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Was alles hinter den „Panama-Papers“ stecken dürfte

Ich hatte eigentlich nie Zweifel, dass beispielsweise die Entourage rund um die Herren Putin oder Poroschenko oder sportliche Spitzenverdiener wie ein Messi über ausländische Konten, Briefkastenanwälte und Offshore-Firmen Finanzgeschäfte betrieben haben. Was in vielen Fällen wohl nicht ganz legal gewesen sein dürfte. Nur: Was heißt hier eigentlich genau nicht legal?

Nach russischem Recht? Nach ukrainischem Recht? Nach EU-Recht? Aber nicht nur aus diesem Grund sollte man die Mega-Aufregung, die rund um die sogenannten Panama-Papers jetzt über Nacht aufgebrochen ist, mit Ruhe und Gelassenheit analysieren. Wobei einige Dinge auffallen und zum Teil verblüffen:

  1. Das Ganze hat eine Dimension, zu der nur einer der ganz großen Geheimdienste der Welt imstande sein kann.
  2. Ohne einen harten Beweis zu kennen, so habe ich doch den starken Eindruck, dass das nach einem amerikanischen Gegenschlag zu den Aktionen der zumindest teilweise mit Russland kooperierenden Enthüller Snowden oder Assange aussieht.
  3. Eigenartig einäugig links ist der Kreis der deutschsprachigen Medien, die da von den unbekannt bleiben wollenden Informanten mit Unmengen an Daten versorgt worden sind: ORF, Falter, Süddeutsche. Wurden die ausgewählt, weil man sicher war, dass diese Medien wie ein Bluthund losziehen werden, wenn sie riechen, dass man den Reichen und Mächtigen ans Leder kann? Oder wollte man nur alle Spuren verwischen, indem man lauter bekannt antiamerikanische Medien als – scheinbare – Quelle benutzte? (wobei diese Medien wohl selber nicht genau wissen, warum ausgerechnet sie da eingeschaltet worden sind)
  4. Zwar besteht zu der Tatsache, dass gerade Falter und ORF bei den aus öffentlichen Kassen (laut Medientransparenzgesetz) an sie fließenden Mitteln alljährlich in Millionendimensionen bedient werden, sicher kein direkter Zusammenhang. Aber das fällt mir halt seltsamerweise genau in dem Zeitpunkt ein, da sich diese beiden Medien als moralische Aufdecker bejubeln.
  5. Vor allem: Warum steht bisher fast kein Name aus der Welt der größten Weltwirtschaft auf dem Pranger? Es ist doch extrem unwahrscheinlich, dass von China bis Spanien alle möglichen Leute Geld (auch) über Panama geschleust haben, nur aus dem reichsten Land der Welt nicht. Sollten da am Ende gute Wahlkampfspender geschont werden?
  6. Auffällig ist auch, wie sehr immer wieder solche Affären dann hochfliegen, wenn es den USA nutzt.
    - Man denke an die aufgedeckten Bestechungsaffären durch Siemens, dessen wichtigster Konkurrent am Weltmarkt General Electric ist.
    - Man denke an Schweizer Banken, die vielen Amerikanern beim Steuerhinterziehen geholfen haben und die dann durch Washington massiv unter Druck gekommen sind (wobei es interessanterweise kaum bekannt geworden ist, wer eigentlich die Amerikaner selbst gewesen waren, die ja in erster Linie von den Bankdienstleistungen profitiert hatten).
    - Man denke an Airbus/EADS, den einzigen großen Konkurrenten von Boeing.
    - Man denke an den österreichischen Eurofighter-Kauf, wo (neben Schweden) nur die USA mit einem ernstzunehmenden Konkurrenzangebot im Rennen waren. Und wo es wieder ausgerechnet ein Peter Pilz ist, dem ununterbrochen aus geheimnisvollen Quellen anrüchige Infos zugespielt werden.

Neben dieser politisch zentralen Frage „Wer ist der Täter?“, wer also hat diese gewaltige Datenmenge gehackt, dürfen natürlich die anderen Täter nicht vergessen werden. Also die mutmaßlichen Steuerhinterzieher und Geldwäscher, deren Namen jetzt durch alle Medien kursieren. Auch dazu einige Anmerkungen.

  • Es ist an sich noch kein Delikt, im Ausland eine Briefkastenfirma oder ein Konto zu haben. Die diversen Strafbehörden werden daher noch viel Arbeit haben, jene Fälle herauszufiltern und wasserdicht zu beweisen, wo es um kriminelle und vor Gericht bringbare Machenschaften geht.
  • In vielen Fällen – Russland&Co – wird es natürlich gar keine echte Aufarbeitung geben. Oder frühestens nach dem nächsten Regimewechsel.
  • An allen anderen, die nicht vor Gericht kommen – ob unschuldig oder nur aus Mangel an Beweisen beziehungsweise sauberen Gerichten – wird aber jedenfalls auf längere Zeit ein gewisser Gestank haftenbleiben.
  • Es kann durchaus Motive geben, sein Geld im Ausland zu haben, die nicht strafbar sind:
    - man kann es vor der Familie geheim halten wollen;
    - oder als Unternehmer vor der Gewerkschaft, die es ja fast mit Sicherheit erfahren würde, wenn da viel Geld auf inländischen Konten läge;
    - oder vor den Medien, die ja ständig Rankings über die Reichen und Allerreichsten veröffentlichen, auf denen man etwa schon aus Sicherheitsgründen nicht aufscheinen will;
    - wenn man ein Vermögen auf mehrere Länder aufteilen und so das Risiko streuen will (man denke an jemanden, der sein ganzes Geld in Hypo-Alpen-Adria-Anleihen oder argentinischen Staatspapieren investiert hatte...)
    - man kann Sportler oder Künstler sein, der vor seinen (zahlenden) Fans oder den Klatschmedien schon gar nicht reich dastehen will.

Moralisch ist natürlich echte Geldwäsche und Kriminalität voll zu verurteilen. Und man sollte sich freuen, wenn da energisch dagegen vorgegangen wird.

Etwas differenzierter sehe ich allerdings die Steuerhinterziehung: Deren Motive sind zwar nicht legal, aber zumindest teilweise verständlich, wenn man sieht, wie die meisten Staaten schlecht und zum Teil korrupt mit dem Geld wirtschaften. Überdies sollten bei der Verurteilung von Steuerhinterziehung alle jene recht leise sein, die Handwerker oder Bedienerinnen an der Steuer und Sozialversicherung vorbei bezahlen. Denn sie haben in den eigenen Maßstäben das Gleiche getan, was die Großverdiener in ihren Dimensionen tun.

Jetzt warte ich ja nur, ob es auch aus der Finanzmetropole Singapur, wo manche österreichischen Politiker gute Geschäfte gemacht haben, Querverbindungen nach Panama gibt. Oder ob in Singapur das Geld sicherer veranlagt ist als auf dem Weg über Mittelamerika.

Irgendwie kann ich heute die vielen Amerikaner besser verstehen, die lieber einen politisch recht ahnungslosen Präsidenten haben wollen, als einen (und das sind alle anderen Kandidaten beider Parteien!), der Geldgebern verpflichtet ist. Donald Trump hat sich seinen Wahlkampf wenigstens selber finanziert.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBob
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2016 12:58

    Wichtig ist einmal wieder das man Putin anpatzen kann. Ihn selbst weniger, aber seine Freunde. Ja Hallo gehts noch? Ein Freund ein berühmter Cellist soll sein Schwarzgeld gewaschen haben? Das können nur Leute behaupten die von Wirtschaft überhaupt nichts verstehen. Wie soll man ein Honorar für ein Konzert an der Steuer vorbeischwindeln, in einer Panama Firma verschwinden lassen, und als Kredit wiederbeleben?
    Der ORF und Falter bringen das als die Aufdeckung des Jahrhunderts. Hat das der Pilz verschlafen?
    Die elementare Frage sollte zuerst sein: wer, zum Teufel, hat die Daten gestohlen?
    Kann man erwarten das ich meine Kontodaten in Zukunft im Falter nachfragen muß?

  2. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2016 20:28

    Meine Güte, was für ein Geschwätz!

    Die Lügenpresse geiferte und ein Mäuslein ward geboren! Die Journaille hat nix Brauchbares. Genannt wurden Personen im „Umfeld Putins“, der saudische König, ein paar isländische Politiker, der Ukrainer Poroschenko und Fußballgott Lionel Messi. Seit wann zahlen reiche Russen, der saudische König, isländische Minister und Argentinier, die in Spanien kicken, ihre Steuern beim österr. Sozi-Finanzamt, daß man sich darüber hier so alteriert?
    Was haben wir von diesen „Enthüllungen“ außer viel heißer Luft?
    Irgendein heimischer Bonze scheint da bislang gar nicht auf!

    Das "Leck" kam angeblich über ein “International Consortium of Investigative Journalists”, das voll finanziert ist über das US "Center for Public Integrity".

