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Venezuela: Das nächste Debakel

Lesezeit: 2:30

In keinem Land der Welt hat sich in der letzten Dekade die wirtschaftliche und soziale Lage so katastrophal verschlechtert wie in Venezuela. Dabei ist die Politik jenes (rohstoffreichen!) Landes einst von vielen sozialistischen Ideologen als vorbildlich bejubelt worden, darunter beschämenderweise auch von dem bei manchen linken Medien beliebten Nobelpreisträger Joseph Stiglitz.

Venezuela ist heute jedoch ein Beispiel des katastrophalen Scheiterns antimarktwirtschaftlicher und unternehmerfeindlicher Politik. Trotz vieler ähnlicher Katastrophen wird eine solche Politik von Lehrsaaltheoretikern und ideologischen Träumern aber immer wieder neu propagiert. Sie behaupten, man müsse den Sozialismus nur richtig machen, dann würde er schon funktionieren. Er hat nur nie funktioniert.

Es dauert freilich immer Jahre, bis das Scheitern dieser Traumpolitik – die sich einmal Gemeinwohl-Ökonomie, ein andermal „real existierender Sozialismus“ oder „Dritter Weg“ nennt – offenkundig ist; und es dauert dann nach dem Crash Jahrzehnte, bis sich die Länder davon erholen. Viele Staaten Osteuropas haben das bis heute noch nicht ganz geschafft. Erst jetzt kann sein nördlicher Teil – vom Baltikum bis Ungarn – das wohlstandsmatte Westeuropa zu überholen beginnen (das sich selbst zunehmend von der Marktwirtschaft entfernt).

Einige Fakten zu Venezuela, die heute von all jenen, die einst über dessen sozialistischen Weg gejubelt haben, beschwiegen werden: 700 Prozent Inflation, seit vielen Jahren ein sattes Minuswachstum, ein Viertel ist arbeitslos, kaum noch Medikamente in den Krankenhäusern, nur noch wenige Stunden Strom, die Läden sind weitgehend leer, es wird kaum noch etwas exportiert (weil die Zentralbank Deviseneinnahmen nur in der wertlosen Landeswährung auszahlt). Dazu kommen fast logischerweise immer schärfere autoritäre Maßnahmen des um sein Überleben bangenden Regimes, die in einen Bürgerkrieg zu münden drohen.

Umso schockierender ist es, die einstige Begeisterung  von Stiglitz über den venezolanischen Weg nachzulesen:

  • „Relativ hohe Inflation ist nicht notwendigerweise schädlich für die Wirtschaft.“
  • Venezuela hat eine Politik gemacht, „die seinen Bürgern und der wirtschaftlichen Entwicklung nutzt“.
  • „Es war nicht gut für die Zentralbank, exzessive Autonomie zu haben“ (in der Folge wurde prompt die Autonomie der Notenbank beendet).
  • Länder wie Venezuela würden nur deshalb „als populistisch getadelt, weil sie den Armen Erziehung und Gesundheit zukommen lassen“.
  • Gleichzeitig tadelte Stiglitz heftig die Freihandelsabkommen der USA mit Kolumbien und anderen Staaten, weil diese „dabei versagen, den Völkern Nutzen zu bringen“.

Inzwischen muss selbst die linksliberale „Zeit“ Kolumbien mit seiner marktwirtschaftlichen Politik als den „Star“ Lateinamerikas bezeichnen; das Land hat alljährlich satte Wachstumsraten, einstellige Inflationsraten und seit 2000 eine Verdopplung des BIP pro Einwohner…

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    23x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2016 07:04

    Ich kenne Leute, die Hugo Chavez verehren.
    Sind eher seltsame Figuren, aber sie werden teilweise wegen ihrer sozialen Einstellung respektiert. Das Gutsein erfreut sich halt großer Beliebtheit bei vielen Menschen, ist ja viel herzeigbarer als die altvattrische Haltung eines verkniffenen Tropfes, der von Leistung und Eigenverantwortung brabbelt.

    In jungen Jahren verbrachte ich einige Monate in Venezuela, es war die Zeit relativ kurz nach der "goldenen" Zeit von "Venezolita-Saudita", wie die Venezolaner zu sagen pflegten, als die Hausmädchen es sich buchstäblich leisten konnten am Wochenende nach Miami zum Einkaufen zu jetten. Durch einen künstlich hoch gehaltenen Bolivar, natürlich.

    Auch in den Monaten meines Aufenthalts war die Wirtschaftslage dank des Erdöls und geringer Bevölkerungszahl noch hervorragend, Investitionen, Maschinen, Fahrzeuge wurden massiv subventioniert, ein El Dorado für kapitalschwache Firmengründer.

    Später bereiste ich Venezuela ein paar mal, alles noch in kapitalistischen Zeiten. Die Subventionen und auch Stützung der Landeswährung war vorbei, die Bevölkerung stark gewachsen, die Präsidentenfamilien klauten in jeder Amtsperiode ein paar Milliarden, der Bolivar war schwach, trotzdem waren alle Waren vorhanden, es gab Jobs trotz der damals schon sehr unternehmerfeindlichen Arbeitsgesetzgebung und Dinge waren verhältnismäßig billig, wenn auch vielleicht nicht für die einkommensschwächsten Menschen. Typisches Bild eines sich entwickelnden Landes.

    Nach der Machtübernahme durch den spinnenden, sich selbst beweihräuchernden, kommunisten Fallschirmjäger Chavez ein Absturz ins Bodenlose. Soziale Errungenschaften für die Ärmsten ja, darauf basierte seine Macht, aber gleichzeitig Vernichtung der Leistungswilligkeit mit folgendem Zusammenbruch der Wirtschaft und sogar Erdölindustrie. Eine wahre sozialistische Meisterleistung, da sind unsere Sozis Hilfsschüler dagegen, daher verehren sie Chavez als nachzueifernde Ikone.

    Es ist halt leichter ein Entwicklungsland zu ruinieren, als einen traditionellen Kultur- und Leistungsstaat wie Österreich. Aber keine Sorge, der dichten Besetzung aller politisch wichtigen Ämter durch edle sozialverantwortliche Neomurxisten wird auch das noch gelingen. Alles nur eine Frage der Zeit und des Einlullens des Wahlviehs. Ähnlich wie in dem einst reichen Venezuela.

    Zeit für eine Konterrevolution, oder nicht?

