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Der Verfall auf Wienerisch

Lesezeit: 5:30

In den Nachkriegsjahren haben viele Wiener Gebäude so ausgesehen. Jahrzehntelang ist nichts renoviert worden. Der Verputz bröckelt.  Schäden und Baufälligkeit sind weithin sichtbar. Der Verfall und Mief scheint noch direkt aus der Kaiserzeit zu kommen. Auch Osteuropareisende können dort noch heute solche Häuser sehen, wenngleich deren Zahl seit Ende des real existierenden Sozialismus rapid zurückgeht.

Aber das Photo kommt nicht aus der Ruinenzeit, sondern aus dem Jahr 2016. Und es stammt nicht aus der Ukraine, sondern aus Wien. Es zeigt auch nicht etwa eine Zinskaserne, an der seit Ewigkeiten keinerlei Renovierung und Sanierung vorgenommen werden, weil Hauseigentümer und Mieter desinteressiert oder geizig sind, weil mit dem Abriss spekuliert wird. Man sieht vielmehr die Bezirksvorstehung des 18. Wiener Bezirkes, die sich seit vielen Jahren so präsentiert.

 

Bezirksvorstehungen sind die Ämter, in denen die Bürger am öftesten mit der bürokratischen Obrigkeit konfrontiert sind. Daher hat wohl schon fast jeder Bezirksbewohner diesen Anblick zu Gesicht bekommen. Was wohl noch schlimmer ist: In einem solchen Gebäude finden auch standesamtliche Trauungen statt. Man kann sich ungefähr vorstellen, welchen Eindruck es macht, wenn ausländische Gäste zu einer Hochzeit in eine solche Verfallsbude geladen werden. Aber natürlich ist das auch für Österreicher absolut unzumutbar und eine Schande.

Der Zustand in Währing ist gar kein Einzelfall. Etwa im 19. Bezirk ist die Bezirksvertretung in einem ähnlichen Zustand, dort ist das weniger von außen sichtbar, aber vor allem dann, wenn man das Amtshaus betritt. Es ist auch in Döbling das verfallenste Gebäude des ganzen Bezirks. Ähnlich schauen manche Stationen der ehemaligen Stadtbahn und heutigen U6 oder Teile von Gemeindespitälern aus.

Nun werden manche Stadtpropagandisten gleich sagen: Ja, die Stadt hat halt kein Geld, sie muss sparen. U-Bahn-Bau, Spitäler, Volksschulen, Kindergärten sind doch notwendiger und wichtiger.

Aber gewiss doch, kann man da nur antworten. Auch wenn es schon mehr als interessant ist, dass Ordens-Krankenhäuser jede Behandlung, jede Operation deutlich billiger (und keineswegs schlechter) durchführen als die Gemeindespitäler. Auch wenn es sehr diskutabel ist, dass jene Kindergärten mit Steuergeld gefördert werden, in denen mit den Kindern nicht deutsch gesprochen wird, in denen eine radikale Weltanschauung vermittelt wird, die der österreichischen Verfassung in wichtigen Elementen widerspricht.

Dennoch sind in Summe die erwähnten Bereiche sicher nicht jene, wo generell gespart werden sollte. Das ist jedoch sehr wohl bei vielen anderen Ausgaben möglich, welche die Rathauspropaganda nicht erwähnt. Die Gemeinde Wien ist sogar mit Sicherheit jene öffentlich-rechtliche Körperschaft in Österreich, die weitaus das meiste Geld verschwendet. Um nur einige Exempel aufzuzählen, wie das läuft, und wo eine korrekte Stadtverwaltung kräftig einschneiden müsste (nicht nur kosmetische zehn Prozent oder so ähnlich):

  1. Die Wiener Beamten haben die weitaus großzügigsten Gehälter und Pensionsregelungen von ganz Österreich (die Michael Häupl frech damit verteidigt, dass es niemandem etwas anginge, was „wir mit unserem Geld machen“. Das halt nur zufällig nicht sein Geld, sondern Steuergeld ist).
  2. Wien gibt ein Vielfaches von anderen, einwohnermäßig gleichgroßen Bundesländern für Bestechungsinserate und den rathauseigenen Propagandaapparat aus.
  3. Die großzügigen Wiener Beamten haben 60 Prozent aller österreichischen Fälle von Mindestsicherung zuerkannt, obwohl Wien nur 20 Prozent der Einwohner hat (Auch wenn dieser – natürlich: mutmaßliche – Missbrauch scheinbar „nur“ zu Lasten des Bundesbudgets geht, wird durch diese Großzügigkeit jedenfalls ein Sog zum Zuzug nichtarbeitender Menschen und sonstiger Problemfälle nach Wien ausgelöst, der dann viele andere Sozialausgaben auch für die Stadt auslöst).
  4. Wien gibt Unsummen für „Brot und Spiele“ aus. Vom Donauinselfest bis zur alljährlichen Verwandlung des ganzen Rathausparks in einen Eislaufplatz bis zu den singenden Kanaldeckeln. Um nur einige zu nennen.
  5. Wien hat gerade die Parteisubventionen kräftig erhöht (wo sind die Zeiten, da solches mit den Grünen nie und nimmer möglich gewesen wäre!).
  6. Wien baut parteipolitisch kontrollierten Fußballklubs üppige Privat-Stadien, obwohl diese Vereine in Wahrheit millionenschwere Profi-Unternehmen sind.
  7. Wien verteilt weit mehr Subventionen als andere Bundesländer an oft sehr dubiose Organisationen und Vereinchen. Dabei ist offenbar vor allem wichtig, dass diese Rot oder Grün sehr nahestehen, dass diese scheinunabhängige Propagandaarbeit für die beiden Wiener Machtparteien machen, oder dass sie regelmäßig Randale gegen christliche Umzüge veranstalten. (Warum etwa braucht „Hosi“, eine Lobby der bestverdienenden Menschen Österreichs, eine Gemeindesubvention?)

