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Nach den Wahlen kommt es dick

Lesezeit: 6:00

Jetzt nehmen sie ganz offensichtlich keine Rücksicht mehr auf die Wähler. Jetzt stehen österreichweit mehr als zwei Jahre keine Wahlen zu einer Vertretungskörperschaft an (nur die machtpolitisch weniger wichtigen Präsidentenwahlen). Jetzt passieren daher all die bösen Dinge, die man vor den Wahlen nicht einmal angedeutet hat. Vor allem im Gesundheitsbereich kommt da Schlimmes auf uns zu, vor allem in Wien.

So werden in den Pflegwohnhäusern der Gemeinde Wien künftig nur noch halb so viele Ärzte Nachtdienst haben wie bisher. Nämlich genau einer statt zwei. Und auch darüber hinaus müssen Ärzte-Überstunden drastisch eingespart werden.

Dabei geht es wohlgemerkt um Pflegeheime mit Patienten, die in Spitälern nicht mehr weiter behandelt werden, und nicht um Pensionistenwohnhäuser mit noch gesunden Bewohnern. Dabei geht es um Pflegeanstalten mit jeweils mehreren hundert betreuten Menschen. Dort werden künftig immer zu wenig Ärzte vorhanden sein, wenn auch nur zwei der Patienten gleichzeitig akuter   Betreuung bedürfen.

Dort konnten bisweilen auch schon zwei Ärzte unter lebensrettenden Aktions-Stress kommen. Wer dennoch meint, die bisherige Doppelbesetzung wäre überflüssig gewesen, der würde überdies dem Krankenanstaltenverbund (KAV) der Gemeinde grobe Untreue vorwerfen, indem er unnötigerweise zwei Ärzte beschäftigt hat. Das wollen wir doch nicht annehmen.

Jedenfalls wird die schlechtere ärztliche Versorgung in den Pflegeanstalten bewirken, dass manche Patienten dann doch in den besonders teuren Akutbetten in den normalen Spitälern bleiben werden, damit sie ärztlich versorgt werden. Freilich gibt es auch dort eine Verschlechterung der ärztlichen Betreuung. Durch eine Vielzahl von Entwicklungen:

  • infolge der gesetzlichen Verkürzung der Arbeitszeiten;
  • infolge der Reduktion der vom KAV beschäftigten Ärzte;
  • aber auch als Folge des großen Andrangs auf die Ambulanzen.

Dieser Andrang ist wiederum darauf zurückzuführen, dass es zu wenig private Kassenordinationen gibt, dass viele Ärzte von der Kassa nur eingeschränkte Befugnisse bekommen haben, dass sie daher Patienten weiterreichen müssen; dass man an Wochenenden, während Feiertagen oder in der Nacht schon gar keine offenen Ordinationen findet, und dass man bei vielen Kassen-Fachärzten auch sonst keinen Termin bekommt.

Dazu kommt nun auch noch der skandalöse Umstand, dass die Krankenkassen die medizinisch immer häufiger notwendigen und sinnvollen MRT- und CT-Untersuchungen gedeckelt haben, weshalb Patienten – anstelle etwa eines geringen, aber sinnvollen Selbstbehalts – hunderte Euro zahlen müssen. Aber auch bei vielen anderen Therapien und Diagnosen werden die Wartezeiten immer länger.

Noch schlimmer ist aber, dass die Spitäler wachsende Probleme haben, überhaupt genug Ärzte zu finden. Denn diese marschieren derzeit im Eilschritt ins Ausland. Österreich hat in den letzten zwölf Jahren nicht weniger als 7000 Ärzte an andere Länder verloren! Gleichzeitig ist Tatsache, dass ein Viertel der Spitalsärzte in den nächsten zehn Jahren in Pension gehen wird.

Dieser gigantische medizinische Aderlass hat eine Hauptursache: Spitäler wie Krankenkassen zahlen hierzulande den Ärzten deutlich weniger, als die Mediziner etwa in Deutschland verdienen können. Außerdem ist im Ausland die Steuer- und Abgabenbelastung (nicht nur für Ärzte) deutlich geringer.

Damit zeigt sich immer stärker, wie hirnrissig das vor allem von der SPÖ verschuldete österreichische System ist: In Österreich als einem von ganz wenigen Ländern ist das sehr teure Medizinstudium noch immer vollkommen gratis. Dafür fehlt jedoch dann das Geld, um junge Ärzte attraktiv bezahlen und damit im Land halten zu können.

Das unentgeltliche und noch immer sehr gute österreichische Medizinstudium wird von ausländischen Studenten gestürmt. Deren Anteil an der Studentenmenge ist zwar derzeit noch mit 30 Prozent gedeckelt, aber die EU-Kommission wird immer skeptischer, ob denn diese Deckelung durch Österreich dauerhaft EU-kompatibel ist.

Überdies geht auch eine große Zahl österreichischer Medizinabsolventen ins Ausland. Universitätsprofessoren sagen, dass das gerade die talentiertesten Jungärzte tun. Aber auch von den im Land Verbleibenden arbeiten nicht alle lebenslänglich als Arzt. Insbesondere Frauen entscheiden sich dann später oft für die Familie oder für eine bloße Teilzeitbeschäftigung etwa als Betriebsarzt anstelle des Vollzeit-Stressberufs.

Österreichweit sind jetzt schon 300 Arztstellen in Spitälern unbesetzt. Und die Zahl steigt ständig weiter. Zur Abschreckung durch die schlechte Bezahlung kommt auch noch der Umstand, dass Spitalsärzte administrativ zugemüllt werden. Sie müssen nach Erhebungen der Ärztekammer 40 Prozent ihrer Arbeitszeit für Administration und Dokumentation aufwenden. Das sind Tätigkeiten, die eigentlich zu einem Gutteil Sekretariate und Dokumentationsassistenten übernehmen könnten. Wenn es sie denn gäbe. Aber auch die hält der Wiener KAV für überflüssig.

Für die Zukunft noch schlimmer ist, dass durch die neue Arbeitszeit-Limitierung für Ärzte die Fach-Ausbildung der Jungmediziner nach dem Universitätsstudium besonders unter die Räder kommen wird. Für sie haben die ausbildenden Oberärzte und Primarii viel weniger Zeit. Was sowohl Qualität wie Quantität der künftigen Ärzte-Generationen zwangsläufig weiter reduziert.

Manche werden nun meinen, die Gemeinde, in deren Verantwortung die medizinische Versorgung in Wien fällt, habe halt kein Geld. Dass müsse man bei aller Kritik schon berücksichtigen.

Wenn das Rathaus wirklich kein Geld hat, dann ist es freilich umso unverständlicher und provozierender, dass Wien gerade jetzt (eben nach der Wahl) eine ganz neue Förderung für Parteiakademien einführt. Diese Förderung wird zusätzlich zur weiterlaufenden Parteiförderung durch die Stadt Wien bezahlt. Diese ist ohnedies schon die weitaus höchste aller Bundesländer. Laut Berechnung der Neos sind es jährlich 27 Millionen. Daneben gibt es natürlich auch noch die Parteien- und Parteiakademienförderung durch den Bund (die im internationalen Vergleich ebenfalls sehr großzügig ist).

Für die neue Wiener Akademienförderung werden jetzt jährlich zusätzliche 2,3 Millionen ausgegeben. Geld, das man offenbar problemlos hat. Geld, mit dem man bei den Ärztegehältern wenigstens einen wichtigen Anfang setzen könnte.

Natürlich ist es absolut Zufall, dass diese Förderung genau zu jenem Zeitpunkt beschlossen wird, da die SPÖ viel Geld aus der bisherigen Parteienförderung verliert, weil sie bei der Wahl so schlecht abgeschnitten hat . . .

PS: Ehre, wem Ehre gebührt: Die Neos verzichten als offenbar einzige Partei auf das zusätzliche Akademien-Geld. Womit sie sich freilich leichter tun als die anderen Parteien: Haben sie doch schon durch den Einzug in den Gemeinderat ein dickes, eben auch finanzielles Plus erzielt, und nicht wie Rot, Schwarz, Grün ein Minus.

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Dezember 2015 13:04

    OT---aber die PAPST-WORTE zu Weihnachten zum Umgang mit der aktuellen gigantischen moslemischen Völkerwanderung zu hören war etwas befremdend! Da trifft der UNGARISCHE BISCHOF László Kiss-Rigó schon eher den Kern der Sache:

    "Ungarischer Bischof widerspricht Papst: „Das sind keine Flüchtlinge. Das ist eine Invasion!“

    "Papst Franziskus hat es als moralische Pflicht bezeichnet, Flüchtlinge in Europa aufzunehmen. Doch aus Ungarn erhält das Oberhaupt der katholischen Kirche entschiedenen Widerspruch. „Das sind keine Flüchtlinge. Das ist eine Invasion“, sagte László Kiss-Rigó, Bischof von Szeged-Csanád, jener Region im Süden Ungarns, in die in den vergangenen Wochen Zehntausende Menschen aus Syrien und anderen Ländern gekommen waren. „Sie kommen hierher und rufen ‚Allahu Akbar‘. Sie wollen erobern“, sagte der Geistliche der „Washington Post“. Die Leute tarnten sich als Flüchtlinge und bedrohten damit die christlichen Werte. Die Syrer in Ungarn bräuchten jedenfalls keine Hilfe, denn „sie haben Geld“, so der Bischof. Außerdem verhielten sich die meisten Migranten „sehr arrogant und zynisch“.

    Damit liegt Kiss-Rigó auf einer Linie mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán, der sich ebenfalls als Bewahrer christlicher Tugenden in Europa bezeichnete und damit seinen harten Kurs gegenüber Flüchtlingen rechtfertigte.