    Dieses wiederum wird getragen von:
    Ford Foundation
    Carnegie Endowment
    Rockefeller Family Fund
    W K Kellogg Foundation
    Open Society Foundation (Soros)

    Noch Fragen?
    Übrigens waren die Daten angeblich seit einem Jahr bekannt. Bei diesem "Panama-Leak" fällt auf, dass man solche Daten normalerweise nicht den Zeitungen sondern Wikileaks zu "leaken" pflegt, wenn man möchte, dass die am Ende veröffentlicht werden.
    Es fällt auch auf, dass die ersten Meldungen sich auf irgendwelche Regimes einschießen, die grosso modo in den westlichen Medien eh alle korrupt sind, und auf Putin. Um den herum konstruiert man nun die tollsten "Netzwerke".

    Aber noch was: Was soll eigentlich die Hetze gegen Briefkastenfirmen? Die sind nicht illegal.
    Sie können illegaöle Geschäfte machen, aber die Gründung einer Firma irgendwo im Ausland per se zum kriminellen Akt zu machen, ist nichts als sozialistisches Gegeifere.

    Ganz nebenbei gibt es gute Gründe, auf dieser Welt sein Geld zu verteilen und zu verstecken! Illegal ist einzig und allein die Aktion dieser faulen Journalistenbande, denn gearbeitet haben die ein Jahr lang gar nichts. Vermutlich stammen alle Angaben von einem einzigen geschmierten kriminellen Datendieb, also von Leuten, die man heute verschleiernd "Whistleblower" nennt.

    Das Flaggschiff der Lügenpresse - der Spiegel nämlich - wittert einen "Skandal" um die Kanzlei Mossack Fonseca. Der einzige Skandal ist der Datendiebstahl durch Agenten der USA, die mal schauen wollten, wer so die UNO-Sanktionen irgendwo umgeht.

    Und das Wichtigste bringt der Focus (das Beiboot der Lügenpresse): Mossack's Vater war bei der Waffen SS.

    Na damit ist ja dann alles gerechtfertigt. Inklusive Einbruch, Datendiebstahl, üble Nachrede und Hehlerei.

  3. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2016 15:16

    Immer dann, wenn es galt, einen hohen Beamten einzustellen, fragte Kaiser Franz Josef besorgt: "Hat er was?" Der Kaiser kannte seinen Pappenheimer. Je wohlhabender einer war, desto geringer war die Gefahr, dass der in die öffentlichen Kassen griff. Insofern kann man die Begeisterung für Trump sehr gut verstehen. Der braucht kein zusätzliches Geld mehr.

    Was das "Hacken" von Datenbanken betrifft, so muss ich die Leser jetzt leider von einer Illusion befreien. Die meisten Datenbanken, vorallem die wirklich wichtigen, werden nicht elektronisch gehackt, sondern mittels "social engineering" aufgemacht. (Bitte den Begriff googeln, das erkläre ich hier nicht - ich habe so meine Erfahrungen). Es ist unglaublich, wie leicht das geht, und dort, wo es nicht leicht geht, hilft Geld der Sache sehr schnell auf die Sprünge. Dort wo es ganz schwierig wird, hilft ganz viel Geld. Das ist alles.

    Wir wissen nicht, ob da in Panama ein Geheimdienst am Werk war oder einfach nur Geld. Vielleicht wissen wir es irgendwann.
    Eines aber sollte klar sein. Wer etwas wirklich zu verbergen hat, der muss es in einen Tresor stecken oder auf einem PC speichern, der keine Leitung nach außen hat. Das ist halbwegs sicher, aber auch nur halbwegs.

    Alles was online ist, und wenn es noch so mit 128 bits nach Militärstandard verschlüsselt wird, ist, wie der Name schon sagt, _online_.
    Ich bin neugierig, ob da weitere Steuerhinterzieher aus der linken Ecke auftauchen. Alice Schwarzer wird ja nicht die einzige gewesen sein. Dass Politiker, Sportler und die Reichen und Schönen ihr Geld in Übersee verstecken, ist eh klar.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2016 12:46

    Gut geschnüffelt, man kann nie genug wissen.

    Aber, nehmen wir einmal die Daten der Schweizer Bank, die gehackt wurden, mit unzähligen (vermuteten) Steuersündern drauf, die aufs übelste geschachert wurden und was ist herausgekommen ? Steuergeheimnis, Datenschutz, &Co. werden alle verhindern, dass man mehr erfahren kann als das Erschnüffelte.

    Noch ein Aspekt kommt mir in den Sinn. Man kann ja in Europa Geld nicht mehr anlegen, man kann es verschenken, verschwenden, aber anlegen, ehrlich anlegen kann man es hier nicht mehr, es ist hier, egal wie, jedenfalls futsch. Jetzt verstehe ich auch die Menschen, die nicht mehr hier leben sondern in Südamerika, wo man offenbar noch leben kann. Die einzige sinnvolle Investition ist für mich Investition in Arbeit, die wir so dringend nötig hätten.

    Sonst berührt mich der Reichtum der Menschen nicht, ich halte es mit dem Mann aus Montenegro, der meint, Reichtum und Armut ist der gleiche Jammer.

  5. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2016 22:33

    SZ, Falter, ORF - dies alleine sollte reichen, um die Sache als das zu sehen, was es ist: fantastische Inszenierung, um von tatsächlichen Problemen abzulenken, wie da wären: Geldsozialismus am Abgrund, Invasion von Millionen kulturfremder rabiater, viriler und hungriger Männer im besten Alter, inszeniert nicht von Putin, sondern von unseren transatlantischen Befreiern, denen der Nato-Vebündete Türkei als willfähriger Schleusenwärter dient. Darf er doch weiter seine eigenen hegemonialen Süppchen und darin die Kurden kochen, wie er will.

    Nun noch dazu mit ein paar Milliarden Taschengeld, die ihm eine total verkommene EU-Bande unter Merkels Federführung nachwirft, nur um zumindest für den Moment den Kopf aus der Schlinge ziehen zu können.

    Gefährlich wird die Sache allerdings, wenn der Präsident der Vereinigung österr. Staatsanwälte Jarosch bereits gestern platzend vor Wichtigkeit per Twitter (!!) ventiliert, daß wohl viel Arbeit auf ihn zukommt.
    Und heute im zwangsbeitragsalimentierten Links-Grün-Funk ein weiteres Mal ausgiebigst darlegen darf, daß es nun an den Journalisten läge, Namen an die Staatsanwälte weiterzugeben oder nicht.

    Eien neue Qualität, Freislers Volksgerichtshof, Stalins Schraupozesse - nichts gegen künftige Inszenierungen eitler und karrieregeiler Staatsanwälte in Kumpanei mit willfährigen, auflagegeilen Medien.
    Und unabhängige Gremien, in denen ExpertInnen von Armutskonferenz, Caritas und AK sitzen, werden möglicherweise künftig darüber entscheiden, ob Ihr, mein, unser Bankkonto auf richterliche Anweisung öffentlich gemacht wird.

    Im Namen der Gerechtigkeit natürlich, und im Kampf gegen Neoliberalismus, gegen soziale Kälte und die rechte Gefahr!

    Und gefährlich wird es, wenn nun gewisse Kreise in erster Linie die Gelegenheit nutzen, mit Schadenfreude auf Putin hinzuhauen, anstatt einmal wirklich Roß und Reiter zu benennen. Recht so! Immer brav mit der Meute heulen!

    Geht es doch nur um die Freiheit der anderen, die eigene ist ja (noch) nicht in Gefahr...

  6. Ausgezeichneter KommentatorMSc
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2016 14:14

    Zusätzlich muss man noch anführen, dass die USA der einzige Staat der Welt ist, der die Steuerpflicht an die Staatsbürgerschaft (!!!) bindet. Das heißt, als Amerikaner kann man nicht einmal mehr auswandern. Umso wahrscheinlicher deucht es, dass kein einziger Amerikaner an so einer Sache beteiligt ist ...
    Was auch auffällt, ist, dass die meisten Daten Firmen der Virgin Islands betreffen, also das Commonwealth und damit die EU betreffen, und nicht Panama.

    Lieb waren die üblichen Empörungsrituale der Falter- und ORF-Journalisten am runden Tisch gestern. Also von Personen, die zu einem guten Teil vom Geld anderer leben. (Beim ORF muss man das nicht näher begründen; wieviel Presseförderung und aus öffentlichen Mitteln finanzierte Inserate erhält eigentlich der Falter ?) Klar müssen die alles und jeden angreifen, der sein Geld nicht freiwillig "abdrückt". In diese Kerbe schlägt auch die herzige Geschichte mit der "Gemeinwohlwirtschaft" des "bedeutenden Ökonomen" Christian Felber in den Schulbüchern ... :o)

    "Kennen Sie das Merkmal der Zweitklassigen? Es ist der Ärger über die Leistung eines anderen." (Ayn Rand)

    Daher hier einmal ein etwas anderer Blick auf Panama:
    Panama ist flächenmäßig etwas kleiner als Österreich und hat heute knapp 4 Mio. Einwohner (3,5 Mio. um 2000).
    Das BIP hat sich seit 2000 etwa verdreifacht - Panama ist seit 10 Jahren die am schnellsten wachsende Wirtschaft Zentral- und Südafrikas. Die Staatsverschuldung hat sich seit 2000 von 59,8 % auf 45,6 % verringert ! Und das bei einer Steuerquote von 10,2 % im Jahre 2000 (leider liegen mir keine neueren Zahlen vor).
    In diesem Zeitraum hat Panama (zur Erinnerung - die Bevölkerungszahl entspricht etwas mehr als der von Wien und NÖ !):
    - den Panamakanal ausgebaut und dessen Kapazität verdreifacht (übrigens nach eine Volksbefragung, ob das gemacht werden solle, wobei sich 2/3 der Bevölkerung dafür ausgeprochen hat. Ja, dort gibt es sogar Volksbefragungen ...)
    - in Panama City die erste U-Bahn Lateinamerikas gebaut (2. Linie in Bau, 3. in Planung; bis 2040 soll es 8 Linien geben)
    Was man den Gutmenschen auch noch ins Stammbuch schreiben kann: einige der Provinzen in Panama werden von den dort lebenden indigenen Stämmen autonom verwaltet.

