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An der Türkei ein Beispiel nehmen

Die Türkei hat eine bisher vom „Islamischen Staat“ kontrollierte Stadt in Syrien binnen weniger Stunden offenbar kampflos erobert. Der Grund der türkischen Invasion ist aber keineswegs eine plötzliche Aversion Ankaras gegen den „Islamischen Staat“; dieses grauenerregende Mörderregime hätte im Gegenteil gar nicht jahrelang solchen Erfolg haben können, wenn es nicht gut funktionierende Nachschub-Stränge (Dschihadistenimport, Ölexport, Waffenimport) über die Türkei gehabt hätte. Aber unabhängig von der IS-Frage könnte Europa von der Türkei und ihrem Vorgehen diesmal auch ganz Wichtiges lernen.

Aber zuerst zum türkisch-syrischen Konflikt. Machthaber Erdogan hatte ganz offensichtlich eine Zeitlang den IS direkt, wenn auch geheim unterstützt. Bewegt er sich doch selber immer mehr auf einen sunnitischen Fundamentalismus zu. Ihm ist zwar nie etwas so Radikales vorgeschwebt  wie die IS-Realität. Aber gestört hat ihn diese erst, als die Türkei selbst Opfer von IS-Terroranschlägen geworden ist. Das war Erdogan dann doch zuviel. Er hat die Unterstützung für den IS beendet, weshalb dieser umgehend in existenzielle Probleme geraten ist.

Aber der Einmarsch in Syrien ist dennoch nicht eine plötzliche türkische Kampfansage an den IS. Er war vielmehr einzig von der in der Türkei derzeit alles dominierenden Panik getrieben, dass sonst die syrischen Kurden diese Stadt erobern würden, die ja vom geschwächten IS schon weitgehend verlassen war. Denen wollte man einfach zuvorkommen.

Aber selbst wenn die türkische Behauptung stimmen würde, es ginge nur gegen den IS, ist die Invasion ein dramatischer Wendepunkt. Denn die Türkei hat damit erstmals und als erster Staat direkt am Boden mit ihren Panzern in den syrischen Bürgerkrieg eingegriffen. Dieser ist damit endgültig zu einem Krieg mit mehreren involvierten Staaten geworden. Auch wenn jede Seite ausländische Verbündete hat, ist das ein absoluter Qualitätssprung in diesem Konflikt. Und das noch dazu ohne wirkliche Not und Notwendigkeit. Die Türken sind vielen Anzeichen nach auch einmarschiert, um auf längere Sicht zu bleiben – oder gar weiterzumarschieren.

Das ist Imperialismus pur. Denn nach allen Regeln des internationalen Rechts müsste es der Türkei egal sein, wer eine bestimmte Stadt in einem fremden Land kontrolliert, solange sie nicht von dort angegriffen wird.

Dennoch haben die USA den türkischen Vorstoß ziemlich direkt unterstützt; sie haben die (von ihnen bewaffneten) Kurden unter Druck gesetzt, sich nach Osten zurückzuziehen. Sie wollen offensichtlich trotz ihrer Unterstützung für die Kurden als seriöseste und militärisch effizienteste Gruppierung gleichzeitig an ihrem bisherigen Alliierten in Ankara festhalten.

Nur Syriens Regierung selbst und Russland haben bisher irgendwie gegen die türkische Aktion protestiert. Aber auch sie haben das nicht gerade mit der höchsten Stufe diplomatischer Erregung getan. Alle anderen Länder haben bisher überhaupt geschwiegen. Frankreichs sozialistischer Staatspräsident hat sie sogar ausdrücklich begrüßt.

Diese Vorgänge sind gleich aus drei Gründen interessant:

  • Viel deutet daraufhin, dass jetzt endlich auch etliche Beteiligte zu erkennen beginnen: Eine baldige friedliche Beendigung des grausamen Krieges wird nur dann möglich sein, wenn es zu einer echten Teilung Syriens kommt. Als ich vor drei Jahren eine solche Teilung bei einer Begegnung mit österreichischen und internationalen Diplomaten und Militärs empfohlen hatte, bin ich als unzurechnungsfähiger Utopist abgeschasselt worden. Jetzt, einige Hunderttausend Opfer später, bekommt der Gedanke zunehmend Unterstützung. Denn die einzige Alternative zu einer Teilung – die dann in der verwirrenden nahöstlichen Welt auch bald wieder neue Freundschaften bedeuten könnte – heißt: Noch ein paar Hunderttausend Tote und Verstümmelte mehr.
    Es ginge de facto um eine Teilung Syriens in
    -         einen alewitisch-christlich-schiitisch-proiranisch-prorussischen Assad-Teil;
    -         einen proamerikanischen kurdisch-nationalen Teil mit relativ liberaler Einstellung;
    -         und einen sunnitisch-protürkischen Teil mit sowohl laizistischen wie auch sehr fundamentalistischen Elementen (die Differenzen zwischen diesen Elementen könnten sogar zu einer weiteren, zusätzlichen Teilung führen).
  • Es zeigt sich, dass die Annäherung zwischen Ankara und Moskau, die in den letzten Tagen mancherorts besorgt befürchtet worden ist, nicht wirklich stattgefunden hat. Die beiden autoritären Mächte haben offensichtlich zu viele Differenzen in Ideologie und Interessen. Das kann man mit Erleichterung registrieren. Aber dennoch scheint ebenso klar, dass für die Türkei längst nicht mehr der Sturz des Moskaufreundes Assad in Damaskus, sondern die Kurden zur Hauptpriorität in Syrien geworden sind, die den Russen wieder völlig wurscht sind.
  • Dass ausgerechnet Moskau zumindest formell gegen den türkischen Vorstoß protestiert, ist pikant. Ist Moskau selbst doch das einzige Land auf der Welt, das in den letzten Jahren neben der Türkei den Boden fremder Staaten militärisch erobert hat (man könnte auch noch China mit seinen Aktionen gegen unbemannte, aber in Hinblick auf Bodenschätze interessante Inseln im Meer als weiteres Land auf diese Liste nehmen).

Aus diesen Vorgängen sollte aber auch Europa dringend etliches lernen. Es ist für die EU die letzte Chance, zur relevanten außenpolitischen Akteurin zu werden. Die EU gibt ja immer vor, eigentlich eine Weltmacht sein zu wollen. Jetzt hätte sie die Chance.

