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Die Türkei lügt, Russland lügt – und ist ratlos

Lesezeit: 4:30

Der Abschuss eines russischen Flugzeugs durch die Türkei im syrischen Grenzgebiet erhöht nicht nur die militärische Eskalation in jenem Raum. Er zeigt auch ganz eindeutig, dass sowohl die Türkei wie Russland lügen.

Es kann nämlich kein Zweifel bestehen, dass der Abschuss nicht wie von Ankara behauptet über türkischem, sondern über syrischem Territorium stattgefunden hat. Dieser Schluss gründet sich erst in zweiter und dritter Linie darauf, dass moderne Kampfflugzeuge diesbezüglich sehr genau zu programmieren sind, und dass Russland absolut null Interesse hat, sich mit der Türkei direkt anzulegen.

In erster Linie wird der Ort des Abschusses aber dadurch bewiesen, dass die beiden mit Fallschirm abgesprungenen Piloten auf syrischem Boden gelandet sind und sich in den Händen einer der in Syrien kämpfenden Milizen befinden; wobei vorerst nur unklar ist, ob tot oder lebendig.

Nun soll hier nicht darüber geurteilt werden, ob diese von der Türkei unterstützte Miliz eine gute oder eine böse ist. Es geht nur darum, festzuhalten, dass die Türkei schlicht lügt, wenn sie behauptet, dass der Abschuss über türkischem Boden stattgefunden hat. Sie hat ganz offensichtlich nicht nur seit Jahren den „Islamischen Staat“ unterstützt, sondern verficht jetzt auch ganz eigene, imperiale Interessen auf syrischem Boden, die durch nur scheinbar unabhängig agierende turkmenische Milizen vorangetragen werden, die aber von der Türkei aus der Luft geschützt werden.

Es zeigt sich aber auch, dass Russland lügt, wenn es bei den internationalen Syrien-Gesprächen behauptet, jetzt, nach der Explosion einer islamischen Bombe an Bord eines anderen - viel größeren - russischen Flugzeugs nur noch gegen den „Islamischen Staat“ zu kämpfen. In der Gegend des Abschussortes gibt es keinen solchen.

Damit sind die Hoffnungen der letzten Wochen zertrümmert, dass es jetzt endlich doch zu einer großen internationalen Koalition gegen den „Islamischen Staat“ und zu einer Befriedung Syriens kommen wird. Damit wird es auch immer lächerlicher, wenn die EU glaubt, dass ausgerechnet diese Türkei die EU-Außengrenzen gegen den Migrantenansturm schützen wird. Unternimmt die Türkei doch offensichtlich nicht einmal etwas dagegen, dass zehntausende Afghanen durch die Türkei nach Europa ziehen.

Damit wird vor allem die Gefahr immer größer, dass aus einem Stellvertreterkrieg, in dem diverse syrische Kampfgruppen diversen äußeren Mächten (Türkei, Russland, Iran, die USA, Frankreich, Saudi-Arabien und auch Deutschland) nahestehen, eine direkte Konfrontation zwischen diesen Mächten wird.

Diese Gefahr ist vor allem zwischen Türken und Russen gewaltig: Denn – was in Europa vielen nicht bewusst ist – auch auf der von Russland okkupierten Krim stehen die Interessen der beiden Mächte frontal gegeneinander. Die sogenannten Krim-Tataren gelten für die Türken als die „Unsrigen“, die von den Russen dort derzeit böse marginalisiert werden, und die jetzt zunehmend mit Sabotage-Aktionen gegen die Russen agitieren.

In Ankara freut man sich über die Möglichkeit, die Russen jetzt in Syrien demütigen zu können, die auf der Krim eine türkische Volksgruppe gedemütigt haben. Und es ist alles andere als ein Zufall, dass es die Ukraine war, die der Türkei als erste gratulierte.

In Moskau hingegen muss man jetzt zunehmend zur Erkenntnis kommen, dass sich nicht nur die Amerikaner im nahöstlichen Chaos blutige Köpfe holen können, sondern auch die Russen selbst. Das ist ihnen ja schon einmal 1980 bei ihrer Afghanistan-Invasion passiert, in deren Gefolge das islamistische Unheil eigentlich erst angefangen hat. In Russland muss sich jetzt zunehmend Rat- und Hilflosigkeit breitmachen, wie man aus all dem wieder herauskommt. Gedemütigt den Schwanz einziehen ist aber das letzte, wozu ein Macho-Typ wie Wladimir Putin bereit ist (und irgendwie wäre man auch froh darüber, wenn die Russen in Syrien doch erfolgreich sein könnten; sind sie doch fast die Einzigen, die den nahöstlichen Christen noch eine Überlebensperspektive geben würden).

Zweite Wurzel der gewalttätigen Radikalisierung des vorher jahrhundertelang eher friedlichen Islams war übrigens damals fast gleichzeitig die blutige Besetzung der großen Moschee in Mekka 1979 mit weit über 300 Toten. Diese ist durch islamische Fanatiker ausgelöst worden, welche damals das Ende der Welt prophezeit haben. Das Blutbad ist von den damaligen iranischen Ayatollahs und anderen Extremisten dem (völlig unbeteiligten) Westen in die Schuhe geschoben worden. So wie ja auch jetzt „die Juden“, „die Amerikaner“, „die Christen“ für viele Moslems die Täter der Pariser Massaker sind.

Geschichtsbewussten Menschen wird in diesen Stunden seit dem Luft-Zwischenfall aber auch noch etwas anderes in den Kopf kommen: Der russisch-türkische Antagonismus ist eine der Hauptursachen schon des Ersten Weltkriegs gewesen. Er war viel kausaler als etwa die in Wien gern diskutierte Frage, warum Franz Ferdinands Chauffeur in Sarajewo falsch abgebogen ist.

Die Geschichte hilft, viele der heutigen Vorgänge zu verstehen und einzuordnen. Eine Lösung bietet aber auch sie nicht.

PS: Eine bisher immer verbotene Diskussion wird jetzt aber auch im Westen unvermeidlich: Es gibt in Wahrheit überhaupt keinen Grund mehr, mit der Türkei noch in der Nato in einem Bündnis mit bedingungsloser Beistandspflicht verbunden zu sein. Die Türkei fühlt sich einer globalen sunnitischen Bewegung bis hin zum "Islamischen Staat" weit mehr verbunden als irgendwelchen westlichen Werten. Je früher man das im Westen erkennt, umso besser.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKlemens Resch
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    25. November 2015 01:05

    Es muss nicht zwingen bedeuten, dass Russland lügt, nur weil der Abschuss über einem Gebiet stattgefunden hat, welches nicht von dem IS besetzt ist. Ein solcher Flieger muss auch irgendwann heimkehren und nach Angaben der syrischen Behörden, flog dieser Flieger gerade von einem Einsatz gegen den IS zurück.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorefrinn
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. November 2015 00:50

    Klartext wie immer. Danke.
    Und danke für den Mut, auch das PS zu schreiben.
    Das ist mehr als Klartext!

  3. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. November 2015 02:21

    Die türkischen Großmacht- und Weltbeherrschungsträume sind nicht neu. Daß Erdogan ausgerechnet in Wien Suleiman und Mehmet IV. in seiner Ansprache vor in Wien lebenden Türken lobend und als Vorbild hervorhebt, daß jedes Jahr in Konstantinopel der osmanischen Eroberung gedacht wird, daß die Türkei heimlich den IS unterstützt, und daß die Türkei jetzt den bewaffneten Aufstand gegen die syrische Regierung fördert, paßt ins Bild. Eine kleine, westlich orientierte Bildungsschicht in Konstantinopel, die in unseren Medien gerne oft als repräsentativ hingestellt wird, spielt dort leider keine Rolle.

