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Roaming-Ende: die Umverteilung nach oben

Das nun von der EU beschlossene Verbot der Roaming-Gebühren ist viel negativer, als der deswegen aufgebrandete mediale Jubel erkennen ließe. Denn in Wahrheit bedeutet es – wieder einmal – eine massive Zwangs-Umverteilung von unten nach oben. Nur: Die da unten haben bisher noch gar nicht erkannt, dass sie die Opfer sind.

Das ist übrigens bei vielem anderen ebenso. Etwa bei den teuren Universitäten. Etwa bei den Subventionen für den Kulturbetrieb: Auch die kommen ja überwiegend der Oberschicht zugute, welche Theater, Ausstellungen & Co viel stärker konsumiert, als dies Durchschnittsösterreicher tun. Diese Hochkulturbetriebe werden aber dennoch (oder gerade deswegen?) stark subventioniert.

„Roaming“ bedeutet, dass man derzeit für die Benutzung von Mobiltelefonen im Ausland bei fast allen Verträgen viel mehr zahlen muss als im Inland. Ab 2017 darf hingegen jedes Telefonat, jedes SMS, jedes Mail, jedes Surfen in allen EU-Ländern nur noch so viel kosten, wie man im Inland für die gleichen Dienstleistungen zahlt.

Ist doch super, denken sich da viele Europäer aufs erste. Sie haben nur aufs zweite vergessen: Mit absoluter Sicherheit werden alle Telekom-Betreiber demnächst ihre Tarife fürs Inland in die Höhe schnalzen, egal ob ein Konsument jemals im Ausland telefoniert oder nicht. Die Telekoms können den Wegfall der bisherigen Roaming-Profite de facto ja nur so kompensieren. Manche von ihnen schreiben sogar längst nur noch durch die Roaming-Einnahmen schwarze Zahlen.

Das wird insbesondere für Österreich sehr spürbar werden. Denn hier sind derzeit die Telekom-Tarife im internationalen Vergleich besonders niedrig. Aber sicher nicht deshalb, weil die österreichischen Telekom-Unternehmen Wohltäter wären, oder weil in den anderen EU-Ländern kein Wettbewerb herrschen würde. Vielmehr liegt der Hauptgrund dafür in der Tatsache, dass Österreich ein Tourismus- und Transitland ist. Das bedeutet, dass die Telekoms hier besonders viel am Roaming profitiert haben, was ihnen umgekehrt sehr niedrige Inlands-Tarife ermöglicht. Damit ist‘s aber nun ab 2017 aus.

Wieso ist das jedoch eine Umverteilung nach oben? Die Erklärung ist einfach: Vom Wegfall der teuren Roaming-Gebühren profitieren nur jene Europäer, die es sich leisten können, viel auf Auslandsreisen zu gehen, sowie jene, die als Journalisten, Politiker, Manager, Künstler beruflich überdurchschnittlich viel im europäischen Ausland unterwegs sein müssen. Die politmediale EU-Klasse jubelt besonders laut. EU-Politiker, -Journalisten und -Beamte sind besonders oft grenzüberschreitend in Europa unterwegs. Viele von ihnen sogar jede Woche.

Jene aber, die sich höchstens ein oder zwei Wochen Auslandsurlaub leisten können, zahlen drauf. Obgleich es manche nicht glauben: Es gibt in Europa viele Millionen Menschen, die so leben müssen. Für sie darf auf Beschluss der EU kein Telekom-Anbieter künftig einen günstigen Nur-Inland-Tarif anbieten.

Das mag „europäisch“ sein. Gerecht ist es nicht. Auch wenn im Prinzip die Herstellung eines paneuropäischen Wettbewerbs eine gute Sache ist, auch wenn eines Tages dadurch europaweit die Telekom-Tarife im Durchschnitt – im Durchschnitt! – sinken sollten. Das wird aber diejenigen absolut nicht trösten, die dabei draufzahlen.