  1. Erstens sollte sich auch Europa endlich so wie der Rest der Welt Freunde im künftigen geteilten Syrien suchen und nicht weiter wirklichkeitsfremden Utopien von einem einheitlichen demokratischen Syrien nachhängen.
  2. Zweitens könnten bei einer solchen Teilung alle nach Europa geflüchteten Syrer in ihr Land – freilich oft nicht in ihre Heimatstadt – zurückkehren. Sie könnten auch gegen ihren Willen zu einer Rückkehr in jenen Landesteil aufgefordert werden, welchem sie sich geistig (was meist bedeutet: religiös oder ethnisch) verbunden fühlen.
  3. Drittens sollte Europa endlich auch insofern in der realen Welt ankommen, als spätestens das syrische Exempel gezeigt hat, dass auch alle anderen Großgebilde – Russland, die Türkei, China, die USA – außerhalb ihrer eigenen Grenzen fundamentale Interessen zu verfolgen und durchzusetzen suchen. Daran wagt man jedoch im politisch-korrekten Europa noch immer nicht einmal zu denken.

Was Europa lernen müsste

Dabei hat Europa zumindest im einzigen relevanten Fall, wo es außerhalb seiner Grenzen militärisch aktiv werden sollte, viel bessere und legitimere Gründe dafür als die meisten dieser Mächte. Nämlich im Fall Libyen. Denn von dessen Staatsgebiet (der Staat selber ist ja auf lange Zeit chaotisch zerfallen) geht eine massive Bedrohung Europas aus. Nicht anders kann man es qualifizieren, wenn von einem Land aus Hunderttausende Menschen von mit regionalen Kriegsherren kooperierenden Schleppern völlig unkontrolliert nach Europa geschleust werden, ohne dass sich dieses wehrt.

Das ist schon von der Quantität her eindeutig ein Aggressionsakt. Aber auch qualitativ ist es das in einem hohen Ausmaß: terroristisch-islamistische Täter haben ja schon mehrfach die „Flucht“-Kanäle benutzt, um in die EU zu gelangen; Aggressionen müssen ja nicht immer mit Panzern und Maschinengewehren erfolgen.

Das gleicht jedenfalls haargenau jenem Grund, den die Türkei für ihre Invasionen in Syrien und früher im Irak nennt: von dort würden Terroranschläge ausgehen.

Man darf sich wehren, Europa muss sich wehren

Gegen einen Aggressionsakt muss man sich wehren, man darf sich dagegen laut Völkerrecht auch außerhalb der eigenen Grenzen wehren. Gegenüber Syrien, gegenüber dem Irak, gegenüber Libyen. Dabei sei nur am Rand darauf verwiesen, dass zumindest die kurdischen Aktionen gegen türkisches Gebiet ja eigentlich völlig den von der UNO immer als rechtmäßig unterstützten nationalen Befreiungskämpfen gleichen. Während es für das Eindringen fundamentalistischer Terroristen in Europa nicht einmal diese Rechtfertigung gibt.

Wenn Länder nicht selbst imstande sind, Ordnung zu schaffen und von ihrem Territorium ausgehende Aggressionsakte zu unterbinden, dann hat eindeutig die Außenwelt das Recht dazu. Aber statt daraus klare Konsequenzen zu ziehen, machen sich Europas Politiker die Hosen voll.

Ja, dürfen wir denn das wirklich? Sollten wir nicht doch noch ein paar Jahre warten, bis sich in Libyen eine der vielen rivalisierenden Regierungen vielleicht einmal durchsetzt und dann gegen viel Geld die Völkerwanderung doch wieder unterbindet wie einst Gadhafi?

Das ist Warten auf Sankt Nimmerlein, während täglich weiter Hunderte und an manchen Tagen Tausende Afrikaner über Libyen nach Europa eindringen. Dieses nur auf Feigheit, Verdrängung und romantischer Ideologie beruhende Denken macht Europa endgültig wehrlos gegen die größte Bedrohung seit vielen Jahrzehnten.

Dabei geht es natürlich nicht darum, dass Europa libysche Städte oder Orte erobern soll. Wie es etwa jetzt die Türkei in Nordsyrien tut oder Russland auf der Krim und in der Ostukraine.

Es geht einzig darum, auf ein paar libyschen Quadratkilometern ein militärisch geschütztes Lager zu errichten. In dieses Lager sollten alle Migranten (zurück)gebracht werden, wie auch immer sie Europa erreicht haben.

Es geht also genau um das, was der österreichische Außen- und Verteidigungsminister dringend vorschlagen. Was viele osteuropäische Staaten und neuerdings auch das Berliner Finanzministerium vorschlagen. Was im Grund genau das australische Modell ist, auch wenn es manchen europäischen Bedenkenträgern sogar schon zu weit geht, das Wort „Australien“ nur in den Mund zu nehmen. Jedoch: Wenn man sich noch lange um diese ewigen Bedenkenträger schert, ist Europa eh bald untergegangen.

Von diesem Lager auf libyschem Boden aus könnten dann alle Asyl beantragen – aber bekommen dürften es nur jene, die gemäß der Genfer Konvention wirklich individuelle Verfolgung aus politischen, religiösen oder rassischen Gründen nachweisen können (Krieg ist nur gemäß Angela Merkel, aber nicht gemäß der Flüchtlingskonvention ein Asylgrund!). Alle anderen würden in dem Lager zwar verpflegt und gesundheitlich versorgt werden. Und sie bekämen auch Gratis-Flugtickets, könnten überallhin ausreisen – nur nicht nach Europa.

Die EU hat zweifellos die Mittel, um eine solche Aktion zu starten. Sie hätte auch die moralische und rechtliche Legitimation, das zu tun. Sie würde sich damit noch immer weit gesitteter verhalten als alle anderen genannten Großmächte.

Wenn sie hingegen weiterhin nichts tut, wenn weiterhin nur unverbindlich und unkonkret herumgeschwätzt wird (wie etwa: „Europa muss seine Außengrenzen besser schützen“), dann hat Europa seine Existenzberechtigung verloren. Dann bleibt den vernünftigeren unter den Nationalstaaten leider nichts anderes über, als ihre eigenen Grenzen penibel zu schützen. Was der viel schlechtere Weg ist.

PS: Natürlich sollte das „australische“ Modell auch auf (etwa) zwei griechischen Inseln wiederholt werden. Dafür würde man nicht einmal militärischen Schutz benötigen, Das wäre auch deshalb umso leichter , als Griechenland der EU sehr viel Geld schuldet. Dann hätte die wahnwitzige Rettungspolitik nachträglich sogar einen Sinn bekommen.

PPS: Natürlich muss die Errichtung solcher Lager auch juristisch dringend ergänzt werden, damit nicht wieder gutmenschliche Richter wieder fast allen Migranten – halt durch die libysche Hintertür – die Einreise nach Europa erlauben. Dann könnte man sie gleich weiter frei einreisen lassen.