    (Wen es interessiert, hier ist übrigens der Link zum Landesprofil Panama der Wirtschaftskammer, aus dem diese Daten stammen:
    http://wko.at/statistik/laenderprofile/lp-panama.pdf )

    Und da dort auch die politische Korrektheit und der ganze Gendermüll kein Thema ist - wer einen wirklich präsentablen Politiker sehen will, der google einmal nach "Vizepräsidentin Panama". Dann versteht man auch gut, warum der Name "Elefantenrunde" bei uns wirklich gut gewählt ist ... ;0)

    zum Drüberstreuen für die Selbständigen unter uns - hier noch ein aktueller Link vom 1. April aus der Sicht eines deutschen Paares, das erst kürzlich nach Panama ausgewandert ist:

    http://meinleben.digital/panama-digitale-nomaden/

  7. Ausgezeichneter Kommentatorcaruso
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2016 17:30

    Alles schön und gut.

    Der wirklich Wahnsinn ist allerdings, dass im felix Austria, bei einem Bruttogehalt von EUR 2.000,-- (da kommen noch EUR 587,60 DG Beiträge dazu) netto nur EUR 1.482,54 übrigbleiben.

    Das sind bezogen auf die insgesamt EUR 2.587,60 nur mehr magere 57,2%.

    Wenn man vom verbliebenen Netto noch 15% (gemischte10-20%) MWSt herausrechnet, bleiben EUR 1.260,16, was nur mehr 48,6% der Gesamtlohnkosten entspricht.

    Das ist der WAHNSINN, den die wenigsten verstehen/durchschauen, und natürlich von allen anderen in den geschützten Bereichen und von Staats-, Förder- und Inseratengeld abhängigen Bereichen geflissentlich und beharrlich totgeschwiegen wird.

    Wenn man dann noch vom unteren Ende des Spektrums die Summen aus Grundsicherung, AMS, Kinder-, Wohn- und sonstige Beihilfen zusammenrechnet, ist es nur mehr als verwunderlich, dass uns der ganze Laden noch nicht um die Ohren geflogen ist.

    Die Bruchlinien verlaufen nicht zwischen arm und reich, das wird zur Vernebelung immer suggeriert. Die Frage ist, ob man in den geschützten Bereichen oder auf dem globalisierten Markt - und sei es nur die Konkurrenz innerhalb der EU - beruflich und/oder unternehmerisch tätig ist.

    Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!
    Und das ist auch ganz legal möglich.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKnut
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2016 16:47

    Wenn die Staaten das Geld nicht für allen möglichen und unmöglichen Schwachsinn und die sorgenfreie Absicherung ihrer Parteigenossen samt Freunde verprassen würde, könnte ein annehmbarer Steuersatz von insgesamt 15-maximal 20 Prozent Wirklichkeit sein, was dieses "Steuersparen" unnötig machen würde - im Großen wie im Kleinen.

    Aber von diesen Schlupflöchern mit Briefkastenfirmen wussten alle Beteiligten schon lange und es wurde geduldet. Warum wohl?

    Und zum Skandal um Panama Pa(m)pers: Bei näherem Hinsehen stellt man fest, dass die Auswahl an Steuersündern zum einen recht einseitig ausfällt und zum anderen außergewöhnlich gut in das Konzept der US-Regierung passt.

    Woher das wohl kommt?


alle Kommentare

  1. daLUPO (kein Partner)
    07. April 2016 01:07

    Etwas viel Wirbel um diese Daten. Wirklich was Aufregendes war nicht dabei. Ach ja, per Mail lassen sich Terabyte auch nicht zusenden. Eine geheime Datenquelle wo gleich ein Datenbank Frontend mit geliefert wird, sehr nett von der geheimen Quelle. Gut, Terabyte passen ja nicht mal auf ein normales Notebook.

    Da hat man aber auch die Möglichkeit Daten zu löschen, bevor man sie an Süddeutsche, ORF und Falter weiter gibt. Gerade der Klenk vom Falter, der aus nichts gerne Geschichten macht. Wahrscheinlich hat er 24h/Tag nach dem Grasser gesucht - gut der Putin tuts auch.

    • daLUPO (kein Partner)
      07. April 2016 01:20

      Ach ja, war es nicht auch die Süddeutsche, die von den Plagiatsvorwürfen vom Guttenberg vorab wusste. Bevor man dann an die Öffentlichkeit ging, hat die ARD den Guttenberg noch mal so richtig in den Himmel gehoben und ihn schon fast zu einen Heiligen gemacht. Ja, so ist sie die gut alte ARD, zu neudeutsch Lügenpresse.

  2. Wer bezahlt? (kein Partner)
    06. April 2016 21:26

    George Soros steht wohl nicht in den Panama-Papers?

    • Undine
      06. April 2016 23:05

      Zu SOROS ein sehr aufschlußreicher Artikel von "GENIUS"-Autor Bernd STRACKE:

      "NGO’s als Handlangervon Geheimdiensten und Kriegstreibern

      Teil 2: Die abgedrifteten Nichtregierungsorganisationen"

      http://www.genius.co.at/index.php?id=750

  3. Tik Tak (kein Partner)
    06. April 2016 19:32

    OT aber passend:

    Liebe Österreicher, Ihr habt sie gewählt, Ihr müßt mit ihnen leben.

    Wenn es stimmt, dann gibt es im CETA Verhandlungsbüro ein Schreiben aus dem österreichischen Wirtschaftsministerium von März 2016 in dem festgestellt wird, daß CETA nach Abschluß sofort auch für Österreich vorläufig in Kraft treten kann und zwar explizit ohne vorherige Zustimmung durch den Nationalrat.

    Ohne Not!

    Zwar wird dadurch ein Teil der Justiz und Gesetzgebung in Österreich ausgehebelt, aber das stört die Österreichische Verräter Partei und ihren Häuptling Mitterlehner nicht weiter.
    Dessen Ministerium hat diese Zusage deponiert.

    Zeit für den Rücktritt dieses Idioten und ein Verbot der ÖVP

  4. Gasthörer (kein Partner)
    06. April 2016 17:59

    Fundstück:

    "Heißt es beim Thema Flüchtlinge nicht immer, die Fluchtursachen müssten bekämpft werden? Sollte auch bei Steuerflüchtlingen gelten..."

  5. Knut (kein Partner)
    06. April 2016 16:47

    Wenn die Staaten das Geld nicht für allen möglichen und unmöglichen Schwachsinn und die sorgenfreie Absicherung ihrer Parteigenossen samt Freunde verprassen würde, könnte ein annehmbarer Steuersatz von insgesamt 15-maximal 20 Prozent Wirklichkeit sein, was dieses "Steuersparen" unnötig machen würde - im Großen wie im Kleinen.

    Aber von diesen Schlupflöchern mit Briefkastenfirmen wussten alle Beteiligten schon lange und es wurde geduldet. Warum wohl?

    Und zum Skandal um Panama Pa(m)pers: Bei näherem Hinsehen stellt man fest, dass die Auswahl an Steuersündern zum einen recht einseitig ausfällt und zum anderen außergewöhnlich gut in das Konzept der US-Regierung passt.

    Woher das wohl kommt?

  6. fewe (kein Partner)
    06. April 2016 16:47

    Investigativer Journalismus oder Aufdeckung wird mittlerweile verwechselt mit Denunziantentum. Aufgabe wäre es, missbräuchliche Verschwendung von Steuergeldern aufzudecken und Korruption in öffentlichen Ämtern oder Politik.

    Nicht dazu gehört auch Korruption wie bei Siemens. Dafür gab es früher sogar in der Buchhaltung dafür das Konto "Geheime Provisionen" (absetzbar). Und es ist auch korrekt so, weil an manche Aufträge kommt man anders nicht. Zu bestrafen sind die, die diese Geheimen Provisionen verlangen in Missbrauch ihrer öffentlichen Position.

    Das Geld von Privatleuten geht außer dem Finanzamt des zuständigen Landes niemanden etwas an.

    Denunzianten der Abschaum. Heute wieder im Trend.

  7. fewe (kein Partner)
    06. April 2016 15:41

    Ja. Und: Wir sind ja angeblich freie Bürger. Das ist nicht vereinbar mit einem Blockwartsystem wie bei den Nazis. Selbstverständlich können Verbrechen vermieden werden, wenn alle lückenlos überwacht würden. Dieses Ziel ist schon fast erreicht. Sowas gibt es aber nur in gefährlichen Diktaturen.