    „Ich stimme mit dem Ministerpräsidenten völlig überein“, sagte Kiss-Rigó, der vor neun Jahren von Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Szeged-Csanád ernannt worden war. Papst Franziskus habe dagegen keine Ahnung von der tatsächlichen Situation."

    http://www.pi-news.net/2015/09/ungarischer-bischof-widerspricht-papst-das-sind-keine-fluechtlinge-das-ist-eine-invasion/

    (Quelle: Spiegel-Online)

    Bischof László Kiss-Rigó ist der EINZIGE HOHE KLERIKER, der die RICHTIGEN WORTE findet, Worte, die JEDER OBERHIRTE eigentlich selbstverständlich SPRECHEN MÜSSTE!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorhellusier
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Dezember 2015 10:53

    Das Gesundheitssystem in Österreich ist absolut gewerkschaftslastig-sozialistisch alle Positionen in den Verwaltungsebenen sind parteiorientiert -uberproportional
    previlegiert-gesetzlich einzementiert -eben alles aus- und in EINER Hand !-Verstaatlichung ist eine nette Umschreibung dieser Kommunalbetriebe -
    -Privat ist nicht pc,pfui,daher auch fiskalisch verfolgt bis zur Registrierkasse!
    Aber vollkommen demokratisch bis zur realsozialistischen Überversorgung der
    Parteigenossen unter spezieller Förderung der Neuankömmlinge !!Prosit Neujahr

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Dezember 2015 11:24

    Alles Partei, in Wien 'Baddei'.

    Ja, für Partei und Klientel und 'Förderung' und 'verwandte Künstler' und für Vorfeldorganisationen, für Stadtzerstörung durch demonstrierende Linkshorden, für 'Flüchtlinge', etc. da gibt es immer genug Geld, für Sinnvolles leider nicht.

    2/3 der Wiener haben Links gewählt und damit genau das.

    Nur zu, es geht in Richtung Bankrott, nicht nur in der medizinischen Versorgung, sehr wahrscheinlich auch bald in der Finanzierungsversorgung, vom gesellschaftlichen Abstieg auf allen Fronten gar nicht zu reden.

    Danke, linkes Gutmenschent(d)um(m), die Ihr eine Verschlechterung nach der anderen ankündigen werdet müssen ! Ihr seid der Sargnagel Österreichs. Hoffentlich nehmen Euch die Wähler bald jegliche Grundlage für Euren Unfug und Eure Zerstörung, die Ihr anrichtet.

  4. Ausgezeichneter KommentatorSusanne
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Dezember 2015 08:14

    Es stimmt, das österreichische Gesundheitssystem ist vorwiegend durch die linken Machthaber total aus dem Ruder gelaufen. Aber auch die Patienten sind daran nicht unbeteiligt. Denn die Meinung, dass für alles - also eine Vollkaskomentalität - schließlich die Gemeinschaft aufkommen muss, ist falsch.

    Wie wäre es, wenn ...
    ... die Leute vernünftiger leben und sich gesünder ernähren würden?
    ... die Leute bei Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten mehr Selbstbehalt zahlen würden?
    ... die Ärzte weniger Medikamente verschreiben würden?
    ... künftig nicht mehr in jedem Haushalt viele Dutzende angebrochene oder noch originale Medikamentenpackungen - welche nicht verwendet werden - lagern würden?
    ... mehr ältere Leute von den Kindern und Enkelkindern zu Hause gepflegt und versorgt werden?
    ... es wesentlich mehr sog. Patientenverfügungen geben würde, welche dann die oft sinnlose kurze Lebensverlängerung - welche ohnehin keinerlei gute Lebensqualität mehr erbringt - unterbindet? Diese unnötigen Maßnahmen kosten in den letzten Wochen und Monaten der unheilbaren Kranken dem Sozialsystem viele hunderte Millionen.
    ... es künftig viel weniger Pflichtkrankenkassen und deren Wahlfreiheit geben würde?
    ... es künftig bessere Refundierungen bei Wahlarztrechnungen geben würde?
    usw. usw.

    Über die negativen Auswirkungen unseres Gesundheitssystemes könnte man noch lange berichten. Eben habe ich z.B. erfahren, dass in kleineren Krankenhäusern oft Fälle operiert werden, welche gar nicht unbedingt erforderlich sind. Aber man muss ja die vorhandenen Einrichtungen und das Personal "auslasten", sonst fallen diese Abteilungen dem Sparstift zum Opfer.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Dezember 2015 11:00

    Die Regierung der Schulabbrecher und Liegendumfaller geht gegen die Akademiker vor. Zuerst kamen die Lehrer, jetzt sind die Ärzte dran. Alle echten Akademiker, von denen der Staat lebt und nicht umgekehrt, die vom Staat leben, werden niedergemacht.
    Mit Sozialismus alt hat das nichts zu tun.

  6. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Dezember 2015 09:45

    Ärzte sind in den Augen von Ex-Taxifahrern und Ex-Konsulenten doch nur g'studierte Privilegierte.

    Aber im Ernst: Der bürokratische Moloch drangsaliert nicht nur Ärzte. Er bedroht Unternehmer, Uni-Professoren, die kaum noch Zeit für die Forschung haben und er nimmt den Schulen wertvolle pädagogische Zeit weg.

    Wir sind ein Volk von Formularausfüllern und Antragschreibern geworden.

    Dass die SPÖ- Politik mit ihrer kaputten Ideologie nicht nur die Schulen, Universitäten und die Wirtschaft lähmt, hat sich bei der Mehrheit schon herumgesprochen. Jetzt geht es dem Gesundheitssystem an den Kragen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Dezember 2015 12:53

    OT---aber der neueste Kommentar von Werner GROTTE auf ORF-WATCH klingt in meinen Ohren wie (m)ein Hilfeschrei! Wer ist nicht durch dieses unsägliche Gedudel den ganzen Advent hindurch genervt? Da ich aber das Radio nur für das Mittagsjournal aufdrehe---man muß ja schließlich wissen, wie der "Feind" denkt! ;-)---ansonsten mich ausschließlich Radio Swiss Classic anvertraue, bleibt mir erspart, was der ORF zustande bringt.

    Leider gibt es vor diesem WOCHENLANGEN "vorweihnachtlichen Kunstgenuß" beim besten Willen kein Entrinnen: Auf dem Stadtplatz der kleinen Stadt, in der ich lebe, wird vor dem 1. Adventsonntag eine BÜHNE aufgebaut, und von dort aus wird man dank der vielen LAUTSPRECHER richtiggehend weithin VERFOLGT mit der unsäglichsten sogenannten Musik! Nein, unsere Weihnachtslieder sind natürlich verpönt---ich möchte aber auch die schönsten Weihnachtslieder nicht wochenlang anhören müssen!---deshalb ertönt immer wieder "Jingle bells" (englische Weihnachtslieder sind nicht verfemt!) und die übrige Zeit unsagbarer Lärm in meinen Ohren: Man übt sich in KARAOKE-Singen!!!
    Ab und zu werden auch richtige deutsche Weihnachtslieder von einem kleinen Chor vorgetragen---sozusagen ein Zugeständnis an die paar alten Leutchen!

    Ein kleines RINGELSPIEL gibt es auch und eine Punschwolke hängt wochenlang über dem Stadtplatz. Der Punsch wird schweigend genossen, denn zum Unterhalten ist es viel zu laut. Aber man SÄUFT ja schließlich für einen GUTEN ZWECK!

    Der hiesige Weihnachtsmarkt mit Bühne und Karussell erinnert alles in allem eher an einen JAHRMARKT! Der ADVENT, die einst "stillste Zeit im Jahr", hat sich leider zur LAUTESTEN ZEIT im Jahr gewandelt. Schade, sehr schade!

    Werner GROTTE schreibt also:

    "WEIHNACHTSMUSIK-WAHNSINN im Radio

    -Wir haben es fast geschafft: Nach vier Wochen zunehmend unerträglicherer Weihnachtslied-Berieselung auf so ziemlich allen ORF-Programmen, nimmt die stündliche Kontaminierung durch „Last Christmas“ und ähnlichem Kitsch, vor allem im Radio, langsam ab.

    Dabei ist es ja wirklich so, wie es weiland der große, deutsche Philosoph Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, formulierte: Die Dosis macht das Gift. Und die Vorweihnachtszeit mutet mittlerweile leider an wie eine musikalische Sondermülldeponie.

    Kein normal empfindender Mensch hält es aus, wenn innerhalb weniger Wochen gefühlte (oder tatsächliche) 500 Mal jeweils „Feliz navidad“, „Christmas time“, „Wonderful Christmas Time“, „Santa Claus is coming“, „Rudi, the rednose rentier“, "So, this is christmas" und ähnliche Kommerzschlager flächendeckend und nahezu minütlich gespielt werden.

    Selbst große Interpreten wie Elvis Presley, Paul McCartney, John Lennon oder Georg Danzer sind davon nicht ausgenommen: Danzers „Wie woa Weihnachten“ aus dem Jahr 1976 etwa wurde zunächst im Staatsfunk kaum gespielt (weil doch ganz schön systemkritisch, wenn nicht gar subversiv). Seit Danzers Tod jedoch wird das in seiner Botschaft durchaus kontroversielle Werk in den Wochen vor Weihnachten so oft gespielt, dass es selbst eingefleischte Danzeristen nicht mehr hören können, es sei denn, sie schalten ihre Radios rasch um oder aus. Schade darum, um beides.

    Echte, alte Weihnachtslieder, nicht nur Stille Nacht, sondern auch unbekanntere Werke, hört man bestenfalls in Spezialsendungen auf Radio Niederösterreich & Co.

    Dazu kommt, dass in 90 Prozent der hier alljährlich zu Tode gespielten Weihnachtsliedern im Hintergrund ein nerviges und gar nicht zu unserer Tradition passendes Schlittenglocken-Geklingel als Taktmaß erklingt. Mit dem scheppernden Schlitten fährt ja eindeutig nur der amerikanische Kommerz-Weihnachtsmann, den auch eine große US-Getränkemarke gern - samt „Truck“ - in ihren Werbebotschaften unterbringt.

