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Der Papst gibt sich selbst ein gutes Beispiel

Das ist wirklich ein erfreuliches Zeichen der katholischen Kirche. Das sollte auch in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens Schule machen, wo die Kirche aktiv geworden ist.

Ohne dass hier der Ort für diffizile theologische Anmerkungen wäre, so scheint eindeutig: Das neue kirchliche Schreiben zum Themenbereich Familie, Sexualität und Ehe ist hervorragend gelungen.

  1. Es gelang, den hohen Stellenwert der Ehe aufrechtzuerhalten;
  2. für den Umgang mit homoesexuellen Menschen wird Respekt verlangt, aber jede Gleichstellung mit der Ehe abgelehnt;
  3. in allen Fällen, wie insbesondere denen der vielen wiederverheirateten Geschiedenen, wird die Notwendigkeit einer individuellen Bewertung betont, die nicht durch ein allgemeines Gesetz unmöglich gemacht werden soll;
  4. deren Exkommunikation wird zurückgenommen;
  5. es gibt erstmals positive Worte der Kirche für Leidenschaft und Erotik;
  6. noch überraschender sind massiv kritische Worte zum Zölibat (ohne aber, dass dieser abgebaut wird);
  7. und es kann, so eine zentrale Botschaft, keine ewige Verurteilung einzelner Menschen geben.

Die Kirche hat damit die unendliche Vielfalt individueller Situationen anerkannt. Und sie hat sich damit auf ihren Gründer zurückbesonnen: Wer ohne Fehler, der werfe den ersten Stein. Das ist gerade auch deshalb als öffentliche Botschaft angebracht, weil die letzten Jahre auch viele Verfehlungen von Priestern offenkundig gemacht haben.

Die katholische Kirche hat mit diesem Rundschreiben einen Riesenschritt weg vom Dogmatismus gemacht, in dem ein Kirchengesetzgeber kleinlich, beckmesserisch und kasuistisch alle möglichen menschlichen Verhaltensformen über einen Leisten zu schlagen versucht hat. Diese Botschaft wird bei den Menschen gut ankommen und könnte die Kirche aus ihrer jahrelangen Rückzugsposition herausbringen.

Um das wirklich zu erreichen, sollte die Kirche freilich ebenso auf anderen Gebieten das gleiche Prinzip anwenden. Vor allem auf solchen, wo sie keinerlei Kompetenz und Auftrag ihres Gründers vorweisen kann. Das sollte sie schon aus wohlverstandenem Pastoralinteresse tun. Sie sollte sich mit generellen Aussagen zurückzunehmen, sei es zu Wirtschaft (Marktwirtschaft sei „Mord“), sei es zur Völkerwanderung.

Gerade zu letztgenanntem Punkt wird es daher immer fragwürdiger und widersprüchlicher, was der offenbar bevorstehende Besuch des Papstes auf Lesbos soll:

  • Warum lässt er sich da blindlings vor den Karren der oft auch moralisch extrem bedenklich agierenden und anarchistischen Migrationsindustrie spannen?
  • Begreift er denn nicht, dass er mit diesem Besuch (ganz im Gegensatz zum Großteil der Gläubigen) die Position unterstützt, dass jeder, der will, nach Europa einwandern soll?
  • Begreift er denn nicht, wie sehr eine rapide Islamisierung Europas gerade den Christen schadet und sie bedroht?
  • Oder will er nur ein Zeichen setzen, dass man mit Kriegsopfern gut umgehen soll?

Letzteres wäre legitim. Aber dann wäre ein „Barmherzigkeits“-Besuch in den Flüchtlingslagern rund um Syrien – und IN Syrien – viel eher angebracht. Und eine weltweite Spendensammlung für diese Lager. Denn dort kann neunzehn Mal effizienter geholfen werden als in Europa. Außerdem: Nur dort leben die vielen wirklich armen Menschen, die sich die Dienste eines Schleppers nach Europa nicht leisten können.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBob
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2016 15:49

    Den Christen in Syrien zu helfen wäre die erste Pflicht der kath Kirche, und nicht den Moslems unterwürfig die Füße zu küssen. Von den vielen Fragen die die Gläubigen bewegt wie die echte Seelsorge und die Beantwortung der Fragen wie "woher und wohin" wäre auch dringlicher als so politische Fragen ob Homosexuelle mit Respekt zu behandeln sind.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2016 15:49

    Was eindeutig scheint, scheint gut.

    Ja, es ist richtig, auf Lesbos sind jene, die für Schlepper bezahlt haben, in Syrien wären jene, die Hilfe dringend brauchen, Hilfe, die eigentlich dort ausschließlich von Russland kommt, denn sogar unser Gutmenschent(d)um(m) hat im 'Einklang' mit dem Aggressor USA auch die Sanktionen gegen Syrien verhängt, statt den Syrern zu helfen. Diese hirnkranken Europäer plappern alles nach, was ihnen die amerikanische Propaganda einreden will, nämlich Assad (der gewählte Präsident) muss weg, sehr 'demokratisch', oder ?

    Dass der Papst gegen die 'arabische Invasion Europas', wie er es einmal genannt hat, bis jetzt nicht klar Stellung bezogen hat, sondern so, wie es die anderen 'Hirten' auch tun, das alles als gegeben hinnimmt und die Lager mit den Islamisten und Jihadisten auch dabei, jedenfalls die Lager der hierher geschleppten Muslime besuchen will, sei ihm unbenommen, aber es ist tatsächlich so, dass er eigentlich die Christen in Syrien und um Syrien besuchen sollte als christlicher Papst, als Oberhirte.

    Sein kirchliches Schreiben scheint mir sehr vernünftig zu sein und der heutigen Zeit angepasst. Wir Christen sind eine Kirche der Liebe und verehren nicht einen strafenden Gott, sondern einen liebenden und verzeihenden. Ich finde das Schreiben gut.

