hat sich nämlich das Problem erledigt.

      Theoretisch müsste man weltweit die Körperschaftsteuern abschaffen und stattdessen die Gewinn-AUSSCHÜTTUNGEN an natürliche Personen der normalen Einkommensteuer unterziehen. Denn nur die Dividenden stehen letztlich dem Aktionär zur Verfügung, sofern er nicht die Aktien versilbert.

      Das wäre auch DIE Investitionsförderung, denn die nicht ausgeschütteten Gewinne können von der Gesellschaft sofort reinvestiert werden. In Ö wäre das genau 1/3 mehr als mit KöSt.

    • Rau
      31. August 2016 11:47

      Naiv geantwortet: in China zahlen sie gar keine Steuern, dafür bringt Apple die Menschen ja in Lohn und Brot (Produktionskosten). In den USA haben sie das Know how schaffen aber keine Jobs, dafür existiert ein grosser Markt, genauso wie hier in Europa. Jobs schafft Apple hier auch nicht, also sind Steuern einzuheben. Unternehmen die beides tun, Investieren und Jobs schaffen am selben Standort sind zu entlasten. Mein Vorschlag, ist aber sehr vereinfachend.
      Jedenfalls gilt, wenn Löhne als Gewinnschmälerung gesehen werden, dann muss man den Menschen was anderes in die Hand geben, womit sie den ganzen Ramsch kaufen, und dafür auch Verbrauchsteuern berappen sollen

    • Rau
      31. August 2016 12:01

      Nochwas, das Know how gerade in diesem Bereich allein in Amerika zu verorten ist ohnehin zu vereinfachend gedacht. Da steckt die Arbeit findiger Menschen auf der ganzen Welt, auch in Europa darin. Steve Jobs wird da zuviel der Ehre angetan, aber das ist eine andere Geschichte

    • teifl eini!
      31. August 2016 13:22

      1. Das Beispiel habe ich angesichts der Zeichenrestriktion so einfach wie möglich gehalten. Klar bezieht Apple WELTWEIT Leistungen. Das macht die Sache nicht einfacher ...

      2. Dass Apple in den USA "keine Jobs" schafft, meinen Sie nicht ernst, oder? Direkt bei Apple Inc. beschäftigt sind in den USA über 60.000, in Europa über 20.000 bzw. weltweit ca. 120.000. Ganz zu schweigen von den 100.000en indirekten Jobs.

      3. Selbstverständlich sind Löhne Teil der Kosten und schmälern den Gewinn. Will Ihnen nicht nahe treten aber von Wirtschaft wissen Sie nicht viel, oder? Ist auch keine Schande. Aber Ihnen sollte klar sein, dass man dann auch nicht wirklich konstruktive Vorschläge liefern kann, nicht?

    • teifl eini!
      31. August 2016 13:36

      noch was zu Löhnen und Gewinn:

      Die Konsumenten zahlen für das Produkt ihrer Wahl. Der Staat zwackt davon gleich mal die USt ab. Mit dem Nettoumsatz muss der Unternehmer Bruttolöhne, Lohnnebenkosten, sämtliche Vorleistungen der Zulieferer, Zinsen und jede Menge Steuern bezahlen.

      Was dann noch übrig bleibt, ist der Gewinn. Bevorzugt der Konsument Konkurrenzprodukte, entstehen Verluste und der Unternehmer muss sich anpassen oder geht Pleite.

      Merken sie was? Letztlich bezahlen die Konsumenten die Arbeiter. Gewinn und Verlust zeigen dem Unternehmer an, ob er in der Lage ist, Kundenwünsche zu bedienen.

      By the way: Hat der Sozialismus je Kundenwünsche bedient und die Mittel effektiv eingesetzt?

    • Rau
      31. August 2016 14:12

      Sie haben gesagt, dass die Produktionskosten am meisten wiegen, also fallen in China die grössten Kosten an und im Verhältnis dazu kleinere Umsätze. Klar schafft Apple auch Jobs beim Media markt der die Rechner vertickt. Wie würden Sie die Steuerlast verteilen nach Ihrem Beispiel. Mehrwertsteuer rauf, wie soll das die Grossen treffen? Das will mir nicht in den Schädel.

    • teifl eini!
      31. August 2016 14:42

      Die Umsatzsteuer trifft große wie kleine Unternehmen gleich: nämlich gar nicht, weil der Kunde die USt trägt. Allerdings würde eine allgemeine Erhöhung des USt-Satzes zu einer gewissen Reduktion des Konsums insgesamt führen. Je nach Präferenzen der Konsumenten trifft das die Unternehmer völlig unterschiedlich (je nach Elastizität der Nachfrage).

      Es geht hier aber um die Gewinnbesteuerung. Wie schon gesagt, THEORETISCH würde ich diese weltweit abschaffen und stattdessen die Dividendenzahlungen an den Aktionär dem normalen ESt-Tarif unterwerfen, weltweit. In Verbindung mit einem höheren USt-Satz wäre könnte man das sicherlich aufkommensneutral gestalten.

  20. FranzAnton
    31. August 2016 06:03

    Der Mehrwertsteuer kann ein Kunde sich kaum entziehen, und sie tifft alle Menschen, arme und wohlhabende, mit demselben Prozentsatz, was von Linksdenkern als unfair empfunden wird. Sie ist aber eine simple Steuer, welche viel einfacher zu administrieren wäre als der aktuelle Paragraphenmoloch, der auch von den meisten Steuerbeamten nicht en detail durchblickt wird. Eine Umstellung könnte also Beamtenposten "verüberflüssigen".