PPPS: Selbstverständlich sollten jene Länder, die ein Einwanderungsprogramm für benötigte – also meist qualifizierte – Arbeitskräfte haben, dieses weiterlaufen lassen. Nur sollte nach den Erfahrungen des letzten Jahres niemand mehr glauben, dass der „Fluchtweg“ die benötigten Arbeitskräfte nach Europa brächte. Wer das noch immer glaubt, ist entweder grenzenlos dumm oder bösartig.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2016 07:40

    Die EUdSSR sollte die legitime Regierung, das ist die Assad-Regierung, unterstützen und das völkerrechtswidrige Eindringen der Türkei und der USA und von ausländischen Dschihadisten streng verurteilen. Ebenso die völkerrechtswidrige Einmischung von Saudiarabien und von Katar.
    Im Gegensatz dazu hat Russland die Einwilligung der syrischen Regierung zur militärischen Intervention.
    Die syrische Regierung möge dann mit seinen Gegner verfahren, wie es im Orient üblich.
    Und schon ist die Gegend befriedet.

  2. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2016 08:08

    Europa hat mehrfach absalutiert. Da werden Staaten gegen alle Bestimmungen „gerettet“, da werden Leute mit Mobiltelefonen aber ohne Pass (tausende haben zufällig ihren Pass „verloren“) und ohne Personenkontrolle einfach hereingelassen, und eine Frau Bundeskanzlerin verwechselt Religionsfreiheit mit kultureller Identität. Sie hat nicht kapiert, dass der Islam im Rahmen der Religionsfreiheit eine Existenzberechtigung hat, der Islam aber nicht zu Deutschland gehört und der Islamismus schon gar nicht.

    Was Machtpolitik bedeutet, wird uns von China, Russland, Indien, den USA und anderen Ländern fast schon tagtäglich vorgeführt. Nur Europa sitzt in seiner politisch korrekten Versifftheit herum, und der Herr Schulz sagt uns in seiner bereits unerträglichen Arroganz tagtäglich (ausgenommen im Sommerloch), was richtig und was falsch ist.

    Der erste Politiker, der Ansätze von Machtpolitik erkennen ließ, als er die Balkanroute trotz giftig-hetzerischer Töne von Links sperren ließ, ist Minister Kurz. (Apropos: Alles Gute zum runden Geburtstag!)

    Europa hat absalutiert. Die aktuelle Garde ist schwach und hängt tränensäckig in den Seilen. Ein müder Kontinent. Kommissar Hahn war gestern in ZiB2 ein Symbol dafür. Er wirkte müde, hat viel geredet, aber nichts gesagt.

    Es kann sich nur etwas ändern, wenn eine neue aktive Politikergeneration heranreift, die den Stier bei den Hörnern packt und die verbrannte Erde, die die heutige Politikergeneration angerichtet hat, wieder begrünt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorCato
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2016 07:41

    Europa hat seine Existenz - als politische Kategorie - bereits verloren.

    Die entscheidenden politischen Entschlüssewerden von der deutschen Kanzlerin getroffen und auch vorgetragen. Wenn über die Grundsatzfragen Europas gesprochen wird sieht man und man nur die deutsche Kanzlerin.

    Dieses Europa wird ausschliesslich von Deutschland dominiert. Und Deutschland wird von zwei klerikalen protestantischen Politikern in christlicher Weltfremdheit geführt. Und deutsche Politik leidet unter dem Nazisyndrom. Alles zu vermeiden, das irgendeine Stimme der Welt Deutschland in die Nähe nationalsozialistischer Verhaltensweisen bringt. Dieses Trauma prägt die politische KlasseDeutschlands, führt zu völliger Wehrlosigkeit und christliche motivierter Weltfremdheit.

    Und dieses Deutschland zwingt den europäischen Staaten, die sich derzeit noch in derUnion befinden, dieses Trauma auf. Macht deutsches Trauma zu europäischem Trauma.

    Damit ist das politische Europa nur ein Scheinkonstrukt.
    Der "Präsident" Europas existiert realpolitisch nicht.

    Spricht USA von Weltwirtschaft - man höre die Reden der Präsidentschaftskandidaten - dann werden die weltpolitischen Rivalen im globalen Wettbewerb genannt mit China, Deutschland, Japan. Nicht Europa. Denn dieses existiert für die realpolitsche Betrachtung aus US-amerikanischer Sicht nicht.

    Dieses Europa existiert politisch nicht. Es ist zu hoffen, dass es neu organisiert und konstituiert wird. Von Realpolitikern und nicht christlichen Weltverbesseren und Träumern.

  4. Ausgezeichneter KommentatorHDW
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2016 11:08

    Aha, Panzer in ein anderes Land zu schicken ohne eingeladen worden zu sein, soll jetzt ein Beispiel für Europa sein? Und wie ist das jetzt mit der ukrainischen Ostgrenze im Donbass?
    Und weiter: Ich erinnere mich noch an das Triumphgeheul dieses grotesken Zwerges Sarkozy, als er mit Merkels Zustimmung voreilig die Bombardierung Lybiens befahl, und an Holland der als erster darauf drängte Syrien zu bombardieren !
    (Sarkozy vielleicht auf Betreiben von Carla Bruni hin, um Berlusconi eins auszuwischen.)
    Also mit diesen Leuten wünsche ich mir keinen Zentralstaat Europa, schon gar nicht militärisch!
    Wer würde denn dann den Einsatz befehlen, Schulz, Juncker oder Karas, Swoboda, Kohn-Bendit und Co.?

    Mit den 15.000 IS Leuten in den Toyotakutschen könnte fast jedes einzelne europäische Militär plus Luftunterstützung im übrigen fertig werden, wenn es denn Spezialtruppen schickte. geschieht aber seit Jahren nicht. Statt dessen kämpfen deutsche Soldaten auf Obamas Befehl glücklos am Hindukusch! Warum?

  5. Ausgezeichneter Kommentatormachmuss verschiebnix
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2016 10:03

    In einer Zeit, in der alle klar Stellung beziehen - auch China läßt an seiner
    Unterstützung für Rußland keine Zweifel aufkommen, da wird die EU mit
    herumlavieren und es Allen recht machen wollen, keinen Blumentopf mehr
    gewinnen.

    Darum:

    Den Rußland-Boykott beenden - subito !
    Dieser Boykott schadet der EU mehr als Rußland, abesehen davon, daß
    diese Aktion durch Nichts begründbar ist, als durch US-Interessen.

