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Vom traurigen Zustand der Ökonomie

Lesezeit: 2:30

Das „Institut für Höhere Studien“ hat ein schönes neues Quartier –treibt aber seit längerem geistig führungslos herum. Das ist katastrophal, da sich Österreichs Wirtschaft im schlechtesten Zustand seit dem Krieg befindet.

Das ist auch deshalb schlimm, weil dieses IHS früher unter den Herrn Felderer und Keuschnigg der letzte relevante Hort war, an dem noch klar die Prinzipien der Marktwirtschaft vertreten wurden. Es war oft der einzige öffentliche Kritiker der exzedierenden Staatsquoten und Schulden wie auch der jede Initiative abwürgenden Überregulierungen. Diese Kritik ist praktisch verstummt.

Das ist keineswegs Zufall oder bloß Folge eines personellen Interregnums. Vielmehr waren die mutigen Stellungnahmen aus dem IHS für Gewerkschaft und Arbeiterkammer zu unangenehm. Sie haben daher durchgesetzt, dass ein ihnen nahestehender Ex-Beamter Interimsdirektor und der „ökosoziale“ EU- und Agrarlobbyist Fischler Chef des Kuratoriums wurden, das den nächsten IHS-Chef zu bestellen hat. Beides aber sind eindeutig Menschen, die immer ganz weit weg von jedem marktwirtschaftlichen und liberalen Denken gewesen sind.

Das Allerschlimmste aber ließ man jetzt ganz versteckt durchsickern: „Es wird nicht mehr ausdrücklich ein Ökonom gesucht.“ Damit breitet man offensichtlich den Weg für neomarxistische Politologen oder Soziologen vor. Damit würde das IHS endgültig seine Existenzberechtigung verlieren.

Damit wird auch eines der Defizite Österreichs endgültig schlagend: Es gibt kein großes und unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut wie anderswo. Das als solches bezeichnete Wifo hat zwar eine stolze Vergangenheit, schwimmt aber heute weitgehend auf Arbeiterkammerlinie. Bezeichnend war etwa vor kurzem eine Wifo-„Expertin“, die allen Ernstes höhere Umwelt- und Grundsteuern sowie eine neue Erbschaftssteuer verlangte. Und niemand mehr aus dem IHS trat ihr entgegen.

Einige kleinere Institute mit Nähe zur Industriellenvereinigung kämpfen zwar tapfer gegen den Linkskurs des Wifo. Sie sind aber erstens in bestimmten Fragen auch nicht unabhängig. Und sie haben zweitens in keiner Weise die notwendige Größenordnung.

Letztlich werden alle Institute von der Politik und/oder von  Interessenvertretungen finanziert. Sie sind damit abhängig und beeinflussbar.

Die eigentlich völlig freien Universitäten lassen seit längerem in der Ökonomie völlig aus. Es gibt hierzulande aber auch keine unabhängigen Stiftungen, die sich um die Ökonomie kümmern würden. Wenn Wohltäter und Stifter in Österreich etwas tun, dann tun sie das vielmehr immer im Kulturbereich, etwa zugunsten der großen Konzerthäuser oder der Secession. Aber nie zugunsten einer unabhängigen Wirtschaftsforschung, die zu unbeeinflussbaren Positionen und Stellungnahmen im Interesse von Land und Menschen (und eben nicht denen von Parteien und Kammern) führen würde. Was zweifellos zumindest ebenso wichtig wäre wie die Kultur.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Januar 2016 08:37

    Die SPÖVP kann keine KMUs brauchen. Denn die grossen staatsnahen Firmen kann man staatlich relativ leicht lenken, die ganzen KMUs nicht.
    In den KMUs zählt Leistung und Eigenverantwortung, bei den grossen staatsnahen Firmen und Verwaltungen ist der Kunde das einzige was stört. Also brauchen die KMUs gut ausgebildete und leistungsbereite Mitarbeiter, die gibt aber unser Schulsystem nicht mehr her, daher gibt es regelmäßige Kritik. Gibt es aber keine KMUs, dann gibt es auch keine Kritik.
    Bei den zuwandernden Facharbeitern ist es gleich, auch da werden die KMUs die Qualifikationen sehr deutlich nennen.
    Bei den ganzen sinnlosen neugeschaffenen Normen und Vorschriften sind es auch die KMUs, welche den Wahnsinn aufzeigen.

    Also muss es eine permanente Stimmungsmache gegen die KMUs geben. Und schon ist klar, warum die Wirtschaftsinstitute mit streng gläubigen Sozialisten besetzt werden.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Januar 2016 07:02

    OT, aber bezeichnend:

    http://www.msn.com/de-at/nachrichten/politik/richtwert-oder-obergrenze-regierungsstreit-nach-asylgipfel/ar-BBovgEP?ocid=spartandhp

    Wie zu erwarten war. Blablabla blublublu bliblibli

    Und ab Ende März gibt's ein rechtliches Gutachten, dann geht das unentschlossene Gequacke weiter.

    GRENZEN DICHT!
    KEINE OBERGRENZE FÜR ECHTE ASYLFÄLLE ENTSPRECHEND DEN REGELN.
    Diese werden grob geschätzt nur einen Bruchteil der derzeitigen Anträge ausmachen.

    Warum ringt sich unsere Chaostruppe, die sich Regierung nennt, nicht zu einem solchen klaren und kaum angreifbaren Schritt durch?
    Die Unterstützung einer breiten Mehrheit wäre gewiss.

    Was für ein jämmerliches Schauspiel.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Januar 2016 07:21

    IHS und WIFO:

    Nur ein anderes Beispiel wie geschickt die ÖLinken wichtige Positionen besetzen.
    Wo ist die Möchtegern-VirtschaftsPartei?
    Auch die Freiheitlich sollten sich langsam auf einen Sturm auf diese Bastionen vorbereiten.