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2016 18:41

    Was ich mir als gewissermaßen Außenstehende unter den Aufgaben eines Papstes vorstelle:

    In einer Zeit der größten weltweiten CHRISTENVERFOLGUNGEN durch die MOSLEMS wäre es erstens Sache des Papstes, diesen verfolgten Christen in den moslemischen Ländern jede nur mögliche HILFE, jeden SCHUTZ angedeihen zu lassen und zweitens zu VERHINDERN, daß die MOSLEMS in Massen Europa fluten, um das CHRISTLICH geprägte Europa zu ISLAMISIEREN.

    Und was macht der Papst dank seiner rosaroten Brille? Er fordert uns auf, die Moslems freundlich willkommen zu heißen, damit sie auf unsere Kosten ein angenehmes Faulenzerleben führen können, während er seine ihm anvertrauten Schäflein, die Christen, weltweit ihrem gräßlichen Schicksal überläßt.

    Ich verstehe diesen Papst nicht---er mischt sich in die WELTPOLITIK ein zum NACHTEIL der Christen. Papst Franziskus betreibt die Geschäfte der Feinde, nämlich der Moslems. Sollte in einigen Jahren die Islamisierung Europas abgeschlossen sein, dann trägt dieser Papst ein gerüttelt' Maß an Schuld daran und schafft sich vermutlich damit selber ab.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorglockenblumen
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2016 17:52

    In dieser Zeit ist die größte Christenverfolgung seit Menschengedenken im Gange. Es wäre angebracht, wenn sich die Kirche und der Papst um die Mitchristen auf der ganzen Welt, besonders um jene in Kriegsgebieten kümmern würde.

    Ich halte nichts von der Anbiederung an die moslemische Welt wie sie derzeit geprägt ist. Die werden uns niemals achten und respektieren, weil der Islam sich noch im Paläolithikum befindet und die islamischen Machthaber eine Aufklärung wo es nur geht verhindern um ihre "Gläubigen(r) an der Kandare zu halten.
    Sie verhindern auch die Trennung von Religion und Politik, damit ist der Islam wie er sich präsentiert eine maligne Ideologie und hat wenig mit Religion und Spiritualität zu tun.

    Eine Aufklärung - falls die jemals möglich ist - wird die Menschen weltweit viel Blut und Tränen kosten.

    Möge der Herrgott seine schützende Hand über uns halten!

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2016 19:15

    Ja, der Papst müßte ZUERST die vom Islam VERFOLGTEN Christen besuchen, DANN erst die Flüchtlingslager voller Moslems! (Aber dort sammelt er GUTPUNKTE bei den Meinungsbildnern!) Wäre natürlich gefährlich für ihn, in einem islamischen Staat nach den verängstigten Christen zu sehen. Es könnte sein, daß er dort ermordet würde. Aber selbst das würden die Gutmenschen in allen Lagern---auch die christlichen Würdenträger ---in ihrer Gutmenschlichkeit V E R S T E H E N! Wie sie ALLES "VERSTEHEN", was die Moslems uns antun.

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2016 20:13

    OT---aber unglaublich spannend, was Dirk MÜLLER zu den PANAMA-PAPERS zu sagen hat:

    ""Panama Papers": Was ist eigentlich neu an diesem Skandal? Welche Intentionen stehen dahinter?

    https://www.youtube.com/watch?v=3C2gSUJ5-Bk



    Und wie immer, wenn es um Geld und Macht geht, sticht der Name George SOROS hervor! Es gibt nichts auf der Welt, wo SOROS nicht seine dreckigen Finger drinnen hätte.

  7. Ausgezeichneter KommentatorSusanne
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2016 16:46

    Die katholische Kirche - damit meine ich vorwiegend den Vatikan - denkt und handelt in langen Zeiträumen, daher war nicht zu erwarten, dass plötzlich alle aufgestauten Probleme auf einmal gelöst werden. Papst Franziskus hat sich mit diesem Schreiben sehr viele Freunde erworben, aber auch innerhalb des Klerus und mancher konservativer Gläubiger Gegner geschaffen. Es bleibt vermutlich einem Nachfolger vorbehalten, auch das ersehnte Machtwort zum Zölibat und der Empfängnisverhütung auszusprechen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2016 04:53

    Egal. Der Papst und der Schönborn sind - weil sie bedeutende Positionen in der Kirche besetzen - die größten Feinde der Christen. Sie sind Verräter. Die sollen dem Islam beitreten und ehrliche Leute an diese Positionen lassen.


alle Kommentare

  1. Waltraut Kupf
    13. April 2016 23:11

    Mein Eindruck war zunächst, daß man aus dem Papst nicht klug werden konnte, in zunehmendem Maß verdichtete sich aber die Ansicht, daß der Applaus vor allem aus kirchenkritischen bis -gegnerischen Kreisen kommt, was wohl kein Zufall ist. Seine Aussagen sind für mich nicht konsistent. Mittlerweile glaube ich, daß er nicht, wie Johannes Paul II, keinen Durchblick hat, sondern daß er sehr genau weiß, was er tut und sagt. Schon bei seiner Ernennung hatte ich das (wenn auch subjektive) Gefühl, daß ihn eine unspirituelle Aura umgab, denn wer in einem so bedeutsamen Augenblick einfach "buona sera" sagt, erweckt zumindest den Eindruck, das alles sei gar nicht so wichtig zu nehmen. Es ist bekannt, daß der Vatikan von masonischen Kräften unterwandert ist, und deren Geschäft scheint er zu besorgen. Gelegentliche Äußerungen, die der nach dem Katechismus gültigen Lehre entsprechen, sollen dazu dienen, das nicht zu klar zutage treten zu lassen. Die moderne Ansicht, der liebe Gott sei doch so barmherzig, daß er einfach alles verzeihe, wird damit bestens bedient. "Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind, weil wir so brav sind." Amen.