Noch provozierender als all diese Geldverschwendungen ist das, was mir dieser Tage ein dem Rathaus sehr naher Mensch in Bezug auf den beklagenswerten Zustand der Bezirksvertretungen geantwortet hat: „Na, in Währing wird sicher bald was geschehen. Denn dort haben ja jetzt die Grünen den Bezirksvorsteher, da wird das Rathaus bald das nötige Geld flüssig machen.“

Gewiss, es gibt keinen harten Beweis für diesen Zusammenhang. Aber allein, dass ein machtnaher Mensch so etwas auch nur denken kann, zeigt wie verkommen und korrupt diese Stadt geworden ist. Es wäre schlicht ungeheuerlich – und auch in mehrfacher Hinsicht rechtswidrig –, wenn eine Verwaltung nur dann den Mindeststandard an Bürgersevice zu bieten bereit ist, wenn die Menschen „richtig“ wählen.

PS: Auch ein zweiter Satz, den man zum Zustand der Bezirksvertretungen hört, wäre empörend, sollte er stimmen: „Es ist doch seit Jahrzehnten so, dass Baufirmen so schlampig arbeiten, wenn sie für die Gemeinde arbeiten. Daher schauen die Häuser nach ein paar Jahren gleich wieder wie Ruinen aus.“ Logisch wäre das jedenfalls: Denn in diesen Fällen gibt es zum Unterschied von jedem privaten Bau keinen Eigentümer, der ständig die Qualität prüft. Außerdem gibt es bei privaten Bauherrn keine Beamten und Parteien, die Baufirmen bestechen müssten.

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    24x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Januar 2016 09:42

    Aber jetzt geht's richtig los mit dem Wiederaufbau.

    Anlässlich des kommenden Ballereignisses in der Hofburg kommen mit hunderten Bussen internationale Abrissexperten nach Wien, die nicht mit Bagger und Abrissbirne, sondern sehr flexibel mit Pflastersteinen und Molotowcocktails gegen grindige Bausubstanz vorgehen werden. Unterstützt werden die Experten durch einheimische Antifa-Aktionisten.

    Finanziell koordiniert wird alles durch die international anerkannte Finanzexpertin Jeanine Wulz, die bereits im Gastgewerbe auf große Erfolge verweisen kann.

    Alles wird gut. Der große Gspritzte wacht über seine Stadt und dessen Bausubstanz. Wenn man die Bilder von Wien mit den Bildern syrischen Städte vergleicht, steht Wampocity gar nicht so schlecht da.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Januar 2016 09:45

    Und für noch was hat Wien viel Geld, für den Gemeindebau (samt üppiger Verwaltung) für die Zugewanderten, die man hofieren muss (?).

    Kein armer Wiener, der nicht zugewandert ist, hat eine Chance auf eine Gemeindewohnung, außer er ist bei der 'Baddei', da kann er sie sogar vererben ...

    Das Wiener Sozialsystem ist ähnlich gelagert, erst als ich gemeint habe, dass mein (jüngst verstorbener) 94-Jähriger kein 'Flüchtling' wäre, sondern ein Mensch, der zeit seines Lebens gearbeitet und Steuern bezahlt hat, wurde ihm ein Zuschuss für seinen neuen Durchlauferhitzer genehmigt (den wir dann nicht gebraucht haben, weil er inzwischen verstorben ist).

    Wien ist Lug, Trug und 'Baddei', sonst leider pleite wegen genau dieser 'Baddei' und deren Handlangern.

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Januar 2016 15:27

    OT---aber Hand aufs Herz: Wer von uns hätte noch vor 30 Jahren nicht spöttisch gegrinst, wenn jemand uns prophezeien hätte wollen, daß es ausgerechnet einmal Politiker/Ex-Politiker der Länder des einstigen atheistischen OSTBLOCKS sein werden, die, obwohl in mit voller Absicht gründlich durcheinandergemischten Umgebungen aufgewachsen, heute sich des hohen Wertes der Nationalstaaten und der Werte des rein christlich geprägten Abendlandes zutiefst bewußt sin und auch gewillt sind, DIESE WERTE zu ERHALTEN?!?
    Im folgenden Bericht wird Vaclav KLAUS zitiert. Er steht mit seinen Überlegungen in einer Reihe mit ORBAN und PUTIN:

    "Merkel ruiniert Deutschland und hält unbeirrt an Zuwanderungspolitik fest"

    https://www.unzensuriert.at/content/0019817-Merkel-ruiniert-Deutschland-und-haelt-unbeirrt-Zuwanderungspolitik-fest?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, daß wir Europäer darauf hoffen müssen, daß diese Politiker, die im Ostblock sozialisiert worden sind, die GEFAHR ERKENNEN---das ABENDLAND BRENNT!--- im Gegensatz zu unseren Politikertrotteln, nein, VERBRECHERN, die alles tun, um uns so schnell wie möglich in den Abgrund zu reißen!

  4. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Januar 2016 14:02

    eine Verkennung der Tatsachen ...
    Wien ist bemüht und stolz, viele Filmproduktionen in die Bundeshauptstadt zu bekommen.
    Für Filme, deren Drehbuch die Atmosphäre osteuropäischer Städte vor der Wende zum Inhalt haben, ist daher Wien als Drehort besonders geeignet. Deshalb werden bewusst manche Gebäude und Straßenzüge nicht renoviert.

    Also, lieber Dr. A.U. tuns net schon wieder unser Wien schlecht machen.
    Loben's mich doch auch einmal für meine Weitsicht, die bis nach Hollywood reicht.
    Ihr
    M.H.

  5. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Januar 2016 06:42

    Bei wie vielen Subventionen (etwa für die HOSI und sonstige linke Vorfeldorganisationen) hat die ÖVP im Gemeinderat zugestimmt?