    Vom Feind lernen, heißt die Devise.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Januar 2016 10:07

    Ist der Marsch durch die Institutionen also noch nicht zu Ende, gibt es noch irgendwo was Nichtlinkes ?

    Liebe Wähler, blast doch endlich den Linken den Marsch, sie ruinieren ganz Österreich nachhaltig und auf sehr lange Dauer, nunmehr bereits viele Generationen.
    http://staatsschulden.at/

    Es geht Euch noch zu gut ? Die Linken zeigen Euch den Weg hinunter.
    Ihr habt Privilegien ? Habt Ihr auch Gewissen ?
    Ihr seid fleißig ? Die Linken zeigen Euch den faulen Weg.
    Ihr liebt Eure Heimat ? Die Linken treiben Euch das schon aus.
    Ihr sucht Recht, das werdet Ihr nur mehr als Linke finden.
    ....

    Wirtschaft funktioniert nur auf marktwirtschaftlichen Prinzipien und durch die Anstrengung aller Beteiligten.

    Österreich hat zu viel linken Ruß angesammelt, Reinigung wäre dringend nötig. Die aber kann nur noch durch Wahlen erfolgen.

    Hört nicht auf Lügen, denkt bitte selber nach !

  5. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Januar 2016 10:30

    Wir brauchen doch keine Wirtschaftsfachleute. Die Wirtschaftsuni ist eh schon so harmlos, dass man kein weiteres Attribut finden kann, und IHS und andere Institute sind nicht nötig, denn es gibt ja die Gewerkschaft und die Arbeiterkammer.

    Wer außerdem glaubt, dass Ökonomie kompliziert ist, irrt. Sie ist einfach.

    #1 Solange Staatsbürger BMW, Audi, Mercedes und Maserati fahnen, sind die Steuern zu niedrig.

    #2 Eigentumswohnungen sind Diebstahl.

    #3 Wenn du kein Geld hast, hol es von der Bank. Die Bank hat Geld. Wenn die Bank kein Geld hat, drucke es. Geld kann man drucken.

    #4 Sprachkenntnisse verführen zum Denken. Wer denkt, kann Fehler machen. Um Falschdenken zu unterbinden, müssen die Medien und die Schulen scharf kontrolliert werden.

    #5 Abschlusszeugnisse kann man kaufen.

    #6 Taxifahrer verdienen zu wenig.

    Freundschaft!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Januar 2016 10:58

    Tut mir leid, heut muß ich mich nochmal in OT üben:

    Wenn ich die Meldungen heute sehe, wie die sich über die Nichtwirklichvielleichtehdochnichtabersicherschonirgendwannunterumständenzurealisierendeundinfragezustellendeobergrenze streiten, dann frag ich mich:

    Schimpft sich dieses Kasperltheater nicht KOALITION?
    Ist nicht ein Papier unterschrieben worden?
    Kann eine Koalition das Ganze nicht hinter verschlossenen Türen verhandeln und mit einer vernünftigen Lösung vor die Öffentlichkeit treten?
    Oder eben die Koalition kündigen, wenn es nicht mehr geht?

    Was soll dieses Kindergartengegackere?
    Glaubt wirklich irgendeine dieser PolitikerInnen, daß sie damit irgendwelche potentiellen Wähler beeindrucken?
    Kann man sich nach dem TormitLöchernSeitenteilen eigentlich noch viel lächerlicher machen?
    Die könnens mit Leichtigkeit, wie man sieht!

    Nirgendwo eine durchsetzungsfähige, vernünftige Persönlichkeit.
    PolitikerInnen eben.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBob
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Januar 2016 08:31

    Das sich unser Maturant ins Sachen Alpe Adria auf den "Experten" Nowotny" beruft, war zu erwarten. Die wirtschaflichen Erfoge der SPÖ sind atemberaubend. den meisten Akteuren schaut die Schlichtheit ja schon aus den Augen heraus.
    Aber die junge SPÖ, soll einmal die Elite dieser Partei sein, darf ungeschoren zum Training für die Demonstration gegen den Akademikerball hetzen. Wo bleibt die Staatsanwaltschaft?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorkremser
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Januar 2016 10:49

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger,
    wie sieht es eigentlich mit der Neubestellung des Rechnungshofpräsidenten aus. Ich nehme an, hier blüht uns ähnliches wie bei Wifo und IHS. Hat die ÖVP oder besser ihre Führungsriege jeden Machtanspruch aufgegeben? Sind Leute wie Kapsch, die lieber Interviews zu Bildungs- und Flüchtlingsfragen geben als über ihr Kernthema zu sprechen, die zukünftigen Standesvertreter für die Wirtschafts-, Technologie- und Industrieentwicklung.


alle Kommentare

  1. fritz the cat (kein Partner)
    25. Januar 2016 12:35

    In der Tat ist es traurig, in welchem Zustand "unsere" Institute sind. Nowotny, Schulmeister oder Aiginger als Experten.... das sagt schon alles. Nun also auch noch das IHS.
    Ein letzter Lichtblick ist die Agenda Austria, mit dem äußerst sympathischen Herrn Schellhorn.

  2. AppolloniO (kein Partner)
    24. Januar 2016 10:48

    Wie war der Aufschrei in der Rot/Linken-Mehrheitsfraktion? Ungarn und Polen seien undemokratisch.
    Aber bei uns herrscht das Gesetz! Ja, das des Dschungels.

  3. staatliche Staatszersetzung (kein Partner)
    24. Januar 2016 09:21

    Die Österreicher werden einen hohen Preis für die absichtlich stets falschen Entscheidungen der Politik bezahlen. Viele Österreicher werden verhungern oder von eingeschleusten Muslimen absichtlich getötet. Alle Vermögen werden vom Staat absichtlich vernichtet.

  4. F.V. (kein Partner)
    24. Januar 2016 08:42

    Es ist so weit!