    Wo ist der Aufschrei im Westen? Wo sind die Sanktionen gegen die Türkei wie sie gegen Rußland verhängt wurden? Es wird sich nichts ändern, denn der größte Kriegstreiber in dieser Region sind die USA zusammen mit ihren "Verbündeten", die alle ihre eigenen, nationalistischen Interessen verfolgen und sich um Völkerrecht nur dann kümmern, wenn es ihnen nützt. All diese Probleme gäbe es erst gar nicht, mischten sich die USA nicht überall auf der Welt - und speziell dort auch die Türkei und andere islamische Staaten - in fremde Staaten ein. All diese Staaten sollten einmal vor der eigenen Haustür kehren.

    Rußland und Putin liegen schon richtig, daß man in Syrien die Ordnung nur dann wiederherstellen kann, wenn man
    a) ALLE Kleinkriegskräfte (auch die von der Türkei unterstützten) entwaffnet und bekämpft
    b) die Staatsgewalt der syrischen Regierung wieder herstellt.
    Das müßte unser aller Interesse sein. Rußland ist offiziell darum von Syrien gebeten worden. Alle anderen Methoden sind zum Scheitern verurteilt.

    Heuer wurde eines Ereignisses leider nicht gebührend gedacht: 200 Jahre Wiener Kongreß, und Metternich! Damals ist eine Friedensordnung unter gleichberechtigten Partnern - gemeinsam mit Rußland - geschaffen worden. Spätestens im Krimkrieg war es damit aber wieder vorbei, weil im Nordwesten nationale Interessen globalisiert wurden.

    Die zweite Friedensperiode wurde nach dem 2. Weltkrieg durch Adenauer bzw. später Kohl und Gorbatschow (u.a.) mit dem gemeinsamen Haus Europa eingeläutet. Das ist leider auch wieder vom Westen her zertrümmert worden. Die beste Voraussetzung für eine friedliche Lösung wäre, wenn sich die USA aus der Weltpolitik heraushielten. Von dort ist in der letzten Zeit leider fast nur Unheil gekommen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorLeopold Trzil
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. November 2015 08:56

    Im Krimkrieg von 1853-56 beging Österreich den folgenschweren Fehler, Rußland nicht gegen die Türkei und ihre Verbündeten beizustehen. Damit ging die Achse Wien-St. Petersburg zu Bruch, die seit dem Wiener Kongreß Stabilität für Europa gebracht hatte.
    Heute unterstützt die Türkei kaum verhüllt den terroristischen Islamischen Staat und sie spielt offensichtlich eine Schlüsselrolle bei der Masseninvasion von Moslems über den Westbalkan auf die Achse Österreich-Deutschland-Schweden. Erdogan hat erklärt, daß die Ausbreitung des Islam sein Ziel ist; er hat auch gesagt: "Es gibt keinen Islamismus, es gibt nur den Islam."
    Und nun dieser Abschuß, der einen völlig unnötigen Schritt der Eskalation darstellt.
    Wessen Verbündeter ist die Türkei?

  5. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. November 2015 12:23

    Selbst wenn die türkische Version stimmen sollte, so ist doch ein Überflug von 17 (!) Sekunden relativ kurz. Noch dazu ist die von den Türken gemachte Kilometerangabe so kurz, daß der russische Flieger wohl gesegelt sein muss – sehr glaubwürdig!
    Aber bleiben wir bei den 17 Sekunden. Die Türken hätten da mehrfach(!) gewarnt. Reife Leistung.

    Und dann wird der SAR-Hubschrauber auch noch mit einer amerikanischen Rakete abgeschossen! Während die aus NATO-Sicht 'gemäßigten' Rebellen, die am Fallschirm hängenden, Piloten beschiessen.

    Ein paar Tage davor werden im NATO Vasallenstaat Ukraine die Strommasten in Richtung Krim gesprengt.

    Die Schlussfolgerung muss wohl sein: Die NATO will Krieg, keine sehr erbauliche Aussicht.

  6. Ausgezeichneter KommentatorNemo
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. November 2015 08:17

    Die Soverenität der Türkei war in keiner Weise durch einen unbedeutenden Überflug bedroht. Die aggressive Haltung von Obama und der Nato empört mich zutiefst, ebenso die Ermordung wehrloser Piloten

  7. Ausgezeichneter KommentatorWyatt
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. November 2015 08:21

    zum heutigen 25. November 2015
    möchte ich an Martin Luther erinnern,

    der vor 478 Jahren am 25. November 1537 gesagt haben soll:

    “…wenn der jüngste Tag nicht kommt, so wird doch der Türke einmal kommen und mit uns so umgehen, dass wir sagen werden: Hier war mal Deutschland.”


alle Kommentare

  1. Wasgehtdichdasan (kein Partner)
    17. Dezember 2015 20:55

    Wie kannst du einfach so behaupten das die Türken das Flugzeug auf syrischem Boden abgeschossen wurde und das die Türken mit dem IS verbündet ist.

  2. fewe (kein Partner)
    29. November 2015 03:46

    Vielelicht habe ich da etwas falsch verstanden, aber Russland hat doch nie gesagt, nur gegen die IS zu kämpfen sondern für Syrien. Das was bei uns als "gemäßigte" Rebellen bezeichnet wird, sind ja genauso Terroristen, die gegen Syrien kämpfen. Gegen alle die unterstützt Russland Syrien. Und Syrien ist halt nur die gewählte Regierung und das Syrische Militär und nicht jene, die die Leute in der Nato "eh nett" finden.

    Ich sehe also nicht, dass Russland in dieser Sache lügt. Eine Gleichstellung von der Türkei mit Russland sehe ich generell völlig unangebracht. Das war ein Kriegsverbrechen, was die da begangen haben. Nicht einfach irgendwas, wofür man sich nur entschuldigen muss.

  3. Knut (kein Partner)
    28. November 2015 08:00

    Von einer offenen Hurra-USA Propagandaserie ist in diesem Forum zwar nichts mehr zu spüren, aber der A.U. kann es nicht lassen, so ganz beiläufig gegen die Russen zu sticheln. Wie kommt es bitte zu der Aussage, die Russen hätten die Krim okkupiert? Das stimmt ganz einfach nicht.

    Und Macho ist der Putin auch keiner - er ist sich der Macht des russischen Staates und seiner Person bewusst und handelt kühl, überlegt und weise.

    Hätte man der NA(h)TO(d) einen Flieger abgeschossen, würden sich diese schon mit lautem Geheul im 3. Weltkrieg befinden.

  4. Chronist des Niedergangs (kein Partner)
    27. November 2015 21:45

    RT deutsch:

    "Mörder des russischen Su24-Piloten ist nach RT-Recherche türkischer Staatsbürger und Grauer Wolf.
    Der Kommandeur der turkmenischen Miliz, der vor Fernsehkameras damit prahlte, den am Fallschirm hängenden russischen Piloten erschossen zu haben, scheint nach RT-Recherchen ein türkischer Staatsbürger mit ultranationalistischem Hintergrund zu sein."