    Ach ja, es gibt auch unbedeutende Organisationen im Dunkstkreis der ÖVP, für die auch ein paar Subventions-Euros abfallen. ;-)

  6. Ausgezeichneter KommentatorBob
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Januar 2016 09:43

    Ich muß AU verbessern: ich habe bei meinen Besuch in Prag und Krakau solche Häuser nicht .gesehen

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Januar 2016 13:51

    OT---aber es ist schon mehr als ärgerlich, wenn man bedenkt, wie Ö den Dahergelaufenen aus aller Herren Länder die Staatsbürgerschaft nachwirft, obwohl sie meist der deutschen Sprache nur sehr bedingt mächtig sind, den SÜDTIROLERN aber, deren Vorfahren ihr Land unter den Füßen weggezogen und schmählichst VERSCHACHERT worden ist---den Nachkommen dieser Österreicher/Tiroler also VERWEHRT man die österr. Staatsbürgerschaft. Ist das nicht zum Kotzen?

    "Südtiroler Politiker beantragen österreichische Staatsbürgerschaft"

    https://www.unzensuriert.at/content/0019818-Suedtiroler-Politiker-beantragen-oesterreichische-Staatsbuergerschaft?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Auch von den (absichtlich!) dem Vergessen anheimgegebenen LANDLERN---einst wegen ihres Glaubens aus Ö Vertriebenen!---wollte man nichts wissen, als Jörg HAIDER einst den Vorschlag gemacht hatte, diesen in Ö wieder eine HEIMAT zu geben, weil ihnen einst großes Leid zugefügt worden war. Da zieht man es vor, aus jedem kulturfernen Neger einen "Österreicher" zu machen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2016 05:34

    Der keinVPSuderant hat die Rolle des Wertkonservativen übernommen.

    Egal was die Österreichische Verräter Partei tut - in Treu fest bis in den Untergang.


alle Kommentare

  1. astuga (kein Partner)
    28. Januar 2016 21:53

    Im System Rotes Wien dienen öffentliche Aufträge eben vor allem als Belohnungs- und Bereicherungsinstrument.
    Für parteinahe Personen und Organisationen.

    Ob und weshalb irgendwer besser arbeitet oder billiger ist spielt dabei keine Rolle.
    Schlechte Politik unterscheidet sich eben nur graduell von organisierter Kriminalität.

  2. daLUPO (kein Partner)
    27. Januar 2016 22:16

    Bei der Sanierung der U1 war die Party auch das Wichtigste für die Genossen.

    Also ich hätte die Gleise so nicht übernommen, die U1 gleicht im sanierten Abschnitt noch immer einer Schaukelbahn. Wie gesagt, das Wichtigste waren scheinbar die Feiern.

  3. Neo-Schamane343 (kein Partner)
    27. Januar 2016 16:44

    Die wirtschaftliche Situation verbessert sich, wenn immer mehr Menschen in Mobilheimen wohnen, mit Einsitzer-Autos fahren und sich vegan ernähren.
    Zudem muss der Flüchtlingsstrom stark begrenzt werden. Dänemark verhält sich im Augenblick vorbildlich. Zudem liegt in Deutschland die AfD bei 13 %.
    Um dem Islam zu begegnen, muss das Christentum reformiert werden. Es ist unsinnig, Messen durchzuführen. Stattdessen muss man Träume deuten und steuern (ohne einen gefährlichen luziden Traum herbeizuführen). Zudem sollte man sich mit mystischen Erfahrungen (auch mit Zeitdilatation darin) beschäftigen.

  4. Konfrater
    27. Januar 2016 12:42

    Wofür die Stadt Wien auch kein Geld hat: In Teilen des 10. Bezirks - nähe U1-Endstation Reumannplatz - stehen nach jedem stärkeren Regen in ganzen Straßenzügen die Keller (und Fundamente) unter Wasser. Grund (laut Auskunft einer Hausverwaltung): Das Kanalsystem (anscheinend besonders im Bereich Gudrunstraße) ist desolat und unzureichend ausgebaut. Der Gemeinde Wien sei das Problem seit Jahrzehnten bekannt, es sei aber "kein Geld dafür" vorhanden.
    Im Grund natürlich verständlich: Wie kann man von einer modernen Großstadt auch erwarten, dass sie sich um eine funktionierende Kanalisation kümmert, wo sie doch so viel wichtigere Aufgaben hat (gegenderte Ampeln, singende Kanaldeckel etc.).

  5. Tik Tak (kein Partner)
    27. Januar 2016 08:46

    Wien geht in Korruption unter.
    Wien ist pleite.
    Wien hat fertig.

    Nichts Neues und täglich gut sichtbar.

    And now for something completely different, or is it?

    Die Sanktionen gegen den Iran wurden aufgehoben.
    Die Verhandlungen fanden in Wien statt und die Iraner waren Österreich sehr dankbar dafür.
    Jetzt ist es Zeit, die wirtschaftliche Dividende dafür einzufahren.

    Der iranische Präsident ist auf Einkaufstour in Europa.
    Italien macht Geschäfte im Wert von rund EUR 16 Mrd.
    Frankreich macht Geschäfte im Wert von rund EUR 19 Mrd.
    Deutschland macht Geschäfte im Wert von rund EUR 43 Mrd.

    Und Österreich?
    Nein, nach Österreich kommt er nicht und Österreich macht auch keine Geschäfte.

  6. cmh (kein Partner)
    27. Januar 2016 08:34

    Die Vorurteile der MA 2412 über die Wiener Beamten sind leider zutreffend. Genauso sind die. Alles wahr und nix erfunden. Außer dem Herrn Claus.st2hf9

    Nur ein personalistisches Zero-based-budgeting kann hier Abhilfe schaffen.

  7. Knut (kein Partner)
    27. Januar 2016 08:17

    Um als Westösterreicher die Mentalität der Wiener verstehen zu können, ist es von Vorteil, Serien wie den "Kaisermühlen Blues" zu kennen.

    Um unsere Politik zu verstehen, muss man den Begriff "Demokratie" endgültig begraben. Der wirkliche Zutatenmix besteht aus jeweils ein bisschen Kaiserreich, Parteidiktatur, Familienclan, Camorra, Cosa Nostra und Psychiatrie. Dass es geschafft wird, uns Wahlschafen eine Demokratie (ha ha ha) vorzugaukeln, ist wohl der unermüdlichen Schwerarbeit der Print-Medien und des ORF zu verdanken.