    Z a h l l o s e muslimische Migranten feuern P i s t o l e n ab und werfen explosive Feuerwerkskörper unter die Menschen in Berlin.

    Das bürgerkriegsähnliche Treiben dauerte eineinhalb Stunden

    Ansehen, ca. 2,5min. h t t p s : / / w w w.youtube.com/watch?v=tlpdD7wIYaw

  5. Papalima
    22. Januar 2016 23:35

    Warum sehe ich ständig H.C.Strache vor mir, sich mit übereinandergeschlagenen Beinen und verschränkten Armen zurücklehnend?

    • F.V. (kein Partner)
      24. Januar 2016 08:47

      ... weil H. "Che" ein geistiger Taglöhner ist und er anscheinend keine anderslautende Anweisung es US-rael bekommen hat.

      Vielleicht hat er auch schon mitbekommen, von wem die Migranten-Invasion wirklich ausgeht. Und mit diesen Mächtigen anzustreifen bedeutete doch das Ende seiner – erhofften – Polit-Kariere. (Sprüche für´s Bierzelt sind noch erlaubt.)

    • Shalom (kein Partner)
      24. Januar 2016 09:04

      F.V., da Sie bei der FPÖ nicht genommen wurden, verzagen Sie nicht völlig, machen Sie noch einen Versuch und bewerben sich als Spindoctor bei einer anderen Partei. Intellektuelle Größen, wie Sie, müßten doch mit Handkuss genommen werden. Österreichs tumbe Taglöhner brauchen Sie!
      Shalom

    • F.V. (kein Partner)
      24. Januar 2016 11:00

      Es würde mir nicht im Traum einfallen, einem Klub beizutreten,
      der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen...
      Groucho Marx

      Es kann nur einem des sinnerfassenden Lesens nicht Mächtigen einfallen, mich mit einer politischen Partei in Zusammenhang zu bringen, wo ich diese doch alle nur verachte.

    • Shalom (kein Partner)
      24. Januar 2016 11:36

      Aber doch erst dann, als man Ihnen bedeutet hatte, nicht benötigt zu werden. Bezeichnend auch, dass Sie ein Zitat eines, wenn auch guten, jüdischen US-Komikers bemüht haben. Danke dafür! Gleich und Gleich gesellt sich halt gerne...
      Shalom

    • F.V. (kein Partner)
      24. Januar 2016 13:32

      Ich wüßte nicht wer mir das bedeutet haben sollte, weil ich nie deswegen antichambriert habe.

      Es wäre auch nicht recht möglich gewesen, da ich einen sehr großen Teil meines Berufslebens im Ausland zubrachte.

  6. Undine
    22. Januar 2016 22:06

    OT---aber wer früher einmal dem ORF den Rücken gekehrt hat in der Hoffnung, auf deutschen Sendern halbwegs objektive Berichterstattung genießen zu können, ist längst schon enttäuscht worden---alles das gleiche links-gesteuerte System wie bei uns! Wer unter den Journalisten einmal kurz ehrlich ist, wird umgehend zurückgepfiffen und auf Linie gebracht:

    "Politische Einflussnahme im Staats-TV: Nach WDR hat nun auch SWR Erklärungsnotstand"

    https://www.unzensuriert.at/content/0019795-Politische-Einflussnahme-im-Staats-TV-Nach-WDR-hat-nun-auch-SWR-Erklaerungsnotstand?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Wie lange werden wir noch "zwischen den Zeilen lesen müssen"?

  7. Undine
    22. Januar 2016 18:23

    OT---aber das finde ich schockierend---wundern tut's mich allerdings nicht:

    "Obama startet Vernichtungsfeldzug gegen EU- und NATO-kritische Parteien in Europa"

    https://www.unzensuriert.at/content/0019797-Obama-startet-Vernichtungsfeldzug-gegen-EU-und-NATO-kritische-Parteien-Europa?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    • Undine
      22. Januar 2016 18:28

      Allerdings: In der "Causa Waldheim" wurden ja bereits die engen (familiären) Netzwerke "Vom FISCHER (Heinzi) und seiner Frau" nach New York eifrig genützt, um die österr. Politik mitgestalten zu helfen.

  8. Susanne
    22. Januar 2016 14:51

    Ich fasse zusammen, was hier schon sehr oft geschrieben wurde:

    1. Fast alle an Entscheidungen teilhabenden Politiker haben nie in der Privatwirtschaft gearbeitet, wo persönlicher Einsatz verlangt wird, um Umsatz und Gewinn auch im Wettbewerb zu erzielen. Vielmehr kommen diese Leute aus Kammern, Gewerkschaften und sonstigen "geschützten Werkstätten". Daher haben sie zum Geld eine völlig andere Beziehung als Leute, welche täglich um ihr "eigenes Geld" kämpfen müssen.

    2. Ich kann zwar verstehen, dass eine politische Funktion (z.B. Kanzler, Minister, Landeshauptleute usw.) nicht unbedingt Fachkenntnis voraussetzt, dafür sind aber sehr gute Managementeigenschaften absolut notwendig. Jeder dieser Personen verfügt in seinem Umfeld über hochbezahlte Spezialisten bzw. engagiert solche Berater von außen. Warum wird dann trotzdem oft dumm und über die Köpfe der Bevölkerungsmehrheit entschieden? Entweder sind diese Politiker "beratungsresistent", d.h. sie wissen alles besser oder das Umfeld hat kapituliert und möchte weiterhin nur die Pfründen der jeweiligen Position bzw. das Wohlwollen des Auftraggebers geniessen.

    P.S.: Eine Schelling-Schwalbe macht leider noch keinen Sommer. Ich habe große Angst, dass er einmal das Handtuch wirft.

    • Robert (kein Partner)
      24. Januar 2016 05:51

      Schelling hat schon im Zuge der letzten Steuerreform das Handtuch geworfen, auch wenn er noch immer Regierungsmitglied ist.