    Kurier.at:

    "SPÖ heult mit Grauen Wölfen
    .....SPÖ-Integrationsstadtrat Stefan Giegler feierten das ultranationalistische Spektakel in der ersten Reihe sitzend mit."

  5. Gasthörer (kein Partner)
    27. November 2015 18:23

    Das traurige ist, dass der österreichische Steuerzahler diese F16 bezahlen muss, die uns aktuell beinahe den 3. Weltkrieg bescheren. Wie geht das?

    Unser Steuergeld (ca. 3 Mrd. p/a) wandert nach Brüssel, dort wird jährlich eine Milliarde an sog. Heranführungshilfe an die Türkei überwiesen. Dafür können sie zwölf F16 kaufen (Stückpreis 80 Mio). Weil die türkische Kriegswirtschaft eine Finanzspritze braucht, und die Nato die Türkei in einen neuen Krieg schickt, zahlen wir nun weitere 3 Mrd. an die Neoosmanen.

    Es ist kein Geheimnis, dass die EU der zivile Arm der NATO ist und die EU-Nettozahler de fakto Leichen sind, die ausgeweidet werden. Der Hegemon schei..t doch auf die europ. Nationen.

  6. Tik Tak (kein Partner)
    27. November 2015 13:48

    Man müßte den Wachtmeister der Reserve Unterberger erfinden, wenn es ihn nicht schon gäbe.
    Seine Erfindungen sind nicht nur köstlich, er liegt auch fast immer zielsicher mit seiner Propaganda daneben.

    Also, zuerst die Fakten:

    Die SU-24 hat nach bekannten Aufzeichnungen für knapp 12 Sekunden tatsächlich türkischen Luftraum durchquert.
    Die wurde über Syrien abgeschossen und ist über Syrien herunterkommen.
    Die Piloten sind abgesprungen.
    Ein Pilot wurde von einer, von der Türkei unterstützten, Turkmenenmiliz erschossen als er am Fallschirm hing, das ist ein Kriegsverbrechen welches in Den Haag zu ahnden wäre.

    • Tik Tak (kein Partner)
      27. November 2015 13:49

      Ein als solcher gekennzeichneter russischer Rettungshubschrauber wurde während des Rettungseinsatzes von der, von den USA unterstützten, FSA am Boden mit einer TOW abgeschossen, auch das ist ein Kriegsverbrechen.
      Russland hat schon lange vor dem Attentat auf die Maschine über dem Sinai eine militärische Mission an der Seite Assads gegen alle syrischen Oppositionskräfte gestartet und hat diese Mission niemals "nur auf den IS" beschränkt, weder vor noch nach dem Attentat auf die russische Chartermaschine.
      Die Türkei sieht seit Jahren eine Zone von mehreren Kilometern auf syrischem Boden vor der türkischen und irakischen Grenze als von ihr beanspruchte Sicherheitszone an und damit auch den dazugehörigen Luftraum.
      Das hat die Türkei schon beim Abschuß der zur Drohne umgebauten F4 2012 durch Syrien angekündigt. (Übrigens hat Erdogan damals bekräftigt, das man wegen so eines Vorfalls keinen Krieg beginnen würde)
      Daher hat die Türkei auch diesmal die Zone als eigenen Luftraum definiert und beansprucht.
      Aus der Sicht der aktuellen türkischen Militärdoktrin war die SU-24 in türkischem Luftraum, auch wenn sie nach internationalem Recht sich in syrischen Luftraum befunden hat.
      Russland hat die Krim nicht okkupiert, die hat sich selbst der russischen Förderation zugehörig erklärt.
      Die Krimtataren werden von der Türkei mehr geduldet als gefördert, die werden, mit bis zu 4 mio. Angehörigen in der Türkei, von Regierung Erdogan ausdrücklich als Fremdvolk und als mögliche Konkurrenz zum aktuellen Regime angesehen
      Auch wenn die UdSSR Afghanistan okkupiert hat, die Mujaheddin sind eine Erfindung der USA, darauf sind die damals sogar stolz gewesen.
      Die wurden von den USA finanziert, ausgerüstet, trainiert und teilweise geführt.
      Wie übrigens auf die FSA in Syrien auch.
      Dass das "islamistische Unheil" erst durch die Okkupation Afghanistans so richtig angefangen hat ist wohl nur dem, ideologisch bedingten, historischen Wissensloch vom Unterberger zuzuschreiben, oder beginnt für ihn die Geschichte Afghanistans erst in den 1970er Jahren?
      Muslimische Kämpfer für Allah, das sind die Mujaheddin, gibt es seit der der Hedschra und die ist doch ein wenig länger her als bloß 40-50 Jahre.
      Dass der Unterberger dann noch die historischen russisch türkischen Spannungen im 19 Jahrhundert als eine der Hauptursachen des ersten Weltkriegs ansieht, macht ihn endgültig lächerlich.
      Es ist ja nett, daß der Unterberger wieder einen Scheck aus der Bolzmanngasse bekommen hat aber sogar FOX News würde diese Propaganda besser hinbekommen, wenn es wieder einmal um den "phösen Russ" geht.

      Dass es in der Gegend zu einem solchen Vorfall kommen würde, war angesichts der unkoordinierten Vorgangsweise zu erwarten.

      Die zwei wahrscheinlichsten Reaktionen werden allerdings eine Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Russland sein, da gibt es nicht nur jährlich ein paar Millionen Russen als Touristen sondern auch ein paar Pipelineprojekte die jetzt wohl in Wasser fallen, und eine bessere Koordination der Luftwaffen der dort operierenden Staaten sein.

      Erdogan mag ein dummer Hitzkopf sein aber nicht einmal der wird einen Krieg gegen Russland riskieren.
      Schon gar nicht, wenn ihm die NATO den Beistandsfall nach Art 5. der NATO Charta verweigert.
      Und das werden die.
      Die haben sogar ziemlich laut über die Sinnhaftigkeit der NATO Mitgliedschaft der Türkei nachgedacht.
      Bloß braucht die NATO den Luftwaffenstützpunkt in Incirlik, sonst müssten die Briten den in Akrotiri ausbauen und dazu haben die kein Geld.

      Ein russischer militärischer Angriff auf die Türkei wird nicht stattfinden, dazu hat dieses Land keinen Grund, wenn man andere Mittel wie wirtschaftliche Sanktionen oder Diplomatie zur Verfügung hat.
      Die Türkei würde ein paar Mrd, USD pro Jahr verlieren, das ist ausreichend Druckmittel.
      Zumal die Türkei die letzte Schutzzone zwischen Russland und dem IS ist.
      So dumm ist das Lieblingsfeindbild Putin vom Unterberger eben doch nicht.

      Den Hauptschaden wird auf Dauer die Türkei davontragen, für Russland könnte das sogar einen Eintritt in eine Situation bringen, die ein Ende der Sanktionen nach sich zieht.
      Schließlich braucht der Westen Russland, Syrian und Assad und die Iraner für den Krieg gegen den IS.
      Und der Iran wird schon ziemlich umworben.
      Warum nicht also auch Russland?

      Aber das wird der Unterberger nicht von FOX News oder einer Trump Pressekonferenz erfahren.

      Und daher wird diese Erkenntnis auch nie in Pyrkergasse auftauchen.

      Na ja, es hilft halt, wenn man in der Gegend viel Zeit verbringt.