    Dass trotz ungebremstem und unkontrolliertem Zuzug tausender "Facharbeiter" in Wien noch nicht mehr restauriert wird, ist mir unverständlich. Da kommt keine Freude auf.

    • astuga (kein Partner)
      28. Januar 2016 21:56

      Ich würde lieber nicht zu sehr auf Wien schimpfen.
      In den Ländern und größeren Städten sieht es oft nicht viel anders aus.

      Siehe etwa Salzburg, siehe Niederösterreich etc.
      In Wien ist bloß der Kuchen größer.

  8. F.V. (kein Partner)
    27. Januar 2016 05:34

    Der keinVPSuderant hat die Rolle des Wertkonservativen übernommen.

    Egal was die Österreichische Verräter Partei tut - in Treu fest bis in den Untergang.

  9. Riese35
    26. Januar 2016 00:44

    @keinVPsuderant: Ich glaube nicht, daß ich ein Problem hätte, mich mit Ihnen über den Gebrauch des Begriffes "Regime" zu einigen. Dann wäre es aber dringend angebracht, gemeinsam beim ORF, bei den Staatsautoren, Staatskunstschaffenden etc. vorzusprechen und dort auf eine Begriffsklärung zu drängen. Von dort geht nämlich wirklich Unheil durch Verwirrung der Begriffe aus, die mich sehr an die auf Parolendreschen reduzierte Sprache sozialistischer Staaten erinnert. Aktuelle ORF-Meldungen erinnern mich im Stil sehr stark an das seinerzeitige Auslandsprogramm von Radio Tirana aus den 70er-Jahren. Werner Faymann kommt im ORF mindestens ebenso oft und umschmeichelt vor wie seinerzeit Enver Hoxha in Radio Tirana.

    Ich teile auch mit Ihnen die Ansicht, daß eine FPÖ/ÖVP-Regierung für Österreich große Vorteile hätte. Dazu müßte aber die ÖVP zuerst eine Kehrtwende und Grundreinigung vornehmen, die im Moment eher aussichtslos erscheint. Man soll aber die Hoffnung nie aufgeben. Vorerst kann man nur hoffen, daß sich vernünftige Köpfe abseits der Parteienschemata bereit erklären, Regierungsverantwortung zu übernehmen.

  10. kritikos
    25. Januar 2016 23:38

    Wien ist anders, es ist immer noch so wie seinerzeit, ostblockzeit, Bratislava. Natürlich nur streckenweise. Das Geld fließt bekanntlich anderswo hin.

  11. machmuss verschiebnix
    25. Januar 2016 20:39

    Bis in die Sechziger hinein sah es auch so ähnlich aus - es war irgendwie bedrückend,
    wie eine Geisterstadt in der viele Leute umher irren. Nur war Wien damals für Investoren
    nichtmal ein Thema, durch die Ungarn-Krise sahen viele ihre Zweifel bestätigt .
    Von den in Wien arbeitenden West-Österreicher hatten nicht wenige sogar einen allzeit
    gepackten Koffer in der Wohnung stehen.

    Warum das wohl heute wieder so ist ? Wer's wirklich nicht weiß, den frage ich :
    "Bewältigt Wien die Vergangenheit, oder die Gegenwart !

    Rrrrichtig ! Die Vergangenheit - die läßt sich nämlich viel leichter "bewältigen" indem
    man alle Schuld an die Nazis zuteilt .

  12. Brigitte Imb
    25. Januar 2016 19:54

    OT - In Schweden wurde eine Helferin von einem "MUFL" erstochen.

    Bisweilen ist der "Standard" das einzige ö. Medium, welches darüber berichtet. Natürlich unter 3x mutmaßlich.....

    Zur Nationalität der Fachkraft werden keine Angaben gemacht. Ist auch nicht nötig in dem Fall m.M., denn jeder kann sich denken wo der messernde Bereicherer einzureihen ist.

    http://www.epochtimes.de/politik/europa/mord-in-schwedischem-asylheim-fluechtlingshelferin-22-in-moelndal-erstochen-minderjaehriger-alleinreisender-asylbewerber-a1301811.html

  13. Undine
    25. Januar 2016 16:38

    Warum nur wirkt ein verfallendes Gebäude wie das von A.U. abgebildete, in unseren Breiten nur so häßlich und abstoßend, während weiter südlich der Alpen, im klimabegünstigten sonnigen Italien also, Häuser, an denen der Zahn der Zeit deutlich sichtbar nagt, einen so ungeheuren Charme ausstrahlen?!?
    Ich wäre sogar entsetzt, wenn ich einmal nach GRADO käme, wo ich zum ersten Mal 1957 (und dann immer wieder!)war, und plötzlich in der Altstadt alle Häuser frisch verputzt vorfände! Der ganze Charme Grados wäre vernichtet!

    • Knut (kein Partner)
      27. Januar 2016 11:55

      Zu GRADO: Wenn man unter "Charme" ein gewisses Mafiaambiente versteht, geb ich dir absolut recht. Natürlich ist das Geschmackssache. Ich ziehe weiß getünchte Häuser wie z.B. in Lindos (auf Rhodos) vor. Das wirkt so sauber und frisch - vor allem mit hellblauen Tür- und Fensterrahmen kombiniert.