  9. pehers
    22. Januar 2016 12:20

    Was ist mit der Agenda Austria?

  10. franz-josef
    22. Januar 2016 12:15

    OT:

    "Gewalttaten junger Männer sind in Österreich alltäglich"

    Dieser Satz findet sich im heutigen Kurier im Bericht über den neuesten eh-schon- täglichen Mord im "Milieu" mit Migrationshintergrund.
    Soviel zum aufkeimenden Pflänzchen Wahrheit in den Medien.

  11. Scipio
    22. Januar 2016 12:08

    Bitte, was ist "liberales Denken"?
    Muss Denken nicht immer logisch sein? Systematisch? Ganzheitlich?

    • F.V. (kein Partner)
      24. Januar 2016 07:50

      Verehrter Scipio,

      ihre berechtigte Frage war zwar eine rhetorische, da sie natürlich die Antwort kennen – und sie auch gegeben haben. Aber erlauben sie aus diesem Anlaß Donoso Cortés zu bemühen.

      Er brachte in seinem Essay über den

      Katholizismus, den Liberalismus und den Sozialismus

      die Quintessenz des politisch-theologischen Denkens auf den Punkt, als er deklarierte: „Jede große politische Frage schließt stets auch eine große theologische Frage in sich.“

      Das Phänomen der Säkularisierung konnte sich Donoso Cortés einleuchtend erklären: Mit der Revolution 1789 trat das willkürlich entscheidende Volk an die Stelle Gottes. Die Gewaltenteilung ersetzte die Trinität. Anstelle des mit der Erbsünde belasteten Menschen trat der vollkommene Mensch mit einem absolut freien Willen auf. Daraus folgte das allgemeine Wahlrecht in den modernen Dämokratien und ein grundlegender Wandel des Rechtsbewusstseins, das sich in den modernen I d e o l o g i e n von Liberalismus, Kommunismus, Sozialismus, Feminismus, Globalismus, Multikulturalismus und anderen mehr verdichtete, unter Ausschluß der Wahrheitsfrage.

      In seinem Hauptwerk, dem "Essay über den Katholizismus, den Liberalismus und den Sozialismus" setzte sich Cortés kritisch mit dem Liberalismus und Sozialismus auseinander:

      Für den Liberalismus, den Erben der Aufklärung des 18. Jahrhunderts, hatte Cortés nichts als V e r a c h t u n g übrig. Ihn widert dessen Unfähigkeit, sich zu entscheiden, an: Der Liberalismus sage weder Ja noch Nein, sondern ziehe sich stets auf ein distinguo zurück. Die liberale Ideologie der Diskussion übersehe, daß jedes Gespräch ein Fundament voraussetze, das nicht selbst zur Diskussion stehen dürfe; ansonsten sei ein fruchtloses Geschwätz vorprogrammiert. Die Aristokratie mit ihren heroischen Tugenden der Selbstaufopferung werde im Liberalismus nur durch eine Plutokratie ersetzt, die den Gewinn zum Maßstab aller Dinge erhebe. Die Negation der Sünde schließlich könne nur den Nihilismus zur Folge haben, auf den sich die moderne Welt seit der Reformation, die das Zeitalter des Legitimitätsverlustes und der Revolutionen eingeleitet habe, unweigerlich zu bewege[ der sozialistische Versuch, das Paradies auf Erden zu errichten, werde zudem aus ihr nur eine Hölle machen.

      Um die Diktatur des Dolches, d.h. eines keine Werte mehr anerkennenden Pöbels, aufzuhalten, beschwört daher Donoso in seiner "Rede über die Diktatur" die Notwendigkeit einer Diktatur des Säbels (322 f.).

      In der Presse und auch im Liberalismus sah Cortés Kräfte, die den Staat gefährden. Cortés stand vor allem unter dem Eindruck der Revolution im Frühjahr 1848. Die Ereignisse, die eine Hoch-Zeit der Pressefreiheit brachten, waren für ihn sichere Anzeichen für den politischen und kulturellen Niedergang Europas. 1849 notierte er:

      “Die Diskussion ist die Visitenkarte, mit der der Tod reist, wenn er unerkannt bleiben will.”

  12. A.K.
    22. Januar 2016 11:45

    Der in der Tagebuchnotiz „Vom traurigen Zustand der Ökonomie“ betroffene Aspekt „Ökonomie“, geht einher mit dem traurigen Zustand der Regierung.
    Die Darbietung in den Medien über die SPÖ Vorgänge im Zusammenhang mit der Asylobergrenze und die daran beteiligten Linken aus Wien – nicht zuletzt einige linke „Damen“ – ließen nämlich bei mir folgenden Wunsch entstehen:
    Die ÖVP möge Ihre Vorstellungen - unter nicht Beachtung der Linken - im Parlament einbringen um frei nach einer Mehrheit zu suchen. Hat dies eventuell Neuwahlen zur Folge, so ist dies immer noch besser als die bisherige Koalition unverändert fortzusetzen.

  13. simplicissimus
    22. Januar 2016 10:58

    Tut mir leid, heut muß ich mich nochmal in OT üben:

    Wenn ich die Meldungen heute sehe, wie die sich über die Nichtwirklichvielleichtehdochnichtabersicherschonirgendwannunterumständenzurealisierendeundinfragezustellendeobergrenze streiten, dann frag ich mich:

    Schimpft sich dieses Kasperltheater nicht KOALITION?
    Ist nicht ein Papier unterschrieben worden?
    Kann eine Koalition das Ganze nicht hinter verschlossenen Türen verhandeln und mit einer vernünftigen Lösung vor die Öffentlichkeit treten?
    Oder eben die Koalition kündigen, wenn es nicht mehr geht?

    Was soll dieses Kindergartengegackere?
    Glaubt wirklich irgendeine dieser PolitikerInnen, daß sie damit irgendwelche potentiellen Wähler beeindrucken?
    Kann man sich nach dem TormitLöchernSeitenteilen eigentlich noch viel lächerlicher machen?
    Die könnens mit Leichtigkeit, wie man sieht!