    Abgesehen davon, dass das Lagern von Geld irgendwo als solches nicht strafbar ist, geht es außerhalb des jeweiligen Landes niemanden etwas an, wenn Steuern hinterzogen worden sind. Was gehen also einen Briten die Leute in Russland an, beispielsweise. Ich glaube auch bei den Nazis die Blockwarte und in der DDR die Abschnittsbeauftragten, hatten nur in ihrem Bereich "aufgedeckt". Also Inter-Blockwarte.

  8. Gasthörer (kein Partner)
    06. April 2016 14:45

    Die amerikanische Hochfinanz, die fleischgewordene Steuerhinterziehung, zeiht die Gegner des State-Departments der Steuervermeidung.
    Bauernopfer in Island und UK inbegriffen. Das rückt die Nötigung der Amis, die EU möge alle europäischen Überweisungen mittels SWIFT-Server für US-Dienste zugänglich zu machen, in ein ganz neues Licht.
    Und die Flagschiffe der NATO-Presse, dürfen das 3 Jahren abgehangene Aas an den Mann bringen, die Sache stinkt.

    Meiner Meinung nach am Besten bringt es James Corbett auf seiner Seite auf den Punkt. Auch auf youtube abrufbar unter:
    What I Learned From the Panama Papers

  9. Tik Tak (kein Partner)
    06. April 2016 14:26

    Nur keine Verschwörungstheorien.
    2.6 TB sind für diese Menge gescannte Dokumente nicht besonders viel, da brauchts keinen Geheimdienst, eher einen Ex-Mitarbeiter der eins Sicherungsplatte hat mitgehen lassen.
    Die Menge findet sich in vielen Dokumentensystemen vieler Kanzleien.
    Keine US Bürger stimmt zwar nicht, ist aber leicht erklärbar, Panama war nach dem Einmarsch der USA in der Noriega Geschichte 1989 für US Bürger einfach nicht mehr sicher.
    Die sind wo anders zu finden.
    Der ICIJ wurde 1997 von einigen investigativen Journalisten mit Geldern der Soros Foundation gegründet, Soros ist aber längst ausgestiegen, und ist tatsächlich von den USA unabhängig.
    Das ist mehr eine ACLU.

    • Gasthörer (kein Partner)
      06. April 2016 15:00

      Verschwörungstheorie ist und bleibt ein Begriff, den die CIA gegen die Zweifler der offiziellen Version am Kennedymord in Umlauf brachte. Zusammen mit dem Aluhutträger, etc. Zu dieser PsyOP gibt es sogar ein Memorandum.

      Warum nennen sie es nicht: voreilige Schlüsse, falscher Pfad, vermeintlicher Zusammenhang etc.

      Wer Verschwörungstheorie sagt, outet sich halt als 5. Kolonne einer uns feindlich gesonnenen, selbsternannten Elite. Und dass er bereits zu denen gehört, glaube ich dem superreichen Privatjet-Nutzer Dr.Dr. Alexander Neumaier alias tik tak nicht - da ich ihn sonst schätze.

    • Tik Tak (kein Partner)
      06. April 2016 15:11

      Und wer ist der "... superreichen Privatjet-Nutzer Dr.Dr. Alexander Neumaier ... "?
      Ich bin es nicht.
      So wenig wie ich einer "5. Kolonne" oder einer "feindlich gesonnen Elite angehöre".

      Oder ist das eine der Verschwörungstheorien, die Sie betreiben?

      Oder muß man das alles nicht verstehen und es reicht Ihnen zum nächsten Jubiläum einen Aluhut zu schenken?

  10. Zraxl (kein Partner)
    06. April 2016 13:55

    Das Motiv, sein Geld ins Ausland zu bringen, um es diesem Rattenstaat nicht in den After schieben zu müssen ist tausenmal ehrenhafter, als seine Familie zu betrügen!

    Der Staat macht die Steuergesetze um durch Raub seine Pfründner und Schergen zu finanzieren. Jetzt auch noch jene in ein schiefes Licht zu stellen, die unter Einhaltung der staatlichen Gesetze ihr Hab und Gut in Sicherheit bringen, ist wirklich das Allerletzte.

  11. Torres (kein Partner)
    06. April 2016 12:49

    Unterberger hat die entscheidende Aussage selbst gemacht: Ein Konto oder eine sogenannte "Briefkastenfirma" in Panama (oder sonstwo im Ausland) ist nicht illegal. Illegal wäre nur deren Verwendung zwecks Steuerhinterziehung oder Geldwäsche. Davon haben aber die "Aufdecker" nichts gesagt. Also, viel Lärm um nichts, offenbar unterbeschäftigte (oder gar unterbezahlte) Journalisten, die sich wichtig machen wollen.

  12. socrates
    05. April 2016 02:30

    Was steckt hinter den "Panama Papers"?

    Die Auswahl an Steuersündern fällt recht einseitig aus und passt außergewöhnlich gut in das Konzept der US-Regierung.
    Die Enthüllung der "Panama Papers" hat sich wie ein Lauffeuer rund um den Globus verbreitet. Kaum ein Medium, das nicht darauf verweist, dass es sich bei den 2,8 Terrabyte Daten, 214.000 Firmenadressen und insgesamt mehr als 11 Millionen Dokumenten um das "größte Datenleck" der jüngeren Geschichte und damit um eine journalistische Sensation ersten Ranges handelt.

    Journalisten preschen bereits vor und behaupten, mit diesen Enthüllungen sei ein großer Schritt zur Trockenlegung aller globalen Steueroasen für Superreiche und korrupte Machthaber getan. Auch die internationale Politik schließt sich an, entrüstet sich medienwirksam, fordert Strafverfolgung und mahnt strenge Konsequenzen wie die Schließung weiterer Steuerschlupflöcher an.

    Von langer Hand vorbereitet
    Bei näherem Hinsehen stellt man allerdings fest, dass die Auswahl an Steuersündern zum einen recht einseitig ausfällt und zum anderen außergewöhnlich gut in das Konzept der US-Regierung passt. So werden bisher nicht bestätigte Vorwürfe gegen das Umfeld von Wladimir Putin und die Tochter des chinesischen Ex-Präsidenten erhoben, während man unter den aufgeführten Steuersündern bislang vergeblich nach einem einzigen US-amerikanischen Staatsbürger sucht.

    Bei der Enthüllung der Daten handelt es sich auch keinesfalls um eine journalistische Bombe, die über Nacht geplatzt ist, sondern um einen von langer Hand vorbereiteten Coup, bei dem nichts dem Zufall überlassen wurde: 400 Journalisten von 100 Medienorganisationen in rund 80 Ländern waren mehr als 12 Monate lang mit der Auswertung der Daten beschäftigt.

    Die US-Jagd nach Steuersündern
    Da man getrost davon ausgehen kann, dass die betroffenen Medien sich fest in der Hand internationaler Investoren befinden, sollte man von den "Panama Papers" keine Enthüllungen erwarten, die der internationalen Finanzelite gefährlich werden könnten.

  13. Undine
    04. April 2016 23:00

    Spätestens bei der Nennung ORF und FALTER weiß man, was es geschlagen hat! Und dann folgen brav der Reihe nach lauter Namen, die in den Augen der USA zu den Bösen zählen. Was für eine wilde aufgebauschte Inszenierung als Ablenkungsmanöver!
    EUROPA BRENNT---und dann kommt man mit diesem Pausenfüller daher!

    PS: Namen der vielen, vielen russischen und amerikanischen Oligarchen mit den zwei Pässen sind bisher nicht gefallen---oh Wunder!--- oder habe ich etwas überhört?

    • Undine
      05. April 2016 09:04

      Ich vergaß, zu erwähnen, daß diese im ORF genannten Namen nicht nur in den Augen der USA zu den Bösen zählen, sondern auch in den Augen des ORF!
      Haben etwa die linken, ORF-genehmen Kandidaten Hundstorfer oder gar der Van der Bellen schlechte Umfragewerte???

      Der Dame, die sich in der ZIB1 und bei Armin Wolf in der ZIB2 so redefreudig gab, troff das LINXLINKS-SEIN förmlich aus jeder Pore!

  14. oberösi
    04. April 2016 22:33

    SZ, Falter, ORF - dies alleine sollte reichen, um die Sache als das zu sehen, was es ist: fantastische Inszenierung, um von tatsächlichen Problemen abzulenken, wie da wären: Geldsozialismus am Abgrund, Invasion von Millionen kulturfremder rabiater, viriler und hungriger Männer im besten Alter, inszeniert nicht von Putin, sondern von unseren transatlantischen Befreiern, denen der Nato-Vebündete Türkei als willfähriger Schleusenwärter dient. Darf er doch weiter seine eigenen hegemonialen Süppchen und darin die Kurden kochen, wie er will.

    Nun noch dazu mit ein paar Milliarden Taschengeld, die ihm eine total verkommene EU-Bande unter Merkels Federführung nachwirft, nur um zumindest für den Moment den Kopf aus der Schlinge ziehen zu können.

    Gefährlich wird die Sache allerdings, wenn der Präsident der Vereinigung österr. Staatsanwälte Jarosch bereits gestern platzend vor Wichtigkeit per Twitter (!!) ventiliert, daß wohl viel Arbeit auf ihn zukommt.
    Und heute im zwangsbeitragsalimentierten Links-Grün-Funk ein weiteres Mal ausgiebigst darlegen darf, daß es nun an den Journalisten läge, Namen an die Staatsanwälte weiterzugeben oder nicht.