  2. Jutta (kein Partner)
    11. April 2016 22:20

    ..achja und es heisst übrigens: wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein .. danach wendet sich der Herr Jesus an die Ehebrecherin und sagt:
    Johannes 8,
    7 Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie ...
    ... 10 Da richtete sich Jesus auf, und da er niemand sah als die Frau, sprach er zu ihr: Frau, wo sind jene, deine Ankläger? Hat dich niemand verurteilt? 11 Sie sprach: Niemand, Herr! Jesus sprach zu ihr: So verurteile ich dich auch nicht Geh hin und SÜNDIGE NICHT MEHR !!!!!

  3. Jutta (kein Partner)
    11. April 2016 22:13

    ..die Bibel unvoreingenommen liest .. muss es natürlich heissen .. entschuldigung.
    Ebenso ist die katholische Kirche, ähnlich unserer ( deutsch ) jetzigen Bundesregierung ein Verein, der etwas anderes will, als die Basis. Und wie in jeder Gemeinde, oder kirchlichen Vereinigung gibt es auch in der Katholischen Kirche echte, aufrichtige Christen ... die furchtbar darunter leiden, was da abgeht .. und dass unseren Geschwistern kirchlicherseits nicht geholfen wird .. aber grade in der Katholischen Kirche massiv Geld da ist für Prunkbauten usw ... das ist so schändlich .. dafür finde ich keine Worte ... während Kirchen in Moscheen umgewandelt werden .. ausgerechnet .. das ist wahrlich teuflisch.

  4. Jutta (kein Partner)
    11. April 2016 22:08

    Der Papst versteht - oder will deshalb nicht verstehen, dass der Islam gefährlich ist, weil er nicht den wahren biblischen Glauben vertritt. Wer die Bibel selbst ehrlich und voreingenommen liest, muss erkennen, wenn er einmal nur annimmt, dass es wirklich Gottes Wort ist - denn woran sonst glaubt man denn und dürfte von einem Himmel reden ? - was es wirklich sagt. Freikirchler wissen, dass Scheidung und Wiederheirat verboten ist, der Herr Jesus Chritus selbst verbietet es. Biblisch Gläubige wissen, dass homosexuell empfindene Menschen verirrte Menschen sind ... aber dass Gott dieses verurteilt, ebenso wie Ehebruch, Habgier, Mord, usw .. sie werden das Himmelreich nicht erben.

  5. Gennadi (kein Partner)
    11. April 2016 18:56

    Was soll erfreulich sein?
    Der katholische Papst (genauer Bischof von Rom) empfiehlt den Koran als selig machende Wahrheit, den Islam als Religion des Friedens und lässt im Vatikan Allahu Akbar vorsingen. Nirgends in der christlichen Lehre steht, dass der Papst Moslems Füße waschen und küssen soll.
    Der Papst will keine verheirateten Priester (das nämlich stünde in der Bibel), sagt aber nichts zur gelebten Polygamie der Moslems.

    • Gennadi (kein Partner)
      11. April 2016 18:58

      Und wenn A.U. einen Gründer der katholischen Kirche meint - Wen?
      Paul, der als erster christlicher Apostel für Rom zuständig war, war es sicher nicht.
      Wer dann? Irgendein politisch besetztes Konzil?

  6. Anonymer Papstkritiker (kein Partner)
    11. April 2016 10:31

    Den Stellenwert der Ehe aufrechtzuerhalten und den Ehebruch zu legitimieren, steht für mich im Widerspruch zueinander. Legitimiert man nun die Sünde oder will man dem Sünder Barmherzigkeit entgegenbringen? Zu den Barmherzigen Taten gehört es, die Unwissenden zu lehren und die Sünder zurechtzuweisen. Worin liegt die Barmherzigkeit, wenn man die Sünden relativiert, und entgegen dem Wort des Herrn quasi verkündigt: "Sündigt nur weiter"? Das hat auch nichts mit dem Werfen des ersten Steins zu tun, denn aufzuzeigen, dass ein Verhalten sündhaft ist, ist noch keine Verurteilung, die sowieso nur Gott darselbst obliegt. Das Wort "Respekt" vor dem Sünder halte ich für fehl am Platz.

  7. fewe (kein Partner)
    11. April 2016 04:53

    Egal. Der Papst und der Schönborn sind - weil sie bedeutende Positionen in der Kirche besetzen - die größten Feinde der Christen. Sie sind Verräter. Die sollen dem Islam beitreten und ehrliche Leute an diese Positionen lassen.

  8. Papst Trans (kein Partner)
    10. April 2016 16:24

    Papst Franziskus hat sich mit Transsexuellen und Prostituierten getroffen. Geil.
    Aber wie erkläre ich das meinen Kindern, wenn die fragen, was transsexuell ist?
    Ich werde ihnen sagen, dass das zentrale Dogma der katholischen Kirche die Homo- und Transsexualität ist. Genaueres erfahren sie ohnehin im Religionsunterricht oder von ihrem Bischof.

    • Anonnymer Sprachveränderer (kein Partner)
      11. April 2016 10:37

      Das von Ihnen Kunstwort zitierte Kunstwort "homo-sexuell" dient der Sprachverwirrung, ebenso wie das von der öh wien so gern benutze "heteronormativ".
      Diese Begriffe weiterhin zu übernehmen oder zu verwenden, unterstützt nur die Wortschöpfer in ihren Bestrebungen. Es gibt zutreffendere, historische Alternativen zu diesen Begrifflichkeiten.