    Wann werden Sozis verstehen, daß es nicht funktioniert, gegen die Natur des Menschen zu arbeiten, sondern sie sich durch das geeignete Gesellschaftssystem zunutze zu machen? Es ist nichts als eine simple Erkenntnis einer simplen Wahrheit.
    Leider verstehen die pseudoreligiösen Sozis Wahrheit nicht als etwas nach menschlicher Erkenntnis Absolutes, sondern als verdrehbares Konstrukt.
    Und so verhalten sie sich auch.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorteifl eini!
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2016 07:04

    Ja, es ist immer wieder erstaunlich, dass sozialistische Zwangs- und Interventionspolitik wider jede Evidenz immer noch als Allheilmittel gesehen wird.

    Ich kann es natürlich verstehen, wenn irgendein kleiner Grätzellinker, der direkt aus dem österreichischen Schulsystem ins Soziologie- oder Anthrologiestudium wechselte, den Zusammenhang von Privateigentum, Freiheit, Marktwirtschaft mit Produktivität, Innovation und Gesamtoutput nicht nachvollziehen kann. Wenn aber ein Stiglitz oder ein Krugman immer lauter ins interventionistische Horn blasen, dann wird es bitter.

    Weil ich es gerades lese: was Mises über sozialistische Wirtschaftspolitik bzw. den Interventionismus schon Mitte der 30er-Jahre in "Liberalismus" geschrieben hatte, hat an Aktualität nichts eingebüßt. Da ist zum Beispiel vom Wiener Wohnungsmarkt die Rede und wie Mietobergrenzen das Angebot verknappen. Inzwischen ist der Kommunismus an seinen fundamentalen ökonomischen Irrtümern zerbrochen und die Finanzmärkte an falscher Geldpolitik.

    Und wir werden von einem Kanzler vertreten, der von Maschinensteuern und Arbeitszeitverkürzungen schwafelt bzw. müssen wir schon wieder über das Grundeinkommen debattieren. Hoffnungslos!

  3. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2016 09:26

    Das ist normal. Wie endete denn Sozialismus jemals anders als in Armut, Elend und Zusammenbruch?
    Die Beispiele sind sonder Zahl zu bewundern, aber es gibt nach wie vor Trotteln, die es nochmal versuchen müssen, um es am eigenen Leib auszukosten.

    Und dieser Stieglitz ist nur ein Beweis für den alten Spruch "Die Mohren bleiben Mohren trotz aller Professoren".

    Und bisweilen erhalten derlei Professoren sogar den Nobelpreis.

  4. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2016 08:11

    Venezuela – Ecuador, der Vergleich macht Sie sicher!

    Venezuela, Kolumbien und Ecuador sind drei Staaten, die nach den Befreiungskriegen aus Großkolumbien hervorgegangen sind. Die drei Staaten haben sogar die gleichen Nationalflaggen. Es ist daher sinnvoll diese Staaten zu vergleichen, vor allem Ecuador und Venezuela. Beide haben gleiche Vergangenheit, beide haben vergleichbare Strukturen, beide sind OPEC-Länder)

    Ecuador hat einen feschen sozialistischen Präsidenten (Rafael Corea), der eine Art „Sozialismus light“ betreibt. Einen harten Chavismus wie in Venezuela kann er nicht umsetzen, weil es in Ecuador zwei politische Gegenpole gibt, die bürgerliche Hafenstadt Guayaquil und die rote Hauptstadt Quito in den Anden. Corea ist daher zu Kompromissen gezwungen, vor allem im wirtschaftlichen Bereich. Wenn man Ecuador bereist, stellt man bescheidenen Wohlstand fest. Sogar den Ureinwohnern, den Otavalos, geht es einigermaßen gut, die vielen Märkte im Land blühen, das Schulsystem ist leistungsfähig. Die Landeswährung ist übrigens der US-Dollar.

    In Venezuela hat Hugo Chavez jede ausländische Investition an Firmen gebunden, die zu mindestens 50% unter venezolanischer Beteiligung stehen. Das ist natürlich wirtschaftspolitischer Wahnsinn. Das hat dazu geführt, dass sich im Land eine verfaulte aber stinkreiche rote Nomenklatura gebildet hat, die von den wenigen ausländischen Investoren Schutzgelder abpressen. Das Volk blieb dabei auf der Strecke. Es ist mir daher ein Rätsel, warum man die Wahnsinnspolitik dieser kommunistischen Chavez-Bande als vorbildlich darstellt.

    In Venezuela lief es so wie in allen sozialistischen Staaten (Sowjetunion, Osteuropa, China, Nordkorea, Kambodscha usw.). Eine kleine wirtschaftlich unbedarfte Verbrecherclique bereicherte sich am Volk und ließ sich von einer Gruppe leichtgläubiger aber einflussreicher Deppen (Journalisten, Philosophen, Politiker) international als „fortschrittlich“ und „gerecht“ feiern.

    Bezüglich Österreich mache ich mir Sorgen, weil die sozialistische Politik nach und nach Investoren (vulgo böse Kapitalisten) vertreibt. Über Vermögenssteuer, Wertschöpfungsabgabe und andere Steuern kann man durchaus reden, aber wer die österreichische sozialistische Nomenklatura kennt, der weiß, dass diese Kerle nie und nimmer an aufkommensneutrale Steuern denken. Es geht immer nur um ein _mehr_, das den Menschen abgepresst werden soll, damit der Wiener Bürgermeister seine Boulevardjournalisten fürstlich entlohnen kann.

    Noch sind wir vom Schicksal Venezuelas weit entfernt, aber wer dieses Modell als „gerecht“ anpreist ist ein – Verzeihung – Dummbeutel, zumindest ein unverbesserlicher Ignorant.

  5. Ausgezeichneter KommentatorBob
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2016 09:45

    Auch unser hochverehrter Spezialist der Ökonom Stefan Schulmeister würde uns mit seinem wirtschaflichen Denken direkt ins Soziparadies führen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2016 14:53

    O.T. Die Totengräber der Demokratie, die auch Venezuela töteten, tagen in Dresden.
    Machteliten: Sie wollen doch nur das Beste für den Planeten
    Marcus Klöckner 11.06.2016
    Ein Kommentar zur Debatte um die Bewertung der Bilderberg-Konferenz
    Was ist schon dabei, wenn sich 130 führende Persönlichkeiten für drei Tage zu einer Konferenz hinter verschlossenen Türen treffen? Wo liegt das Problem, wenn sich fernab der Öffentlichkeit der Vorstandsvorsitzende der Airbus Group, die Bundesverteidigungsministerin oder der ehemalige Oberkommandierende der NATO über Themen wie das Prekariat, die Mittelklasse oder Geopolitik unterhalten? Darf es den Mächtigen nicht gestattet sein, gemeinsam über die Probleme dieser Welt zu diskutieren, ohne dass die Presse jedes gesagte Wort auf die Goldwaage legt? Haben nicht auch die Weltenlenker und Wirtschaftskapitäne ein Recht darauf, sich in einem privaten Rahmen untereinander auszutauschen und in Ruhe zu diskutieren?