    Unser heimisches Christkind hingegen braucht weder penetrantes Glockengebimmel noch Rauschebärte, HoHoHooo-Rufe oder rote Schwerlaster. Das kommt engelsgleich über Nacht in alle Häuser und legt ganz leise Geschenke unter den Christbaum – sofern man vorher rechtzeitig eine Liste ins Fenster gelegt hat und (vor allem!) brav war.

    Heuer könnte das Christkind aus eigenem Antrieb seinerseits eine Wunschliste im ORF-Zentrum deponiert haben: Bitte, bitte liebe Programmgestalter, spielt die nervigen Weihnachtslieder, wenn es unbedingt sein muss, am Heiligen Abend, und von mir aus auch am Christ- und Stefanitag, im Minutentakt, aber verschont uns davor weitgehend damit. Sonst beginne ich nämlich, Geschenke willkürlich übers Jahr zu verteilen – und fahre im Dezember beinhart auf Urlaub in Gefilde, wo sie normale Musi im Radio spielen, also alles zwischen Hänschen klein bis Smoke on the water. Hobt’s mi?"

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Dezember 2015 10:18

    Nicht zu vergessen die zusätzliche Arbeit der Ärzte wegen der hunderttausenden Flüchtlinge, die ja auch ständig und natürlich gratis ärztlich betreut werden wollen. In diesem Zusammenhang sei auch die Forderung der Volkshilfe und der Diakonie (Chalupka) erwähnt, wonach man für die "unbegleiteten Jugendlichen" nicht nur 120 Euro pro Tag brauche (statt 95 wie bisher), sondern wegen der "Traumatisierung" auch eine ständige Betreuung durch noch viel mehr Psychologen und Psychiater.


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  1. 3.Tenorhorn (kein Partner)
    30. Dezember 2015 12:57

    In der Schnellbahn erzählt ein angehender Arzt seiner Dame vis a vis von seinen Praktika (Erasmus). In Schweden verdient man als Arzt mehr und Überstunden werden penibel verrechnet. In der Schweiz verdient man als Arzt mehr und zahlt weniger Steuern. In Dubai verdient der Arzt das X-fache und zahlt gar keine Steuern. In Österreich ist die Bezahlung mickrig und durch die hohe Steuerbelastung ist das Netto klein. Mehr als die Hälfte der fertigen Ärzte gehen ins Ausland - da kann man sich als junger Mensch etwas schaffen.

    • F.V. (kein Partner)
      30. Dezember 2015 15:06

      Also, Großvater, Vater, meine Brüder und ein Großteil derer Kinder waren/sind Ärzte, und keiner nagte oder nagt am Hungertuch. Im Gegenteil, da sie durchwegs tüchtig sind, war/ist ihr Einkommen mehr als überdurchschnittlich.

      Wen es freilich nach Dubai zieht, der soll sich nicht aufhalten lassen. – Mir wäre allerdings die Zeit zu schade dort auch nur einen bezahlten Urlaub zu machen.

      Das Gejammere von den nach wie vor Privilegierten ist im Vergleich mit den weniger Bevorzugten doch fehl am Platz. Ich kenne kaum einen Manager oder Geschäftsführer in der Wirtschaft, der der einen 8-Stundentag und eine 4 ½ Tagewoche hätte.

  2. Sensenmann
    28. Dezember 2015 23:56

    Ja und? Wo ist das Problem? Wie bestellt - so geliefert! Dafür ist eben Geld für Gender-Blödheiten, Begegnungszonen und Flüchtilanten da. Von Eigenwerbung und Förderung linker Vereine garnicht zu reden!
    Der Wähler hat die Prioritäten gesetzt und bekommt sie nun eben.

    Ganz demokratisch.

    • F.V. (kein Partner)
      29. Dezember 2015 11:50

      Was sagen sie mit ihrem Beitrag? - Einen "Lobgesang" auf die Dämokratie.

      Das es nun einmal so ist, wie sie es treffend beschreiben, fordern manche besonders Kluge "mehr von demselben". Damit wird dann ganz, ganz sicher jedes Problem gelöst.

      Zwar gibt es im UTB kaum einen Kommentar, der nicht die geradezu unzähligen Mißstände immer wieder dokumentiert, aber verblüffenderweise ziehen diese Kritiker kaum je die logische Konsequenz, daß aus einer Mißgeburt hat keine Schönheitskönigin wird.

  3. daLUPO (kein Partner)
    28. Dezember 2015 15:58

    Eigentlich hätte die Legislaturperiode von 4 auf 3 Jahre verkürzt gehört und nicht auf 5 Jahre verlängert.

    Ein System wo man nur alle 5 Jahre eine Korrektur durchführen kann ist zum Scheitern verurteilt. Nicht mal die Parteien selbst machen das für ihre Spitzen.

    Als "verkehrt" könnte man die politische "Arbeit" derzeit gut beschreiben.
    - Kampf gegen die Teuerung -> alles wurde teurer
    - Kampf um jeden Job -> Rekord Arbeitslosigkeit
    - Mit sicherer Hand -> das Land ist unsicher wie nie
    - Durch die Krise -> wir haben eine Dauer Krise

    Das Internet ist bereits ein Teil der Gesellschaft, nur im wichtigen Teil der Verwaltung, der Politik scheinbar nicht - da steht die Pensionierung vor der Reform (erst nach diversen Pensionierung kann eine Reform erfolgen). Schwarz/Blau hat da viel bewegt, seit dem herrscht Stillstand.

    Also, wenn Faymann sagt
    - Uns geht es gut /meint er/ -> der Politik geht es gut, uns dagegen schlecht
    - meistens sagt er das Verkehrte, zwar mit Hüpfen und Betonen, aber halt das Verkehrte

  4. Torres (kein Partner)
    28. Dezember 2015 10:18

    Nicht zu vergessen die zusätzliche Arbeit der Ärzte wegen der hunderttausenden Flüchtlinge, die ja auch ständig und natürlich gratis ärztlich betreut werden wollen. In diesem Zusammenhang sei auch die Forderung der Volkshilfe und der Diakonie (Chalupka) erwähnt, wonach man für die "unbegleiteten Jugendlichen" nicht nur 120 Euro pro Tag brauche (statt 95 wie bisher), sondern wegen der "Traumatisierung" auch eine ständige Betreuung durch noch viel mehr Psychologen und Psychiater.

  5. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      28. Dezember 2015 09:09

      Ich schrieb das schon vor einiger Zeit und fügte nun ein paar Ergänzungen dazu.

      Vermutlich ist es auch mit dem „Gesundheitssystem“ so, daß ein Scheitl allein nicht brennt. D. h. daß es nicht nur die bürokratische Verwaltung ist, die für Probleme und Mißstände verantwortlich ist, sondern auch der Pöbel, der Leistungen in Anspruch nimmt, auch wenn nicht zwingend eine Notwendigkeit dafür besteht.

      Es wundert mich auch die Klage Unterbergers, der doch sonst bei den Renten ob ihrer angeblichen Unfinanzierbarkeit, immer in neo-liberaler Manier deren „Reform“ fordert. D. h. deren drastische Beschneidung – bei steigenden Lebenshaltungskosten. Warum er im Fall des Gesundheitswesens Klage führt, daß man auf Untersuchungen warten und auf „medizinischen Service“ verzichten müsse, als kostete dies nichts, verstehe wer wolle. Wenn dann ausgerechnet die besonders teure Apparate-Medizin – CT, MRT – als Beispiele gebracht werden, ohne die früher auch mit offenbar gleichem Erfolg die Volksgesundheit zu sichern war, ist ein anderes Mirakel.

      Die doppelten Krankenstandstage in Österreich sind ja nicht Ausdruck der größeren Stressbelastung oder schlechteren Arbeitssicherheit, sondern vor allem der Einstellung der „Patienten“: man hat ja die Krankenversicherung bezahlt, daher „konsumiert“ man sie auch.

      Gegenüber der Praxis vor – sagen wir – 50 Jahren, ist der Verwaltungsaufwand ins Unermessliche gestiegen. Von meinem Vater, einem Chirurgen, weiß ich, daß er ab 7.00 im Spital und nach kurzer Morgenbesprechung meist bis 16.00 oder 17.00 ununterbrochen im Operationssaal war, dann schnell noch Visite und relativ wenig Dokumentation/Krankengeschichte. Ambulanzdienst gab es nicht. Die Hilfsdienste beschränkten sich auf Röntgen und Laborbefunde. Mehr gab es nicht.

      Heute wird „volles Programm“ gefahren und jeder Handgriff dokumentiert, meist – so mein Eindruck – aus Gründen der rechtlichen Absicherung, weil sich eingebürgert hat für die eigene Krankheit oder die nicht wunschgemäße Wiederherstellung der „ewigen Jugend“ andere – den Arzt oder das Krankenhaus - verantwortlich zu machen. Dies ist äußerst zeit- und personalaufwendig – und kostet natürlich auch. Und reduziert die Kapazität für die eigentliche Behandlung (= Operationen, spezielle Untersuchungen, ...).

      Ich hatte das „Vergnügen“ zuletzt für einige Wochen im Klinikum der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz zuzubringen. Ein besonders vorzügliches Spital, das seit den Tagen meines Vaters sich bettenmäßig sicher vervierfacht und was die Zahl der Ärzte betrifft bestimmt mindestens verzehnfacht hat. Daneben sind die Ambulanzen aller Fachbereiche täglich (und oft auch nachts) mit Hunderten Patienten überrannt. („Flüchtlinge“ kommen inzwischen gerne nachts, weil sie bemerkt haben, daß man da nicht warten muß.) Es funktionierte dennoch klaglos – wenn auch mit gigantischem Overhead.

      Der Einzugsbereich dieses Klinikums ist derselbe, wie früher und trotz eines eigentlich geringen Zuwachses an Menschen, die hier leben, sind diese (Einwohner-)Zahlen doch relativ stabil geblieben. Dazu gekommen sind nur die ebenfalls erheblich erweiterten Kapazitäten der ehemals kleinen lokalen Krankenhäuser, die man nun gerne wieder zurückzufahren bemüht ist, was aber am Bürgermeister, den Einwohnern dieser Orte und natürlich den im Spital Beschäftigten oft scheitert.