Wirklichen Wettbewerb kann es nur zwischen gleichen Dienstleistungen geben. Mobil-Verträge, die nur im Inland gelten und daher billig sein können, weil sie nur im eigenen Netz des Anbieters stattfinden, und solche, die europaweit gelten, und bei denen man vielen fremden Sendemast-Betreibern etwas zahlen muss, sind halt einmal durchaus nicht gleichwertig.

Diese Handy-Manie der EU-Menschen ist doppelt ärgerlich, wenn man zugleich sieht, dass es auf anderen, viel wichtigeren Gebieten, insbesondere beim Straßen- und Eisenbahnverkehr, keinerlei spürbare Vereinheitlichung gibt. Schiene und Straße sind aber ganz zufällig jene Verkehrsformen, welche die politmediale Oberschicht bei Auslandsreisen viel seltener benützt als der Durchschnitt. Diese fliegt ja meist. Ganz zufällig ist die EU hingegen beim Luftverkehr in den letzten Jahren sehr stark um internationale Einheitlichkeit und Verbilligung bemüht.

Auf Straße und Schiene sind den EU-Politikern und -Bürokraten die nationalen Unterschiede offenbar ziemlich wurscht. Dabei entwickeln sich gerade beim Straßenverkehr die nationalen Regeln sogar noch weiter auseinander. Gerade auf diesem Feld haben sich viele nationale und lokale Politiker durch Erlassung immer ausgefeilterer Sonderregeln zu profilieren versucht.

Da ist in etlichen Dingen (z.B.: Scheinwerfer bei Tag) seit einiger Zeit in einem Land verboten, was im anderen vorgeschrieben ist. Da gibt es in immer mehr Ländern und Städten örtlich selektive Fahr- oder Parkverbote, die man kaum kennt und die überhaupt nur dann zu befolgen sind, wenn man die örtliche Sprache und Gesetzgebung kennt. Oder erkennen alle Ausländer in vielen italienischen Städten (die nicht einmal der ÖAMTC im kompletten Überblick hat!), dass sie ab dem unauffälligen Schild „zona traffico limitato“ plötzlich nicht mehr weiterfahren dürfen, obwohl das alle anderen tun? Oder glaubt jemand, dass ein Nichtösterreicher in Wien die unglaublich kasuistischen Wiener Parkschein- und Bezirkspickerl-Regelungen durchschauen kann? Selbst Wiener brauchen da ja schon eine eigene App und ein sehr genaues Auge, um durchzublicken und nicht ständig in irgendeine Falle zu gehen.

Das Roaming-Ende ist also nur für eine Minderheit ein Grund zum Jubeln. In Wahrheit ist es ein weiteres Indiz für ein neues Klassensystem.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com. 

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBob
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    06. November 2015 08:26

    Mich würde brennend interessieren ob die Flutlinge, die ja alle mit Smartphone ausgerüstet sind, Roaminggebühren bezahlen, und vor allem wie. Wo wird die Handyrechnung hingeschickt? Wer bezahlt sie?

  2. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    06. November 2015 05:56

    Wieder einmal: besten Dank, Dr. Unterberger, für Ihren Hinweis! Wie immer in der Historie üblich, werden den durchschnittlichen Menschen die Hintergründe relevanter politischer Bestrebungen nicht sine ira et studio vermittelt, weil den wahren Nutznießern dies nicht zupass kommt. Sämtlichen Machthaberern war, und ist es, nur angenehm, das gewöhnliche Volk uninformiert zu halten (recte: zu desinformieren), weil es damit leichter zu manipulieren ist.
    Wie immer hacke ich hier abermals in die Kerbe für Direktdemokratie, um diese Kerbe zu vertiefen; im Fall die Staatsbürger ein Recht haben,zu bestimmten Materien befragt zu werden, werden diesbezügliche Argumente aus medialem Eigeninteresse von sämtlichen Standpunkten aus beleuchtet werden. Das so informierte Volk würde damit mündig, zum Abstimmungstermin optimale Entscheidungen zu treffen.