    • Undine
      27. Januar 2016 18:52

      @Knut

      Zu GRADO:
      Grado hat nach glaubwürdiger Auskunft unseres Hoteliers, den ich seit Jahrzehnten schätze, seinen guten Ruf (keine Diebstähle wie sonst in Italien überall gang und gäbe!) ausgerechnet der MAFIA zu verdanken, weil DIE den guten Ruf Grados nicht aufs Spiel setzen will! ;-)

      Ach, Lindos!---1962 bin ich dort auf dem Rücken eines störrischen Esels geritten, d.h., wenn er bereit war, wieder ein paar Schritte zu gehen! :-)
      Ja, Lindos ist zauberhaft mit seinen weißen Häusern! Aber so hat halt jedes Land seine besonderen Reize! ;-)

  14. Undine
    25. Januar 2016 15:27

    OT---aber Hand aufs Herz: Wer von uns hätte noch vor 30 Jahren nicht spöttisch gegrinst, wenn jemand uns prophezeien hätte wollen, daß es ausgerechnet einmal Politiker/Ex-Politiker der Länder des einstigen atheistischen OSTBLOCKS sein werden, die, obwohl in mit voller Absicht gründlich durcheinandergemischten Umgebungen aufgewachsen, heute sich des hohen Wertes der Nationalstaaten und der Werte des rein christlich geprägten Abendlandes zutiefst bewußt sin und auch gewillt sind, DIESE WERTE zu ERHALTEN?!?
    Im folgenden Bericht wird Vaclav KLAUS zitiert. Er steht mit seinen Überlegungen in einer Reihe mit ORBAN und PUTIN:

    "Merkel ruiniert Deutschland und hält unbeirrt an Zuwanderungspolitik fest"

    https://www.unzensuriert.at/content/0019817-Merkel-ruiniert-Deutschland-und-haelt-unbeirrt-Zuwanderungspolitik-fest?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, daß wir Europäer darauf hoffen müssen, daß diese Politiker, die im Ostblock sozialisiert worden sind, die GEFAHR ERKENNEN---das ABENDLAND BRENNT!--- im Gegensatz zu unseren Politikertrotteln, nein, VERBRECHERN, die alles tun, um uns so schnell wie möglich in den Abgrund zu reißen!

    • Torres (kein Partner)
      27. Januar 2016 10:39

      Dazu passt auch das sonntägige "Im Zentrum" bei Thurnher: da wurden wieder einmal 4 "Willkommensheißer" und ein halbwegs Neutraler (LH Niessl) auf den slowakischen Abgeordneten Richard Sulik "losgelassen", der in einwandfreiem Deutsch, ruhig und logisch die Position der Slowakei dargelegt hat: immer verfassungs- und gesetzeskonform, immer entsprechend den EU-Grundsätzen von Maastricht, Dublin und Schengen, und dazu im Interesse seiner Bürger - macht insgesamt ein paar hundert Asylanten. Da frisst einen ja der Neid, dass es in unserem Nachbarland eine derart bürgernahe Politik und entsprechende Politiker gibt, alles EU-gerecht.

    • Undine
      27. Januar 2016 18:58

      @Torres

      Es kostet mich immer größte Überwindung, "Im Zentrum" mitzuverfolgen, aber gelegentlich scheint man doch etwas zu versäumen, wie man sieht! Ja, der Neid könnte uns Österreicher fressen, daß unsere Nachbarn können, was uns nicht gelingt: Politiker zu wählen, die FÜR UNS da sind und nicht für ungebetene Eindringlinge in riesiger Menge!

  15. Politicus1
    25. Januar 2016 14:02

    eine Verkennung der Tatsachen ...
    Wien ist bemüht und stolz, viele Filmproduktionen in die Bundeshauptstadt zu bekommen.
    Für Filme, deren Drehbuch die Atmosphäre osteuropäischer Städte vor der Wende zum Inhalt haben, ist daher Wien als Drehort besonders geeignet. Deshalb werden bewusst manche Gebäude und Straßenzüge nicht renoviert.

    Also, lieber Dr. A.U. tuns net schon wieder unser Wien schlecht machen.
    Loben's mich doch auch einmal für meine Weitsicht, die bis nach Hollywood reicht.
    Ihr
    M.H.

    • riri
      25. Januar 2016 15:23

      Bis vor kurzem konnte man am Nordbahnhofgelände und am Handelskai in Wien-Leopoldstadt sogar Kriegsfilme drehen.

    • Cotopaxi
      25. Januar 2016 15:25

      Und in manchen Viertel Wiens kann man multiethnische Bürgerkriege drehen - mit Originaldarstellern.

    • Torres (kein Partner)
      27. Januar 2016 10:42

      @riri
      Auf dem Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs darf man nicht einmal bauen, weil dort geschützte Kröten leben.

    • riri
      27. Januar 2016 15:23

      @Torres

      Noch eine weitere Filmproduktion für Wien möglich, in der Serie Universum:

      'Der Nordbahnhof lebt'

    • Undine
      27. Januar 2016 18:59

      @Alle

      *******************************! ;-)))

  16. Undine
    25. Januar 2016 13:51

    OT---aber es ist schon mehr als ärgerlich, wenn man bedenkt, wie Ö den Dahergelaufenen aus aller Herren Länder die Staatsbürgerschaft nachwirft, obwohl sie meist der deutschen Sprache nur sehr bedingt mächtig sind, den SÜDTIROLERN aber, deren Vorfahren ihr Land unter den Füßen weggezogen und schmählichst VERSCHACHERT worden ist---den Nachkommen dieser Österreicher/Tiroler also VERWEHRT man die österr. Staatsbürgerschaft. Ist das nicht zum Kotzen?

    "Südtiroler Politiker beantragen österreichische Staatsbürgerschaft"

    https://www.unzensuriert.at/content/0019818-Suedtiroler-Politiker-beantragen-oesterreichische-Staatsbuergerschaft?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Auch von den (absichtlich!) dem Vergessen anheimgegebenen LANDLERN---einst wegen ihres Glaubens aus Ö Vertriebenen!---wollte man nichts wissen, als Jörg HAIDER einst den Vorschlag gemacht hatte, diesen in Ö wieder eine HEIMAT zu geben, weil ihnen einst großes Leid zugefügt worden war. Da zieht man es vor, aus jedem kulturfernen Neger einen "Österreicher" zu machen.

    • Riese35
      25. Januar 2016 14:08

      Sie haben einen wichtigen Punkt übersehen, der sehr wohl einen Unterschied macht: Die Eingesickerten der Völkerwanderung werden beim richtigen von einer Hand voll Ringerln das X im "richtigen" Ringerl machen (lassen), während die Südtiroler in Masse ihr X ins falsche Ringerl setzen würden. Das hat schon Kreisky in seinen Memoiren beschrieben. Die Beherrschung der deutschen Sprache wäre dafür eher hinderlich als von Nutzen.