    Nirgendwo eine durchsetzungsfähige, vernünftige Persönlichkeit.
    PolitikerInnen eben.

  14. kremser (kein Partner)
    22. Januar 2016 10:49

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger,
    wie sieht es eigentlich mit der Neubestellung des Rechnungshofpräsidenten aus. Ich nehme an, hier blüht uns ähnliches wie bei Wifo und IHS. Hat die ÖVP oder besser ihre Führungsriege jeden Machtanspruch aufgegeben? Sind Leute wie Kapsch, die lieber Interviews zu Bildungs- und Flüchtlingsfragen geben als über ihr Kernthema zu sprechen, die zukünftigen Standesvertreter für die Wirtschafts-, Technologie- und Industrieentwicklung.

    • F.V. (kein Partner)
      24. Januar 2016 11:03

      Wir warten auch noch immer auf die Aufklärung, WER denn seine dienstliche Kreditkarte mit 3 Millionen für private Aufwendungen benutzte.

    • Shalom (kein Partner)
      24. Januar 2016 12:06

      F.V., warum fragen Sie das nicht direkt den Dr. Unterberger?!

  15. El Capitan
    22. Januar 2016 10:30

    Wir brauchen doch keine Wirtschaftsfachleute. Die Wirtschaftsuni ist eh schon so harmlos, dass man kein weiteres Attribut finden kann, und IHS und andere Institute sind nicht nötig, denn es gibt ja die Gewerkschaft und die Arbeiterkammer.

    Wer außerdem glaubt, dass Ökonomie kompliziert ist, irrt. Sie ist einfach.

    #1 Solange Staatsbürger BMW, Audi, Mercedes und Maserati fahnen, sind die Steuern zu niedrig.

    #2 Eigentumswohnungen sind Diebstahl.

    #3 Wenn du kein Geld hast, hol es von der Bank. Die Bank hat Geld. Wenn die Bank kein Geld hat, drucke es. Geld kann man drucken.

    #4 Sprachkenntnisse verführen zum Denken. Wer denkt, kann Fehler machen. Um Falschdenken zu unterbinden, müssen die Medien und die Schulen scharf kontrolliert werden.

    #5 Abschlusszeugnisse kann man kaufen.

    #6 Taxifahrer verdienen zu wenig.

    Freundschaft!

  16. Josef Maierhofer
    22. Januar 2016 10:07

    Ist der Marsch durch die Institutionen also noch nicht zu Ende, gibt es noch irgendwo was Nichtlinkes ?

    Liebe Wähler, blast doch endlich den Linken den Marsch, sie ruinieren ganz Österreich nachhaltig und auf sehr lange Dauer, nunmehr bereits viele Generationen.
    http://staatsschulden.at/

    Es geht Euch noch zu gut ? Die Linken zeigen Euch den Weg hinunter.
    Ihr habt Privilegien ? Habt Ihr auch Gewissen ?
    Ihr seid fleißig ? Die Linken zeigen Euch den faulen Weg.
    Ihr liebt Eure Heimat ? Die Linken treiben Euch das schon aus.
    Ihr sucht Recht, das werdet Ihr nur mehr als Linke finden.
    ....

    Wirtschaft funktioniert nur auf marktwirtschaftlichen Prinzipien und durch die Anstrengung aller Beteiligten.

    Österreich hat zu viel linken Ruß angesammelt, Reinigung wäre dringend nötig. Die aber kann nur noch durch Wahlen erfolgen.

    Hört nicht auf Lügen, denkt bitte selber nach !

    • simplicissimus
      22. Januar 2016 10:47

      ******************!

    • A.K.
      22. Januar 2016 11:27

      @Josef Maierhofer
      **************************************************************

    • dssm
      22. Januar 2016 13:51

      @Josef Maierhofer
      Die Nettozahler sind eine verschwindende Minderheit im Land. Nur die werden abgezockt, alle anderen sind Profiteuere, warum sollen die Nutznießer anders wählen?

    • Josef Maierhofer
      22. Januar 2016 15:11

      @ dssm

      Warum die Nutznießer anders wählen sollen? Weil die Abzocke bald nicht mehr möglich sein wird.

      So weit werden sie wohl noch denken können. oder in den Geschichtsbüchern nachblättern.

      Nordkorea lässt grüßen, laut Propaganda eine 'Macht', in der Realität verhungern dort die Leute. Wenn es so weitergeht, wird das hier auch passieren.

    • F.V. (kein Partner)
      24. Januar 2016 08:19

      Alles, was sie hier beklagen, hat e i n e Ursache: die Egalité und mit ihr die Dämokratie. Das ist doch auch der wahre Grund, daß sich ÖVP und Sozialisten (und alle anderen Parteien) überhaupt nicht unterscheiden.

      Alexis von Torqueville ist hierüber sehr bestimmt, und es lohnt sich seine Argumente anzusehen.

      Politisch verordnete Gleichheit nivelliert, ebnet ein, uniformiert die Menschen, erzwingt ihre Konformität mit einer von außen gesetzten Norm.
      “Sind die Bürger in Kasten und Klassen geteilt, so sind sie einander nicht nur unähnlich, sie haben nicht einmal die Neigung oder das Bedürfnis, sich einander anzugleichen; im Gegenteil: jeder sucht immer mehr seine eigenen Anschauungen und Gewohnheiten unversehrt zu erhalten und ganz er selbst zu bleiben. Der Individualismus ist sehr ausgeprägt.