    Denke ich an die Initiative unseres Herrn Mag. Wolfgang Bauer, welche von unseren Parlamentariern „Ohne Diskussion erledigt“!!! wurde" - die Verwaltungsreform!! erledigt!! - so erfaßt mich Zorn auf die Art und Weise, wie unsere - "Volksvertreter" zu sagen, sträubt sich förmlich die Tastatur - mit vielfach unterstützten, grundvernünftigen Anliegen umzugehen pflegen. Netamol ignorieren, heißt die offensichtliche Devise.

    Wenn sich nicht hinreichend Menschen finden, die bereit sind, sich pro Direktdemokratie zu engagieren, geht Österreich den Bach runter, zwar eher früher als später, denke ich jedenfalls. Die jahrzentelangen politischen Fehlleistungen der grundsätzlich de facto keinerlei Verantwortung tragenden Politikerkaste haben uns an den Rand des politisch - wirtschaftlich - philosophischen Abgrundes geführt.
    Daher meine Bitte: Engagiert Euch zahlreich dagegen! Sonst ist's bald zu spät.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    06. November 2015 10:00

    Links bleibt links, populistisch und hinterfotzig.

    Danke für den Artikel, der uns die Hintergründe näher bringt. Also die privilegierte Brüsseler EU-Kaste, die sich das Roaming ja leisten könnte, muss warm gehalten werden für TTIP, CETA & Co., für NATO & Co, für Bankenunion, 'Flüchtlings' Union, für ... für Volksbetrug.

    In den Nationalstaaten regieren die linken Politiker gegen die eigenen Völker, in der EU gegen Europa.

    Wer links wählt (bei uns Rot, Schwarz, Grün, Pink), wählt diese Bande.

    Also Leute, wählt nur weiter links und tappt von einer Scheiße in die andere !

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    06. November 2015 07:42

    Ja, das alles wird geregelt, damit das Wirtschaftswachstum, sprich Inflation, anspringt. Oh Wunder, kein Wirtschaftswachstum, weil am Ziel vorbeigeschossen, nur Preissteigerungen für die Masse mit folglicher Minderung der Kaufkraft.

    Kostenwahrheit und Kosten"gerechtigkeit" schauen anders aus, liebe Sozialisten in Europas Nomenklatura.

  5. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    06. November 2015 11:55

    Dr. Unterberger sei Dank für die Tagebuchnotiz "Roaming-Ende: die Umverteilung nach oben". er leistet damit wertvolle Aufklärungsarbeit für jene Bevölkerungsgruppen, die zu technischen Einrichtungen/Fragen ein nebelhaftes Verständnis und große Gläubigkeit aufweisen. Eigenständiges Überlegen wird ihnen damit erleichtert.
    Zum Text: "...Oder glaubt jemand, dass ein Nichtösterreicher in Wien die unglaublich kasuistischen Wiener Parkschein- und Bezirkspickerl-Regelungen durchschauen kann?"
    Ein Zeichen unserer Rot-Grünen Stadtverwaltung ist Einschätzung der Bürger, primär aber der auswärtigen Besucher von Wien, als Untertanen im Bezug auf die Parkraumregelungen. Ein Beispiel: Im 3. Bezirk Wiens („Landstraße“) ist an Samstagen kein Kurzparkschein notwendig. Allerdings mit der Ausnahme, daß doch bis 12 Uhr auf der Landstraßer-Hauptstraße ein Kurzparkschein vorgeschrieben ist. – Und das sogar auch für Parkpickerlbesitzer dieses Bezirkes.
    In jeder Kleinstadt Tschechiens gibt es Parkautomaten mit Geldeinwurf - nutzbar ohne Notwendigkeit die Sprache zu verstehen. In Westeuropa ebenso.

  6. Ausgezeichneter KommentatorSandwalk
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    06. November 2015 09:12

    Na wenigstens in diesem Fall ist mir die EU etwas entgegen gekommen. Da kein Monat ohne Auslandsfahrt vergeht, passt das für mich.
    Die Sache hat nur einen Haken. Ich habe jetzt schon einen EU-Vertrag, danach habe ich ihn quasi automatisch. Finanziell ändert sich für mich gar nichts.