    So berechtigt diese Fragen auch vordergründig sein mögen, so gefährlich für die Demokratie ist die Naivität, die in ihnen wurzelt.

    Zum Vorschein kommt darin eine Haltung, die mit einer nur schwer zu ertragenden Portion Realitätsverweigerung das Bild einer Elite zeichnet, das in seiner Eindimensionalität allenfalls etwas für den Sachkundeunterricht in der Grundschule sein könnte. Doch wer die Tage die Berichterstattung verfolgt, muss feststellten: Oft genug bahnt sich in Sachen Bilderberg eine naive demokratietheoretische Betrachtung ihren Weg, die an Einfalt kaum zu überbieten ist.

    Die eingeladenen Eliten und Machteliten, so der Tenor, geben dem erlauchten Gremium die Ehre, um sich im Rahmen eines netten Kaffekränzchens gegenseitig den Nacken zu kraulen und nebenbei bereichern sie die Zusammenkunft bei politischen Debatten durch ihr großes Wissen und ihre exponierte Stellung innerhalb der Gesellschaft. Zwischendurch genießt man ein gutes Essen oder geht gemeinsam in die Sauna. Bilderberg: Ein Debattierclub mit Wohlfühlcharakter.

    Machtstrukturen im Windschatten der Demokratien

    Wer so die Bilderberg-Konferenzen wahrnimmt und beschönigt, ignoriert das Phänomen einer Elite, die sich aus den demokratischen Strukturen (aber auch aus der Gesellschaft) ausdifferenziert. Wer Bilderberg das Etikett der legitimen privaten Diskussionsrunde anhaftet, verharmlost die diskreten Formen von Macht, Herrschaft und Beeinflussung, wie sie in Demokratien existieren. Wer Bilderberg zum bloßen Plauderründchen der gesellschaftlichen Eliten verklärt, bemäntelt die Machtstrukturen, die sich im Windschatten der Demokratien befinden und aus deren Innern heraus massiver Einfluss auf politische Prozesse genommen wird.

    Die Gefahren für die Demokratie, die sich aus einer machtelitären Beeinflussung der Weltpolitik ergeben, scheinen für die Verharmloser der Bilderberg-Konferenzen nicht existent. Wenn Machteliten zusammenkommen, um gemeinsam in einem vorgelagerten politischen Formierungsprozess die Marschrichtung der Weltpolitik zu kartographieren – und sei dies auch erst einmal nur gedanklich -, dabei aber Vertreter von weiten Teilen der Gesellschaft ausklammern, dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Politik, die in erster Linie die Interessen ihrer Impuls- und Ideengeber berücksichtigt, groß.

    Nein, Bilderberg ist keine geheime Weltregierung. Ja, politische Gestaltungsprozesse sind komplex. Sie unterliegen einer Vielzahl von inneren und äußeren Einflüssen. Nein, die Machteliten, die bei Bilderberg zusammen kommen, sind nicht allmächtig. Auch sie mögen oft, trotz all ihres Einflusses, den Eigendynamiken politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen nichts entgegenzusetzen.

    Aber mindestens so falsch, wie Bilderberg Allmächtigkeit zu unterstellen, wäre es, die Reichweitenmacht der Konferenzteilnehmer zu unterschätzen. Der US-amerikanische Soziologe Charles Wright Mills, dessen Theorie der Machtelite sich in diesem Jahr zum 60. Mal jährt, hat in seinem längst zu einem Standardwerk der kritischen politischen Soziologie gehörenden Buch "The Power Elite" überzeugend aufgezeigt, dass Machteliten weder allmächtig, noch ohnmächtig sind. Ihre Macht liegt irgendwo dazwischen – und damit übersteigt sie bei Weitem die Handlungsmacht der "einfachen" Menschen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2016 11:04

    Erschütternd mit anzusehen, worauf wir auch zusteuern.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKnut
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2016 07:06

    Dieses Spiel kennen wir doch schon bis zum Abwinken. Wenn es in Venezuela düster ausschaut und auch noch ein Bürgerkrieg droht, kann es nur eine Ursache geben.

    Die Amis haben überall im Hintergrund ihre Finger im Spiel.

    Natürlich werden dann in höchster Not die Amis als die großen "Retter" auftreten ..... und alle Bodenschätze retten.


alle Kommentare

  1. Dr. Knölge (kein Partner)
    13. Juni 2016 13:39

    Das ist ein Thema, das sich wie kaum ein anderes eignet, die geistige Beschränktheit und Unbelehrbarkeit allzu vieler Menschen zu demonstrieren. Mir fällt dazu ein chinesisches Sprichwort ein:
    Der dumme Mensch macht Fehler und lernt nichts dazu.
    Der kluge Mensch macht einen Fehler und lernt daraus.
    Der weise Mensch lernt aus den Fehlern anderer.

  2. Tik Tak from far away (kein Partner)
    13. Juni 2016 09:20

    Na gehh.

    Wo doch die Julia Herr, die Chefin der jungen Sozialisten, Venezuela als Vorbild für die österreichische Wirtschafts- und Sozialpolitik bezeichnet hat.

    Wann?

    Heuer noch, da war die Misere in Venezuela schon gut zu sehen.

    Andererseits, vielleicht meinst sie ja auch die Korruption bei der Österreich mit Venezuela ganz gut mithalten kann.

  3. Knut (kein Partner)
    13. Juni 2016 07:06

    Dieses Spiel kennen wir doch schon bis zum Abwinken. Wenn es in Venezuela düster ausschaut und auch noch ein Bürgerkrieg droht, kann es nur eine Ursache geben.

    Die Amis haben überall im Hintergrund ihre Finger im Spiel.

    Natürlich werden dann in höchster Not die Amis als die großen "Retter" auftreten ..... und alle Bodenschätze retten.

    • Undine
      13. Juni 2016 21:21

      @Knut

      *****!

      Noch ein bißchen deutlicher: .......... und alle Bodenschätze FÜR SICH retten.

      In allen Staaten, die bisher von den Amis "gerettet" worden sind---und das sind sehr viele!---bleibt CHAOS zurück, das in Jahrzehnten nicht gelöst werden kann.

      Auf diese Weise PRODUZIERT man wie am Fließbach sogenannte FLÜCHTLINGE, die erstaunlicherweise alle nur nach Europa, am liebsten aber gleich nach Deutschland und Österreich wollen. Und damit alles wie am Schnürchen funktioniert, dafür garantiert George SOROS.