  7. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      27. November 2015 08:24

      Angesichts der tatsächlichen – wenn auch stillschweigenden – Koalitionen im Nahen Osten ist der Artikel Unterbergers ein Wunder, sieht man von ein paar seiner üblichen „Ferscherln“ gegen Putin/Rußland ab. Es dämmert offenbar, daß die Türkei weder ein Verbündeter noch ein Mitglied in welch wie immer konstruierten europäische Staatengemeinschaft sein kann.

      Die lächerliche Ansage des Merkels die Türkei zum „Partner“ beim Eindämmen der Flutung mit Migranten zu machen – gegen die selbstverständliche Schutzgeld-Erpressung – ist nicht Politik, sondern verbal behübschter Hoch- und Landesverrat. Es ist ja offensichtlich, daß diese Invasion eine gemeinsame und akkordierte Aktion der USA mit der Türkei war und ist. Der Ausdruck „den Bock zum Gärtner machen“ ist viel zu harmlos für den ganzen Vorgang.

      Was den Abschuß betrifft, so müßte man doch bedenken, daß dies ohne vorherige Genehmigung durch die USA/NATO auch ein größenwahnsinniger Erdogan kaum wagen dürfte. Damit reiht sich diese Provokation Russlands nahtlos in die bisherigen ein, mit denen die USA um jeden Preis den „Dritten Durchgang“ zu provozieren sucht. Es ist dem besonnenen Agieren Putins/Rußlands zu danken, daß sich die Lage bisher noch nicht hochgeschaukelt hat.

      Eine andere Analyse der Ereignisse glaubt hinter dem Abschuß den Sohn Erdogans zu sehen, der diesen befohlen haben soll. Dieser sei nämlich für das illegale Schmuggelgeschäft mit dem vom IS gestohlenen Öls zuständig, (für die Türkei und die „Familie“ ein sehr gutes Geschäft, weil dieses Öl zu Dumpingpreisen zu haben ist), das durch die russischen Angriffe auf die vom IS kontrollierten Förderanlagen, Raffinerien und die Transport-Konvois empfindlich gestört wurde. – Eine sehr wirkungsvolle Strategie: die Geldquellen des IS trocken zu legen. Und einem Kumpan der Terrorbanden und staatlich gedeckten Schmuggler wäre so eine faktische Kriegserklärung gegen Rußland durchaus zuzutrauen.

      Es dürften auch weniger die paar von der Türkei „beschützten“ Bloßfüssigen das Ziel der russischen Kampfflugzeuge gewesen sein (zu schade um die Kampfmittel für ein paar Niemande), sondern die Ölschmuggel-Struktur im Grenzgebiet. Rußland hatte ja bisher durch die „richtige“ Auswahl echter Feindziele in wenigen Wochen mehr erreicht, als die USA uns deren Verbündeten in 2 Jahren.

      Wie dem auch sei: unsere Hoffnung die eigene Bedrohung abzuwenden liegt nicht bei „unseren“ Polit-Hochverrätern, sondern einzig darin, daß Rußland den US-Kriegen by Proxi, dem völkerrechtswidrigen Regime-Change-Versuchen und dem Größenwahn der Türkei einen Riegel vorschiebt. Es wäre auch zu hoffen, daß Rußland die Türkei mit einem Wirtschaftsboykott so schwer trifft, daß sie in die Knie gehen – und, daß während solch einer Atempause für Europa sich ein Umdenken bezüglich der Türkei zeigt.

  8. Latrinen-Offiziere (kein Partner)
    27. November 2015 01:43

    In der CIA-Postille „Die Presse“ steht ein Artikel mit dem Untertitel:

    "Die Militärintervention Moskaus sei weniger effektiv als von Regierung, russischen Militärs und Medien behauptet, meinen nun auch österreichische Militärexperten in einer Analyse für die "Presse"."

    Unsere hochgradigen Militärexperten übersehen, dass die USA dem IS schon vor 2 Jahren den Krieg erklärt haben. Was haben die USA in 2 Jahren gegen den IS ausgerichtet? Mh?

    Die österreichischen Militärexperten sollen sich auf das beschränken, was sie wirklich können: an den ehemaligen Grenzen Österreichs den IS-Terroristen das Klo schruppen.

    • Präkollaps (kein Partner)
      27. November 2015 02:01

      Wenn das österreichische Bundesheer die Grenzen unseres Landes nur annähernd so aggressiv wie die Türkei sichern würde, wäre es nicht zu einem militärischen Putzlappen des Islam verkommen.

  9. Erich Bauer
    26. November 2015 09:45

    Ich bin durch Zufall auf ein sehr interessantes Dokument der amerikanischen Navy gestoßen. Es handelt sich um die Ausschreibung zur Renovierung einer Schule #5 in Sevastopol auf der Krim vom Department of the Navy über die amerikanische Regierungsstelle FedBizOpps.gov (Federal Business Oportunities).

    Interessant ist das Datum der Ausschreibung vom 5. September 2013.

    Das ist – Gott bewahre - keine "Verschwörungstheorie" sondern einer von vielen "ganz normalen" PLÄNE...

    http://www.anony.ws/image/JbKV
    http://www.anony.ws/image/JbKc

    • Tik Tak (kein Partner)
      27. November 2015 13:50

      Wenn Sie das Dokument lesen und verstehen würden, hätten Sie erkannt, daß das Teil eines Marketingprogramms der US Armed Forces ist, mit welchem die weltweit öffentliche Einrichtungen sanieren um vor Ort gute Stimmung für die USA zu machen.
      Der Auftrag wurde übrigens wegen "der aktuellen Situation in der Ukraine" gar nicht erst vergeben sondern die Ausschreibung am 15. April 2014 abgebrochen, wie einige andere Projekte weltweit auch.
      Solche Projekte betreiben die wie Sand am Meer, das ist eine Government Charity die sogar in das Bundes- Entwicklungshilfebudget der USA eingerechnet wird.
      Das ist, bei aller Ablehnung der US Poltik, keine sinistre Sache.
      Die haben z.B. auch schon in der Vergangenheit öffentliche Einrichtungen in Europa, Asien oder der Karibik saniert, ohne dort etwas anderes gemacht zu haben, also auch keine Militäraktionen.
      Die Website ist übrigens einfach nur eine Ankündigungsplattform der US Regierung für Ausschreibungen.
      Die laufen in der Abwicklung oft über mehr als 7-8 Jahre bevor sie endgültig vergeben werden.
      Dahinter was anderes als staatliche Ineffizienz zu vermuten ist einfach nur daneben.

      Das Original können Sie übrigens ganz offiziell auf fbo.gov/index?s=opportunity&mode=form&tab=core&id=2bb691b61c59be3a68180bd8c614a0cb&_cview=1 nachlesen.

      Ganz ohne Verschwörungstheorien.

      Manchmal ist eine Banane einfach nur eine Banane.

  10. Normalsterblicher
    25. November 2015 21:40

    Dazu interessante Video-Informationen von der anderen Seite des InfoWar-Reviers, nämlich von Russia Today:

    https://www.rt.com/news/323369-turkey-downed-russian-jet/

    Der Zuseher wird mit interessanten Betrachtungen über die Turkmen als Teil der sogenannten "moderaten" Anti-Assad-Koalition konfrontiert. Aber auch der ISIS-Ölhandel über die Türkei wird thematisiert, unter anderem.