    Eine klare Antwort auf die darauf folgenden Drohungen aus den USA.
    Die nur darin bestehen kann, daß ganz Europa seine gesamten Dollar-Reserven
    in Yuan umwechselt (!) - es sei denn Europa WILL so einen "Partner" von dem
    es zwecks Schwächung in den Krieg gehetzt wird ! ! ! ! ! ! !

    Es wäre höchst an der Zeit, daß Deutschland - das Erste mal seit 1945 - vor
    den Amis nicht den Schwanz einzieht und stattdessen endlich seine EIGENEN
    Interessen verfolgt ! ! ! ! ! !
    Krieg wird es sowieso geben, aber dann wenigstens mit erhobenem Haupt

  6. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2016 10:30

    Solange die Krim illegal annektiert ist, aber der Kosovo legal unabhängig wurde, werden wir liberal/konservativ denkenden Menschen nicht einig werden.

    Daher die Frage wo ist der Unterschied? In beiden Fällen wurde das Territorium dem ursprünglichen Staat durch militärischem Druck weg genommen. In beiden Fällen gab es Volksabstimmungen, wobei auf internationale Überwachung geachtet wurde. In beiden Fällen hat sich eine breite Mehrheit für die Loslösung vom Mutterstaat entschieden.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBob
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2016 09:19

    Merkl hält sich für den EU Präsidenten und keiner bietet ihr Paroli, ausgenommen die Oststaaten. Diese ewige Leier das die Flüchtlinge in ganz Europa verteilt gehören, kann schon keiner mehr hören. Warum sollte ein Wirtschaftsflüchtling in ein Land gehen das ihm keinen finanziellen Nutzen bringt? Und trotz all dieser jahrelangen Erfahrungen kommt es zu keinen Änderungen der Situation, außer der Normierung der Grillhandschuhe etc.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    29. August 2016 15:19

    Das ständige Erfinden von Vorwänden, sich in fremde Staaten einzumischen und dort Krieg zu führen, führt zu nichts.

    Es ist auch die Aufgabe der Bevölkerung eines Landes, für Wohlstand zu sorgen oder eben keinen zu haben. Unerwünschte Machthaber können erschossen werden beispielsweise. Das soll aber die Bevölkerung selbst machen.

    Man kann anderen Ländern helfen bei einer Naturkatastrophe oder ihnen für den Wiederaufbau nach einem Krieg ein _Darlehen_ anbieten.

    Es geht bitte nicht, dass Europas Bürger seit Generationen für halb Afrika Geld erarbeiten. Wir leisten quasi Sklavendienste - es sind ja Steuergelder -, letztendlich, damit sich Privatfirmen in Afrika mühelos bereichern können.


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  1. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    29. August 2016 17:15

    Die Türken haben das Kaff binnen Stunden eingenommen? Na sowas. Da war eben kein Klugbeisser von Amnesty dabei, der nachzählt - und gleich per facebuk verbreitet - ob nicht etwa ein Schuss zu viel abgegeben wurde.

  2. fewe (kein Partner)
    29. August 2016 15:19

    Das ständige Erfinden von Vorwänden, sich in fremde Staaten einzumischen und dort Krieg zu führen, führt zu nichts.

    Es ist auch die Aufgabe der Bevölkerung eines Landes, für Wohlstand zu sorgen oder eben keinen zu haben. Unerwünschte Machthaber können erschossen werden beispielsweise. Das soll aber die Bevölkerung selbst machen.

    Man kann anderen Ländern helfen bei einer Naturkatastrophe oder ihnen für den Wiederaufbau nach einem Krieg ein _Darlehen_ anbieten.

    Es geht bitte nicht, dass Europas Bürger seit Generationen für halb Afrika Geld erarbeiten. Wir leisten quasi Sklavendienste - es sind ja Steuergelder -, letztendlich, damit sich Privatfirmen in Afrika mühelos bereichern können.

  3. Dr. Knölge (kein Partner)
    29. August 2016 11:55

    Unser Blogmaster macht Vorschläge und sorgt sich, daß Höchstgerichte die Umsetzung zu Fall bringen könnten.
    Das verstehe ich nicht.
    Hält sich die EU an die Verträge? Beachtet Merkel das GG ? Unterwirft sich der Herr der Manna-Maschine von der EZB den Regeln?
    Wenn es gilt, den Zerfall Europas zu verhindern, unsere Freiheit und Werte zu verteidigen, müssen wir uns dann an moralischen Prinzipien orientieren? Wird Weltpolitik etwa so gemacht?
    Nein, wenn das zu Verteidigende wertvoll genug ist, interessieren weder Moral noch Gesetze. Mein Eindruck ist, daß die Politik, gerade die deutsche, Moral und Recht nur vorschiebt, um die eigene Unfähigkeit und die eigene Feigheit zu bemänteln.

  4. fxs (kein Partner)
    29. August 2016 09:43

    Worum geht's eigentlich?
    Natürlich reden alle davon die böse IS zu besiegen, die ja erst durch die erfolgreiche Politik im Irak entstanden ist. Und die sich jetzt halt auch in Syrien brewitgemacht hat.
    Ja und um diese zum besiegen fliegen jetzt alle von der legitimen Regierung über Russen, Türken, Amis und Europäer Terrorangriffe auf Stäsdte um die Zivibevölkerung zu vertreiben. Und wir wundern uns, dass soviele jetzt nach Europa wollen.
    Die US Strategieprofessorin Kely Greenhill bietet eine andere Erklärung, in ihren Buch "The Weapons of Mass Migration" beschreibt sie wie Staaten durch Auslösung und Steuerung von Massemigrationsbewegungen andere Staaten erpressen können.

  5. Rau
    28. August 2016 18:04

    Erdogan muss vor allem aufpassen, wie er sich in dem Spiel der Grossmächte verhält. Im Moment bewegt er sich auf sehr dünnem Eis. Wenn er so weitermacht, sollte er sich bald ein "Erdloch" zulegen.

  6. Josef Maierhofer
    28. August 2016 10:32

    Noch ein paar Fakten, die sich jetzt konsequent weiterentwickeln:

    https://www.facebook.com/gds.blog/videos/1691941231070666#sthash.kw6jL5lw.dpuf

    Warum soll man die Einmischung der Türkei und der Amerikaner nicht anprangern dürfen, so klar sie auch auf der Hand liegt ?

    Der Gegner der Türken sind nicht der IS, mit dem sind sie ja verbandelt, sondern die Kurden, die Gegner der Amerikaner sind nicht der IS, mit dem sie gemeinsam mit Saudi Arabien verbandelt sind, sondern die von Assad zu Hilfe gerufenen Russen.