      Da ich nicht weiß, wie man den Grad der Volksgesundheit messen kann, ist es schwierig hier verläßliche Angaben zu machen. Aber ich höre immer wieder, daß die Kinder mehr Defekte haben als zu meiner Jugend und insbesondere, daß offenbar die Krankenstände steigen, wie auch die krankheitsbedingten Frühpensionen. Ergo: der ganze Aufwand und die high-tec-Medizin haben den Zustand der Volksgesundheit nicht wirklich verbessert, die Kosten aber gigantisch erhöht.

      Die Frage ist daher: wie kann man das steuern? Gewiß ist Deckelung individuell ungerecht, wie auch die Zulassung von für eine Region nötiger – teurer – Geräte. Wer sich, zur Optimierung seines Einkommens solche Geräte für die eigene Praxis anschafft, muß natürlich – um sie überhaupt bezahlen zu können – diese auslasten, um JEDEN Preis. Dieses Motiv (neben natürlich dem des medizinischen Fortschritts) ist natürlich auch jenen bekannt, die dafür die Kosten übernehmen sollen. Wird nicht versucht sie zu kontrollieren, steigen die Kosten der Krankenversicherung selbstverständlich.

      Dieses Dilemma würde aber nicht beseitigt, wenn man es dem „Markt“ überließe, und so viele „private“ Versicherungen mit bezahlbaren Prämien gäbe es nicht, auf diese Weise den „Servicegrad“ zu verbessern oder die Wartezeiten auf Null zu senken. – Ich denke, wer hier bessere (und realisierbare) Vorschläge machen könnte, das von Unterberger beklagte Problem ALLGEMEIN zu lösen, der würde offene Türen einrennen. Ich fürchte nur, es scheitert vor allem an der Anspruchs-„Moral“ der Patienten – und den Refudschies, die zu Hunderttausenden bevorzugten Anspruch haben.

      Die Illusion mit einer neuen Medizin-Fakultät in Linz dem angeblichen Ärztemangel beizukommen glaubt sicher nicht einmal der Landes-Pepi. Es ging hier vor allem um ein Denkmal für Seine Herrlichkeit und ein paar eitle Professoren-Funktionäre der JKU. Wollte man denn wirklich die nicht nachbesetzbaren Ordinationen im Mühlvierter z. B. mit einem Arzt versorgen, müßte man diesen vermutlich solche Verträge geben, von denen sie ein angemessenes Leben fristen könnten.

    • Undine
      28. Dezember 2015 16:38

      @F.V.

      Zu allen Punkten meine Zustimmung!

      "Aber ich höre immer wieder, daß die Kinder mehr Defekte haben als zu meiner Jugend..."

      Heute gibt es keine "dummen Kinder" mehr, sondern nur noch "Kinder mit besonderen Bedürfnissen"; Unruhe stiftende Kinder in der Schule sind nicht mehr einfach schlecht erzogen oder haben einen unangenehmen Charakter ---nein, sie sind "krank", sie leiden an ADHS und werden mit RITALIN gedämpft ( Ritalin: Die gefährlichste Droge der Welt!), denn ein Kind darf vom Lehrer heute nicht mehr zurechtgewiesen werden. Daß unter anderem viel zuwenig körperliche Bewegung, ungesunde Ernährung dank der Fertigprodukte und die mangelnde Erziehung im Elternhaus die Ursachen sein könnten weiß man wohl, aber es gibt keinen Aufschrei der Kinderpsychologen!
      Also: Schlechte Charaktereigenschaften gelten heute als Krankheit und werden entsprechend mit Medikamenten behandelt---und die Unmengen an produzierten Psychologen (links gestrickt!) müssen ja auch leben. Die Pharmafirmen jubeln.

      Und zu den "Refudschies, die zu Hunderttausenden bevorzugten Anspruch haben":

      Wenn ein Kind der Invasoren sterben sollte, wären sämtliche Medien eifrig bemüht, daraus endlose Schlagzeilen zu machen und natürlich ganz Ö dafür verantwortlich zu machen.
      Wenn hingegen ein österreichisches Kind an einem sehr gefährlichen, durch einen Säugling aus Sarajewo eingeschleppten hochresistenten Acinetobacter-Keim stirbt, wird die Öffentlichkeit davon nicht unterrichtet.

      So sieht's zur Zeit aus: Die INVASOREN werden den EINHEIMISCHEN VORGEZOGEN---bezahlen tun aber die Einheimischen.

  6. bürgerIn (kein Partner)
    28. Dezember 2015 08:41

    die ärztInnen - eh wurscht für die kav-verantwortlichen roten. die oberschwestern der pflegeheime sind wichtig. vor allem am wahltag. wenn sie die kreuzerln am wahlzettel an der richtigen stellen machen für die dankbaren pflegelinge in den heimen der stadt wien.

  7. parazelsus mit Z (kein Partner)
    28. Dezember 2015 08:20

    Ich kenne die Gemeindespitäler von innen, war dort lange Jahre Oberarzt: für die Gemeindezampanos sind die Ärzte IMMER der "Glassenfeend" gewesen. De Doktan. De glaum se san wos Bessas. Entsprechend ist die Behandlung der Kollegen durch die Gemeindegewaltigen - mehr Arbeit, eh kloa, weniger Marie, weu des san jo eh de Gschtopften.

    Es ist schlimm, aber wir werden es erleben: es wird keine vernünftige Zahl an Ärzten in öffentlichen Krankenhäusern geben. Für jede Konsultation werden wir privat zahlen dürfen. Natürlich nicht die Nomenklatura: die Politiker werden immer wen finden, der sie behandelt und dann entsprechende Entgegenkommen erwartet.

    Die Bevölkerung wird auf der Strecke bleiben!

  8. Knut (kein Partner)
    28. Dezember 2015 07:23

    Laut Dr. Leonard Coldwell (Instinktbasierte Medizin - Wie Sie Ihre Krankheit ...und ihren Arzt überleben) sterben mehr Patienten an den Nebenwirkungen der Medikamente als an Krebs/der eigentlichen Krankheit. Zudem ist die Nebenwirkung einer Chemotherapie Krebs.

    Allerdings ist die organisierte Profitmedizin nicht daran interessiert, billige Naturheilmittel, die man nicht patentieren kann, zu verwenden. Also verbietet man sie, so gut es geht. Das Motto:

    Was bringt den Doktor um sein Brot?

    a) Die Gesundheit
    b) Der Tod

    Drum hält der Arzt, auf dass er lebe,
    uns zwischen beidem in der Schwebe

    Aus meiner Sicht ist das Medizinstudium nicht nur vollkommen gratis, sondern auch noch umso

  9. fewe (kein Partner)
    28. Dezember 2015 02:18

    Gibt es eigentlich schon eine Studie über die Tragfähigkeit der Laternen am Ring? In der Geschichte geht es jedenfalls oft so aus und ich denke, der Geduldsfaden der Österreicher ist zwar sehr elastisch, aber schon knapp vor dem Reißen.

    Ich glaube nicht, dass die Regeirung noch länger als ein halbes Jahr Zeit hat, auf eine Politik für Österreich umzuschwenken. Dass die noch zwei Jahre lang dieses Zerstörungswerk fortsetzen halte ich für ziemlich unwahrschenlich. Aber wenn, dann ist Österreich irreversibel zerstört und es ist dann egal, welche Regierung danach kommt.

    Sofern dann überhaupt noch Wahlen stattfinden. Sie könnten ja die Legislaturperiode auf 50 Jahre erweitern. Ist ja billiger.

  10. Undine
    26. Dezember 2015 20:30

    OT---aber so ändern sich die Zeiten! Mein Vater wurde am 26. 12. 1899 geboren. Er erzählte mir, daß er ---ein Nachzügler---als einziges unter den Geschwistern seine Eltern nicht mit "Sie", sondern mit "Du" anreden durfte.

    Heute passiert es mir immer öfter, daß ich von mir völlig Unbekannten GEDUZT werde---zumeist bei Marktstandeln, aber auch von jungen Leuten, die einem in der Stadt irgendetwas andrehen wollen oder etwa die Greenpeace-ler oder die Leute von Amnesty International. Ich finde das eine FRECHHEIT sondergleichen und ein Zeichen dafür, daß sehr viele Jugendliche einfach keine Kinderstube haben.
    Mein jetzt 14-jähriger Enkel mußte in der VS seine Lehrerin DUZEN und wußte nur, daß sie Susi hieß.

    Vermutlich wird es uns aber gehen wie den Schweden oder den Isländern bereits vor etwa 40 Jahren: Dort sind ALLE PER DU! Ich hasse diese DISTANZLOSIGKEIT!

    • Gandalf
      26. Dezember 2015 23:15

      @ Undine:
      Ja, Distanzlosigkeit ist leider eine der unerfreulichsten Erscheinungen unserer Zeit. Das beginnt damit, dass die Leute auf der Strasse (jedenfalls in Wien) nicht den der abendländischen Höflichkeit entsprechenden Respektabstand halten, sondern dem vor ihnen gehenden Passanten "im Genick" gehen und dabei meist noch laut telefonieren - oft, und dann wird's wirklich unappetitlich bis unerträglich, auf türkisch oder sonstwie unzivilisiert. Weiter geht es dann mit den von Ihnen erwähnten schlecht erzogenen jungen "Aktivisten" von Green-irgendwas, Global-irgenwas oder den NEOS, die einen unverschämt per du anreden und endet - vorläufig - eben bei der verblödeten Gleichmacherei in den Schulen. Und mit Entsetzen habe ich vor kurzem von einem hispanophilen Bekannten gehört, dass auch in Spanien die höfliche Anrede "usted", also das "Sie", im Alltag immer mehr dem egalitären "du", wie immer das auch auf Spanisch heissen mag, weichen muss: Das Produkt einer (viel zu langen) sozialistischen Regierung; und so wie's aussieht, wird es ja in naher Zukunft kaum besser...