    • ein wichtiger Pfarrgemeinderat (kein Partner)
      12. April 2016 00:01

      @ Anonnymer Sprachveränderer: "Das von Ihnen zitierte Kunstwort "homo-sexuell" dient der Sprachverwirrung"

      Ein verwirrender Typ, der Papst (d.i. der Stellvertreter Gottes auf Erden), der immer wieder von Homosexualität spricht.

  9. Dr. Bárdossy
    09. April 2016 15:59

    @ Bob
    Ja, Sie haben recht. Diese neurotischen Demutsgesten, – wie rechtskräftig verurteilten Jugendlichen im Gefängnis die Füße zu küssen, – sind in der Tat widersprüchlich, unterwürfig und unwürdig. Ich habe Ihnen dafür mit drei Sternen meine Hochachtung zum Ausdruck gebracht.

    *

    Im übrigen erliegen wir einem naiven Wunschdenken, wenn wir glauben, dass der Volks- und Befreiungstheologe Jorge Bergoglio auf der Insel Lesbos eine Erleuchtung oder einen Schwächeanfall erleiden wird, um Dr. Unterberger zuliebe ein Beispiel für eine gute Wirtschafts- und Migrantenpolitik zu statuieren.

    Immerhin ist das schwammige nachsynodale Dokument (mit knapp 200 Seiten!) "von der früheren strengen Dogmatik Roms" nicht so abweichend, aber auch nicht allzu wegweisend ausgefallen, wie es von A.U. am Vorabend erwartet worden war.

    Nein, im Gegensatz zum gediegenen "Philosophenpapst JP II" und dem weisen "Theologenpapst Benedikt", die anscheinend für A.U. allesamt verwerfliche "Dogmatiker" waren, hat der gegenwärtig regierende "Soziologenpapst Franziskus" den Stallgeruch eines LIBERALEN in Ehe- und Moralfragen, aber den Ruf eines DILETTANTEN in Geschichte und Politik. In Meteorologie, Klima- und Wirtschaftskunde, ja sogar in Philosophie und Theologie ist er extrem unterqualifiziert für ein so hohes Amt, das er bekleidet. Merkwürdigerweise brachte er es in keinem Fach zum Doktorat. Was im elitären Jesuitenorden wirklich eine seltsame Ausnahme ist.

    Franziskus dürfte somit ein neuer Fall für jene Curriculum-Forscher werden, die gerne bei fehlenden Dissertationen, getürkten Maturazeugnissen oder Ghostwriter-Zitaten fündig werden wollen.

    Ja, die Rundgänge in den Armenvierteln von Buenos Aires sind ein Ansporn, aber noch lange keine Lösung auf dem dornenreichen Terrain von Wirtschaft, Politik und Recht. So blieb halt "Unser Franziskus" das stereotype Vorbild aller Linkskatholiken: "Liberal" gegen die überlieferten Normen der Moral – und "rigoros" im ideologischen Dickicht des Dilettantismus.

    Der gute, alte, in jeder moralischen Hinsicht konservative Friedrich August von Hayek hat es nachgewiesen, das die Prosperität des Abendlandes keinem Nationalökonomen, sondern vor allem der traditionellen Moral der Massen und der ordentlichen Kaufleute zu verdanken war. Vertragstreue und Erbrecht, Familien- und Sparsinn, Leistungs- und Steuergerechtigkeit sind Beispiele, die auch im Zeitalter der Offshore-Finanzplätze moralisch untrennbar liiert sind.

    Das erfolgreiche Modell von Enthaltsamkeit und Sparsamkeit vor der Ehe durch Hedonismus zu ersetzen, war und ist bis heute das Anliegen der Frankfurter Schule. Ihre Vertreter erkannten, bereits in den 30er Jahren bevor sie nach Amerika emigrierten, dass Hekatomben von Ehescheidung und Abtreibung, Libertinage und Promiskuität sogar für die Auflösung der Wirtschaftsordnung viel effizienter einzusetzen sind als alle Proletarrevolutionen zusammen. Auch das alte Rom wurde auf diese Weise unterminiert.

    Mr. George Soros (mit seinen 85 Lenzen), alias G. Schwartz (ein ehemaliger Flüchtling aus Budapest, 1956), ist der berühmteste Schüler von Karl Popper, dem Propheten der neoliberalen "Offenen Gesellschaft". Er ist nicht nur Ökonom und der liberalste Spekulant aller Zeiten, sondern auch der Inbegriff einer neuen Ehemoral für wiederverheiratete Geschiedene. In Wikipedia kann nachgelesen werden:

    Seine 1. Frau war 4 Jahre jünger als er (1960).
    Seine 2. Frau war 24 Jahre jünger als er (1983).
    Seine 3. Frau ist 42 Jahre jünger als er (2013).

    Zu guter Letzt arbeitet auch "Unser Papst" an der Lockerung der moralischen Fundamente emsig mit. Manchmal drastisch, manchmal nur millimeterweise. Denn er ist sehr "cuco" – sehr schlau heißt das auf Spanisch.

    Unter Beifall "Unseres Blogmasters".

  10. brechstange
    09. April 2016 08:50

    Diesen Ergebnissen ist ja eine Befragung aller Katholiken vorausgegangen, die bereits unter Benedikt - meines Wissens - durchgeführt wurde. Die Ergebnisse daraus sind durchaus erfreulich.

    Zum IS und dessen Gräueltaten erteilte Franziskus den "Segen" für ein militärisches Eingreifen der Staatengemeinschaft.

    Dass Franziskus nach Lesbos reist, mag man als andienerisch an die Flüchtlingsindustrie sehen, doch ich denke, dass eine Einreise in den IS-Staat nicht sehr gscheit wäre. Schönborn war kürzlich bei den Christen im Irak.
    http://www.katholisch.at/aktuelles/2016/03/29/schoenborn-spricht-christlichen-fluechtlingen-im-irak-mut-zu

    Dass sich die kath. Kirche aus der Diskussion zu Wirtschaftsordnung und Völkerwanderung raushalten sollte, finde ich nicht. Sie sollte sich aber darauf besinnen, was und wie es im Evangelium steht. Das kommt schon noch.