    Wie auch immer: Der Staat zockt mich als freiberuflich Tätiger ohnehin Länge mal Breite ab, um die Streuner und Sandler zu alimentieren, und ich wette, dass der Taxifahrer und seine Zockerbande in den Gewerkschaften gerade die Zitrone beobachten, ob nicht doch noch ein paar Tropfen zum Rausquetschen drinnen wären.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfranz-josef
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    06. November 2015 13:30

    http://www.thestarlite.ca/vinniesblog/?p=800 .
    off topic,
    wie auch immer zustandegekommen, vlt auch manipulativ - aber zum Nachdenken anregend allemal.
    Im Kurier gefunden.


alle Kommentare

  1. peter789 (kein Partner)
    11. November 2015 07:24

    Je unbeliebter diese EU bei der Bevölkerung wird, desto schneller schaffen die Eurokraten vollendete Tatsachen: Europäische Kontonummern, Verbot von nationalen Handy-Tarifen...

  2. Melanie Haring (kein Partner)
    08. November 2015 15:11

    Ich glaube, dass die Herren aus der EU nicht verstanden haben, dass man beim Roaming die Infrastruktur eines anderen Netzbetreibers verwende, mit dem man nicht von vornherein einen Vertrag hat und damit mal auch rein abrechnungstechnisch einen Mehraufwand verursacht.

    Die Lösung wäre so wie bei der Eisenbahn gewesen, wo ja auch jeder Eisenbahnbetreiber gegen Entgelt auf den Schienen eines jeden Infrastrukturbetreibers fahren darf. Sie sieht so aus:

    Meine SIM-Karte berechtigt mich dazu, mit jedem europäischen Anbieter einen Vertrag zu schließen. Wenn ich zum Beispiel nach Italien fahre, schließe ich einen z. B. 14-Tage-Vertrag mit einem italienischen Betreiber. Der heimische Betreiber ...

    • Melanie Haring (kein Partner)
      08. November 2015 15:17

      ... kriegt das logischerweise gar nicht mit und muss sich auch nicht um die Abrechnung kümmern. Und zusätzlich kann ich auch daheim bei einem zweiten Anbieter einen solchen Kurzzeitvertrag abschließen, wenn ich mal was Spezielles brauche.

      Abschluss per Web also mit Eingabe von Kreditkartennummer und SIM-Kartennummer.

  3. Tegernseer
    08. November 2015 12:00

    Ich kann diesem Artikel nicht zustimmen. Die Roaming-Gebühren in Österreich sind vor allem deshalb so niedrig, weil die "Krake" Staat viel niedrigere Lizenzgebühren verlangt hat als z.B. Deutschland (vgl. UMTS Lizenzgebühren in Deutschland bei 620€ pro Einwohner im Vergleich zu Österreich bei 100€ https://de.wikipedia.org/wiki/Versteigerung_der_UMTS-Lizenzen_in_Deutschland ). Hohe Handygebühren sind also in erster Linie auf eine Steuer, pardon Gebühr des Staates zurückzuführen. Zu kritisieren wäre allerdings, warum man bis 2017 braucht, bis alle Roaming Gebühren abgeschafft sind, denn technisch ist das genausowenig ein Problem wie bei den Auslandsbanküberweisungen. Die EU sei aufgerufen eine aktive Wettbewerbspolitik zu betreiben, dass nicht wieder Oligopole entstehen, die das angestrebte Ziel unterlaufen. In diesem Zusammenhang wäre es auch noch wünschenswert einmal einheitliche Ladungsstecker für die Mobiltelefone in der gesamten EU zu fordern (wo bleibt hier die Regulierung, die ja auch bei Krümmungsradien von Gurken sehr aktiv auftritt)?
    PS: in Deutschland bekommt man zwar als Türke einen sehr günstigen Tarif für Heimat-Telefonate, für Österreicher gilt das aber leider nicht.