      Hat ein Volk eine dämokratische Gesellschaftsordnung, d. h. kennt es keine Kasten oder Klassen, und sind seine Bürger einander an Bildung und Vermögen etwa gleich, so nimmt der menschliche Geist eine andere Richtung. Die Menschen sind einander gleich, ja mehr noch, sie leiden irgendwie darunter, einander nicht gleich zu sein. Fern davon, bewahren zu wollen, was den Einzelnen noch auszeichnen könnte, wünschen sie es zu verlieren, um in der großen Masse aufzugehen, die in ihren Augen allein das Recht und die Macht repräsentiert. Der Individualismus ist nahezu ausgetilgt.”

      Wahlen haben in der Demokratie nahezu sakralen Charakter, sie legitimieren beliebige Handlungen der Regierung. Doch wie rational sind die Entscheidungen der Wähler? Was wird ihnen zur Entscheidung vorgelegt? Welche Fragen kommen überhaupt ins Blickfeld der Wähler? Eine Wahl wirft nicht nur intellektuelle Probleme auf, sie stellt auch ethische Fragen. Lassen sich die Ergebnisse einer Wahl moralisch rechtfertigen, wenn die Mehrheit der Wähler eine Neidgenossenschaft bildet? Kann die Mehrheit der Versuchung widerstehen, sich auf Kosten der Minderheit Vorteile zu verschaffen?
      Wer wird im demokratischen Prozess für Führungsämter ausgewählt? Kommen fachlich kompetente und moralisch vertrauenswürdige Persönlichkeiten an die Macht oder findet systembedingt eine negative Auslese statt? Kann man von den Wählern erwarten, dass sie kurzfristig Verzicht leisten, um langfristige Vorteile zu erreichen?
      “In Europa glauben viele Leute, ohne es zu sagen, oder sagen, ohne es zu glauben, einer der großen Vorteile der allgemeinen Wahl sei, dass sie zur Leitung der Staatsgeschäfte Menschen berufe, die des öffentlichen Vertrauens würdig seien. Das Volk – so sagt man – kann sich nicht selbst regieren, aber es wünscht allezeit aufrichtig das Wohl des Staates, und sein Instinkt verfehlt kaum, ihm die zu bezeichnen, die der gleiche Wunsch beseelt und die am geeignetsten sind, die Macht innezuhaben.”
      “Welch langes Studium, welche Fülle von Kenntnissen ist erforderlich, um sich eine genaue Vorstellung vom Charakter auch nur eines Menschen zu verschaffen! Die größten Geister versagen hier zuweilen, und die Menge sollte mehr Erfolg haben?”

      Tocqueville weist darauf hin, “dass die Scharlatane aller Sorten sich so gut auf die Kunst verstehen, dem Volk zu gefallen, seine wirklichen Freunde bei ihm dagegen meistens durchfallen.”
      “Man darf sich nichts darüber vormachen, dass die dämokratischen Institutionen den Neid im menschlichen Herzen sehr stark entwickeln helfen… Die dämokratischen Institutionen rufen den Gleichheitstrieb wach und schmeicheln ihm, ohne ihn doch jemals befriedigen zu können.”
      “Viele Leute bilden sich ein, diese geheime Neigung der unteren Klassen, die oberen von der Leitung der Staatsgeschäfte möglichst auszuschließen, sei nur in Frankreich wahrzunehmen; das ist ein Irrtum: diese Neigung ist keineswegs französisch, sie ist d ä m o k r a t i s c h.”

    • Shalom (kein Partner)
      24. Januar 2016 08:51

      Abermals vorbeigeschaut, stolpere ich über F.V.: Der gleich Narziss in sein eigenes Spiegelbild verliebte u. so überaus belesene Anonymus F.V. findet die "Dämokratie", wie er sie so launig nennt, als überaus schlecht. O. k., soll sein, jedem seine Meinung (ist ja auch "Dämokratie", gell?).
      Doch wo bleiben seine Alternativen? Wenn er das dztg. Modell als die "Herrschaft des Pöbels" empfindet (was so falsch nicht ist...), was würde er bevorzugen? Die direkte Demokratie, wie sie etwa die Schweiz übt? Eine Diktatur geistig/akademischer "Eliten", welche immer das dann auch sein würden? Was würde F.V. bevorzugen, oder traut er sich nicht, dies hier offenzulegen? Diskutiert er das nur im Geheimen mit einigen Getreuen? Ist F.V. ein Feigling? Wahrscheinlich...
      Shalom

    • F.V. (kein Partner)
      24. Januar 2016 10:49

      Shalom! Und gesegneten Sonntag!

      Welche „Bevorzugung“ von Shalom, der noch nie einen Beitrag seines eigenen „Denkens“ im UTB beisteuerte, exklusiv mit seinen Blockwarte-Meldungen seiner Aufmerksamkeit versichert zu werden. Er erinnert mich an Goethe:

      Ich kann mich nicht bereden lassen,
      macht mir den Teufel nur nicht klein:
      Ein Kerl, den alle Menschen hassen,
      der muß was sein!

      Quelle: Zahme Xenien

      ... wobei „alle Menschen“ eine etwas übertriebene Größenangabe für den guten Shalom ist.

      Aber mit Blockwarten, also geistigen Taglöhnern, zu diskutieren lohnt nicht. Für die anderen eine – ebenfalls auf Torqueville zurückgehende (und von mir geteilte Ansicht) – zur „direkten“ Dämokratie:

      Kann man hoffen, daß die Mängel der repräsentativen Demokratie, in der Parlamentarier das Volk vertreten, durch eine direkte Demokratie, in der das Volk in Volksbefragungen und -abstimmungen selbst entscheidet, beseitigt werden könnten? Diese Hoffnung ist unbegründet, denn die zahlenmäßig kleine Masse einer Parlamentsversammlung unterscheidet sich qualitativ nicht von größeren Massen. Auch ein Plebiszit produziert eine siegreiche Mehrheit und eine besiegte Minderheit, die fremdbestimmt wird.
      Für die in Minderheit geratenen Bürger spielt es keine Rolle, ob ein absolutistischer König, die Mehrheit eines Parlaments oder einer Volksabstimmung ihnen etwas aufzwingen. Ein Diktat wird nicht dadurch erträglicher, dass es von vielen Menschen ausgeübt wird.
      “Wenn die demokratischen Völker an die Stelle aller verschiedenen Mächte, die den Aufschwung der individuellen Vernunft außerordentlich hinderten und verzögerten, die absolute Macht einer Mehrheit stellen, so hätte das Übel nur ein anderes Aussehen bekommen; die Menschen hätten nur…eine neue Abart der Knechtschaft entdeckt. Ich kann es nicht oft genug wiederholen: hier ist ein tiefes Problem für die, welche ... nicht nur den Despoten hassen, sondern auch den Despotismus. Wenn ich die Hand der Macht auf meinem Haupte lasten fühle, kümmert es mich persönlich wenig, zu wissen, wer mich unterdrückt; und ich beuge mich nicht deswegen lieber unter das Joch, weil eine Million Arme es mir darbieten.”

      Es ist nicht zu erwarten, dass die Wähler sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf der Fremdbestimmung ziehen. Der entmündigte Bürger, dem man nicht zutraut, im täglichen Leben vernünftig zu entscheiden, soll bei Wahlen all die intellektuellen und moralischen Fähigkeiten haben, die man ihm sonst abspricht. Für einen Augenblick der Stimmabgabe soll aus dem Objekt der Politik, das weitgehend verwaltet und fremdgesteuert wird, plötzlich ein rationales und selbständiges Subjekt der Politik werden. Es ist völlig unrealistisch, eine derartige wundersame Metamorphose zu unterstellen und es ist zynisch, am Tag nach der Wahl den angeblichen Souverän wieder in ein Mündel zu verwandeln.
      Unter diesen Umständen können Wahlen nur die Funktion haben, der jeweils siegreichen Parteioligarchie eine Blankovollmacht für die nächste Wahlperiode zu verschaffen.

      Die Alternative? – Diese hatten wir längst und ziemlich lange: das „Römische Reich deutscher Nation“ mit einem Kaiser „von Gottes Gnaden“, was – nicht allen bekannt – nur bedeutet, daß auch er unter dem Natur- (= göttlichen) Gesetz steht. Alles, was heute unter dem Begriff „Kultur“ firmiert, stammt aus jener versunkenen Zeit. Seit 1789 wird abgebaut.

    • Shalom (kein Partner)
    • Shalom (kein Partner)
      24. Januar 2016 11:24

      Allerwertester F.V., haben Sie herzlichsten Dank für die Ihnen sicher nicht leicht gefallene Offenbarung, Monarchist zu sein. Diese Regierungsform wäre mir nicht unsympathisch, wenngleich sie insbesondere auf Österreich umgelegt, extrem unrealistisch erscheint, dies auch deshalb, da wir "geistigen Taglöhner" historisch ja völlig unbeleckt sind. Aber dafür haben wir ja Sie, den großen Denker und Verkünder. Wären Sie weniger eitel und von sich weniger eingenommen, würden Sie Andersdenkende als solche akzeptieren - und nicht schulmeisternd abqualifizieren - ja, dann könnte man mit Ihnen auf Augenhöhe diskutieren. So aber bleiben Sie das, was Sie sind: Ein sich selbst genügender Fatzke!
      Und nun mein im Gegensatz zu Ihrem realistischer Vorschlag: Da wir nun einmal mittel- bis langfristig keinen Kaiser von Gottes Gnaden erhalten werden, plädiere ich dafür, dass die ÖVP die Koalition unverzüglich beendet, damit es zu Neuwahlen kommt. Wenn es sich, Ihrer Diktion nach, bei Strache auch nur um einen von den USA und Israel gesteuerten "gesitigen Taglöhner" handelt, ist dieser Mann und die FPÖ in der derzeitigen Lage die einzige realistische Chance, SPÖVP/Grünen die Stirne zu bieten.
      Shalom

    • F.V. (kein Partner)
      24. Januar 2016 13:03

      Ei, ei, wie konstruktiv!

      Was Shalom als Überheblichkeit erscheint ist vor allem die Perspektive von geistigen Schrebergärtnern und Dummköpfen. Die sind immer am meisten beleidigt, wenn sie in ihrer Armseligkeit selber merken, daß sie – leider – nur Pöbel sind und nicht mitkönnen, oder – noch schlimmer – wenn man ihnen dies „schriftlich gibt“. Ich kann mich zwar nicht erinnern den Shalom diesbezüglich angepöbelt bzw. damit begonnen zu haben, weil sich, wie gesagt, mangels Beiträgen Shaloms dazu sich gar keine Gelegenheit bot.

      Daß er sich für die aber offenkundig dummen Kommentare (und deren Urheber) in die Bresche schlägt, läßt vermuten, daß er sich angesprochen fühlte. Aber dafür kann ich nichts.

      Er hat vielleicht recht, daß die FPÖ mit H. „Che“ – derzeit – die einzige Alternative zum herrschenden Politgesindel ist. Aber was ist damit gewonnen? – Vom Regen in die Traufe.
      Die Gründe für meine negative Beurteilung habe ich hier schon öfters dargelegt. Wer mit einer lächerlichen „Jerusalemer Erklärung“ den offensichtlich Mächtigen in den Arsch kriecht, darf nicht erwarten, daß man ihm Urteilsvermögen, Charakter und souveräne Politik abnimmt. Aber dies ist ohnehin nur der vorläufige Endpunkt einer langen Kette von Beweisen seines miesen Opportunismus.

      Was auch aus aktueller Einschätzung als illusorisch erscheinen mag, hat für eine ideelle Zielvorstellung keine Bedeutung. Es werden ja auch die Zehn Gebote ständig gebrochen, aber es fiele keinem vernünftigen Menschen ein, sie deshalb zu „diskontieren“.