    Eien neue Qualität, Freislers Volksgerichtshof, Stalins Schraupozesse - nichts gegen künftige Inszenierungen eitler und karrieregeiler Staatsanwälte in Kumpanei mit willfährigen, auflagegeilen Medien.
    Und unabhängige Gremien, in denen ExpertInnen von Armutskonferenz, Caritas und AK sitzen, werden möglicherweise künftig darüber entscheiden, ob Ihr, mein, unser Bankkonto auf richterliche Anweisung öffentlich gemacht wird.

    Im Namen der Gerechtigkeit natürlich, und im Kampf gegen Neoliberalismus, gegen soziale Kälte und die rechte Gefahr!

    Und gefährlich wird es, wenn nun gewisse Kreise in erster Linie die Gelegenheit nutzen, mit Schadenfreude auf Putin hinzuhauen, anstatt einmal wirklich Roß und Reiter zu benennen. Recht so! Immer brav mit der Meute heulen!

    Geht es doch nur um die Freiheit der anderen, die eigene ist ja (noch) nicht in Gefahr...

    • Undine
      04. April 2016 22:51

      @oberösi

      *********************************!

    • Brigitte Imb
      04. April 2016 22:55

      Anfangs ist mir die Sache etwas sauer aufgestoßen, aber - wie Sie schreiben - finden sich fast ausschließlich LINKE Medien, die den Skandal "aufarbeiten". Dadurch entsteht natürlich ein völlig anderes Geschmäckle.

    • Leopold Franz
      06. April 2016 11:46

      @oberösi
      Endlich haben sie was, um von der Überflutung und dem Asylcoup abzulenken.

  15. teifl eini!
    04. April 2016 21:40

    Erst einmal halblang!

    1. Wenn ein derartiger Leak passiert und möglicherweise Dutzende Politiker, Kriminelle und Prominente für ihre Unterschlagungen, Steuerhinterziehungen oder sonstige kriminelle Handlungen auffliegen, dann ist die Frage, wer die Daten gehackt hat, eher zweitrangig.

    2. In erster Linie gilt, dass sich hier mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Muster zeigt, welches alle Vorurteile über Banken und deren Verquickung mit der Mafia und korrupten Eliten bestätigt. FED und EZB agieren übrigens genau in deren Sinne.

    Man muss kein Linker sein, um dieses Muster zu verabscheuen. Warum hat die Hypo unbesicherte Kredite vergeben? Fragt nach in Liechtenstein, dort parken die Sicherheiten.

    3. Dass bislang keine US-Amerikaner genannt wurden, mag daran liegen, dass korrupte Amis andere Oasen als Zielland auserkoren haben und Dellaware und Co. bislang nicht geleakt wurden. Übrigens auch britische Oasen nicht.

    4. Ich kann die legalen Argumente pro Offshore-Firmen nur teilweise nachvollziehen. Dass man sein Vermögen vor Gattin, Medien und Co geheimhalten will, gebonkt. Das Geld jedoch über dunkle Kanäle und Strohmänner "aus Veranlagungszwecken", also zur KESt-Ersparnis in Steueroasen zu transferieren, ist wenig glaubwürdig. So viel auch Grasser ins Stammbuch.

    5. Sehr wohl nachvollziehen kann ich die Praxis der US-Konzerne, denen es die Rechtslage ermöglicht, erwirtschaftete Gewinne offshore zu parken und damit vor der US-"KöSt" zu schützen. Was ich nicht akzeptiere, sind die geschickten Verrechnungspreis-Strategien, um Gewinne in Niedrigsteuerländer zu verschieben.

    6. Gegen Steuerwettbewerb ist nichts einzuwenden. Der ist allerdings nur dann fair, wenn alle Staaten mit offenem Visier fechten. Sprich, dazu braucht es Transparenz, Datenaustausch und weltweite und klare Doppelbesteuerungsabkommen.

    7. Würden Staaten mit dem Steuergeld vorsichtiger und effizienter umgehen, dann wären hohe Steuern vielfach obsolet und damit auch der Steuerbetrug. Steuern sind zu allererst einmal Diebstahl am wertschöpfenden Bürger.

    8. Fälle wie Siemens auf der Bestecherseite oder jene diverser Diktatoren auf der Empfängerseite zeigen, dass dort, wo Politiker oder Beamte Entscheidungen über die Verwendung von Steuergeldern oder über Widmungen und Genehmigungen treffen können, die Korruption ganz besonders blüht. Das fängt schon bei einfachen Baugenehmigungen an.

    Wobei, das gilt genauso für Manager, die zum Schaden ihrer Dienstgeber gegen Kickbacks bei schlechten Lieferanten einkaufen, faule Kredite vergeben oder sich anderwertig bereichern. Der Unterschied ist, dass private Firmen schneller draufkommen oder in Konkurs gehen, während Politiker bzw. Parteien und Regime auf Kosten der Bürger weitermachen können.

    Es braucht schon allein deshalb eine Rotation der Verantwortlichkeiten. Auch und gerade in Österreich in Sachen Rotschwarz.

    9. Es ist nun jedenfalls nicht die Zeit, um über jüdisch-amerikanische oder linkslinke Verschwörungstheorien zu sinnieren, sondern erst einmal die riesige Datenmenge aufzuarbeiten und zu schauen, was letztlich hängen bleibt.

    10. Leider ist nun zu erwarten, dass linke Regulierungswut und Reichenhatz neue Blüten treiben wird und das hat immer noch die - eh schon ehrlichen - Steuerzahler am allermeisten betroffen. Links darf sich also wieder moralisch überlegen fühlen, weiter linke Schulbücher verfassen und dem Neoliberalismus für alles die Schuld geben.

  16. Sensenmann
    04. April 2016 20:28

    Meine Güte, was für ein Geschwätz!

    Die Lügenpresse geiferte und ein Mäuslein ward geboren! Die Journaille hat nix Brauchbares. Genannt wurden Personen im „Umfeld Putins“, der saudische König, ein paar isländische Politiker, der Ukrainer Poroschenko und Fußballgott Lionel Messi. Seit wann zahlen reiche Russen, der saudische König, isländische Minister und Argentinier, die in Spanien kicken, ihre Steuern beim österr. Sozi-Finanzamt, daß man sich darüber hier so alteriert?
    Was haben wir von diesen „Enthüllungen“ außer viel heißer Luft?
    Irgendein heimischer Bonze scheint da bislang gar nicht auf!

    Das "Leck" kam angeblich über ein “International Consortium of Investigative Journalists”, das voll finanziert ist über das US "Center for Public Integrity".

    Dieses wiederum wird getragen von:
    Ford Foundation
    Carnegie Endowment
    Rockefeller Family Fund
    W K Kellogg Foundation
    Open Society Foundation (Soros)

    Noch Fragen?
    Übrigens waren die Daten angeblich seit einem Jahr bekannt. Bei diesem "Panama-Leak" fällt auf, dass man solche Daten normalerweise nicht den Zeitungen sondern Wikileaks zu "leaken" pflegt, wenn man möchte, dass die am Ende veröffentlicht werden.
    Es fällt auch auf, dass die ersten Meldungen sich auf irgendwelche Regimes einschießen, die grosso modo in den westlichen Medien eh alle korrupt sind, und auf Putin. Um den herum konstruiert man nun die tollsten "Netzwerke".

    Aber noch was: Was soll eigentlich die Hetze gegen Briefkastenfirmen? Die sind nicht illegal.
    Sie können illegaöle Geschäfte machen, aber die Gründung einer Firma irgendwo im Ausland per se zum kriminellen Akt zu machen, ist nichts als sozialistisches Gegeifere.

    Ganz nebenbei gibt es gute Gründe, auf dieser Welt sein Geld zu verteilen und zu verstecken! Illegal ist einzig und allein die Aktion dieser faulen Journalistenbande, denn gearbeitet haben die ein Jahr lang gar nichts. Vermutlich stammen alle Angaben von einem einzigen geschmierten kriminellen Datendieb, also von Leuten, die man heute verschleiernd "Whistleblower" nennt.

    Das Flaggschiff der Lügenpresse - der Spiegel nämlich - wittert einen "Skandal" um die Kanzlei Mossack Fonseca. Der einzige Skandal ist der Datendiebstahl durch Agenten der USA, die mal schauen wollten, wer so die UNO-Sanktionen irgendwo umgeht.

    Und das Wichtigste bringt der Focus (das Beiboot der Lügenpresse): Mossack's Vater war bei der Waffen SS.

    Na damit ist ja dann alles gerechtfertigt. Inklusive Einbruch, Datendiebstahl, üble Nachrede und Hehlerei.