  4. Jungianer343 (kein Partner)
    08. November 2015 11:20

    Wir brauchen ein nachhaltiges Wirtschaften gemäß Schmidt-Bleek. Es sollte z. B. mehr Einsitzer-Autos geben. Es werden immer mehr Menschen in Regionen mit sehr mildem Winter leben. Dort kann man ohne Heizung in einem einstöckigen Haus wohnen, dessen Wände nur 4 cm dick sind.
    Das Christentum muss reformiert werden. Ein Mensch sollte u. a. seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Und dann Träume deuten und in der Aufwachphase Unbewusstes beeinflussen. Luzides Träumen, Hypnose usw. sind gefährlich.

  5. daLUPO (kein Partner)
    08. November 2015 10:41

    wer profitiert davon am meisten?

    Die EU Politiker selbst.

    Also abgehoben wie immer!

  6. Bob
    06. November 2015 22:52

    OT
    Offensichtlich reibt sich die Regierung ein bisschen auf. Mickel gegen Klug das ist ein Match zweier Gehirnakrobaten. Die Zaster Marie schmußt den EU Kommisar ab, in der Hoffnung Kohle für Ihr Eingangstor mit Seitenflügel zu bekommen. Klug (ich möchte wissen wie man zu so einem Namen kommt) kann die Miesere lösen, indem er Sensoren an der Grenze montiert, dann werden die Truppen zu Einsatzort befohlen.
    Dann gehen die Truppen in Stellung und winken die Flutlinge wie gewünscht freundlich durch.
    Diese Regierung hat die österr. Bevölkerung nicht verdient. Und kein Ende ist absehbar.
    Normale Regierungsarbeit gibt es offensichtlich keine. Alle in der Versenkung verschwunden samt Wunderwuzzi Konrad.

  7. Ambra
    06. November 2015 22:03

    Zu den Subventionen im Kulturbetrieb : leider wurden und werden die Subventionen besonders im Musikleben drastisch gekürzt, was gravierende Folgen hat in Hinblick auf die Qualität und die Quantität des Angebotes. Nun ist Österreich weltweit als Kulturnation hoch angesehen und Wien gilt international als die Welt-Musikhauptstadt und dies zurecht ! Daß Wien einen blühenden Tourismus mit jährlich steigenden Zahlen hat, ist vor allem diesem Umstand zu verdanken und weder unserem Fußball noch unseren Politikern ...Und nicht zuletzt schafft dies österreichweit Arbeitsplätze. Daher haben ALLE etwas davon, nicht nur jene, die in die Vorstellungen oder Museen gehen, sondern auch alle jene, die zwar kulturell desinteressiert sind, aber durch unsere Kulturinstitutionen Arbeitsplätze haben.
    Ich sehe hier einen großen Ausgleich und keine Umverteilung. Abgesehen von den vielen privaten Sponsoren, ob vermögende Privatleute oder Firmen, die Kultur dankenswerter Weise mitfinanzieren.

  8. machmuss verschiebnix
    06. November 2015 19:30

    Off Topic:

    » iPhone-Jailbreak ist 1 Million Dollar wert. Diese Summe hat der Security-Anbieter Zerodium an eine Hackergruppe ausgezahlt, die einen Weg gefunden hat, iPhones mit iOS 9 remote über den Browser zu hacken. Zerodium will das Verfahren erst an seine Kunden verkaufen, bevor es mit Apple spricht (Zeit.de : http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2015-11/apple-ios-jailbreak-zerodium-bounty ). «

  9. franz-josef
    06. November 2015 13:30

    http://www.thestarlite.ca/vinniesblog/?p=800 .
    off topic,
    wie auch immer zustandegekommen, vlt auch manipulativ - aber zum Nachdenken anregend allemal.
    Im Kurier gefunden.