    • Bruno (kein Partner)
      15. Juni 2016 11:00

      Natürlich steckt die USA dahinter: goggelt nur "Appell an China und Russland: Lasst bitte nicht Venezuela fallen!"

      Ein offener Brief an Wladimir Putin und Xi Jinping

      Dieser Appell an China und Russland von André Vltchek ‚ Lasst bitte nicht Venezuela fallen‘ passt hervorragend zum gestrigen Artikel ‚ USA bereiten Sturz von Präsident Evo Morales vor. Es ist ein leidenschaftlicher Aufruf, Hilferuf für ganz Lateinamerika und seine Völker, sie nicht dem gefräßigen Ungeheuer im Norden zu überlassen, im eigenen Interesse, im Interesse der BRICS, der ganzen Menschheit.

  4. Anmerkung (kein Partner)
    13. Juni 2016 05:41

    Gegen den Sozialismus, sozusagen die 08/15-Version der mit dem Humanismus modern gewordenen atheistischen Weltanschauung, wird kein Kraut gewachsen sein, solange keine Konsequenzen aus dem Sachverhalt gezogen werden, dass nach der Metamorphose der religiösen Weltanschauungen zum Atheismus die religiöse Vorstellung von einem göttlichen Weltschöpfer zwangsläufig in (menschliche) Weltumbauversuche mit einem dafür unzulänglichen Werkzeug, nämlich dem Gehirn eines Lebewesens, mündet.

  5. Helmut HGR.
    12. Juni 2016 21:49

    "bei manchen linken Medien beliebten Nobelpreisträger Joseph Stiglitz"

    Jeder weiß doch, daß Stiglitz ein mit sowjetischer Ideologie verseuchter Kommunist ist.
    Diese Ideologie führte zu der kollektiven Armut der Sowjetunion bis zur Wende.

    Aber leider zu viele Menschen mögen das.
    "Hauptsache der Nachbar hat nicht mehr, auch wenn ich dadurch weniger habe."

    Traurig.

  6. Susanne Chmela
    12. Juni 2016 15:02

    Ich schlage vor, einen Sonderflug nach Venezuela zu organisieren. Dabei können die Spitzen der SPÖ und Grünen (besonders auch aus Wien) auf einer "Bildungsreise" die Vor- und Nachteile eines linken Landes vor Ort studieren.

    • Undine
      12. Juni 2016 21:00

      ....und gleich dortbleiben, um an Ort und Stelle lebenslang lernen zu können!!!! Außerdem ersparten wir uns den teuren Rückflug! ;-)

  7. HDW
    11. Juni 2016 17:40

    Der Glaube alle Menschen seien gut, nur die Umstände sind schlecht, ist so alt wie die Religionen auch, besonders die monotheistischen, und da besonders die Sekten!
    Der freimaurerische und der nationalistische Sozialismus seit der grossen Revolution versucht aber, weil atheistisch, die regelmässig notwendig erfolgenden Mißerfolge dieser utopistischen Religion nicht durch den Teufel zu erkären sondern durch dauerndes hyperzyklisches Generieren immer komplizierter und immer esoterischer daherkommender Metatheorien.
    Das "Prinzip Hoffnung", den Vorschein des innerweltlichen Paradieses, aufrechtzuerhalten. Vermittels einer, wie Maden im Speck, gut lebenden Nomenklatura versteht sich!
    Die Kulturrevolution als permanente, zerstört das verstehende Lernen aus der Geschichte a priori für jede nachwachsende Generation, möglichst schon im Kindergarten durch falsche Mythenbildung.
    Daher ja: Konterrevolution, bevor durch bewusste Förderung dieser Massenimmigration wieder eine "Revolutinäre Situation" geschaffen wird!

  8. cicero
    11. Juni 2016 15:25

    Wie es Venezuela nach der Eroberung durch das Kapital gehen wird:
    Die argentinische Behörde für Rundfunk und Fernsehen hat den Beschluss gefasst, den Nachrichtensender RT aus dem kostenlosen staatlichen Netz auszuschließen. RT wird nun ausschließlich per Kabel zu empfangen sein.

    „Kaum war in Argentinien eine US-Marionette an die Macht gekommen, wurde dort dieser Beschluss gefasst, den Sender RT aus dem staatlichen Netz zu nehmen“, so der Politiker. „Sollen wir vielleicht unseren Markt vor ihrem Fleisch schützen?“, fuhr Puschkow fort.

    Argentinien hatte letztes Jahr eine neue Führung bekommen: Anstelle der links gerichteten Cristina Fernandez de Kirchner war Mauricio Macri von der rechten Opposition zum neuen Präsidenten gewählt worden. Im März 2016 hatte die argentinische Justiz ein Verfahren gegen die ehemalige Staatschefin ein Verfahren wegen Untreue im Amt eingeleitet.
    Weiterlesen: http://de.sputniknews.com/politik/20160611/310556440/us-kreatur-macht-puschkow-sendeschluss-rt-argentinien.html#ixzz4BHE5zTs0

  9. Undine
    11. Juni 2016 15:04

    OT---aber mMn gibt es durch unsere Kulturbereicherer NICHTS ALS PROBLEME---wenn jemandem etwas Positives an den Kulturbereicherern einfallen sollte, das meine negative Bilanz ad absurdum führen kann, wäre ich gespannt!

    "Burkini-Verbot in Bayern schlägt hohe Wellen"

    https://www.unzensuriert.at/content/0020993-Burkini-Verbot-Bayern-schlaegt-hohe-Wellen?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Ich finde das BURKINI-VERBOT absolut richtig.

    Auch hier finde ich, daß der CDU-Mann richtig gehandelt hat:

    "CDU-Gemeinderat soll sich entschuldigen, weil er renitenten Asylwerber aus Supermarkt entfernt hat"

    https://www.unzensuriert.at/content/0020972-CDU-Gemeinderat-soll-sich-entschuldigen-weil-er-renitenten-Asylwerber-aus-Supermarkt?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    "ASYL durch die HINTERTÜR?

    "Massentaufen von Muslimen in Österreich sollen Abschiebung verhindern"

    https://www.unzensuriert.at/content/0020990-Massentaufen-von-Muslimen-Oesterreich-sollen-Abschiebung-verhindert?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Ob da echte Freude aufkommen kann bei unserem gutmenschlich-verwirrten Klerus?