    Teilung des Landes würde bedeuten, dass sich jeder das nimmt, was er 'braucht', dagegen bin ich. Für mich ist Assad der einzige Garant für ein Syrien.

    Ich sehe, folge ich all den Nachrichten, die mir zugänglich sind, dass der Aggressor USA heißt und der Vasall dort Türkei, beide mit unterschiedlichen Motiven, aber das eint diese 'demokratischen' Staaten ja, und es geht ja um die Demokratie in Syrien und den 'Frieden', den Frieden, den diese 'Selbstbedienungsengerl', die das alles angezettelt haben (USA und Türkei haben IS gefördert, USA hat die 'Opposition' - wie in der Ukraine - gefördert, sich direkt beteiligt, etc., etc. ), und den sie jetzt bringen, die Ermordung der Kurden und die Erdölfelder Syriens, egal wie viele Tote noch, und den USA geht es um die Vernichtung Russlands, für mich der einzige Ehrliche in dem Spiel.

    Diese Dr. Unterbergische Darstellung, dass die Russen aus imperialistischen Zwecken in Syrien sind, kann ich nicht teilen, sie verteidigen tatsächlich nur sich und ihre Nachbarn.

    Lassen wir uns doch nicht zu Vasallen des amerikanischen Großkapitals und dessen Gier nach Rohstoffen und Technologien machen ! Schauen wir doch selber, wie wir weiterkommen und, im Falle Österreich, wie wir politisch neutral in der Welt wieder Vertrauen aufbauen können und uns positionieren !

  7. Helmut Oswald
    28. August 2016 02:26

    Solange Sozialisten gewählt werden, wird nicht gerüstet, sondern desertiert.
    Solange Linke das Sagen haben, gibt es unbegrenzte Landnahme und kein Gesetz für Migranten. Solange vertrottelte Bürgerliche linke Kandidaten für schick und rechte Politiker für uncool halten, kriegen Linke Mehrheiten. Und solange Linke regieren, scheitert jede denkbare Zukunft der europäischen Völker - egal was die Vertreter der Morgenthau Fraktion nun gerade für Lügen verbreiten oder belieben, auf geduldiges Papier oder großflächige Plakate zu drucken.

    Wer das bis heute noch immer nicht kapiert hat, hat gar nichts kapiert.

    • machmuss verschiebnix
      28. August 2016 13:51

      Desertiert, aber vor den Sozialisten, denn nur ganz wenige besitzen
      die Gabe, eine derart ansteckende Geisteskrankheit zu heilen ! ! ! !

  8. Normalsterblicher
    28. August 2016 00:44

    Dazu denke ich mir zweierlei:

    1.) Erdogan könnte ein Auge auf Syrien geworfen haben, um es "heim in ein wiederauferstehendes ottomanisches Reich" zu holen.

    2.) Erdogan will einen neuen Kurdenstaat an seiner Grenze als Nachfolgeteilstaat von Syrien verhindern, obwohl die Kurden sich einen solchen verdient hätten, was eine Ungerechtigkeit ist und der Machbarkeit einer Teilung Syriens in stabile Nachfolgestaaten entgegensteht.

  9. machmuss verschiebnix
    27. August 2016 23:25

    Schau, schau - ex oriente lux :
    Christen in China: "Unsere Kirche wächst schneller als die Wirtschaft"

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/christen-in-china-unsere-kirche-waechst-schneller-als-die-wirtschaft-a-668343.html

  10. franz-josef
    27. August 2016 19:27

    OT
    Zizerlweis kommt ans Licht, was die deutsche Regierung derzeit beschäftigt: DieWelt verkündete heute den nächsten Schritt und lieferte die Begründung gleich mit:
    "...
    Eine solche Krise sei zwar unwahrscheinlich, sie könne aber nicht vollständig ausgeschlossen werden: In Betracht kämen eine kriegerische Auseinandersetzung, ein großflächiger Stromausfall, eine Pandemie oder ein Terroranschlag mit großflächiger Freisetzung radioaktiver Strahlung.

    Extremwetterlagen, technische Störungen, Naturkatastrophen oder die Freisetzung von Gefahrstoffen dürften dagegen nach Einschätzung der Experten nicht zu einer Versorgungskrise führen. "Derartige Ereignisse konnten seit Bestehen der Bundesrepublik stets mit den Mitteln des Katastrophenschutzes bewältigt werden", heißt es dazu in dem Entwurf, der derzeit in der Ressortabstimmung zwischen den Ministerien ist und auch vom Bundesrat genehmigt werden muss.

    Der Entwurf enthält wie bisher Ermächtigungen, mit denen die Regierung Regeln zur Produktion und Zuteilung von Lebensmitteln erlassen kann. Neu sind Befugnisse, die den Behörden im Notfall die Beschlagnahmung von Bauernhöfen und anderen Lebensmittelbetrieben ermöglichen sollen.
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article157877470/Im-Notfall-sollen-Bauernhoefe-beschlagnahmt-werden.html

    • Romana (kein Partner)
      29. August 2016 19:12

      Ein militärisch geschütztes Lager in Syrien als Auffanglager für alle Flüchtlinge wäre eine sinnvolle und auch realisierbare Option, für die sich Europa einsetzen sollte, während der Einfluss der EU in Syrien gering ist. A. Unterberger hat Recht. Unser Außen- und der Innenminister sollten die österreichischen Vertreter in Brüssel, u.a. Kommissar Hahn, und die Vertreter der konservativen Parteien dazu vergattern, diese Lösung durchzusetzen

  11. Kein Partner
  12. oberösi
    27. August 2016 15:23

    Erfreulichwerweise scheint die Mehrheit der hier anwesenden Bloggisten einer realistischen Sicht der Dinge anzuhängen. Über wohlfeiles und vordergründiges Merkel- und Erdogan-Bashing hinaus (sosehr deren Handlungsweisen abzulehnen sind) wird der Drahtzieher des ganzen Theaters angesprochen, uns-aller einziger Befreier und Freund.

    Nichts könnte die Impotenz europäischer Politik, das Fehlen jeden machtpolitischen Momentums, jeder eigenständigen politischen Idee mehr verdeutlichen als die Tatsache, daß das politisch korrekte Europa bereits vor der Wahl Obamas wußte, daß nur er der einzig mögliche "richtige" Präsident sein könne, und hauptsächlich nur deswegen, weil er Neger ist. Und ihm, kaum war ers dann tatsächlich, den Friedensnobelpreis umhängte, ihm, einem der entschlossensten Kriegstreiber seit dem Vietnamkrieg. Wohlgemerkt: damals herrschte teils erbittert geführter Kalter Krieg.