  11. Brigitte Imb
    • Zöbinger (kein Partner)
      27. November 2015 18:38

      Das ist schon ein Verbrechen der Türkei, den russischen Flieger abzuschießen, der überhaupt keine Bedrohung darstellte.
      Gleichzeitig handelt die Türkei so wie dumme Kinder in der Sandkiste mit Papierfliegern spielen und dann zum Raufen anfangen, weil ein Kind vielleicht sagte: du hast meinen Luftraum verletzt.
      Diese präpotenten türkischen Trottel vom Militär bedenken da ja nicht, was das für eine personale Katastrophe auslösen kann; die materielle eines solchen Fliegers ist auch nicht unerheblich!

  12. Bob
    25. November 2015 16:57

    Wie sich herausstellt wurden die Piloten nicht gewarnt, und haben auch die Türkei nicht überflogen. Ich kann die Menschen nicht verstehen, die in dieses Sultanat fahren um Urlaub zu machen. Graust denen vor gar nichts?

  13. Pumuckl
    25. November 2015 14:38

    A. U. " . . . Es gibt in Wahrheit überhaupt keinen Grund mehr, mit der Türkei noch in der NATO in einem Bündnis mit bedingungsloser Beistandspflicht verbunden zu sein. . . . "

    Aus europäischer Sicht kann ich DR. Unterberger aus tiefster Überzeugung beipflichten. Rief nicht erst kürzlich " Sultan " Erdogan den Austrotürken in Wien zu,
    sie seien ENKEL VON SULTAN SULEYMAN UND ENKEL VON KARA MUSTAFA.

    Das KARA MUSTAFAS Mordbanden Österreich bis über die Enns hin vergewaltigend mordend, raubend und brandschatzend heimsuchten, konnten unsere Kinder früher sogar in der Schule lernen.

    Leider wird viel zu bald selbst der allerdümmste, vom internationalen Sozialismus verführte, Österreicher begreifen, DASS DIESE TÜRKEI EIN FEINDSTAAT IST.

    Aber Dr. Unterberger sollte doch " RUSSLAND IM ZANGENGRIFF " seines an Prominenz sicher ebenbürtigen Kollegen PERTER SCHOLL LATOUR lesen.

    DORT ERFAHREN WIR SEHR ÜBERZEUGEND, DASS DIESE TÜRKEI EIN SEHR WICHTIGES ELEMENT DER EINKREISUNG RUSSLANDS DURCH USA UND NATO IST ! ! !


    Was wir aktuell in der Ukraine erleben sehe ich und sehr viele andere Blogpartner
    als Vollendung dieser Einkreisungspolitik.

    • F.V. (kein Partner)
      27. November 2015 08:32

      Pumuckl,

      ihre an sich korrekten Anmerkungen sind in einem Punkt fundamental daneben:

      den großen, hellsichtigen und aus Wissen und um Wahrheit bemühten Kommentator des Weltgeschehens, Peter Scholl-Latour, in eine Reihe mit dem CIA-Agenten Unterberger zu stellen.

  14. Erich Bauer
    25. November 2015 14:19

    Hm, Naja… In der Tat es gibt nichts mehr dazu zu sagen. Der „Schützengraben“ ist ausgehoben. Drinnen hocken nur noch ein paar Wenige. Die Manipulations- und Desinformations-Offiziere wähnen sich auf der „richtigen Seite“. Denn die „Stabsoffiziere“ versichern das. Der geistige Stellungskrieg kann beginnen…

    Es ist müßig, dieser, seit Jahr und Tag betriebenen, dreisten Verdrehungen von Tatsachen mit chronologischem Aufbau, faktischer Ursache/Wirkung Grundlage, plausiblen Schlussfolgerungen zu begegnen. Schade um die Mühe. Vor allem schade um den Zeitaufwand. Es gibt wichtigeres zu tun.

    Denn die NATO-Schützengraben-Offiziere sind voll gestopft mit der Droge. Den paar noch verbliebenen Mainstream-Soldaten sei geraten sich von dieser Droge, die einen Sedierungs-Effekt herbeiführt, fernzuhalten. Okay, eine „Lucky Strike“…

    Nun, aber etwas fürs Amüsement. Von einer herumliegenden „KRONE“ sprang mich heute die Schlagzeile an: „Amokfahrt aus Liebekummer“. Ähäm. Auch die „ÖSTERREICH“ Headline ist sehr bemerkenswert: „Türkei schießt Russen-Jet ab“ +++ Putin attackiert Türkei +++. Es lohnt sich nicht über diese „Radio-Gaga“-Meldungen auch nur ein einziges Wort zu verlieren. Auch jede Sekunde gedanklicher Auseinandersetzung ist bereits fahrlässige Zeitverschwendung.

    Ich kann nur jeden „einfachen“ Schützengraben-Soldat raten, sich von diesen Schwachsinnigkeiten – wenn schon nicht fernzuhalten – so doch zusätzlich das Informationsangebot des Internets anzunehmen. Wenn aber jemand unbedingt unter General „Bumsti“ dienen möchte – dann sei’s drum. Wenn jemand für die Feinderkennung zu blöd ist, dann versinkt er in der Geschichte als verbrauchtes Kanonenfutter – Heil General „Bumsti!“

    Abschließend noch ein kurzer Blick auf die „Alpha“-Mainstream-Medien. Es ist schon erstaunlich festzustellen, dass zu diesem Thema kaum noch „gegnerische“ Meinungen in den Foren aufkommen. Nur noch vereinzelt, von ein paar „Versprengten“. Die gewaltigeren Gegenstimmen haben jedoch scheint’s aufgegeben…? Haben sie aber nicht. Die NATO-CIA-Trolle bleiben – etwas armselig – unter sich. Man könnte das mit einer ekligen Gruppen-Masturbation vergleichen. Immerhin kann bei den NATO-CIA-Masturbanten das Rückgrat davon nicht mehr geschädigt werden… FAZ oder SpiegelOn könnten zu diesem Themenkreis ganz unbesorgt die Kommentarfunktion wieder öffnen. Es würde sich niemand drum scheren. Aber, was bedeutet das? Es bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass die Selbstdenker diese „Radio-Gaga“-G’schichten nicht einmal mehr ansatzweise ernst nehmen. Und da hocken sie nun… die „Alpha-Fulbright“-Zwerge.

    Das Requiem für die „Alpha“-Journaille ist schon in Vorbereitung. Es wird ganz sicher schön… und sehr feierlich.

    • Erich Bauer
      25. November 2015 15:38

      Das trifft die Türken in ihr Innerstes. Bei ihrer lächerlichen „Ehre“…

      Russland plant Strafbarkeit von Leugnen des Armenier-Genozids durch Türkei...

    • Riese35
      25. November 2015 20:32

      Wenn ein NATO-Staat sich darin übt, in Drittstaaten bewaffnete Aufstände gegen eine fremde Regierung zu unterstützen, dann hat das mit den Zielen der NATO, zumindest mit den offen ausgesprochenen, nichts mehr zu tun. Gleich wie man über die NATO denkt, ein solcher Staat, der nicht in Verteidigungs- sondern in aggressiver Angriffsposition nationalistische Großmachtziele verfolgend seine "Partner" in einen äußeren Konflikt hineinzuziehen versucht, verdient nicht die Unterstützung durch das Bündnis, sondern den Ausschluß aus dem Bündnis und Sanktionen.

      Mein ganzes Mitgefühl gehört dem russischen, ermordeten Piloten und Rußland, das tapfer versucht, das Schlamassel, in das Syrien getrieben wurde, wieder in Ordnung zu bringen.