    • Undine
      25. Januar 2016 15:04

      @Riese35

      So ist es! Leider!

    • Politicus1
      25. Januar 2016 15:22

      Undine: volle Zustimmung zur Behandlung der Siebenbürger Landler nach dem Krieg und bis in die Gegenwart.

    • Undine
      25. Januar 2016 16:17

      Ja, ich finde, man sollte immer wieder einmal an dieses Unrecht erinnern! Die LANDLER wären die einzigen, denen gegenüber Österreich verpflichtet wäre! Das schwere Unrecht, das an den Landlern vor Jahrhunderten begangen worden war, gehört gutgemacht---an dem Elend der übrigen Welt tragen WIR KEINE SCHULD! Wir haben viele, viele Milliarden Restitution geblecht---für die Landler hätte ein winziger Bruchteil, ein paar Millionen bloß, gereicht.

  17. A.K.
    25. Januar 2016 11:16

    Dr. Unterberger schreibt in „Der Verfall auf Wienerisch“ dankenswerter Weise über ein in Wien deutlich zunehmendes Problem am Beispiel der Bezirksvorstehung des 18. Wiener Bezirkes. An anderen öffentlichen Gebäuden ist ähnliches zu beobachten. Am 22. April 2015 zitierte ich nachfolgende Notiz als Kommentar zu seiner damaligen Notiz „Der Finanzrahmen rahmt den Bankrott eines Systems“:
    -------------------------------
    Notiz der Wiener Zeitung vom 21.4.2015 (Seite 14):
    „Glasfassadenteil stürzte auf die Straße“:
    Vom Justizzentrum Wien-Mitte ist Montag (20.04.215) früh ein Glaselement der Fassade aus dem 17. Stock in die Tiefe gestürzt. Das etwa drei bis vier Quadratmeter große Teil beschädigte drei abgestellte PKW. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand. Von den weiteren Fassadenteilen ging offenbar keine Gefahr aus.“
    - Bei diesem Absturz eines Glaselementes hatten viele Menschen Glück im Unglück. Dort ist nämlich nur wenige Meter entfernt ein Fußgängerübergang zum Zentrum Wien Mitte. Gewöhnlich warten unmittelbar an der Aufschlagstelle der türgroßen Glasscheibe mehrere Fußgänger auf die Grünphase der Ampel!
    Dieser „City Tower Vienna“ – seit der Besiedlung im September 2003 Sitz des Handelsgerichtes, des Bezirksgerichtes für Handelssachen und des Bezirksgerichtes Innere Stadt Wien – wurde vom Porr Konzern im Auftrag der Immofinanz AG errichtet.
    Das ehemalige Gerichtsgebäude in der Riemergasse , wo vorher diese Stellen untergebracht waren, steht immer noch unbenützt leer da – ohne herabfallende Glasfassadenteile. Im „City Tower Vienna“ fallen nicht nur Mietkosten laufend an, sondern manchmal auch Fassadenteile herunter...
    --------------------------------
    Inzwischen ist beim 2003 erbauten(!)„City Tower Vienna“ analog zum - in der heutigen Tagebuchnotiz gebrachten - Bild ein sehr stabiles Schutzgerüst für Fußgänger aufgebaut worden. Im Sommer trat nämlich wieder Absturzgefahr durch Glaselemente auf.
    Keine 100m östlich davon gibt es seit mehr als einem Jahr ebenfalls ein solches Schutzgerüst.
    Vielleicht eine Erklärung: Bauarbeiter sind mehrheitlich Fremdarbeiter und werden so von der Stadtverwaltung vor einem Kulturschock bewahrt, wobei gleichzeitig noch Geld für sozalisitsche Anliegen gespart wird.

    • Riese35
      25. Januar 2016 11:51

      *************************!

      Ja, so sehen unsere Fortschritte aus! Aus Bugs werden Features, per definitionem. Man braucht nur den richtigen Wind machen, per Twitter etc.

  18. Josef Maierhofer
    25. Januar 2016 09:45

    Und für noch was hat Wien viel Geld, für den Gemeindebau (samt üppiger Verwaltung) für die Zugewanderten, die man hofieren muss (?).

    Kein armer Wiener, der nicht zugewandert ist, hat eine Chance auf eine Gemeindewohnung, außer er ist bei der 'Baddei', da kann er sie sogar vererben ...

    Das Wiener Sozialsystem ist ähnlich gelagert, erst als ich gemeint habe, dass mein (jüngst verstorbener) 94-Jähriger kein 'Flüchtling' wäre, sondern ein Mensch, der zeit seines Lebens gearbeitet und Steuern bezahlt hat, wurde ihm ein Zuschuss für seinen neuen Durchlauferhitzer genehmigt (den wir dann nicht gebraucht haben, weil er inzwischen verstorben ist).

    Wien ist Lug, Trug und 'Baddei', sonst leider pleite wegen genau dieser 'Baddei' und deren Handlangern.

  19. Bob
    25. Januar 2016 09:43

    Ich muß AU verbessern: ich habe bei meinen Besuch in Prag und Krakau solche Häuser nicht .gesehen

    • El Capitan
      25. Januar 2016 10:20

      Wien schaut in manchen Bezirken aus wie Prag, Budapest und Warschau vor 30 Jahren. Ich war vor 30 Jahren in Ostberlin. Ich habe die Dias hervorgekramt und verblüfft festgestellt, dass man außerhalb des Gürtels, teilweise sogar außerhalb des Rings einen Film über das ehemalige Ostberlin drehen könnte.

      Einen Film über Budapest oder Prag müsste man sogar elektronisch aufmotzen. Die Wiener Gemeinderates sind wirklich ganz schön arm dran.

    • Riese35
      25. Januar 2016 10:23

      Ich kenne in Prag und Krakau auch keine Kampfgelsen / Kampfemanzen, wie sie überall in den österreichischen Regimen von Bund bis Ländern vorkommen.