  10. A.K.
    06. November 2015 11:55

    Dr. Unterberger sei Dank für die Tagebuchnotiz "Roaming-Ende: die Umverteilung nach oben". er leistet damit wertvolle Aufklärungsarbeit für jene Bevölkerungsgruppen, die zu technischen Einrichtungen/Fragen ein nebelhaftes Verständnis und große Gläubigkeit aufweisen. Eigenständiges Überlegen wird ihnen damit erleichtert.
    Zum Text: "...Oder glaubt jemand, dass ein Nichtösterreicher in Wien die unglaublich kasuistischen Wiener Parkschein- und Bezirkspickerl-Regelungen durchschauen kann?"
    Ein Zeichen unserer Rot-Grünen Stadtverwaltung ist Einschätzung der Bürger, primär aber der auswärtigen Besucher von Wien, als Untertanen im Bezug auf die Parkraumregelungen. Ein Beispiel: Im 3. Bezirk Wiens („Landstraße“) ist an Samstagen kein Kurzparkschein notwendig. Allerdings mit der Ausnahme, daß doch bis 12 Uhr auf der Landstraßer-Hauptstraße ein Kurzparkschein vorgeschrieben ist. – Und das sogar auch für Parkpickerlbesitzer dieses Bezirkes.
    In jeder Kleinstadt Tschechiens gibt es Parkautomaten mit Geldeinwurf - nutzbar ohne Notwendigkeit die Sprache zu verstehen. In Westeuropa ebenso.

    • Erich_47 (kein Partner)
      08. November 2015 11:57

      Sie haben im 3.Bezirk die Fasangasse, Erdbergstraße, Kardinal-Nagl-Platz und Marxergasse vergessen. Allerdings gilt die Sonderregelung nicht auf der ganzen Länge - da wäre doch zu einfach! Als "Gegenleistung" endet in diesen Straßen das Zahlgebot wochentags bereits um 18Uhr!!
      Solche netten Zusatzregelungen gibts natürlich in ganz Wien. Wer da nicht wie ein Haftelmacher achtgibt ist "extra-zahlender Gast".

  11. Erich Bauer
    06. November 2015 10:03

    Die ösi-Roaming-Gebühren setzen sich vor allem aus den Ex-Jugoslawien Gebieten zusammen... Was das sind Serbien, Bosnien, Montenegro... Also NICHT-EU-Länder. Ich glaube nicht, dass sich daran "gebührlich" etwas ändern wird.

  12. Josef Maierhofer
    06. November 2015 10:00

    Links bleibt links, populistisch und hinterfotzig.

    Danke für den Artikel, der uns die Hintergründe näher bringt. Also die privilegierte Brüsseler EU-Kaste, die sich das Roaming ja leisten könnte, muss warm gehalten werden für TTIP, CETA & Co., für NATO & Co, für Bankenunion, 'Flüchtlings' Union, für ... für Volksbetrug.

    In den Nationalstaaten regieren die linken Politiker gegen die eigenen Völker, in der EU gegen Europa.

    Wer links wählt (bei uns Rot, Schwarz, Grün, Pink), wählt diese Bande.

    Also Leute, wählt nur weiter links und tappt von einer Scheiße in die andere !

  13. Sandwalk
    06. November 2015 09:12

    Na wenigstens in diesem Fall ist mir die EU etwas entgegen gekommen. Da kein Monat ohne Auslandsfahrt vergeht, passt das für mich.
    Die Sache hat nur einen Haken. Ich habe jetzt schon einen EU-Vertrag, danach habe ich ihn quasi automatisch. Finanziell ändert sich für mich gar nichts.

    Wie auch immer: Der Staat zockt mich als freiberuflich Tätiger ohnehin Länge mal Breite ab, um die Streuner und Sandler zu alimentieren, und ich wette, dass der Taxifahrer und seine Zockerbande in den Gewerkschaften gerade die Zitrone beobachten, ob nicht doch noch ein paar Tropfen zum Rausquetschen drinnen wären.

  14. Undine
  15. Bob
    06. November 2015 08:26

    Mich würde brennend interessieren ob die Flutlinge, die ja alle mit Smartphone ausgerüstet sind, Roaminggebühren bezahlen, und vor allem wie. Wo wird die Handyrechnung hingeschickt? Wer bezahlt sie?

    • Undine
      06. November 2015 08:51

      @Bob

      Und wie und wo werden sie aufgeladen?