    • Anonymer Papstkritiker (kein Partner)
      11. April 2016 10:44

      Wenn sich die Kirche nur noch an irdischen Gesichtspunkten orientiert, anstatt das Evangelium zu verkünden, dann steht dies klar im Widerspruch zur Abgeschlossenheit der Verkündigung.
      Es ist anzunehmen, dass dies nicht mehr Ausdruck des Wirkens des Hl. Geistes sein kann, sondern vielmehr eine zeitgeistige Erscheinung darstellt:

      Denn wenn es nach der Meinung des irdischen Volkes ginge, hätte selbst der Turmbau zu Babel Bestand haben müssen, was, wie wir heute wissen, nicht der Fall war.
      Das hindert offensichtlich aber auch Teile der Kirche von heute nicht, sich erneut an einem weiteren Versuch dieser Art zu beteiligen. Gnade uns Gott!

  11. Undine
    08. April 2016 20:13

    OT---aber unglaublich spannend, was Dirk MÜLLER zu den PANAMA-PAPERS zu sagen hat:

    ""Panama Papers": Was ist eigentlich neu an diesem Skandal? Welche Intentionen stehen dahinter?

    https://www.youtube.com/watch?v=3C2gSUJ5-Bk



    Und wie immer, wenn es um Geld und Macht geht, sticht der Name George SOROS hervor! Es gibt nichts auf der Welt, wo SOROS nicht seine dreckigen Finger drinnen hätte.

    • FranzAnton
      09. April 2016 06:27

      Besten Dank, Frau @Undine, für den augenöffnenden Link! Und wie rotieren unsere Ideenhaber über mögliche Optionen, solche Steuerparadiese trockenzulegen! Heutzutage wäre, unseren Politikern sei Dank, jeder froh, könnte er seine lebenslangen Ersparnisse vor einem möglichen Euro - Crash irgendwo schützen, und sei es in einem Steuerparadies!

  12. Undine
    08. April 2016 19:15

    Ja, der Papst müßte ZUERST die vom Islam VERFOLGTEN Christen besuchen, DANN erst die Flüchtlingslager voller Moslems! (Aber dort sammelt er GUTPUNKTE bei den Meinungsbildnern!) Wäre natürlich gefährlich für ihn, in einem islamischen Staat nach den verängstigten Christen zu sehen. Es könnte sein, daß er dort ermordet würde. Aber selbst das würden die Gutmenschen in allen Lagern---auch die christlichen Würdenträger ---in ihrer Gutmenschlichkeit V E R S T E H E N! Wie sie ALLES "VERSTEHEN", was die Moslems uns antun.

  13. Ingrid Bittner
    08. April 2016 18:49

    Tja, wenn ich mich recht erinnere, war es Johannes Paul der II. der in den Maghrebstaaten war, nicht dass ich mit den Geschehnissen in und aus dem Vatikan so vertraut wäre, aber als ich in Casablanca war, wurde mir gezeigt, wo eine Mauer gebaut wurde, dass der Papst die Slums nicht sieht. So kann man es auch machen. Ich weiss natürlich nicht, von wem die Anregung zu dieser Mauer kam, weil was im Vatikan so über die Jahrhunderte gelaufen ist, das weiss man ja nicht so genau.
    Ich weiss nur z. B. dass die Schweizer einmal einen Papstbesuch abgelehnt haben, weil sie dafür nicht so viel Geld ausgeben wollten.

    • Erich Bauer
      08. April 2016 18:52

      Na und? Auch die hyperaktiven Pensionisten wollen in Casablanca nicht alles sehen...

  14. Undine
    08. April 2016 18:41

    Was ich mir als gewissermaßen Außenstehende unter den Aufgaben eines Papstes vorstelle:

    In einer Zeit der größten weltweiten CHRISTENVERFOLGUNGEN durch die MOSLEMS wäre es erstens Sache des Papstes, diesen verfolgten Christen in den moslemischen Ländern jede nur mögliche HILFE, jeden SCHUTZ angedeihen zu lassen und zweitens zu VERHINDERN, daß die MOSLEMS in Massen Europa fluten, um das CHRISTLICH geprägte Europa zu ISLAMISIEREN.

    Und was macht der Papst dank seiner rosaroten Brille? Er fordert uns auf, die Moslems freundlich willkommen zu heißen, damit sie auf unsere Kosten ein angenehmes Faulenzerleben führen können, während er seine ihm anvertrauten Schäflein, die Christen, weltweit ihrem gräßlichen Schicksal überläßt.

    Ich verstehe diesen Papst nicht---er mischt sich in die WELTPOLITIK ein zum NACHTEIL der Christen. Papst Franziskus betreibt die Geschäfte der Feinde, nämlich der Moslems. Sollte in einigen Jahren die Islamisierung Europas abgeschlossen sein, dann trägt dieser Papst ein gerüttelt' Maß an Schuld daran und schafft sich vermutlich damit selber ab.

    • M.S.
      08. April 2016 19:37

      @Undine

      Dabei fühlen sich die verfolgten Christen nicht nur in den kriegführenden Ländern des nahen Ostens, sondern in fast allen Ländern mit einer moslemischen Bevölkerung, von den Christen im Abendlandes im Stich gelassen. Dies wurde von einer Gruppe von Mitgliedern von CitizenGo, die Christen vor Ort besucht haben, berichtet. Sie bitten ihre Glaubensbrüder wenigstens für sie zu beten.

    • Undine
      08. April 2016 20:24

      @M.S.