      Sie treffen mit Ihrer Aussage aber viel mehr ins Schwarze, als man im ersten Anschein glauben mag. Es sind nicht nur die Häuser, es ist auch der typisch österreichische Geist, der sich in diesen Ländern und Städten viel mehr gehalten hat als bei uns: die Einstellungen zu Familie, zu Unternehmertum, zur Geschichte, zur Lebensweise etc.

      Aber nochmals zurück zu den Häusern: ähnliche Konstruktionen findet man leider nicht nur bei alten Häusern, die man verfallen läßt. Zeitgenössische Architekten konstruieren Neubauten, die kaum ein oder zwei Jahre alt sind und ähnliche Konstruktionen aufweisen, weil z.B. Glasplatten locker werden und unkontrolliert herabzufallen drohen. Problem gelöst, indem das Problem einfach zur "Feature" erklärt und über Twitter als "cool" angepriesen wird.

    • El Capitan
      25. Januar 2016 10:24

      Gemeindebauten - nicht Gemeinderat.

      Obwohl ich gestehen muss, dass die Wiener Volksvertretung ... aber lassen wir das.
      Im Fasching sollte man fröhlich sein, was in Zeiten wie diesen einer mentalen Anstrengung bedarf wie eine Fahrt über die Streif.

  20. El Capitan
    25. Januar 2016 09:42

    Aber jetzt geht's richtig los mit dem Wiederaufbau.

    Anlässlich des kommenden Ballereignisses in der Hofburg kommen mit hunderten Bussen internationale Abrissexperten nach Wien, die nicht mit Bagger und Abrissbirne, sondern sehr flexibel mit Pflastersteinen und Molotowcocktails gegen grindige Bausubstanz vorgehen werden. Unterstützt werden die Experten durch einheimische Antifa-Aktionisten.

    Finanziell koordiniert wird alles durch die international anerkannte Finanzexpertin Jeanine Wulz, die bereits im Gastgewerbe auf große Erfolge verweisen kann.

    Alles wird gut. Der große Gspritzte wacht über seine Stadt und dessen Bausubstanz. Wenn man die Bilder von Wien mit den Bildern syrischen Städte vergleicht, steht Wampocity gar nicht so schlecht da.

    • Karl Knaller
      25. Januar 2016 20:40

      Bravo, Capitan! Sie sehen das ganz richtig! **************** VSOP

    • Haider
      25. Januar 2016 23:17

      Einfach super! Danke! Schade nur, daß einem bei ihrer Schilderung der Spaß im Hals stecken bleibt und man dadurch dauernden Brechreiz erleidet.

    • fewe (kein Partner)
      27. Januar 2016 07:43

      Und die WKO bezahlt die Schäden, die verursacht werden - vor Gericht wird von den Gewalttätern wohl wieder niemand kommen. Die bekommen noch einen Orden von Häupl.

      Gute Arbeitsteilung zwischen Rot-Grün und Schwarz. Wir finanzieren uns unseren Terror - in diesem Fall konkret die Akademikerball-Pogrome - selbst über Steuern und Abgaben.

      Sind wir eigentlich noch zu retten, dass wir uns das gefallen lassen?

  21. Cotopaxi
    25. Januar 2016 06:42

    Bei wie vielen Subventionen (etwa für die HOSI und sonstige linke Vorfeldorganisationen) hat die ÖVP im Gemeinderat zugestimmt?

    Ach ja, es gibt auch unbedeutende Organisationen im Dunkstkreis der ÖVP, für die auch ein paar Subventions-Euros abfallen. ;-)

    • ikra
      25. Januar 2016 11:06

      Cotopaxi
      Ihr krankhafter Hass auf die ÖVP und Ihr primitiver Reflex alles auf die
      ÖVP zu schieben, macht mir dieses Forum unerträglich! Leider ist
      vieles zu kritisieren, aber doch nicht so einseitig.

    • Cotopaxi
      25. Januar 2016 11:21

      @ ikra

      Ich kann mich noch erinnern, wie die Wiener Schwarzen gegen die Wiener Blauen gegeifert haben, weil sie u.a. nicht der irrsinnigen Subventionierung des sogenannten "Life-Balls" im Gemeinderat zugestimmt haben.

      Ich sehe an dieser Umfallerpartei und diesem ewigen Anhängsel der SPÖ nichts Lobenswertes.

    • Riese35
      25. Januar 2016 11:57

      @Cotopaxi: Ich kann mich auch noch sehr gut an dieses Ereignis erinnern. Das war ein sehr prägendes Ereignis. So sehr ich mich immer bemühe, nicht einseitig zu sein, werde ich stets von der Realität eingeholt und eines Besseren belehrt.

    • keinVPsuderant
      25. Januar 2016 13:04

      @IKRA,
      @Cotopaxi und @Riese35 sind hier nicht die Einzigen, die glauben, durch tägliches ÖVP-Bashing Wähler in Richtung FPÖ umlenken zu können. Ergebnis, so es gelänge: Nie und nimmer eine Absolute für die FPÖ, aber eine Regierung aus lauter Linken. Blau-Schwarz würde sich nie ausgehen, würde die ÖVP so dezimiert, wie manche sich das wünschen.

    • Riese35
      25. Januar 2016 14:31

      @keinVPsuderant: >> "Blau-Schwarz würde sich nie ausgehen, würde die ÖVP so dezimiert, wie manche sich das wünschen."

      Das sehe ich ganz genau so. Leider passiert das tägliche ÖVP-Bashing und die Umlenkung der Wähler in Richtung FPÖ durch Eigeninitiative der ÖVP ganz von selbst. Zahlreiche Österreicher leiden unter einem sehr ausgeprägten "Kannibalismus", wie es Günther Nenning auszudrücken pflegte..

      Für eine Regierung aus lauter Linken brauchen wir nicht in die Zukunft zu blicken, wir haben bereits jetzt ein zu 100% linkes Regime, dank ÖVP. Schlechter kann es kaum mehr werden. Die SPÖVP tut alles, um eine baldige FPÖ-Absolute zu ermöglichen.