    Im Kern gehts jedoch heute ums selbe, nur etwas verzweifelter: um die Stützung des schlingernden Dollars, mit dem das Imperium steht und fällt. Solange es irgendwie geht.

    Und wenn denn doch einmal die argumentative Suppe dünn zu werden droht, gibts als Geschmacksverstärker halt einen antisemitischen Vorfall, wie jüngst im Adlon, der die Welt erschüttert und uns nachhaltig vor Augen führen soll, wer die wirklichen Feinde sind, und nicht einfach das Mittel zum Zweck: die Muselmanen.

    Die sind nur deswegen so stark, weil wir uns klimaneutral nachhaltig und mulitkulturell wehrlos gegendert haben. Wie ein Schwerkranker mit geschädigtem Immunsystem, den eine opportunistische Infektion ohne viel Gegenwehr endgültig den Garaus macht.

    • Rübezahl
      27. August 2016 17:45

      Wie wahr!
      Als Obama noch im Wahlkampf war, durfte er bereits in Berlin reden!!

      In unserer Firma waren alle (ALLE!!) ganz hysterisch über den Herrn. Als ich einwandte, dass lediglich ein US-Präsident gewählt wird, der ausschließlich für die USA arbeiten wird, hat man mich wie ein Alien angeschaut. Auch business unit leads..
      So weit zu unserer Führungsschicht.

      Der Nobelpreis war für mich doch sehr überraschend. Habe nur an normales Mauscheln gedacht.
      Wie sehr das aber alles zusammenhängt und festgefügt ist (!!!), überrascht mich immer mehr und schockiert mich zutiefst.

  13. Rübezahl
    27. August 2016 14:46

    Aus meienr Sicht gibt es auch eine andere Interpretation:

    false flag operation in der Türkei
    "ermächtigen" den Sultan einzumarschierne, um in Wirklichkeit
    3 Fliegen mit einem Schlag zu treffen:
    - Kurdenstaat verhindern und Kurden dezimieren
    - das verhasste Syrien Assads teilweise erobern
    - der Welt zu zeigen, dass er gegen den IS ist und somit ein demokratischer Herrscher

    Richtig ist, dass man
    - rigoros, vor allem militärisch, gegen den IS vorgehen muss
    - die false flag Ströme nach Europa unterbinden muss - ebenfalls rigoros
    - Asylanten können immer nur auf Zeit sein, eien Integration ist nicht nötig
    - Wirtschaftsflüchtlinge nur dann akzeptieren, wenn man sie zufällig fachlich benötigt

  14. Almut
    27. August 2016 13:13

    Die USA als "als seriöseste und militärisch effizienteste Gruppierung"? Die einzige fremde Militärmacht, die sich im Einklang mit dem Völkerrecht in Syrien aufhält sind die Russen, eingeladen von der gewählten Regierung Syriens. Die USA ist weder seriös noch militärisch effizient und sie treten das Völkerrecht mit Füßen, das einzige was sie können, ist die Länder ins Chaos zu bombardieren - die Frage ist was sie mit Mitteleuropa vorhaben.

    Übrigens kommen jetzt auch die Tschetschenen über Polen nach Deutschland:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3757925/Europe-s-new-frontier-Fears-ISIS-sympathisers-thousands-Chechen-migrants-exploiting-unmanned-border-Poland-Germany.html

    Merkel schafft Deutschland ab.

  15. Herby
    27. August 2016 11:35

    Österreichs Außenpolitik und Integrationspolitik - Österreichs Außen- und Integrationsminister

    Sebastian Kurz

    feiert heute seine 30. Geburtstag: Herzliche Gratulation!


    http://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/5075879/Runder-Geburtstag_Erst-belaechelt-heute-gefeiert_Sebastian-Kurz

    • machmuss verschiebnix
      27. August 2016 13:44

      Halbsternchen ? Was ist schlecht an Kurz od. seinem Geburtstag ?

    • franz-josef
      27. August 2016 19:31

      mmvn: nix is schlecht dran. Heut haben wir von einer zwänglichen Person Besuch, die ihre Zustimmung penibelst abwägt oder auf dem Keyboard ausrutscht. Wurde heute auch schon mit Halbsterndl geehrt.

  16. HDW
    27. August 2016 11:08

    Aha, Panzer in ein anderes Land zu schicken ohne eingeladen worden zu sein, soll jetzt ein Beispiel für Europa sein? Und wie ist das jetzt mit der ukrainischen Ostgrenze im Donbass?
    Und weiter: Ich erinnere mich noch an das Triumphgeheul dieses grotesken Zwerges Sarkozy, als er mit Merkels Zustimmung voreilig die Bombardierung Lybiens befahl, und an Holland der als erster darauf drängte Syrien zu bombardieren !
    (Sarkozy vielleicht auf Betreiben von Carla Bruni hin, um Berlusconi eins auszuwischen.)
    Also mit diesen Leuten wünsche ich mir keinen Zentralstaat Europa, schon gar nicht militärisch!
    Wer würde denn dann den Einsatz befehlen, Schulz, Juncker oder Karas, Swoboda, Kohn-Bendit und Co.?

    Mit den 15.000 IS Leuten in den Toyotakutschen könnte fast jedes einzelne europäische Militär plus Luftunterstützung im übrigen fertig werden, wenn es denn Spezialtruppen schickte. geschieht aber seit Jahren nicht. Statt dessen kämpfen deutsche Soldaten auf Obamas Befehl glücklos am Hindukusch! Warum?

    • machmuss verschiebnix
      27. August 2016 13:05

      Ein sozialistisch dominiertes Europa - bis hinein in die EZB - kann doch
      gar nicht lebensfähig sein.

    • franz-josef
      27. August 2016 18:03

      Zu Sarkozy - ich erinnere an dessen eindeutige und klare Ankündigung und Befürwortung der Massenimmigration und seine entschiedene Anmerkung, daß man zu Zwangsmaßnahmen greifen müsse, wenn die Bevölkerung nicht mitmacht. 2oo9 aufgezeichnet.