    • Du Du Du (kein Partner)
      28. Dezember 2015 05:47

      Na da zeigt sich wieder einmal die AHNUNGSLOSIGKEIT der Undine. Das DU ist nicht grundsätzlich ein Zeichen von DISTANZLOSIGKEIT, gerade das kann man an den skandinavischen Ländern sehr gut sehen. Distanz lässt sich in der INTERAKTION auf verschiedene Arten regulieren und hängt keineswegs an der ANREDE. Sonst wäre ja jeder SPENDENKEILER der mich mit DU anspricht und ein "Verschwind" ALS Antwort bekommt mein Freund, SCHLIESSLICH duzen wir uns JA. Dem ist natürlich nicht SO.

      Gerade deswegen ist aber auch der gleichmacherische Aspekt des DU ein leeres Versprechen, insofern ist mir das GEDUZE ziemlich wurscht. Oder um es mit den Worten eines großen konservativen Denkers des 20. Jahrhunderts zu formulieren:"Scheiß dir net an".

    • fewe (kein Partner)
      28. Dezember 2015 06:11

      @Du Du Du: Sie haben schon recht, dass das Du-Wort mittlerweile keine Bedeutung von besonderer Nähe hat. Aber in Österreich ist es so. Egal, wie es in Schweden ist.

      Hier ist es üblich einander zu Siezen, in anderen Foren oder Blogs, sich zu Duzen. Daran hält man sich halt und Abweichen davon gilt als unpassend oder unhöflich, genauso wie man nicht im Frack zum Heurigen geht.

      Das hatten Ihnen aber sicher auch schon einmal Ihre Eltern beigebracht.

    • Nietzsche (kein Partner)
      28. Dezember 2015 08:19

      Liebe Frau Undine, da hat ihr Enkel ja noch Glück gehabt. Jetzt würde er schon alles über die sexuelle Orientierung seiner VS-Lehrerin erfahren, ob er will oder nicht.

    • Nietzsche (kein Partner)
      28. Dezember 2015 08:30

      Ich entschuldige mich. Es sollte natürlich "Ihr" heißen.

    • pro veritate (kein Partner)
      28. Dezember 2015 09:51

      Eines meiner Prinzipien mit Menschen ist (ebenfalls) die "gesunde Distanz". Ohne darüber weiter philosophieren zu wollen, möchte ich nur festhalten, dass viel Streit, Neid und Maßlosigkeit verschiedener Art vermieden werden kann, wenn man diese Maxime beachtet (vom "alten" Begriff "Respekt" ganz abgesehen).
      Ich kann fast nicht glauben, dass der Papst punkto "Qualität" eines Großteils der Flüchtlinge, die nach Europa strömen, völlig ahnungslos ist. Vielmehr meine ich zu erkennen, dass er nicht nur bezüglich dieses Themas eine problematische Rolle spielt. Der Rücktritt seines Vorgängers hatte unter Garantie nicht (nur) mit gesundheitlichen Problemen zu tun. Dazu fällt mir eher ein: "Ich weiche der Gewalt. Gott schütze Seine Kirche!" - Ich möchte nicht behaupten, dass der gegenwärtige Pontifex mit Absicht "One-World"-Bestrebungen mitverfolgt, aber objektiv scheint er tatsächlich - zumindest in manchen Punkten - auf dieser Linie zu agieren.

    • Dutteruttutu (kein Partner)
      31. Dezember 2015 10:46

      @ Du Du Du: Wie ich einst in die Mittelschule gegangen bin, hat einer meiner Mitschüler die Angewohnheit gehabt, auf eine unerwünschte "Du"-Ansprache mit der Frage zu reagieren: "Sag, haben wir einmal miteinander über d'Mauer g'schissen, dass d' me mit "Du" anredst?"

      Bei speziellen Gesprächspartnern ist das auch heute noch eine ganz praktische Reaktion. Ich hasse es, von irgendwem geduzt zu werden, den ich nicht kenne - in anderen Teilen der Welt mag das gängig sein, ich kenne die Welt, aber hier ist es das nicht.

  11. HDW
    26. Dezember 2015 20:27

    Es stimmt natürlich, dass das System der Trägerkassen weitgehend eine Domäne der Gewerkschaften, also der Betriebsräte, also der Sowjetrepublik ist. Aber die jüngsten Gemeinheiten kommen vom "wertkonservativen" ÖVP Wunderwuzzi Schelling: Mystery shopping mit falschen Patienten und falschen e-cards in der Kassenordination und Zwang zur Registrierkasse in den Ordinationen der Wahlärzte!

    • fewe (kein Partner)
      28. Dezember 2015 06:21

      Der gute alte Blockwart wird halt wiederbelebt. So ist das halt in einem sozialistischen System.

      Es ist eine ganz großartige Idee, Ärzte niederzumachen. Die sind ja ganz unwichtig in einem Staat. Nicht einmal Hitler war so blöd.

      Verehrt und hochgehalten werden in Österreich die Analphabeten als Leistungsträger der Zukunft. Die einzigen, mit denen sich die Leute in der Regierung identifizieren können. Die einen machen Kreuze alle paar Jahre an der richtigen Stelle, die anderen zeigen auf auf Kommando.

    • Nietzsche (kein Partner)
      28. Dezember 2015 08:33

      Aus irgendeinem mir nicht bekannten Grund hassen Sozen Ärzte, gefühlt mehr als alle anderen Klassenfeinde. Menschen werden halt krank, egal, ob man die "G'Stopften" bis aufs Existenzminimum besteuert oder nicht. Eine Berufsgruppe, die man nicht wegreformieren kann. Oder so.

  12. Nemo
    26. Dezember 2015 13:39

    Es ist ja ganz schön, dass sich Dr Unterberger über das Ärzteproblem Sorgen macht, aber genau genommen wäre das das Problem der Ärzte und deren Interessenvertreter, und die alle sollten da gefordert sein.
    Ein weiterer negativer Umstand ist der progressive Vormarsch der "Patientenvertreter" und "Patienten-Anwälte" mit ihren - wie in den US - winkenden Schadenersatzzahlungen, die die Ärzte zwingt alles zu "dokumentieren anstatt die Patienten zu kurieren"!

    • Brigitte Imb
      27. Dezember 2015 00:58

      Die Ärzte versuchen sehrwohl gegen all diese Schikanen und gegen alle möglichen Mißstände anzukämpfen, die meist von der Politik verschuldet sind, nur haben sie leider keine Chance gegen politischen Unwillen.

      Mein Mann ist etwa 15 Jahre für die ÄK "gelaufen", klarerweise in seiner Freizeit und ohne Bezahlung (lediglich Spesen wie z.B. Benzinkosten wurden erstattet), denn nur die Präsidenten u. Kurienobmänner werden bezahlt. (Die NÖÄK hat meinen Mann zudem noch wegen eines minimalen Formfehlers um mehr als 10 000€ gelinkt. Also außer Spesen nichts gewesen.)

      Pröll hat einem NÖ ÄK Präsidenten einfach einmal gesagt daß die Ärzteschaft nicht einmal ein Mandat ausmachen würde und dementsprechend uninteressant ist.

      Die Ärzte können "Purzelbäume" schlagen soviel sie wollen, wenn die Politik nicht will.
      Lediglich Streik fürchtet die Politik, denn da würde das Volk aufbegehren und ev. doch zuviele Wählerstimmen schwinden.

      Die Ärzte sind der Politik ein riesen Dorn im Auge. Erstens kennen sich diese Polittölpel mit der Materie NULL aus und Ärzte sind nicht so einfach politisch zu erschaffen und zweitens gibt es die Gruppe der Freiberufler, die sich nicht so vereinnahmen läßt wie es der Politik genehm wäre. Es ist der Politik also NOCH nicht gelungen diesen Zweig ganz zu kassieren, das stört natürlich ungemein und daher wird von Seiten der Politik ALLES versucht um die Gruppe mürbe zu machen.

      Ach Gott, ich könnte Ihnen tagelang skurrile Zustände schildern, die einzig und allein durch politische Dummheit und Ignoranz entstanden sind und tägl. weiter geschehen.
      Und bitte glauben Sie mir, die Patienten sind der Politik völlig egal. Was zählt ist der Kostenfaktor und natürlich die Wählerstimme.

    • Nemo
      27. Dezember 2015 18:39

      @Brigitte Imb:
      Ihr Kommentar ist sehr relevant, zeigt er doch deutlich, dass die Ärzteschaft nicht die einflussreiche Vertretung hat, die sie eigentlich benötigt und verdient, zumal hinter ihr doch die riesige Zahl der Patienten stehen sollte.

      Ich gebe zu, mein Kommentar ist - bewusst - provokant.
      Eine effektive Ärztevertretung ist bestimmt eine schwierige Aufgabe, und sollte sicherlich keine schlecht dotierte Freizeitaufgabe sein in Anbetracht der "polymorphen" Zusammensetzung der Ärzteschaft und den wirklich oft komplizierten Problemen.
      Ich bin der Meinung, dass auf diesem Gebiet Reformbedarf besteht zum Wohl der Patienten und Ärzte. Leicht gesagt, schwer getan, aber wäre doch nötig!

    • Brigitte Imb
      27. Dezember 2015 22:19

      @Nemo,

      mit der ""polymorphen" Zusammensetzung der Ärzteschaft" treffen Sie den Nagel auf dem Kopf. Da ist leider "der Hund begraben" und damit spielt die Politik eine Gruppe gegen die andere aus.