    • Alfred E. Neumann
      06. November 2015 10:44

      Diese Herrschaften erhalten von den NGO-Betreuern Wert-Sim-Karten und Solarladegeräte (!!!).

    • Susanne
      06. November 2015 13:27

      zu Undine:
      Man muss zwischen Vertrags- und Wert-SIM-Karten unterscheiden. Bei den Wertkarten ist nach Verbrauch der vorab geleisteten Zahlung SCHLUSS.
      Beim Vertragshandy sind die Mobilfunkanbieter gefordert und versuchen auch, dass sie immer zu ihrem Geld kommen. Jede dieser Gesellschaften hat eine Hundertschaft an Leuten, welche dem oft verlorenen Geld nachlaufen. Täglich werden tausende Nummern wegen Uneinbringlichkeit abgeschaltet.

      Zur Einstellung der sog. Roaminggebühren 2017:
      Auch da muss man zwischen den aktiven und passiven Mobil-Telefonaten unterscheiden. Schlaue Leute haben sich oft im Ausland lokale Wert-Karten besorgt, denn damit kann man nicht nur oft günstiger in das Heimatland, sondern auch sehr preiswert innerhalb des Urlaubslandes telefonieren.

      Die "verkauften" Gesprächsminuten der heimischen Mobilfunkbetreiber sind durch die Verwendung von SMS und nun vorwiegend WhatApp schon zurückgegangen, daher werden vielfach Pauschaltarife verkauft, welche auch internetfähig sind.

      Durch die enormen Versteigerungskosten neuer Frequenzen (welche der Staat kassierte!) und die erzwungene Einstellung von Roaminggebühren werden die Anbieter gezwungen, diese Tarife (sowohl Minuten als auch Pauschal) anzuheben, was ihnen auch die Kontrollbehörde genehmigen wird. Tatsache ist aber, dass wir in Österreich unter den industrialisierten und entwickelten Ländern bisher die niedrigsten Tarife hatten, welche auch sehr stark in Anspruch genommen wurden. Es würde daher gar nichts machen, wenn sich diesbezüglich das Telefonverhalten (auf der Straße, in Öffis usw.) etwas ändern würde, was aber sicher nicht der Fall sein wird.

      Wer kann sich noch erinnern, als es im Festnetz noch Ort- und Ferntarife (verschiedene Entfernungsklassen) gegeben hatte und z.B. in den 50er-Jahren ein 3-Minutentelefonat nach den USA 300 Schilling (damals ein Wochenlohn!) gekostet hatte? Heute sind es nur noch eine Eurocents dorthin. So wie es nun im Festnetz sowie beim Mobiltelefon einen einheitlichen Tarif für alle Verbindungen innerhalb Österreichs gibt, wird dieser in 2 Jahren für die gesamte EU (also auch nach Teneriffa!) geben. Bei einem Misch- sowie Pauschaltarif "zahlt" (subventioniert) der Wenigbenützer immer auch etwas für die Leute, welche das System stark "ausnützen".

      Man beachte auch die gewaltigen Unterschiede bei den Minutentarifen zwischen dem entfernten Australien/Neuseeland und manchen viel näher liegenden Staaten in Asien, Afrika und Südamerika, wo deutlich mehr abkassiert wird. Also sind wir diesbezüglich mit dem Globalisierungsgedanken noch nicht sehr weit gekommen.

    • simplicissimus
      06. November 2015 18:33

      Das sind pre-paid wiederaufladbare SIM-Karten- Man zahlt ein Guthaben, lädt es auf und verbraucht es dann.

    • La Rochefoucauld
      06. November 2015 21:47

      Die Trafikantin am Westbahnhof erzählte mir unlängst, dass die Flutlinge ihnen gleich bei deren Ankunft die Prepaid-SIM-Karten weggekauft haben und mit Rollen an 500-Euro-Scheinen bezahlt haben. Good business also. Damit kann man schon recht lange telefonieren und surfen.