  17. dssm
    22. Januar 2016 08:37

    Die SPÖVP kann keine KMUs brauchen. Denn die grossen staatsnahen Firmen kann man staatlich relativ leicht lenken, die ganzen KMUs nicht.
    In den KMUs zählt Leistung und Eigenverantwortung, bei den grossen staatsnahen Firmen und Verwaltungen ist der Kunde das einzige was stört. Also brauchen die KMUs gut ausgebildete und leistungsbereite Mitarbeiter, die gibt aber unser Schulsystem nicht mehr her, daher gibt es regelmäßige Kritik. Gibt es aber keine KMUs, dann gibt es auch keine Kritik.
    Bei den zuwandernden Facharbeitern ist es gleich, auch da werden die KMUs die Qualifikationen sehr deutlich nennen.
    Bei den ganzen sinnlosen neugeschaffenen Normen und Vorschriften sind es auch die KMUs, welche den Wahnsinn aufzeigen.

    Also muss es eine permanente Stimmungsmache gegen die KMUs geben. Und schon ist klar, warum die Wirtschaftsinstitute mit streng gläubigen Sozialisten besetzt werden.

  18. Bob
    22. Januar 2016 08:31

    Das sich unser Maturant ins Sachen Alpe Adria auf den "Experten" Nowotny" beruft, war zu erwarten. Die wirtschaflichen Erfoge der SPÖ sind atemberaubend. den meisten Akteuren schaut die Schlichtheit ja schon aus den Augen heraus.
    Aber die junge SPÖ, soll einmal die Elite dieser Partei sein, darf ungeschoren zum Training für die Demonstration gegen den Akademikerball hetzen. Wo bleibt die Staatsanwaltschaft?

  19. didi
    22. Januar 2016 08:23

    simplicissimus
    OT (auch bezeichnend)
    Und was sagte unser weinseliger Bürgermeister im heutigen Morgenjournal auf die Frage des Reporters, warum er das Abkommen zwischen ÖVP und SPÖ (= Obergrenze für Flüchtlinge) unterschrieben hat, obwohl es in seiner Wiener Partei heftigen Widerstand dagegen (bzw. Aufstand auch gegen ihn) gab und gibt? Häupl dazu: In der Partei herrsche Einigkeit und er habe eigentlich nicht verstanden, was er da unterschrieben hat! Sicher sei solches auch schon dem Reporter und anderen passiert, denn schließlich kann man ja nicht alles verstehen, was man unterschreibt! Sagt dies nicht eigentlich alles über unsere Politiker ....

    • simplicissimus
      22. Januar 2016 08:31

      Natürlich braucht ein sozialistischer Bürgermeister der Hauptstadt nicht alles verstehen, was er unterschreibt. Das muß man mehr mit sozialer Wärme interpretieren. Nicht jeder kann sinnerfassend lesen, dafür kann er halt nix und dafür zB seinen Anspruch aufs Bürgermeistergehalt plus Nebenleistungen in Frage zu stellen ist faschistische Kälte!

      NIE WIEDER brauchen wir einen Bürgermeister, der versteht, was er unterschreibt!

      Das ist gelebte Menschlichkeit. Wellcum!

    • Bob
      22. Januar 2016 09:59

      Der Bundespräsidentenkanditat Hundsdorfer kann auch nicht sinnerfassend lesen, das dürfte bei den linken Vorschrift sein.

    • Pennpatrik
      22. Januar 2016 13:31

      War das nicht auch die Verantwortung des (SPÖ-)Bürgermeisters von Linz, der das Millionendebakel zu verantworten hatte?

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      24. Januar 2016 10:23

      Warum fällt einem bei einigen SPÖlern der Bockerer ein? Szene auf dem Bahnhof, der Bockerer schreit irgendwas politisch Unkorrektes. Einer von Teddy Podgorski gespielter Gestapobeamter zum anderen: "Geh los eam, i kenn eam, des is a unhamlicha Trottl".

    • Erythrozyt (kein Partner)
      24. Januar 2016 14:06

      AHA! Der studierte Biologe versteht nicht, was er da unterschreibt?

  20. simplicissimus
    22. Januar 2016 07:21

    IHS und WIFO:

    Nur ein anderes Beispiel wie geschickt die ÖLinken wichtige Positionen besetzen.
    Wo ist die Möchtegern-VirtschaftsPartei?
    Auch die Freiheitlich sollten sich langsam auf einen Sturm auf diese Bastionen vorbereiten.

    Vom Feind lernen, heißt die Devise.

    • otti
      22. Januar 2016 18:25

      vom Feind lernen.....
      d a z u braucht` s aber eine enge Bereitschaft zur Hinterfotzigkeit !

  21. simplicissimus
    22. Januar 2016 07:02

    OT, aber bezeichnend:

    http://www.msn.com/de-at/nachrichten/politik/richtwert-oder-obergrenze-regierungsstreit-nach-asylgipfel/ar-BBovgEP?ocid=spartandhp

    Wie zu erwarten war. Blablabla blublublu bliblibli

    Und ab Ende März gibt's ein rechtliches Gutachten, dann geht das unentschlossene Gequacke weiter.

    GRENZEN DICHT!
    KEINE OBERGRENZE FÜR ECHTE ASYLFÄLLE ENTSPRECHEND DEN REGELN.
    Diese werden grob geschätzt nur einen Bruchteil der derzeitigen Anträge ausmachen.

    Warum ringt sich unsere Chaostruppe, die sich Regierung nennt, nicht zu einem solchen klaren und kaum angreifbaren Schritt durch?
    Die Unterstützung einer breiten Mehrheit wäre gewiss.

    Was für ein jämmerliches Schauspiel.

    • simplicissimus
      22. Januar 2016 07:30

      Das muß auch noch raus:

      Nichtobergrenze wie Tor mit löchrigen Seitenteilen.

      Sind die alle der Hilfsschule entsprungen?
      Pardon, dem Institut der kreativen Lösungen.





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