      Seit beinahe 30 Jahren erkläre ich meinem "Geliebten", daß sie - die Ärzte - gefälligst ihren Berufsstand, od. besser gesagt ihre 'Berufung', besser vertreten bzw. schützen sollen und daß dabei JEDER und vor allem die älteren entsprechend ein- u. auftreten sollten. Sie wären sehr wohl in der Lage die Politik am Nasenring vorzuführen, aber wahrscheinlich schlottern da (auch in den div. ärztekämmerlichen Politbüros) die Knie vor dem Desavouierungsslogan "Götter in Weiß". Diese Negativbeschreibung trifft auf die wenigsten zu, die meisten sind "Arbeitstiere", die sich vor lauter Ethik und Noblesse ihrem "Schicksal" ergeben. Eine Wr. Praktikerin erzählte mir vor Jahren, daß ihr 1600€ netto/mon/12 mal übrigbleiben, ihr Mann als Nichtakademiker bei den Stadtwerken einige Hundert mehr bekommt. Als DKS war mein Gehalt vor 25 Jahren schon höher.

      Bitte wo soll da noch Motivation und Enthusiasmus aufrechterhalten bleiben, nach den doch relativ großen Strapazen dch. das Med. Studium und der bei Berufsausübung damit verbunden Verantwortung. Mir fehlt die Verhältnismäßigkeit. Usw., usf.,..

      Meine Zusammenfassung solcher (Endlos)Gespräche enden immer mit dem simplen Satz "Sollen doch die Politiker die Patienten behandeln...".

      Sicher ist Ihnen das Sprichwort von den "drei Bauern unter einen Hut zu bringen...." bekannt, bei den "Medici" ist es um keinen Deut besser. Außer die allgemeine Not wird ins Unerträgliche strapaziert........, aber das dauert meist sehr lange bis dieser zähe Berufsstand "reagiert".

      Konklusion: Weniger , sehr viel weniger Politik und Reglementierungen.

    • Undine
      27. Dezember 2015 22:43

      @Brigitte Imb

      BRAVO, BRAVISSIMO!

    • F.V. (kein Partner)
      31. Dezember 2015 19:14

      Vor wenigen Tagen berichtet mein Provinzblatt, daß der ehemalige ärztliche Leiter des Linzer UKH wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu mehr als 2 Jahren unbedingt verurteilt wurde. Die Betrugssumme wurde von fast 800.000 auf ca. 450.000 ermäßigt. Daher das milde Urteil.

      Daß dieser Betrug überhaupt möglich ist, liegt daran, daß Primarii das Privileg haben bei zusatzversicherten Patienten privat zu liquidieren. Früher ging das zu 100% in die Taschen der Primarärzte. Von meinem Vater weiß ich noch, daß das „Privathonorar“ selbst jener „Privat-Patienten“, die er während des Urlaubs des Primars operierte, die ergo dieser zu keinem Zeitpunkt überhaupt gesehen hatte, zu 100% vom Primar alleine kassiert wurde. Irgendwann kapierten es die Spitalserhalter, Ober- und Assistenzärzte und auch die OP-Schwestern, daß es ohne sie nicht ginge hier „Spitzen-Medizin“ abzuliefern. Also mußten sie – unter erheblichem Druck – von diesem Sondereinkommen etwas abgeben.

      Als in OÖ die Ärztehonorare für Spitalsärzte neu verhandelt wurden, blieb immer noch der Löwenanteil der Honorare Zusatzversicherter bei den Privilegierten; etwas mehr als vordem mußten sie abgeben, aber m.A. noch immer nicht ausgewogen. Von der ÄK also Reformen zu erwarten ist so wahrscheinlich, wie aus einem Bock einen Gärtner zu machen.

      Das ist die eine Seite der Medaille, die andere, daß die Patienten von den USA gelernt haben und nun schnell mit Anwalt und Gericht vermeintliche Kunstfehler einklagen. Also das G´sindl auf dieser Seite der Medaille wird auch immer zahlreicher.

      Amüsiert hatte mich vor einiger Zeit eine „Society-Lady“, also eine dumme Kuh, deren Schönheitsoperation schief ging. Sie blieb so hässlich wie sie wohl vorher schon war und hatte zusätzlich Schmerzen oder dgl. Ja, wer nicht alt werden kann, macht halt auch seine Erfahrungen.

  13. Undine
    26. Dezember 2015 13:04

    OT---aber die PAPST-WORTE zu Weihnachten zum Umgang mit der aktuellen gigantischen moslemischen Völkerwanderung zu hören war etwas befremdend! Da trifft der UNGARISCHE BISCHOF László Kiss-Rigó schon eher den Kern der Sache:

    "Ungarischer Bischof widerspricht Papst: „Das sind keine Flüchtlinge. Das ist eine Invasion!“

    "Papst Franziskus hat es als moralische Pflicht bezeichnet, Flüchtlinge in Europa aufzunehmen. Doch aus Ungarn erhält das Oberhaupt der katholischen Kirche entschiedenen Widerspruch. „Das sind keine Flüchtlinge. Das ist eine Invasion“, sagte László Kiss-Rigó, Bischof von Szeged-Csanád, jener Region im Süden Ungarns, in die in den vergangenen Wochen Zehntausende Menschen aus Syrien und anderen Ländern gekommen waren. „Sie kommen hierher und rufen ‚Allahu Akbar‘. Sie wollen erobern“, sagte der Geistliche der „Washington Post“. Die Leute tarnten sich als Flüchtlinge und bedrohten damit die christlichen Werte. Die Syrer in Ungarn bräuchten jedenfalls keine Hilfe, denn „sie haben Geld“, so der Bischof. Außerdem verhielten sich die meisten Migranten „sehr arrogant und zynisch“.

    Damit liegt Kiss-Rigó auf einer Linie mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán, der sich ebenfalls als Bewahrer christlicher Tugenden in Europa bezeichnete und damit seinen harten Kurs gegenüber Flüchtlingen rechtfertigte.

    „Ich stimme mit dem Ministerpräsidenten völlig überein“, sagte Kiss-Rigó, der vor neun Jahren von Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Szeged-Csanád ernannt worden war. Papst Franziskus habe dagegen keine Ahnung von der tatsächlichen Situation."

    http://www.pi-news.net/2015/09/ungarischer-bischof-widerspricht-papst-das-sind-keine-fluechtlinge-das-ist-eine-invasion/

    (Quelle: Spiegel-Online)

    Bischof László Kiss-Rigó ist der EINZIGE HOHE KLERIKER, der die RICHTIGEN WORTE findet, Worte, die JEDER OBERHIRTE eigentlich selbstverständlich SPRECHEN MÜSSTE!

  14. Undine
    26. Dezember 2015 12:53

    OT---aber der neueste Kommentar von Werner GROTTE auf ORF-WATCH klingt in meinen Ohren wie (m)ein Hilfeschrei! Wer ist nicht durch dieses unsägliche Gedudel den ganzen Advent hindurch genervt? Da ich aber das Radio nur für das Mittagsjournal aufdrehe---man muß ja schließlich wissen, wie der "Feind" denkt! ;-)---ansonsten mich ausschließlich Radio Swiss Classic anvertraue, bleibt mir erspart, was der ORF zustande bringt.

    Leider gibt es vor diesem WOCHENLANGEN "vorweihnachtlichen Kunstgenuß" beim besten Willen kein Entrinnen: Auf dem Stadtplatz der kleinen Stadt, in der ich lebe, wird vor dem 1. Adventsonntag eine BÜHNE aufgebaut, und von dort aus wird man dank der vielen LAUTSPRECHER richtiggehend weithin VERFOLGT mit der unsäglichsten sogenannten Musik! Nein, unsere Weihnachtslieder sind natürlich verpönt---ich möchte aber auch die schönsten Weihnachtslieder nicht wochenlang anhören müssen!---deshalb ertönt immer wieder "Jingle bells" (englische Weihnachtslieder sind nicht verfemt!) und die übrige Zeit unsagbarer Lärm in meinen Ohren: Man übt sich in KARAOKE-Singen!!!
    Ab und zu werden auch richtige deutsche Weihnachtslieder von einem kleinen Chor vorgetragen---sozusagen ein Zugeständnis an die paar alten Leutchen!

    Ein kleines RINGELSPIEL gibt es auch und eine Punschwolke hängt wochenlang über dem Stadtplatz. Der Punsch wird schweigend genossen, denn zum Unterhalten ist es viel zu laut. Aber man SÄUFT ja schließlich für einen GUTEN ZWECK!

    Der hiesige Weihnachtsmarkt mit Bühne und Karussell erinnert alles in allem eher an einen JAHRMARKT! Der ADVENT, die einst "stillste Zeit im Jahr", hat sich leider zur LAUTESTEN ZEIT im Jahr gewandelt. Schade, sehr schade!

    Werner GROTTE schreibt also:

    "WEIHNACHTSMUSIK-WAHNSINN im Radio

    -Wir haben es fast geschafft: Nach vier Wochen zunehmend unerträglicherer Weihnachtslied-Berieselung auf so ziemlich allen ORF-Programmen, nimmt die stündliche Kontaminierung durch „Last Christmas“ und ähnlichem Kitsch, vor allem im Radio, langsam ab.

    Dabei ist es ja wirklich so, wie es weiland der große, deutsche Philosoph Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, formulierte: Die Dosis macht das Gift. Und die Vorweihnachtszeit mutet mittlerweile leider an wie eine musikalische Sondermülldeponie.

    Kein normal empfindender Mensch hält es aus, wenn innerhalb weniger Wochen gefühlte (oder tatsächliche) 500 Mal jeweils „Feliz navidad“, „Christmas time“, „Wonderful Christmas Time“, „Santa Claus is coming“, „Rudi, the rednose rentier“, "So, this is christmas" und ähnliche Kommerzschlager flächendeckend und nahezu minütlich gespielt werden.

    Selbst große Interpreten wie Elvis Presley, Paul McCartney, John Lennon oder Georg Danzer sind davon nicht ausgenommen: Danzers „Wie woa Weihnachten“ aus dem Jahr 1976 etwa wurde zunächst im Staatsfunk kaum gespielt (weil doch ganz schön systemkritisch, wenn nicht gar subversiv). Seit Danzers Tod jedoch wird das in seiner Botschaft durchaus kontroversielle Werk in den Wochen vor Weihnachten so oft gespielt, dass es selbst eingefleischte Danzeristen nicht mehr hören können, es sei denn, sie schalten ihre Radios rasch um oder aus. Schade darum, um beides.