    • franz-josef
      04. April 2016 21:50

      Danke für Ihre Recherche.
      Daß wieder einmal die Rockefellers und Freund Soros hinter den Kulissen unter den Geldgebern der "Investigativjournalisten" aufscheinen, überrascht schon deshalb nicht, weil ein merkwürdiger Eiertanz um "Umfeld","nahestehende Personen" von Putin aufgeführt wird. Es wirkt, als würde man einen Bären reizen wollen, ihm aber direkt nicht gegenübertreten, lieber durch die Gitterstäbe pieksen und sehen, ob er nicht doch endlich einmal wütend wird.
      Soros ist mit seinem Ukraineprojekt und der Milliardeninvestition für den Umsturz nicht durchschlagend erfolgreich gewesen . Weiters:Putin sieht schon sehr lange zu, wie ihm die NATO näher rückt und zeigte sich eher entspannt abwartend, und ganz und gar nicht kriegslüstern. Und es wird wohl Gründe geben,w arum Poroschenko angeprangert wird - möglicherweise spurt er nicht ausreichend erfolgreich, aus Soros` Sicht, und wird einfach in einem Aufwaschen ausgebootet.

      So sehe ich die geleakte Angelegenheit momentan eher als neue Aggression der
      finanzierenkriegwollenden Hochfinanz gegen Putin. Der Rest fiele unter Kollateralschaden.

      Vielleicht ergibt sich ein anderer Hinweis in der weiteren Entwicklung , gut möglich.
      Aber definitiv nicht glauben kann ich, daß u.a. die Rockefellers und Soros, beide engstens verwandt bez verbunden mit den Rothschilds, eine Gruppe von Investigativ-Journalisten finanzieren, damit diese ihre Kunden hochgehen lassen. Und um Kunden muß es sich handeln, denn das offshore geparkte Geld liegt ja nicht in einem wasserdichten Tresor in einer Unterwasserhöhle versteckt, sondern wird von diskreten Banken bewacht (und in solchen Fällen eher nicht verspekuliert :) und eine Bank, in der die Rothschilds nicht ihre Finger haben, gibt es in diesen Dimensionen sicher nicht.

    • Undine
      05. April 2016 09:07

      @Sensenmann
      @franz-josef

      *****************
      *****************
      *****************!

    • ????? (kein Partner)
      06. April 2016 16:47

      Ich kann mich ja täuschen. Aber klingt nicht Mossack nch KZ?

  17. socrates
    04. April 2016 20:04

    Haltet den Dieb, er hat mein Messer im Rücken!
    In Rußland beträgt der höchste Steuersatz 17%. Das ist einfach zu wenig wenn man die Spesen für das Geldwaschen und Verstecken berechnet. Panama ist eine Steueroase, aber eine schwache.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Double_Irish_With_a_Dutch_Sandwich ist das Rezept der EU.Hier kann deshalb nur eine beispielhafte Auswahl von Ländern und Gebieten genannt werden, die in zwei Quellen in der Vergangenheit als Steueroasen bezeichnet wurden. Bekannte Steueroasen sind (nach OECD[21] und Diamond[22]):

    Andorra
    Anguilla
    Antigua und Barbuda
    Aruba
    Bahamas
    Bahrain
    Barbados
    Belize
    Bermuda
    Britische Jungferninseln
    Cookinseln
    Delaware
    Dominica
    Dubai
    Gibraltar
    Grenada
    Isle of Man
    Israel
    Jungferninseln
    Kaimaninseln
    Kanalinseln
    Kranidi
    Liberia
    Liechtenstein
    Malediven
    Malta
    Marshallinseln
    Mauritius
    Monaco
    Montserrat
    Nauru1
    Niederländische Antillen
    Niue1
    Panama
    Samoa
    Seychellen
    St. Kitts und Nevis
    St. Lucia
    St. Vincent und die Grenadinen
    Tonga
    Turks- und Caicosinseln
    Vanuatu
    Zypern
    1 Nur in der Liste der OECD enthalten (Stand: 2012)[23]
    Nur in der Liste von Hines and Rice (1994) enthalten waren:[22]

    Hongkong
    Irland
    Jordanien
    Libanon
    Luxemburg
    Macau
    Schweiz
    Singapur
    Einer Firma die MOSSAD(ck) im Namen hat, würde ich nur als Jude trauen. Wenn Putin Geld versteckt, bietet sich Kuba an.

    • teifl eini!
      04. April 2016 20:46

      ja, erstaunlich, mir ist beim lesen diverser artikel ebenfalls der freudsche verleser "mossad" passiert.

      wenn das ganze eine von langer hand vorbereitete aktion bzw. falle war, dann man dem mossad nur gratulieren ...

    • fewe (kein Partner)
      06. April 2016 15:59

      Früher war - so viel ich weiß - Österreich die mit Abstand beste "Oase". Beim Überbringersparbuch wusste auch die Bank nicht, wem das gehört. Da gab es also auch theoretisch keine Gefahr einer Indiskretion. Damals gab es auch noch ein Bankgeheimnis.

      Bei der EU-Wahl wurden übrigens Überbringersparbuch und Bankgeheimnis für die Zukunft innerhalb der EU fix zugesagt.

      Unsere Wahrnehmung wurde mittlerweile verbogen. Wir denken heute so wie Leute in diktatorischen Staaten und nicht mehr wie in einem freien Land. Es geht den Staat nichts an, wer wieviel Geld wo aufbewahrt hat. Wenn jemand Steuern hinterzieht ist es die Aufgabe des Staates das aufzudecken.

      Mittlerweile leben wir aber wieder als Volkskörper, wo es keine individuellen Freiheiten gibt. Ich kann in meinem Beruf nichts schwarz machen, ich hätte keinen Vorteil davon, aber so, wie das mittlerweile läuft ist es falsch so wie bei Nazis, DDR, Sowjetunion, Nordkorea etc.

  18. Brigitte Imb
    04. April 2016 19:29

    Vielleicht ist diese ganze Panamageschichte nur wieder eine Aufmachung der linken Presse, so meint zumindest PI. Ist nicht unmöglich.

    http://www.pi-news.net/2016/04/die-laecherlichen-panama-papers/#more-509764

  19. Susanne
    04. April 2016 18:26

    Das Ganze erinnert mich an WikiLeaks, Vatileaks und andere Whistlebower-Aktivitäten. Interessant wäre es auch zu erfahren, wer an der Veröffentlichung dieser Datensätze Interesse hatte. An einen Geheimdienst, wie ihn AU vermutet, glaube ich nicht, eher ist anzunehmen, dass es ein Racheakt eines (früheren) Mitarbeiters oder einfach das Bedürnis eines Beteiligten war, aus z.B. religiösen Gründen ein reines Gewissen und Vergebung zu bekommen.

    Spannend wird es jedenfalls, wie die verschiedenen Finanzbehörden und Staatsanwaltschaften vorgehen werden, denn alles "einfach unter den Tisch kehren" geht auch nicht. In vielen Menschen steckt ein "Gerechtigkeitssinn", daher werden auch in dieser Causa freiwillig oder aber durch Gesetze zwangsweise weitere Details aufgedeckt. Dazu fallen mir auch die Begriffe "Selbstanzeige vor Strafe", "Kronzeugenregelung" und "Beugehaft" ein.

  20. Herby
    04. April 2016 17:54

    Na da haben wir es schon: Der Kreml sieht sich bestätigt:

    "Wie richtig sind doch die Annahmen dass es sich nur um künstlich an den Haaren herbeigezogenen Geheimdienstmachenschaften des Westens handelt.

    Wie gemein doch die CIA ist - wir im Kreml haben es immer schon gewusst und nun ist wieder eine Bestätigung da":

    http://orf.at/stories/2332427/2332437/

    Die Fakten sind: Der Taufpate eines der Kinder von Putin, der als Musiker arbeitete ist plötzlich Multimillionär und hat in Übersee große Geldbeträge - angeblich Millionen Dollar - veranlagt, sein Name: Sergej Roldugin

    Putin hat damit natürlich nichts zu tun .......

  21. Rupert Wenger
    04. April 2016 17:43

    AU: Volltreffer!

  22. caruso
    04. April 2016 17:30

    Alles schön und gut.

    Der wirklich Wahnsinn ist allerdings, dass im felix Austria, bei einem Bruttogehalt von EUR 2.000,-- (da kommen noch EUR 587,60 DG Beiträge dazu) netto nur EUR 1.482,54 übrigbleiben.

    Das sind bezogen auf die insgesamt EUR 2.587,60 nur mehr magere 57,2%.

    Wenn man vom verbliebenen Netto noch 15% (gemischte10-20%) MWSt herausrechnet, bleiben EUR 1.260,16, was nur mehr 48,6% der Gesamtlohnkosten entspricht.

    Das ist der WAHNSINN, den die wenigsten verstehen/durchschauen, und natürlich von allen anderen in den geschützten Bereichen und von Staats-, Förder- und Inseratengeld abhängigen Bereichen geflissentlich und beharrlich totgeschwiegen wird.

    Wenn man dann noch vom unteren Ende des Spektrums die Summen aus Grundsicherung, AMS, Kinder-, Wohn- und sonstige Beihilfen zusammenrechnet, ist es nur mehr als verwunderlich, dass uns der ganze Laden noch nicht um die Ohren geflogen ist.

    Die Bruchlinien verlaufen nicht zwischen arm und reich, das wird zur Vernebelung immer suggeriert. Die Frage ist, ob man in den geschützten Bereichen oder auf dem globalisierten Markt - und sei es nur die Konkurrenz innerhalb der EU - beruflich und/oder unternehmerisch tätig ist.

    Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!
    Und das ist auch ganz legal möglich.

    • fewe (kein Partner)
      06. April 2016 15:51

      Ja, man bekommt etwa 50% von dem, was man verdient zur eigenen Verwendung. Egal, welche Gehaltshöhe. Und von den 50%, die man dann ausgibt werden wiederum Steuern abgezogen. Bei Benzin ist es mehr als die Hälfte aber immer zumindest Umsatzsteuer.

      Die Staatsquote liegt irgendwo bei 70%. Einen derartigen Reibach hatten Sklavenhalter nicht gemacht, deswegen wurde das System auch optimiert und Sklaverei international zum Staatsmonopol. Der Sklavenhalter hatte auch für Essen, Unterkunft, Krankenbehandlung und Altersversorgung zu sorgen. Insofern auch die Parallele.

      Es ist halt die Motivation verfeinert worden. Die Leute erwirtschaften daher mehr und so bleibt viel mehr. Man lässt ihnen dafür auch mehr Taschengeld, aber Lebenshaltung müssen sie sich selbst organisieren und zahlen.

      Die selben Rechte wie Sklaven haben eigentlich nur Beamte. Alle anderen haben eigentlich weniger Rechte. Selbständige sind überhaupt vogelfrei.

  23. Politicus1
    04. April 2016 16:17

    "wenn es den USA nutzt."
    Dazu fällt mir auch noch der VW-Skandal ein, der zwar mMn. keinem Autokäufer geschadet hat, aber der US-Automobilindustrie sehr wohl nützt.

    Wer ist/sind der/die Aufdecker der Panamakonten?
    Nun, ein 14-jähriges Computerwunderkind wird es vermutlich nicht gewesen sein, obwohl das eine Superstory geben würde.

    Einen vom Autor vermuteten sehr großen Geheimdienst halte ich schon deshalb nicht für die Quelle, weil Geheimdienste ihre Rechercheergebnisse GEHEIM halten - und nicht der Süddeutschen und dem Falter auf den Redaktionstisch legen.
    Geheimdienste brauchen keine hunderttausend Likes auf Facebook.

  24. Herby
    04. April 2016 15:19

    Diese ganze Sache mit den "Panama Papers" nur mit einer Geheimdienst-Operation ab zu tun ist wenig hilfreich.

    So argumentiert man in Russland: In Moskau wird so gut wie alles auf die "bösen ausländischen Geheimdienste" geschoben und somit mit einer Handbewegung vom Tisch gewischt.

    Was nötig ist: Die Dinge aufdecken und den Bürgern die meist wenig über die Welt des globalen Finanzsystems bescheid wissen Zugang zu den Informationen geben! Die ganze Panama-Papers-Geschichte gehört von Vorne bis Hinten aufgedeckt. Dazu sind die Medien ja da.

    Die bittere Wahrheit ist: Das globale Finanzsystem ist in Wahrheit zu einem System geworden wo die Schnellen die Langsamen und die Wissenden die Unwissenden bestehlen und die ganz normalen arbeitenden Bürgern die versuchen in der "Realwirtschaft" mit ihrer Hände Arbeit anständig Geld zu verdienen von aalglatten Finanzjongleuren die riesige Beträge rund um den Globus verschieben betrogen werden.

    Und dass alle den Staat u. die Steuerbehörden betrügen ist sowieso klar.

    Durch die modernen Kommunikationstechniken, die immer besseren Computer, Programme, Algorithmen, Datenkabel und IT-Technik vergrößert sich das Problem noch.

    Was dazu kommt: Die einzelnen Länder u. Überseegebiete (=Offshore-Gebiete) wetteifern mit einander u. konkurrenzieren einander nach dem Motto: "So gut wie bei uns kannst Du nirgends Geld verstecken, so verschwiegen u. diskret wie wir ist sonst niemand."

    Singapur übertrifft die Schweiz und wird selber noch v. d. brit. Jungferninseln übertroffen usw.

    Spannende Frage: Der isländische Premierminister Gunnlaugson ist bei dieser Finanzgeschichte total am falschen Fuß erwischt worden u. steht total angeschlagen da - wie lange wird der Mann noch Premier sein können?

    Interessante Talkshow gestern bei Anne Will:

    Wenn das Geld in der Sonne liegt - Wer trocknet die Steueroasen aus? (3.4.2016)
    https://www.youtube.com/watch?v=FmH83vmV_Fs

    Hinweis, heute Montag wird e. Dokumentation in ARD ausgestrahlt: Mo. 4.4.2016 um 23:20 Uhr:

    "Panama Papers Im Schattenreich der Offshorefirmen"

  25. El Capitan
    04. April 2016 15:16

    Immer dann, wenn es galt, einen hohen Beamten einzustellen, fragte Kaiser Franz Josef besorgt: "Hat er was?" Der Kaiser kannte seinen Pappenheimer. Je wohlhabender einer war, desto geringer war die Gefahr, dass der in die öffentlichen Kassen griff. Insofern kann man die Begeisterung für Trump sehr gut verstehen. Der braucht kein zusätzliches Geld mehr.

    Was das "Hacken" von Datenbanken betrifft, so muss ich die Leser jetzt leider von einer Illusion befreien. Die meisten Datenbanken, vorallem die wirklich wichtigen, werden nicht elektronisch gehackt, sondern mittels "social engineering" aufgemacht. (Bitte den Begriff googeln, das erkläre ich hier nicht - ich habe so meine Erfahrungen). Es ist unglaublich, wie leicht das geht, und dort, wo es nicht leicht geht, hilft Geld der Sache sehr schnell auf die Sprünge. Dort wo es ganz schwierig wird, hilft ganz viel Geld. Das ist alles.

    Wir wissen nicht, ob da in Panama ein Geheimdienst am Werk war oder einfach nur Geld. Vielleicht wissen wir es irgendwann.
    Eines aber sollte klar sein. Wer etwas wirklich zu verbergen hat, der muss es in einen Tresor stecken oder auf einem PC speichern, der keine Leitung nach außen hat. Das ist halbwegs sicher, aber auch nur halbwegs.

    Alles was online ist, und wenn es noch so mit 128 bits nach Militärstandard verschlüsselt wird, ist, wie der Name schon sagt, _online_.
    Ich bin neugierig, ob da weitere Steuerhinterzieher aus der linken Ecke auftauchen. Alice Schwarzer wird ja nicht die einzige gewesen sein. Dass Politiker, Sportler und die Reichen und Schönen ihr Geld in Übersee verstecken, ist eh klar.

  26. Wertkonservativer
    04. April 2016 14:44

    Da wird es wohl da und dort "Heulen und Zähneklappern" geben!
    Saubermänner bzw. Frauen werden zu gierigen Ungustln und Geldramschern mutieren.

    Wie man sieht, gedeiht auch in Russland inzwischen der Kapitalismus pur: die Freunderlwirtschaft feiert fröhliche Urständ, das Volk sieht wenig bis gar nichts vom Reichtum des Landes! Armes Russland!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Josef Maierhofer
      04. April 2016 17:53

      Auch das amerikahörige Europa sieht nichts vom Reichtum der uns ausnützenden amerikanischen Geldeliten, sondern erduldet alles, was die mit uns aufführen.

    • teifl eini!
      04. April 2016 20:43

      also jetzt bin ich überrascht, dass auch ein wertkonservativer dem irrtum unterliegt, den ich eigentlich von allen linken erwarte: es "gedeiht also der kapitalismus pur", wenn putin oder andere korrupte machthaber ihre unterschlagenen millionen und schmiergelder in offshore-firmen verstecken.

      es hat viel mehr mit korruption als mit kapitalismus zu tun. ein kapitalist ist jemand, der sein geld in projekte steckt, die am freien markt gewinne abwerfen. der korrupte kapitalist schmiert dabei politische verantwortungsträger oder hinterzieht steuern. ein ehrlicher kapitalist macht das nicht.

      wer den unterschied nicht bemerkt, dem wird auch nicht aufgefallen sein, dass die korruption umso stärkere blüten treibt, desto unfreier ein land ist. sind nicht auch arabische, chinesische oder pakistanische machthaber unter den geleakten? aus der reihe fällt nur der isländische politiker, denn in sachen korruption war bislang ein nord-süd-gefälle zu konstatieren bzw. west-ost-gefälle.

    • Wertkonservativer
      05. April 2016 09:23

      @ teifl eini!

      Sie laben schon recht, war an sich ein falsche 'Wortwahl!
      Der Unterschied zwischen Kapitalismus und Korruption ist mir bewusst; diese ist für die Einschätzung der russischen Führungsmannschaft jedoch noch viel grauslicher, als hätte ich sie als Kapitalisten bezeichnet!

    • Shalom (kein Partner)
      07. April 2016 12:16

      WK:

      "Stimmt schon, werte Herren!
      Mit geistig minderbemittelten und überdies extrem bornierten Zeitgenossen zu versuchen, hochgeistige Diskussionen auf einigermaßen gleichhohem Level zu führen, ist sinnlos, absolut sinnlos!
      Ein Hoch auf alle Geistesriesen!"

      Und immer wieder tun sie ihm, dem WK, den Gefallen...