    • Shalom (kein Partner)
      29. August 2016 07:39

      HDW, wenn Sie schreiben "Mit den 15.000 IS Leuten i. d. Toyotakutschen könnte fast jedes einzelne europäische Militär plus Luftunterstützung im übrigen fertig werden, wenn es denn Spezialtruppen schickte." haben Sie recht! Es würde auch keiner "Spezialtruppen" bedürfen, 1 PzGrenBrig unterstützt v. einigen Staffeln T-10 u. KpfHS würden reichen, wenn, ja wenn sich der IS in offener Feldschlacht stellen würde! Wird der aber nicht, sondern sich wie vom großen Mao empfohlen, "in den Volksmassen bewegen, wie ein Fisch im Wasser." Daher kann es nur eine brutale physische Ausrottung jedes habhaft gewordenen IS-Kämpfers, gepaart mit einem totalen Schusswaffenverbot per Todesstrafe geben.

  17. dssm
    27. August 2016 10:30

    Solange die Krim illegal annektiert ist, aber der Kosovo legal unabhängig wurde, werden wir liberal/konservativ denkenden Menschen nicht einig werden.

    Daher die Frage wo ist der Unterschied? In beiden Fällen wurde das Territorium dem ursprünglichen Staat durch militärischem Druck weg genommen. In beiden Fällen gab es Volksabstimmungen, wobei auf internationale Überwachung geachtet wurde. In beiden Fällen hat sich eine breite Mehrheit für die Loslösung vom Mutterstaat entschieden.

  18. machmuss verschiebnix
    27. August 2016 10:03

    In einer Zeit, in der alle klar Stellung beziehen - auch China läßt an seiner
    Unterstützung für Rußland keine Zweifel aufkommen, da wird die EU mit
    herumlavieren und es Allen recht machen wollen, keinen Blumentopf mehr
    gewinnen.

    Darum:

    Den Rußland-Boykott beenden - subito !
    Dieser Boykott schadet der EU mehr als Rußland, abesehen davon, daß
    diese Aktion durch Nichts begründbar ist, als durch US-Interessen.

    Eine klare Antwort auf die darauf folgenden Drohungen aus den USA.
    Die nur darin bestehen kann, daß ganz Europa seine gesamten Dollar-Reserven
    in Yuan umwechselt (!) - es sei denn Europa WILL so einen "Partner" von dem
    es zwecks Schwächung in den Krieg gehetzt wird ! ! ! ! ! ! !

    Es wäre höchst an der Zeit, daß Deutschland - das Erste mal seit 1945 - vor
    den Amis nicht den Schwanz einzieht und stattdessen endlich seine EIGENEN
    Interessen verfolgt ! ! ! ! ! !
    Krieg wird es sowieso geben, aber dann wenigstens mit erhobenem Haupt

    • dssm
      27. August 2016 10:31

      Und wer schützt uns dann? Die Schutz der USA ist teuer, aber wir haben nun einmal kein Militär in Europa! Oder glauben Sie die Russen/Chinesen werden uns kostengünstiger schützen?

    • machmuss verschiebnix
      27. August 2016 12:51

      @dssm, . . . kostengünstiger schützen ...
      Nein, die wollen ins Geschäft kommen, weil sie von den Amis nur
      geschnitten werden !

      Merkel soll uns endlich die Wahrheit sagen, wer ist es, der sie erpresst ! ! !

      Daß sie so dumm sei, das glaubt kein krankes Hendl !

      Gegenfrage:
      Wer schützt uns, wenn die Amis den Bach runter gehen - und das ist
      absehbar, weil sie in kranhafter Machtbesessenheit alle Resourcen
      dem "military-industrial complex" in den A.... stecken ?

      Die europäischen Staaten haben die Wahl, entweder mit den Amis
      in die Pfanne gehauen zu werden (das würden wir alle verdienen),
      oder mehr Geld für die Verteidigung und weniger für die Sozial-Industrie
      ausgeben ! !

    • franz-josef
      27. August 2016 13:05

      ...oder mehr Geld für die Verteidigung ausgeben...

      Bedeutet letztlich, daß das Konzept aufgeht: Man schaffe eine noch größere Krise, und wenn sich dann alle fürchten, setzen wir die Auflösung der Nationalstaaten und Schaffung einer zentral gelenkten EU samt ebensolchem Militär durch.

      Gibt es denn wirklich keine andere Möglichkeit mehr?

    • machmuss verschiebnix
      27. August 2016 13:28

      Denken wir an den sog. Abgas-Skandal von WV in den USA,
      worum ging es da ? Um das Einhalten der US-Abgas-Norm ? [pfft]
      Es gab doch schon in den Siebzigern eine ähnliche Sauerei, damals
      wurd Daimler-Benz am US-Markt sehr stark und die europäischen
      Grünen drückten die verschärfte Abgas-Norm durch.

      Das brachte die Amis auf die geniale Idee, wie man Daimler Herr
      werden kann (es gab damals technisch noch keinen Kat für Diesel).
      Der 250D - ein 5-zylinder Diesel, spritzig wie ein Benziner, verkaufte
      sich zu gut. Also wurde dieser Erfolg mit einer Abgasnorm erschlagen ! ! !
      Das Auto war praktisch nicht mehr fahrbar - so lahmarschig .. . .

      Genau DARUM geht es jetzt auch bei VW

    • machmuss verschiebnix
      27. August 2016 13:30

      Freunde der Berge, DAS nennen wir - nennt die Politik - "unsere Partner"
      sind die noch bei Trost ?

    • machmuss verschiebnix
      27. August 2016 13:32

      Das sind aber nur die Kinkerlitzchen, den die wahren und
      staats-"tragenden" Sauereien erfahren wir erst, wenn
      die Bomben fallen ! ! ! ! !

    • dssm
      27. August 2016 20:32

      Zu den Kosten: Die Masse des finanziellen Giftmülls aus den US-Immobilienkrediten landete bei deutschen Landesbanken! So ein Zufall aber auch! Alles bei Banken wo der Aufsichtsrat aus lauter Politikern besteht und die Vorstände gemäß Parteibuch bestellt werden.
      Dagegen ist eine VW-Pleite geradezu zwergenhaft klein.

    • machmuss verschiebnix
      27. August 2016 22:59

      dssm,

      die Deutsche Bank hat ja auch grimmig viel von diesen "poisoned assets"
      erwischt ( Credit Default Swap ) . Die kämpfen heute noch mit den Folgen.

      Drum sage ich, da gehört endlich auf den Putz gehauen !
      Wäre es umgekehrt - hätten die Deutschen den US-Banken milliardenweise
      solche wertlosen "Wertpapiere" untergejubelt, dann hätten sie das
      Militär rüber geschicht ! ! ! ! !