    Echte, alte Weihnachtslieder, nicht nur Stille Nacht, sondern auch unbekanntere Werke, hört man bestenfalls in Spezialsendungen auf Radio Niederösterreich & Co.

    Dazu kommt, dass in 90 Prozent der hier alljährlich zu Tode gespielten Weihnachtsliedern im Hintergrund ein nerviges und gar nicht zu unserer Tradition passendes Schlittenglocken-Geklingel als Taktmaß erklingt. Mit dem scheppernden Schlitten fährt ja eindeutig nur der amerikanische Kommerz-Weihnachtsmann, den auch eine große US-Getränkemarke gern - samt „Truck“ - in ihren Werbebotschaften unterbringt.

    Unser heimisches Christkind hingegen braucht weder penetrantes Glockengebimmel noch Rauschebärte, HoHoHooo-Rufe oder rote Schwerlaster. Das kommt engelsgleich über Nacht in alle Häuser und legt ganz leise Geschenke unter den Christbaum – sofern man vorher rechtzeitig eine Liste ins Fenster gelegt hat und (vor allem!) brav war.

    Heuer könnte das Christkind aus eigenem Antrieb seinerseits eine Wunschliste im ORF-Zentrum deponiert haben: Bitte, bitte liebe Programmgestalter, spielt die nervigen Weihnachtslieder, wenn es unbedingt sein muss, am Heiligen Abend, und von mir aus auch am Christ- und Stefanitag, im Minutentakt, aber verschont uns davor weitgehend damit. Sonst beginne ich nämlich, Geschenke willkürlich übers Jahr zu verteilen – und fahre im Dezember beinhart auf Urlaub in Gefilde, wo sie normale Musi im Radio spielen, also alles zwischen Hänschen klein bis Smoke on the water. Hobt’s mi?"

    • Karl Rinnhofer
      26. Dezember 2015 15:42

      @ Undine ********
      In allen Punkten volle Zustimmung!

    • Pennpatrik
      26. Dezember 2015 16:39

      Sie wissen, woran man Proleten erkennt?
      Man hört sie!

    • riri
      26. Dezember 2015 17:24

      Und wozu dient diese penetrante Berieselung im ORF Gutmenschenradio?

      Zur größtmöglichen Öffnung der Spenden-Geldbörseln. Für notleidende Menschen
      die in Österreich leben (ORF-Sprecher), nicht für Österreicher.

    • Wyatt
      26. Dezember 2015 19:16

      http://www.radioswissclassic.ch/de

      ....selber schuld wer den ORF sich antut, das war am 24. zwischen 9 und 10 Uhr auf "swissclassic" zu hören:

      09:21 Felix Mendelssohn-Bartholdy
      Capricccio brillant h-moll op. 22 für Klavier und Orchester
      09:32 Amoretti. Arias by Mozart, Gluck, Grétry. Christiane Karg, Arcangelo,
      "Au bien suprème" aus der Oper "Lucile"
      09:36 Georg Philip Telemann: Tafelmusik. Auszüge. Virtuosi Saxoniae, Ludwig Güttler
      Georg Philipp Telemann
      Air (Tempo giusto) aus der Tafelmusik D-Dur
      09:43 Duo Joncol, Carles Guisado & Britta Schmitt: "Blau Mar". de Falla, Granados, Gasull, Bellinati, Brouwer, Gismonti
      Enrique Granados
      "Mazurka" aus "Escenas romanticas" (CH)
      09:47 Vivaldi: The four seasons, La tempesta di mare, Il piacere. I Musici, Mariana Sirbu
      Antonio Vivaldi
      Concerto grosso C-Dur op. 8 Nr. 6 "Il Piacere"
      09:56 William Youn plays Mozart Sonatas. Sonatas KV 282, KV 310, KV 330 und KV 570
      Wolfgang Amadeus Mozart

    • Susanne
      26. Dezember 2015 21:12

      @Wyatt:
      Radio Swiss Classic gehört zu meinen Lieblingssendern.
      Wenn man eine Sat-Schüssel mit LNB 13 Grad-Ost (kann sehr einfach zu einer üblichen 19-Grad-Astra-Schüssel dazugeschaltet werden, zusätzlich DiSEqC-Relais erforderlich) verwendet, der kann dies auch über die Stereoanlage bzw. den Stero-TV-Empfänger hören. Es gibt dort auch einen zweiten Kanal, welcher fast zeitgleich die selben Musikstücke mit französischer Ansage ausstrahlt.

    • franz-josef
      27. Dezember 2015 01:02

      @pennpatrik
      *******************

      ja. so ist es. ich fürchte nach der vorjährigen Erfahrung an meinem neuen Wohnort zum ersten Mal den kommenden Silvester - die visavis Wohnenden( und mindestgesichert BMW Fahrenden )pflegen unglaublich laute Böller-Kracher in unglaublicher Stückzahl auf die Straße zu werfen, gleich vorm Haus. Die Fensterscheiben und Tassen im Regal klirren. Von etwa 22 h bis etwa 1 h.
      Und der Hund war letztes Jahr zwei Wochen lang nach diesem Exzeß stocktaub. Wie es den feinhörigen Katzen und Pferden ging, läßt sich leicht erahnen.Einsperren der Tiere schützt vor diesem Wahnsinnskrach leider gar nicht, er ist einfach zu laut - wie Kanonendonner.
      Leider ist gegen das Gesindel kein Kraut gewachsen, ein Polizeieinsatz würde nur augenblicklich etwas bringen, für die weitere Zukunft die Situation aber definitiv schwieriger machen. Wär ich noch jung und kräftig, wüßt ich mir schon zu helfen.

      Lärmend - lärmender - Proleten.

    • Undine
      27. Dezember 2015 11:09

      @Wyatt

      Mein Sohn hat mir auf dem iPhon und dem iPad Radio Swiss Classic installiert, und so kann ich mich, mit den winzigen Kopfhörern in den Ohren, das iPhon umgehängt, klassische Musik genießend, in der ganzen Wohnung frei bewegen; auch beim Spazierengehen funktioniert es bestens.

  15. Josef Maierhofer
    26. Dezember 2015 11:24

    Alles Partei, in Wien 'Baddei'.

    Ja, für Partei und Klientel und 'Förderung' und 'verwandte Künstler' und für Vorfeldorganisationen, für Stadtzerstörung durch demonstrierende Linkshorden, für 'Flüchtlinge', etc. da gibt es immer genug Geld, für Sinnvolles leider nicht.

    2/3 der Wiener haben Links gewählt und damit genau das.

    Nur zu, es geht in Richtung Bankrott, nicht nur in der medizinischen Versorgung, sehr wahrscheinlich auch bald in der Finanzierungsversorgung, vom gesellschaftlichen Abstieg auf allen Fronten gar nicht zu reden.

    Danke, linkes Gutmenschent(d)um(m), die Ihr eine Verschlechterung nach der anderen ankündigen werdet müssen ! Ihr seid der Sargnagel Österreichs. Hoffentlich nehmen Euch die Wähler bald jegliche Grundlage für Euren Unfug und Eure Zerstörung, die Ihr anrichtet.

  16. Pennpatrik
    26. Dezember 2015 11:01

    Ein Bekannter von mir ist gerade in die Schweiz gegangen.
    Dort vergolden sie ihm den Hintern ...

  17. socrates
    26. Dezember 2015 11:00

    Die Regierung der Schulabbrecher und Liegendumfaller geht gegen die Akademiker vor. Zuerst kamen die Lehrer, jetzt sind die Ärzte dran. Alle echten Akademiker, von denen der Staat lebt und nicht umgekehrt, die vom Staat leben, werden niedergemacht.
    Mit Sozialismus alt hat das nichts zu tun.

  18. hellusier
    26. Dezember 2015 10:53

    Das Gesundheitssystem in Österreich ist absolut gewerkschaftslastig-sozialistisch alle Positionen in den Verwaltungsebenen sind parteiorientiert -uberproportional
    previlegiert-gesetzlich einzementiert -eben alles aus- und in EINER Hand !-Verstaatlichung ist eine nette Umschreibung dieser Kommunalbetriebe -
    -Privat ist nicht pc,pfui,daher auch fiskalisch verfolgt bis zur Registrierkasse!
    Aber vollkommen demokratisch bis zur realsozialistischen Überversorgung der
    Parteigenossen unter spezieller Förderung der Neuankömmlinge !!Prosit Neujahr

    • Torres (kein Partner)
      28. Dezember 2015 10:27

      Und dazu noch die Gesundheitsministerin - eine links-linke Gewerkschafterin. Vorher war es übrigens ein ebenso linker Werkzeugmacher.

    • otti
      30. Dezember 2015 17:34

      versuchen Sie doch einmal einen Blitztermin bei Prof. Zielinski zu bekommen.
      Onkologie.
      Diagnose Krebs.
      Siehe unsere Gesundheitsministerin.

      Ach Gott, die abscheuliche 2-Klassenmedizin !!!!!!!!!!!!!

    • riri
      03. Januar 2016 20:34

      @otti

      siehe Barbara Prammer! Ja, die Vierklassenmedizin

  19. Bob
    26. Dezember 2015 10:47

    Nicht nur die Wirtschaft ist entfesselt, wie uns die ÖVP versprochen hat, sondern ganz Österreich ist entfesselt und steht knapp vor der Explosion.
    Die Lunte wurde von den Linken gezündet.

  20. Das Pingerle
    26. Dezember 2015 09:59

    Das Volk will das mehrheitlich so. Schon das Wiener Wahlergebnis vergessen?

  21. El Capitan
    26. Dezember 2015 09:45

    Ärzte sind in den Augen von Ex-Taxifahrern und Ex-Konsulenten doch nur g'studierte Privilegierte.