  27. MSc
    04. April 2016 14:14

    Zusätzlich muss man noch anführen, dass die USA der einzige Staat der Welt ist, der die Steuerpflicht an die Staatsbürgerschaft (!!!) bindet. Das heißt, als Amerikaner kann man nicht einmal mehr auswandern. Umso wahrscheinlicher deucht es, dass kein einziger Amerikaner an so einer Sache beteiligt ist ...
    Was auch auffällt, ist, dass die meisten Daten Firmen der Virgin Islands betreffen, also das Commonwealth und damit die EU betreffen, und nicht Panama.

    Lieb waren die üblichen Empörungsrituale der Falter- und ORF-Journalisten am runden Tisch gestern. Also von Personen, die zu einem guten Teil vom Geld anderer leben. (Beim ORF muss man das nicht näher begründen; wieviel Presseförderung und aus öffentlichen Mitteln finanzierte Inserate erhält eigentlich der Falter ?) Klar müssen die alles und jeden angreifen, der sein Geld nicht freiwillig "abdrückt". In diese Kerbe schlägt auch die herzige Geschichte mit der "Gemeinwohlwirtschaft" des "bedeutenden Ökonomen" Christian Felber in den Schulbüchern ... :o)

    "Kennen Sie das Merkmal der Zweitklassigen? Es ist der Ärger über die Leistung eines anderen." (Ayn Rand)

    Daher hier einmal ein etwas anderer Blick auf Panama:
    Panama ist flächenmäßig etwas kleiner als Österreich und hat heute knapp 4 Mio. Einwohner (3,5 Mio. um 2000).
    Das BIP hat sich seit 2000 etwa verdreifacht - Panama ist seit 10 Jahren die am schnellsten wachsende Wirtschaft Zentral- und Südafrikas. Die Staatsverschuldung hat sich seit 2000 von 59,8 % auf 45,6 % verringert ! Und das bei einer Steuerquote von 10,2 % im Jahre 2000 (leider liegen mir keine neueren Zahlen vor).
    In diesem Zeitraum hat Panama (zur Erinnerung - die Bevölkerungszahl entspricht etwas mehr als der von Wien und NÖ !):
    - den Panamakanal ausgebaut und dessen Kapazität verdreifacht (übrigens nach eine Volksbefragung, ob das gemacht werden solle, wobei sich 2/3 der Bevölkerung dafür ausgeprochen hat. Ja, dort gibt es sogar Volksbefragungen ...)
    - in Panama City die erste U-Bahn Lateinamerikas gebaut (2. Linie in Bau, 3. in Planung; bis 2040 soll es 8 Linien geben)
    Was man den Gutmenschen auch noch ins Stammbuch schreiben kann: einige der Provinzen in Panama werden von den dort lebenden indigenen Stämmen autonom verwaltet.

    (Wen es interessiert, hier ist übrigens der Link zum Landesprofil Panama der Wirtschaftskammer, aus dem diese Daten stammen:
    http://wko.at/statistik/laenderprofile/lp-panama.pdf )

    Und da dort auch die politische Korrektheit und der ganze Gendermüll kein Thema ist - wer einen wirklich präsentablen Politiker sehen will, der google einmal nach "Vizepräsidentin Panama". Dann versteht man auch gut, warum der Name "Elefantenrunde" bei uns wirklich gut gewählt ist ... ;0)

    zum Drüberstreuen für die Selbständigen unter uns - hier noch ein aktueller Link vom 1. April aus der Sicht eines deutschen Paares, das erst kürzlich nach Panama ausgewandert ist:

    http://meinleben.digital/panama-digitale-nomaden/

    • fewe (kein Partner)
      06. April 2016 16:57

      Ja, die USA sind recht originell in ihrer Sichtweise hinsichtlich der Steuerpflicht. Es gibt dort sogar eine "Exit tax", kennt man auch unter dem Begriff "Reichsfluchtsteuer".

    • MSc
      06. April 2016 18:37

      @fewe: die gibt es bei uns auch, nennt sich "Wegzugsbesteuerung". Ist nur innerhalb der EU sistiert.

  28. Brigitte Imb
    04. April 2016 14:14

    Solange Politiker unser sauer verdientes Geld beim Fenster hinauswerfen, od. gar 7 Mio€ für Werbung verpulvern, hätte ich absolut kein schlechtes Gewissen, Handwerker od. Bedienerin schwarz zu zahlen. (Natürlich mache ich das NIIIIE!, ist ja verboten.)

    Die Dimensionen in Panama od. anderen Steueroasen, sind wohl kaum mit einer Zahlung an eine Bedienerin zu vergleichen. Hier 10 €, dort Mrd. €......

    Es wird den Behörden niemals gelingen derartige "Geschäfte", od. gar Geldwäsche einzustellen, denn '´s Bacherl findt´an neuen Weg'.

  29. Susanne
    04. April 2016 14:03

    Fleißige Leute mit Ideenreichtum und großem Eigenrisiko sollen auch viel Geld verdienen. Aber alles sollte legal versteuert bzw. dürfen legale Steuerschlupflöcher ausgenützt werden.

    Nicht nachzuvollziehen ist aber des Blogmasters Meinung, dass Motive von Steuerhinterziehung für teilweise verständlich betrachtet werden. Denn auch dann, wenn die verschiedenen Staaten von den Spitzenverdienern extrem hohe Steuersätze verlangen, müssen Gesetze eingehalten werden. Der Wunsch nach noch mehr Steuereinnahmen trifft bei solcher Toleranz dann nur die Niedrigverdiener, welche meist als Ausgleich für fehlenden "Spitzensteuern" noch mehr zur Kasse gebeten werden.

    Bei den eben (wieder) aufgedeckten Geldverschiebungen geht es aber fast immer um unsaubere Geschäfte, wie Bestechungen, Schmiergeldzahlungen und Erpressungsgelder. Meist wurden alle diese Beträge von großen Firmen geleistet, um an Aufträge heranzukommen. Also müsste schon dort nachgeforscht werden, denn in den offiziellen Buchhaltungen scheinen diese Transaktionen meist nicht auf - folgedessen war bereits dort Schwarzgeld im Spiel. Letztlich kommen immer wieder die Konsumenten zum Handkuss, denn alle diese "Extra-Aufwendungen" werden üblicherweise bereits im Verkaufspreis einkalkuliert.

    Wenn nun zwei große österreichische Banken involviert sind, dann sollte man aber auch die eingebundenen Anwälte sowie Steuerberater zur Rechenschaft ziehen. Leider sind die Details sowie handelnden Personen unbekannt und die Geldtransaktionen so verworren, dass nur bei internationaler Zusammenarbeit eine restlose Aufklärungen möglich ist. Vermutlich ist nur die USA in der Lage (siehe kürzlichen Disput mit den Schweizer Banken), mit entsprechenden Gegenmaßnahmen alles aufzuklären und Wiederholungen zu verhindern.

  30. Bob
    04. April 2016 12:58

    Wichtig ist einmal wieder das man Putin anpatzen kann. Ihn selbst weniger, aber seine Freunde. Ja Hallo gehts noch? Ein Freund ein berühmter Cellist soll sein Schwarzgeld gewaschen haben? Das können nur Leute behaupten die von Wirtschaft überhaupt nichts verstehen. Wie soll man ein Honorar für ein Konzert an der Steuer vorbeischwindeln, in einer Panama Firma verschwinden lassen, und als Kredit wiederbeleben?
    Der ORF und Falter bringen das als die Aufdeckung des Jahrhunderts. Hat das der Pilz verschlafen?
    Die elementare Frage sollte zuerst sein: wer, zum Teufel, hat die Daten gestohlen?
    Kann man erwarten das ich meine Kontodaten in Zukunft im Falter nachfragen muß?

  31. Josef Maierhofer
    04. April 2016 12:46

    Gut geschnüffelt, man kann nie genug wissen.

    Aber, nehmen wir einmal die Daten der Schweizer Bank, die gehackt wurden, mit unzähligen (vermuteten) Steuersündern drauf, die aufs übelste geschachert wurden und was ist herausgekommen ? Steuergeheimnis, Datenschutz, &Co. werden alle verhindern, dass man mehr erfahren kann als das Erschnüffelte.

    Noch ein Aspekt kommt mir in den Sinn. Man kann ja in Europa Geld nicht mehr anlegen, man kann es verschenken, verschwenden, aber anlegen, ehrlich anlegen kann man es hier nicht mehr, es ist hier, egal wie, jedenfalls futsch. Jetzt verstehe ich auch die Menschen, die nicht mehr hier leben sondern in Südamerika, wo man offenbar noch leben kann. Die einzige sinnvolle Investition ist für mich Investition in Arbeit, die wir so dringend nötig hätten.

    Sonst berührt mich der Reichtum der Menschen nicht, ich halte es mit dem Mann aus Montenegro, der meint, Reichtum und Armut ist der gleiche Jammer.

    • machmuss verschiebnix
      04. April 2016 19:04

      Wie wahr, Josef Maierhofer - » … Investition in Arbeit, die wir so dringend nötig hätten. « ,
      die aber leider zutode besteuert wird . Und schon in wenigen Jahren wird auch der
      gute Bildungs-Standard der Facharbeiter hierzulande zuwenig Gewicht haben, um
      damit noch eine Investition in Österreich begründen zu können ! ! !





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