  16. Politicus1
    06. November 2015 08:06

    Roaminggebühren und Autobahnvignette

    Hier wie dort finanziert der Wenignutzer die Vielnutzer.
    Ich telefoniere mit meinem Handy kein einziges Mal im Ausland - werde aber in Zukunft höhere Inlandstarife bezahlen müssen, dass meine Nachbarn von Mallorca zum Inlandstarif plaudern können.
    Ebenso zahle ich für meine wenigen Autobahnkilometer denselben Preis für die Jahresvignette wie jene, die berufsbedingt oder auch privat tausende Kilometer auf der A1 oder der A2 unterwegs sind.
    Einzig bei der Jahreskarte der Wiener Linien fühle ich mich als Gewinner, weil die nütze ich wirklich mit vielen Fahrten mit den Wiener Öffis.

    • Knut (kein Partner)
      08. November 2015 06:58

      Bei den Wiener Linien fühle ich mich als Gewinner? Das ist wohl Ansichtssache.
      Die Flutlinge zahlen hier nix. Gar nix. Die fahren gratis.

      Na - immer noch Gewinner?

  17. brechstange
    06. November 2015 07:42

    Ja, das alles wird geregelt, damit das Wirtschaftswachstum, sprich Inflation, anspringt. Oh Wunder, kein Wirtschaftswachstum, weil am Ziel vorbeigeschossen, nur Preissteigerungen für die Masse mit folglicher Minderung der Kaufkraft.

    Kostenwahrheit und Kosten"gerechtigkeit" schauen anders aus, liebe Sozialisten in Europas Nomenklatura.

  18. FranzAnton
    06. November 2015 05:56

    Wieder einmal: besten Dank, Dr. Unterberger, für Ihren Hinweis! Wie immer in der Historie üblich, werden den durchschnittlichen Menschen die Hintergründe relevanter politischer Bestrebungen nicht sine ira et studio vermittelt, weil den wahren Nutznießern dies nicht zupass kommt. Sämtlichen Machthaberern war, und ist es, nur angenehm, das gewöhnliche Volk uninformiert zu halten (recte: zu desinformieren), weil es damit leichter zu manipulieren ist.
    Wie immer hacke ich hier abermals in die Kerbe für Direktdemokratie, um diese Kerbe zu vertiefen; im Fall die Staatsbürger ein Recht haben,zu bestimmten Materien befragt zu werden, werden diesbezügliche Argumente aus medialem Eigeninteresse von sämtlichen Standpunkten aus beleuchtet werden. Das so informierte Volk würde damit mündig, zum Abstimmungstermin optimale Entscheidungen zu treffen.

    Denke ich an die Initiative unseres Herrn Mag. Wolfgang Bauer, welche von unseren Parlamentariern „Ohne Diskussion erledigt“!!! wurde" - die Verwaltungsreform!! erledigt!! - so erfaßt mich Zorn auf die Art und Weise, wie unsere - "Volksvertreter" zu sagen, sträubt sich förmlich die Tastatur - mit vielfach unterstützten, grundvernünftigen Anliegen umzugehen pflegen. Netamol ignorieren, heißt die offensichtliche Devise.

    Wenn sich nicht hinreichend Menschen finden, die bereit sind, sich pro Direktdemokratie zu engagieren, geht Österreich den Bach runter, zwar eher früher als später, denke ich jedenfalls. Die jahrzentelangen politischen Fehlleistungen der grundsätzlich de facto keinerlei Verantwortung tragenden Politikerkaste haben uns an den Rand des politisch - wirtschaftlich - philosophischen Abgrundes geführt.
    Daher meine Bitte: Engagiert Euch zahlreich dagegen! Sonst ist's bald zu spät.

    • Wyatt
      06. November 2015 06:59

      .........Das so informierte Volk würde damit mündig, zum Abstimmungstermin optimale Entscheidungen zu treffen. ???????????

      Deswegen werden seit "Zwentendorf" in Österreich kaum noch effiziente Kraftwerke gebaut und muß Energie aus dem Ausland teuer zugekauft werden!





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