    • Cotopaxi
      25. Januar 2016 15:02

      Es gibt keine Erbpacht auf Wählerstimmen. Den Systemparteien ist es lange gelungen, Wählerstimmen zu kaufen. Aber letzten Endes, muss man sie sich durch seine Politik verdienen. Wofür man sich als Österreicher in der Wahlzelle bei den Schwarzen bedanken sollte, ist mir nicht ersichtlich.
      Bei manchen ist das Wahlverhalten wohl genetisch bedingt, denen ist aber auch nicht mehr zu helfen.

    • keinVPsuderant
      25. Januar 2016 20:22

      @Cotopaxi,
      mein Anliegen ist, dass BLAU/SCHWARZ so stark wird, dass sie den Kanzler stellen können, ich trauere um Schüssels Regierung, und hoffe, dass nach der nächsten Wahl wieder eine Koalition aus BLAU/SCHARZ oder umgekehrt möglich wird.Das geht nur dann, wenn die Fpö weiterhin bei den "Hacklern" (siehe die Arbeiterbezirke in Wien) Zugewinne hat und die Bürgerlichen (siehe Wien) nicht ins grüne Lager oder zu den Nichtwählern wechseln. Da wird die ÖVP viel mehr Profil zeigen müssen, Ansätze dazu sind in letzter Zeit auch von Bundesseite zu erkennen. In den Ländern und Gemeinden ist's ohnehin relativ o.k.

    • keinVPsuderant
      25. Januar 2016 20:52

      "Regime"!@Riese, bitte diesen Begriff nicht soooo verharmlosen. Hätten wir ein solches im eigentlichen Sinn, hätten wir keine Zuwanderer sondern Massenauswanderung der Österreicher!!! Aber Sie sind in diesem Forum nicht der Einzige Verharmloser.In einem Regime - als harmloses Beispiel -wäre Ihnen Ihre Schreibweise/Ausdrucksweise nicht möglich!

    • Haider
      25. Januar 2016 23:31

      Nur ein ganz kleines Detail. Als die ÖVP in Wien noch bemerkbar war, gestand man ihr für ihr schwarzes Stadtfest die halbe Subvention des roten Donauinselfestes zu. Dann tauchten plötzlich die Grünen auf. Jetzt mußten diese ebenfalls für irgendeinen Schabernack subventioniert werden. Da sie mehr Wählerstimmen als die ÖVP hatten, mußten sie - nach Rothaus-Logik - auch mehr bekommen. Und so geschah's. Jetzt haben wir 3 (drei!) Parteien, die sich vom Steuerzahler das "panem et circenses" ihrer Parteigenossen finanzieren lassen. Ist doch klar, daß dann die Verwaltungsgebäude verfallen müssen. Dorthin geht man auch im seltesten Fall freiwillig (außer eine gewisse Bevölkerungsschicht auf's Sozialamt).

    • Pennpatrik
      26. Januar 2016 00:23

      @ikra
      Es werden-so wie ich - ehemalige ÖVP Funktionäre aus der Privatwirtschaft drunter sein (damals noch ÖAAB), die sich verraten vorkommen.
      Die Wut richtet sich nicht gegen die Menschen in der Partei sondern gegen den Verrat.
      Warum sonst bezeichnen wir sie als Verräterpartei.
      Wir glauben, anders als Unterberger, nicht mehr an eine Reformierbarkeit der ÖVP.
      Mein schwarzer Bgm. in Ma.Enzersdorf gendert fleißig. Soll er-aber er ist halt ein Verräter.

    • keinVPsuderant
      26. Januar 2016 06:38

      @Pennpatrik,
      und wie schaut die nächste Regierung aus, die uns von unserem Regime befreit?

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      27. Januar 2016 08:58

      S.g. ikra u. keinVPsuderant, es ist nicht "Haß" auf die ÖVP, wenn man in realiter feststellt, dass die ÖVP der SPÖ bei unzähligen von dieser initiierten gesellschaftsverändernden Aktionen die Mauer gemacht hatte! Wer dies leugnet, lebt außerhalb der politischen Wirklichkeit!
      Würde die ÖVP daran etwas ändern wollen, hätte sie schon längst diese Koalition aufkündigen und mit der FPÖ eine Regierung bilden müssen. Auch wenn Sie dies nicht goutieren sollten, welche konkreten (!) Vorschläge zur Änderung der dztg. staatsgefährdenden Lage haben Sie? Was glauben Sie, wieviel Zeit uns/Ihnen noch bleibt!?
      Die ÖVP als Koalitionär der SPÖ begleitet seit Jahren das garstige politische Spiel der SPÖ und verliert dadurch dramatisch Stammwähler. Ist dieser Umstand für Sie nicht ein Beweis dafür, warum diese fragwürdige politische Schlangenlinie die ÖVP ins politische Nichts führt? Und welchem einst tatsächlich "Wertkonservativen" ÖVPler wollen Sie es verübeln, wenn sich dieser von der ÖVP angefressen der FPÖ zuwendet? Welche realen Alternativen hat er denn? Und grundsätzlich: Wechselwähler werden auch als "das Salz der Demokratie" bezeichnet!
      Und Ihr vermuteter "Haß" richtet sich mAn. weniger gegen die ÖVP als Partei, sondern zielt, wenn überhaupt, auf einige ihrer p.c. Repräsentanten...
      MfG

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      27. Januar 2016 09:14

      keinVPsuderant, ich empfehle Ihnen den Begriff "Regime" zu recherchieren. Diese Staats-(Regierungs-)form ist nicht unbedingt mit "Diktatur" etc. gleichzusetzen. Hätten wir ein "Regime", nämlich eine Regierung, die mit Festigkeit in erster Linie die Interessen der Österreicher im Auge behält, gäbe es die dztg. staatsgefährdende Krise nicht. Aber so läßt diese "Regierung" das Land am Rande des Abgrundes dahintänzeln und wird sich erst dann verabschieden, wenn es heißt rien ne va plus...





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