    Aber im Ernst: Der bürokratische Moloch drangsaliert nicht nur Ärzte. Er bedroht Unternehmer, Uni-Professoren, die kaum noch Zeit für die Forschung haben und er nimmt den Schulen wertvolle pädagogische Zeit weg.

    Wir sind ein Volk von Formularausfüllern und Antragschreibern geworden.

    Dass die SPÖ- Politik mit ihrer kaputten Ideologie nicht nur die Schulen, Universitäten und die Wirtschaft lähmt, hat sich bei der Mehrheit schon herumgesprochen. Jetzt geht es dem Gesundheitssystem an den Kragen.

  22. Susanne
    26. Dezember 2015 08:14

    Es stimmt, das österreichische Gesundheitssystem ist vorwiegend durch die linken Machthaber total aus dem Ruder gelaufen. Aber auch die Patienten sind daran nicht unbeteiligt. Denn die Meinung, dass für alles - also eine Vollkaskomentalität - schließlich die Gemeinschaft aufkommen muss, ist falsch.

    Wie wäre es, wenn ...
    ... die Leute vernünftiger leben und sich gesünder ernähren würden?
    ... die Leute bei Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten mehr Selbstbehalt zahlen würden?
    ... die Ärzte weniger Medikamente verschreiben würden?
    ... künftig nicht mehr in jedem Haushalt viele Dutzende angebrochene oder noch originale Medikamentenpackungen - welche nicht verwendet werden - lagern würden?
    ... mehr ältere Leute von den Kindern und Enkelkindern zu Hause gepflegt und versorgt werden?
    ... es wesentlich mehr sog. Patientenverfügungen geben würde, welche dann die oft sinnlose kurze Lebensverlängerung - welche ohnehin keinerlei gute Lebensqualität mehr erbringt - unterbindet? Diese unnötigen Maßnahmen kosten in den letzten Wochen und Monaten der unheilbaren Kranken dem Sozialsystem viele hunderte Millionen.
    ... es künftig viel weniger Pflichtkrankenkassen und deren Wahlfreiheit geben würde?
    ... es künftig bessere Refundierungen bei Wahlarztrechnungen geben würde?
    usw. usw.

    Über die negativen Auswirkungen unseres Gesundheitssystemes könnte man noch lange berichten. Eben habe ich z.B. erfahren, dass in kleineren Krankenhäusern oft Fälle operiert werden, welche gar nicht unbedingt erforderlich sind. Aber man muss ja die vorhandenen Einrichtungen und das Personal "auslasten", sonst fallen diese Abteilungen dem Sparstift zum Opfer.

    • Pennpatrik
      26. Dezember 2015 09:34

      Wo Staat draufsteht, ist Chaos drin. Aber wir kämpfen weiter um die totale Verstaatlichung dieses Bereichs.
      Daher wird es - aufgrund der Erfahrungen mit dem "realen Sozialismus" - noch wesentlich schlechter werden.

    • Riese35
      26. Dezember 2015 11:16

      @Pennpatrik, Ihren letzten Gedanken weiterentwickelnd: Der Zaunbau hat in Spielfeld schon begonnen. Ich vermute, daß diejenigen, die nun ihren Widerstand dagegen aufgegeben haben, andere Hintergedanken haben als die Mehrheit der Bevölkerung. Der Großteil der Bevölkerung konnte nämlich niemals von den segensreichen Errungenschaften des Sozialismus auf rein geistiger Ebene überzeugt werden.

    • Karl Rinnhofer
      26. Dezember 2015 15:16

      @Susanne: ********. Endlich jemand, der den Mut hat, sich nicht in den notorischen Reflex des Protestes bei Kürzungen („bei … darf nicht gespart werden!“) einzureihen: In allen Punkten Vorschläge, denen verantwortungsvolle Bürger zustimmen sollten (das brisante Thema „Patientenverfügung“ muss allerdings sehr sensibel behandelt werden).

      Es entspricht kaum intellektueller Redlichkeit, ständig (und zu Recht) die viel zu hohe Steuer- und Abgabenbelastung und die verantwortungslose Überschuldung zu beklagen - gleichzeitig, wann Kürzungen in der „Alles- Gratis-Gesellschaft“ drohen, den Reflex des „bei mir/uns nicht!“ zu aktivieren. Redlichkeit gebietet es, sich mit unpopulären, auch schmerzlichen Maßnahmen kräftiger Redimensionierung öffentlicher Ausgaben anzufreunden. Dazu gehört natürlich der Abbau der selbstzweckhaften, ressourcenverschlingenden Bürokratie, aber auch Hinterfragen der würdelosen Anspruchs-Gesellschaft, deren verhängnisvolle „Ideologie“ Dr. Unterberger schon vor vielen Jahren in einem trefflichen (Noch-Presse-) Artikel als „G-Mentalität“ genannt hat.

      Notwendig ist die Besinnung auf persönliche Verantwortung (auch hinsichtlich nicht delegierbarer Konsequenzen von Entscheidungen und Lebensführung), auf Verhältnismäßigkeit und Effizienz öffentlicher Ausgaben, auf Bereitschaft, sich einzubringen, statt immer mehr unverschämt-leistungsfrei zu fordern, was (vorgeblich) "zusteht“. Permanent nach Fortschreiben des status quo – oder gar nach Steigerung – zu rufen, muss ins Verderben führen. Das gilt nicht nur für den Bereich Gesundheit – auch für viele anderen Bereiche: Schule, (Gratis-)-Studium, mangelnde Deckung von Pensionsleistungen durch Einrechnung beitragsloser Jahre, Früh- und Hinterbliebenenpensionen, viel zu großzügige „Mindestsicherungs-(etc.)-Leistungen mit Sogwirkung für Immigranten (euphemisch als „Flüchtlinge“ bezeichnet ), unangemessene Zuwendungen für ineffiziente Bereiche (z.B. ÖBB, Öffentlicher Verkehr), hypertrophe „Verwaltung“, Politik, Schaffung von Posten ohne Aufgabengebiet für Günstlinge, Selbstbeweiherungsinserate für Politgünstlinge, flächendeckende irrationale Alimentierungen. Selbst (pekuniäre) Leistungen für Familienförderung sollten in ihrer als selbstverständlich empfundenen, kumulativen Wirkung eher hinterfragt als weiter gesteigert werden. Verfügbares Einkommen soll endlich an eingebrachte Leistung gekoppelt werden – dieser Konnex ist längst gebrochen. Denn derzeit ist es eher vom unverschämten Geschick abhängig, viel zu vieles gleichzeitig und leistungsfrei zu Lasten der verantwortungsvoll Sparenden und der Leistungsträger zu lukrieren.
      Finanzminister Schelling erklärte zu Recht bei Amtsübernahme: „Wir haben kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem!“ – Doch seine Maßnahmen gehen in die gegenteilige Richtung: Tendenziell weitere Erhöhungen vieler Abgaben, Registrierkassenpflicht, Erben, Schenken … Die (bald kalt-progressiv aufgefressene) eher geringfügige „Entlastung des Faktors Arbeit“ ginge in die richtige Richtung, wenn sie auch seriös durch Ausgabenkürzung (und nicht durch „Gegenfinanzierung“) gedeckt wäre. Herausrechnung von „Flüchtlings“ – Kosten sowie (angedacht) von Investitionen für Infrastruktur sind eine sehr „kreative“ Interpretation, um das Blendwerk eines „strukturellen“ Null-Defizits“ (!) zu erreichen.

    • riri
      26. Dezember 2015 18:18

      @Karl Rinnhofer

      Leider, welcher Politiker und Zweidrittelmensch von heute kennt das Wort Redlichkeit.

      Denn, die Wählerbestechung funktioniert eben, die Leistungsträger finanzieren so den SPÖ-Machterhalt. Mit Zustimmung der ÖVP und Schelling.

    • franz-josef
      26. Dezember 2015 18:30

      Zur Zeit des Neunziger-Jahre-Krieges bezw des Zerfalles von Jugoslawien wurden ein oder zwei Fotos von "ausgemergelten, geschundenen Gefangenen hinter Gitterzäunen" verbreitet. Vielen Betrachtern fiel damals auf, daß diese Männer überhaupt nicht den Eindruck verhungernder, gefolterter, panischer, verzweifelter Menschen machten. Im Gegenteil, sie sahen normal genährt, keineswegs panisch, sondern interessiert durch das Gitter schauend und beobachtend, aus und drängten sich keineswegs hinter den Gittern. Erst viel später sickerte durch, daß die Aufnahmen getürkt waren. Es hat sich nicht um Gefangene in einem umzäunten Lager, sondern um Neugierige, die von der anderen Seite des Zaunes fotografiert wurden, gehandelt.
      Das fiel mir zu Riese35´s Überlegungen von heute 11.16 ein. Man darf sehr gespannt sein, welche Ideen in punkto Grenzschutz, Grenzkontrolle, Personenkontrolle, u.dgl. da noch der Verwirklichung harren.

    • fewe (kein Partner)
      28. Dezember 2015 06:34

      Für die Krankenversorgung kommt in Österreich nicht die Gemeinschaft auf, sondern das ist eine Versicherungsleistung. Das ist keine Sozialleistung. Zumindest nicht für jene, die arbeiten und daher nicht normalerweise.

      Wie kommt man überhaupt dazu, einen Selbstbehalt zu zahlen? Ich habe dafür kein Verständnis. Es reicht wohl die Rezeptgebühr.

      Ich bin bis jetzt zum Glück nicht nennenswert krank gewesen, aber wir zahlen alle nicht gerade wenig jeden Monat für diese "Vollkaskomentalität" ein und haben sie daher auch zu bekommen. Es sind angeblich 9 Mio. E-Cards im Umlauf. DAs ist das Problem und im Grunde kriminiell. Die regulär versicherten Österreicher sind sicherlich nicht das Problem. Auch bei Vollkasko-Leistungen würden die Krankenkasse eher einen Überschuss erwirtschaften resp. könnten billiger sein.





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