      Statt uns Europäer aufzurufen, sich der moslemischen Pseudo-Flüchtlinge anzunehmen müßte doch von jeder KANZEL aus aufgerufen werden, den von den Moslems VERFOLGTEN CHRISTEN in aller Welt zu Hilfe zu kommen und diese hier aufzunehmen. Aber nein, man frönt lieber dem Zeitgeist, genießt den Applaus der Gutmenschen und bemüht sich um die Mörder der Christen! Was für eine verkehrte Welt!

    • Gennadi (kein Partner)
      11. April 2016 18:51

      Undine, Sie verwechseln katholisch mit christlich.
      Auf Kanzeln (heute nicht mehr) stehen katholische Funktionäre, die von Geschäftren mit Moslems gut leben. Christen sind denen egal.

  15. Politicus1
    08. April 2016 18:29

    Gestern der ORF-Korrespondent in der ZIB1 mit einem Bericht aus Athen:
    ".. selbsternannte Menschenrechtsaktivisten und Anarchisten, die auf dem Rücken der Flüchtlinge ihr utopisches Weltbild realisiert haben wollen."

    Hoffentlich gerät der Hl. Vater nicht in die Falle dieser Aktivisten und Anarchisten.

    • franz-josef
      08. April 2016 23:46

      ...und das durfte der Korrespondent tatsächlich sagen?
      Was ist los im ORF?

    • Politicus1
      09. April 2016 09:28

      franz-josef:
      genau! mich hat es vom Sessel gehoben, wie ich das gesehen und gehört habe.
      Vielleicht schwindet des Küberls Einfluss im ORF?

    • franz-josef
      09. April 2016 09:52

      Weil gar so unverschämt der Wahrheit folgend: vlt nur unter dem Druck des Faktischen notwendig gewordene Distanzierung (Stichwort Idomeni, Fanny Dingsda, lächerlich-durchsichtige Inszenierungen mit Todesfolge auf der einen Seite und die nicht so tollen Chancen des heimatliebenden und unabhängigen Herrn VdB anderseits, u. v. v. v. m.....)

      Wenn meine Vermutung stimmt, dann brennten bei den Rotgrünen bereits sämtliche Hüte, und es wird auch sehr spannend werden, wie die NGOs auf dieses verbale Umschwenken ihrer Tragsäulen reagieren.

      Oder es ist bloß der hauseigene Zensor auf Urlaub gewesen.

    • Undine
      09. April 2016 14:11

      @Alle

      ******************!

      Ja, das war eine echte Überraschung, die man heutzutage gar nicht mehr erwartet! Da tanzt einer doch glatt heraus aus der vorgezeichneten Vorgabe! Ist das Kündigungsschreiben schon unterwegs oder hofft man darauf, daß die Leute eh nicht so genau hinhören.....

  16. Ingrid Bittner
    08. April 2016 17:57

    @Bob: wie wahr, wie wahr.
    Wenn er wirklich so ein aktiver Papst wäre, wie immer versucht wird, darzustellen, dann hätte er sich längst einmal aufmachen können und die Christen in all diesen Ländern besuchen können, wo sie so verfolgt werden.

    • Erich Bauer
      08. April 2016 18:02

      Das sind keine Katholiken...

    • HDW
      08. April 2016 19:13

      "Katholikos" wäre eigentlich das Allumfassende! In Wirklichkeit ist es aber ein frustrierter, wertkonservativer Männerverein der durch eine zugegeben raffinierte Theorie die Macht über das Sittengesetz in seinem Bereich, in der Nachfolge Westroms dominieren konnte. Aber sicher kein Quell künftiger Erkenntnis! Wie sich zeigt auch nicht der gegenwärtigen. Nicht einmal die jahrelangen und weltweiten Päderastenorgien dieser Dunkelmänner konnten diesen heuchlerischen Jesuitenpapst dazu bewegen, endlich den unsäglichen Zölibat in Frage zu stellen!

    • Bob
      08. April 2016 20:17

      Das viele Christen keine Katholiken sind mag stimmen, aber es sind in der Regel unierte Christen, das heißt sie sind Christen die den Papst anerkennen, nicht wie wir Orthodoxen, nur als Bischof von Rom. Also hat der Papst auch die Verantwortung.

  17. glockenblumen
    08. April 2016 17:52

    In dieser Zeit ist die größte Christenverfolgung seit Menschengedenken im Gange. Es wäre angebracht, wenn sich die Kirche und der Papst um die Mitchristen auf der ganzen Welt, besonders um jene in Kriegsgebieten kümmern würde.

    Ich halte nichts von der Anbiederung an die moslemische Welt wie sie derzeit geprägt ist. Die werden uns niemals achten und respektieren, weil der Islam sich noch im Paläolithikum befindet und die islamischen Machthaber eine Aufklärung wo es nur geht verhindern um ihre "Gläubigen(r) an der Kandare zu halten.
    Sie verhindern auch die Trennung von Religion und Politik, damit ist der Islam wie er sich präsentiert eine maligne Ideologie und hat wenig mit Religion und Spiritualität zu tun.

    Eine Aufklärung - falls die jemals möglich ist - wird die Menschen weltweit viel Blut und Tränen kosten.

    Möge der Herrgott seine schützende Hand über uns halten!

  18. Wertkonservativer
    08. April 2016 16:53

    Die katholische Kirche braucht diesen Papst wie ein Verdurstender einen klaren Bergquell!
    Wenn unser Glaube in unserer verwirrten und ungläubigen Welt eine Chance hat, dann mit diesem charismatischen Nachfolger Petri!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Bob
      08. April 2016 17:00

      WK
      Ich staune und bin sprachlos!

    • Erich Bauer
      08. April 2016 17:27

      Ich habe meine historisch begründeten Zweifel ob Petrus gar so "charismatisch" war... Bei Paulus bin ich mir sicher.

    • Ambra
      08. April 2016 19:23

      Wertkonservativer : Ich hoffe, Sie haben recht ! Ich selbst empfinde kein Charisma.