    • Gandalf
      11. Juni 2016 22:15

      @ Undine:
      Weil Sie einen Bericht über die Entfernung eines renitenten Asylwerbers aus einem Supermarkt erwähnen: Wann tun wir als Österreicher mit Gemeinsinn und Gefühl für Ordnung und Sitte uns zusammen und boykottieren alle Supermärkte, die es nach wie vor gestatten, dass vor ihren Läden dreckige Zigeuner (:Achtung! bewusste Provokation:!) stehen und so tun, als würden sie den Augustin oder ein anderes Mistblattl verkaufen wollen, in Wahrheit aber nur schlicht und ergreifend schäbig betteln? Die Supermarktbetreiber könnten das Gesindel wegweisen - Privatgrund! Sie tun es aber nicht - warum? Auf briefliche Anfragen bei Rewe, Spar und Co habe ich keine befriedigenden Antwort bekommen.

    • Undine
      12. Juni 2016 21:32

      @Gandalf

      Sie sprechen mir aus der Seele! Nachdem diese Großmärkte auch den letzten Kaufmann /Greißler "umgebracht" haben, ist es halt nicht so leicht, Supermärkte zu vermeiden. Ich habe das seltene Glück, nebenan noch einen echten Bäcker zu haben. Die Milch hole ich bei der "Blechkuh"---frisch gemolken, das Mehl bekomme ich in der nahen Mühle, mit Obst und Gemüse, Schwammerln, Eiern, Käse und einer unglaublichen Vielfalt an Brot und Gebäck decke ich mich am MI am Wochen- und am SA am Bauernmarkt ein. Auch Fleisch bekomme ich dort---schlachtfrisch! Beim nahen SPAR-Markt besorge ich den Rest. Prinzipiell meide ich Großmärkte und Großkaufhäuser---schon alleine die "Musikberieselung" macht mich wahnsinnig!

      Allerdings wimmelt es leider auch auf unseren Märkten vor zahllosen Bettlern! Manche von denen trifft man in einigen Nachbarorten bei deren Wochenmärkten an---eine Art "Bettler-Markt-Tourismus"! WIDERLICH! Die Stadt Salzburg hingegen hat das Bettler-Problem jetzt einigermaßen in den Griff bekommen. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, daß es bis vor 25 Jahren keinen einzigen Bettler in Ö gegeben hat!

    • Gandalf
      13. Juni 2016 10:05

      @ Undine:
      Ja, da geht es Ihnen halt doch noch viel besser als uns in Wien und Umgebung; wir sind leider weitgehend auf die grossen Ketten angewiesen; und im übrigen: Hier stehen die Augustin - Bettler auch vor den Spar - Filialen und halten die Hand auf. Abstoßend. Und das Betteln im öfentlichen Raum ist widerlicher denn je. Salzburg hat bewiesen, dass es geht, aber Häupl und Wassilakuh denken nicht im Traum an ein Bettelverbot.

  10. socrates
    11. Juni 2016 14:53

    O.T. Die Totengräber der Demokratie, die auch Venezuela töteten, tagen in Dresden.
    Machteliten: Sie wollen doch nur das Beste für den Planeten
    Marcus Klöckner 11.06.2016
    Ein Kommentar zur Debatte um die Bewertung der Bilderberg-Konferenz
    Was ist schon dabei, wenn sich 130 führende Persönlichkeiten für drei Tage zu einer Konferenz hinter verschlossenen Türen treffen? Wo liegt das Problem, wenn sich fernab der Öffentlichkeit der Vorstandsvorsitzende der Airbus Group, die Bundesverteidigungsministerin oder der ehemalige Oberkommandierende der NATO über Themen wie das Prekariat, die Mittelklasse oder Geopolitik unterhalten? Darf es den Mächtigen nicht gestattet sein, gemeinsam über die Probleme dieser Welt zu diskutieren, ohne dass die Presse jedes gesagte Wort auf die Goldwaage legt? Haben nicht auch die Weltenlenker und Wirtschaftskapitäne ein Recht darauf, sich in einem privaten Rahmen untereinander auszutauschen und in Ruhe zu diskutieren?

    So berechtigt diese Fragen auch vordergründig sein mögen, so gefährlich für die Demokratie ist die Naivität, die in ihnen wurzelt.

    Zum Vorschein kommt darin eine Haltung, die mit einer nur schwer zu ertragenden Portion Realitätsverweigerung das Bild einer Elite zeichnet, das in seiner Eindimensionalität allenfalls etwas für den Sachkundeunterricht in der Grundschule sein könnte. Doch wer die Tage die Berichterstattung verfolgt, muss feststellten: Oft genug bahnt sich in Sachen Bilderberg eine naive demokratietheoretische Betrachtung ihren Weg, die an Einfalt kaum zu überbieten ist.

    Die eingeladenen Eliten und Machteliten, so der Tenor, geben dem erlauchten Gremium die Ehre, um sich im Rahmen eines netten Kaffekränzchens gegenseitig den Nacken zu kraulen und nebenbei bereichern sie die Zusammenkunft bei politischen Debatten durch ihr großes Wissen und ihre exponierte Stellung innerhalb der Gesellschaft. Zwischendurch genießt man ein gutes Essen oder geht gemeinsam in die Sauna. Bilderberg: Ein Debattierclub mit Wohlfühlcharakter.

    Machtstrukturen im Windschatten der Demokratien

    Wer so die Bilderberg-Konferenzen wahrnimmt und beschönigt, ignoriert das Phänomen einer Elite, die sich aus den demokratischen Strukturen (aber auch aus der Gesellschaft) ausdifferenziert. Wer Bilderberg das Etikett der legitimen privaten Diskussionsrunde anhaftet, verharmlost die diskreten Formen von Macht, Herrschaft und Beeinflussung, wie sie in Demokratien existieren. Wer Bilderberg zum bloßen Plauderründchen der gesellschaftlichen Eliten verklärt, bemäntelt die Machtstrukturen, die sich im Windschatten der Demokratien befinden und aus deren Innern heraus massiver Einfluss auf politische Prozesse genommen wird.

    Die Gefahren für die Demokratie, die sich aus einer machtelitären Beeinflussung der Weltpolitik ergeben, scheinen für die Verharmloser der Bilderberg-Konferenzen nicht existent. Wenn Machteliten zusammenkommen, um gemeinsam in einem vorgelagerten politischen Formierungsprozess die Marschrichtung der Weltpolitik zu kartographieren – und sei dies auch erst einmal nur gedanklich -, dabei aber Vertreter von weiten Teilen der Gesellschaft ausklammern, dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Politik, die in erster Linie die Interessen ihrer Impuls- und Ideengeber berücksichtigt, groß.

    Nein, Bilderberg ist keine geheime Weltregierung. Ja, politische Gestaltungsprozesse sind komplex. Sie unterliegen einer Vielzahl von inneren und äußeren Einflüssen. Nein, die Machteliten, die bei Bilderberg zusammen kommen, sind nicht allmächtig. Auch sie mögen oft, trotz all ihres Einflusses, den Eigendynamiken politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen nichts entgegenzusetzen.