    • F.V. (kein Partner)
      27. November 2015 08:38

      Riese,

      seit dem Untergang der SU und des Warschauer Paktes hatte die NATO ihre - vorgebliche - Funktion ohnedies verloren. Aber man hatte flugs eine neue Doktrin parat. Wahrscheinlich war es aber ohnedies immer schon die alte:

      Europa unten zu halten,

      Rußland einzukreisen und

      die hegemoniale US-Politik mit unzähligen, immer per fake provozierten lokalen Kriegen voranzutreiben.

      Über das VEhikel "Bündnisfall" konnten sich die USA jederzeit und überall einmischen und die "Verbündeten" zu Kriegsdienst und/oder Tributleistungen dafür einspannen.

  15. Patriot
    25. November 2015 13:32

    Man schlachtet schon wieder das falsche Schwein. Die Türkei ist das gefährlichste islamische Land. Relativ entwickelt, und fanatisch bis zum Abwinken. Nebenbei entwickelt man natürlich auch die Atombombe, was kaum thematisiert wird. Schöne Aussichten für die Zukunft. Ein türkischer Sultan der seine rapide wachsenden Eroberungsprovinzen in Europa mit der Atombombe beschützt.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article132446686/Arbeitet-die-Tuerkei-heimlich-an-der-Atombombe.html

    Nebenbei fällt mir auf, dass viele Zeitungsfritzen in letzter Zeit untertänigst nicht mehr in normalem Deutsch "die Türkei" sondern nur noch "Türkei" schreiben. Offenbar gefällt den türkischen Muselmanen der weibliche Artikel vor ihrem Land nicht.

    • Bob
      25. November 2015 17:01

      Mir ist Unverständlich das man bei den Surenbrüdern Urlaub macht, nur weil es billig ist.

  16. Brigitte Imb
    25. November 2015 12:26

    Wir können getrost davon ausgehen, daß wir von Politikern (u. Medien) angelogen werden. Die längste Pinocchionase müßte Obama wachsen, vom Islamisten E...wahn will ich ja gar nicht reden, der ist in meinen Augen ein Verbrecher.

    Der Seitenhieb auf Putin ärgert mich ein wenig, denn nur seiner Besonnenheit und Diplomtie ist es zu verdanken, daß uns in Europa noch nicht die Bomben um die Ohren fliegen. Die westlichen Kriegstreiber, unter denen der IS erst entstehen konnte, würden sich das wohl wünschen.

    Und daß der "Westen" nicht erkennt welch böses Spiel die Türkei treibt ist die allergrößte Lüge. Die Türkei stellt die Vorhut zur Vermuselung Europas.

  17. dssm
    25. November 2015 12:23

    Selbst wenn die türkische Version stimmen sollte, so ist doch ein Überflug von 17 (!) Sekunden relativ kurz. Noch dazu ist die von den Türken gemachte Kilometerangabe so kurz, daß der russische Flieger wohl gesegelt sein muss – sehr glaubwürdig!
    Aber bleiben wir bei den 17 Sekunden. Die Türken hätten da mehrfach(!) gewarnt. Reife Leistung.

    Und dann wird der SAR-Hubschrauber auch noch mit einer amerikanischen Rakete abgeschossen! Während die aus NATO-Sicht 'gemäßigten' Rebellen, die am Fallschirm hängenden, Piloten beschiessen.

    Ein paar Tage davor werden im NATO Vasallenstaat Ukraine die Strommasten in Richtung Krim gesprengt.

    Die Schlussfolgerung muss wohl sein: Die NATO will Krieg, keine sehr erbauliche Aussicht.

    • Bob
      25. November 2015 22:49

      *****************************************

    • F.V. (kein Partner)
      27. November 2015 08:41

      ... die NATO will Krieg meint wohl: die USA wollen Krieg, denn die NATO ist der Schlagarm der USA.

    • fewe (kein Partner)
      27. November 2015 16:28

      Ja, so ist es wohl. Zum Glück bewahrt Putin einen kühlen Kopf. Die Touristen aus Russland werden den Türken fehlen und auch im restlichen Europa wird man es sich wohl zweimal überlegen, ob man dort unbedingt seinen Urlaub verbringen will.

      Dass die Türken den IS unterstützen, indem sie denen u.a. Öl abkaufen, werden nun breitere Kreise der Öffentlichkeit mitbekommen haben.

  18. Rosi
    25. November 2015 11:52

    'Damit wird vor allem die Gefahr immer größer, dass aus einem Stellvertreterkrieg ... eine direkte Konfrontation zwischen diesen Mächten wird.'
    Stimmt leider genau, und mit all den übrigen Krisenherden und schwelenden Problemen wie Überflutung der EU mit Flüchtlingen gibt es Leute, die ernsthaft einen dritten Weltkrieg in naher Zukunft befürchten.
    So abwegig scheint das gar nicht zu sein, wenn man sich die Sache in Ruhe durchdenkt. Das Problem ist eher, wie kann man Gegenstrategien finden, um einen Ausbruch des dritten Weltkriegs zu verhindern.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  19. Josef Maierhofer
    25. November 2015 10:49

    @ PS

    Das müssen wir Frau Merkel und UHBK und sonst noch einigen sagen ...

    Die europäische ideologisch begründete Dummheit wird Europa auslöschen, oder hat es schon geschafft.

  20. socrates
    25. November 2015 10:48

    Die Freiheitskämpfer, welche A.U. beschreibt, freilich anders:
    Der Nahe Osten
    Ein kürzlich veröffentlichtes Video soll einen der abgeschossenen russischen Kampfpiloten zeigen, der keine Lebenszeichen mehr von sich gibt. Um ihn herum stehen Kämpfer der turkmenischen Alwiya al-Asha-Miliz, die ihn auf Arabisch „Tayyar Russi“, als „russischen Piloten“ beschreiben. Sein Gesicht ist blutverschmiert. Auf dem Video ist zu hören, wie die Milizionäre sagen, sie fänden es schade, dass sie ihn nicht sofort verbrannt hätten. Die FSA-Miliz hat ihren Hauptsitz in der Türkei.
    Die Ösis, die so etwas getan haben, werden zur Rechenschaft gezogen und sind schlecht. Für Tartaren gilt die Unschuldsvermutung. Die Strommasten, welche Energie von der Ukraine in die Krim bringen und die angeblich von Tartaren gesprengt wurden, dürfen nicht repariert werden. Diesmal sind es nicht die Tartaren. Lügenpresse!

  21. socrates
    25. November 2015 10:10

    Warum steht hier soviel Unsinn? Die SU24 befand sich am Rückflug vom ISIS, war also keine Gefahr. Statt MH17 kommt eine SU24 dran. Der Ort ist klar, Syrien! Den Piloten am Fallschirm abzuschießen ist Mord!
    Den blutigen Kopf wird sich die Türkei holen, der Raketenkreuzer Moskava steht bereits vor Syrien um einzugreifen. Die Versorgungswege Russlands sind kürzer wie die der USA und ich bin schon auf den Kampf der Technologien neugierig.

    • blem-blem
      25. November 2015 10:25

      Ich pfeif' auf den Kampf der Technologien - der Glaube daran war immer eine Quelle des Verderbens.

      Ich sage dazu nur: Bumsti! (aus den letzten Tagen der Menschheit, wenn ich nicht irre, wo Österreicher von der Effizienz ihrer Geschütze berauscht waren).