    • Torres (kein Partner)
      10. April 2016 19:01

      Die katholische Kirche braucht diesen Papst wie einen Kropf.

    • Kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      13. April 2016 13:41

      Wertkonservativer
      08. April 2016 16:53

      Die katholische Kirche braucht diesen Papst wie einen Zeck am QUI QUI!

      Er ist der Totengräber der Kirche.
      Hat bei seine Wahl der "heilige Geist" geschlafen?

  19. Susanne
    08. April 2016 16:46

    Die katholische Kirche - damit meine ich vorwiegend den Vatikan - denkt und handelt in langen Zeiträumen, daher war nicht zu erwarten, dass plötzlich alle aufgestauten Probleme auf einmal gelöst werden. Papst Franziskus hat sich mit diesem Schreiben sehr viele Freunde erworben, aber auch innerhalb des Klerus und mancher konservativer Gläubiger Gegner geschaffen. Es bleibt vermutlich einem Nachfolger vorbehalten, auch das ersehnte Machtwort zum Zölibat und der Empfängnisverhütung auszusprechen.

    • Ambra
      08. April 2016 19:28

      Susanne: die Frage des Zölibates ist viel komplexer als viele denken !
      Und wenn der Zölibat ein so großes Problem wäre, müßte es der evangelischen Kirche viel besser gehen als der katholischen. Dies ist aber nicht der Fall.
      Ich finde, es würde genügen, wenn man Priestern, die am Zölibat scheitern,
      mehr Verständnis entgegenbrächte und sie aus ihrem Eid entließe.
      Denn ohne Zölibat gäbe es auch genügend andere Probleme: gescheiterte Ehen zB !

    • Susanne
      08. April 2016 20:08

      @Ambra:
      Meine Meinung zum Zölibat in der katholischen Kirche:
      1. Paulus hat sich nicht gegen die Ehe von Leitern einer Gemeinde ausgesprochen, vielmehr hat er es diesen Leuten freigestellt, ob sie heiraten oder sich doch lieber ganz der Verkündigung widmen wollen (siehe Matth. 19/12).
      2. Petrus (war auch der erste Bischof von Rom, dessen Amt später in das Papstum übergegangen ist) war verheiratet - siehe Hinweis auf seine Schwiegermutter in Markus 9/29-31.
      3. Das Zölibat für Priester, Bischöfe usw. wurde erst 1022 durch Papst Bendikt VIII von der katholischen Kirche definitiv eingeführt. In den vorherigen Jahrhunderten gab es nur Empfehlungen (Enthaltsamskeitzölibat, dann Ehelosigkeitzölibat).
      4. Menschlich betrachtet ist es völlig normal und verständlich, wenn Priester das Bedürfnis einer weltlichen Partnerschaft und sexuelle Befriedigung haben - in den vergangenen Jahrhunderten wurde die unter Pkt. 3 genannte Vorschrift von manchen Päpsten, Bischöfen und Priestern tausendfach (z.B. mit Konkubinen) umgangen - siehe auch die berühmte Lucrezia Borgia, geboren 1480, die uneheliche Tochter des Papstes Alexanders VI.
      5. Es gibt sogar Priesterehen, welche mit Ausnahmegenehmigungen des Vatikans offiziell sind und die Priester weiterhin ihre Seelsorge ausüben dürfen (z.B. solche Pfarrer, welche aus der evangelischen oder anglikanischen Kirche übergetreten sind oder auch sonst eine Ausnahme bekommen haben).

    • HDW
      08. April 2016 23:34

      Ob es der katholischen Kirche ohne den sehr komplexen Zölibat esser ginge oder nicht, weiß ich nicht. Aber sicher ginge es denen die sich ihr anvertrauen (müssen) besser mit Männern und Frauen die die Sexualität so leben dürften, eben wie Gott sie geschaffen hat. Die Ablenkung vom Amte der Seelsorge durch familäre Probleme wäre jedenfalls vertraulicher, besonders auch im Erleben des Scheiters, als die durch verklemmtes Masturbieren, Päderastie oder eine heimliche Geliebte. Die unfehlbare Macht des Bischofs von Rom allerdings wäre dann nur mehr Teil der Geschichte der Päpste!

    • Susanne
      09. April 2016 07:38

      HDW:
      Die sog Unfehlbarkeit des Papstes wurde (nach einem Jahrhundert Gültigkeit) vor einigen Jahren wieder abgeschafft.
      Jesus Christus wollte als Jude gar keine neue Religion gründen, sondern nur das Judentum reformieren. Erst die ausgesandten Apostel hatten neue Gemeinden gegründet und dazu gehört es auch eine Gemeindeleitung (Älteste, wie sie auch "Bischöfe" genannt wurden). Die Funktion des Papstes ist auch erst eine spätere "Erfindung" der Christen, wie auch Maria Himmelfahrt, Marienverehrung, Selig- und Heiligsprechungen usw. Erst verschiedene Auslegungen (u.a. durch das Zölibat) haben zu Kirchenspaltungen geführt, sodass es nun verschiedene christliche Religionen gibt. Der Vatikan bemüht sich zwar um eine Wiedervereinigung, allerdings unter der Voraussetzung, dass die katholische Kirche unverändert bleibt. So erfreulich es ist, dass nun tausende kleine (großteils unabhängige) neue Gemeinden im urchristlichen Sinn entstehen, so besteht dort die große Gefahr, dass die Grenzen dazwischen zu manchen Sekten sehr verschwommen sind. Da hat die zentral gesteuerte katholische KIrche einige Vorteile.
      Der Grund für diese vielen neuen Gemeinden liegt darin, dass viele Menschen "auf der Suche" sind und sie sich bei den etablierten Kirchen (katholisch und evangelisch) nicht (mehr) geborgen fühlen. Gerade in der ursprünglichen Heimat des derzeitigen Papstes, in Südamerika haben die dortigen Pfingstgemeinden einen enormen Zulauf von ehemaligen Katholiken. Weltweit bekennen sich bereits 200 Millionen Gläubige dazu.