    Aber mindestens so falsch, wie Bilderberg Allmächtigkeit zu unterstellen, wäre es, die Reichweitenmacht der Konferenzteilnehmer zu unterschätzen. Der US-amerikanische Soziologe Charles Wright Mills, dessen Theorie der Machtelite sich in diesem Jahr zum 60. Mal jährt, hat in seinem längst zu einem Standardwerk der kritischen politischen Soziologie gehörenden Buch "The Power Elite" überzeugend aufgezeigt, dass Machteliten weder allmächtig, noch ohnmächtig sind. Ihre Macht liegt irgendwo dazwischen – und damit übersteigt sie bei Weitem die Handlungsmacht der "einfachen" Menschen.

  11. Undine
    11. Juni 2016 14:50

    Kleine Mittagsjournal-Nachlese:

    Wieder einmal zeigte sich der ORF als den ROTEN / GRÜNEN höriger Stimmungsmacher par excellence: Raimund LÖW als williger linxlinker ORF-Mann durfte mehr oder weniger durchsichtig und dreist Kritik an Sebastian KURZ, verpackt in einem "natürlich gaaanz objektiven Bericht a la ORF", üben, und zwar nicht zum ersten Mal zu diesem Thema!:

    "Australien: Pro und contra Flüchtlingspolitik!

    http://oe1.orf.at/konsole_small?url=http%3A%2F%2Fapasfftp1.apa.at%2Foe1%2Fnews%2F00027008.MP3&audio_title =

    • socrates
      11. Juni 2016 14:56

      Wie ich sagte: Gesetze sind nur für Private und Kleine. Die Australier halten sich an das Seerecht.

    • Undine
      11. Juni 2016 16:38

      @Kleiner Nachtrag zur MJ-Nachlese:

      Dachte ich mir's doch, daß das "Welcome-Theater" an den Bahnhöfen zum Teil zur BESCHÄFTIGUNGS-THERAPIE für frustrierte Leute gut war: Eine "Flüchtlingshelferin" erzählte, daß alle, als der "Welcome-Zauber" aus war, eine richtige LEERE verspürten, ja sogar in ein tiefes Loch gefallen seien, und daß sie alle hofften, sie könnten weitermachen---aber dann gingen ihnen offenbar die "Schutzsuchenden" aus.....

      "Integrationsprojekt in Traiskirchen"

      http://oe1.orf.at/konsole_small?url=http%3A%2F%2Fapasfftp1.apa.at%2Foe1%2Fnews%2F00027009.MP3&audio_title =

      Jetzt wird die Therapie für frustrierte Flüchtlingshelfer in Traiskirchen fortgesetzt---es wird GEGARTELT zur Integration!

  12. Undine
    11. Juni 2016 14:38

    "In Venezuela spitzt sich die Lage dramatisch zu"

    "In den vergangenen Wochen haben die Verhältnisse in Venezuela dramatische Dimension angenommen. Dabei gelten die Plünderungen von Supermärkten als landestypisch und dienen als Gradmesser für die verheerende Versorgungslage breiter Bevölkerungsschichten. Die Energiekrise schlägt sich auch in den Hospitälern des Landes nieder. Klinikärzte richten Appelle an die Öffentlichkeit: Sie sehen sich nicht mehr imstande, die Versorgung der Patienten aufrecht zu erhalten."

    https://www.unzensuriert.at/content/0020986-Venezuela-spitzt-sich-die-Lage-dramatisch-zu?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Mit Gastbeitrag von Michael Johnschwager

  13. socrates
    11. Juni 2016 11:52

    "In keinem Land der Welt hat sich in der letzten Dekade die wirtschaftliche und soziale Lage so katastrophal verschlechtert wie in Venezuela. Dabei ist die Politik jenes (rohstoffreichen!) Landes einst von vielen sozialistischen Ideologen als vorbildlich bejubelt worden....."

    Wo der liberale Westen eingegriffen hat und es in einer Dekade noch viel schlechter wurde:
    Rußland 1990 - 2000
    Iraq
    Lybien
    Syrien
    Ukraine
    Oman
    Allen Staaten gemeinsam ist, daß ihre gewählte Regierung weggeputscht wurde und daß sie von Bodenschätzen gut lebten.
    Das habe ich mit westlichen Unterlagen vom Herrn Google erfahren. Interessant sind Bilder aus Syrien vor dem Krieg und die US Behauptung, daß die Selbstverteidigung ein Menschenrecht, das für alle gilt außer für Assad & Co.
    Die Politik Venezuela war sicher falsch, aber es befindet sich im Wirtschaftskampf gegen das Kapital, welches die Rohstoffpreise unter 50% gesenkt hat und dadurch die Lænder, die von ihren Bodenschätzen lebten, besiegt hat.
    1% der Menschheit gehören 99% der Besitztümer. Stieglitz und Keynes meinten wahrscheinlich die 99% der Menschheit, die in die Armut gestoßen werden.
    Wenn ins BIP der Ukraine der Goldtransfer nach den USA eingerechnet wird, ist das mathematisch richtig, wirtschaftlich falsch.
    Nur Rußland unter Putin hat den Sanktionskrieg "derstemmt' und sogar wirtschaftlich profitiert, die EU aber viel verloren. Frankreich kämpft in Lybien und Syrien, bittet alle Lohnabhängigen zur Kassa und verkauft die Kronjuwelen wie das Palais Clam Gallas. Feine Leit!

    • Tegernseer
      11. Juni 2016 14:30

      Ich muss Ihnen da heftig widersprechen, aber die Ausführungen würden viel zu lange dauern. Nur zum Nobelpreisträger Stieglitz: können Sie Gedanken lesen, war er meinte? Tatsächlich hatte er die Chavez'sche Wirtschaftspolitik als vorbildhaft hingestellt:

      http://venezuelanalysis.com/news/2719

      Es ist traurig, dass ein so rohstoffreiches Land derart unter die Räder kommt. Das haben sogar die Araber noch besser hinbekommen.

    • socrates
      11. Juni 2016 15:09

      Tegernseer
      Ich kann nicht Gedanken lesen, aber A.U. auch nicht. Die Geldmenge wächst weltweit und gehört immer weniger Menschen. Wenn man ihre Ideen verurteilt, muß man erklären wieso immer mehr Leute in die Armut driften. Mit der Friedhofsruhe kann jeder regieren, aber Konzepte zur Besserung fehlen.
      Wenn ich, wie Soros, mein Geld in Gold anlege und der Goldpreis fällt auf 1/3 , dann ist es sinnlos nach einem Konzept zu suchen, das dieses erklärt. Besser macht man etwas gegen die Bilderberger & Co. Natürlich leiden auch die eigenen Frakingclans darunter, aber dort sind die Urheber schon ausgestiegen und üben politischen Druck auf ihre " Freunde" aus, damit die das zahlen.