      Natürlich wollen alle Technikgläubige die Wirkung der - zweifellos faszinierend intelligenten - Waffensysteme erproben.

  22. Leopold Trzil
    25. November 2015 08:56

    Im Krimkrieg von 1853-56 beging Österreich den folgenschweren Fehler, Rußland nicht gegen die Türkei und ihre Verbündeten beizustehen. Damit ging die Achse Wien-St. Petersburg zu Bruch, die seit dem Wiener Kongreß Stabilität für Europa gebracht hatte.
    Heute unterstützt die Türkei kaum verhüllt den terroristischen Islamischen Staat und sie spielt offensichtlich eine Schlüsselrolle bei der Masseninvasion von Moslems über den Westbalkan auf die Achse Österreich-Deutschland-Schweden. Erdogan hat erklärt, daß die Ausbreitung des Islam sein Ziel ist; er hat auch gesagt: "Es gibt keinen Islamismus, es gibt nur den Islam."
    Und nun dieser Abschuß, der einen völlig unnötigen Schritt der Eskalation darstellt.
    Wessen Verbündeter ist die Türkei?

    • Riese35
      25. November 2015 09:54

      *****************************************************!

      Danke! Es freut mich, daß Sie auch die Zusammenhänge mit dem Wiener Kongreß und dem Krimkrieg von 1853-56 sehen. Die damalige Nicht-Politik Österreichs und den Bruch der Achse Wien-St. Petersburg sehe ich auch als einen sehr schweren Fehler an. Schließlich hatten Österreich und Rußland ein gewaltiges Problem gemeinsam: den islamischen Expansionismus an seinen Grenzen. Der damalige Bruch der Friedensordnung hatte erst die große Blockbildung in Europa möglich gemacht, die im Ersten Weltkrieg ihren Höhepunkt fand.

      Die heutige Situation unterscheidet sich im Kern nicht von damals. Eine Lösung wird es nur geben, wenn man beide Seiten zu verstehen versucht. Und Rußland ist leider viel zu oft vom "demokratischen" Westen enttäuscht und verraten worden, wo es nicht heißt "pacta sunt servanda", sondern die "Mehrheit hat immer recht" egal wie oft die ihre Meinung ändert.

      Die Geschichte scheint sich zu wiederholen, und die alten Machtblöcke scheinen wieder aufzuerstehen. Und Österreich laviert wie vor 160 Jahren wieder führungslos durch die Krise.

    • dssm
      25. November 2015 12:28

      1853! Da war die Lage wohl komplizierter.
      Österreich geschwächt vom 48er Jahr; man sollte nicht vergessen, den Sieg über Ungarn haben wird den Russen zu verdanken gehabt.
      Im Reich gärt es, jedes Engagement woanders kann sofort Preussen aktiv werden lassen.
      In Italien gibt es grobe Scherereien mit Unruhestiftern.
      Und sich mit der Großmacht Nummer Eins, nämlich England anzulegen, das wollten die Österreicher in dieser Situation nicht.

    • Riese35
      25. November 2015 20:41

      @dssm: Danke für die Ergänzungen. Ich sehe darin viele Ähnlichkeiten mit heute. Auch heute will sich niemand mit England oder besser den USA anlegen. Und Unruhestifter gibt es auch heute im Lande genügend. Notfalls werden sie herangekarrt. Ob im Umkehrschluß die Lage heute sehr viel einfacher ist?

  23. Erich Bauer
    25. November 2015 08:37

    Seit heute ist klar, dass der Islamische Staat, der bald 10 Mal so groß ist wie Österreich, ein NATO-Mitglied ist.

    http://www.andreas-unterberger.at/2015/11/sport-kultur-und-korruption/#comments

  24. Bob
    25. November 2015 08:31

    Und diese Türkei will in die EU. Lügen und betrügen ist diesem Erdogan in die Wiege gelegt. Glaubt den jemand wirklich, das ein moderner Jagdbomber sich so ohne weiters abschießen läßt, wenn er nicht annimmt das abschießende Flugzeug ein Verbündeter ist?

  25. Wyatt
    25. November 2015 08:21

    zum heutigen 25. November 2015
    möchte ich an Martin Luther erinnern,

    der vor 478 Jahren am 25. November 1537 gesagt haben soll:

    “…wenn der jüngste Tag nicht kommt, so wird doch der Türke einmal kommen und mit uns so umgehen, dass wir sagen werden: Hier war mal Deutschland.”

  26. Obrist
    25. November 2015 08:19

    Mit dem Abschuss wollen die Türken erst einmal sehen, wie weit sie gehen können und wie sehr die Amerikaner auch bei der Vernichtung der Kurden wegsehen, auch wenn deren noch nicht erfolgte Reaktion auf den Vorfall eher Ratlosigkeit vermuten lässt.
    Afghanistan und den Menschen, die ja nach dem überaus erfolgreichen jahrelangen westlichen Militäreinsatz resignierend Europa überschwemmen, wäre vielleicht unter einer russischen Herrschaft so Manches erspart geblieben, hätten die Amerikaner nicht die Taliban ausgebildet und munitioniert. Jetzt wird keiner mehr der Geister (und nicht nur dieser!) Herr, die von der Paradedemokratie entfesselt wurden.

  27. Nemo
    25. November 2015 08:17

    Die Soverenität der Türkei war in keiner Weise durch einen unbedeutenden Überflug bedroht. Die aggressive Haltung von Obama und der Nato empört mich zutiefst, ebenso die Ermordung wehrloser Piloten

  28. Riese35
    25. November 2015 02:21

    Die türkischen Großmacht- und Weltbeherrschungsträume sind nicht neu. Daß Erdogan ausgerechnet in Wien Suleiman und Mehmet IV. in seiner Ansprache vor in Wien lebenden Türken lobend und als Vorbild hervorhebt, daß jedes Jahr in Konstantinopel der osmanischen Eroberung gedacht wird, daß die Türkei heimlich den IS unterstützt, und daß die Türkei jetzt den bewaffneten Aufstand gegen die syrische Regierung fördert, paßt ins Bild. Eine kleine, westlich orientierte Bildungsschicht in Konstantinopel, die in unseren Medien gerne oft als repräsentativ hingestellt wird, spielt dort leider keine Rolle.

    Wo ist der Aufschrei im Westen? Wo sind die Sanktionen gegen die Türkei wie sie gegen Rußland verhängt wurden? Es wird sich nichts ändern, denn der größte Kriegstreiber in dieser Region sind die USA zusammen mit ihren "Verbündeten", die alle ihre eigenen, nationalistischen Interessen verfolgen und sich um Völkerrecht nur dann kümmern, wenn es ihnen nützt. All diese Probleme gäbe es erst gar nicht, mischten sich die USA nicht überall auf der Welt - und speziell dort auch die Türkei und andere islamische Staaten - in fremde Staaten ein. All diese Staaten sollten einmal vor der eigenen Haustür kehren.

    Rußland und Putin liegen schon richtig, daß man in Syrien die Ordnung nur dann wiederherstellen kann, wenn man
    a) ALLE Kleinkriegskräfte (auch die von der Türkei unterstützten) entwaffnet und bekämpft
    b) die Staatsgewalt der syrischen Regierung wieder herstellt.
    Das müßte unser aller Interesse sein. Rußland ist offiziell darum von Syrien gebeten worden. Alle anderen Methoden sind zum Scheitern verurteilt.