  19. Leopold Franz
    27. August 2016 09:54

    Da ist vieles richtig, die derzeitige Lage scheint noch komplexer zu sein. Da werden nicht nur die Kurden sondern zumindest auch die "Rebellen" der Freien Syrischen Armee von den Amerikanern mit Waffen und "Beratern" unterstützt. Die Bewaffnung der Nachfolgerin der Taliban der al Nusra Front in Aleppo mit modernen Panzerabwehrwaffen scheint auch den Amerikanern zu verdanken sein. Man darf nicht vergessen, und das ist das Hauptproblem des Bürgerkrieges, dass dieser Krieg durch Stellvertreter vor allem auf saudischen Interessen gegen den Iran basiert. Solange dieses reichste Land Saudi Arabien - die Erdölvorräte bei den derzeitigen hohen Förderquoten reichen noch 60 bis 70 Jahre - mit amerikanischer und britischer Unterstützung diesen Krieg der FSA und der Taliban finanziert, wird er auch weiterköcheln.
    Die glaubwürdigsten und oft einzigen Informationen zu diesem Schlachthaus gibt es bei den Deutschen Wirtschaftsnachrichten.

  20. Bob
    27. August 2016 09:19

    Merkl hält sich für den EU Präsidenten und keiner bietet ihr Paroli, ausgenommen die Oststaaten. Diese ewige Leier das die Flüchtlinge in ganz Europa verteilt gehören, kann schon keiner mehr hören. Warum sollte ein Wirtschaftsflüchtling in ein Land gehen das ihm keinen finanziellen Nutzen bringt? Und trotz all dieser jahrelangen Erfahrungen kommt es zu keinen Änderungen der Situation, außer der Normierung der Grillhandschuhe etc.

  21. El Capitan
    27. August 2016 08:08

    Europa hat mehrfach absalutiert. Da werden Staaten gegen alle Bestimmungen „gerettet“, da werden Leute mit Mobiltelefonen aber ohne Pass (tausende haben zufällig ihren Pass „verloren“) und ohne Personenkontrolle einfach hereingelassen, und eine Frau Bundeskanzlerin verwechselt Religionsfreiheit mit kultureller Identität. Sie hat nicht kapiert, dass der Islam im Rahmen der Religionsfreiheit eine Existenzberechtigung hat, der Islam aber nicht zu Deutschland gehört und der Islamismus schon gar nicht.

    Was Machtpolitik bedeutet, wird uns von China, Russland, Indien, den USA und anderen Ländern fast schon tagtäglich vorgeführt. Nur Europa sitzt in seiner politisch korrekten Versifftheit herum, und der Herr Schulz sagt uns in seiner bereits unerträglichen Arroganz tagtäglich (ausgenommen im Sommerloch), was richtig und was falsch ist.

    Der erste Politiker, der Ansätze von Machtpolitik erkennen ließ, als er die Balkanroute trotz giftig-hetzerischer Töne von Links sperren ließ, ist Minister Kurz. (Apropos: Alles Gute zum runden Geburtstag!)

    Europa hat absalutiert. Die aktuelle Garde ist schwach und hängt tränensäckig in den Seilen. Ein müder Kontinent. Kommissar Hahn war gestern in ZiB2 ein Symbol dafür. Er wirkte müde, hat viel geredet, aber nichts gesagt.

    Es kann sich nur etwas ändern, wenn eine neue aktive Politikergeneration heranreift, die den Stier bei den Hörnern packt und die verbrannte Erde, die die heutige Politikergeneration angerichtet hat, wieder begrünt.

    • Sandwalk
      27. August 2016 08:30

      Europa ist ein wirtschaftlicher Riese, *)
      ein politischer Zwerg und
      ein militärischer Wurm.

      *) Wie lange noch?

    • dssm
      27. August 2016 10:36

      @El Capitan
      Die Geschichte mit dem Pass ist der orwellsche Klassiker. Wenn Sie den Behörden unangenehm auffallen, so ist das Abgeben des Reisepasses die erste Maßnahme. Ein echter Asylsuchender (=Dissident) wird also ohne Pass kommen!

      Da aber alle ein Mobiltelephon haben, bräuchte man nur in den Asylzentren ein WLAN und eine GSM-Zelle einrichten, diese polizeilich auswerten und schon hätten wir den Geburtsort des Asylwerbers, allfällige echte Gründe (=Widerstand gegen eine Diktatur) und natürlich den echten Namen.

  22. Cato
    27. August 2016 07:41

    Europa hat seine Existenz - als politische Kategorie - bereits verloren.

    Die entscheidenden politischen Entschlüssewerden von der deutschen Kanzlerin getroffen und auch vorgetragen. Wenn über die Grundsatzfragen Europas gesprochen wird sieht man und man nur die deutsche Kanzlerin.

    Dieses Europa wird ausschliesslich von Deutschland dominiert. Und Deutschland wird von zwei klerikalen protestantischen Politikern in christlicher Weltfremdheit geführt. Und deutsche Politik leidet unter dem Nazisyndrom. Alles zu vermeiden, das irgendeine Stimme der Welt Deutschland in die Nähe nationalsozialistischer Verhaltensweisen bringt. Dieses Trauma prägt die politische KlasseDeutschlands, führt zu völliger Wehrlosigkeit und christliche motivierter Weltfremdheit.

    Und dieses Deutschland zwingt den europäischen Staaten, die sich derzeit noch in derUnion befinden, dieses Trauma auf. Macht deutsches Trauma zu europäischem Trauma.

    Damit ist das politische Europa nur ein Scheinkonstrukt.
    Der "Präsident" Europas existiert realpolitisch nicht.

    Spricht USA von Weltwirtschaft - man höre die Reden der Präsidentschaftskandidaten - dann werden die weltpolitischen Rivalen im globalen Wettbewerb genannt mit China, Deutschland, Japan. Nicht Europa. Denn dieses existiert für die realpolitsche Betrachtung aus US-amerikanischer Sicht nicht.

    Dieses Europa existiert politisch nicht. Es ist zu hoffen, dass es neu organisiert und konstituiert wird. Von Realpolitikern und nicht christlichen Weltverbesseren und Träumern.

  23. Cotopaxi
    27. August 2016 07:40

    Die EUdSSR sollte die legitime Regierung, das ist die Assad-Regierung, unterstützen und das völkerrechtswidrige Eindringen der Türkei und der USA und von ausländischen Dschihadisten streng verurteilen. Ebenso die völkerrechtswidrige Einmischung von Saudiarabien und von Katar.
    Im Gegensatz dazu hat Russland die Einwilligung der syrischen Regierung zur militärischen Intervention.
    Die syrische Regierung möge dann mit seinen Gegner verfahren, wie es im Orient üblich.
    Und schon ist die Gegend befriedet.





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