    • socrates
    • Norbert Mühlhauser
      12. Juni 2016 01:46

      Woran es nur liegen kann, dass die ein klein wenig Besitzenden unter den übrigen 99 % partout nicht glauben können, dass es ihnen besser erginge, wenn dem einen Prozent der superreichen "Gierschlünde" die Möglichkeit genommen würde, die Früchte ihrer wirtschaftlichen Gestion zu ernten? Hmmm .... ?

    • socrates
      12. Juni 2016 04:10

      Mühlhausen
      Mit der Finanztransfersteuer gehört das Geld eben einem anderen. Diese trift den Geldtransfer, je mehr jemand besitzt, umso mehr zahlt er Steuern. Die jetzige Umverteilung geht zu Gunsten der Besitzlosen, vom Mittelstandbezahlt. Der wird immer kleiner. Ihn kann man aus plündern, die Ostküste nicht. Mein Ziel ist es die Ostküste zu besteuern, proportional zu ihrem Besitz.

    • socrates
      12. Juni 2016 04:13

      Sorry, "Norbert Mühlhauser", tut mir leid Ihren Namen falsch zitiert zu haben!

    • socrates
      12. Juni 2016 04:18

      Norbert Mühlhauser
      Die Superreichen Gierschlünde sollen genauso viel an die Gemeinschaft zahlen. Die Steueroasen gehören ausgetrocknet und alle transferierten Gelder besteuert, so wie beim kleinen Maxi.

  14. Josef Maierhofer
    11. Juni 2016 11:04

    Erschütternd mit anzusehen, worauf wir auch zusteuern.

  15. Bob
    11. Juni 2016 09:45

    Auch unser hochverehrter Spezialist der Ökonom Stefan Schulmeister würde uns mit seinem wirtschaflichen Denken direkt ins Soziparadies führen.

  16. Sensenmann
    11. Juni 2016 09:26

    Das ist normal. Wie endete denn Sozialismus jemals anders als in Armut, Elend und Zusammenbruch?
    Die Beispiele sind sonder Zahl zu bewundern, aber es gibt nach wie vor Trotteln, die es nochmal versuchen müssen, um es am eigenen Leib auszukosten.

    Und dieser Stieglitz ist nur ein Beweis für den alten Spruch "Die Mohren bleiben Mohren trotz aller Professoren".

    Und bisweilen erhalten derlei Professoren sogar den Nobelpreis.

    • simplicissimus
      11. Juni 2016 09:35

      Obama erhielt auch den Nobelpreis, ich weiß nur nicht mehr wofür, war es für die ergreifendsten Reden des neuen Jahrtausends?

    • franz-josef
      11. Juni 2016 10:24

      Wenn ich nur daran denke, wird mir schon schlecht. Obama erhielt den Friedensnobelpreis "im voraus" quasi, die EU belohnte sich nicht nur mit dem Karls-Preis selber sondern ebenfalls mit dem Friedensnobelpreis (und zum x-ten Mal: wer verdammtnocheinmal hat die Million eingesackelt??)

      Nobel rotiert vermutlich unaufhörlich.

    • Konrad Loräntz
      11. Juni 2016 10:46

      Hey, hey. Obama bewahrt den Frieden indem er Terroristen mittels Drohnen etc. ausknipst. Wer fragt da schon nach Anklage, Gerichtsverfahren, Verteidigung oder gar internationalem Recht.

    • HDW
      11. Juni 2016 18:02

      Auch und besonders Marxisten-Leninisten wie Dario Fo und Elfried Jellinek! So tickt halt das schwedische Komitee politisch!

    • Undine
      11. Juni 2016 22:16

      @alle

      ************************!

      Der Nobelpreis hat schon lange seinen Glanz verloren---alles nur noch Blech! Eine bestimmte Spezies, die das Vorschlagsrecht hat, verleiht ihn nur an ihresgleichen. Besonders förderlich ist eine kommunistische Einstellung---das ist schon die halbe Miete!

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      13. Juni 2016 13:53

      @ Konrad Loräntz

      "Anklage, Gerichtsverfahren, Verteidigung oder gar internationalem Recht."

      Das ist die reine, unbefleckte Theorie. Ich würde mir wünschen, sie könnte konsequent zur Anwendung kommen. Doch ist das realistisch?

      Zwei Parteien spielen ein Spiel. Der Einsatz ist die Herrschaft der einen über das Land der anderen Partei. Der Verteidiger hält sich an alle selbst aufgestellten Regeln, der Angreifer hat erst gar keine.
      Wer wird das Spiel gewinnen?
      Ist es für den Verteidiger vielleicht doch ratsam, die Regeln zu mißachten, bis das Spiel entschieden ist?

  17. El Capitan
    11. Juni 2016 08:11

    Venezuela – Ecuador, der Vergleich macht Sie sicher!

    Venezuela, Kolumbien und Ecuador sind drei Staaten, die nach den Befreiungskriegen aus Großkolumbien hervorgegangen sind. Die drei Staaten haben sogar die gleichen Nationalflaggen. Es ist daher sinnvoll diese Staaten zu vergleichen, vor allem Ecuador und Venezuela. Beide haben gleiche Vergangenheit, beide haben vergleichbare Strukturen, beide sind OPEC-Länder)

    Ecuador hat einen feschen sozialistischen Präsidenten (Rafael Corea), der eine Art „Sozialismus light“ betreibt. Einen harten Chavismus wie in Venezuela kann er nicht umsetzen, weil es in Ecuador zwei politische Gegenpole gibt, die bürgerliche Hafenstadt Guayaquil und die rote Hauptstadt Quito in den Anden. Corea ist daher zu Kompromissen gezwungen, vor allem im wirtschaftlichen Bereich. Wenn man Ecuador bereist, stellt man bescheidenen Wohlstand fest. Sogar den Ureinwohnern, den Otavalos, geht es einigermaßen gut, die vielen Märkte im Land blühen, das Schulsystem ist leistungsfähig. Die Landeswährung ist übrigens der US-Dollar.

    In Venezuela hat Hugo Chavez jede ausländische Investition an Firmen gebunden, die zu mindestens 50% unter venezolanischer Beteiligung stehen. Das ist natürlich wirtschaftspolitischer Wahnsinn. Das hat dazu geführt, dass sich im Land eine verfaulte aber stinkreiche rote Nomenklatura gebildet hat, die von den wenigen ausländischen Investoren Schutzgelder abpressen. Das Volk blieb dabei auf der Strecke. Es ist mir daher ein Rätsel, warum man die Wahnsinnspolitik dieser kommunistischen Chavez-Bande als vorbildlich darstellt.