    Heuer wurde eines Ereignisses leider nicht gebührend gedacht: 200 Jahre Wiener Kongreß, und Metternich! Damals ist eine Friedensordnung unter gleichberechtigten Partnern - gemeinsam mit Rußland - geschaffen worden. Spätestens im Krimkrieg war es damit aber wieder vorbei, weil im Nordwesten nationale Interessen globalisiert wurden.

    Die zweite Friedensperiode wurde nach dem 2. Weltkrieg durch Adenauer bzw. später Kohl und Gorbatschow (u.a.) mit dem gemeinsamen Haus Europa eingeläutet. Das ist leider auch wieder vom Westen her zertrümmert worden. Die beste Voraussetzung für eine friedliche Lösung wäre, wenn sich die USA aus der Weltpolitik heraushielten. Von dort ist in der letzten Zeit leider fast nur Unheil gekommen.

    • Igo
      25. November 2015 07:01

      Verstehe ich das richtig: Türkei schiesst russischen Kampflieger ab..und..die Schuld liegt bei den Amerikanern? Riese35: warum schreiben sie nicht ganz einfach: ceterum censeo american esse delendam!?? Worauf wollen sie hinaus? Als ob die anderen nicht denselben Dreck am Stecken hätten?

    • Riese35
      25. November 2015 09:57

      @Igo: Ich warte gespannt auf Obama, wie er durch Europa tourt und seine Partner von notwendigen Sanktionen gegen die Türkei überzeugt.

    • F.V. (kein Partner)
      27. November 2015 09:05

      Igo,

      wenn sie 1 und 1 ohne Rechenschieber zusammenzählen könnten, dann begriffen sie vielleicht wie die Zusammenhänge sich darstellen.

      Als vor Jahrzehnten die Bundesrepublik unter Adenauer die ersten „Gastarbeiter“ anzuheuern sich anschickte, wollte Adenauer diese von Spanien holen.

      Dies scheiterte am „Protest“ der USA, die Adenauer wohl nötigten türkische Gastarbeiter ins Land zu holen. Das war damals noch per quantifiziertem Vertrag und kurzfristiger Rückkehr, aber hatte schon den Keim in sich später kultur- und Ethnie-fremde Völkerscharen nach Europa zu karren. – Cui bono? Und mit welcher strategischen Absicht?

      Ereignisse heute haben immer eine Vorgeschichte, die weit zurück reicht und mit strategisch-politischen Absichten verknüpft sind.

      Wer hatte schon vor Jahrzehnten die EUdSSR gedrängt, um nicht zu sagen genötigt, der Türkei eine Aufnahme in diese „europäische Wertegemeinschaft“ zuzusagen? – Richtig: die USA.

      Zwar ist die Türkei eines der am höchsten gerüsteten Ländern gleich nach den USA, Rußland, China, aber ohne „Erlaubnis“ des Hegemons würden sie es kaum wagen Rußland mit einem faktischen Kriegsgrund herauszufordern. – Also, stellen sie sich nicht gar so dumm.

  29. Maria Kiel
    25. November 2015 01:24

    am Erschreckendsten ist für mich, wie welcher Effronterie die Türkei ihre Maske fallen lässt;
    und für des captains P.S. hole ich den gesamten Stern(derl)en-Himmel herunter!

  30. Klemens Resch
    25. November 2015 01:05

    Es muss nicht zwingen bedeuten, dass Russland lügt, nur weil der Abschuss über einem Gebiet stattgefunden hat, welches nicht von dem IS besetzt ist. Ein solcher Flieger muss auch irgendwann heimkehren und nach Angaben der syrischen Behörden, flog dieser Flieger gerade von einem Einsatz gegen den IS zurück.

    • dssm
      25. November 2015 16:21

      Selbst wenn genau dieser Flieger irgend eine andere Fraktion angegriffen hätte, so bleibt doch die Frage was diese 'Anderen' vom IS unterscheidet.
      Die turkmenischen Milizen haben ja gezeigt welche Werte sie vertreten, als sie auf die hilflos am Fallschirm hängenden Piloten schossen und auch noch gleich einen SAR-Hubschrauber abschossen.
      Auch die Al-Nursa ist wohl keine gar so demokratische Fraktion.
      Daneben gibt es noch mehrere kleinere Gruppen mit sehr duiosem Programm.

  31. kritikos
    25. November 2015 01:04

    Das P.S. sollte in Blockbuchstaben geschrieben sein und allen EU-Politikern, samt USA, in die Köpfe gebläut werden. Der Antagonismus Türkei-Russland ist Jahrhunderte alt und wie man auch anderwärts sieht, stirbt ein solcher nicht so leicht.
    Erdogans Politik ist mehr als undurchsichtig, d.h. vielleicht sogar wieder einsichtig, aber nicht nach Europas Geschmack. Da ist Putin wahrscheinlich klarer. Beide sind in ihrem Ego ähnlich und nicht gerade Sympathie erweckend. Persönlich präferiere ich Putin.
    Der Jammer ist die vielschichtige Verstrickung gerade in Syrien und eben die erwähnte Gefahr einer Eskalation der Stellvertreter, d.h. eigentlich der Drahtzieher im Hintergrund. Auch "Hintergrund" ist falsch, denn man kennt sie ja.
    Und was bringt die Weltreise der Herrn Hollande? Wieder nur Gewäsch. Und wie ist die Sache mit den Israelis und deren (angeblichen) Kontakten zu ISIS? - Die Hoffnung stirbt zuletzt?

    • dssm
      25. November 2015 12:33

      Ich halte das PS für eine Frechheit!
      Wir sind nicht Teil der NATO, also sollten wir denen nicht vorschreiben wen sie dabei haben dürfen!
      Wir haben auch kein Militär, daher sollten wir für den Schutz durch die USA dankbar sein (so wie halt auch ein Mafia-Don wohl Dank verlangen würde).

    • F.V. (kein Partner)
      27. November 2015 09:11

      Bei Kommentaren im UTB weiß ich oft nicht, ob sie eine kabarettistische Einlage sind oder nicht. Das liegt daran, daß ich den Autoren diesen Humor nicht zutraue.

      Sollte dssm seine Bemerkung sozusagen "Aus der Anstalt" gemeint haben, dann wäre sie umwerfend.

      Andernfalls ...

  32. efrinn
    25. November 2015 00:50

    Klartext wie immer. Danke.
    Und danke für den Mut, auch das PS zu schreiben.
    Das ist mehr als Klartext!

    • F.V. (kein Partner)
      27. November 2015 09:23

      Eigentlich konnte ich mir´s nicht vorstellen, daß so eine inhaltsleere, bloße Lobhudelei ein Diskussionsbeitrag sein könnte.

      Aber Überraschung: mit 10 mal 3 Sternderln zu einem der besten Kommentare geadelt.
      Damit hat sich die Kommune – wie ich ihr öfters ja bescheinige – als kongenial ausgewiesen.

      Stellen sie sich doch einmal – als Gedanken-Experiment – Folgendes vor. Ein Geschäftsleitungs-Meeting hätte ein schwieriges Problem zu lösen/entscheiden, der Chef gibt als erster seine Meinung zum Besten – und alle sagen dazu: ich bin ganz genau so ihrer großartigen Ansicht.

      Wie lange würde so ein dummer Sauhaufen das Unternehmen auf Kurs halten können?





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