    • Anonymer Posterinnenkritiker (kein Partner)
      11. April 2016 10:54

      Ihr Beispiel mit den genehmigten Priesterehen hinkt:
      Da sowohl die Priesterweihe als auch die Ehe nicht "zurückgenommen" werden können, sind sie grundsätzlich gleichrangig, dies kommt durch die Genehmigungen zum Ausdruck. In allen anderen Fällen ist es schlicht die Frage, ob der Gehorsams missachtet wurde: denn wer schon gegen den Zölibatseid verstößt, ist womöglich kein idealer Hirte.
      Hintergrund: Männer sind offensichtlich tendenziell durch Frauen leichter manipulierbar - siehe auch Sündenfall, Erbsünde;

  20. Erich Bauer
    08. April 2016 16:14

    (Zitat A.U.): "...deren Exkommunikation wird zurückgenommen..."

    Meines bescheidenen Wissens nach, waren Geschiedene/Wiederverheiratete nie exkommuniziert... Sie lebten halt "nur" in der Sünde. Und da eine Lossprechung im Zuge der "Beichte", aufgrund der fehlenden "tätigen Reue" - was eine Trennung bedeutet hätte - nicht erfolgen konnte, war ihnen die Kommunion verwehrt.

    Eine "kirchliche Scheidung" hat dieses Dilemma schon immer aufgelöst. Angeblich verfährt man da im Vatikan schon durchaus "liberal". Es ist längst nicht mehr so, dass dieses Verfahren nur bei Prinzen und Prinzelinen angewendet wird...

    Wie es wäre, wenn diese armen, geplagten Wiederverheirateten, als Zeichen "tätiger Reue", die Trennung nachweislich dokumentieren, sich aber schon innerlich jemand anderes zugewendet haben...? Also, während des Zeitraumes zwischen Trennung und Neo-Wiederverheitratung... die Kommunion empfangen könnten... das entzieht sich meiner Kenntnis. Ich neige auch zu theologischen Spitzfindigkeiten... *grins*

    • Bob
      08. April 2016 16:59

      Ihr Wissen entspricht auch meinem Wissen. Da gäbe es ja nur mehr Exkommunikierte.

    • Ambra
      08. April 2016 19:20

      Erich Bauer: Sie haben völlig recht ! Außerdem kann ich nur berichten, was ich von mehreren Geistlichen hörte : " ich habe noch niemals jemandem die Kommunion verweigert und ich kenne auch keinen Kollegen, der es tat !" Genauso wie schon seit langem die Empfängnisverhütung von vielen Geistlichen dem Gewissen der be-troffenen Menschen überlassen wurde. Und auch die Frage der Annulierungen wird seit vielen Jahren wesentlich liberaler gehandhabt - wenn jemand nicht das Pech hat, an einen erzkonservativen Richter zu geraten - wie Sie richtig schreiben.
      Also ich denke, der Papst sagt vieles, was ohnehin schon so gehandhabt , aber nicht entsprechend gut kommuniziert wurde.

  21. Josef Maierhofer
    08. April 2016 15:49

    Was eindeutig scheint, scheint gut.

    Ja, es ist richtig, auf Lesbos sind jene, die für Schlepper bezahlt haben, in Syrien wären jene, die Hilfe dringend brauchen, Hilfe, die eigentlich dort ausschließlich von Russland kommt, denn sogar unser Gutmenschent(d)um(m) hat im 'Einklang' mit dem Aggressor USA auch die Sanktionen gegen Syrien verhängt, statt den Syrern zu helfen. Diese hirnkranken Europäer plappern alles nach, was ihnen die amerikanische Propaganda einreden will, nämlich Assad (der gewählte Präsident) muss weg, sehr 'demokratisch', oder ?

    Dass der Papst gegen die 'arabische Invasion Europas', wie er es einmal genannt hat, bis jetzt nicht klar Stellung bezogen hat, sondern so, wie es die anderen 'Hirten' auch tun, das alles als gegeben hinnimmt und die Lager mit den Islamisten und Jihadisten auch dabei, jedenfalls die Lager der hierher geschleppten Muslime besuchen will, sei ihm unbenommen, aber es ist tatsächlich so, dass er eigentlich die Christen in Syrien und um Syrien besuchen sollte als christlicher Papst, als Oberhirte.

    Sein kirchliches Schreiben scheint mir sehr vernünftig zu sein und der heutigen Zeit angepasst. Wir Christen sind eine Kirche der Liebe und verehren nicht einen strafenden Gott, sondern einen liebenden und verzeihenden. Ich finde das Schreiben gut.

    • fewe (kein Partner)
      11. April 2016 05:08

      Das kirchliche Schreiben ist Schall und Rauch, wenn die Handlungen genau gegengesetzt sind. 100 Mio. Christen werden verfolgt und er küsst Vertretern des uns so feindlich gesinnten Glaubens die Füße.

      Die Regierung diskriminiert die autochthone Bevölkerung im eigenen Land und die Kirche unterstützt die erklärten Feinde. Das salbungsvolle Geschwätz können sich beide an den Hut stecken.

  22. Bob
    08. April 2016 15:49

    Den Christen in Syrien zu helfen wäre die erste Pflicht der kath Kirche, und nicht den Moslems unterwürfig die Füße zu küssen. Von den vielen Fragen die die Gläubigen bewegt wie die echte Seelsorge und die Beantwortung der Fragen wie "woher und wohin" wäre auch dringlicher als so politische Fragen ob Homosexuelle mit Respekt zu behandeln sind.





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