    In Venezuela lief es so wie in allen sozialistischen Staaten (Sowjetunion, Osteuropa, China, Nordkorea, Kambodscha usw.). Eine kleine wirtschaftlich unbedarfte Verbrecherclique bereicherte sich am Volk und ließ sich von einer Gruppe leichtgläubiger aber einflussreicher Deppen (Journalisten, Philosophen, Politiker) international als „fortschrittlich“ und „gerecht“ feiern.

    Bezüglich Österreich mache ich mir Sorgen, weil die sozialistische Politik nach und nach Investoren (vulgo böse Kapitalisten) vertreibt. Über Vermögenssteuer, Wertschöpfungsabgabe und andere Steuern kann man durchaus reden, aber wer die österreichische sozialistische Nomenklatura kennt, der weiß, dass diese Kerle nie und nimmer an aufkommensneutrale Steuern denken. Es geht immer nur um ein _mehr_, das den Menschen abgepresst werden soll, damit der Wiener Bürgermeister seine Boulevardjournalisten fürstlich entlohnen kann.

    Noch sind wir vom Schicksal Venezuelas weit entfernt, aber wer dieses Modell als „gerecht“ anpreist ist ein – Verzeihung – Dummbeutel, zumindest ein unverbesserlicher Ignorant.

  18. simplicissimus
    11. Juni 2016 07:04

    Ich kenne Leute, die Hugo Chavez verehren.
    Sind eher seltsame Figuren, aber sie werden teilweise wegen ihrer sozialen Einstellung respektiert. Das Gutsein erfreut sich halt großer Beliebtheit bei vielen Menschen, ist ja viel herzeigbarer als die altvattrische Haltung eines verkniffenen Tropfes, der von Leistung und Eigenverantwortung brabbelt.

    In jungen Jahren verbrachte ich einige Monate in Venezuela, es war die Zeit relativ kurz nach der "goldenen" Zeit von "Venezolita-Saudita", wie die Venezolaner zu sagen pflegten, als die Hausmädchen es sich buchstäblich leisten konnten am Wochenende nach Miami zum Einkaufen zu jetten. Durch einen künstlich hoch gehaltenen Bolivar, natürlich.

    Auch in den Monaten meines Aufenthalts war die Wirtschaftslage dank des Erdöls und geringer Bevölkerungszahl noch hervorragend, Investitionen, Maschinen, Fahrzeuge wurden massiv subventioniert, ein El Dorado für kapitalschwache Firmengründer.

    Später bereiste ich Venezuela ein paar mal, alles noch in kapitalistischen Zeiten. Die Subventionen und auch Stützung der Landeswährung war vorbei, die Bevölkerung stark gewachsen, die Präsidentenfamilien klauten in jeder Amtsperiode ein paar Milliarden, der Bolivar war schwach, trotzdem waren alle Waren vorhanden, es gab Jobs trotz der damals schon sehr unternehmerfeindlichen Arbeitsgesetzgebung und Dinge waren verhältnismäßig billig, wenn auch vielleicht nicht für die einkommensschwächsten Menschen. Typisches Bild eines sich entwickelnden Landes.

    Nach der Machtübernahme durch den spinnenden, sich selbst beweihräuchernden, kommunisten Fallschirmjäger Chavez ein Absturz ins Bodenlose. Soziale Errungenschaften für die Ärmsten ja, darauf basierte seine Macht, aber gleichzeitig Vernichtung der Leistungswilligkeit mit folgendem Zusammenbruch der Wirtschaft und sogar Erdölindustrie. Eine wahre sozialistische Meisterleistung, da sind unsere Sozis Hilfsschüler dagegen, daher verehren sie Chavez als nachzueifernde Ikone.

    Es ist halt leichter ein Entwicklungsland zu ruinieren, als einen traditionellen Kultur- und Leistungsstaat wie Österreich. Aber keine Sorge, der dichten Besetzung aller politisch wichtigen Ämter durch edle sozialverantwortliche Neomurxisten wird auch das noch gelingen. Alles nur eine Frage der Zeit und des Einlullens des Wahlviehs. Ähnlich wie in dem einst reichen Venezuela.

    Zeit für eine Konterrevolution, oder nicht?

    Wann werden Sozis verstehen, daß es nicht funktioniert, gegen die Natur des Menschen zu arbeiten, sondern sie sich durch das geeignete Gesellschaftssystem zunutze zu machen? Es ist nichts als eine simple Erkenntnis einer simplen Wahrheit.
    Leider verstehen die pseudoreligiösen Sozis Wahrheit nicht als etwas nach menschlicher Erkenntnis Absolutes, sondern als verdrehbares Konstrukt.
    Und so verhalten sie sich auch.

  19. teifl eini!
    11. Juni 2016 07:04

    Ja, es ist immer wieder erstaunlich, dass sozialistische Zwangs- und Interventionspolitik wider jede Evidenz immer noch als Allheilmittel gesehen wird.

    Ich kann es natürlich verstehen, wenn irgendein kleiner Grätzellinker, der direkt aus dem österreichischen Schulsystem ins Soziologie- oder Anthrologiestudium wechselte, den Zusammenhang von Privateigentum, Freiheit, Marktwirtschaft mit Produktivität, Innovation und Gesamtoutput nicht nachvollziehen kann. Wenn aber ein Stiglitz oder ein Krugman immer lauter ins interventionistische Horn blasen, dann wird es bitter.

    Weil ich es gerades lese: was Mises über sozialistische Wirtschaftspolitik bzw. den Interventionismus schon Mitte der 30er-Jahre in "Liberalismus" geschrieben hatte, hat an Aktualität nichts eingebüßt. Da ist zum Beispiel vom Wiener Wohnungsmarkt die Rede und wie Mietobergrenzen das Angebot verknappen. Inzwischen ist der Kommunismus an seinen fundamentalen ökonomischen Irrtümern zerbrochen und die Finanzmärkte an falscher Geldpolitik.

    Und wir werden von einem Kanzler vertreten, der von Maschinensteuern und Arbeitszeitverkürzungen schwafelt bzw. müssen wir schon wieder über das Grundeinkommen debattieren. Hoffnungslos!

    • Undine
      11. Juni 2016 17:48

      @teifl eini!

      *****************!
      Wie gerade Stiglitz oder Krugman zu so großen Ehren gekommen sind wird wohl immer ein "Rätsel" bleiben.





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