    • Rau
      31. August 2016 10:15

      Das IST unfair, net nur unter der Voraussetzung, dass man/frau/X*_Innin ein Linker ist.

    • Gandalf
      31. August 2016 11:40

      @ Rau:
      Seltsame Argumentation: "Das ist so, weil ich es sage": deswegen wird es aber nicht richtiger. Die Mehrwertsteuer ist vielmehr die einzige gerechte Steuer: Wer mehr konsumiert, zahlt eben auch mehr, und das ist gut so; die armen Grossmütterchen und ihr Hundefutter kann man ja mit einem ermässigten Steuersatz begünstigen, sodass weder sie selber noch ihre kleinen Lieblinge Hunger leiden müssen; so schaut's aus. Hier gehts nicht um Linker oder Rechter, sondern ums Verstehen.

    • Rau
      31. August 2016 12:20

      Nur geht's hier nicht um die Mehrwertsteuer per se, sondern dass sie als Lösung für ein Problem herhalten soll, für das sie schlicht und einfach nicht die Lösung ist, sondern einmal mehr das Abwälzen von Kosten auf den ohnehin schon geschundenen Steuerzahler im Land, wo nicht nur das Grossmütterchen mit ihren Ausgaben fürs Hundefutter dazuzählt.

  21. Rau
    31. August 2016 02:02

    Wieso soll Apple ihre überteuerten Edelrechner schwarz verkaufen. Beim Verkauf fällt doch nur die Mehrwertsteuer an, die sowieso der Konsument zusätzlich zum teuren Preis drauflegen muss. Der kann sich der Steuerpflicht nicht entledigen, wie ein grosser Konzern über Steuertricks. Seit wann trifft man mit der Mehrwertsteuer die Unternehmen, schon gar die grossen? Möglicherweise bin ich blöd?!

    Grundsätzlich bin ich aber dafür Verbrauchsteuern zu erhöhen und Steuern auf Leistung zu streichen. Solche Steuern sind doch einfach nur Raub!

    Nebenbei Computer zählen nicht unbedingt zu den Dingen, bei denen es einen grossen Schwarzmarkt gibt.

    • Rau
      31. August 2016 02:08

      Nebenbei, wir haben schon auch eine Wanderungsbewegung von Ost nach West, was ein wenig befremdet, dass die Klügeren zu den Dümmeren wandern.

    • Pennpatrik
      31. August 2016 08:11

      @Rau
      Ich vermute, dass wir bereits "von der Substanz" leben. Die massive Verschuldung - und die Gelddruckerei ist nichts anderes - geht natürlich zu Lasen der "Geld besitzenden".
      Die Folgen konnten wir in Zypern beobachten.

      Wer immer sein Vermögen (Eigentum) versilbert und sich in eine Mietabhängigkeit gibt, verliert, obwohl er sich ad hoc mehr leisten kann. Sale and lease back ist so eine geniale Konstruktion für Defraudanten, was sich daran zeigt, dass das viele Unternehmen machen, denen es nicht gut geht.
      Die öffentliche Hand - an vorderster Front die Gemeinde Wien - hat auf diese Art unglaubliche Kosten auf künftige Generationen abgewälzt.
      Defraudanten halt.

    • Pennpatrik
      31. August 2016 08:16

      @Rau 2.Teil
      Dadurch entsteht der Eindruck, dass es uns ganz großartig geht.

      Jeder Unternehmer weiß aber, dass dem Vermögen die Schulden gegenübergestellt werden müssen. Erst dann weiß er, was er wirklich besitzt.

      Derzeit wird eine Menge Geld rausgeschmissen, das wir nicht haben. Die Versorgung der "Schutzsuchenden" ist nur über zusätzliche Verschuldungen und höhere Steuern möglich.
      Eine katastrophale Entwicklung - auch in den Herkunftsländern. Wer versorgt die Rumänen, wenn Rumänische Ärzte zu uns kommen (EU-internes Problem)? Wer versorgt die Syrer, wenn die Syrische Intelligenz abwandert?
      Eigentlich ist das ein zweiter Krieg, den wir gegen den arabischen Raum führen ...

    • Pennpatrik
      31. August 2016 08:19

      @Rau
      Ich wollte mit meiner Antwort aufzeigen, dass die Leute zu uns kommen, nicht, weil wir klüger sind, sondern weil ihnen bei uns das Geld in den Hintern geblasen wird, was sich der Staat nur leisten kann, wenn er die Bevölkerung enteignet (in diesem Fall über Verschuldung).

  22. kritikos
    31. August 2016 01:34

    Warum Österreicher nicht so klug sind wie Iren etc. ist wohl einleuchtend. Wir haben einen Bundeskanzler, der einen Defizitbetrieb lange "erfolgreich" geleitet hat, und eine Vizekanzler, der sein wirtschaftliches Tun in einer Bürokratieagentur gelernt hat. Ich weiß, da waren vor diesen Herren andere am Ruder, aber die waren ja nicht besser wirtschaftlich fundiert. Tu Felix Austria ..., na das geht jetzt nicht mehr. Sollte man nicht Soros-Ur György austrianisieren versuchen?





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung